W B lOSSBl KMWMMWM £W lll MMS» üB Die Dame im Pelz. Roman von G. W. Appleton. (Nachdruck verboten.)' (Fortsetzung.) Es lag offenbar nicht in seiner Absicht, dem diensttuenden Beamten die Sache lang und breit auseinander- znsetzen. Er erkundigte sich bloß, ob einer der Leute gestern abend eine Dame gesehen habe, welche der Beschreibung entsprach, die ich ihm von Marcella gegeben hatte. Die Antwort darauf lautete verneinend. Dann fragte Herr Beale noch, ob vielleicht ein unbekanntes Gefährt in der Nähe meiner Wohnung beobachtet worden sei. Auf diese Frage erhielt er einen besseren Bescheid. Einer der Schutzleute, der gerade vom Dienst zurückgekommen war und die Erkundigung des Inspektors mit angehört hatte, gab sofort folgenden Bericht darüber: Während er gestern abend seine Runde gemacht habe — soviel er sich entsinnen könne, habe es gerade acht geschlagen ■— sei er die fragliche Straße heruntergekommen und habe gerade vor sich ein paar Lichter bemerkt, die er für Wagenlaternen gehalten habe. Im selben Moment habe er etwas aufblitzen sehen, als wenn man ein Streichholz anzünde,- aber bevor er in die Nähe gekommen sei, wären die Laternen plötzlich in dem Nebel verschwunden gewesen, und er habe nur noch in der Richtung nach Ker Rood dumpfen Huf- schlag gehört. Gesehen habe er keine Menschenseele. Anfangs sei ihm die Sache sehr merkwürdig vorgekommen, daß sich ein Wagen bei einem so furchtbaren Nebel in dieser Weise davonmachen sollte, als er aber dann mit Hilfe seiner Laterne gesunden habe, daß der Wagen von Doktor Williams Haus weggefahren sei, habe er sich nicht weiter darum gekümmert, da er selbstverständlich wisse, daß Aerzte zu jeder Zeit und bei jedem Wetter geholt würden. Diesen Angaben hatte er nichts hinzuzufügen, und meine schlimmsten Ahnungen hatten sich somit als zutreffend erwiesen. Dre Zukunft erschien mir trüber als je zuvor, und meine Hoffnung sank auf Null. Nun, sagte der Inspektor, als wir wieder auf der Straße waren, wie denken Sie darüber? Ich kann nur das Schlimmste denken, antwortete ich traurig. Dieser Meinung bin ich nicht gerade. Das wollen wir erst abwarten. Die Sache läßt sich auch noch von einem anderen Gesichtspunkt aus betrachten. Dieser angebliche Baron will Ihnen womöglich nur einen Schreckschuß einjagen und den Ehemann spielen, solange es ihm vorteilhaft erscheint. Es kommt eben darauf an, wie sich die Sache in Wirklichkeit verhält. Wie meinen Sie das eigentlich? sagte ich. Nun, antwortete er, wenn sie sich an nichts erinnern kann, wie soll sie dann wissen können, daß sie nicht mit ihm verheiratet ist? Und nachdem er sie nun in seine Gewalt gebracht hat, sehe ich kein Mittel, wie Sie sie ihm wieder entreißen wollen. Außerdem sehe idj- auch nicht, was wir — ich meine die Polizei — in der Sache .tun können. Meiner Ansicht nach bleibt Ihnen weiter nichts übrig, als vorläufig auf das Geld zu achten und die Entwickelung der Angelegenheit ruhig abzuwarten. Ich glaube nicht, daß sie es wagen werden, gerichtliche Hilfe in Arn sprach zu nehmen, und wenn sie 's täten, müßten sie ihre Ansprüche gesetzlich nachweisen, wozu sie natürlich nicht.in der Lage sind. — Nein, ich will nicht wieder mit ’nein», gehen. Bei diesen Worten waren wir vor meinem Gartentor angelangt. Ich muß gleich wieder in die Stadt zurück und vorher noch meinem Mann hier wegen Ihres Dienstmädchens die nötigen Anweisungen geben.. Wenn .Sie mich brauchen, was wohl doch der Fall sein wird, so wissen Sie ja, wo ich zu finden bin, und ebenso weiß, ich's umgekehrt. Also guten Erfolg, Herr Doktor, und einstweilen: Adieu! Ich blieb noch -einen Augenblick am Eingang stehen und beobachtete ihn. Ein Stück weiter unten kam ein Mann auf ihn zu und- sprach mit ihm. Kurz darauf trennten sie sich nach verschiedenen Richtungen, und ich wußte nun, daß der Beamte meinetwegen Instruktionen bekommen hatte, denen gemäß er handeln würde. 12. Kapitel. Als ich ins Wohnzimmer trat, fand ich Mortimer und Helen etwas dicht nebeneinander -aus dem Sofa sitzen. Mein Freund sprang sofort auf, während meine Schwester —i blutrot im Gesicht eine flüchtige Entschuldigung hervorstieß und schleunigst verschwand. Dann ergriff Mortimer meine Hand und sagte: Bevor wir in unserer Angelegenheit weiter beraten^ muß ich dir ein kleines Familienereignis mitteilen, lieber Ted. Ich glaube allerdings, daß du nicht übermäßig darüber -erstaunt sein wirst: Helen und ich haben uns nämlich! während deiner Abwesenheit über dies und jenes nnter- halten und sind dabei zu dem übereinstimmenden Ergebnis gelangt, daß wir füreinander geschaffen sind. Also deutlicher aus-gedrückt, das verehrungswürdigste Mädchen der Welt (Marcella natürlich ausgenommen) h-at eben eingewilligt, meine g-rau zu werden. Wie denkst du darüber? Wie ich darüber denke? rief ich. Das ist großartig, und ich gratuliere dir von ganzem Herzen. Ich verliere die beste aller Schwestern, aber du gewinnst die liebenswerteste g-rau; mehr läßt sich darüber nicht sagen. Ich danke dir, und will dir gleichzeitig versichern, daß es nun, nachdem ich- wirklich zu deiner Familie gehöre, mein eifrigster Wunsch ist, dir einen Dienst zu erweisen, der dieser Erhebung würdig ist. Du liebst Marcella —, ich in gewissem Sinne gleichfalls, und Helm ebenso. In diesem Punkte sind -wir pns alle einig, und nun wollen wir den Kampf mit gller Energie bis zu einem glücklichen Ende durch fechten. lich entfernt und! sei unverzüglich in das Hotel Cecil zik ihrem Gatten geeilt. , Das war ungefähr die mysteriöse Geschichte, die sich alle Welt zuraunte. Gleichzeitig bemerkte icfy, daß mich! fast alle meine Patienten mit einer auffallenden Kühle empfingen. Die frühere Sympathie hatte sich infolge dieser Darstellung rasch in ihr Gegenteil verwandelt, und es unterlag für mich keinem Zweifel, daß, wenn sich die Sache nicht bald aufklärte, meine Praxis binnen kurzer Zeit ruiniert sein würde. Was mich jedoch am meisten überraschte, war die Be- zugnahme auf das Hotel Cecil. Daraus ging deutlich hervor, daß man Marcellas Bewegungen feit ihrer Ankunft in London genau kennen mußte. Dieser Umstand deutete auf nichts Gutes hin, und- icfy muß gestehen, daß mich auf dem Heimwege au jenem Nachmittage sehr gemischte Gefühle durchzogen. Während meiner Abwesenheit war zwar nichts von größerer Bedeutung vorgefallcn, aber es sollte noch kommen. Die Dunkelheit brach mit Macht herein, und ich wunderte mich schon, wo Helen so lange bleibe, als ich durch das Fenster hindurch zwei Frauengestalteu den Gartenweg her- anskvmmen sah. Die eine war meine Schwester mit einem sehr ernsten Gesicht, das nichts Gutes ahnen ließ, und die andere meine Tante Maria, steif wie ein Stock und, ihrem Gesichts ausdruck nach, zur endgültigen Abrechnung entschlossen. Beim Eintreten warf mir meine Schwester erneu ivar- nenden Blick zu, wodurch meine schlimmsten Befürchtungen bestätigt wurden. , . Meine Tante war zwar nicht ganz so eisrg wre der unserem letzten Beisammensein; immerhin war unser Wiedersehen doch kühl genug. (Fortsetzung folgt.) Gut! antwortete ich gerührt, aber zuversichtlich. Das Wollen wir, und falls Marcella nicht abgeneigt ist, wmde ich deinem Beispiel folgen, so daß es in der Familie Wili- liams in Kürze zwei neuvermählte Paare geben soll. Recht so, versetzte er. Ich habe schon so was geahnt, aber zrr diesem Zweck mußt du deine Marcella erst wieder fangeluZ mir -e.p. tzorgenommen, erwiderte ich. Ohne Zweifel hat sie der Baron fortgezaubert, aber rch werde sie ausfindig machen, und sollte ich dre ganze Erde nach ihr absuchen müssen. Sehr schön, mein Lieber; aber bedenke, daß die alte Mutter Erde ziemlich groß ist. Hm — allerdings, sagte ich. Meine Praxis kann ich! auf diese Wanderung nicht mitnehmen, und die biedere Tante Maria würde mir zu einer solchen Reise schwerlich Geld geben, selbst wenn ich sie auf den Knien darum bäte und demütig ihre Füße küßte. Das bleibt noch abzuwarten, meinte er, ich habe Helen bereits den guten Rat gegeben, sofort — heute noch — nach Putney 'nauszusahren und die Tante zu besänftigen,—; wemr's auch nur vorübergehend ist. Es gibt immer Mittel und Wege, so 'ne alte Dame wieder umzustimmen. Ja, wenn sie nicht so eigensinnig wäre, aber sie ist ’n herrschsüchtiges altes Weib. Das bildest du dir jetzt nur ein, antwortete er. Helen hat mir den Vorgang bei eurem letzten Interview, genau erzählt. Ihr habt eben alle beide die Fassung verloren, und euer Temperament ist mit euch durchgegangen. Zum Diplomaten eignest du dich nicht, mein Junge. Du hättest ihr ruhig alles versprechen sollen und — Sie hinterher betrügen, warf ich erregt ein. Ihr sagen, ich würde Marcella ans dem Hanse toeifen, wo du doch selbst weißt, daß mich keine Macht der Welt dazu hätte veranlassen können, — das hätte ich einem hysterischen alten Weib zuliebe tun sollen? Das ist ja 'n netter Rat! . Da trat Helen gerade wieder herein und sckMtt mir das Wort ab. Was ist das für 'ne Geschichte nut dem netten Rat? fragte sie. , __ , Nun, Charley hier meinte eben, ich hatte der Tante Maria versprechen sollen, Marcella auf die Straße zu werfen. So 'ne Zumutung, einfach wahnsinnig! Pst! pst! sagte sie. Nicht so aufgeregt — und gerade ’fieutß! Da kam mir meine Taktlosigkeit zum Bewußtsein. Ich ging zu ihr hin, küßte sie zärtlich und sagte ihr, daß ihr Freudentag auch der ineinige fein solle, und bat sie um Verzeihung wegen meiner harten Worte gegen ihren zukünftigen Gatten und meinen besten Freund und willigte gerne ein, daß sie gleich nach Putney führe und in meinem Namen einen Waffenstillstand abschlösse, falls es ihr nicht gelingen sollte, einen dauernden Frieden zwischen uns zustande zu bringen. Ein paar Minuten später wanderte das neugebackene Brautpaar nach der Station. Diese Gelegenheit wird sich Mary Ann wohl nicht ent- aehen lassen wollen, dachte ich bei mir selbst und gab daher, ehe ich meine Visite antrat, Gregory den ausdrücklichen Befehl, das Mädchen sireugsteiis zu beobachten. Ich merkte draußen sofort, daß die Kunde von Marcellas Verschwinden schon auf irgend eine Weise bekanntgeworden war, und zwar kolportierte man in der Stadt zu meinem größten Erstaunen ein ganz merkwürdiges Gerücht, von dem ich heutigen Tages noch nicht weiß, wie oder wo es entstanden ist: nur soviel war mir klar, daß es von meinen Feinden in Umlauf gesetzt worden war. Indem ich hier und dort einen Brocken aufschnappte und die einzelnen Teile zusammensetzte, gelang es mir allmählich, folgendes Gesamtbild zu erhalten: Die geheimnisvolle Dame — eine verheiratete Frau natürlich — die unter eigentümlichen Umständen in meinem Hanse gelebt hätte, wäre allem Anscheine nach plötzlich zur Besinnung gekommen und hätte erkannt, daß sie sich in der Gewalt vollkommen fremder Personen befände. Dies wie die Besorgnis, welch großen Kummer sie ihrem Manne verursacht haben müßte, habe den Entschluß in ihr wachgerufen, bei der ersten besten Gelegenheit unbemerkt zu entwischen. Sie habe sich daher im Dunkel der Nacht heim- Abenteuer des Brigadier Gerard. Von C. Doyle. (Fortsetzung.) Wie ich schon sagte, lag birett bor uns ein kleiner Bauernhof. Als wir darauf zuritten, bemerkte ich einen stattlichen.Schimmel, der einen Militärsattel trug und am Eingang angebunden war. Ich galoppierte sofort drauf los, ehe ich aber hinkonimen konnte, stürzte ein Mann zur Tür 'raus, schwang sich auf das Pferd und sauste in wilder Hast davon, so daß der.trockene Schnee hinter ihm in die Höhe flog und ihn wie eine.Wolke.einhüllte.. Doch erkannte ich an seinen Epauletten, daß es ein russischer Offizier war. Er würde die ganze Gegend alarmieren, wenn wir ihn.nicht em- fingen. Ich gab Violetta die Sporen und setzte hinter ihm her. Meine Leute folgten mir; aber es war kein Pferd dabei, das. sich mit Violetta vergleichen konnte, und ich wußte sehr wohl, daß, wenn ich den Russen nicht einholen konnte, ich von den anderen erst recht nichts zu erwarten hatte. ;l Freilich gehört ein flüchtiges Pferd und em guter.Reiter dazu, wenn er hoffen kann, Violetta mit EUenne .Gerard ich Sattel zu entrinnen. Er ritt ausgezeichnet, dieser junge.Russen und hatte ein feines Tier, aber allmählich kamen wir ihm näher.. Er blickte fortwährend hinter sich und zeigte uns .ein dunkles,- hübsches Gesicht und blitzende Äugen. Ich merkte, als ich ihm- näher rückte, daß er die Distanz zwischen uns abschätzte. Plötzlich drehte er sich halb 'rum; ein Blitz und.ein Knall, und ferne Pistolenkugel pfiff an meinem Ohr vorbei. Ehe er noch den Säbel aus der Scheide ziehen konnte, war ich an ihm; aber er gab! seinem Pferd noch immer die Sporen, und unsere beiden Tiere galoppierten nun über die Ebene, ich mit dem Bein an dem des Russen und meine linke Hand auf seiner Schulter. Ich sah, wie er rasch mit der Hand nach dem Mund fuhr., Ich zog ihn sofort zur Seite und drückte ihm die Kehle zu, daß er nicht schlucken tonnte.- Sein Pferd schoß unter ihm fort, aber ich hielt ihn fest, und Violetta blieb stehen. Wachtmeister Oudin kam zuerst hinzm Er war 'n alter Soldat und sah auf den ersten Blick, worum sichs handelte. .... ' „Halten Sie ihn fest, Herr Oberst! rief er, „das ubrrgä will ich schon besorgen". ■ ,c. , „ „ . Er machte fein Messer auf, klemmte die Schneide dem Russen! zwischen die festgeschlossenen Zähne und drückte, als ob er ihm bett Mund ausbrechen wollte. Er hatte ein Stück feuchtes Papier auf der Zunge, das wars gewesen, was er so gerne hatte hinunterschlucken wollen. Oudin nahms 'raus, und ich ließ nun den Nals des Mannes los. Trotz seines jammervollen Zustandes — er war halb erwürgt — behielt er das Papier im.Auge. Es war miy Kar, daß es eine äußerst wichtige Meldung enthalten mufjte. Seine Hände zuckten, als ob er mirs entreißen wollte. Als ich mich wegen meines unsanften Benehmens entschuldigte, zuckte ejQ jedoch nur noch die Schultern und lächelte gutmütig. 648 ■_ r,Nun zur Sache," sagte ich, als er mit Keuchen untz Räuspern fertig war. „Wie heißen Sie?" : „Alexis Barakoff." 1 -,Rang und Regiment?" >,Rittmeister bei beit Grodnoer Dragonern." „Was ist das für eine Notiz, die'-Sie .bei sich trugen?" „Es sind ein paar Worte, die ich an.meine Liebste geschrieben Hatte." . „'Die Hetman*) Plaioff heißt," vollendete ich seinen Satz. *1 Hetman heißt der Anführer bei den Kosaken.. -„Gestehen Sie nur, mein .Freunb, das ist ein wichtiges Dokument, das Sie von einem General einem andern übermitteln sollen. Sagen Sie mir auf der Stelle, was es ist!" ,Lesen Sies, dann werden Sies ja sehen." Er sprach perfekt französisch, wie die Mehrzahl der gebildeten Russen. Aber er wußte sehr wohl, daß unter tausend französischen Offizieren nicht ein einziger ein Wort.Russisch kann. Das Blatt enthielt nur eine einzige Zeile, die folgendermaßen lautete: — „Pttsfj Franzussy pridutt v Minsk. Mui gotovy.“ , Ich starrte es an und schüttelte den Kopf. Dann zeigte ichs Meinen Husaren, die aber auch nichts daraus zii machen wußten. Die Polen waren sämtlich ungebildete Leute, die weder lesen noch schreiben konnten, außer einem Wachtmeister, der aus Memel in Ostpreußen kam, und kein Russisch konnte. Es war zum Tollwerden, denn ich fühlte, daß ich in dem Besitz eines wertvollen Geheimnisses gekommen war, von dem womöglich das Wohl unserer Armee abhing, mtd ich konnte cs nicht rausbringen. Wieder bat ich unseren Gefangenen, es zu übersetzen; ich bot ihm seine Freiheit, wenn ers täte. Er lächelte nur über meine Bitte. Ich konnte ihn nur bewundern, denn es war dasselbe Lächeln, das ich selbst auch gehabt haben würde, wenn ich an seiner Stelle gewesen wäre. „So sagen Sie uns wenigstens den Namen dieses Torfes!" „Tvbrova." , „Und das dort vorne ist Minsk, vermute ich?" „Tas ist Minsk." ; „Dann werden wir zusammen ins Torf gehen und bald genug jemanden finden, der uns diese Nachricht übersetzt." , So ritten wir zusammen weiter, auf jeder Seite unseres Gefangenen war ein Reiter mit dem Karabiner in der Hand. Es war nur ein kleines Oertchen, und ich stellte an den Enden der einzigen Straße Wachen auf, so daß uns niemand entschlüpfen konnte. Wir mußten Rast machen und für die Mannschaften und Pferde fonragieren, -weil sie schon die ganze Nacht durch geritten waren und noch eine lange Tour vor sich hatten. Mitten im Dorf war ein großes steinernes Haus, und darauf ritt ich zu. Es war das Pfarrhaus, der -Bewohner war ein alter ungestalter, verdrießlicher Manu, der auf unsere Fragen nicht sehr höflich antwortete. Ich habe nie einen häßlicheren Kerl getroffen, aber, weiß Gott, ganz anders wars mit seiner Tochter, die ihm Haus hielt. Sie war ein Mädchen mit dunklem Teint, rabenschwarzem Haar und einem Paar der wunderbarsten schwarzen Augen, die je beim Anblick eines Husaren geglüht haben. Am ersten Blick erkannte ich, daß sie mein war. Es ist keine Zeit zu Liebeshändeln, wenn man seine Soldatenpflicht zu erfüllen hat, aber doch, während ich das einfache Mahl verzehrte, das sie mir vorsetzte, scherzte ich mit ihr, und ehe eine Stunde um war, waren wir die besten Freunde. Sophie hieß sie mit Vornamen, den Zunamen hab ich nie erfahren. Ich sagte ihr, sie möchte mich Etienne nennen, und versuchte, sie auf;uheitern, denn ihr liebliches Gesichtchen war traurig, und die Tranen standen ihr in den herrlichen, dunklen Augen. Ich drängte sie, mir den Grund ihres Kummers zu erzählen. „Wie könnte es anders sein," sagte sie im reiz-endsten Französisch, „wenn sich einer meiner Landsleute als Gefangener in Ihren Händen befindet? Ich sah ihn zwischen zwei von-Ihren Husaren, als sie ins Torf 'reinritten." „Tas geht so im Krieg," antwortete ich. „Heute er, morgen vielleicht ich." i „Aber bedenken Sie, Monsieur —" fuhr sie fort. '. -„Etienne," verbesserte ich. : „Oh, Monsieur —" „Etienne," sagte ich wieder. ! „Also gut," rief sie, reizend errötend, endlich in ihter Verzweiflung, „bedenken Sie, Etienne, .daß dieser junge Offizier zu Ihrem Heer transportiert werden unb Hungers sterben ober erfrieren wird, denn wenn, wie ich gehört habe, schon Ihre eigenen Soldaten einen beschwerlichen Marsch haben, was wird dann erst das Los eines Gefangenen sein?" Ich zuckte die Schultern. „Sie haben ein gutmütiges Gesicht, Etienne," sagte sie weiter; r,Sie wollen den armen Menschen gewiß nicht zum sicheren Tode Perurteilen. Ich bitte Sie inständig-, ihn los zu lassen." Ihre zarte Hand ruhte auf meinem Arm, ihre dunkeln Augen schauten flehentlich in meine. Plötzlich kam mir ein Gedanke. Ich wollte ihr die Bitt« gewähren, aber sie' ihrerseits auch um einen Gefallen Bitten. Ich gab Befehl, den Gefangenen ins Zimmer zu führen. „Rittmeister Barakoff," sagte ich, „diese junge Dame hat mich tzebeten, Sie freizulassen, und ich bin nicht abgeneigt, es zu tun. Ich bitte Sie, mir Ihr Wort zu geben, vierundzwanzig Stunden unter diesem DaH zu bleiben Und keinen Menschen über unsere Bewegungen zu informieren." „Tas will ich tun," versetzte er. „Ich vertraue auf Ihre Ehre. Ein Mann mehr oder weniger macht im Kampfe so großer Heere keinen Unterschied, und Sie als Gefangenen mitnehmen, würde heißen, Sie zum Tode verurteilen. Gehen Sie und erweisen Sie Ihre Dankbarkeit nicht mir, sondern dem ersten französischen Offizier, der Ihnen in die Hände fällt." Als er hinaus war, zog ich mein Papier aus der Tasche. „Nun, Sophie," sagte ich, „ich habe Ihren Wunsch erfüllt,- unp ich bitte Sie Ihrerseits um weiter nichts, als um eine Lektion im Russischen." „Von Herzen gern," antwortete sie. „Wir wollen hiermit beginnen," fuhr ich fort und Breitete den Zettel vor ihr aus. „Wir wollen Wort für Wort üBerfetzen und sehen, wies heißt." Sie sah das Schreiben erstaunt an. „Es heißt," sagte sie, „Wenn die Franzosen nach Minsk kommen, ist alles verloren." Mit einemmal wurde sie ganz bestürzt. „Großer Gott!" rief sie, „was hab ich getan? Ich hab mein Vaterland verraten! Oh, Etienne, Ihre Augen sind die letzten, für welche diese Mitteilung bestimmt ist. Wie konnten Sie so verschlagen sein, ein armes, einfältiges, nichtsahnendes Mädchen zum Vaterlandsverrat anzustiften?" Ich tröstete meine arme Sophie, so gut ich konnte, und gab ihr die Versicherung, daß ihr niemand einen Vorwurf darüber machen könnte, daß sie von so einem alten Feldzügler unb einem so schlauen Kerl wie mir überlistet worden sei. Aber es war jetzt keine Zeit mehr zur Unterhaltung. Aus dieser Botschaft ging deutlich hervor, daß in Minsk wirklich das Getreide lagerte, und daß keine Verteibigungstruppen bort waren. Ich ließ rasch zum Sammeln blasen, und nach zehn Minuten hatten wir bas Dorf hinter uns unb ritten schleunigst auf bie Stabt los, bereit golbene Kirchen kuppeln unb Türmchen sich am fernen Horizont vom Scknee abhvBen. Sie würben immer höher unb höher, unb als bie Sonne nach Westen sank, befanden wir uns in der Breiten Hauptstraße und sprengten unter dem Fluchen der Muschiks und dem Geschrei der erschreckten Weiber immer weiter die Straße hinauf, Bis wir an dem großen Rathaus angelangt waren. Ich ließ meine Leute draußen warten und Begab mich bann selbst mit meinen zwei Wachtmeistern in bas Haus. Himmel! Den Anblick vergeß ich nie wieder! Gerade vor uns standen drei Reihen russischer Grenadiere. Sie legten an unb feuerten eine Gewehrsalve auf uns ab. Oudiri unb Papilette stürzten zu Boden. Mir selbst war der Tschako weggeschosfen, und ich hatte zwei Löcher in meinem Tolman. Tie Grenadiere gingen mir mit den Bajonetten zu Leibe. „Verrat!" schrie ich. „Wir sind verraten! Auf die Pferde!" Ich sprang naus, aber der ganze Platz wimmelte von Soldaten. Aus allen Seitengassen kamen Dragoner und Kosaken auf uns losgeritten, und aus den umliegenden Häusern krachten bie Schüsse. Tie Hälfte meiner Leute und Pferbe lag auf dem Boden. „Folgt mir!" rief ich unb schwang mich auf Violetta, aber ein riesenhafter russischer Dragoneroffizier riß mich runter, unb wir fielen zusammen zur Erbe. Er griff nach bem Säbel, mich zu töten, besann sich aber gleich wieder anders, faßte mich im Nacken unb stieß meinen Kopf immer gegen bas Steinpflaster, bis ich bewußtlos war. So würbe ich dann gefangen genommen. Als ich toieber zu mir kam, bebauerte ich nur, baß er mir nicht den Garaus gemacht hatte. Auf dem großen Rathausplatz von Minsk lag die Hälfte meiner .Reiter tot ober verwundet, um sie herum hatte sich eine jubelnde Menschenmenge versammelt. Tie übrigen wurden in bie Vorhalle getrieben unb von einer Ab- fonnte ich tun? (Fortsetzung folgt.) Nutzen und Schutz unserer heimischen vogeiwelt! Von Oktroi-Aufseher Roloff-Gießen. Durch bie Vernichtung von Hecken und Sträuchern vertreiben wir einen großen Teil unserer in Walb unb Flur besoubers für bie Landwirtschast so nützlichen Bügel, so hätten auch bet der Felbbereinigung manche Hecken unb Bäume noch eine Niststätte bleiben können, wenn man bie Sache erst reiflich erwogen, und namentlich der Vögel gedacht hätte. — Hierüber schreibt mein iinterm 8. Mai lsd. Js. aus Storndorf (Kreis Alsfeld) bem Gießener Anzeiger: Wie gründlich durch bas Feldbereiniguitgs- versahreu bie Nistplätze unserer so nützlichen heimischen Vogel- Welt beseitigt werden, bafür bietet toieber einmal die Feldbereini- gnng in unserer Gemarkung ein entsprechendes Beispiel. Vor kaum vier Jahren wurde die Bereinigung beschlossen und seit dieser Zeit sind viele Hecken ans unserer Gemeinde verschwunden. Tie meiften Grundbesitzer gehen von dem Standpunkt aus, möglichst viel urbares Land zu besitzen, und mancher gefieberter Sänger Wirb, wenn er im Frühjahr wieberkehrt, ber Stätte, wo er jahrelang sein Nest baute unb seine Jungen großgezogen, enttäuscht beit Rücken kehren müssen. Tergleicheit Klagen habe ich schon viele gelesen, unb leider zu spät sehen bie Sanblcute ein, baß Man hier vorsichtiger zu- Werk hätte gehen sollen. 644 Wie überhaupt unsere Vogelwelt zurückgeht, davon kann ich aus eigener Erfahrung Beispiele erwähnen. Zu meiner Jugendzeit waren auf den Anlagen — der damaligen alten Schoor — noch Hunderte von Vögeln zu treffen, besonders aber unsere Mcisenarten, welche eine unserer nützlichsten Gattungen sind, da sie ihre Jungen, deren es meistens 6—8 sind, nur mit Larven und Insekten groß futtern. Tie alten Pappeln der Nord-Anlage mit ihren knorrigen Auswuchsen und Löchern boten ihnen die beste Nistgelegenheit, aber — das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit. — Tie Pappeln fielen ohne das? man für anderweitige Brutstätten (vielleicht durch Aufhangen von Meisenkasten) gesorgt hätte, man hat damit einen unserer nützlichsten Insektenfresser förmlich vertrieben. . Nicht besser erging es unserer Hauvschwalbe, die ja wohl zu Hunderten in der Stadt vertreten war., — Tie moderne ~5elt duldete auch sie nicht mehr länger, tveil sie durch ihren kunstvollen Nestbau die Häuser etwas beschmutzten, stieß man bei einem Neu- cm strich die Nester einfach herunter, ohne daß man dm nützlichen Vögeln an Hintergebäuden, Scheunen usw. eine andere Nistgelegen- heit geboten hätte. Zur Vertreibung der Schwalben trug gelegentlich der Aberglaube bei, sie schleppten Wanzen ms Haus; diese Ansicht entbehrt aber nach unseren Zoologen jeglicher Grundlage. In anderen Gegenden wird sie gerne gesehen, man glaubt von ihr, dort wo sie baue sei Glück im Haus. , Staatliche und städtische Behörden sollen darauf bedacht sein, durch Anpflanzen von Sträuchern und Buschwerk, Aushängen von Nisthöhlen in den Anlagen unserer lieben heimischen, Vogelwelt eine angenehme Brutstätte zu bereiten, denn was wären unsere Anlagen und der deutsche Wald ohne den herrlichen Gesang unserer AögLl. Eine große Anzahl nützlicher Vogelarten will ich kurz er- wähueu, z. B. der Haus- und Gartenrotschwanz, der Fliegenschnäpper, die Grasmückenarten, Lerchen, Ammern und Drosseln, welche teils mehr und weniger Jnsektenvertilger und deshalb für die Landwirtschaft von großem Nutzen sind. Die guten und schlechten Eigenschaften des Sperlings hier zu besprechen, würde zu weit führen. — Er vertilgt allerdings auch einen großen Teil schädlicher Raupen und Larven, so daß sein Schaden sich mit dem Nutzen ziemlich gleichstellt. In Gärten und Anlagen halte man den zänkischen Gesellen kurz, da er manchem nützlichen Singvogel die Nistgelegenheit streitig macht. Nützlich ist ein jeder Bogel in der Natur, schädlich kann er nur dem Haushalte des Menschen werden, und auch das nur bis zu einem gewissen Grade. — Oertliche Verhältnisse spielen hier eine große Rolle. Unser sonst so nützlicher Star richtet in den Weinbergen ost erheblichen Schaden an — und so nähren sich die Grasmückenarten bei uns vorwiegend von schädlichen Insekten, während sie in Südeuropa von Feigen, Oliven und Trauben leben. Einige Räuber und Nestplünderer unserer heimischen Vogel- welt will ich noch anführen. Tie größten unter ihnen sind die Korn- und Wiesenweihen, sowie die Sperberarten, alle diese muß man energisch bekämpfen, da viele unserer Lieblinge durch sie enden müssen. Ter rotrückige Würger, Neuntöter, dürfte ebenfalls als Feind zu betrachten sein, weshalb auch er nicht überhand nehmen darf. Ich habe in meiner Ausführung nur von den bei uns am meisten vorkommenden Vogelarten gesprochen und komme nun zum Vogelschutz. Vou der Berechtigung des Vogelschutzes brauche ich wohl nicht zu sprechen. Ich möchte nur den Vorteil des Vogelschutzes betonen. Für den Landwirt kann nicht oft genug darauf hiugewiesen werden, wie sehr es an seinem eigenen Interesse liegt, auf die Erhaltung und Vermehrung unserer Vogelwelt bedacht zu sein, denn wie ich schon ausführte, nützen sie ihm jeden Tag. Aus der Erkenntnis des immer wcitergreifcnden Rückgangs unserer Vogelwelt entstand die Vogelschutzbewegung. Auch die Staatsregierungen konnten sich der gesetzlichen Regelung der Vogelschutzfrage nicht länger entziehen, und so entstand eine Reihe von Vogelschutzgesetzen, die aber auch noch manche Fehler aüfzuweisen haben. In letzter Zeit sind denn auch verschiWene Staaten, darunter Deutschland, Oesterreich-Ungarn, leider aber nicht Italien zu einer internationalen Regelung des Vogelschutzes gelangt, so lange jedoch Italien dem Vertilgen und Fangen von Tausenden unserer lieblichen Sänger ein Ende bereitet, wird aller Vogelschutz vergeblich sein. In der jüngsten Zeit ist es namentlich Freiherr Hans von Berlepsch, der dem praktischen Vogelschutz durch seine verschiedenen Arten von Nisthöhlen zur weiteren Verbreitung verholfen hat. Dieser ist gerne bereit, seine Schriften über Aufhängen von Nisthöhlen, sowie Anlagen von Vogelschutzgehölzen jedermann zu senden. Erfreulicherweise hat auch der Gießener Stadtvorstand solche Anlagen gebilligt und bereits damit begonnen. Freiherr v. Berlepsch veranstaltet auf seiner Vogelstation auch Kurse über praktischen Vogelschutz. Die