Samstag, den 26. Moder ,A M MI , I iS Mm ’S»! R fei' WWWW . und Pferde unter sich hat, hat den Kopf voll von seinen Rekruten j und Remonten, von Proviant, Hufschmieden und Quartieren und sieht das Leben von der ernsten Seite an. Ist er aber noch ern | lunger ^Leutnant, nun, dann hat er noch keine schwerere Last zü I tragen, als die Epauletten auf seinen Schultern; dann klirren I die Sporen, der DolMan fliegt, er leert sein Glas, küßt sein | Mädchen — kurz, sein Sinnen geht auf nichts anderes, als ein I lustiges Leben zu führen. Das ist die Zeit, wo er die meisten I Abenteuer erlebt, und zu jenen Tagen werde ich oft zurückkehren, I wenn ich von meinem Leben erzähl^ heute schon, wo Sie hören I sollen von meinem Besuche auf der Schrecktansburg, von der seit- I samen Mission des Unterleutnants Duroc und. von der entsetz^ | lichen Geschichte des Mannes, der erst als Jean Carabin und 1 später als der Baron Straubenthal bekannt war. Unmittelbar nach der Einnahme von Danzig, iin Februar I des Jahres 1807, erhielten Major Legendre und ich Befehl, 1 400 Remonten aus Preußen nach dem östlichen Polen zu bringen. I 'Das harte Wetter, besonders aber die große Schlacht von I Eylau, hatten so viele von den Pferden vernichtet, daß unser I schönes zehntes Husarenregiment in großer Gefahr stand, in em Bataillon leichte Infanterie umgewandelt zu werden, und deshalb wußten wir wohl, daß unsere braven Soldaten uns mit großer Sehnsucht erlvarteten. Trotzdem konnten wir nur langsam vorwärts kommen, da der Schnee sehr tief und die Wege in abscheulichem Zustaude waren; außerdem hatten wir nur zwanzig eben aus dem Hospital entlassene Soldaten, die uns Mfen, und die Pferde ließen sich bei der schlechten Verpflegung fast nicht schneller als im Schritt vorwärts bringen. Ich weiß wohl, daß in Gescksichtenbüchern die Kavallerie int tollsten Galopp vorvet- fliegt — ich meinesteils würde nach den Erfahrungen von zwanzig Feldzügen schoii zufrieden sein, von meiner Brigade zu lesen, daß sie aus Märschen immer im Schritt gehlen und vor dem Feinde traben konnte. Und bedenken Sie, daß ich jetzt von Husaren und Jägern rede; wie viel unwahrscheinlicher klingt es erst, wenn | cs sich um Kürassiere und Dragoner handelt. Ich bin ein leidenschaftlicher Liebhaber von Pferden, und es machte mir deshalb großes Vergnügen, vierhundert derselben von jeder Farbe, jedem Alter und Charakter unter mir zu haben. Sie stammten zum großen Teil aus Pommern, einige auch aus der Normandi und aus dem Elsaß; es war interessant, zu beobachten, luie sie in ihren Eigenschaften ebenso vouetnaudeü abwichen, wie die Bewohner jener Länder, und wie die ganze Natur des Pferdes abhäugig ist von seiner Farbe. Die letztere Beobachtung habe ich in meinem späteren Leben oft bestätigt ■ gefunden, mochte es sich nun um die leicht erregbare, kokette Falbe, oder den ruhigeren Tunkelbrauiien, den gelehrigen Fuchs oder den dickköpfigen Rappen Händeln. Das, alles hat freilich mit meiner eigentlichen Geschichte durchaus nichts zu tun, aber, me» tarnte, Ihr werdet gewiß einem passionierten Relterofsizier, der mit Leib und Seele bei seinem Berufe war, diese Abschweifung gerne verzeihen. Marienwerder gegenüber setzten wir über die Weichsel und waren bis Riesenberg gekommen, als Major Legendre mit einem Schreiben in der Hand in mein Zimmer trat. Ein Befehl vom General Lasalle!" verkündete er mit verzweiflungsvollem Gesichte. „Sie sollen mich verlassen, fouett sich sofort nach Rossel begeben und im Hauptguartter des Regimentes melden. Diese Nachricht war mir höchst willkommen. Tenn erstens war Mein Vorgesetzter, Legendre, durchaus nicht der Mann, von dem ich mich ungern trennte, und dann sah ich aus der Ordre, daß ich höheren Ortes gut angeschrieben stand. Höchstwahrscheinlich sollte mein Regiment wieder ausrücken, und Lasnlle fand, daß ich bei meiner Schwadron unentbehrlich war. Freilich, so ganz gelegen kam mir die Sache jetzt nicht; denn der Postmeister hatte eine Tochter, eine jener schwarzhaarigen, glutaugigen Polinnen, mit der ich gerne noch manch heiteres Gespräch gehabt hätte. Aber es ist nicht Sache der .Figur im Schachspiel, mit den Fingern des Spielers zu rechten, wenn sie ihm ein anderes Feld anweisen, und so machte ich mich auf, sattelte mein großes, schwarzes Schlachteitroß, Rataplan, und begab mich auf meine einsame Reise. • । Meiner Treu, das war ein Schauspiel für jene armseligen Polen und Juden, bereit ödes Leben so selten durch eine Abwechslung erheitert wird! Die gewaltigen, pechschwarzen Hinterbacken Rataplans und die schönen Linien des Rückens und. der Flanken glänzten und schimmerten bei, jeder Bewegung in der frostigen Morgenlust. Mir wenigstens jagt heute noch das Blut schneller durch die Adern, wentt draußen auf der Landstraße rascher Hüsschlag ertönt, wenn leichtes Kettengeklirr jede Bewegung des trotzigen Kopfes verrät! Dann können Sie sich denken, wie ich in meinem 25. Jahre zu Pferde saß — ich, Etienne Gerard, der verwegendste Reiter und kühnste Degen im zehnten .Husarenregiment. Himmelblau mit Scharlach war die Farbe unfern- Uniform, und man sagte, daß unser Anblick die ganze Bevölkerung eines Dorfes ins Laufen versetzen könnte — insofern nämlich, als die Männer vor uns flohen, während die Frauen herbeieilten, um uns zu bewundern! An jenem Morgen gab es in den Fenstern Riesenbergs manch blitzendes Auge, welches mich zum Verweilen einlud; aber was bleibt dem Soldaten in solchen Fällen übrig, als lächelnd, ein Kußhändchen hiuaufzu- werfen und Vorüberzuresten? Ein wolkenloser, blauer Himmel wölbte sich über diesem ärmsten und reizlosesten aller Länder Europas, und blendende, kalte Sonnenstrahlen lagen auf den ungeheuren Schneefeldern. Mein Atem rauchte in der eisigen Luft, und auch Rataplans Nüstern entstiegen Tampfwolken, während an den Seiten fernes Gebisses die Eiszapfen niederhingeu. Uw ihn zu erwärmen, ließ ich ihn im Trab gehen, aber ich selbst war zu tief in Gedanken versunken, um auf die Kälte zu achten. Rings um mich her nichts als die unendliche Ebene, die nur hier und da von Gruppen düsterer Tannen oder lichterer Lärchen unterbrochen wurde. Zwar tauchten von Zeit zu Zeit einige Hütten auf, aber es waren erst drei Monate her, seit die graube armee desselben Wegs gezogen war, und was das sagen will, wißt Ihr alle. Allerdings waren die Polen unsere Verbündeten; aber von den 100 000 Mann unserer Armee befaß nur die Garde Proviantwagen, während die übrigen zusetzen mußten, wo sie blieben. Was Wunder daher, daß nirgends ein Stück Vieh zu sehen war, und feine Rauchsäule I aus den schweigsamen Gehöften emporstieg! Bittere Not bezeichnete die Stätte, die das große Heer betreten hatte, ja, man sagte, daß da, wo der Kaiser mit seinen Soldaten vorübergezogen war, sogar die Ratten verhungern müßten. Gegen Mittag gelangte ich nach dew Städtchen Saalfeld; der Weg führte mich nun auf der Landstraße nach Osterode entlang, wo der Kaiser überwinterte und wo das Hauptquartier der sieben Divisionen Infanterie war. Natürlich konnte nun von einen! schnellen Vorwärtskvmrnen nicht mehr die Rede fein, denn die Straße wimmelte von Wagen, Karren und Kanonen, von Rekruten und Maroden. Nachdem ich mir eine Zeitlang mühsam einen Weg durch das Gedränge gebahnt hatte, entdeckte ich zu meiner großen Freude einen sich abzweigeuden Seitenweg, der durch dunfleu Tannenwald ebenfalls nach Norden zu führte An der Kreuzung stand ein kleines Gasthaus, und vor demselben hielt I eben eine Patrouille von den dritten Husaren — dem Regi- mente, dem ich später als Oberst angehörte — un Begriff, zu I Pferde zu steigen; der Offizier, ein schmächtiger, blasser lunger Mann, in dem man weit eher einen Priester frisch vom Seminar weg, als den Anführer jener Teufelskerle vermutet hatte, stand I noch in der Tür. ' „Guten Tag, Herr Kamerad!" lautete sein Gruß, als er I bemerkte, daß ich Miene machte, abzusteigen. „Guten Tag!" war mein Gegengruß. „Leutnant Etienne I Gerard, Boni zehnten." Ich sah an seinem Gesicht, daß er mich dem Namen nach I kannte. Natürlich, jedermann kannte mich von meinem Kampf mit' den sechs Fechtmeistern her, aber ich war bemüht, ihm durch I mein ganzes Auftreten sofort die Scheu vor mir zu benehmen, I und er stellte sich ohne Verlegenheit vor: „Unterleutnant Duroc vom dritten." „Neu eingetreten?" „Vergangene Woche." _ > . Das hatte ich mir nach feinem Milchgesicht und der uach- lässiaen Art und Weise, wie feine Soldaten zu Pferde saßen, schon gedacht. Aber ich hatte ja selbst vor gar mäst langer Zett I erfahren, was es heißt, wenn ein Schulknabe Veteranen unter! I sich hat; ich war rot geworden, so oft ich Mannern Befehle zurufen mußte, die Mehr Schlachten gesehen hatten, als ich ..zatzre I zählte, und cs wäre mir viel leichter gefallen, zu sagen: ,,wctt 1 eurer Erlaubnis wollen wir uns m Rech und Glied stellen. , ober „Haltet ihr es nicht für besser, wenn wir letzt Trab retten? -M dachte deshalb nicht schlechter von dem Jünglinge, als ich | bemerkte, daß seine Leute nicht die rechte Zucht hatten; aber 672 ich warf ihnen einen Mick zu, bei dein sie sich in ihren Sättelnj gehörig aufrichteten, bevor ich Duroc fragte: „Darf ich fragen, ob Ihr auf diesem Wege nach Norbert reitet?" „Ja, ich habe Ordre, bis Arensdorf zu patrouillieren," antwortete er. ■ „ , , „Dann erlaubt Ihr mir wohl, bis dahin mit Luch -zu rerten," sagte ich. „Mich dünkt, in diesern Falle wird der weitere Weg der kürzere sein." (Fortsetzung folgt.) „Glück ab!" Eine Freiballon-Fahrt. „Glück ab!" riefen uns die 'anwesenden Vereinsfrennde zu und „Glück ab" antworteten wir mit Mützenschwenken. Rasch erhob! sich der Ballon „Marburg", dem wir unser Leben anvertraut hatten, vom Gießener Gaswerk aus mit scharfem Südwestkurs in die Höhe und stieg in wenigen Minuten 600 .Meter hoch. Die Aufforderung des Führers, unseren „Salonwagen" in Ordnung zu bringen, ließ dann zunächst meine Gedanken von der Erde abschweifen. Um den vier Anwesenden einigermaßen .Bewegungsfreiheit zu verschaffen, müßte alles entbehrliche Gei- päck, wie Rucksäcke, Mäntel usw., an der Außenseite des Korbes angebracht werden. Der Führer hatte an dem oberhalb des Korbes befindlichen Ring zu. tim, und ich muß eingestcyen, daß ich dabei ein kleines Angstgefühl empfand, da der Führer sich dabei auf den Korbrand stellen niußte. Inzwischen hatten wir uns schon ziemlich von Gießen entfernt, der Gleiberg war nur noch undciutlich, der Schiffen-« berg gar nicht mehr zu sehen, und wir näherten uns langsam den Wäldern des Taunus, während unser Ballon durch dia Sonnenstrahlen allmählich in eine Höhe von etwa 1000 Metern gezogen wurde. Während wir uns' ganz dem Genuß der Frühlingsnatur Hingaben, entdeckten wir plötzlich einein weitläufigen Vcrwandten, die „Viktoria Luise", die sich ungefähr über Nau- Heim befinden mochte, uns aber nicht bemerkte. 'Da ich niich inzwischen ganz gut an den Aufenthalt ini Gallon gewöhnt hatte, ließ ich mir von unserem liebenswürdigen Führer die Apparate erklären, von denen außer bem Ballon- iVariometcr noch ein ebenso «infach als sinnreich ausgedachter (Höhenmesser der wichtigste ist. Dieser ist mit einer Schnur jam Netzwerk befestigt und besteht aus einem blauen und einem roten Windrädchen. Die geringste, durch Agnderung der Tragkraft bedingte Steigung bewirkte sofort ein Drehen des blauen Rädchens, während sich beim Fallen aus denselben Gründen das rote dreht. Diqse beiden „Radler" dürfen auf der Fahrt nicht aus den Augen gelassen werden. Während wir ein wenig aßen, kamen wir dem Feldberg immer näher und konnten deutlich die Häuser und auch Einzelne Men- schen erkennen. Da meldcke sich plötzlich unser „roter Radler" !und zwar waren seine Drehungen so.schnell, daß man die Bewegung kaum erkeunen konnte. Wir waren in eine tiefer» Luftschicht gefallen, die das Ballongas derart abkühlte, daß es rasch hinab ging und nun kam der Augenblick, den mir nufer Gießener Fahrtenwart bei der Ausreise als etwas für den Neuling aufregend geschildert hatte: das Aus warf en des Schlepptaues. Dieses hat bei einer Länge von etwa 100 Metern ein Gewicht von 40 Kilo und hängt zusammengerollt an der Außenseite des Korbes. Nun ertönte das Kommando „Festhalten" iund wir nahmen die uns vorher angewiesenen Platze ein, um gegen Schwankungen gewappnet zu sein. Im Anfang wickelte sich die Sache ziemlich harmlos ab, aber plötzlich kam Leben in die Bude, denn es hatte sich ('in Knoten int Tau gebildet, der sich nicht von selbst' lösen wollte. Dabei näheirten wir uns trotz Ballastabgabe immer noch den Baumgipfeln. Es hieß also, die ganze Masse von Seil! herauf in dich Korb ziehen, wobei ich mich zum erstenmal aktiv beteiligen durfte. Was dabei etwas fHeklemmung verursachte, war die Besorgnis, daß sich das Seil ihn Eifer des Gefechts um eineht Körperteil eines Passagiers schlingen und diesen an die frische Luft befördern würde. Glücklicherweise brauchten wir die Arbeit nicht zu Ende zu verachten, denn der Knoten hatte sich währcind des Aufziehens gelöst und wir konnten diq wenigen Meter Seil, welche wir eingezogen hatten, wieder langsam hinablassen. Da inzwischen die Bestrahlung .der Sonne sehr kräftig geworden war, hatten wir bald eine Höhe von über 2000 Metern erreicht und wir durften damit rechnen, uns noch qin bis zwei Stunden oben halten zu können.: lieber Lorsbach, erreichten wir die größte Höhe des Tages, 2300 Meter, in der wir uns fast eine Stunde ohne wesentliche Fortbewegung aufhielten. i Was ich in dieser Stunde in der einsamen Stille des Luft- Weltmeeres, weitab von allem Kleinkram der Erdenbewohner, empfand, das war kein einfaches Genießen, das war Andacht —■ Erbauung! Wir trieben nun auf Wiesbaden zu und hofften auf eine Landung vor dem Kurhaus, doch bekamen wir bald andere Richtung, näherten uns dem Main und den Fabrikschornsteinen von Höchst. Da die Ballastvorräte auf 3i/2 Säcke zusammengeschmolzen waren, mußten wir uns mit idem Gedanken vertraut machen, daß die Herr« lichkeit bald ein Ende nehmen würde. Wir überflogen langsam den Main und faßten ein schönes Gelände jenseits eines größeren Waldes als Landungsplatz ins Auge. Kaum waren wir am! Ende der Waldung, als wir infolge verminderter Sonnenbestrahlung erst langsam, dann rascher ins Fallen kamen. Je mehr wir uns der Erde näherten, desto schleuniger sank der Ballon, wobei wir uns dem Orte Walldorf näherten. Es war die Absicht gewesen, auf ben bebauten Feldern vor dem Dorfe nieder zu. gehen. 'Da aber der Wind unten etwas stärker war, fo konnten uns die wenigen herbeigeeilten Leute im ersten Augenblick nicht halten, so daß das Torf noch überflogen werden sollte. Ans das Kom^ mando des Kapitäns „Mles raus" ging der letzte Ballast über Bord und schon hatten wir Rucksäcke usw. reisefertig gemacht, unt sie zu opfern und sie dann später wieder in Empfang zu nehmen. Doch nun erschienen schnell Mehrere hilfsbereite Menschen, so daß wir doch noch vor dem Dorfe landen konnten. Auf das Kommando „Festhalten" gingen wir in die Kniebeuge und schon erfolgte der erste Ausstoß. Ich fiel zunächst wegen des wohl nicht gut genug ausgeführten Klimmzuges aus beide Knie, um dann rückwärts gegen meinen Hintermann zu fliegen, dessen natürliches Polster diese „Kollision" sehr dämpfte. Inzwischen war eine immer größere Anzahl Eingeborener herbeigeeilt, während auf dem benachbarten Friedhof gerade eine Beerdigung stattfand. Auch die Trauergäste kamen heran und halfen im besten Feiertagsstaat. Wer Ballvnkorb setzte auf, dann stiegen wir wieder einige Meter, doch die Bauersleute zogen uns int buchstäblichen Sinne zu sich hinunter; die Erde hatte uns wieder. Knapp 10 Meter vor dem Dorfwirtshaus fand die Landung statt. Wir rissen den Ballon auf Und in wenigen Augenblicken war das, was sterblich an unserem Schiff war, in dem Aether üerflogen. Nun konnten wir deut Korb entsteigen. Der Lustschiffer kennt drei Arten der Landung, nämlich: 1. sehr glatt (Damenlandung), 2. glatt, 3. glücklich; die unserige wurde Mit Note 2 zensiert. Der Führer war sogar im Zweifel, ob er nicht die Note 1 gehen könne, da der Korb noch aufrecht stand. Nun ging es sofort an die Verpackung, zu welchem Zweck schon vorher jeder Mitfahrer ein Amt erhalten hatte. Unter Beihilfe der Eingeborenen und mit Unterstützung des Polizeigewaltigen war in einer guten halben Stunde die „Mar-, bürg" bahnfertig verpackt. Nach einem Abschiedstrunk traten' wir die Rückreise mit der Bahn an. Vucherüsch. — Christian Reuter: Schelmuffskys R ei sehe s ch r e i b u u g. Mit einer Einleitung von Dr. Gottlieb Fritz und Illustrationen von Ludwig Berwald. (Hausbücherei-Band 41.) Verlag der Deutschen Tichter-Gedächtnis-Stiftung in Hamburg- Großborstel. Wer weiß heute noch etwas von S ch e l m u f f s k y? Man wundert sich, daß der „Schelmuffsky", der im Jahre 1696 von einem Leipziger Studenten geschrieben wurde, so lange Zeit verborgen bleiben komcke und erst jetzt wieder nnS Licht gezogen wird. Denn er ist unbedingt eines der lustigsten Bücher, die je geschrieben wurden. Er übertrifft den Münchhausen an kornischer Kraft; er enthält eine Gestalt, die wie Shakespeares Falstaff der Weltliteratur angehört. Eine glänzende Satyr e - auf die lügenhaften Reiseschilderungen hat Christian Reuter schreiben wollen und zugleich eine gewisse Familie Müller verspotten wollen, deren Rache ihn noch lange Zeit verfolgte. Er schildert mit drolligen Einzelheiten seine Abenteuer und Heldentaten in fremden Ländern, und schließlich stellt sich heraus, daß er nie über das Nachbardorf hinausgekommen ist. Rösselsprung. Auflösung in nachper Nummer. Uli na sie ner UN der lieh eig be meiht ig Hand die der tue ist arzt f’re mit trüg den maß ge (eit Auflösung der Skat-Aufgabe in voriger Nummert Abkürzungen: tr — Treff,' p — Pique, c — Coeur, car — Correau trB — Treff-Bube, pA — Pique-Aß, cD = Coeur-Tome usi. Im Skat liegen c9 und carD. Borband erhielt cA, c8, pA, p9, p8, p7, carK, car9, car8, car7, Hinterhand den Rest. Gang des Spieles: 1) V. pA M. pD H, carA = — 25 2) V. p9 M. pK H. cZ = — 14 3) H. trZ V. cA M. trA — — 32 Sa. — 71 Augen. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen»