Mittwoch, den 27. Novetnber M Dv ■~ä a kJ a|ii| MsWK VA v- i Das Amethyst-Fläschlem. Eine Erzählung von 9t. K. Gr e en. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Erleichtert, iu-eitn auch betrübt, daß ich ihre Gesichter nicht hatte scheu können, zog ich nrich eilends zu Sinclair zurück; er erwartete mich mit fragenden Augen hinter dem Vorhang, der ihn in der Nische vor neugierigen Blicken verborgen hatte. Als ich ihn erreichte, kam eben ein junger Mann, der die Rolle des Festordners übernommen, hinter ein ein der großen Pfeiler hervor, die die ganze Halle entlang in einer Reihe standen, wandte sich der geöffneten Türe des Mnsiksalons zu, blieb einen Augenblick davor stehen und verschwand daun mit der heiteren Miene eines Mannes, der mit sich zufrieden ist, in einem Zimmer daneben. Mit einem nervösen Griff packte mich. Sinclair -am Arme. War das Beaton? fragte er. t Gewiß! Hast du ihn denn nicht erkannt? Er warf mir cin.cn eigentümlichen Blick zu. Erinnert dich sein Anblick nicht an -etwas? Wein. Warst du gestern morgen am Frühstückstisch? Gewiß. Erinnerst du dich au den Traum, den er zum Ergötzen seiner Zuhörer erzählte? Nunmehr war es an mir, zu erbleichen. Wie? Glaubst du —? begann ich. Ich dachte schon -gestern, daß- die Geschichte «eher wie ein wahres ' Erlebnis, als wie -ein bloßer Traum klinge. Jetzt bin ich überzeugt, Laß es sich um ein Erlebnis handelte. . Aber, Sinclair! Du wirst doch nicht glauben, daß das Mädchen, das er beim Mondschein auf dem Fels am Meere mit ausgestreckten Armen und verzweifeltem Mienenspiel überrascht haben will, eine wirkliche Person gewesen ist! Doch. Gestern 'lachten wir darüber; er gab der Geschichte solch ein tragisches und unheimliches Gewand. Jetzt aber ist es mir nicht ums Lachen, wenn ich daran zurückdenke. Entsetzt schaute ich Sinclair ins Gesicht. Die Musik drang jubelnd an unser Ohr, das Gemurmel fröhlich-er Stimmen und das Schlürfen schnellbewegter Füß-e erweckte Freude und Heiterkeit. Welches von beiden Bildern war ein Traum? Dieses Schauspiel -offenkundiger Fröhlichkeit und verheißungsvollen Glückes oder die Phantome, ine er heraufbeschworen hatte und die im Begriff standen, uns Leide unr unseren Seelenfrieden zu bringen? Beaton hat doch keine Namen -genannt, protestierte ich eigensinnig. Ersihat nicht einmal gesagt, daß die Vision, die er gesehen hat, ein Weib war. Es war eine Erscheinung, erinnerst tzm dich, -ein Gespenst, -ein Geschöpf seiner eigenen Einbildungskraft, die -aus'irgendeiner Tragödie, die Beaton las, ihren Stoff -geschöpft hat. Beaton ist -ein Gentleman, !v-ar Sinclairs kalte Erwiderung. Er -wollte die Frau, der zuliebe er seine Geschichte erzählte, nicht bloßstellen, sondern warnen. Warnen? Zweifellos war sein Gedankengang folgender: wenn er dieses junge und wahrscheinlich -empfindliche Mädchen wissen lassen' konnte, daß sie gesehen und ihre Absicht durchschaut worden sei, würde sie sich in Zukunft sicherlich vor ähnlichen Gelegenheiten in acht nehmen. Er ist ja ein gutherziger Kerl. Hast du das Ergebnis seiner dramatischen 'Erzählung beobachtet, das er gar nicht voranssehen konnte, als -er sie vorbrachte? Nein. Wenn du es -getan hättest, könnten wir jetzt besser entscheiden, auf wen sich seine Gedanken bezogen. 'Wahrscheinlich weißt du nicht einrmck, wie die Damen sie aufnahmen? Nein. Ich dachte gar nicht daran, mein Augenmerk darauf zu richten. Heiliger Gott, Sinclair, wir wollen uns nicht noch gegenseitig unnötigerweise in Aufregung bringen! Ich habe beide vor einem Augenblick gesehen. Es war -au keiner von beiden das -geringste Anzeichen dafür zu entdecken, daß etwas mit ihnen nicht in Ordnung ist. Statt zu antworten zog -er mich- der Bibliothek zu. Die Bibliothek pflegte abends nicht von den jungen Leuten besucht zu werden. Es befarrden sich zwei oder drei ältere Personen in der Gesellschaft, insbesondere der Bruder und Gemahl der Dame des Hauses, zu deren Gebrauch- mit Einbruch der Nacht der Raum mehr oder weniger überlassen wurde. Sinclair wollte mir die Schublade zeigen, in der sich das Ameth-ystherzchen befunden hatte. Es brannte Feuer im Kamin, da die Abende schon kühler zu werden begannen. Als wir die Tür-e hinter uns geschlossen hatten, fanden wir, daß der Schein di-eses Feuers- die ganze Beleuchtung im Zimmer ausmachte. Beide Gaslüster waren ausg-cdreht worden, und der r-eichausgestattete, aber doch gemütliche Raum war von wechselnden scharfen Lichtern und großen Schatten belebt. Sinclair ließ einen tiefen Seufzer vernehmen. Herr Armstrong muß sich sonstwohin begeben haben, um die Abendblätter zu lesen, bemerkte -er. Ohne zu -antworten warf ich -einen forschenden Blick in die dunkeln Ecken. Ich befürchtete irgendein Liebespaar in einem der zahlreichen Winkel versteckt zu finden, die die vorspringenden Bücherschränke bildeten. Aber ich konnte niemand entdecken. Am anderen En-d-e des großen Zimmers stand indes, wie ich wußte, -ein hoher Schrank vor einem der zahlreichen Ruh-cpvlster, und ich wollte mich -eben dieser friedlichen Ecke nähern, da zog mich Sinclair zu -einem hohen Bücherständer,- -auf dessen Glastüren der Feuerschein 742 sich spiegelte. Er deutete auf eine Schublade, die sich Hoch über unseren Häuptern befand-: Eine Frau könnte ohne Hilfe nicht dazu gelangen, flüsterte er aufgeregt. Gilbertin-e ist ja groß, aber dazu ist sie nicht groß genug. .Mit Absicht legte ich es in das hohe Fach! '•i Ich sah mich nach einem Schemel um. Gerade hinter Sinclair stand- einer. Ich lenkte seine Aufmerksamkeit aus diesen Umstand. Errötend gab er ihm einen Tritt, dann zuckte er leicht zusammen und- ließ sich auf einen in der Nähe stehenden Stuhl fallen. Ich erriet seine Gedanken. Gilbertine war größer als Dorothea. Dieser Schemel konnte gerade Gilbertine gedient haben, für Dorothea war er fast zu niedrig, um sie jene Schublade erreichen zu lassen. Ich fühlte in diesem Augenblick eine warmherzige Teil- nahme für ihn. Er befand sich ja in einer weit ernsteren Lage als ich. Am nächsten Tage sollte der Bischof anlangen, um sie einzuseguen. Sinclair, begann ich, der Schemel bedeutet noch lange nichts. Dorothea ist schon einige Zentimeter länger, als du glaubst. Wenn sie auf diesem. Schemel stand und sich auf die Fußspitzen erhob, konnte sie die Lade herausziehen. Außerdem stehen ja da Stühle! Mlerdings, murmelte er und fuhr auf; da stehen Stühle. Ich Vergaß die Stühle. Ich beginne zu fürchten, daß mir mein Verstand Schnippchen schlägt. Wir müssen noch andere ins Vertrauen ziehen. — Bei diesen Worten dämpfte er seine Stimme zum Geflüster. Irgendwie oder durch irgendwelche Mittel müssen wir ausfindig machen, ob man beobachtet hat, daß eines der beiden Mädchen das Zimmer betrat. Ueberlaß das mir, sagte ich. Denk daran, daß ein einziges Wort Verdacht erregen könnte, und daß in einem Falle, wie dieser einer ist — Horch, was war das? Wir hörten hinter dem großen Schranke jemand leise schnarchen. Wir sind nicht allein, fuhr ich flüsternd fort. -Es sitzt jemand dort hinter dem Schrank. Sinclair war bereits vorsichtig durch das Zimmer geeilt. Ich folgte ihm auf dem Fuße, und gleichzeitig entdeckten wir in dem Sessel hinter dem Schrank die ausgestreckte Gestalt des Herrn Armstrong, der dort eingeschlafen. war; die Zeitung war seiner Hand entfallen. Aha, daher sind die Leuchter ausgedreht, flüsterte Sinclair. Das muß Dutton getan haben. Dutton Ivar der Hausmeister. Ich blickte nachdenklich auf den Schläfer vor mir. Er sitzt sicher schon seit einiger Zeit hier, bemerkte ich. Sinclair blickte auf. Wahrscheinlich saß er eine Weile hier, bevor er einschlief, fuhr ich fort. Ich habe schon öfters gehört, daß er gerne in der Dämmerung ein wenig einnickt. Wollen wir ihn nicht wecken? schlug Sinclair vor. Es wird nicht nötig fein, gab ich zur Antwort urrd zog mich zurück, als sich die 'schwere Gestalt zu regen begann, schwer aufatmete und sich schließlich aufrichtete. Verzeihen Sie, wandte ich mich, nunmehr mit lauter Stimme, an ihn, indem ich mich höflich verbeugte. Wir glaubten, das Zimmer sei leer. Herr Armstrong, der zwar etwas langsam von Begriff ist, ermangelt darum keineswegs der Intelligenz. Im -ersten Augenblick betrachtete -er uns allerdings mit schläfriger Gleichgültigkeit, dann erhob er sich schwerfällig, aber