Samstag den 20. Januar MU Elückslasten. Llöman von Hanns von Zobelti8^ (Nachdruck verboten,) (Fortsetzung.) Er war so guter Laune wie selten in der letzten Zett. Auch bei Tische hielt seine Stimmung an. Im Grunde ging es ihm zu feierlich oder doch zu zeremoniell bei Tisch zu, und manchmal dachte er harmlos-- sehnsüchtig an verflossene Tage zurück, wo es zwar nur ein Gericht gegeben hatte, er sich aber ohne besondere Förmlichkeit, auch ohne vorher Toilette zu machen, über seinen Teller Rindfleisch mit Brühkartoffeln oder Linsen mit Speck hatte hermachen dürfen. Jetzt hielt Frau Ida streng auf den rechten Zuschnitt, ja eigentlich ergab sich der von selbst. Alles forderte ihn: der weite schöne Raum mit der getäfelten Eichenholzdecke, aus deren Kassetten das elektrische Licht herableuchtete, die elegante Tafel mit dem Meißner Porzellan, dem schweren Silber, den Blumen-- arrangements in der Mitte; nicht zuletzt auch die Anweseu- heit der zwei Diener, die der Major im Innersten seines Herzens nur die „Tagediebe" nannte. Er sah es selber em: es ging nicht anders. Er fügte sich und murrte nur ganz im stillen. Fügte er sich doch überhaupt überall und immer. Das war auch solch ein wunder Punkt: früher hatte zwar Frau Ida auch das Pantöffelchen geschwungen, aber doch nur iu den kleinen Dingen des täglichen Lebens; für die großen Entscheidungen hatten sie stets gemeinsam Rat gepflogen, und seine Stimme war immerhin die entscherdende geblieben. Ganz genau fühlte er den Unterschied. Ehedem hatte sie zuletzt stets gesagt: „Das mußt du als Mann besser wissen, Otto." Jetzt sagte sie nur allzuoft: „Alterchen, davon verstehst du wirklich nichts." Aber heut dachte er an all das nicht. Er war wirklich in sonniger Laune. Er fühlte sich gleichsam festlich angeregt, es gefiel ihm im neuen Hause; er freute sich, wie stätiös Ida in ihrem lila Seidenkleid aussah, wie hübsch die Töchter waren und wie gut angezogen, ^a, ja. . . der Reichtum hatte doch auch seine guten Seiten. Davon hatte er heut vormittag noch einen besonderen Beweis gehabt. Ein früherer Offizier von seinem Bataillon war zu ihm gekommen; etwas Besonderes war an dem kleinen Kerlchen nie drangewesen, schon damals hatte er als Luftikus gegolten und war haarscharf an dem schlichten Abschied vorübergeglittem Aber nun ging'S ihm schlecht. Mühsam schlug er sich als Agent durchs Leben. Da hatte Gudarcza denn einen tieferen Griff ins Portemonnaie getan. Vielleicht zu tief, vielleicht war's schlecht angebracht. Uber wohl hatte es ihm doch getan. Riesig wohl. „Heut mittag hast du ja endlich wieder einmal geq sungeii, Signe. Ich'hörte es grade, als ich nach Haus kam. Zum ersten Mal, seit du wieder bei uns bist. Hat mich sehr gefreut." , , Signe nickte nur. Aber Dodo sagte lebhaft: ,,Uno wie hat sie gesungen! Signe, tvenn ich deine Stimme hatte, mich hielte nichts ab — ich ginge zur Bühne." „Närrin —" warf Mutter ein. „. . . oder wenigstens als Konzertsängerin ließe ich mich ausbilden," fuhr Dodo fort. „Solch eine Stimme gehört der ganzen Welt." „Na, Kleine, ich finde es viel schöner, wenn sie nur der Familie gehört. . . oder gar nur einem Einzigen, sozusagen." Vater schmunzelte vor sich hin und ließ sich noch einmal Bordeaux einschenken. . Signe schwieg noch immer. Dann sagte sie plötzlich: „Ich will übrigens Unterricht nehmen Wenn auch nicht für den Konzertsaal. Aber darin hat Dodo recht: man soll das bißchen an «Gaben, was Natur einem mitgab, ausbilden. Ich fühlte heute recht, daß es meiner Stimme nottut, wieder in Uebung und Schulung zu kommen." Frau Ida hatte grade ein Stückchen steyrischen Kapaun vor. Das war ihr im Augenblick besonders wichtig, denn auf Geflügel verstand sie sich; eine kleine Probe roar'S sowohl für den Lieferanten wie für die neue „Perfekte", die unten im Souterrain regierte. Eigentlich, fand sie, hat der Kapaun mindestens zehn Minuten zu lange gebraten, und der Gedanke beschäftigte sie, ob dieser Mangel bei einer Perfekten für hundert Mark monatlich erlaubt sei. So sagte sie nur leichthin: „Dann mußt du wieder zur Lehmann gehn, Signe. Das ist wohl immer noch die erste Lehrkraft hier." „Ich werde erst einmal hören, Mama —" Vater schmeckte plötzlich der Bordeaux bitterlich. Er dachte unwillkürlich zurück: an jenen ersten Besuch bei der großen Künstlerin und daß man später das Honorar für die Stunden nicht hatte erschwingen können. Ja. . . aber dann auch an das letzte Mittagessen mit Onkel Reinhard und welche peinlichen Erörterungen grade dabei gepflogen worden waren. Zu dumm, daß einem solche Erinnerungen immer die gute Stimmung verderben. Der reine Meltau sind sie. Zum Glück schwatzte Dodo dazwischen, und dann wurde auch^schon der Rachnfch serviert, und Friedel kam, um mit in die Oper zu fahren. Er setzte sich noch ein paar Augenblicke zwischen die Schwestern, musterte ihre Toiletten mit Kennerblick, erklärte Mutters Lila für etwas gar zu ältlich und wandte sich dann an Vater: „Sag mal, was ist denn das für ein Mensch, der heute früh bei mir aus dem Amt war, um sich nach deiner Adresse zu erkundigen. Ein Leutnant a. D. Breckel. Gar nicht abzuweisen toar der Mann, von einer Zudringlichkeit — ich dachte immer, im nächsten Moment pumpt er dich an." Friedel liebte es, für gewöhnlich mit etwas gesenkten Augenlidern zu sprechen. Aber bann und wann hatte er eine eigene Art, das Einalas einzuklemmen und durchs 42 dringend forschend jit blicken: so als ob' er sagen wollte: „Mach ;nir nur nichts vor, ich sehe doch bis auf den Grund deiner Seele." Auch Vater fixierte er jetzt, und dem alten Herrn war das höchst peinlich. „Ein früherer Offizier von meinem Bataillon," meinte er ausweichend. Eigentlich wollte er nicht mehr sagen; es- war doch auch genug. Nur daß es so schwer war, mit irgend etwas hinter dem Berge zu halten, wenn der Friedel seine Augen in einen hineinbohrte. So sah er sich erst uni, ob auch die Diener nicht hörten, und setzte dann hinzu: „Ein armer Mensch, dem es sehr schlecht geht. Er war am Vormittag bei mir. . ." „Nun, wie ich dich kenne, Papachen, wird er wohl nicht umsonst bei dir gewesen sein," spöttelte Friedel. „Schade um jeden Nickel . . . oder, richtiger wohl in diesen- Falle, um jedes Goldstück. Verzeihe, aber da ist es doch besser, mau gibt es den- Militär-Hilfsverein oder sonst einer guten Stiftung, wo man weiß, daß solch eine Gabe in die rechten Hände kommt." „Mahlzeit!" sagte Vater, warf die zerknüllte Serviette auf den Teppich und stand auf. Dieser Friedel hatte neuerdings bisweilen einen Ton, der beit geduldigsten Menschen Zur Verzweiflung bringen konnte. Mau -nußte ihm'das wirklich nächstens einmal zu Gemüte führen. Er ärgerte sich ernstlich. Aber dann mußte er lachen. <0™ Wintergarten nebenan wurde der Kaffee getrunken, und Dodo reichte die Tassen. Nur Friedel bekam keine. Umständlich winkte sie den Diener aus dem Speisezimmer herein: „Bringen Sic die Tasse dem Herrn Assessor" „Nanu —" rief der Bruder, der sich gerade eine üiaa- rette anzündete. „Was soll denn das heißen?" Sie mackste einen nialitiösen Knicks. ' „Das tue ich nur, damit ich weiß, daß meine Gabe in die richtigen Hände kommt. Immer hübsch durch eine Mittelsperson." lachte ganz laut, und selbst Signe lachte. Und I schließlich, als der Diener den Wintergarten verlassen hatte, lachte Friedel selber: „Du bist eine ganz unverschämte kleine Krabbe." Frau von Gudarcza ging leidenschaftlich gern in das Theater. Am liebsten in die Oper. Sie besaß nicht grade ein tieferes Verständnis für Musik, aber sie liebte sie sehr, hatte selbst in ihrer J-igend ein wenig gelungen, hatte Gehör und eine außergewöhnliche Gabe, Melodien sich schnell und fest elnznprägen. Es machte ihr Freude, am nächsten Morgen ganz im geheimen irgend eine Arie mit leiser Stimme vor sich herzusingen. , Wagner lag ihr freilich nicht recht. Seine Musik war ihr zu schwer, hatte für sie -Ucht genug Melodiöses, wie sie sagte. Dafür war Signe eine große Wagirerschwärmerin. Man gab die Walküre, und schon während des ersten Aktes bemerkte Mutter, wie Signes schönes Gesicht Spannung gewann, wie ein leises femes Rot in ihre Wangen stieg. Sie fand, die Tochter hatte lange nicht so schön ausgesehen. Und nun wartete sie ungeduldig auf den Eindruck, den Signe machen würde. Denn das war sie schon gewohnt: Signes eigenartige Schönheit erregte immer und überall Aufsehen. Nur mit halber Aufmerksamkeit folgte sie der Aufführung. Sie sann nach: mehr als ihr lieb, war es bisher bet dem Aufsehen,, das Signes Erscheinung hervorrief, gc- bl-eben; fast richtiger — bei dem Anstarren. Mair ivar I btel weniger in die eigentliche Gesellschaft hineingekommen, I al§ fte angenommen hatte. Freilich, erst hatte man ein halbes ^ahr getrauert, war anch nicht eingerichtet gewesen, j auch hatte die Saison noch nicht lange begonnen. Trotzdem: ftc hatte anderes erwartet. Der alte" Name, Signes Schönheit — nun ja nab der neue Reichtum: das alles m-rßte doch die Pforten leicht und weit öffnen. Natürlich sollten die Kinder bei Hofe vorgestellt werden. Aber das fand erst Ende Januar statt, und bis dahin waren noch zwei Monate Zeit. Bis dahin — ja was denn bis dahin? Theater — Konzerte — ein paar Wohltätigkeitsveranstal^ Lungen, ein paar Gesellschaften bei näheren Bekannten, das war alles, was in Aussicht stand. Und diese guten, neben näheren Bekan-lteit zählten streng genommen -richt einmal Jo recht zur ersten Gesellschaft. Meist waren es henf-omerte Offiziere, wie die Lockwands oder die Blue, | bergs, denen irgend eine kleine Rente als Zuschuß zur Pension gestattete, in der Reichshauptstadt zu leben. Ein Haus wirtlich ein Haus machte eigentlich feiner von I ihnen. Darauf tarn es an. Man mußte ein Sprungbrett j I suchen, um weiter zu kommen. Sonst hätte man wahrhaftig in dem Neste, tu Körlin, mehr Geselligkeit gehabt als hier. Tu gab cs wenigstens die Regierung, da gab es den zurrt Teck recht begüterten Landadel. Merkwürdig, daß hier der Unschlußso schwer Ivar. Der gute Otto erleichterte den Arrfang freilich auch nicht. Im Grunde war seiner Bc- guernlichkeit jede gesellige Verpflichturrg ein Greuel. . 4 Rasender Beifall tobte durch das Haus. Der Vorhang war gefallen. ö Sie blickte wieder, auf Signe. Wirklich wunderschön Zähste aus. Und im feilten Gegensatz zu dem angeregten Uusdrrick ihres Gesichtes stand ihre gerade stolze Haltung. Etwas Kühles, Herbes, Unnahbares gab ihr die — vielleicht zu Unnahbares. ... Ta war das Kind anders, Dodo. Immer mußte man dampfen. Auch jetzt wieder; so lebhaft durfte Dodo nicht fein- War das ein Flüstern und Kichern hinten. In der Walüire -— geradezu stillos und an sich ungehörig. Mutter wandte sich um, um Otto und Dodo ein be- detitungsvolles Zeichen zu geben. Aber da trat gerade Eberhard in die Loge. Man grüßte sich, schüttelte dis Hand, und auch Signe wandte auf einen Moment bett Kvpf rückwärts: „'Tag, Hardi —" sagte sie halblaut. „Steht man dich auch mal. Du machst dich rar." Er lachte, schalt, daß sie zu früh von der Eisbahn fortgegangen wäre, schien nicht übel Lust zu haben, mit Dodo den kleinen Zank von heute morgen scherzhaft weiter zu spinnen. Aber Signe hörte nicht mehr hin. Ihre Aufmerksamkeit wandte sich schon wieder dem Publikum zu. Musternd, suchend glitten ihre Blicke die Logenreihen entlang. Sic tasteten die Reihen gleichsam ab. Aber sie sah dabei scheinbar über alle Menschen hinweg. Kaum daß sie den Kopf bewegte. Ganz gleichmütig saß sie da, die lange, schmale Hand in beit gelbweißen Glaces leicht auf der rotsamtneu Balustrade. Eigentlich waren ihr all diese Menschen an sich auch gleichgültig. Der herrliche Raum, die eleganten Toiletten -- das machte ihr Freude. Hier zu fein, machte ihr Freude. Auch daß man sie bemerkte, daß sich Augen und Operngläser auf sie richteten, inachte ihr Freude. Hier und dort war ja auch ein hekanntes Gesicht. Aber'int Grunde bedeutete der künstlerische Genuß von vorhin, der weitere, der noch bevorstand, ihr' mehr. Es klang in ihrer Seele nach. Dann kam doch, auf einen einzigen, flüchtigen Moment, etwas wie stärkere Spannung über sie. In einer der Proszeniumslogen drüben saß Prinz Ho- burg. Gerade ließ er das Opernglas sinken. Das Erkennen -mißte gleichzeitig gewesen sein. Er verbeugte sich zu ihr hinüber; sie neigte ganz wenig den Kopf. Dann sah sie absichtlich sofort nach einer anderen Stelle. Der gute Prinz! Eine Reisebekanntschaft — ein Reise- kn rmachcr: nicht mehr. Damals, in Florenz,, war er ihr sehr willkommen gewesen. Wenigstens eine Abwechslung in dem elenden Hotelsalon der Fürstin; wenigste-is ein Mensch, mit dem man einmal ein paar andere Worte als über Kunst sprechen konnte. Sie mußte leise lächeln: nein, von Kunst verstand Prinz Bill wirklich gar nichts. Als ihn die Fran Tante einmal in die Uffizien geschleppt hatte, erklärte er feierlichst, ehe er das zum zweiten Male über sich ergehen ließe, wollte er lieber eine KVafter Holz hacken oder das große Einmaleins auswendig lernen. (Fortsetzung folgt.) Mittellos nach Amerika. Erlebnisse von Kurt Ar am. Wir entnehmen diesen Beitrag der „Gartenlaube", die in ihrer soeben erschienenen Nummer 1 eine Artikelreihe mit Kurt Arams hochiutcressantcn Erlebnissen in Amerika beginnt. Die Schristltg^ In der Redaktion der „Gartenlaube" kam vorigen Somme« das Gespräch darauf, wie es wohl heute, wo sich die Verhältnisse sehr geändert haben, einem gebildeten Deutschen ohne Mittel tu Amerika ergehen würde. Endlich fiel der Vorschlag, doch einmal einen praktischen Versuch zu machen. 'Die Redaktion meinte: „Schicken wir eben einen gebildeten Deutschen ohne . Mittel hinüber, einen Deutschen, der Griechisch und Lateinisch auf feinem' Gymnasium gelernt hat, aber nicht Englisch, der alles mögliche weiß, aber zum Beispiel nicht, wie man sich die Schuhe wichsh kurz, einen humanistisch gebildeten-Mann ohne praktische Kenntnisse. ^n meiner Person glaubte die Redaktion ein geeignetes — 48 MM Mr Men Man gefunden zu Mn. Praktische' Kenntnisse stehen mit nicht zur Beringung, auf dem Gymnasium, das ich vemchte, gab es noch keinen englischen Unterricht, nicht einmal sakultativp und auch sonst täuschte sich die Redaktion in meiner Person nicht, was schon daraus hervorgcht, daß ich „Grünhorns JoId£u Plan einging. Der Verlag der „Gartenlaube" drückte mir also den Ausweis für ein Billett zur Fahrt nach -Myvrk tut Zwischendeck m die Hand, außerdem 25 Dollar (gleich 100 Mark), ohne die Amerika keinen Auswanderer an Land Ä' und schließlich noch 20 Mark. Davon hatte ich die Fahrt vierter Klasse von Berlin,nach Bremen zu bestreiten, den Aufenthalt dort, denn die Zwischendecker müssen schon zwei Tage vor Abgang ihres Schiffes in Bremen sein, also einmal dort übernachten Was von den 20 Mark übrig blieb, davon konnte ich tnir auf dem Schiff ab und zu ein Glas Bier kaufen oder derlei, « k ich konnte mir den Rest auch für Amerika sparen, denn die Beköstigung während der Fahrt ist bekanntlich in dem Billett- preis einbegriffen. Tas Billett kostete 180 Mark Rechnen wir dazu noch die 25 Dollar (100 Mark) und die 20 Mark, so betrug das Gesamtkapital gerade 300 Mark. In dem Augenblick Aber, da ich von Amerika um Geld schrieb oder kabelte, mochte "es nun nach acht Tagen oder acht Wochen sein, roar meine Expedition M Ende. Auch durfte ich mir in Amerika keine geistige Arbeit, sondern nur Handarbeit suchen, wovon ich bis dahin gar nichts verstand. Unter diesen Voraussetzungen fuhr ich dann im vorigen Sommer ab und will nun hier erzählen, was ich als gebildeter, aber mittelloser Amerikafahrer ohne praktischen Beruf erlebt habe: Me Zwischendecker, die über Berlin nach Bremen fahren, nehmen meist den Nachtzug, der 11 Uhr 46 Minuten von: Lehrter Bahnhof in Berlin abfährt. Er besteht in der Hauptsache aus Wagen vierter Klasse, und man kömmt erst am hellen Tag in Bremen an, spart also ein Nachtquartier. Ich fuhr ebenfalls mit diesem Zug. Mit mir in der Hauptsache Polen, Slowaken und galizische Juden, die es sich auf den «Bänken und auf dem Boden möglichst bequem machten, rauchten, spuckten, schnapsten und penetrant nach Knoblauch und Zwiebeln rochen. Säuglinge schrien, kleine Kinder lärmten und juckten sich oder wurden von älteren Verwandten nach den Urhebern des Juckens durchsucht, bis alles endlich in einen bleiernen Schlaf verfiel, aus dem man immer wieder schnatternd auffuhr, denn die Nacht war bitter kalt. 3n Bremen harrten Bahnhofspolizei, Auswandereragenten Kind Angestellte des Lloyds der Scharen und trieben sie rudelweis in die Auswanderer hallen und Auswanderer gasthöfe. Am Mittag tauschte ich meinen Ausweis gegen Has Billett imr und hätte mich um drei Uhr mit dem Billett und einer „Doktor- kartc" zur Gepäckhalle des) Lloyd zur ärztlichen Untersuchung zu begeben. Hier warteten schon ganze Scharen Männer, Weiber Und Kinder: Südslawen und Polen, die Weiber in bunten Kopftüchern und roten Röcken, Ungarn, Russen in langen Röcken und schweren Mützen, galizische Inden in verschabten Kaftanen und auch etwa ein Dutzend Deutsche. Zu zwei und zivei wurden wir vor die Aerzte getrieben, die in weißem Kittel und weißer Schürze etwas schlächtermäßig ausfahen, mußten den linken Arm entblößen, um. geimpft zu werden, und bekamen die Äugen kräftig auseinandergerissen, daß sie tränten. Amerika läßt niemand an Land, der nicht geimpft oder der augentrank ist. Darauf würben die Herden wieder in ihre Quarantäne getrieben. Am nächsten Morgen halb sieben Uhr hatten wir wieder an der Gepäckhalle zu sein und wurden in einem Sonderzug nach Bremerhaven verladen. Zuerst wurden die östlichen Völker verladen, zuletzt die Deutschen, die man nach Möglichkeit absonderte. Nach etwa einer Stunde hielten wir direkt vor unserem Riesendampfer. Die Schiffskapelle spielte fröhliche Weisen, was zu meiner Stimmung jedenfalls nicht paßte, und im Nu bedeckten die östlichen Völker, außer den Juden, die sich wie die Deutschen zurückhielten, mit Sack und Pack das ganze „Zwischendeck", das niedrig gelegene Deck zwischen der erhöhten Back, der Spitze des Schiffes, und dem erhöhten Deck der ersten Kajüte in der Mitte des Schiffes. Ein wirres Durcheinander von 400 Männern, Weibern und Kindern, in das' Agenten und Matrosen erst nach längerer Zeit einige Ordnung brachten. Wieder rourben die östlichen Völker zuerst untergebracht, dann die Juden und schließlich die Deutschen. Zu den „Deutschen" zählten auch die Oesterreicher Und Ungarn, soweit sie ein wenig Deutsch radebrechen konnten, sowie einige Kroaten, die sich des gleichen Radebrechens befleißigten. Unter ber Back in der Spitze des Schiffes, befanden sich' zwei schmale, wenig helle Gänge. An dem einen lagen der Waschraum und die Toiletten für die Frauen. An dem anderen die gleichen Räumlichkeiten für die Männer. Zwischen diesen beiden Gängen die Küche für die Zwischendecker und einige quadratische Löcher, von eisernen Ketten umzäunt, daß man nicht ins Bodenlose stürzte. Durch diese Löcher gelangte man auf entsprechenden Treppen einen Stock tiefer zu den Schlafräumen: „Abteilung Mr ledige Männer", „Abteilung für Familien". In gleicher Ebene, aber unter der ersten Kajüte, lagen die Abteilungen x,für ledige Frauen" und noch eine für Familien. Noch einen Stock tiefer, also zwei Stock unter der Back, noch einmal ähnlich« Räume, die aber diesmal nur von einigen Passagieren zum Essen benutzt wurden. Wir waren nur 420 Zwischenbecker, während das Schiff 800 aufnehmen konnte. Wir hatten also beträchtlich mehr Platz als die Zwischendecker, die zum Beispiel im Frühjahr fahren« wo bie meisten auswandern. Ich kletterte mit den anderen Deutschen zu unserem Raum Mr ledige Männer, belegte schleunigst ein oberes Bett direkt am Aufgang und machte, daß ich wieder ins Freie kam, denn die Luft dort unten benahm mir den Atem. Im Freien, auf dem mgentlichen „Zwischendeck", hatten es sich derweil die östlichen Volker schon mit Kind und Kegel bequem gemacht, laut und lustig tot<- die Spatzen. Ich Hetterte auf einer der beiden Hühnerleitern ans die Back, wo zwischen Ankerketten, Seilen und dergleichen noch einiger Platz war. * ,Kahren Sie zum erstenmal nach Amerika?" fragte ein älterer, untersetzter Mann mit Brille. Ich bejahte und erfuhr bald von^ihm, einem Schlesier, daß et mir zu Besuch bei seiner Tochter ru Aeutichland gewesen. Von Hans aus Tischler, fetzte er seit 20 Vahren m einer Fabrik in Albany, N. Y., kleinere Maschinen- wr Automobile zusammen. Zu uns gesellte sich bann ein krustiger Westpreuße, bet einer Erbschaft weg en nach „draußen" gefahren war. Er lebte seit zwölf Jahren als Vorarbeiter in einer ?a^LrtJ,fn, -Äilwaukee, Wis. In ber Nähe stund ein rothaariger, starr schielenber Munn, ein Pfälzer Landwirt, ber zum zweitenmal fein Gluck in Amerika suchen ging unb es bei einem Freund in einer Fabrik im Staat Nenyork zu finden hoffte. Rechne ich dazu noch einen Gerbergesellen aus Thorn, ber schon amerikanischer Burger war unb in einer Gerberei in Wisconsin arbeitete, so stabe ich alle beisammen, die wie ich bereits die dreißiger Jahre hinter sich hatten, aber int Unterschieb von mir alle Ärnerika schon kannten unb eine bestimmte „Profession" hatten. Tie anderen „Deutschen" iuuren lauter junge Leute, bie sich zum Teil auf jttwt stabte vom Militärdienst hatten zurückstellen lassen. Aber nicht einet wat unter ihnen, der wie ich ins Blaue über den großen Teich ging. Jeder hatte seine bestimmte Profession, et war Barbier, Koch, Landwirt, Fabrikarbeiter oder dergleichen. Und jeder besaß Freunde ober Berwanbte drüben, die ihn aufnahmen und ihm ivefterhalfen.^ Auch hatte jeder mehr Geld bei sich als ich. Nach mir der nächste Aetmste war ein Bäckergeselle uns der Steiermark. Er besaß 30 Dollar und ein Billett bis Chicago, wo er ebenfalls erwartet wurde. Als sich das Schiff in Bewegung setzen sollte, wurden wir Zwischenbecker durch eine Art Kuhglocke zum Essen unter Deck gerufen. In unserem Schlusraum, wo wir zu 32 waren, ftanben an der einen Längs- und der einen Querwand in zwei Reihen übereinander die Betten, schmale Eisengestelle, durch einen Strohsack ausgefüllt, der aut Kopfende etwas dicker war und so einKopf- kissen markierte. Auf, dem Strohsack lag eine wollene Tecke.. Zwischen jedem Kopfkissen und bett Eifenstangen warm ein Gefäß nach Art einer Milchkanne, ein Blechlöffel unb eine Gabel uns Blech verstaut. Darunter eine Schwimmweste für alle Fälle. An ber anderen Längswand, der äußeren Schiffswand, ein langer, schmaler Holztisch wie ein Bügelbrett. In der Mitte des Zimmers ein zweiter solcher Tisch. Aus den Tischen viele Blechteller und! zwischen ihnen riesige Blechgefäße. Tas eine war mit Suppe ungestillt, ein anderes mit Kartoffeln, das dritte mit Brot, das vierte mit Fleisch. Ich holte mir wie bie anderen unter dem Ko pfiff fett Löffel und Gabel hervor. Tie Speisen waren gut und kräftig, aber an diesem ersten Mittag aß ich nicht viel, fonbend beeilte mich, wieder auf Deck zu kommen. Das viele Blech, der Geruch ber Speisen unb Menschen -— man gewöhnt sich erst mit ber Zeit daran. Wieder stand ich auf ber Back, sah aber nicht viel von beut; waS ringsum vorging. Mir graute vor ber elften Nacht in beut Schlaf- und Eßranin dort unten. Um 2 Uhr gab es Kaffee, für meinen Gaumen nicht genießbar« mit Brot unb Butter. Meinen ©tubcnfameraben schmeckte er. Um fünf Uhr Abenbesscn: Tee, an bett ich mich nicht gewöhnen' konnte, eine Fleischbrühe, Kartoffeln unb Brot. Zum Frühstück morgens sieben Uhr: Kaffee unb Hafersuppe, woran ich mich hielt, sowie Brot uttb Pflaumenmus, das vortrefflich muubete. Das' Essen war stets kräftig und sauber, ausgesprochen norbdeutschev Art, was mit Grund nur den Süddeutsch en uttb Oesterreicherti nicht immer schmecken konnte. Derweil machte ich neue Bekanntschaften: einen achtzehnjährigen Babener, ber Kochen gelernt hatte, einen Wiener Friseur- gehilfen, ber auf papageigrünen Pantoffeln guter Tinge war, bis ihn bie Seekrankheit dahinraffte, eilten schweigsamen Jüngling ans Hannover, der als Landwirt zu einem Freund auf eine Fann nach Nebraska ging, und einen zudringlichen Kroaten, der ein wunderliches Deutsch sprach. Er machte für eine Fabrik Leber- taschen, wie er sagte, und hatte schon nach wenigen Stunden mit einem Wiener Mädel angebändelt, das sich mit den Eltern überworfen hatte unb nun zu einer Freundin nach Chicago wollte. Man wußte bald umeinander Bescheid. Nur meine Person verursachte einiges Kopfzerbrechen. Ich hatte mich nämlich nicht als Arbeiter oder dergleichen verkleidet, denn das hätte mir ans die Dauer doch niemand geglaubt. Ich toar vielmehr von Berlin abgefahren, wie ich ging unb stand. Nur nicht gerade im besten Anzug. Ich merkte sehr bald, baß man mich für einen Schulmeister nahm, ber etwas ausgefresfen hatte, weil er von sich selbst fo wenig sprach unb deshalb nach Amerika mußte. Mir war es recht so, da man mit meine „Verfehlungen" nicht weiter übelnahm. 44 iDer Raum Ur „ledige Männer", zu dem ich^ge-Srkck, wurde von zwei elektrischen Birnen matt erleuchtet. Die eine des and sich dicht an meinem Bett. In dem Bett unter mir schnarchte Idjon der Schlesier mit der Brille. Bon irgendwelcher Nachttoilette konnte free nicht gut bte Rede sein. Handtaschen und Koffer hatte jeder am Fugende seines Bettes untergebracht. Ich tat das gleiche. Einige hatten sich gestiefelt und gespornt zu Bett gelegt; andere, die menten Deutschen, ihre Oberkleider unter dem „Kopfkissen" znsammen- gerollt Einige hinwiederum ihre Oberkleider an der Elsenstauge über ihrem Bett angebunden. Ich tat rote sie, und bald lag ich anck in meinem Bett. So eng und unbequem pflegt sonst wohl nur ein Selbstmördersarg zu sein. Mein Nachbar richtete sich auf und musterte mich. Ich tat das gleiche. Jeder hätte dem anderen gar zu gern vom Gesicht abgelesen, ob er ein Spitzbube sei. Da dies aber nicht so ohne weiteres auf Menschengesichtern geschrieben steht, so beobachteten wir einander eine ganze Weile nut Vorsicht und Eindringlichkeit, während die Röcke und Hosen an der Decke zu taumeln begannen. . Die Fensterluken standen auf, und ein leichter Zug strich immer wieder über mein Gesicht. Ich hatte mein Lager also gut gewählt. Trotzdem fühlte ich, wie mein Magen unruhig wurde, denn die Luft kam mir abscheulich vor. Namentlich der süsslich fade Geruch des Knoblauchs, der immer mehr den Raum füllte. Er drang hauptsächlich aus dem Nebenvaum, wo die galizischen Judeit nntergebracht waren. Drang? Er quoll förmlich aus allen Ritzen. Ich hatte mein Bett schlecht gewählt. Ich fuhr in die Höhe, denn mir war eingefallen, daß sich in meinem Koffer ein Stück Seife, befand. sDas holte ich mir und legte mich mit der Nase darauf. Mein Nachbar fast aufreckst und sah mir aufmerksam zu. 8tun lagen wir wieder beide. „Sie, Herr Nachbar!" , Ich drehte mich ihm zu. Er deutete zur Decke, wo kleine, dunkle Wesen hurtig hin und her liefen. „Das heisst man Schwaben", sagte er. Ich nickte dankend emb bohrte die Nase wieder in die Seife. Wieder fuhr ich auf. Die Aeidungsstücke an den Decken fingen an, sich kräftiger zu bewegen. Das Schiff schaukelte^ von rechts nach links. ®8 schnarchte niemand mehr. Die meisten lagen jetzt wach wie ich. Hier und da begann einer meiner Schlafkameraden zu wimmern Und zu ächzen. Das Schiff schaukelte nicht mehr, sondern es „stampfte". Es Uhr gegen Wind und Wellen und seine Spitze Hob sich hock) aus dem Wasser, um nach einer Welle wieder in die See zu schlagen. Das wiederholte sich unausgesetzt, stundenlang. „Bewegte See", wie die Matrosen es nannten., Die Seekrankheit forderte, wie sich hören liest, ihre ersten Opfer. 'Der Knoblauchdnst, die „Schwaben", die fürchterliche Luft, das Wimmern und Aechzen ringsum — wie sollte ich hier der Seekrankheit entgehen, an der ich trotz mancher stürmischen Fahrt noch nie gelitten ? Auch ich kämpfte einen verzweifelten Kamps. Von den 32 Passagieren unseres Raumes blieben nur drei in dieser Nacht von der Seekrankheit verschont. Die anderen opferten ihr. Die Deutschen gaben sich wenigstens Mühe, dabei einigermaßen manierlich zu bleiben, die „Oestlichen" kannten weder Rücksicht auf ihre Bettgenossen noch auf die Betten, noch auf das Schiff. Und nun erst die Polen und Slowaken! Und erst ihre Frauen! Es spottet jeder Beschreibung! Am anderen Morgen glaubten wir, das Schlimmste hinter uns zu haben, da die See wieder ruhig war. Matt und elend lagen die meisten herum. Für meine Kameraden bedeutete die Seekrankheit ihr schlimmstes Erlebnis auf dieser Fahrt. Wäre ich seekrank geworden, würde es am Ende bei mir nicht anders fein. So aber habe ich Schlimmeres kennen gelernt. VerMtscktes. * Der gute Freund des (protzen K u r i fi r ff e n. Von der Art, rote in früherer Zeit die Fürsten zu ihrem Volke redeten, haben tvir in der Historie, in Komödien und Romanen Proben genng, „Hanns Hieuickens a» Friedrich Wilhelm zn Preutzen eingereichte Snpvliqne zur Erlangimg eines Küste>dienstes", die wir im folgeiiden roortgetreu iviedergeben, mag nun einmal in ihrer amüsanten Weise die Perhallnisse von der anderen Seile spiegeln. Sie lautete: „Hochwürdigster, Durchlauchtigster, Grotzmäclsttgster und allerunüberwindlichster Chur-Fürst nsw Treue Tleiiile geben treuen Lohn, saget der Haus-Lehrer Sprach im 5 Capitel Euch time ich zu wissen, datz der Küster-Dienst zu Lonckowitz itzo offen ist lind itzo ich zu solchen Tienslen wohl würdig bin, und wenn Jhro Grotzinächltgkeiien meine Person sehen unb singen hören feilten, würden sie sagen: der Kerl ist bet) meiner Seel mehr wert als datz er ein Küster seyn sollte; daß aber der Hundsfott unser Schutze mir semd ist, das macht, daß meine Fran eben einen solchen roten Rock hat, wie seine Frau, und wenn ich den Dienst haben werbe, so mir doch geivitz genng ist, so will ich meiner Frau noch einen besseren machen lassen, als des Schulze» feine hat, es mag beit Hundsfott verdrießen ober nicht, und wenn ich nun das Primarium kriegen soll, so muß es der Hundsfott unser Schulze nicht roissen, sonst stößt er e§ glatt wieder umb, ich verlasse mich ganz gewiß daraus unb verbleibe euer guter Freund so lange ich lebe. Lonckowitz, den 23 Jan. 1688. Hanns Hienicke." Die Antwort bildete folgendes Signet: „Dem Supplikanten werden nach abgelegter Probe sechs Dukaten verwtlliget, und wenn er in dieser Sache richtig bestehen wird, soll er den Tienil vor anderen ohne Einwenden des Schulzen haben. Friedrich Wilhelm, Chursürst.“ * Ursache. „Dein Hut, Franzt, wird dir auch schon wiedeck zu klein!" „Ja, weil wir in der Schule so viel lernen müssen!'« Altschwäbische Wächterrufe. Reinste Volkspoesie bieten die alten deutschen Wächterrufe, bte sich Jahrhunderte lang von (Generation zu Generation nur mündlich »ererbt haben unb in Dörfern unb kleinen Städten, roo der Nachtwächter mit Laterne, Ho>n unb Spieß noch lerne Sagengestalt geworden ist, bis aus den heutigen Tag ertönen. Einige bei poeste- volluen biejer Rufe aus dem Württemberger Land veröffentliche» wir hier: Höret, was ich euch will sagen, Unsere Glock' hat elf geschlagen I Unb wer noch bei der Arbeit schwitzt, , Und bet dem Kartenspiel noch sitzt. Dein jag ich's laut und deutlich nun: 's ist hohe Zeit, sich auszuruh'n. * Höret, was ich euch tvill sage». Unsere Glock' hat zivölf geschlagen. Wo noch bet stiller Mitternacht Ein trautes Herz voll Kummer wacht, Golt geb' ihm Trost, verleih ihm Ruh Und sühr's dem sausten Schlummer zu. Höret, was ich euch ivill sagen. Unsere Glock' hat eins geschlagen. Und roo durch Satans List unb Rat Em Dieb hinschleicht auf dunklem Pfad, — Ich ivtUs nicht hoffen, - doch geschiehts. So geh er heim, sein Richter sieht's. * Höret, was ich euch will sagen. Unsere Glock' hat zwei geschlagen. Und wenn die Sorg' schon, eh' es tagt, Schwer an dem schwachen Herzen nagt, Ter arme Tropf, sein Schlaf ist fort, Gott sorgt, verlaß dich auf sein Wort, * (Am Eoimtagmorgeu.) Auf, ermuntert euch, ihr Bruder, Feiert euren Sonntag wieder. Feiert den Sonntag eures Herrn, Wie der helle jJiorgenfterit. Wenn wir scheiden von der Erden, Tann wirds erst recht Sonntag werde» Droben in der Gottesstadt, Wo Gott seine Wohitiing hat. =F (Am Merktagsmorgen.> Auf, ermuntert eure Sinnen, enn es ist öte Nacht von hinnen, Go sei Tank, der uns bte Nacht ; at ' väterlich bewacht, W.hl um die viere. 0. K. Piamanträtiel. Auslösung In die Felder nebenstehender Ftgttr sind die Buchstaben a, b, c, e e e e, h h, i i, 1 1, m, u n n, o o, p, r, s s s. t derart einzutragen, daß die ivagerechle» Rethen folgendes bedeuten: 1. Einen Buchstaben. 2. Griechische Göttin. 3. Ein Baum. 4. Name zweier Maler. 5. Einen Weltkörper. 6. Musikalische Bezeichnung. 7. Einen Buchstaben. Tie senkrechte unb wagerechte Mittelreihe ergeben das Gleich«, in nächster Nummer. Auflösung der Kötiigspromeuade in voriger Nmnmerr Wer groß sich dünkt an Macht unb an Besitz: Dte höchste Eiche ist zunächst dem Blitz; — Und wem, weil er gering bleibt, Zweifel nagen: Auch kleine Zweige können Früchte tragen. Albert Roderich. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck unb Vertag der Brühl'jchen Untversitäts-Buch- unb Steindruckerei, R. Lava«. Gteje»