er M 'yfffmböcfr rc Nation, und ich fühle für meine, dann sind wir also gleich. Aber in diesem Hause haben Sie ein wahres und gutes Wort gesprochen, Herr Oberst Gerard. Sie sagten,, ein .Mann Mehr oder weniger macht keinen großen Unterschied beim Kampfe so großer Arnieen. Ihre edelmütige Lehre ist nicht vergeblich gewesen. Hinter diesem Holzhaufcn ist eine unbewachte Tür. Hier ist der Schlüssel dazu. Gehen Sie, Oberst Gerard, ich glaube, daß wir uns wohl nie Wiedersehen werden.". Ich stand einen Augenblick da, den Schlüssel in der Hand und ganz wirr int Kopfe. Tann gab ich ihr ihn zurück. ,^Fch kann's nicht tun," sagte ich. „Warum nicht?" ,/Jch habe mein Wort gegeben." „Wem?" fragte sie. „Nun, Ihnen." „Und ich geb's Ihnen zurück." Ich war voller Freude. Natürlich war's ganz richtig, was sie sagte. Ich hatte mich geweigert, Serschin das Wort zu geben. Ich hatte ihm gegenüber keine Verpflichtung. Wenn sie mich von meinem Versprechen entband, so war meine Elche rein. Ich nahm wieder den Schlüssel aus ihrer Hand. „Am Ende der Dorfstraße werden Sie Rittmeister Barakoff finden," sagte sie. „Wir Nordländer vergessen weder Unrecht noch Güte. Er hat Ihr Pferd und Ihren Säbel und wartet auf Sie. Zögern Sie keinen Augenblick, denn in zwei Stunden wird's Tag." i So ging ich hinaus in die sternhelle russische NachU Von Sophie bekam ich den letzten Blick, als sie hurch die offene Tür hinter mir herschaute. Es war ein ausdrucksvoller Blick, sie mochte etwas mehr erwartet haben, als ein paar kalte Dankesworte, aber auch der unglücklichste Mensch besitzt seinen Stolz, und ich will nicht in Abrede stellen, Messieurs, daß meiner durch die Täuschung, die sie mir bereitet hatte, beleidigt war. - Ich hätte es nicht über mich gewinnen können, ihr die Hand zu küssen, geschweige denn die Lippen. 'Die Türe führte in einen engen Gang, uni) am Ende desselben stand eine vermummte Gestalt, die Violetta am Zügel hatte. > „Sie sagten mir, ich möchte gegen den erften französischen Offizier, den ich in Not träfe, mich gütig erweisen," sagte er. „Gut Glück! Bon voyage!" flüsterte er, als ich in den Sattel stieg. „Vergessen Sie nicht, „Poltava", wenn Sie an Wachen vorüberkommen." Es war gut, daß er mir das eingeschärft hatte, denn ich mußte zweimal an russischen Feldwachen vorbei, ehe ich durch die Kosakenlinien hindurchkam. Ich hatte gerade die letzten Ve- dettcn passiert und hoffte, wieder ein freier Mann zn werden, als ich hinter mir ein Geräusch hörte, und einen schweren Manu auf einem Rappen rasch hinter mir herreiten sah. Im ersten Moment wollte ich Violetta die Sporen geben. Wer sofort, als ich einen langen, schwarzen Bart erkennen konnte, der auf einen stählernen Küraß herunterhing, machte ich Halt und erwartete den Reiter. < „Ich dachte mir, daß Sie's wären, Sie Franzosenhund!" schrie er und kam mit erhobenem Säbel auf mich los. „Sie haben Ihr Wort gebrochen, Sie Lump!" „Ich habe Ihnen kein Wort gegeben." - „Du lügst, du Hund!" Ich schaute mich um, niemand war zu sehen. Die Wachen waren weit entfernt. Wir waren ganz allein,_ über uns der Mond, unter uns der Schnee. Fortuna ist mir immer hold gewesen. „Ich hab' Ihnen kein Wort gegeben." „Aber der Dame haben Sie's gegeben." „Dann will ich's auch vor der Dame verantworten." , „Tas könnte Ihnen freilich besser passen, zweifelsohne. MeV lewer werden Sie's vor mir zu verantworten haben." ; „!Fch bin bereit." „Ihren Säbel auch?! Das ist Verrat! Ah, ich durchschaue alles! Das Frauenzimmer hat Ihnen beigestanden. Für diese nächtliche Tat soll sie Sibirien kennen lernen." Durch diese Worte hatte er sich das Leben verwirkt. Um! Sophiens willen konnte ich ihn nicht lebend zurückkehren lassen. Unsere Säbel kreuzten fick), und einen Moment später war meiner durch seinen schwarzen Bart tief in den Hals .gebohrt. Ich war fast ebenso, rasch am Boden wie er, aber der eine Streich genügte.. Er starb, indem er wie ein reißender Wolf mit den Zähnen nach meinen Füßen schnappte. Zwei Tage darauf stieß ich iit Sniolensk wieder zu unseren Armee und bildete wieder einen Teil dieser jammervollen Prozession, die durch den Schnee weiter wanderte und eine lange Blutfährte hinterließ, um den Weg zu zeigen, den sie genommen hatte. Genug, nies amis; ich will die Erinnerung an jene Tage des Elends und des Todes nicht wieder wecken. Sie schrecken mich noch im Traume. Ms wir endlich in Warschau Rast machten, hatten wir unsere Kanonen verloren, unseren Troß und drei Viertel unserer Leute, aber nicht die Elche EUenne Gerards. Man, hat behauptet, ich hätte mein Wort gebrochen. Es möge 's mir um Gottes willen kein Mensch ins Gesicht sagen, denn die Sache verhält sich so, wie ich erzählt habe, und wahrhaftig, Messieurs, so alt ich auch bin, meine Hand ist noch stark genug, um eilte Pistole zu halten, wenn meine Ehre auf dem Spiel steht. (Fortsetzung folgt.) Die Erdkröte — ein sehr nützlicher Geschöpf. Durch das Entgegenkommen des Bibliographischen Instituts in Leipzig sind wir in der Lage, unsere Leser mit einem' interessanten Abschnitt aus dem vierten Bande (der Abteilung! „Lurche und Kriechtiere" erster Teil) von „Brehms Tierleben" bekannt zu machen, das, völlig neubearbeitet, gegenwärtig in vierter Auflage erscheint. Als echtes Nachttier hält die Erdkröte sich! während des Tages stets verborgen, es sei denn, daß warmer Regen das Erdreich angefeuchtet hat und das Gewölk noch die ihr lästige Sonne verhüllt. Unter solchen Umständen versucht sie wohl auch ausnahmsweise bei Tage ihrer Jagd obzuliegen, während sie diese sonst erst nach Sonnenuntergang beginnt. Unbehilflich in ihren Bewegungen, kaum geschickt, weitere Sprünge auszufuhren, täppisch und schwerfällig, wie sie ist, vermeidet sie Streifzüge, sucht dafür aber das von ihr beherrschte kleine Gebjet um so sorgsamer ab und wird deshalb, und weil ihre Gefräßigkeit einen bedeutenden! Nahrungsverbrauch bedingt, der Oertlichkeit, wo sie sich augesiedelt hat, zum wahren Segen. Eine Folge ihrer Ungeschicklichkeit ist, daß sie oft in Keller, Brunnen, Schächte und Grotten hinabstürzt, aus denen es für sie kein Entrinnen mehr gibt, und wo sie sich mit der geringen Beute begnügen muß, die ebenso, wie sie, zufällig in die Tiefe fällt. Trotzdem gelingt es ihr auch hier, ost merkwürdig lange Zeit nicht bloß ihr Leben zu fristeu, sondern sich förmlich zu inästen. So fand Erber in Dalmatien bei seinen Besuchen von Grotten in einer Tiefe von 45 Metern und mehr sehr große, und zwar stets wohlgenährte Erdkröten, was, wie er sagt, mit der Ungeheuern Gefräßigkeit, die diese Tiere üt der Gefangenschaft entwickeln, durchaus nicht übereinstimmen will, da ja doch in den wenigsten Grotten Insekten regelmäßig Vorkommen. Ihre Beutetiere sind, nach Fothergill, kleine Würmer, Wespen, Bienen, Spinnen, Käfer, überhaupt alle Arten vonJnsekten, mit Ausnahme der Schmetterlinge, die sie deshalb nicht gerne nimmt, weil der Flügelstaub an ihrer schleimigen Zunge festklebt und ihr das Schlucken erschwert. Ungeachtet ihrer Gefräßigkeit, die man einen fortwährenden Heißhunger nennen möchte, verschmäht sie hartnäckig, tote Tiere zu genießen. Man wollte versuchen, ob nicht der Hunger sie zwingen werde, von solchem Eigensinn abzulassen, und verschloß eine kräftige Kröte in einem Blumentöpfe, in den man eine ziemlich große Anzahl frisch getöteter Bienen gelegt hatte; nach sechs oder sieben Tagen waren jedoch noch alle Bienen vorhanden, während anderseits lebende Insekten dieser Art sofort ergriffen und ohne jeglichen Schaden verspeist werden. Die Art und Weise, wie die Kröte ihren Raub erwirbt, kann man leicht beobachten, da sie auch bei Tage keine Beute au sich vorübergchen läßt, vielmehr Nach allem, was in ihren Bereich kommt, gierig hascht, Insekten sogar auf kleine Entfernungen hin verfolgt. Ihre weit vorstehenden und höchst beweglichen Augen nehmen da, wo das sie blendende, grelle Sonnenlicht durch Pflanzen gedämpft wird, jedes Tierchen wahr, es mag erscheinen, von woher es will, und die Zunge wird mit einer wunderbarem Beweglichkeit und Gelenkigkeit aui das erspähte Beutestück geworfen, so daß dieses selten entkommen kann. Wer einer verborgenen Kröte, ohne sie zu behelligen, einen Wurm, eine Raupe oder ein anderes Insekt Vorhalt oder zuwirft, kann sie in ihrem vollen Treiben belauschen. Augenblicklich beginnen die Augen zu funkeln, und sie selbst erhebt sich aus ihrem scheinbar schlaf- 660 krunkenen Zustande und bewegt sich mit einer Hurtigkeit, die mit ihrem sonstigen Wesen im vollsten Widerspruche steht, auf ihre Beute zu. Hat sie sich bis auf die rechte Entfernung! genähert, so hält sie in ihrem Laufe an, faßt, wie ein tmr dem Wilde stehender Hühnerhund, den Raub fest ins Auge, wobei nur das Zucken der Zehenspitzen ihre Erregung verrät, schießt die Zunge hervor und wirft mit ihr das Opfer in den weit geöffneten Rachen, es fast tzleichzeitig verschluckend und in dem Magen bergend. Ist ein Wissen zu groß oder zu lang. Hat sie z. B. einen Regen- tournt gepackt, und ragt er noch aus dem Maule heraus, so hilft, wie Stcrki beobachtete, „ein rasch und sicher geführter, wischender Schlag eines Vorderfußes nach". Sofort ist der Bissen verschluckt, und unmittelbar darauf sitzt die Kröte wiederum in ihrer lauernden Stellung unbeweglich da und spät von neuem in die Runde. Wenn sie, wie nicht ganz selten geschieht, eine Beute fehlt oder sie durch einen Schlag.mit der Zunge nur betäubt, nicht aber anleimt, so steht sie gewöhnlich von aller weiteren Verfolgung ab, nimmt aber die Jagd augenblicklich wieder auf, wenn das Insekt sich zu regen anfängt. Doch kann es auch geschehen, daß sie nach dem ersten Fehlschlag rasch nacheinander noch zwei- bis dreimal die Zunge vorschuellt. , Tie Erdkröte verzehrt eine unglaubliche Menge von Ungeziefer aller Art. Neben dem genannten Kleingetier scheinen Nacktschnecken beliebt zu sein; außerdem soll sie sich an kleinen Lurchen vergreifen, obgleich sie sonst mit ihresgleichen im Frieden lebt, sich auch durch keinerlei Erregung zn Streit mit anderen ihrer Art aufstacheln läßt. Einen Beleg dafür gibt folgende Erzählung: Um eine Kröte, deren ständigen Aufenthalt man kannte, bei ihrem Jnsektenfang zu beobachten, bestrich man ein Blatt mit etwas Honig und legte dieses vor den Schlupfwinkel. Der Honig zog bald eine Menge Fliegen und Wespen herbei, die von der Bewohnerin der Höhle weggeschnappt wurden. Als einst eine andere Kröte sich an dieser stets reich bestellten Tafel einfand, warf man viele Insekten zwischen beide, so daß die Aufmerksamkeit beider Kröten wechselseitig erregt wurde. Dabei geschah es, daß zuweilen beide nach demselben Insekt haschten; niemals aber zeigte die, die leer ausging, den geringsten Unwillen oder gar ein Gelüst nach Rache. Diese Gutmütigkeit ist vielen, aber nicht allen Kröten gemeinsam: der Magen bestimmt ihr Gebaren. ----------- wozu man salz gebraucht. „Salz und Brot macht Wangen rot". Dieses uralte deutsche Sprüchwort zeigt uns, daß das Salz von jeher als ein wichtiges Lebensbedürfnis in hohem Ansehen stand. Ebenso, wie der durch Wassermangel bewirkte Durst, wird auch der durch Sälzmangel hervorgerufene Salzhnnger als eine der furchtbarsten und unerträglichsten Qualen geschildert. Bildet doch das Salz keineswegs etwa nur eine Würze zur Schmackhaftmachung unserer Nahrung und somit ein Mittel zur Anregung unserer Geschmacksnerven, sondern ein unbedingtes Erfordernis unseres ganzen Lebensvorgangs. Unserem Blut ist dcks Salz unentbehrlich. Dasselbe ist bei unserem Hauptverdauungswerkzeuge, dem Magen, der Fall. Er weist beim Fehlen von Salz alle Speisen unweigerlich zurück, da der Magensaft ohne Salz nicht imstande ist, die zugeführten Nahrungsmittel zn verdauen und aus ihnen die zum Aufbau unseres Körpers erforderlichen Stoffe abzuscheiden. Ein Mangel an Salz hat also unbedingt eine Stockung des ganzen Lebensprozesses und eine Verkümmerung des menschlichen und tierischen Körpers im Gefolge. Deshalb siedelten sich auch früher die Menschen vorzugsweise dort an, wo natürliche Salzvorkommen ihnen die Möglichkeit zu dessen Erlangung boten. Ebenso bilden auch salzhaltige Felsen sowie Solquellen stets Sammelpunkte der Tiere unserer Wälder und Felder. Auch den meisten Pflanzen ist ein bestimmter Salzgehalt unentbehrlich zum Gedeihen, und sie enthalten deshalb in ihren Früchten, Blättern und Stengeln fast stets etwas Salz, das beim Genüsse den Menschen und Tieren wieder zugute kommt. Allerdings bildet das Salz für einige niedere Tiere sowie auch für viele Pflanzen ein kräftig wirkendes Gift. Der großen Bedeutung des Salzes entsprechend wurde es schon in der ältesten Zeit gewürdigt und in Ehren gehalten Durfte es doch bei keinem Göttermahle und bei keiner festlichen Veranstaltung fehlen. Eine Ausnahme hiervon machten nur die Hexengelage im Mittelalter, bei denen das Salz, weil es den bei den Hexenkünsten zu Hilfe gerufenen bösen Geistern unangenehm war, verpönt war. Bei den Morgenländern, sowie auch bei vielen nordischen Völkern und ebenso bei den meisten wilden und halbwilden Naturmenschen galt das Salz als Willkommensgabe für wden angenehmen Gast. Es machte den Empfänger der Salzspende unantastbar und stellte ihn unter den Schutz des Hausherrn oder ^sogar des ganzen Stammes. Auch unseren Vorfahren war das Salz heilig, !vie aus vielen noch heute darauf hinweisenden Sprichwörtern ersichtlich ist. Während das Salz früher nur zum Würzen der Speisen sowie zur Haltbarmachung, derselben benutzt wurde, ist dieser dainals einzige Zweck jetzt fast zum Nebenzweck geluorbeit. Hat 1™’ .Äch die Industrie des Salzes in einem so starken Maße bemächtigt, daß daneben der Verbrauch an Kochsalz fast ver- | schwindend genng ist. Sie benutzt das Salz zum Kouserviereni der Nahimng's- und Genußmittel, der Bäu-, Schiffs- Und sonstigen Verbrauchshölzer, sowie vieler anderer organischer Stoffe, zur Darstellung von Glaubersalz, Salzsäure, zur Soda-, Seifen- und Glasfabrikation, zur Bereitiing von Glasuren für Töpferwaren, Steine, Dachpfannen, Tonrohre.und bergt, sowie als Flußmittel für schwer schmelzbare Stoffe. Ferner spielt das Salz eine große Rolle bei der Bereitung künstlicher Düngemittel. Ebenso liefert es einen wesentlichen Bestandteil vieler Sprengstoffe, sowie das Rohmaterial zur Chlorbereitung und zu vielen anderen Stoffen, Salz ist lin seinen verschiedenen Formen zu einem so unöntbehp-i lichen Rohstoff unserer ausgedehnten chemischen Industrie geworden- daß wir uns diese beim Fehlen des Salzes gar nicht mehr denken können. —----——— VerMksehtes. kf. Zahnräder aus Stoff. Als vor vielen Jahren die ersten Räder aus Papier und andere papierne Ersatzteile für Ma- schinenstücke, die man bis dahin aus Eisen oder Stahl herstellte/ aufkamen, hielt alle Welt dies für einen Schwindel. Jetzt hat sich das Papier in dieser Form längst durchgesetzt, uud es scheint, als solle ihm jetzt ein überlegener Nebenbuhler in Seinen und Baum? wolle erstehen, aus welcheu Stoffen neuerdings in den Vereinigten Staaten Zahnräder hergestellt werden. Die Mitteilung eines Fachmannes hierüber in der „Natur" berichtet, daß die General Electric Company in Schenectady (im Staate New Jork) Zahnräder aus Stoffen wie Leinen uud Baumwolle herstellt. Anstoß zu dieser Erfindung gab der Umstand, daß kleine Triebräder aus Bronze oder Stahlguß abgenutzt werden und, während die Maschinen arbeiten, ein unerträgliches Geräusch verursachen. Von diesen beiden Mängeln sind die Stoffzahuräder, soweit sich dies nach zweijähriger Erfahrung beurteilen läßt, frei. Die Herstellung dieser merkwürdigen Zahnräder erfolgt ähnlich wie die von Papier- zahnräderu: viele Scheiben der Stoffe werden aufeinandergelegt und durch den gewaltigen Druck einer bydraulischcn Presse vereinigt. Das Einschneiden der 'Zähne erfolgt in der gleichen Weise wie bei Metallrädern, und 'wenn der gezahnte Rand fertiggestellt ist, werden die Räder noch mit Oel imprägniert. Die Stosfrüder sollen eine große Anzahl 'von Vorzügen besitzen, nämlich Dauerhaftigkeit, Hortfall jeglicher Wartung und Schmierung, vollständig geräuschlosen Gang bei gleichzeitig großer Unempfindlichkeit gegen starke, stoßweise wirkende Belastung/und schließlich Unempfindlichkeit gegen Nässe, Trockenheit und Hitze. Es mag hierbei daran erinnert werden, daß in 'Deutschland schon seit langem' Zahnräder aus gepreßter Rohhaut in Gebrauch sind, die sich beim Jneinander- laufen nicht abnutzen und sich überhaupt vorzüglich bewährt haben. Allerdings sind sie ziemlich teuer. * Fort m'it dem Pfahleisen! Dieses Instrument ist die Verkleinerung des Tellereisens und wird gewöhnlich im freien Felde auf einem Pfahle fängisch gestellt, um Raubvögel zum Niedersetzen zu veraulassen. Durch das Zusammenschlagen der Eisenteile wird der Fang bewirkt. Zahlenmäßig ist nun aber festgestellt worden, daß auf diese Weise nur wenig, dem Menschen- häushalte schädliche Raubvögel (Habichte und Falken), dagegen vielmehr ihm nützliche (Eulen und Bussarde) gefangen werden, so daß der beabsichtigte Zweck der Eisenaufstellung nicht erreicht wird. Zudem ist es arge Tierquälerei, Vögel mit einem solchen Instrumente zu fangen; denn die Eisen werden eben gestellt, und im weiteren kümmert sich niemand darum, wie es den Gefangenen ergeht, so daß diese oft, mit zerschlagenen Beinen längere Zeit zappelnd hängen, größte Schmerzen leiden und verhungern muffen, wenn nicht zufällig der Eisensteller vorübergeht, sie auslöst und die Falle aufs neue stellt. Da sich erwiesen hat, daß gerade auf den Feldern, wo die Eisen am' fleißigsten gestellt wurden, die Mäuseplage eintrat, weil nicht Hühner- und Taubenstößer in die Eisen gingen, wohl aber die besten Mäusefänger (Eulen, Bussarde, Turmfalken) darin gefangen wurden, so scheint es klüger, bis Pfahl eisen fortzulassen, als sie anszustellen. Mägyptische Hieroglyphen. (Jedes Bild bezeichnet Den Anfangsbuchstaben seines Namens, z. B Sonne^ 8,^Glas == g re. Tie Vokale sind zu ergänzen.) Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Vexierrätsels in voriger Nummer: Bier (exn Teil von der Birne — Bi, und ein bißchen Wachholder — er). Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen,