Montag, den 28. Oktober VL» H 'j±Qjj2j?J^S_^IlZZ MK MM MZ M WW MWlli/W Die Dame im Pelz. .Roman von G. W. A pp l e t o n. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Ein armes unwissendes Mädchen, war sie ahnungslos in eine furchtbare Situation geraten. Da sie jedoch keinen Ausweg sah, hatte sie blindlings alles versprochen, was von ihr gefordert wurde, und sogar, ohne zu wissen, worum es sich handelte, heilige Eide geschworen, der „Sache" treu zu dienen. Danach war von Eigen wcg- gcgangen und hatte sie in ihrem Gefängnis allein gelassen. Die ganze Begebenheit war. ihr wie ein schrecklicher Traum vorgekommen. Gegen Abend hatte ihr ein Mann mit struppigem Bart — offenbar ein Ausländer — Essen gebracht. In dem armselig ausgestatteten Raum habe in einer Ecke eine Art Bett gestanden und auf dem kümmerlichen Tische eine einsame Kerze. Die zehn Pfund habe sie tausendmal zum Teufel gewünscht und sich selbst wieder in meine Küche. Sie hatte aber ihre sorgenlose Existenz nun mal verkauft und mußte nun auch die Folgen tragen; es blieb ihr nichts weiter übrig, als auf einen glücklichen Zufall zu hoffen. Nach ihrem Dafürhalten mochte es elf Uhr sein, sie hatte sich gerade zu Bett gelegt, als sie von draußen Ge- rärcsch vernahm. Sie zog sich rasch wieder etwas an und eilte, zähneklappernd und mit einer Gänsehaut am ganzen Körper, erschreckt nach dem Fenster, um nachzusehen. In diesem Moment öffnete sich aber schon die Türe und — sie traute ihren Augen kaum — zwei Männer trugen die Dame herein, die sie vor ein paar Tagen in meiner Wohnung gesehen hatte, und legten sie auf das Bett. Ein dritter brachte ein Bündel. Daß sie tot oder bewußtlos war, sah man auf den ersten Blick. Von Eißen setzte die Sache sofort ohne Umstände auseinander. Das ist die Dame, die wir Ihnen anvertrauen wollen, sagte er. Momentan befindet sie sich nicht recht wohl, aber es wird ihr bald wieder besser gehen. Das Kleid', das sie an hat, brauche ich; hier in diesem Bündel ist ein anderes zum umtausck)en. Wenn sie aufwacht, geben Sie ihr keinerlei Aufklärung — Sie wissen einfach, von nichts. Jeder Fluchtversuch wird an Ihnen beiden bestraft, wie, habe ich Ihnen ja bereits gesagt. Nach diesen Worten hatte er sich nebst seinen Genossen entfernt, sie mit Marcella allein lassend. Kurz daraus war Marcella bestürzt und entsetzt erwacht. Was war mit ihr passiert? Wo befand sie sich? Welche Teufel hatten sie jetzt in ihre Gewalt bekommen? Fast wahnsinnig vor Schrecken starrte sie auf die kahlen Wände, den teppich-^ losen Fußboden, die elenden Model, das einzige Licht auf dem rohen Brettertisch und auf das Mädchen, dessen Gesicht ihr seltsam und doch bekannt Vor'fom. Was wollte das alles bedeuten? Sie erinnerte sich, daß sie vor wenigen Stunden noch in einem behaglichen, hübschen Zimmer in Richmond gesessen hatte, froh und zufrieden. Und jetzt war sie — wo? Es mußte ein böser Traum sein! Aber das Dienstmädchen klärte sie trotz des Verbotes so weit auf, daß ihr das Entsetzliche ihrer Lage nicht mehr zweifelhaft war, worauf sie von der größten Verzweiflung erfaßt wurde. Das Mädchen bot alles auf, sie zu beruhigen; doch umsonst. So vergingen zwei Tage und zwei Nächte. Eigew- tümliche Menschen gingen aus und ein. Das Mädchen paßte fortwährend auf eine Gelegenheit zur Flucht, aber es bot sich auch nicht die geringste. Marcella war vollständig zusammengebrochen, so daß sie die Umkleidung ruhig, ohne jeden Widerspruch geschehen ließ. Ihr Pelz wurde ihr ebenfalls weggenommen. Geld hatte sie nicht bei sich. Spät am Nachmittag des zweiten Tages erschien von Eißen wieder auf der Bildfläche. Sein Wesen war drohender als je. Er ließ jetzt die Maske gänzlich fallen. Marcellas Vater habe irgendwo die Treue gebrochen — einen heiligen Eid verletzt — irgend jemanden schwer gekränkt; und es sei Sache der Tochter, dies zu sühnen. Sie sei leicht dazu imstande, sie brauche nur ein Papier zu unterzeichnen, dann könne sie wieder gehen, wohin sie wolle. Aber Marcella weigerte sich, es zu tun. Darauf erklärte er ihr, er mache ihr diesen Vorschlag nur in ihrem eigensten Interesse. Ihm sei es sehr gleichgültig, ob sie unterschreibe oder nicht. Ihr Verschwinden vom Erdboden erfülle für ihn genau denselben Zweck. Da sie aber jung und schön sei, wäre es schade, sie aus der Welt zu schaffen. Wolle sie nun unterzeichnen oder nicht? Nein, sie wollte nicht. Wie Sie belieben, sagte er und verließ das Zimmer mit einem teuflischen Lächeln auf dem bösartigen Gesicht. Ungefähr eine halbe Stunde später erschien ein Manu mit Milch und einem Laib Brot. Aus der Unterhaltung hörte sie, daß es höchste Zeit war, zu handeln. Dann brach die Nacht herein. Unter dem Schutze der Dunkelheit schlich sich Mädchen durch die offengeblie- bene Haustüre hinaus in den Garten. Die hohe Mauer und das verschlossene Tor schienen aber jede Verbindung mit der Außenwelt unmöglich zu machen, und sie wollte sich schon mutlos von ihrem gefährlichen Ausflug zurück- ziehcu, als das Geräusch menschlicher Schritte an ihr Ohr drang. Sie kamen näher und näher. Sie mußte sich bemerkbar machen; koste es, was es wolle. Mit gedämpfter Stimme rief sie dem Vorübergehenden zu. Er antwortere. Sie bat ihn flehentliche an die Türe zu kommen, zu der sie nun selbst rasch hineilte. Das Resultat der kurzen Unterhaltung kennen wir aus der Erzählung des rettenden Boten selbst. Bei ihrer Rückkehr ins Hans fand sie Marcella in anscheinend den letzten Zügen auf ihrem Bette liegen. Wie das leere Glas bewies, hatte sie kurz vorher Milch daraus getrunken. _ Eine wahnsinnige Angst erfaßte das Mädchen, sie wollte hinaus eilen um jeden Preis. Aber an der Türe trat ihr bereits von Eißen entgegen, begleitet von noch zwei Männern. Zurück! sagte er; wagen Sie's nicht, diese Schwelle zu überschreiten, sonst hat Ihre letzte Stunde geschlagen. Dann warf er einen Blick nach der Lagerstatt Marcellas. Geht wieder schlecht, wie? fragte er. Darauf wandte er sich an seine Komplizen und sagte: 's ist ihre eigene Schuld — sie wollte es ja nicht anders. Danach verließen die Drei das Zimmer, schlossen ab und begaben sich, die Unglückliche allein lassend, in einen anderen Raum. Das waren ihre furchtbaren Erlebnisse bis zu meinem Eintreffen. Als sie ihre Erzählung beendigt hatte, sagte ihr Helen, sie könne wieder hinaufgehen in ihre Kammer und — vorläufig wenigstens — bei uns bleiben. Mit unendlich dankbaren Blicken entfernte sie sich. Wir drei — Mortimer, Helen und ich — blieben noch lange beieinander sitzen und erörterten eifrig unsre Situation. Schließlich kamen wir zu dem Ergebnis, daß es wohl das beste sei, wenn ich Marcella baldigst heiratete und die fernere Lösung des Rätsels dem Zufall überließe. Die Aussagen Lucy Beltons bewiesen, daß Marcella von ihres Vaters Brief an mich keine Ahnung hatte. Immerhin war mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen, daß er mir wohlwollend gesinnt war und einer Verehelichung nicht ent- gegensteheu würde. Irr diesem Glauben und in der Hoffnung, das fehlende Schriftstück, das den Schleier des ganzen Geheimnisses lüften mußte, auch noch ausfindig zu machen, beschlossen wir diesen ereignisreichen Tag und sachten endlich auch selbst unsere Schlafgemächer auf. 16. Kapitel. Am Morgen zeigte Marcella wieder ihre alte Heiterkeit, und es war eine wahre Freude, zu sehen, wie sie und Luch ein fast kindliches Glück darüber fühlten, daß sie nach so schmerzlicher Trennung sich an einer sicheren Zufluchtsstätte wiedergefunden hatten. Ich selbst wurde eine Zeitlang von ihrer Fröhlichkeit hingerissen und vergaß, daß unsere Kümmernisse noch nicht zu Ende seien. Aber die liebliche Täuschung hielt bei mir nicht lange vor. Ich bat meinen Liebling zunächst, den Teil ihrer letzten Erlebnisse zu erzählen, den sie allein nur wissen konnte. Sie kam meiner Aufforderung gerne nach und nahm die Geschichte da auf, wo Lucy sie abgebrochen hatte. An jenem Tage nach ihrer Ankunft im Hotel Cecil hatte sie eine Droschke nach dem St. Bartholomäus-Hospital genommen, um mir den Brief ihres Vaters und das Geld persönlich zu übergeben. Da sie mich dort nicht mehr gesunden hatte, hatte sie nach meiner jetzigen Adresse gefragt und sie auch angegeben bekommen. Da sie ihre Mission gerne erfüllen Und die Verantwortung loswerden wollte, war sie mit einem Wagen nach der Station Waterloo gefahren und von dort mit dem Zug nach Richmond. Sie konnte sich noch sehr wohl an ihre Ankunft am Bahnhof erinnern und wußte auch noch genau, daß sie sich nach dem nächsten Weg nach meiner Wohnung erkundigt hatte. Ferner hatte sie noch eine unbestimmte Vorstellung von dem räuberischen Ueberfall, alles übrige bis zn ihrem Erwachen in meiner Wohnung war jedoch vollständig aus ihrem Gedächtnis geschwunden. Sie wußte weiter nichts von dem Brief mit dem Gelde, als daß wir ihn auf ihrer Brust gefunden hatten, warum er gerade dort verborgen war und woher sie ihn bekommen hatte, konnte sie absolut nicht sagen. Ebensowenig konnte sie angeben, wo und wie der fehlende Brief verschwunden war. Nur soviel stand für sie fest, daß sie ihn bei sich gehabt hatte, als sie nach dem Hospital gefahren war. Ihr Vater hatte ihr nur gesagt, daß die Ablieferung dieses Schreibens an mich von der allergrößten Wichtigkeit sei, aber inwiefern wußte sie ebensowenig wie ich selbst. Sicher war also nur, daß der Brief auf dem Wege vom Spital nach, meiner Wohnung abhanden gekommen war, und es drängte sich die selbstverständliche Frage auf, ob er ihr wohl bei dem Ueberfall auf der Straße abgenom-» men worden sei. Da der Räuber aber nicht mal Zeit gefunden hatte, ihr den Geldbrief zu entreißen, war das sehr unwahrscheinlich. Oder sollte ihr Verfolger den Inhalt des Schreibens gekannt haben und derselbe so belastend gewesen sein — vielleicht wichtige Geheimnisse oder dergleichen enthalten haben, die eine weitverzweigte Verschwörung hätten verraten können, dgß seine Erlangung und Vernichtung um jeden Preis notwendig und sogar mehr wert war als das Geld? Diese Annahme schien immerhin nicht unmöglich. Dann waren aber die gefährlichen Manipulationen Bertholdis und von Eißens, das Geld in ihren Besitz zu bringen, wieder nicht recht begreiflich. Auch der Mordversuch gegen Marcella war nicht zu verstehen, wenn ihnen der Brief Garcias — natürlich unter der Voraussetzung, daß er das alleinige Ziel der ganzen Verfolgung gewesen war — wirklich, in die Hände gefallen war. Je mehr ich über alle Eventualitäten nachdachte, um so unwahrscheinlicher kam es mir vor, daß die Bande das Schreiben schon im Besitz haben sollte. Marcella mußte bett Brief irgendwie verlegt haben, und wir mußten ihn noch wiederfinden. Wie, vermochte ich freilich nicht zu sagen. Aber auch diese Vermutung konnte den Mordanschlag nicht erklären. Ich mochte mir die Sache iiber- legen, wie ich wollte, ich kam stets zu dem betrübenden Schluß, daß wir von der endgültigen Lösung des Rätsels noch sehr weit entfernt wären. Auf einmal schoß mir ein Gedanke durch den Kopf. Ich nahm Mortimer beiseite und sagte ihm, daß ich an Garcias Vater um nähere Angaben telegraphieren wollte. Das würde ich nicht tun, erwiderte er mir, wenn Herr Garcia, wie es nach Lucy Beltons Aussagen der Fall zu sein scheint, ringsum von Spionen und Feinden umgeben ist, kann die Depesche leicht in deren Hände gelangen und nur Unheil anrichten. Dagegen könntest du eher an den Freund in San Franzisko telegraphieren. Dieser Vorschlag Mortimers leuchtete mir ein. Gut, antwortete ich, dann wollen wir gleich zum Postamt gehen. Ich fragte Marcella möglichst unauffällig, so daß sie keine Absicht merkte, nach der Adresse des Mannes, der sie so eindringlich vor Bertholdi gewarnt hätte, und dann machten wir uns auf den Weg und schickten folgendes Kabeltelegramm ab: „Marcella hier. Erbitte nähere Anweisungen." Vorsicht ist immerhin am Platze, sagte ich zu meinem Freunde, als wir heraustraten. Im selben Augenblick hörte ich ein lautes Hallo! (Fortsetzung folgt.) Abenteuer des Brigadier Gerard Von C. D o y l e. (Fortsetzung.) Der Pfad siihrte abseits von der Armee in eine Gegend, die man den Kosaken und Marodeuren überlassen hatte, und die deshalb ganz verödet war. Duroc und ich ritten voran, und unsere sechs Mann bildeten den Nachtrabi Ich fand bald Wohlgefallen an meinem Gefährten. Allerdings steckte dem guten Jungen der Kopf noch voll von dem Unfinn; mit dem mau ihn in St. Ehr vollgepfropft hatte, und er per- stand besser, von Alexander oder Pompejus' Taten zu erzählen, als des Pferdes Futter zu mischen oder sich um dessen Hufe zü bekümmern. Aber er war noch völlig unberührt von den Lastern des Soldatenlebens und plauderte munter darauf los vou allerlei, was ihm am Herzen lag, von seiner Schwester Marie und seiner Mutter in Amiens; Duroc ritt an das Posthaus und frug den Postmeister, der auf sein Klopfen in der Türe erschien: „Könnt Ihr mir wohl sagen, Monsieur, ob jemand, der sich 'Baron Straubenthal nennt, hier in dieser Gegend wohnt?". Der Mann schüttelte den Kopf, und wir ritten weiter. Ich hatte den Zwischenfall weiter nicht beachtet; als ober mein Kamerad im nächsten Dorfe dieselbe Frage mit, dem gleichen Erfolg wiederholte, wurde meine Neugier rege, und rch erkundigte mich, wer dieser Baron Straubenthal wohl wäre. . „Das ist ein Mann," antwortete der Gefragte, indem eme jähe BGtwelle seine noch knabenhaften Züge überflutete, „dem! ich eine sehr wichtige Botschaft zu überbringen habe. । Diese ErUäruug machte mich freilich auch mcht titel kluger; da ich aber ans meines Begleiters Wesen schloß, daß fernere! Fragen ihm lästig fein würden, schwieg ich, während Duroc fortfuhr, jeden Bauern, aüs den er stieß, nach dem Baron Straubenthal zu fragen. 675 Ach meinesteils, als Offizier der leichten Reiterei, widmete kleine ganze Aufmerksamkeit der Gegend; ich suchte einen Ueberblick über das Terrain zu gewinnen, beobachtete den Laus der Flüsse und stellte Vermutungen über etwaige Furten an. Mit jedem Schritt entfernten wir uns mehr von dem Lager der unserigen, nur im fernen Süden noch verrieten leichte, .graue Rauchwolken das Quartier einiger unserer Vorposten. Aber nach Norden hin befand sich nichts zwischen uns und dem russischen Winterquartier — ja, zweimal meinten wir am Horizont das Blitzen von Stahl zu sehen und gingen wohl.nicht sehr irre, wenn wir dabei an die Lanzen plündernder Kosaken dachten. . Die Sonne vergoldete eben mit ihren letzten Strahlen.das weite Schneefeld, als wir eine kleine Anhöhe hinabritten und zu unserer Rechten ein kleines Dorf, zur Linken aber .ein hohes, düsteres Schloß erblickten, das aus dem Tannenwalde unheimlich .emporragte. Duroc schaute sich sofort um. In geringer Entfernung von uns ging ein Bauer seines Weges, ein Bursche mit mürrischem Gesicht und wirrem Haar, in einen Schafpelz gehüllt. . „Heda!" rief ihn mein Begleiter an, „wie heißt das Dorf?" „Arensdorf," erwiderte der Gefragte aus Deutsch in seinem' barbarischen Dialekt. . „Dann bin ich also für heute am Ziel," .bemerkte mein junger Gefährte und wendete sich dann wieder dem Bauern .zu mit seiner ewigen Frage: „Könnt Ihr mir wohl sagen, wo der Baron Straubenthal wohnt?" . „Ei, das ist ja der Besitzer von derSchreckensburg dort drüben," antwortete der Mann und deutete nach den dunklen Türmen im Tannenwald. Bei dieser Kunde entfuhr Durocs Lippen ein Laut, .wie ihn der Jäger ausstößt, der das Wild vor sich .auftauchen sieht. Der Junge schien plötzlich ganz von Sinnen zu sein — seine Augen rollten, sein Gesicht wurde leichenblaß, und ein Zug des Grimmes verzerrte seine Züge so stark, daß'der Bauer erschrocken zurückwich. „Warum nannten Sie das Schloß die Schreckensburg?" fragte ich ihn. . , '—... „Ha, weil es in der ganzen Gegend so.heißt. Wird schon seine Richtigkeit haben. Sollen wüste Dinge passiert sein in den vierzehn Jahren, die der schlechteste Mann in Polen dort oben gehaust hat." „Ist wohl selbst ein Pole?" warf ich ein. „Oho, solches Gesindel zieht Polen nicht groß!" „Ein Franzose?" forschte Duroc hastig. „Man sagt so!" „Rotes Haar?" „Brandrot!" „Vraim-ent!", rief da plötzlich Kamerad Duroc und zitterte vm ganzen Körper. „Die Hand der Vorsehung hatmich hierher geführt; wer sagt, daß. es keine Gerechtigkeit .mehr gibt? Kommen Sie sckMcll, Monsieur Gerard, damit ich meinen Leuten erst Quartier verschaffe und dann meine eigene Angelegenheit etiebioc." > Er spornte sein Pferd an, und keine zehn Minuten später hielten wir vor dem Gasthof, wo seine Leute über Nacht bleiben sollten. . ., , Tas alles ging aber mich ja eigentlich nichts an, und ich machte mir keine besonderen Gedanken 'Darüber. Nach Rossel war es zwar noch ein gut Stück Weges, aber ich nahm mir vor, heute noch einige Meilen zu reiten; vielleicht führte mich der Zufall au irgend eine Hütte oder Scheune, wo ich mit Rataplan Schutz finden konnte. Ich stürzte also ein Glas Wein hinunter und war eben wieder aufgestiegen, als Duroc atemlos herbeieilte und seine Hand auf mein Knie legte. . „Monsieur Gerard," keuchte er, „oh, verlassen Sie mich jetzt nicht!" _ i Verwundert blickte ich auf das ängstlich zu nur empor gerichtete Gesicht und entgegnete: „Lieber Kamerad, ich verstehe Sw nicht. Wollen Sie mir nächt lieber sagen, womit ich.Ihnen dienen kann?" < „Oh, Monsieur Gerard," rief er eifrig, „nach allem, was fnan sich von Ihnen erzählt, sind Sie gerade der Mann, den ich heute nacht an meiner Seite haben möchte!" „Sie vergessen wohl, daß ich! zu meinem Regiment.rette! „Heute können Sic Ryssel doch nicht mehr erreichen; .ich beschwöre Sie, bleiben Sie und helfen Sie mir, meine eigene und meiner Familie Ehre retten! Freilich muß ich Ihnen gestehen, daß Ihrer Person dabei Gefahr drohen kann." .Diese letzte, schlau hingeworfene Bemerkung gab her nur den Ausschlag. Natürlich sprang ich eiligst von Rataplaus Rücken herab und ließ ihn ditrch' den Knecht in den Stall führen. „Kommen Sie in das Wirtshaus herein;" sagte ich zu Duroc, r,und lassen Sie mich genau wissen, was Sie vorhaben." Wir betraten eines der Gastzimmer und riegelten die Türe hinter uns zu, um ungestört zu sein. Da.stand er nun vor mir,der Jüngling mit der schöngewachsenen Gestalt, unb, das Llcht der Lampe fiel auf feilt ernstes Gesicht und auf.die silbergraue unt- form, dtc ihm vortrefflich saß. Und wenn ich auch. Nicht sagen kann, daß er sich ganz so stramm hielt, wie i dj in seinen Rungen Jahren getan hatte, so lag doch in seiner.ganzen Person etwas. Was mich Wohlgefallen an ihm finden ließ. „Ich kann Ihnen alles in wenig Worten erklären," hob er an, „und wenn ich bisher darüber geschwiegen, so geschah es nur, weil die Sache so schmerzlich für mich ist, daß es mir schwer fällt, davon zu reden. Hören Sie denn: „Mein Vater war der wohlbekannte Bankier Christophe Duroc, der den Septembermordeii zuiti Opfer fiel. Wie Sie wissen, erstürmte der Pöbel die Gefängnisse, ließ die Gefaiigenen vor drei sogenannte „Richter" stellen und riß sie in Stücke, als sie hinweggeführt wurden. Nun hatte mein Vater viele Fürsprecher, weil er Zeit seines Lebens ein Wohltäter der Armen gewesen war; überdies war er schwer krank und mußte auf einem Teppich in den Gerichtssaal gebracht werden. So kant es, daß zwei der „Richter" zu seinen Gunsten sprachen; aber der dritte, ein junger Jakobiner von gemeiner Gesinnung und ungeschlachtem Körper, zerrte ihn mit seinen eigenen Händen von der Tragbahre herunter, stieß ihn wiederholt mit seinen schweren Stiefeln und schleuderte ihn zur Türe hinaus, wo er in wenig .Minuten unter Umständen, die ich nicht wiedergeben kann, von dem Volke zu Tode mißhandelt wurde. Das war Mord, wie Sie selbst sagen müssen, Mord, sogar nach ihren .selbstgeschaffenen Gesetzen — denn zwei von ihren Richtertt hatten für meinen Vater gesprochen. . Als nun die Tage der Ordnung wiederkamen, stellten meine Brüder Nachforschungen nach jenem Schurken an. Obwohl ich damals noch ein Kind War, steht mir die Sache doch lebhaft vor Augen, Wurde sie doch im Familienkreise oft besprochen. Der. Bursche, einer der wütendsten Jakobiner, sührte zur Zeit des Mordes den Namen Carabin. Einige Monate später aber befreite er eine Dame, die Baronin Straubenthal, aus den Händen seiner Parteigenossen, nachdem er ihr das Versprechen abgenommen, die Seine Werden zu wollen. Er floh heimlich aus Frankreich, nahm ihren Namen uuo Titel an und setzte sich in den Besitz ihres Vermögens und ihrer liegenden Güter. Seitdem war er für uns verschollen. Hätte die Revolution uns nicht all unser Hab und Gut geraubt, so würde es uns ohne Zweifel leicht gelungen fein, den Schurken ausfindig zu machen, da wir Kenntnis von seinem angenommenen Namen hatten. So aber waren uns die Hände gebunden, und später, als dach Kaiserreich kam, wuchsen die Schwierigkeiten, denn, wie Sie wissen, war es der Wunsch des Kaisers, daß alle vergangene Unbill mit dem Schleier des Vergessens bedeckt werden möchte. Wir aber vergaßen unfern; unglücklichen Vater nicht und schmiedeten im. verborgenen Rache- der Pläne. „Mein Bruder trat in die Armee und begleitete sie auf ihrem Siegeszuge durch das ganze südliche 'Europa. In der Schlackst bei Jena ereilte ihn der Tod und machte seinen Nachforschungen nach dem Baron Straubenthal ein Ende. Nun setzte ich sein Werk fort, und mir ist das Glück hold; denn kaum bin ich vierzehn Tage im Felde, so finde ich in dem ersten polnischen Dorfe, das ich betrete, den so lange Gesuchten. Und muß ich's nicht als ein gutes Omen betrachten, daß ich mich gerade in Gesellschaft befinde, baffen Namen man stets nur in Verbindung! mit edlen und heldenhaften Taten hört?" Das war alles ganz gut und schön, und ich hatte der Erzählung mit großem Interesse gelauscht, es war mir aber int mindesten noch nicht klar geworden, was ich nun eigentlich bei Sache sollte. „Was kann ich für Sie tun?" frug ich deshalb. „Mitkommen!" „Auf die Schrcchensburg?" . "Wann?" „Sofort!" „Aber was haben Sie vor?" „Was ich tun werbe, ist mir schon längst klar; aber doch wird es mir eine Befriedigung fein, Sie bei mir zu haben." Nun muh selbst mein ärgster Feind zugiben, daß. ich! nie Kn gutes Abenteuer ausgeschlagen habe und außerdem fühlte ich lebhaft für den Kameraden. Ich! ergriff deshalb feine Hand und sagte: „Der morgende Tag muß mich in Rossel sehen, aber heut' stehe ich Ihnen Mr Verfügung/' _ So ließen wir denn unsere Soldaten in ihren behaglichen! Quartieren zurück und machten uns zu Fuß auf den Weg, da das Schloß nur gegen eine Viertelmeile entfernt war. Ein Rettersmann, der mit hochgeschnalltem Säbel zu Fuß geht, und die Füße einwärts setzen muß, um sich nicht in feinen Sporen zu verfangen, gewährt freilich meiner Ansicht nach den drolligsten Anblick, den man sich nur denken kann — aber wir beide waren! in einem Alter, wo man sogar so etwas wagen kann, und ich Wette, daß kein Weib wenigstens die Erscheinung der beiden Husaren in ihrer hellblauen und filbergrauen Uniform an jenem Abend bemängelt haben würde. Wir trugen unsere säbel; aber ich hätte außerdem noch ein Pistol zu mir gesteckt, denn immer- hin konnte es ja diese Nacht scharf hergehen. n f Der Pfad nach dem Schlosse führte durch emeit stockdunkeln Tannenwald und war so verwachsen, daß nur hier und da ent Stück des gestirnten Himmels sichtbar wurde. Mtzt traten Wir. heraus und erblickten unmittelbar vor uns das Schloß. Es War ein augenscheinlich sehr alter, ungeheuer großer und seltsam gestalteter Bau. Jede feiner Ecken war mit Türmchen geziert, an der uns zunächst liegenden Seite aber befand sich ein großer, viereckiger Turm. Ringsum kein Laut: alles war in tiefes 676 Dunkel gehüllt, und nur aus einem einzigen Fenster schimmerte ein Lichtstrahl. Fürwahr, das riesige, düstere Gebäude, das seinen Namen mit Recht zu tragen schien, machte einen unheimlichen Eindruck auf mich; aber mein Kamerad eilte ungestüm voran, und ich folgte, ihm auf dem ungepflegten Pfade, der nach der Eingangspforte führte. (Fortsetzung folgt.) Der „Glückspsenmg" im Dienste der Viindenfürsorge. Seit kurzem ist die dänische Wohlfahrtspflege um eine gute Idee reicher, und 'man darf glauben, daß sie ihrem menschenfreundlichen Ziele einen breiten Strom von kleinen Kupfer- und Silbermünzen zuführen wird. Der Urheber des neuen Gedankens, der hier mit einmütiger Begeisterung begrüßt wird, ist der hier sehr bekannte Postmeister Holböll, dem seinerzeit auch die Idee der Weihnachtsmarke zu verdanken war, wodurch in den letzten sechs Jahren der Riesenbetrag von ungefähr 1 Million Mark für wohltätige Zwecke aufgebracht worden ist. Der neue Plan Holbölls ist auf das Wohl der Blinden gerichtet, deren Los er durch seine Idee des „Glückspfennigs der Neugeborenen" zu mildern unternommen hat. Ter Gedanke ist ebenso sehr einem warmfühlendcn Gemüt wie einem logisch denkenden Gehirn entsprungen; wer ist Wohl der nächste dazu, den Blinden zu helfen? Der Sehende — und zwar soll es die erste Liebesgabe des mit dem