hl Hlf g 8 MM JlMigl iw« Das Amethyst-Fläschlein. Eine Erzählung von A. K. Green. (Nachdruck verbaten.) (Schluß.) Gilbertiue, bat ich, als sie nunmehr auf die Klinke drückte, ans der bis jetzt ihre Hand geruht hatte, gehen Sie nicht weg, ehe ich Ihnen noch ein Wort sage: ein junges Mädchen kennt nicht immer die Wünsche seines eigener! Herzens, lind die Wahrheit über die äußeren Umstände haben Sie nun auch erfahren. Der Mann, den Sie ver- schmäht haben, besitzt eine Goldseele, wie Sie unter Tansen- oen kaum eine finden. Lassen Sie sie nicht von Ihnen gehen! Eine solche Liebe schenkt das Leben einem Weibe nur eilt einziges Mal. Ich weiß es, murmelte sie und ging zur Türe hinaus. Ich dachte, sie sei schon fort und stieß einen tiefen Seufzer ans, den ich schon lange in der Brust gefühlt hatte, da hörte ich plötzlich von außen her noch die Worte flüstern: Ooffnen Sie rasch die Fensterläden! Dorothea kommt! Ich will sie so lange aufhalten! — Eine Stunde war verflossen, — wo für mich die Sonne meines Lebensglückes in vollem Glanze aufging und Dorothea und ich endlich jedes Mißverständnis beseitigten, das zwischen uns lag. Wir saßen Hand in Hand in jenem kleinen Boudoir, als sie mir plötzlich ihr liebes Gesicht zuwandte und lächelnd bemerkte: Sind wir nicht schreckliche Egoisten, so dazusitzeu und uns um Niemand außer uns zu kümmern? Aber Gilbertiue bestand darauf. Weißt du, mit was sie jetzt beschäftigt ist? Sie hilft der alten Frau Cummings und spielt mit dem kleinen Kind von Frau Barnstable, während ihre Zofe die Koffer packt. So wird sie sicher den ganzen Tag arbeiten und dazu noch das freundlichste Lächeln zur Schau tragen. Oh, sie besitzt doch einen glücklichen, einen idealen Charakter. Ich glaube, wir brauchen uns nunmehr keine Sorge um ihre Zukunft mehr zu machen. Da ich nicht gerne über Gilbertiue redete, selbst mit Dorothea nicht, gab ich keine Antwort. Mer sie war allzu sehr mit diesem Thema beschäftigt, als daß sie es hätte fallen lassen mögen. • Ich glaube, sie wollte ihr Herz ein für allemal von all dem erleichtern, das es betrübt hatte. Der Tod unserer Tante, fuhr sie fort, wird eine Befreiung für sie sein. Ich glaube nicht, daß du — vdev sonst irgend jemand in diesem Hause — dir vorstellen kannst, welche Bevormundung die Tante Hannah auf jeden ausübte, der in ihren Machtbereich kam und stets um sie sein mußte. Es wäre gauz das nämliche gewesen, hätte sie, statt reich und unabhängig zu sein, eine bescheidene, ja unselbständige Stellung eingenommen. In ihrem kalten Charakter wohnte eine Herrschsucht, der sich uiemand entziehen konnte. Du lveißt ja, tote ihre Freunde, trotzdem verschiedene von ihnen ebenso begütert und einflußreich waren, wie sie selbst, sich ihrem Willen unterordneten und ihr Unterwürfigkeit bezeigten. Was konnte man dann anderes von uns zwei armen Mädchen verlangen, die in allem', was sie besaßen und genießen durften, von ihr abhängig waren? Gilbertiue konnte trotz ihres Mutes der Tante Hannah nicht trotzen, und ich bemühte mich, überhaupt keine Wünsche zu äußern. Wäre dem anders gewesen, hätten wir statt einer Tyrannin eine Freundin in der Frau gefunden, die uns eine Heimat bot, so hätte Gil- bertine wahrscheinlich ihre Gefühle mehr zu zügeln gewußt und mehr für die Wirklichkeit übrig gehabt. So aber zog sie sich in die Welt ihrer romautischen Träumereien zurück. Dies war ihr ein Bedürfnis, um ihre natürlichen Neigungen verbergen zu können. Und so gelang es ihr auch, im Hause und vor der Welt den Anschein zu erwecken, als ob sie mit ihrer Stellung als Braut befriedigt sei, die doch gerade deu Anlaß zu ihrer Mutlosigkeit und unbeschreiblichen Verzweiflung bildete. Ihre Achtung vor sich selbst hatte tief gelitten. Sie fühlte, daß ihr Leben eine Lüge sei, und die Folge davon war, daß sie sich selbst verachtete. Du findest vielleicht, daß es nicht recht von mir war,- ihr meine Zuneigung zu dir nicht zu gestehen, insbesondere nach den Worten, die du mir an jenem Abend im Theater ins Ohr flüstertest. Ich beging auch in der Tat einen Fehler. Das sehe ich jetzt ein. Sie besaß in Wirklichkeit mehr Charakterstärke, als ich ihr zutraute, und hätte ich damals entschlossener gehandelt, so wären wir alle von den schrecklichen Vorkommnissen dieser Nacht verschont geblieben. Mer ich war schwach und hatte Angst. Ich hielt dich zurück und ließ zu, daß sie sich selbst und damit auch Herrn Sinclair betrog. Ich dachte, wenn sie einmal verheiratet wäre und sich in ihrem eigenen Heini befände, würde sie ihre Schwärmerei leicht vergessen, und war überzeugt davon, daß ihr all das bald, sehr bald nur noch wie ein unruhiger Traum Vorkommen würde. Ich selbst hatte allen Grund zu dieser Hoffnung. Sie legte das natürliche Interesse einer jeden Frau für ihre Aussteuer und die Pläne zu ihrem neuen Haus an den Tag: aber als sie erfuhr, daß du Herrn Sinclairs. besten Freund seiest, empörte sich ihr ganzer weiblicher Instinkt, und es kostete sie ihre ganze Selbstbeherrschung, nicht der -Tante und dem Liebhaber ein lautes trotziges Nein ins Gesicht zu schleudern. Bon diesem Augenblick an wurde ihre Stimmung immer düsterer, bis sie sich zu einer wahren Verzweiflung steigerte. Im Salon, im Theater zwar war sie das glänzende Mädchen, das alle bewunderten und viele beneideten: aber nachts in meinem Zimmer vergrub sie ihr Antlitz in meinen Kissen und sprach vom Tode, so daß ich unäblässig mich in Schrecken und Furcht befand. Weil sie aber immer vergnügt aussah und vor den anderen lachte, setzte ich vor der Welt dieselbe Maske auf und lachte ebenfalls. Wir fühlten, daß man das nicht ß,n- 790 ders von nns verlangte, und der Zustand äußerster Ner- vorsität, den diese Spannung verursachte, machte uns diese Ausgelassenheit nicht schwierig. Aber seit ich in diesem Hause Liu, habe ich nicht mehr so viel gelacht. Einmal entdeckte ich nachts, daß sie sich nicht in ihrem Zimmer befand, als sich schon alle zurückgezogen hatten. Am nächsten morgen erzählte Herr Beaton einen merkwürdigen Traum—, der mich schrecklich geängstigt hat. Und dann kam der Augenblick, wo Herr Sinclair seine Amethystbrosche zeigte und mit der harmlosesten Miene der Welt erklärte, Ivie ein einziger Tropfen aus dem Gläschen einen Menschen zu töten vermöge. Ich fühlte den Schauer, der sie Ivie ein Blitz durchzuckte, ich hörte den leisen Seufzer, den sie ausstieß, und beschloß, daß sie nie die Gelegenheit finden sollte, jenes Kleinod zu berühren. Das ist der Grund, warum ich bei der ersten Gelegenheit, die sich mir bot, in die Bibliothek schlich und das Herzchen aus der Schublade nahm und in meinem Haar verbarg. Ich dachte nicht daran, es zu öffnen und hineinzublicken; natürlich kani mir nicht der Gedanke, daß sich das! Fläschchen nicht mehr im Futteral befand, und daher war ich sest davon überzeugt, daß fie in Sicherheit war, so lange es mir gelang, den Amethyst im Haar versteckt zu halten. Den Rest weißt du. — Den Rest kannte ich allerdings. Wie sie das Herzchen in ihrem Zimmer öffnete und entdeckte, daß es leer war. Wie sie in Gilbertines Zimmer eilte, die Türe unverschlossen fand, hineinblickte, Fräulein Lane in ihrem Bette schlummern sah, aber Gilbertine zu ihrem Entsetzen nicht darin vorfand. Wie ihre Aufregung sich bei dieser Entdeckung steigerte und wie sie vergaß, daß ihre Cousine schon oft über den anstoßenden Ballon in ihr Zimmer geschlichen war, und das ganze Haus in der Hoffnung abfuchte, Gilbertine in einem der Zimmer des' unteren Stockwerks zu finden. Wie sie ihr Mut verließ, bevor sie die große Diele erreichte, und wie sie zurückkehrte, und dann, als sie eben die Weudeh- treppe betrat, jenen entsetzlichen Schrei vernahm. Ich hatte ihn ja selbst vernommen und konnte mir ihr Entsetzen und ihren Schrecken nur zu gut vorstellen, und warum es ihr nicht möglich war, auch nur einen Schritt weiter vorzudringen, wie sie sich halb .tot vor Grauen an das Treppengeländer anklammerte, wo fie stehen blieb, bis sie von den Personen aufgefunden wurde, die fich auf die Suche nach ihr begeben hatten. Aber ihre Gedanken und Gefühle hat sie mir nicht verraten — und die kenne ich noch bis zum heutigen Tage nicht —, die auf sie einstürmten, als sie 6eint Betreten des Zimmers ihrer Tante auf dem Bette, zu dem sie geführt wurde, nicht, wie sie erwartete, ihre Cousine leblos ausgestreckt sah, sondern den starren Leichnam ihrer Tante erblickte, lieber diesen Punkt hat sie stets Schweigen beobachtet, und ich habe es auch nicht zu brechen gewagt. Als sie ihre Erklärung mit den Worten schloß: „den Rest weißt du!", da schlang ich die Arme um sie und gab ihr meinen ersten Kuß. Dauu befreite fie sich sanft aus meiner Umarmung, und- wie auf stillschweigendes Einverständnis hin, begaben wir uns beide auf den Weg, den uns der Tag vorschrieb. Der meinige führte mich aus die untere Diele, die von abreisenden Gästen belebt war. Unter ihnen entdeckte ich Beaton. Als er sich verabschiedete, drückte ich ihm die Hand und flüsterte ihm leise zu: Wenn das Dunkel sich ganz aufgeklärt haben wird, so werden Sie sehen, daß in Ihrem Traume zu gleicher Zeit mehr und weniger Bedeutung lag, sSie ihm zuzuschreiben geneigt waren! Er verbeugte sich stillschweigend. Das war das letzte Wort, das wir über diesen Gegenstand gewechselt haben. Was in Beziehung auf die Ereignisse an jenem Nach- mittag den größten Eindruck auf mich gemacht hat, wär das kurze Gespräch, das ich mit Sinclair führte. Ich fürchte, ich habe ihn dieser Unterredung zwingen müssen, aber ich wollte den traurigen Tag nicht verstreichen und ihn in einer noch traurigeren Nacht enden lassen, ohne Sinclair über einen Punkt aufzuklären, der in der neuen Stellung, die er Gilbertine und auch mir gegenüber einuahm, noch von einer gewissen Unklarheit umgeben zu sein schien. !2sts es mir daher gelungen war, ihn aufznfinden, redete ich ihn an und ohne die förmlich« Verbeugung zu beachten, tnit d?r er jede vertrauliche Mitteilung abzuwehren suchte, sagte ich: Die Zeit ist zwar nicht gerade sehr günstig gewählt, um dich mit meinen persönlichen Angelegenheiten zu belästigen, aber ich kann es nicht über nlich bringen, dir nicht mitzuteilen, daß die Mißverständnisse zwischen Dorothea und mir aufgeklärt und beseitigt sind, und daß der Tag nicht mehr fern ist, an dem wir uns heiraten werden! Er warf mir einen ernsten Blick zu, in dem die ganze Freude darüber lag, daß er seinen Freund wieder gefunden habe. Dann drückte er mir warnt die Hand und sagte beinahe mit der alten Innigkeit: Du Verdienst das ganze Glück, das dich erwartet. Das- meinige ist dahin; aber wenn ich es wieder erobern kann, werde ich es tun. Darauf verlaß dich, Worthington! Und darin, fügte ich mit Wärme bei, wirst du auch Erfolg haben! Der Coroner, der Viel vom Leben und der menschlichen Natur kennen gelernt hatte, verfuhr ist Ifcier Untersuchung, die er anzusteKen sich verpflichtet hielt, mit großer Umsicht und Verschwiegenheit. Er stellt fest, daß Frau Lansing ihren Tod durch Vergiftung gefunden habe; daß das Gift aus einem Juwel stammte, das ihrer Nichte gehörte, und daß ihre Nichte ein Vorwurf treffe. Da jedermann, der mit den Gewohnheiten Frau Lansings vertraut war, sie eines solchen Vergehens wohl für fähig hielt, wurde das Verdikt ohne Widerspruch und Kommentar ausgenommen; und so war der innerste Kern dieser Tragödie vor jedem unberufenen Auge für immer verhüllt. Als wir im Begriff waren, Newport zu verlassen, kam Sinclair auf mich zu. Ich habe Gründe zur Annahme, sagte er, daß die Eröffnung von Frau Lansings letztem Willen Ueberraschungen bringen wird, nicht nur für ihre Nichten, sondern auch für die Welt im allgemeinen. Ich gebe dir den Rat, deine Verlobung öffentlich anzukündigen, ehe mir New Jork erreichen. Ich folgte diesem Ratschläge. Wenige Tage später verstand ich, warum er mir ihn gegeben hatte. Das große Vermögen, das diese Frau htnterlasseu hatte, war Dorothea vermacht worden; Gilbertine dagegen bekam nicht einen Heller! Wir haben nie in Erfahrung bringen können, was Frau Landing dazu veranlaßt hatte. Gilbertine war stets als ihre Erbin betrachtet worden, weil sie sie ja selbst als solche bezeichnet hatte. Das Testament war jedoch schon vor Jahrett abgefaßt worden, lange bevor eine der beiden Nichten nach New Jork zu Frau Lansing kam. Offenbar hatte sie es — wenigstens wenn es ihr mit ihrer Behatiptung ernst war — zwar noch zugunsten Gilbertinens abäuderu wollen, war aber nicht mehr dazu gekommen. Was die Welt am meisten in Erstaunen versetzte, wär, daß sie der einen alles, der andern gar nichts hinterließ. Die einzig mögliche Erklärung dafür — und zugleich dafür, daß sie Dorothea den Vorzug gegeben — war die Zuneigung, die sie für Dorotheas Mutter gehegt haben sollte, oder vielmehr die Abneigung gegen Gilbertines Mutter. Wer weiß, ob diese Erklärung richtig ist? Aber wie dem auch sein möge, diese Bestimmung über ihr Vermögen versetzte die arme Gilbertine in eine sehr unvorteilhafte Lage. Oder vielmehr wäre dies eingetreten, hätte ihr nicht Sinclair mit einer Gewandtheit, die seiner Liebe ebenbürtig war, bewiesen, daß ein öffentlicher Bruche in ihren Beziehungen bei den obliegenden Verhältnissen seinen guten Ruf und seine Selbstlosigkeit ernstlich gefährden müßte. So sicherte er sich die Gelegenheit, ihr seine Liebe zu beweisen. Dies endete — wie es tnt Leben oft so geht — mit einer neuen Verlobung. Dieses Mal wurde ihre gegenseitige Liebe durch keinen Schatten mädchenhaft rvman- tischer Schwärmerei getrübt; das sah jedermann ein, der den beiden zusammen begegnete: Aber wie im einzelnen die Sache verlief, bis dieses'schwer erringbare Herz schließlich seine wahre Bestimmung erfuhr, das habe ich erst später gehört, und zwar aus Gilbertines eigenem Münde. Ich war seit einigen Monaten, sie seit einigen Wochen verheiratet, als wir uns zufällig einmal trafen. Augenblicklich, als habe sie auf diese Gelegenheit gewartet, wandte sie sich mit dem schönen Lächelte an mich, das sie seit dem Tag schmückte, wo ihr neues Glück erblühte, und sagte: Sie haben mir einmal einen sehr guten Rat gegeben, Herr Worthington; aber ihm bin ich nicht gefolgt, als ich mich von der Aufrichtigkeit von Herrn Sinclairs Neigung überzeugte. Es geschah bei einer kürzen Unterredung, die wir am Tage hatten, wo der letzte Wille meiner Tante 791 Abenteuer des Brigadier Gerard. Von C. Dohle. Wie sich der Brigadier seine Medaille holte. (Fortsetzung.) Bouvet war ein tapferer Mann, das muß ihm die Gerechtigkeit lassen. Seinen Säbel schwingen und rasselnd die Treppe hinausstürmen war das Werk eines Augenblickes. Ich folgte ihm nach; aber als wir in die Küche gelangten, lehrte uns lauter Jubelruf der Preußen, daß das Haus sich abermals in Feindes- Hand befand. Ta packte ich Bouvcts Acrmel und riet: „Wir sind verloren!" „Was schert mich das?" schrie er ititb sprang ime von Sinnen die Treppe hinan. Uiib in der Tat, ich wäre ebenso bereit gewesen, in den Tob zu gehen, wie er, wenn ich an seiner Stelle gewesen wäre; warum hatte er keinen Posten ausgestellt, nm sich warnen zu lassen, wenn bie Deutschen nahten? Einen Moment schwankte ich, ob ich mit ihm gehen sollte, aber gl üblicherweise bebachte ich mich noch — fiel ich in Feinbeshand, so war des Kaisers Brief verloren! Nein, Bouvet mußte allein in den Tob gehen; ich stieg wieder in ben Keller hinab unb schloß bie Türe hinter mir zu. Nun, hier bot sich mir auch Tente sehr verlockende Aussicht dar. Bouvet hatte im ersten Schrecken bas Licht fallen lassen, und ich tappte nun im Finstern umher unb stieß auf nichts als zerbrochene Flaschen. Enblich fanb ich das Licht, aber unmöglich, es anzuzünben; ber Docht war naß geworden, und erst nachdem ich mit meinem Säbel ein Stückchen davon entfernt hatte, waren meine Bemühungen von Erfolg begleitet. Doch, was nun? Tie Kerle oben, dem Lärm nach wohl hundert an der Zahl, brüllten sich ganz heiser; wie lange würde es dauern, so kamen sie herunter, um die Kehle anzuseuchten! Tann aber — adieu, braver Soldat, Mission und Medaille! Die Bilder mjeiner Mutter und des Kaisers stiegen vor mir auf, unb, ich weinte bei dem Gedanken, daß die eine einen so wacheren Sohn, der andere den besten Husarenoffizier, den er seit Lasalle gehabt, verlieren sollte! Doch! fort mit den Tränen! „Mut!" rief ich, mir an die Brust schlagend, „Mut, mein tapferer Junge! Halst du es denu wirk- siir möglich, daß einer, der aus Moskau zurückgekeyrt ist, ohne auch nur eine Frostbeule davongetragen .zu haben, in einem Wem- kellcr umkommen kann?" Und da stand ich schon auf den Fußen und umfaßte meinen Brief in der Tasche, denn sein Knistern flößte mir neuen Mut ein. Mein erster Gedanke war, das Haus anzubreuuen und m der Verwirrung zu entwischen, mein zweiter — in ein leeres Faß zu kriechen. Eben sah ich mich nach einem folchen um, als ich plötzlich in der Ecke eine kleine, niedrige Türe entdeckte, die genau dieselbe Farbe wie die Maner hatte, so daß nur ein sehr scharfes Auge sie bemerken konnte. Ich wollte sie ausitoßen, fand aber Widerstand, so daß ich sie verschlossen glaubte; endlich aber gab sie doch ein wenig nach, nnb nun wurde nur klar, daß ein Gegenstand von der anderen Seite her auf sie drückte Ta stemmte ich meinen Fuß au ein großes Weinfaß und druckte ,o kräftig gegen die Tür, daß sie aufflog, ich aber gleichzeitig ans den Rücken fiel. Das Licht entglitt meiner Hand, es erlosch, und ich war abermals im Finstern. . ■ ,, Ich erhob mich und spähte in den Raum. Das Licht des anbrecheubeu Morgens brang durch irgenb eine Dehnung unb zeigte mir die Rimbung von einigen Fäsieru. Aha, der Resmve- keller des Herrn Maire, wo er diejenigen Weine aufbewahrte, die ihrer Neife 'eutgeqengingen! Nun, hier bot sich mir Men- salls ein besseres Versteck als im ersten Keller, und ich war eben im Begriffe, die Türe zu schließen, als ich «Avas sah, was mich Mit Stannen, ja, ich möchte fast sagen, mit entern ganz kleinen Anflug von Bangigkeit erfüllte. Während ich mein Auge so durch das Gewölbe schweifen ließ, bemerkte ich nämlich einen großen, starken Mann, welcher sich einen Augenblick im hereinfallenden Lichtschimmer zeigte, um dann in ber Dämmerung wieder zu verschwinden. Auf mein Wort, ich führ derartig zusammen, daß der Kinnriemen an meinem Tschako beinahe geplatzt wäre. Hatte mir der kürze Moment doch genügt, um zu sehen, baß ich es mit einem langbeinigen, breitschultrigen Kerl in einer Kosakenmütze und mit einem Säbel bewaffnet, zu tun hatte! Bei meiner Ehre, selbst Etienne Gerard fühlte einen leichten Anfall von Schwindel bei dem Gedanken, mit so einem Burschen allein zu sein. Aber ich versichere Ihnen, mes amis, das dauerte nur einen Moment; dann sprach ich zu mir selbst: „Mut! Bist doch ein Husar, ein Brigadier, ja, der erwählte Bote des Kaisers!" Im rechten Lichte besehen, hatte doch ber Schleicher dort viel mehr Grund, sich zu fürchten,- als ich; ja, ja, jetzt hatte ich's: der Kerl fürchtete sich in der Tat, flirchtete sich entsetzlich ! Warum beim sonst jene eiligen Schritte und die gekrümmten Schultern, als er wie eine Ratte, bie ihr Loch sucht, zwischen ben Fässern! nmhersuhr? Der war's auch gewesen, der sich vorhin gegen bie Türe gestemmt, uitb nicht irgend ein Faß ober eine Kiste. So, so, bet war ich also der Verfolger, und er ber Verfolgte!; Oh, dieser Räuber des Nordens sollte sehen, wen er vor sich hatte; fühlte ich doch schon, wie sich mir ber Schnurrbart sträubte/ als ich ihm in der Dunkelheit nachging. Ja, mes amis, bei derartigen Gelegenheiten stelle ich meinen Mann! Anfangs hatte ich kein .Licht gemacht, weil ich mich nicht! verraten wollte; nachdem ich mich aber tüchtig an das Schienbein gestoßen und mit den Sporen in ein Stück Leinwand verwickelt hatte, mußte ich mich endlich dazu entschließen und schritt nun, Säbel unb Kerze in den Händen, tapfer vorwärts., „Heran,- Schurke! Tn kannst mir nicht entgehen; die Strafe für deine Missetaten erwartet dich!" Mit diesen drohenden Worten hielt ich das Licht hoch empor unb gewahrte nun den Mann, ber mich über ein Faß hinweg anblickte. Es würbe mir sofort klar, baß ich einen Offizier/ nnb zwar einen gebilbeten Offizier vor mir hätte, unb bas gol- bene Abzeichen an seiner Mütze bestätigte meine Vermutung.- „Monsieur," rief er in tabellosem Französisch, „ich ergebe mich Ihnen unter der Bebingung, daß Sie Pardon geben; wü nicht, so werde ich mein Leben so teuer wie möglich verkaufen! - „Monsieur, ein Franzose weiß, was er einem unglückliches Feinde schuldig ist, furchtet nichts!" Nun reichte er mir seinen Degen über das Faß hinweg, und ich verbeugte mich, das Licht an die 58ruft drückend. „Wen habe ich die Ehre zu meinem! Gefangenen zu machen? „Graf Budkin, Offizier der Don-Kosaken des Kaisers. Bist mit meinen Leuten ausgerückt, um Senlis zu rekognoszieren, und d« wir keine Spur von Franzosen hier bemerkten, beschlossen wir,- die Nacht über hier zu bleiben." „Wenn es nicht indiskret ist, möchte ich mir die Frage gestatten, wozu Sie in diesen Keller gekommen sind?" „Auf die einfachste Weise," antwortete er. „Wir gedachten mit dem Frühesten .wieder aufzubrechen, und da mich nach denk Ankleiden «was fröstelte, stieg ich hier herunter, um nach einem guten Trunk auszuschanen. Während ich noch so umherstöberte,- tourbe das Hans plötzlich so schnell erstürmt, daß alles schon vorüber war, als ich oben an ber Treppe anlangte. Was blieb mir nun nock übrig, als mein eigenes Leben,zu retten? Und so kehrte ich denn wieber zurück unb verbarg mich hier, wo Sie mich entdeckt haben." Da fiel mir der alte Bouvet ein; wie hätte der doch so ganz anders unter ben gleichen Umständen gehandelt! Ja, Tränen der Freude über bie Treue der Verteibiger Frankreichs traten mir in bie Augen. , Was aber nun mit meinem Gefangenen beginnen ? Offenbar war ihm unbekannt geblieben, daß das Hans sich abermals in den Händen seiner Verbündeten befand; ein Glück für mich/ beim sonst wäre ich ber Gefangene, er ber Sieger gewesen. Was war nun das Beste? Anfangs wollte mir gar nichts ein-, fallen, bis ich enblich eine brillante Idee hatte, die mich heute noch mit Bewuuberuug erfüllt. „Graf Bubkin," sagte ich zu ihm, „Sie sehen mich in eiltet sehr schwierigen Lage!" „Und bie wäre?" „Ich habe versprochen, Ihnen das Leben zu lagen. , „Sie wollen doch Ihr Versprechen nicht zurücknehinen? rief er, nnb fein Gesicht zog sich.merklich in bie Länge. „Sieber über Ihrer Verteibigung selbst zugrunbe gehen L Met bas macht meine Schwierigkeit nicht weniger gering? „So sprechen Sie!" „ , . ,, . . „Nun benit, ich will ganz offen mit Ihnen sein. Uni-eve, Solbaten, besoubers aber die Polen, sind so eingenommen gegen die Kosaken, daß ber bloße Anblick ihrer Uniform! genügt, ulrt sie auf bas äußerste zn erbittern. Niernanb, auch nicht ihre! eigenen Offiziere, können sie Hinbern, sich über einen jener Unglücklichen herzustürzen und ihm Glieb für Glied vom Selbe zu teiftett41 Ter Russe erbleichte. „Das ist entsetzlich!" rief er aus, „Furchtbar!" stimmte ich bei. „Wenn ich, mich jetzt mit Ihnen sehen ließe, köniite ich nicht für Jksi-e Sicherheit stehen. „Oh, raten Sie mir, was ich tun soll! Meinen Sw nicht, es sei am besten, ich bliebe hier unten?" „Tas wäre das AMimMel" eröffnet würde. Erinnern Sie sick, wie ich zu ihm hirp- schaute, einen Augenblick, nachdem der Notar das Wörtlein „alles" ausgesprochen hatte? Gewiß, Fran Sinclair! Ob ich mich! erinnerte! Es war ja eine der fesselndsten Erinnerungen meines Lebens. Der Blick, den er ihr zuwarf und ber Blick, den sie erwiderte. Gewiß, daran erinnerte ich mich! In jenem Moment, fuhr fie fort, erkannte ich mit untrüglicher Sicherheit aus seinem Blicke, daß er mich- ohne Vermögen ebenso — ja vielleicht noch rMSenschaftlicher — liebte, als wenn i ch statt Dorothea bedacht worden wäre. Ich sah mit einem einzigen Schlage ein, daß er nie einen Augenblick an mein Erbteil gedacht hatte, und daß ihn die Bestimmung des Testaments völlig kalt ließ. Brauche ich Ihnen da noch ausführlicher zn erklären) warum ich nicht länger mehr zögerte, sondern sein Weib wurde? 792 „Warum?" „Weil unsere Leute nicht zögern werden, das Haus von oben bis unten zu durchsuchen und Sie bestimmt in Stücke zerreiben. Nein, nein, es ist wohl ernt besten, ich gehe hinauf und bereite sie vor, wenn ich auch nicht sagen kann, was sie anheben werden, sobald sie diese verhaßte Uniform -erblicken," „Wenn ich sie nun ablegte?" „Vortrefflich!" rief ich, „da hätten wirs ja! sie ziehen Ihre Uniform ans und legen die meinige an, so wird fein: Franzose Hand an Sie legen." „Tie Franzosen fürchte ich weniger als die Polen." „Nun, meine Uniform wird Ihnen ein Schutz gegen beide sein." „ „Wie kann ich Ihnen genug danken?" rief er erfreut aus. „Aber Sie, was werden 'denn Sie tragen?" ”©ie wollten der Gefahr Trotz bieten, Ihrem' Edelmut zum Opfer zu fallen?" „Es ist 'meine Pflicht, und Furcht kenne ich nicht," antwortete ich fest. „Mit Ihrer Uniform angetan, steige ich hinauf. Hundert Säbelspitzen richten sich gegen mich. „Halt!" rufe ich, „ich bin der Brigadier Gerard!" Sie betrachten mich, sie erkennen mich, und nun werde ich ihnen Mitteilung über Sie machen. Und dieses mein Gewand wird der Schild sein, hinter welchem Sie geborgen sind." Mit vor Ungeduld zitternden Fingern riß er seinen Waffenrock ab. Stiefel nnd Hosen waren bei beiden gleich und brauchten deshalb nicht gewechselt zu werden, hingegen überließ ich ihm Kusarenjacke, Säbeltasche, Tschako und Wehrgehenk und nahm dafür seine hohe Schafpelz-mütz-e mit dem goldenen Abzeichen, feinen pelzbefetzlen Rock und feilt krummes Schwert. Selbstverständlich versäumte ich auch nicht, meinen heißgeliebten Brief aus deut alten in den neuen Rock zu stecken. Jetzt waren wir fertig: ich verbeugte mich höflich gegen ihn und bemerkte dabei: „Nun werde ich Sie — mit Ihrer Erlaubnis aN ein Faß binden!" (Fortsetzung folgt.) Allerlei 5tudentenstreik§. Der Ausstand der Kaller Klinikerschaft, der sich auch die Gießener angeschlossen hat, ist zwar ungewöhnlich, hat aber doch zahlreiche Vorgänger, mehr vielleicht, als man gemeinhin denken mag. Hat in.der neuesten Zeit die „Großmachtstellung" des Studenten mehr und mehr Einbuße erlitten, so daß Machtentfaltungen, wie die Streiks doch nun einmal darstellen, aus dem Gebrauche gekommen sind, so wissen doch die Annalen des Studenteutums von einer ganzen Reihe von Studentenstreiks zu berichten, die fast immer mit einem vollen Siege der Musenföhne geendet haben. Wenn man nicht mit feinen Forderungen durchdrang, dann schritt man eben zum Auszüge, der fast durchweg für die Bürger eine schwere wirtschaftliche Schädigung darstellte. Am bekanntesten unter allen studentischen „Auszügen" dürste jene denkwürdige Wanderung der Prager deutschen Studenten unter Führung Johann Hoffmanns von Schweidnitz sein, dem die Universität Leipzig ihr Dasein verdankt. Aber am berühmtesten, nicht zuletzt durch ihre poetische Verherrlichung, sind die Jenenser Studentenstreiks aus den Jahren 1792 und 1822 geworden. Ein Konflikt war int Juli 1792 zwischen bet Weim'a- rifchen Regierung und der Studentenschaft ausgebrochen, die sich die geplante Ueberwachnng der Korporationen keineswegs gefallen lassen wollte. Da ihren Forderungen nicht willfahrt wurde, alle Verhandlungen vielmehr im Sande verliefen, so zog am 1.9. Juli 1792 morgens 3 Uhr die Studentenschaft in Stärke von 500 Mann aus dem .Johannistore der Stadt, entschlossen, in Erfurt die Studien fortzufetzen. Man kam auf der Wanderung- nach dem kurmainzischen Dorfe Nohra, wo mit der Regierung zu Erfurt Verhandlungen ange'knüpft wurden. Da, als die Erfurter sich schon zur Aufnahme bereit erklärten, entschloß sich die säch- sische Obrigkeit schweren Herzens, die Unbotmäßigen zu befriedigen. Auf dem Rückwege zogen dann die Studenten mit fliegender Fahne unbehelligt durch Weimar. In Jena wurden sie von der Bürgerschaft mit herzlichen Ansprachen und unter .Kanonenschüssen eiugehvlt, und auf der weißen Fahne, die dem Zuge vorangetragen wurde, prangten die Worte: „Vivat libertas academica!" Als die Behörden Jenas im Jahre 1822 das bis dahin gestattete Nächtliche Singen ans den Straßen verboten, da rüsteten Jenas Musenföhne zum zweitenmal zu einem Auszüge. Diesmal wanderte man . nach Kahla, und auch dieser Streik endete mit einem vollen. Siege der Studentenschaft und einem erneuten triumphierenden Einzüge in die Stadt. Auch in Göttingen scheuten sich die Studenten nicht, gegebenenfalls gehörig mit ihrer Macht auszutrumpfeu. Im Hochsommer 1790 lagerte die ganze Studentenschaft 14 Tage lang schmollend ans dem Kerstlingeroder Felde, nm dann voll einem Bürgerdeputierten und einem Mitgliede der Akademie seierlichst ciugeholt zu werden! Und nach der Rückkehr traten die Anführer der Ausgewanderten zu einem Gericht zusammen und zwangen die Bürger, die den verfolgten Studenten ihre Häuser verschlvsseu oder keine Hilfe geleistet hatten, vor ihrem Richterstuhle zu erscheinen, nut ihr Urteil zü enchfaugen. Dieses sonst beispiellose Gerichthalten dürfte wohl der Höhepunkt der studentischen Machtentfaltung gewesen sein. Im Jahre 1846 gab es auch in Gieße n höchst ergötzliche Szenen bei einem Studenten- streike. Die Zensur.war damals gewaltig streng: auch dieiSchutz- mannschaft hatte Unfug treibende Studenten stets „auf dem Kieker". So kam es schließlich zu Demonstrationen. Und als dann die Universität Militär herbeirief, um Ausschreitungen zn verhüten, da setzten die studentischen Führer entschlossen einen Auszug ins Werk. In seltener Einmütigkeit zog die gesamte Studentenschaft aus den Staufenberg mit flatternden Fahnen und unter dem gemeinsamen Sauge ideS Liedes: Lidjiim, Lidjunt, Lidjnm, lei, Schuftig ist die Polizei." Auf dem Staufenberg entstand int Handumdrehen ein kleines studentisches Staatswesen mit militärischem Anstrich unter einer „provisorischen Regierung". Zwei der verwegensteit Studenten wurden.schließlich -nach Gießen geschickt — der eine von ihnen war der damalige Korpsstudent Wilhelm Liebknecht, der spätere Parlamentarier — und -der viertägige Auszug endete mit dem 'gewünschten Erfolge. Die Strafen werden zurückgcnommeu und die Untersuchungen niedergeschlagen. In neuester Zeit hat es verschiedentlich Studenteustreiks zum Ausdrnck der Mißbilligung unliebsamer Lehrer oder von Regie rungscrlassen. gegeben. Die 'bekanntesten in Deutschland sind wohl der Streik-in Marburg 1893 nnd der in Hannover vom- Jahre 1905, der mit einem Auszüge der Studenten nach Hildesheim seiuen Höhepunkt erreichte. vermischtes. ** Küustleris ch er Wand s ch mu ck. Näher und näher rückt die Weihnachtszeit und mit ihr die Qual der Wahl wogen geeigneter Geschenke. Sicher hat jedermann das Bestreben, mit seinen Gaben eine wirkliche, dauernde Freude zu bereiten, aber -wie oft wird da vorbei gewählt und ein Gegenstand -erworben, der als „Neuheit" empfohlen wurde, mit dem aber der Empfänger ganz und gar nichts anfangeu kann. Man wird es uns daher vielleicht Dank wissen, wenn wir auf ein Geschenk Hinweisen, das sicher allseitig gern angenommen wird und das keinerlei Mode unterworfen ist, sondern oft Generationen hindurch Friede, Freude nnd Sonnenschein int Heim verbreitet. Ich meine gute Wandbilder. Nun wird mir gewiß zugerufen: „Ja, das ist nichts für uns, das ist für die Reichen. Gute Bilder sind bekanntlich auch teuer!" Verzeihen Sie, das ist ein leider weit verbreiteter Irrtum, der im Mittelstände und Arbeiterkreisen noch immer recht stark verbreitet ist und sie nur selten -an -ein -gutes Kunstwerk als Geschenk denken läßt. Es gibt Hunderte von farbenfrohen Steiukuustgemälden, alles Originale bedeutender zeitgcu,-äffischer Künstler, Bilder von künstlerischem Wert und künstlerischer Wirkung, die zu für jedermann -erschwinglichen Preisen (1 Mk. bis 5 Mk. für das Blatt je nach Größe) zu haben sind und alles das bieten, was man von -einem -guten Waudbild-e für ^>as deutsche Haus verlangen kann. Ein kleines Prachiwerkchen „Die farbige Künstlerlithographie und ihre Bedeutung für die künstlerische Kultur" mit interessantem Texte und übtzr 200 farbigen Bildern (R. Voigtläuders Verlag, Leipzig, Preis 40 Psg.) bietet für jeden Kauflustigen leichte Auswahl und macht selbst 'die sonst mühselige Arbeit zu -einem Genuß. Silbenrätsel. et, da, borr, eit, frei, frei), gen, har, hi, ir, len, m, wo, net, ui, ui, nf, nöl, o, o, ph, rat, re, sch, si, tat, iho, u, um, wer, vio. Ans vorstehenden Silben nnd Buchstaben sollen nenn Wörter gebildet nnd derart untereinander gesetzt werden, daß die Anfangsbuchstaben von oben nach unten nnd die Endbuchstaben von unten nach oben gelesen, ein Sprichwort ergeben. Es bedeuten aber die einzelnen Wörter folgendes: 1. Eine Unterrichtsanstalt. 2. Geschichtlich bekannten Ort. 3. Stadt in Westfalen. 4. Strom in Borderasten. 5, Nützlichen Gegenstand. 6. Ein Musikinstrument, 7. Nordamerikanischen Freistaat. 8. Mittelhochdeutschen Dichter. 9. Französischen Staatsmann. Auflösung in nächster Nummer. Auslösung des Logogriphs in voriger Nummer: Sperber, G erber, Berber, Werber. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, N. Lange, Gießen.