i $8® $3 fei UMI i^MVW 3ii dem kleineren Salon, der heute früh noch ein Schlafzimmer gewesen war, verkehrten in den Tanzpausen die besonders durstigen Gäste, mit einer dort aufgestellten Ananas- Bowle toacker zuzusprechen. Als der Tanzsaal geräumt wurde, damit die Lohndiener die in Bereitschaft gehaltenen Teile der Tafel aufstellen und alles Erforderliche zum Abendessen vor- bereiten konnten, drängte man sich in den übrigen Räumen zunr Ersticken zusammen. Das machte aber der munteren Wirtin den allergrössten Spaß, und sie lohnte den Vortänzer, der die mit Beifall aufgenommene Bemerkung machte, daß sie hier alle wie die Heringe in einer Tonne steckten, mit dankbar ermunterndem Lächeln. An der Tafel saß Peter neben seiner Braut. Er versuchte wiederholt, deren Händchen unter dem Tische zu erfassen, da sie hier aber keine Zärtlichkeiten, die so leicht von den anderen bemerkt werden konnten, dulden wollte, so begnügte er sich, mit seiner Fußspitze Fühlung an ihrem kleinen Füßchen zu gewinnen und es ihr zu drücken. Er trank reichlich Wein und wurde immer verliebter mtd kühner. Frau Julie ließ heute etwas draufgehen; eine Schüssel folgte der anderen, und alle waren von einem der teuersten Köche aufs schmackhafteste bereitet und tadellos angerichtet. „Ich bitte, zulaugen, meine Herrschaften, e s ist noch mehr bn!" So tönte immer wieder ihre selbstbewußte Aufforderung über die Tafel. Herr Knoblauch hatte einen kleinen Spitz; seiner Eigenschaft als Gast völlig uneiugedenk, fing er an, selbst den Wirt zu machest, und besonders die Herrett zu flottem Trinken auzufeueru. Dabei vergaß er das Essen tticht; einige Kompottschüsseln, die vor ihm standen, hatte er schon geleert; als ihm aber eine von ihnt noch nicht gekostete Schale mit eingemachten Aprikosen gar zu verlockend in die Augen stach, ergriff er auch diese, bot sie ganz unberufen seinen Nachbarn, die gar nicht danach verlangt hatten, an und benutzte diesen durchsichtigen Borwand, um sich dann selbst den Inhalt der Schale zu Gemüte zu führen. Frau Julie, die von dem Staatsanwalte zu Tische geführt worden war, stieß diesen heimlich an: „William, Du mußt eine Rede halten." „Wollen wir das nicht lieber lassen, beste Mama? Deine Gäste unterhalten sich vortrefflich — sieh' nur. — Ich glaube wirklich, daß sie es nur als Störung empfinden würden." „Nein, nein, William, Du mußt es mir zulieb tun! Auf Deine Rede habe ich mich schon die ganze Woche gefreut — das wird die Krone des Festes!" Frau Lampert ließ nicht nach, und Tell erfüllte endlich widerwillig ihren Wunsch und klopfte ans Glas. „Meine hochverehrten Damen und Herren! Wir befinden uns hier im Hause eines Mannes, der einst mit dem Schurzfell vor der Stichflamtne des Schmelzapparates gestanden und edles Gold in Fluß gebracht hat. Heute ist der anspruchslose Arbeiter von damals einer der angesehensten Meister seines Faches, der nun auch das Gold der Liebe und Bewunderung in unserem Herzen in Fluß bringt, so daß wir ihn preisen als Muster eines wackeren, menschenfreundlichen Arbeitgebers, als eine Perle unter den pflichttreuen Bürgern dieser Stadt, als einen der besten und zuverlässigsten Söhne des deutschen Vaterlandes. Solche Männer sind heute ctud). die festesten Stützen des Thrones. Unser kaiserlicher Herr, der ein Herz hat für alle Kinder seines Volkes, auch für die redlichen und tüchtigen Arbeiter, hat in seiner ewig denkwürdigen Botschaft das Wort verkündet, daß die Heilung der sozialen Schäden nicht ausschließlich im Wege der Repression sozialdemokratischer Ausschreitungen, sondern gleichmäßig durch positive Förderung des Wohles der Arbeiter zu suchen sein werde. Das ist ein arbeiterfreundliches, ein weises und christliches Wort. Ein Kaiserwort, das ihm die Dankbarkeit des Volkes in Erz graben wird! Auf das Wohl eines solchen Laudes- vaters bitte ich Sie, die Gläser zu leeren: Seine Majestät, unser allergnädigster Kaiser Wilhelm I., der Siegreiche, lebe thoch!" Der Redner war nicht ganz mit sich zufrieden; das, was er gesagt hatte, entsprach nicht genau dem, was er sagen wollte; die Anwesenheit Peters, des Sozialdemokraten, hatte ihn ein wenig aus dein Text gebracht und ihn angetrieben, statt eines Hochs auf die beiden Wirte, das er eigentlich im Sinne gehabt hatte, ein solches auf das Staatsoberhaupt auszubringen. Ein brausendes, jauchzendes Hochrufen folgte aber seinen Worten; alte waren aufgestanden und ließen die Gläser klingen. Der Klavierspieler in der Ecke des Saales mußte die Nationalhymne spielen; der begeisterte Vortänzer, Herr Knoblauch, wurde auch zum Vorsänger und hob mit heiserer Stimme an: „Heil dir im Siegerkranz!", und die ganze Tafelrunde stimmte eilt und sang stehend den ersten Vers des patriotischen Liedes. Daß Peter vor Beendigung dieses Toastes hinausgegangen war, war kaum von allen bemerkt und von den wenigen, die es bemerkt hatten, auch nicht gerade als Demonstration gedeutet werden; nur der Staatsanwalt verstand den wahren Beweggrund, und auch Sabine machte ihrem Bräutigam, als er wieder zurückkehrte und neben ihr Platz nahm, leise, aber heftige Vorwürfe wegen seines unpassenden Verhaltens. „Ich werde diesem Quasselpeter doch nicht den Gefallen tun und mit ihm in ein Hoch auf den Kaiser einstimmen! Das fehlte mir noch! Ich bin ein zielbewußter Politiker; ich hasse den Staat." Sabine sah den Sprechenden an, sie hätte ihm zürnen mögen, denn er griff da in etwas, das sie, als Tochter eines altpreußischen Beamten, wie ein Heiligtum int Herzen trug: aber seine Augen flammten so wild und leidenschaft- 686 ljch, seine Wangen waren so prächtig gerötet, in seinem Männlich schönen Angesicht lag ein so fesselnder Ausdruck von unerschütterlicher Ueberzeugung und wtldtrotziger Tatkraft, daß sich ihr Groll beinahe in Bewunderung verkehrte. „Wenn Du nur nicht so hübsch wärest!" flüsterte sie ihm voll unwillkürlicher Zärtlichkeit zu. „Nun? Was dann?" fragte er leise zurück. „Ich glaube, daun würde ich mich vor Dir fürchten." „Närrchen!" gab er zur Antwort. Er nahm sein Glas, stieß mit ihr an und leerte es in einem Zuge. Die Tafel war schnell beseitigt worden; mau tanzte wieder in dem zum Ballsaal umgewandelten Speisezimmer; das Fest hatte seinen Höhepunkt erreicht. In Frau Juliens Salon stand der Staatsanwalt im Gespräch mit Lampert und Just, als er Peter, der seine Braut einem anderen zum Tanze hatte überlassen müssen, in seiner Nähe bemerkte. Er ging auf den Stiefbruder zu und redete ihn zum ersten Male an diesem Abende an: „Du hast mich bis jetzt hartnäckig übersehen, aber wenn Du Zeit hast, Peter, möchte ich mit Dir ein Wort unter vier Augen sprechen." v ,,, c „Große Ehre für mich!" versetzte etwas höhnisch der andere. Sie traten in eine Fensternische und der Staatsanwalt begann: „Ich möchte Dir einen brüderlichen Rat geben." „Hoffentlich keinen stiefbrüderlicheu." Tell überhörte den Spott, der in dieser Bemerkung lag, und fuhr unbeirrt fort: „Wenn Du wieder einmal in einer gebildeten Gesellschaft bist, und es wird ein Trinkspruch auf unseren Kaiser ausgebracht, dann vermeide es, Dich demselben durch Fortgehen zu entziehen; wenn es durchaus gegen Dein Gewissen ist, an einem Hoch auf das Staatsoberhaupt teilzunehmen, dann bleibe lieber ganz aus solcher Gesellschaft fort." Eine kleine Pause folgte, in der sich die Stiefbrüder in verhaltener Feindschaft mit den Blicken maßen. Dann sagte Peter sehr ruhig: „Ich konnte ja plötzliches Nasenbluten vorschützen, um mein Hinausgehen zu begründen,, aber einem Staatsanwalt gegenüber muß man ja wohl die Wahrheit sagen. Also, ja, ich bin hinausgegangen, um nicht auf das Staatsoberhaupt trinken zu müssen, da ich den ganzen Staat als solchen verurteile; ich habe nichts anderes getan, als was unsere politischen Vertreter im Reichstage stets bei solchen .Gelegenheiten tun." „Und was sie nach Ansicht jedes normal empfindenden Deutschen besser unterließen; man betätigt seine politische Gesinnung nicht durch — Rücksichtslosigkeiten, um mich eines parlamentarischen Ausdrucks zu bedienen. Ich möchte Dich aber warnen, Peter; es gab eine Zeit, da wir uns näher standen, da wir als Knaben in diesem Hause gemeinschaftlich gespielt haben. Wohin ,hast Du Dich Verirrt? Nimmt nicht der Protestant auch tut Dome des Katholiken den Hut ab? Und behalten wir ihn beide nicht auf, wem: wir einmal die Synagoge des Juden betreten, weil es dort Brauch ist, ihn aufzubehalten? Man achtet doch die Gefühle seiner Mitmenschen und hat Ehrfurcht vor deut Heiligen, in welcher Gestalt es einem auch begegnet. Magst Du politische Ansichteu haben, welche Du willst — das ist Deine Privatsache, ich will