Augenlicht gesegneten Neugeborenen sein, ein Scherflein zur Erleichterung des Schicksals derjenigen Unglücklichen zu geben, die sich nie am Anblick des blauen Himmels, des grünen Waldes, des lichten Tages erfreuen dürfen. Auf Grund der Holböllschcn Idee läßt jetzt der „Verein für 'private Fürsorge der Blinden" eine große Anzahl „Glückspfennige der Neugeborenen" prägen; das sind kleine vergoldete Kupferheller, die als Symbole des Glücks einen Stern und ein vierblättriges Kleeblatt aufweisen. Einen solchen Glückspfennig sollen die Eltern des Neugeborenen kaufen, und die kleine Wiegengabe soll vom 'kleinen Liebling als „Amulett" getragen werden. Für i>en Absatz der Glücks Pfennige werden die Hebammen Sorge tragen; diese bringen der Idee des Glückspfennigs schon das größte Interesse entgegen, jede von ihnen wird künftig im Besitz einer größeren Anzahl der Glücksmünzen sein; jedem Wernpaar wird sofort, nachdem festgestellt ist, daß ihnen ein gesundes Kind geboren ist, ein Glückspfennig für ihren Neugeborenen angeboten werden. Tie Hebammen werden sich der Sache um so wärmer annehmen, als der Verein für die Blindenfürsorge ihnen 20 Proz. der Nettoeinnahme als Zuwachs zum „Fonds für bedürftige Hebammen" zugesichert hat. Es wird ein'Minimalpreis für den Glücks- Pfennig festgesetzt werden (wahrscheinlich von etwa 20 Oere); viele Elternpaare werden aber weit mehr zahlen, ja, mancher Vater wird, wenn ihm gar ein ersehnter Stammhalter als Erstgeborener be- schieden wird, in seinem Gefühl der Freude und des Stolzes für den Glückspfennig wohl gerne eine sehr beträchtliche Summe zahlen. Der Erlös aus dem Verkauf der Glückspfemiige wird, unter Abzug der Provision der Hebammen, ganz und gar zur Unterstützung der 'Blinden Dänemarks verwendet werden. Es werden jährlich in Dänemark etwa 70 000 Kinder geboren, uni) es leuchtet deshalb, wenn man die Gebefreudigkeit der Dänen, und zumal derjenigen Dänen, die eben glückliche Eltern geworden sind, in Betracht zieht, ohne. weiteres ein, daß die durch den ,-Glückspfennig der Neugeborenen" zu erzielenden Beträge wesentlich dazu beitragen werden, das Los der Blinden zu mildern. Eine Hilfe ist auf diesem Gebiet dringend erforderlich; die Stellung der unglücklichen Blinden hat sich in Dänemark, wie auch anderswo, in den letzten Jahren in bedauerlicher Weise verschlechtert, da ihr Kampf ums Dasein, wegen der Konkurrenz der vielen neuerfunbenen Maschinen mit ihrer Handarbeit, immer schwieriger geworden ist. Von vielen dänischen Müttern erhielt Postmeister Holböll zu seiner neuen Idee die wärmsten Glückwünsche. Einem dieser herzlichen Briefe seien folgende schönen Worte entnommen: „ . . . Tie Kinder der Zukunft werden den Glückspfennig als Amulett an ihrer Brust tragen. An die kleine Kupfermünze wir5 sich der Glauben knüpfen, daß sie dem Kinde Glück bringe, weil das Kind dadurch, -daß ihm die Münze um den Hals gehängt wird gleichzeitig dazu hat heilragen dürfen, einen Blinden zu erfreuen JÄes kleine 'neugeborene Kind in Dänemark wird von jetzt an ein Sonnensträhl auf dem dunklen Wege der Blinden werden. An die tiefe Freude über die Geburt eines Kindes wird sich künftig auch der Glaube daran gesellen, daß das Glück der Lohn guter vermischter. — Warum nicht deutsch? In der Pariser Zeitung verösicntlrchte kürzlich Dr. Max Beer folgende nur zu beherzigenswerte Aage: In englischen Zeitungen machte man sich neu« uw über dre Duckst der deutschen Großstadtunternehmungen und vornehmlich der Berliner Unternehmungen lustig, fremde be- fonders französische und englische Brocken an deutsche Erzeug- ?,^ch'^eutsche Leistungen und deutsche Vergnügungen zu hängen. Und die Engländer erklären rundweg heraus, daß sie in dieser »Nb Anlehnung an Fremdes der. Ä S Deutschlands,m internationalen Leben begründet sähen; anderen N ^er m allen Landen, wo deutsches Volkstum mit anderen Rasten tm Kampfe liegt, erwiesene Unfähigkeit, sein eigenes Genie auszustrahlen und ihm Freunde und Anhänger zu unterwerfen; und auch die verhältnismäßig untergeordnete Rolle, die Deutschland, b. h. Widder vornehmlich Berlin, als Zielpunkt. der Europareisenden spiele. Nichts ist richtiger als diese Urteile. Und wenn dem Deutschen in Deutschland in der Freude am Ausländisch«: die Gefahr und das Ungebührliche nicht immer bewußt wird, das in der fremden Benennung ' heimischer Dinge liegt, so fällt es uns im Auslande lebenden Deutschen, sobald uns der Weg besuchsweise heimwärts führt, um so peinlicher und demütigender auf. Wie? fragen wir uns: mit Erstaunen und Wohlgefallen stellen wir fest, daß in der alten Heimat alles schöner, größer und vornehmer geworden; in Berlin haben wir Kaffeehäuser und. Theatersäle, wie sie prächtiger und stilvoller in London und Paris nicht sind: aber sie tragen englische und französische Namen. Und wir beklagen tief, daß all diese wacker hergestellten Sachen beim deutschen Publikum erst des ausländischen Empfehlungszettels bedürfen, um Anklang zu finden. Und wir schämen uns vor den fremden Gästen, derest Spott und Selbstbewußtsein wir schnell herausfühlen, die bereit waren, zu bewundern was bewundernswert ist, und U cb erleg en» heit anzuerkennen, und doch plötzlich nur Schwäche sehen, Haltlosigkeit und mangelndes Selbstvertrauen inmitten all dieser Unter- nehmungs- und Arbeitswut, die einem Volke Ehre machen ... In einem großen Hamburger Gasthof las ich kürzlich auf der Speisekarte folgendes anziehende Gericht verzeichnet: „Tunke ä la hollandaise", Tunke? Ala hollandaise? Und da hatte ich mit einem Male das ganz tolle, närrische Gebühren der deutschen Geschäftsleute und Unternehmer symbolisch vor Augen. „Ich muß eine deutsche Speise aufschreiben", hatte sich der Wirt gesagt. „So setze ich statt Sauce Tunke, das Wort Tunke, bas der Kaiser hoffähig machte. Wird man aber diese Tunke auch bestellen, essen und bezahlen? Ich muß sie doch noch näher empfehlen." So hängte er den französischen Schwanz an das deutsche Kraftwort und also entstand die neudeutsche Tunke ä la hollandaise, die von vielen Deutschen wahrscheinlich mit großem Behagen verzehrt, von den Ausländern aber, denen Tunke allein imponiert hätte, mit Witzen gepfeffert und versalzen wird . . . Die deutsche Sprache hat viele Gebiete nach jahrhundertelangen Kämpfen erobert: sie hat in der Wissenschaft, Religion und Literatur ihre Fahne aufgepflanzt, im kaufmännischen und diplomatischen Weltverkehr Erfolge errungen. Wann endlich wird fie kw die Palais de Danse, in die Pieeadilly-Cafes und in die Grands Hotels und die Table d'hvtes der heimischen Städte einziehen? * Gege n d a s „K e r n it e cb c n". Eine abscheuliche Stier- Quälerei wird häufig noch auf bem Lande an jungen Pferden verübt, und zwar in der Absicht, den Tieren zu heben. Wenn junge Pferde aus irgend welchem ßlrunbe schlecht fresse», so wird ihnen von einem kurpfuschend«, Hufschmied der „Kern" gesioctien oder gar gebrannt, d. h. es wird ihnen der (Kalmen des Oberkiefers, der bei fast allen jungen Pferden etwas fto: t uortriit, so dass er oftmals de» Rand der Schiieidezähne überragt, angeschnitten, oder, ivas noch viel schlimmer ist, mit dem glühend gemachten Sandlöffel (einem eisernen Schmiedegeräts gebrannt. In beiden Fällen tragen die Tiere sehr schmerzhafte Verletzungen davon. Tie nusgefübrten Operationen sind ohne jeglichen Nutzen, da das Pferd nut den Schneidezähnen sein Futter nur erfaßt und es mit den Backenzähnen zerkaut, mithin durch den bisweilen angeschivollenen Gaumen hinter den Schneidezähuen beim Fressen überhaupt nicht behindert wird. Diamanträtsel. In die Felder nebenstehender Figur sind folgende Buchstaben a a a a aa bbd. dddeeee eeeeeffg-ggiül llllmmnnnnnno > prrrrrrrrrstuuxz z derart einzutragen, daß die wagerechten Reihen ^folgendes bedeuten: j 1. Buchstabe. “ 2. Schicksalsgöttin. 3. Weibl. Personenname. 4. Europäisches Land. 5. Beliebte Blumen. 6. Dichter. 7. Männl.Persoiieuname 8. Italienische Stadt. 9. Stadt in Tirol. 10. Märchengestalt. 11. Buchstabe. Die senkrechte und die ivagerechte Mittelreihe ergeben daS Gleiche. Auflösung in nächster Nummer; Auflösung des Rösselsprungs in voriger Nummer: Der Arzt, den die Statur mit eigner Hand geweiht, Ter unbetrüglicbfte, ist uni’re Mäßigkeit. K. Neurath. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen,