LMMmag sen 25. Lannar L s L'! BN I I I il Glückslasten. Roman von Hanns von ZobelttA (Nachdruck Verboten,) (Fortsetzung.) Mutter griff nur ein Wort auf. Sie sah Signe in ihrer schlanken Schönheit vor sich und sagte: „Ihr beide? Was sprichst du von euch beiden! Dodo ist ein Kind, und Dvdo ist nicht hübsch." „Airs Kindern werden Beute. Dodo ist doch auch er- wachsen und — unterschätzt sie nicht. Ich glaube gerade, sie ist Männergeschmack. Und im Grunde wären die Männer gar nicht so töricht — ausnahmsweise —, wenn sie diesen Geschmack bestätigtem" „Ah, das weiß ich besser." Sie ließ den Mick noch einmal über die Gestalt, über das Gesicht der Aeltesten, gleiten ■— horchte dann, wie nebenan Dodo schmetterte: „Das Müllern ist der Jungfrall Lust — Fuvivallerah — Juvi- vallerah —" und lächelte. „Also ich kann Papa beruhigen. Er machte sich nämlich schon seine Gedanken " Signe brachte die Mutter bis zur Tür. Dann ging sie zum Flügel zurück. - Sie wollte eigentlich itorf) üben. Aber sie nahm die Karte des Prinzen von der blauseidenen Decke und ließ sie sinnend durch bte Finger gleiten, wieder und wieder. Und dann schloß sie plötzlich das Instrument. Die rechte Stimmung war verflögen. ---- Für Frau von Gudarcza wurde das .Hauspflegefest in den nächsten zwei Wochen immer mehr zum Mittelpunkt ihres Daseins. Die wirtliche Saison hatte noch nicht begonnen; die kleinen Gavottekränzchen und ein anderes Lämmerhüpfen, an dem Dodo beteiligt war, fesselten sie wenig, und ein paar Herrendiners, zu denen Vater einige alte Freunde vereinigt hatte, boten ihr auch geringe Anregung. Höchstens daß es sie freute, wie bereitwillig die „Herren vom alten Eisen" — alte pensionierte Offiziere nämlich —-die Einrichtung der Billa bewunderten und wie gut sie sich die Gu- darczasche Küche und den wohlversehenen Keller gefallen ließen. - Das große Fest bei Kroll: das war doch etwas ganz anderes. Daß es etwas gemischt ausfallen würde, ließ sich zwar voraussehen; das verriet schon die Zusammensetzung des engeren Komitees. Aber die quecksilberne Frau von Eisterburg — nicht zwei Minuten hintereinander konnte man sie für ein ernsteres Gespräch festnageln — mochte schon recht haben: „Exklusiv dürfen wir nicht sein, meine Liebe. Das Tiergartenviertel ist nicht zu umgehen. Sie glauben auch gar nicht, wie wohltätig diese Damen find, wenn man sie zu nehmen weiß." Frau von Elsterburg hüpfte — sie hüpfte immer trotz ihres höchst stattlichen Gewichts — aus der Fensternische, plauderte im Fluge einige Worte mit Frau Geheimrat Braunstein und hüpfte zurück. „Verzeihen Sie, ich wollte der Braunstein nut sagen, daß wir hoffen, sie wird die Teestube übernehmen ; . mit allem Drum und Dran natürlich von Bolsschen Schnäps- lein, Kuchen und kleinen Brötchen. Das gibt immer eine vortreffliche Einnahme. Und außerdem hat sie, ein wirklich süßes Töchterchen — Magnet ersten Ranges. Ja also, da haben Sie Berlin W. Weh, weher, am wehesten. Aber Berlin C. ist auch nicht zu verachten. Sehen Sie dort drüben die große Blondine mit den Rubensformen. Das ist Frau Generalkonsul Neumann aus der Breiten Straße, im Sommer Grünau mit eigenem Dampfer. Das Herz so goldig wie die .Haare. Sie soll die Konditorei haben und darf ein Dutzend Riesen-Baumkuchen dazu spendieren. Ich will nur gleich —" Und Frau von Elsterburg hüpfte wieder davon. Frau Ida sah ihr durch das Lorgnon nach und dachte: „Nun, ich werde mit diesen Damen sicher keine Fühlung gewinnen." Aber merkwürdig genug: während sie mit Exzellenz von Grantsgaß, die in Abwesenheit der eigentlichen Patroneß, der Fürstin Holm-Galm, bei den Vorstandssitzungen präsidierte, immer in demselben grauseidenen Kleide mit der unheimlich winzigen Brillantbrosche am Hals- verschluß — während sie mit der Hagern grauhaarigen Exzellenz gar nicht recht in ein cmgeregreres Gespräch kommen konnte, ging das nachher mit Frau Neumann desto flotter. Im Nu Ha ien sich Berührungspunkte gefunden. „Nicht wahr, gnädigste Frau, ich irre nicht: Sie haben die neue Villa in der Kilganstraße gekauft? Denken, Sie, die war eigentlich für meinen Onkel Langerbuch — Sie wissen, der Chirurg — gebaut worden ... ja, und dann starb Onkel Heinrich so plötzlich. Ich hab mir das Haus einmal int Rohbau angesehen und war ganz entzückt."' Und dann, bei einem Begegnen ein halbes Stündchen später: „Aber nein, daß ich das vorhin ganz vergaß, hört nicht eine Ihrer? Fräulein Töchter auch bei Professor Müller Literatur-, geschichte? Meine Aelteste hat mir nämlich erzählt ■—" „Ihre Tochter, gnädige Frau? Stieftochter dann wohl?" Die schöne Frau lachte: „O nein! Ganzweritable Tochter, wenn wir auch bisweilen für Schwestern gehalten werden. Ja also, meine Elly sitzt im Kolleg neben einem Fräulein von Gudarcza." „Das ist meine zweite Tochter Dorothee —" „Dachte ich's doch. Wunderliche Jugend heut, nicht wahr? Sitzt im Hörsaal und arbeitet sogar im Laboratorium. Nun, ich halte schon darauf, daß es nicht überhand nimmt mit der Arbeit, und zum Blaustrumpf hat meine Ellh auch keine Anlage." „Meine Dodo gewiß nicht." Es war wirklich eine ganz nette Zivischennnterhaliunch ein Intermezzo zwischen all den geschäftlichen Erörterungen, über denen Frau Ida manchmal der Kopf schwirrte. Wie ging das durcheinander: Saalmiete uno Musik; Heran-, ziehen „prominenter Persönlichkeiten", ivie Frau Brann-» - 54 stein cs ausdrückte, die Gewinnung einiger erster Kräfte der Oper, die sanfte Pressung auf ein halbes Dutzend Hoflieferanten Zur besseren Füllung der Verkaufsstände, das Arrangement der Tombola, für die Bettelbriefe an , die Schriftstellerwelt um Gratisexemplare mit eigenhändiger Widmung geschrieben, Bettelvisiten in den Ateliers um Ueberlassung einiger Skizzen unternommen werden mußten. Und dann die Proben zu den Dilettantenaufführungen. Signe war fest geblieben: sie sang nicht. Aber dann war es Exzellenz Grmitegaß, die plötzlich mit ihrer dünnen ©timme einen anderen Vorschlag aufs Tapet brachte: „Liebe Frau von Gudarcza, ich glaube, ich habe Sie neulich im Opernhause neben Ihrem Fräulein Tochter gesehen. Wir haben nämlich manchmal durch einen Vetter Plätze in der Kommandanturloge, und so saß ich Ihnen gerade gegenüber, wenn ich nicht irre. Ein feiten schönes Mädchen. Goldblond, wenn ich nicht irre. Noch eine Nuance mehr Rotgold, als das der Frau Neumann. Würde Ihr Fräulein Tochter nicht in den lebenden Bildern Mitwirken?" Mutter war vorsichtig geworden und sagte nicht sofort zu. Signe war ja so unberechenbar. > Aber Signe erklärte sich diesmal bereit. Nur müßte sie erst wissen, in welchem Bilde itnb als welche Figur in diesem sie mitwirken solle. Das nun war Sache von Professor Bernhard Knut, der „in seiner bekannten Liebenswürdigkeit wie alljährlich die künstlerische Leitung der lebenden Bilder" übernommen hatte. Der kleine große Modemaler wohnte ganz in der Nähe der Kilganstraße und ließ es sich nicht nehmen, per-t sönlich vorznsprecheu. Das tat er immer, tote spöttische Leutchen behaupteten: „denn man kann nie wissen" — nämlich ob nicht ein Porträtauftrag abfällt. Er kam und war begeistert. Er klemmte seinen Kneifer, bett er an langer dünner Goldkette über der schwarzeir Sammetweste trug, auf die Hakennase, er bat Signe hierher und' dorthin zu treten, zog persönlich den Fenstervorhang zurück: „Mein gnädigstes Fräulein, das wird der Erfolg des Abends." Und dann legte er seine langen hageren Hände flach ancinan-i der, hob sie bittend hoch: „Es ist ja sehr unbescheiden. Aber ich wage es dennoch. Ich habe ein Gemäldci auf der Staffelei, fast vollendet. Die Herzogin von Chouanne tritt mit ihren beiden Kindern beit ihr Schloß stürmenden Jakobinern entgegen. Beim großen Rubens, ich wäre unsag-, bar, unfaßbar glücklich, wenn wir dies Bild wählen dürften." Er bat um einen Atelierbesuch — „nur auf zehn Mi- mitert." Aus den zehn Minuten wurde freilich eine Stunde, Und er bat und bat so lange, bis Mutter und Signe noch einmal kamen, und dabei wandelte sich das in der Tat fast vollendete Bild völlig, denn die Hauptgestalt nahm Signes Züge an. Sie lachte selbst darüber. „Der Professor hat eins köstliche Art, sich die Modellkosten zu sparen." Doch sie stand willig und geduldig. Freilich — für ihren Geschmack war die Knutsche Art etwas zu konventionell, zu glatt. Aber er war von der Tagesmooe getragen; wenn die böse Kritik ihn auch oft, wie er selbst heiter erzählte, arg zer--, rupfte: seine Bilder gefielen, wurden glänzend bezahlt. „Ich garantiere, daß unsere „Herzogin" einen brillanten Platz auf der nächsten großen Ausstellung erhält," sagte er, sich die Hände reibend. „Dafür will ich schon sorgen." Und er sorgte schon jetzt dafür, daß hier und! dort in den Tageszeitungen einige kleine Notizen unter „Kunst und Wissenschaft" erschienen. Einmal: „Professor Bernhard Knut ist im Begriff, ein großes historisches Gemälde zu vollenden, das eine ergreifende Episode aus der französischen Revolution schildert. . ." es folgte eine Darstellung des Borgangs. Dann: „Für die Hauptfigur in dem fast vollendeten neuesten Gemälde von Professor Bernhard Knut „Die Herzogin von Chouanne" hat liebenswürdigerweise eine hiesige junge Aristokratin den Urtyp dargelichen, für den deren ganz eigenartige vornehme Rasseschönheit besonders geeignet erschien." Und endlich: „Dem Vernehmen nach soll das neueste Gemälde von Professor Knut auf dem in Vorbereitung befindlichen Wohltätigkeitsfeste zum Besten der Hauspflege als lebendes Bild gestellt werden . . ." Wenn Herr von Gudarcza in seiner Zeitung wieder «ine dieser kleinen Notizen las, schwankte er jedesmal, ob er sich ärgern ober sich darüber amüsieren sollte. Recht vornehm erschien ihm diese Art nicht, daß seine Tochter dadurch in gewisse Beziehung zur Oeffentlichkeit gebracht wurde. Aber dann schineichelte es ihm doch wieder. Schließt lich: wäre Signe Konzertsängerin geworden, so hätte sie noch ganz anders in der Oeffentlichkeit gestanden. Und! wenn Signe bei all ihrem Feinempfinden selbst keinen An-j stoß nahm, warum sollte er sich ärgern? Also zog er es! vor, die Sache von der scherzhaften Seite zu nehmen, strich jede Notiz rot an und las sie bei Tisch vor. Wobei Dodo einmal mit köstlichem Ernst erklärte: „Unsere Signe wird berühmt. Ich werde Herrn Professor Bernhard Knut, den ich furchtbar banal finde, zum Dank Pantoffeln zü Weihnachten sticken. Auf den linken kommt in Goldstickerei eine Palette, auf den rechten in Perlen ein Geldsack." Signe ertrug solche kleine Sticheleien mit größtem! Gleichmut. Sie wußte, daß Professor Knut, den sie grade so banal fand wie die Schwester, in einem recht haben! würde: ihr mußte ein großer Erfolg zufallen. Dann kam aber, im Lauf der Proben, noch etwas an--! deres hinzu, was ihr besondere Freude machte, immer aufs neue. Nach langem Wählen hatte der Professor für big beiden Kleinen, die ihr beizugeben waren, die rtchtigen Moi delle entdeckt. Es waren die beiden jüngsten Kinder von Frau Neumann, ein blondes Mädchen von vier Jahren, ein Knabe mit pechschwarzem Haarschopf von fünf Jahren. „Ein wenig zu alt für dich", fand Mutter. Aber auch Mutter mußte zugeben, die Kinder waren entzückend. Fein- gliedrig, mit auffallend hübschen Gesichtszügen, beide blau-, äugig, beide nach dem ersten Befangensein von größter Zutunlichkeit gegen Signe. Und Signe konnte gar nicht satt werden, sich mit ihnen zu beschäftigen. Frau Ida erinnerte sich wohl, daß ihre Aelteste früher, in Körlin, auch als sehr kinderlieb gegolten hatte. Dann war ihr das aus dem Gedächtnis entschwunden. Es schien auch so gar nicht recht zu Signes Wesen zu passen, wirkte fast wie eine fremde Zutat. Wenn Mutter selbst anfangs! den Kopf dazu schüttelte, mochten manche andere es als „gemacht" ansehen. Frau Neumann sagte bei der ersten Probe: „Quälen Sie sich doch nicht so mit den Görenh gnädiges Fräulein —" um sich dann doch mit leiser Mutterst eitel feit zuzugestehen, daß ihre Jüngsten wirklich das Herz t'- schönen Mädchens erobert hätten. Signe zog, wenn „ußS Bild" vorüber war, jedesmal mit den Kleinen in! eine Ecke und konnte mit ihnen spielen, wie eigentlich nur die eigene Mutter mit ihren Kindern spielen kann. Um die übrigen Teile der Proben kümmerte sie sich nicht. So wenig wie um die jungen Leutnants, die die stürmenden Jakobiner darstellten. (Fortsetzung folgt.) KaHcrs Geburtstag in der Hofküche. Bon A. Oskar K l a u ß m a n n. Die größten Ansprüche an die Leistungsfähigkeit der Hos--. küche und Schloßverwaltung stellt der in den Januar fallende Geburtstag des Kaisers und Königs. Auch die großen Hossestlich- keiten, bei denen tausende von Gästen mit Speise und Trank zu versehen sind, bringen der Hoflüche gewaltige Arbeit. Bei diesen großen Festlichkeiten wird aber der weitaus grösste Teil der Gäste an kalten Büfetts gespeist, und die nötigen Speisen lassen sich längere Zeit vorher fertigstellen. Außerdem handelt es sich hier immer um einen einzigen Abend, während bei dem Geburtstage des Kaisers der gesamte Apparat ungefähr drei Tage lang auf das äußerste angestrengt wird. Zahlreiche fürstliche Gäste mit Gefolge und Dienerschaft treffen zum Geburtstage des Kaisers in Berlin ein, gewöhnlich schon am Tage vorher, und der größte Teil dieser fürstlichen Besucher wohnt mit Gefolge und Dienerschaft im königlichen Schlosse. Für alle diese Persönlichkeiten ist während! der Festtage das Essen zu beschaffen, und da manche dieser Fürstlichkeiten mit Gefolge und Dienerschaft erst am Tage nach Kaisers Geburtstag wieder abreisen, gleicht für drei Tage das königliche Schloß in Berlin einem großen Hotel mit intensivem Betriebe, der um so schwieriger ist, als es sich um Gäste handelt, die in hervorragendster Weise bedient werden müssen. Allerdings ist man in der Hofluche auf derartige Ereignisse vorbereitet, und da die ganze Hofhaltung und durch diese die Küche' mit der Präzision eines Uhrwerks funktioniert, bereiten! auch diese Tage keine unüberwindlichen Schwierigkeiten, wenn auch die beteiligten Personen gewaltig arbeiten müssen. Die ganze Einteilung der kaiserlichen Hofküche ist so beschaffen, daß sie auch auf außergewöhnliche Ereignisse vorbereitet ist. Die Hofküche zerfällt in zwei große Abteilungen: in die Mund- Küche und in die Fremden-Küche. Die erstere liefert Speisen und Getränke für den täglichen Gebrauch der kaiserlichen Familie und des im Schlosse wohnenden Gefolges. Mr die Dienerschaft 66 Mrd in einer besonderen Mche gekocht, die sich ebenfalls im Schlosse befindet, aber durch einen Privatunternehmer geleitet wird. Tie Mund-Küche und die Dienerschasts-Mche neben ihr liegen in den Souterrains der Schloßseite, die nach dem Schloßplatze hinausgeht. Tie Fremden-Küche befindet sich in einem ganz anderen Flügel des Schlosses, nämlich an der Spreeseite. Tie hohen gewölbten Hallen, in Denen die Küche untergebracht ist, dienten schon zur Zeit der Kurfürsten zu Küchenzwecken, Und schon vor Hunderten von Jahren ist für den Privathaushalt und die Festlichkeiten der Hohenzollern in jenen Räumen gekocht worden. Tie Fremden-Küche hat in einer kolossalen Halle einen durchgehenden eisernen Herd, der so riesenhaft ist, daß auf ihm für zweitausend Personen gleichzeitig gekocht werden kann. Tie anderen Einrichtungen der Mche: Speisekammer und sonstige Vorratsräume, wie Eiskammern, Geschirrkammern, Wärmeschränke, Backöfen, kleinere Kochherde gleichen durchaus denen einer großen Hotelküche. Um den Riesenherd gruppiert sind große Back- und Bratöfen. Das Rohmaterial für die Küche kommt durch Lieferanten auf Lieferscheine in die Vorratsräume; feines Obst und seltene Fische werden auch wohl von außerhalb bezogen, pder das Obst wird von den königlichen Gärten geliefert. Tas wichtigste Mr die Arbeit, welche Kaisers Geburtstag Mr die Hosküche bringt, ist natürlich der „Schlachtenplan" oder, um es anders auszudrücken, die Speiseordnung, insbesondere das Mahl Mr die große Galatafel, die am Abend des kaiserlichen Geburtstages stattfindet. Tie gesamten Mahlzeiten für die dreitägige Arbeitszeit entwerfen die Küchenmeister schon wochenlang vor dem Feste und reichen sie dem Hofmarschallamt ein. Hier werden sie geprüft, vielleicht gehen zur Umarbeitung und Aendenmg noch einmal an die drei Küchenchefs zurück. Dann wählt das Hofmarschallamt einzelne ihm passend erscheinende Speiseordnungen aus, legt sie erst der Kaiserin vor und holt am Schluß die kaiserliche Genehmigung ein. Mit der Feststellung der Mahlzeiten ist gleichzeitig das Programm ftir die Arbeit in der Küche genau festgesetzt und kann ohne Aufenthalt zur Ausführung gebracht werden. Tie Arbeitskräfte ftir die Fremden-Küche werden nur zum Teil aus der Mund-Küche geliefert. Natürlich übernimmt einer der Küchenchefs die Leitung in der Fremden-Küche, und die Reserve- Köche der Mund-Küche werden nach der großen Fremden-Küche hinüberkommandiert. Mer aus dm Hofküchen von Potsdam kommen die gesamten Köche, kommt das weibliche Personal, das in der Küche tätig ist, und gewöhnlich wird auch noch Hilfspersonal, Köche und geübte weibliche Personen Mr das Abwaschen, Spülen, Geflügelrupfen usw. für die Festzeit engagiert. Tie Küche ist auch darüber unterrichtet, aus wieviel Personen das Gefolge und die Dienerschaft der zur Geburtstagsfeier eintreffenden Fürstlichkeiten besteht. Darüber hat sich durch Korrespondenz mit den betreffenden Hosbehörden das Hofmarschall- amt unterrichtet und der Küchenleitung Mitteilung gemacht. Schon am Vorabend von Kaisers Geburtstag tritt noch eine dritte Küche in Tätigkeit, nämlich die Abteilung, die für die Dienerschaft der Gäste kocht. Das Schloß in Berlin ist ein Flickwerk, dessen einzelne Teile im Lause von Jahrhunderten aneinandergefügt worden sind. Für moderne Bedürfnisse und Einrichtungen ist der Ban gänzlich ungeeignet, und alle Versuche, die man gemacht hat, Wandel zu schaffen, sind- fehlgeschlagen. So liegt z. B. die Küche Mr die fremde Dienerschaft nach der sog. Schloßfreiheit hinaus, gegenüber dem Denkmal Kaiser Wilhelms I. Dort befinden sich auch die Anrichteräume Mr die Galatafel. Zwei Tage vor Kaisers Geburtstag ist die Fremden-Küche in Tätigkeit getreten. Es sind die Vorbereitungen in den verschiedenen Abteilungen der Mche zu treffen. !Die Konditorei bäckt auf Vorrat Süßigkeiten, bereitet Gelees usw. vor. Die Sauciers treffen Vorbereitungen für die kalten und warmm Sanem, und die bildhauerisch veranlagten Köche, welche die großen Tafelaufsätze zu dekorieren haben, modellieren in Fett und Talg figurenreiche Gruppen, die zur Dekoration von Prunkschüsseln bienen. Die Vorräte von Geflügel, von Brateustückm werden in Verarbeitung genommen und, tote der Wchenausdruck lautet, „tresfiert". Tamr kommen sie in die Kühl- xäume, um für den Augenblick des Gebrauchs fertig zu sein. Am 26. Januar liefert die Mnnd-Wche wie gewöhnlich! das Dejeuner Mr die Kaiserfamilie und für das Gefolge. Am Abend aber findet gewöhnlich schon Familientafel statt; die näheren Verwandten des Kaisers sind bereits mittags oder am Morgen ein» getroffen, und die Abendtafel ist reichhaltiger als sonst. Im Laufe des Abends treffen dann. die fremdm Fürstlichkeiten mit Gefolge und Dienerschaft ein, und für diese hat die Fremden-Küche sowie die Dienerschafts-Küch!e natürlich die nötigen Speisen vor- Wbereiten und herzustellen. Der große und schwere Tag für die Hosküche ist der 27. Vom frühen Morgen an hört die Arbeit nicht mehr auf. Um nicht die Wche in gewissen Augenblicken zu überlasten, frühstückt natürlich zuerst die fremde Dienerschaft, dann das frembe Gefolge. Dann muß das Frühstück für die fürstlichen Gäste fertig sein. So geht es auch mit dem Dejeuner. Bevor die große Galatafel beginnt, muß die Dienerschaft der fremden Fürstlichkeiten ihre Hauptmahlzeit haben. Das Gefolge speist ja au der sogenannten Marschall- Tafel, die in mrderen Räumen als die Galatasel, an der nur die Fürstlichkeitm sitzen, ausgestellt ist. Ehe aber die Speisen und Getränke aus die Galatafel und' die sogenannte Marschall-Tafel kommen, sind gewaltige Schwierigkeiten zu überwinden. In der Fremden-Küche auf der Wasserseite des Schlosses wurden die Speisen fertiggestellt und auf Schüsseln gebracht. Die mit Metallglocken überdeckt sind. Die Ausgabe der Speisen erfolgt in der sogenannten Timerschafts-Küche, die für die Berliner Tienerschast bestimmt ist. Von dort aus müssen die Schüsseln über drei Schloßhöfe bis nach der Schloßfteiheits-Seite hinübergetragen werden. Man verwendet dazu Diener und zieht gewöhnlich bei großen Festlichkeiten, so auch bei Kaisers Geburtstag, Soldaten zur Hilfeleistung heran. Meist sind die Speisen, wenn sie über die drei Höfe hinübergetragen worden sind, stark abgekühlt und koinmen nun augenblicklich wieder in Wärmeschränke, die sich in den Souterrains der Schloßfteiheits-Seite befinden. Es war unmöglich, diesen Uebelstand bisher zu beseitigen. Man wollte von der Wasserseite bis zur Schloßfteiheits-Seite des Schlosses längst einen unterirdischen Tunnel bauen, auf dem eine schmalspurige Bahn die Speisen rasch befördern sollte. Tie Ausführung dieses Planes ist aber unmöglich geworden. Nachdem die Speisen in den Wärmeschränken im Souterrain der Schloßfreiheits-Seite wieder genügend angewärmt worden sind, gehen sie auf Fahrstühlen hinauf in dm ersten Stock. Hier befindet sich die eigentliche Anrichte, wo Küchenmeister mit Köchm eifrig tätig sind, um die Speisen zum Servieren bereit zuhalten. Die Schüsseln stehen auf Heizkörpern, auf sogenannten „Rechauds", und wenn sich vielleicht durch einen Trinkspruch das Anrichten einen Augenblick verzögert, werden die Braten fortwährend mit glühend heißem Fett überstrichen. Tann endlich holen Lakaien die Schüsseln zum Servieren aus der Anrichte nach dem Saal, überreichen sie hier, wenn es sich um die höchsten Fürstlichkeiten handelt, den Pagm, und die Pagen geben die Schüsseln an die Leibjäger, die hinter den Stühlen ihrer Herren oder Damm stehm uird bei Tafel servieren. Tie Schüsseln, die aus dem Saal zurückkominen, weisen natürlich noch immer sehr achtbare Reste von Speism auf. Tiefs Schüsseln gehen auf einem Fahrstuhl in eine höhere Etage. Hier werden die Reste sorgfältig von dm Schüsseln genommen und verwahrt, um sie in der Küche weiter verwenden zu können. Dann gehen die Schüsseln aus Silber und kostbarem Porzellan sofort in einen Nebenraum, um hier gereinigt zu werden, und in einen weiteren Raum, wo die Beamten der Hof-Silberkammer alsbald wieder die kostbaren Geschirre von Silber und Porzellan in Empfang zu nehmen und in die wohlverwahrten Borratsräume bringen. Am 28. Januar, am Tage nach Kaisers Geburtstag, ist gewöhnlich ein Teil der Fürstlichkeitm noch amvesend, und zum mindesten muß erstes Frühstück und Dejmner wiederum in derselben Reihenfolge Mr die frembe Tienerschast, das Gefolge und die Fürstlichkeiten beschafft werden. Bis zum Nachmittag sind fast sämtliche Gäste ab gereift, und das Tiner wird von bet Mund- Küche allein hergestellt. 'Die Fremden-Küche aber hat auch an biefem Tage noch mit Abrechnungen, Konservierung von Resten uno Aufräumungsarbeiten zu tun, um bann geschlossen zu werden, bis sie bei der nächsten großen Festlichkeit, die in wenigen Wochen folgt, wieder geöffnet wird. Freiburger Aarzer- und Sankpoefie. R. K. Freiburg i. Br., im Januar. Am 22. November 1911 ist der neue Karzer der Universität zu Freiburg i. Br. durch einen Delinquenten feierlich eingeweM worden. Noch strahlen die Wände dieses neuen, in dem mächtigen Turm eingerichteten Lokals in blendendstem Weiß, aber wenn die Frequenz so stark wird, wie zu erklärten ist, werden auch hier gar bald Wände und Türen, Stühle unb Betten, OeseN und Fenster in ähnlich bunter Farbenpracht schimmern wie int „alten" Karzer, der eine 111jährige Geschichte hinter sich hat. Wasj in ihm und auf den meist sehr alten Sitzbänken der Hörsäle an Inschriften unb Schnitzereien noch zu finden war, ist jetzt zum elften» mal gesammelt worden und zwar von dem „ältesten Semester" der Freiburger Studentenschaft. (Tas Büchlein, das tiefen „111 Jahren akademischer Holzschneidekunst" gewidmet ist, erschien in der Rheinischen Buchdruckerei zu Düsseldorf.) Oeffnet man am Karzer die erste Tür, so liest man in großen Buchstaben auf der zweiten: Hotel für Gemütskranke. Grüß Gott, tritt ein! Entree frei. Kinder die Hälfte. Abonnements sind Kaiserstraße 51, Zimmer 1?, erhältlich. Und gleich links neben der Tür liest man unter her Uebcrschrifk „Fremdenbuch" das einführende Gedicht: Hier stehen aller derer Namen, Die öfter hier zusammen Samen, Wie sich besannen hier zur Buß' Hans Bartsch und Karl Pactenius. In der Nähe ruhen unter Glasscheiben die photographischen Aufnahmen einftiger Logierbesuche des gastlichen Raumes. Sehr — 55 — zahlreich sind deren Schuldbekenntnisse tu poetischer Form. Mer »»Polyp" spielt darin eine große Rolle. „In Freiburg ist es böse. Ist da ein Polyp gewese, Im Theater er erscheint, _ , Wenn man seinen Schmiß beweint. Trotzdem er mit einer Kompresse bederct- Hat ihn der Polyp sofort entbedt. Und mit zorniger Amtsmiene Spricht er: „Ich verhafte Ihne! „Wie heissen Sie?" So hör' ich fragen.- „Feyerabend", tu ich lächelnd sagen. , Und durch diesen Polypen, ich dacht's mrr doch» Flog ich 24 Stunden hier ins Lo-ch" Aber manchem Delinquenten war auch etwaH melancholisch tfli 8)bite. Einer gedenkt der Liebsten: „O laß, mich nur von ferne stehn Und hangen stumm an deinem Blicks iDu bist so jung, du bist so schön,. Aus deinen Augen lacht das Glmch Und ich so arm, so milde schon. Ich habe nichts, was dich gewinnt,' O war ich doch ein -Königssohn Und du ein arm verlornes Kind." Wsn anderer faßt Leben und Liebe leichter auf 8 „Heut lieb ich die Johanna And morgen die Snsanna. Tie Lieb' ist immer neu, Das ist Studententreu." Das schon genannte „älteste Semester" der Universität Frei- Äurg hat aber nicht allein Karzer-, sondern auch „Bank-Poesie" ge- kammelt, die Inschriften nämlich, die sich, schön eingeschnitzt, auf den aus Schwarzwälder Holz gezimmerten Bänken in den Hörsälen der Alma mater Friburgensis fanden. In dieser Abteilung sind besonders häufig die Schlafgedichte. Hier finden wir oft Rassische Klänge: „Ueber allen Bänken ist Ruh, Won dem Katheder hörest du Kaum einen Hauch. Die Hörer schlafen im Saale, Warte nur, balde Schlafest du auch," „O schlaf, solang du schlafen launfk, D schlaf, solang du schlafen magst; Die Stunde kommt, die Stunde kommt, 'Da du dich im Examen plagst." Ein Blick auf seine Umgebung bekehrte einen andern mlr Einsicht: „Wenn alles schläft, kann Karl allein nicht wachen." Als Inserat gibt sich folgende Inschrift: Eine Schlafstelle zu vermieten an ruhigen soliden Herrn für 25 Mk. pro Semestek, Prof. . . . Auch von den Inschriften, die der Liebs gewidmet Und die sich WÄrlich in Hülle und Fülle finden, seien einige angeführt: „Komm mein Schatz und küsse mich. Küß mich auf den Mund! Küssen schadet sicher nicht, Mssen ist gesund." -„Willst du nicht mein Eousinchen fein? Später nehm ich dich zur Frau." „Nein, daraus laß ich mich nicht ein# Dazu bin ich doch zu schlau." Uns die Wissenschaft ist mancher nicht viel besser zu sprechen Als der Bacoalaureus im zweiten Seite des Faust: „Kapazität ist, wenn jemand nicht mehr nachzudenken braucht," schnitzte ein Philosoph in feilte Bank ein, und sein Nachbar hat diesem Gedanken poetische Form verliehen: „Wer umstößt, was' schon fest besteht/ Den nennt man erst Kapazität," VerlmrschtsS. '* Der „goldene B e r g", das Ziel aller Goldgräber, hat seine angenäherte Verwirklichung an einem Orte nafye der weftmfte Queenslands. Mount Morgan ist ein Hügel von etwa 180 Meter Höhe, der in der Tonne einige Unzen Gold enthalt. AAer Goldgehalt geht durch den ganzen Hügel hindurch und so läßt es sich denken, was für Erträge dieser „goldene Berg" abgeworfen hat. 1886 wurde er entdeckt. Bis zum vergangeit-en Jahre betrug bte Goldausbeute -etwa 300 Millionen Mark, daneben wurden noch 33 000 Tonnen Kupfer gewonnen. ff. Eine „Riese n" - K rank h e i t'. Die Akromegalie, d. h. die übermäßige Entwicklung der Gliedmaßen, die sonst nur sehr selten auftritt, hat in England ein -Opfer gefunden. Ein Vertreter der „Daily Mail" hat den Kranken ausgesucht, der ihm folgendes erzählt hat: „Bis zum Alter von 14 Jahren war mein Körper völlig normal, und ich unterschied mich durch nichts von meinen Brüdern und meinen Eltern, die beide mittlerer Große sind. Dann aber schob ich plötzlich in die Höhe, und zu meinem größten Schrecken wuchsen insbesondere die Zehen und die Kinnbacken unverhältnismäßig schnell. Bis zum 21. Lebensjahre jedoch konnte ich noch meinet täglichen Arbeit — ich war Eisenbahnarbeiter — nachgehen; bann aber nahm die Krankheit eine solch schnelle Entwicklung, daß ich infolge des ungeheuren Wachstums meines Körpers, das mit der Ernährung keinen Schritt hielt, äußerst schwach wurde und meine Beschäftigung aufgeben mußte. Damals war ich 2 Meter 13 Zentimeter groß und wog 220 Pfund. Ich hatte die größte Vorsicht beim Gehen zu ge* brauchen; meine Gliedmaßen verrenkten sich äußerst leicht bei dem geringsten Fehltritt ober Fehlgriff. 'Dann kam noch das Unglück, daß ich äußerst unregelmäßig wuchs; besonders meine linke Hüfte ist so stark geworden, daß ich kaum aufrecht stehen kann. Nur.wenige Stunden täglich kann , ich sitzen, und beständig leid« ich unter furchtbaren Schmerzen. Infolge der Krankheit habe ich auch ein Auge verloren." So weit bekannt.ist, fügt der medizinische Mitarbeiter der Daily Mail hinzu, gibt es kein Heilmittel für diese furchtbare Krankheit, da ihr Wesen noch, völlig unerforscht ist. kf. Ein Regenrekord. Im verflossenen Sommer ist ans den Philippinen ein Regenrekord verzeichnet worden. Im Juli haben drei Wirbelstürme die Inseln heimgesucht, nämlich vom 11. bis zum 17. Juni, vom 20. bis zum 27. und vontj 30. Juli bis zum 2. August. Dabei sind ganz erstaunlich großä Wassermengen herabgekommen. In einer Höhe von 1430 m, in Baguio, scheint der Regenfall am stärksten gewesen zu fein. Die jährliche R-egenhöhe beträgt dort etwa 4 m. Im vergangenen Jahre sind- nun am 14. Juli 872 mm Regen gefallens am 15. Juli 734, am 16. Juli 425 und am 17. Juli 201. Das macht int ganzen nicht mehr als in 4 Tagen 2 m 23 cm. Vielleicht ist dies der stärkste Mgenfall in so kurzer Zeit, der bisher überhaupt gemessen worden ist. Ein aus Indien bekannter Regenfall erreicht diese Höhe nicht ganz. In E he r r a p n n g i hat man, wie die „Nature" ihrem Berichte f/ber diesen Regenfall anfügt, in den 5 Tagen vom 12. bis zum 16. Juli 1876 im ganzen eine Regenhöhe von 2,90 m gemessen, was an sich etwas mehr, auf die einzelnen Tage verteilt jedoch etwas weniger ist. kf. Die Amerikaner und die zehn Geb Pte. Unsere moderne Zeit liebt es, Vorschriften in das Gewand der alten zehn Gebote einznkleiden. In Amerika ist es geradezu eine Mode geworden, zehn Gebote für alle möglichen Stände und Berufe zu schreiben, und Presse und Kanzel können sich nicht genug darin tun, immer neues auf diesem.Gebiete hervorzubringen. Da gibt es ein Gebot für verheiratete Männer, solche für verheiratet« Frauen, andere für Jungfrauen, wieder andere für Junggesellen, kurzum es wird wohl bald keinen Stand mehr geben, dem nicht zehn Gebote zum Geschenk gemacht werden. Sogar die Babys sollen sich in ihrem Verhalten nach zehn Geboten richten. Einer der bekanntesten Neuyorker Prediger äußert sich über diese neue Mode, die er vollauf billigt, wie folgt: Es ist von Nöten, daß wir die alten überlieferten zehn Gebote in ein neues Gewand kleiden. Der moderne Mensch muß überall den anklagenden Finger sehen, damit er sich zu einem Bessern bekehrt. Aber diese Mode hat -den Fehler, daß schließlich jeder sich berechtigt glauben wird, der Allgemeinheit Gebote aufzuzwingen. Leider aber vergessen die „Gesetzgeber" hierbei, daß die Menschen nicht alle nach demselben Schema gemacht sind. Wenn es so weiter geht, werden wir wohl bald „zehn Gebote für zehn Gebote" haben. Charade. Wenn dir einmal das Erste widerfährt, Nickt jedermann: „0 wie bedauernswert I* Doch ich. der Zweite, wage keck und munter Dies Erste oft vom höchsten Fels herunter. Und allen, die mich so als Ganzes sehn, Erscheint der Anblick unvergleichlich schön. Ich bin zugleich ein Jüngling und ein Greis: Ai ein Puls ist rasch, mein langes Haar schneeweiß» Auflösung in nnchster 'Nummer. Auflösung des magischen Quadrats in voriger Nummert H E B A E 8 E L B E I 8 A L 8 E Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brnhl'schen Unwersttäls-Vuch- und Stcmdruckerei, N. Lange, Giejem