Donnerstag den 25. April M2 _ Nr. 65 wphll 4ji |sl|lt| MW I!W IlM W Ho Der König von Thule. Roman von Paul Grabein, (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Sein Augenglas einsetzend, sah er sie fixierend an, mit einem ganz impertinenten Lächeln, das ihr das Blut nun doch ins Wallen brachte. „Ihre Unbefangenheit könnte mir 'beinahe imponieren, gnädigste Frau." Eva Söllnitz erblaßte. Hoch richtete sie sich auf: „Ich verlange jetzt eine Erklärung Ihres merkwürdigen Benehmens — auf der Stelle!" Er verblieb zunächst in seiner nachlässigen, lehnenden Stellung, die Arme auf der Brüstung verschränkt. Und so erwiderte er dreist, immer das Glas im Auge: „Sie sind sehr impulsiv, Gnädigest! Mer wie Sie befehlen." Und nun reckte auch er sich auf, um sie von oben her mit seiner Erösfnung niederzuschmettert. „Glauben Sie wirklich, meine Verehrteste, gnädigste Frau," er legte eine ironische Höflichkeit in seinen Ton, „daß ich blind bin? Daß die doch ganz auffällige Intimität, mit der Sie diesen Herrn da —" er nickte kalt verächtlich mit dem Kopf nach Amthor hin —■ „beehren, mir unbemerkt geblieben sein sollte?" Die junge Frau wurde noch blasser; sie fühlte ihr Herz in den Hals hinaufschlagen vor Erregung. Aber mit fester Stimme fragte sie ihn, ihren Blick in den seinen bohrend: „Und haben Sie an dieser „Intimität" etwas aus- zusetzen? Bin ich Ihnen über meine Freundschaften Rechenschaft schuldig?" „Ah — nicht im mindesten!" er verneigte sich mit ironischer Höflichkeit. „Dann verbitte ich mir auch jede Kritik Ihrerseits versteckt oder offen! Ich hoffe. Sie verstehen mich, Herr Regierungsrat!" Ein strenger, kalter Blick traf ihn, und mit stolz zurückgeworfenem Kopf wandte sie sich ab. Der Rogierungsrat blieb einen Augenblick stehen, wo sie ihn verlassen hatte, erst ziemlich verblüfft, fast beschämt. Wie sie ihn so hatte stehen lassen, mit einer wirklich imponierenden Hohert — Donnerwetter, man hätte auf die Unantastbarkeit dieser Frau schwören können. Dann aber schüttelte er schnell diese Regung ab. Dummheit! Er war doch keim Gimpel. Er würde sich doch von ihr nichts Mehr weiß machen lassen. Sie war eben eine raffinierte Schauspielerin, die die Rolle des gekränkten Frauenstolzes virtuos durchführte — nichts weiter! Und ein Esel war er gewesen, daß er sick im Moment hatte verblüffen lassen, statt ihr mit einem höhnischen Wort zu ihrem Komödiespielen zu gratulieren. Er war jetzt wütend über sich, daß er da eben ihren überlegenen Spott stillschweigend eingesteckt hatte. Es war doch ein starkes Stück: Sie, die allen Grund hatte, sich schuldbewußt zu fühlen, sie wagte ihn noch obenein zu verhöhnen! Ah — ein heißer Grimm, ein gesteigertes Verlangen nach Rache überkam ihn. Das sollte ihr nicht ungestraft bingehen! Er würde sich revanchieren. Jetzt wollte er sie noch ganz anders demütigen: Oeffentlich vor der ganzen Gesellschaft! Er wollte dafür sorgen, daß man sie im rechten Lichte sah und danach auch behandelte, sie und ihren Günstling. Auch der Regierungsrat kehrte nicht wieder zu der lustigen Gesellschaft zurück; er ging hinüber nach dem Promenadendeck. Trotz der späten Stunde war es hier noch belebt; bei der Tageshelligteit mochte man ja noch nicht an Schlafen denken. Suchend blickte er über die Gruppen hin. Ah — da war ja die geeignete Persönlichkeit, die er suchte, und schnell schritt er zu der Frau Medizinalrat Geoffroy hin, die auf dem ganzen Schiff als das „wandelnde Auskunftsbureau" bekannt war. Sie mußte alles und verbreitete alle Neuigkeiten mit einer erstaunlichen Betriebsamkeit. „Guten Mend, meine gnädigste Frau. Noch auf?" begrüßte er die alte Dame, die mit zwei anderen noch im lebhaften Geplauder saß; die dicht zusammengerückten Bordstühle bildeten eine ordentliche kleine Burg für diese, im halben Flüsterton geführte, diskrete Unterhaltung. „Ah, Herr Regierungsrat!" Die Medizinalrätin hieß ihn mit einem Handwinken willkommen. „Nun, schon dienstfrei? — Allerdings, Frau Professor Söllnitz ist ja bereits aufgebrochen; sie kam eben vorbei." Herr Görtz verstand die spitzige Anspielung der Dame nur zu gut; aber sie ärgerte ihn heute nicht, im Gegenteil, sie bot ihm den gewünschten Anknüpfungspunkt. Er machte eine ironische Handbewegung: „Sie werden mit Ihrem Scharfblick, meine gnädigste Frau, doch längst erkannt haben, daß für gewöhnliche Sterbliche in der Gnadensonne der Frau Professor seit einigen Tagen kein Platz mehr ist." , Die drei Damen sahen sich wie auf ein Kommando verständnisvoll an; unwillkürlich beugten sie sich dichter zu ihm hin. „Ach so — Sie meinen, seit der isländische Doktor aufgetaucht ist! — Nicht?" Es blitzte in geheimer, boshafter Freude im Auge der Frau Medizinalrat auf. Görtz nickte lebhaft. „Natürlich ! Es ist ja mehr als auffällig, wie sie ihn auszeichnet." „Sehen Sie! Was habe ich Ihnen eben gesagt?" Triumphierend blickte Frau Geoffroy ihre Nachbarin an. „Wahrhaftig — ich bin doch gewiß nicht prüde," fuhr der Regierungsrat fort. „Aber die Art, wie sich Frau Söllnitz mit diesem Herrn stellt diese offenen und heim- 268 Achen Jnttimkitten, und das mit einem Menschen, den sie gerade erst ein paar Tage kennt, das finde ich — unter uns gesagt — mehr als stark!" „Sehr richtig! Sehr!" stimmten die Frau Medrzinal- rat und ihre Freundinnen freudig ein. „Sehn Sie, Ihnen als Herrn fällt das selbst auf. Was sollen wir Frauen Nun erst dazu sagen?" „ m Görtz-Schilling zuckte die Achseln. Dann meinte er langsam: „ c £. „Wenn ich verheiratet Ware, wurde uh unbedingt darauf halten, daß meine Frau — nach dieser Aufführung! nut Frau Söllnitz nicht mehr verkehrt. Nun," er nahm sich lächelnd eine Zigarette aus dem Etui: „Die Damen gestatten doch? — Ich bin ja leider noch nicht in der glücklichen Lage, insofern geht mich ja auch schließlich die ganze Geschichte nichts an. Aber es soll mich nicht Wundern, wenn sich nächstens die wirklich gute Gesellschaft hier auf dem Schiff von der Frau Professor zurückzieht." „Ganz meine Meinung!" pflichtete Frau Geoffroy bei. „Nun, ein Wunder ist's ja freilich nicht: Eine geschiedene Frau — es ist doch immer die alte Geschichte! Ganz umsonst trennt sich doch schließlich kein Mann von seiner Frau, Und der Professor Söllnitz soll ja so ein liebenswürdiger, feiner Mensch sein. Wer erzählte es doch neulich erst? Wer weiß also, was damals schon passiert ist! Uebrigens", sie dämpfte die Stimme und winkte Görtz näher zu sich heran, „habe ich mich schon immer gefragt: Ob sie, den Doktor wirklich erst auf Island kennen gelernt hat? Ob das nicht am Ende alles nur eine abgekartete Geschichte ist? Sie kennen sich vielleicht schon lange; um es aber Nicht auffällig zu machen, daß sie mit ihm reist, ist er nach Reykjavik vorausgefahreu, und nun tun sie so, als ob sie sich zufällig hier kennen gelernt haben! — Was meinen Sie? Diese schnelle Vertraulichkeit spricht doch sehr dafür!" Der Regierungsrat zögerte einen Augenblick mit der Antwort. Er, gerade er, hätte ja mit einem einzigen Wort sofort diesen Verdacht niederschlagen können — aber da sah er die junge Fran wieder vor seinem Blick vorhin, wie sie ihn kalt-verächtlich stehen ließ, und schnell erwiderte er: „Wahrhaftig, da haben Sie recht, gnädige Frau! Das ist ein Gedanke! — Das würde ja sofort die ganze Situation erklären und — gründlich aufklären!" setzte er mit einem mephistophelischen Lächeln hinzu. „Ich bewundere wirklich Ihren Scharfsinn." Frau Geoffroh lächelte stolz. Eifrig entfuhr es ihr: „Gott, man hat eben nicht umsonst in der Welt gelebt!" Dann aber schränkte sie rasch diese sie möglicherweise ja selbst mittreffende Bemerkung ein. „Da hat man eben leider um sich herum so viel Schlechtigkeiten sehen müssen." Ihr Ton wurde frömmelnd-jammernd, und die beiden anderen Damen nickten ihr mit gleichfalls schmerzlich verzogenen Mienen lebhaft zu. „Was passiert nicht leider tagtäglich — selbst in den höchsten Kreisen!" „Freilich, es ist das eben bedauerlicherweise nicht zu verhindern," stimmte der Regierungsrat ihr zu. Dann aber nahm sein Gesicht einen sehr würdigen Ausdruck voll hohen sittlichen Ernstes an. „Das einzige, was man als Mensch, der auf sich hält, tun kann, ist: Man scheidet sich reinlich von allen zweifelhaften Existenzen!" So, nun hatte er rasch noch einmal unauffällig die Parole, auch für den vorliegenden Fall, ausgegeben und jetzt konnte er sich ruhig entfernen. Für alles weitere würden die Damen da sorgen; seine Sache war in den denkbar besten Händen. Höflich zog er die Bordmütze: „Ich will Sie nun aber nicht länger stören, meine Damen. Empfehl' mich ganz gehorsamst!" Mit einer äußerlich sehr respektvollen Verbeugung verabschiedete er sich. X. „Also wir werden wirklich Sturni bekommen, Herr Kapitän?" Frau Söllnitz fragte es Neidhardt, der mit mehreren bekannten Herrschaften auf dem Deckplatz vor dem Speisesaal zusamnienstand, und trat auch zu der Gruppe. „Ohne Zweifel. Es weht ja schon ganz niedlich. Da sehen Sie die Schaumköpfe draußen, und wie der Flaggenstock dort tanzt!" Die junge Frau sah nach vorn, wo die Fahnenstange des Schiffsbugs allerdings beständig in senkrechter Rich- jung 5egen die graue Wolkenwand aus- Md niederstieg. „Es sind ja schön ganz muntere Wellen; nur unsev famoses Schiff merkt sie noch nicht recht." Fran Söllnitz, die mit lebhaftem Interesse auf das schaumbedeckte, schwarzgraue Meer hinaussah, beachtete nicht, wie die anderen Herrschaften sich alsbald empfahlen. „Man sollte meinen, daß ein so mächtiger Koloß wie unsere „Hamburg" überhaupt gar nicht von den Wellen berührt werden könnte," äußerte sie. „O — die kann ganz feste schaukeln!" lachte der alte Seemann. „Ich glaube. Sie erleben es heute noch. Manchem ist es ja jetzt bereits zu viel." „Nicht möglich," lachte die junge Frau. „Haben iviv denn etwa schon Kranke an Bord?" „Einen ganzen Haufen! Schon heut beim Frühstück sah ich blasse Gesichter, und jetzt ist schon ein wahrer run auf die Apotheke! Der arme Doktor wird heut einen bösen Tag haben." „Das begreif' ich gar nicht," verwunderte sich Frau Söllnitz. „Mir ist so wunderbar wohl zumute — ich hab' das bißchen Schaukeln überhaupt noch kaum bemerkt." „Na kommen Sie mit, gnädige Frau," lud sie der Kapitän ein, „wir wollen mal eine kleine Jnspektions- tour machen. Es ist ja zwar nicht schön," lachte er, „aber es gibt, finde ich, nichts Amüsanteres, als ein Schiff so in diesem ersten Stadium des mal de mer. — Da kann man Charakterstudien machen!" „O, Sie sind ja ein lieber Menschenfreund!" neckks Frau Söllnitz und ging mit ihm. — Ein paar Stunden später wehte es in der Tat recht lebhaft. — Windstärke 9, also regelrechter Sturm! ging das Gerücht an Bord, und demgemäß war der Anblick Die „Hamburg" hatte, wie Kapitän Neidhardt scherzte, „Bal'ltoilette" gemacht zu dem lustigen Reigen mit den tanzenden Wogen, dre sie übermütig um ihren schlanken Leib faßten und in schäumender, wirbelnder Luft einander zuwarfen, (Fortsetzung folgt.) Die Anfänge Alfred Krupps. Zur Erinnerung an seinen 100. Geburtstag (26. April 1912), Von Tony Kellen. Als vor hundert Jahren Alfred Krupp geboren wurde, war Essen noch ein bescheidenes Landstädtchen, das lediglich wegen seiner unlängst vorher aufgehobenen Abtei bekannt war und m dem der Bergbau erst anfing, eine Bedeutung zu erlangen. Und daß die Kruppsche Fabrik, die nur einige Arbeiter beschäftigte, einst ein gewaltiges Unternehmen werden könnte, hat von den Essener Bürgern wohl kanm einer geahnt, denn Friedrich Krupp, der Gründer der Firma, hatte damit kein Gluck. Lange Zeit wußte man nur weniges von dem Leben jenes Friedrich Krupp (1787—1826), von dem nicht einmal ein Bild der Nachwelt erhalten ist, und erst in neuester Zeit ist durch die Forschung [eine Tätigkeit als Gründer der Fabrik und als Stadtrat in Essen aufgeklärt worden: Seine Großmutter hatte 1800 als Witwe die Gutehoffnungshütte in Sterkrade erworben; dort lernte der junge Friedrich den Hüttenbetrieb; von dort zeigte er 1808 seine Heirat mit Therese Wilhelms, der Tochter eines Kaufmannes an, und in demselben Jahre bezog das junge Ehepaar ein kleines Haus am Flachsmarkt in Essen, in dem ihnen 1812 ein Sohu Alfred geboren wurde . . Friedrich Krupp hatte den Plan gefaßt, den Gußstahl, dessen Einfuhr aus England durch die Napoleonische Kontinentalsperre verhindert war, selbst zu erzeugen. Er erwarb zuerst ein Grundstück in Altenessen, auf dem sich ein durch Wasser getriebenes kleines Hammerwerk befand; 1811 baute er den ersten Schmelzofen zur ^Bereitung von Gußstahl. Zur Ausbeutung seiner Erfindung bereinigte er sich mit Friedrich Nicolai, und im November 1815 zeigten Krupp und Nicolai an, daß sie alle Vorkehrungen zur Anfertigung von Gußstahl getroffen hätten und Bestellungen ausführen könnten. Als aber die Bestellungen ausblieben, trennte sich Nicolai von Krupp, der nunmehr allein den Betrieb fortsetzte und, ohne einen materiellen Erfolg erzielt zu haben, am 8. Oktober 1826 starb. An seiner Bahre stand seine Witwe mit vier Kindern, von denen der älteste Sohn Alfred 13i/2 Jahre zählte. Tie Witwe machte bekannt, daß durch das frühe Hinscheiden ihres Gatten das Geheimnis der Bereitnng des Gußstahls nicht verloren gegangen, sondern durch seine Vorsorge auf den ältesten Sohn übergegangen sei, der unter des Vaters Leitung schon einige Zeit der Fabrik vorgestanden. Ein Knabe, der eben in die Tertia des Gymnasiums zu Esse» aufgerückt, war also das männliche Haupt des Geschäfts geworden! — Alfred Krupp hat später selbst einmal in einem Aufruf art 269 seine Arbeiter geschildert, in welcher Lage er sich ber Ueber- nahme des väterlichen Erbes befand. „Ich stand," so berichtet er, „mit wenigen Arbeitern in einer Reihe. Ter Tagelohn für Schmiede und Schmelzer war damals von 18 Stüber auf 15 Sgr. erhöht, der ganze Wochenlohn betrug 1 Tlr. 15 Sgr. Fünfzehn Jahre lang habe ich gerade soviel erworben, um den Arbeitern ihren Lohn ausbezahlen zu können; für meine eigene Arbeit und Sorgen hatte ich nichts weiter als das Bewußtsein der Pflichterfüllung." Und bei einer anderen Gelegenheit schrieb er: „Ich sollte laut Testament für Rechnung meiner Mutter die Fabrik fortsetzen, ohne Kenntnis, ohne Erfahrung, Kraft, Mittel und Kredit. Von meinem 14. Jahre hatte ich die Sorgen eines Familienvaters und die Arbeit bei Tage, des nachts Grübeln, wie die Schwierigkeiten zu überwinden wären. Bei schwerer Arbeit, oft Nächte hindurch, lebte ich oft bloß von Kartoffeln, Kaffee, Butter und Brot, ohne Fleisch, mit dem Ernste eines bedrängten Familienvaters, und 25 Jahre lang habe ich ausgeharrt, bis ich endlich bei allmählich steigender Besserung der Verhältnisse eine leidliche Existenz errang. Meine letzte Erinnerung aus der Vergangenheit ist die so lange dauernde Gefahr des Unterganges! und die Ueberwindung durch Ausdauer, Entbehrung und Arbeit, und das ist es, was ich jedem jungen Manne zur .Ausl- munterung sagen möchte, der nichts hat, nichts ist und was werden wiU." In einem Alter.also, wo andere sich noch in jugendlichen Spielen tummeln können, mußte der junge 'Alfred Krupp eine mühen- und sorgenvolle Tätigkeit übernehmen. Seine Mutter aber war ihm dabei Vorbild und Stütze zugleich: Sie war eine ebenso kluge, wie energische und tatkräftige Frau, und ihr rastloser Fleiß und ihre Unermüdlichkeit gingen auf ihn über, wie er selbst in späteren Jahren ost betonte, wenn er mit "höchster Verehrung seiner Mutter gedachte. Nur sechs Arbeiter beschäftigte die Kruppsche Fabrik, als Alfred Krupp sie übernahm, und er arbeitete selbst als Hammer- schmied mit. Vorerst stellte er auch weiterhin, wie schon sein Vater es getan hatte, Gerberwerkzeuge, Tuchscherblätter, Münzstempel und Münzwalzen her — besonders aber suchte er die Erzeugung von Gußstahl zu verbessern, und diesem Ziele galten oft bis spät in die Nacht hinein die Versuchet Außerdem war er auch sein eigener Buchhalter, Packer und Reisender, und durch keinen unermüdlichen Fleiß gelang es ihm, weitere Abnehmer für seine Erzeugnisse zu finden. Bald konnte er eine eigene Walzenschleiferei errichten und auch fertige Walzmaschinen liefern. Die Zahl seiner Arbeiter vermehrte er allmählich bis auf 60, so daß der vorhandene Raum in dem kleinen Fabrikbau nicht wehr genügte, und er vergrößerte ihn deshalb von 1835 bis 1837, errichtete ein Hammerwerk und baute eine mechanische Werkstatt in das alte Gebäude ein. 1835 wurde auch schon die erste Dampfmaschine aufgestellt, und zwar eine Toppelhochdruckmaschine von 20 Pferdekräften, die zum Betrieb von Hämmern, Werkzeug- bänken und Schleifsteinen benutzt wurde; und weiter ermutigte ihn die zunehmende Beschäftigung seiner Fabrik, einen 450 Pfund schweren Hammer zu errichten. Konnte Alfred Krupp demnach schon einigermaßen mit seinem Erfolg zufrieden sein, so mußte er andererseits darauf bedacht sein,_ die Schulden, die auf der Fabrik lasteten, allmählich zu tilgen — und einen Teil der dazu erforderlichen Mittel verdiente er durch ein von ihm erfundenes Walzwerk zur Herstellung von Löffeln und Bestecken. Diese Fabrikation rentierte ich sehr gut, nachdem die Erfindung in den deutschen Staaten, n Oesterreich, Frankreich und England patentiert worden war, und setzte ihn schließlich instand, 1843 die Herstellung von Büchfeu- und Pistolenläufen aus Gußstahl, und int folgenden die von Kürassen aufzunehmen. Damit begann er die Erzeugung von Kriegswerkzengen, die später in seiner Fabrik noch einen ganz anderen Umfang annchmen sollte, als er Geschütze aus Gußstahl hervorbrachte. , Einstweilen mußte er sich aber noch darauf beschränken, die Vorzüglichkeit seines Stahls an kleinen Erzeugnissen darzulegen. Auf der Berliner „Ausstellung vaterländischer Erzeugnisse" im Jahre 1844 wurde er durch eine goldene Medaille ausgezeichnet, und dann nahmen die Aufträge weiter zu, so daß die Arbeitep- zahl im Jahre 1846, also 20 Jahre nach dem Tode seines Vaters, aus 142 stieg. In den 40cr Iahten machte Krupp auch größere Reisen zur Erweiterung seiner Kenntnisse in der Eisen- und Stahlfabrikation, und namentlich in England weilte er einige Zeit, um sich dort über die Fortschritte der Eisenindustrie zu unterrichten und mamtig- fache Erfahrungen zu sammeln. In England knüpfte er auch Verbindungen zur Vertretung seines Werkes im Ausland an, die in der folgenden Zeit noch erheblich erweitert wurden, bis es ihm gelang, in der ganzen Kulturwelt technische und kaust mäunische Agenten zu gewinnen. Dazwischen arbeitete Alfred Krupp selbst noch unablässig an der Vervollkommnung seiner wissenschaftlichen Kenntnisse, und noch heute beweisen die Randnotizen in zahlreichen technischen Werken der Fabrikbibliothek, mit welcher Gründlichkeit er die Fachliteratur studierte. Er trat auch mit bedeuteirdeit Technikern in Verbindung, um Erfahrungen mit ihnen auszntauschen, und bemühte sich brauchbare Klüfte für seine Fabrik an gewinnen.! Darin beruhte ja nicht zum wenigsten der Erfolg Krupps, daß er es verstand, an die leitenden Stellen feiner Fabrik hervorragende Männer zu berufen und dabei gleichzeitig darauf bedacht zu fein, eine große Zahl tüchtiger Facharbeiter an fein Werk zu fesseln und diese auch in Zeiten wirtschaftlichen Niedergangs zu beschäftigen. Am längsten arbeitete Krupp an seinem Plane, Gußstahl für die Kanonen zu verwenden, die bis dahin zumeist aus Bronze oder Gußeisen hergestellt wurden. Dieses Material besaß aber wenig Elastizität und Zähigkeit und konnte deshalb dem Druck der Pulvergase keinen großen Widerstand entgegensetzen. ES mußte deshalb — um die Lebensdauer der Geschütze zu erhöhen —■ ein widerstandsfähigeres Material gesunden werden: und dafür hielt Krupp seinen Gußstahl, den er aus kleinen Tiegeln gießen und dann hämmern ließ, am geeignetsten. Er hatte _ allerdings noch mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen, bis feilte Idee den Sieg errang — nicht bloß in der Fabrikation des Stahls und der Konstruktion der Geschütze, sow- deni auch in dem Widerstand der militärischen Fachleute und der Behörden! — Sein erstes Kanonenrohr schmiedete Alfred Krupp im Jahre 1847: Es war ein Treipfünder-Tiegelstahl- kerurohr mit gußeisernem Mantel, ein Vorderlader, wie die Bronze- geschütze, aber leichter als diese. Krupp stellte das Geschütz der Preußischen Artillerie-Prüfungskommission zur Verfügung, die eingehende Versuche damit vornahm, aber keine Bestellung darauf erteilen ließ. Es war dies im Jahre 1848, wo die politischen Wirren einen schweren wirtschaftlichen Niedergang Deutschlands zur Folge hatten. Auch die Kruppsche Fabrik hatte darunter zu leiden und mußte ihre Arbeiterzahl auf 72 einschränken. Trotzdem hatte Krupp seine Mutter und Geschwister, die bis dahin an der Fabrik beteiligt waren, abgefunden und war seither alleiniger Besitzer des Werkes. Noch immer hielten viele den englischen Stahl dem deutschen überlegen, und deshalb benutzte Krupp die Londoner Ausstellung von 1851, um seine Fabrikate dort auszustellew Am meisten Aufsehen erregten ein Sechspfünder-Gußstahlrohr und ein Block rohen Gußstahls von 4500 Pfund Gewicht, wie ein solcher biss dahin in der Größe und der Güte noch nie gegossen worden war. Damit war Krupp an die Spitze der Stahlfabrikanten der Welt getreten, und der Triumph, den er in London feierte, kam in Essen dadurch zum Ausdruck, daß er schon im folgenden Jahre die Zahl seiner Arbeiter auf 340 erhöhen konnte. Ten ersten großen geschäftlichen Erfolg erzielte er mit der Gußstahl-Bandage, d. h. dem Reifenbeschlag ohne Schweißnaht für Eisenbahn-Wagenräder. Der reiche Gewinn, den er aus dieser Erfindung erzielte, ermöglichte es ihm, nicht bloß seins Fabrik zu vergrößern, sondern auch weitere Versuche mit der Herstellung von Gußstahl-Kanonen anzustellen. Ter große Vorteil, den der Gußstahl für die Geschütze bietet, wurde allerdings erst erkannt, als man gezogene Rohre einführte. Im Jahre 1850 lieferte Krupp glatte sechspfündige Versuchs- rohre für Bayern und Oesterreich, itt den Jahren 1852 bis 1854 mehrere sechspfündige und zwölfpftindige Rohre für Preußen, ferner 1856 16 und 1857 bis 1858 eine noch größere Zahl glatter Rohre, die in Berlin gezogen wurden. Ein Gewalt-- versuch mit einem Kruppschen kurzen zwölfpfündigen Granat- kanonenrohr, der im Sommer 1854 in Braunschweig ausgeführt wurde, hatte ein ungewöhnlich günstiges Ergebnis. Aber erst fünf Jahre später bestellte Braunschweig nahezu 300 Geschütze, lauter Sechspfünder, bei Krupp, und fast gleichzeitig lief buch von Preußen die erste Bestellung ein; die lautete auf 225 Rohre, von denen 216 nur vorgearbeitet sein und in Spandau fertigt» gestellt werden sollten. Auch aus dem Ausland kamen bereits Aufträge nach Essen, wo die Zahl der Arbeiter bereits 1000 überstieg. Tas zweite Tausend wurde 1861 überschrittett, das vierte Tausend 1863. Seither wuchs die Fabrik ständig an Umfang, namentlich, als im Kriegs von 1870/71 die Kruppschen Geschütze sich so vorzüglich bewährt hatten, und als Alfred Krupp 1887 starb, hinterließ er ein Riesenwerk, das 20 000 Arbeiter Ttnb Beamte beschäftigte. Er war der Brotherr von etwa 65 000 Menschen geworden, und aus dem stillen Landstädtchen Essen mit 4000 Einwohnern hatte sich eine der größten Arbeiterstädte mit 70 000 Einwohnern entwickelt. Was Alfred Krupp in bezug aus Wohlfahrtseinrichtungeik für seine Arbeiter und Beamten schuf, ist später vielfach vorbildlich geworden, namentlich, als das Deutsche Reich die Fürsorgegesetze für die Arbeiter erließ. Diese Einrichtungen sind auch unter den Nachfolgern Alfred Krupps, Friedrich Alfred Krupp und "Krupp von Bohlen und Halbach erweitert und vech vollkommnct worden, ebenso wie diese die Werke selbst noch erheblich ausdehnten. Einen Ueberblick hierüber zu geben, wird sich Gelegenheit bieten, "wenn Anfang August dieses Jahres itt Anwesenheit des Kaisers das hundertjährige Bestehen der Kruppe scheu Fabrik in Essen gefeiert wird. haben wir Lebensmittelteuerung? Von einem unterer Leser wird uns geschrieben: Zufällig fiel mir das Anzeigeblatt für den Kreis Grünberg vom «Ijie 1162 in die Hände. Unter anderem Interessanten enthält 260 es auch die Fruchtpresse des damals in Hesse» wichtigsten Frucht- Wochenmarktes zu Grünberg, wovon wir einen Auszug bringen wollen: Auszug aus dem Marktprotocoll der Stadt Grünberg über die im Lanke des Jabres JH61 auf dein Wochenmarkt ver- kau'ten Jrüchie. 1. 2. 3. 4. ö. 6. 7. Es wurden verkauft: 55717, Malter Weizen kur 4813*/* , Kor» , ..... 3174'/. , Gerste „ 4562 , Ha'er , ...... 3537a , Erbsen . 753*/, „ allerlei Frucht, incl. Samen, Lein kür 104Q*/. „ Kartoffeln für . . . . ^ 73 640 fl. 26 Rr. 47 488 „ 12 „ 26116 , 11 „ 21 137 , 43 „ 3 783 „ 26 „ 10 731 „ 17 „ 4 261 „ — „ 2U 2tia‘ , Alalter Summa 1ö7 lol fl. 15 Kr. Gegen das vorbergehende Fahr wurden: 1. mehr verkauft: 7057. Malter Weizen, 1060 Dialter Gerne, 860 Maller Haier, 162'/4 Dialter Erbsen und 217'/, Dialter Kartoffeln; 2 weniger verkauft : 1410'. ih alter Korn und 485 Malter allerlei Fruchte, incl. Samen und Lein. Grünberg, am 31. Tecember 1861. Der Diarktvroiokollkührer i Bon-Eiff. (Das Gewicht des Malters war auf dem Grünberger Wochenmarkt festgesetzt: bei Weizen 200 Psd., bei Korn 180 Pfd, bei Gersie 160 Pfd. und bei Hafer 120 Pfd.) Fruchtvreise (11. Januar!: Weizen 200 Psd. 13 fl. 59 Kr. I Genie 10 Pfund 7 fl. 52 Kr. Korn 180 , 11 , 14 , | Hafer 120 , 4 , 38 , Frachtpreise (5. Avril): Weizen 200 P'd. 13 fl. 40 Kr. Hafer 120 Psd. 5 fl. 13 Kr. Korn 180 „ 11 , 8 , Kartoffeln 2u0 Psd. 5 fl. 2 Kr. Gerste 160 , 8 , 18 , Fruchtpreise (31. Mai): Weizen 200 Pfd. 13 fl. 44 Kr. Hafer 1-0 P'd. 5 fl. 29 Kr. Korn 180 , 10 , 50 „ Kartoffeln 200 Pfd. 4 fl. 56 Kr. Gerste 160 , 8 „ 29 , Preise der Metzger waren zu Grünberg 00m 2. bis 16. Januar 18-3. Rach eigener Angabe der Dietzger. Ochsenfleisch 15 Kr., Rindfleisch >3 Kr., bei zwei Dietzger 12 Kr., Kalbfleisch 6 Kr.. bei einem Dietzger 7 Kr., Schweinefleisch 17 Kr., Hammelfleisch bei zwei Dietzger» 10 Kr., bei einem 11 Kr. Schweinewursl 2o Kr., gemischte Warst 16 Kr., Eervelatwaril 36 Kr., Bratwurst 24 Kr., Preßkovf 24 Kr, Fleischwurft 24 Kr., Schwartemagen 24 Kr.; Schmelzspeck 3> Kr., Lolpersleisch 17 Kr., geräucherter Schinken 24 Kr.; Schweineschmalz, ausgelassen 24 Kr., unaasgelaffen 28 Kr, Stierenfett 20 Kreuzer (NB. 3ii Grünberg gab es damals 10 Dietzger. Tie Preise sind per Pfund. Bei den nachfolgenden Auszügen laffen wir einen Teil der Dieygerwaren weg, iveil deren Preisveräuderungen un- roeientltdj sind.) Boni 10. bis 23. April 1862: Ochsenfleisch 16 Kr., bet einem Dietzger 14 Kr.; Rindfleisch 13 Kr., bei einem Dietzger 14 Kr.; Kalbfleisch 6 Kr., bei einem Dietzger 5 Kr.; Schweinefleisch 17 Kr. Pom 3. bis 16. Juli 1862: Lchsenfleisch 15 Kr.; Rindfleisch 11, 12, 13 und 14 Kr.; Kalbfleisch 5 kr., einer 6 Kr.; Schweinefleisch 17 Kr., einer 16 Kr. 'Bviii 9. bis 22. Oltober 1862: Ochsenfleisch 15 Kr.; Rindfleisch 1^ Kr, einer 13 Kr.. zwei 14 Kr.; Kalbfleisch 8 Kr., drei 7 Kr.; Schweinefleisch 17 Kr.; Hammelfleisch 12 Kr. Pom 18. bis 31. Dezember 1862: Ochsenfleisch 15 Kr.; Rindfleisch 12 und 13 Kr.; Kalbfleisch 6 Kr-, einer 7 Kr.; Schweinefleisch 17 Kr. Preise der B ä ck e r w a r e n zu Grünberg und Londorf für den 4vfündigen Laib 'Biob. Grünberg balle 27 und Londorf 4 Bäcker. Im Januar 15 und !•>*/, Kr.; im Februar 15 und 15'/, Kr.; im März 15 und 15'/, Kr.; rm April 15 Kr.; im Mai 15 Kr.; int Juni 15 und 15'/, Kr.; im Juli 157, und 16 Kr.; im August 14, 13*/, und 13 Kr.; im September 13'-,, 13, auch abers 12*/, Kr.; m October 137, und 13 Kr.; im November und Deceinber 13 und einige 127, Kr. Auszug aus dem Marktprotocollbuch der Stadt Grünberg über die im Lause des Jahres -862 ans dem Wochenmarkt verfaulten Früchte. Es wurden verkauft: 1. 399(5’/4 Malter Weizen für 49 353 fl. V 4. 3499'/, e 7. 874 Summa 151 537 fl. — Kr. 1740--7, Malter 46147, 34337. 2. 3. 558 426 7 7 45 021 25 065 14 766 5 487 8 609 3 233 Korn „ ..... Geiste „ ..... Hafer , ..... Erbsen , allerlei Früchte, incl. Samen und Lein für .... Kartoffeln für 5. 6. [. 31 Kr. 18 , 32 , 46 „ 39 „ Gegen das Vorjahr ivurden: 1. mehr verkauft: 259 Malter Gerste uub 204'/, Malter Erbsen; 2. weniger verkauft: 1574'/, Malter Weizen, 199'/, Malter Korn, 1062'/, Malter Hafer, 3277* Malter allerlei Früchte und 1667t Malter Kartoffeln. Grünberg, im December 1862. Der Mcirktprotocollsührer: Bon-Eiff. Vermischtes. * Bilder von der chinesischen Hungers^ not. Geradezu ergreifend ist der Bericht, den das „Unter* stützungskomitee tn Schanghai" von der chinesischen Hungersnot in Zentralchina soeben in die Welt hinausgesandt hat. Man sieht auf den Straßen ganze Familien einherwandern, die sich nur mühselig noch aufrecht halten können und es ist entsetzlich, zu beobachten, wie Eltern ihre Kinder zum Kaufe anbieten. Einer der Aerzte, die das „Rote Kreuz" in die Hungergegend gesandt hat, berichtet, daß Mütter ihre eigenen Kinder in die Lager der Soldaten bringen und sie dort verkaufen. Von dem Erlös, der durchschnittlich ungefähr 2.50 Mk. in unserem Gelde beträgt, fristen sie dann einige weitere Wochen ein kümmerliches Dasein, ohne jedoch hem furchtbaren Schicksale entgehen zu können. Denn woher soll Hilfe kommen? In Nord Kiangsu und Nord Anhwei sollen Kinder sowohl wie erwachsene Frauen für zwei mexikanische Dollars, also ungefähr 4 Mk. in unserem Gelde, pro Stück öffentlich von ihren Angehörigen ausgeboten werden, und viele bieten sich selbst zum Kaufe an, um die übrigen Familienmitglieder zu retten. * Der König der Peitschenkünstler. Die englische Königsfamilie hatte dieser Tage im Buckln ghampalaste einen seltsamen Gast, nämlich Herrn Mills, bekannt unter dem Namen „Salt Bush Bill", König der Peitschenkünstler". Herr Mills, ein Mitglied der Ausstellung „Wild Austra- lia", die die verschiedenen Regierungen Ausstraliens in England veranstalten, führte der englischen Königsfamilie feine Peitschenkünste vor. Zunächst nahm er in der linken Hand ein brennendes Streichholz und k atsch e mit seiner Peitsche so, daß das Streichholz ausgelöscht wurde; dann entfernte er mit einem zweiten geschickten Peitschenschlage die Asche von einer Zigarette, die er zwischen den Lippen hielt, eine Leistung, die außerordentlich gefährlich aussieht und es auch tatsächlich ist. Hierauf ging Herr Mills zu schwierigeren Dingen über: er arbeitete nämlich ohne Äugen. Zunächst wiederholte er mit verbundenen Augen den Streichholztrick, wobei aber seine Assistentin das brennende Streichholz hielt, ebenso machte er es dann mit der Asche der Zigarette, die ebenfalls seine Assistentin zwischen den Lippen hielt. Alsdann veranstaltete er um deren Kopf herum ein wahres Kreuzfeuer von gefährlichen Peitschenhieben, von denen nicht einer treffen durfte. Dann beschloß er die Vorführung, indem er seine Fertigkeit in Knoten- und Schleisenschlagen beim Peitschenknalle zeigte. Die englische Königsfamilie soll sehr befriedigt gewesen sein. *18edenkliches Zeichen. „Mit der Zerstreutheit meines Mannes wird es immer ärger: gestern brachte er aus dem Re* staurant einen fremden Hut mit!" — „Gott —• das kann Vocm kommen!" — „Aber einen schlechteren!" *“$16 alte Jungfer. „Der Staatsanwalt hat den Antrag gestellt, daß Ihnen die Hälfte Ihres Entschädigungsanspruches zugesprochen wird! Nehmen Sie seinen Antrag an?" — „Einen Antrag vom Herrn Staatsanwalt? Na, selbstverständlich l" Silbenrätsel. art, da. ei, gan, gar, gen, hel, low, mi, pert, rog, rü, fee, feit, fa, weil, ivil. Ans vorstehenden Silben und Buchstaben sollen sieben Wörter gebildet und derart untereinander gesetzt werden, daß die Anfangsbuchstaben von oben nach unten und die Endbuchstaben von unten nach oben gelesen, ein Sprichwort ergeben. Es bedeuten aber die einzelnen Wörter folgendes: 1. Stadt in Böhmen. 2. Ein Mineral. 8. Insel in der Ostsee. 4. Schauspieler und Lustspieldichter. 5. Irländische Hafenstadt. 6. Gebirgssee in Oberitalien. 7. Russische Hafenstadt. Auflösung in nächster Nummer. Auslösung der altäghptischen Hieroglyphen in voriger Nummer« Dleiilch, bezahle deine Schulden. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Veilag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steiitdruckerei, R. Lang«, ©ieieifc