Ul an $1 ^1 W , |J MMS M -1 I •J MMS WHMZ sssöI^^k^i Frauenliebe. Roman von Horst Bodemer^ (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) viertes Kapital. Graf Norderoog war in Berlin angekommen und- im 'Kaiserhof abgestiegen, denn der liegt in der Nähe des' Auswärtigen Amtes. 'Der Diplomat hatte Befehl erhalten, sich zur Abreise nach Argentinien bereit zu halten; noch vor Nerrjahr sollte er beit Gesandtenposten in Buenos Aires übernehmen. Eine dankbare Aufgabe, denn das Deutsche Reich steht mit der südamerikanischen Republik in regem Warenaustausch. Sie empfängt von uns in erster Linie Maschinen und Chemikalien und liefert dem Reiche Weizen und Felle. Biele Deutsche sind in oer Hauptstadt ansässig vder besitzen in dem fruchtbaren Lande große Güter. Geordnete Zustände herrschen dort seit längerer Zeit, die Beziehungen der Republik zum Deutschen Reiche haben sich von Fahr zu Jahr freundlicher gestaltet; von Bremen und Hamburg fahren Dampfer hinüber. So gut ist die Verbindung, daß ein Nordamerikaner von New Jork schneller 'nach Buenos Aires kommt, wenn er über Bremen fährt, als direkt die amerikanische Küste entlang nach Süden. Er muß dort schlechte Schiffe benutzen und bleibt oft in den vielen Zwischenhäfen liegen. Der sechsunddreißigjährige Diplomat wäre wahrscheinlich wunschlos gli'Micy gewesen — gewiß ein seltener Zustand im Menschenleben —, wenn nicht Eva Relendorff in Baden-Baden, wo er seinen Urlaub verbrachte, seine Pfade gekreuzt hätte. Bis dahin hatte er nicht geglaubt, daß ein weibliches Wesen so große Macht über ihn gemimten könne. Er war der Meinung gewesen, er sei eine kühle Natur, deren höchstes Ziel sich in dein Wunsche ausdrückte, schnell zu Macht und Ansehen zu gelangen. Ehrgeiz besaß er in des Wortes guter Bedeutung, der, verbau den mit Pflichttreue und BaterlandKliebe, ihn schnell aufwärts tragen sollte zu jenen Höhen, die die Mitwelt mit Bewunderung Uder Neid erfüllt. Ein Hagestolz hat er gewiß nicht für immer bleiben wollen, aber bis vor kurzem stellte er sich eine etwaige Eheschließung nüchterner vor. Paßte alles zusammen, Geld, Namen, Schönheit, nun so würde er eben -zugreisen. Welches junge Mädchen würde den vermögenden, zu den schönsten Hoffnungen berechtigten, eleganten Grafen Norderoog ausschlagen? Er schätzte wahrlich die Frauen nicht allzu hoch ein. Und nun hatte er im Handumdrehen sein Herz verloren, wie es nur ein Mamr variieren kann), an dem die Liebe dreieinhalb Jahrzehnts ziemlich spurlos borübergegangen ist. Gewiße er hatte feine kleinen Erleb- iMjfe gehabt, hatte geflirtet wie jeder cutdere, aber dadurch war seine Hochachtung vor den Frauen wahrlich nicht gewachsen. Gerade in Diplomatenkreisen, wo die Gattin mehr der Oeffentlichkeit als in anderen Berufen angehört, hatte er das ja gesehen. Wenn sie annmtig zu plaudern, elegante Toilette zu machen und gute Diners zu geben verstanden', so hielten die meisten dieser Damen ihre wesentlichsten Pflichten für erfüllt. Auf einmal hatte Graf Norderoog seine Ansichten einer gründlichen Revision unterziehen müssen. Und er Ivar seines Sieges durchaus nicht sicher. Bei einem Junggesellenessen hatte er einmal gesagt: „Ich begreife gar nicht, wie sich ein Mann einen Korb holen kann. Wer ernstlich siegen will aus' unseren Kreisen,- wird erhört!" Alle hatten zugestimmt, bis auf einen, dem schon das Haar ergraute. Der sah nachdenklich vor sich hin und- —i schwieg. Aufgefvrdert, zu reden, erwiderte er nur: „Das stimmt nicht!" Er mar der erste, der den fidelen Kreis verließ. Ein junger Attache von der Botschaft in St. Petersburg meinte, nachdem sich die Tür hinter dem Gehenden geschlossen: „Es hat ihm eben an Energie gefehlt. Deshalb ist er auch in seiner Karriere auf keinen grünen Zweig gekommen." Diese Episode fiel Norderoog unwillkürlich ein. Er fuhr sich mit den langen, schmalen Händen übenden Kopf, dessen braunes Haupthaar sich schon zu lichten begann.! Sinnend blickten seine braunen Augen hinaus auf ddnj Wilhelmsvlatz, mit Ungeduld erwartete er Nachricht aus Glossow, oer Graf war immer sehr liebenswürdig gewesen, das ließ ihn hoffen. Sein schmales Gesicht, das durch den spitz Angeschnittenen Vollbart noch länger erschient nahm einen energischen Ausdruck an. Eva Neleudorff mußte feine Frau werden, koste es, was es wolle! Wenn ihm nun der Graf abschrieb? Ach was! —. aus welchen Gründen wollte er das wohl tun. Da klopfte es an die Tür. Der Page brachte die Morgenpost. Einen Stoß Zeitungen und drei Briefe. Norderoog prüfte die Poststempel. Graf Nelendorsf hatte geschrieben. So hatte er sich die Hand des alten Herrn vorgestellt, sorgsame, große Buchstaben, die Schönheitssinn und Akkuratesse verrieten, und das Ende eines jeden Wortes, auch den Haarstrich, dick, ein Zeichen von Energie. Er riß, den Nmschlag auf und wunderte sich nicht wenig über die Länge des Briefes — sechzehn Seiten^ das sah ja wie eine Absage aus. Je weiter er las, desto mphr legte sich seine hohe Stirn in Falten. Die Flügel der recht großen, aber schön geformten Nase zuckten nervös. Das hätte er wahrscheinlich nicht erwartet: Eva von Neleudorff hatte ihr Herz, wie der Graf schrieb- an einen Lumpen, der nicht einmal etwas von ihr wissen wollte, vergeben! Sofort faßte er den Entschluß- morgen nach Glossow! zu reisen. Auf acht Tage war er noch abkömmlich. Er «ahm ein Telegrammformular und ein Kursbuch zur Hand. 138 Mus Minuten später war ein Page mit der Depesche aus dem Wege zur Poft. * Gleichzeitig brachte der Bote die Telegramme Nor- deroogs und Beerenburgs nach Glossow. Sofort gab der Graf seiner Tochter von dem Inhalt Kenntnis. Papa, so leid es mir tut und so peinlich es ist, — Graf Norderoogs Kommen ist wirklich vollkommen zweck- los!" „Ich habe ihm ausführlich geschrieben; wenn er dennoch den Versuch wagt, so ist das seine Sache, und ich möchte wohl, Eva, du wärst vernünftig." „Erst noch eine Fragen Papa! War es gestern abend dein Ernst, als du mir sagtest, Hans Wilhelm dürfte dein Haus nicht mehr betreten?" „Nein, mein Kind, ich habe mich gehen lassen. Frau von Moreths Verzweiflung hat mich erschüttert. Solange .Haies Wilhelm noch Offizier ist — lange wirds ja nicht rnehr dauern — kann ich ihm mein Haus nicht verschließen. Aber fühlen lassen will ichs ihn, wie ich über ihn denke!" ,,Ja, tu das, Papa!" Erstaunt sieht der Graf seine Tochter an. .Diese senkte den Blick und sagte leise: „Vieleicht bessert er sich dann!" Da lachte der Vater höhnisch auf: „Der und bessern!" Ein paar Tränen rinnen Eva die Wangen hinab. „Mein Kind, das hilft alles nichts — du stehst am Scheidewege. Schonung wäre von meiner Seite Frevel und deshalb hoffe ich, du wirft eine schnelle und glückliche Wahl treffen." Da richtete sich die Komtesse hoch auf. „Niemals werde ich dem Grafen Norderoog meine Kano reichen, und.wenn er Reichskanzler würde!" „Jedenfalls wirst du deine gute Erziehung dem Grafen gegenüber nicht vergessen!" „Darum hab> keine Angst, Papa!" „Das genügt mir sürs erste." Am nächsten Tage holte Relendorff den Grafen Nor- Lerovg mit dem Wagen vom Bahnhof ab'. Die Herren unterhielten sich des Kutschers wegen fran- Lösisch. „Ich bin offen zu Ihnen gewesen, Graf Norderoog. So gern ich Sie als Schwiegersohn begrüßen würde, Sie Werden einen schweren Stand haben." !„Was man erkämpft, ist einem doppelt wert." „Und wenn sich unsere Hoffnungen nicht erfüllen?" — Der Diplomat sah mit gefurchter Stirn vor sich hin. ^Man muß Vertrauen zu sich selbst haben," sagte er dann. „Das meine ich auch. Seien Sie nur nicht zu stür- urisch!" „Meine Zeit ist gemessen, Graf. — Noch vor Neujahr mutz ich mein Beglaubig-nngsschreiben als Gesandter IN Buenos Aires überreichen." „Ah — ich gratuliere!" „Ich 'bitte, meine Mitteilungen vorläufig als vertraulich anzusehen. Auch kleineren Republiken gegenüber wird die Form streng bewahrt. Man hat zunächst erst angefragt, pb ich der dortigen Regierung angenehm bin, eine Antwort ist noch nicht eingelaufen." „dtun —i Sie sagten schon — Formsache!" Anfangs war ich sehr erfreut, einen selbständigen Posten zu erhalten; nun möchte ich wohl, ich "könnte in Deutsche land bleiben!" Graf Relendorff schwieg. Was sollte er auch darauf antworten. »Ja," fuhr der Diplomat fort, „da weih ich doch nicht recht, wie ich mich verhalten soll." „In wenigen Tagen kommt der Oberleutnant von More th — ich habe Ihnen meine Meinung über den Offizier ausführlich mitgeteilt — zu seiner Mutter, die dort drüben wohnt. Ein Zusammentreffen wird sich nicht vermeiden lassen — offen gestanden, wünsche ich es sogar in Ihrem eigenen Interesse herbei, Graf. Das wird der entscheidende Moment sein." Aber Norderoog wurde es doch recht schwül zumute. Ernstlich stieg ihm der Gedanke aus, ob er mit seiner Reise Nicht eine große Dummheit begangen. Da stand mit einem Waltz Eva Relendorff vor seinem geistigen Auge^ und seine Pulse schlugen rascher. Nein, kämpfen wollte er, wie Liebs kämpft, zäh und ritterlich — einen Spieler würde er doch noch ansstechen können! Er begriff nicht, wie er auch nur einen Moment hatte zaghaft sein können. Im Salon empfing ihn die Komtesse. — „Ich habe Sie willkommen zu heißen, Graf Norderoog,^ Ihre Stimme klang verschleiert — müde. Wer Diplomat zog stumm ihre Hand an seine Lippen und dachte: „Sie richtet mit ihren Worten sehr geschickt eine Scheidewand auf zwischen mir und ihr." Aber das machte ihm Eva von Relendorff nur noch begehrenswerter. Fünftes Kapitel. Das Leben ist eine Kette von Zufälligkeiten. Als Hans-Wilhelm in das Regiment eintrat, wurde er mit offenen Armen ausgenommen, zählte doch sein Vater zu den stolzesten Erscheinungen der Regimentsgeschichte. Man sah in dem jungen Kürassier bereits den Kameraden, bevor er noch die Achselstücke trug. Gerade damals waren einige leichtsinnige Jungen im Offizierskorps, die bei jeder Gelegenheit knobelten und in ihren vier Wänden — um Ofsizierskasino war es natürlich streng verboten — tem- pelten. Hans-Wilhelm durfte sich zwar, solange er noch Untergebener war, an dem Glücksspiel nicht beteiligen, denn ein Offizier darf einem Fähnrich kein Geld abnehmen, aber zusehen war erlaubt — und mittrinken, auch machte der junge Moreth in seiner Harmlosigkeit oft ganz famose Witze. Und dem kribbelte es in allen Fingern! Wenn er die Goldstücke und Scheine hinüber und herüberwanderw sah, da wallte sein junges Blut begehrlich auf. Hätte nur einer ein einziges Mal gefragt: „Moreth, halten Sie mit?" wäre er sofort zu haben gewesen. Wer sah es denn in d-ew gemütlichen Leutnantsbuden? Aber niemand forderte ihn auf. So mußte er sich begnügen, seinen Jammer, den er sich durch starkes Trinken und die schweren Zigarren holte, als einzigen .Gewinn! mit nach Hause zu tragen. Dann wurde er auf die Kriegsschule kommandiert. Dort traf er mit mehr als hundert Alters- und Standesgenossen zusammen. Er hielt sich zu den Fähnrichen der Garde und einiger vornehmen Linientävallerieregimenter, die sich was besonderes einbildeten. Mit einem gewissen Bedauern sahen sie auf die „Fußfanteristen", die „Scharniere" (Pioniere), „Pulverjuden" (Artilleristen) und die „schwere Bombe," (Fuhartilleristen) herab. (Fortsetzung folgt.) Die Küche im Mrz. Bon M. Burg. Tie Monate März und April gelten int allgemeinen für die! Merschwierigsten für die Küche. Denn die alten WiuicrgeniL.se find teils anfgebraucht, teils ist nicht mehr die rechte Lust dazu vorhanden; auch die Kartoffeln bilden nicht mehr die gleich« Aushilfe als Gemüse wie in den Wintermonaten; junges Gemüss gibt es noch nicht, und das, was es gibt, grüne dünne, ioeiße bicks Spargel, französische Karotten, französischer Lattichfalat sind noch teuer. Teuer ist vielleicht auch noch der Spinat, der mit demj Sprossenkohl das eigentliche März- und Osterzeitgemüse 6i£b-et.! Da. müssen alle Gemüsekonserven, die uns Deutschlands Fabriken! in so tadelloser Beschaffenheit liefern, aushelfen; da Müssen die! Hausfrauen, um erwünschte Mannigfaltigkeit in der Speisen- zusaMmenstellung walten zu lassen, noch hin und wieder zu Hülsen- srüchten, zu Makaroni und Nudeln, zu Gerichten von Graupen, Reis und Hirse ihre Zuflucht nehmen; und vielleicht bekennt sich eine Hausfrau, die da meint, ohne tägliche Fleischportion i^rert Tisch nicht beschicken zu können, auch zu den guten Speisen, die wir der vegetarischen Küche danken: Gebackene Schnitten von, Haferoder Gerstflocken, Aufläufe von Graupen, Hirse oder Gries mit irgendwelchen pikanten Zutaten, z. B. Griesfpeise mit Käse. Nach einer dicklichen sättigenden Suppe, z. B. einer von Kartoffeln oder Hülsensrüchten, ist solch Gries-Äuflauf eine gute Nachspeise,, die! den Vorteil bietet, etwa vorhandene Käsereste von Schweizer- und ParMesankäfe zu veriverten. Man brennt in der Kasserole über kleinem Feuer 225—250 Gramm Msttelgries mit etwas Wasser, Salz, etwas Sahne und 90—100 Gramm Butter zu steifem! Brei ab, der sich von der Kasserole ablöst, schüttet ihn zuM Erkalten in eine Schüssel und mischt nach vollstäiidigem Abkühlen: 4—5 Eidotter, 200 GramM geriebenen Käse, etwas feingeriebene SemMel, Salz, geriebene Muskatnuß und zuletzt den steifge- Kagenen Schnee der Eüveiße dazu, füllt die Masse in eine mit' tter ausgestrichene, mit geriebener Semmel bestreute feuerfeste Auflaufform und läßt den Auflauf IVa Stunden im Ofen bei Mäßiger Hitz!« backem Menn kem Ofen M .Verfügung steht, W, 139 dient itttot sich einer Puddingform. Der Pudding muß eine gute Stunde tmi fiebeitbeu Wasserbade kochen. Damit das einkochende Wasser beim Nachfüllen von neuem niemals aus dem Kochen kommt, was dem Aufgehen und Gelingen des Puddings schaden würde, so ist darauf Ku achten, daß kochendes Wasser junt Nachfüllen stets zur Hand rst. Tie grünen Kräuter, deren Zahl mtin in alter Zeit auf neun greimal die heilige Dreizahl) annahm, werden zur märzlichen stersuppe oder Frühlingssuppe wohl noch kaunt zu haben sein, denn Wiese und Garten bieten kaum die wirklich echten Kräuter dar, nämlich: Scharfgarbe, Spitzwegerich, Libernelle, Erdbeerblätter, Schafgarbe, Gundermann, Gänseblümchen, Löwenzahn, Brenn- oder Stmidenncssel. Ta werden denn die Ersatzkväuter zu Hilfe genommen: Kerbel, Wiesenkümmel, Spinat, Sauerampfer, Portulak, Kopfsalat, Piinzinelle, wenn man will auch Petersilie und Schnittlauch. Diese Kräuter werden gewaschen, abgetropst ober noch besser zwischen zwei sauberen Tüchern trocken gepreßt, in etwas guter, zerlassener Butter durchgedünstet und in die fertige, klare Brühe gegeben. Außerdem gibt man gern verlorene Eier hinein, um! sie recht zu einer Ostersuppe zu stempeln. Tas Spinatgentüse, das man vielleicht weniger am Oster- tag als am Grünen Donnerstag serviert, wird meist auf einfach- bürgerliche Art zubereitet und mit hartgekochten, in Hälften.geschnittenen Eiern belegt. Man kann ihn aber auch in der Form' backen. Dazu wird er verlesen, oft gewaschen, abgetropft, in siedendem' Wasser gewellt, ausgedrückt, gehackt rurd mit Butter, etwas Mehl, Salz und Muskatnuß zu bidltd^r Masse gekocht. Inzwischen Ijat man eine Anzahl Milchbrötchen abgerieben, in Milch geweicht und ausgedrückt, mischt den Spinat mit dem Semmelbrei, gibt vier Eidotter dazu, verrührt Sie Masse behutsam' über gelindem Feuer, fügt, toeun sie etwas verkühlt ist, den steifgeschlagenen Schnee von 4—6 Eiweißen dazu, füllt die Masse in eine mit Butter ausgestrichene, mit geriebener Semmel aus» gestreute Form) läßt die Speise 50—55 Minuten in mäßiger Hiße backen und reicht dicke Besmachelsauce dazu. Ter März ist der Monat des Lammfleisches, das zum Osterfest, als Lammbraten seine Hochsaison erreicht. Tas österliche Opferlamm ist aus der Küche beS' israelitischen Volkes mit in Sie Osterspeiscm des christlichen Festes anfgenommen worden und wurde in katholischen Häusern niemals aufgegeben, während es in evangelischen eine lange Reihe von Jahren unbeachtet blieb. Im alten Berlin war es das gastliche Haus des Fürsten Radziwill, welches alljährlich am Osterfeste hohe Beamte, Offiziere usw. zum traditionellen Osterlamm einlud. Seit ungefähr zehn Jahren kommt das Osterlamm wieder sehr in Aufnahme. Ter Preis für gutes Lammfleisch pflegt dem des Hammelfleisches gleich zu sein, ist demnach in diesem Jahre nicht wohlfeil. Seine Bereitung als Braten, mit Zugabe von saurer Sahne ober mit der Zugabe von seinen Schalotten (ä la Soubise) ist ebenfalls bem des Harnrncl- bratens gleich. Dagegen dürfte es nicht allgemein bekannt fein, daß man das Lammfleisch backen kann und damit ein vorzügliches, eigenartiges Gericht für den festtäglichen Tisch gewinnt. Man zerlegt das Fleisch in gleichmäßige Teile, klopft es, bestreut es vorsichtig Mit Salz und sehr wenig Pfeffer, hüllt es in Mehl, bann Wird es in verquirltem' Ei, in geriebener, gesiebter Semmel ■grivenbct und, in siedendem Fett (halb Schmalz, halb Butter) schwimmend, goldbraun gebacken. Man reicht Zitronenviertel nebenher, Kopfsalat und, formt Man will, durchgerührte Kartoffeln. Manche Hausfrauen sollen das Lammfleisch, ruie Backhähnchen, denen cs ja in der Bereitung gleich ist, in reinem' Schweineschmalz ausbacken, und es' imrd behauptet, daß das Schmalz dem Geschmack des zarten Fleisches' besonders vorteilhaft ift> unb seine Saftigkeit -erhöht. Nebrigens schmeckt zu Hammel- oder Lammbrateit, ober gekochtem Hammel- unb Lamm fl eisch auch eine Sauerantpfersauce sehr gut. Der Sauerantpser wird wie Spinat behandelt, und. Wenn er gehackt ist, mit Butter, Pfeffer iutb einer Spur Zucker heiß, gerührt, dann mit einer gelblichen Mehl entbrenne zu dickflüssiger Sauce verkocht und zuletzt mit 1—2 in etwas Weißwein verrührten Eidottern abgequirlt. Eine Hauptrolle spielen im Fest nicht nur die süßen Ostereier oder die Geschenkeier, die als Wirkliche Ostereier jetzt so zurückgesetzten Hühnereier kommen als Willkommene Speisen, auch namentlich für den Wend tisch zu -Ehren. Tie Bereitung aller Eierspeisen ist den Hausfrauen so geläufig, daß es fast vermessen erscheinen könnte, eine zu wieder- Holcn, aber Setzeier in saurer Sauce dürften vielleicht doch noch -neu. feilt. Man 'bereitet dies Gericht am besten in der feuerfesten, nicht tiefen Eierp'faunc, in der sie auch gleich serviert werden, im Notfall in einer flachen AUflaufform. Man läßt dann Mehl in Kutter gelb und gar werden, verkocht diese Einbrenne recht glatt Unb dicklich mit einigen Löffeln dicker saurer Sahne, fügt Salz dazu, schlägt die Eier vorsichttg nebeneinander hinein, damit sie Wnz bleiben und läßt sic fest werden. Man kann die Pfanne dazu in den. Brat- oder Backofen stellen. '8kuch ToMaten-Setzeier sind Noch nicht sehr ausgebreitet. Tie vorsichtig etwas ausgehöhlten Tomaten werden nebeneinander in eine mit Butter bestrichene feuerfeste Auflaufform gestellt und auf gelindes Feuer gesetzt. IN JCbc Tomate gibt man etwas heiße, zerlassene Butter und schlägt ein Ei hinein. Tie Form wirb in den Ofen gestellt, wo die mit Äwas Salz bestreuten Eier fest werden Müssen, was ziemlich rasch geschieht, da die Sauce der Tomaten das Stocken der Eier unter» AM :hen sie trafikmtm" Palmarum werden Daß Mitte des Monats die von Vielen besonders geschätzte Waldschnepfe emtrifft, ist bekannt. Da in diesem Jahr das Osterfest so gar früh ist, so kommt der bekannte Schnepsenvers: „Okuli — da kommen sie — Sätare — das ist das Wahre — Judika — sie sind auch noch da — Palmarum — gel " " mcht zu seinem Recht, denn vor Judika oder ' bte ersten kaum hier sein. Für die Festmahlzeiten der Allen Woche spielen in vielen Hausern, bte Fische eine große Rolle. Wenn das Wetter nicht allzu mtlde, so . sind noch alle Seefische vollwerttg. Namentlich beliebt ftnb Sternbutt, See- und Rotzungen und Schollen. Neben bem großen Lachs tritt die kleinste Lachsart, bie Forelle, in Erscheinung Austern und Kaviar sind noch zu Ausgang des Winters sehr begehrte Delikatessen. Beginn der Frühlingszeit künden die ersten kleinen Sendungen französischer Erdbeeren, die in der be- kannten Verpackung in Holzkästchen aus Frankreich kommen. Solist müssen, wtr ums an die Reste des Winterobstes halten und an sehr schone Eexmplare von Aepfeln unb Birnen, bie Frankreich, Kalifornien unb Australien senden. „„Daß zu Ostern, selbst wenn bas Fest in den Monat Märzi fallt, gern Maibowle getrunken wird, ist bekannt. Der Vorliebe für Pranumerando-Genüsse ist ja auch bie Gärtnerkunst sehr ent» gegengetonwuen und hat hocharomatischen Walbmcister künstlich gezogen. Bis die Frühlings'sonne iM deutschen Walde das echte „Kräutlein Herzfreude" hervorlockt, ist das künstlich gezogene ein guter Notbehelf für eine Frühlingsbowle. Aus dem Inüianerleben Südamerikas. Von H. Singer. Die Rothäute gehören zu den sterbenden Rassen; die Berührung mit den Weißen hat ihre Lebenskraft gebrochen, unb die Versuche im Norden des Erdteils Amerika, jenen Gang zum Völkertode durch Schutzmaßregcln auszuhalten, haben feinen sonderlichen Erfolg mehr. In der Südhälfte des Erdteils allerdings bewahrt den Indianer noch vielfach die Wgeschlossenheit feiner Wohnsitze vor schnellem Verschwinden; aber auch hier bringt der Weiße, vom „Schwarzen Golde", dem Kautschnk- reichtum, gelockt, immer weiter in die Urwälder vor, und die Arbeit, die ihm dort der Indianer mehr gezwrmgen als freiwillig leistet, ist nun einmal für den roten Mann verderblich, zumal sie ihm häufig in der Hauptsache mit Branntwein bezahlt wird. Unter solchen Umständen müssen die Bemühungen europäischer Reisender, noch möglichst genaue Nachrichten über Kultur und Denken der dem Untergang geweihten Völker zu erlangen« als höchst verdienstvoll gelten. Zu den erfolgreichsten Forschern auf diesem Gebiete gehört der schwedische Ethnograph Erland Freiherr v. Nordenski öl d. Er hat in seinem in deutscher llebersetzung erschienenen Buche „Jndianerlebcn" einige interessante Indianer- stümme des Chaogebietes von Argentinien und Bolivia geschildert. Sie ihm auf seiner letzten Reise, 1908—1909, genau bekannt geworden sind, darunter die Aschluslay und Choroti am Pilco- mahoflusse. Es sind Halbuomaden mit Jagd und Fischfang als Hauptbeschäftigung, während die Frauen durch Sammeln von allerlei eßbaren Dingen in Wald und Steppe zum Lebensunterhalte beitragen. Sie besitzen aber auch einiges Bich, wie Schafe, Esel und Pferde. Fehden mit Nachbarstämmen, bei denen freilich Vorsicht als der .bessere Teil der Tapferkeit gilt, sind nicht selten, unb man huldigt dann der Sitte des Skalpierens, die sonst in Südamerika nur sehr wenig verbreitet ist. Die Gcivalt der Häuptlinge — cs gibt nur Dorfhäuptlinge — ist gering, und ihr Einfluß richtet sich allein nach ihren persönlichen Eigenschaften. Sie müssen mit ihren Frauen genau so arbeiten, wie die anderen Dorfbewohner, unb selbst im Kriege gehorcht ihnen jeder nur soweit, wie cs ihm paßt. Manches ist in einem solchen Aschluslay- oder Chorotidorf anders, wie bei uns, was auf dem stark ausgeprägten Kommunismus, auf beim Fehlen von sozialen unb Vermögens- Unterschieden beruht. Es gibt weder Arme noch Reiche; ist der Magen voll, fo ist man reich, ist er teer, so ist man arm. Wird ein Indianer mit zwei Hemden beschenkt, so verschenkt er sicher das eine, damit es für alle reicht. Seine Pfeife raucht niemand allein; sie muß von Mund zu Mund gehen. Wer viel Fische gefangen hat, teilt sie mit dem, der weniger vom Glück begünstigt wurde. So gebietet das Herkommen. Immerhin gibt es persönliches Eigentum, und das ist unantastbar. So würde kein Mann etwas, was feiner Frau ober seinem Kinde gehört^ fortgeben, ohne sie zu fragen. Die Hausttere haben Besitzmarken, die Schafe z. B. auf verschiedene Art geschorene Ohren.- Im allgemeinen aber besitzt keine Familie mehr, als was sie beim Wechsel des Dorfplatzes bequem mit sich führen kann.. Diebstahl unter Stammesvntgliedern ist Unbekannt; es herrscht eben so großer Gemeinsinn, daß niemand zu stehlen braucht.: Anscheinend belügt man einander auch nicht. Anders verhält man sich bem Weißen gegenüber; den betrügt unb belügt matt mit aller Seelenruhe, wenn es dem Stamm keinen Nachteit bringt. Sicht sich ber Indianer dabei ertappt, so lacht er deitz Weißen aus, Ivie wir es tun, wenn jemand auf einen; Aprilscherz hereinfMt-, ZMKe sich der. Weiße, dann ärgern,, fo würde 140 er für beschränkt gehalten werben. Weniger harmlos tft bte | Sitte des Eltern- und Kind esmordes; aber es fehlt den Indianern auch hier das Bewußtsein, daß sie damit etwas Unrechtes oder gar ein Verbrechen begehen. Die Indianerin hält sich für berechtigt, ihr neugeborenes Kind zu töten; sie habe ihiu das Leben gegeben, könne es ihm also auch wieder nehmen. Indessen beschränkt sich der Kindesmörd auf den Fall, daß der Vater die Mutter verlasseii hat, oder daß das Kmd Mißgestaltet lst. Man erzieht die Kinder mit größter Liebe und Nachsicht, Und die Kinder hängen ebenso sehr an den Stern. Tötet der Indianer seinen alten Vater oder seine alte Mutter, so glaubt er, nicht nur sich, sondern auch sie von einer unerträglichen Last zu befreien; denn der Kampf ums Leben ist für Gebrechliche oder Hilflose dort aussichtslos. Die Regel ist aber doch, daß die Alten, selbst wenn sie blind oder verkrüppelt sind, von dm Kindern unterhalten werden. Wir pflegen zu feigen, daß neben dem Umfange des Seifen- I Verbrauches auch die Stellung der Frau em Maßstab. für die I Kulturhöhe eines Volkes sei. Das trifft im gewissen Sinne auf I die Indianer des Chaco zu. Die Aschluslay und Choroti. sind grenzenlos unsauber und in der Tat primitive Stämme;^ dagegen sind die Chiriguano-Jndianer, Nachbarn der Choroti, sehr reinliche Leute, und sie stehen auf weit höherer Stufe. Bel den Chiriguano werden die Mädchen streng gehütet; bei den Aschluslay und Choroti haben sie bis zur Verheiratung völlige Freiheit. Jede Nacht wird im Freien flott getanzt. Dazu machen die jungen Herren stundenlang sorgfältigst Toilette und legen auf möglichst originelle Bemalung und Ausschmückung innerhalb der Grenzen der gerade herrschenden Mode großen Wert. Weit weniger Gewicht legen die Mädchen auf ihr Aeußeres, und das kommt daher, daß sie bei jenen Bällen die Wählerinnen sind, nicht die Gewähltm. Zu Liebesabenteuern ergreift immer das Mädchm die Initiative, und zwar tatkräftig und ungeniert. Die jungen Burschen kümmern sich um das Aeußere der Mädchen wenig, während für diese bei der Wahl vornehmlich die Schönheit des Gesichts, nicht die des Körpers entscheidend ist. Unter solchen Umständen ist es nicht wunderbar, wenn Eifersuchtsszenen und Raufereien wegen einer Schönen bei den Burschen nicht vor- I kommen, daß "vielmehr die jungen D a m e n eines begehrten j Herrn wegen mit Box er Handschuhen aus Tapir haut oder gar knöchernen Pfriemen aufeinander losgehen. Norden- skiöld sah zwei Chorotimänner, die ihm als große Lieblinge der Frauen bezeichnet wurden, und die hatten an Gesicht und Händen stets Kratzwunden. Und warum? Weil dort das Mädchen seinen Liebsten nicht küßt, sondern ans Zärtlichkeit kratzt, ihm auch 'ms Gesicht speit! Wer auch den endgültigen Gefährten fürs Leben wählt sich bei den Choroti das Mädchen selbst, und es ist ihm dann auch eine treue und fleißige Hausfrau. Begreif-« licherweise ist indessen die Chorotischöue, wenn sie endlich ans Heiraten denkt, schon etwas verblüht, und so kommt cs, daß sie selten durch äußere Vorzüge die Herrschaft über den Ehemann zu erringen vermag. Immerhin ist sie keine Sklavin, sondern eine freiwillige Arbeiterin; sie hat sich eben den Manu genommen, um für ihn zu arbeiten. Anders bei den Chiriguano, wo der Mann tvirbt und der. Mann ein Mädchen zur Frau wählt, das ihm auf J)ie Dauer noch gefallen kann. Dort hat die Frau eine höhere Stellung, und sie schafft mit dem Mann gemeinsam fürS Haus. Aus der Arbeitsverteilmig unter die Geschlechter ist übrigens zu ersehen, daß auf beide etiva gleich viel fällt; indessen ist die Töpferei und bei den Aschluslay sogar der Hausbau ausschließlich Sache der Frau. Alte Jungfern gibt es bei den Stämmen des Chaco nicht, und Junggesellen sind spärlich. Als große Merkwürdigkeit wurde Rordcnskiöld ein Choroti gezeigt, d,er niemals eine Fran gehabt hatte. Leider hat die Moral dieser Wildstämme unter der Berührung mit den Weißen schon sehr gelitten. Bon der argentinischen Seite findet viel „Feuerwasser" Eingang, mit dem sich die ziemlich harmlosen. eigenen berauschenden Getränke der Indianer nicht messen können. ’ Eine Berliner Schloßsage wird durch den zivei- hundertjährigen Gedenktag des Todes Friedrichs I., des erneu Königs von Preußen, tu Erinnerung gebracht. Gräbst berichtet diese Sage nach den „Monatlichen Unterredungen aus beut Reiche der Geister, Band III", in der folgende» Weise: Als der König im Sterben lag, hat sich nm 24. Februar 1713, dem Tage vor feinem Ableben, zwischen 8—9 Uhr abends, in dem fogenaunten Jnwelenkabiuett, dem Sterbezimmer gegenüber, welches versiegelt lunr, durch das in die Galerie gebrochene Fenster sowohl dem I letztuerstorbenen König und damaligen Kronprinzen, als dem Ober- I honnarschall des Prinzen, Grafen von Jiiikenstein, und dem Leib- I mebteus GundelSheim ein herumwandelndes Licht gezeigt, als wenn j etiimS verloren worden sei und gesucht werde. Nach Entsiegelung I be3 Zimmers aber und Beleuchtung desselben mit anderen Lichtern I ist auch nicht die geringste Spur gefunden worden. Und da das I Kabinett wieder versiegelt worden ist, hat man abermals dieselbe Beobachtung gemacht und das Licht hat sich wiederum wie zuvor aezeigt, welches einen ungemeinen Schrecken unter allen Anwesenden bervorgebracht, es sind auch auf Anraten des Leibmedieus alle iveggegangen, und dieser als ein guter .Kabbalist hat zum Voraus ans diesem Phänomen prophezeit, daß die Stunden, welche der König noch zu leben habe, gezählt seien. Dieses ist auch am au bereu Tage Mittags geschehen, unb hat ber König Friedrich Wilhelm l. später Liters hiervon Erwähnung getan. Es wird jedoch auch erzählt, daß, als der Kronprinz zu seinem fterbenben Vater berufen worden sei, um den letzten Segen zu empfangen, habe derselbe sich des kürzesten Weges bedienen wollen, sei deshalb über . den kleinen Schlotzplatz quer hmubergegangen. Es solateu aber sr. König!. Hoheit unterschiedliche Offiziere unb Cavaliere nach, da fiel ihnen ein sonst verschlossener Saal ganz hell in die Augen, so daß es ihnen dünkte, als ob er mit vielen hundert brennenden Lichtern erleuchtet ivar. Hierüber siruste ber Kronprinz, unb fragte die, so bei ihm waien, was solches bedeute und warum so viele Lichter anqesteckt wären. Tie Begleiter des Prinzen sahen allerdings den erleuchteten Saal ebenfalls ganz ivohl, wußten aber nichts mif die an sie getane Frage zu antworten. Ais mm der Kronprinz die Treppe hinaufkam, traf er den Kastellan des Schlosses an imd fragte denselben ebenfalls um die Ursache, warum ber eaol mit so vielen Lichtern erleuchtet sei, allein er bekam zur Antwort. ber Saal sei lest verschlossen unb seit langer Zeit sei fern Licht in denselben gekommen." * Begreiflich. „Ihr neues Dienstmädchen stottert ja, ist Ihnen das nicht störend?" — „O nein; nur nach doppeltkohlensaurem Natron dürfen wir es nicht schicken, da bleibt es zu lange aus!", * Unsichere Hand. Student (erstaunt): „Warum stehüß denn heute drei Kerzen auf meinem Nachttisch?" — Wirtin: „Ja, Herr Spund, gestern haben Sie wieder eine ganze Schachtel Streichhölzer verbraucht, ehe Sie die eine Kerze angezündet hatten... da hab'^ich gedacht, wenn drei auf dem Nachttisch stehen, dst werden Sie schon eher eine treffen!" * Vorsichtig. Er: „So schmolle doch nicht, ich kaufe dir auch einen neuen Hut!" — Sie: „Für wieviel?" * Abneigung. Kaufmanns gattin: „Was geniert es dich denn, daß llnser Kassierer in seinen Mußestunden ein bißchen! komponiert?" — „Geh' mir ab mit Komponisten! Die wissen niemals eigene Noten und fremde zu unterfcheiden!" * Ueberras chu n g. Herr Klubbe spielt ein Los in einer! Lotterie. Während der Ziehung erhält er eine Depesche von seinem Kollekteur: „Hurra! Raus mit 20 000!" — Nach einer Stunde entdeckt letzterer, daß, et sich geirrt hat und telegraphiert nochmals: „Aber nicht Sie!" * Di e Politik des Abgeordneten. „Und was wird Ihr Hauptziel sein, wenn Sie erst im Parlament sitzen?" fragt der Neugierige. — „Dort zu bleiben", erwidert freimütig der Kandidat. * Lakonisch. „Hat ber Lehmann jetzt wieder eine, '^tcl«. lung?" — „Nee, im Gegenteil, er sitzt!" Rösselsprung. Auslösung in nächster Nummer. ich Kelch noch ihn war in Balsam er schnel Blitze mein dem schnell holt's blick ich die habe wenn nicht gen ließ säumt fein wer ler trtt- ist leben ein laß Augen- seine Zeit sal unb keiner Faß Tröpi- ver- ist fing Stunde bas ge= schnell der blt Zeiger- Freuden einen Schick- vorüber nicht Glück kein | des das schlag ans- Tages kostet ivo sogst Auslösung des Silbenrätsels in voriger Nummer; Tahiti — Kifeufpat — Mabeira — Parabies — Illis — Paranagua; Tempi passati! Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu UniversitätS-Vuch- und Steiudruckerei, R. Lange, Gießen,