Samstag den 20. April ft T^iuntodgTgiwIcT^ | iW atm Der König von Thule. Roman von Paul Gräbern. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Ainthor nickte; auch er war ja ein solcher Kindernarr. Wie oft träumte er nicht in seiner trübseligen Einsamkeit von einem sonnigen Kinderlachen und kleinen, weichen Händchen, die ihm Leben ins stille Haus schaffen würden. „Ja," nickte er ernst mit einem Blick ins Weite und mit einem leisen Anflug von Melancholie im Ton. „Beneidenswert, wer das fern eigen nennt! — Nun, Sie haben ja solch Glück — dies wenigstens." Es kam keine Antwort. Ueberrascht sah er daher nun auf sie und bemerkte einen schmerzlich-bitteren Zug in ihrem Gesicht. „Ihren Knaben!" wiederholte er deutlicher. „Der Trost ist Ihnen doch bei allem geblieben." Sie erwiderte noch immer nicht gleich; es war, als ob sie ein quälender Gedanke bedrucke, den sie sich aber scheute, auszusprechen. „Ein Knabe kann einer Mutter doch nie das sein, was ein Mädchen ist," antwortete sie schließlich. Er dachte eine Weile nach. „Gewiß, ich gebe zu, ein Junge ist nicht so anschmiegsam, so zärtlich. Wer trotzdem — ich weiß doch, wie ich an meiner eigenen Mutter, gerade an der Mutter, gehangen habe, bis ins Mannesalter hinein. Sie war meine beste Freundin und Vertraute, über die zartesten Dinge gerade, wo mich der Vater nicht verstand, da sprach ich mich nur mit ihr aus. Mit keinem Menschen sonst auf der Welt! — Ich meine, solch inniges Vertrauen, solch ernstere Zärtlichkeit müßte ein Mutterherz doch auch glücklich machen." Er hatte sie beim Sprechen angesehen. Nun nahm er plötzlich wahr, wie es in ihren Zügen zitterte wie von mühsam verhaltener, tiefster Bewegung. Besorgt fragte er da: „Was haben Sie? Habe ich unwissentlich irgend etwas gesagt, das Ihnen wehe getan hat? — Bitte, sagen Sie es mir doch!" Sie schüttelte heftig den Kopf. Wer er sah es ihr an, daß sie ein tiefes Leid, das nach erleichternder Aussprache schrie, gewaltsam hinunterkämpfen wollte. Da neigte er sich ihr naher zu, und leise klang seine Frage: „So wenig Vertrauen zu mir?" Ein letztes Aufbäumen ihres Willens noch — es schien ihr furchtbar, das in Worten laut zu bekennen, was doch fdjon längst mit Flammenschrift in ihrem Herzen brannte — dann entfuhr es ihr wie ein unterdrückter Schrei tiefster Quak: „Ich habe mein Kind innerlich verloren! — Verstehen Sie, was das heißt?" Ein Blick voll unsagbar tiefen Leids traf ihn zugleich. Erschüttert sah sie Amthor an. „Sagen Sie mir alles," bat er leise. „Ich habe mein Kind so namenlos geliebt!" beteuerte sie unter tränendem Blick. „Sie wissen ja, was ich um seinetwillen getragen habe." Er nickte ihr langsam zu, sich ihrer trostlosen Ehe- schilderung damals in allem erinnernd. „Gott, was war das Kind damals süß, und wie hing es an mir als kleines Geschöpfchen! Ich war ja sein ein und alles. Noch bis zu seinem sechsten Lebensjahre qm — aber dann kam es anders. Es war wohl »der Einfluß'der Schule — ganz gleich, ich mußte mit Sck)recken bemerken, mein Junge ward ein ganz anderer. All das Zarte, Liebe — er war fast wie ein Mädchen früher gewesen — fiel von dem Kinde ab. Er wurde so hart und unlenksam, immer verschlossener und unliebenswürdiger. Ich war tief bekümmert, ganz unglücklich darüber. Ich versuchte alles, alles, erst in Liebe und Güte, dann mit größter Strenge — aber nichts half! Seine Eigenarten traten nur immer schärfer hervor — ich mußte mit Entsetzen erkennen: ganz das Bild seines Vaters, des rücksichtslosen, hartherzigen, brutalen Menschen, den ich schließlich hassen gelernt hatte." „Ms ich das erkannte — mein Gott! war ich eins todunglückliche Frau. Ich sank auf meiüe Knie und flehte zu Gott: nur das nicht noch! Laß mich nicht auch mein Kind noch verlieren! — Und von neuem rang ich um seine Liebe. Ich beschwor es unter Tränen, sich zu ändern, wieder lieb und gut wie früher zu sein, ja nicht nur um mich, sondern um seiner selbst willen — aber alles umsonst ! So etwas Kaltes, Gleichgültiges, Eindrucksloses wie an diesem Kinde ist mir noch nicht vorgekommen. Mitunter konnte mich dieses störrische, herzlose Wesen zur Verzweiflung, fast zum Wahnsinn treiben — ich schäme mich nicht, es zu sagen, ich wußte bisweilen in solchen Momenten nicht mehr, was ich tat: ich habe das Kind furchtbar gestraft! Wer alles war ihm gleich, ob ich es kniefällig beschwor oder sinnlos züchtigte." In völliger Erschöpfung schwieg Eva Söllnitz, dann fuhr sie fort: „Es ging so lange, bis ich nicht mehr konnte. Mein Arzt riet mir dringend, meine Nerven zu schonen und mich nicht mit der Erziehung dieses völlig unzugänglichen Jungen gänzlich aufzureiben. Immer und immer wieder gab ich mir noch eine letzte Frist, hoffte immer noch eine Wendung zum Besseren. Ich konnte mich ja nicht dazu entschließen, mein Kind in fremde Hände zu geben. Schließlich aber — nach einem neuerlichen Vorfall, der mich wirklich krank niedergeworfen hatte, — mutzte es geschehen, was ich nie für möglich gehalten hätte: ich gab den Jungen aus dem Hause, zu einem seiner Lehrer." „Dort ist er nun schon fast ein Jahr. Wer es hat sich nichts geändert; auch dies letzte hat seinen Starrsinn nicht brechen können. Er fragt nicht nach mir, und wenn 246 ich ihn mir kommen lasse, tut er, als ob nichts geschehen wäre. Es seien ja so viele Jungen in Pension! Er empfindet das Trostlose der Situation gar nicht." Wieder machte sie eine Pause; dann endete sie: „Anfangs hab ich geglaubt, ich würde das nicht überstehen. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich ja auch daran: ein Kind zu haben — und doch keines." Wie trostlos klang ihm das furchtbare Wort aus rhrem Munde: Müde sagte sie dann noch das letzte: „Und nun ist es überwunden. Meine Mutterliebe ist erstorben. Ich tue an dem Kinde, was ich für meine Pflicht halte, aber ohne jedes wärmere Interesse. Es ist mir ganz gleichgültig geworden. Es ist, als ob es nicht mehr mein eigenes wäre." Eva Söllnitz endete, und mit einem unbeschreiblich milden Ausdruck blickten ihre Augen vor sich Hin ins Weite. Amthor war im Innersten ergriffen. Er konnte dieses noch junge Gesicht nicht sehen, aus dem so alle Lebensfreude geflohen war. Wo war all der frische Mut wieder hin, den er gestern an ihr angesacht? Ihm war, als müsse er ihre in Gram und Verzweiflung erstarrte Seele wachrütteln. Nein, nein! Es konnte ja nicht in ihr gestorben sein, das höchste, das weiblichste aller Gefühle — in todesähnlichem Schlummer nur lag es. Und so kam es denn beschwörend von seinen Lippen: „Nicht doch! Nicht doch! — Nicht so sprechen, liebe, gute Freundin!" Er griff nach ihren kalten Händen. „Versündigen Sie sich nicht am Höchsten der Natur: die Mutterliebe stirbt nickt — sie kann nicht sterben!" Er schüttelte und preßte ihre regungslosen Hände, als könne er so auch ihre starre Seele erwärmen; aber sie blickte ihn nur mit einem schmerzlichen, hoffnungslosen Lächeln an. „Ich weih es besser." Langsam entzog sie ihm die Hände. „Wer das wäre ja furchtbar!" Heimliche Angst stand in seinen Augen. „Dann würde Ihnen ja der Boden unter den Füßen fortgerissen!" Sie sah ihn an mit einem Blick, den er nie vergessen würde. „Ich habe ihn längst verloren." Mit einer ihn erschreckenden Ruhe sagte sie es. „Wurzellos bin ich, schwanke hin und her, und wer weih, wohin ich falle." Er zuckte zusammen, sagte aber nichts. Nur seine Augen umfaßten ihre zarte, süße Frauenerscheinung, das feine Gesicht, trotz seiner Müdigkeit so unendlich sympathisch. War es denn denkbar? Diese von Haus aus so hochgesinnte Seele wirklich flügellahm — im Begriff, die Beute des Lebens zu werden, das sie todesmatt gehetzt hatte? Eva Söllnitz aber fuhr fort, im gleichen, erschreckend ruhigen Tone: „Ist es denn auch ein Wunder, daß dem so ist? Eine Stütze nach der anderen hat mir das Schicksal fortgerissen — nun auch noch den letzten Halt, an den ich mich geklammert hatte, an dem ich den armseligen Rest meines Lebens aufrichten wollte. Wozu bin ich überhaupt noch da? Für wen leb ich und halt ich mich noch aufrecht? — Wirklich, oft frag ich es mich: warum kämpf ich bloß immer noch gegen das Leben, das mich ganz niederreißen will? Ich bin ihn oft so müde diesen ewigen Kampf, den mir doch keiner lohnt. Ich könnte es ja doch so viel be- guemer haben, wenn ich wirklich die wäre, zu der mich die Welt mit Gewalt machen möchte." „Frau Eva!" Die quälende Angst um sie trieb ihm den Namen auf die Zunge, den er vorhin von der Kleinen kennen gelernt hatte, und die vertraute Anrede, die Qual um sie, die aus seiner Stimme zitterte, sie erreichten, was seinen Worten bisher nicht gelungen war. Ihre Seele erwachte aus ihrer Starrheit. Ein leiser Hauch von Rot flog über ihre Wangen, und sie strich sich mit beiden Händen über die Schläfe. Erst jetzt kam ihr zur Besinnung, was sie da eben, von ihrer verzweiflungsvollen Stimmung fort- gerissen, geäußert: nachtdunkle Empfindungen, die sie sonst stets wt tiefsten Herzen verschlossen hatte, nun hatte sie sie mit lauten Worten preisgegeben — vor einem Manne preisgegeben. Der leise Hauch auf ihren Wangen ward plötzlich zum brennenden Rot, und verwirrt wandte sie den Blick vor seinen klaren, sie tief durchdringenden Augen ab; Ihr war, als hätte sie sich vor ihm entblößt. Er aber sprach auf sie ein, in einem ernsten, innig mahnenden Ton: „Sie fragten eben, für wen Sie kämpfen sollten? Nun, ich sage Ihnen, wenn Sie sonst wirklich niemanden wüßten, an dessen verehrungsvoller Achtung Ihnen gelegen wäre: um Ihrer selbst willen! Er wäre ja der furchtbarste Irrtum, wenn Sie wähnten, Sie könnten leben wie jene anderen Frauen in ihrer Lage. Sie nicht! Nur allzubald würde für Sie ein Erwachen aus dem Rausch des Vergessens kommen und dann — ein Ende ohne Schrecken." Ein leises Zittern erschütterte ihre, ihm halb abgewandte Gestalt. Ihr war, als sähe sie sich bereits in jener Stunde furchtbaren, zu späten Erwachens. Und plötzlich standen Tränen in ihren Augen. Sie kehrte sich ihm zu und streckte ihm beide Hände hin: „Sie sind so gut zu mir. — Haben Sie Dank, tausend! innigen Dank für Ihre Worte! Und vergessen Sie das vyrhin gesagte. Ich war nicht bei Besinnung, als ich so sprach — mein besseres Ich hatte keinen Anteil daran. Bitte, bitte — glauben Sie es mir!" Er sah sie an mit einem stillen, weichen Blick, voll tiefer Güte, wie ein Vater, der tröstend ein weinendes Kind in seine Arme nimmt. „Es bedarf dieser Versicherung nicht," sagte er mild, während ihre Hände ihn einen Augenblick beschwörend preßten. „Ich wußte, daß es Ihnen nicht ernst mit solchem Wunsch sein konnte." Doch dann fuhr er mit festem Nachfdruck fort: „Aber sie sollen auch nicht erst spielen mit solchen Gedanken, Sie dürfen nicht mehr wanken — Sie müssen wieder fest Wurzeln schlagen." Das alte bittere Lächeln flog da wieder um ihre Mundwinkel. t „Nein, nicht diese hoffnungslose Resignation!" drängte er, „Sie haben kein Recht, schon am Leben zu verzweifeln, noch so jung und —" Er stockte; aber seine sie zärtlich anleuchtenden Blicke vollendeten den Satz. (Fortsetzung folgt.) Die Millionenbraut. Humoristisches Dorfgeschichtchen von M. U. „So e 'Glück! So e Glück!", das war seit zwei Tagen in dem kleinen Gebirgsdörflein Mückenbach der Refrain der lebhaften Redeergüsse bei der Familie des Bauern Becker und all ihren Gevattersleuten. Tas ganze Dorf war in Aufregung. Wie Lauffeuer gingen fast jede Stunde neue erstaunliche Nachrichten von dem Glücke der „Beckersch" von Munde zu Munde, und alle Mückenbacher stimmten allmählich ein in den Refrain: „So e Glück!" '< Vor zwei Tagen war ein vornehm geneideter junger Mann auf das Gehöfte des Bauern Becker gekommen, hatte diesen gefragt, ob er der Bauer sei und ihm; als er bejahte, freudig die Hand geschüttelt. Dann hatte er viele herzliche Grüße von der Tochter Emma ausgerichtet, die in der Stadt diente. Und schließlich hatte er schlankweg erklärt, daß er sich mit der Tochter zu verloben gedenke. Als dann die Familie mit dem Fremden in der Stube zust sammcnsaß, da erzählt« der gesprächig, er sei der Sohn eines Millionärs, habe Chemie! studiert und suche nun nach einer passenden Gelegenheit, um seine Kenntnisse in einer Unternehmung größten Stiles praktisch zu verwerten. Er wolle, wie schon an manchem Orte, so auch hier den Boden darauf untersuchen, oh er für eine Bergwerksanlage günstig sei. Tann erzählte er der immer mehr staunenden Familie, wie er Emma kennen gelernt und liebgewonnen habe. Sie hätten sich beide das Heiratsversprechen gegeben, und wenn alles nach Wunsch ginge, sollte die Verlobung in ein paar Wochen veröffentlicht! werden. , Tie ganze Familie war durch die Erzählungen allmählich vor Glückseligkeit kopflos geworden. Tas war ja fast ein Wunder! All die große Verwandtschaft ward für den Abend zusammens- getrommelt; sie sollte an dem Glücke teilnehmen. Ja die Emma, so erzählte der Bauer in seinem Freudentaumel, die Emma sei schon immer ein Deufelsaas gewesen, oder, wie der feine Herr Bräutigam gesagt habe, ein goldiges Kind. Als am Abend die ganze Verwandtschast um den Herrn Millionär, den zukünftigen Verwandten, herumsaß, da erzählte der wieder in seiner „echten, treuen Manier". Er sei nach Mückenbach gekommen, um mit den Angehörigen und Verwandten seiner lieben Emma bekannt zu werden. Mil allen wolle er recht vertraut und befreundet werden, und aller Einwilligung zur Verlobung wolle er sich einholen. Er hoffe aber schon, sich mit allen recht gut zu vertragen. 247 Alle stimmten ihm lebhaft und von Herzen bei. Ms ob es Möglich wäre, daß m!an sich mit eine-nr so netten, feinen Manne nicht vertrüge! Zu keinem tdt er stolz. Mit allen stand er schon am Schlüsse des Abends auf „Tu". Die ganze Verwandtschaft war Feuer und Flamm« für ihn. Beim Abschiede versprach er allen, sie in den nächstem Tagen zu besuchen. ' Dem wollte mans schon so gut wie möglich machen, mochte es auch eine Gans oder ein Hähnchen kosten. So ein Mil- lionär war gewöhnt, fein zu essen und zu trinken, wenn ers die andern auch nicht merken ließ. Tenn überall, wohin er kam, aß und trank er tüchtig. Er lobte Fleisch und Wurst, den Wein, den Kuchen. Sogar die Zigarren, die man im Wirtshaus geholt hatte, — es waren Zehner, bessere gabs nicht ■— waren ihm recht. Und doch wußte man aus Zeitungen und Büchern, daß die feinen Herren nur „Havanna" rauchten. Nein, hoffärtig war er nicht! Er trug gewöhnlich ein ein? faches Hausröckchen. Am zweiten Tage erzählte er, daß seine! Schuhe bald besohlt und seine Kleider ausgebügelt werden müßten. Er habe das in letzter Zeit nicht können besorgen lassen, da et! stets fern der Heimat nach einer günstigen Gelegenheit gesucht habe, um seinen Plan zu einer Bergwerksunternehmung möglichst rasch zu verwirklichen und 'bald heiraten zu können. Tie Bäurin erbot sich, Kleider und Schuhe in Ordnung bringen zu lassen — so gut mans auf dem Dorfe könnte. Ter Millionär war damit einverstanden. Der junge Bauer, der zukünftige Schwager, half ihn mit seiner Sonntagsgarderobe zwischendurch aus. Am dritten Tage ging man in Feld und Wald, um die Boden- beschaffenheit zu prüfen. Man hatte Hacke und Spaten mitgenom-- men und machte überall Einschläge. Tann nahm der Millionär jedesmal eine Probe der Erde in seine Finger und zerbröckelte sie, indem er sie genau befühlte, betrachtete und auch manchmal beroch. Und einmal, da er wieder gerochen hatte, da erhellten sich seine Gesichtszüge. „Das ist ja großartig! Das Terrain hier ist über Erwarten günstig. Hier lassen sich ja die wertvollsten Metalle aus dem Boden ziehen", berichtete er staunend den Lauschenden, Diese rochen dann auch an der Erde. Aber ihre Nasen merkten überhaupt nichts, wo der Millionär die wertvollsten Metalle herausgerochen hatte. Nur einmal auf der Wanderung hatte er sich geirrt. Es war im Walde. Ta war die Erde an einer Stelle viel schwärzer, und er hatte festgestellt, daß hier Eisenerze int Boden ruhten. Darüber hatte der Bauer besser Bescheid gewußt; denn noch in seiner Jugend hatte hier ein Köhler Holzkohlen gebrannt, und die schwarze Erde rührte von der Asche her. Aber solch rnensch- licher Irrtum kann bei den gescheitesten Menschen mal vou- kommen! Ta gabs nun wieder ‘eine erneute, noch größere Aufregung und Glückseligkeit bei der ganzen Gevatterschaft, als man oerp nahm, daß der Millionenbräutigam sein großes Bergwerk in der Gemarkung graben wollte und daß der „liebe, nette Mensch" allen Verwandten riesige Vorteile daraus verschaffen werde. Nun würde man bald keine mittleren Bauern mehr fein. Jetzt brauchte man sich von den großen Bauern nicht mehr von oben herab „Gilten Tag!" sagen zu lassen. Denen würden ja auch bald die Aecker abgekauft. In ein paar Wochen schon sollten die Instrumente zur gesi naueu Untersuchung da sein, und dann sollte alles rasch vorwärts gehen. Tenn — so hatte der Millionär immer wieder gesagt — „das abgelegene Dörfchen ist für einen Unternehmungslustigen sehr günstiges Terrain". Tie ganze Sippschaft wär von einem Freudenrausch erfaßt, der sie tagelang nicht zur Besinnung kommen ließ. In dieser Zeit trug man der Bäurin' zu, der Pfarrer habe gemeint, er werde sich freuen, wenn die Sache mit dem Millionär ein gutes Ende nähme. Wer da gabs ein Gescheite auf den Geistlichen, der nur aus purem Neide so rede. Der solle sein Maul halten. Der wollei nur nicht sehen, daß andere Leute auch vornehm würden. । Und das ganze Dorf ergriff aus innerer Ueberzeuguug Partei gegen den Pfarrer. Man war in den Romanheften, die man im Winter las, doch schon so manchem Hochstapler begegnet; aber das war stets ein raffinierter _ Kerl, der recht vornehm und stolz tat. Doch der Millionär, mit beut Mans hier zu tun hatte, war die Einfachheit selbst. Von Stolz keine Spur! Ja, da sah man wieder, daß wirklich vornehme Leute nicht stolz sind. Mer da waren die! Beckersch und deren ganze Gevatterschaft/ denen das Glück so plötzlich in den Schoß gefallen war, die wußten' nicht mehr vor Hochmut, wie hoch sie den Kopf halten sollten und ob sie andere Leute noch! ansetzen sollten. Wenn, der alte Bauer besoffen war, da redete er nur noch von Weckern, die den ap-- der» abgekaust werden sollten. Den „Beckersch" ward ihr Glück nicht gegönnt. ; Am schlimmsten triebens die „Weibsleut". Tie jüngere Schwester der Millionenbraut war am Sontag nachmittag mit ihrem Schwager in ihrem besten Kleide spazieren gegangen: an einem gewöhnlichen Sonntagnachmittage hatte sie das Kleid getragen, das sie ,sonst nur an den höchsten Feiertagen in die Kirche anzog. Und so stolz tat sie! Ws eine Freundin in! bsc Tämmeü- stunde zu ihr gekommen luafr, um zu fragen, ob sie am Abenjd mit in die Spinnstube ginge, da war sie über und über rot ge< worden und hatte geantwortet, sie ginge überhaupt nicht mehr in die Spinnstube, die sei ihr zu dumm. Sie hatte sich nur geschämt, weil der vornehme, reiche Schwager noch in der Stube war. Es war allerdings auch ein jäher Wechsel der Bilder gewesen, die Anna in der Phantasie sah. Erst hatte sie mit dem Schwager allein dagesessen, und der hatte ihr von seinen vornehmen Bekannten erzählt, mit denen er Anna bekannt machen wolle. Daß sie jenen gefalle, das sei bei ihrer Schönheit sicher« Dazu hatte der galante Schwager das Mädchen gestreichelt, gep liebkost und schließlich auch geküßt. Das hatte sie zuerst nicht zulasien wollen. Tas gehöre sich unter Berschwägerten nicht. Aber als er ihr klar gemacht hatte, daß dies in den Kreisen, in! die er sie einführen werde, Sitte sei, da hatte sie sich ruhig die Zärtlichkeiten des schönen Schwagers gefallen lassen, während er für sie goldene Zukunftspläne schmiedete. Und gerade da war die Freundin gekommen und Hatte von Spiunstube gesprochen. Als der Bräutigam schon eine Woche da war und der Sonntag wieder nahte, da sprach ihm die Bäurin davon, man wolle Emma schreiben, sie solle am Sonntag kommen. Tann solle sich das Brautpaar Arm in Arm dem Dorfe zeigen. Der Bräutigam machte zuerst Einwendungen: man wisse mcht, ob es seiner Braut passe. Aber da ward ihm versichert, es, passe der Emma gartj, gewiß; und wenn es der Herrschaft, be: her sie in Stellung sei, nicht recht fe!i, so brauche einem jetzt auch nichts mehr daran zju liegen. Da erklärte sich der Millionär nach einiger Ue'berlegung ganz und gar mit allem einverstanden. Er habe schon mehrmals daran gedacht, daß Emma ihre Stetz- llmg einfach verlassen solle. Sie sei zu gut zum Dienstmädchen. Nun wolle er selbst in die Stadt .fahren und sie am SomsiiaU für immer nach Hause zu bringen. Damit waren alle einverstanden. Am Freitag sollte der Bräutigam fahren. Am Donnerstag hatte dieser bann noch eine wichtige Unterredung mit den zukünftigen Schwiegereltern. Er erklärte, baß er von seiner Braut kein Vermögen beanspruche; sie fei selbst ein unbezahlbarer Schatz. Aber da er schon am Samstag an den Stauf des „Möblemangs" gehen wollte, so müßten sie sich darüber Müssig Werben, ob sie da Gelb beisteuern wollten. Daß bie Schwiegereltern die ganze Ausstattung kauften, wünschte er überhaupt nicht. Tie koste manchen Tausendmarkschein. Aber viel-- lercht wollten sie eine runbe Summe beisteuern. Ten Bauersleuten leuchtete es ein, daß sie einen Teil der Ausstattung zahlen müßten. Der Schwiegersohn sollte nicht meinen, er heirate ein Bettler kind. Tie Verwandten halfen in Eile, eine „runbe Summe" zusammen zu bringen, und als der Millionär abfuhr, ward er nicht nur von den Glück- und Segenswünschen der neuen Verwandtschaft, sondern auch von der runden Summe von 1OOO Mark begleitet. Man sah ihn nie wieder. Nur sein Hausröckchen hatte er zuruckgelassen — als Andenken. , Als das Brautpaar am Sonntag nicht eintraf, fragte mart bet Emma an, wie das gekommen fei. Tas Schreiben, das man zurückerhielt, versetzte alle in höchstes Staunen und Entsetzen. Emma antwortete, sie verstehe kein Wort aus dem erhaltenen Briefe, n>ie man dazu tarne, bei ihr von Bräutigam zu sprechen.... Am andern Tage fuhr der Bauer in bie Si,abt. Da ward ihm nach unb nach klar, baß er einem Spitzbuben in bie Hände: gefallen sei. Emma hatte einmal einen Herrn gekannt, ber ben Beschreibung nach dem „Millionär" ähnlich war. Jener hatte sich sehr für ihre Heimat interessiert. Er hatte sich als Reisender ausgegeben. Ten Leuten im Dorfe sagte man von ber schlimmen Wevz- düng nichts. Man suchte möglichst über die ganze Sache zu schweigen; und wenn jemand zudringlich warb, bann erzählte man, Emma habe geschrieben, sie sei zum Heiraten noch zu jung. Sie wolle noch nicht als Braut vor bemselben Altar stehen, vor dem fie vor drei Jahren als Konfirmandin gekniet habe. Aber die Mückenbacher Wußten allmählich, welcher Art der Millionenbräutigam gewesen sei und der ^pott begann zu erwachen. Bald darauf ließ ber Bauer seine Tochter EmuA für immer nach Hause kommen. Er wollte sie nicht länger unter den „stäbtischen Spitzbuben" lassen. Als biesc Rückkunft Emmas ohne Bräutigam im Torfe bekannt war, da war auch aus bem einstigen großen Neibe noch ein größerer Spott geworben. Wenn das verschüchterte Mädchen sich einmal der Torfsjugend anschloß, mochte kein Bursch zu ihr freundlich fein, und sie mußte spitze Reden über „Millionenbräute" hören. Nach Jahren, Wenns beim jungen Volke besonders lustig zuging, hörte man es auch 'nach der Melodie von „Trinke mer noch e Dreppche. . ." fingen: :,: „Arm iS alle Welt, arm is alle Welt, Nur die Milljonebraut hat Geld! O Susanna. . ," 248 wie die Lranzöfin elnkaust. Noch immer qitt die Partferin als die unbestrittene Meisterin in der Kunst der Kleidung, aber sie verdankt diesen Triumph, so erzählt E. S. Thomas tn einer anregende» Plauderei, kemeswegs einer unbedingten Ueberlegenheit ihres Geschmackes über de» Karben» und Formensinn anderer Völker. In Wirklichkeit verdankt sie ihren Ruhm als bestgekleidete Frau der Welt nur der Tatsache, daß für sie die Auswahl der Kleidung nur ein Problem »st, dessen Lösung sie willig Zeit, Gedanken und Arbeit opfert. Auch die eleganten Frauen anderer Nation.» haben den Wunsch und den Ehrgeiz, vorbildlich schön gekleidet zu gehen, aber weder die Engländerin noch die Amerikanerin bringt für die Erlangung dieses Zieles so viel Willenskraft, Konzentration und Ausdauer aus wie die Pariserin, der eine neue Robe, ivenn auch vielleicht nur für einige Tage, restlos Lebensinhalt sein kann. Alan muh die Französin beim Einkäufen beobachten, wenn man verstehen will, durch welche Mittel sie ihre Siege erficht. Tann wird man überrascht sein, wie methodisch überlegt und konsequent die scheinbar so spielerische und inkonsequente Pariserin vorgeht, ivenn es sich um ihre Kleidung handelt. Keine wohlhabende Französin von gesellschaftlichem Rang unternimmt je am Borinittage Besorgungen. Doch ist ihr Morgen vollkomme» mit der Sorge um ihre Kleidung ausgeiüUt; nach der Toilette beginnt jene bunte Prozession der Wäscheschneiderinnen, der Korsettmacherinnen, der Handschuhverkäufer, die die neuesten Früchte ihrer Arbeit dem kritisch wägenden Blick der schönen Frau unterbreiten. Ter Friseur kommt, um ihr über die neuesten Haartrachten Bericht zu erstatten und ihr beim Arrangement der Frisur mit Rat und Tat zur Seite ,u stehen; zu gleicher Zeit erscl eint ei» Abgesandter einer Stick- werkstalt, um der verehrten Kundin die neueiten Monogramin- entivürfe für Taschentuchstickereien zu »eigen. Rasch fliegen die Stunden dahin; gegen elf unternimmt man vielleicht eine kiirze Autoinobiliahrt ober man erfüllt die heilige Pflicht, daS Lieblings» hiindchen höchst persönlich spazieren zu führen, wobei der klein« Pius, er selbstverständlich einen Hundeüberzieher modernsten Schnittes trägt, in dem auch die Tasche nicht fehlt, die daS kleine Taschentuch deS Hundes birgt. Ader die wirklich ernste Arbeit des Tages beginnt erst nach dem Frühstück. Bon zwei Uhr ab stehen in den großen Schneiderwerkstätten die Mannequins den Kundinnen zur Verfügung. Tie Französin wird fast nie zur Bestellung einer neuen Robe allein erscheinen, sie kommt mit einer Freundin oder mit einer vertrauten Kammerzofe, die anfmerksam die Vorführung der 'Modelle mit beobachtet. Und rasch fällt einem auf, wie sqstemat sch die Pariserin i ei ihrem Einkauf zu Werke geht. Zunächst beurteilt sie das vom Mannequin vorgeführte Modell nur auf seinen „Effekt", auf seine» Gesamteindruck, prüft de» Fall des Rockes und die A!a- terialwirkung des Stoffes. Sie studiert das Entscheidende: die Linie. Erst wenn hier die knhlwägende Prüfung befriedigt, erlaubt sie ihrem Blick, die Einzelheiten des Kostüms auszunehmen. Dabei entgeht ihren forschenden Augen auch nicht die geringste Kleinigkeit; alles muß harmonisch zusammenklingen, fern fremder Akzent darf das Gesamidild stören. Tabei wird m den vorneh neu Sawns Tee gereicht, und während Aladame knabbert, sucht sie gelassen wägend bei widerspruchsvollen Kleidern das Gleichgewicht herzustelle». Und kommt sie endlich zu einer Entscheidung, so müssen noch viele Emzelheiten erledigt und vereinbart werden, ehe der Auftrag erteilt wird. Die Güte des Materials wird eingehend erörtert und unzweideutig festgelegt. Ja, in de» meisten Fällen besteht die Pariserin auf einer schriftlichen Vereinbarung, auf einem regelrechten Vertrag mit der Schneiderin; in diesen, Tokuinent ist der Preis festgesetst, ist bestimmt, daß das fertige Kleid eine genaue Kopte des gezeigten Alodelles sein muß und Stoffproben werde» dem Abkommen beigefügt. Das Datum der ersten Anprobe wird sorgsani aufgeschrieben. Und merkwürdig: all dies vollzieht sich mit der größten Ruhe, mit lleberlegung, ohne Hast; ganz int Gegensatz zu den Einkäufen der reichen Amerikanerinnen, die stets nervös und unruhig sind, weil sie eine Verabredung haben, weil ihnen die Zeit fehlt und weil sie vor lauter über» haiietem AnSwählen zu feiner endgültigen Wahl kommen können. Die Pariserin ist sich schon vorher darüber klar, welcher Art ihr neues Kleid sein soll; ivenn sie de» Salon betritt, läßt sie sich nur die Modelle vorführen, die der Richtung entsprechen, die sie bei ihrer Kleidung einzuschlagen gedenkt. Tie Engländerin, die Amerikanerin nnd die Deutsche dagegen schwimmen in einem grenzenlosen Meere vager Vorstellungen. Sie brauchen «irgend etwas Hübsches" und sind entschlossen, sich zunächst einmal alles anzusehen. Vielleicht haben sie dunkel das Gefühl, daß sie eigentlich ein elegantes Schneiderkleid haben wollen. Aber bestellen sie es? Durchaus nicht. Die kluge Schneiderin weiß den Blick durch irgend etwas ztt blenden; wenn die Fremde dann wieder auf der Straße ist, entdeckt sie, daß sie ganz etivas anderes bestellt hat als sie eigentlich haben wollte und braucht. Tie Uartferm aber hat eigentlich schon zu Hause geivählt midvorallem: sie hat Zeit. Der Nachmittag bei der Schneiderin darf nie durch Verabredungen gefährdet werden. Nur wenn man weiß,uran hatZeit, hat man auch die nötige Ruhe, um wirklich zu urteilen und zu wägen. Und darum bleibt die Pariserin auch heute noch die best- gekleidete Frau der Welt: weil sie mit Ruhe, Uebertegung und mit einer schon vorher geklärten Absicht einkauft, während di« Fremden sich noch immer durch de» Augenblick und den ersten Eindruck eines neuen Modells überwältigen lassen- Vie Zimmerpflanzen und ihre pflege, v. Ter Agapanthus steht hell, kühl und sonnig! Wenn er sein Kübel zu sprengen droht, so verpflanze man ihn in ein größeres, doch schone man die fleischigen Wurzeln! — Ter Ritter st ern (Amaryllis), den man nicht mit der Vallota! verwechseln soll — weder im Namen noch in der Kultur —> wird nach der Blüte etwas kühler gestellt, doch hell und mit nur wenig verminderten Wassergaben. — Die japanische A r aliq (Fatsia) wird ausgesät in leichte Erde; der Samen wird mit Heideerde leicht bedeckt; später bekommen die Pflänzchen kräftigeren Boden. — Die schöne duftende bleiche Asklepias, auch Hoya, Wachs- und Porzellanblume genannt, liebt in ihren Ampeln Lauberde, Moor- und Mistbeeterde, dazu Sand und ziemlich reichliche Bewässerung; ihre lianeuhaften Ranken lassen sich in alle beliebigen Formen herauf und herunter ziehen.. Die abgeblühten Blütenstände kneift man nicht aus, weil sich oft die zweite Blüte aus ihnerr entwickelt. — Die winterblühenden Azaleen werden nach der Blüte alle 2—3 Jahre verpflanzt; Moor-, Heide- und Lauberde, wenig größere Töpfe, sehr guten Wasser- abzug! — Tie bunte einjährige Kletter-Winde (Convolvolus) wird ausgesät und von der Kronwicke (Coronilla) werden Stecklinge geschnitten (doch kann man dies auch später besorgen). — Tie Cyclamen-Sämlinge (Alpenveilchen) stehen, nachdem sie eingepslanzt, halbschattig, werden vorsichtig, doch regelmäßig begossen und im Laufe des Sommers mehrmals verpflanzt. — Ter Seidelbast (Daphne) liebt Laub- und Rasenerde und halbschattigen, luftigen Stand aus dem Balkon. — Ter Stechapfel (Datura), der gewiß wert ist, der unverdienten Vergessenheit entzogen zu werden, erhält beim Umpflanzen geräumige Kübel mit kräftiger Mist-, Laub- und Torferde, dazu Sand, und nachher reichlich Wasser, Düngung und sonnigen Stand. — Ter Granatbaum kommt ins Freie; wenn er aber etwa schon ausgetrieben hat, so wartet man damit bis in den Mai, damit die Triebe nicht zerfrieren; dasselbe gilt von den Lorbeer- und Kirschlor beerbä umen, sowie von den übrigen härteren Kalthauspslanzen, nur braucht man bei ihnen nicht so vorsichtig zu sein, vielmehr schneidet man bei ihnen die Zweige bis auf die nicht ausgetriebenen Augen zurück. — Zurückgeschnitten wird auch das Heliotrop und zwar vor dem Austrieb (wenn es nicht im warmen Zimmer schon mit Absicht angetrieben wurde); nach dem Austrieb wtrd .es ver- pflanzt in Saufe und Mistbeete. — Die Tydäa ward verpflanzt (lockere Lauberde und Sand) und wird, danach warm gehalten. — Tie vielbeliebten chinesischen Primeln, Pnmula« sinenses, sät man jetzt auS. Dünne Aussaat, Warm- und Feuchthalten der Saatschalen (unter Glas!) und lockere, sandige Heide, oder Lauberde ist Bedingung; die Pflänzchen werden möglichst bald verstopft und bann einzeln in Töpfe gesetzt, wobei man der Saufe oder Heideerde noch Mistbeeterde zusetzt; sie werden immer schattig, doch hell gehalten und 2—3 Mal in immer nur etwas größere Töpfe verpflanzt. — Zeit ist es jetzt, für alle Blumen bett richtigen Standplatz auf dem Blumentisch, im Wintergarten, auf den Fensterbänken nsw. auszuwählen, damit alle die sonne- bedürftigen wie die Schattenpflanzen ihr Seben entsprechend ihren Bedürfnissen freudig entfalten können. — Und bei dieser (w legenheit weisen wir noch einmal auf die Pflanzen hm, die noch so wenig gewürdigt werden, und die doch wegen ihres Schattefe bedürfnisses und wegen ihrer entzückenden Erscheinung, so sehr zum Schmucke des Zimmers geeignet sind: auf die fast endlose Fülle der Zimmerfarne. humoristisches. * Anzüglich. Dame (aus deut Kupee): „Sie, Gepäckträger, sind Sie denn auch sicher, daß sich alle meine Gepäckstück« im Zuge befinden?" — Gepäckträger: „Ja, gnä' Frau!" —f Dame: „Ist auch wirklich nichts zurückgeblieben?" — Gepäckträger : „Nichts. Nicht einmal ein Trinkgeld!" Logogriph. Kennst du das scharfe Gerät nut „f" und mit .e" an dem Ende? — Tausche Je" gegen „f", ist es nur scharf als Gewürz. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Diamant-Rätsels' in voriger Nummer r R1« d Pirna Karpfen Hafer Reh n Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen Universitäts-Buch» und Sleindrnckerei, R. Lange, GteZen.