Samstag, den 21. Dezember 1912 - Nr. 200 TmTuÖI K^W TW DM J\sra mW Mos ,^'M Vt»k ä^i UW•” jMW WMW IlMDWUM rhHtttiaäl FI [Jj' ■ ElOll -- Eine Weihnachtsreise. ; Bon Marie Tilling. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Das ist ja eine schöne Geschichte," wandte sich der Sohn an die Eltern, „wir werdeir große Verspätung haben. „Wie werden die Kinder sich ängstigen, die arme Elsbeth! Gewiß gibt es schließlich zu nnserm Empfang noch Aerger, denn die Köchin verbrennt sicher den Braten," jammerte die Mutter. „Jetzt fährt der Franz gewiß zum Bahnhof; wenn er nur keins der Kinder mitnehmen möchte! — Die neuen Pferde können sich auch dabei Schaden holen, wenn sie in dem Wetter lange stechen müssen!" Ohne Mitleid für diese gelegentlichen Ausrufe, für welche auch die Männer keinen Trost hatten, bewegte sich der Zug von Minute zu Minute langsamer; endlich gegen zehnTlhr war Röderau erreicht. t L Der Schaffner öffnete das Coupe und meldete: „Aufenthalt auf unbestimmte Zeit!" „Gibt's denn 'hier Mchts zu lessen?" fragte der alte Herr; „ein Königreich für ein Butterbrot!" . , Hier ist alles tot," rief lachend ein anderer Passagier, welcher sich durch den filßchohen Schnee einen Weg zur Restauratioii zu bahnen suchte, „werde aber Ihre Wunsche ausrichten, wenn schein lebendes Wesen, antreffe " „Dil gehst mir nicht hinaus, Ferdinand," befahl die Miltter., „Aber, liebe Mutter —" ,Darf der Knabe Jhnerr ein Butterbrot holen? unterbrach die mitreisende Dame den heftigen Ton des Sohnes. O bitte, iteirt," sagten Mann und Fran zu gleicher Zeit,"„das Kind würde nasse Füße bekommen." v „Ich hungere auch ganz gern, gnädige Frau, setzte der alte Herr gutmiitig hinzu; „desto besser wird nur der Braten bei meiner Tochter schmecken!" „Glauben Sie denn, daß wir überhaupt heute noch nach Dresden kommen werden?" Das hoffe ich gewiß, wenn auch nut großer Verspätung ; wir sind ja nur noch eine Stunde von dem Reiseziel entfernt Jetzt öffnete sich wieder die Tür, der Schaffner reichte ein Stück Brot und zwei Würstchen ins Coups, indem er sagte: „Der Notsignalapparat ist außer Funktion gepetzt, meine Herrschaften; bitte, nötigenfalls sich der Notleine außerhalb des Waggons zn bedienen!" Damit warf er die Tür dröhnend ins Schloß. ... . „Nette Aussichten," lachte der alte Herr, „für fünf Personen ein, statt mit Butter, mit Schnee bedecktes Stuck- cheii Brot und zwei kalte Würstchen." . . Trotzdem der alte Herr wiederholt seinen Reisegefahiten eine Teilung des lukullischen Mahles anbot, wurde doch standhaft von allen Seiten gedankt, und so verspeiste er denn allein ganz vergnüglich seine Würstchen und trank dazu von dem Porttvein, den der Sohn m einem klemen Fläschchen bei sich führte. „Wenn Sie Mir nun noch gestatten möchtem euie Zigarre zu rauchen, gnädige Frau, dann würde ich mich -ganz behaglich fühlen," bat Herr Caroe, ungerührt durch den Jammer seiner besseren Hälfte. Dem Sohne erschien es, als käme die Antwort nur zögernd, doch mußte er sich wohl getäuscht habm, denn sie lautete freundlich und zustimmend, und obgl ich Frau Caroc ihrem Gatten heimlich einige tleiue Rippenstöße gab, von denen er nicht geiiau wußte, ob dieselben die Zach der bereits gerauchten Zigarren andeuten sockten, oder sich aut irgend eine andere Ermahnung bezogen, zündete er |tci). sein Lieblingskraut an und begann, indem er sich tn immer dichtere Wolken hüllte, mit seinem Bis-ä-vis eine Unterhab tung, in welcher er freilich der erzählende Teil blieb, da die Dame mit anerkennenswertem Talent über alle Fragen betreffs ihrer eigenen Person fortzuschlüpfen wußte.,, — Inzwischen hatte sich der Zug wieder feine Zeitlang vorwärts bewegt und blieb nun stehen. Man hörte Rufe von allen Seiten, sah Leiite mit Laternen längs des Bahndammes laufen, hörte Schaufeln im Schnee zwischen dem Heulen und Toben des Windes. 'Sann ertönte ein schriller Pfiff, die Wagen wurden angezogen, um gleich darauf wieder still zu "stehen. Mitternacht war nahe, und man kam Nicht weiter. Jetzt hörte man den Rus: „Die Passagiere der letzten Wagen umsteigen!" darauf schelten und strecken und gelegentliche Angstrufe weiblicher Stimmeii. Man sah Schatten auf den Trittbrettern der Wageir vorbeihuschen, nochmals erklang der Pfiff der Lokomotive, ein heftiger Ruck, und wieder blieb man stehen. — Dann wurde e»„füll, totenstill, nur der Sturm sauste und ächzte tn den Lüften und brauste es in die Welt hinaus, daß er diesmal auf Schneefittichen das Christkind zur Erde hernieder trage. ,Sie geben es auf," meinte der Sohn, „und erwarten den Tag, "das ist auch ganz gut, denn ich befürchtete in jedem Augenblick eine Entgleisung der Lokomotive. „ „Bist du auch warm, Männchen?" fragte die ängstlich ergebene Stimme der Mutter. ,Warm und müde," meinte der alte Herr, „ich denke, wir versuchen zu schlafen, da wir heute nacht doch wohl nicht mehr in ein Bett kommen dürsten!" , , Ja," stimmte sein junges Gegenüber bei, „auch ich bin müde; ich habe zwei Nächte an dem Bett einer kranken Tante gewacht, bis mich heute morgen ihre aus der Ferne herbeigerufene Tochter ablöste; da werden Sie verstehen, daß ich schlafen möchte. Laß mich die Füße ausstrecken, Fritzchen, und setze dich neben mich!" Und wie sie gesagt, so machte sie es, und nicht lange darauf kündeten regel« mäßige Atemzüge den gesunden Schlaf. B 798 vom Lhristbaumanputzen. (Aus der Dürer-Bundes-Korrespondenz.) : Die allerverschiedensten Christbäume habe ich schon gesehene deckenhohe, kerzenstrotzende im Salon wohlhabender Familien; winzig kleine, mit ein paar Pfenniglichtlein und bunten Papierrosen im Stübchen armer Leute; in wahlloser Fülle und Buntheit beputzte und solche von echt künstlerischer Einheit und Feinheit. Dann wieder in der Weihnachtsmesse eines Kunstgewerbevereins eine Reihe von Weihnachtsbäumm, die ihr eigenartiges Gepräge dadurch bekommen hatten, daß, ihr ganzer Schmuck bis zu den Lichthaltern von Kindern selbst hergestellt und nach einem bestimmten Gedanken am Baume angeordnet war, oder dadurch, daß man den volkstümlichen Anputz bestimmter Gegenden nachgeahmt hatte. Aber keiner von allen chat mir so gefallen, wie der schlichte Weihnachtsbaum meiner Kindheit: die duftende, dunkelgrüne Tanne mit ein, zwei Dutzend Lichtern, mit roten Aepfeln, vergoldeten Nüssen und mit Ringen und Sternen aus braunem Pfefferkuchenteig. — Damit soll nun nicht gesagt sein, daß ich seine Art für die einzig richtige hielte. Die Erfahrung Auch der Küabe, welcher sich freilich auf seinem unbequemen Platz von einer Seite zur andern wälzte, schlief ein, und der alte Herr -gab bald ein aus den verschiedensten Tonarten bestehendes Schnarchkonzert zum besten. Frau Caroc saß steif in ihrer Ecke, sie hätte um die Welt m diesem Zustand nicht schlafen können; während sie alle möglichen Folgen dieser angstvollen Reise überdachte, ver- Öfie nicht, von Zeit zu Zeit Mann und Sohn fester rn Plaid zu hüllen, doch litt sie nicht, daß ihr eme ähnliche Aufmerksamkeit erwiesen wurde. Als der fremde Knabe-einmal im Schlaf auf die Dame fiel, mußte ihn der junge Caroe leise auf seiner Mutter Sitzplatz legen, und sie setzte sich neben ihn, um seine Beinchen noch mit ihrem Mantel zu beschützen. Herr Caroc junior lag blinzelnd in seiner Ecke, und so oft er aufsah, mußte er, seitdem der Küabe neben seiner Mutter lag, in das vom Gaslicht hell beleuchtete Antlitz der Fremden blicken. Welche anmutigen Züge waren das, seitdem der Schlaf die Augen geschlossen. Vorher war ihm der Ausdruck kalt und streng erschienen. Und wie jugendlich frisch das Gesicht noch war; einige zwanzig Jahre würde er der Dame gegeben haben, doch dem widersprach der große Knabe. Wie wunderlich, es doch war, daß sie zuerst an ihre eigene Bequemlichkeit gedacht und so wenig an das Kind. Das hätte seine Mutter nicht getan! Und' doch gefiel ihm dieser natürliche Egoismus wie ihre Ruhe in der doch auch gewiß für sie nicht angenehmen Situation. Hatte es ihn doch so ost, auch heute -erst wieder, geärgert, daß feine Mutter so gar nichts für sich beanspruchte, für sich selbst gar nicht existierte m der Sorge für andere und eigentlich niemals aus der Angst und Aufregung herauskam. Wer die Fremde wohl sein möchte? Sie sprach gut und hatte ein leises, tiefes, sympathisches Organ, das hatte er an den Frauen so gern. Ob sie wohl lachen könnte? Auf der einen Backe hatte sie em Grübchen, wie hübsch das war! Daß ihm doch immer die Verheirateten Frauen gefallen mußten! Schein und Wirklichkeit kämpften miteinander, bis der Schlaf die Oberhand gewann und ihn mit allerlei Träumen mngaukelte, die er als Wünsche längst vergessen geglaubt. Als er erwachte, dämmerte -es bereits, und es war bitter kalt geworden im Coups, denn der Heizapparat war nicht mehr in Tätigkeit. Der Knabe hat Sie gewiß sehr gestört, gnäbige Frau; wie leid mir das tut, aber wie gut von Ihnen, sich seiner anzunehmen, während ich der Müdigkeit nachgab," hörte er die klangvolle Stimme sagen und daneben die Beteuerungen seiner Mutter. „Komm her, Fritzchen, dich- friert gewiß?" „Nur die Füße sind mir kalt, Tante," meinte der Knabe. Also sie ist nicht seine Mutter, dachte Herr Caroe junior und folgerte weiter: vielleicht ist sie gar nicht verheiratet; es gibt doch auch unverheiratete Tanten, und mir könnte wohl einmal ein Mädchen gefallen haben. „Komm, Fritzchen, wir versorgen dich noch mit tvarmen 'Sachen aus der Reisetasche." Während sie sich ntit dem Kinde beschäftigte, erwachte auch Papa Caroc. „Es ist unverantwortlich, daß sich niemand um uns kümmert," brummte -er, „mein Magen sängt bedenklich an zu knurren, du könntest -einmal ausschauen, Ferdinand." Mit großer Schwierigkeit wurde das Fenster geöffnet; doch der kaum hinausgestreckte Kopf des Sohnes fuhr gleich wieder in das Coups zurück: „Wir sind allein, aus freiem Felde mutterseelenallein;"die Lokomotive ist mit den übrigen Wagen fort!" „Das ist nicht möglich," rief's von allen Seiten, „ich will selber nachsehen!" Doch so viel auch die andern Augen ausschauten, wenn auch Tränen diejenigen der guten Frau Caroc verdunkelten, die Lokomotive war fort, und zwei Wagen, in denen sie die einzigen Passagiere waren, standen einsam aus freiem, weißem Schneefelde, während ein eiliger, stürmischer Wind die kleinen Flocken vor sich her trieb, die bis zur Tür die Wagen verschneit hatten. „Vergessen und verlassen," „eingeschneit," „unsere armen Kinder in Dresden," „was wird d-er Papa sagen, wenn der Zug ohne uns ankommt!" Das waren die ersten Gedanken, die den verschiedenen Lippen entschlüpften. „Dort steht noch ein anderer Zug," rief der junge Herr Caroc, nach der -entgegengesetzten Seite blickend. „Der muß von Dresden gekommen sein, -es dampft ja auch noch die Lokomotive; seht nur, tote wenig sie aus dem Schneewall herausragt. He, ist denn niemand dort?" Doch die Stimme verhallte im Winde, kein lebendes Wesen lieh sich blicken, es blieb alles still. „Die Menschen müssen aber doch irgendwo geblieben ein, wir müssen uns in der Nähe menschlicher Wohnungen befinden! Gewiß, so ist's," rief er freudig, „wir müssen üchen, sie zu erreichen!" Dagegen protestierte aber die Mutter, welche in einer Promenade durch den hohen Schnee, bei dem heftigen Winde, den sicheren Tod ihres Mannes erblickte. Als der Sohn zu einer ärgerlichen Erwiderung auffahren wollte, legte sich eine Hand beschwichlln nd aus seinen Arm, und eine ihm schon bekannte Stimme fragte: „Und wie sollen wir Frauen mit unseren langen Klei- i)ern durch den Schnee kommen?! Nein, nein, wir müssen warten, bis Hilfe kommt!" Herr Caroc fah nur auf die Hand, welche- ohne Hand- chuh soeben dem Knaben bei seiner Toilette geholfen hatte. Dieselbe war schlank und weiß, und daran glänzten zwei übereinander gesteckte goldene Reifen. Also eine Witwe war die junge Fran, die vor ihm stand. Was hatte er doch dem alten Freunde auf dessen Vorschlag geantwortet? „Wir wollen suchen, die Scheiben zu reinigen, um hindurchsehen zu können," schlug die junge Frau vor, „denn wir müssen das Fenster schließen, es ist hier schon kalt genug!" Der Vorschlag wurde angenommen, doch- lange Zeit sah man durch die Scheiben in den dichtgefallenen Schnee, der zehn Schritte- weiter undurchdringlich die Gegend verhüllte, und erwog die Situation und die zu ergreifenden Befriedigungsmöglichkeiten. Da, gegen neun Uhr, kam ein Landmann m seinen hohen Stiefeln den Feldrain entlang gestampft. Das Fenster flog herunter, Taschentücher wurden geschwenkt, und als der Mann so nah als möglich herangekommen, suchte man sich schreiend mit ihm zu verständigen. Der Brave, welcher die Hände über dem Kopf zusammenschlug, als er in dein leer geglaubten Wagen Menschen -erblickte, fand sich- willig, nach der Blockstation Weisfig zurückzukehren, wohin sich nachts bereits die Passagiere des von Dresden gekommenen Zuges geflüchtet, um dahin die Mär von der Existenz der vergessenen Passagiere und ihrer Schicksale zu tragen und um Hilfe zn bitten. Doch Stunden vergingen noch, ehe er in Begleitung des Bahnmeisters mit mehreren Arbeitern, sowie mit einigen Lebensrnitteln zurückkehrte. Ein Weg zu dem Coups und zum Bahndamm war bald geschaufelt, und die Damen herausgetragen. „Helfen Sie nur meinem armen, alten Mann," rief fortwährend Frau Caroc, indem sie mit den eigenen, zitternden Händen, trotz der sie umgebenden Hilfsbereiten, das graue Köfferchen krampfhaft festhielt, während ihr Gatte Anstalt machte, jugendlich- leicht in den Schnee hineinzuspringen. Wie ein Hündchen vorauf, kollerte sich- dann, den Bahndamm -entlang, der Knabe durch den Schnee. Für .ihn begann nun das Reiseabenteuer ein Vergnügen zu werden! Am "Arme -eines Schneeschippers folgte, etwas mühseliger, die junge Frau; der alte Herr inmitten zweier solcher branntweinduftender Jünglinge, welche das Handgepäck trugen, und am Arme ihres Sohnes machte die Mutter den Beschluß. Die Kräste wollten sie fast verlassen, aber die Gewohnheit des eisernen Willens siegte über die körperliche Schwäche. (Fortsetzung folgt.) 799 hat mich gelehrt, daß es falsch ist, für die Gestaltung von Weitz- Nachtsbäurnen ganz bestimmte Rezepte zu geben und der Erfindungsgabe Schranken zu ziehen; falsch auch dann, wenn die Rezepte von erlesenem ästhetischetl Empfinden diktiert sein sollten. Wirksam und auch geschmackvolle Christbäume taffen sich mit den allcrverschiedensten Mitteln erreichen, wenn nur gewisse Grundregeln befolgt werden, die sich ganz natürlich aus dein Wesen des Christbaums, aus feinem Zwecke, seiner Art, Form, Farbe und Größe ergeben. Am kürzesten können wir uns in bezug auf die Farben des Ehristbaumschmuckes fassen. Sie müssen zum dunkelgrünen Gewände des Baumes passen. Man wird also in der Hauptsache rote, blaue, braune und gelbe, und zwar mehr stumpfe Töne bevorzugen, dazu Gold oder Silber. Und damit sich diese Farben nicht gegenseitig beeinträchtigen, wird man ihrer nicht zu viele verwenden. Mit grellbrmtem, schreiendem Zuckerwerk und Marzipan z. B. kann man nie einen schönen Znsammenklang der Töne, eine harmonische'Farbeneinheit von Baum und Schmuck Herstellen. Auch auf die Form des Baumes ist dabei Rücksicht zu nehmen. Das Eigenartige der Tanne z. B. ist, von Ausnahmen abgesehen, das fast regelmäßige, pyramidenförmige Sichverjüngen nach oben und das quirlartige Auseinailberstrahlen der Aeste. Diese Klarheit mrd Eigenart des Wuchses darf nie durch ein Zubunt, durch ein Zuviel oder durch eine störende Anordnung des Schmuckes verdunkelt oder gar vernichtet werden. Im Gegenteil, man kann diese natürliche Architektur des Baumes dtirch zweckmäßige Anordnung des Schmuckes sogar tioch betonen. So geben die roten oder blauen Garnfäden zunr Aufhängen des Christbaumschmuckes, wenn sie nicht zu lang oder zu kurz (etwa 15 Zentimeter), von gleicher Farbe und gleicher Größe sind, durch die senkrechte Richtung, durch den Ausdruck des Hängens nach unten einen wirksamen Gegensatz zu den wagerecht seitwärts strebenden Besten. Eine ähnliche Wirkung bringen auch herabhängende mattsilberne La- mettasäden hervor. Das sternförmige Anseinanderstrahlen der Hauptästc wird betont, indem man unten Aepfel und Nüsse, oben die Lichter an ihnen entlang reiht. Natürlich sind die schwereren Schmuckformen in der Nähe des Stammes, die leichteren nach deir Astspitzen zu aufzuhängen. Wer Schmuck unb Lichter überall dort befestigt, tvo überhaupt ein Platz dafür vorhanden ist, hängt zwar den Baum hübsch voll, zerstört aber die Klarheit seines Baues. Wenigstens darf man Äebenaste nicht mit schweren oder stark farbigen Dingen belasten. Aus den gleichen Gründen ist die vielfach übliche Befestigung der Lichter auf besonderen in den Stamm eingebohrten Eisendrahtarmen zu verwerfen. Bon Bedeutung ist ferner die Art des Schmuckes. Ob Man bloß Aepfel, Nüsse und Pfefferkuchen, oder auch Schokolade, Zucker, Marzipan, kleine matte Glaskugeln und Papier verwendet, ist weniger wichtig (so können einfache Ketten ans Gvldpapierrmgen sehr hübsch wirken). Hauptsache ist, daß der Schmuck nicht wider- f innig an sich ist. Aepsel und Nüsse oder Zapfen sind natürlich und siimvoll, aber Möhren, Zwiebeln, Rettiche und Radicsehen aus Marzipail oder sonst in der Erde wachsendes Gemüse an den Christbaum zu hängen, ist Unsinn. Dasselbe gilt von Attrappen, von Schuhten, Hüten, Tieren, Häuschen, Windmühlen und Schiffchen aus Zucker, Papier, Holz oder Blech, In einem neueren Büchlein über Christbaumschmuck fand ich sogar folgende Dinge vorge- schlageu: Parfüm- oder Maggifläschchen mit Bildchen beklebt und mit Himbeersaft gefüllt, Püppchen und Wickelkinder mit Kleidern unb Wäsche aus Seidenpapier, Köpfe ans Flaschenkorken, bronzierte Mohnköpfe, Tüllen ans bronzierten Kartoffeln, aus Gips geformte Lilien, Heckenrosen, Glockenblumen und Jasmin; Bildchen zum Aushängen, aus Katalogen geschnitten, ausgemalt unb mit Golbsaden als Rahmen. Ein so geschmückter Baum wäre zwar höchst „individuell", aber auch sinn- und geschmacklos. Noch ein paar Worte über beit Lichtschmuck, unb zwar deshalb, weil man heutzutage sogar elektrische Glühbirnen verwendet. An Riesenchristbäumen bei Vercinsfestlichkeiten in Tanzsälen mag das bei der Größe der Bäume und der Länge der Brenndauer noch hingeheu, ebenso beim Schausensterchristbaum wegen der Feuersgefahr. Aus der Familie aber sollte der elektrische ChristbauM, der mit einem Knips erleuchtet unb verlöscht werden kann, verbannt werden. Gerade das anheimelnde rotgelbe Kerzenlicht, das von der aufsteigenden Wärme bewirkte Flimmern unb Glitzern, das aus brennenden Wachslichtern und erhitzten Nadeln entströmende würzige,Duftgemisch sind unlösbar mit wirklicher Weihnachtsstimmung verbunden ünd vermitteln dem Gemüt unverlösch- bare Eindrücke. Das Lichterslimmcrn, das allmähliche Erlöschen der Kerzen, das Versinken des Raumes in traute Dämmerung gehört zum Wesen des deutschen Christbaums unb Weihnachtsabends'. Es kann durch das zwar hellere, aber auch kältere, ungemütlichere elektrische Licht nun imb nimmer ersetzt werden. Und mm Mm Schlüsse noch die Hauptfrage: Soll der Christbaum überhaupt geschmückt werden oder nicht.? Ich selbst war bisher für den geschmückten Bannt, wenigstens dort, wo Kinder int Hanse sind. Nicht bloß deshalb erwärme ich mich für diesen angeputzten Lichterbaum, weil die Augen unb Herz«, bet Nuder an buntem Tand hängen, nicht bloß weil die Kleinen gar zu gern in die roten Aepsel beißen unb am süßen Naschwerk knabbern, das doch vom Baum ganz anders schmeckt als aus der Tüte, sondern weil die Arbeit am Christbaumschmuck, das Ausschueibeu, Kleben, Leimen, Vergolden und Einfädeln und das Anputzen selbst erzieherische Werte birgt und sicher zU den schönsten Erinne- ruugett gehört, die Kinder aus dem Elternhause mit ins Leben hinausnehmen. Wer es gibt auch Leute mit anderer Meinung. Sie sagen: Am schönsten ist der Tanneirbaum in seinem grünen Gewände, so wie er aus dem Walde hereinkommt. Schmuck und Naschwerk lenken nur von der Schönheit des Baumes ab unb machen bas zur Hauptsache, toas darauftzängt. Und fast möchte man derselben Meinung werden, wenn man liest, welch tiefeS Freuen unb Staunen Peter Rosegger bei Vater und Mutter, Knecht und Magd und vor allem bei seinem Bruder Nickcrl hervorrief, wie er den ersten Christbaum in die Waldheimat brachte. Ein schlicht grün Bäumchen war's ohne jeden Schmuck mit zwölf Lichtlein, die der Peter vom roten Mariazeller Wachsstock schnitt und unter; Mühen an die Aeste klebte. Als die Lichtlein brannten, führte der große Peter Has kleine Nickerl an der Hand zum Tisch:, „Tn Dich nicht fürchten, Brüderl. Schau, das' lieb Christ- finblein hat Dir einen Christbaum gebracht. Ter ist brüt." Und da Hub der Kleine an zu wiehern vor Freude und Rührung, und die Hände hielt er gefaltet wie in der Kirche. M. Brethfeld. Line Episode aus dem Leben des „Marschalls vorwärts" Daß Blücher, dessen Geburtstag — 16. Dezember — das deutsche Volk im Hinblick auf die Nahende Säkularfeier der Leipziger Völkerschlacht in diefenr Jahre mit besonders freudigem Gedenken begeht, wie fast alle die führenden Männer der Befreiungsbewegung: Stein, Hardenberg, Schön, Frey, Heidemann, Hippel, Fichte, Dräseke, Schenkeudorf, Rückert, Scharnhorst, Botzen, Ribbentrop, L'Estocq, Henckel von Donnersmark, Kleist von Nol- lendorf, Massenbach, Quednow, Hiller von Gärtringen u. a., dem Freimaurerbunde angchörte, dürfte vielleicht allgemein bekannt sein. Der Kulturhistoriker, der wirklich geistige Zusammenhänge sucht, hat Grund, an dieser Tatsache zusammen mit der, daß Männer wie Lessing, Herder, Goethe, Fichte ebenfalls Freimaurer waren, nicht achtlos vorüberzugehen. Hier ist nicht der Platz, um darauf näher einzugehen. Nur das eine dürfte her- voraehoben werden, als Beiveis, wie das Geschlecht jener Zeit bis in seine höchsten Spitzen und führenden Geister hinauf ein lebhaftes Empfinden dafür bekundete, daß die eigentliche schöpferische Kraft, die dem Ganzen dienen will, sich natnrgegeben einer Gesinnungsgemeinschaft zu wenden müßte, in der sie sich vertrauensvoll nur als Mensch geben unb fühlen konnte. In all bem Wirrsal jener Zeit, im Mißtrauen des einen gegen beit anderen unter dem Druck der von Napoleon geradezu raffiniert organisierten polizeilichen Ueberwachung des einzelnen, in einer Zeit, wo der Gesinnungslose die besten Geschäfte machte, mußten die Logen, als Horte verschwiegenen Vertrauens, naturgegeben die Anziehungskraft ausüben, die sie stets wieder bewähren werden in! Zeiten, wo der Mensch Grund hat, nach solchem Anschluß zu verlangen. Weniger bekannt ist vielleicht die Tatsache, daß der alte Blücher den kulturschöpferischen Geist der Freimaurerei wie wenige seiner Zeitgenossen erfaßt hatte, daß er die manrerischen Pflichten sehr ernst 'nahm, und daß. er vor allem mitten im Kriegsgetümmel und besonders vor den entscheidenden Schlachten in den Logen geistige Stärkung und Begeisterung suchte. Es war am 15. April 1813, in jenen Tagen des Völkerfrühlings. Die Heere der Verbündeten, Preußen und Russen, rückten Napoleon entgegen, unb in Mienburg, der Residenz des Herzogs August, der ein entschiedener Anhänger des großen Korsen war, hatten die Generäle Blücher, Scharnhorst und Gnei- fenau Quartier bezogen. Die Bürger der Stadt mochten dem Gang der Ereignisse mit gemischten Gefühlen folgen; sie kannten die Gesinnungen ihres Laubesherrn, mußten jedoch, ihres Deutsch- tuinS gedenkend, im innersten Herzen der Sache der Verbünbeten Ersolg wünschen. 1 Die Mitglieder bet dortigen, schon 1742 gegrünbeten Loge „Archimebes zu den drei Reißbrettern", einer ber ältesten Deutschlands, hielten am Abend ihre regelmäßige Monatsversammlung ab, als drei fremde Brüder gemeldet wurden, die der Handlung beizu- wohnen wünschten. Man ließ sie eintreten, unb zu ihrem Erstaunen erkannten die Altenburger Brüder in den Besuchenden, die in voller Uniform, gestiefelt und gespornt erschienen waren, Blücher, Scharnhorst unb den General-Intendanten v. Ribbentrop. Blücher erklärte, daß er noch einmal, vielleicht zum letzten Male, als Mensch unter Menschen, als Bruder unter Brüdern sich freuen und fein Gelübde für das geliebte Vaterland im Tempel der Loge nieberlcgen wolle; zugleich sprach er auch feilte Hoffnung für eilte glückliche Zukunft ans. Um den greifen Helden zu ehren, veranstalteten die Altenburger Freimaurer wenige Tage später, am! 20. April, eine Festtafel. Blücher hatte sein Erscheinen zugefagt, mußte sich aber durch Ribbentrop vertreten lassen, da er durch dienstliche Geschäfte ab- gchalten wurde. Bei dieser Tafelloge kaut es zu einem Zwischenfall, der für die verschiedenen Stimmungen und Anschauungen, die damals herrschten, bezeichneitd ist. Einer ber Logenbeamten, der sich in jener unruhigen Zeit verpflichtet fühlen mochte, auf den alten Grundsatz ber deutschen Freimaurer hiitzuweisett, politische Erörterungen ans der Loge fernzuhalten, hielt eine Rede, um, wie es im Protokolle heißt: „einige gewichtige Worte über den hohen, dem Maurer doppelt heiligen Mert treuer Anhänglich- >- 800 — feit M die Gesetz des Landes und nihiger, vo» parteilicher Ein- mischung entfernter Ergebung ttt die Ereignisse der Zeit anzu rechen". Unter den besuchenden Brüdern waren manche, die eine solche, unter normalen Verhältnissen gewiß berechtigte An- schauung angesichts der gewaltigen nationalen.Bewegung nicht billigten, und einer von ihnen, em D^rr von Haxthausen, nalM die Gelegenheit wahr, „ferne entgegenstehende Ansicht über die Mslichten des Maurers in Hinsicht auf die tätige Mitwirkung in gegenwärtigem Augenblick austzusprechen . . » Blücher, der, wie wohl alle seine Waffengefthrten, die Ueber Beugung hegte, das; die ernste Zelt gerade vom Freimaurer „tätige Mitwirkung" fordere, bat, vor seinem Abzüge noch einmal einer Logenversammlung beiwohnen zu dürfen. Man veranchaltefi. deshalb am 28. April eine Festloge, an der der greise Feldherr in Gesellschaft Scharnhorsts, Ribbentrops und einer Anzahl Preußischer Offiziere teilnahm. Bei dieser Gelegenheit hielt er eine Wfchieds- rede „in welcher er nochmals seinen Empfindungen brüderlichen Dankes Ausdruck gab und den Wunsch äußerte, daß man 1 einer mit Bruderliebe aber ohne Zähren gedenken möchte, wenn ihn, den greisen Krieger, auf seinem gefahrvollen Berufswege vielleicht bald der Tod ereilen sollte". Der alte Haudegen, der rm allgemeinen von der Wirkung des Schwertes mehr hielt als von der des gesprochenen und geschriebenen Wortes, wird uns in den Protokollen sämtlicher Logen, in denen er gesprochen hat, als ein glanzender maurerischer Redner gerühmt, der die Fähigkeit besaß, in jedem Augenblick das redete Wort zu finden und durch dw Schwung seines kerndeutschen Geistes die Hörer hinzureißen. Auch durch seine Altenburger Abschiedsrede „wurden, die Bruder aufs tiefste ergriffen", und die Erinnerung daran prägte, sich tynen nm so dauernder ein, als bereits wenige Tage danach die Schlacht bet Großgörschen geschlagen wurde, in der Scharnhorst die Tobeswunde empfing. Als 10 Wochen danach auf den Leipziger Feldern das Joch der Fremdherrschaft für immer zerbrochen wurde, da durften auch die Altenburger Brüder in den Jubel des befreiten Deutschlands einstimmeii. Am 8. September 1814 ernannten fie mit berechtigtem Stolze den Fürsten Blücher zuM Ehrenmitgllede ihrer Loge und stellten am 2. September seine Büste in ihrem Vcrsamm- lungssaale auf. , , , .. „ ... ,. m ... In dem Dankschreiben, mit dem der greise Held die Bruder erfreute, heißt es: „Es hat nie etwas in meinem Leben mich so als das Gefühl beglückt, vom großen - Baumeister aller Welten dazu mit bestimmt gewesen zu sein, meinem guten deutschen Bater- lande durch Erhaltung seiner Nationalehre tuib seines alten Ruhmes, durch Zersprengung der Fesseln, welche eine fremde Nation dem biederen Volke angelegt hatte, nützlich werden zu tonnen. Jene hohe, mir verliehene Bestimmung war die Veranlassung, welche mich im April 1.813 auch in das Heiligtum der dortigen guten Loge führte. Unvergeßlich werden mir stets die frohen Stunden bleiben, in welchem ich an den Arbeiten der Loge Archimedes Au den drei Reißbrettern teiluchmen konnte . . vermischte». kf Das haarigste Volk der Welt. Die Ureinwohner Japans, die Ainus, stehen in dem Rufe, das haarigste Volk der Welt zu sein Sowohl bei den Männern als auch bei den .Frauen hängt das Haar lang bis zu den Hüsten herunter, und der Bart der Männer bietet einen patriarchalischen Anblick. Wie bet den meisten halbzivilisierten Völkern tut auch bei den Ainus die Frau den größeren Teil der Arbeit. ES gilt bet den Atnudamen als die höchste Ehre, imstande zu sein, dem Manne ein ausgiebiges und sorgenloses Dasein zu bereiten. Der Ainu ist Polygamtst, aber aus artbereit Gründen als die meisten anderen Völker. Nicht aus geschlechtlichen Ursachen 'huldigt der Ainu der Vielweiberei, sondern der Fran ein Heim zu bereiten, die sonst'.ohne Obdach sein würde. Denn die weibliche Bevölkerung überwiegt bei den Ainus bet weitem Nicht selten kommt es auch vor, daß, wenn eine Ainuwitwe mit Waisen zurückgelassen wird, sie einen männlichen Beschützer findet, der sie heiratet. Tatsächlich gilt der bet den Ainus als der reichste und mächtigste, der die meisten Frauen hat. Dabei leben die Gattinnen einträchtig nebeneinander, allerdings nicht mit- eittanber; beim in der Regel haben sie getrennte Wohnstätten, und der Mann verteilt nicht selten seine Frauen über einen großen Landstrich, so daß er auf seinen Reisen ftetSam Abend im eigenen Heim bei der eigenen Frau eine Unterkunft findet. Trotz der großen Bemühungen der spanischen Regierung, die Ainurasse lebensfähig zu erhalten, schwindet sie mehr und mehr dahin, da die Trunksucht unter ihnen sehr verbreitet ist und, riesige Opfer fordert. Die gegenwärtige Zahl der Bevölkerung !mrd auf 15000 trefdxi&t "' Napoleons Flucht aus Rußland im Dezember 1812 ließ sich, wie wir der „Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens" entnehmen, der Spott des deutschen Volksliedes nicht entgehen. Sein Sturz von der Höbe seiner die Welt beherrschenden Macht, seine Zuflucht zu einem Bauernschlitten, der ihn durch die Schneewüste zur Heimat bringen mußte, sorderte ja die Satire mächtig heraus. Der „Bauernschlitten" spielt denn auch in einer ganzen Reihe von Liedern jener Tage eine Rolle. Bei einem hat ein Hinzudichter sogar im Widersinne zum sonstigen Inhalt, der von Napoleons Ankunst in Paris in einem Wagen spricht, eine „allerletzte" Strophe hinzugesugt, die da lautet: Da kommen 'Mamelucken dahergeritten, Sie bringen den Kaiser aus einem Bauernschlitten. Ta schauten die Leute zum Fenster heraus: O Himmel, wie sieht unser Kaiser jetzt aus! Am originellsten aber erscheint ein Lied, das (eine Flucht behandelt. Da lesen wir: Gelt, gelt, Bonapartel, jetzt hat sich's gewendt, Wo du hast bei Moskau die Nas'n verbrennt, Die Nas'n verbrennt und die Zähn' erfrört-- Gelt, gelt, Bonapartel, jetzt haft gleich umkehrll Da ist er gefahren aus Extrapost, Auf einem etauernschlitten, da hat's nit viel kost'; Und wie er ist kommen nach Dresden zurück, So erzählt er dem König von seinem Unglück. „O Bruder und König, mit mir ist's jetzt aus l Wie wird mir's ergehen, wenn ich komm' nach Haus, Da werden die Pariser noch sein voller Zorn, Wann ich muß sagen: hab' alles verlor'nl O Bruder und König, eins mußt mir gewähr'n: Ich hab' ja kein Kreuzer Geld zum Verzehr'». Leih du mir sechs Taler und ein Hemd aus'n Leib, Ich komm' ja bald wieder und zahl' g'wiß g'scheit l" Das Gerücht von dem geliehenen Hemd war in den Jahren 1812 und 1813 in Dresden weit verbreitet und sand allgemeinen Glauben. * Boni lustigen John Bull. „Drei Minuteni vom Bahnhof." Arzt: ,Zch habe Ihren Mann untersucht, Mrs. Joyce. Er braucht frische Luft und täglich einen tüchtigen Spaziergang." Mrs. Joyce: „Oh Gott! Dazu ist er doch eben nicht zu bringen. Was soll ich tun?" „Ziehen Sie m einen Vorort und nehmen Sie ein Haus, auf dem angeschlagen ist: Drei Minuten vom Bahnhof. Dann muß er täglich zweimal 5 Kilometer laufen; da wird er schon abnehmen." — Geheimnisse. „Loltie sagte mir, du hättest ihr das Geheimnis gesagt, voii dem ich ihr sagte, sie sollte es dir nicht sagen." „Das'dumme Ding! Ich sagte ihr doch, sie sollte es dir nicht sagen." ,,^a, ich sagte ihr, ich würde es dir nicht sagen, wenn sie es mir sagte — also bitte sage es ihr nicht, daß ich es dir gesagt habe. »—■ Entfernte Verwandtschaft. „Sind Sie mit Barney O'Brien verwandt?" wurde Thomas O'Brien gefragt. „Entfernt," antwortete er, „ich war das erste Kind und Barney das 17." — Gut befolgt. „Nun, und wie hat Ihre Mutter die letzte Nacht geschlafen? Hat sie Meinen Rat befolgt und ordentlich gezählt?" „Oh ja; sie zählte bis 18 314." „Nun, und dann ist fie fest eingeschlafen, nicht wahr?" „Nein, dann war es Zeit zum Aufstehen." — Ein Hundeleben. ,Jkhr Mann klagt immer, er fülyre ein Hundeleben," sagte die Nachbarin. „Ja, das tut er wahrhaftig. Er kommt mit schmutzigen Füßen nach Hause, macht sichs am Feuer beguem und wartet, bis er gefüttert wird." ____________ Iveihnachts-Uonigszug. es heut zieht aus seine jeder erfreue von daß sich Mensch Haus zu Herz voller bäume aus's Haus prächtig glück jedes neue jetzt schmücket heiter wonne jedes kindleiri christ strahlt weih blick voller sonne nachts die jeder heiter strahlet Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer!' < Unrecht leiben, schmeichelt großen Seelen. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gieße«.