Samstag, den |9. Vktsber iis>u w MM! uji W Die Dame im Pelz. .Roman von G. W. Appleton. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) 13. Kapitel. Charleh Mortimer hatte mich schon eine Zeitlang er- Kartet. Ich drückte ihm schtveigend die Hand und gab ihm den Brief. Ich sah, wie sich beim Lesen seine Stirn immer mehr in düstere 'Falten legte. Als er fertig war, schaute er mich an und sagte: Das sieht schlimm aus, alter Junge. Kennst du ihre Handschrift? Die kannte ich- nicht und sagte ihm das. Glaubst du, daß Marcella diesen Brief selbst geschrieben hat? Nein, und tausendmal nein! beteuerte ich. Und doch, fügte ich 'hinzu, als mir die Aussagen des Straßenbahn- schaffners plötzlich wieder einfielen, rind doch — hier hielt ich inne. Nun, was? Mir ist's eilt Rätsel, versetzte ich. Löse du mir's, wenn du's kannst. Darauf erzählte ich ihm, was mir der Kondukteur gesagt hatte. Er pfiff leise vor sich hin und ging ein paar Minuten schweigend int Zimmer auf und ab. Ich weiß wahrhaftig nicht, was ich von der Sacha denken soll, sagte er endlich. Komm, laß uns hinausgehen und einen Spaziergang machen. Vielleicht fegt die frische Luft den Schleier von unseren Augen weg. Eine so verzwickte Sache ist mir im Leben noch nicht vorgekommen. Mer was für Augen machte er erst, als ich ihm die Geschichte der Flucht unseres Dienstmädchens erzählte! Hör' um Gottes willen auf! ries er, es ist ja zum Tollwerden! Ich wollte ins Freie gehen, um klarer zu werden, und nun ist der Schleier vor meinem Gehirn dichter als je zuvor. Darauf schritten wir eine Zeitlang in Gedanken versunken nebeneinander her. Endlich ergriff er wieder das Mort. Ich möchte Vorschlägen, sagte er, die Zeit bis drei Uhr zu benutzen, um erst mal den Inspektor Beale aufzusuchen. Vielleicht ist man dem Mädchen unterdessen doch noch auf die Spur gekommen. Da auch ich noch keinerlei Lust zum Essen verspürte und mir sein Vorschlag ganz nützliche erschien, stimmte ich ihm sofort zu. Ohne uns besonders zu beeilen, da uns die frische Luft sehr wohl tat, wanderten wir ruhig weiter, bis wir uns tntt einem Male vor dem Hotel Cecil befanden. Es war ein ziemlich warmer sonniger Tag,, und viele Leute früh- stückteu unter der über den Anlagen befindlichen Glasveranda. Unwillkürlich blickte ich hinauf, und wen sah ich? Das unvergeßliche Gesicht von Eißens, und ihm gegenüber saß — ohne allen Zweifel — Marcella. Ich stieß Mortimer hastig an. Sieh mal dort oben! Kennst du das Paar? sagte ich. Gerechter Gott! erwiderte er. Können wir unseren eigenen Augen noch Krauen? Das ist ja der Baron mit Marcella! Aber fall nicht um auf diesem öffentlichen Platze und wirf auch nicht mit Steinen die Fenster ein. Bedenke, daß wir schon mal das Opfer einer optischen Täuschung geworden sind, auf der Chaussee nach Kew Bridge damals. Faß dich also, vielleicht ist es wieder eine. Damit wollten wir weitergehen, als meinem Freund ein neuer Gedanke kam. Wie wäre es, sagte er, wenn wir mal hineingingen und Nachfrage hielten? Das können wir tun, antwortete ich. Der Direktor erkannte uns gleich wieder. Ah ! sagte er. Sie kommen gewiß, um sich nach her Dame zu erkundigen. Vorgestern abend ist sie wieder in unser Haus zurückgekehrt. Allein? fragte Mortimer. Jawohl — aber jetzt ist ihr Gemahl auch- hier. Darf ich vielleicht fragen, unter welchem Namen sie sich eingetragen haben? Gewiß! Als Baron und Baronin von Eißen. Sind Sie sich auch ganH sicher, daß es dieselbe Dame ist? Aber ganz entschieden, mein Herr. Ich fragte nur, sagte Mortimer scheinbar gleichgültig, weil sie, wie Sie uns damals selbst mitteilten, sich vorher als Marcella eingeschrieben hatte. Der Manager zuckte die Schultern und lächelte. Das ginge ihn nichts an. Wir dankten ihm und verabschiedeten uns. In Scotland Pard fragten wir gleich nach dem Inspektor Beale. Glücklicherweise war er gerade anwesend, und wir wurden unverzüglich in sein Bureau geführt. Guten Morgen, meine Herren! rief er uns wohlgemut entgegen. Sie kommen mir gerade recht. Ich habe Ihnen eine erfreuliche Mitteilung zu machen. Ihr Mädchen, Herr Doktor, hat meinem Mann 'n netten Streich gespielt. Der arme Kerl! Er war anfangs ganz verzweifelt darüber. Mer er hat die Scharte nachher gründlich ausgewetzt. Durch den Betrug war er nämlich erst recht scharf geworden auf das Mädchen, und dann ist er nicht zu halten, bis er sein Ziel doch erreicht hat. Wie Sie sich denken können, mußte der große Schlapphut, den sie sich tief ins Gesicht gedrückt hatte, und ihr sonderbarer Gang — sie machte doch wahrscheinlich ihren ersten Ausflug in Hosen — schließlich irgend jemandem aufgefallen sein — und so gelang es ihMe 65? Mr bald auf die Spur zu kommen. Trotzdem »lachte ihm ihre Ergreifung viel zu schaffen. Wie Sie selbst wissen, hatte sie einen guten Vorchrung und hatte ihren Weg nach der Brücke zu genommen; dann hatte sie sich umgedreht, war bis Star and Garter die Hohe hinausgegangen und über Black Horse Lane und Standy Combe Road nach Kew gelangt, ohne eine der Hauptstraßen benutzt zu haben. , t . r ,, Er folgte ihren Spuren jedoch mit der ihm in solchen Fällen eigenen Energie und Sicherheit überall hin, ms er sie in einer Hütte in der Nähe von der Kew Bridge stellte. Noch ehe sie Zeit hatte, wieder in ihre Frauenkleider zu schlüpfen, verhaftete er sie wegen, des Diebstahls Ihrer Kleider und transportierte sie nach Richmond zurück. Heute morgen, als Sie bereits weg waren, har ^hre Schwester auf dem Polizeiamt Kleider uiid Mädchen identifiziert. Zwecks weiterer Vernehmung ist sie vorläufig tn Arrest behälten worden. Mein Manii war eoen hier uuh hat mir die ganze Sache berichtet, und ich kann Ihnen versichern, er war nicht wenig stolz auf seine Leistung, ^ch beabsichtige nun, morgen nach Richmond zu fahremund die biedere Person gehörig ins Gebet zu nehmen, denn ich glaube bestimmt, daß sie mir über den Aufenthalt Ber- tholdis Aufschluß zu geben vermag, damit ich diesen Burschen, dessen Gesicht Sie am Fenster gesehen haben, auch festnehmen lassen tarnt. Ich hatte diese Erzählung mit größtem Intereste und lebhafter Befriedigung angehört, ohne ihn zu unterbrechen. Als ich jetzt nach der Uhr sah, gewahrte ich, daß es die höchste Zeit fei, der Vorladung unseres Anwalts zu folgen. Das war die erste erfreuliche ^Nachricht, Herr Inspektor, sagte ich zu Herrn Beate, und ich will hoffen, daß wir Ihnen bald neue zu berichten haben. Mein Freund und ich haben um drei Uhr eine wichtige Besprechung bei unserm Notar wegen der Geldangelegenheit, von deren Verlauf wir Sie, wenn es nötig ist, sofort in Kenntnis setzen werden. Damit verabschiedeten wir uns und fuhren in schnellstem Tempo in einer Droschke nach Lineolns Inn. Ans den Chef unserer Anwaltsfirma hatten der Baron und die Baronin von Gißen offenbar einen sehr günstigen Eindruck gemacht. Seiner Ansicht nach touren ihre Ansprüche auf das deponierte Kapital kaum zweifelhaft. Mortimer dagegen hob mit großem Scharfsinn die Widersprüche in ihren Erklärungen hervor und wies darauf hin, daß bei der Aushändigung einer so bedeutenden Summe an vollkommen unbekannte Personen die größte Vorsicht geboten sei. Auf alle Fälle, fügte er hinzu, werde sich ja bei itnserer Konfrontierung Herausstellen, ob seine Vermutungen und Einwände begründet seien. Wir kennteil die Dame sehr genau und würden, wenn sie tatsächlich mit der Ba- ronin von Eißen identisch sei, selbstverständlich der Herausgabe des Geldes keinen Augenblick im Wege stehen. Diese Ausführungen meines Freundes leuchteten dem Notar ein. Die Verhandlung, sagte er, sei auf drei Uhr tm Hotel Cecil festgesetzt, und er halte es in Erwägung aller Bedenken für das beste, wenn wir vorläufig alte tu dort vorsprächen und ihn das Resultat unserer Ermittelungen noch im Lause des Nachmittags wissen ließen. Hterztt erklärten wir uns sofort bereit und begaben uns auf dem schnellsten Wege ins Hotel, wo chir aber doch mit einer Verspätung eintrafen. Wir gaben unsere Karten ab und wurden nach kurzem Warten in Nummer soundsoviel auf den zweiten Flur geführt. Der Baron selbst öffnete uns die Ture, machte eine steife Verbeugung und bat uns, einzutreten. Jin selben Moment erhob sich eine mir wohlbekannte Gestalt von ihrem Lehnsessel und ging lächelnd auf uns zu, unt uns zu begrüßen. Ich freue mich außerordentlich. Sie hier wiederzusehen, Herr Doktor, und auch Sie, Herr Rechtsanwalt. Ehe ich hier weitergehe, möchte ich erst, soweit es möglich ist, winc Eindrücke wiedergeben, die ich in jenem Augenblick hatte. . Die Beleuchtung des Zimmers war Nicht besonders gut. Schwere Vorhänge vor den Fenstern hielten das Tageslicht ziemlich ab, und außerdem verbreitete nur das Kaminsener einen matten Schein. Immerhin, wenn dieses Weib nicht Marcella selbst war, dann sicher ihre Doppelgängerin. Sie war gekleidet, als ob sie noch nicht lange von einer Ausfahrt oder einem .Spaziergange zurückge/-. kommen wäre. Das Pelzbarett hatte sie noch auf denk Kopfe und den Mantel aufgeknöpft und zurückgeschlagen, so daß man den Rock und die Bluse mit dem Biberpelz sehen konnte, die sie während der letzten Tage bei mir getragen hatte. Sie trug dieselben Brillantohrringe, und trotz des Schleiers erkannte man Marcellas Gesichtszüge, Augen, Teint und Haar. Und doch fiel mir Verschiedenes auf. Die Stimme klang nicht so melodisch, der Druck der behänd^ schuhten Hand war nicht derselbe, und ich vermißte den wonnigen Schauer, der mich durchzogen haben und durch die dickste Hülle hindurchgegangen sein würde, wäre es meiner Marcella zarte kleine Hand gewesen. Es fehlte das gewisse Etwas, das nur von dem geliebten Weibe auszuströmen scheint, und von keinem anderen. Aber dieses beseligende Gefühl, d>as die Nähe der Geliebten im Manne wachruft, vermochte dieses Weib nicht in mir zu erwecken. Es schien; eine Marcella zu sein, sogar eine äußerst gut nachgeahmte, aber nicht meine Marcella. Ich schaute Mortimer an, sah aber nur blankesEr-- ftaunen in seinem Gesicht. Sicherlich war er sich über ihre Identität noch nicht im klaren. Wir verbeugten uns beide, setzten uns steif auf einen Stuhl nieder, erwiderten ihren Gruß jedoch mit keiner Silbe. Es entstand dadurch eine peinliche Pause, bis von Eißen das Wort ergriff. . , Erkennen Sie die Dame wieder? fragte er, indem er mich mit seinen kälten, stahlgranen Augen durchbohren zu wollen schien. Ja und auch nein, antwortete ich-. Sie 'ieht dem Fräulein Garcia entschieden sehr ähnlich. Er sprang mit drohender Gebärde von seinem Stuhl auf. . , Mein Herr, Sie sprechen von meiner Frau! Und |te hat Ihnen, schriftlich wenigstens, diese Tatsache deutlich genug auseinandergesetzt, so daß Sie sie begriffen haben könnten, wenn sie sie neulich! auch selbst geleugnet hat, was ich selbstverständlich zugebe.- Bitte, setzen Sie sich nur wieder, sagte ich, wir wollen diese Angelegenheit in aller Ruhe besprechen; ich befinde mich heute in durchaus keiner Kampfstimmung. Zn einer anderen Zeit würde ich es vielleicht, — doch das tut jetzt nichts zur Sache. Sie gestehen also selbst ein, daß sic neulich leugnete, Ihre. Frau zu fein. Das hat sie getan. und zwar mit großem Nachdruck. Ebenso hat sie damals auch erklärt, sie heiße Marcella und nicht Julia, und ferner, sie sei die Tochter Emmanuel Garcias. Diese Tatsachen lassen sich nicht wegstreiten. Dann wandte ich mich scharf an die Frau und fragte sie bestimmt: Sind Sie, Frau Ba -uin, die Tochter Emmanuel Garcias? Der Baron fing jetzt bereits wieder heftig zu werden an. Das ist sie nicht, warf er ein; das habe ich schon einmal gesagt. I t ,, . Dann ist sie eben nicht die Dame, die ich wahrend einiger Tage in meiner Wohnung als Gast gehabt habe. Diese ivar Emmanuel Garcias Tochter und war nach England gekommen, unt mir einen Auftrag ihres Vaters zu übermitteln. Ich hatte das Vergnügen, ihn vor einem Jahre etwa der Verfolgung einer Verbrecherbande zu entziehen, wofür er mir feinen Dank abstatten wollte. Mein Freund Mortimer hier, der jenes Mal auch mitwirkle, wird Ihnen die Richtigkeit meiner Aussagen bestätigen, falls Sie es wünschen. Mortimer nickte, und icEy fuhr fort: Aus diesem Umstande muß ich schließen, daß Sie sich in einem Irrtum befinden, und zwar in einem sehr schweren, um keinen stärkeren Ausdruck anzuwenden. Immerhin bin ich noch gern bereit, mich eines Besseren belehren zu lassen; denn es würde ja recht schlimm für Sie fein, wenn ich recht behielte und Sie unrecht hätten, — nicht wahr? Ich habe keinesfalls unrecht, mein Herr, entgegnete der Baron hartnäckig, das werden Sie zu Ihrem Leidwesen bald einsehen, wenn Sie sich, nicht auf der Stelle entfi schließen, mir mein Geld- zurückzuerstatten. Wieviel Geld? fragte ich. , Das Geld-, das Sie in Besitz genommen haben, ver^ lange ich von Ihnen, wieviel das ist, wissen sie selbst sehr wohl. ' Natürlich weiß ich es; ich möchte nur Horen, ob Sie -es auch wissen, versetzte ich. _____ . Seien We vorsichtig,. Herr Doktor Williams, sagte der 655 M, und der . Baron darauf zähneknirschend und mich! wütend", fast drohend crnblickend. Wenn Sie mich genauer kennten, würden Sie wohl kaum eine solche Sprache gegen mich riskieren. (Fortsetzung folgt.. Abenteuer des Brigadier Gerard. Kon C. Dop le. (Fortsetzung.) Es toar klar, daß ich Meine 1 Mannschaften in konnte ich tun? Es war klar, haß ich meine Mamrschasten in eine sorgfältig gestellte Falle geführt hatte. . Man hatte unsere! Mission in Erfahrung gebracht und sich aus unseren Empfang vorbereitet. Und doch existierte diese Botschaft, infolge deren ich alle Vorsichtsmaßregeln außer acht gelassen hatte und schnurstracks in die Stadt hineingeritten war. Wie sollte ich das verstehen? Die Tränen liefen mir die Backen herunter, als ich die vernichtete Schwadron sah und an den Zustand meiner Kameraden von der großen Armee dachte, die auf die Nahrungs'zufuhr warteten, die ich ihnen bringen sollte. Ney hatte mir sein Vertrauen geschenkt, und ich hatte es nicht gerechtfertigt. Wie oft würde er über die Schneefelder nach dem Getreidetransport ausspähen, der niemals sein Gesicht ausheitern sollte! Mein eigenes Geschick war hart genug. Die Verbannung nach Sibirien war das geringste, was Mir bevorstand. Aber Sie können mir glauben, mes amis, daß nicht seinetwegen, sondern wegen seiner hungernden Kameraden, Etienne Gerard die Tränen die Wangen henmterliefen und gleich zu Eis erstarrten. „Was ist das?" sagte eine rauhe Stimme neben mir, und als ich mich umdrehte, erblickte ich den kolossalen, schwarzbärtigen Dragoner, der mich aus dem Sattel gezerrt hatte. „Seht, wie der Franzose heult! Ich dachte, der Korse hätte tapfere Männer und keine Kinder." „Wenn wir uns beide allein Mann gegen Mann gegenüberständen, wollte ich Ihnen schon zeigen, wer mehr Mut hätte," erwiderte ich ihm. Als Antwort versetzte mir das elende Vieh einen Faustschlag ins Gesicht. Ich sprang ihm an die Kehle, aber ein Dutzend Soldaten rissen Mich pon ihm los, und er schlug von neuem auf mich ein, während sie meine Hände festhielten. „Gemeiner Hund!" schrie ich, „behandelt man einen Offizier und Kavallier in dieser Weise?" „Wir haben Euch nie gerufen, nach Rußland zu kommen," sagte er. „Wenn Ihr trotzdem gekommen seid, müßt Ihr eben mit der Behandlung vorlieb nehmen, die wir Euch an gedeihen lassen. Ich würde Sie am liebsten kurzerhand niederschießen, wenn ich könnte, wie ich wollte." „Das werden Sie eines Tages zu verantworten haben," schrie ich, während ich mir das Blut aus dem Schnurrbart wischte. „Wenn der Hetman Platoff meinen Sinn hat, werden Sie Morgen um diese Zeit nicht mehr leben," antwortete er mit einem teuflischen Blick. Er fügte für die Soldaten noch etwas auf Russisch hinzu, worauf sofort alle aufsaßen. Die arme Violetta, die ebenso jämmerlich dreinschaute wie ihr Herr, wurde herbeigeführt, und ich wurde aufgefordert, sie zu besteigen. Mein linker ArM wurde mit einem Riemen an den Steigbügel eines 'Dragonerwachtmeisters festgeschnallt. In dieser äußerst elenden Verfassung ritt ich mit dem Rest meiner Leute aus Minsk hinaus. In meinem ganzen Leben ist mir kein so.brutaler Kerl vorgekommen wie dieser Serschin, der die Eskorte führte.. Die Russen haben die besten und die schlechtesten Elemente in ihrer Arinee, aber ein schlechteres Individuum als den .Major Serschin von den Kiewer Dragonern habe ich in keiner Truppe feinten gelernt, wenn ich von den Guerillas auf der Pyrenäischen Halbinsel absehe. Er war von großer Statur mit einem wilden, roten Gesicht, und ein struppiger langer Bart fiel auf seinen .Küraß herab. Ich habe später erfahren, daß er wegen seiner Kraft und Tapferkeit berühm t war, und ich muß zu geben, er hatte Bärentatzen; das Hatte ich gemerkt, als er mich vom Pferd gerissen Hatte. 'Er war in seiner Art auch witzig Md machte fortwährend auf Russisch Glossen über uns, die all seine Dragoner und Kosaken zum lachen brachten. Zweimal schlug er meine Kameraden mit der Reitgerte, und einmal kam er auch auf mich damit los, aber ich warf ihm daß er doch nicht zuzuschlagen gedemütigt, frostig und hungrig, weiten Schnoewüste1 dahin. Tie derartige Blicke wagte. Elend ritten wir in -------- ,-------------- . Sonne war untergegangen, aber bet der langen nordischen Dämmerung konnten wir imMer unseren öden Weg sehen, Starr vor Kälte und vor Schmerz, gequält von den Schlagen, die ich bekommen hatte, wurde ich von Violetta weitergetragen, ahne recht zu ^wissen, wo ich war, und wohin es ging. Tas arme Tier ließ den Kops Hängen, nur zeitweise hob sie ihn,'um! den sie umgebenden strupptgen 'Kosakenpferden verächtlich zuzufchnaufen. Aber plötzlich wurde Halt gemacht,, und 'ich sah, daß wtr uns auf der Straße in einem kleinen russischen Dorf befanden. Auf her einen Seite war eine Kirche Md auf der anderen ein großes Mnernes Haus, dessen Umtijfe Mr bekannt 'vorkamen. Ich' Saute mich in dem Zwielicht um und erkannte, daß wir nach >brova zurücktransportiert waren, und daß das Haus, vor dessen Eingang wir warteten, kein anderes jtoar als unser Pfarrhaus, wo wir am Morgen eingekehrt waren, und wo meine charmante Sophie in ihrer Unschuld die unglückselige Depesche übersetzt hatte, die auf irgend eine sonderbare Art und Weise unseren Untergang herbeigeführt hatte. Oh, wie hätte ich vor wenigen Stunden, als wir hoffnungsfroh waren und die besten Aussichten hatten, unsere Mission zu erfüllen, auch nur ahnen können, daß wir nach so kurzer Zeit hierher zurückkehren sollten, ein trauriger Ueberrest, geschlagen und gedemütigt und auf die Barmherzigkeit eines brutalen «Feindes angewiesen! Dach das ist Soldatenlos, mes chers amis — heute Küsse, morgen Prügel, Tokayer im Palast, Grabenwasser in der Hütte, Pelze -oder Lumpen, volle Beutel und leere Taschen, immer von «einem Extrem zum andern, nur Mut und Ehre sind immer dieselben. Tie Russen stiegen «ab, mtd meine armen Jungen mußten! das gleiche tun. Es war bereits spät geworden, und man hatte offenbar die Absicht, die Nacht über «dazubleiben. Tie Bauern hatten eine riesige Freude, als sie hörten, daß wir alle gefangen genommen worden waren, und stürzten mit brennenden Fackeln aus den Häusern, die Weiber brachten Tee und Branntwein für die Kosaken. Unter anderen tarn' auch «der alte Geistliche heraus ■— den wir am Morgen gesehen hatten. Er war jetzt äußerst freundlich und hielt auf einem Präsentierteller (eine Terrine heißen Punsch, den ich Heute noch rieche. : Hinter ihrem Vater kam Sophie. Mit Schaudern sah ich, wie sie dem Major Serschin die Hand reichte und ihm etwas Russisch sagte, worauf er entrüstet die Stirn in Falten zog und mit dem Kopf schüttelte. Sie schien mit ihm zu rechten, sie stand mit ihm in dem Lichtschein, der durch die Haustüre siel. Ich betrachtete unausgesetzt die beiden Gesichter, das des hübschen Mädchens und das des dunkeln robusten Mannes, denn ich merkte instinktiv, daß sie über mein eigenes Schicksal verhandelten. Der Major schüttelte lange Zeit sein Haupt, endlich schien er vor ihren Bitten zu kapitulieren und naM zngeben. Er drehte sich nach der Seite um, wo ich und mein wachthabender Sergeant standen. „Diese guten Menschen bieten Ihnen ihr schützendes Dach für die Nacht an," rief er mir iju, indem er mit giftigen Blicken an mir auf- und niederschaute. „Ich mags ihnen nicht abschlagen, aber ich kann Ihnen rund raus «sagen, daß ich meinesteils Sie lieber im Schnee hätte liegen sehen.' 'Das würde Ihre Hitze etwas abgekühlt haben, Sie schuftiger Franzose!" ' Ich sah ihn mit der ganzen Verachtung an, die er mir einflößte. „Sie sind ein geborenes Scheusal und werdens auch bis ans Ende bleiben," erwiderte ich. Meine Worte trafen ihn, denn er stieß einen Fluch ans und erhob die Reitpeitsche, als ob er mich schlagen wollte. „Halts Maul, elender Tropf!" schrie er. „Wenns nach mir ging, würde dir die Unverschämtheit bis morgen früh teilweise ausgefroren fein." 'Er bemeisterte seinen Zornesausbrnch und wandte sich Sophie zu mit einer Bewegung, die er galant fand. „Wenn Sie einen gut verschließbaren Keller Haben," sagte er zu ihr, „so kann der Kerl heute drin übernachten, weil Sie ihm nun mal die Ehre erwiesen haben, -sich für seine Bequemlichkeit zu interessieren. Er muß mir jedoch fein Wort geben, daß er uns keine Zicken machen will, denn ich habe bis morgen, wo ich ihn dem Hetman Platoff einhändigen werde, die ,Verantworttmg für ihn." Seine hochmütige Art war mehr, als ich ertragen konnte. Er Hatte absichtlich zu der jungen Dame französisch gesprochen, damit ich verstehen sollte, wie geringschätzig et von mir redete. „Auf Ihre Gnade verzichte ich," sagte ich zu ihm. „Machen Sie, was Sie wollen, aber mein Ehrenwort gebe ich Ihnen niemals." Er zuckte die mächtigen Schultern und' wandte sich weg, als ob die Sache für ihn abgetan wäre. „Also gut, Sie stolzer Herr, um,so schlimmer für Ihre Finger und Zehen. Wir werden sehen, wie Ihnen morgen früh zu Mut ist, wenn Sie eine Nacht im Schnee zugebracht haben." „Einen Augenblick, Herr Major," rief Sophie. „Sie müssen nicht so hartherzig gegen diesen Gefangenen fein. Es liegen besondere Gründe vor, 1 Darum er Anspruch auf unsere Güte und Barmherzigkeit Hat." Ter Russe blickte verdächtig bald sie an, bald mich. „Was sind das für besondere Gründe? ' Sie scheinen ja ein auffallendes Interesse an diesem Franzosen zu nehmen," sagte er. „Der Hauptgrund ist, daß er erst heute morgen aus eigenem Entschluß den Rittmeister Alexis Barakosf von den Grodnoer |&ragoitern freigelassen hat." 1 „Tas ist wahr," sagte Barakosf, der aus dem Hanse gekommen war. „Er hat mich heute früh gefangen genommen, und er hat Mich auf mein Wort auf freien Fuß gesetzt, anstatt mich zu der französischen Armee mitzuneHmen, wo ich Hungers gestorben wäre." „Nachdem Oberst Gerard so großmütig gehandelt hat, werden Sie uns doch gewiß erlauben, daß wir ihm nun, wo sich das Glück gewandt hat, in dieser bitterkalten Nacht in unserem Keller ein armseliges Obdach gewähren," sagte Sophie. „Es ist nur eine geringe Belohnung seines Edelmuts." Mer der Dragoner machte noch ein mürrisches Gesicht. Er soll mir zuvor sein Wort geben, daß er keine Fluch'tver- 656 S Machen will," verseW er. „Haben Sie verstanden. Sie? !en Sie mir Ihr Ehrenwort geben?" ,„Jch gebe Ihnen gar nichts," antwortete ich. „Oberst Gerard!" rief Sophie und lächelte mir frenndlW zu, „Sie werden mir Ihr Wort geben, wollen Sie nicht?" ,„Ihnen, gnädiges Fräulein, kann ich nichts abschlagen. Ich will Ihnen mit .Vergnügen mein Wort geben." „Hören Sie, Herr Major!" rief Sophie triumphierend, „das wird Ihnen doch sicher genügen. Sie haben's gehört, daß er mir sein Wort gegeben hat. Ich will die Verantwortung übernehmen." Mein russischer Bär brummte sehr ungnädig seine Einwilligung. Ich wurde also ins Haus geführt, hinter mir folgten der ungehaltene Vater und der große schwarzbärtige Dragoner. Im Souterrain war ein großer Raum, wo im Winter Holz auf» bewahrt wurde. Dorthinein wurde ich gebracht, und es wurde mir begreiflich gemacht, daß das mein Nachtquartier sei. An der einen Seite dieses frostigen Raumes war bis an die Decke gespaltenes Holz und Reisig ausgestapelt. Der übrige Teil war mit Steinen gepflastert ,und hatte kahle Wände mit einem einzigen tiefliegenden Fenster in der Mauer, welches jedoch mit Eisenstäben vergittert war. Als Beleuchtung hatte ich eine große Stallaterne, die an der Dlecke an einem Balken aufgehängt war. Major Serschin lächelte, als er sie runternahm und sie in der Hand schwang, damit ich die ganze Jämmerlichkeit meines Schlafgemachs richtig sehen sollte. „Wie gefallen Ihnen unsere russischen Hotels, Monsieur?" fragte er mich hohnlachend. „Sie sind nicht sehr „grands", aber es sind die besten, die wir Ihnen anbieten können. Das nächste- Mal, wenn ihr Franzosen euch wieder beikommen lassen