MH /fymbäcFf'Cci Samstag tzen 2. August ♦ 4 !Ä MI» I W I tsMjWMLW fjL'lii* ■__. WMKM WZW°M jfirnenrsulch. Roman von Paul Grabern. 'Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Sie wollen also wirklich morgen früh! cttiteijeit? Ihr fester Entschluß?" Bessow fragte es Gottliebe, mit der er unter den hoche ragenden Dannen am Trafoihotel in der Stunde vor dem Diner auf und nieder ging. „In," bestätigte Göttliche. „Wir sind ja auch lange genug hier gewesen, fast vier Wochen." Sie hatte in der Tat ihre Dante zur Abreise bewogen, was Frau Morell, iu Furcht vor neuen alpinistischen stln- ternehmungeu Göttliches, nur recht gewesen war. In Bessow hatte die bevorstehende Trenuungsstunde ernste Gedanken erweckt. Jetzt ivar die Entscheidung für, ihn gekommen: Sollte er um Gottliebe anhalten oder nicht? Seine Neigung für sie hätte durch den gestrigen schweren Aerger nicht gelitten. Die Frage war nur: Wie würde Göttliche sich zu ihm stellen? Ein Korb wäre ihm etwas entsetzlich Peinliches gewesen bei seinem htochgesteigerten Selbstgefühl. Er wurde aber aus Gottliebe nicht klug, ihre Stimmungen wechselten so. Manchmal war sie so lieb gegen ihn — wie zum Beispiel neulich auf der Geisterspitze — uud dann wieder so kalt spöttisch. Heute nachmittag nun wieder Hütte sie ihre weiche, gute Stimmung — ob er's da wagte? Göttliche ahnte seine Gedanken, sie war auf seinen Antrag aefaßt, und sie wußte, was sie ihm erwidern würde. So oft hatte ihr die Tante ja zugeredet, den Regierungsrat ein bißchen aufzumuntern. Das hatte sie aus echt weiblichem Stolz ab gelehnt, gerade das Gegenteil hatte sie getan. Wenn er nun trotzdem um sie warb, so hatte sie sich also nichts vorzuwerfen. Lange hatte sie geschwankt, sollte sie ihn nehmen oder nicht? Der gestrige Tag hatte es entschieden. Es war eine stille Resignation über sie gekommen. Jahrelang hatte sie in. dunklem Träumen und Sehnen auf ein großes Glück gewartet. Nun war eine urgewaltige, tiefe Liebe an ihr vorbeiaangen, und sie hatte nicht die Hand danach ausstrecken dürfen. Das Glück narrte eben die Menschen nur. Wozu daher weiter harren und sehnen, bis die Jugend verblüht war und kein Freier mehr kam? Und sie war ja, ohne Vermögen und ernsten Beruf, doch auf die Ehe cm- gewiesen. So sollte es denn also sein! Wollte Bessow sie haben, so wie sie war, mit dem, was sie ihm geben konnte — gut, so wollte sie sich ihm nicht verweigern. „Fräulein Rhyngaert!" begann der Regierungsrat bedeutungsvoll. Er war jetzt entschlossen, deu großen Wurf zu tun. „Die Stunde der Entscheidung treibt mich zu Worten, die sich mir schon manchmal auf die Lippen gedrängt haben. Es ist mir bald vier Wochen lang vergönnt gewesen, Ihnen —" Gottliebe, die gesenkten Hauptes, mit ernster Miene neben ihm herging, horchte unwillkürlich plötzlich- auf —A nach der Ferne hin, nach dem Hotel zu. War von nicht eben ein heller Ausschrei herüb er geklungen? Aber dann hörte sie weiter auf Bessows Worte: _ „— vergönnt gewesen, Ihnen nahe zu sein. Auf Reisen lernt man sich ja schneller kennen als sonst im Leben, und so glaube ich denn wohl, Fräulein Rhyngaert, wir haben in dieser Zeit Gelegenheit gehabt —" Abermals trat eine Störung ein. Durch die Bäume auf einem kleinen Seitenweg vom Hotel her, der die Straße zum Dorf hinunter abschuitt, kamen plötzlich eiligen Schritts zwei Damen gegangen, auch Hotelinsassen. „Im Ort wird man doch gewiß Näheres darüber erfahren! Es ist ja zu schrecklich!" „Ja, so eiu blutjunger Mensch — und die Stütze seiner alten Mutter, Ivie der eine Führer sagte." „Furchtbar! Und von der Ortlerspitze ist er abgestürzt?" „Ja! Und am Morgen ist er erst noch frisch und gesund mit einer Dame oben gewesen." Eilig waren die Damen vorübergehastet. Gottliebe blieb stehen. Es war ihr plötzlich, als hätte ihr eine eiskalte Hand ans Herz gepackt. „Hörten Sie eben, was die beiden sprachen?" Verwundert sah Bessow ihre ihn angstvoll anstarrenden Blicke. „Ich habe nicht hingehört," erwiderte er; er war ja zu sehr mit sich selbst beschäftigt gewesen. „Aber was ist denn?" „Irgend ein Unglück muß passiert sein — am Ortler" — sie wagte es nickt auszusprechen, was sie weiter dachte. „Kommen Sie — zum Hotel!" Und schon begann sie mit fliegenden Schritten den Pfad zurückzueilen, den die Damen eben hergekommen waren. Ter' Regierungsrat war wütend. Dieser lächerliche, plumpe Zufall! Gerade jetzt!. Und daß sie, die doch schott hätte merken müssen, worauf er abzielte, einfach wegliefl Es war doch eigentlich stark — sehr stark. Aber dennoch folgte er ihr. Gottliebe trat auf den freien Platz vorm Hotel. In Gruppen standen dort die Leute zusammen, Bergführer, von Fremden umringt, alle mit ernsten, aufgeregten Gesichtern. Klopfenden Herzens trat sie der nächsten Gruppe zu. „Ich denke, der Ortler ist gar nicht gefährlich," horte sie gerade einen Herrn zu dem Führer sagen. „Wie konnte, er denn da nur verunglücken?" Der Führer zuckte die Achseln. „Wann einer halt Unglück haben soll! Er ist vielleicht beim Suchen zu weit an den Abhang vorgetreten und hat beim Bücken das Gleichgewicht verlören." , c m Jetzt stand Gottliebe dicht bei den Sprechenden. „Wer ist abgestürzt?" Ihre Augen hingen in furchtbarer Spannung an den Lippen des Führers, ihr Herz stockte in diesem Moment. Ter Mann drehte sich zu ihr hin: 474 „Ein Führer aus dem Ort — der Spängler-Tom." . „'Der Toni?" Schrill kam es von ihren Lippen, und ihre Hände krallten sich, einen Halt suchend, in die Arme der ihr Zunächststehenden; sie Märe sonst zu Boden gesunken Bestürzt umringten sie die Menschen. Mein Gott, was hatte deu.il das zu bedeuten? Da war Bessow, der sie hatte ivanken sehen, mit ewent Sprunge bei ihr und nahm die Besinnungslose in seinen Arm. Als er von der Schreckenskunde vernahm, klärte er sofort den Umstehenden die höchst peinliche Situation auf: „Die Dame hat gestern erst mit dem Verunglückten den Ortler bestiegen!" Ab so — du freilich! Und bedauernd half man ihm, die Bemitleidenswerte ins Hotel zu führen. — Gottliebe ruhte regungslos aus der Chaiselongue, auf die man sie gelegt hatte. Frau Morell machte sich, selber im höchsten Grade aufgeregt, uervös meinend um sie zu schaffen. Das kam alles von diesem verrückten Rumlaufen auf den Bergen! Wie leicht hätte das Gottliebe selbst passieren können! , , _ Gottliebe hörte nicht, was die alte Dame sprach. Den Kops in die Linke gestützt, starrte sie unbeweglich vor sich hin. Klarheit muhte sie haben, Klarheit! Ein Gedanke ließ sie nicht mehr los — ein furchtbarer Gedanke: Da stand er immer wieder vor ihr, wie gestern beim Abschied — mit jenem stillen, todestraurigen Blick, und wieder klang ihr sein zitterndes Lebewohl im Ohr--der Toni hatte gestern schon gewußt, daß er heute nicht mehr leben würde! Aber, wenn dem so Mar, daun — barmherziger Gott! Der Angstschweiß trat ihr auf die Stirn, und ihr ward so trocken im Hals. Auf sprang sie plötzlich. Ja, Klarheit mußte sie haben, wenn sie nicht ersticken sollte! Mit fliegenden Händen griff sie nach Mutze und „Wo willst du denn hin?" Entsetzt rief die Tante sie an, die ohne jeden Blutstropfen im Gesicht, mit tief umschatteten Augen vor ihr ^^stJüs Dorf — ich muß Näheres wissen!" Und schon war sie an der Tür. t „Gottliebe! Du bist ja nicht bei Srnnen — du fieberst!" Sie wollte sie halten, aber da war sie bereits hinaus. Nun stand Gottliebe wieder vor dem alten, düsteren Hause. Schon im Dämmern lag es da, aber ganz unerleuchtet; kein schimmerndes Fenster grüßte traulich hinaus in den Abeno. Einen Augenblick lehnte sich Gottliebe mit ihrer fiebern- den Stirn gegen die harte Wand. Eitt Grausen packte sie, wenn sie an die nächste Minute dachte. Doch dann riß sie sich empor: Gewißheit, koste es, was es wolle! Und nach wenigen Schritten klopfte sie vom finsteren Flur aus an die Eingangstür. Jetzt wär's ihr, als klänge von drinnen ein leises Schluchzen, und nun nahten sich Schritte. Das älteste Mädchen stand int tiefen Halbdunkel des Küchenraums vor ihr. Noch einmal mußte Gvttliebe eine Schwäche nieder^ kämpfen. Der stille Jammer der Geschwister, die hier im Dunklen weinend beieinander hockten, schnitt ihr ins Herz. „Wo ist deine Mütter?" Liebkosend, stumm tröstend, legte sie unwillkürlich dem Mädchen die Hand aufs Haupt, während sie es leise, mit stockender Stimme fragte. „Drinnen!" Mit unterdrücktem Schluchzen wies das Kind auf die Tür zum Nebenzimmer. Mit dem letzten Rest ihrer Kraft schritt Gottliebe dorthin und trat ein. Es war wohl das Wohn- und- Schlaf- zimmer der Mütter; es lag im tiefen Dämmer, nur zwei Weihkerzen gossen ein feierliches, mildes Licht über das Bett dort am Fenster. Daraus lag eine Gestalt, mit weißem Linnen zugedeckt, nur der Kopf und die gefalteten Hände freigelaften. Daneben stand das Tischchen mit den Kerzen und zwischen ihnen ein Kruzifix. Vor diesem ärmlichen, schlichten Altar kniete am Lager des Sohnes die Mutter. IN ihrem verstörten, runzelreichen Gesicht, auf dem das Licht seine tiefen Schatten warf, bewegten sich nur in dumpfem, monotonem Murmeln die Lippen. So las sie aus einem Gebetbuche Sprüche des Trostes. Ein Geräusch hinter ihr machte sie aufstehen. Da sah jie die Fremde. Gleichgültig, ohne Erstaunen und- obne erneuten Schmerzensausbruch nahm sie die Erscheinung wahr. Der furchtbare Schlag hatte in ihr ertötet, was damals der ähnliche Tod ihres Mannes noch an Weichheit in ihr übrig gelassen hatte. In stumpfer Slpathie ließ sie nun alles weitere über sich ergehen. Langsam trat Gottliebe näher, den Blick wie gebannt auf das Antlitz des Toten heftend. Der Anblick bot nichts Grausiges, die Verletzungen mußten hauptsächlich innerer Art gewesen sein. Der Ausdruck der Züge war im schwachen Lichtschein nicht erkenntlich. Von seinem Antlitz glitt nun ihr Blick hinab zu seinen Händen. Da sah sie es plötzlich golden aufglitzern zwischen den Fingern seiner Rechten — mit bebenden Knien trat sie näher herzu und beugte sich! weit vor: ihr Kettenarmband! Mit krampfhaft gekrümmten Fingern klammerte sie sich am Bettp soften an. „Hat — hat der Totti die Kette da — hat man sie tn seiner °Hand gefunden?" Die Fbau war schwerfällig anfgestanden. Langsam nickte sie. „ , . , „Jo, Fräula. Es ist wohl die Ihre? I hab mrr's denkt. Tie Leut' hab'n mir ja erzählt, er toär’ noch amol z'ruckgangen, was Verlorenes suchen, 's ist g'wiß das Kett- lein da g'west — gelt, das Jhna verlöret: gangen ist? — I hab's ihm g'lassen, weil er's gar so fest mit seiner Hand g'halten hat. Aber nun, da Sie kimma" — sie wandte sich dem Lager zu, um ihr ihr Eigentum wiederzugeben; aber da fühlte sie sich gepackt: r, „Nein, nein! Lassen Sie ihm die Kette; geben Ste fte ihm mit ins Grab!" Dann hörte sie die Fremde plötzltch aufschluchzctt, die Hände krampfhaft ineinander gepreßt. „Um mich — um mich!" Die Frau konnte die Worte der Dame wohl verstehen. Beim Suchen ihres Eigentunts war der Toni verunglückt; es war, wie sie es sich schon gedacht hatte. (Fortsetzung folgt.) Das bild. Skizze von M. Lüning (Hannover). Er legte das Kursbuch aus der Hatid und fing wieder an, aus dem Fettster zu sehen. Seit der letzten Station toar er allein im Kupee, allein mit dem ruhelosen Lied ocr Rader und Schienen, das durch den Fußboden herausdraug und in den hölzernen Wänden des^ Raumes zu pulsieren schten, tote tn den müden Schläfen des Fahrenden. Und immer noch derselbe graue Himmel, der kctn Enda nahm, obgleich der Zug sich ununterbrochen sortbewegke. Es! hatte ausgehört zu regucn, aber auf den Feldwegen stand noch das Wasser in spiegelnden Pfützen Y Er fühlte, tote eine seine, scharfe Zugluft durchs die Tur- ritzen kam und wunderte sich über die großen schwarz- und! weißgefleckten Kühe draußxn, die ruhig in dm schwammigen Wiesen standen und fraßen, als ob die Witterung sie nichts anginge. Und es war auch wohl eigentlich nicht die Witterung, die so auf ihm lastete. Es toar die eigentümliche Schwermut des norddeutschen Flachlandes, die vom Einheimischen wie ein .Reiz genossen toird und den Fremden