SKT LLL ! W v.| Vom Pikkolo zum Millionär. Heitere Erzählung von Harry Nitsch. (Nachdruck verboten.) Es war Sonntag Palmarum. Der Himmel strahlte in Feiertagskleidung. Er hatte ein tiefblaues, fleckenloses Gewand angezogen, dem tanzende, funkelnde Sonnenstrahlen einen besonderen Glanz verliehen. Die Bogel suchten den festlichen Klang der beiden Glocken Frohwinkels zu übertönen und sangen aus voller Kehle ein Loblied auf den Herrn. Die bewaldeten Berge rings um die Stadt, die man fast von jeder Straße aus erblickte, schimmerten im jugendlichen Grün, in den Gärten duftete und blühte es, als wäre die ganze Natur in einem Wettstreit befangen, wer die Welt wohl am schönsten machen könne. Das kleine, fast in ländlicher Abgeschiedenheit liegende Frohwinkel schmiegte sich in ein idyllisches, rings von bewaldeten Bergen umaürtetes grünes Tal ein, das ein Flüßchen einem Silberfaden gleich durchzog. Fabrikschornsteine gab es nicht, die Industrie, welche das gesegnete Sachsenland mit ihren gewaltigen Armen so fest und sicher umspannt, hatte sich noch nicht bis hierher verirrt. Die Frohwinkler nährten sich schlecht und recht als Handwerker und Gewerbetreibende, viele von ihnen bauten sogar noch nach Altväterweise ihren Kohl und nannten sich vornehm „Oeko- nomen". In der Barfüßerkirche stand eine stattliche Schar Jung- fränlein und Jungherren vor dem kleinen, bescheidenen Altar aus heimischem Sandstein, der an den Elbufern zwischen Pirna und Schandau in hunderten von Brüchen gewonnen wird. Dem Altar suchte ein darüberhängendes Gemälde, mit gutem Willen wohl aber geringem Erfolg, einen höheren Glanz zu verleihen. Das Bild sollte eine Grablegung darstellen; da der Maler des Bildes, dessen Namen niemand mehr kannte, schon' längst das Zeitliche gesegnet hatte, war es auch nicht mehr möglich, festzustellen, ob die Annahme der Frohwinkler wirklich richtig war, oder ob der Maler-„Meister" sich nicht etwas ganz anderes unter seinem Werk vorgestellt hatte. Die Söhne und Töchter der Gemeinde störte dies aber nicht im geringsten. Böse Menschen behaupteten sogar, daß in der Barfüßerkirche, vor dem häßlichen Altarbild, mehr wirkliche Andacht zu finden sei als in der Kreuzkirche mit ihrer prunkvollen Marmorgruppe über dem Altar. Diese von einem Künstler geschaffene Marmorgruppe, eine Kreuztragung, hatte ihre romantische Geschichte. Ein reicher Frohwinkler stiftete sie einst. Er wollte sich damit die ewige Seligkeit erkanfen, die er durch allerlei schlimme Sachen wahrscheinlich verwirkt hatte. Der feierliche Gottesdienst war zu Ende, die jungen Christen verließen mit langsamen Schritten die kleine Kirche. Draußen mußten sie die mehr oder weniger herzlichen und gut gemeinten Glückwünsche der Paten, Berwandten, Freunde und Gönner des väterlichen Hauses über sich ergehen lassen, was viele von ihnen mit unnachahmlicher Grazie verstanden. Denn sie zählten ja jetzt zu den Erwachsenen, sie mußten daher auch zeigen, daß sie deren Würde, und Anstand sich zu eigen gemacht hatten. Nach und nach löste sich die Menge in einzelne Gruppen auf, einige verschwanden auch langsam in den Seitenstraßen. Die jungen Dainen in langen schwarzen Kleidern hatten Mühe, nicht aus der Rolle zu fallen, denn die Praxis bewies, daß ein langes Kleid anhaben und es tragen doch zwei himmelweit von einander verschiedene Dinge sind. So kam es denn, daß gar manches dieser jungen Mädchen bei dem ersten Schritt in das wirkliche Leben strauchelte. Die jungen Herren fanden sich schon besser in die neue Lebensstellung. Mir waren das gestärkte Oberhemd und der hohe Kragen ihnen ein ivenig ungewohnt, und zwangen sie dazu, einen steifen Nacken zu machen, was einigen der jungen Herren ein nicht recht zu der feierlichen Stundo passendes komisches Aussehen gab. Als letzter war auch der allgemein beliebte ehrwürdige Pastor Töpfer mit zwei älteren Mitgliedern der Barfüßer- geineinde aus der Kirche getreten, und beobachtete nun, freundlich plaudernd, die jungen Schäfchen, welche heute seiner sorgenden Obhut entschlüpften. Lächelnd machte er auf ein etwas gespreiztes Bürschchen aufmerksam, das wohl ein wenig geckenhafte Neigungen hatte und dessen kurzer Hals mit dem stolz gewählten sehr hohen