alsbald war er wieder der feingebildete, liebenswürdige Und höfliche Weltmann, als den ihn jedermann kannte. Kann ich Ihnen vielleicht mit etwas dienen? fragte er in ruhigem, beinahe zögerndem Tone, der eigenartig in unseren aufgeregten Ohren klang. Ich beeilte mich, Sinclair zuvorzukommen, um -einen passenden Ausdruck für die ihm auf der Zunge schwe- beude Frage zu finden, die er doch nicht allzu geradeaus formulieren durfte. Entschuldigen Sie, Herr Armstrong, wir suchten eben eine Nadel, die Miß Camerden wahrscheinlich hier verloren hat. — Wie hart es mich ankam, ihren Namen in dieser Verbindung auszusprechen, wußte allein mein -eigenes Herz. — Sie war doch eben hier, nicht wahr? Der höfliche Hausherr verbeugte sich, hüstelte und lächelte in sehr höflicher, aber keineswegs anzüglicher Weise. Offenbar hatte er nicht die entfernteste Erinnerung, vb sie im Zimmer gewesen war oder nicht. Es tut mir leid-, aber ich muß gestehen, daß ich für einen Augenblick in diesem Sessel ein geschlummert bin, gestand- er. Der Feuerschein vom Kamin her macht mich immer schläfrig. Aber wenn ich Ihnen behilflich sein kann, rief er aus und trat einen Schritt vor, nach dem er alsbald wieder innehielt und uns mit neugierigen Blicken betrachtete. — Ja. Es war jemand- int Zimmer. Ich erinnere mich jetzt. Es war gerade, bevor mich die Wärme und der Schein des Feuers überwältigte. Ich kann indes nicfjt sagen, ob es Fräulein Camerden war. Es kam mir vor, als sei es jemand mit rascheren Bewegungen gewesen und als habe matt einen. Stuhl zurechtgerückt. Ich blickte Sinclair absichtlich nicht an. Fräulein Mnxray? half ich dem Sprecher. Herr Armstrong antwortete- mit einer seiner tiefen, altertümlichen Verbeugungen, die zweifellos der Braut galt. Dann fragte er: Trügt Fräulein Murray heute abend- Weiß? Jawohl, murmelte Sinclair und- trat hastig einen Schritt näher. Dann ist es wohl sie gewesen, denn als ich hier saß und überlegte, ob ich- der angenehmen Schläfrigkeit nachgeben solle oder nicht, die ich int ganzen Leibe verspürte,, sah ich einen Augenblick ihr Kleid, als sie das Zimmer verließ. Dieses Kleid war weiß — ich denke mir aus weißer Seide. Es sah- sehr hübsch aus in der flackernden Beleuchtung. Ohne Erwiderung drehte sich Sinclair auf dem Absätze um und schritt wie betäubt auf die Türe zu. Ich gab mir alle erdenkliche Mühe, diese von seiner Seite ganz ungewohnte Unhöflichkeit wieder gutzumachen. Nach der oberflächlichen Bemerkung: „Sie ist wohl hier gewesen, um die Nadel zu holen, die ihre Freundin verloren hat!" wandte ich mich ohne Ueb-ergang einem der Lieblingsthemeu des Bücherwurms vor mir zu und verbreitete mich kühn über den Gegenstand, bis ich am heiteren Ange und seinem plötzlich uttgezwungen werdenden BenehMett erkannte, daß er die unwichtige Episode, die sich eine Minute zuvor abgespielt, vergessen, um sich- aller Wahrscheinlichkeit nach ute mehr daran zu erinnern. Dann, mit einer weiteren Kraftanstrengung, befreite ich mich mit di »er gewissen Oberflächlichkeit von der bevorstehenden langen Beweisführung Herrn Armstrongs. Ich wandte mich znm Gehen, um nach Sinclair zu sehen. Soweit es mich betraf, war die Frage entschieden, wer es g ein cf eit, der die Brosche aus der Bibliothek geholt hatte. Es war jetzt halb neun Uhr. Ich durcheilte alle Zimmer und ging von feiner Gruppe zur andern, ohne ihn zu finden. Schließlich wandte ich mich wieder der Bibliothek zu. Als ich mich dieser näherte, wurde mein Suchen belohnt : aus einem engen Seitengang kam er in Begleitung Duttons, des Hausmeisters, heraus. Sein Gesicht war, als er die hellbeleuchtete Diele betrat, zwar verstört, aber es wies nicht die völlige Hoffnungslosigkeit auf, die ich erwartet hattet Er warf mir nur einen Blick zu, daun schlug er die Augen nieder. Fräulein Camerden hat eine Nadel verloren, erklärte er mir ausdrucksvoll. Dann waitdte er sich an Dutton und bemerkte ohne Befangenheit: Sie muß irgendwo auf der Diele liegen; wollen Sie bitte ein wenig darnach suchen. Gewiß, erwiderte der Hausmeister.. Ich dachte mir schon, sie habe etwas verloren. Als sie vor einer kleinen Weile aus der Bibliothek heranskam, hielt sie die Hand ans Haar. (Fortsetzung folgt.) Gezähmte afrikanische Elefanten. Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg,- der gegenwärtig als Gouverneur der Kolonie Togo tätig ist, überrascht uns- durch ein von ihm und den Teilneh^ tuerit seiner Expedition verfaßtes, prächtig ausgestattetes Werk über seine int vorigen Jahre beendete Reise durch Zentralafrika. Das Buch erscheint, wie wir schon mitteilten, soeben in zwei reichillustrierten Bänden unter dem Titel „Vom Kongo zum Niger und Nil" Bei Brock Haus, dem Verleger, der dem deutschen Volk schon so viele klassische Werke über Forschungsreisen geboten hat. Wir sind ick 743 Ker erfreulichen Lage, unseren Lesern einen interessanten Abschnitt aus dem durch Wort und Bild hervorragenden Werke zu bieten und empfehlen das Buch bestens, insbesondere als Weihnachtsgeschenk für alle Kreise, die sich für lebendige Schilderungen merkwürdiger Länder und Völker interessieren: Bon ortskundigen Leuten begleitet, marschierte ich zunächst ami Nordnfer des Uelle entlang von Angu nach Api. Der Uelle bildet hier eine scharfe Grenze zwischen denk zusammenhängenden Urwald und der Galeriewaldzone, die sich nördlich davon über den Mbomu hinaus in das Bahr-el-Ghazal-Gebiet erstreckt, um allmählich in den reinen, Sudan genannten, • breiten, den Kontinent umfassenden Steppengürtel überzu gehen. Zwischen Uelle und Mbomu liegen die Wohnsitze der großen Asande-Avungura-Fürsten Sassa, Mopoio und anderer, die über Tausende von Gewehren verfügen und durch stets zu, fürchtende Ausstände, der belgischen Regierung vielleicht noch einmal viel zu schaffen machen werden. Vier Tagereisen lang ging mein Weg über eine gut gehaltene, nach deut Posten Bili führende Straße durch mehrere Asandedörfer. Dann bog ich in östlicher Richtung nach Api ab. Tie Bevölkerung war hier dünn, und ein kauni erkennbarer Pfad verband die in der Steppe weit zerstreut liegenden Dörfer. Fast alle Galeriewälder standen unter Wasser, das ost bis zu den Hüsten reichte und den Marsch sehr schwierig und anstrengend machte. Mer meine kräftigen und willigen Asandcträger überwanden alle Hindernisse verhältnis- mäßig leicht. Nach achttägiger Reise kam der Posten Api in Sicht. Er glich einem großen Gutshof, und seine Anlage und Ausführung verriet den großen praktischen Sinn seines Erbauers, des Kommandanten L a p l u m e, eines der ältesten Kongobeamten. Er steht an der Spitze der Kommission. Ein Leutnant und ein praktischer Landwirt sind ihm unterstellt. Um eine geräumige Seriba, die an drei Seiten von hohen Schuppen flankiert, an der vierten durch einen mächtigen Palisadenzaun verschlossen ist, gruppieren sich die Wohn- und Wirtschaftsgebäude und eine Feldschmiede, sämtlich aus Backsteinen ausgeführt und mit Stroh bedeckt. Einige dreißig Elefanten werden dort gehalten, alles junge Tiere von etwa 1,50 bis 2,50 Meter Höhe. Ihnen dient der Seriba als Aufenthaltsort während der Nacht und der heißen Mittagsstunden. Tagsüber gehen sie unter der Obhut eingeborener Wärter aus die Weide in der Umgebung der Station und kehren bei Sonnenuntergang nach einem erfrischenden Bade in dem uahen Fluß in die Seriba zurück. Leider zeigte der in Abwesenheit des Kommandanten die Station leitende Offizier Teilte Neigung, mich an einem Fang wilder Elefanten teilnehmen zu lassen. Ich mußte mich mit Erkundigungen begnügen, die ich darüber in Api einzog und die ergänzt werden durch einen ofsiziellen Bericht des Jnspecteur d'Etat an den Gouverneur, in welchen ich Eiitsicht nehmen durste. Danach geschieht der Fang auf folgende Weise: Ein Dutzend geschulter Eingeborener, sogenannter „Kornaks", von denen vier Schützen, d. h. mit GewHren bewaffnet, gcht Fänger, d. h. mit mächtigen Stricken und Schlingen ausgerüstet, sind, nähern sich soweit wie möglich einer Elefantenherde, in welcher sie Kühe mit Kälbern festgestellt haben. Sind sie möglichst nahe herangekominen, so stürzen sie mit lautem Geschrei auf die Herde los, die erschreckt auseinanderstiebt. Tie acht Fänger verfolgen das vorher ausgewählte Kalb, einige packen es am Rüssel, andere an den Ohren und dem Schwänze. Sie legen ihre Schlingen um den Hals, den Bauch, die Hinterbeine und halten es so fest. Die Schützen haben inzwischen durch blindlings abgegebene Schüsse die Herde ü-ert rieben und achten nun auf die etwa zurückkehrende Mutter des jämmerlich schreienden Jungen, die sie im Notsalle töten. Mit vieler Mühe wird das gefesselte Junge in das ost stundenweit entfernte Lager gebracht. Es sträubt sich natürlich zu gehen; dann zerren die vorderen vier Schlingenträger an seinem Halse, und die andern ermuntern es mit Stockhieben. Versucht es, wütend und erbost, die vorderen anzugreifen, so halten es die hinteren mit den Schlingen fest. Tödliche Nnglücks- fälle ereignen sich beim Fang der Elefanten höchst selten, Verletzungen'der Fänger sind dagegen ziemlich häufig. Aber das l-alt die Kornaks, die sich hauptsächlich ans den kriegerischen und mutigen Asaude rekrutieren, nicht von ihrer gefährlichen Beschönigung ab. Sie finden allem Anschein nach großes Vergnügen daran, und während sie srüher die kleinsten Kälber aussuchten, wagen sie sich jetzt schon an recht stattliche Tiere von etwa 1,50 Meter Höhe. Im Lager angekommen, wird der Gefangene in einen provisorischen Kral gebracht, der aus derben Baumstämmen aufgeführt und in mehrere kleinere, zur Aufnahme je eines Elefanten bestimmte Zellen geteilt ist. Sind 6—10 beieinander, so werden sie nach Api gebracht. Hier kommen sie in die Obhut der bereits gut ein« gewöhnten ' Zöglinge. Die am längsten in der Gefangenschaft befindlichen pflegen sich der jüngsten in rührender Weise anzunehmen, sie vor Belästigungen anderer zu schützen, und sie förmlich über den Verlust der Freiheit zu trösten. Nach längstens! sechs Wochen sind die neu gefangenen so weit gezähmt, daß sie mit den alten zusammen auf die Weide ziehen dürfen. Es ist erstaunlich, daß bei der großen Freiheit', welche die Elefanten in Api gemeßen, io verhältnismäßig wenige Verluste durch Flucht vorkommen. Ein einzelner Elefant wird tatsächlich höchst selten vermißt. Dagegen ereignet sich hie und da eine Katastrophe, d. h. es kommt vor, daß die ganze Herde durch irgendeinen nichtigen Zufall, wie das Krachen eines nmstürzenden Baumes, den Sprung eines Affen, ja das Herabfallen einer großen Frucht, beunruhigt wird und, kopflos geworden, davonläust. Kurz vor meiner Anwesenheit in Api hatte sich ein derartiger allgemeiner Ausbruch zugetragen, und erst nach wochenlangen Bemühungen war es gelungen, die in der Gegend zerstreuten Elefanten mit Hilfe der umwohnenden 'Eingeborenen bis auf acht wieder einzusangen. Weitere leider häufige Verluste erfolgen' durch Tod infolge von Verdauungsstörungen und anderer noch nicht aufgeklärter Krankheiten. Auf diese Weise vermehrt sich die in Api gehaltene Herde nur sehr langsam und, obwohl das Unternehmen seit mehr als zehn Jahren besteht, beträgt die Kopfzahl, wie gesagt, nur einige dreißig. Tie längere Zeit in Gefangenschaft befindlichen und unbedingt zuverlässigen Tiere werden zur Arbeit abgerichtet. Man spannt sie vor Wagen und befördert mit ihnen die zum Bau der Stationen notwendigen Materialien. Ich unternahm gelegentlich eine Spazierfahrt mit einem solchen Elesäntengespann. Sie zogen den Wagen seht gutwillig, und folgten ohne weiteres' den Winken der auf ihnen sitzenden Kornaks; aber dadurch, daß sie alles auf dem Wege liegende beschnupperten, hin und wieder ein Büschel Gras abrupften oder einen Zweig in ihrem' Maule verschwinden ließen, ist die Geschwindigkeit einer solchen Fahrt eine sehr geringe. Auch vor dem Pflug werden die Elefanten verwendet, aber ihte Leistungen sind vorläufig noch recht unbedeutend und eher Spielerei als ernste Arbeit zu nennen. lieber die Aussichten des Unternehmens in Api lautet das Urteil der damit Betrauten sehr skeptisch. Ter Beweis der Zähmbarkeit und der Verwendbarkeit des afrikanischen Elefanten, die von vielen bezweifelt wurde, ist ja fraglos geliefert. Praktischen Nutzen aber haben die Versuche trotz der sich schon auf mehr als eine Million Franken belaufenden Unkosten in den zehn Jahren ihres Bestehens noch nicht gebracht. Der Plan, die Tiere zur Beförderung von Gütern zu verwenden und dadurch die Träger zu entlasten, ist bisher nur einmal verwirklicht worden. Ein belgischer Offizier fuhr mit mehreren Elefantengespannen, die mit seinem Gepäck beladen waren, nach einem entfernten Posten. Er brauchte dazu längereLeit, als wenn er mit Trägern gereift wäre, und machte außerdem allerlei üble Erfahrungen. Daß sich aus den afrikanischen Elefanten in nicht zu ferner Zeit in demselben Maße wie aus den inbifcfyen wird Nutzen ziehen lassen, halte ich für sehr zweifelhaft. Abgesehen^ von der ganz andern Fang- nnd Zähmimgsmethode der Inder, die sich vielleicht durch Einführung indischer Kornaks.und Verwendung zahmer indischer oder ausgewachsener afrikanischer Elefanten auch hier .einbürgern ließe, darf Man nicht vergessen, daß die Verkehrswege Indiens ganz anders sind als in Afrika, nämlich zum großen Teil mit Automobilen befahrbare Straßen, wogegen es im Innern Afrikas kaum eine Brücke gibt, die mit einem Reittier, geschweige denn mit einem 'Elefantengespann passierbar ist. Auch sind die verhältnismäßig weichen, an das Stampfen durch Urwald und sumpfiges Gelände vorzüglich an« gepaßten Sohlen des Elefanten auf steinigen oder kiesigen Wegen, ime sie in Afrika die Mehrzahl bilden, gar zu leicht Verletzungen ausgesetzt, und die Tiere werden sehr schnell.fußkrank und unbrauchbar. Man müßte daher erst gute Wege bauen, bevor" man an die Verwendung des Elefanten in Afrika im großen Stil denken kann. c Die schatten des panamakanals. Nach den Kabeltelegrammen, die aus Europa kommen, starrt dort alles wie gebannt nach dem Balkan, mit bangem Herzen die Folgen erwägend, die der entstehende Brand für Europa haben wird. Derweilen bereiten sich hier Umwälzungen vor, die in nicht ferner Zeit wieder beweisen werden, daß man über dem Nächsten nicht das Fernste vergessen soll. Die Tertii gandentes werden hierbei die Nankees fein. Die Eröffnung des Panamakanals, die den ganzen Weltverkehr umgestalten und das Kräfteverhältnis im fernen Osten gänzlich verschieben wird, wirst ihre Schatten voraus. Wenn man sich früher dem Hafen von Havana näherte und Morro Castle, ein festes Felsenfort passiert hatte, üoif dem 1870 eilt warnender Schuß dem tapferen deutschen „Meteor" bedeutete, daß der schwer getroffene französische „Bouvet" die rettende Neutralitätszone der damals noch spanischeit Insel erreicht habe, öffnete sich der Hafen der in weißem Glast schimmernden schönen Stadt und präsentierte sich als ein echt tropischer Hasen. Von der Natur zwar außerordentlich begünstigt — aber mit unzureichenden Verkehrs- und Auslademitteln, in tropischem Schlendrian gänzlich verludert. Als lebendiges Wahrzeichen dasür lag bis vor ein paar Jahren das Wrack der „Maine" ungehobelt, mit Mast mid Schornstein gen Himmel klagend', ein Zeuge eines wohl nicht restlos zu lösenden Rätsels, als Verkehrshindernis mitten int Hasen. Dazu stimmte auch das Lebet: und Treiben in dieser einzige« Stadt. Sei es, daß man vor dem luxuriösen Cass telegraphico saß und Eisgetränke schlürfte, von bereu raffinierter Schönheit — 744 Europa nichts ahnt, sei es, das; inan ans dein herrlichen, breiten Prado, der Hauptstraße, an der das HauS des deutschen Klubs sich erhebt, unter wunderbaren Bäumen dem eleganten Korso Kussch—■ immer der gleiche Schlendrian, Luxus und inüde Eleganz neben Schmutz und Elend. Dasselbe Bild auch in verschwiegeneren Straßen, in beiten lebende Ware aus aller Herren Länder — in Leinen Verschlügen, Käfigen gleich, in langen Rechen nebencin- anber sich anbot und dem Fremden, wenn er als Deutscher hinreichend verdächtig erschien, mit schmeichelnder Stimme das einzige deutsche Wort zurief, das den armen Geschöpfen bekannt ivar und ihnen als Zärtlichkeit erschien: das gemeinste deutsche Schimpfwort, das deutsche Matrosen als Kulturträger zurückgelassen. Ebenso auch unter den Volksmassen, die im herrlichen Palmenpark Schatten suchten, in dessen Bassins statt.der Goldfische kleine Alligatoren sich zeigten. Gearbeitet wurde auch damals schon: in den Fabriken, die meist in englischen oder deutschen Händen sind. Hier entstehen die Importen, die Bocks und llpmans und wie die tönenden Namen alle heißen, deren Reiz auch der gewiegteste Kenner nicht ahnen kann, wenn er nicht die solide Vergiftung durch sie — frisch und grün genossen — kennen gelernt hat. Damals wie heute wirkten in den weiten Räumen Hunderte von Menschen: hier wurde der Tabak in großen Blättern zum Trocknen aufgehängt, hier auf nackten Schenkeln .ausgebreitet und sortiert, dort endlich in einem Riesensaal die verschiedenen Sorten gedreht und die Zigarren von einer schweigenden und eifrig tätigen Menge zugespitzt und ausgemessen, während ein dicker Neger ganz in weiß, mitten im Saal auf einer Kanzel sitzend, mit öligem, pastoralem Pathos ihnen Geschichten ober die Tageszeitungen vorlas. Aber überall sonst matte Trägheit. Jetzt aber — wie anders wirkt dies Zeichen auf mich ein! Der nüchterne Geschäftsgeist der Amerikaner, die trotz allen republikanischen Anstrichs die Herren der Insel sind, hat hier Wandel geschaffen. Nach Eröffnung des Kanals wird Havana einer der bedeutendsten Welthäfen sein. Schon früher war der Handel recht beträchtlich, wie die Statistik erweist. Bereits 1900 hatte Kuba für 264 Millionen Frank Ausfuhr, für 361 Einfuhr, davon entfallen allein auf Havana 157 und 253. Schon 1910 stellten sich die Zahlen für Havana auf 292 Einfuhr und 347 Millionen Ausfuhr bei 779 und 556 für ganz Kuba. Diese Zahlen werden nach der Eröffnung des Kanals noch ganz anders emporschnellen — ünd der kluge Mann baut vor. Darum ist inan jetzt in fieberhafter Tätigkeit dabei, den Hafen auszichauen und zu vergrößern. Bis jetzt verbinden direkte Linien Havana mit Bordeaux, Bremen, Antwerpen, Barcelona, Bilbao, La Eoruna, Le Havre, La Rochelle, Liverpool, Santander, und London, außer den zahlreichen Verbindungen mit den Bereinigten Staaten. Diesem Verkehr genügten die alten Hafenanlagen in keiner Weise, da an den bisherigen Kais die Wassertiefe eine so geringe war, daß größere Schiffe nicht anlegen konnten, sondern bei Ladung und Löschung auf Leichter angewiesen waren, tvas natürlich sehr zeitraubend und kostspielig toar. Nun ist einer Gesellschaft, die auS Amerikanern, Engländern und Kubanern besteht, die Konzession erteilt worden, an den alten Kais nach innen vier senkrechte Piers, Erdwälle mit Steineinfassung, anzubauen, die soweit ins tiefe Wasser hinausreichen, daß auch die größten Schiffe an ihnen sestmachen können. 'Dann fallen alle Schwierigkeiten und Kosten der bisherigen Löschungsart fort, und von den aus ihnen vorgesehenen Magazinen und Schuppen kann die frische Ware, wie Tabak, Zucker, Rum, Früchte, Gemüse, direkt an Bord gebracht und andererseits die schweren Einfuhrstoffe, tote Kohle, leicht gelöscht werden. Der erste Pier ist bereits fertig, der zweite schon weit vorgeschritten, rnnb die Gesellschaft hat die Verpflichtung, die beiden andern in einer gewissen Frist fertigzustellen. Die Lage der neuen Dämme, die bie'alten Kais um rund 700 Meter verlängern werden, ist äußerst günstig, ba sie mit dem eigentlichen Geschastsviertel von Havana in unmittelbarer Verbindung stehen. Hier heißt's aufgepaßt, damit wir in der Stadt, die einem so mächtigen Aufschwung entgegengeht, nicht wichtige Möglichkeiten versäumen. Auch dem internationalen Reiseverkehr werden diese Neuerungen zugute kommen, da man von Bord bireft an Land wird gehen können, so daß sich in Zukunft der Reisende der Perle der Antillen ohne Furcht vor Unbeguemlichkeiten nähern kann — dieser .Symphonie in Weiß und Gold. Vermischtes. — Fuchtel. In der alten preußischen Armee regierte der Stock. Unaufhörlich sauste er auf die Mannschaften nieder, und der Korporalstock schien die sicherste Stütze der Disziplin. Die Unteroffiziere schlugen auf die Gemeinen los, die Offiziere ans beide und auf die Junker. Aber es ivar doch ein Unterschied Neben den gewöhnlichen Stockprügeln, die int Dienstbetriebe wild wuchsen, und den Spießruteuhieben, die durch gerichtliches Erkenntnis zudiktiert wurden, gab es noch eine Art Prügel von „vornehmerem" Charakter, das waren die „Fuchtel", d. h. Schläge, die ein Offizier mit der flachen Klinge austeilte. Die Junker nun, d. h. die Offiziersaspiranten, Fahnenjunker, hatten