nsr Phol-o^r-."aiü'4g7^.Ndii. W M rwg 8 s-TMW Sh« Von Frühling ;u Frühling. Roman von Erich Ebenstein. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Lächerlich. Ich denke gar nicht daran!" Er trat dicht ttn Meta h ran. „Du muht unter allen Umständen ein- lenken, hörst du? Wir brauchen Reinsperg heute mehr denn je. Diese ungarische Gastfreundschaft hier, dex ncan sich nicht 'entziehen kann, kostet ein Heidengeld . . . und in Jmcit. . . . doch lieber nichts darüber! Kurz, ich bin mit dem Rest meines Vermögens fertig und daß lvir mit Deinen lumpigen 6000 Gulden standesgemäß leben können, wirst dir dir selbst Nicht einbilden. Die Stelle ist eine Brotfraqe geworden." Meta stand starr toie eine Bildsäule und sah ihren Mann unverwandt an. Endlich murmelte sie: „Eine Brotfrage? Fertig mit Deinem Vermögen? Wie ist das möglich?" Montelli ging hastig auf und nieder. „Ra, jetzt bist du wieder böse! Natürlich!" . Er blieb vor ihr stehen und klopfte ihr überlegen auf die Wange: „Geldangelegenheiten und" Weiberverstand sind eben unvereinbare Dinge, darum hast du dich meinen Anordnungen zu fügen. Und nun mach ein freundliches Gesicht, gehe hinab zu unseren Gästen und spiele die liebenswürdige Wirtiir — die Rolle liegt dir viel vorteilhafter als die der grollenden Gattin. Er hauchte einen Kuß auf ihre Wange und verließ das Gemach. Mit weitgeöffneten Augen blickte ihn Meta nach. So standen die Dinge also! llnb was nun? Eine namenlose Angst packte sie. Was tat er nur mit all dem Gelde? Aber das Leben hatte sie durch eine harte Schule gehen lassen, in der man lernt, sich zu beherrschen. \ Als sie eine Viertelstunde später unter ihre Gäste trat, merkte keiner ihr an, was sie durchmachte. Sie war wirklich eine strahlende, liebenswürdige Hansfran und man huldigte ihr von allen Seiten. Montelli aber übertraf sich selbst in sprudelnd guter Laune. Sie hatten, ihn alle gern, aber heute faszinierte er geradezu. Er brachte einen ganzen Sack voll Neuigkeiten und Bonmots aus Wien mit, machte die älteren Herrschaften bis zu Tränen lachen und schnitt den jungen Damen die Cour, daß sie aus dein Erröten kaum herauskamen. Nach dem Souper, welches glänzend verlief, wurde getanzt. Es ist dort Sitte, daß die Zigeunerkapelle für jeden Danz extra von den Gästen abwechselnd bezahlt wird. .Heute ließ Montelli dies nicht zu. Er allein bestellte die Tänze, und Banknote auf Banknote flog dem Zigeunerprimas zrr. Dazu floß der Champagner in Strömen. Einmal bemerkte Meta, daß Montelli dem Primas sogar eine Hundertguldennote zuwarf. Sie blickte ihn vorwurfsvoll an. Er aber flüsterte ihr lächelnd ins Ohr: „Laß nur, es geht- unter einem hin . . ." War es möglich, daß er wirklich in Goldnöten war? Am anderen Morgen reiste Montelli nach Pest. Vorher gab es Noch eine kurze Auseinandersetzung. Meta wollte einen klaren Einblick in ihre pekuniären Verhältnisse haben. Vom ersten Tage ihrer Verheiratung an hatte Montelli die monatlichen Raten aus G. in Empfang genommen, auch" die Gelder für das Kind von der Vormundschaft. Er zahlte ihr aus, was sie brauchte, imb' plagte sich nie mit der Rechnungslegung. „Es ist so eklig "kleinlich," meinte er einmal lachend. Meta brauchte — besonders seit sie in Dopolanyi waren, wenig für sich und das Kind. Nach ihrer'Rechnung mußten beträchtliche Summen übrig bleiben. Dazu noch die 10000 Fl. des Prinzen. Wohin kam das alles? Endlich entschloß sie sich, nun doch zu fragen. Montelli nahm es furchtbar übel, wurde gereizt und zuletzt beinahe grob. Ob sie denn kein Vertrauen mehr habe zu ihm? Ob er ein Dieb sei? Ob sie nicht fühle, welche Beleidigung in ihren Worten liege — kurz, sie hatte Mühe, ihn zu beruhigen und fühlte zu vornehm, um auf einer Beantwortung ihrer Frage zn bestehen. Desto unerschütterlicher blieb sie dabei, nicht zum Derby nach Pest zu gehen und Dopolanyi so bald wie möglich zu verlassen. Endlich versprach Montelli, nach dem Derby diese Frage noch einmal in Erwägung zu ziehen. Bis dahin "könne er sich zu gar nichts verpflichten. Vom Derby — das heißt von dem Siege „Arams" hinge alles ab. Meta begriff dies nicht ganz, schwieg