Teilnahme für dazu geeignete Personen ist sehr zu empfehlen. Ich möchte nicht unterlassen, ein Wort an alle Gartenbesitzer zu richten: Bei der heißen Jahreszeit die Sträucher und Bäume nach oben nicht anhaltend zu begießen, da, wie ich mich selbst überzeugte, durch das anhaltende Abtropfen des Wassers mancher Bogel von seiner Brutstätte vertrieben wird. Für das Füttern der Vögel im Winter ist eine wichtig« Forderung, daß man das Leben der Vögel kennt, damit man auch weiß, was man ihnen füttern soll. Ueberhaupt ist ja daS Vertiefen in das Leben und Treiben der Tiere nicht nur em interessantes Studium, sondern auch der praktischste Tierichutz. Wer sie kennt, wird sie lieben. Auch unsere Schulen leisten sehr viel auf dem Gebiet des Vogelschutzes, ober hier kann nicht oft genug gemahnt werden. Im letzten Grunde heißt ja Tiere schützen doch immer zugleich auch Menschen nützen. Wenn jeder einzelne sich bemüht, unseren Bestrebungen zum Gelingen zu verhelfen, dann wird er selbst seine Freude daran haben und sich gerne der Stimmung hingeben, die aus des dichterischen Vogelfreundes Worten spricht! Willst du die Stimmen der Vögel — ihr Lied, Der Insekten Summen verstehn, Dann mußt du im Frühling zur herrlichsten Zeit In die Wälder, die flüsternden, geh'n. Wenn der Pirol auf dem Eichenbaum Mit lieblicher Stimme pfeift. Wenn die Amsel flötet im blühenden tzag Und der Kuckuck die Büsche durchstreift. Wenn der Hänfling schmettert in flötendem Ton In schweigenden Hainen sein Lied, Wenn über dir mit verhallendem Ton Der Falke, der wandernde, zieht. Wenn der Häher krächzt und die Taube gurrt In der Buchen dichtem Gezweig, . Wenn der Finken Schlag und der Meisen Sang Erschallet melodisch und weich. Dann hast du vernommen die Lieder des Hains Und es hat dich ihr Tönen berauscht, Dann hast du den Stimmen der freien Natur Mit klopfendem Herzen gelauscht. Dermi|d)tc>. * Epocdema ev ende Erfindungen in der Svort- T e eh n i k sind seit der Vervollkömmmmg der stlugmaschme eigentlich nicht mehr gemacht worden; um so interessanter in bähe, hie Tatsmhe, daß an dem ältefteir Sportwerkzeuoe, das wir befitien, nämlich dem Schlittschuh, eine Verbesserung eriunben woideu ist, die beru en erscheint, in der oabrikalwn von Schlitt schuhen sowie in der Lauftechnik eine völlige Umwälzung hervor- zuruien. Tie neue Erfindung ist überaus eigenartig und unter- icheidet sich im Grunde von allen bisher dagewesenen Lchlilisch n h e n. Tie Gleittu'e wird nämlich nicht wie bisher diirch eine gerade Linie gebildet ionbern durch einen s ch l a n g e n i ö r m i g gewundenen Stahl, dessen äußere Teile gebogen sind, während der innere Teil gestreckt reim geradlinig ist. Tie Vorteile dieses neuen Schlittschuhes, der bereits von ersten Eis- tüuiilern hemmt wird, liegen darin, daß der Lauf viel natürlicher und leichter wird als mit dem bisherigen System. Tie auswärtigen üinrven merken am vorderen, die inneren Kurven am butteren Teile des Sch utichubes gel uien. Dadurch, daß her neue Schlitlichuh infolge seiner Eigenart den beim $ogenlnmen erfolgenden Kantenwechsel von selbst bewirkt, entlieht auch eine nicht unwesentliche Rrntieriumnis. Es bai sich herausgestellt, daß selbst schwierige Fi liiren MN dem neuen Schlittschuh ohne Mühe korrekt anegefuhit werden können. * Die schmutzigen Rangen. Dame (die ein Glas Milch trinkt, zur Bäuerin): „Ich wills Ihnen gerne glauben, Bäuerin, daß die Wasserbeschaffung hier oben auf große Schwierigkeiten stößt, aber nehmen Sies mir nicht übel . . . mit dem, was Sie in die Milch schütten, sollten Sie lieber Ihre Kinder waschen!" * Kunstverständnis. Frau Schulze (im Konzert zu einer zu spät kommenden Bekannten): „Kommen Sie an meine grüne Seite, Frau Müller, sie spielen gerade die neunte Spm- phonie." — „Was Sie sagen! Da.müssen doch die anderen achte man sehr kurz gewesen sein!" Rätsel. Auflö'u u nächster Nummer. Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummert Ter Manwi ums Daiem. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Bilch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen,