S kj 81 M KAM IW vilii | *-' | IlfQjßG ■ '■' MD Die Dame im Pelz. Komait von ®. W. Appleto n. (Nachdruck verboten.)/ (Fortsetzung.) Ich blieb noch eine Weile im Zimmer und dachte über die seltsamen Geschehnisse des vergangenen Tages nach. Dann drehte ich das Licht aus und begab mich gleichfalls in mein Schlafgemach. Meinem Versprechen gemäß legte ich das Päckchen mit dem Löschpapier unter mein Kissen, wobei ich ein inneres Lachen nicht unterdrücken konnte. Die Sache kam mir außerordentlich komisch vor. Bald überkam mich infolge der vielfachen Aufregungen eine große Müdigkeit. Ich schlief ein und träumte von der schönen Fremden. Am anderen Morgen erwachte ich bei guter Zeit. Mein erster Gedanke galt meinem wunderbaren Gaste. Würde ihre Erinnerung zurückgekehrt sei» oder nicht? Als ich zum Kaffee erschien, erzählte mir meine Schwester, daß sie noch rnhig schlafe. Während wir aber noch am Tische saßen und über unsere eigentümlichen Erlebnisse vom vorhergehenden Tage plauderten, hörten wir Tritte über. uns. Helen ging zuerst allein hinauf, kehrte aber bald zurück und bat mich, hoch selbst auch hinaufzukommen, weil unsere Besucherin mich zu sehen wünsche. Bei diesen Worten durchschauerte mich eilt eigenartiges Gefühl, das ich mir damals jedoch nicht erklären konnte. Ich folgte Helen ins Fremdenzimmer. Unsere geheimnisvolle Pflegebefohlene hatte sich wieder zu Bett gelegt. Sie begrüßte mich mit einem leichten Lächeln, wobei ihre weißen Perlenzähne reizend zum Vorschein kamen; dann richtete sie ihre prächtigen schwarzen Augen auf mich und sagte: Ich würde selbstverständlich zu Ihnen hmuntergegcmgen sein, aber ich weiß nicht, — ich habe so Kopfweh, und da drängte mich Ihre liebenswürdige Schwester hier, mich doch wieder etwas niederzulegen und auszuruhen. O, tote gut und freundlich Sie beide gegen mich sind — gegen eine Fremde. Sie wissen.gar nicht, wer und was ich bin H imd dabei huschte ein schmerzlicher Zug über ihr Gesicht — und doch sind Sie so gut — so sehr gut! O, das hat.doch nichts zu sagen! Wir mochten nup gern, daß Ihre Erinnerung bald wiederkehrte, damit wir Ihnen auch wirklich zu Diensten sein könnten. Können Sie sich noch nicht entsinnen? Gar nicht — nur auf Ihre übergroße Gute. Alles übrige ist mir immer noch vollkommen dunkel. Meine Schwester, spann ach die Unterhaltung weiter, fürchtet, daß Sie einen Schlag auf den Kops bekommen haben. Darf ich vielleicht Mal nachsehen? Ich fand gleich eine ganz bedeutende Verletzung, die Meiner Ansicht nach von einem Schlag herrühren mußte, und zwar von einem von hinten geführten. Ich sagte ihr das und fragte sie, ob sie sich gar nicht darauf entsinnen könne, einen solchen Schlag erhalten,zu haben, aber sie schüttelte den Kopf und meinte: Es kommt mir so vor, als ob ich mich ganz dunkel an einen furchtbaren Schrecken erinnern könnte, aber es ist nur eine ganz, ganz dunkle Vorstellung. Ach, wie entsetzlich langweilig muß Ihnen das alles erscheinen! Durchaus nicht, versicherte ich ihr mit freundlichem Lächeln. So was müssen Sie nicht immer denken. Wir sind besorgt — allerdings —- aber doch nur um Sie, und dann! freilich noch etwas beunruhigt wegen dieser Sache hier. Damit zeigte ich ihr den Brief mit dem Gelde, den ich gleich nach dem Aufstehen wieder in Ordnung gebracht und wieder in meine Brusttasche gesteckt hatte. Ich finde meinen Namen und Adresse in Ihrer Börse, und hier steht er gleichfalls. . , Ich weiß, antwortete sie ernst, daß es, tote Sie sagem Ihr Name ist. Dann muß es eben für Sie sein, und ich muß hergekommen sein, es Ihnen zu überbringen; was sollte ich sonst hier gewollt haben? O, wenn doch erst einmal mein Gedächtnis wiederkommen wollte! Ich ließ mich jedoch durch ihre Klagen nicht abhalten, meine Untersuchung sortzusetzen. ! . Wissen Sie überhanpt, was drin ist, fragte ich daher —i selbstverständlich im liebenswürdigsten Tone — werter, indem ich es gleichzeitig öffnete und ihr den Inhalt zeigte. Wie Sie sehen, ist es eine große — eine sehr große Summe Geld ess Was soll ich damit machen? Behalten Sie es, versetzte sie. Verbergen Sie es -i verbergen Sie es vor —. Hier hielt sie lange inne, offenbar, um sich zu besinnen; aber endlich schüttelte sie traurig den Kopf und fuhrt fort: Ich weiß weiter nichts, als daß ich mich in irgend einer sehr großen Gefahr befinden muß, und daß Sie mich beschützen nnd das Geld von irgend jemandem behalten sollen. Ich glatche bestimmt, daß ich deshalb zu Ihnen gesandt bin. , _ Ich sah Helen an, und sie mich. Das Geheimnis schien immer tiefer und tiefer zu werden. Hinter dieser Sache steckt noch viel mehr, sagte ich etti£ hch als wir vermutet haben. Auf alle Fälle habe ich vorläufig mal die Pflicht, das Geld in Sicherheit zu bringen. Die weitere Entwicklung müssen wir dann abwarten; etwas anderes bleibt uns nicht übrig. o f Sie hing an meinem Munde, als ich dies sagte, und dankte mir 'zuerst mit Blicken und dann mit bewegtem SBoxtCTl * O, 'wie soll ich Ihnen alle Ihre Güte lohnem. Herr Doktor? Was hätte aus mir werden sollen, wenn Sie sich nicht meiner so gütig angenommen hätten? Es schauer« mich, wenn ich dran denke — denn ich bin mir bewußt, daß ich mich in irgendwelcher großen Gefahr befunden habe, und was hätte ich aufangen sollen — so hilflos und Mein? Haben Sie, bitte, noch ein Weilchen Geduld mit mir. 598 Bald wird mir alles einfallen, und dann sollen Sie sehen, daß ich keine Undankbare bin — wahrhaftig, das will ich Ihnen beweisen. . „ . , , O, schon gut, erwiderte ich lachend. Es wird schon alles werden, und über die Dankbarkeit machen Sie sich mal einstweilen keine Sorgen. Während der letzten Worte hatte ich nach der Uhr gesehen. Ich gab Helen die Weisung, die Wunde mit lauwarmem Wasser auszuwaschen, und eilte zur Türe hinaus. c Ich ging schnurstracks nach dem Postamt und telegraphierte an meinen' Freund Charley Mortimer, daß ich Punkt ein Uhr in seinem Bureau in Pump Court vorsprechen würde und es sich uni eine dringende Angelegenheit handle, der gegenüber er etwstige andere Verpflichtungen unbedingt zurückstellen müsse. Mortimer wpr Rechtsauwalt geworden. Er hatte einen scharfen Verstand und eine rasche FMungsgabe, und da wir noch ebenso gute Freunde waren wie ehedem, konnte ich ihm unbedingt vertrauen und wußte, daß er mir in dieser Bedrängnis am besten raten konnte. Ueberdies hatte ich bereits begründete Beweise, daß er ein Auge auf Helen geworfen hatte, und gleichfalls bemerkt, daß sie, wenn Charley Mortimer hei uns anklopfte, bis über die Ohren errötete., 1 Wenn Helen auch einen ganz anderen Schönheitstypus vertrat als ,unsere geheimnisvolle Besucherin, so war sie doch auch ein Mädchen, das märt wohl lieben konnte. Ihre vornehme gestalt, idie himmelblauen Augen, die rosigen Wangen mit den reizenden Grübchen und ihr üppiges goldenes Haar konnten einen Manu wohl entzücken. . Und Charley Mortimer hatte sie es angetan. Ihre Besorgnis, die immer noch sehr groß war, mußte daher auch ihn besorgt machen, «und wenn überhaupt einer imstande war, uns zu helfen, so konnte nur er es sein. Als ich stach Hause kam, erzählte ich Helen sofort, was ich getan hatte; ich würde am Nachmittage Mortimer aufsuchen, nm Mit ihm über die Sicherung des Gieldes und einige andere iDinge zu sprechen. Sie war darüber hoch erfreut. . Es ist recht, Ted, sagte sie, deuu ich habe uoch immer schlimme Ahnungen. . Das Gefühl, daß noch Unglück im Verzüge ist, will mich nicht verlassen, daher bin ich außerordentlich froh-, daß du Charley ins Vertrauen ziehen willst. Unser Gast klagt noch immer über Kopfweh und kamt sich noch an nichts Bestimmtes erinnern. Sie ist ein so- liebes, gutmütiges Wesen, und ich glaube sicher, daß es ihr großen Kummer und -Schmerz bereiten würde, wenn uns ihretwegen ein Mißgeschick träfe. Nachdem ich meinem Assistenten wegen der Vertretung äm Nachmittage die erforderlichen Anweisungen gegeben hätte, machte ich mich auf den Weg. Da ich überzeugt war, daß ich außerhalb des .Hauses überall von meinen Feinden beobachtet würde, wählte ich die belebteste Straße nach der Station. Ich kam gerade noch zur rechten Zeit an und sprang s— da ich an die Sicherheit der Menge glaube — in ein vollgedrängtes Kupee dritter Klasse. Am Bahnhof Waterloo nahm "ich msr gleich eine Droschke und befahl dem Kutscher, nach den Law Courts zu fahren. Sobald man sich in dem Labyrinth dieses ungeheuren Gebäudekomplexes befindet, ist «man vor Verfolgern sicher. Es dauerte nicht lange, so Mar ich an der Hinterfront, in Carey-Street, und von da durch Bell'Iard nach.dem Temple war nur ein Katzensprung, wie man zu sagen Pflegt. Charley Mortimer Martete schon auf mich. Er stand sofort auf, -als ich eintrat, und drückte mir mit gewohnter Herzlichkeit die Hand. - Nun, alter "Junge, sagte er, was ist denn passiert, den Gleichgang deiner Tage zu stören? Du hast doch nicht etwa versehentlich 'nen Patienten vergiftet? Deinem Telegramm nach zu urteilen, muß dich entschieden der Teufel in irgend einer Weise am Wickel haben. -Ich bin in eine der merkwürdigsten Geschichten verwickelt, die man sich denken kann, antwortete ich. Ich werde sie dir gleich haarklein «erzählen, damit du ganz genau unterrichtet bist und mir dann raten kannst. Wenn mir ie im Leben guter Rat not tut, so ist es jetzt der Fall, und da ich weiß, daß« du ein scharfsinniger Kopf; bist — Los! und halte dich sticht bei meinem scharfsinnigen Kopf auf. Ich werde genau aufpassen. Mu weißt, fuhr ich fort, wenn es sich Usti- Raj in häuslichen Dingen handelt, frage ich meine Tante Maria —i das ist Politik, mein lieber Junge. Eine sehr vernünftige. , - Aber in dieser Sache kann ich mich nicht gut an sie wenden — wenigstens jetzt noch nicht. Ich bin mir nämlich nicht recht sicher, wie sie sie aufsässen würde. Sie ist 'ne ziemlich schrullenhafte alte Jungfer, die gute Tante Do- naldson, und hat so ihre- eigenen Ideen über solche Dinge, weshalb- ich ihr mit dieser Geschichte nicht kommen mag. Du magst selbst darüber urteilen, nachdem du sie kennst. Nach dieser Einleitung begann ich nun, ihm den ganzen Hergang der Sache bis ins kleinste Detail zu erzählen.« Ich merkte, daß sie ihn gleich von Anfang an fesselte.« Als ich fertig war, pfiff er einen Moment leise vor sich hin. Glaubst du nicht auch, daß das womöglich die Fortsetzung der Cafe Royal-Affäre ist? fragte er mich dann.« Das scheint mir allerdings so. Er hieß Emmanuel Garcia und war zweifellos Mitglied irgendeiner Verschwörerbande. Wenigstens machte die Sache diesen Eindruck. Und er hatte sich offenbar mit seinen Mitverschworenest schwer veruneinigt, denn sie trachteten ihm an jenem Abend stark nach dem Leben. So sollte man meinen. Nun, die Geschichte wiederholt sich ja häufig, aber,- ob sie es in diesem- Fall getan hat, weiß ich nicht. Das Weib kommt mir übrigens verdächtig vor. Sollte sie sich nicht gar verstellen? Dieser Gedanke war mir uoch nicht in den Sinn gekommen, und ich wies ihn daher -entrüstet zurück. Dieses Mädchen, Charley! Dieses liebliche Wesen! Niemals. Aus diesem Loche also bläst der Wind, versetzte Mortimer uud lachte. Ich weiß nicht, was du damit sagen willst. Ich weiß nur, daß ich mein Leben für die Ehrlichkeit dieses Mädchens verwetten möchte. Schon gut, schon gut. Reg' dich nur nicht gleich so auf! Ich sehe jetzt schon völlig -ein, daß du wohl baratt, getan hast, nicht gleich deine- Tanke Maria um Rat zu fragen. Aus deiner Heftigkeit würde sie sofort geschlossen haben,« daß du in das Mädchen verliebt seiest. Unsinn, versetzte ich. Gewiß bewundere ich sie — es muß sie überhaupt jeder Mensch bewundern; aber von da bis zur Liebe ist noch ein weiter Weg. Wir werden sehen, erwiderte er verschmitzt. Doch nun zur Sache selbst. Hast du das Geld mitgebracht? Jawohl — und damit zählte ich die Bankuoten vor ihn auf den Tisch hin. Schön, sagte er, das ist eine unumstößliche Tatsache^ auf alle Fälle. Daß sünfzigtausend Dollars hier liegen,« läßt sich nicht leugnen, ’ne Menge Geld, Ted. Diese Sache erfordert Ueberlegung. Eins steht vorläufig fest, das Geld muh irgendwo deponiert und dort aufbewahrt werden, bis! die Dame imstande ist, nähere Auskunft darüber zu geben. Ich glaube nicht, daß es dir gehört, wenn das Kuvert auch deine Adresse trägt. । . , . , Das bilde ich mir auch keineswegs ein, gab ich pikiert zur Antwort. Meines Erachtens ist «es für die Dame! bestimmt, und sie hat nur den Auftrag, mir mündlich mitzuteilen, in welcher Weise ich es für sie verwenden soll.« Nicht wahr? So ähnlich stelle ich mir die Sache vor.« Immerhin ist das nur eine Vermutung von mir. Aber wenn sichs so verhält, was habe ich bann überhaupt mit dem Mädchen oder mit dem Geld -oder mit der ganzen Geschichte zu tun? Es ist 'ne ganz verflixte Sache, Charley! Entschieden. So was kommt nicht alle Tage vor, das geb' ich zu. Nun, ich bin der Ansicht, wir gehen zuerst mal zu einem Notar. Wenn du willst, kannst du mich ja! zu einer Art Mit-Sächverwalter erklären lassen, bis wir wissen, wie es gesetzlich mit dem Geld steht. Ich habe einen bekannten Notar, der hier in der Nähe in Lincolns Jast Fields fein Bureau hat, dessen Rat wollen wir mal hören; und wenn er auch meiner Ansicht ist, soll er die Sachtz gleich aufsetzen. Währenddessen können wir dann einest kleinen Lunch einnehmen, wenn du nichts dagegen hast. Bei diesen Worten stand er auf und zog seinen lieber« zieh er an. । M Ich erklärte, er könne vorläufig über tnich verfügest- und nach einer Viertelstunde saßen wir bereits! bei Ust« f er ent Notar. (Fortsetzung folgt.) J 599 Die Lieblingsdichter der deutschen Aomponisten. „ Im Börsenblatt für den Deutschen Buch- Handel veröffentlicht Ernst Challier feit, folgende inter- essante Skizze, die er uns zur Verfügung stellt: Dem Buchhändler, namentlich dem jüngeren, dürfte es nicht Uninteressant fein, zu erfahren) welche Dichter die deutschen Kom- pomsten bevorzugten, und vor allen Dingen, welche Dichtungen es sind, die sie am stärksten begeisterten. Ich setze dabei voraus, dast es in den Kreisen meiner brüderlichen Freunde im Buchhandels zu 'denen ich ja schon wiederholt sprechen durfte, noch recht viele gibt, die sich neben der Sorge für das liebe tägliche Brot, neben den Arbeiten an der Strazze, Versendungsliste und Öfter» nteffe ein freundliches Gedenken au die Schöpfungen unseres Lyriker bewahrt haben, die ihnen ja auch noch neben dem merkan- tuen Nutzen manche Stunde der Erholung angenehm und erhebend gekürzt haben: „Und wer's nie gekonnt, der stehle weinend sich aus unserm Bund!" Der Dichter unterscheidet sich wesentlich vom Liederkompo- nisten; ersterer schafft Neues, auch wenn er wieder und wieder mit Gleichgesinnten die Legionen der Frühlingsgedichte vermehrt. Der Komponist empfindet das nach, was dem Dichter beim Schauen entzückte: er dichtet das, was der Lyriker in Worte ausdrückte, ur Töne um. Er schafft dadurch zwar auch etwas ganz Neues- aber die Stimmung dazu ist ihm, falls er eben nicht eine poetische Ader besitzt, suggeriert wordeu. Der Dichter dagegen, selbst wenn er bei Anlehnung an ihn Ueberragende, bei Wiederholung ewig wiederkehreuder Wortgruppen bei Stimmungsgleichheit genau dasselbe sagt, was vor ihm Tausende bereits erzählten, ist ein Schöpfer im Sinne unmittelbarer Gestaltung. Da kann es denn nicht verwundern, wenn auch der Komponist in den ihm vom Dichter gebotenen Schätzen so oft und wiederholt sich lyrische Ergüsse erwählt, die bereits andere vor ihm in Töne übertrugen: glaubt er doch, auch wenn von ihm anerkannte und hochgeschätzte Vorläufer sich denselben Text erwählten, zu der Vertonung der Berufenste zu sein. Er schafft dann ebenfalls, mögen sich dabei auch Anklänge nachweisen lassen, durchaus etwas Neues. , Dieser Ansicht sind die Komponisten bei Lebzeiten ihrer Lieb- lingsdichtcr gewesen; aber wenn auch die Schöpfungen dieser Komponisten nur in bescheidenen Resten in dem Munde der Sänger und Sängerinnen weiterleben, den Dichtern, die das Zeitliche bereits verlassen haben, ist bis auf die heutige Zeit, mit wenigen Ausnahmen, die Gunst der neueren Generation der Komponisten geblieben. Ich verlasse bei der jetzt nachfolgenden Aufstellung die von mir sonst stets bevorzugte alphabetische Anordnung nnd benutze dazu die Zahlen, dabei die größten voranstellend. Die Zahlen in Parenthese bedeuten die Anzahl der Gedichte, die von den Komponisten erwählt wurden. In hoher Gunst steht heute noch in erster Linie Heinrich Heine, 1799—1856 (283) mit 4259 Vertonungen. Besonders bevorzugte Dichtungen sind: 1. Du bist wie eine Blume mit 255 Vertonungen, 2. Leise zieht durch mein Gemüt 151, 3. Ein Fichtenbaum steht einsam 134, 4. Mädchen mit dem roten Mündchen 110, 5. Es war ein alter König 109, 6. Ich hab' iw Traume geweinet 100, 7. Im wunderschönen Monat 95, 8. Und wüßten's die Blumen, die Blumen, die kleinen 93. r— Ihm schließt sich fast ebenbürtig an: Emanuel Gei bei, 1815—1884 (288) mit 3679 Vertonungen; besonders bevorzugt sind: 1. Gondoliera: O komm zu mir 163, 2. Wenn sich zwei Herzen scheiden 139, 3. In meinem Garten die Nelken 122, 4. Vöglein, wohin so schnell 111, 5. Wohl waren es Tage der Sonne 94, 6. Die stille Wasserrose 90. — Mit einer gewaltigen Anzahl von Gedichten, die von keinem anderen Dichter auch nur annähernd in diesem Umfange vertont wurden, folgt jetzt: Hoffmann von Fallersleben (August Heinrich Hoffmann), 1798—1874 (512), die 2693 Vertonungen fanden; besonders bevorzugt sind: 1. Vergißmeinnicht: Es blüht ein schönes Blümchen 87, 2. Wiegenlied: Die Nehren nur noch nicken 83, 3. Frühling und Liebe: Im Rosenbusch die Liebe schlief 72, 4. Wie könnt' ich dein vergessen 69, 5. Wiegenlied: Alles still in süßer Ruh' 61, 6. Abendlied: Abend wird es wieder 48. Altmeister Johann Wolfgang Goethe, 1749—1832, führe ich als Vierten an (186) mit 2660 Vertonungen; besonders bevorzugt sind: 1. lieber allen Wipfeln (Gipfeln) ist Ruh' 171, 2. Der du von dem Himmel bist 154, 3. Mignon: Kennst du das Land 92, 4. Nähe des Geliebten: Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer 88, 5. Heidenröslein: Sah ein Knab' ein Röslein stehn 87, 6. Gefunden: Ich ging im Walde so für mich hin 82, 7. Der Fischer: Das Wasser rauscht, das Wasser schwoll 69, 8. König in Thule: Es war ein König in Thule 68. — Es folgen: Ludwig Uhl and- 1787—1862 (122) mit 2139 Verkorkungen ; besonders bevorzugt sind: 1. Frühlingsglaube: Die linden Lüfte find erwacht 182, 2. In der Ferne: Will ruhen Iwnter den Bäumen 121, 3. Ständchen: Was wecken aus dem Schlümmer mich 101, 4. Lebewohl, mein Lieb,, muß noch heute scheiden 89, 5. Morgenlied: Noch ahnt man kaum der Sonne Licht 70, 6. Nachtreise: Ich reit' ins finstre Land 71 Joseph Freiherr von Eichendorfs, 1788—1857 (136) mit 1898 Vertonungen; besonders bevorzugt sind: 1. Mondnacht: Es war, als hätte der Himmel 97, 2. Der Einsiedler: Komm, Trost der Welt, du stille Nacht 70, 3. Frühlingsnacht: Ueberm Garten durch die Lüfte 64, 4. Reiselied: Durch Feld und Buchenhallen 63, 5. Wehmut: Ich kann wohl manchmal fingen 57, 6. Dein Bildnis wunderselig 45. Robert Re in ick, 1805—1852 (112) mit 1769 Ber- tonungen; besonders bevorzugt sind: 1. Wie ist doch die Erde so schön 148, 2. Zwiegesang: Im Fliederbusch ein Vöglein saß 140,- 3. Ständchen: In dem Himmel ruht die Erde 104, 4. Kuriose; Geschichte: Ich bin einmal etwas hinausspaziert 94, 5. Sonntags am Rhein: Des Sonntags in der Morgenstund 63, 6. Hinaus: Ging unter dichten Zweigen 52. NicolausLenau (Niembsch von Strehlenau), 1802—1850 (85) mit 1490 Vertonungen; besonders bevorzugt sind: 1. Bitte: Weil' auf mir du dunkles Äug' 259. Tas ist die Höchstzahl alles Gedichte; bis vor wenigen Jahren stand Heines: Du bist wie eine Blume an der Spitze. 2. Drüben geht die Sonne scheiden 91, 3. Auf dem Teich, dem regungslosen 80, 4. Auf geheimem Waldespfade 75, 5. Der schwere Abend: Die dunklen Wolken hingen 75,- 6. An die Entfernte: Diese Rose pflück' ich hier 91. Friedrich Rückert, 1788—1866 (187) mit 1095 Ver- tonungen; besonders bevorzugt sind: 1. Liebespredigt: Was singt und sagt ihr mir 59, 2. Ständchen: Hüttelein, still und klein 53, 3. Aus der Jugendzeit klingt ein Lied mir immerdar 52, 4. Die Himmelsträne: Der Himmel hat eine Träne geweint 44, 5. O,- süße Mutter, ich kann nicht spinnen 39, 6. Du bist die Ruh', der Frieden mild '34. Rudolf Baumbach, 1842—1905 (104) mit 1080 Vertonungen ; besonders bevorzugt sind: 1. Der Schwur: Es sprach zum Hänschen Gretchen 41, 2. Im Maien: Nun pfeif' ich noch ein zweites Stück 40, 3. Das letzte Kännchen: Gib mir, trautes Aennchen 40, 4. Mai: Mit Sturmwind und Regen 38. In lins Wolff, 1834—1910 (136) mit 1376 Vertonungen; besonders bevorzugt: 1. Ich ging im Wald durch Kraut und Gras 86, 2. Im Grase taut's, die Blumen träumen 70, 3. Es wartet ein bleiches Jungfräulein 59, 4. Alle Blumen möchtt ich binden 57, 5. Rothaarig ist mein Schätzelein 51, 6. Glockenblumen, was lautet ihr 50. Friedrich von Badenstedt, 1819—1892 (103) mit 909 Vertonungen; besonders bevorzugt sind: 1. Wenn der Frühling auf 'die Berge steigt 170, 2. Neig', schöne Knospe, dich zu mir 67, 3. Nicht mit Engeln im blauen Himmelszelt 49, 4. Mir träumte einst ein schöner Traum 35. Otto Roguette, 1824—1896 (55) mit 813 Vertonungen; besonders bevorzugt sind: 1. Noch ist die blühende, goldene Zeit 98, 2. Neuer Frühling ist gekommen 80, 3. Weißt du noch,- wie ich am Fels (Felsen) stand 65, 4. Margreth' am Tor: Das. beste Bier im ganzen Nest 38. Joseph Victor von Scheffel, 1826—1886 (70) mit 791 Vertonungen; besonders bevorzugt siud: 1. Ausfahrt: Berggipfel erglühen 48, 2. Sonne taucht in Meeresfluten 45, 3. Das ist im Leben häßlich eingerichtet 39, 4. Karnpfrnüd und sonnverbrannt 37, 5. Mailied: Es kommt ein wundersamer Knab' 34, 6. Alt- Heidelberg, du.feine 28. Wilhelm Müller, 1794—1827 (123) mit 751 Vertonungen; besonders bevorzugt sind: 1. Abendreih'n: Guten Abend, lieber Mondenschein 49, 2. Frühlingseinzug: Die Fenster auf, die Herzen auf 45, 3. Der Mai ist auf dem Wege 42, Liebesaufruf: Nun ist dein kleines Fensterlein 26. Eduard Mörike, 1804—1875 (123) mit 594 Vertonungen ; besonders bevorzugt sind: 1. Das verlassene Mägdelein: Früh' wenn die Hähne kräh'n 83, 2. Er ist's: Frühling läßt sein blaues Band 58, 3. Ein Stündlein wohl vor Tag: Derweil ich fchlafend lag 58, 4. Schön Rohtraut: Wie heißt König Ringangs Töchterlein 57, 5. Agnes: Rosenzeit, wie schnell vorbei 50. Paul Johann Hehse, geb. 1830 (123) mit 638 Vertonungen ; besonders bevorzugt sind: 1. Im Walde: Waldes- nacht, du wunderkühle 32, 2. Trutzlied: Unlb bild' dir nur im Traum nicht ein 31, 3. Der Himmel hat keine Sterne so klar 25; 4. Heber Nacht: Dein Herzlein mild, du schönes Bild 21. Johann Christoph Friedrich Schiller, 1759 bis 1805 (84) mit 694 Vertonungen; besonders bevorzugt sind: 1. Sehnsucht: Ach, aus dieses Tales Gründen 54, 2. Des Mädchens Klage: Der Eichwald brauset 42, 3. An die Freude: Freude,- fchöner Götterfunken 34, 4. An den Frühling: Willkommen schöner Jüngling 34, 5. Hoffnung: Es reden und träumen die Menschen viel 30, 6. An Emma: Weit in nebelgrauer Ferne 30. Freiherr Oscar von Redwitz-Schmölz, 1823. bis 1891 (56) mit 594 Vertonungen; besonders bevorzugt sind: 1. Es muß eilt Wunderbares sein 99, 2. Du Tropfen Tau, seh'- ich dich an 66, 3. Ich will dich auf den Händen tragen 38. Theodor Woldsen Storm, 1817—1888 (35) mit 628 Vertonungen; besonders bevorzugt sind: 1. Schließe mir die Augen beide 76, 2. Das macht, es hat die Nachtigall 67, 8. Emen Bries sollt' 'ich schreiben 58, 4. Meine Mutter bat's gewollt 55, 5. Bettlerliebe: O laß' mich nur von ferne steh'n 46. 600 — Adalbert von Chamisso (Louis Charles Adelaide)/ 1781—1838 (59) mit 850 Vertonungen: besonders bevorzugt sind: 1. Frisch gesungen: Hab' oft int Kreise der Lieben 53, 2. Ich habe bevor der Morgen 34, 3. Tragische Geschichte: 's war einer, dem's zu .Herzen ging 32, 4. Der Soldat: Es geht bei gedämpften Trommelklang 30, 5, Die Müllerin: Die Mühle, die dreht ihre Flügel 30. Inlius Konrad Reinhold Sturm, 1816—1896 (66) mit 584 Vertonungen: besonders bevorzugt sind: 1. Nur einmal möcht' ich dir noch sagen 72, 2. Gott grüße dich, kein anderer' Gruß 63, 3. Mailied: Kein' schön're Zeit auf Erden ist 17. Ferdinand Freiligrath, 1810—1876 (55) mit 542 Vertonungen: besonders bevorzugt sind: 1. Mein Herz ist im Hochland (nach 'Byron) 77, 2. Hurra, Germania: Hurra, du stolzes schönes Weib 65, 3. O lieb, so lang du lieben kannst 48, 4. Ruhe in der Geliebten: So last mich sitzen ohne Ende 33. Robert Prutz, 1816—1872 (46) mit 484 Vertonungen; besonders bevorzugt sind: 1. Vorsatz: Ich will dir's nimmer sagen 146, 2. Christnacht: Heil'ge Nacht, auf Engelschwingcn 60, 3. Mond, hast du auch gesehen 52, 4. Abends: In dieser'Stunde denkt sie mein 46. lr । Karl Wilhelm Osterwald, 1820—1887 (64) mit 428 Vertonungen; besonders bevorzugt sind: 1. Da die Stunde kam, daß ich Abschied nahm 37, 2. Heimlicher Liebe Pein: Mein Schatz ist auf die Wanderschaft 33, 3. Dort unterm Lindenbaume 25. Julins Mosen, 1803—1867 (84) mit 401 Vertonungen; besonders bevorzugt sind: 1. Der träumende See: Der See ruht tief im blauen Traum 57, 2. Da drüben überm Walde 38, 3. Andreas Hofer: Zu Mantua jn Banden 33, 4. Brennende Liebe: Jn meinem Gärtchen lachet 28. KarlTheodorKörner, 1791—1813 (48) mit 383 Vertonungen; besonders bevorzugt sind: 1. Zur Nacht: Gute Nacht, allen Müden sei's gebracht 78, 2. Trinklied: Konimt, Brüder, trinket froh mit mir 26, 3. Ständchen: Alles wiegt die stille Nacht 18. Johann Ludwig Tieck, 1773—1853 (33) mit 349 Vertonungen ; besonders bevorzugt sind: 1. Herhstlied: Feldein- wärts flog ein Bögelein 132, 2. Ruhe: Süstliebchen, im Schatten 61, 3. Zuversicht: Wohlauf, es ruft der Sonnenschein 31, 4. Im Windsgeräusch in stiller Nacht 23. Justinus Andreas Christian Kerner, 1786 bis 1835 (32) mit 228 Vertonungen: besonders bevorzugt sind: 1. Sängers Trost: Weint auch einst kein Liebchen 28, 2. Wanderlied: Wohlauf noch getrunken den funkelnden Wein 27, 3. Zwei Särge einsam stehen 24, 4. Der Wanderer in der Sägemühle: Dort unten in der Mühle 23. -1 Graf von Platen-Hallermund, 1796—1835 (32) mit 228 Vertonungen: besonders bevorzugt sind: 1. Last tief in dir mich lesen 47, 2. Geduld, du kleine Knospe 33, 3. Reue: Wie rafft ich mich auf 25. Diese vorstehenden 29 berühmten Dichter — den dreißigsten, den 82jährigen würdigeir Paul Hehse, mußte ich, als den einzigen, sich noch des Lebens Freuenden, bei nachfolgender Betrachtung ausschalten — haben zusammen 1842 Jahre erreicht; das ergibt ein Durchschnittsalter von 63 Lebensjahren. Wenn ich, was wohl berechtigt wäre, den im Alter von 22 Jahren,auf dem Felde der Ehre gefallenen Theodor Körner ausschlösse, würde fogar das Durchschnittsalter auf 65 Jahre sich steigern. Das ist ein gewichtiges Resultat, das die Dichter, wie ich an anderer Stelle nachgewiesen habe, mit erfolgreichen Komponisten gemeinsam genießen und das fast das aller sonstigen Berufe weit hinter sich läßt. Ich fügte das hinzu, weil Unwissenheit oder tendenziöse Unwahrheit die Dichter und Komponisten in der.Mehrzahl als kurzlebig bezeichnet, so daß sie niemals in der Lage seien, die Früchte ihres Schaffens selbst zu geniesten. t Ich schließe jetzt noch eine Anzahl von Dichtern in alphabetischer .Ordnung an, die mit einer Dichtung besonders große Erfolge errangen: N. Becker> der Deutsche Rhein: Sie sollen ihn nicht haben 130 B. B l ü t h gen, Das erste Lied: Wer hat das erste Lied erdacht 117 U. Nötiger,- Osterlied: Die Glocken läuten das Ostern ein 65 H. von Gilm,- Allerseelen: Stell' auf den Tisch die duftenden Reseden 46 N. Grün, Das Blatt im Buche: Ich hab' eine alte Muhme 65 R. Hamerling, Viel Träume: Viele Vögel sind geflogen 58 C. Keil/ Frühlingsliebe: Wenn der Frühling auf die Berge steigt 47 G. Kinkel, Ein geistlich Abendlied: Es ist so still geworden 63 H. Klettke,- In die Ferne: Siehst du am Abend die Wolken ziehn 61 Wolfgang Müller,- Mein Herz ist am .Rheine 59 Julius Rodenberg/ Im Maien: Nun bricht aus allen Zweigen 119 C. Stieler, Vale carissima: Ich bin der Mönch Waltramus 6I Graf von Strachwitz,- Meeresabend: Sie hat den ganzen Tag getobt '43 Walter von der Vogel weide, Unter der Linden an der Heide 66 R- E. W egener. Das Mädchen Und der Schmetterling k Lustwandelnd schritt 48 Es wäre nun wohl nicht uninteressant, bei den betreffenden Dichtungen den Komponisten hinzuzufügen, dessen Vertonung den größten Erfolg gehabt hat, jober um mich noch törichter auszudrücken, der dazu die fchönste Weise erdacht hat. Tas zu entscheiden, liegt außer dem Bereiche der Möglichkeit, und nur ein wenig informierter Uebereiliger konnte aus seinem kleinen Fas- sungskreise heraus ein solches Wagnis unternehmen. Dagegen kann ich einige Dichter herausgreifen, die unsere bekannten Liederkomponisten ganz besonders bevorzugten: Franz Abt liebte besonders junge unbekannte Dichter/ Johs. Brahms neben altdeutschen und ausländischen Volksliedern Daumer und Tieck, Robert Franz Heine und Osterwald, F e r d. Gumbert eigene Dichtungen und Geibel, Ad. Jensen Hehse und Geibel, Carl Loewe Goethe und Uhland,- Heinrich Marschner Geibel, C. G. R e i s s i g e r Reinick, A n t. Rubinstein Goethe und Badenstedt, FranzSchuberi Goethe und Wilhelm Müller, Robert Schumann Heine und Rückert, Ferd. Sieber Lenau, Wilhelm Tauberi (der Komponist von 15 Wiegenliedern und 147 Kinderliedern) Hoffmann von Fallersleben, Reinick und Loewenstein, H. T r u h n Heine und Eichendorff, Hugo Wolf Mörike und Goethe, C- F, Zeller Goethe. vergessene Dichter unserer beliebtesten Volkslieder. Und nun zum Schluß diejenigen Volksweisen, deren Dichter nicht mehr nachweisbar sind: Ach, wie ist's möglich dann. Als ich noch im Flügclkleide. Das Jahr ist gut, braun Bier (ist) geraten. Die Binfchgauer wollten wallfahrten gehn. Ein Jäger aus Kurpfalz, der reitet durch den grünen Wald.- Du, du liegst mir im Herzen. Ein Schäfermädchen weidete. Einst hat mir mein Leibarzt geboten. Es, es und es, es ist ein harter Schluß. Es ritten drei Reiter zum Tore hinaus. Guter Mond, du gehst so stille. Ich hab' den ganzen Vormittag. Ich will vor deiner Türe stehn. Jetzt gang i ans Brünnele. Mädele ruck, ruck, ruck an meine grüne Seite. Rosestock, Holderblüh, wenn i mein Dianderl sieh, 's ist mir alles eins. Und der Hans schleicht umher. Was kommt dort von der Höh'? Wo a klein's Hüttle steht. Zu Lauterbach hab' i mein Strumpf verlor'n. humoristisches. * Erkannt. „Ich glaube, wir trafen uns vorigen Winter in einem Restaurant. Ihr Ueberzieher ist mir sehr bekannt."- — „Aber damals hatte ich ihn noch gar nicht." — „Nein; aber ich." * Einschränkung. Richter: „Sie haben also zuerst fünf Jahre Volksschulbildung genossen — Angeklagter: „Na,- von Genuß war da nicht viel die Rede!" , * Pariert. „Guten Abend, Herr Meyer — nun wird abÄ unsere Gesellschaft fein." — „So? Wollen Sie denn schon gehen?^ Logogriph. Leuchtend durchbrech' ich das nächtliche Dunkel mit ,F" an der Spitze Trag' ich im Haupte ein „D", folg' ich dir treulich als Hund. . Auflösung in nächster Nummer. und car7; Die weiteren Stichs Mett die H. trB M. trA M. p7 M. pA V. car9 V. carZ im Skat liegen c8 Spielgang: 1. V. pB 2. H. carA 3. H. carK deut Spieler zu bis auf cD, wobei Gegner aber 24 Attgett erhalten. 15 Augen 22 „ 14 „ Auflösung der Skat-Aufgabe in voriger Nummer: Abkürzungen: tr ---- Treff, p — Pique, c — Coeur, car = Garreau trB — Tresf-Bube, pA — Pique-Aß, cD Coeur-Dame usi. Mittelhand hatte: trA, trZ, trK, tr9, pA, p3, p7. cZ, cK, c9, Hinterhand befaß die übrigen. — Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, N. Lange, Gießen.