aber. Verstimmt trennte man sich. Montelli blieb länger in Pest, als er angekündigt hatte. Erst acht Tage vor dem Derby kehrte er nach Dopolanyi zurück. Diesmal in brillanter Stimmung. Er hatte gleich die Ankunft der Rennpferde ans Wien abgewartet und sie samt Trainer und Jokey in Pest untergebracht. „Aram" war in bester Kondition. Diesmal würde er gewiß Sieger sein. Auch auf „Kitty" und „Holda" wurde bereits gewettet. Vom Prinzen brachte er Grüße mit. „Uebrigens war er sehr kühl gegen mich," schloß Montelli seinen Bericht, „was ich eiirzig Dir verdanke!" Meta schüttelte den Kopf. „Ich glaube kaum, daß Prins Reinsperg unedel genug wäre, Dich entgelten zu lassen . . ." Ma, überhaupt die großen Herren!" fiel Montelli ärgerlich ein. „Ich sage Dir, ich habe es satt, mich da gängeln und belehren zu lassen. Wenn alles geht, wie ich 74 Se, dann sollst du deinen Willen haben! Es gibt noch er« Leute als Remsperg." Wer diese anderen Leute waren und welche Hoffnungen er auf sie setzte, darüber schwieg er und Meta fragte nicht. Montelli hatte ihr ein Armband mitgebracht und für Monradchen eine Flöte. Das Kind war der einzig. Glückliche. Aus Wien hatte es eine Geige bekomnien und nun noch die Flöte. f Den ganzen Tag saß es int Park oder 'draußen auf der blühenden Steppe mitten int Sonnenschein und machte sich mit den. Instrumenten vertraut. Meta staunte oft 'heimlich, wie gut es ihm gelang, die Töne zu Melodien zu formen. Anfangs waren es bekannte Weisen, später selbst erfundene von seltsamer Art. So unempfänglich sich Konradchen bei jedem Versuch zeigte, Buchstaben oder Zahlen zu lernen, so sonderbar klar wurde sein Verstand, sobald es sich um Musik handelte. Das Gefühl dafür war ihm tief eingeboren. Einige Tage itach seiner Rückkehr aus Pest trat Montelli gegen Abend in Metas Zimmer. Es dämmerte schon Und sie saß allein am Fenster. Er schob sich einen Stuhl neben sie und legte den Artn um ihre Taille. „Meta", begann er und es fiel ihr gleich auf, daß seine Stimme unsicher klang. „Ich hätte eine große Bitte an Dich . . . aber nimm ste mir um Gotteswillen nur nicht gleich ivieder übel . . ." „Was ist es denn, Viktor? Wenn ich. sie erfüllen kann, will ich es gerne hin." „Ich brauche Geld. Eine größere Summe — sagen wir zehntausend Fl. . . ." Sie prallte erschrocken zurück. „Viktor! Wie ist das möglich? Wozu brauchst du so viel Geld?" „Mußt du das wirklich wissen? Ich habe eben nicht allzu ängstlich gerechnet . . . nun bin ich! in Schwierigkeiten. Ich brauche das Geld dringend." „O — Schulden, hast du gemacht! Schulden!" Es lag ein solches Entsetzen in ihren Worten, daß er spöttisch auslachte. „Mein Gott, du tust ja gerade so, als wb ich. Dir gesagt hätte: ich habe einen Mord begangen!" „Schulden sind etwas Schreckliches! Ich würde eher hungern, als einen Kreuzer schuldig bleiben! Und was sollen wir nun tun? Du weißt doch, daß ich persönlich über nichts verfüge . . ." i „Wenn du deine Schwiegermutter bitten würdest . . ." „Mama Petermann? Aber, Viktor, du weißt doch, tote ich zu ihr stehe! Sie hat mir meine Vermählung, mit Dir Ute verziehen und seitdem keine Zeile mehr auf meine Briefe erwidert. Außerdem ist sie, tote ich durch Burger weiß, immer krank. Wie könnte ich ihr mit solch einer Bitte kommen !" „Und Konrads Vormund? Könntet du nicht unter irgend einem Vorwand etwas verlangen? Sagen wir, das Kind wäre krank . . . oder er könnte wenigstens einen Teil Deiner Rente im voraus zahlen." Meta rückte unwillkürlich von ihm weg. „Ich verstehe dich wirklich nicht . . . Das wäre ja Lüge Md Betrug!" „Ach, mit deiner ewigen Kleinlichkeit in solchen Dingen! Mn den Prinzen kann ich mich doch nicht wenden —" „Nein, das kannst du unter keiner Bedingung!" «Und das Geld brauche ich um jeden Preis!" Er stand auf Md ging einige Mal hin uni> Jjer, sich wiederholt mit der Hand über die feuchte Stirn streichend. Meta zermarterte ihr Hirn nach einem Ausweg. Da blieb er vor ihr. stehen. „Meta — wenn du . . . Du hast so kostbare Diamanten . . . und es wäre nur für kurze Zeit . . ." Sie erbebte. Soweit war es also schon gekommen. Mas verlangte er von ihr! Schweigend stand sie auf und öffnete ihren Silber- schrank, in dem sich auch der Schmuck befand. Sie reichte ihm ihre Kassette. „Da ™ nimm, 'was du brauchst." Mit zitternden Fingern kramte er darin herum. „Hier, die Perlen, die dü niemals trägst. . .?" „Nimm sie.' Aber Viktor . . . nicht wahr, es wird.das letzte Mal sein? Du wirst in Zukunft sparen und rechnen? Versprich es mir!" Seine Unruhe war plötzlich wie weggeblasen. Lachend schloß er sie in die Arme. „Natürlich, mein gestrenger Mentor! Und in längstens vierzehn Tagen lege ich dir deine Perlen wieder zu Füßen!" Am nächsten Tage fuhr er abermals nach Pest. Verstimmt kam er Zurück. „Knapp fünftausend Fl. habe ich darauf bekommen," sagte er zu Meta, „ich hielt sie für kostbarer. Könntest du nicht doch an Konrads Vormund schreiben wegen eines Vorschusses?" „Nein, das ist ganz unmöglich." Er sagte nichts mehr, war aber sehr gereizt gegen Meta an diesem Tage. Sie war froh, als er endlich zum Derby wieder fortfuhr. Am zweiten Tage nach Montellis Abreise erhielt Meta einen ausführlichen Brief Professor Burgers, der sie in nicht geringe Aufregung versetzte. Mit der alten Fran Petermann schien es langsam zu Ende zu gehen. Sie litt seit vielen Jahren an einem Herzleiden, welches plötzlich rapide Fortschritte machte. Ihre harte, menschenfeindliche Stimmung war in das Gegenteil umgeschlagen. Sie sehnte fidj- nach Menschen und litt unter der selbstgeschaffenen Einsamkeit. Burger besuchte sie täglich, aber er war auch der einzige aus dem Kreise, der noch den Weg zu ihr fand. Ihm hatte sie auch ihren sehnsüchtigen Wunsch an- vertraut, Meta und das Kind ihres Sohnes noch einmal "zu sehen. Allein natürlich, ohne Montelli. . . Burger deutete letzteres nur an, aber Meta verstand es ganz gut. Er bat sie zuletzt, ihr Kommen zu beschleunigen. Es könnte ja auch noch Monate dauern mit der alten Frau — möglicherweise sogar ein Fahr — aber das Ende konnte auch ganz plötzlich eintreten. Meta überlegte. Was sollte sie tun? Gleich reisen oder warten, bis Montelli vom Derby zurück käme? (Fortsetzung folgt.) Abenteuer des Brigadier Gerard. Von C. Doyle. Wie der Brigadier in England Triumphe feierfe.; • (Fortsetzung.) „Er ist der Lord George Darre. Wir sind zwei Jah-re verheiratet. Ich brauche Ihnen wohl kaum zu sagen, daß er mich schlecht behandelt hat. Kurz und gut, ich verließ ihn und suchte Zuflucht im Hanse meines Bruders. Bis zum heutigen Tag hat er mich hier in Ruhe gelassen. Ich muß nun unter allen Umständen ein Duell zwischen meinem Mann und meinem Bruder vermeiden. Es ist mir schrecklich, wenn ich daran denke. Deshalb darf Lord Rufton anch von dem heutigen Vorfall nichts erfahren!" „Wenn Sie meine Pistole von seinen Unbilden befreien könnte —“ „Nein, nein, daran ist nicht zu denken. Erinnern Sie sich au Ihr Versprechen, Herr Oberst Gerard, llnd kein Wort in High Combo von dem, dessen Zeuge Sie eben gewesen sind!" Ihr Gatte! Ich hatte mir eingebildet, sie sei eine junge Witwe. Dieser brutale Kerl mit dem braunen Gesicht und seinem^ „Scheren Sie sich zum .Teufel" war der Gatte dieses zarten, sanften Weibchens. Oh, wenn sie mir nur erlauben wollte, sie von dieser häßlichen Last zu befreien! Es gibt keine so rasche und sichere Ehescheidung als die, welche ich ihr hätte arrangieren können. Aber ein Versprechen ist ein Versprechen, und ich hielt es voll Und ganz. Es kam kein Wort über meine Lippen. In einer Woche sollte ich von Plymouth nach St. Malo zurückgeschickt werden, und sch glaubte, den weiteren Verlauf dieser Geschichte nie zu hören. Und doch sollte ich die Fortsetzung erfahren und sogar eine sehr dankbare und ehrenvolle Rolle dabei spielen.- Drei Tage nach dem Vorfall, den ich eben geschildert habe,' kam Lord Rufton plötzlich in mein Zimmer.gestürzt. Er,sah ganz bleich aus und befand sich offenbar in größter Anfregnng. „Gerard," rief er, „haben Sie Frau Daere gesehen?" Ich hatte sie nach dem Frühstück gesehen, und nun lvar's Mittag. „Um Gottes willen, da ist ein Unglück passiert!" schrie mein mein armer Freund und lief wie wahnsinnig int Zimmer umher. „Der Amtsvorsteher war eben hier und hat erzählt, daß er eine Chaise mit einem Paar die Straße nach Tavistock hat hinunterfahren sehen. Der Schmied hat eine Frau jammern hören, als sie an seiner Werkstatt vorbeigekommen sind. Jane ist verschwunden. Bei Gott, ich glaube, dieser elende Daere hat sie entführt." Er klingelte !vie toIL „Auf der Stelle zwei Pferde!" schrie er,. „Oberst Gerard, Ihre Pistolen! Jane kehrt heute i - nacht von Gravel Zanger mit mir zurück, oder High Conibe bekommt einen neuen Herrn." Innerhalb einer Viertelstunde waren wir bereits draußen aus der Landstraße und folgten wie zwei Reiter aus alten Zeiten der Spur dieser unglücklichen Frau. Lord Darre wohnte in der Nähe von Tavistok, und an jedem Haus und Zolltor auf unserem Weg hörten wir die Neuigkeit von demi flüchtigen Wagen por uns; es konnte also kein Zweifel sein, wo sie hin waren. Als wir zusammen hinterher ritten, entwarf mir Lord Ruston ein Bild Von dem Mann, den wir verfolgten. Sein Name schien in ganz England als der Inbegriff alles Schlechten bekannt zu sein. Wein, Weiber, Würfel, Karten, Rennen — in allen Leidenschaften hatte er sich berüchtigt gemacht. (St stammte aus einer alten,, angesehenen 'Familie, uitb man hatte gehofft, daß. er sich die Hörner abgestoßen und seine wilden Neigungen abgelegt habe, als er die schöne Lady Jane Ruston heiratete. Ein paar Monate hatte er wirklich gut getan, dann hatte er aber ihr Gefühl an der empfindlichsten Stelle verletzt, indem er eine sehr unwürdige Liaison einging. Sie war von ihm geflohen und hatte bei ihrem Bruder Zuflucht gesucht, ausi dessen Obhut sie nun mit Gewalt entführt worden war. Können Sie sich nun einen ritterlicheren Auftrag denken als unseren, meS amis? * "Dort liegt Gravel Hanger," rief Rufton mir endlich! zu und deutete mit der Reitpeitschte auf einen grünen Hügel, an dem sich ein altes Gebäude aus Holz und Stein erhob, .so schön wie nur ein englischer Herrensitz sein kann. „Am Eingang zum Park ist eine Wirtschaft, wo wir unsere Pferde lassen werden," fügte er hinzu. Mir persönlich schien es bei unserer gerechten Sache am besten, stolz an sein Tor zn retten und ihn.aufzufordern, die Dame freizugeben. Denn das einzige, was jeder Engländer fürchtet, sind die Gesetze. Er macht sie selbst, und wann er sie 'mal gemacht hat, sind sie für ihn ein schrecklicher Tyrann, dem sich auch der Tapferste unterwirft. Er lacht dazu, wenn er den Hals bricht, aber er erblaßt, wenn er das Gesetz verletzt, und nach dem, was ich von Lord Rufton hörte, als wir durch beit Park schritten, handelten wir in dieser Sache ungesetzlich, während Lord Taere das Recht hatte, seine Frau zu holen, weil sie ihm gehörte; wir befanden uns also auf gleicher Stufe mit'Einbrechern und Räubern. Als solche durften wir nicht den Vordereingang benutzen. Wir konnten die Dame durch List oder Gewalt mitnehmen, aber das Gesetz war nicht auf unserer Seite. Diese Ansicht äußerte mein Freund, als wir in eine Remise krochen, die an den Fenstern des Wohnhauses stand. Bon hier konnten wir die Festung in.Augenschein nehmen, sehen, ob wir eindringen konnten, und, vor allen Dingen, eine Verbindung mit der schönen Gefangenen drin her- zuslellen versuchen. Da stunden wir nun in der Wagenhalle, Lord Rufton und ich, jeder mit der Pistole in der Tasche und fest entschlossen, nicht ohne die Dame zurückzukehren. Eifrig spähten wir nach den verschiedenen Fenstern des weiten Gebäudes. Wir konnten weder von der Gefangenen noch von sonst jemandem eine Spur entdecken; aber ans dem Kiesweg, der nach dem Haupteingang führte, sahen wir noch die tiefen Einschnitte der Wagenräder. Zweifelsohne waren sie also angekommen. Wir schlichen uns unter die Lorbeerbüsche und hielten leise einen Kriegsrat, aber durch einen eigenartigen Zwischenfall wurde er jählings unterbrochen. Aus dem Haus kam ein blondhaariger Mann heraus, eine Gestalt, wie man sie zum Flügelmann bei einer Kompagnie Grenadiere anssucht. Als er uns sein braunes Gesicht und seine blauen Augen znkehrte, erkannte ich in ihm den Lord Daere. Er schritt auf dem Sandweg direkt auf Unser Versteck zu. „Komm nur vor, Red!" rief er laut: „sonst schießt dir der Parkwächter womöglich eine Ladung Schrote in den Leib. Kommen Sie 'raus, Mann Und verstecken Sie sich nicht unter den Buschen!" Wir befanden uns in einer nicht gerade sehr heroischen Situation. Mein armer Freund stand mit rotem Kopf auf. Jch fprang ebenfalls in die Höhe und machte eine möglichst würdevolle Verbeugung. .„Halloh! es ist der Franzose, wahrhaftig!" sagte er, ohne meine Verbeugung zu erwidern. „Mit dem hab' ich so schon ein Hühnchen zu rupfen. Was dich betrifft, Ned, so wußte ich, daß du rasch auf dem Posten sein würdest, und deshalb sah ich mich nach dir um. Ich sah euch durch den Park kommen und in die Remise gehen. Kommt ’rein, wir wollen b’rin weiter verhandeln." Er schien Herr der Situation zu fein, dieser hübsche Riese von einem Mann, der gemächlich auf seinem Grund und Boden stand, während wir aus unserem Versteck hervorkrochen. Lord Rufton hatte noch kein Wort erwidert, aber ich merkte an feiner Stirn und seinen Augen, .daß sich ein .Gewitter zusammenzog. Lord Dacre ging uns ins Haus voran, und wir folgten ihm ans den Fersen. Er sührte uns in ein Empfangszimmer und schloß die Türe hinter uns zu. Dann musterte er mich mit,frechen Blicken von Kopf bis zu Fuß. „Nun, Ned," sagte er, ,„e8 gab eine Zeit, wo eine englische Familie ihre Angelegenheiten unter sich ordnete, wie's beliebte. Was hat dieser sremde Kerl hier mit deiner Schwester Und meiner Fran zn schaffen?" 75 — „Mein Herr," sagte ich, „gestatten Sie, baß ich Sie darauf aufmerksam mache, daß. es sich in diesem Fall nicht allein um Schwester und Frau handelt, daß ich mit der Dame befreundet bin und das Recht habe, das jedem Ehrenmann zusteht, ein Weid gegen Brutalität zu beschützen. Ich kann nur durch eine Handgreiflichkeit zu verstehen geben, waS ich von Ihnen halte." Ich hatte meinen Reithandschuh in der Hand, und schlug ihn damit ins Gesicht. Er bog sich bitter lächelnd zurück, und feine Augen blickten hart wie Stein. „Du hast also einen Eisenfresser mitgebracht, Ned?" sagte or zu seinem Schwager. „Du hättest wenigstens den Kampf selbst ausnehmeu können, wenn's durchaus dazu kommen muß." „Das werde ich auch," schrie Lord Rufton. „Gleich hier auf dieser Stelle.-" , „Sobald ich diesem großsprecherischen Franzosen das Maul gestopft habe," antwortete Lord Dacre. Er ging an einen Seitentisch und öffnete eine Schublade. „Bei Gott," sagte er dann, entweder kommt dieser Mann lebendig aus diesem. Zimmer heraus oder ich. Ich meinte 's gut mit dir, Ned; wahrhastig, aber ich will deinen Wortführer hier totschießen, so wahr ich George Dacre heiße." Er wandte sich zu mir: „Wählen Sie eine von diesen Pistolen, und schießen Sie über den Tisch. Zielen Sie aber gut und töten Sie mich-, wenn Sie können, denn, bei Gott, wenn Sie's nicht tun, ist's um Sie geschehen." (Fortsetzung folgt.) Die freiwilligen Zager von 1813. (3um 3. Februar.) Am 3. Februar 1813 erschien zu Breslau die berühmte „Bekanntmachung in Betreff der zu errichtenden Jäger-Detachements" von Schariihorst, die die gebildeten Stände hineinsügte in die große Organisation des Freiheitskampses ober, wie sich ihr Schöpfer einmal ausdrückt, „das Interesse aller Familien an den Krieg kettete". Nur unter großen Schwierigkeiten war es Scharnhorst gelungen, den König zu dieser Aenderung der vaterländischen Wehrverfassung zu bestimmen, die er seit Jahren herbeisehnte, für die er seit Jahren stritt. Friedrich Wilhelm glaubte gär nicht daran, .daß sich bei einem Ausruf auch wirklich Freiwillige einstellen würden. Wie Marwitz erzählt, soll er auf das Drängen Scharnhorst's hin gesagt haben: „Freiwillige aufrufen, ganz gute Idee; aber feiner kommen!" Scharnhorst wurde durch dieses Schwanken so zur /Verzweiflung gebracht, daß er, wie Boyeu berichtet, den Gedanken faßte, ans dem Dienst zu treten. „Durch einen glücklichen Zufall hatte ich diese Stimmung von Scharnhorst (der sonst in solchen Dingen selbst gegen seine Freunde verschlossen war) selbst erfahren, und so wurde es mir möglich, dem Staatskanzler davon Nachricht zu geben, der durch seine Vorstellungen den König von da an zu einer anderen Auffassung zu Bringen vermochte." Tas von HardenBerg unterzeichnete Manifest wendete sich an „diejenigen Classen, der Staatsbürger, welche nach den bisherigen Cantou-Gesetzen vom Dienste befreit und wohlhabend genug sind, um sich selbst Bekleiden und Beritten machen zu können". Die tiefe Kluft, die noch immer die GeBildeten vom Soldateustande trennte, sollte nunmehr über- Brückt werden. Der Gedanke der allgemeinen Wehrpflicht, für den Scharnhorst einen so langen vergeblichen Kamps geführt hatte, er siegte nun, doch machte der Organisator des preußischen Heeres seinen Gegnern das Zugeständnis, daß er nur sür die Dauer des Krieges gelten sollte. Der freiesten und ungeBunden- sten Truppengattung sollten die Freiwilligen angehören; sie durften sich den Truppenteil aussuchen. Bei dein sie dienen wollten; in ihren grünen Uniformen dienen sie zum Detachieren, werden als leichte Truppen verwendet. Jedes Infanterie-Bataillon und lebeg Kavallerie-Regiment sollte um ein solches Jäger-Detachement vermehrt werden. Von einem wundervollen Idealismus und feinstem Taktgefühl ist die Instruktion erfüllt, in der Scharnhorst sich über Behandlung und Ausbildung dieser jungen Leute ausspricht. „Aus eine liebreiche und väterliche Art" soll jeder Tadel bei Unwissenheit und Unbeholfenheit im Dienst geschehen. Der „heilige Frühling" der Nation weiht sich hier zum Opfer fürs Vaterland, deshalb liegt seine Schonung im Interesse der Armee. So ist den' freiwilligen Jägern eine Ausnahmestellung zugcwieseu, und als besonderer Lohn wird ihnen verheißen, daß hinfort kein junger Mann zwischen dem 17. und 24. Lebensjahre zu irgend einer Stellung, Würde oder Auszeichnung gelangen soll, wenn er nicht ein Jahr bei den aktiven Truppen ober den Jäger-Detachements gebient hat. Der gute Wille ber Bürger würbe hier für ben Daseinskampf bes Staates auf« gerufen, aber zugleich wurde auch! dem Heere, zugeinutet, „Stubenhocker und Ideologen" als Kameraden zu behandeln und auszubilden. Manch alter Offizier ist den „Dunkelgrünen" mit schweren Bedenken entgegengekommen, aber „niemals hat sich eine Gemeinschaft rascher mit einer Neuerung befreundet, als das preußische Heer mit den freiwilligen Jägern." Sie haben, wie Scharnhorst schreibt, „nicht allein den Geist des Militärs auf- gefrischt, sondern stehen jetzt bereit, die rohen Materialien im 76 — Laufe des Krieges zu führen und das Militär zu einer hohen I @tufc KU €K^cb‘CIt//. , I Ungeheuer war die Begeisterung, die durch das Manifest unter den gebildeten Ständen ausgelöst wurde. Das erste, das erlösende Wort sprach ein Professor, der Breslauer Naturphilosoph Steffens. Noch war Preußen offiziell Frankreichs Verbündeter, als sich der Gelehrte, der bon_ dem Erscheinen des Ausrufes gehört hatte, um die Mittagsstunde des 3. Februar an seine Zuhörer wandte und in flammenden Worten sie zum Dienst fürs Vaterland aufforderte. „Was ich sagte, Ivar die stille Rede Mer, und sie machte eben deswegen, wie ein Echo aus der eigenen Seele eines Jeden, einen tiefen Eindruck." Als ihm Scharnhorst dann zurief: „Steffens, ich wünsche Ihnen Gluck! Sie wissen nicht, was Sie getan haben!", war das sein „schönster Ruhm". „Ich sah es ein, daß ich, ein vierzigjähriger, still grübelnder Gelehrter, ein ungeschickter Stieget sein würde: aber mitgehen mußte ich." Es war ja nicht nur die Jugend von 17—24 Jahren, die kam, sondern auch ältere Bürger und Beamte strömten zu den Waffen. Jnr Rn waren 8500 neue Streiter dem König gewonnen. „Söhne von Fürsten," jubelte damals Gneisenan, „Kinder der.reichsten Familien strömen herbei und nehmen als Gemeine Dienste; es ist rührend, alle die söhne des Wel- und höheren Bürger-Standes von der feinsten Bildung als Gemeine in den zahlreichen Jäger-Kompagnien eingestellt zu sehen." Steffens wurde „den ganzen Tag von Studierenden bestürmt, nicht allein .von Breslauern, sondern auch von Berlinern, ja von .Gymnasiasten und Jünglingen jedes Standes". „Wo Friedrich Wilhelm III. sich blicken ließ," meldete Holtei, „sei. es allein, oder begleitet von, blühenden Kindern, überall empfing Ihn das Jubelgetön Seiner Getreuen: ans allen Provinzen fanden sich rüstige Kämpfer vom Mut und Treue in Breslau ein: jeder Tag brachte frische Kräfte, neue Kunde, steigende Begeisterung." Und Graf Henckel erzählt: „Der König ließ sich die jungen Freiwilligen jedesmal vorstellen, sprach fast mit einem jeden sagte ihm gewöhnlich am Ende der Vorstellung einige freundliche Worte. Und überall in preußischen Landen entzündete das Freiwilligenmanifest die Flammen des Patriotismus. Ans . Berlin schreibt. Niebuhr: „Tas Gedränge der Freiwilligen, die sich einschreiben lassen, ist heute so groß auf dem Nathause, wie bei Teuerung vor einem Bäckerladen. Erst seit drei Tagen ist die Bekanntinachimg deshalb erschienen, und heute fährt die Post schon mit neun Beiwagen voll derselben ab, außer denen, die zu Friß gehen, oder mit anderen Gelegenheiten reisen. Es gehen jrmge Leute aus allen Ständen: Studenten, Gymnasiasten, Primaner, Handlungskommis, Apotheker, Handwerker aus allen Zünften, gereiste Männer von Amt und Stand, Familienväter nsw." Aus denr Gymnasium vom Grauen Kloster gingen damals Mein 134 Schüler als Freiwillige zum Heere, von den 45 Primanern 39, 32 Sekundaner, 18 Großtertianer und 13 Kleintertianer. Die Jugend folgte einmütig dem an sie ergangenen Ruf, ___________ vermischtes. kf. Leute, d i e das große Los gewonnen haben. Es ist eine überraschende, aber durch die Statistik iestgestellte Tatsache. daß Fortuna nicht wahllos ihre Gaben verstreut, und daß insbesondere das große Los fast stets seinen Weg zu den Bedür'tigen gefunden hat. So war es auch vor kurzem der Fall in Svanien und so ist es jetzt in Italien. Nach einer vorliegenden sranzösischen Statistik waren die Hauptgewinner in Frankreich in den letzten Jahren Straßenhändler, Bäcker, Barbiere, Schienenleger, §ttf- schmiede, Bergleute nsw. Ter Gewinn des großen Loses birgt für jeden eine Ueberrakchung, der sich im ersten Augenblicke nur die wenigsten gewachsen zeigen. Ta komnit es zu den seltsamsten Szenen, ja, es geschieht sogar, daß den Glücklichen vor Freude der Schlag rührt. Ein Gewinner des französischen Hauptgewinnes, der Friseur Pontet, hat versucht, später seine Eindriicke zu analysieren. Er erzählt, daß er zunächst außerordentlich verwirrt war und daß allerlei widersprechende Gesühle in ihm um den Vorrang kämpften, Besorgnis, Schrecken, Unruhe und Freude. „Alles in allem war es nicht sehr angenehm, aber für das nächste Mal, hoffe ich, bin ich abgehärtet." Das war sein Endurteil. Ganz das Gegenteil bezeugt ein airderer Glücklicher, ein kleiner Angestellter tn Marseille, dem eine halbe Million zugefallen ivar. Mit der grünten Gelassenheit fügte er sich, wie er sägte, in das unvermeidliche Schicksal, tnib zu seinen Freunden, die nunmehr wie Pilze aus der Erde schossen, meinte er gleichmütig: „Es mußte kommen. Jin Lotteriespiel habe ich immer Chanceii gehabt." Ihm nicht unähnlich an Gleichmut ivar ein kleiner französischer Staatsbeamter. Als ihm seine Kollegen, nachdem ihm der Hauptgewinn zugefallen war, den Rat erteilten, sein Beamtenhabit an den Nagel zu hängen und sich von den Anstrenglingen zii erholen, da meinte er mit schöner Offenheit: „Ach Gott! Hier aus dem Amte arbeitet man ja doch so wenig. Da bleib ich schon lieber da' Zwei Bergarbeiter in Lille ließen ihre Kameradschast an ihrem Glücke teilnehmen. Es gab einen regelrechten. Festzug, die Teilnehmer — 180 an der Zahl — zogen unter Führung der beiden Glücklichen in geschlossenem Aufmarsch unter den Klängen einer Musikkapelle durch die Stadt. Tann gings in den größten Festsaal hinein, und dort gab es ein Bankett, auf dem den Teilnehmern Genüsse geboten wurden, die, wie der eine Gewinner sagte, „sie bisher nur dem Gerüche nach kannten". Setten hat es wohl solch ein lustiges Arbeitshaus gegeben wie das zu Evora in Portugal, nachdem die tausend Insassen da? große Los gewonnen hatten. Es braucht wohl nicht besonders hervorgehoben zu werden, daß alle Pensionäre bald auszogen, denn trotz der großen Zahl entfielen auf jeden noch iminer 800 bis 1000 Mark. Als einem Herrn Gazel im Jahre 1905 der Hauptgewinn der französischen Lotterie in den Schoß siel, da soll er geäußert haben: „Gott sei Dank, daß ich das habe! Jetzt werde ich wenigstens meine Töchter los!" Es war sein sehnlichster Wunsch, und — er ging in Erfüllung. kf. Die Opfer des N e w P o r k e r Verkehrs. Man hat das Aussterben des Fußgängers in den amerikanischen Städten prophezeit und nach den jetzt veröffentlichten Statistiken scheint dieser Tag wirklich nicht mehr allzu fern zu sein. In Neiv Port allein weist das Jahr 1912 eine Unfallzunahme von 23 Prozent im Vergleiche zum Vorjahre auf. 582 Menschen fielen dem Verkehr zum Opter: unter ihnen 230 Kinder. Die Automobile fegten 221 Personen hinweg, die Straßenbahnen töteten 38 Kinder und So Erwachsene; andere Gefährte 85 Kinder und 92 Erwachsene. Hinzu kommt die große Zahl der Verletzten, wobei bemerkt werden muß, daß nur die Schwerverletzten bei der Statistik in Betracht gezogen worden sind. Durch Alltomobile erlitten 1342 Leute Verletzungen ; die Straßenbahnen verwundeten 704 Personen und durch andere Gefährte zogen sich 317 Personen Verletzungen zu. Aber so aanz sang- rmd klanglos soll der Fiibgänger doch nicht abgetan iverdeii. Vielmehr beschäftigt sich die Verwaltung des Staates New Pork augenblicklich angelegentlich damit, ihm das Leven zu sichern. Besonders den rasenden Automobilfahrern soll das Hand- iverk gelegt iverden, und es ist schon ein Gesetz eingebracht worden, daß die leichtsinnigen Chauffeure, die der Menscheiileben nicht achten, mit den schwersten Strafen belegt. Vlichertisch. — Wintersport in den Deutschen Gebirgeu. Auch die Januar-Nummer der illustrierten Zeitschrift „Deutschland" führt ihre Leser in die winterlichen Landschaften der Deutschen Gebirge. Besonders das Titelbild „Verschneites Bauernhaus im Sauerland" und die ganzseitigen Motive über die Änraum-Gebilde des Riesengebirges von Dr. Kuhfahl, die Wintersportbilder ans Vogesen, Württemberg, Harz und Eifel, wie auch das charakteristische Motiv aus dem Siebengebirge sind hervorragende Leistungen der Photographiekunst und der künstlerischen Drucktechnik. Der Schilderung unserer Wintersportgebiete sind diesmal drei Beiträge mehr unterhaltenden Inhalts bci- gefügt: „Frühling im Winter", eine Geschichte aus dem Siebengebirge von Arthur Rehbein: „Winterlick>e Morgenwanderung", Motiv aus dem Bergischen Lande von Paul Zech, und „Ski- Flügel", ein Stimmungsbild aus Norwegen von Niels Hoyer. — Aus dem weiteren Inhalt des interessanten „Deutschland"-Heftes sind noch zu erwähnen: Luitpold von Bayern f, eine persönliche Skizze, von Professor Dr. Ludwig Fränkel: Ein Nachwort zum Tode des Herrn von Kiderlen Wächters, von Dr. jnr. Rennert? Zum 80. Geburtstage des Geheimrats Servaes: Die Goslarer Kunstuhr: Vom Niederrhein und vom Backsteinbau, von Dr, Richard Klapheck: Eine Winterfahrt des Verkehrs-Vereins Leipzig nach Oberwiesenthal am 5. und 6. Januar 1913. — Mode. Tas soeben erschienene neue Heft der bekannten „Deutschen Modcn-Zeitung" trägt den Sondertitel „Konfirmation", da sein M o d e t c i l diesmal hauptsächlich der gesamten Kleidung der Konfirmandin und Kommunikantin gewidmet ist. Dieses frühzeitige Erscheinen ausgezeichneter Vorlagen ermöglicht, zusammen mit den gegebenen sorgfältig ausgeprobten Schnitten, jeder Mutter das Selbstherstellen von Wäsche und Kleidung für die junge Konfirmandin oder Kommunikantin. Die „Deutsche Moden-Zeitung", Leipzig, erscheint monatlich zweimal. — Im gleichen Verlag erschien auch das Album sür Konfirmationsund Kommunionskleider. Rätsel. Maas — Loire — Main — Gera — Saale — Weichsel — Oder Donan — Rhein. Zu jedem der oben genannten Flüsse ist der Namen einer Stadt zu suchen, welche an dem bclteffenben Flusse liegt. Die Anfangsbuchstaben der gefundenen Städleuamen sollen zusammen den Titel einer Oper ergeben, die Endbuchstaben jedoch der Reihe nach folgende sein: h, s, u, t, g, z, r, t, d. Auflösung in nächster Nummer.. Auflösung des Städterätsels in voriger Nummer: Bubnpeft — Kreuznach — Wien — Arnsberg — Iserlohn — Wiesbaden — Frankfurt: Breslau. Redaktion: K. Ne « rath. — Rotationsdruck und Verlaa der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gieße»