Kragen nicht recht harmonierte. Das Gesicht des Jünglings zeigte ein köstliches Geinisch von Erhabenheit und stiller Qual, der rote Kopf saß auf dem weißen Kragen wie eine voll erblühte Rose auf schwankendem Stengel. „Ein steifnackiger Bursche," sagte Herr Werner, der Steuereinnehmer Frohwinkels, lachend zum Pastor. „Nur schade, daß die Steifuackigkeit nicht echt ist. Erborgter Glanz." Mild lächelnd versetzte der Pastor: „Ein steifer Nacken ist in unserer Zeit etwas, was man nicht genug schätzen kann. Es wäre besser, wenn sich die Menschen nicht so schnell an die gestärkten Oberhemden und hohen Kragen gewöhnen wollten. Denn ein wenig Steifnackigkeit ist im Leben" oft, sehr oft von Nöten. Ich wünschte, das Anlegen hoher Kragen würde von der Obrigkeit befohlen, damit manche Männer zwangsweise daran erinnert werden, daß sie einen Nacken haben." Unter den männlichen Konfirmanden befand sich ein kleiner Knirps, dessen lebhafte Augen in einem frischen, ehrlichen Gesicht wohltuend auffielen. Jetzt machte der kleine Kerl allerdings ein trauriges Gesicht, in dem einen munteren Auge glänzte sogar eine heimliche Träne. Ob sie über die rührende Abschiedsrede des alten, ehrwürdigen Pastors geflossen war, oder ob sie dem Kummer über die Wenigen Gratulanten ihren Ursprung verdankte, die dem helläugigen Jungen ihre Glückwünsche und üblichen Geschenke , darbrachten? Erich Sanner wußte dies wohl selbst nicht. I« Frohwinkel herrschte nvch die Sitte, daß die Taufpaten ihren flügge gewordenen Patenkindern am Schluß der Feier, vor der Kirche, neben den billigen mündlichen Glückwünschen auch noch reellere Beweise ihrer Zuneigung widmeten. Erich Sanner, so hieß der kleine, helläugige Konsir- mande, erwartete nur ein altes, verhozeltes Weiblem, ferne Mutter, sowie eiu sehr vornehnr tuender Herr, der ferner Pflicht, seinem Taufkinde die übliche Gratulation entgegenzubringen, ersichtlich unwillig nachkam. Erichs Vater besaß einst ein sehr gut gehendes Eisen- Warengeschäft. Zu große Vertrauensseligkeit und unpraktischer, lvenig kaufmännischer Sinn hätten es dahin gebracht, daß das alte, ererbte Geschäft unter Vater Sanners Leitung immer mehr zurückging. Dazu kamen große Verluste durch gutmütig übernommene Bürgschaften für „gute" Freunde, für die Sanner aufznkommen hatte. Sanner mußte zuletzt seine Zuflucht zum alten Hernrann, dem Stifter der Marmorgruppe in der Kreuzkirche, nehmen. Hermann, half, half oft und so gründlich, daß Sanner eines Tages nichts mehr gehörte. Das Geschäft mit dem stattlichen Haus, der groß« Garten vor der Stadt, in dem das beste Obst von Frohwinkel wuchs, das von der Frau eingebrachte Vermögen, alles war dahin. An dem Tage, wo der alte Hernrann von Haus und Geschäft Sanners Besitz ergriff, fantr man den Unglücke lichen tot in dem kleinen See vor der Stadt. Jetzt ruhte er in dem von Efeu umwucherten Grab im Selbstnrörderwinkel der Kreuzkirche. Nun war Frau Sanner, eine kleine, schwächliche Frau, mst ihrem sechsjährigen Buben ganz allein auf der Welt. iÄemand war da, der ihr geholfen hätte, denn die Familie des Selbstmörders wurde von allen gemieden, am meisten von den wohlhabenden Verwandten. Nur mit Mühe erreichte Pastor Töpfer es, daß einige gutmütige Familien seiner Gemeinde die arme Frau mit kleinen Arbeiten beschäftigten. Frau Sanner ging zu den Leuten ins Haus, reparierte die Wunden, welche das Leben den Hofen nnd Jacken der männlichen Jugend geschlagen, steckte den Hausfranen die Gardinen auf, wozu sie eure hervorragende Befähigung besaß, uno half im Herbst bei der Bereitung des Eingenrachten. So brachte sickstFrau Sanner kümmerlich, aber ehrlich durch. Der vornehme Pate Erichs war Herr Rose, der erste Kaufmann des Städtchens. Er hatte in das Geschäft „eingeheiratet", denn bevor er die pockennarbige Tochter seines .Chefs zu seiner Gattin machte, war er nur ein armseliger Kommis, der für geringen Gehalt mit den einkaufenden Dienstmädchen geistreiche Scherze machen mußte. Salbungsvoll sagte Herr Rose jetzt zu dem kleinen Erich, der mit seinen braunen Augen treuherzig zu dem Paten emporbltckte: „Mein Sohn, du trittst heute in das Leben ein. Sei immer treu und ehrlich, dann wirst dn den Menschen lieb sein. Ich wünsche dir von Herzen Glück, mehr Glück, als dein Vater es hatte, und einen festeren Cha- rakter!" Der kleine Erich zuckte schmerzlich zusammen, als, er seinen Vater in wenig liebevoller Weise bei einer so feierlichen Gelegenheit erwähnen hörte, die Tränen stiegen ihm in die Augen. Doch tapfer unterdrückte er ein aus seiner Brust hervorquellendes Schluchzen, als er seiner Mutter ins' Auge gesehen hatte, die bleich geworden war und UM deren Mundwinkel ein nervöses Zucken ging. Der vornehme, reiche Pate achtete nicht äuf diese kleinen Aeußerungen empfindsamer Seelen, Und in dem deutlich! sichtbaren Drange, einer lästigen Pflicht so schnell toie möglich enthoben zu sein, fuhr er fort: „Ich hätte dich gern in mein Geschäft genommen, mein Junge, aber das Lehrgeld --es ging nicht, meine Verhältnisse gestatten es mir leider nicht, einen Lehrling ohne Lehrgeld aufzunehmen. Dir hast doch wohl schon einen Lehrherrn gefunden?" „Er kommt in den Goldenen Schwan", warf Frau Sanner bescheiden ein. „Herr Pastor Töpfer war so gütig--- Doch Herr Rose fiel ihr ungeduldig ins Wort: „IN den Goldenen Schwan. Na, dann viel Glück, Junge. Werde einmal ein tüchtiger und ehrlicher Kellner, denn, siehst du, Ehrlichkeit ist die Hauptsache. Sei uur recht bescheiden, du hast Ursache dazu, Junge, denn dein Vater,--doch lassen wir das, du kannst ja nichts dafür." Gleichgültig suchte Herr Rose in den Taschen seines Uelstrtockcs, und brachte ein kleines Paketchen zum Vorschein, das er Erich in die Hand drückte: „Hier, mein Sohn, habe ich dir auch ein kleines Andenken an den heutigen Tag mitgebracht. Es ist nur eine Kleinigkeit, bei den schlechten Zeiten muß man sparen, die Familie wird größer, die Konkurrenz rührt sich aller Ecken und da bleibt für solche Zwecke leider nur wenig Geld übrig." Ein verlegenes Lächeln huschte bei diesen Worten über das rnnde, wohlgenährte Gesicht des wackeren Paten., Er fuhr sich hastig mit dem buntseidenen Tuch über die Stiru, tätschelte Erich flüchtig über die etwas schmale Wange und sagte mit einem Blick zur Seite: „Nun Gott befohlen, mein Junge, mache deine Sache gut! Adieu Frau Sanner--" und noch ehe die überraschte Frau die geplante Einladung! zu ihrem bescheidenen Mittagsmahl anbringen konnte, war Herr Rose schon verschwunden. Erich blickte dem enteilenden Paten verblüfft nach. Er hatte sich seit Monaten darauf gefreut, in dessen Gegenwart sich dem so überaus seltenen Genuß eines wirklichen und! nahrhaften Festbratens hingcben zu können, dessen Anschaffung die Mutter durch doppelte Sparsamkeit ermöglicht hatte. Da fühlte er das kleine Paketchen, das der Pate in seiner Hand zurückgelassen und für welches Erich in seiner Freude nicht einmal gedankt hatte. Darüber schämte sich Erich jetzt, doch bald lächelte er wieder glückselig sein Eigentum an. Ganz verschämt machte er das Paketchen auf. Eiu großer Siegelring blitzte ihm aus dem Kästchen entgegen, den der harmlose Junge mit hellem Entzücken betrachtete. Doch über Frau Sanners Gesicht flog ein bitterer Zug, als sie? den Ring sah. Es war ein „goldner" Ring, wie man sie in jedem billigen Bazar für drei Mark ersteht. Der reiche, vornehme Pate hatte sich kolossal in Unkosten gestürzk Frau Sanner sagte jedoch nichts, um ihrem Buben die Freude! an dem schönen Ring nicht zu verderben, und dieser steckte das blitzende Kleinod sofort an den Zeigefinger, an dem er leider Gottes apch. noch hin und her baumelte. Das freundliche Gesicht des Knaben wurde trübe, er hätte den Ring für sein Leben gern getragen. Doch schnell verklärte ein zufriedenes Lächeln das eben noch verkümmerte Antlitz. Erich hatte einen Ausweg entdeckt. Zu Hause würde er den Ring an seiner unteren Hälfte mit gelbem Zwirn umwickeln, dann würde er passen, wenigstens am Zeigefinger. Und kreuzvergnügt schritt Erich am Arm der Mutter den heimischen Penaten zu. * Das schöne Osterfest war vorüber. Im „Goldenen Schwan", dem ersten Restaurant und einzigsten Hotel des Städtchens, hatte das bedeutsame Ereignis des Eintrittes eines neuen Pikkolos nicht die mindeste Veränderung mit sich gebracht. Alles ging seinen gewohnten Gang, nur Erich lebte noch wie im Traum. Nun war es vorbei mit dem ungebundenen Leben draußen vor den letzten Häusern Frohwinkels. Mit Wehmut sah er auf die Straßen hinaus, tue früher sein eigenstes Gebiet wären, und die er jetzt nur noch verstohlen, gewissermaßen im Flug sah. Seine neue Würde als wohlbestallter Pikkolo drückte ihn vorerst noch. Es war dem alten, ehrwürdigen Pastor Töpfer schwer geworden, Erich im „Schwan" unterzubringen. Herr Wenzel, der Besitzer des Hotels, wollte lieber einen Lehrling haben, dessen Eltern für das von dem Pikkolo zerbrochene Geschirr mit ihrem eigenen Geldbeutel aufzukömmen vermochten. Doch der Pastor hatte dem Hotelier so lange ins Gewissen geredet, bis dieser den Jungen, den seiner Kleinheit und Schwächlichkeit wegen kein anderer Meister der Stadt haben wollte, auch vhne die „Bruchklausel" in die Lehre nahm: Erich mußte sich dafür auf 4 Jahre verpflichten, während andere Pikkolos des „Schwan" ihre Würde, die den Jungen allerdings mehr „Bürde" schien, nur 3 Jähre trugen. Gleich beim Eintritt erwartete den Buben eine herbe Enttäuschung. Er mußte seinen Stolz, den „goldenen" Siegelring, der mit Hilfe des' gelben Zwirnsfaden immer noch aw Zeigefinger der rechten Hand blitzte, äblegen, da ein solcher sich dem! Ausspruch des neuen Herrn Und Meisters zufolge für einen Pikkolo nicht schickte. Das war schmerzlich und trug nicht dazu bei, den armen Jungen den Verlust der goldenen Freiheit weniger empfinden zu lassen. lForischnng foM) 547 Ursprung und Bedeutung der Namens der Hessen. Von Professor Dr. K- Stuhl-Würzburg'. Wie ibie Namen der meisten deutschen Volksstämme, der Friesen, Schwaben, Bayern, Thüringer u. a , so ist auch die Benennung der Hessen trotz allen gelehrten Scharfsinns, mit dem man versucht hat das Rätsel zu lösen, bis heute in Dunkel gehüllt geblieben. Ist doch sogar die Gleichheit der beiden Namensformen, der aus der Römerzeit überlieferten der Chatten und der heutigen Hessen lange Zeit nicht unbestritten geblieben — ein deutlicher Beweis, wie weit man davon entfernt war und noch ist, die eigentliche Quelle des Namens erschlossen zu haben. Die heutige Form des Namens erscheint bereits vor mehr als 1000 Jahren, in der Zeit der Karolinger, und zwar muh der Selbstlaut in der Mitte zwischen e Und a gelegen haben; daher die latinisierten Formen H e s s i (Hessii) und Hasst (Hassii). Daneben begegnen Hazzoarii und H a t o a r i i, gleichwie der .Personenname Hatto neben Hasso und Hesse auftritt. Diese mittelalterlichen Formen Hazzoarii und Hatoarii (Fuldaer Annalen z. I. 715) lassen sich, was die Wortbildung anbelangt, unmöglich von den Hetwaren des Beowulfliedes und den Chatuarii, Attuarii (Belleius), Chasuarii (Tacitus) oder Ka- suarii (Ptolemäus) der alten Schriftsteller scheiden. Alle diese offenbar nur mundartlich verschiedenen oder durch die Willkür der an keine bestimmte Schreibweise gebundenen; römischen und griechischen Schriftsteller unterschiedenen Formen enthalten als zweites Wortglied den urdeutschen Ausdruck War d. i. schriftdeutsch Wehr, eine auch in zahlreichen anderen Völkernamen auftretende Bezeichnung der Leute eines Stammes (vgl. Teutonoarii, Anglowarii, Angriwarii, Rätowarii, Falcho- warii, Baiowarii usw.), die sowohl zur Benennung einer Gesamtheit itrie eines Einzelwesens diente. , In .Westfalen und Niedersachsen bedeutete das Wort ehedem soviel wie Gemeinde, Mark (d. t. offenbar nach außen durch feste Begrenzung „gewahrtes" oder „gewehrtes" Land), und auch anderwärts war Wer, W e r e oder War eine sehr verbreitete Benennung der Mark und dann auch der Markberechtigung. Danach hießen denn die Markgenossen selbst Meter, Weren, Werntannen oder Werleute, oder waraftige, gewarte Mannen, gewarde Erven, Bauern ober Kötter (v. Maurer, Gesch. der Markenverfassung, So wurde das Wort dann auch zur Bezeichnung einer eine Markgemeinde darstellenden Stadtgemeinde gebraucht. In diesem Sinue erscheint bereits im Angelsächsischen statt London die Zusammensetzung L u n d e n w a r u, statt Rom der Ausdruck Rom- W a r u, und noch heute begegnet das Wort in diesem Sinne in den Namen der ungarischen, auf deutsche Gründungen zurückzu- sührenden.Städte Temeswar, Földvar, Kaposvar, Kapuvar u. a. m. Zu diesen auf die gleiche Weise gebildeten Namen gehört nun auch der der englischen Stadt Canterbury; denn früher hieß sie Cant warab ur h , Ea ntw ar b y rig. So aber wurde sie genannt als „Burg" d. i. im älteren Sinne des Wortes als >,Zufluchtstätte" der Wehrgemeinde der Kent, von den Römern Cantinm geheißenen Landschaft. Nun kann kein Zweifel darüber bestehen, daß dieser Wort- keil Cant, der sich als selbständiger Name in dem englischen Kent erhalten hat, zusanimentrifft mit dem bestimmenden Chat-, Chatt-, Att-, Chas- <^Kas-) in den römischen und "dem Hat-, Hazz-, Het- in den mittelalterlichen Namen, daß also die Kent- waren oder Cantwaren mit den Chattwaren usw. gleichbedeutend Ursprünglich ganz allgemein die Wehrmannen einer „Kent, Cant"' genannten Landschaft oder Völkerschaft bezeichnet haben; denn ne Unterdrückung eines Nasals vor einem Zahn- oder Zischlaute ■ st in den nordwestdeutschen Mundarten eine sehr bekannte Er- cheinung. So geht der Name Sauerland auf Suerland, Sutherland und dies auf Sunderland — Südland zurück, und wird das Wort Gans in den Küstenmundarten wie Gös, in den westfälischen und englischen aber tote Gas gesprochen. Genau ebenso ist die Aussprache Chattwaren aus Chantwaren und die Namensform Chatten aus der ursprünglichen Chanten oder Kanten hervorgegangen. Die Aspirierung ist eine Eigentümlichkeit nord- westdeutscher, insbesondere niederländischer Und ftämischer Mundarten. Noch heute wird im Holländischen jedes anlautende G wie GH gesprochen. Was aber bedeutet nun diese älteste Wortform Kant, Kent, die sich als Eigenname auf englischem Boden bis heute erhalteu hat? Nichts ist sicher als die Antwort auf diese Frage. Kant, Kent ist ein Und dasselbe Wort wie das fchrift- deutsche Kind, das noch jetzt im Niederländischen Kend ober Ment und in Uranchen flämischen Mundarten Kant lautet und früher die allgemeine Bedeutung Nachkommenschaft, Vormundschaft, Rasse, Zucht, Stamm batte. So versteht man auch den Namen der flandrischen Stadt Gent, den die Flamen wie Ghent sprechen, der früher auch Gande, Ganda, Canda, Gint und S'ent geschrieben Und dem entsprechend gesprochen wurde. Mer auch der Ursprung des Namens der Nachbarstadt A it t- werpen (i. I. 694 Antwerpa) enthüllt sich uns. Er geht aut Gani'wehrbann (Ghantwehrbann) zurück und bezeichnet Ursprungliw die Gant- oder Stammeswehr. Wegen des Abfalls des Slnlauts vgl. die F. Attuarii neben Chattuarii. Die ältere Bedeutung Stämin, Völkerschaft zeigt das dem deutschen Worte Kind uächstverwandte lateinische gens, Stamm gent. In der Mehrheit bezeichnet gcntes = französisch les gens auch Leute. Davon haben die Römer die Hundertzahl gebildet (vgl. centum, Pl. — eenti und — genti) und auch die Zehner (vgl. tai — ginta usw.) haben sie danach benannt. Im Deutschen entspricht Hundert, in älterer Sprache „Hund". Es ist somit Hund = Chatte,^ Hesse. Daher heißen die Hessen tn älterer Zeit auch Hundehessen — eilte tautologische, das ist aus zwei sinngleichen Gliedern zusammengesetzte Wortfügung, die wohl ursprünglich als Anrede der versammelten Gesamtheit einer Völkerschaft oder, was dasselbe ist, Hundertschaft galt. Im Latein entspricht euncti, ältere Form concti (aus eon-ceti, con-centi), eine Bezeichnung der Gesamtheit. Vgl. die altdeutschen Ausdrücke: das ganze Kirchspiel, der ganze Hübner, der ganze Bürger, was soviel wie die gesamte Bürgerschaft usw. bedeutet. Als man den uralten Ausdruck Hundehessen = lateinisch euncti, nicht mehr verstand, neckte man die Hessen als die „blinden Hundehessen" oder kurzweg „als die blinden Hessen". Ebenso ließ man, als die wahre Bedeutung des Wortes Hund, altdeutsch H u u n o, d. i. Vorsteher einer Hundschaft, sich dem Verständnisse entzogen hatte, in dem Hungerichte, das im Blieskasteler Amte noch im 16. Jahrhundert gehalten worden ist, den Hun- oder Gemeindevorsteher dreimal bellen, als wenn er ein Hund wäre. Vgl. den vor. Aufsatz „Tie blinden Hessen" (Nr. 103 des „Gieß. Anzeigers, 1912). Die Stämme, Völker oder Geschlechter — so nannte man die aus dein altheimischen Chattenlande, dem heutigen Niederhessen über die Till (vgl. die Siedelung Katzenfurt an der Dill — Furt der Katzen, d. i. Chatten, Hessen) und die Lahn vor- dringenden, Neuland und Beute suchenden und die Sueben zw- rückdrängenden Chatten, und weil sie zu Markgenossenschaften zu-, sammengeschlossene Wehrgemeinden bildeten, nannte man sie Kantwaren, Chatt waren ustv., das ist Stamm es- vder V o l k s w e h r e n. So hießen sie zu den Zeiten bet Römer, so mögen sie sich selbst, worauf verschiedene Anzeichen hindeuten!,- schon in Urzeiten benannt haben. Das ist der Sinn und der Ursprung des Hessen- oder C h a t t e n n a m e n s. Wegen des auf den gleichen Begriff „Stamm, Volk, Baues? schäft" zurückführendeu Namens der Burgunder (Burgon- den, Bürgenden, vgl. Burgendaholm, jetzt Bornholm), sich den vor. Aufsatz „Tie Hundsrück-Berge der blinden „Hundehessen" in Nr. 125 dieses Anzeigers (1912). wenn die letzten Aehren fallen... „Schwer herein Schwankt der Wagen, Kornbeladcn; Bunt von Farben Auf den Garben Liegt der Kranz, Und das jnnge Volk der Schnittes Fliegt zum Tanz." . In diesen Versen von Schillers „Glocke", in denen das nun wieder hvrangenahte Erntefest so unnachahinlich knapp geschildert ist, spiegelt sich zugleich eine JngenderinneSung des großen Drch^ ters, der als Knabe die schwäbische Feier der „Sicheltzenket wohl oft initgemacht haben mag. Wie dieser patriarchalische Brauch zu Schillers Zeiten begangen wurde, ist Uns aüs einem Bericht des '„Württcmbergischen Hofkalenders" ausbewahrt. Wenn bte Schnitter ihre Sicheln an der Zimmerwand aufgMngt Hattech begann der Schmaus, bei dem- der Amtmann und der Pfarrer^ der Bauer mit seiner Frau obenan saßen. Da wurde reich getafelt; die Burschen legten den Mädchen vor und tranken mtt ihnen aus demselben Zinnbecher. Dem' Essen folgte Spiel und Tanz Und schließlich die Abrechnung des Hausvaters Mit den Schnittern, die den Rest der Mahlzeit mit nach Hause nehnieN durften und noch aus der Ferne manches Hoch erschallen ließen. Der Erntekranz aus Aehren und bunten Feldblumen, wohl auch „Erntekrone" genannt, der fröhliche Erntetanz, sie stnd der heitere Lohü nach der harten schweren Arbeit, -„wenn die letzten Aehren fallen". In manchen Gegenden wird dieser Kranz aus der letzten bis dahin ausgesparten Garbe des Winterkorns gewunden, und damit ist bereits die tiefere Bedeutung gekennzeichnet, die nian in allen Erntebräuchen den letzten Mehren, der letzten Garbe, dem letzten Fuder beimißt. Mit den letzten Halmen, die in der Heidenzeit dankbar "dem Wodan geopfert wurden, ist im allemannischen Bolksglauben noch heute ein besonderer Segen verbunden. „Glückhämpfelt" heißen sie in der Schweiz, und diese Handvoll Aehren wird von dem jüngsten Schnitter in drei Zügen, im Namen des dreieinigen Gottes, abgeschnitten. DaS Glückhämpfelt steht Beim Erntefest auf dem Tisch; seine Körner mischt man unter die neue Aussaat, um den Segen der alten Ernte der jungen zu erhalten. Mn der Weser läßt man die letzte Handvoll vom Roggen stehen, steckt einen 'buntgeschmückten Stock hinein;unb bindet die Aehrm daran fest. Das ist der „W a u l r o g g c n", um den die Schnitter hesum- tanzen, dabei „Waul, Mold oder Mode" rufen, bte Mutzen hoch in die Luft werfen nnb den Gutsherrn hochleben lassen. Auch 548 hier schimmert wohl noch der Rest einer altgermanischen Ocherseier für Wodan hindurch. Der gleiche sinnbildliche Klaube knüpft sich überall an die le tzte Karb e. Sie iuirb schön geschmückt aus dem Felde stehen- gelassen und führt im Volksmunde mancherlei Namen, heißt nach dem Dämon, der darin znrückgelasscn wird, die Alte oder der Wolf, das Wichtelmännchen, Bärimandl, Erdmännel oder in Norddeutschland „Bergodendeelsstruß", um den die Bormäher mit den Schnitterinnen tanzen und der, je nach christlicher oder altgermanischer Ausdeutung, als „eilt Teil für Fvoz Kodes = Herr Wodan" oder „für Kott ein Teil" erklärt wird. Wie lange die heidnischen Elemente in diesem alten Opferbranch deutlich hervortraten, geht aus der Erzählung des Nicolaus Grhse im 16. Jahrhunderts hervor, nach der das Landvolk in Niederdeutschland dies Getreidebund dem „Abgott Waden" darbrachte, dazu tanzte und sang: >,Wode, hale (hole) dynem Rosse tut Voder Mutter), Nu Distel un de Dorn, Thom (Zum) andren Jahr beter Korn". Diese mit Goldslittern gezierte, reich ansgeputzte „Glücksgarbe", die wohl auch in manchen Gegenden „die Braut" heißt, steht in vielen Gegenden Deutschlands noch heute als tiefsinniges Zeichen auf dem kahlen Feld, eine Dankesgabe, den ewigen Mächten der Flur dargebracht. Auch wo man keinen Tanz mehr kennt, betet man wenigstens noch ein Vaterunser und deutet die Garbe.sinnig und schön als Spende für die Vögel. In andern Gegenden Deutschlands wird die letzte Garbe im feierlichen Aufzug nach dem Gehöft gebracht. Auch sie führt mancherlei Namen, heißt Bock, Roggenhund, Habergeist und ähnlich und gilt als die letzte Zuflucht .jenes phantastischen Korndämons, den man im Wogen des Getreidefeldes dahinjagen sah. Beginnt der Schnitt, so flüchtet dieser Unhold, ein altes Weib mit feurigen Fingern, die Roggenmuhme, oder auch eine Tieresgestalt, aus einer Garbe in die andere, bis er in der letzten gefangen ist. Im Triumph wird nun der unschädlich gemachte Dämon hinweggeführt; die Garbe wird dann feierlichst deru Guts- Herrn überreicht, der dafür das Erntebier geben must, oder dreimal Um die Scheune gefahren und dann in dieser an besonderem Matze aufgestellt. Die Bräuche und Feste der letzten Garbe und des Erntekranzes haben sich auch noch in unfern Tagen vielerorts erhalten, wenn sie auch nicht mehr auf den Tag des Ernteheiligen Bartholomäus, den 24. August, festgelegt sind. Der letzte Tag der Ernte ist und bleibt ein Freudentag. Das eigentliche Erntefest ist fetzt freilich vielfach auf einen Sonntag gelegt, und das kirchliche Erntedankfest, das um Michaeli gefeiert wird, tritt mehr und mehr in den Vordergrund. Der schönste und poesievollste Brauch aber bleibt die Feier um die letzte Garbe mit ihren alten Tänzen und den derben gemütlichen Erntesprüchen. Eine tiefe Symbolik lag auch in dem bis vor kurzem noch in Mecklenburg üblichen Brauch, in Verbindung mit diesem Erntefest eine oder mehrere Hochzeiten zu feiern. Auch noch einige Nachklänge von Uralten Erntefestspielen haben sich erhalten, so das.„Hafer- fahn" beim Einbringen des' letzten Haferfuders, von dem aus dem Neister Kreise berichtet wird. Ein komisches Brautpaar fährt hier. Gaben einfordernd, auf einem grotesken Wägelchen von Hof zu Hof, und schließlich zu Trunk und Tanz ins Wirtshaus. Vermachtes. * Die moderne Herrenhose. Der Männerwelt von Europa steht eine gvoste Ueberraschung bevor. Die männliche Hose soll von Grund auf verändert werden: Diese Erkenntnis und dieses Bestreben geht von England ans, wo sich die neue Hose Bereits eingebürgert hat. Sie Hat Aehnlichkeit mit einer Reithose oder mit den Beinkleidern der Tirekdoiremode. Nur wird sie lang und ohne Stiesel oder Gamaschen getragen. Sie fchliestt sich ziemlich eng an und hat nur am Knie und an den Waden eine Erweiterung. Sie must aus einem dehnbaren Stoff, der eigens für sie verfertigt worden ist, hergestellt werden. Die neue Mode hat in England großen Anklang gefunden; aber sie verlangt schöne Beine und schließlich ist auch unter den Engländern nicht jedermann wie der Apoll Von Belvedere gebaut. * Speisen, die durch Klavsterspielen gekocht werden. Ein Mitarbeiter Edisons ist auf die glänzende Idee gekommen, die überschüssige Kraft, die beim Klavierspielen erzeugt wird, auszunützen und praktisch zu verwerten. Er Hat mit den Tasten des Klaviers einen Transformator Verbunden, der die überschüssige Energie des Klavierspielers in Elektrizität verwandelt und diese in einen Akkumulator leitet. Sie wird Hier auf- gespeichert und kann leicht verwertet werden. Die Kombination, die der amerikanische Erfinder getroffen hat, ist besonders amüsant. Er verband den Akkumulator mit einem elektrischen Kochapparat, der jede Art von Speisen leicht zubereitet. Natürlich ist die Energieerzeugnng nicht bei allen Klavierstücken die gleiche. Der Erfinder hat deshalb in einer besonderen Tabelle einige Musterbeispiele zusammengestellt. Die „Träumerei" von Schumann reicht Höchstens für ein weich gesottenes' Ei, die bekannte „Berceuse" für eine Creme, währenddem die Tänze von Chopin bereits ein Rumsteak liefern. Der Zwischenakt Ser „Cavalleria" kocht einen ausgezeichneten Rinderbraten, die .sentimentalen Melodien von Gounot grüne Erbsen und Rüben, währenddem die Kraftstücke von Wagner ein Hochzeitsessen von M bis Z kochen können. Dies« Anwendung seiner Musik hat Wagner entschieden nicht geahnt. Es kann also in nächster Zeit Vorkommen, daß eine Mutter ihrer Klavier spielenden Tochter zuruft: „Schneller, schneller Klara, der Rinderbraten wird sonst nicht gar." * Aus der Münchener „Jugend". Weg damit! „Gnädigste lassen sich schon wieder scheiden!?" — „Für die Wintersaison paßt der Mann nicht!" — — Zeichen de« Zeit. Auf ein M a st. s ch w e t n wird eine II. Hypothek aufzw nehmen gesucht. ;--Alpine Fragen. „Wie viel beträgt der Führerlohn aufs Wilde £>orn?,r — „100 Kronen." — „Da ist wohl gleich die S a r g l i e s e r u u g einbegriffen?"--5) e i- lige Güter. „Kinder müssen religiös aufzog'n werden, net daß s' unterin Hausgang 's Bier für 'n Vatern aus 'm Maßkrug weg- saufa." —• — Di e Assessorsgattin. „Ich hätte so gern ein Kind, aber mein Mann sagt, es passe sich nicht. Erst müsse die 'Frau R e g i e r u n g s r a t eins haben!"--Doppelte Mora l. „Und dös kannst schwören, Franzl?" — „Dös glaubst — 's war j a neamd dabei!" — — Reise-Anden- k e n. „Da schau her, lieber Max, wie interessant: am oNrdkap wird derselbe Federhalter als Reise-Andenken hergestellt, wie unter den Pyramiden!" ------------ Büchertisch. — „W ernt die Gletscher flammen" ist der Titel des neueiten Romans von Robert Heymann, der in Kürschners. Bücherschatz Nr. 908 bei Hermann Hillger Verlag, Berlin W. 9, erschienen ist. — Das h o h e Ziel. Roman von Wilhelm Rubin er. Deutsches Berlagshaus Bong u. Co., Berlin. Der spannende Roman ist ein lebensfrohes Bild unserer Zeit, ein Stück Geschichte, das von der heißen Sehnsucht und dem kühnen Ringen der Menschen unserer Tage erzählt. Wilhelm Rubiner führt uns mitten hinein in die Kreise der Flieger und Flugzeugkonstrukteure, mitten hinein in die Vielgestaltigkeit einer jungen ansstrebenden Fabrik, in der die Apparate erfunden und erbaut werden, die den Menschen durch die Lüste tragen. Mit großer Gestaltungskraft entrollt er das Schicksal zweier Fabrikanten, die umgeben von wirtschaftlichen Krisen ihr Unternehmen mit ungeheuren Schwie- rigkeiten zu halten suchen, bis sie schließlich doch der Macht des Großkapitals weichen müssen. Der eine von ihnen, Erhard Höfer, wird zum Helden des Romans. Da es ihm nicht vergönnt ist, die eigene Fabrik zu halten, stellt er seine ganze Kraft in fremde Dienste und sucht durch nette geniale Konstruktionen feiner Firma zu nützen. Aber wie im Leben gerade die Besten häufig vom Mißgeschick verfolgt werden, so ist Höser in seinen Projekten nicht immer glücklich, Enttäuschung folgt auf Enttäuschung, Fehlschlag auf Fehlschlag. Aber einmal noch wagt er ben Höhenflug, und dieser Flug bringt ihm den Sieg int Kampfe mit der Welt und im Kampfe init Seit Elementen. — Was ist Mode? Auf diese Frage gibt das soeben für Herbst und Winter erschienene „Favorit-Moden-Album" der Internationalen Schnittmamtfaktur, Dresden, erschöpfenden Bescheid. Es muß ettte Freude für Frauen sein, ihre Staatsangelegenheiten in so reicher, übersichtlicher und ansprechender Weise wie in diesem beliebten Modenbuch behandelt zu sehen. Es bietet sorgfältig gewählte Modelle für jeden Bedarf und auch die wirtschaftliche Seite, die Toiletten-Aufwendungen in angemessenen Grenzen zu halten, ist dabei berücksichtigt. Zn beziehen ist das „Favorit-Moden-Album" von den überall befindlichen, durch Plakate kenntlichen Verkaufsstellen, die Buchhandlungen oder direkt gegen 10 Psg. Porto-Zuschlag vom Verlag, Internationale Schnitt- manufaktur tn Dresden-N. 8, Nordstr. 29/31. Arithmsgriph. 14 3 1 berauschendes Getränk. 2 12 4 Stadt in Böhmen. 3 5 2 4 Figur aus dem Kartenspiel. 4 2 5 2 eine Kulturpflanze. 1 2 3 4 1 männlicher Vorname. 2 5 2 4 ein Tier. 5 2 2 5 2 eine Frucht. 2 4 3 6 griechische Gottheit. 43621124 österreichischer Dichter. 6 2 13 See in Rußland. Die Ansangsbttchstaben der geiundenen Wörter sollen bett Namen eines Gelehrten und Romaiischriitstellers ergeben. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Geographischen Verschiebrätsels in voriger Nuimne.r! Meibelberg Els»ß Aaiiens Weißenburg Jriedrichsruh Versailles Lothringen. Redaktion: I. V.: August Goetz. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu Universttäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.