zermalmen kann. Das toar nicht die Stimmung, die er sich für diese Reife erträumt hatte. Als wollte er sie dennoch herbeiztoingen, zog er ein unzählige Male gelesenes Telegramm aus der Tasche und las noch einmal: „Sie werden Donnerstag auf Ostheim erwartet." Es hätte jetzt auch etwas ganz anderes auf dem zerknitterten Depcschenpapier stehen können, er würde es gar nicht bemerkt haben. So sehr hatten sich diese Worte seiner Seele cm» geprägt, daß er sie überall, von jeder leeren Wand ablas', kaum wissend, daß seine eigenen Augen die Buchstaben mit sich trugen, wohin sie auch schauten. Trotz aller Anstrengung konnte er sich keinen rechten Begnff von Ostheim machm. So lange er daheim gewesen war, hatte er sich's hell und heiter gedacht, etwa wie ein Rokokoschlößchen. Wer nun, in diesem trostlosen Lande, War es gewiß nur ein langer, niedriger Kasten, ein halbklösterliches' Herrenhaus, löte er deren auf Bildern gesehen hatte. So ein.Edelsitz, zu dem mittelalterliche Glasmalereien mit gemarteten Heiligm und steife, dunkle Ritterbilder au meterbieten Mauern gehörten. Und es wurde ihm schwer, sich auszudenken, tote sich in einer solchen Umgebung ein Werk aus ganz anderem, sonnigem Himmelsstnch ausnehmen mußte, sein Werk, ein farbensprühendes Gemälde, das vor langen Jahren der Graf Ostheim angekaust hatte, als der Maler noch ein von keiner anerkannten Größe empfohlener Anfänger toar. Seltsam, bett Grasen Ostheim konnte er sich noch weniger vorstellen, als sein Schloß. Er wußte nicht, vb dieser Mann alt 475 lobet jung, ob er ein reservierter Gentleman der alten Scknke ober ein moderner Kavalier war, der die Freuben des Ledens suchte. Einen Augenblick lang war er auch versucht gewesen, ihn für einen hochmütigen Flegel zu halten. Das' war, als er auf die schriftliche Bitte, feinem eigenen Werke einen Besuch ab» statten zu dürfen, das kurz gehaltene Telegramm erhielt, das von einer auch nur maßvoll höflichen Einladung recht weit entfernt war. Aber diese Regung begreiflicher Empfindlichkeit mußte dann doch wieder weichen, als er an die durchaus vornehme Art dachte, in der sich der unbekannte Gönner einst ihin gegenüber benommen hatte. Nicht nur, daß er ihn damals durch den Kauf des Bildes aus einer beginnenden Misere gerettet hatte, indem er ihn fürstlich honorierte. Sondern er hatte auch seiner Geldsendung einen Brief heige'fügt, der dem Künstler dankte für seine herrliche Schöpfung und ihn beinahe um Verzeihung bat, daß er sie ihm entführte. Danach freilich waren Käufer und Bild für den Maler gleichsam verschollen. Aber er segnete diese Zurückhaltung im Vergleich mit jenem lärmenden Mäeenatentum, das sich nach Erwerbung einer Studie berechtigt fühlt, in den Ateliers herumzuschnüffeln und die Opfer seiner Gunst mit Ratschlägen zu füttern, die mancher arme Teufel knirschend herunterwürgen muß. Er hatte auch diese Sorte kennen gelernt. Die kam natürlich erst nach seinem ersten Erfolge, als sie das „Verkauft" unter jenem Gemälde gelesen hatten. Auch anständige Wnehmer fanden sich. Die ernsthafte Kritik nahm sich feiner bald mit Wärme an. Aber wenn er heute ein großes Atelier mit einem kleinen, gut eingerichteten Hanfs daran besaß,, so dantte er das doch mittelbar dem Grafen Ostheim. Vielleicht wäre das alles ja auch ohne den Grafen Ostheim gekommen, früher oder später einmal; wahrscheinlich aber später, vielleicht zu spät. Es war aber nicht nur die Dankbarkeit gegen einen großs- herzigen Förderer, die ihn, da er nun einmal eines Auftrages halber in Hessen weilte, auch noch die Bahnfahrt nach dem norddeutschen Schlosse machen ließ. Die Sehnsucht, sein Bild wiederzusehen, war am Ende doch noch stärker. Nicht nur, weil dies Bild sein Glück gemacht hatte, sondern mehr noch, weil es ihm oft war, als ob das Bild einen Teil seiner Seele mit fortgenommen hatte. Obgleich er seitdem Vollendeteres geschaffen hatte, träumte er doch zuweilen von jener verlorenen Stimmung, wie andere von ihrer Kindheit träumen. Er gehörte zu jenen nicht häufigen Künstlern, denen die Stimmung nicht Mittel zum Zweck ist und die deshalb, statt zu triumphieren, von einer wahren Verzweiflung gepackt werden können, wenn es ihnen gelang,en ist, sich durch eine künstlerische Tat innerlich von ihr zu befreien. Etwas in ,ihnen treibt sie an, daß sie schaffen müssen, treibt sie, das zu erfüllen, was ihnen vorschwebt. Aber die Erfüllung ist der Tod des Wunsches; und weil sie den Wunsch selbst geliebt haben, so leiden sie Unter der Erfüllung, die ihnen zugleich eine Zerstörung bedeutet. Für sie ist eine Sammlung von Kunstwerken ein Friedhof, von dem das Publikum nur die Blumen sieht, die aus den Gräbern wachsen ... Er wollte jetzt versuchen, seinem eigenen Werke gegenüber Publikum zu sein. Vielleicht gab ihm Has Bild zurück, was er ihm einst gegeben, vielleicht gab es auch hier eine Auferstehung? Es war Abend geworden, als der Zug in Ostheim hielt. War es nicht seltsam, daß dies große Ungeheuer seine laute, gewaltsame Fahrt unterbrach und ganz zahM liegen blieb, bis der einzige Mensch, der nach Ostheim wollte, ausgestiegen war, bis man das Gepäck und einige Dutzend Milchkannen ausgeladen hatte, die dem Gute gehörten? , Er wunderte sich noch darüber, als ein Mann, mit einer Stalllaterne grüßend, an ihn herantrat und ihm sagte, die Wagenpferde seien krank, ob er entschuldigen wolle, wenn er den kurzen Weg zu Fuß machen müsse. Dann lud der Mann den kleinen Handkoffer und die leeren Milchkannen auf eine Schiebkarre, mit der ein Knecht hinter der Bahnsperre wartete, und fing an, mit dem schwankenden Licht dem Fremden unb dem Knecht voranzufchreiten. Zuweilen blieb er bei einer Pfütze stehen und beleuchtete sie gleicht» sam zur Warnung für die Nachfolgenden. Der Weg war tatsächlich nicht weit, aber er schien lang, weil man so vorsichtig gehen mußte. Rechts und links tiefe Dunkelheit, aus der sich nur die nächstbeschienenen Gebüsche wie Kulissen! heraushoben, um schnell wieder zu verschwinden. Dann plötzlich eine Wendung. Drei Helle Fenster durchbrachen die Finsternis. Sie strahlten aus einem dunklen, weitläuftigen Gebäude, von dessen Architektur aber beim Licht der Stallaterne nichts zn erkennen war als nur ein barockes Dor aus rotem Sandstein, durch das man in den Gutshof schritt. An der toeit offenen Haustür stand ein älterer Mann, wohl der Hausmeister, der den Fremden empfing und beirt Diener eine kurze Anweisung gab, ihn: mit dem Koffer zu folgen. Dann gingen die drei Wer eine Breite weiße Treppe, die.in einem kreisrunden Treppenhause in bequemen Absätzen UitdWendungen aufwärts führte. Weiß lackiert Wären auch die Türen und Paneele des Zimmers, in das der Gast geführt wurde. Die Tapete war zwar neu, aber ihr Muster wat in einem altmodischen Geschmack gehalten, der nicht ohne Anmut war. Der Malet sah das alles mit wenigen Blicken, während er Awas Toilette mackste. Dann folgte er dem älteren Mann, der in einem Vor raum auf ihn wartete. Merkwürdig: obgleich das Treppenhaus aus hochhängenden Armleuchtern mit einem seht milden und doch in alle Ecken dringenden Schein erleuchtet wat, überkam ihn xin Frösteln. Es wat vielleicht das Steifsein von der Reife, das noch in seinen Gliedern steckte. Sie gingen eine Treppe hinunter und Bogen dann in einen ebenfalls weißen langen Korridor ein. An den Wänden hingen Bilder,, meist Porträts, die des Malers Auge im Vorbeigehen neugierig streifte: Männer und Frauen in den verschiedenen Maden des neunzehnten Jahrhunderts. Da war ein seht schönes junges Mädchen in der Tracht des ersten französischen Kaiserreichs, dann ein Mann, der auch im Anzüge den deutschen .FreiheitHheldenj markierte, .einige Damen in Krinolinen, dann ein Gruppenbild, auf den: Mutter und Töchter alle in denselben Stoff und mit denselben schottischen Earrsans gekleidet waten, ein Offizier in einer Uniform, die es nicht mehr gab, danach die neuen Moden, die er noch mit eigenen Augen und erlebt hatte: Leute in deutschen Renaifsancefesseln. Wie einem diese Menschen gleich alltäglich vorkommen, weil timen der Zauber einer lange vergangenen Epoche fehlte! Der Kunstwert der Gemälde wat seht ungleich. Wie schreiend und efsekthaschetig die Fatbendisfonanz des letzten war! Ein scharfviolettes Damenkleid, ein schillernder exotischer Bogel, eüt paar faustdicke, brandrote Dahlien. Tas blasse Gesicht matt kenntlich, wie durch Nebel gemalt. Et blieb unwillkürlich stehen: dies Gesicht, jetzt sah er es deutlicher, hatte eine Aehnlichkeit mit einem Mädchen, von dem er seit Iahten nichts mehr gehört hatte. Hastig wandte et sich ab und ging weiter. Es wat auch wahrhaftig kein angenehmes Omen, daß dies vermaledeite Porträt zufällig Züge trug, die eine verhaßte Erinnerung in ihm wecken mußten. Eine Erinnerung, deren Anlaß um ein gutes Jahr weiter zurücklag als der Ankauf seines Gemäldes durch den Grafen Ostheim. Spätere Eindrücke hatten Se in den Hintergrund geschoben. Aber sie Hatte eine unausstehlichr rt, plötzlich wieder lebendig zu werden, wenn er es! am wenigsten erwartete. Heute aber mußte er sie abfchütteln. Sein Begleiter öffnete endlich den Flügel einet Tür. Der Maler trat ein und stand nun in einem mittelgroßen,- aber sehr hohen Saal, in dem niemand war. Die Einrichtung wat nicht künstlerisch schön. Wer sie hatte die eigentümliche Kultur sehr alter Wohnstätten, die ihren Charakter nicht von einem Menschen erhalten haben, sondern bon Generationen, aber von Generationen eines und desselben seßhaften Geschlechtes, die alle das gleiche Leben gelebt hatten, seit dieses Haus stand. Hier wohnte der Graf Ostheim. Durch jene Portierentür würde er vielleicht gleich kommen. Schritte wurden hörbar. Eine Hand schob den schweren Vorhang zur Seite, und eine Dame trat herein. Der Malet starrte sie an und hatte vergessen, wo er war, „Das Hattest du nicht erwartet ?" fragte sie lächelnd. „Nein," stammelte er. Den Äbendgtuß vergaßen sie beide. „Du wußtest wirklich nicht, daß ich hier War?" „Wüte ich gekommen, wenn ich es gewußt hätte?" „Wer jetzt hast du wohl mein Bild draußen im Gange erkannt?" „Nein. Ich hielt es für eine zufällige Aehnlichkeit." „So. Und du bist gekommen, um dein Werk zu besuchen?" „Und den Grafen Ostheim, dem ich zu so tiefem Dank verpflichtet bin." .„Ach, wie komisch, daß du auch nicht weißt, daß er tot ist," „Tot? Nein, wie sollte ich das erfahren haben?" „Ja, er ist tot. Und er war mein Schwager. Er hatte meine ältere Schwester geheiratet. Das wußtest du gewiß auch nicht. Ich dachte es mir wohl, als ich das Telegramm an dich aufgab." Der Maler sah düster vor sich hin: „Ich möchte am liebsten mein Bild sehen und dann Logis im Orte suchen." „Das Bild — morgen. Und es braucht dich nicht zu drücken, daß du hier Gast bist. Du bist nicht mein Gast, sondern der des jetzigen Gutsherrn." „Der jüngere Graf Ostheim. Aber der ist 'verreist." Dann fuhr sie mit überredender Stimme fort: „Kannst du nicht diesen Wend mit meiner Schwester und mir zubringen?. Es toäre so nett, von alten Zeiten zu reden." Ihre Liebenswürdigkeit bedrückte und entwaffnete ihn zugleich. Stumm Und ein wenig verlegen darüber, daß fie so viel mehr über der Situation stand als er, folgte er ihr in den Eß^ saal. Dort erwartete ihn die Schwester, die er nie zuvor gesehen hatte. Sie trug noch Trauer. Das Tischgespräch war zunächst schleppend. , „Wie ist der Graf eigentlich darauf gekommen, ment Bild zu kaufen?" fragte er endlich, um irgendetwas zu sagen. „Der Graf? Ja, das heißt, darauf gekommen war eigentlich ich." Wie eilt Triumph leuchtete es aus ihren schönen lebhaften Augen, die von einer ganz anderen Gemütsverfassung sprachen, als der traurige müde Blick ihrer Schwester. Der. Maler sah sie erst an, als hätte er nicht recht gehört. 476 „Mo nicht ihm danke ich alles/' sagte er schließlich mühsam, -„sondern dir?" ... • Ach nein," wehrte sie liebenswürdig, aber mit emer Ironie im Don, die er nicht zn deuten ivufj.te „Das war doch gar nichts Ich kaprizierte mich nun einmal darauf, dies Bild zu besitzen. Ich glaube, es war eins deiner besten." „Das hast du gefühlt?" fragte er erstaunt. „War das nicht natürlich?" murmelte sie, ihn fest an- Er war verwirrt. „Ja — ich weist nicht. Kurz, ich hätte Nicht gedacht, daß du mich fo gut kenntest." „O, wirklich?" „Ja, wie hätte ich das ahnen sollen? Das Lächeln um ihre Lippen erlosch. . „Morgen bei Licht führst du mich zu meinem Bilde? fragte er, als man sich trennte. „Ja, morgen." Er achtete nicht auf den seltsam starren Ausdruck, mit dem sie dies sagte. Dev< andere Morgen war ein Herbstmorgen ohnegleichen. Die klare Lust war wie mit Heiterkeit getränkt. Auf dem Na,en glitzerte der Altweibersommer in der Sonne. Mer der Maler, der auf der Parkterrasse stand, sah ungeduldig über alles hin. Er wartete nur auf ihren Schritt, «te hatte' ihm versprochen, ihn in wenigen Minuten zu holen, um ihm das Bild zu zeigen. Er haßte sie gar nicht mehw Fruher ja, als er sich geschämt hatte, weil er ihr untreu geworden tvar, da hatte der Hast'in ihm Wurzel gefaßt; aber nun hatte er wir keinen Sinn mehr. Sie war so gut. Sie hatte wohl aUij ötv-- 8'e6Unb wie sie ihn geliebt haben mußte, vielleicht noch liebte! Welcher anderen Frau würde das eingefallen fein, unter fremdem Namen fein Erstlingswerk zu kaufen, aus Liebe zu lernet Kunst und auch gewiß, um ihn tont Künstlerelend zu retten. Und diese stille, edle Zurückhaltung all die ^ahre! Da war sie. „Gehen wir?" fragte er ungeduldig. Sie setzte sich in den Korbsessel, der an der Brustnng stand. „Erst muß ich noch etwas sagen." Ihr Gesicht war blas; vor zügelte seine Ungeduld: „Ich höre." „Was denkst du von mir?" fragte sie unvermittelt. .„Daß — daß du sehr edel gehandelt und mich unverdient — "Geliebt hast," ergänzte sie. „Ich wagte das nicht zu sagen/ . ''Und du meinst, daß ich deshalb dein Bild kaufen hey? „Ja, warum sonst?" fragte er naiv. „Du vergißt Maria Spengler," entgegnete sie schroff. „Nein, aber ich — offengestanden, ich sehe nicht den Zusammenhang mit meinem Bilde," sagte er kühler. „Er ist demroch sehr nah. Bist du glücklich Mit Maria? Sage mir nur das eine!" . „Aber," seine Stimme verschleierte sich. „Maria ist ia gestorben." , , ., ,, ~ , ’ Die Frau ihm gegenüber saß wie gelahmt m ihrem Sessel. „Wußtest du das nicht?" fragte er. „Sie starb am Typhus, als wir „kurze Zeit verheiratet waren " . . „ Ein Zittern flog über ihre Gestalt, und schluchzend sank sie in sich zusammen. Er stand auf und trat neben sie. „Aber so beruhige dich doch," bat er. Sie schüttelte nur den Kopf und brach aufs neue in Tranen aus. Ihr Körper bebte. Er war ganz hilflos. „Soll ich deine Schwester rufen?" fragte er endlich. „Nein, nein," wehrte sie, sich ausrichtend. Sie war plötzlich ruhig. „Ach, was habe ich getan? Das Bild —" „Es war so schön ton dir, daß du es erwarbst," sagte er leise. -„Schön? Schön?" stöhnte sie auf. „Weißt du denn, was ich getan habe? Du wirst das Bild hier vergebens suchen." „Du hast es — am Ende verkauft oder verscheukt?" riet er. „Nein, nein, wenn es nur das wäre! Ach Gott! Aber denke doch, wie ich gelitten habe, als du mit Maria verlobt warst." Sie sah fast furchtsam zu ihm auf. Eine böse Ahnung beschlich ihn. Die Rührung, die ihn eben noch bei dem unerklärlichen Wandel ihrer Stimmung ergriffen hatte, war schon wieder verflogen. „Das Bild?" fragte er hart. „Ich habe es verbrannt." So leise sie es gesagt hatte, er hatte es doch gehört. Aber er hatte es noch nicht verstanden. „Verbrannt? Verbrannt?" wiederholte er. Sie nickte. Da war es ihm, als ginge ihm ein Messer dukchs Gehirn, so furchtbar traf es ihn. Sein Herz tat einen heftigen Schlag, dann setzte es aus und ging ganz langsam, ganz langsam nur noch weiter. Die Frau, die Terrasse, die Wiese, alles sah er nur noch wie durch Schleier. Rach einer Weile stand die Frau mühsam auf, und mit namenlos müden Schritten ging sie. Dann verschwand sie in der Tür, die zum Zimmer führte. Er aber bemerkte es nicht einmal. Mit keinem Gedanken dachte er an das Schicksal, das sich ihm eben enthüllt hatte: Liebe, Haß, Schuld und Reue. Er konnte nur das eilte denken: Verbrannt. Das Bild, Intteti all seinen Bildern das geliebteste, verbrannt. „Verbrannt!" Die Räder fangen es ihm noch, als er längst wieder im Zuge saß und Ostheim weit hinter sich gelassen hatte. Bücherüjch. — Neuerscheinungen der Universal-Biblio- thek. Nr. 5571/72. Bücher der Naturwissenschaft^ heransgegeben von Prof. Dr. Siegmund Günther, 17. Band: Die chemische Verwandtschaft und ihre Beziehungen zu den übrigen Energieformen. Von Dr. Max Speter. Mit 4 Porträttafeln und 6 Wbildungen int Text. Geb. 80. Pfg., zusammen mit Speter, „Chemische Grundstoffe" unter dem Titel „Stoff und Energie im Lichte der Chemie" in 1 Leder- ober Halbpergamentbaub 2 Mk. — Nr. 5573. Gespräche mit Graf Leo Tolstoi in ben letzten Jahren seines Lebens u itb Erinnerung e n an ihn. Von N. Gussew unb L. Spiro. Aus gewählt unb in deutscher Uebertragung herausgegeben von Heinrich Siümcke. Mit einem Bildnis Tolstois. Gebunden 60 Pfg. — Nr. 5574. A u t o- m ob i l g e s chi ch t e u. Von Michel Corday. Autorisierte Uebertragung aus dem Französischen von Clara Hertz. Inhalt,: Um Haaresbreite. Die Milliardäre. Das kleine Heft. Der Bräutigani- Chaüfseur. Der Geschwindigkeitsmesser. Die Karte. , Der Hut. Die Strafe. -Fron-Fron. Ein Konflikt. Eine nächtliche Fahrt. Ein glücklicher 'Automobilunfall. Unversichert. Noctnrno. Der böse Weg. Der kleine Fox. — Nr. 5575. Der kalte Schlag und andere Humoresken. Von Teo von Tvrn. Inhalt: Der kalte Schlag. Um einen Schmarrn. Familienzauber. /Der Trostpreis. Der Kometenwein. Altweibersammer. Die einsame Kanone. Luk Staberows Werbung. Das gewisse Etwas. Mr. Brown aus Cincinnati. Peter Klimorek. Frau Tonis Erlebnis. Der letzte Gruß. Der Brummer. — Nr. 5576. Pol t e r ab end Scherz lind Ernst. Znm Vortrag und zur Aufführung in Familienkreisen. Fünftes Bändchen. Herausgegeben von Georg Richard Kruse. Inhalt: 6 Vorträge für Kinder. 13 Vorträge für Damen. 8 Vorträge für Herren. 4 Vorträge für zwei Personen. 5 Vorträge für drei Personen und mehr. Das rote Taschentuch. Versspiel in einem Aufzug. — Nr. 5577. Erzählungen aus d e in r u s s i s che n B o l ksl eb e n. Von S. Gussiw-Orenburgsky. Uebertragen und eingeleitet von Dr. Balerian Dornins. Inhalt: Vorwort. Ahasver. Mischa. Die letzte Stunde. 'Der blinde Passagier. Der Pferdedieb. — Nr. 5578—5580. Für st Bülows Reden. In Auswahl heransgegeben und mit.Einleitungen und verbindender geschichtlicher Darstellung versehen von Wilhelm von Massow. Autorisierte Ausgabe. 3. Band: 1903—1905. Mit Fürst Bülows Bildnis. Geb. 1 Mk., in Leder mit Goldschnitt ober Halbpergament 1,75 Mk. humoristisches. * D e r Enttäuschte. Er: „Ach, sprechen Sie mir nicht von Frauen; auch ich habe einst eine Frau angebetet, vergöttert — na, unb nun ist sie verheiratet . . ." Sie, teilnehmenb: „Armer Freund . . . Mit wem?" „Mit mir." * Resignation. Ein Herr, ber's eilig hat, zu einem andern Herrn, ber bie Telephonzelle besetzt hält: „Sie bleiben nun schon eine halbe Stunbe am Fernsprecher, und dabei reden; Sie Tein einziges Wort!" Der Herr am Telephon, gebrochen.^ ,Jich spreche mit meiner Frau." Logognph. Ich war eine kleine schlesische Stadt, Die „g" tut innersten Herzen getragen; Doch als es in „t" verwandelt sieh hat, Da könnt sieb kein Frommer mehr mit mir vertragen. Auslösung in nächster Nummer. Auflösung der Skat-Aufgabe in voriger Nummer: Abkürzunaen: tr — Treff, p — '1 ique, c = Coeur, cur-— dämmt trR — Treff-Bube, pA == Pigue-Ast, cD = Coeur-Dame usw. Tas Spiel geht verloren. Vorhand erhielt: trB. carB, trK, cA, carZ, carD, cai-9, carS, car7, tut Skat liegen trD und tr7; Rest für Mittelhand. Gang des Spieles: 1. V. cA M. cK H. eZ — — 25. 2. V. carZ Al. pD 3. M. IrA H. pA 4. H. pB L. trB £\ carA — — 24. V. trK — (+26). M. trZ — - 14. Sa. — — 63 Augen Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlaa der Brvhl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange. Gießen.