auf niemand einen Gewissenszwang ausüben — aber ungestraft beschimpft man nicht das, was allen deutschen Männern, allen Parteien heilig ist, nur nicht der Deinen!" „Wer wird tnich dafür strafen?" „Die Mißachtung aller Gesitteten und die Stimme Deines eigenen Gewissens!! Es ist keine Gesinnungstüchtigkeit, einem Hochrufe auf unseren greisen, verehrungswürdigen Kaiser aus deut Wege zu gehen; es ist nur ein trauriger Mangel an allen den Eigenschaften, die den feinfühligen und gesitteten Menschen kennzeichnen, mag er sonst irgend welcher Partei angehören." „Bist Du fertig, Herr Staatsanwalt?" „Ja". Und weiter paukte der Klavierspieler auf das schon ziem- lich verstiminte Instrument, und unermüdlich wirbelten die erhitzten Paare im tollen Reigen. Es war in der zweiten Stunde nach Mitternacht, und immer wieder mußte der Vortänzer neue Tänze einschieben, damit das Ende des Balles so weit wie möglich hinausgerückt würde. Herr Wilhelm Lampert, der int Rahmen der Tür zum früheren Schlafzimmer als Zuschauer Platz genommen hatte, war todmüde; wie gern würde er für dieses ohnehin schon recht kostspielige Fest noch einen Hundertmarkschein mehr aufgewandt haben, wenn er sich jetzt nur hätte zurückzieherk und behaglich in seinem Bette ausstrecken dürfen. „Julie", lispelte er der Gattin zu, die hinter seinen Stuhl getreten war und sich über ihn beugte, um ihn mit einem Lächeln der Genugtuung anzusehen, „wäre es jetzt nicht genug? Herr Knoblauch könnte dreist mit dem Kotillon Beginnen." Frau Julie begriff nicht diese Ungeduld. Wenn es nach ihr gegangen wäre, dieser Ballabend hätte nie ein Ende genommen. „Wilhelm", sagte sie vorwurfsvoll, „sei doch nicht so ungemütlich! Sieh doch nur, wie sich die Leutchen amüsieren! Es ist eine Null-Polka, die Damen engagieren; gib acht, ich hole mir jetzt unseren William, er muß auch einmal mit mir tanzen!" „Du wirst doch nicht?" wollte der überraschte Gatte einwenden, aber sie war schon fort und hörte ihn nicht mehr. Und wahrhaftig! Da stand sie auch schon knixend vor dem Staatsanwalt, und dieser mochte sich sträuben, so viel er wollte, sie ließ sich nicht abweisen; er legte endlich seinen Arm um ihre umfangreiche Taille, und dahin hüpften beide; das schon überständige, aber itoch immer Ewig-Weibliche mit der ernsten, gesetzten, etwas spröden, männlichen Vollkraft. „Solo!" rief Herr Knoblauch mit Stentorstimme; die übrigen Tänzerpaare traten an die Wand zurück und schauten belustigt zu, indem sie tut Takte der Polka schallend mit den Händen klatschten. „Sehen Sie nut", stieß Just den Maler Völker heimlich an, „was unsere gute Wirtin noch zu leisten vermag!" „Fett schwimmt oben!" ward ihm trocken erwidert; „es geht in diesem Strudel nicht unter." „Doch, doch!" rief Just besorgt, „es scheint ihr zu viel geworden! Da sinkt sie wie ohnmächtig in den Sessel!" „Daß das die Sprungfedern ausgehalten haben!" meinte ungerührt der Maler; „es rast der See und will sein Opfer haben." „Ich werde ihr ein Glas Wasser bringen", sagte der teilnehmende Just. Er beeilte sich, der schwach gewordenen Dame beizuspringen, doch sie wies das ihr dargebotene Wasser mit Schaudern von sich: „Wasser, Brr! Bringen Sie mir lieber einen Schluck Wein! Doch nein, lassen Sie's nur, Herr Inst, es ist nicht mehr nötig! ich fühle mich wieder ganz wohl." Sie erhob sich und stand wieder fest auf den Seinen, „'s war nur ein kleiner Schwindel; man ist das Tanzen ja nicht mehr gewöhnt — danke vielmals, lieber Inst! Wie lieb Sie sind!" Sie reichte dem Amerikaner ihr feistes Händchen und drückte einen fast zärtlichen Kuß darauf; er war eilt aufrichtiger Verehrer der braven Frau. (Fortsetzung folgt.) §antt-helena. Eine unveröffentlichte Unterredung Napoleons mit einem Engländer. Von Paul F r 6 m e a u x. Von dem bekannten Napoleon-Forscher Paul Frsmeaux,- dem Verfasser des Werkes „Der sterbende Napoleon", können wir die folgende bedeutsame Veröffentlichung, die neues Licht aus den Gefangenen von St. Helena wirst, unseren Lesern vorlegen. Die Red. Nur wenige Reisende, die an dem Felsen von St. Helena anlegten, konnten sich dem gefangenen Napoleon nähern. Deshalb sind die Erzählungen, die uns von jenen sehr slüchtigeir Znsammen- künsten mit dem modernen Prometheus überliefert worden sind, sehr gering an Zahl; es existieren ihrer kaum zwanzig. Durch einen merkwürdigen Zufall ist nun bis zum heutigen Tage der nachfolgende Bericht, der im „Public Record Office" aufbewahrt wurde, unveröffentlicht geblieben, obwohl er zu den wichtigsten zählt. Es ist eine Unterhaltung, die der schon schwer kranke Kaiser zwei Jahre vor seinem Tode mit einem vornehmen Engländer hatte. Napoleon verlangte in dieser Unterhaltung seine Uebersiedlung in ein milderes Klima, als das der Tropen, oder wenigstens eine bessere Behandlung auf dieser elenden, ungesunden Insel. Ferner wünschte er die Zurückberusuug seines Peinigers Hudson Lowe nach England. Der Engländer, mit dem der Kaiser sich hier unterhält, war ein hoher Beamter aus Indien, namens Ricketts. Es war ein Verwandter des ersten Ministers Lord Liverpool. Um das ihm Gesagte besser zu verstehen, ist es not-: wendig, einige Einzelheiten über die Krankheit des Kaisers kennen zu lernen. , 1 Napoleon befand sich seit dem 15, Oktober 1815 auf der Insel. Der Kummer über die Verbannung und sein untätige^' 687 Leben beeinflußten seinen Gefurrdheitszustand ungünstig, und er begann gegen Ende des Jahres 1816 zu kränkeln. Man konnte das Leiden, das sich in einem schlechten Allgemeinbefinden äußerte, zuerst nicht bestimmen. Daun glaubte der Kaiser — und wie später die Sektion ergab, nüt Recht — daß er leberkrank wäre. Sein Arzt O'Meara behandelte ihn danach, aber dieser mußte, im Juli 1818 die Insel verlassen, weil ihm der Gouverneur Hudson Lowe nicht Wohl wollte. Ein anderer Arzt, den Napoleon 1819 zuzog, der Marinechirurg Stvkoe, stellte gleichfalls eine Leberentzündung fest, und auch er wurde entfernt. Nach Stokoes Abreise blieb der Kaiser ohne ärztliche Hilfe Und da er sehr zurückgezogen lebte und es vorkam, daß er sich nianchmal wochenlang in seinem Haus in Longwood vergrub, wurde es für Hudson Lowe sehr schwierig, regelmäßig Nachrichten über ihn zu erhalten. Der beunruhigte Gouverneur, den die Furcht verfolgte, daß sein Gefangener entweichen könnte, drohte , nun, gewaltsam in seine Wohnung einzudringen und ihn zu zwingen, sich täglich einem Offizier zu zeigen. So lagen die Dinge, als Ricketts auf seiner Reife von Indien nach England in Sankt- Helena Halt machte. Napoleon glaubte, daß Ricketts, der ein Vetter Lord Liverpools war, gern als sein Fürsprecher auftreten und vor dem britischen Kabinett seine Verteidigung übernehmen Würde. Die Unterhaltung mit ihm sollte gleichsam der letzte Versuch sein, um den todbringenden Existenzbedingungen ein Ende zu machen. Leider mißglückte dieser Versuch. Mau glaubte in London oder tat, als ob man glaubte, daß der Kaiser sich mit Unrecht beklagte. Ricketts hörte seine Beschwerden nur skeptisch au. Dies beweist ein langer Bericht an Lord Liverpool, den der folgende Artikel abgekürzt und unter Fortlassuug von Wiederholungen und unrichtigen Bemerkungen wiedergibt. * „Es war gegen vier Uhr," berichtete Ricketts, „als ich mich mit dem Grafen Bcrtrand in das Haus Bonapartes begab. In der langen, engen, dnnkleir Galerie, die wir zu überschreiten hatten, standen nebeneinander Diener aufgerecht, und der Graf, der sich Obcrhofmarschall nannte, führte mich in einen ganz kleinen Raum. Bouaparte lag im Bett, um den Kopf hatte er ein rotes Taschentuch geschlungen; er schien schon drei oder vier Tage nicht rasiert. Das Zimmer Ivar fo schlecht erleuchtet, daß es mir nicht möglich war, seine Züge genau zu erkennen, aber als gleich darauf Kerzen hineingebracht wurden, konnte ich sie ziemlich gut sehen. Sein Gesicht war nicht gelber, als man es gewöhnlich geschildert hat, die Augen lagen nicht sonderlich tief, Und meiner Ansicht nach wies nichts darauf hin, daß er leberkrank war oder ein anderes Leiden chatte. Er saß im Bett — einem Feldbett — hmd hatte den rechten Arm um die Metallstäbe gelegt, den Rücken durch ein Kopfkissen gestützt. Er bewegte sich einigemal, wobei er Zeichen des Schmerzes kundgab. Er schien mir ein wenig schwerhörig. So weit es mir ipöglich war, ein Urteil zu.fällen, erschien er mir viel stärker, als man ihn gewöhnlich schildert. Ter starke Kopf mit den dicken Wangen, der tief in den Schultern faß, die fetten Hände, überhaupt das Gesamtbild war das eines Mannes, der zur Korpulenz neigt. In brummigem Tone bat er mich Platz zu nehmen, und wie es schien, war diese Aufforderung schon eine ungewöhnliche Ehre. Ich setzte mich ihm gegenüber, Graf Bertrand nahm sich rechts vom Bett einen Stuhl . . . Napoleon drückte sich mit Leichtigkeit aus; wie ja schont chäusig bemerkt wurde, ist seine, Sprach«! energisch und spöttisch. Ich brauchte 'nur wenig zu sprechen, er stellte mir nicht viele Fragen, aber er sagte ötters: „Verstehen Sie?" Er leitete seine Unterhaltung damit ein, er hätte erfahren, daß ich von Indien nach England zurückkehre und daß ich ein Verwandter Lord Liverpools wäre. In barschem Tone fragte er mich nach dem Grad meiner Verwandtschaft mit dem Lord. Ich antwortete ihm, daß die Grafen Bertrand und Mon- tholou ihm wohl schon erklärt hätten, daß ich nicht ein Bruder Liverpools wäre, wie man ihm irrtümlich erzählt hätte. Napoleon bemerkte nun, daß dieser Irrtum das Vergnügen mich zu sehen. Nicht beeinträchtigte, und ich ebensogut Lord Liverpool über seine Lage unterrichten könnte. Wahrfcheinlich hätten Seine Gnaden keine Ahnung 'von den Beleidigungen und Schändlichkeiten, denen er von Seiten Sir Hudson Lowes ausgesetzt wäre; sonst hätten Sie den Gouverneur schon längst seines Amtes enthoben. Sicher hätten Sie diesen Schritt getan, denn er kenne Seine Gnaden als menschlich und gerecht und Sie wüßten wohl auch nicht, daß, er, der ein schweres Leberleiden hätte, jeder ärztlichen Hilfe beraubt wäre. t „Sagen Sie Lord Liverpool," fuhr Napoleon fort, „daß ich diese Insel, die Leuten mit meinem Leiden verhängnisvoll ist, verlassen möchte. Ich bin seit langem krank, augenblicUich sehen Sie mich bettlägrig, Sankt-Helena ist ungesund, unter den Truppen der hiesigen .Garnison herrscht .große Sterblichkeit. Man sollte mich irgendwo jn Europa unterbringen, aber mich nicht in einem tropischen Klima lassen, in dem ich an Leberentzünduug dahin- fieche. Ihre Minister sollen mir in einer englischen Provinz einen WohNort nitro eifert, sie werden es nicht zu bereuen haben. Ich bin Soldat, und ich werde mein Wort nicht brechen. .Ich weiß, daß man mir einwenden wird, französische Offiziere hätten, als sie in England gefangen waren, ihren Eid gebrochen, aber die in Frankreich gefangenen englischen Offiziere gaben ihnen ein Beispiel. Ich habe eine Liste ihrer Namen . . . Meine Gefangenhaltung hat Ihrer Regierung schon eine Million Pfund Sterling gekostet, und die Ausgaben hier sind wahrscheinlich nicht zu vermeiden. Es ist ein Wahnsinn, so viel Geld zn verschwenden. Es wäre eine bessere Politik, mir zu gestatten, behaglich und mit Komfort in Mropa zu leben, anstatt mich zwischen vier Mauern in den Tropen einzusperren. „Ich halte es für unmöglich, daß Lord Liverpool auch nur die leiseste Ahnung davon hat, wie ich von Sir Hudson Lowe gequält und verfolgt werde. Der Spionage- und Polizeidienst, den er hier organisiert hat, erinnert an Sizilien. Er hat mir meinen Chirurgen Ö'Mears entzogen, weil dieser nicht auf seine Absichten eingehen wollte, und er hindert mich, einejt anderen Arzt zu nehmen, obgleich ich krank bin, und er weiß, daß ich zu Bett liege. Er hat bei dem Grafen MontholoN durch seinen Sekretär, Major Gorrequer, einen Brief abgeben lassen, in dem er erklärt, daß, wenn ich mich nicht dem Ordonnanzoffizier zeige, man mit Gewalt in meine Wohnung eindringen werde. Sagen Sie ihm, wovon Sie sich ja selbst überzeugen können, haß mich diese Drohung veranlaßte, die drei elenden Räume, die ich bewohne, fest verschlossen zu halten, und niemand hier eindringen kann, wenn er nicht über meine Leiche geht. Man stirbt nur einmal; ob durch einen Bajonettstich oder auf andere Weise, ist gleich. Ich bin Soldat, .Wenn man mich ermorden will, soll man es gleich tun! . . . Ich habe die für meine Gesundheit so notwendigen Spaziergänge aufgegeben, so lange Sir Hudson Lowe auf Sankt Helena bleibt, weil ich mich weder selbst feinen Unverschämtheiten aussetzen will, noch diejenigen Personen, an die ich gelegentlich zwei oder drei Worte richte. Will man mir O'Meara nicht wieder schicken, so soll man mir einen französischen oder englischen Arzt senden,- der in keiner Beziehung zum Militär steht und einen guten! Ruf hat. Lord Liverpool sollte hier einen Ehrenmann als Gouverneur einsctzen, der weiß, was sich gehört, Sir Hudson Lowe ist nur zu niederen Diensten verwendet worden, entweder als Spion oder um ein Korps von Räubern und korsischen Mördern zu organisieren. Er ist hinterlistig, launenhaft, jähzornig und grausam. Beobachten Sie nur seine weißen Wimpern und Äugen- braneu, er sieht doch nicht wie ein Gentleman aus, sondern wie ein wütender gemeiner Kerl. Man hat in London die Prätention,- über mein Wohlbehagen ;u wachen, und glaubt, es mir zu verschaffeu, wenn man viel für mich ausgibt. Aber.Saukt Helena gehört zu den Orten, in denen der Lebensunterhalt unendlich viel kostet. Die Hälfte des Geldes, das man auf dieser Insel verschleudert, würde zu meinem Unterhalt und zu meiner Bewachung in jedem Teile .Europas genügen. Die gegen mein Entweichen ergriffenen Maßnahmen sind nicht nur überflüssig und lästig, sondern auch für jedermann widerlich. Der .Gipfel des llnsinns ist es jedoch, daß mau augenblicklich ein Hans für mich baut, das Unsummen kostet, und das ich nie bewohnen werde, VMU man michlnicht dazu zwingt. Ich verabscheue diesen Bauplatz, der keine Bäume mehr hat und der Kaserne gegenüber liegt. Ich kann die Nase nicht aus dem Fenster stecken, ohne eine rote Uniform zu sehen, und die Ohren .werden mir von dem Trommelwirbeln weh tun. Ich werde die Wache dort vor meinen Augen ausgepflanzt finden und sogar das „Halt! wer da?" der Schildwachen hören. Kann man als gefangener Soldat etwas Schimpflicheres erleiden?" pflanzen im Aost. (Eine naturwissenschaftliche Plauderei.) Von Professor Dr. Neger, Dozent an der Kgl. Forstakademie Tharandt. Wie kommt es, daß unsere Fichten und Kiefern, Birken und Eichen die fürchterlichste Winterkälte leicht überstehen, während die Bäume milderer Zonen, wie Palmen und Bananen oder gewisse Zimmerpflanzen schon bei mäßiger Kälte.zugrunde gehen? Die Sache erscheint uns selbstverständlich, weil wir sie Jahr für Jahr beobachten; damit ist aber noch keine Erklärung für dieses verschiedene Verhalten der einzelnen Pslanzenarten gegeben. Der Grund ist einfach der: alle Pflanzen der kühleren Zonen gehen mit Eintritt der rauhen Jahreszeit in einen Zustand über, Sen man mit dem Winterschlaf vieler Tiere vergleichen könnte, d. h. sie werden wasserärmer, und int Innern ihres Körpers spielen sich mancherlei chemische Umwandlungen ab, vermöge deren die vernichtende Wirkung tiefer Temperatur auf die lebenden Gewebe aufgehoben wird. Die Pflanzen der warmen Zone kennen einen solchen winterlichen Ruhestand nicht, sie fallen daher der lebensfeindlichen Kälte zum Opfer, oft schon, ehe die Temperatur unter 0° gesunken ist. Diese „innere Widerstandsfähigkeit" schützt die Pflanzen unserer Zone viel besser gegen die Kälte als etwa eine Umhüllung mit Haaren und bergt Die Eigenwärme der meisten Pflanzen ist gering, sie haben also nicht viel zu verlieren. Aber wehe, wenn die Winterkälte einbricht, ehe jener „Schlafzustand" erreicht ist oder wenn ein Nachwinter die kaum entwickelten Triebe überrascht. In der Zeit der „Früh- und Spätfröste" erweisen sich auch die här- testeu Pflanzen als äußerst empfindlich. Im allgemeinen ist die Wirkung der Spätfröste verhängnisvoller als die der Frühfröste, weil in Entwicklung begriffene Gewebe weit zarter sind als fettig 688 ausgebildete. Daher ist die Zeit der Kälterückschläge im Frühjahr —- im Volksmund die Tage der Eisheiligen (Pankratius, Servatius, Mamertus), 12.—14. Mai — diejenige Jahreszeit, in welcher unsere Pflanzenwelt am meisten durch „Erkältungen" gefährdet ist jedenfalls weit mehr, als im tiefen Winter bei grimmiger Kälte. Das Ilmbinden mit Stroh und Umwickeln mit Tüchern und Papier — eine Maßregel, welche gerade während der Spätfröste mit gutem Erfolg angewendet wird — hat hauptsächlich den Zweck, die Pflanzen !vor übermäßiger Wärmeausstrahlung in kalten klaren Nächten zu schützen. Wenn es trotz aller natürlichen und künstlichen Schutzmaßregeln dazu koumit, daß die zarten Organe unter 0° abgekühlt werden, so ist damit das Todesurteil noch nicht gesprochen. Denn viele Gewächse der kalten Zone können geradezu als eisveständig bezeichnet werden, d. h. Gefrieren ist bei diesen nicht eins mit Erfrieren. Ausschlaggebend ist, in tvelcher Weise das Auftauen stattfindet; erfolgt es langsam und allmählich, so merkt man der betreffenden Pflanze meist kein Ungemach an; wenn dagegen eine Pflanze, deren Blätter hart gefroren sind, plötzlich in einen warmen Raum übertragen wird, sodaß das Eis im Innern der Gewebe rasch ariftaut, dann ist es für immer vorbei: die schlaff herabhängeuoen Blätter leben nicht wieder auf, ein Bild, das sich dem aufmerksamen Beobachter nach Frostnächten im Frühjahr nicht selten bietet, wenn die Morgensonne eine plötzliche Erwärmung gefrorener Pflanzcnteile bewirkt. Aus all dem geht hervor, daß schroffe Temperaturwechsel für Pflanzen ebenso verhängnisvoll sein können, !vie für Tiere und Menschen. Es liegt nun die Frage nahe, was geschieht, wenn ein Baum oder Strauch durch Spätfröste seiner jungen Triebe beraubt wor- den ist? Auch dafür hat die Natur Abhilfe geschaffen. Die meisten Bäume besitzen nämlich Knospen, welche nur im „Notfall" zur Entwicklung kommen, wenn die anderen Knospen auf irgend eine Weise — z. B. durch Frost, Insektenfraß und dergl. — vernichtet worden sind; man nennt diese Crsatzknospen „schlafende Knospen", weil sie gewissermaßen solange „sstlafen", bis sie durch einen äußeren Einfluß erweckt werden. . Allerdings können die durch Spät- oder Frühfrost getöteten Triebe der Pflanze noch nachträglich verhängnisvoll werden, indem sich auf denselben alle möglichen Pilze ansiedeln, welche sich zu richtigen Schmarotzer!! entwickeln und schließlich auch gesunde Triebe angreifen und zerstören. Solche „Nachkrankheiten" der Frostwirkung werden namentlich an Bäumen beobachtet, welche im Herbst erst verhältnismäßig spät in den winterlichen Ruhestand eintreten und daher der Frühsrostgefahr besonders ausgesetzt sind, z. B. bei den Roßkastanien, einigen Ahornarten u. a. in. Eine merkwürdige Frostkrankheit, welche gleichfalls nur an Bäumen And zwar an älteren Stämmen häufig vorkommt, ist die Bildung von Frostrissen und Frostleisten. Sie stellt sich nicht in den Uebergangszeiten, sondern im tiefsten Winter bei sehr starker Kälte ein. Nach einem bekannten Gesetz der Physik zieht sich der Holzkörper der Bäume bei weitgehender Abkühlung sehr zusammen, und zwar so, daß unter Umständen entlang einem Markstrahl ein Spalt entsteht (Frostriß oder -spalt). Es kann vorkammen, daß die Zusammenziehung so heftig ist, daß die Bildung der Spalte von einem lebhaften Geräusch — ähnlich einem Flintenschuß — begleitet ist. Bei Temperaturzunahnie schließt sich der Spalt wieder, aber an dieser Stelle findet nun im nächsten Sommer ein stärkeres dickes Wachstum des Holzkörpers statt, d. h. der Holzkörper bildet längs dem 'Frostriß eine Verwölbung — eine sogenannte Frostleiste. Wer in Gärten oder im Wald die Bäume mit Aufmerksamkeit betrachtet, dem wird es nicht schwer fallen, 1—2 Meter lange am Stamm' verlaufende Frostleisten zu finden. Besonders stark neigt zur Frost- leistenbildung die Ulme. So kann die lebensfeindliche Kälte unserer Winter selbst jenen Pflanzen recht großen Schaden zufügen, welche scheinbar durchaus gefeit dagegen sind. Vermachtes. , * Wettbewerbe im Kochen. Eine ganze Reihe interessanter Preisausschreiben und Wettbewerbe aus dem Gebiete der edlen Kochkunst kommt bei der großen Londoner Kochausstellung zum Austrag. Nicht nur die vornehmsten Kochkünstler werden hier ihre raffinierten kulinarischen Kunstwerke zeigen, sondern noch größerer Wert ist auf praktische und pädagogische Zivecke gelegt. So gibt es z. B. einen Wettbewerb in guter Haus mauns- k o st. Goldene und silberne Medaillen, Geldpreise und ehrenvolle Erwähnungen winken denen, die das nahrhasteste und wohl- schmeckendsle Mittagessen von vier Gängen mt Preise von 5 Mk. Herstellen können. Sodann werden Koch stunden für Volks- s ch u l k l a s s e n mit. der Ausstellung veranstaltet. Täglich werden Schülerinnen verschiedener Unterrichtsanstnltcn einen praktischen Kursus durchwachen, der direkt sür die Bedürfnisse der Arbeiter- faniilieii zugeschnitten ist. Die jungen Mädchen erlernen hier auch die beste Methode, ein gutes Essen, das ivohlverpackt dem Hausvater nach seiner Arbeitsstelle getragen wird, zu bereiten und au- zurichte». Besondere Wettbewerbe sind sür die Armeeköche vorgesehen; die Kochkünstler der verschiedensten Truppengattungen, atich der Garderegimenter, werden ihre Kräfte darin messen, genau nach Vorschrift und möglichst billig die richtigen Rationen für die Mannichasteii herzustellen. Die Schtsssköche fechten wieder ihre Tourniere für sich aus, denn die gastronomischen Ansprüche, P,te vu sie gestellt werden, sind ganz andersartige als die, denen ihre Kostegen ans dem Lande zu genügen haben. Von anderen Wettbewerben seien die um die beste Herstellung d r e i e r S a u c en, euier Buttersauce, einer holländischen und einerMayomiaiseu-Sauee, und die trefflichste Bereitung eines Frühstücks erwähnt. Die unverkennbare Schwierigkeit, die ein klassisches K a r t o s f e l k o ch e n bereifet, kommt in dem Preisausschreiben zum Ausdruck, das man sür die tadellose Zubereitung dieser so wichtigen Knollenfrucht erlassen hat. Eine Abteilung für sich bildet die Krankenkost, sür die Wettbeiverbe von den größten Londoner Hospitälern ausgeschrieben sind. Viichertisch. — Neuerscheinungen der U n i v e r s a l - B ib l io- t he k Nr. 5601. 5602. B erufs t r agik. Von Max Eyth. Ans dem Taschenbuch eines Ingenieurs. Mit dem Bilde des Verfassers und einer Einleitung von Carl W. Neumann. In Leinen 80 Pfg., in Leder mit Goldschnitt 1.50 Mk. Inhalt: Max Eyth. Berufs- tragtk. ,1. In der Grünheustraße. — 2. Ans dem Kahlenberg. — 3. Die Brücke. — 4. Eine schwere Last. — 5. Die Sturmnacht. - 6. Neues Leben. — Nr. 5603. B n r s ch e u h eraus! Von Josef Buchhorn. Bunte Bilder aus dem deutschen Stiideutenleben. Inhalt: Deutsche Studentenhymne. — Die Fuchs keile. — Was der alte Messelhuber in Tübingen erlebte. — Stindt, der Literat. - Telepathie. — Der Fax. — Filia hospitalis. Professors „Mädchen". — In vorgerückter Stunde. — Die Skiidentenbude. - Die Diosknren. — Willy Franck. — Nr. 5601. Str e i fl i ch t e r. Von Karl Ewald. Ein Skizzenbnch. Autorisierte llebertragung ans dem Dänischen von, Hermann Kiy. In Seinen 60 Pfg. Inhalt: Einleitung. — Offner Brief an den Vagabunden Ferdinandsen. —> Meine Stiefel. — Ein Verbrecher. — Offizielles. - Hunger. — Zwei Welten: Kultur. Natur. — Jugend. - Krank. Landestrauer. — Allianz. — Kaisergabe. — Ein Rüffel. — Ein Anarchist. — Frühling. — Einer von Hunderttausend. - Proletarier. — Plauderei. — Etatsrat Petersen. — Der Arzt. - Reiseskizzen ans Hamburg: KommerzienrätlicheS. Der Heldenliebhaber. Die soziale Frage. — In Smaaland: Branntwein. Göran. Ein Lichtstrahl. — Der Vorhang siel. — Das Uebernatürliche. — Es blasen . . . — Eine kleine Geschichte. — Lügen. - Blut. — Kinder. — Das Schlimmste. — Andacht. — Gin Geschäftsmann. — Die kleine Hanne. .— Vorbei. — Betrug. — Weltuntergang. — Sonntagsschule. — Nr. 5605. D i e Räuber. Von Friedrich von Schiller, Ein Schauspiel in fünf Aufzügen. Für die Bühne bearbeitet von Dr. Rudolf Weinmann. — Nr. 5606. Gedi ch t e in pfälzischer M unda r t. Von Franz von Kobell. Ausgewählt und mit einer biographischen Skizze, Erläuterungen und einem Wörterverzeichnis heransgegeoen von Fritz Gundlach. In Seinen 60 Pfg. —• Nr. 5607. B e r ü h in t e K r i m inalfäll e. Nach dem Neuen Pitaval und anderen Quellen. Heransgegeben von Dr. Max Meud- heirn. Achtes Bändchen: Madame Meinheil, die Pompadour der Republik. — Der zerstückelte Leichnam int Wäschekorb. Bearbeitet von Hermann Pilz. — Nr, 5608. Ki n d e r s ch i ck s a l e. Von Emil Marriot. Novellen und Skizzen. Inhalt: Kückens Kindchen. —- Bubi. — Kindesleid. — Die beste Schülerin. — Martyrium. — Fritzchens Weihnachtsgeschenk. — Nr. 5609. 5610. Der Wirbel- tierkörper. Von Dr. Fr. Hempelmanu. Eine vergleichende Anatomie. Erster Teil. (Bücher der Naturwissenschaft, herausgegeben von Prof. Dr. Siegmund Günther. 18. Band.) Mit 2 bunten und 2 einfarbigen Tafeln und 62 Abbildungen im Text. Inhalt des 1. Teiles: Vorwort. — Einleitung. — I. Das Integument — II. Das Skelett. — III. Die Muskulatur. — IV. Das Nervensystem. ________ DiamantrWel. In die Felder nebenstehender Figur sind die Buchstaben aacdeelifi i i k k 1 1 1 1 m m n r s w w w derart einzutragen, daß die tvagerechten Reihen folgendes bedeuten: 1. Einen Buchstaben. 2. Figur eines mittelalterlichen Heldengedichtes. 3. Russische Stadt. 4. Männlichen Vornamen. 5. Mathematische Figur. 6. Vogel aus der Ordn, der Taucher. 7. Einen Buchstaben. Die senkrechte und wagerechte Mittelreihe ergeben das Gleiche, Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Artihmogriphs in voriger Nummer: €ieel — Egge — Igel - Reil — Elbe — Tabelle; ® e i b e L Redaktion: K. Neurath. Rotationsdruck und Verlaa der Brühl'ichen UniverlstätS-Buch» >md Steindruckerei, R, Lange, Gießen