Samstag, den Januar pW I M » 3d >on Frühling ;u Frühling. Roman von Erich Eben st ein. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Die Schwiegereltern draußen in „Herminenruhe", dem staatlichen Herrenhaus, in dem jeder Zoll von Reichtum und Geschmack zeugte, waren kühle gemessene Leute. Papa Petcrmann, ganz Fabrikant, der sich immer nr7t neuen Entwürfen trug, immer alles voin Eeldstandpunkt aus beurteilte und selbst bei der ersten Begegnung mit der Schwiegertochter für diese nur ein zerstreutes Lächeln und ei,t paar nichtssagende Worte hatte. „Also du bist Meta Lenzendorf! Schön — freut mich sehr... ich hoffe, du wirst dich wohl fühlen bei uns und deinen künftigen Haushalt nach Ni.is Wünschen cinrich- ten. Er legt ein großes Gewicht auf — Eleganz..." Dabei glitt ein flüchtiger Blick an Metas einfacher Toilette nieder. Frau Bettina Petermann wurde womöglich noch deutlicher. „Du big seine Auserwählte!" sagte sie, nachdem sie Meta förmlich umarmt und zwei leichte Küsse auf die frischen Wangen gedrückt hatte. „Mache glücklich und wir werden das nnsrige tun, um deiue Position glänzend zu gestalten. Er ist etwas verwöhnt und wird sich vielleicht schwer an den Zwang der Ehe gewöhnen... nun, ich bin überzeugt,, daß du klug genug sein wirst, die Zügel nicht allzu straff zu halten... jedenfalls muß ich dir sagen, daß er sehr nervös ist und keinerlei Widerspruch verträgt." Niki, der einen peinlichen Ausdruck auf Metas Gesicht sah, schloß sie lachend in die Arme und Wßte sie vor den beiden Elternpaaren. „Ach was — macht ihr doch nicht bange, wir haben uns lieb und werden schon miteinander auskommen! Gelt, Kleine?" Meta machte sich verlegen aus seinen Armen los. Seine leichte, tändelnde Art in diesem Augenblick verletzte sie. Auch sah er heute besonders schlecht aus. Das Gesicht so blaß und die schmalen Lippen fast bläulich. Auch feilte immer feuchten, kalten Hände machten sie frösteln. Dann schalt sie sich selbst im stillen eine Törin. Nein, um Kleinigkeiten wollte sie nicht rechten. Er betete sie ja an und sie liebte ihn. Sie wollte alles tun, um ihn glücklich zu machen. Gut und zärtlich und nachgiebig wollte sie sein gegen alle — alle. Das war der erste Besuch im künftigen Heim. Niki führte sie dann noch überall herum und zeigte ihr das Haris. Den Haupttrakt bewohnten die Eltern. Im linken Flügel lagen die Gesellschaftsräume und im rechten seine völlig getrennte Junggesellenwohnung, zu welcher an der Seitenfront eine eigene Auffahrt war. „Die Wohnung im Parterre behalte ich bei," erklärte er, „und über derselben im ersten Stockwerk, wo jetzt Fremdenzimmer sind, wird unser Nest eingerichtet. Bier Zimmer, die Gesellschaftsräume drüben benützen wir mit den Eltern gemeinsam. Du siehst, es führt durch das ganze erste Stockwerk ein schnurgerader Korridor — da wir Luftheizung haben, denke ich, wird dir der kleine Weg in die Salons hinüber nicht allzu beschwerlich sein. Intime Besuche, kleine Soupers oder Tees können wir ja leicht bei uns arrangieren." Meta, die an die bescheidenen Dimensionen einer kleinen Mietvilla gewöhnt war, fand alles entzückend. Im Geiste sah sie sich schon in großer Toilette über den warmen, teppichbelegten, mit Palmen geschmückten Korridor ranschen nach den 'großen Salons, in welchen eine illustre Gesellschaft ihrer harrte... Am 3. Mai sollte die .Hochzeit sein. Am 2. Mar großes Polteräbendfest mit Feuerwerk, Parkbeleuchtung und vielen Gästen in Herminenruhe. Dann die Hochzeitsreise an die Riviera. „Märchenhaft!" sagte Herta Renner, welche selbst seit zwei Jahren mit einem jungen Arzt verlobt war, aber noch warten mußte, bis er genügend Praxis bekam. Ja, es war märchenhaft. Manchmal schwindelte Meta vor all dem Glück, und dann erfaßte sie mitten drin wieder eine rätselhafte Unruhe. II. So kam der Polterabend heran. Petermanns hatten das Fest großartig inszeniert. Wie betäubt starrte Meta, die in ihrem weißen, spitzenüberrieselten Kleid aus Libertyseide entzückend frisch aussah, aus die juwelenfunkelnden Damen und ordengeschmückten Herren, die bei Petermanns wie zu Hause schienen. Da war wirklich die ganze Elite von G. Man nannte Meta „liebes Kind" und schmeichelte ihr in übertriebenen Worten. Unwillkürlich glitt ihr Blick zu Niki herüber, der gelangweilt in einer Fensternische stand und in den Park hinabsah. Dort war es beinahe taghell von all den vielen Lichtern, welche zwischen den Bäumen funkelten. Und dahinter in der Ferne erhoben sich wie zwei schwarze Riesenfinger die ungeheuren Schlote der Fabrik, welche all diesen funkelnden Luxus ermöglichte. Meta erinnerte sich plötzlich, daß sie noch etwas zu erledigen hatte. Niki hatte ihr ein so kostbares Hochzeitsgeschenk — ein echtes Perlenlollier mit Diamantschließe — gegeben, daß es lächerlich gewesen wäre, damit konkurrieren zu wollen. Aber eine kleine Ueberraschung hatte sie sich doch ausgedacht. Er besaß bisher kein gutes Bild von ihr. Sie — 6 hatte sich also heimlich photographieren lassen und eigen- händig einen geschmackvollen Rahmen zu dem Bilde gemalt. Das wollte sie heute in aller Stille auf seinen Schreibtisch stellen drüben in seiner Wohnung, damit er es morgens früh am Tage ihrer Vermählung fände. Leise stahl sie sich hinaus, holte das Bild aus der I Garderobe und huschte den langen Korridor hinüber in | den anderen Flügel. , , | Dort war es dunkel und still. Nur ein einziges e(ei» I irisches Licht, durch grünes Glas gedämpft, glühte im Flur | vor dem Arbeitszimmer, an welches sich der Schlafraum I an schloß. m | Rasch trat Meta ein. Aus dem Park fielen Helle Reflexe herein, so daß das Gemach im Halbdunkel lag. I Dort war der Schreibtisch — so, hier in der Mitte I mußte er es morgen friih sogleich sehen. Meta schreckte plötzlich zusammen und stieß einen leisen Schreckensruf aus. Dort am zweiten Fenster hatte sich etwas bewegt 1— eine dunkle Gestalt erhob sich von der Ottomane, auf der sie gesessen. Ein Dieb? Nein, es war eine Frau. Ohne daß sie begriff warum, begann Metas Herz I wild zu klopfen. Auch die andere stand regungslos. So blickten sie einander einen Augenblick stumm an. Dann erkannten Metas sich an das Halbdunkel gewöhnenden Augen plötzlich die Frau. Es war Edith Torloni, die neue Heldin vom Stadttheater in G. Meta hatte sie des öfteren aus der Bühne gesehen und für ihr herrliches Spiel geschwärmt. Ihr fiel ein, was Herta und- Isa ihr zugetragen hatten über angebliche Beziehungen Nikis zur Torloni . . . Gelacht hatte sie darüber. Die Torloni war erst zwei Monate in G. und seit einem halben Jahre machte Mki Petcrmann ihr — Meta — den Hof. . . Und nun stand sie da an seinem Polterabend ohne Hut üüd Handschuhe, ganz wie zu Hause in seinem Zimmer. Meta griff sich an die Stirn. Dann sagte sie langsam und schwer: „Was tun Sie hier?" „Ich warte. . ." antwortete die andere sehr selbstbewußt, „ich . . . habe mit Herrn Petermann zu sprechen. Und Sie? Wer sind Sie?" „Seine Braut." „Ah . . ." Eine schwüle Pause trat ein. Meta wollte etwas sagen, Wollte fragen . . . eine wilde Gier ergriff sie, zu wissen. Alles zu wissen, was . . . aber es war, als ob eine eiserne Faust ihr die Kehle zusammeupreßte. Sie brachte keinen Laut heraus. Die Schauspielerin griff nach ihrem Hut und setzte ihn aus. „Pardon —!" murmelte Sie und wollte sich entfernen, als Schritte draußen hörbar wurden. Gleich darauf öffnete sich die Tür und Nikis Gestalt hob sich scharf von dem lichten Hintergrund des Flurs ab. „Meta — bist Du hier? Ein Diener sagte mir, baß Du" — Er verstummte. Er hatte die beiden Frauen erblickt. Edith Torloni schlüpfte an ihm vorüber an den Flur hinaus. „Verzeihe," flüsterte sie ihm im Vorübergehen ms Ohr, „ich kam etwas früher und wollte mir das Fest von hier ansehen ... ich konnte nicht ahnen . . ." Er warf ihr einen wütenden Blick nach. Dann trat er hastig auf Meta zu, die noch immer regungslos neben dem Schreibtisch stand-. „Meta — Liebste — verzeih' — ich kann wirklich Nichts dafür —" Ihre dunklen Augen leuchteten ihn brennend an. „Du — liebst diese — Person? Warum heiratest Du wich, Mki Petermann?" Er wollte sie in die Arme schließen, aber sie wich zurück vor ihm. „Gott, sei doch nicht kindisch, Meta! So etwas „liebt" man weder, noch heiratet man es. Man vertreibt sich eben ein wenig die Zeit, so gut es in diesem Vrovinznest geht . . . in Zukunft wird Las natürlich ganz anders fern ... da habe ich. Dich, Meta, sei vernünftig- vergiß, was Du sahst, denke nur an mich!, daß ich Dich' liebe. —. Dischs—> hörst Du?" Schluchzend warf sie sich an seine Brust und umklammerte seinen Nacken krampfhaft. „Niki — liebst Du mich denn wirklich? Mir setzt keine Luge! Nur jetzt nicht, ehe es zu spät ist . . . Liebst Du mich ?" „Aber kleines Dummchen — weshalb wollte ich Dich sonst zur Frau? Habe ich Dir nicht gesagt, Du bist die Allerschönste, die ich je gesehen habe?" „O schön — das ist nicht genug — ob Du mich, meine Seele, liebst, das sage mir!" Er wurde ein wenig ungeduldig. „Daß ihr doch alle überspannt sein müßt! Ja, Meta — natürlich liebe ich Dich!" Es war etwas in seinem Ton, das sie verletzte und unbefriedigt ließ. Langsam löste sie die Anne von seinem Hals und sagte: „Komm — gehen wir! —" „Und du willst vergessen? Du wirst es mir nicht nachtragen?" „Ich will es versuchen . . . Er atmete befriedigt aus. „Es ist mir ja furchtbar peinlich. Diese Mädchen vom' Theater sind so indiskret ... es fehlt ihnen der Takt..." Er sagte noch vielerlei, aber Meta hörte nicht darauf. Stumm ging sie an seiner Seite den Korridor entlang. Sollte sie zurücktreten in -elfter Stunde? Sie fühlte es ja mit einem Male völlig klar; das war der Mann nicht- den sie gesucht hatte. ®er wußte nichts von wahrer Liebe. Der würde nie Opfer bringen können, nie um das Beste in ihr fragen. Und auch sie — nein, wie ein Kartenhaus stürzte alles zusammen, was sie sich -eingeredet hatte, für il)it zu empfinden. Aber das Aufsehen! Herta — Isa — die Eltern — diese glänzende Gesellschaft drin — würde ihn jemand groß verdammen? Nein. Sie würde den Spott haben. Im besten Fall Mitleid. . . Denn so war die Welt: für den Mann -gibt es immer eine Entschuldigung. Nein — zurück- treteu durfte sie nicht. Und am Ende würden sie sich auch aneinander gewöhnen wie so viele Eheleute. Daß, so etwas nicht wieder passierte, dafür wollte sie schon sorgen. (Fortsetzung folgt.) Die Kammerfrau. Skizze von Herbert Stegemanu (Berlin). Der Herzog war sehr befiiedigt. Auf die Bitte der besorgten Herzogin hatte er den berühmten Spezialisten für Nierenleiden konsultiert, da die beiden Leibärzte sich in der Diagnose widersprachen. Der Professor, ein verhältnismäßig junger Mann, hatte eine völlige Gesundheit des beargwöhnten Organes fest- gestellt, und war von den dankbaren und erfreuten Herrschaften daraufhin zur Tafel befohlen worden. Man war in so animierter Stimmung, wie es die Etikette des kleinen Hofes und die An- wesenheit eines fremden Elementes nur zuließ, und der Herzog, ein behäbiger, gutmütiger Herr, dem' ein gutes Diner eine Lebensfrage war itnb der einen geheimen Haß, auf die Leibärzte ihrer strengen Diätvorschriften halber geworfen hatte, schwelgte im Genüsse all der guten Sachen, die ihm jetzt wieder erlaubt waren. Der Professor wußte ausgezeichnet zu erzählen, aber im allgemeinen war er ein bißchen zu geistreich, und das wirtte immcr- hin einigermaßen störend: tiefergehende Gespräche mit blendenden Tendenzen waren nichts für diesen Kreis, der aus den Herrschaften selbst, einer unscheinbaren ältlichen Hofdame und dem völlig militärisch geschulten Adjutanten bestand, dessen ganzes Dasein ein einziges „Zu Befehl" zu sein schien. Gewöhnlich wurde das Gespräch nur mit halblauter Stimme geführt und drehte sich um Personalangelegenheiten. Hin und wieder machte der Herzog einen Witz,, den er zuerst selbst belachte — dann fiel die Gesellschaft pflichtschuldigst ein, und bald herrschte wieder die gewohnte gedämpfte Stille. Heute war es anders. Ter Gast regte Themen an, die sonst ganz undenkbar gewesen wären, aber er wußte die Rolle des Anregenden mit Geschick dem Herz!vg selbst zuzuschieben, so daß dieser sich einigemale dariiber wunderte, wie viel Geist er doch eigentlich habe. Er hatte das fiüher nie bemertt, und im Grunde war es ja recht interessant. Wer ein bißchen deplaciert, ein bißchen sonderbar war es immerhin, und man wurde das Gefühl nicht los, als bewege man sich statt auf den: gewohnten Boden auf Glatteis. Der Professor war zu weltgewandt, um das nicht zu merken: so lenkte er mehr und mehr in den gewohnten Ton und nahm mit viel Interesse an adligen Familiengeschichten teil, die er dank feiner überall verbreiteten Praxis' vortrefflich "beherrschte. Man saß beim Kaffee auf der Terrasse. Der Herzog sprach lebhaft mit dem Professor, der Adjutant hielt sich daneben, die Herzogin, eine kleine unscheinbare Dame mit einem grauen Gesicht und ganz in unauffälliges Grau gekleidet, saß in einem Lehn- 7 sessel, unb Fräulein von Kummer, die Hofdame, stand neben rhr. Sie erzählte ihrer Herrin offenbar etwas Trauriges, ihre guten Zügen hatten einen bekümmerten Ausdruck, und die Herzogin, die mit etwas geneigtem Haupte zuhörte, führte mit einer hastigen Bewegung das Spitzentaschentuch an die Augen. „Aber Fifichen," rief der Herzog, dem die Szene nicht entging, hinüber, „was gibt es denn nur?" „Ach, Albrecht," sagte die Herzogin halblaut, indem sie sich erhob, „denke doch nur, mit der armen Franziska geht es zn Ende, Kummerchen sagt mir eben, sie winde sich in Krämpfen, die Aermste, und Doktor Mantius steht dabei und weiß sich auch keinen Rat. Es ist traurig, wirklich sehr traurig." Franziska war die erste Kammerfrau der Herzogin, eine ältliche unscheinbare Person, die Tochter eines Geistlichen, die durch irgend einen Zufall an den Hof gekommen war. lieber ihre Vergangenheit wußte man seltsamerweise nichts Näheres. Sie war von ungewöhnlicher Verschlossenheit, und es siel allgemein aus, daß sie sich trotz ihres sehr reichlich bemessenen Gehaltes weder dm kleinlten Luxus in Lebensführung oder Kleidung gönnte, noch irgendetwas zu ersparm schien. Wl ihre Einkünfte wanderten offenbar fort. Niemand ahnte, wohin, und das gab natürlich viel heiniliches Gerede. Aber Franziska war trotzdem' beliebt: sie war wohl streng und nicht selten böse, aber man brachte ihr doch allgemeines Verträum entgegen, denn sie war rechtlich bis zur Peinlichkeit, und wenn ein junges Mädchen unter dm Angestellten des Hofes nicht aus noch ein wußte, so stand Franziska ihr, soweit sie es vermochte, mit Rat unb Tat bei. In ihr Leben aber ließ sie keine Mmschenseele hineinblicken. Nur wer in den Herzen zu lesen wußte, der hatte unwillkürlich das Emp- Einben, als drücke sie irgendeine alte schwere Schuld, die sie sich >urch krampfhafte Bemühungen von der Seele zu wälzm suchte. Der gutmütige Herzog war des Bedauerns voll. „Tas arme alte Fränzchen," meinte er kopfschüttelnd. „Seit wann ist sie denn eigentlich krank?" Kummerchen berichtete. Vor ein paar Tagen war sie plötzlich, auf dem Vorplatz der Herzogin, zusammenbebvochen: gekränkelt mochte sie wohl schon lange haben, aber sre hatte sich mit der ihr eigenen Energie aufrechtgehalten. Wann sie dm Ohnmachtsanfall gehabt hatte? Ja, wann war es doch noch gewesen? Ja, richtig, gerade an dem Tage, an dem das Kommen des Herrn Professors gemeldet worden war — also vorgestern. Der Adjutant beivegte zustimmend dm Kopf. „Wenn Hoheit gnädigst gestattm," mischte sich der Professor, der bisher still bei Seite geftanvm hatte, plötzlich ein, „und wenn der hiesige Kollege keine Einwendungen hat, könnte ich ja einmal die Patientin ansehm." Der Herzog klopfte dem Sprecher jovial ans die Schulter. „Das ist wirklich eine gute Idee, liebster Professor. Fvänzchm ist ein gutes altes Ting, und die Sache geht der Herzogin in der Tat nahe. Mso — wenn Sie mit dm Damm den Samariter spielen wollm — Bitte!" Die Herzogin zupfte nervös' an ihrem Taschentuch. 'Eigentlich war ihr die Sache höchst peinlich. Mein Gott, man konnte doch den Professor nicht gut bemühen. —■ Es war unangenehm. Mer schließlich siegte, ein natürliches Mitgefühl mit der treuen alten Dienerin in ihr, und sie sagte sich, daß samaritische Rücksichten sogar von der Etikette des Hofes bis zu einem gewissen Grade entbänden. „Gehen Sie voran, Kummerchm," befahl sie, und ging mit dem Professor langsam über die Korridore und Treppen bis M dem Seitenflügel, der der Dienerschaft als Wohugelaß diente. Sie trippelte ein wmig, denn unbehaglich und fremd war die Situation auf alle Fälle. Die alte Kammerfrau war bereits von dem ihr bevorstehenden hohen Besuche unterrichtet worden, aber es verschlug ihr nichts mehr, denn sie lag schon im Sterben. Tie kurzsichtige Herzogin hob beim Betretm des dämmerigen Gemaches die Lorgnette an die Augen, dann ging sie mit etwas unbeholfenen Schritten auf das Bett zu, aus beni ihr ein wächsernes Antlitz und eine spitze Nase entgegensahen. Der Professor hielt sich ehrerbietig ein paar Schritte hinter der hohen Fran. Ms die Kranke die Nähe fremder Menschen bemerkte, begann sie sich unruhig hin und her 'zu werfen: Kummerchen faßte beschwichtigend ihre Hand, und Doktor Mantius stand ratlos und die Achseln zuckmd im Hinter- flrmtbe. Die Herzogin beugte sich freundlich über chre alte Dienerin, aber Kränzchen erkannte niemanden mehr, das Fieber schüttelte ihren armen Körver, und ihre Zähne schlugen laut aufeinander. Sie stöhnte wirre Laute, ihre Hände griffen angstvoll in die Luft. Tie Fürstin trat zurück: sie ängstigte sich, Kranke waren ihr unheimlich, und die landesmütterlichen Spital- gänge gehörten zu ihren unangenehmsten Berufspflichten. Der Professor begann, vom Leibarzt unterstützt, die, Patientin zu untersuchen; aber mit einemMale fuhr diese aus ihren Delirien in die Höhe, starrte den fremden Mann in halbsitzender Stellung an, und ein fürchterlicher Schrei erschütterte das Zimmer. Der Professor erblaßte, und eine grauenvolle Ahnung stieg in ihm auf. Eine schlecht gebundene Bibel fiel von dem kleinen Tische neben dem Bett herab, und eine bekannte Schrift schim dem Prosessor, der sich nach deut Buche bückte, von der ersten Sette entgegen: Franziska Kirchmann, las er, unb nun wußte er: feie Frau, bie dort mit dein Tode rang, war — leine Mutter. Der berühmte Mann war dafür bekannt, daß er seinen Weg über Leichen nahm. Unb in bet Tat: es war eine Leiche, die vor ihm lag, und es war gewiß die, über die er am! unbekümmertsten hinweggeschritten war. Franziska Kirchmann war die Tochter eines angesehenm Geistlichen und hatte sich, wie üblich, ihr Brot als Erzieherin verdient. Zuletzt auf dem Schlosse des Grafen Arnberg. Die Gräfin war kränklich und wunderlich, der noch junge Graf verliebte sich in das damals blühende und srische Mädchen, und ob- lvohl er durchaus fein gewissenloser Verführer war, kam alles doch, wie es nun einmal kommen mußte. Ms Franziska mit ihrem Kind an die Tür des Vaterhauses klopfte, fluchte ihr der strenge Vater und jagte sie von bannen. Es gelang ihr, den Jungen in Pflege zu geben, und da niemand etwas von ihrem Fehltritt wußte, die Stellung einer Kammerfrau bei einer Fürstlichkeit, die dem Grafen befreundet war, zu erhalten. Sie nahm von diesem, der überdies bald darauf starb, niemals eine Unterstützung an und sparte sich jeden Pfennig vom Munde, um dem Kinde eine gute Erziehung zu geben und ihm späterhin sogar das Studium zu ermöglichen. Aber als der Junge, ein begabtes Kind, dessen Ehrgeiz früh erwachte, feine Herkunft begriff unb unter gelegentlichen Sticheleien seiner Kameradm zu leiden begann, da wandte er sich innerlich von der Mutter, bie er ohnehin fast niemals sah, ab, und schämte sich ihrer — schämte sich ihrer mit einem gewissen Hasse, denn er wollte ein großer, ein angesehener Mann werden, und die mit einem unauslöschlichen Makel behaftete Mutter war ihm dabei das stärkste Hindernis'. Er brach allmählich die Verbindung so völlig mit ihr ab — und ihr eiserner Stolz verbot es ihr, sich ihrem Kinde anfzu- brangen —, daß er nicht einmal ihren jetzigen Aufenthaltsort wußte. Seinen Namen, der wie ein Bleigewicht an dem ehrgeizigen Manne hing, hatte er durch die Gunst eines fürstlichen Patienten längst mit einem anderen vertauscht, und niemand konnte ahnen, daß der sehr berühmte Professor und Geheimrat Bernhard ein Sohn der herzoglichen Kammerfrau Franziska Kirch- manu war, der in ihrer Todesstunde die Ehre widerfuhr, von fürstlichen Herrschaften und ersten Autoritäten der Wissenschaft besucht zn werden. Die Kranke fiel röchelnd zurück, während der Professor regungslos vor ihr stand. Sie hatte den Sohn erkannt, und in