besonderes Interesse an den Fuchteln. Sie rangierten zwischen den Sergeanten und Korporalen, taten Unterosfiziersdienste, waren aber vom Stocke frei. Gefuchtelt aber dursten sie ohne weiteres werden. Wenn sie aber älter wurden, die Fahne tragen durften und das Offiziers-Portepee bekamen, dann durften sie erst gefuchtelt werden, wenn ihnen zuvor das Portepee abgenommen toar. Hierzü mußte jedoch der Chef oder Kommandeur des Regiments vorher seine Zustimmung geben. So ivar selbst ein sonst wie ein Offizier behandelter junger Mann aus gutem Hanse nicht davor sicher .ge-- fuchtelt" Kn werden. Büchertisch. — Ein W e i hn a ch t s k a t a l o g. Von der bekannten Verlegergruppe, zu der sich 17 der angesehensten deutschen Buch- und Kuust-Berlagsfirmen zusammengchchlossen haben, liegt der neue Weihnachtskatalog vor: Das Buch des Iahres 19 1 2. Diese Gruppe, die, tote bekannt, schöne und künstlerische Ausstattung pflegt, und sich um die neue deutsche Buchkunst große Verbienste erworben hat, bietet in diesem Katalog ein reiches und praktisch benutzbares Verzeichnis ihrer Werke. Man fann sich hier ausgezeichnet über das spezielle Schaffen jener Kultur-Verlage unterrichten. Eine sehr dankenswerte Neuerung erhöht den Nutzen des Weihnachtskataloges: es ist eine sehr eingehende Einleitung vorhanden, die sich als Ratgeber für Micherkaitfer darstellt und auch anss beste in die Neuheiten des Verlags einführt. — Im Verlage von Leonhard Simion Nf. in Berlin SW. 48 erschien das Prachtwerk: Gerd Fritz Leberecht, „Luftfahrten im Frieden und im Kriege". Bücher über das deutsche Heer und die deutsche Flotte besitzen wir in Hülle und Fülle, aber noch kein derartiges über die „fünfte Waffe", das nicht etwa trockene Abhandlurigen bringt, sondern farbensprühende, lebendige Schilderungen von Aufstiegen im Freiballon, Fesselballon, Luftschiff, Flugzeug, besonders von militärischen Er- kundungsflügen im Manöver und in den letzten Feldzügen: russisch- japanischer Krieg, Rifkrieg, türkisch-italienischer Krieg, Balkan- Krieg. Das ungemein aktuelle Buch ist eine fesselnde Darstellung des Luftfahrtwesens überhaupt, die den Laien ausgezeichnet informiert und — begeistert, wozu die etwa 100 trefflichen Photographien besonders beitragen. Daß es von einem Militärschriststeller ersten Ranges und von einem glänzenden Plauderer geschrieben, wird man verstehen, wenn man hört, daß „Gerd Fritz Leberecht" identisch mit Lookout ist, dessen „Englands Weltherrschaft und die deutsche Luxusflotte" in 26 000 Exemplaren Absatz fand. — D i e Fran i in Sp ort. Unter diesem Titel bringt bas> neueste Helt (Heil 48) von „Zeit im Bild" einen hochinteressanten und prachtvoll illustrierten Artikel ans der Feder der Gräfin von Baudissin, den jede Dame lesen sollte, die an der Erhaltung ihrer Gesundheit ein ernsteres Interesse hat. Man muß es dieser Wochetischrist zum Lobe uachsageu, daß sie mit jedem Heite durch eine staunenswerte Reichhaltigkeit in den textlichen und illustrativen Darbietungen den Leser stets von neuem zu fesseln weiß. Aus dem genannten Helt erwähnen wir ferner beit hochinteressanten illustrierten Artikel „Panzer-Vlatten" von In gen i eilt Ohaus, dann beu nut reizvollen Bildern geschmückten Aufsatz „Das russische Ballett" vou Wilhelm Herzog Sehr lesenswert sind auch die Ausführungen uvit Di. V. F r a u z über „Ber- erbungssrageu", sowie der illustrierte Aussatz „Mandschurische Sta4ergrab er", von Dr. Fritz Wer theime r. Sticht minder lesenswert ist der Artikel „Seeschlacht II" von Dr' A. Golds ch nt i b t, mit Porträt des Generaldirektors Ballin von T h. T h. Hein e. Die beiden Romane „Talio n" von Rudolf H u ch und „Geschichte einer Bombe" von A. ©trug haben in ihren bisherigen Fortsetzungen au Spannung nichts eiugebüßt. (Neue Deutsche Verlags- gesellschaft G. m. b. H. Müncheu.) Auflösung in nächster Nummer. Rilderrätze! 9 .-&A LA \rw> v ,Auflösung des Versteckrätsels in voriger Nummer: Jeder weiß am besten, wo ihn bet Schuh drückt. Redaktion: K. N e u r a t h. — Rotatiousdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- pnd Steindruckerei, R. Lauge, Gießen,