jÖ «VT x iW W> li'HllgBSä ^^Wgl ^65$em und des Eine Heldin. Novelle von Max Karl Böttcher-Chemnitz. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Als sich Graf zu Hollen nach des Erbprinzen Rückkehr bei ihm melden ließ, dankte dieser für weitere Dienste am Abend Der Herzog und Hans Jochen nahmen für gewöhnlich abends ihre Mahlzeit gemeinschaftlich er« und zwax im Bibliothekszimmer Hans Jochens. Born, des Erbprinzen Kammerdiener, genoß die besondere Ehre, den Herren servieren zu dürfen. Hier sprachen sich Vater und Sohn aus, hier wurden Negierungsangelegenheiten ganz ohne höfische Beeinflussung, ganz selbständig beraten. Hans Jochen war heute abend mißgestimmt. Er fühlte, daß er am Nachmittag unrecht gehandelt, er fühlte sich dem Vater sowohl als auch Kathinka gegenüber schuldbeladen. Der gute alte Herzog billigte völlig des Erbprinzen Besuch bei der Fürstin-Tante und auch dre Ausfahrt nach Schw an au. I Das solltest du öfters machen, mein Junge, um deinet- und'des Volkes willen. Wenn du so in Zivil unter dre Leute trittst, wenn sie merken, du achtest ihre Interessen, I so spinnen ich Fäden hinüber und herüber, die niemals entstehen können, wenn sie dich nur im Purpurmantel und I Hofprunk kennen." - Pater, ich denke aber, unsere Umgebung durfte von dieser Art der Abstreifung des fürstlichen Nimbus nicht so recht erbaut sein." . Ach laß sie Der gute Graul ist in Hosdiensten alt und "gr?u geworden. Er ist zu Konservativ um sich iN moderne Bewegungen finden zu können, und Graf Hollen, | na — der tut eben, was Graul tut, denn der «Graf spekuliert sicher auf den Marschallshut - und da er seine Pflicht so ernst nimmt, sind seine Aussichten fa auch Hans Jochen lachte. „Ernst nimmt er sein.Amt, das muß man ihm lassen, Wohl manchmal zu ernst, so daß ich ihm werde öfters die Arbeit erleichtern müssen. Uebriaens, Jochen, die gute Tante habe ich in der letzten Zeit etwas vernachlässigt. Du könntest die Sunde des Vaters wieder gut machen und sie öfters mal besuchen. "Sv^ ^ind^dir diese Molche so amüsant?" * "Das nicht — aber Fräulein von Hämmerling mit ^^^Ach^so. Was macht übrigens unsere Tochting. Hat sie Ach dmke" Tante scheint schon sehr vertraut mitihr zu smn. Kathinka ist sehr zufrieder^ und über den 'Ausflug beute nachmittag war sie überglückliche „Das kann ich mir denken. Wie wäre es, wenn wir ftg öfters einmal ausreiten ließen?" sagte der Herzog, „Die Häminerling?" „Na ja, ihr Vater hat mir Wunderdinge von ihrep Reitkunst erzählt. Du und Hollen könnt fte ja begleiten. Der Herzog zog sich in sein Arbeitszimmer zurück, und Hans Jochen begab sich zu Fuß und ohne sehe Begleitung in das Kasino der Gardereiter, wo heute ein Liebesmahl! stattfand. m - Vom Kasinogarten erscholl Musik und Gläserklirren. — Er blieb an der Seitenpforte stehen; dann zog er sich die Mütze tief in die Stirn und durchwanderte etliche Straßen. Er mochte noch nicht hineingehen in dre überlaute Fröhlichkeit. In Berlin, ja, da war das etwas anderes gewesen; der lautesten einer war er dort gewesen. Aber hier als Erbprinz und Regent — hier durfte er nur Huldigungen entgegeniiehmen und selbst nicht mit fröhlich sein. Wieder packte ihn Sehnsucht iiach seinem Berlin; das Gefühl des Verlassenseins drückte ihn stärker denn je. - W Pärchen und flirtende Backfische kamen an ihm vorüber. Da dachte er an den vergangenen Nachmittag. Er stellte sich den Augenblick des süßen Vergessens vor, den Augenblick, ut welchem die kleine Hämmerling ihre Neigung verriet. „Fort mit diesen Gedanken, —■ das darf nicht sein, sagte er zu sich selbst. Er kehrte schnell um und betrat das Kasino. Bei seinem Eintritt erhoben sich die Herren, und größte Stille trat ein. Der Regimentskommandeur eilte ihm entgegen und begrüßte ihn mit lauter Stimme, der man dre Freude ob der hohen Ehre deutlich anhorte. Dre Musikkapelle spielte hierauf den Nationalmarsch, den man stehend anhörte und dann begrüßte Seine Hoheit die Stabsoffiziere mit der