ihrem verwirrten Gehirn, ihrem verwüsteten Herzen quoll ein tödlicher Haß, empor. „Fort, fort," ächzte sie, „was willst du? Ich hab auf dich gewartet, Bub, ein Jahr und noch ein Jahr — und immer gewartet, gewartet — und du bist nicht gekommen — hast nichts von der Mutter wissen wollen — Oh, meine Sünde — meine Sünde — Herrgott, vergieb mir meine Sünde — aber ich hab ihn doch so lieb gehabt. — Geh fort, weg mit dir —• willst mich wohl sterben sehen — Ja, ja, ja — ich sterb noch lang nicht — dir zum Trotz nicht. —" Tas gellende Lachen ging in dumpfes Stöhnen über. Unb als der Sohn sich über sie neigte, um ihr der Form' halber den Puls zu fühlen, griff sie nach seinen Händen unb begann zu betteln: „Gelt, Bub, du bist nicht bös mit mir — bleibst bei der alten Mutter — ja, hörst du, Bub? Hab dir ja allweil nur Liebes getan — Liebes ■—" Die Stimme ward schwach unb schwächer. Ter Professor wußte, daß es nur noch wenige Minuten dauern könnte. Ihn schwindelte. Ein Rest von Scham und Mttleid mischte sich seltsam mit der Angst, daß, die Zuhörer den Sachverhalt begreifen könnten. Aber er konnte ruhig sein. Die Herzogin hörte nicht zum besten- und hatte sich überdies schon, auf Kummerchens Arm gestützt, mehr und mehr auf den Ausgang des Zimmers hin zurückgezogen. Und Doktor Mantius, der nie ein besonderer Seelenkenner gewesen war, stand ziemlich mißgelaunt und gelangweilt am Fußende des Bettes. Er fand es höchst unpassend, daß wegen einer Kammerfrau ein derartiges Aufheben gemacht wurde. Einzig Kummerchen, über deren grauen Kopf manches Leid dahingegangen war, begann etwas zu ahnen. Mer an Höfen wird man still und ergeben und läßt die Dinge gehen wie sie wollen: und hier war ja doch alle menschliche Hilfe am Ende. — Franziska streckte sich mit einem letzten Seufzer unb war tot. Der Professor prüfte mit dem Spiegel, ob noch Atem vorhanden fei, und wandte sich dann mit wiedergewonnener Sicherheit zur Herzogin, die sich wie eine Dulderin vorkam. „Ich schließe mich ganz dem Herrn Kollegen an," sagte er, mit etwas belegtest Stimme, „derartige Fälle von Abdominal-Typhus verlaufen immer letal." Und Doktor Mantius verbeugte sich erfreut: um so mehr, als er niemals eine solche Diagnose gestellt hatte unb nun nachträglich von der Autorität belobigt wurde. Tie Herzogin führte wieder ihr Tuck) an bie Augen. „Traurig, sehr traurig," sagte sie flüsternd. Der Profosser ging neben ihr und setzte ihr- während sie durch die dumpfen Korridore dahingingen,, auseinander, daß, die Ursachen des Typhus durchaus nicht immer in der Mangelhaftigkeit des Trinkwassers und ähnlichen Uebel- ständen, sondern in tieferliegenden und im allgemeinen noch unbekannten Faktoren zu suchen seien. „Unb bei so ungünstigem! allgemeinen Kräftezustande," so kam seine Stimme gedämpft von den Wänden zurück, „ist der Patient int allgemeinen natürlich nicht mehr zu retten." , „Retten," klang die sonore Stimmst des berühmten Mannes leise als Echo wieder. 8 Batten, wurde St. Louis, wo 1845 schon täglich zwei deutsch» Leitungen erschienen. Uttb wenn das Deutschtum trt Nvrd-Amertka noch >yeure m jo hoher Blüte steht, ist dies nicht in teW Lime dem damaligen Wirken der „Tretener Gesellschaft 8U verdanken. - Reaktion: K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl-schen Universitäts-Buch. und Steindruckerei, R. Lauge, Gießen. Die „Gießener Gesellschaft". Der Name Gießens ist mit einem Unternehmen eng ver- knüvft welches um das Jahr 1830 herum nichts Geringeres anstrebte als die ganze fernere deutsche Auswanderung nach SÄSuS ÄE i MfljfMfcg lidw Gebiet war von den Bereinigten Staaten noch mcyl ms Staat anerkannt und man hoffte demgemäß, dort ein unabhängiges urch glückliches Klein-Deutschland gründen zu können Ter^ Gedanke, welcher zur Gründung der sogenannten „Gießener Gesell sckait" führte entsprang dem Unternehmungsgeiste äwerer junger EL Lul Snius°und Friedrich m g/gft lastete damals der Druck dumpfer .Hoffnungslofigkett, die ^.age der Begründung eines Verfassungsstaates waren noch mcht gekommen. Auch Münch und Follenius, die m rugendlich^^dea s Sn VS Ä U?Sä » biefei Bläue wegen verfolgt. Die Idee, auszuwandern, ging L. »wch -L? erschien dieser «-"---»Eid« eine Lalmmslucht in dem Kamps um die Sache der, Freiheit. Ms er schließlich nachgab, tat er es mit folgender Begründung ). Wir dürfen nicht von lfier gehen, ohne zugleich «neu nationalen Gedanken zur Ausführung zu bringem Der Grund zu einem neuen und freien Deutschtano in der großen nordamerikanischen Republik mag durch utu gelegt wer^n: nZglichst viele unserer besten Landsleute müssen mit uns hinauszieheu und wir müssen Vorsorge treffen, daß jährlich ein Nachzug folgt So können wir drüben einen feinem Grund- Wesen nach deutschen Staat gründen, den wir schließlich zu einem Mifiterstaat in dem großen Gemeinwesen Nord-Amerikas 4U ^aiit1 Fockenckis?Än Manu von hünenhaftem Wuchs, im- plonierender Persönlichkeit, scharfem Verstand, eifernem Willen, ein^aeboreuer Führer voll Volksbewegungen! Münch, der. nucy- teruer und praktischer veranlagt war, ertannte besser btc mit ber Ausführung eines so großartigen Unternehmens verbundenen Schwierigkeiten. Er fyielt daher an dem Gedanken fest,, nur nut einem Dutzend befreundeten Familien, keine an die andere gebunden, die Wanderung vorzunehmen, und es anderen zu über- &KW«?«'LA "b«m Änatum Hessen an Der Strom der Auswanderer wurde zu- Itäckft Mach Arkansas, dann aber, als ungünstige Nachrichten über das dortige Land eintrafen, nach Missouri gelenkt. Eine Liste der ersten Ansiedler der „Gießener Gesellschaft findet man un deutschen Pionier Bd II, S. 230—235. Munch und Follenius fiedeltm sich 1834 am nördlichen Ufer des Missouri, nn heutigen Kreise Warren, an. Diese Gegend ist der Mittelpunkt der ausgedehntesten deutschen Siedelung westlich vom Misnfiippi. ge- siwrdeu und so der Traum von Follenius und Munch in gewisser Weise in Erfüllung gegangen. Am Missouri ist, von seiner Mündung bei St. Louis an, an beiden Ufern 125 Mecken-weit fast rein deutsches Gebiet. Zur Gründung eines eigenen deutschen Staates kam es allerdings nicht mit diesem Gedanken hat man nirgeiids Erfolg. Aber Deutschen gelang, was anderen Ansiedlern nicht gelungen war: für sich und ihre Nachkoinmen und Tausende von Landsleuten eine dauernde Heimat zu begründen und hier ihre Eigenart zm bewahren. Ja, fie jefetcn ihren besonderen Stolz darin, daß sich ihre Guter umner wieder sogar in derselben Familie als StammLefitz weitererbten. Fol- lenins starb 1844 in der Blüte seiner Jahre en einem Nervenfieber, das er sich in Zeiten einer schweren Überschwemmung zugezögen hatte. Seine Witwe hatte mit einer Schar unerwachsener Kinder einen schweren Kampf ums Dasein zu bestehen. Sie focht ihn durch mit unbeugsamem Mut und seltener Tatkraft, Eigenschaft en, wie wir fie auch an ihrem Manne kennen gelernt haben. Münch war ein langes Leben beschießen. Er, dem tn Deutschland glänzende Lebensaussichten gewinkt hatten, wurde ein „lateinischer Bauer"?* **)) der mit eigener Hand rodete und pflügte und sich in jeder Beziehung den Lebensbedingungen des neuen Landes anpaßte. Politisch blieb er dabN seinen Freiheitsidealen treu und wurde ein Führer seiner Landsleute, deren Sache er auch immer, als er selbst tn führende Staatsstellungen ausgerückt war, warm vertrat. In ihm verkörperte sich gewissermaßen die geistige und sittliche Höhe der deutschen Einwanderung des 19. Jahrhunderts in jenen Gegenden. Seine Nachkommen sind in Amerika noch zahlreich. Bei einem yamtltenfeU auf dem Stammsitz in Warrenton im Jahre 189a waren deren 102 versammelt — Das Sammelbecken für die deutsche Einwanderung nach jenen Gegenden, welche Münch und Follenius veranlaßt *) Nach A. B. Faust, „Das Deutschtum in den Vereinigten Staaten". Leipzig, Teubner 1912. **) Dieser Name war für solche yarMer aufgekommen, welche die deutsche Gymnasialbildung genossen hatten, die. sich aber, tut allgemeinen für die Zwecke der praktischen Kolonlsierung nicht eigneten. Vermischte». * Der Mann mit der roten Mütze Aus die unter dieser Ueberschrift veröffentlickste Einsendung erwidere ich. höflichst/ daß mir selbstverständlich bekannt war, daß Fahrdienstleiter- und Au>sichtsbeamtendienst auf vielen Stationen getrennte Funktionen siiid, aber auf vielen anderen Stationen werden sie von. einem Beamten versehen. Wenn der Herr Einsender, der. tn ^lirer Nummer 188 gegen meinen Artikel polemisierte, dieselbe jour- ualistische Erfahrung und Uebung hätte, wie ich, so wurde er wissen, daß man in einem für das große Publikum bestimmten Artikel nicht auf dienstliche Details eingehen kann, die für cas Publikum weder interessant iwch leicht verständlich sind. Vm Übrigen muß ich es aufs enlschiedenste zurückweisen, wenn Der Herr Einsender behauptet, daß meine Darstellungen „vielfach tmzutrefieiid" seien. Mein Artikel beruht auf eingehenden Informationen und hat vor der Veröffentlichung Beamten, die im Betriebe stehen, zur Begutachtung vorgelegen. Dagegen halte ich es nicht für korrekt und geivissenhaft, einen solchen Anbei öffentlich auszusprechen, ohne die Beweise dafür zu erbringen. ..mit wie wenig Verständnis der Herr Einsender übrigens meinen Artikel gelesen hat, geht aus der Musterung hervor: „Die bezüglichen Einrichtungen der preußisch-hessischen Staatsoahnen für die Betriebssicherheit sind anerkannt die besten der Welt", ^ch habe in meinem Artikel auch nicht ein Wort gegen die Betriebseinrichtungen der Staatseisenbahneu geschrieben, i m G e g e n t e i l, ich habe ausdrücklich erwähnt, daß Deutschland, was die Sicher- Xyeit des reisenden Publikums betrifft, an erster Stelle stehe. Die Tendenz meines Artikels war überhaupt keineswegs die, die Betriebseinrichtungen der Staatsbahnen irgendwie herabzu- setzen, sondern meine Absicht war, das Publikum über den schweren, verantwortungsvollen Dienst des Fahrdienstleiters aufzuklären und so eine■ beffere Würdigung desselben seitens des Publikums, herbeizuführen. Das liegt wohl auch im.wohlverstandenen Interesse der Verwaltung und nur bureankratische Ueberfyebung und Voreilig enommenheit kann daran Anstoß nehmen. Wenn einzelne höhere Beamte es angesichts dieser Tatsachen immer noch fertig bekamen, die Klagen über Ueberanftrengung mittlerer und unterer Eisenbahnbeamten als unberechtigt hinzustellen, so wird die Verwaltung sich hoffentlich dadurch nicht abhalten lassen, die notwendige Verbesserung der Dienst- und Ruhezeiten baldigst ernteten zu lassen. Uebrigend haben auch die ösfentlicheii Blätter bei Gelegenheit der Verkehrsstockungen im Westen darüber geschrieben. Arthur Zapp. — Französischer Witz. Schon dagewesen. Das Dienstmädchen: „Gnädige Frau, der Briefträger ist draußen... wegen Neujahr." „Aber was will er denn, ich habe es ihm doch schon voriges Jahr gegeben." — Ehrlich verdient. „Herr Doktor, gestatten Sie mir, Ihnen zum neuen Jahre meine besten Wünsche darzubringen." „Aber verzeihen Sie, ich habe nicht die Ehre, Sie zu kennen." „Oh. ich war es, der int vergangenen Jahr den Scharlach in ihr Stadtviertel eingeführt Hit." — Das Schönste. Der kleine Sohn: „Ist es wirklich wahr, Papa, daß Du jetzt zu Neujahr das Kreuz der Ehrenlegion bekommen hast?" Der Vater gerührt: „Jawohl, mein Sohn." Hurra, das ist ja großartig, bann kommen Soldaten, wenn Du stirbst'" — Unmöglich. Der kleine Jean, aufgeklärt zu seinem Schwesterchen: „Nein, nein, das wfiß ich s.tzr gut, der Weihnachtsmann ist niemand anders als Papa." Die kleine Sclstvester, kopfschüttelnd: „Wer, Jean, wie kannst Du nur solches Zeug reden, wie soll denn Papa mit seinem dicken Bauch durch den Schornstein kommen!" Silbenrätsel. ber, cu, bur, gen, bim, kam, eu, feit, litt, in, m, nie, ne§, o, ot, re, irtiir, te, to, tu, ivur. Aus vorstehenden Silben und Buchstaben sollen fieben Wörter I gebildet und derart untereinanber gesetzt werden, das; die Anianas- buchstaben von oben nach nuten und die Endbuchstaben von unten itad; oben gelesen, den Namen eines bebeutcnocn Altertumsforschers und Geschichtsschreibers ergeben. ES bedeuten aber die einzelnen Wörter folgendes: 1. Ein Heilmittel. 2. Nebenfluß der Weser. 3. Feldberrn Alexanders des Großen. 4. Nützlichen GebrawUsgegenftand. 5. Grafschaft im nördlichen England. 6. Männlichen Vornamen. 7. Ein Tier. Auflösung in nächster Nummer. Auslösung des Bersteckrätsels in voriger Nummer: Morgonstimü hat Gold int Mund