»«WH WM r - tl Eine Heldin Novelle von Max Karl Böttcher-Chemnitz^ (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Von diesem Tage an vermieden es der Erbprinz und die Hofdame, allein miteinander zu sein. Frühmorgens meistens schon kam Prinzeß Clarissa, oft vhne Begleitung, in den „Schweizerhof" und holte den Erbprinzen und Kathinka ab. Herr von Merkwitz schloß sich an, und dann unternahm man Ruder-- oder Segelpartien oder man fuhr mit der Zahnradbahn nach dem Sonnenberg zu einer Partie Golflinks. An diesen gemeinschaftlichen Ausflügen herrschte die größte Ausgelassenheit, und be- besonders Prinzessin Clarissa übertrumpfte alle anderen tot tollem Uebermut. Der Erbprinz merkte wohl, daß Kathinkas Fröhlichkeit erheuchelt und gezwungen war, — daß sie sich sichtlich bemühte, heiter zu sein, — und dies verstimmte ihn. •— Aber wenn er in das lebensfrohe Gesichtchen der Prinzessin schaute, verbannte er alle trüben Geoanken. Er war sich noch nicht klar über die Art seiner Gefühle sür Clarissa. Manchmal meinte er, starke Liebe zu ihr sei in ihm erwacht, aber in Stunden genauester Selbstbeobachtung wurde ihm klar, daß es bloße Verliebtheit sei, und daß seine innige Liebe zu Kathinka noch nichts an Stärke eingebüßt hatte. Dieses Hin- und Herschwanken, dieser Zwiespalt seiner Seele machte ihn nervös und reizbar. Da trat eine Wendung ein. Um die berühmten Tell-Stätten zu besuchen, fuhr man eines Morgens mit dem Frühdampfer nach Vitznau. Dort waren zwei Wagen bestellt ivorden. Die herrliche, berühmte Axenstraße sollte in ihrer ganzen Schönheit genossen werden. Im vorderen Wagen saßen die Fürstin und die beiden Exzellenzen von Hammer, während im zweiten Gefährt die Prinzessin und Kathinka, und auf dem Rücksitz der Erbprinz und Merkwitz Platz genommen hatten. Anfangs war die Fahrt von wunderbarem Reiz. Zur Linken die riesenhaften Felsen und zur Rechten tief unten der grünschimmernde See, auf dem die Dampfer wie Nußschalen dahinzogen und noch viele hundert Meter ihre Kielfurchen zurückließen. Und am jenseitigen Ufer die von der Worgensonne grell beschienenen, steil in den See abfallenden Felsen des Bürgenstocks und die leuchtenden Matten des Buochserhorns und Schwälmis, auf denen die Rinderherden friedlich grasten. Prinzeß Clarissa trällerte ein Stückchen von Rossinis Dell vor sich hin, und aller Augenblicke beehrte sie den Rosselenker mit einem gelinden Rippenstoß, worauf sich der btevere Schweizer gelassen umdrehte und fragte: „Was Wollen denn das gnädige Fräulein schon wieder?" Und immer hatte sie einen Wunsch: Er solle langsamer fahren, er solle einmal jodeln, er solle ihr sagen, warum er eigentlich mit Pferden fahre und nicht mit Maultieren, wie es sich doch für eine anständige Alpenpost gezieme? Born, der mit auf dem Bock saß, hatte eine Landkarte bei der Hand und erklärte die Gegend, da man sich auf die Aussage des Kutschers, wie auf die Aussagen aller schweizerischen Eingeborenen überhaupt, nicht verlassen konnte. Als aber die Sonne über die linksseitigen Felsen stieg, wurde die Fahrt bedeutend unangenehmer. Der Kalkstaub legte sich in Hals und Lungen, und da Fels und Straße blendend weiß waren, schmerzten die Augen. In Gersau wurde gerastet, ebenso in Brunnen. Hier war im Strandhotel ein Frühstück bestellt worden. Der Hotelbesitzer überreichte dem Erbprinzen ein Telegramm, das vom Direktor des „Schweizerhofes" nachgeschickt worden war. Nichts Gutes ahnend, erbrach Hans Jochen hastig die Depesche, doch sie war chiffriert. „Haben Sie den Chiffrenschlüssel bei sich, Merkwitz?" fragte er den Kammerherrn. „Ich bedauere sehr, Ew. Hoheit, —i der ist leider tm Hotel." „Fatal, — sehr fatal — und Sie können die Depesche auch nicht entziffern?" „Leider nicht. — Der Oberhofmarschall gab mir noch im letzten Moment den Chifsrenschlüssel und sagte, daß er nur im äußersten Notfall chiffriert drahten würde." „Demnach muß die Depesche Wichtiges enthalten." „Zweifellos." „Dann wäre es wohl das richtigste, wenn wir sofort nach Luzern zurückkehrten?" „Die hohen Damen werden sich ängstigen. Gestern abend erst ging der letzte Hofbericht ein, er ist vom Oberhofmarschall selbst bearbeitet und vom Minister gegen- gezeichnet. Er lautet äußerst günstig, — alles am Hofe ist wohl." „So — dann wollen wir unsere Reise fortsetzen, aber versuchen, ob wir mit dem Fünfuhr-Dampfer von Füelen wegfahren können. Das Rütli können wir natürlich nicht besuchen." Nun ging die Fahrt rasch weiter. Die Damen hatten von dem Telegramm nichts erfahren und freuten sich auf das Rütli. Prinzeß Clarissa sagte lachend, sie habe sich vorgenommen, den Schwur auf dem Rütli zu wiederholen. „Und was wollen Sie schwören?" fragte der Erbprinz. Sie antwortete pathetisch: „Daß ich nie unter Tyrannenjoch mich beugen werde." „Sie werden das nicht schwören." „Oho — ich werde es," lachte die Keine Prinzessin^ „und Kathinka wird mittun, nicht wahr Käthi?" „Ich fürchte mich vor keinem Tyrannen." „Bravo, Käthe, ich auch nicht, — also hat sich der [ Schwur erledigt," 182 tauigster Diener Graut, Ob erh ofmarscfyoIL Mit zitternder Hand hielt der Erbprinz das Papier. ,Der arme Vater," sagte er dann leise und traurig. Merkwitz druckte sein tiefstes Bedauern aus und fragte dann nach des Erbprinzen Dispositionen. „Ich reise mit Born noch diese Nacht, und zwar von Lindau aus mit Extrazug. Veranlassen Sie das Nötige. Die Fürstin und Begleitung folgen morgen. Teilen Sie Ihrer Hoheit der Prinzessin Clarissa das Wissenswerte mit und verlangen Sie größte Diskretion. Und jetzt lassen Sie „Er hätte sich auch so erledigt, beim Merkwitz und ich haben beschlossen, uns das Rütli überhaupt zu ersparen. „Ach — den historischsten der Orte. Und darf man fragen, warum?" rief die Prinzessin bedauernd aus „Ich erhielt in Brunnen Nachricht, daß mich heute abend in Luzern Regierungsgeschäfte erwarten, und die müssen selbstverständlich erledigt werden. Die Fahrt ging nun nach Süden. Niederbauenkukm und Obcrbaueustock, die beiden Bergriesen mit ihren zerklüfteten düsteren Abhängen waren greifbar nahe. Man sah deutlich die noch mit Schnee ausgefullten Schluchten und Felsenriffe, und die Seenhütten klebten rote graue, g?oß?Ste7ne an dem Geschiebe. In Sisikon war der Verkehr so stark, daß die Wagen langsam fahren mußten Eseltreiber und Sänftenträger drängten sich unter die zahlreichen Touristen. Ansichtskartenverkäufer und Edelweighanoler sprangen einfach auf die Trittbretter der Wagen und fuhren mit, ihre Waren mit kreischender Stimme feilbietend. Berufs-Jodler und Alpenhornbläser boten ihre Kunst für zehn Centime feil. Mau war froh, als der Trubel sich lichtete und die freie Straße Mieder gewonnen war. In wenigen Minuten hielten die Kutschen an der Tellsplatte. Die Fürstin und die beiden Exzellenzen von Hammer verztch- eentt auf den beschwerlichen Abstieg zur Platte und rasteten dafür in dem schattigen Garten des Hotels. So kletterten die jungen Herrschaften allein die Unzahl schlechter Stufen hinab zum See. , Die hohen Herrschaften betrachteten m stummer Ehrfurcht die prächtigen Bilder in der Tellskapelle, dann begannen sie langsam wieder den Aufstieg nach der Axen- straße, nachdem Prinzeß Clarissa noch ganze Strauße Edelweiß gekauft hatte. , Prinzeß Clarissa schmollte em wenig ob der allzu- eiliqen Heimfahrt. Sie wäre gern noch nach Altdorf gefahren, um das berühmte Telldenkmal zu besichtigen, doch das war nun unmöglich. Sie erreichten gerade noch den Schnelldampfer. Es war aber so zugig, daß sie nicht aus Deck bleiben konnten und sie mußten in dem Salon ver- toetteti, — und da die Fahrt reichlich zwei Stunden dauerte, war dies keineswegs angenehm. Gegen 7 Uhr endlich legte der Dampfer in Luzern am rechten User an. Hans Jochen und Merkwitz eilten sofort in das Arbeitszimmer Sr. Hoheit und entzifferten die Depesche. , „Allergnädigster, erlauchtester Erbprinz und Herr! Ew. Hoheit eine trübe Nachricht zu übermitteln, ist mtr zur traurigen Pflicht geworden. Ew. Hoheit aller- gnädigster Herr Vater, Hochderselbe gestern abend m bester Gesundheit zu Bett gegangen, ist heute früh von einem leichteu Schlaganfall getroffen worden. Die beiden Leibärzte waren sofort zur Stelle und schafften dem hohen Pattenten die bestmöglichste Erleichterung. Sie erklärten auch, daß der Anfall bald vorüber fein werde und Se. Hoheit, der gnädigste Herzog in fpätestens zwei Wochen das Bett wieder verlassen können, vorausgesetzt, daß sich der Schlaganfall nicht wiederholt. Nach einer Konferenz mit Herrn Staatsminister Dr. Löwe und Herrn Grafen zu Hollen habe ich beschlossen, der offiziösen Presse den wahren Sachverhalt vorzuenthalten und eine einfache Erkältung dem Volke als Erkrankung Sr. Hoheit anzugebeu. Die beiden Leibärzte werden ihre Bulletins auch in diesem Sinne formulieren. Aus diesem Gruiide bediente ich mich zur Benachrichttgung Ew. Hoheit auch der Chiffre. Regierung und Hofstaat bitten nun Ew. Hoheit ganz ehrfurchtsvoll, unverweilt an das Krankenbett Sr. Hoheit zu eilen. In aller tiefster Ehrfurcht verharrt Ew. Hoheit unter- Mühe gelang es der Fürstin, das Mädchen zu beruhigen.: Gegen 10 Uhr verabschiedete sich der Erbprinz von den Damen. Sein Gesicht sah versorgt und blaß aus, und durch zwei fast unmerkliche Furchen, die sich von den Augenwinkeln nach der Sttrn zogen, erschien er um Jahre gealtert. Als Jochen Kathinka die Hand reichte, 6 eg atm, sie wieder heftig zu weinen. Der Erbprinz drückte sie in ein Fauteuil und strich ihr mit der Hand kosend über das Haupt. „Beruhigen Sie sich, Käthe, es wird, dem Vater besser gehen, als wir annehmen, und ich will ihm erzählen, tote tief Sie an seinem Leide Anteil nehmen." Und er beugte sich nieder und flüsterte leise: „Sie herzig gutes Kind." Zehntes Kapitel. Es toar am Spätnachmittage des anderen Tages. Im herzoglichen Schlosse toar kein Laut zu vernehmen. Dis Diener schlichen letse über die Korridore. Im Vorzimmer des Schlafkabinetts Sr. Hoheit saßen etliche Herren um den grünen Tisch und sprachen mit gedämpfter Stimme. Es waren die Leibärzte des Herzogs, die mit dem Oberhofmarschall und dem Kammerherrir Graf Hollen erne Konferenz abhielten. , v, ,, , „„ Sanitätsrat Dr. Löffler sagte endlich mit gehobener Stimme: „Sie sehen also, meine Herren, daß ich es mit meiner Stellung als erster Leibarzt Sr. Hoheit, rn der ich dem ganzen Volke verantwortlich bin, nicht mehr m Einklang bringen kann, dem Volke den wahren Sachverhalt bezüglich des Befindens des Herzogs vorzuenthalten. 'Nach eingehender Besprechung mit meinem Herrn Kollegen bm ich zu der Ueberzeugung gekommeu, daß der Zustand des greisen Fürsten ein hoffnungsloser ist. ^ch bitte deshalb Ew Exzellenz, folgendes Bulletin auszugeben: Nachdem sich der Schlaganfall bei Sr. Hoheit heute morgen wiederholt hat, ist der Kräftezustand in stetem Schwinden begriffen, die Nahrungsaufnahme gleich Null. Der Zustand gibt zur größten Besorgnis Anlaß." , . Mit tiefem Schweigen hörten die Herren diese Worte Dr. Brian, der Geheime Sekretär Sr. Hoheit, verlas das Protokoll, das vom Leibarzt und Oberhofmarschall unterzeichnet wurde. Dann verließen die Hofbeamten das VoM zimmer, während die Aerzte sich wieder in das Schlafgemach des hohen Patienten verfügten. Dr. Brtan verabschiedete sich und ging zur Geheimkanzlei, und Exzellenz Graul :und Graf Hollen schritten allein weiter. Sie sprachen m Flüsterton miteinander. . , ... „ . . „Zu zeitig stirbt der alte Herr, — viel zu zeitig, sagte @ta Jlnb was wird der neue Herr uns bringen? Mir jedenfalls nicht mehr und nicht weniger, als merne Entlassung. Ich bin ein kaltgestellter Mann. Uebrigens was Jagte der Erbprinz, als Sie ihn heute vormittag cm der Bahn empfingen?" „Er war sehr niedergeschlagen, fast apathisch, und als er an das Krankenbett trat, mußte er die Tranen gewaltsam zurückhalten." ,, . , Hm — hm. — Sagte er nichts von der Fürstin?" 'Doch, doch. Er befahl, ich solle das Nötige veranlassen, damit das Gartenpalais in Stand ist, — und vor allem soll ich Sorge tragen, daß Fräulein vom Hämmerling noch nichts vom Ernst der Sachlage erfährt." „Ah . . ., sehen Sie mal an, — recht besorgt um das gnädige Fräulein." . Den Rest des Weges schwiegen sie, nur als der Oberhofmarschall in die Marschallsgemächer trat, sagte Hollen noch gedämpft zu ihm: „Vielleicht kriegt mich der neue Herr doch nicht so leicht unter." Und dabei huschte em Zug teuflischer Freude über sein blasiertes Gesicht. Der Oberhosmarschall übergab nun den ihn m fernem Amtszimmer erwartenden Vertretern der Presse das Bulletin und empfahl ihnen, das Volk recht schonend aus das Ableben Sr. Hoheit vorzubereiten. Dann kehrte er nach dem Krankenzimmer zurück. Graf zu Hollen fuhr unterdessen in einer Hofequipage zur Bahn, um bte Fürstin Clothilde und ihre Begleitung zu empfangen. Kathinka sprang zuerst aus beut Coupe. Noch ehe sie dem Grafen ein Grußwort gönnte, fragte ste hastig: „Wie geht es dem Herzog?" „Die Aerzte sind sich selbst noch nicht rnt klaren, wich mich bitte "allein"" " I der Kammerherr aus. Der Zufall wollte es jedoch, daß Fürstin Clothilde und Kathinka waren sehr bestürzt, I gerade ein Austräger von Extrablättern voruberging. Kc^ als ihnen Merkwitz die Sachlage klarlegte. Kathinka ver- I thinka ließ sicherns reichen und las, „Das Ableben dev! fiel in weinkrampfähnliches Schluchzen, und nur mit größter I Herzogs wird stündlich erwartet. Der Schreck raubte ihr 183 fast die Besinnung, und sie mußte sich auf Hottens Arm stützen, um nicht umzusinken. „Fassen Sie sich, mein Fräulein," bat Hotten, „der Zufall ist grausam. Se. Hoheit, der Erbprinz hatte anbefohlen, Ihnen den Ernst der Krankheit zu verheimlichen, und nun . . ." Er fixierte sie scharf und ihm entging nicht das Leuchten ihrer Augen, als sie sagte: „Wie gut von Sr. Hoheit. Und wie hat er den furchtbaren Schlag ausgenommen? Sagen Sie mir das vor attem, Herr Graf." „Mit männlicher Fassung, obgleich ihn der Schmerz . ." Der Kammerherr brach ab, um die Fürstin zu begrüßen. Die alte Dame wußte sofort alles. „Der arme, gute Wilhelm Ferdinand, — wenn er nur sticht erst noch lange leiden muß," sagte sie mild und sanft. Gras zu Hotten reichte der Fürstin den Arm und geleitete sie zur Equipage, während Herr von Merkwitz Kathinka führte. Er fühlte, wie ihre zarte Gestalt erbebte. „Sie zittern, gnädiges Fräulein, — der Schreck wird Ihnen doch nichts geschadet haben?" Und als Kathinka schwieg, fuhr er fort: „Ich vermag am meisten zu ermessen, welcher Schmerz den erfaßt, der den gütigen alten Herzog gekannt hat. Mir war er mehr wie ein Vater." Die Herrschaften bestiegen die geschlossene Hofkutsche und fuhren nach dem Schlosse. In den Straßen herrschte ungewöhnliches Leben, und vor dem Schlosse wogten Taufende von Menschen, so daß der Wagen nur langsam vorwärts konnte. Aber allenthalben mertte man die gedrückte Stimmung, die dumpfe Spannung, die jung und alt in Atem hielt. Unzählige Augen waren nach den erleuchteten Fenstern von des alten Herzogs Privaträumen gerichtet. Der Schkoßhauptmann von Jhlenburg empfing die Fürstin am Portal und geleitete sie nach ihren Gemächern, die schnell für die Damen im Residenzschloß eingerichtet worden waren. Nach kurzer Rast gingen sie dann nach dem Krankenzimmer des Fürsten. In dem großen halbdüsteren Raum vermochte man vorerst nichts zu erkennen, bis sich das Auge an die Beleuchtung gewöhnt hatte. (Fortsetzung folgt.) Die Charaktererziehung in der Familie. Bon Dr. Georg Kersch en st einer, Oberstudienrat in München. M. d. R. Wir entnehmen nachstehende Auszüge Georg Kerschensteiners, des bekannten Pädagogen und Münchner Stadtschulrates, jüngster Schrift „Charakterbegriff und Charaktererziehung". • Lange bevor es Berufserzieher und geschriebene Erziehungstheorien gab, waren schon erzogene Menschen vorhanden. Denn die Erziehungskräfte regen sich überall, wo Menschen in einem Arbeitsverband zusammenleben. Wie unvollkommen und auseinanderstrebend diese Kräfte auf den untersten Kulturstufen auch sein und wirken mögen, sie sind da und die ganze Entwicklung der moralischen Kultur wäre nicht vorhanden, würde die Arbeitsgemeinschaft nicht von selbst Erziehungskräfte gebären. Der älteste und natürlichste Arbeitsverband ist die Familie. Die Bedeutung der Familie für die Erziehungsäufgabe, für die Aufgabe der Charaltergestaltung hier auseinanderzusetzen, dazu ist keine Veranlassung gegeben. (Bei allem Mangel unserer Erziehungstheorien ist keine Frage seit Plato besser und allseitiger behandelt worden als die Frage der Einzelerziehung.) Aber wie in der Medizin die Therapie der Krankheiten sich in eine allgemeine und eine spezielle teilt, so wäre auch in der Charakterpflege neben der allgemeinen Therapie eine spezielle notwendig. Für die kranken Individualitäten, für die abnormen Menschen, hat eine solche bereits eingesetzt, nicht aber für die mannigfaltigen Individualitäten der gesunden. Die Ursache liegt hier in den ungeheueren Schwierigkeiten, welche einer festen Begrenzung der Jndividualitätstypen entgegenstehen, in der überwältigenden Mannigfaltigkeit und der relativen Verborgenheit der Charakteranlagen zu der Zeit, wo die Erziehung einsetzen muß. Ob diese Schwierigkeiten überwindlich sind, wird erst die Zeit lehren. Die experimentelle Psychologie und Pädagogik werden hier ein überreiches Arbeitsfeld vorfinden. Man wird die heute empfohlenen und noch gangbaren allgemeinen Erziehungstendenzen in vier Gruppen teilen können, die sich nicht bloß bei der Charaktererziehung in der Familie, sondern auch bei der Charaktererziehung und der auf sie abzielenden Unterrichtsbehandlung in der Schule ziemlich deutlich unterscheiden lassen. Mair tarnt von keiner der vier Gruppen behaupten, daß sie durchaus verfehlte Wege betrete, so diametral entgegengesetzt diese Wege auch teilweise verlaufen. Die erste Gruppe bilden jene Erzieher (und äuch Lehrer), welche ich die A e n g st l i ch e ir nennen will. Es finb jene, bte sich fürchten, den Zögling, sei es in intellektuellen, technischen oder moralischen Aufgaben, experimentieren zu lassen, die ihn nicht der Gefahr auszusetzen wagen, daß er falsch gehe. Sie stecken dem Zöglinge für alle Handlungen das Ziel und sorgen dafür, daß er niemals einen Schritt vom Wege zu diesem Ziele abzuweichen imstande ist. Der Grundzug zu dieser Erziehungsmethode wächst einesteils aus der eigenen zaghaften und unselbständigen Natur des Erziehers, die in einem, starken Verantwortlichkeitsgefühle sich tausendfache Gewissensbisse macht, auch nur in kleinen Dingen von autoritativen Vorschriften abzuweichen^ Das ist der günstige Fall, der Fall, in welchem die Liebe zum Zögling zur Zwangsjacke für diesen wird. Er wächst aber auch aus der Seele kleinlicher Pedanten, beschränkter Köpfe oder. bequemer Handwerker, und das ist der ungünstige Fall. In beiden Fällen ist die Strafe nicht nur ein erlaubtes, sondern je nach der Natur des Erziehers ein schwächer oder stärker, immer aber regelmäßig angewandtes Zuchtmittel. Wie weit dieser Weg fruchtbar, unfruchtbar, oder gar schädlich ist, hängt ganz ab von der Individualität des Zöglings. Zu einem selbständigen Charakter allerdings wird dieser Weg, sofern er ganz konsequent durchgeführt wird, nie führen. Aber der moralische Charakter, der sich hierbei enUvickelt, wird meist genau. ebensolange stanbhaltew als die anerzogenen Gewohnheiten und die llnveränderlichkeit des Vorstellungskreises andauern, der mit den gewohnheitsmäßigen Handlungen aufs engste verknüpft tvurde. Alle diese Menschen können einen moralischen oder richtiger einen guten, gesellschaftlich sehr brauchbaren, zuverlässigen Charakter auf diesem Wege gewinnen. Nur haben. wir ine eins sichere Gewähr dafür, daß solche Charaktere, die in der Hauptsache von außen her geprägt sind, nicht doch an Probleme kommen, wo die autoritative Gewöhnung nicht mehr ausreicht zu einem! wirklich sittlichen Willensentscheid. . , Außerdem aber gibt es eine durchaus nccht unbeträchtliche Zahl von Individualitäten, die spröden, eigenartigen, eigenwilligen, die eben von Jugend auf durch äußeren Zwang nicht zu regieren sind, die nur von innen heraus gestaltet werden können, die unter den erwähnten Erziehungsmaßnahmen einfach Schiffbruch leiden. Und unter diesen Menschen befinden sich gerade jene, dce durch frühzeitige Aktivitätsstärke und Klarheit ihres Intellekts zu den- besten Hoffnungen berechtigen. ■ Dem eben geschilderten Erziehungswege direkt gegenüber steht nun jener, den eine Gruppe der Modernen anzuschlagen empfiehlt. Ich will sie die Sorglosen nennen. Sie verschmähen von vornherein, ein bestimmtes allgemeines Erziehungsziel aufzustellen, dem sie ihre Zöglinge zufiihren wollen, es wäre denn das mir i-ümer verdächtige Erziehungsziel zur „freien Persönlichkeit" oder zur „Individualität" oder zu „Individualitäten", wobei Individualität und Persönlichkeit bisweilen sogar verwechselt weihen. Schon vom Beginn jeglicher Erziehungsarbeit an glaub/n sie dieser Entwicklung der Individualität den größten» DieM zu erweisen dadurch, daß sie sich peinlich hüten, nennens^ toer/e grundsätzliche Anweisungen zu geben, die das Kind Bet seinen Handlungen einhalten soll. Sie empfehlen, das Kind sich b/wegen und arbeiten zu lassen, wie und wann es ihm beliebt, und hoffen, daß es durch Vergleiche und Erfahrungen von selbst klüger werde. Jede Art von Strafe wird untersagt, von nicht wenigen sogar als ein Verbrechen erklärt. .Mr diese Erzieher ist das Kind Selbstzweck, um der Entwicklung seiner Persönlichkeit, seiner Individualität willen ist alle Erziehung erfunden worden. Keine Gemeinschaft hat Anspruch, es für ihre Zwecke zu erziehen. Haus und Schule haben fein anderes Recht und keine andere Pflicht, als jeder einzelnen Individualität^ so viel Entwicklung und Glück als möglich zu schaffen. Feste Erziehungs- wie Lehrpläne, äußerer Zwang zur Arbeit, Jet es in bezug auf die Art der Arbeit oder auf bte Tauer ber Arbeit ober auf beit Beginn der Arbeit; sind stets zu verwerfen. Es gibt Pädagogen, welche dieses radikale Evangelium der pädagogischen Anarchie als eine Sünde wider bett heiligen Geist öffentlich anklagen. Mit Recht unb mit Unrecht. Mit Unrecht, weil es Menschen wie Tolstoi gibt, bereit Persönlichkeit allem die größte Gewalt auf den Zögling ausübt, vor allem aber, weil es intellektuell wie volitionell und moralisch glänzend veranlagte Kinder gibt, die „enfants tsmpsrss", wie fte Rtbot bezeichnet, die harmonischen, wie ich sie nenne. Ihre stark entwickelten allseitigen Aiflagen und Begabungen stehen tu wundervollem Gleichgewicht, so daß es für ihre Charaktergestaltung kaum einen besseren Weg gibt, als sie, allerdings int Rahmen einer1 intellektuell wie moralisch gesunden Umgebung, frei sich bewegen zu lassen, bis sie von selbst in der Kollision mit den .Individualitäten der anderen die Grenzen der Rechte ihres eigenen Jchs finden. Die Anklage wird aber mit Recht erhoben, wenn wir die großen Massen im Auge behalten, die plastischen, die schwankenden, die sensitiven, die aktiven, die apathllchen und .wie sie alle heißen. Für die meisten derselben wird dieser Weg direkt zum Abgrund führen. Denn die Masse der Jndividualitateni findet, sofern sie sich selbst überlassen wird, im Rahmen ihrer relativ kiirzen Entwicklungszeit nicht den Weg aufwärts. Dazu ist ja die Erziehung da, daß sie beit Massen bie tausenbiahngen Irr- und Umwege abkürzen hilft, welche tue Entwicklung ber moralischen Kultur hat machen müssen, um auf ihre heutige Höhe zu gelangen- 184 Zwischen beiden Gruppen von Erziehern steht nun eine dritte ich will sie die Vermittler nennen —, welche weder den Weg des absoluten Zwanges noch den Weg der absoluten Frerhert gehen. In richtiger Würdigung des auf allen Gebieten sich zeigenden Nachahmungstriebes füllen sie dem sich entwickelnden Kinde Muster vor die Augen und suggerieren deren Nachahmung, ohne indes, so lange es sich um intellektuelle oder technische Arbeiten handelt, vielfach sogar auch in einfacheren moralischen Angelegenheiten, dem Willen nennenswerte Fesseln _ aitjulcgen. So sammelt das Kind teils mit teils ohne Dilfe des Erziehers mannigfaches Erfahrungsmaterial, das m Gemeinschaft nut dem Erzieher aus seine Licht- und Schattenseiten, auf ferne Vorzüge und Fehler hin besprochen wird und auf Grund dessen es neuerdings mit geringerer oder größerer Selbständigkeit an dre Losung der intellektuellen und sittlichen Aufgaben herangelassen wird. Von Strafmitteln werden nur die milden angewendet und auch diese nur in Ausnahmefällen. Den Freiheitsgrad des Handelns reguliert der Erzieher nach dem Grade der Abirrung vom Hauptziel, nach den allgemeinen Regeln, die ihm ohne wesentliche Rücksichtnahme auf die gerade vorliegende, Individualität die allgemeinen Methoden der Erziehung an die Hand geben. Dieser Weg ist wohl der am häufigsten begangene in der Familreii- wie in der Schulerziehung. Er ist tzwar nicht der beste, aber.nut Rücksicht auf die tatsächlichen Verhältnisse, auf die Durchschnittsbeschaffenheit der Erzieher, der häuslichen Umgebung, vor allem auch der durchschnittlichen Jndividualitätsqualität, der Zöglinge, in deren Massen die Plastizität vorherrscht, zulässig, ja wohl im großen und ganzen unvermeidlich. In den Aufgaben der Schulerziehung und des Schulunterrichtes wird auf lange, lange Zeit hinaus dieser Weg immer der normale sein. Es gibt aber noch ein viertes System der Erziehung, das fruchtbarste von allen für die Charakterbildung. Ich will seine Vertreter die Besonnenen nennen. Der Weg hat nur den einen Nachteil, daß er ideale Erzieher und ideale Familien- (oder Schul-) Verhältnisse voraussetzt. Ideale Erzieher insofern, als für diesen Weg nur Menschen brauchbar sind, die nicht nur durch Willensstärke und Urteilsklarheit sich auszeichnen, ohne welche Eigenschaften kein Erzieher denkbar ist, sondern die auch ein seines Gefühl und einen sicheren Takt für alle Erscheinungen des gesellschaftlichen Verkehrs und der Moral, besitzen, Menschen, welche die Grundtatsachen des Seelenlebens nicht nur auswendig gelernt, sondern selbständig über sie nachgedacht haben, Menschen, welche eine feste, selbsterworbene Weltanschauung besitzen und deren Ideale von dauerhaften Gefühlsbewegungen getragen werden. Bei diesem Wege geht das Kind gleichfalls von vornherein die Bahn eigener Versuche. Wiewohl es von Vorbildern umgeben wird, ist es nicht gehalten, sie nachzuahmen, sondern nur seinen Geschmack und sein Urteil an ihnen zu entwickeln. Jede Handlung, jede Arbeit soll der klare, auch für dritte Personen verständliche Ausdruck eines inneren Erlebnisses, eines wohl erfaßten Begriffes werden. Zu bemängelnde Handlungen und unvollkommene Arbeiten rühren von mangelhaften Vorstellungen, mangelhafter Geschicklichkeit oder auch unzureichendem Wollen her. Die sogenannte „böse Absicht" des Zöglings ist kein Faftor, mit dem zunächst gerechnet wird. Alles ist auf Vertrauen gegründet. Aus der Handlung oder aus der Arbeit sucht der Erzieher die Art und Güte der Vorstellung und der Willensanlage oder die Ursache der mangelnden Technik zu ergründen. Er quält das Kind nicht, weil seine Handlung und seine Leistung so ganz anders ist, als er sie sich dachte. Er sucht sie zu verstehen, die psychologischen Ursachen herauszufinden, warum die moralische Handlung oder die praktische Arbeit so und nicht anders ausgefallen ist. Indem er so auf alle richtigen und unrichtigen, auf alle klaren und un- Aaren Absichten des Kindes einzugehen versucht, wacht das doppelte Vertrauen des Kindes auf, das Vertrauen auf die führende Güte des Erziehers und das Vertrauen auf seine eigenen, vielleicht schwachen Kräfte. Aus diesem Vertrauen wächst der Mut zu neuem Handeln, zu neuem Schaffen, zu immer stärkerem Ringen nach Wahrheit. Es erwächst nicht die Sucht, das zu wollen, was andere machen, noch viel weniger die Sucht etwas zu wollen, weil es andere machen, sondern es erwacht die Lust und die Kraft, sein eigenes Seelenleben in der ihm eigenen Handlungsweise Und Sprache darzustellen. Man erkennt leicht, daß dieser Weg zugleich der einzige ist, der nach Abschluß der ursprünglich notwendigerweise immer Heteronomen Erziehung die beste Gewähr für die autonome Charakterbildung liefert. wenn auch als feststehend angesehen werden muß, daß die Vogel- wett sich schon sehr an die Existenz dieser Leitungen gewöhnt hat, so daß sie viel weniger Opfer fordern als in früheren Jahren. Aber neuerdings ist der Vogelwelt ein viel schlimmerer Feind erstanden in den Starkstromleitungen, die in vielen Gegenden von einer Zentralstelle ans weit über Land geführt werden, um Städte, Dörier und Gehöfte mit elektrischer Kraft und elektrischem Licht zu versorgen. Und gegen diesen Feind können sich die Vögel nicht schützen, weil sie ihn nicht zu erkennen vermögen, denn es handelt sich hier nicht um ein Anfliegen der Drähte, sondern um Berührung. Die Telegravhenleitungen werden von sehr vielen Vögeln als Sitz- und Riiheplätze mit Vorliebe aufgesucht, im Sommer und Herbst sieht man sie zum Beispiel oft mit Taufenden von Schwalben besetzt, und für die Vögel ist ja auch gar keine Geiahr dabei. Anders ist es aber mit den Starkstromleitungen, die natürlich ebenfalls von den Vögeln gern auigesucht werden, umsomehr, da sie gewöhnlich ziemlich hoch über den Erdboden iortgehen, alio den Vogel ziemlich weit von dem unten gehenden Menschen abrücken. Tas Sitzen aui dem Draht der Starkstromleitung ist nun für den Vogel ebenfalls gefahrlos, aber in diesen Leitungen liegen mehrere Drähte über- und nebeneinander und wenn der Vogel zwei dieser Drähte auch nur für einen winzigen Moment berührt, geht der Starkstrom durch seinen Körper und er fällt sofort tot zur Erde herab. Am häufigsten kommt diese Berührung zweier Drähte beim An- und Abflttg des Vogels vor. Beim Anflug fußt er auf dem Draht, dann legt er die Flügel zusammen, eine Flügelspitze streicht dabet den überliegenden Draht, das Unglück ist geschehen; genau so verhält es sich beim Abflug. Wie groß die Zahl der auf diese Weise getöteten Vögel ist, konnte ich in diesem Sommer und Herbst in dem Jagdrevier eines Freundes beobachten, durch das von der Zentrale Eberswalde eine Starkstromleitung nach mehreren Dörfern und dem Kaiserlichen Jagdschloß Hubertusstock führt. Ueberall unter der Leitung lagen tote Vögel, die meisten in der Nähe der Masten, die besonders gern als Sitzplätze gesucht werden. Ich war geradezu entsetzt über diesen Massenmord. Unter jedem Mast lagen zivei bis drei, unter manchem aber 15—20 tote Vögel, unter einem fand ich allein 14 tote Stare, drei Krähen und einen Bussard. Sehr viele Vogel- arten waren vertreten, besonders Stare, Krähen, Dohlen, Ammern und nebst einigen Bussarden merkwürdig viele Turmfalken. Ich bin überzeugt, daß diese überaus zierlichen Falken, die zur Belebung des Landschaftsbildes so außerordentlich beitragen, aber auch als unermüdliche Mäusejäger für die Landwirtschaft von großem Nutzeit sind, vollständig in einer Gegend, durch die eine solche Starkstromleitung geht, ausgerottet werden, was in jeder Hinsicht sehr zu bedauern ist. Ich sand allein unter drei Masten fünf Turmfalken, bei der durchaus nicht großen Häufigkeit des nützlichen Vogels gewiß eilte hohe Zahl, die aber leicht erklärlich wird durch die Vorliebe des Falken, auf hohen Gegenständen, die weite Umsicht bieten, zu fußen. Selbstverständlich liegt die Gefahr, einen zweiten Draht zu berühren, um so näher, je größer der Vogel selbst ist und infolgedessen haben die Finken und anderen Kleinvögel nicht so sehr viel Opfer zu verzeichnen. Die Kraft des durch den Vogelkörper gehenden Stromes ist so gewaltig, daß oft die Beine zerschmettert resp. gebrochen und aus dem Gelenk gerissen werden, was ich besonders häufig bei den Raubvögeln konstatieren konnte. Ich nehme an, daß diese beim Abflug den Tod fanden. Sie umklammerten fest mit ihren Fängen den Draht, berührten durch das Heben der Flügel einen anderen Draht und nun zerriß der elektrische Strom den festhaltenden Fang. Ob die Vögel im Lauf der Zeit die Gefährlichkeit der Leitungen erkennen und die Drähte meiden werden, ist sehr fraglich, sollte es der Fall sein, dann sind sicher die schlauen Krähen die ersten, die die Gefahr wittern und sie werden sie denn auch zuerst meiden, geradeso wie sie jetzt selbst den verlockendsten Brocken nicht aitrübren, wenn sie gesehen haben, daß einer ihrer schwarzen Kumpane sich daran vergiftet hat. kUtthmogriph. 1 2 5 die schönste Zeit des Jahres. 2 7 2 6 8 6 nomadisches Reitervolk. 3 8 7 7 8 Stadt in Hannover. 4 2 5 6 biblischen Namen. 5 7 5 Fluß in Mittelasien. 6 8 9 französischen Feldherrn. , 7 2 1 2 ein Tier. 8 112 Mädchenname. 9 8 6 ausländische Silbermünze. Die Anfangsbuchstaben der gefundenen Wörter ergeben der Reihe nach, von oben nach unten gelesen, den Namen em-s amerikanischen Präsidenten. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Scherzrätsels in voriger Nummer: Der Garnknaul. Ein neuer Schädiger unserer Vogelwelt. Tie zahlreichen, an den Bahnstrecken laufenden Telegraphenleitungen sind für manchen Vogel der Untergang. In der Dunkelheit ober bei trübem, nebligem Wetter fliegen die Vögel gegen die straffen Drähte an und stoßen sich dabei den Schädel ein ober brechen Flügel und Beine, so daß sie zu Boden fallen und elend umkommen. Trotz der jahrelangen Gewöhnung kommt es immer wieder vor, daß Rebhühner, Fasanen, Schnepfen, ja selbst kleinere Vögel im Fluge gegen den Draht anrennen und getötet werden, Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lang«, Gieren.