ZZT SJiui ii säöfcss I«, W! Sw/A| Die Dame im Pelz. Roman von G. W. Appleton. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Auf dem Wege nach meiner Wohnung drängte sich mir trotz aller anderen Kümmernisse wieder von neuem jene Frage auf, die schon häufiger in ruhigen Momenten an mich herangetreten war. Eins beunruhigt mich noch, Charley, sagte ich zu meinem Freunde, die Geldfrage. Diese Geschichte kann mich noch sehr viel kosten, ehe ich sie zu Ende geführt habe, und gleichzeitig geht's mit meiner Praxis alle Tage bergab. Meine Patienten haben das Vertrauen zu mir verloren, und Gregory ist kein ausreichender Ersatz. Aber trotzdem habe ich das Gefühl, daß. ich lieber alles gehen lassen soll, wie's will, um Marcella zu gewinnen. Meinetwegen, nenne es nun Schwäche, Verrücktheit oder wie du sonst willst. Liebe, mein Junge — Liebe, antwortete Mortimer. Gewiß, natürlich, das ist's. Wenn ich Marcella nicht erobere, wird es für mich keinen Sonnenschein wieder geben. Ich werde ein gebrochener Mann sein — Zeit meines Lebens. Aber, sagte Mortimer, indem er mich herzlich auf den Rücken klopfte, die Sonne wird wieder scheinen, du wirst Marcella wiederfinden; du wirst doch nicht glauben, daß wir so einen prächtigen, lebenslustigen Kerl wie dich zusammenbrechen lassen. Das gibt's nicht, lieber Junge. Frischen Mut gefaßt und zum Teufel mit den Sorgen um den Kostenpunkt! Immerhin, erwiderte ich gezwungen lächelnd, ist's nicht so leicht, den Kostenpunkt einfach dem Teufel zu überlassen, zumal ich nun auch von der Tante nichts mehr zu erwarten habe.- Ich weiß tatsächlich manchmal nicht, wie ich mich noch durchschlagen soll. Du dummer alter Ted, versetzte mein Freund darauf endlich, hast du nicht einen alten, guten Kameraden namens Charley Mortimer? Und ist er nicht infolge derselben Leidenschaft, die dir jetzt Sorgen macht, dein zukünftiger Schwager? Und hat er nicht so 'n kleines Sümmchen von tausend Pfund müßig auf oer Bank liegen, das dir jeden Augenblick zur Verfügung steht? Weg mit diesen Grillen — du alter Pessimist! Hier sind wir in Richmond. Nun ein heiteres Gesicht gemacht — schon um Helens willen, zeig' ihr mal, daß sie 'nen Bruder hat, der sich! nicht unterkriegen läßt, und wenn der Himmel einfällt — so lange die Geliebte noch zu gewinnen ist. Es Mb wirklich kaum einen zweiten Mann, der einen so aufmuntern konnte wie Charley Mortimer; und ich trat an jenem Wend wahrhaftig mit fast freudestrahlendem Gesicht in unseren kleinen Salon. Auch. Helen zeigte eine lächelnde Miene. Sie war nicht allein. Dicht neben ihr saß zu meinem größten Er- staunen — Lucy Äelton. Sie kam mir vor wie ein Engel, vom Himmel gesandt; denn durch sie konnten wir nun etwas wirklich Bestimmtes und Endgültiges über Marcella erfahren. Nach dem, was uns dieses liebenswürdige und treuherzige kleine Wesen erzählte, war Marcella tatsächlich die Tochter Emmanuel Garcias. Ihre Mutter war frühzeitig gestorben, und ihr Vater hatte sich nicht wieder verheiratet. Daher war sie von einer verwitweten Schwester Garcias erzogen worden, einer distinguierten Frau, die eine hervorragende Rolle in der vornehmen Gesellschaft San Franziskos gespielt hatte. Ihr Vater hatte sich nur selten und vorübergehend in der Goldenen Stadt aufgehal- ten und den größten Teil seiner Zeit auf seinen Besitzungen in Mexiko und Nevada zugebracht. Während der San Franziskver Periode hatte sich zwischen Marcella und Lucy Belton, die ein paar Jahre älter war und aus einer angesehenen, wenn auch wenig begüterten Familie stammte, em echtes und festes Freundschaftsverhältnis herausgebildet. Nach dem vor nicht allzu langer Zeit erfolgten Äb- leben ihrer Tante hatte Marcella auf dringenden Wunsch ihres Vaters nach Nevada übersiedeln müssen. Das an ein großstädtisches Leben gewöhnte Mädchen hatte sich jedoch in der rauhen Einsamkeit nicht wohlgefühlt und schon bald einen wehmütigen Brief an ihre Freundin geschrieben und sie mit Einwilligung ihres Vaters inständig gebeten, doch sofort zu ihr zu kommen. Lucy Belton hatte schon in den ersten Tagen ihres Aufenthaltes in dem Garciaschen Hause den Eindruck bekommen, daß da irgend eine geheimnisvolle Angst herrschen müsse. Es wurde alles streng bewacht, und auch Garcia selbst schien nicht frei von Furcht und trüben Ahnungen gewesen zu sein. Eines Tages war dann eine Anzahl bewaffneter Männer eingetrofsen, mit denen Garcia eine erregte Unterredung in seinem Zimmer geführt hatte, wonach sie jedoch ganz friedlich wieder abgeritten waren. Nach dieser Episode war Herr Garcia wie umgewandelt gewesen. Er hatte sich gegen seine sonstige Gewohnheit beim Essen fast heiter mit den beiden Mädchen unterhalten und sie dann gebeten, mit ihm in sein Privatzimmer zu kommen, weil er ihnen einen interessanten Vorschlag zu_ machen habe. Ueberrascht waren sie ihm gefolgt und, nachdem er die Türe hinter ihnen geschlossen, hatte pr zu ihnen gesagt: Würdet ihr beide bereit sein, in meinem Auftrag eine Reise nach England zu unternehmen? Es ist heutzutage gar nichts Ungewöhnliches mehr und ganL gefahrlos. Marcella hatte bei der Aussicht, aus diesem unheimlichen Orte wegzukommen, sofort freudig zugestimmt und Lucy nach ihr selbstverständlich auch. Darauf hatte er ihnen sofort nähere Anweisunaen gegeben und sie gebeten. 662 noch am selben Abend- ihre Sachen zu packen, weil sie in ein paar Stunden bereits' abfahren sollten. Gegen elf Uhr hatte er Marcella ein Kuvert mit Geld sowie ein Schreiben, das er für sie und ihn selbst als von größter Wichtigkeit bezeichnet hatte, überreicht und ihr eingeschärft, beide Briefe unter allen Umständen persönlich an einen gewissen Doktor Edward Williams, Bartholomäus-Hospital in London, abzuliefern. Dann hatte er seine Tochter noch mit den: nötigen Reisegeld versehen, ihr eine Note an einen Freund in San Franzisko eingehändigt und ihnen besonders ans Herz gelegt, sich auf der Reise von fremden Annäherungen gänzlich fernzuhalten. Um Mitternacht waren sie bereits in einem geschlossenen Wagen, von zwei bewaffneten Reitern begleitet, nach Carson City aufgebrochen und bei Tagesanbruch mit dem Schnellzug nach Frisco weitergedampft. In wenigen Stunden hatte der Freund ihres Vaters die Billetts für die Eisenbahn sowie die Schiffskarten besorgt. Soweit war alles sehr glatt von statten gegangen. Erst am Bahnhof, als sie der väterliche Freund in ihr- Sonderabteil begleitete, hatten ihre Abenteuer begonnen, deren Tragweite sie damals freilich nicht erkannten. Auf einen dunklen, unsympatisch aussehenden Manu deutend, der auf der Plattform des Waggons gestanden habe, hatte ihnen ihr fürsorglicher Freund zugeflüstert: Nehmen Sie sich vor diesem Menschen in acht. Er heißt Bertholdi — ein gefährlicher Bursche und kein Freund Ihres Vaters. Es ist mir sehr unangenehm, Sie mit diesem Manu im selben Zug zu wissen. Seien Sie auf Ihrer Hut und gehen Sie nach Ihrer Ankunft in New Orleans direkt auf den Dampfer; Sie haben gleich Anschluß,. Ebenso machen Sie es in Havana. Ich habe Ihre Reise so eingerichtet, daß jeder unnötige Aufenthalt und jede überflüssige Gefahr vermieden wird. Auf See haben Sie dann nichts mehr zu riskieren. Ich habe die Offiziere bereits telegraphisch gebeten, sich Ihrer anzunehmen. Sie reisen unter dem Namen Fräulein Marcella nebst Ihrer Begleiterin. Marcella hatte gerade noch Zeit gehabt, ihrem Berater zu danken, als das Abfahrtssignal gegeben wurde. Nach einer langen, ermüdenden Fahrt durch Kalifornien, Arizona, Neu-Mexiko und Texas, immer wieder von der dunklen Gestalt Bertholdis beobachtet, waren sie endlich in New Orleans angelangt, wo der Schaffner ihres Wagens sie und ihr Gepäck wohlbehalten in eine Droschke gebracht hatte. Das Schiff lag schon zur Abfahrt bereit, der Kapitän begrüßte sie freundlich, und sie atmeten, in der Hoffnung, ihren unheimlichen Begleiter nun los zu sein, erleichtert auf. Doch als der Dampfer hinausglitt in die offene See und es zur Tafel läutete, wer trat in den Salon? Kein anderer als Bertholdi! Er wählte sich einen Platz ihnen gerade gegenüber, machte jedoch im übrigen während der ganzen Reise keinerlei Annäherungsversuche, sondern schien sie ebensowenig zu beachten wie die anderen Passagiere auch. In Havana, wo die Mädchen das Europa-Boot bestiegen, wurden sie von den Offizieren des amerikäni- scheu Dampfers an Bord begleitet und von den: englischen Kapitän freundlich ausgenommen. Aber auch hierhin war ihnen der schreckliche Bertholdi gefolgt. Er nahm zwar ebenfalls wieder keinerlei Notiz von ihnen, doch passierte ihnen eines Tages eine eigentümliche Sache. Das Wetter war prächtig, die See spiegelglatt, und alle Reisenden befanden sich auf Deck. Marcella plauderte munter mit einem der Offiziere über ein Tennysonsches Gedicht; es entstand eine Meinungsverschiedenheit über eine Stelle, und Lucy erbot sich freiwillig, das betreffende Buch von unten zu holen, um darin nachzusehen. Zu ihrem Erstaunen fand sie, daß ihr Gepäck durchstöbert war. Sofort fiel der Verdacht auf Bertholdi, und sie vermutete nun gleich, daß dieser Bertholdi die Natur von Marcellas Mission nach England kannte und sie verfolgen müsse, um dieselbe zu vereiteln. Da jedoch Geld und Brief unversehrt waren, wollte sie ihre Freundin nicht beunruhigen. Sie nahm sich daher nur vor, doppelt gut aufzupassen, und kehrte lächelnd, ohne sich das geringste merken zu lassen, mit dem Buch in der Hand auf Deck zurück. Am nächsten Tage waren sie in Southampton gelandet und noch am selben Abend im Hotel Cecil abgestiegen, ohne auch nur eine Spur von Bertholdi wieder gesehen zu haben. Den Rest von Lucys Erzählung will ich lieber seiner größeren Wichtigkeit wegen wörtlich wiedergeben: Mr waren sehr froh, daß wir endliche in London angekommen waren, Marcella war lustig wie ein Vogel. Wir aßen in unseren Zimmern und legten uns, nachdem wir zu unserer Befriedigung noch erfahren hatten, daß es nach dem Hospital-nur eine Viertelstunde mit einer Droschke sei, wohlgemut frühzeitig zu Bett, um uns von den Reisestrapazen gründlich auszurnhen. Trotzdem hatte ich am Morgen heftiges Kopfweh. Das hätte mich jedoch nicht abgehalten, aufzustehen und Marcella zu begleiten, wenn sie es pur zugelassen hätte. Sie erklärte aber jede Besorgnis für überflüssig, da sie ja hin und zurück einen Wagen benutzen und- die ganze Sache in höchstens einer Stunde erledigen könnte. Mit einem Kusse verabschiedete sie sich von mir, wtd seitdem habe ich sie nicht wiedergesehen. Als sie nach ein paar Stunden noch nicht znrückg-ekehrt war, bemächtigte sich meiner eine furchtbare Angst, zumal mir jetzt w-ied-er -entfiel, daß sie schon früher plötzliche Anfälle von Gedächtnisschwund gehabt hatte. Je später es wurde, um so mehr steigerte sich meine Besorgnis. Die Nacht brach herein. Mein Zustand- war entsetzlich-; ich dachte, ich müßte wahnsinnig werden. Im Hause und bei der Polizei Lärm zu schlagen, wagte ich nicht aus Furcht, Marcella öffentlich zu kompromittieren, denn das Benehl- men Garcias wie der ganze geheimnisvolle Auftrag kant mir verdächtig vor. Wer konnte wissen, was in dem Brief stand! Welche Folgen konnte -es haben, toenn er in die Hände der Polizei fiele! So verbrachte ich unter den furchtbarsten Qualen jene Nacht, die ich nie wieder ver- gessen werde. Auch am andern Vormittag traf keine Nachricht von ihr ein. Ich war ganz außer mir. Da, als ich eben im Begriff stand, nach dem Hospital zu fahren, um mich dort nach dem Adressaten des Briefes zu erkundigen, klopfte es an die Tür. Ich sprang hin, uird ein Laufbursche meldete mir: Herr Doktor Williams wünscht Sie zu sprechen, und in demselben Moment trat auch schon der schreckliche von Eißen ins Zimmer. Ich hatte den Menschen nie zuvor gesehen, und als er sagte, er sei Doktor Williams, Marcella sei in seinem Hause und wünsche, daß ich sofort zu ihr komme, -ging ich selbstverständlich in die Falle. Wohin er mich brachte, weiß ich heute noch nicht genau, sondern nur, daß es gar nicht weit von London war. Dort sah ich auch das Weib, das sie Ihnen heute nachmittag als Marcella auszug-eben versuchten. Daß mir da schnell die Augen aufgingen, können Sie mir glauben. Welch entsetzliche Seelenqualen ich seither ausgestanden habe, läßt sich nicht mit Worten beschreiben. Durch Auf^ schnappen dieses und jenes Brockens ihrer Unterhaltung konnte ich mir erst die Wahrheit in ihrer ganzen Schrecklichkeit zusamm-enreimen. Was ich bis dahin nur geahnt hatte, daß G-arcia irgend -etwas auf dem Kerbholz haben müsse, wofür sich seine Feinde nun an seiner armen Tochter rächen wollten, war mir jetzt zur Gewißheit geworden. Ebenso erfuhr ich, daß sie bis in Ihr Haus gekommen, hier vergiftet und nach einem abgelegenen -Orte in der Nähe der Hampsteader Heide verschleppt sei, wo sie zweifellos jetzt noch ist und- fiep in größter Lebensgefahr befindet. (Fortsetzung folgt.) Bilder aus dem Volksleben zu Alsfeld im Mittelalter.') Die folgenden Ausführungen erheben nicht den Anspruch, ein vollkommenes Bild des Volkslebens zu g-ebey, wie es sich im Mittelalter in Alsfeld entwickelte. Sie wollen nur einige Seiten dieses Lebens zeichnen, besonders -die derben, kräftigen Seiten. Sie sind ausschließlich Urkunden des Stadtarchivs entnommen, besonders der ältesten städtischen Rechnung, die uns erhalten ist, einer Abrecht- nnng über landesherrliche Einkunststeile, die Lairdgraf Hermann der Stadt als Entschädigung für eine übernommene Zahlung überlassen hatte, und dem ältesten Gerichtsbuch?) DeM Rechts- gelehrten und dem Kulturgeschichtl-er werden diese Bilder manchen willkommenen Beitrag geben. Kriegswesen. Der Schutz der Stadt und ihrer Burg war zunächst den Burg- mannen anvertraut, die von dem Landgrafen dafür ein Burglehen Abdruck aus der „Darmstädter Zeitung". Vortrag bei der geselligen Vereinigung gelegentlich der Tagung der „Historischen Kommission für Hessen". „ , _ TT„ !) Tie Anführungen in den Anmerkungen „Ebel I, II" beziehen sich auf die von Karl Ebel in den „MittÄlungen des Oberhessischen Geschichtsvereins", Band 5 und 7 veröffentlichten' Regesten zur Geschichte der Stadt Alsfeld-, „Nachtrag" aus dce vyn mir im neuesten Band dazu gegebenen -Ergänzungen' 66b andern beyle fifein, feetjnte blibin der stad tzu Hude. were ouch daz dy, dy uz feihen, niderlegin aber geschediget wurdin von den fiandin, des god nit en wolle, so sollin dy, dy hehme bliben, den schadin mit yn dragin nach bescheidinlichen und rnuge- lichen dingen und nach igliches maunes aber Personen macht. Ouch hon wir underschehdin: were yman under den, dy uz tzihen, der shme burgermeyster aber wem -i$ besolin were, Wolde nit gehorsam siu und Wolde sich selbir versumen, wurde der schadehast, der sal den schadin alleyne dragin. ouch ist gereditj^ gesche daz, daz eyme deyle gehörte lange uz tzu sine, so sal daz andere deyl Wan sich daz geborit, als dicke nach ein ander- uz tzihen, biz sich daz geliche. daz dise ding siede und feste werdin gehaldin, des hon wir unser groze ingesigel an dysin brif gehangin. datum anuo domini nt0 -ccc° xlvi in die Beate Marie Magdalene. Kandel und Gewerbe. In Kriegszeiten mußte der Handel schweren Schaden erleiden. Tas zeigen uns die Zolleinnahmen. Der Landgras hatte in jeder Stadt seinen Zoll, der von allen eingeführten Waren, außer beiden freien Jahrmärkten, erhoben wurde. Zeitweise, wie.1383 ff., wurde der Zoll an die Stadt verpfändet. Ueber 9 Jahre Zolleinnahme haben wir dadurch die Rechnung: da prägen sich die Kriegsnöte deutlich in den Zahlen aus : während. 1384—1387 die Einnahmen 112, 120, 100, 110 Pfd. betragen, sinken sie in den schweren Kämpfen Landgraf Hermanns herunter auf 60, 60, 70, 65, 75 von 1388—1392. Handel und Handwerk waren zuufimäßig verfaßt. So erhielt die vornehmste Zunft der Stadt bereits 1355 von Landgraf Heinrich II. einen Jnnungsbrief : es war die Zunft der Gewand- .schneider und Kaufleute. Eigenartig ist darin die Bestimmung: „niman in dirre brudirschaft sal stelle misten adir mist ladin, unde wer daran brichit, also dicke alse he brichit und des beseht wirt, alse dicke sol he geben fünf schillinge phenninge." Sonst wissen wir von den Zünften aus dieser Zeit wenig! mehr, als daß sie bestanden. 1355. Aug. 11. Ordnung für die Gewands chueider- und Gewandmacherinnung zu Alsfeld. (Original auf Pergament. Reitersiegel hangt beschädigt an.) Wir Heinrich von godis gnadin lantgrebe Hessinlandis bekennen uffinliche in disem briv-e vor unS, unde unsere erbin, daz wir fean gegebin, gebin unde bestedigin in diseme, sei bin brive den koufludin, die in unsir stad Alsfeld gesessin syn, eyne brudirschaft unde eyne eynuuge, der sie selbir übirkumen unde eyntrechtig ivordin syn durch eynen gemeynen nutz, als hir nach geschribin sted: Zum erftin male, daz niman sal in die brudirschaf tunten, he enteufe sich bau drin unt'e brie ntarg pheninge gengir werunge unde brie phund wassis. were ouch in die brudirschaft tunten,1 sal, der sal syn eyn nnbesprochin chiderbe man und ensal anbirSi keynerley handwerg habin bau gewant snybin. Züm anbirn male, baz niman sal gewant snybin bynnei, adir büßen nnsir vorgenant stad, batt bie kouflnde in ber brnbir- ftfjaf, iz enwerin bau genteljite jnrniargt; uf den mag eyn iglichir gewant snybin als gewonlich ist uub wer barane vor- Bridjiit, ber sal gebin als bicke als fee brichit unbe des belegt Wirt, eyne ntarg pheninge und eyn phuud wassis. Zum dritten male, daz niman unbir den koufludin, die gewaNt snybin, sal gewanb machin abir gewand lasin machin eme selbir, syme gesinde abir anbirS yrnanne. und wer bar ane virbrichit, alse bicke alse he virbrichit unbe dez beseht wirt, alse bicke sal fee gebin eyn phunb pheninge unb eyn Phuud wassis. bar uz ist gescheibin, baz eyn iglich burgman zü Als- felb gesessin unbe eyn schesfiu gesessin ba selbis, ber nicht gewant snybit, mit orlobe ber meistere, -bie bar ubir besäst syn, tnugin machin eyn funttr gewant unbe eyn wynter gewant ane lystin zü ernte selbis nütze unb andirs nicht, ben orlob ba zü sal man en nicht vorscyn zü ben zwen gezybin. Zitm virdin male, baz niman in ber brubirschaf sal kenstn garn, wollin abir keynerley btng mit ber schozwagin; niman sal ouch feufin wedir schudelinge abir Hude, und wer dar ane brichit, als dicke alse fee brichit unde dez beseht wirt, alse dtcke sal he gebin ehtt phuud phenniitge unbe eyn Phunb wassis. Zum fümftin male, daz- niman in birre brubirschaf sal stelle mistiu abir mist labin . unbe wer bar ane brichit, alse btcke alse fee brichit unbe bez beseht wirt, alse bicke sal he gebin fünf schillinge phenninge. . Wir bekennen ouch iit bisem felbm brttie, baz wtr ben gewantmachirn, bie in unsir borgenant stad tuoninbe syn, ouch hau gegebin, gebin und bestedigin in bifeine selbin brtbe eyne brubirschaf, alse hir nach geschribin stet: Zum erftin male, baz niman sal gewanb machtu ymanNe bynnen abir bußin unsir borgenant stad, iz sie wilchirley iz sie, ume Ion, bau ben meistirn, die in der brubirschaf syn . unbe wer barane birbrichit, alse bicke alse fee virbrichit unbe bez beseht Wirt, alse bicke sal fee gebin eyn phuud pheninge unbe zwey phuud wassis. Zum anbirn male, baz niman sal btsttlsal machin, tz cnpe bau, baz he abir syne kyude ben bistilsat selbir wolle tragin . unbe wer barane brichit, alse bicke alse fee brichit unbe bes erhielten,21 unb die meist auch einen Burgsitz, ein Haus in ber Stadt featten. Tie Rittergasse führt noch heute den Namen von diesen Wohnungen der Burgmänner. Im späteren Mittelalter begegnen uns unter den Burgmännern intimer Glieder der Alsfelder Familie Schaufuß. Aber neben diesen adligen Soldaten hatte die Bürgerschaft selbst für den Schutz der Vaterstadt auszukommen. Ter Wehrhafterhaltung der Bürger diente das Schützen- Wesen, und Stadt und Landesfürst sorgten treulich dafür, daß die Schützen Lust und Freude am Waffenspiel behielten. Aber nicht immer blieb es Spiel. Im 14. und 15. Jaht- Kundert waren ja die Friedenszeiten nur Ausnahmen. Immer wieder mußten die Bürger ausziehen und dem- Ruf des Fürsten Folge leisten. Tas fiel dem Einzelnen zu schwer; auch war ja Nicht immer eine so große Streit erschau vonnöten, und die verlassene Stadt entbehrte der Hut. So teilten im Jahre 1346 Bürgermeister, Schöffen und Rat die Stadt in zwei gleiche Teile. Tie Bewohner der einen Hälfte sollten, wenn geboten wird, zu reifen oder auszuziehen, „sitzen", die anderen ausziehen. Verluste der Ausziehenden sollten die zu Hause Gebliebenen mittragen — die Verluste bestanden ja damals fast mehr in Lösungsgeld bet Gefangennahme, als in Blut und Leben. Allzn lange Züge 'eines Teiles sollten bei anderer Gelegenheit wieder ausgeglichen werden. Wohl durch -diese Zweiteilung der Stadt, von der allerdings später nie wieder die Rede ist, ist -es möglich 'gewesen, daß, auch einer für den anderen in den Krieg zog. Denn 1471 Januar 22. (tercia post Agnetis) bekennt Hen Zugriffe Bürschnern eine Schuld von zwei Pfund, „vor bas fee vor en hu idem feere ist gewest". Tie großen Hofgüter waren bei solchen Zügen zu Fuhren verpflichtet, besonders um die Harnische und das Gez-enge den Kriegsleuten nach- zufahren. Freilich suchten die .Alsfelder Höfe des Klosters Haina und des deutschen Ordens, sowie die des Spitals sich immer wieder dieser Last zu entziehen und mußten immer wieder von neuem daran erinnert werden?) Nicht immer gelang es, den Krieg in Feindesland zu tragen. Ter Feind kam auch vor bie Stadt und suchte sich ihrer zu bemächtigen» Tarum war die Stadt stark befestigt. Ringsum zog sich die Mauer; in gefährlichen Zeiten wurden Steine hinaufgeschafft, um sie auf die anbräugenben Feinbe zu werfen?) Ta verstärkte man wohl auch, wie 1384 ff., die Befestigung, indem' man die Tore noch durch besondere „Schläge" auf den Brückensperrte. Ferner biente dem Schutze ber Stabt eine starke Außenbefestigung. So hören wir schon 1365 bei ber Gründung der Kapelle unb des Friedhofs auf bem Frauenberg von einer „Warte" auf diesem Berg» Tie Grundmauern eines mächtigen Turmes wurden dort im vorigen Jahre auf gedeckt. Aber noch weiter hinaus wurden die Befestigungen vorgeschoben. 1385 wurden nicht weniger als 14 solcher Schläge rings um bie Stabt ausgebessert; Zäune unb ein Erdwerk, bie „Lanbwehr", vollendeten bie Außenbefestigung. War ein Feind gefangen, so kam er in ben Turm ober auch in ein Privathaus und mußte dort warten, bis er ausgelöst würbe, unb wir dürfen uns fein Los nicht zu traurig vor stellen; geben! doch unsere Rechnungen Zeugnis von einer ganz reichlichen Verpflegung?) -Freilich, hatte ber Gefangene im Felde eine Wunde erhalten, so wartete seiner im Gefängnis der Tod, denn Heilung war bei den Gesundfeeitsverhältniffen jener Zeit kaum zu erwarten?! > 1346, Juli 22. Ordnung der Stabt Alsfeldüber bie Einteilung ber Stabt in Kriegszeiten. (Original auf Pergament, Siegel abgefallen.) Wir dy burgermeyster, by scheffin unb ber rayb tzu Als- felt bekennen in dyseme Krise, daz wir mit vorgehabtem rabe eyndrechtigliche durch unser und unser gemeynde beftin willen dH vorgenant unser stad hon gebeylit unbe underscheibin gelich an feto ei beil, unb hon gesazt, tzu toilcher fehl uns geborit aber uns gebobin wirt tzu reysene unb,uz tzu tzihen-e, baz Ye dye by in eyme fealbin beyle sitzen aber ba tzu geschribin sin, sollin uz feifeen unde reystn, Wilchern beyle daz geborit, aber toi bicke geborit eyn deyl vor, baz -ander nach . und sollin dy in dem! 2) So erhielten 1384 ff. aus den von bem Sanbgraf-en ber Stabt überlassenen Gefällen (vergl. Eb-el I, 72) Syman von Slitze von Husilstam und sein Bruder Fritsche je 7i/2 Pfund Heller, Syman von Slitze genannt von Hoenb-erg 12 Pfund Heller zu Burgelehen. 3) Ebel II, 68. 69. Nachtrag 62, 64. *) Rechnung 1384 f.: 4 sol. von ber lanttoere Widder uszu- toerfen, du bie fienbe uf bem Hoge woren gewest.' °) Ebenda: Conczen Schulteißen 11 schill. hell.; ber furte Worfsteine, bie man uff die mure brug. 6) Ebel I. 34. i ’) Rechnung 1384 ff.: Heller unb fine gesellen vorzeret in Üen derne ane brode und ane fleisch 5 -g. ane bire 5 sol. die Gefangen in des schultheißen feuw verzerten ane fleische, ane fe-erunge, ane brode, ane bire 23 sol. der in den dorne verz-eret 2 tal 6 h. vor brot und bire, vor Heringe und fleisch 7 g. 8) Ebenda: 4 gröschen verzerte Stecke in dem dorne,-2H2 Sch. 2 h. zu graben Stecken und ber in des schultheißen feuse starb. — Dem Seckeln unb Husoldir 2i/2 S-ch. 2 fei, bie gruben ben, ber in dem dorne starb, unb- beme, ber in des fchulteißen fetife starb. vr>4 besetzt wirt, alse dicke sal he geb in eyn phnnd pheninge und zwei phitnd wassis. 3um drittin male, wer der brudirschaf nicht enhat, wu der eyn kynt zü dem hantwerke setzin, so sal he gebin in oiö brudirschaf eyne marg pheninge zü knappin rechte und eyn Phund wassis. Zum virditt male, wer tot! eyn metfttr werdin an dem Handwerke, der sal gebin eyne inarg pheninge und zwelf phund wassis. Zum sunftin male, daz kehu kemirsche sal kämmen tznianne andirs dan den meistirn, dte in der brudirschaf syn, unde wilch-e dar ane breche, alse dicke alse sie breche und dez besetzt tooibe, alse dicke sal sie gebin fünf schillinge pheninge. Zum sestin male, wilch kemirsche ginge uf daz- land kämmen, die sal kehn meiftir an syne erbeit nemen bynnen eyntc ganzin jare . were abir, daz sie eyn meistit neme an syne erbeit, der soldiz virbüßin mit fünf schillingin unde die kemirschin mit. fünfin. Zum shbindin male, daz niman sal gewant verwin, toilchir- ley die varwe sie, bynnen adir bußiu der stad, he enverwiz dan den meistirn, die in der brridirschaf syn. unde wer dar ane vir- brichit, alse dicke alse he brichit -und dez besetzt wirt, alse bitte sal he gebin eyne marg pheninge und eyn phund wassis . ouch sal niman geselleschaf Han an lo werke bynnen adir bußin unsir vorgcnaut stad . und wer dar ane breche, der soldiz vorbußin mit eyner marg pheninge, alse dicke, alse he brochaft fündin wirt, und sal dar zü syn Handwerg iridir legin eynen mand, und sal iz dan, abe he iz widdir habin Wil, Wan der wand erganginl rst, von nüwem widdir keufin. Sunt achtin male, daz niman sal keufin adir vorerbehdin phlockin, sie engefallin eme dan von shme eigin gewande, un.de wer dar ane brichit, als dicke alse he brichit unde dez besetzt wirt, so sal he von iglicheme gewande gebin ses schillinge pheninge unde eyn phnnd wassis. Zum nünden male, daz niman sal machin ketznerley geswerzid Werg uffe wyz, toy man daz erdenkin mag, iz enwere dan, daz eyner hette swarze lanrpwollin, der solde eyne werdin, dar zü swerzin adir verwin . und wer dar ane verbrichit, alse dicke alse he vorbrichit und dez besetzt tont, alse dicke sal he gebin zwey phünd pheninge und zwey phund wassis. Zuw zendin male, daz niman sal webin distilsat . unde wer der ane brichit, als dicke alse he brichit unde dez beseht wirt, alse dicke sal he gebin fünf schillinge pheninge unb eyn phnnd wassis. Zum elstin male, wer dorch syner besserunge willin uz unsir vorgenant stad verd und lesit sich andirswo vor etznen borgir verkünden, kumit der widdir, der sal syne brrtdirschaf widdir von nüwent keufin, glhchirwyz als syne borgirschaf . were auch daz eyner müste wychin dorch armüdis wegin adir andier-y nod, die nicht widdir erin were, toanne der widdir queme, der solde syne brudirschaf Han alse vor. - Zum zwelfin male, daz niman sal machin valsch geivand, toedir von lynem, von tvandilberin h-arin -adir von andirn stuckin die gewand geshen (?) mügin . unde wie daz besehin wirt, daz sal man verburnen, alse auch recht ist in andirn stedin. Wir heißin -ouch unde wullin iz' ernstliche, waz da geildis gefellit von brudirschaf, daz sal gefallin den buvmeistirn und der stad daselbis zü erme nütze, und waz da von büße gefellit, als vor geschribin sied, daz sal daz zwehteil gefallin an der stad büs und daz derte teil den meistirn, daz sie eret kerzin gebessirn . und waz gefellit von knappingeilde und von wasse, daz sal den meistirn gefallin in ere brudirschaf^ü erin kerzin . wir erleuben ouch sundirliche, daz die, die uLir die brudirschesfe gesast shn mügin phendin ume irgliche büße ane unsir unb unsir antptlude hindirsal, iz enwere dan, daz en die phandünge entwuße, so solde en unsir amptman beholfin shn. wer ouch vor eyne büße hiddit, der sal gebin alse vile, alse Hiner, der da büßit . wir heißen ouch ernstliche dorch eynen gemehnen nutz, uffe daz man schadin unde ung-elymph, die da von müchtin erstehin, beware, daz man alle diss-e vorgeschribin stucke ftebe und beste Halde, unde sie besehe, alse dicke als iz nod sie. hir ubir zü eyme stedin erkunde -so Han wir unse uffinbavel ingesigil an disin brif gehangin, der ist gebin, dü man zalte noch godis geburd tusint jar driehundirt jar in dem fünf unde funfzigistin jare uf sente laurencii tag des Heilgin merterers. (Schluß folgt.) Mainz in seiner neuen Entwickelung. „Was Hände bauten, können Hände stürzen." In den letzten Jahren ging in Mainz eine Veränderung des Stadtbildes vor sich, die jeden, -der früher einmal in seinen Mauern weilte, nicht wenig -erstaunen wird. Die wuchtigen Tore fielen größtenteils, so in jüngster Zeit das Binger Dor, -das gar manchen Trauerzug durch seine hoch- wölbigen Bogen ziehen sah, seit man es 1876 zum Schutze der Stadt aufführen ließ. Unter dem Donner der Sprengschüsse sanken die schweren Steinmassen zusammen und die Wälle brachen nach unter den Hacken unb Spaten hunderter Arbeiterhände. Wo früher Posten standen und die Trommeln und Pfeifen der übenden Truppen ertönten, werden heute Wege aufgeschüttet und r-e-ges Leben wechselt in tausend Formen auf den gestürzten Befestigungen, die jetzt weit ins Land hinaus vorgeschoben werden. Ans den Wällen hervor quillt die Stadt, wie frisches Grün aus .den Spalten und Sprüngen bröckelnder Ruinen. Landhäuser entstehen, neue Straßen, Arbeitsstellen und anderes mehr. So -entfaltete sich an der Stelle, wo-noch vor wenigen Jahren der Rheintorwall die Ingelheimer Aue von der Stadt trennte, ein Fabrikviertel, das sich mit dem aus der Aue selbst immer mehr zu einem kleinen Industriegebiet! auswächst. Auf freier, luftiger Höhe, über dem Rauch und Getriebe der Stadt, erhebt sich das neue städtische Krankenhaus; freundliche, Helle Zimmer -erwarten dereinst den Kranken und geschmackvolle Anlagen den Genesenden. Nicht allzuweit davon liegen die neuen Kasernen, bei denen man mit gutem Gelingen dte alten, steifen Kastenformen vermied-, die man früher bei Kasernen für unbedingt erforderlich zu halten schien. Am Albanusbevge -erwuchs in kurzer Zeit fast ein neuer Stadtteil. Liebliche Häuschen, von hübschen Gärten umrahmt, lehnen sich an den sanften Abhang und ragen in schlanken Formen empor. Im früheren Gartenfelde erbaute man das neue jüdische Gotteshaus, das in seinen feinen, vornehmen Linien einen Schmuck der g!anz.en Neustadt bildet. Leider wird die Gesaintwirtüng durch die Häuserumgebung, die nicht auf allen Seiten gerade geschmackvoll ist, ein wenig beeinträchtigt. Auch -das Justizgebäude, in dessen Nähe man soeben mit dem Neubau eines Realgymnasiums beschäftigt ist, macht einen prächtigen Eindruck, und wenn erst.die Ziergärten, die man auf dem Schloßplatz anlegeu will, vollendet find, wird sich der Anblick noch um vieles verschönern. Die alte Schlossergasse, in die wegen ihrer „fürch-ter-, lichen Eng.e" kaum ein Sonnenstrahl fiel, ist schon großenteils niedergelegt, und bald werden nur noch- die Ansichten, die man rasch vor dem Abbruche aufnahm, die einzigen Ueberreste von diesem Schmutzwink-el sein. So geh-t -ein ständiges Werden und Vergehen Hand in Hand, und -wenn auch der Sturz d-es Morschen und- Alten für die Stadt nur von Vorteil sein kann, so versinkt doch mit den Wällen und Toren, mit den alten Winkeln unb Gäßchen manche schöne Erinnerung an frohe, sonnige Jugendjahre. on. Büchertisch. — Der Winter, die amtliche Zeitschrift des Deutschen und des Oesterreichischen Schiverband-es, beginnt feilt en 7. Jahrgang in einem vollständig neuen, sehr ansprechenden Gewände, und in ganz neuer Ausstattung, wodurch ihm zu der großen Zahl von alten Freunden wohl auch eine ansehnliche Reihe von neuen erwachsen wird. Format, Umschlag, Satzanordnung, Druck und Bildschmuck haben gegen früher sehr gewonnen und können allen Ansprüchen, die man an eine gute Zeitschrift stellen darf, vollkommen genügen. Als Schrift ist eine schöne und klare Antiqua- thpe gewählt worden und anstelle des ehemaligen Kunstdruckpapieres hat man jetzt ein feinkörniges Werkdruckpapier gewählt; für den Bildschmuck, der z. T. ganz hervorragend ist, sind besondere Einschalttafeln verwendet. Auch der Text ist erweitert worden. Außer den amtlichen Bekanntmachungen der Verbände und Vereine — darunter der Jahresbericht des Gießener Schiklubs— enthalt die Nummer. L. I. Luther: Der Gelände- sprung. A. Fendrich: Das Büebli. H. W. Zentzigky: Deutscher Äeletonsport. Dr. L. Richard: Erbaut Kunsteisbahnen! E. Feldhaus: Essen 1912. G. Lammers: Die Karwendelbahn und der Wintersport. Druck und Verlag der Zeitschrift ist die Deutsche Alpenzeitung G. m. b. H., München. WA Auflösung in nächster Nummer^ Auflösung der altägyptischen Hieroglyphen in voriger Nummer, Unser Leben ist ein Schatten auf Erden. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlaa der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lanae. Gießen,