Hand, während sich die anderen Herren mit erner Gesamtverbeugung begnügen mußten. Die Unterhaltung nahm nun einen ganz anderen Verlauf, wre vorher. Man sprach nur leise mit seinem Nachbar, und alle, mit Ausnahme des Regimentskommandeurs, mutzten warten, bis Seine Hoheit sie durch eine Ansprache auszerchnete. Hans Jochen war das zuin Sterben langweilig. Am liebsten Ware I er aufgesprungen und hätte gerufen: „Aber Kinder, seid I doch nicht so fade; seid doch lustig; schreit und tollt und trinkt und singt, wie ich das vor sechs Wochen.auchnoch aemackt habe." Aber das ging eben nicht. Nun hatte er Regimentskommandeur, der erst Oberstleutnant war, auch noch aus Versehen „Herr Oberst" genannt - und da blieb ihm nun nichts weiter übrig, als morgen fernen .Vater I um die Beförderung des Kommandeurs zu bitten. Dcu I erhöhte natürlich seine Laune nicht. Ma;or von Gunther, I der links von ihm saß, erzählte breit und lang von entern I Rekruten, der nie lernen wollte, die Absätze un Bügel I beranterzudrücken. Der Erbprinz hörte gar nicht zu, sondern nickte nur von Zeit zu Zeit oder ließ ein „Ach was? oder I Ganz recht" hören oder er kachelte verbindlich. Plötzlich ivrana er auf und rief mit heller freudiger Stimme: I „Na, zum Donnerwetter, ist das nicht der Leutnant: I von Schröder ha unten?" | „Zu Befehl, Ew. Hoheit/^ 170 Mit drei, vier Schritten war Hans Jochen am unteren Ende der Tafel und faßte den jungen Leutnant bei beiden Händen. „Ja — Mensch, wie kommen aber Sie hierher? Waren Sie denn nicht Fahnenjunker in meinem Regiment, ehe Sie aus die Kriegsschule kamen?" „Zn Befehl, Ew. Hoheit, und daun bin ich zu den Gardereitern versetzt worden." „Das ist ja prächtig. Kommen Sie, darauf müssen wir mal an stoßen." Und er schleppte beit jungen Offizier am Arni mit hinauf an seinen Platz und trank mit ihm. Er war jetzt wie ausgewechselt. Er trauk vielen der Herren zu, forderte sie auf, zu singen, und war liebenswürdig wie ein Kamerad. Und das alles aus Freude, einen Bekannten aus Berlin gefunden zu haben. In gehobenster Stimmung verließ er kurz vor Mitternacht das Kasino. Die Stabsoffiziere wollten ihn zum Schloß begleiten, aber er lehnte ab. Es war eine herrliche Frühsommernacht. Er bog in den Park ein und wanderte ganz langsam durch die stillen Wege. Kein Laut störte die heilige Ruhe. Oft blieb er stehen und sog die würzigen Düfte ein oder lauschte dem geheimnisvollen Raunen der Nacht. Ein ferner Lichtschimmer zog ihn an. Er ging dem Scheine nach, doch der schien bald stärker zu werden, bald zu verschwinden; irrlichterhaft flackerte er durch die Büsche.' Da'tauchte in ihm der Gedanke auf: Das kann nur ein Fenster im Gartenpalais sein, — und zugleich ein anderer Gedanke: Wenn das Licht aus Kathinkas Zimmer käme. Er ging ganz leise näher und lehnte sich an den Stamm einer Rotbuche. Dann berechnete er sorgfältig die Fenster nach den Zimmern, und als er hinter der Gardine silhouettengleich einen Schatten erblickte, erkannte er Kathinkas feines Profil. Er suchte zwei kleine Steinchen und warf sie nach dem Fenster. Das erste schlug au die Mauer und prallte zurück; das zweite jedoch traf mit leisem Klirren die Glasscheibe. Mit angehaltenem Atem lauschte er. Da, — ganz vorsichtig schob sich der Store zurück, und Kathinkas' Gesichtchen lugte in die finstere Nacht. „Dornröschen, — Prinzeß Dornröschen," rief der Erbprinz mit weicher, gedämpfter Stimme. Kathiuka hatte ihn sofort erkannt. „Um Gotteswillen, Hoheit, was machen Sie hier?" fragte sie angsterfüllt. „Ick will Dornröschen aus seinem Schlafe erwecken." „Ach Prinz." Dies sagte sie flehend; in dem Ton ihrer Stimme lag «ine stumme Bitte. Aber die Stimmung der Nacht, wohl auch der, Sekt des Kasinos hatten in ihm die Leidenschaft erweckt. Er trat näher und bat: „Ach, Dornröschen, wollen Sie Ihrem Prinz nicht auch den Märchenlohn gönnen?" „Hoheit, ich bitte Sie, ich flehe Sie an, denken Sie an Ihre Stellung, an Ihr Renomee, bedenken Sie doch den Posten, der vorm Portal steht." Diese Mahnung ernüchterte ihn, und Kathinkas Sorge um ihn und sein Renomntee rührte ihn zugleich. Er bat ste wegen der Störung um Verzeihung, und nach kurzem Gutenachtgruß ging er schnell davon. Am nächsten Morgen befahl er, für sich und Graf Hollen die Pferde zu satteln. Seinen Kammerdiener Born sandte er in das Gartenpalais mit dem Auftrage, Fräulein von Hämmerling zu bitten, am ersten Morgenritt teilzunehmen, er würde ihr- ein Pferd Punkt neun Uhr vor die Rampe schicken, und er selbst wolle kurz nach neun Uhr am großen Rundell im Parke fein. Graf Hollen war sprachlos, als ihn der Erbprinz zur Reitpartie einlud. „Gehen Sie schnell heim, Graf — und kehren Sie in einer halben Stunde als flotter Reitersmann zurück. Wir wollen ausreiten." „Aber, Hoheit, ich weiß nicht, ob Ew. Hoheit noch nicht bekannt ist, daß mir der Arzt . . ." „Mein lieber Hollen, — man läßt sich doch nur ärztlickw Vorschriften geben, um sie nicht zu halten. Also bitte, — jede Minute ist kostbar." „Ew. Hoheit, das Reiten macht mir Beschwerden." „Na, dann eilen Sie schnell zu Merkwitz, er soll mich begleiten." Der Graf zog sich zurück und meldete sich nach' zwanzig Mmuten toteber, und zwar klar zum Reiten. Hans Jochen konnte etn triumphierendes Lächeln nicht unterdrücken. Zwei Minuten später ritten sie durch den Park. Vom Rundell kam ihnen Kathiuka schon entgegengespreugt. Im schwarzen, knapp sitzenden Reitkleid hob sie sich wunderbar ab von dem schneeigen Weiß des Zelters. Sie saß gut und sicher zu Pferde. Ein rosiger Schimmer lagerte auf ihren Wangen und machte sie niärchenhast schön. Der Prinz sah sie lange an, ehe er sie begrüßte, und sein Gruß fiel wohl herzlicher aus, als er beabsichtigte. „Unb wohin, Fräulein von Hämmerling?" „Mir gleich. Hinaus ins Freie, wo wir Bahn haben/ über Wiesen und Sturzäcker, über die Heide — wohin Sie wollen, Hoheit, nur toll muß es hergehen." Den Grasen schauderte es. Er schleuderte einen haßerfüllten Blick nach der Sprecherin, doch an ihrem Liebreiz prallte er ab. Kammer Herr von Hollen war Aesthetiker. Bewunderung und Zorn führten einen heißen Kampf und erstere siegte. Kathinkas Schimmel schien kaum den Boden zu berühren, und der Erbprinz arbeitete stark mit der Peitsche, um [einen Gaul nachzubringen. Der dicke Graf stöhnte und ächzte — und als die beiden Reiter vor ihm nur noch wie kleine schwarze Punkte erschienen, ließ er sein Tier in Schritt verfallen und gab es aus, die Herrschaften einzuholen. Kathiuka und der Prinz waren in Heideland gekommen; links und rechts tauchte Wald auf; die Heids verlief in eine Waldschneise, und jetzt endlich zügelte Ka-i thinka ihr Roß. Einen Augenblick spater war der Erbprinz an ihrer Seite. „Alle Wetter, Kathinka," sagte er atemlos, „Sie verstehen, einem warm zu machen." Sie wandte ihm ihr Gesicht zu unb strahlte ihn mit ihren großen Augen glücklich an. Dann holte sie tief Atem und sagte: „Das hat gut getan. Aber wo ist der Graf, Hoheit?" „Brauchen Sie ihn?" Sie schüttelte den Kopf, und dann sagte sie ganz leiser „Aber so allein mit Ihnen." „Fürchten Sie sich?" Sie verneinte zaghaft und senkte ihr Köpfchen. Nun ritte» sie schweigend die Waldschneise entlang. Um sich nichts als duftettden Tann, über sich den blauen Himmel mit vielen winzig kleinen Wolkenfchäschen und unter sich die knospende Heide. Der Holzgraben ward enger, so daß die Pferde sich dicht aneinander drängten. Haus Jochen griff in Kathinkas Zügel. „Wollen wir nicht einen Augenblick rasten, Kathiuka?" „Gern, Hoheit." Sie sprang gewandt aus dem Sattel, und während der Prinz die Pferde anpflockte, suchte sie einen passenden Sitz aus. Hans Jochen holte aus seiner Satteltasche eine kleine Flasche Rotwein, der ein silberner Becher aufgeschraubti war, und einer Nickelkapsel entnahm er zwei Semmeln, die mit kaltem Braten belegt waren. Sie setzten sich dicht nebeneinander auf den Baumstumpf und schmausten; dann schenkte der Prinz den Wein in das silberne Becherchen und reichte ihn Kathinka. „Auf Ihr Wohl, Prinz." Sie setzte ab. „Darf ich leer trinken?" „Aber natürlich." Und sie trank den feurigen Wein bis auf den letzten; Tropfen. Darnach schenkte sie Hans Jochen den Rest der Flasche ein. „Ans Ihre Schönheit, —7 und Ihre Zukunft." „Prinz!" Er faßte ihre Hand. „Kathinka, ich möchte JhUen einmal ein Märchen er» Wählen." „O ja, Prinz — ein recht schönes." „Vor alten, alten Zeiten lebte ein'mächtiger König. Er hatte aber auf Erden keine Freude, als seinen einzigen Sohn. Als der Prinz nun groß ward, traten die Räte des Königs unb die Weisen des Volkes zum Herrscher und fagtetf: „Herr, es ist an der Zeit, daß du für deinen Sohn eine Gattin suchst." Da sprach der König: „Wohlan, die Schönste int Reiche, und die Beste soll seine Braut werden." Nun suchten die Räte des Königs im Lande, und als sie keine fanden, reiften sie in alle Welt, um eine Königin zu suchen. Der Prinz aber war ein träumerischer Jüngling. Eines Tages nun sand er am Strande ein Mägdlein, das war Vater- und mutterlos — und er hob es auf." Des Prinzen Stimme wurde immer schwächer, uni) als 171 Der Unfall. Skizze von L 6 ou Ttapid. Autorisierte Uebersetzung von N. Collin. Herr und Frau Mirvallon tolnrcn strenge Eltern; erstens Ms Prinzig, dann aus Nervosität, schließlich, ans Gewohnheit — denn eine Strafe erleichtert, sie dient als Ablenkung für andere Unannehmlichkeiten und unterbricht das tägliche Einerlei. Manche Leute behaupteten, der kleine Albert Mirvallon sähe zu alt Und zu ernst Wr seine sechs Jahre aus. Die Familie bewohnte eine Villa mit Garten, etwa fünf Minuten von der Eisenbahn gelegen. An einem Juninachmittag gegen fünf Uhr, als die Sonne noch herrlich leuchtete, kam Herr Mirvallon vom Bahnhof. Hinterher schritt Grapard, ein rachitischer, verblödeter Straßenjunge von sieben Jahren mit einem Hutkarton in der Hand. Als sie im Gärtchen angelangt waren und Herr Mirvallon den Gerätschuppen, der als Arrestlokal Alberts diente, geschlossen sah, lachte er gutgelaunt und befreite seinen Sohn großmütig. In der Absicht einen Scherz zu machen rief er; „Na, bevor deine Mutter ausßing, hat sie sich doch wieder über dich ärgern inüssen, wie? Nun höre, mein Junge, heute ist der Tag gekommen, an dem du wirklich vor die Tür gesetzt wirst. Ich habe dir schon lange damit gedroht, nun wirst du das Haus verlassen wie ein Dienstmädchen, das man hinauswirst, und damit du siehst, daß ich, Ernst mache, habe ich hier schon Grapard als Stellvertreter für dick;, mitgebracht. Ja, ja, guck mich nur an: ich lache nicht, du mußt heute gehen ..." In diesem Augenblick wurde am Gittertor geklingelt. Herr Mirvallon öffnete, begrüßte einen anscheinend sehr wichtigen Besuch, verbeugte sich, hörte, was der Herr sagte, antwortete und verließ mit dem Besucher das Haus, ohne an seinen Albert und den kleinen Grapard noch einen Augenblick zu denken. Einen Moment betrachteten sich die beiden Müder verdrießlich. Albert überlegte sich das unerschütterliche Verdikt: man wirft dich hinaus! Ein Zweifel war ausgeschlossen, denn sein Nachfolger war schon da. Vr «eben sich leises Weinen vernahm, hörte er auf zu reden. Er beugte sich zu Kathinka und nahm ihr die Hände vom Antlitz und küßte ihr die Tränen aus den Augen — und Kathinka schmiegte sich an ihn und weinte lange an seinem Halse.-- Dann ritten sie schweigend heim. Siebentes Kapitel. Am Nachmittage bat der Erbprinz seinen Vater um eine private Unterredung. Langsamen Schrittes ging er nach dem Arbeitskabinett des Herzogs. Er kämpfte mit sich, ob er dem Vater alles Bestehen sollte, oder ob er, unter Verzicht auf sein junges iebesglück, in einer schnellen Standesheirat seine Zuflucht suchen solle. Er kam zu keinem Entschluß. Herzog Wilhelm Ferdinand empfing Hans Jochen in feiner lrebväterlichen Weise: „Nun, was willst du ,mein Junge? Sprich dir einmal alles vom Herzen. Ich habe Heute mittag zur Frühstückstafel wohl gemerkt, daß etwas bei dir nicht stimmt." Der Prinz setzte sich au des Vaters' Seite, dann begann et: „Sieh, Vater, ich bin fast neunundzwanzig Jahre. Durch deine Güte habe ich einen herrlichen Lebensweg hinter mir. Die Zeit in meinem Regiment wird mir unvergeßlich bleiben. .. Du weißt, mit welcher Begeisterung ich Soldat bin, und! hättest du mich nicht zurückgerufen, ich hätte nicht den Dienst aufgegeben. Du hast mir nun vor etlichen Wochen mit- geteilt, du habest mit deinen Räten erwogen, unserem Lande die künftige Herrscherin zu suchen, es sei an der Zeit. Du hast aber in deiner rücksichtsvollen Weise mir überlassen, den Zeitpunkt der Brautwerbung zu bestimmen —" Der Prinz schwieg —, er war zur Entscheidung gekommen. Herzog Wilhelm Ferdinand erhob sich und trat schweigend an das Fenster. Der lebenskluge und erfahrene Mann schien zu ahnen, was' in des Sohnes Herzen vorging. Ein jäher, tiefer Schmerz erschütterte ihn, der Schmerz des Vaters, seinem Sohne, seinem liebsten, wehe tun zu müssen. Liebe zum Mnde und Liebe zum Volke standen sich gegenüber. Und das Bewußtsein stieg in ihm auf: Land und Volk haben ältere, heiligere Rechte an dich — als das Kind. Er wandte sich zu Hans Jochen. Mit milder Stimme sagte er: „Und du meinst, daß der Zeitpunkt der Brautwerbung jetzt gekommen sei?" (Fortsetzung folgt.) Grapard kann sich die Lage nicht recht klar machen; nur Begreift er, daß er hierbleiben muß und wäre es' nur der zehn Centimes wegen, die mau ihm gewöhnlich schenkt. Albert jedoch rst schon an Unglück gewöhnt und es ist ihm lieber, wenn ein Urteil gleich vollzogen wird. Voll resignierten Schmerzes' tritt er auf Grapard zu, streckt ihm die Hand hin und führt ihn ins Haus. Uno nach der ihm wohlbekannten Methode seiner Mutter, wenn sie einem neuen Dienstmädchen Bescheid sagt, beschließt er: „So, bevor ich also fortgehe, werde ich dich mit allem bekannt machen. Das ist hier das Eßzimmer. Nie darfst du es allein be- trefen, vor allen Dingen aber nicht die Büfettür öffnen. Bei Tisch hast du 3u Warten, daß man dir etwas gibt, aber niemals verlange ein Gericht zum zweiten Mal . . . Von manchen Speisen ißt Papa sehr, sehr viel; aber dann brauchst du ihm nicht zuzu- gucken und deinen Hals dämlich vorzustrecken. Im Gegenteil, du mußt tun, als ob du an ganz etwas anderes denkst, du siehst durch das Fenster oder auf die Fliegen unter der Hängelampe. Das ist der Salon, es ist dir verboten, allein hineinzugehen, du darfst nie dorthin kommen, wenn man dich nicht ruft —■ und bevor du über die Schwelle gehst, hast du dir die Hände zif waschen und die Nase zu putzen. Da ganz hinten am Korridor ist die Küche, da putzt du dir die Stiefel: einen Tag nimmst du Wichse, den zweiten Tag spuckst du nur darauf, nie darfst du zwei Tage hintereinander Wichse nehmen ... Es ist dir verboten, mit dem Dienstmädchen zu! sprechen, du tust es aber doch; kommt aber jemand, dann singe schnell beim Putzen tralalala. . . und das Mädchen schürt laut' mit dem Feuerhaken im Herd umher. Nun müssen wir die Treppe hinaufgehen, im ersten Stock finb bie Schlafzimmer. Hier schlafen Mmna und Papa, niemals darfst du das Zimmer Betreten, du siehst, es ist auefy verschlossen Nur _ am Neujahrstag und zu Mamas Geburtstag erlaubt man es dir; so tote du munter bist, kommst du barfuß hinein, küßt Mama und Papa, wenn sie noch im Bett liegen und sagst ihnen dein Gedicht auf. Das wird dein Zimmer sein. Hier mein Bett hatte ich so gern, es war mir das Liebste auf der Welt. Unten in dem Schrank liegen die Sachen für den Sonntag. Wenn dich die Stiefel drücken, darfst du nichts sagen, du mußt sie doch entzwei tragen, nicht wahr? Wer hat schuld, daß dein Fuß größer toirB, die Stiefel können doch nicht mitwachsen! Da oben auf dem Brett, wo du nicht hinauflangen kanust,- liegen schöne Spielsachen, aber du darfst nie damit spielen, sie sind zu teuer gewesen. . . Aber wenn fremde Leute mit dir darüber sprechen, mußt du vergnügt in die Hände klatschen. . a du bekommst die Spiele aber nie, man muß sie „aufsparen" . . s merke dir nur das Wort recht gut. Unter dem Bett in dem alten Korb liegen die gewöhnlichen Spielsachen; mit denen darfst du spielen, so viel du willst, ober nicht im Hause der Möbel wegen, nicht im Garten, damit du die Blüten nicht beschädigst, und nicht auf der Straße, aus Angst vor den Wagen. In dem Korb ist ein Luftballon, Murmeln und ein Kreisel, Den hat mir ein früheres Dienstmädchen, Mslie, geschenkt, ich habe sie sehr lieb gehabt. Ich weiß nicht, weshalb meine Mutter sie weggeschickt hat, Mslie weinte viel und sagte, sie wäre krank . , Hinter der Schiebetür des Kamins habe ich ein kleines Paket versteckt, einen Bonbon, ein Stück Biskuit und eine kleine Tafel Schokolade. Ich habe alles' gut eingewickelt, und es ist für meine Meine Schwester, die noch nicht bei uns' ist und bei ihrer Amme wohnt. Wenn sie nun nach Hause kommt, fürchte ich, wird sie viel weinen, denn das tun kleine Mädchen. Schreit sie also, tust du so, als ob du sie schiltst: „Wirst du gleich still sein!" und in einem Augenblick, in dem niemand hinsieht, steckst du ihr den Boston in den Mund , . . und ist sie noch nicht stille, die! Schokolade . . . So, nun wollen wir wieder in den Hausflur hinunter gehen. Hier am Meiderhalter hängt die Peitsche. Am Ende des Monats bekommst du häufiger Schläge. Papa kommt nach Hause und spricht nicht. Schließlich fragt ihn Mama: „Nun?" Er antwottet: „Nein, wieder nichts." Daun bist du sicher, durch- gcBrügelt zu werden. Da du also Schläge haben mußt, ist es besser, nicht lange darauf zu warten und schnell einen Stuhl umzuwerfen, oder anderen Lärm zu verursachen, du bekommst deine Strafe und kannst dann ruhig schlafen gehen. Mat Mama Migräne und bleibt den Tag über int Morgenrock, hast du auch Prügel zu erwarten. So, nun habe ich dir über alles' Bescheid gesagt." Albert schweigt einen Augenblick. Er geht seine Erinnerungen durch und unbewußt spricht .er jetzt in dem kurzen Ton feinet Mutter: „Alles in allem ist es bei uns sehr schön. Was muß man hier tun? Höflich sein, sauber, zuvorkommend, sparsam', vernünftig, gefällig, bescheiden, vergnügt, mäßig, aufmerksam, nicht neugierig, nicht widersprechen, nicht naschen, nichts anfassen, nichts, nehmen, sich nichts erlauben, nicht sprechen, nicht lachen . . . Ich gehe jetzt. Du kannst dich hier auf die Treppenstufen setzen. Und weil man mich fortschickt, weißt du, was ich tun werde? Dasselbe, wie der Herr, von dem Mama neulich laut aus der Zeitung vvrgelesen hat. Sdji setze mich auf 'die Schienen, auf "benen der Schnellzug entlang fährt . . . und das Schicksal nimmt feinen Lauf. . . 172 kommt. * Masern von 1000 Mann 0,62, in Frankreich dagegen 12,31. Bet Scharlach lauten die Zahlen für Frankreich 8,70, für das deutsche Heer 0,68. Für Diphtheritis: Frankreich 1,37, Deutschland 0,64, für Rheumatismus: Frankreich 18,27, Deutschland 7,68, für Ruhr: Frankreich 1,95 und Deutschland 0,12. Mit besonderem Nachdruck aber meist Dr. Binet auf die schlimmen Verwüstungen hin, die die Parotitis, der berüchtigte Ziegenpeter, der Volkskraft Frankreichs zufügt. Bei dem Stillstand der französischen Bevölkerungszunahme gewinnt dieses Leiden eine besondere Bedeutung, „weil fünf von hundert der Kranken dabei die Zeugungskraft einbüßen. Im Jahre 1909 mußte man in der französischen Armee nicht weniger als 11 227 Fälle von Parotitis feststellen; damit scheiden gegen 600 junge Männer von der Fortpflanzung der Rasse entgültig aus. In der Zeit 1903—190? zählte man in der französischen Armee auf je 1000 Soldaten nicht weniger als 18,66 Fälle von Paro- titis, während für die deutsche Armee im gleichen Zeitraum die Zahl 0,83 beträgt. In diesem Zusammenhänge spricht der französische Mediziner von den sanitären Verhältnissen. in Deutschland mit der größten Anerkennung. „Ter Desinfekltonsdienst in Deutschland ist imgleich viel besser organisiert als bei uns. Städte wie Berlin, Köln, Hamburg, Kiel usw. bieten uns hierin em Vorbr d, selbst in den kleinsten Städten fehlen Desinfektionsanstalten nicht, und dadurch erklärt sich auch der ungleich bessere Gesundheitszustand im deutschen Heere. Im Vergleich mit unserer Armee roen noiy iuuä 1 registriert mau im deutschen Heere: zwetinal so wenig Falle von Ja gegen fünf I Diphtheritis, Genickstarre und Influenza, fünfmal o wenig Falle ' ' $ ’ von Scharlach, sechsmal so wenig Typhus, 16mal so wenig Ruhr, 21 mal so wenig Pocken nnb 22 mal so wenig Parotitis wie un französischen Militärdienst. Und dabei," so schließt der französische Mediziner, „will ich gar nicht von der Schwindsucht sprechen, ©U bei unS dreimal so viel Soldaten heimsucht, als in Deutschland, Der Gesundheitszustand in der französischen und in der deutschen Armee. „Das Land muß es erfahren, die Nation muß endlich den Gesundheitszustand ihrer Armee ertennen, muß der Tatsache in« Auge sehen, daß Frankreich in pathologischer Beziehung an der Spitze der Nationen marschiert", mit diesen Worten beginnt der Chef der Medizinisch-Statistischen Abteilung der französischen Armee, Dr Binet-Sangle, einen Alarmruf, den er im Journal veröffentlicht und der in der Erkenntnis'gipfelt, daß es so wie bisher in der französischen Armee nicht weiter gehen könne. Auf Grund emeS umfangreichen amtlichen Zahlenmaterials vergleicht Dr. Brnet den Gesundheitszustand der französischen Truppen nut dem der deutschen, italienischen, österreichischen, englischen und russischen Truppen und kommt zii dein Ergebnis, daß auf allen Gebieten Frankreich a m schlechtesten abschneidet. Der französische Militärarzt weist mit besonderem Nachdruck auf die unvergleichlich viel besseren Verhältnisse in der deutschen Armee hin und die Gegenüberstellung der entspreche>rden Zahleii gibt in der Tat sür Frankreich ein geradezu trostloses Bild. . Die Krankheitszahl erreichte in den Jahren 1903—1907 auf je 1000 Soldaten folgende Ziffern. Im deutschen Heere erkrankten an Redaktion: K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universttäts-Buch- und Steindrrickerei, R. Lang», Du weißt wohl nicht, Was das Men soll, „das Schicksal nimmt seinen Lauf ?" Mama hat es mrr erklärt. Der SchmÄl zug nimmt einen mit, bu fliegst auf ; tw«« wan raiff g , Freund, da kommt man weit. - Uebrigens seitdem man mrr drohte, mich Hinauszuwersen, dachte, ich schon daran, zu -Vielte zu gehen, aber ich weiß nicht, wo sie wohn. _ . einmal tSnrp rnnf vielleicht komme ich hier nach langer Zett etntmu »nriita Jch'werd groß sein, einen Bart haben und einen alten ^ut tragen Keiner ^rd mich wiederevketmen Von wertem werde K versuchen, Mama zu sehen, und vielleicht werde ich vutcher haben'. Dann mußt du mrr versprechep- es tme Ms re »u mackien. Du sagst zu Mama: „Ich will nur den «troicy lieber weaiagen, er verstopft das Schloß mit Kieselsteinen - Du Lmst zu mir heran - und heimlich steckst du mrr ern Stuck ®“sÄ“ä«ÄÄ ei« MW- W. meta Mn«l im Korridor. Adieu. Behalte sie nicht aus dem Kopse, wenn lemrnd Rätsel. Das Erste kommt so leis und sachr In leuchtendem Geflimmer, Bedeckt in blendend reiner Pracht Die Welt mit Hellem Schimmer. Von den Kindern wird es mit Jubel begrüßt, Weil seinem Kommen inanch' Freude entsprießt. Wo das Zweite erscheint, Bitt're Tränen man weint, Tein Herzen wird's schwer und beklommen. Noch Keinen ich fand, Dem es nicht wär bekannt, Glück da, wo es nie hingekommen. Von dem Zweiten die Dritte Wohl viel verbirgt In ihrer Tiefe Grund, Tenn ach, wie manchen hat sie erwürgt, Ihm verschlossen sür immer den Mund. Manch banger Seufzer zum Himmel wohl drang Von den Lippen der Aermsten, die int Tod sie bezwang. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung der Königspromenade in voriger Nummer- Auswendig lernen sei, mein Sohn, dir eine Pflrcht; Verfäume nur dabei Jnwendiglernen nicht. Auswendig ist gelernt, was dir vom Munde streßt, Inwendig, was im Sinn lebendig stch erschließt. Rückert ' Herr Mirvallon: „Also wir wollen ihm nichts sagen? Frau Mirvallon: „Das macht um so größeren Ern- vruck aus ihn . . Seit einem Augenblick sehe rch die Dinge anders Man sollte von einem Kind nur verlangen, daß es da ist und sich wohl befindet ... ich ertrage es nicht langer . . „ üh muß ihn selber suchen gehen." (Voller Angst steht sre auf.) I tigen. * Herr Mirvallon (ist auch aufgestanden): Du brauchst | JW dich nicht mehr zu beunruhigen. Wir werden gleich wissen, welchen Streich er begangen hat, da kommt der Feldhüter zu unS., Ich habe mir gleich gedacht, daß es sich nm eine .Mauserei handelt. Frau Mirvallon: „Das schadet mchts .. Dn verleihst ihm, nicht wahr, Papa, wir verzechen ,. . . 5 Herr Mirvallon (macht einige Schritte nach der Treppe M und kehrt leichenblaß zu seiner Frau zuruck)- - - Ar ich . mein Liebling . . . ich verstehe mchts mehr... Der Bahnhofsvorsteher kommt auch. . ." Es ist sechs Uhr. Frau MirvaNon kommt nach pause „Nun mein Jungchen, weshalb sitzt du denn hier aus der Stufe. Du mußt nach Hause gehen. Einen Karton hast du her, gebracht? Schön, hier hastdu deine zehn Eentimes, Adieu.^ Die Uhr ist dreiviertel sieben. Herr und Frau Mirvallon sitzen am gedeckten Tisch im Eßzimmer sre haben noch nicht anaefangen zu essen. Herr Mirvallon. „Ja gegen fünf Ubr war er da Ich weiß nicht, was er tat, ich bm gleich wieder sortgkgangen Gräßlicher Bengel! Du glaubst, daß er keine Strafe verdient? Er wird diesmal tüchtige Prügel bekommen. Wir sind noch nicht streng genug Nun Marte? Marte „Er ist nirgends gesehen worden, Herr Mirvallon. Sicher ist er Mts den Wagen des Milchmanns geklettert, der nach dem Schloß fährt Das ist Gallois Manier, die Jungen mitzunehmen, . es hat schon manche Unannehmlichkeit darum gegeben. I VevMtschte». Herr Mirvallon: „Wir wollen essen Er bekdmmt > y. $a8 dickste Ehepaar der Welt sind unftreihg trockenes Brot." Durch die nach der Treppe geöffnete Balkontür I @Qmue( g^eslep Drew au8 Dover (Amerika) und feine Frau, des Eßzimmers kann man den Garwn und einen ziemlich großen l beren OTäbrf)entmmc in der vorliegenden Meldung verschwiegen Teil der Landstraße sehen. Dl« Eltern blicken leden Moment | roir!). g.r das hochanständige Gewicht von 457 Pfund; feine nach der Gartentür. I bessere Hälfte ist um vieles leichter, sie erfreut sich „nur" einer Herr Mirvallon: „Nun?" ! Schwere von 278 Pfund. Wohl feiten hat eine Hochzeitsreise unter Frau Mirvallon: „Nichts Wenn^ich «tme, kieht sich 1 Eigenartigeren Umständen stattgesimden wie die, welche das dicke mir alles zusammen, ich habe das G^uhl, als ob mrr das Herz 1 ^cpaar machte, als es den Bund fürs Leben schloß. @m be- herausgerissen wird, wie pfeift dm Wind! sonders starker Wagen war gebaut worden und das hochherrsckwf - Herr Mirvallon: „Wind, nein, das ist der Schnellzug | Gespann, das die beiden Gewichtigen durch einen großen Teil sieben Uhr zwanzig." . I Amerikas fuhr, bestand ans zwei Ochsen. Frau Mirvall on: „Nein, ich kann nichtenen. Hör I „ er . f qn ..$ er f>umor. Die „Boston Post" bringt mal, ich bin dm Ansicht, daß Nicht^swaft wmden sollt^^. hübsche Proben amerikanischen Humors. „Um Gotteswillen", Wir haben auch Nicht immer recht. Wenn er letzt käme, müßte emigemi „ich habe zuhause mein Portemonnaie öh ihm einen Kuß geben. . I „„term Kovfkiffen liegen lassen." „Nun, das schadet doch nichts, 9mn uuhts sagen? 1 unterm K°PM!!ni^.egen^wi^ ,r , ^q§ jQ. fie es meiner Frau geben." - „Mrs. Erz.: „Es ist nicht richtig, daß du aufs Gradewohl Willie beschuldigst, das Geld aus Deiner Tasche genommen zu haben. Ebenso gut könntest du auch mich verdach- ■ ' „Nein," erklärt Mr. Erz., „unmöglich, es ist ja nicht alles weqgenominen." — „Nein, Jonny, wie kannst Du nur mit so schmutzigen Händen zur Stunde kommen", sagt der Lehrer entrüstet, was würdest du sagen, wenn ich nun auch jo schmutzig zur örtiule kommen wollte?" „Kein Wort würde ich sagen," entgegnet der wohlerzogene Johny, „die Höflichkeit würde eS mir verbieten, darüber zu sprechen."