solltet, auf Reisen zu gehen, werdet ihr ein gastlicheres Land wählen, wo mans euch bequemer macht." Er grinste mich mit seinen weißen Zahnen an, die durch den Bart durchschimmerten. Damr ging er 'naus, und ich Hörte, wie er den großen Schlüssel im Schloß 'rumdrehte. (Fortsetzung folgt.) Vernrrschtes. kf. Einer, der 48 Stunden lang singt. Ein Dauerkonzert haben vor einigen Tagen die Insassen und die Beamten des Provinzialgekängnisses in Ayrshire gehabt, und zwar erscholl zwei Tage und zwei Nächte lang ans der Kehle eines ausgewachsenen, kräftigen männlichen Gefangenen ein Gesang, der Steine eriveichen konnte. Ohne Unterlaß ertönten die Lieder ans des Sängers Brust; nicht einmal Zeit zu Speise und Trank ließ er sich, und selbst die Androhung der schwerste» Strafen vermochten ihn nicht zu bewegen, seinen Singsang einzustellen. Der musikalische Geist kam über ihn, als er in die „grüne Minna" stieg, und ivährend der ganzen Fahrt unterhielt er seine Genossen mit einem stimmungsvollen Freikonzert. Da gab es Couplets, patriotische Gesänge, aber auch innige Weisen wie schottische Lieder, kurz, es fehlte nicht an Abwechselung. In der Zelle angekomnren, ließ er seine Stimme noch immerfort erschallen; die Stunden der Alahlzeiten verstrichen, ohne daß er eine Pause machte. Als er am Abend des ersten Tages noch immer sang, kain er in ärztliche Obhut. Da der Arzt für die Nerven der anderen Gefangenen fürchtete, mürbe der tapfere Sänger in die Gununizelle gesteckt. Aber auch dort entquollen unaufhörlich die verlockendsten Töne seiner Kehle. Nach 4bstündigem Singen wurde er schließlich bewußtlos, nachdem seine Stimme vorher schon immer schwächer und schwächer geworden war. Zioölf Stunden lang erfreute er sich dann eines gesunden Schlafes, und als er erwachte, vermochte er sich an nichts mehr zu erinnern. Es schien ihm völlig unbegreiflich, daß er 48 Stunden lang Lieder hinausgeschmettert haben sollte. * Amerikas D i a m a n t e n k ö n i g i n. In der Allgemein- heit ist es kaum bekannt, daß in den letzten Jahren in einigen Gegenden von Arkansas echte Diamanten gefunden worden sind, daß im bescheidenen Maßstabe Gesellschaften diese Fundstätten bereits ausbeuten und in den nächsten Jahren mit Hilfe großer moderner Maschinen diese Diamantstätten wohl der Mittelpunkt einer ganzen Mtneinndustrie geworden sein werden. Aber eine dieser Hauptfundstätten wird auch dann noch nicht „ausgebeutet" werden, das Besitztum der Mrs. Eleanore Hope aus Kansas City. Sie ist die „Diamantenkönigin* Amerikas, besitzt eine Fülle von Steinen, die ein Vermögen von vielen, vielen Millionen bedeuten, aber sie kann sich dazu noch rühmen, daß alle diese kostbaren Juwelen auf ihrem eigenen Grund und Boden gefunden ivorden sind. Und dieser Reichtum an ausgezeichneten Diamanten ist nur durch einen Zufall entdeckt worden. Ihr Gatte, Mr. Georges D. Hope, einer der größten Holzhändler Amerikas imb vielfacher Millionär, hatte schon vor vielen Jahren jene Landstrecken angekaust, die beute durch Geschenk das Eigentum seiner Gemahlin sind. Mrs. Hope kam auf den Gedanken, ihr neues Besitztum einmal kennen zu lernen, vielleicht könnte man dort ein Sommerheim errichten. Sie besuchte das Land und fand dort die Kinder mit hellbraunen Steinen spielen, die wie Quarzstücke oder Kristalle ailssahen. Frau Hope nahm sich einen dieser Steine als Erinnerung an ihren neuen Grundbesitz mit nach Hause, wollte sich den Stein fassen lassen, und nun zeigte es sich, daß es ein roher Diamant war. Seitdem ließ sich die Besitzerin non ihrem Verwalter diese Steine sammeln und von Zeit zu Zeit schicken, und heute besitzt sie wohl den größten Diamant- schmuck Amerikas. Aber den Gedanken, den Reichtunt ihres ßattb- besitze? systematisch auszunutzen, hat sie von sich gewiesen. „Mein Alaun und ich haben so viel Geld als ivir brauche», tvir besitzen keine Kinder und niemand, für den wir ein Vermögen anhäufen sollte». Und beim Selbe gibt es einen gewissen Punkt, von dein an die Freude nicht ntehr tvachsen kamt." So sucht noch heute der Verwalter jene „kleinen Helle» Quarzsteine" und schickt sie gewissenhaft seiner Gebieterin. Tie Untersuchung durch Sachverständige hat ergeben, daß alle diese Steine linzweifelhast echte, gute Diamanten sind und den Vergleich mit dem afrikanischen Diamanten anfnehinen können. Alrs. Hope aber, die Diamantenkönigin, legt nur selten ihre Juwelen an, und ihre größte Freude ist es, in ihre» Musestunden mit den blitzenden Reichtümern zu spielen und sie durch die Finger gleiten zu lassen mit dem Gedanken: „All dies entstammt meinem eigenen Grund und Boden." * Wer zuerst Ifonimt . . . Richter: „Warum Haben Sie dem: bent Klager die OHrfeige gegeben?",— Angeklagter: „Aus Zuvorkommenheit." — Richter: „Wieso?" — Angeklagter: „Weil er mir sonst eine gegeben hätte." * Rückschluß. Junger Kaufmann: „Herr Krouer, .ich bitte um die Hand Ihrer ältesten Tochter." — „Meiner ältesten? Sehen Sie mal an; ich hätte nie gedacht, daß es so faul mit JHnen steht!" _ * Schwierige Situation. Der ältere Herr: „Das eine merken Sie sich, junger Mann! , Lassen Sie sich nie von anderen helfen, selbst ist der Mann! . Wenn Sie etwas gut gemacht haben wollen, tun Sie es selbst!" — Der freche junge Mann: „Na, und angenommen, Sie müssen die Haare geschnitten Haben?" > Siir ttüche und haus. Anleit ungzumTötenderTiereohne Grausamkeit Tie Werkzeuge zum Schlachten (Messer, Hackemesser, Beil) dürfen nicht stumpf ober schartig, sondern müssen scharf sein. Verschaffe, wenn du ein guter Mensch sein willst, jedem Schlachttiere einen leichten Tod. Betäube es vor dem Schlachten durch kräftige Schläge auf den Kopf, damit es,in Bewußtlosigkeit stirbt. Sorge auch stets dafür, daß der Kopf nach bent Schnitt ober; Stich nicht herunterhängt, bamtt das Tier, falls bie Betäubung etwa wegen zu schwacher Schläge nicht ganz nachhaltig wirkte, keine Schmerzen verspürt. Bei aufgerichtetem Kopfe, mit der. Schnittfläche nach unten, stirbt das Tier schneller. Merke dir, daß der Genickstich grausam ist, da er das Tier nur regungslos Macht, während die Empfindimg fortbesteht. Geflügel. Wenn es der Kopfbau zuläßt, betäubt Titan das Tier durch wuchtigen Schlag auf den Kinterkopf; bann erst durchschneibet man den Hals ober burchsttcht ben obersten Halswirbel hinter bem Kopfe. Unbetäubtem Geflügel schlägt man mit scharfem Hackemesser ober Beil ben Kopf vom Rumpfe. Am abgeschlagenen Kopfe sieht man die Augen schneller starr werben, wenn man den Kopf hochhalt; das Bewußtsein erlischt also bann früher. Bloßes Hineinstechen in ben Schnabel verursacht lange Todesqual. Ebenso grausam ist. der bloße Gmickstich ohne vorherige Betäubung. . Fisch e. Man betäubt sie durch starke Schläge auf ben Kopf und schneidet dann mit kräftigem Schnitt den Kopf ganz ab. Wenn der Fisch mit dem Kopf auf die Tafel soll, so durchschneibet man nach ber Betäubung ine Wirbelsäule hinter dem Kopf. Dann erst schuppt man ben Fisch ab, wobei man .kochenbes .Wasser übergießt. Aale greift Man mit trocken ent Tuche und schlägt mit bem Hammer stark auf ihren Kopf. Dann sofortiges Enthaupten.. Lebende Aale in Salz ober Essig zu legen ober ihnen lebend die Haut abzuziehen, ist grauenhast. Krebse,HuMmerund Krabben wirft Man in siedendes! Salzwasser und taucht sie darin dauernd unter, nimMt.aber nicht zu viele auf einmal, da sich das Wasser.sonst abkühlt, und die Tiere schwer sterben. Niemals darf man die Tiere in kaltem Wasser aussetzen und sie langsam zu Tode kochen. Erst wenn sie tot sind, reiße man ihnen den Darm aus usw. Kaninchen richtet man mit dem Kopse nach rechts, faßt sie linker Hand ins Fell über den Vorderfüßen und gibt ihnen mit ber rechten Hand mittels eines Holzstückes einen derb en Schlag hinter die Ohren. Dann erst durchschneibet. man den Hals.. . vexier-Natsel. Nimm einen Teil von der Birne imb bann noch ein bischen Wachholder; Hast du dies beides vereint, winkt dir labender Trank- Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Rätsels in voriger Nummerr Tagblatt, Rennpferd, Angelhaken, Vhrglas, Tannenbaum, Ebelrotlb, Nadelwald, Armbmtb, Ülanenregiment; Trautenau. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-B"ch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen,