Illi AM Mal WtfW M Lommerieutnsnts. Roman von Walter Blo em, Copyright 1910 by Grethlein & Co. (Nachdruck verboten.) (Schluß.) Unter der vordersten Buche des Gehölzes machte der Hauptmann halt. Dicht standen die Manner einander gegenüber ... ihre Gesichter schimmerten nur schwach im Widerschein der Biwaksfeuer... „Wir wollen nicht viele Worte machen, Flamberg... Sie haben mir sehr... sehr weh getan... wissen Sie das „Ich weiß es, Herr Hauptmann!" „Was Sie sich dabei gedacht hüben — Gott mag's wissen! — Ich will zu Ihren Gunsten annehmen, flicht allzuviel! — Ich will Ihnen auch nicht Moral predigen r— ich werte, das haben Sie selber genügend besorgt in den Stunden seit... seit gestern abend... also zur Sache: es ist der Wunsch meiner Frau... daß Sie und ich uns ... friedlich... auseinandersetzen. Ich respektiere diesen Wunsch ... und ... ohne daß Sie erst darum zu bitten brauchen... soll Ihnen verziehen sein." „Herr Hauptmann!" stammelte Martin. „Ich versteh das alles ja sehr gut... Sie sind — wie sagt man doch -—• -eine glanzende Erscheinung... ein außer- gewöhnlicher Mensch... -eine Berühmtheit... Ich bin ein einfacher Soldat... Aber ich hab diese Frau sehr lieb... ganz gewiß lieber, als irgendein anderer Mensch sie haben kann... und schließlich- bin ich doch am Ende ihr Mann, nicht wahr?! Also kurz: Meine Frau hat mir erzählt: was zwischen euch beiden geschehen ist, gestern abend... das ist ein Abschied gewesen... Nun — so will ich-'s denn als... Abschied... gelten lassen. RUr eins versprechen Sie mir, Flamberg, nur das eine: halten Sie das Angedenken dieser Frau in Ehren... in -hohen Ehren, Flamberg! wollen Sie mir das versprechen.!. ?" „Das--versprech ich... Herr Hauptmann!" „Nun noch, eins — Sie heiraten ja übermorgen... Sie müssen Ihrer jungen Frau -einmal... erzählen... was Sie getan Haben... nicht jetzt... nicht im Flitterwochenrausch ... später einmal, wenn ihr euch- beide kennt... dann sollen Sie's ihr erzählen... das wird euch zwei zusammenketten, das... und Sie 'vor mancherlei bewahren, was vielleicht... noch kommen könnte...! Werden.Sie das tun —" „Ich werd's tun, Herr Hauptmann!" „Ich -danke JhUeu — und nun... ich- hab'morgen Dienst beim Herrn General, und wir werden uns vor Ihrer Entlassung wohl kaum mehr sehen... also... leben Sie Wohl...!" Er streckte dem Kameraden die Rechte hin. Flamberg schlug ein — er konnte nicht reden. „Soll ich ... Cäcilie... -einen Gruß... von Ihnen bestellen... ?" „Ich... bitte darum, Herr Hauptmann..-U" „Ich werd's ausrichten! — Add io, lieber Flamberg!". Noch einmal drückte der Hauptmann kräftig Martins' Rechte... legte die Hand an die Mütze... schritt rasch von dannen... Und Flamberg ging langsam zu seiner Kompagnie. Begnadigt! — Dem Leben... der Heimat... der Braut wiedergeschenkt... Begnadigt —! In Martins Herzen hallte der Schluß der Gebetsw-eise wider... „Ich will, anstatt an mich zu denken, ins Meer der Liebe mich versenken...'' * Die letzten Lagerfeuer erloschen. Die letzten der Offiziere, die sich noch durch ein paar Glas Feuerbowle für den Schlummer im Stroh, die scharfe Kühle der Frühherbstnacht auf hohem Gebirgsplateau gestärkt hatten, krochen ins Stroh... Die Unteroffiziere, die Mannschaften schnarchten längst in den langen Zugzelten... Am verglimmenden Lagerfeuer der zweiten Kompagnie lag bäuchlings hin-gestreckt noch ein -einsamer Unteroffizier. Beim letzten Glost-en der zuckenden Flämmchen, die den mächtigen Aschenhaufen umschwelten, las er ein Briefchen: „--Du sollst nicht heut und nicht morgen kommen, lieber Hans. Du sollst noch ein paar Jährchen warten, bis Du Deinen Assessor gemacht hast. Wenn Du mich dann nicht leid geworden bist, dann komm und hol mich — wenn ich dann noch da bin. Wir sind ja beide Kinder, und ich weiß nicht, ob nicht einem von uns beiden doch mal einer begegnen wird, der ihm lieb-er ist als die Erinnerung an einen heißen Kuß im Garten des Offizier- kasinos — weißt Du noch, mein Hans?! Wenn das kom- men sollte, dann soll keiner von uns sich an den andern gebunden halten. Ich glaub's ja nicht, daß es mir passieren wird, ich sag's auch mehr Deinetwegen als meinet- wegen. — Aber — man kann nicht wissen —! Also — leb wohl, mein Süßer, und denk manchmcÄ au mich! Vielleicht einmal, vielleicht — —! Molly v. S."- Hans Friesen fuhr sich über die Stirn. Sie hatte ihm die Freiheit wiedergeben wollen... wie schön das war... und wie klug ... Und auch in ihm tönte die Choralweise nach... Jetzt in das dumpfe Zelt kriechen, wo die Kommißunter- offiziere schnarchten —? Nein....! Lieber hier am behaglich wärmenden, langsam ver- glostenden Feuerrest die paar Nachtstunden verträumen — unterm gleißenden Sternenhimmel... in tiefem Sinnen 582 empor. * Werk, das nur Vas eine einzige, sehUsuchtsschWere Jubelwort enthielt: „Ueber-über-übermorgen — ü!" Nun war's schon morgen, morgen wurde es heute fern! Horch... ' Bum — bum — dröhnten von droben die ersten Kanonenschläge... Der letzte Manövertag... der Heimkehrtag für. zehntausend junge Gesellen... der Heimkehrtag auch für ihn... Den läuteten sie ein, die dumpfen, metallenen Schläge da oben. " , „ Bum, bum, Lum — klang's da von allen Hohen m der Runde... Diese Töne, die Mord und Grauen bedeuten sollten... ihm waren sie selige Friedensklänge... Und immer tiefer senkte sich die Chaussee... das war das Dörfchen Hettenrodt, das er nun durchschritt... Noch! lag es schlummernd .... kaum, daß. ein schläfriger Ackerknecht schwerfällig die Haustür aufstieß, und über den Hof zum Stall humpelte, wo das erwachte .Vieh uach seiner Morgenration brüllte... Nun senkte sich der Weg gen Hettstem. , In einer Viertelstunde würde er am Schlößchen vorbeikommen. c £ ,, , , Dort hing das Bild der schönen Frau, dort harrte sie selber der Heimkehr des herrlichen Mannes entgegen, der sie sein eigen nennen durfte —■ um an seiner Seite em neues, ein tieferes Leben zu beginnen. , War es nicht doch gut so... wie alles gekommeu war,, gut — — auch für die beiden? Wenn der Sturm durch die Menschenherzen fährt, dann reißt er vielleicht einmal ein Glück in Trümmer — aber gibt es nicht auch Stürme, die segnen? die Luft klaren, das Morsche Hinwegsegen, auf daß. das Gesunde um so kräftiger blühe? Bum, bum, bum — läuteten die Glocken ringsum — die Hochzeitsglocken! Nun wand die Chanssee sich um eine Waldecke herum ... Schau' vom ersten Morgenstrahl 'beglänzt, schimmerten die blitzenden Fenster, die schmucken Türme, die grün- umrankten Zinnen des Schlößchens Hcttstein. Dort schlummerte sie, die schöne, schöne, schöne Fran... Einen Gruß dir, einen Herzensgruß, du wunderliebliches, du märchenhafes Geschöpf — und — Segen, Segen, Segen auf dein Leben! Himmel — war's möglich? — Aus dem Balkon mr ersten Stock stand einsam eine weiße Gestalt — lauschte pent volltönigen Geläute der Kanonen ringsum auf den Huns- TÜtf bcrQcn... Jählings strömte das Blut zu Martins .Herzen — em Weh das ihn schier übermannen wällte, durchruttelte ihn so heftig, daß sein Fuß einen Augenblick stockte. . Nein! weiter... rüstig weiter... rüstig weiter... Und nun... nun wandte die Lauscherin langsam ihr Haupt bergaufwärts... und Uun gÄvahrte sie den cmfant wandernden Kriegersmann ... und nun ... erkannte sie ihn. Einen Augenblick stand sie starr, schien fliehen zu wollen... Doch nein — sie blieb — Ein weißes Tüchlein ließ sie flattern durch die goldene Morgenluft... ein weißes Tüchlein... ein Abschteds^ zeichen... ein Friedenszeichen... r , ... Und Martin riß den Helm vom Kopf... den Helm Mit dem grünen Zweige... dem Oelzweige daran... er schwenkte ihn nach droben zum hohen Balkon... zu der weißen Gestalt mit dem flatternden Tüchlem... Aber wehren konnte 'er nicht, daß ein paar helle Tropfen über seine verbrannten Wangen.niederrannen und zer- blitzten auf dem staubigen Waffenrock... Ade, ade, ade... vorüber, vorüber, vorüber... "Bor dem Rückschauend en zerfloß das Bild des Schlößchens ... zerfloß in blinkende Rebel das Bild der weißen Frauengestalt mit dem flatternden Tüchlein... Ade, ade, ade... t ,--- Und nun geradeaus den Blick... der Heimat, der harrenden Liebe... der Zukunft entgegen... Agathe... Agathe... ' Umbrandet vom tosenden Schwall der Kanonen schritt Martin zu Tal. , Heimkehrgeläut... Hochzeitsgeläut... Er schritt zu Tal... schritt nieder m jenes Land, wo das Leben selbst Poesie wird... heiligste Poesie. Einsam, ein rüstiger Wanderer, schritt Martin Flam- berg in der Morgenfrühe des 22. September talabwärts auf der Chaussee, welche von Leisel über Hettenrodt, Hett- stein und Idar nach Oberstein an der Nahe führte .. „ Hier würde er den Zug erreichen, der ihn heimwärts ^^Frühmorgens im Lagerstroh hatte, der Feldwebel ihn geweckt: „Verzeihen Herr Leutnant, eme Ordonnanz vom Herrn Major ist da!" „Soll ans Zelt kommen!" „ . „Herr Leutnant möchten so bald als möglich zum Herrn Major kommen!" ' , ... ,, Sassenbach war just bei der Morgentoilette, als Flam- berg ins Stabszelt trat: „Na, Flamberg... Briimm- schädel...?" . r „Danke gehorsamst - nein, Herr major! „Entschuldigen Sie - muß mich eben fertig rchieren! Beim Schein einer Stallaterne, die der Bursche mitsamt einem winzigen Spiegelchen seinem Herrn vorhielt, saß der Bataillonskoinmandeur ans einem Faß, mit ansgeklapptem Waffenrock, und schabte die angegrauten Stoppeln van seinen bronzebraunen Wangen. „Also, lieber Freund, Sie haben morgen Hochzeit... Da scheint's mir doch besser, das Armeekorps behilft sich am letzten Uebnngstage ohne Sie — Sie sind also hiermit ent- . lassen und haben 'möglichst schnell und geräuschlos aus dem Bereich des Kriegsgetümmels zu verschwinden!" „Aber ich bitte ganz gehorsamst, Herr Major... „Keine Fisematenten! Ich befehl's, und damit basta. „Und wer, befehlen Herr Major — wer soll die erjte Kompagnie heute führen?" . t „Ach was, die paar Stunden! Kann ja der Windhund, der Carstanjen machen! — Na, einverstanden?" „Ich danke von ganzem Herzen, Herr Major!" . Sassenbach stand auf, und während der Bnrsche ihm im Steh!en die kotigen Stiefel an den Beinen mit der Wichs- ' bürste bearbeitete, streckte er dem Untergebenen die Hand hin: „Also stecken Sie sich einen grünen Zweig an als Neutralitätsabzeichen und verschwinden Sie auf dem nächsten Wege, solange es noch dunkel ist... kommen Sie gut nach! Hause, empfehlen Sie mich unbekannterweise Ihrem verehrten Fräulein Braut — und machen Sie Ihre Sache gut — na, Sie verstehn mich schon — hahaha! Haben „ Sie auch schönen Dank für freundliche Unterstützung und leben Sie wohl!" „Darf ich Herrn Major meinen gehorsamsten, tref- gefühlten Dank für die gütige Aufnahme Und alles Gute —" „Schon gut, schon gut, lieber Flamberg — es war uns eine Ehre und ein Vergnügen!" — — Und nun marschierte Martin Flamberg' einsam talabwärts. Bon seinem Helm nickte ein grüner Busch. In seinem Wachstuchtornister klapperte eine halbe Flasche Kognak, die Carstanjen ihm noch als Abschiedsgabe eingepackt — „Junger Ehiemann in spe--können eine kleine Herzstärkung gebrauchen!" — Die Säbelscheide in der Linken, die Rechte taktmäßig pendelnd, stapfte er bergab in munterm Soldatenschritt. Und wie ringsum die Bergsäume sich rosig erhellten^ erhellte sich auch des Wanderers Herz--- Ja, es ging heimwärts... heimwärts... es ging in die Arme der Liebe... der Liebe, der nun sein ganzes Leben gehören sollte... sein ganzes Leben ... ! Immer leuchtender stieg des fern harrenden Mädchens teures Bild vor seinem Blick empor... nun erst, da (er schon fast abgerechnet Mit allem, was er besessen und erhofft hatte, lag's vor ihm in seinem ganzen süßen, holden Glanz. Er zog Ugathens letztes Briefchien hervor, dies Brief.. in einem glücklichen Traum von Zukunft Schönheit r— Ruhm — Glück — in einen: wundersamen Stchemsfuhlen mit dem weiten All ringsum, dem Chor der Schlier auf Ur weiteu Bergeshalde... dem Gewimmel der Gestirne brolS, «m gtiralnent... mit allem G°!ch»sl« und seinem Schöpft^- de-' Lieb-..." , Langhin streckte sich der Soldat ans den harten Stoppelboden, sthob Mollys Briefchen m dre Brusttasche seine^ Waffenrocks... und schaute nun regungslos mck Mmenden Augen zum weißlenchtenden Nebelbogen der Milchstraße 583 ' — Wilhelm holzamers Nachlaß. Wilhelm Holzamers Lebenswerk liegt nun abgeschlossen Vor. Ans den vor zwei Jahren erschienenen zweibändigen Roman „Der Entgleiste", der sich nach einem prachtvollen Mufklang leider allzuschp in die Breite verlor, ist nun im Verlag von Egon Fleisch el in Berlin der Rest seines dichterischen Nachlasses in drei ansehnlichen Bänden erschienen. Frau Nina Mardon- Holzamer, die dem Dichter in seinem „Exil" eine treue Gefährtin war, hat die hinterlassenen Werke, von einigen Berliner Freunden des Verblichenen beraten, gesichtet und herausgegeben. Sie hat damit das deutsche Schrifttum UM ein paar bedeutende Bücher eines hochstrebenden und gemütvollen Poeten bereichert, den ein tragisches Geschick allzufrüh aus dem Leben nahm. Wilhelm Holzamer war unter unseren jüngeren Dichtern Nicht der genialste, aber der feinsten und tiefsten einer, ein begnadeter Lyriker und unter den jetzt erschienenen Nachlaßwerken ist der Band Gedichte wohl auch der wertvollste. Die Sammlung, die nahezu seine ganze Schaffenszeit umfaßt, vom ersten persönlich gefärbten Dichterwort vis zu seinem Tode, enthält seine, zartgeschliffene Verse voll tiefen Erlebens, voll innigen- Empfindens und voll von einer Art der Weltbetrachtung, die in ihrer klaren Ruhe eine sichere, gedrungene Kraft offenbart; Reife. Sie enthüllt mit zarter Hand den ganzen inneren Reichtum Holzamers, der seine Lyrik mit seinem ganzen Herzen erfüllt hat. Weich und Poll flutet es aus diesem Buche heraus, das so schlicht und eh-rlich ist, wie es sein Verfasser immer war, und voll Gemüt und Seele. Ein Feind alles Lauten und Lärmenden war dieser bleiche Mann, aber nicht aus krankhafter Empfindelei, wie unsere meisten jungen Lyriker, die hinter sorgfältig gefeilten Versen voll entnervter Sprach'-- kunst, der alles lebensstarke, alles Blut fehlt, ihre fragmentarischen Gedanken kokett verhüllen, wie wir es von Stephan George, den Jungwienern und ihren Nachläufern kennen. Holzamer ist kein blutarmer Dilettant, kein matter Schöngeist, er hat bodenständige Kunst, er saugt seine Kraft aus der fruchtbaren Ackerkrume der Heimat, er freut sich der unverhüllten Sonne, die unsere Neuromantiker nur begeistert, wenn sie durch die dunkelfarbigen Glasbilder kühler Renaissancepaläste schleicht, er nimmt-das Leben mit all seinen Härten und Kanten, er erlebt seinen Schmerz, läutert ihn in hartem Ringen und wächst daran empor. Und ebenso echt, ebenso wurzelfest zeigt er sich in den beiden jetzt herausgekommenen Prosabänden, so lange er aus dem Boden des natürlichen Lebens stehen bleibt. Mit dem Lebendes M rn o S t r o zziin dem Band Pari s er Erzählun g en ist ihm das nicht restlos gelungen — es liegt etwas unklares, verschwommenes darin. Alles zerfließt im Raum, nirgends ist eine feste Kontur, und doch ist es nicht impressionistisch. UM so lebendiger und plastischer ist die andere Erzählung dieses Bandes, die Kle i n e G e s ch i ch t e , in der das Leben eines niedlichen Bügelmädchens mit der Wärme seiner sicheren Anschauung und seines feinfühlenden Könnens entwickelt ist. Es ist eine ganz einfache Geschichte, ohne jede Besonderheit — so wie man sie fast täglich in den Zeitungen liest. Die Geschichte eines Mädchens, das an seiner Liebe zu Grunde geht, eines Mädchens, das sich erst an den Geliebten verliert und dann an jedermann. Ein Kind, das das Leben auf falschen Fährten sucht, voll Sehnsucht nach etwas Liebem. Daß der Faden der Erzählung schließlich zu weit ausgesponnen ist, das ist eine Eigentümlichkeit Holzamers, Über die seine fließende Sprache leicht hinwegträgt. Der dritte Band, P e n d e l s ch l ä g e, enthält kurze Geschichten — meist aus seiner rheinhessischen Heimat —und warmes, blutfrisches Leben, aus der Entfernung manchmal etwas zu rosig gesehen, pocht darin. „Es ist ein leises Rauschen in allem, als ob etwas an uns vorübergleite, gleich einem großen Wasser, das ins Unendliche fließt, gleich einem wandernden Winde, der ins Weite trägt. Und es ist wie das Ticktack einer Uhr, deren Pendel weit ans- holend schlägt und niemals ruht, deren Zeiger wir nicht sehen und deren Schläge wir nicht hören, also daß wir von der.eilenden Zeit wohl wissen, aber ihre Stunden nicht kennen und ihren beständigen Wechsel, und so ein Gefühl der Dauer in uns dringt, weil alles so flüchtig um uns ist." So sagt der Dichter selbst in einer seiner Erzählungen. Es! sind ebenfalls schlichte Geschichten — Holzamer hat nie andere zu schreiben vermocht — aber mit dem Auge des Dichters gesehen, aus ihrer Niedrigkeit herausgehoben, zu einem Erlebnis voll erschütternder Bedeutung gestaltet und mit einer „Milde, die dem kleinsten Wert gibt und es lieb behält". Das Herz, der rastlose Pendelschlag unseres Lebens, macht diese einfachen Geschichten zu Kunstwerken seltener Art, denn Holzamer, der nur zergliedert um zusammenzufassen, sieht mit mildem Dichterblick wie sich das Leben aufbaut aus kleinem zum Großen, und wie nichts ist, was bedeutungslos wäre oder wertlos. So hat uns der tote Dichter, der von vielen schon fast vergessen ist, noch drei Werke vermacht, die zu dem Besten zählen, was aus seiner rastlosen Feder geflossen ist. Allerdings: das Wertvollste seiner erzählerischen Werke werden auch in Zukunft die drei Romane Der arme Lukas, Peter Nockler und Vor Jahr und Tag bleiben Das' sind die Gipfelpunkte seines Schaffens. Karl Neurath. Der Brandstifter von Moskau. Die grandiose Tragödie des Moskauer Brandes, dessen Flam« menzeichen am 15. September 1812 das erste große Brandopfep für den Untergang des Korsen mit purpurnem Finger an Rußlands Himmel schrieben, hat noch einen andern Helden als den Franzosenkaiser, der vor dem Glutenmeer aus dem Kreml fliehen mußte: nämlich den eigentlichen Urheber dieser grausig-großen Tat, den Grafen Feodor Wasiljemitsch Rostoptschin. In diesem Mann voll leidenschaftlichem Franzosenhaß, wildem Ehrgeiz und einer alles opfernden Vaterlandsliebe ist gleichsam der Geist des russischen Volkes symbolisiert, und seine Tat bleibt, so verschiedenartig sie auch beurteilt worden ist, das Zeugnis einer fanatischen Energie. Aus einer wenig bedeutenden Familie stammend, war Rostoptschin der Günstling Kaiser Pauls I. geworden, vom Zaren zum General, zum Großhofmarschall, zum Minister der auswärtigen Angelegenheiten gemacht und in den Grafenstand erhoben worden. Die finstere Entschlossenheit, die in seinem Wesen lag, kam am stärksten in seiner Erbitterung gegen Frankreich zuni Ausdruck; er haßte die Revolution als den Fluch der Menschheit, und er haßte noch- mehr den Sohn dieses Chaos/ Napoleon. Als 1800 eine Annäherung der russischen Politik an Frankreich erfolgte, widersetzte er sich bis aufs Aeußerste und fiel schließlich in Ungnade. Mit ruhiger Resignation zog er sich- auf sein Landgut Woronowo, 50 Werst von Moskau entfernt, zurück, um hier, nicht mehr beschienen von der Sonne der kaiserlichen Gunst, seine Tage zu verbringen. Aber kaum war er auf seinem Gute angelangt, als ihm ein Kurier ein Billett von der Hand des Zaren brachte mit den wenigen Worten: „Ich bedarf Deiner! dringend. Komm schnell zurück." Angstvoll eilte Rostoptschin nach Petersburg, aber er kam zu spät: Paul war ermordet und der Anstifter des Komplotts war der Graf Pahlen, der die Mißstimmung zwischen dem Zaren und seinem treuen Minister geschickt geschürt hatte. Rostoptschin eilte wieder auf sein Landgut zurück und lebte nun 10 Jahre lang in Woronowo mit seiner Frau und seinen Kindern; er nannte später diese Zeit die glücklichste und schönste seines Lebens. Aber der .Ehrgeiz ließ ihn doch nicht ruhen, und dazu kam die quälende Wut über die Siege des verhaßten Eroberers. Seit 1810 erschien Rostoptschin wieder am Hofe des Zaren, und 1812 wurde ihm als einem der treuestes und entschlossensten Diener Rußlands das Schicksal Moskaus anvertraut. Der General-Gouverneur suchte zunächst das Volk der Hauptstadt und des Gouvernements durch öffentliche Bekanntmachungen zu beruhigen. Auch nach der Schlacht bei Borodino glaubte er noch-, daß das russische Heer vor den Mauern der Stadt den Feind vernichten werde: In einem Ausruf vom 11. September forderte er die Bevölkerung auf, sich zu Fuß und zu Pferd zu bewaffnen, sei es auch nur mit Texten und Mistgabeln: „Der große Bösewicht wird vor Moskau durch Feuer und Schwert seinen Untergang finden."' Dann aber schlug seine Siegeszuversicht in düstere Verzweiflung um. Tie Kunde von dem Brande von Smolensk hatte in ihm wohl schon einen größeren furchtbareren Gedanken erweckt. Dem Oberfeldherrn Kutusow erklärte er, er wolle Moskau „lieber den Flammen, als dem Feinde übergeben", und dem Kaiser schrieb er am Tage vor dem.Brande: „Bonaparte wird Moskau ebenso verlassen finden wie Smolensk. Alles äst fortgeschaift. Tie Stadt wird, wenn sie in Napoleons Hände fällt, eine Wüste sein — wenn das Feuer chie -nicht vorher verzehrt — und sie wird sein Grab werden können." In aller Eile ließ er Fackeln, Raketen, Zündungen und andere. Brandmaterialien anfertigen; die Bewohner wurden zur Auswanderung ermuntert, so daß von 240 000 Einwohnern schließlich nur 40000 Menschen der niedrigsten Bolksklasse zurückblieben. Alle Feuerspritzen waren entfernt, die Brunnen verschüttet; die Gefängnisse wurden geöffnet und den Verbrechern Begnadigung verheißen,, wenn sie beim Anzünden tätig sein würden. Bevor er selbst die Stadt verließ, beging Rostoptschin noch einen Akt bizarrer Grausamkeit, indem er den jungen Sohn eines Kaufmannes Weretschagin, der eine französische Proklamation ins Russische übersetzt hatte, durch- das Fenster auf die Straße werfen ließ und die Wut des Pöbels gegen den „einzigen Verräter Moskaus und Rußlands" entflammte, worauf der Unglückliche von der Menge buchstäblich zerrissen wurde. 584 Roftoptschin Hat über diese Untat lebenslang Gewissensbisse gehabt; damals aber erfüllte ihn ein wilder Stolz über fern Zerstörungswerk, und als er am 14. urrt Mittag Moskau verließ, blickte er noch einmal über die golden leuchtenden Kuppeln und Türme und sagte zu seinem ältesten Sohne sergrus: „Gruße Moskau zum letzten Male; bald wird e§' ein Flammenmeer fein . Der General-Gouverneur begab sich nach Woronowa, wo eine große Menge von Gästen Zuflucht gefunden hatte. Doch als die Kunde vom Herannahen der Franzosen kam, erklärte Rostoptschin Len Versammelten, daß er auch fein liebstes Besitztum den Flammen übergeben werde. Er ermunterte die andern, Feuer anzulegen; er selbst ging, von dem englischen Gesandten Sir Robert Wilson' begleitet, in sein Schlafzimmer und warf eine brennende Fackel in die Betten. Als dann überall die Flammen aufloderten, stand er kalt und ruhig und rief: „Nun bin ich 'zufrieden!" Auf den rauchenden Trümmern brachte er mit eigener Hand folgende Inschrift an: „Acht Jahre habe ich darauf verwandt, dieses Haus zu verschönern, und habe darin glücklich gelebt im Schoße meiner Familie. Nun lege ich Feuer daran, damit es nicht besudelt werde durch Eure Gegenwart. Franzosen, ich hübe euch mein Haus in Moskau überlassen mit einer Einrichtung für eine halbe Million Rubel. Hier werdet ihr nur Asche finden". Die heroische und doch auch wieder herostratische Tat Rostoptschins hat ihm selbst, so nützlich sie auch dem Vaterland war, kein Glück gebracht. Der Zar wagte nicht die Handlung, die ohne einen Befehl geschehen war, gut zu'heißen. Roftoptschin siel in Ungnade und ging freiwillig in die Verbannung. Acht Jahre irrte er in Europa umher, und als er 1823, ein alter, müder und! kranker Mann, in die Heimat zurückkehrte, um dort zu sterben, schrieb er jene Broschüre „Die Wahrheit über den Brand von Moskau", in der er die Tat völlig ableugnete und sie dem Zufall und der Unachtsamkeit zuschrieb. Dadurch hat er die Welt eine Zeitlang über seinen eigenen Heroismus getäuscht, aber heute steht es durch sichere Dokumente außer Zweifel, daß Roftoptschin der Brandstifter von Moskau war. Die Zimmerpflanzen und ihre Pflege. Eine allgemeine Tabelle wird nufere Leser am besten und schnellsten über die Anforderungen unterrichten, welche die Topfpflanzen während des Winters an Wärme-, Licht- und Feuchtigkeits-Verhältnisse stellen. Nicht berücksichtigt sind in der folgenden Liste nur die Treibsträucher, Palmen, Farne und einige zur Winterblüte künstlich vorbereitete Blumen, deren Kultur an anderer Stelle angegeben wurde. Bei der Einräumung in die Winterquartiere oder in§ Zimmer wird es als selbstverständlich erscheinen, daß die Pflanzen Et dem größten Wärmebedürfnis zuerst der rauheren Außenluft entzogen werden. Ueberwinterungs'liste. Ueberwintert werden von den nicht im Winter blühenden Gewächsen: Warm (10—20 Grad C.): Alo 8 (kann auch kühl stehen; sparsam gießen; nicht benetzen); As kl epi as (Porzellanblume, Hoya), hell; Äspidistra (Schildblume), kann auch kühl und kalt stehen, hell oder dunkel, je wärmer, um so feuchter; Azaleen, sobald die Knospen Farbe zeigen (feucht, hell und viel spritzen). — Blattbegonien (auch kühler); Jmmerblühende Begonien (nicht zu feucht, auch kühler); Bougainvillea, hell; — Drehfrucht: s. Streptocarpus; Efeupelargonien: s. Pelargonien; Euphorbia (Wolfsmilch); Fiens (GummibauM); Geranium: s. Pelargonium; Hoya: f. Asklepios; von den Kakteen nur die Phyllokak- teen und Epiphyllum, die Echinopsis bei 8—12 Grad, die übrigen noch kühler. Ferner das Nidnlarium (Nestrosette) bei 8—20 Grad. Ophiopogon (Schlangenbart) kann Schatten, Kalte und Wärme vertragen; am besten kühl; das buntblattrige ist etwas empfindlicher. Pandanus (Schraubenbaum): hell; von den Passiflora (Passionsblumen) nut die Hybriden, die übrigen auch kühler. Von den Pelargonien: Englische Pel., Efeu-Pelargonien und Geranien nur die Stecklinge Sell und nicht trocken); die älteren Pflanzen, außer den winter- ühenden, kühl bis kalt. Ferner Peperonia, Philodendron (Baumlieb, Zehrwurzel), Rivinia, Ruellia und R'ns- felia (letztere ziemlich trocken und hell); Saint paulia (Usambaraveilchen); Schiefblatt s. Begonie; Schlangenbart !|. Ophiopogon; Schrauben bäum s. Pandanus; Strep- rocarpus (Drehsruchtt warm bis lauwarm, mäßig feucht; winterblühendes T e t r a n e m a (Vierfaden) hell; Tradescantie warm, kühl oder kalt, je wärmer, desto feuchter und Heller; Usambaraveilchen s. Saintpaulia; Vierfaden s. Tetranema; Vinca rosea (Sinngrün) warm und hell, die übrigen Vinca kälter; Wolfsmilchs. Euphorbia; Z ehr wurzel f. P hilode n d r o n. Kühl (bei 5 bis' 10 Grad C., und nur ausnahmsweise mit höherer Wärme; also etwa int Nebenzimmer) wird die Mehrzahl aller Topfblumen überwintert; und zwar (die Zahlen bezeichnen die Wärmegrade in Celsius): Acacia hell; A ch i m e n e s (Schiefteller) trocken, einziehen lassen; Aloö; Alpenveilchen s. Cyclamen; A r a l i a; A r a u c a r i a (Schmucktanne) 3—10; Asparagus (Zierspargel) 5—15, heN; Äspidistra (Schildblume) warm, kühl oder kalt; Azalea bis zur Knospenbildung 2—8, hell, nicht trocken; dann wärmer und feuchter; Knollenbegonien: Knollen kühl, dunkel, trocken aufbewahren; Bill- bergien 8—12, trocken, auch dunkler nach der Blüte; Bau- vardia während bet Blüte wärmer, nachher ca. 7, trocken; Calceolaria (Pantoffelblume) 2—10, Calla: hell, mäßig feucht, wenn Knospen wärmer und feuchter; Cornelia 5—10, wenn Knospen Farbe zeigen: wärmer und feucht; Einer ar ia (Senecio cruentus, Greiskraut) 2—8, hell, luftig, nicht trocken; nach Knospenansatz hell, feucht, luftig, spritzen; Cissns (Klimme) ziemlich trocken; Clerodendron (Loosbaum) 5—12; Clivia 5—12, ziemlich trocken; Coronilla (Kronwicke) hell; Correa; Cothledon (Echeveria, Nabelkraut) trocken und hell; Crassula (Dickblatt) warm und kühl; Cnphea (Höckerkelch) 5—12, auch während der Blüte; Cyclamen (Alpenveilchen) bis zur Knospenbildung nicht über 10; Datura (Stechapfel); Dracäna; Echeveria s. Cotyledon; Eis kr aut s. Mesem- brianthemum); Efeu, Erica (Heide) hell, nicht austrocknen; Fuchsien-Stecklinge, hell, nicht trocken; Gloxinia: Knollen in den Töpfen, dunkel, trocken, lustig; Heide s. Erika; Heliotrop; Hermannia hell, ziemlich'trocken;, HibiscnS (Rosen-Eibisch) während der Bküte wärmer; Hirse gras f. Panicum; Jmantophyllum s. Clivia; Iris ungui- cularis; Justitia ziemlich trocken, ca 12; Kapuzinerkresse s. Tropäolum; Klimme s. Cissus; Libertia hell; L i b o n i a: kann für Januarblüte auch angetrieben werden; L o b e- l i a: Erinus und-Stauden; L o o sboum; Lotus (Hornklee) hell, luftig; Maurandia; Med colo 5—15; Eiskrant (Me- fembrianthemum) hell, ziemlich trocken; Mimosa, Myrte; alle Nelken: hell, ziemlich trocken; Ophiopogon (Schlangenbart); O x al is (Sauerkleei hell, luftig, nach der Blüte: Zwiebeln trocken auf bewahr en; Pantoffelblume; Pernettya; Poinfettia (WeihnachtssterM nach der Blüte trocken; Primulä chinensis und obconica: 8—15, hell, gleichmäßig feucht; Rochea hell, luftig; Sommersämlinge von Salvia patens (blauer Salbei); Salvia fplendens (roter Salbei) für Winterblüte 8—12; Schief teilet (Achimenes); Schildblu me (Aspi- distta); Schmuckmalve (Abutilon), auch kühler; Schmucktanne (Araucaria); Sedum hell, ziemlich trocken; ebenso Sempervivum; Sonnenwende (Heliotrop); Spar- mannia (Zimmerlinde) hell, lustig; Stechapfel (Datura); Tigridia (Tigerblume^ bis Febr. auch dunkel; Torenia; Tropäolum lobbianum: SteMnge hell, mäßig feucht; Tydää nicht trocken; Vallota purpurea ziemlich trocken; Vero- nica (Ehrenpreis) hell, nicht zu feucht; Weihnachtsstern (Poinfettia); Wikströmia^hell, wenn Blüte (Februar) auch wärmer, Zimmerlinde (Sparmannia). Kalt (0—6 Grad C.) überwintern die härteren Gewächse: Abutilon (Schmuckmalve) 2—10; Agapanthus (Schmucklilie) fast trocken, auch im Keller; Andromeda; Arumpa- l ä st i n u m (schwarze Calla); Aucuba nicht ganz trocken; Cal- listemon (Schönfaden) lustig, mäßig feucht; Campanula (Glockenblume); C h o r y z e m a (Kreisfahne); C e r a s u s (Kirsch- lorbeer); Citrus (Zitrone usw.); C o r d y l i n e (auch trn Hellen Keller); Cytisus (Gaißklee); Dios ma (Götterduft) luftig,- mäßig feucht; Duchesnea; Erythrina Crista-galli (Korallenbaum) trocken, auch im Keller eingeschlagen; Evony- mus (SpindelbauM); Fuchsia fast trocken (auch int Keller); Ginster; Goldlack (später anzutreiben); G t an a t b aum, s. Punica; Helichrysum (Strohblume); Heliotrop, luftig, auch im Keller; Immergrün (Vinca minor und major); Kal- mia, Kirschlotbeer (Cerasus) und Lorbeer (Laurus): nicht ganz trocken; Nachtkerze (Oenottzera missouriensis) fast trocken, Freiland-Primel; Punica (Granatbaum) luftig, fast trocken, auch Keller; Rhododendron: auch Keller, aber sehr hell, treibend wärmer; Rosen-Stecklinge, nicht austrocknen taffen; Rosmarin hell, luftig; Salvia patens (blauer Salbei) ziemlich trocken, auch eingeschlagen im Keller; Schlinge (Viburnum); Schmucklilie (Agapanthus); SkiMmia hell; Spindelbaum (Evonhmus); Strohblume (Helichrysum); ViburnumTinus (Lorbeer-Schlinge); Vinca (Immergrün) außer Vinca rosea; Pucca ziemlich trocken. Zitatenräisel. Ans jedem der folgenden Zitate ist ein Wort zu nehmen, so daß sich ein neues Zitat ergibt: 1. Bescheidenheit ohne Maß ist verkappter Stolz. 2. Arbeit gewinnt Feuer aus den Steinen. 3. Schaffen und Streben allein nur ist Leben. 4. Es ist der Krieg ein roh gewaltsam Handwerk. 5. Lerne leiden, ohne zu klagen. 6. Leiden und sterben, jeder muß erben. 7. Wer Sorge hat, der hat nicht, was er hat. 8. Nur der ist froh, der geben mag. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Rätsels in voriger Nummer: Roda, Dora. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brlihl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.