Donnerstag, den 15. August 9Rf Im! w äÄ® 7|Äri Il|nK^M ^OWWWMt«? | Ufiiiir Lommerleutnsnts. Roman von Walter Bloem. Copyright 1910 by Grethlein L- Co. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) . In dem Kreise der Gleichgültigen und' Zurückhaltenden, in dem Frobenius sich bewegte, hatte er, ohne es zu wissen und zu ahnen, einen geschworenen verbissenen Feind. r Major von Sassenbach hatte sich beim .Hauptmann Goll genau nach den Umständen erkundigt, unter denen der Reitunsall Landwehroffiziers zustande gekommen war. Goll hatte ihm erzählt, wie besorgniserregend sich der Gaul bereits auf dem Kasernenhof benommen —- wie er sich dann beim Ausreiten zum Exerzierplatz zur Ruhe gegeben habe, 6eint Klang der ersten Schüsse aber plötzlich wie wahnsinnig geworden und nach kurzem Widerstande seines Reiters in besinnungsloser Karriere mit ihm davongerast sei. Der Major hatte sich erinnert, daß Leutnant von Fi- uette ihm erzählt, es handle sich um ein notorisch verdorbenes Pferd, und er hielt sich für verpflichtet, festzustellen, wie es zusammenhängen mochte, daß die Verwaltung des Tattersalls einen solchen Schinder einem Offizier zu dienstlicher Verwendung an die Hand zu geben gewagt habe. Zufällig kam er in den nächsten Tagen an der Reitbahn vorbei, suchte den Direktor auf und beschwerte sich sehr energisch. Der schien untröstlich, ließ sofort den Stallaufseher kommen. Dieser war sehr erstaunt, daß ihm eine Rüge zugedacht war; just dieses Pferd sei ausdrücklich verlangt worden. Von wem denn? Ja, ,das wisse er nicht Mehr, Er müsse ist der Liste .Nachsehen. Er kam zurück, meldete: der Bursche des Oberleutnants Menshausen habe das Pferd bestellt — anzuschreiben für Herrn Leutnant der Landwehr Frobenius, ' Nun wußte der Major genug. 1 Er sprach dein! Direktor der Reitbahn sein Bedauern über das Ntißverständnis auch empfahl sich und überlegte «. m 1 Was tun? — Offenbar hatte der kaltherzige Geselle, den der Major ohnedies nicht leiden konnte, dem harmlosen Landwehrfritzen einen infamen Streich gespielt — Was war nun anzufangen —? Frobenius Mitteilung machen —? Aber dann mußte es ja Mord und Totschlag geben — —■ Nein —j er wollte sich den intriganten Herrn privatim vor- hinden, । Bei nächster Gelegenheit stellte er Menshausen r -„Herr Oberleutnant, Ihr Bursche hat am vergangenen Donnerstag vormittag im Tattersaal ein Pferd abgeholt — war das für Sie oder für jemand anders?" Das fahlbraune Gesicht des Oberleutnants würde noch uni einen Ton fahler , . . die aufgedrehten Schnurrbartspitzen zuckten leise . . . „Das war — für jemand anderch Herr Major!" „Für wen denn?" „Für den Leutnant der Landwehr Frobenius \" „Wie kamen Sie dazu?" „Der Bursche des Herrn Frobenius wußte noch nicht Bescheid im Tattersall!" „So — und da haben Sie ihm also freundlicherweise den Ihrigen zur Verfügung gestellt?" „Zu Befehl, Herr Major!" „Und — wie war es denn möglich, daß der Bursche mit dem notorisch unbrauchbaren und gemeingefährlichen Viech angezogen gekommen ist?" — Woher soll ich das wissen, Herr Major!? — ich bedaure das selbst aufs lebhafteste — ist eben 'ne kolossale Schweinerei von den Stallburschen im Tattersall." „Hm — also Sie hatten dem Burschen keine Anweisung gegeben, welches Pferd er bringen solle?" „Ich, Herr Major — — ?" In diesem Augenblick stieg eine dunkle Welle in das schnauzbärtige Antlitz des Stabsoffiziers ... die starken Kinnmuskeln begannen mächtig zu arbeiten . . . zwischen den zusammengepreßten Lippen drang keuchend der Atem hervor und blies die lang herabhängenden grauen Schnurr- bartborften in die Höhe . . . Herrgott, der Major wußte Bescheid! r-i Wie? — das mochte der Teufel wissen —! „Ich bitte ganz gehorsamst um Verzeihung, Herr Major — ich habe die Unwahrheit gesagt —" „Das heißt: Sie haben mich unverschämt belogen, Herr! — Frech und schamlos belogen haben Sie mich!!" -„Herr Major, ich muß ganz gehorsamst bitten —" „Gar nichts bitten müssen Sie. . . Soll ich Sie dem Ehrenrat melden — ?! Wissen Sie, was dann mit Ihnen passiert?!" Totenblaß, mit bebenden Lippen stand Menshausen vor dem Vorgesetzten. . . die weißbehandfchuhte Rechte am Mützenschirm flatterte hin und her , . . „Haben Sie gewußt, daß der Herr von der Landwehr keinen Schimmer vom Reiten hatte?" „Nein, Herr Major — ich habe ihn erst am Tage vorher beim Mittagessen kennen gelernt." „Na, und da haben Sie ihm nicht auf den ersten Blick angesehen, daß er nicht der Mann ist, einen solchen Racker zur Räson zu bringen?!" , Menshausen schwieg. „Geben Sie also zu, daß Ske sich einer Infamie schuldig gemacht haben?" „Herr Major =■,!" 1 1 „Geben Sie's zu — ?! Oder wollen Sie's vom Ehrengericht bescheinigt haben?! — Nicht nur, daß .Sie sich skandalös unkameradschaftlich benommen haben . . . Sie haben ein Menschenleben in Gefahr gebracht . . . Na, und Sie wissen ja auch, wem Sie's zu verdanken haben, daß Sie nicht als fahrlässiger Mörder dastehen —! Genügt Ihnen das nicht, um einfach in den Boden zu sinken',. Sie--? Also noch einmal: geben Sie zu, daß Sie sich ganz nnqualifizierbar benommen haben — geben Sie's zu —?" ' , „Es es r-; — soll nicht wieder Vorkommen, Herp Major!" „Ich denke in diesem Augenblick daran, daß Ihr verstorbener Herr Vater ein Kriegsschulkamerad von mir gewesen ist. . . dazu können Sie sich gratulieren . . . sonst — — Aber jch werde Sie im Auge behalten, Herr Oberleutnant — verlassen Sie sich darauf! Danke —!!" --Für diese Stunde hatte Menshausen Rache geschworen. Ohne daß Frobenius eine Ahnung davon hatte, umlauerte Menshausen seinen ganzen Lebenswandel, dienstlichen und außerdienstlichen. . . Irgendwo würde man schon etwas finden, wo man hinterhaken könnte . . . Es war ja doch auch reinweg zum Verrecken . . . immer kam aller Aerger von den verdammten Gehirnfatzken, die dem ehrlichen Soldaten hier in seine Arbeit hinein- korksten... Vor wenig Tagen hatte er draußen bei der Felddienstübung wegen des versedrechselndcn Einjährigen einen Riescnanriß besehen . . . und nun diese gottverfluchte Schweinerei, die ihn das Wohlwollen seines Bataillonskommandeurs gekostet hatte! — Das sollte nicht.vergessen werden —! Während die Reserveoffiziere sich bei den Hähern Vorgesetzten lediglich dienstlich zu melden hatten, war es üblich im Regiment, daß sie ihrem Kompagniechef noch einen gesellschaftlichen Besuch in dessen Wohnung abstatteten; bei den verheirateten Herren pflegten sie aber zwei Karten nur dann abzugeben, wenn sie dazu besonders aufgefordert wurden. Das lag ja bei Martin Flamberg vor. . . Eines Morgens nach dem Dienst warf er sich in Besuchsanzug, um Frau von Brandeis seine Aufwartung zu machen. . Er hatte, wie.täglich bei der Rückkehr von der Kaserne, ein zärtliches Briefchen seiner Braut rkorgefunden, und während er sein zweites Frühstück verzehrte, überlas er, ein stilles Lächeln um die Lippen, die beglückenden Zeilen... Agathe richtete zurzeit daheim das eheliche Nest ein und meldete freudestrahlend, daß die Saloneinrichtunq ausgestellt sei... „Auch noch für ein anderes Zimmer sind die Möbel angekommen. Denk dir selbst, du Schlimmer, für welches!" Ach, du süßes, süßes Mädel! . . . Herrgott, nur sieben Wochen noch! — , Er schob den Brief in den Aermel seines Ueberrocks und Mächte sich auf den Weg. „ Eine Weile noch spann seine Phantasie die holdseligen Träume weiter. Dann aber begannen sich seine Gedanken mit dem Ziel seines Besuches zu beschäftigen. .Er hatte genug im Regiment von Frau von Brandeis gehört, um zu wissen, daß er einem nicht ganz gewöhnlichen Erlebnis entgegengehe. Niemand wollte so recht begreifen, wie Herr von Brand- eis an diese Frau gekommen war. Ein liebenswürdiger Herr von tadellosen Manieren, einigem Unterhaltungstalent und auch von durchschnittlichen militärischen Fähigkeiten. Daß er allerdings einmal im Schießen mit seiner Kompagnie den Kaiserpreis davongetragen, das schrieb man weniger seinen eigenen Bemühungen zu, als der Tüchtigkeit seines Kompagnieoffiziers, des nunmehrigen Regimentsadjutanten, Oberleutnant von Schoenowa. Und so mißgönnte man ihm ein klein wenig den Roten Adlerorden vrerter Klasse, den er diesem glänzenden Schießresultat ferner^ Kohorte verdankte. . ,' man aber als ganz nnd> gar wöhlverdient au- sah, Has waren die zahlreichen Frühstücksorden, die ihm zuterl geworden waren, wenn er. das Regiment bei Fürstenbesuchen ,und Hoffestlichkeiten zü vertreten hafte; denn seine Repräsentationstalente wären beträchtlich, und Englisch und Französisch sprach er wie seine Muttersprache.! Aber das alles waren doch keine Qualitäten, die Anspruch auf die Gunst einer Dame, wie seine Frau war, gewährten! Frau Cäcilie wär vor anderthälb Iahten dem! Regiment wie ein Stern aufgegangen » Jeder kannte die Höhe ihrer Mitgift und wüßte, daß sie ans -ein noch ganz anderes Vermögen Anwartschaft hatte, wenn sie einmal ihre noch recht rüstigen .Eltern in Wiesbaden beerben würde. Inmitten eines Offizierkorps, dessen Ungehörige weder von Hanse aus noch im großen und ganzen infolge ihrer« ehelichen Verbindungen durch namhafte Vermögen ausgezeichnet waren, gab soviel Geld immerhin die Folie des Außer g ewöhnli chen. Aber mehr noch als diese äußeren Güter war es der! Ruf ihrer eigenartigen Schönheit, ihres Geistes und ihrer Talente, was sie hoch über das Durchschnittsniveau der irrt Regiment vertretenen Weiblichkeit heraushob und die erstaunte Frage berechtigte, wie eine solche Dame sich mit einer glatten Mittelmäßigkeit wie Fritz von Brandeis habe begnügen können! — , /.< Es herrschte in den gesellschaftlichen Beziehungen der Herren des Regiments zu seinen Damen im allgemeinen ein ausgezeichneter Ton. Die Frauen und Töchter der Kameraden galten auch den ausgesprochensten Don Juans als Tabu. - Um die schöne Fran von Brandeis aber, die Tochter der Künstlerstadt, wehte es wie ein geheimnisvoller Hauch von Seltsamem. . . geheimnisvoll Lockendem ... der sie aus der ^L>char der bieder korrekten Frauen und Mädchen heraushob, die man sonst an der Seite der Kameraden zu sehen gewohnt war . . . Und die keckern unter den jüngcru Herren hatten denn auch in aller Vorsicht einmal Fühler ausgestreckt — aber sie waren rasch und gründlich enttäuscht worden — Frau von Braudeis war eine ebenso tadellose wie zärtliche Gattin —- . Oberleutnant Menshausen, der Abgott aller Näht» mädcheu und Ladenmamsells der Garnison, hätte im Vertrauen auf eine nicht unbeträchtliche Reihe von Erfolgen auf gefährlichen Gebieten einmal einen etwas schärferen Ansturm riskiert. . . aber die schöne Frau hatte ihm in einer .Weise heimgeleuchtet, die ihm ein für allemal dest Mut zu weitern Versuchen benommen hatte. Von .alledem hatte Martin Flamberg in den letzten Tagen im Kasino genug gehört, um mit einiger Spannung seinem heutigen Erlebnis eutgegenzusehen .- . . Nun, er war ja abgehärtet. . . mochte Frau von Brandeis immerhin ein kleines Wunder fein Wenn er die Reihe strahlender Schönheiten an sich vorüberziehen ließ!, die irrt vergangenen Sommer seinem Pinsel gesessen hatte, so brauchte er nicht zu befürchten, in Versuchung zu kommen , . , Agathe konnte ganz ruhig sein! — Sein erster Eindruck wär eine gewisse Enttäuschung . . .- Unwillkürlich hatte er sich ein Bild her vielberedeten Erscheinung gemacht . . . groß — königlich — brünett . . Nun war sie einen Kops kleiner als er selbst, von rötlich^ braunem, flimmerndem Haar, zarten Farben, lebhaftem, etwas unruhigem Auge . . . .Gewiß ein sehr anmutiges Geschöpf . . . aber für ihn, den. Verwöhnten, doch nichts Außergewöhnliches , . . . ,. .(Fortsetzung folgt.) Der Ebsdörser Grund. (Fortsetzung.) Landwirtschaft und- Gewerbä. Erst von der Mitte des 18. Jahrhunderts ab ist ein allgemeiner .Aufschwung der Landwirtschaft zu verzeichnen, als die Gegend von Erfurt bahnbrechend! für die! neue Wirtschaftsweise (tiefes Pflügen, starkes Düngen, Wechsel zwischen Hack- und KörnerfruM wurde. Im Ebsdörfer Grunde herrschen der Klein- und mittlere Grundbesitz vor; größere Bauerngüter finden wir in Ebsdorf und Hachborn. 1495 zählte Hachborn nur zwölf Bauerngüter.- Die Hörigkeit des Bauernstandes trieb! auch hier ihre Blüten: Ein Bauer mußte Mit feinem .Gespann in einem Fasse einen. Fisch aus dem Teiche bei Heskem in den Schwarzenbörner Teich fahren. 507 ■, Wegen Mißwachs Kr Feldsrüchte wurden 1816 von der Kurfürstlichen Regierung in jedem Amte Notspeicher errichtet. Tie Lrnte von 1817 war zwar gut, aber die Lebensmittel wurden teurer. Deshalb wurden, auch in Ebsdorf, wöchentlich drei Frucht- markte abgehalten. Seit 1902 finden in Treihausen Viehi- znarkte statt. , Als die b'estdn Pferde Hissens wurden 1840 diejenigen im Schwalmgrund, in Schaumburg und int Ebsdörfer Grund genannt. Alljährlich im Februar treffen u. a. in Ebsdorf Mehrere Beschäler aus dem' Königlichen Landgestüt in Dillenburg ctlL Zur Hebung der Pferdezucht kauft die Landwirtschaftskammer 3U. Kassel öfter Stursohlen an, hie öffentlich meistbietend veri- steigert werden. , Seit alters ist de'r Ebsdörfer Grund bekannt durch seinen Reichtum an Ton, der sich bei Dreihausen, Wittelsberg, Beltershausen und Ebsdorf findet. In Drei hausen wird die Töpferei schon seit dem 14. Jahrhundert betrieben. Bei Beltershausen wurde 1843 ein Mann, bei Wittelsberg wurden 1869 drei Männer Betnt Tongraben verschüttet und starben. Ziegeleien bestehen in Ebsdorf, Hachborn und Dreihausen. Mühlen haben die! 'Orte Treihausen, Hachborn, Bellnhausen ^uud Sichertshausen. "Mi Hachborn liegen die Sand-, Straß- und Goldmühle; die letztere ist heute eine Wollspinnerei. -ölt Heskem, Treihausen und Sichertshausen bestehen Innungen, die den Berufsarten der Bekleidung, der Metallt, Holz- und Lederverarbeitung dienen sollen. Noch heute führt ein Gebäude in Wittelsberg, in dem wohl ehemals das „einfache" Bier hergestellt wurde, den Namen Brau- • m, ,vVTt Frühjahr 1909 ist das frühere Gemeiiidcbrauhaus in Ebsdorf durch ein landwirtschaftliches Wirtschaftsgebäude ersetzt worden. lius verstrebten Rundhölzern gefügte Eichen- oder Eschen- tzestell der Stühle, der keilverschränkte Eichcntisch mit seiner Fuß- rpit6; die geschnitzte, eisenbeschlagene Truhe, der alte Ofen mit zierlichen Bildern und vieles andere können als Vorbilder ernpi- sohleii werden. Einst legte der Torfhandwerker sein ganzes Ich in seine Arbeit; daher die wohltuende Eigenart jedes Gegenstandes. Auch die Erhaltung des Landschaftsbildes' muß erstrebt werden. Nach einer Anordnung für den Regierungsbezirk Kassel stnd gegen Verunstaltung auch folgende Gemarkungen zu schützen: Bellnhausen, Sichertshausen, Beltershausen mit deM Frauen- berg, Wittelsberg mit dem Kirchberg. Sagen und Erzählungen. ■_ An der Stelle! der Röderbürg bei Roßberg stand einst ein schönes Schloß: dasselbe hieß die Räder-, Röder- oder Rüdder- burg. Der Besitzer des Schlosses, wohl reich und mächtig, war aber sehr unbeliebt wegen seiner Ungerechtigkeiten und der grau-- samen Behandlung seiner Leute. Würde die Grenze ab'gesteckt, so nahm er stets Mphr, als ihM gehörte. Zur Strafe wanderte er nachts ohne Kopf umher. — Einst hörte man die Ritter der Röderbürg mit großem Getöse aus- und einziehen. Man suchte nach imd fand alte Waffen. Dem Hof bei Drei Hausen gegenüber liegt die Ruine der Hunburg. Alte Ritter oder die Römer' steigen ans Felsspalten auf und ziehen in der Gestalt feuriger Flammen umher. Tie beiden Riesen auf der Amöneburg und dem Fraueni- berg lebten in Feindschaft. Mit zentnerschweren Steinen, die sie einander zuwarsen, suchte einer den andern zn ärgern und zu kränken. Ter am Fuß« des Kirchberges bei Wittelsberg gelegene eratische Block, an dem sich zuzeiten eine weiße Frau zeigt, erreichte nicht sein Ziel. Allerlei Erzählungen von dem Teufel hatten zur Folge, daß sein Name noch an manchen Orten Hessens zu finden ist; bei Ebsdorf liegt z. Bi der Teufelskopf. Noch zur Zeit des siebenjährigen Krieges erzählte man int Ebsdörfer Grunde, daß die von Scheuernschloßsche Familie vom Frauenberg nach Hachborn gekommen sei. Diese Sage bestätigt sich, obgleich sich Genaueres nicht angeben läßt. Folgende schöne Sage überbrückt die Unkenntnis. Ein hessischer Landgraf (Philipp?) hatte sich einst verkleidet -in eine feindliche Festung geschlichen, um ihr Inneres zu ^erforschen. Von einem' Hessen, der zur Wache gehörte, wurde er jedoch erkannt. „Um Gottes Willen," sprach der leise zu ihm, „was wagt Ihr, mein Fürst?" Ter Hesse verriet seinen angestammten Landesherrn nicht, war ihm vielmehr bei der Flucht behilflich. Aus Dankbarkeit übergab ihm der Landgraf einen kostbaren Ring und sprach zu ihm: „Wenn du je in Not geraten solltest, so komm' nur zu mir." Viele Jahre waren vergangen: da -erschien eines Tages ein dürftig gekleideter Mann in Kassel und forderte, man solle ihn allein vor den Landgrafen lassen. Tn man aber in dem Fremdling einen Landstreicher vermutete, wies man ihn zurück. Er bat jedoch- weiter und fügte hinzu, daß er dem Landgrafen etwas Wichtiges' entdecken wolle. Endlich ließ man ihn eintreten. Anfänglich erkannte der Landgraf den Fremdling nicht; als ihm' dieser aber den kostbaren Ring zeigte, reichte er ihm gerührt die Hand beschenkte ihn mit dem eben eingezogenen Kloster Hachborn. Ter Fremdling aber war kein anderer, als ein von Scheuernschloß, der aus Armut hatte in fremde Mripgsdiensttz .treten müssen- v ! • v Fin Bauer aus' Eb-s'd'orf wollte einmal sein krankes Pferd durch den Marburger Tierarzt untersuchen lassen. Dieser war Mar nicht anwesend; aber die Frau Doktor bescheinigte, daß der Fuchs, ein Wallach (wonach sie sich jedoch nicht erkundigt hatte)', sich zur Zucht vorzüglich eigne. In dein „tollen" Jahre 1848 beraumte dann unser Tierarzt auf der Gänsewiese zu Ebsdorf eine Versammlung an, auf der er ausführte, daß nach Einführung der Republik die Viehzucht blühen und reiche Ernten eintreten toüxe mn. .Ta erhob sich jener Bauer zu der Frage, ob denn wohl auch in der Republik die Lippertgäule Füllen kriegten. Alle Versam^ melten lachten, nur der Tierarzt nicht, der wahrscheinlich nicht bedacht hatte, daß -es oft nur ein sicheres Mittel gibt, sich picht lacherstch zu machen, nämlich: mitzulachen, Sitten und Gebräuche. Noch ist im Ebsdörfer Grund der blaud leinene Kittel der Männer int Gebrauch, wird aber seltener. Tie alte Tracht: Dreimaster, langer weißer Leinenkittel, kurze Kniehosen, blaue Strümpfe, lange weiße Gamaschen und Ringschuye, ist fast gänzlich ausgestorben. Dagegen erregt noch immer die stolze „Hessen- tracht" der Frauen mit Recht die Bewunderung aller Kenner. Zwölf Mädchen in ihrer Landestracht, unter ihnen eines aus Wittelsberg, begrüßten am 26. Oktober 1871 im Hofe des Schlosses zu Marburg den Kronprinzen und späteren Kaiser Friedrich III. Weit ausgeschnittene Halbsch-uhe, Beiderwand- oder Wollenrock, spitzenbesetzte Schürze, „Motzen" (Taille), Halstuch und buntes Stülpchen gehören zur Frauentracht. — Der von etwa fünfzig Burschen und Mädchen bei dem Trachtenfest in Bürbach 1905 veranstaltete Hochzeitszug war von jungen Leuten aus dem Ebsdörfer Grunde! gebildet. Um die ausströmeuden fruchtbringenden Kräfte gleichsam an den Baum zu heften, band man in Hachborn die Obstbäume mit Strohseilen. Sobald am Reujahrssonnab'eud die Abendglocken ertönten, eilten die Bewohner in die Gärten, um noch während des Läutens die Bäume mit den Bereit gehaltenen Seilen zp- umbinden. Im Jahre 1680 verurteilte in einem' Bericht der Pfarrer zu Ebsdorf den „längst veralteten Brauch mit dem Lehenausrufen". Die Mägde kauften den Knechten im Dorfe „als ihren Lehen Lehnsträuße", die an die Hüte gebunden wurden. Noch ich vorigen Jahrhundert erstieg in der Walpurgisnacht ein Bursche eine Anhöhe oder einen Baum und rief': Hier steh' ich- auf der! Höhe — und rufe aus das Lehn, das Lehn, —. das erste (zweite; usw.) Lehn, — daß es die Herren recht wohl verstehen: — wem soll das sein? Tie Versammelten nannten einen Burschen und ein Mädchen und fügten hinzu: In diesem Jahr noch zur Ehe. Diese „Mailehen" durften das ganze Jahr hindurch mit keinem anberit tanzen. — Fürsten hatten das Recht, Mädchen beliebig, mit Männern ihres Gefolges zu verheiraten, daher vielleicht der Brauch. — In ähnlicher Weise werden noch in Ebsdorf u. a. Orten am dritten Öftertage im Wirtshause die heiratsfähigen Mädchen versteigert, wofür die erkauften Mädchen zum Tank Eier spenden. Nachdem der „Freiersmann" seine wichtige Rolle glücklich zu Ende geführt hat, findet am' Freitag die Hochzeit statt. Auf dem zwei- oder vierspännigen Brautwagen, mit Flachs und Hausgut reich beladen, sitzt die Braut mit ihren Freundinnen. Tie reitenden Fuhrleute, am Hute bunte Tücher, an der Seite den Brauntweiilkrug, trinken denen, die den Wagen „aufhalten", kräftig zu. Am Schlüsse des Hochzeitsfestes brachte die neuvermählte Germaneufrau dem Fro und der Freya einen Schweinskopf zuM Opfer. Noch 1855 sand in Hachborn mit dem geschmückten Schweinskopf ein Umzug der Hochzeitsgäste durch das Torf statt. Nach der Rückkehr ins Hochzeitshaus entstand um den Besitz desselben zwischen den verheirateten Männern und den Burschen ein Ringen, das man sich um „die Braut reißen" nannte. An der Hochzeitsfreude in Roßberg nahm ehedem das ganze Torf teil. Ein stattlicher Mann mit rotem Rock und Federhut führte einen gewaltigen Bären an einer Kette. Tiefer, ein starker Bursche, tanzte hoch aufgerichtet an einem mächtigen Stocke. Der ganze Körper war mit Erbsenstroh umwickelt. Bon Zeit zu Zeit, tränkte man ihn aus einem Eimer mit Bier oder Branntwein. Wer auch bei großen Bauhebeu und der Kirmeß traten diese imitierten Bärenführer auf, weshalb die Bewohner jenes Dorfes den Beinamen „die Bären" erhalten hatten. Am Schlüsse der Kirmeß stellt ein Popanz! einen Bären voch der in ähnlicher Weise das „Begräbnis" der Kirmeß vollzieht Flaschen und Gläser werden zerbrochen — eine Nachahmung des Trankopfers, welches man einst der Erde brachte. . Auch die Fackeln (Besen) der Begleiter werden verbrannt. Wie sich dabei das Holz in Asche verwandelt, so werden nach germanischep Anschauung einst durch das Weltfeuer Menschen und Götter umgewandelt. ■— Ter Bär, Donars heiliges Tier und Symbol des über den Winter siegreichen Sommers, erhob- sich als der Beherrscher von Wald und Flur im Frühjahr vom Winterschlafe. Zur Zeit der Kirmeß erlischt das Leben in 'der Natur, und der B!är rüstet sich zum Winterschlafe; daher seine Darstellung aM Schluß der Kirmeß, (Schluß folgt.) ' ' ' ' so Mchenpssten. Tie Auffindung einer Flaschenpost, die angeblich von der .Titanic" stannnen sollte und die wahrscheinlich ein wenig geschmackvoller Scherz irgend eines Witzboldes gewesen ist, lenkt wieder den Blick am den Mißbrauch, der so ost mit diesen auch heute noch nicht ganz bedeutungslos gewordenen Flaschenposten getrieben wird. Reisende macken sich oft ein Vergnügen daraus, eine geleerte flasche mit phantastischen Mitteilungen oder naiven Scherzgedichten zu versehen und dann wohlverkorkt und versiegelt ins Meer gn werfen, ohne daran zu denken, daß Seeleute, Fischer und Küstenbewohner ost viel Mühe und Zeit daran wenden müssen, um eine von der Ströinliiig tu,getriebene Flaschenpost auszufischen, weil sie wichtige m,d ernste Mitteilungen enthalten kann. Gefährlicher aber als diese unüberlegten Absender zweckloser Flaschenposten sind die Schwindler, die sich dieses Mittels bedienen, um Versicherungsgesellschaften zu prellen. Heute freilich, im Zeitalter der drahtlosen Telegraphie, ist das Operationsfeld dieser erfinderischen Köpfe auf ein Minimum eingeschränkt, aber in früheren Zeiten find See-Ver- sicherungsgesellschaiten mehr als einmal durch gefälschte Flaschenposten geschädigt worden. Eines der berühmtesten Beispiele davon ist der Fall von der Auffindung einer Flaschenpost des amerikanischen Tampfers „Vermont". Die Botschaft erhielt die Nachricht von dem Untergang des Schisses und sofort schnellte in London die Rückversicherungsprämie auf nicht weniger als 80 Prozent empor. Als ein paar Tage später die Nachricht kam, daß die „Vermont" wohlbehalten St. Helena erreicht habe, hatten die schlauen Schwindler bereits ein glänzendes Geschäft gemacht. Ein großer Teil der in den Weltmeeren treibenden Flaschenposten stammt von den hydrographischen Seeämtern her und sind von Den Behörden ausgeworfen, um den Wechsel und die Schnelligkeit von Meeresströmungen zu verfolgen. Jede dieser Flaschenposten enthält ein Formular mit ausführlichen, in sechs Weltsprachen abgesaßten Anweisungen; die Finder werden gebeten, die Breite des Fundortes einzutragen und die Flaschenpost dann am nächsten Hafen entweder den Seebehörden oder dem Konsul des betresfenden Landes zu übergeben. Die Entfernungen, die von solchen Flaschenposten zurückgelegt werden, sind bisweilen gewaltig; vor einigen Jahren, so berichtet eine englische Wochenschrift, wurde eine Flaschenpost aufgefischt, die in 327 Tagen nicht weniger als 6000 eugl. Meilen zurückgelegt hatte, und bald darauf fand man noch eine zweite Flaschenpost, die in nur 92 Tagen 2400 Meilen weit durch den Ozean getrieben war. Bei Schiffskatastrophen wird die Flaschenpost wohl noch auf lange Zeit hinaus eine Nolle spielen; trotz der vielen Gefahren, die eine int Meer treibende Flasche umgeben, ist die Zahl der jährlich aufgefundeneit schwimmenden Botschaften verhältnismäßig sehr groß, und jedenfalls größer, als man annehmen sollte. Am 25. November 1875 fischte ein Küstenwächter in der Mitte des Cape Flattery eine solche Botschaft auf, die einen an ,Mrs. Mumie Bowdisch, San Francisco", adressierten Brief enthielt. DaS Schreiben wurde weitergesandt, erreichte die Adressatin, die Tochter der Absenderin. Durch die Flaschenpost erfuhr sie, daß ihre Mutter bei dem Untergang eines Pasfagierdamp-ers ein Grab in den Wellen gefunden hatte. Der Brief war vom 1. November datiert und schilderte die furchtbare Notlage des Schiffes. Die Mutterteilte der Tochter mit, daß sie einen Teil ihrer Kostbarkeiten sechs Männern übergeben habe, die fchwimmen könnten. Die Schreiberin wollte offenbar noch nähere Angaben machen, aber das Verlagen der Beleuchtung inachte dem Schreiben ein Ende. Der Brief'schließt mit den hastig hingekritzelten Worten: „Hiermit treffe ich meine letztwillige Verfügung und mache durch dies Testament dich, Minnie Bowdisch, zu meiner alleinigen Erbin. Dies von deiner dich liebenden Mutter Jenny Parsons." Mrs. Bowdisch hat von den Schmuckstücken ihrer Mutter niemals etwas wieder- gesehen, aber int Jahre 1900 las sie zufällig in einer Zeitung, daß bei der Hibernia-Sparbank noch 28 000 Mk. lägen, die 1875 von einer gewissen Jenny Mandeville deponiert und seitdem nicht abgehoben worden waren. Mandeville war der Mädchenname der Mutter, und mit Hilfe der alten Flaschenpost konnte die Tochter nun die Erbschaft antreten und die Bemühungen entfernter Verwandter durchkreuzen, die bereits versucht hatten, das vergessene Erbe an sich zu reißen. Vermischtes. * Maeterlincks Wandertheater. In französischen Dheaterkreisen wurde in den letzten Monaten oft von einem Projekte gesprochen, das die Errichtung eines Maeterlinck-Theaters vorsah, aber man erwartete die Ausführung dieses Planes erst von einer Nicht allzu nahen Zukunft. Nun wird die Kunstwelt mit der Botschaft überrascht, daß das Maeterlinck-Theater in seinen wichtigsten Grundlinien berefts geschaffen ist und schon zu Beginn des kommenden Jahres, spätestens int Februar, seine ersten Aufführungen veranstalten wird. Die geschäftliche Leitung des Unternehmens hat Georgette Leblauo, die rührige Gattin des Dichters übernommen. Das Interessanteste aber bleibt, daß dies neue Theaterunternehmen sich nicht an eine bestimmte Stadt bindet, sondern von vornherein als ein regelrechtes Wandertheater kon- stitutert ist. Wo immer auf ein aufnahmefähiges Publikum für Maeterlincks Kunst gerechnet werden kann, wird Georgette Leblancs I Thespiskarren Hält machen. Das PrograM'm wird sich im Übrige« J keineswegs nur auf die Darstellung von Werken Maeterlincks beschränken, auch andere Stücke kommen zur Aufführung; von vornherein aber wird als Prinzip aufgestellt, daß nur Dichtungen von unzweifelhaft hohem künstlerischen Niveau vom Maeterlinck-Theater dargestellt werden. Das Unternehmen wird seine Laufbahn in Nizza beginnen und zwar während der Karnevalszeit; der vorliegende Neiseplan sieht dann als nächste Etappe Paris vor. Tie weitere Reiseroute, die sich nicht auf Frankreichs Grenzen beschränkt, ist in ihren Einzelheiten noch nicht festgelegt. Die Eröffnung wird die Aufführung eines Werkes von Maeterlinck bringen, das bisher in Europa noch nie über die Bühne gegangen ist und nur wenige Mal in Amerika über die Bühne ging: die „Maria Magdalena". Das Ensemble wird in den nächsten Wochen endgültig zusammengestellt. Charles Vogel, ein Mitarbeiter der I Comoedia, der einem intimen Freunde des Dichters nahesteht, versichert, daß eine Reihe erster Künstler bei:, den Vorstellungen des neuen Maeterlinck-Theaters Mitwirken wird. * Der Phono g raph im Flugzeug. In der Nähe von Versailles, bei Buo, sind in den letzten Tagen interessante Experimente angestellt worden, die darauf abzielen, bei militärischen Erkundiingsflügen die Mitführung eines Beobachtungsoffiziers überflüssig zu machen. Es handelt sich tunt einen speziell zu diesem! Zweck konstruierten sehr sinnreich angelegten Phonographen, der trotz des gewaltigen Lärmes der ratternden Motoren die von den Piloten gesprochenen Worte klar und deutlich aufnimmt und bei der Landung wiederzugeben vermag. Eine Reihe französischer Fliegeroffiziere unternahmen Aufstiege, während deren sie in den Apparat, der den Namen Roneophon erhalten hat, hineinsprachen. Es zeigte sich, daß jedes gesprochene Wort mit unzweifelhafter Klarheit ausgenommen wurde. Nach der Landung tvurde der Roneophon in Gegenwart des Chefs des französischen Flugkorps von Vincennes, Oberstleutnant Estienne, in Gang gesetzt und man hörte auf diese Weise einen genauen Fahrtbericht, wie er I in solcher .Ausführlichkeit während des Fluges kaum Hütte schriftlich fixiert werden können. Die militärischen Fachleute waren mit den günstigen Ergebnissen dieser Versuche außerordentlich zufrieden/ weil der Roneophon bei Erkundungsflügen die Mitnahme eines besonderen Beobachters erübrigt. kf. Die Dame in der Straßenbahnschiene. Ter I Schweizer Korrespondent eines Londoner Blattes weiß aus Zürich I folgende reizende Geschichte ztt berichten: Höchst elegante Dame, die sich besonders durch „turmhohe" Absätze auszeichnet, kreuzt die Straße. Plötzlich bleibt Absatz des rechten Schuhes in der — Straßenbahnschiene stecken. Vergeblicher Versttch, ihn los- zubekommeu l Verkehrsstockung tritt ein! Straßenbahnwagen bilden lange Reihen. Menschen sammeln sich an. Schutzmann kommt, fordert Dame auf, „den Absatz aus der Straßenbahnschiene zu entfernen". Dame beteuert Unmöglichkeit. Schutzmann ersucht sie, Schutz auszuziehen. Dame weigert sich heftig, ohne Grund anzugeben. Schutzmann droht mit Gewalt. Hilft nichts. Hüter des Gesetzes beugt sich blitzschnell zur Erde, dürchschneidet Schnür- I senket, und hebt schuhlosen Damenfuß hoch. Ein homerisches Gelächter! Strumpf voller Löcher! Rätsel der Weigerung gelvst! Humoristischer. .* Auf der Durchreise. „Wo haben Sie denn Ihren diesjährigen Sommerurlaub verbracht, Herr Wamperl?" — „In Tirol war ich." — „Sechs Wochen lang?" — „Nee, nur acht Tag . . . Fünf Wochen war ich auf der Durchreis' in München." * Die Spröde. Er: „Was würden Sie tun, Fräulein Lizzie, wenn ich Sie küssen würde?" — Sie: „Ich würde nach Papa rufen." — Er: „Na, dann möcht ich es doch lieber nicht tun." — Sie: „Aber Papa ist ja in Europa." * . Der Dackel. „Daß meinem Herrn alles Wurst ist, macht nichts, aber daß er alles von der Wurst ißt, ärgert mich." ' * Zeitbild. Mutter (zur Tochter): „Du wirft dich noch so oft verloben, bis du mal wirklich sitzen bleibst." * Betrachtung. Schusterbub: „Ein Glück, daß mein Meister kein Türke ist, sonst hätt ich gleich ein paar Meisterinnen,: die mich durchprügelten." Gähnende Leere. Sttident (am Ultimo): „Warum gähnen Sie denn so, Lina? Haben Sie Hunger?" — Kellnerin: „Herr Doktor, mein Wägen und Ihr Portemonnaie gäben eia feines Duett!" Magisches Madras. -------------- In die Felder nebelrstehenden Quadrats sind ____die Buchstaben BEEEIIILLLOOBE 8 'S derart einzutragen, daß die wagerechteu u> senkrecht. Reihen gleichlautend folgendes bedeuten: 1. Berauschendes Getränk. —--- 2. Feldherr aus dem 30jährigen Kriege. 3. Altgriechische Landschaft. ~1 4. Eine Blume. Auflösung in nächster Nummer. ' Auflösung des Gleichklangrätsels in voriger NnDmerL Wenden. Redaktion: I. V.: E. Heß. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R, Lange, Gießen,