M2 - Nr. 178 ii W Die Dame im Pelz. .Roman bon G. W. App le ton. Machdruck verboten.) (Fortsetzung.) Der nächste Zeuge war Gregory. Seine Augen suchten die meinen, und ich bemerkte einen Blick, der sagen zu wollen schien: „Ich habe Ihnen eine böse Suppe eingebrockt, aber vergeben Sie mir, wenn Sie können." Der arme Kerl tat mir wahrhaftig leid. Ich lächelte und nickte ihm ermutigend zu, worauf sich sein Gesicht sofort aufheiterte. Er suchte seine erste Aussage möglichst aozu- schwächen. Er erklärte, daß ich ihn nur ganz beiläufig gefragt, daß er das Fläschchen nur gewohnheitsmäßig gefüllt habe, daß dies zu seinen Obliegenheiten gehöre und auch diesmal nicht auf meinen besonderen Wünsch geschehen sei. Aber trotz alledem schien mir die Aussage dieses einwandfreien Zeugen auf die Richter einen für mich sehr belastenden Eindruck zu machen, und ich fragte mich wieder von neuem, welcher Teufel mich an jenem Abend geritten haben müßte, mit meinem Assistenten über Acouitvergiftung zu sprechen. Doch noch schlimmer wirkte das Zeugnis des Ortspolizeiinspektors. Er zog einen Brief aus der Tasche, den er bei meiner Leibesvisitation bei mir gefunden hätte. Es war das ominöse Schreiben, worin mir §err Barton mitteilte, daß meine Tante ihr letztes Testament noch nicht unterzeichnet habe. „Es bietet sich Ihnen jetzt also eine günstige Gelegenheit, fassen Sie auf alle Fälle zu," las der Beamte mit Nachdruck. Richter und Vorsitzender schüttelten bedeutungsvoll die Köpfe; das war für mich das Motiv zur Tat gewesen. Doch als der Inspektor weiter las: „Die verdammte Hephzibah weiß nichts davon und wähnt sich als alleinige Erbin," empfand ich offen gestanden eine große Freude, als ich bemerkte, wie meine Feindin plötzlich kreidebleich wurde und den uniformierten Mann ungläubig anstarrte. Nach Schluß der Zeugenvernehmung ergriff Herr Barbon das Wort zu einem kleinen Plaidoyer. Er wies darauf hin, daß es in hohem Grade unwahrscheinlich sei, haß meine Taute gerade in einem unbewachten Augenblick von der Medizin genommen haben sollte, obwohl sie doch angeblich den Verdacht gehabt habe, daß ich ihr etwas hineingegossen hätte. Was seinen eigenen Brief betreffe, so habe er mir damit nur den guten Rat geben wollen, mich noch rechtzeitig mit meiner Tante auszusöhnen. Er möchte daher den Gerichtshof warnen, durchaus unschuldigen Worten einen falschen Sinn unterzuschieben und auf Grund bloßer und noch dazu unzureichender Indizien einem unbescholtenen Manne ein so furchtbares Verbrechen zuzu- tr einem Die Richter hielten mich jedoch für hinlänglich der» dächtig, und nach einer Stunde befand ich mich bereits wieder in meiner Zelle im Wandsworther Untersuchungs^ gefängnis. * Die Zeit zwischen dem Untersuchungstermin und der Hauptverhandlung verstrich sehr langsam. Von dem, was zu meinen Gunsten unternommen wurde, erfuhr ich wenig ober nichts, und das geflissentliche Schweigen Mortimers und Herrn Bartons hätte mich direkt beunruhigen können, wenn mir ihre frohen Mienen bei ihren Besuchen nicht das Gegenteil gesagt hätten. Von Inspektor Beale persönlich hörte und sah ich freilich nichts, obwohl man mir erzählte, daß er eifrig für mich arbeite. Was mich aber mehr als alles andere mit frischem Mut beseelte, war ein Brief Marcellas, worin sie mich bat, nicht zu verzweifeln: die finsteren Wolken über mir begännen bereits, sich zu zerteilen, und sie bedauere nur, mir in meiner Einsamkeit nicht die Zeit vertreiben zu können. Aus alledem schloß ich, daß sich meine Aussichten bessern müßten unjS ich im nächsten Termin wahrscheinlich eine angenehme Ueberraschung erleben würde. Endlich brach der ereignisreiche Morgen heran. Goldene Sonnenstrahlen durchfluteten draußen die Welt, einige erhellten sogar meine kalte Zelle. Die Wärter behandelten mich scheinbar weniger barsch als sonst. Es mußte eine Wendung eingetreten, etwas günstiges für mich int Anzüge sein. Das spürte ich, und meine Brust schlug höher. Selbst der ,/grüne Wagen" hatte seine Schrecken verloren. Ich konnte beinahe fühlen, wie sich meine Wangen wieder röteten; ich zweifelte nicht mehr, daß ich bald der Freiheit wieder zurückgegeben würde. Sicheren Schrittes und erhobenen Hauptes, frei von aller Bangigkeit, betrat ich den dichtgefüllten Gerichtssaal. Besonderen Halt gab mir noch der Anblick Marcellas, die nicht weit von nur entfernt saß und mich mit hoffnungsfreudigem Gesicht zärtlich anblickte. Doktor Pennyfeather wiederholte seine Aussage, wie er sie das letzte Mal abgegeben hatte; allerdings nicht ganz so keck wie damals.' Mortimer, der mir heute als Rechtsbeistand diente, nahm ihn in ein scharfes Kreuzverhör. Er steifte sich ganz besonders auf das Urteil des Sachverständigen, daß der Verstorbenen mehr als eine Unze Aconit beigebracht worden sein müsse, und brachte dann ein authentisches Werk über Toxikologie vor, um diese Annahme zu stützen. Außerdem bedrängte er ihn hart wegen des leeren Fläschchens, das er im Krankenzimmer gefunden haben wollte. Ob er unter seinem Eid aussagen könne, daß auch wirklich Aconit darin gewesen sei, ob er den Rest des Inhaltes untersucht habe? Das hätte er nicht — auch nicht für nötig gehalten. Die Etikette auf dem Fläschchen und die Tatsache, daß meine Tante an Äcouit- vergiftung gestorben sei, genüge doch wohl. Dieser Au- pcht vermochte Mortimer absolut nicht beizupflichten, gab 710 Vielmehr der Hoffnung Ausdruck, daß die Geschworenen sich ntit einer derartigen oberflächlichen. Schlußfolgerung eines Arztes, und tvemt er eine noch so geachtete Stellung einnehme, nicht zufrieden geben würden. In einem io ernsten Falle tote diesem, wo das Leben eines unbeschol-, tenen Mannes auf dem Spiel stehe, seien Tatsachen, aber keine Indizien zu verlangen. Damit setzte er sich, und Peunyseather trat ziemlich kleinlaut ab. Dann kam die alte Hexe Hephzibah an die Reihe. Sie sah verbissener und unversöhnlicher aus als je^ zuvor und wiederholte ihre früheren Angaben. Das Gericht ließ ihr einen sehr weiten Spielraum, und ich merkte, daß sie am liebsten gesehen hätte, wenn ich . möglichst bald der lebendigem Leibe verbrannt worden wäre — so groß war ihr Haß gegen mich. Endlich nahm Mortimer sie gründlich ins Gebet. Er fragte sie, ob sie dem Angeklagten einen Boten geschickt habe mit der Aufforderung, sofort nach Putney zu kommen, da seine Tante tut Sterben liege und ihn noch zu sprechen wünsche? Das hätte sie keineswegs und die bloße Vermutung müsse sie mit Entrüstung zurückweisen. Welch absurde Idee! Mortimer erwiderte, daß er keine Lust habe, mit ihr zu disputieren, ihre unter Eid gemachte Aussage, daß dies nicht geschehen sei, genüge ihm. Er wünsche nun noch zu wissen, wer außer ihr selbst, der Verstorbenen« und dem Angeklagten am Wend der Ermordung noch im Hause gewesen sei: „Niemand außer der Krankenpflegerin, die ihm die Tür aufgemacht hat," antwortete sie, auf mich deutend. „Welches ist der Name und die Adresse dieser Pflegerin?" fragte Mortimer. Hephzibah biß sich auf die Lippen, schien aber keine Antwort zu finden. „Ich sehe," .sagte Mortimer, „daß Sie sich nicht mehr erinnern können." Hephzibah ging auf . diesen Leim und versetzte: „Nein, ich kann mich wahrhaftig nicht mehr entsinnen." „Schön," fuhr Mortimer fort, „nun muß ich aber noch eine Anforderung an Ihr Gedächtnis stellen: wie hieß die andere Dame, die sich an jenem Abend noch int Hause befand?" Ich hätte nie geglaubt, baß. dieses hagere Geschöpf im ganzen Körper so viel Blut hatte, wie mit einem Mal in ihr Gesicht schoß, um ebenso rasch wieder zu verschwinden und eine Totenblässe zu hinterlassen. Sie verstehe diese Frage nicht, erwiderte sie. „Sie scheint mir ziemlich klar," versetzte Mortimer und wiederholte sie. Doch! sie konnte sie auch jetzt nicht beantworten; sie blieb bei der Beteuerung, daß äußer den Genannten und Doktor Peunyseather keine Seele weiter in jener Nacht im Hause gewesett sei. Ich konnte mir zwar nicht denken, woranf mein Freund mit dieser Frage hinaus wollte, aber trotzdem war ich von ihrer Bedeutung überzeugt, zumal ich bemerkte, daß sie auch auf die Geschworenen großen. Eindruck machte. Hephzibah wurde sogar derartig schwer dadurch betroffen, daß sie trotz aller Anstrengung sich nicht mehv auf den .Beinen zu halten vermochte und halb ohnmächtig hinausgetragen werden mußte. Als nächster Zeuge wurde Gregory aufgerufen. Er trat so fest und zuversitlich auf, daß ich mich darüber wunderte, denn ich konnte nicht fassen, wieso er sich seit dem letzten Male derartig verändert haben sollte. Doch meine Neugierde wurde bald befriedigt. Er begann seine Aussage gleich, damit, daß er das vorige Mal einen wichtigen Umstand vergessen habe; und nun erzählte er, tote damals am Nachmittage ein Junge gekommen sei und ihm mündlich die Botschaft überbracht habe, Herr Doktor Williams — der gerade nicht zu Hause gewesen sei — möge schleunigst nach Putney zu seiner Tante kommen, die im Sterben läge und ihn zu sehen wünsche. Die vorher- gehende Zeugin habe dies zwar unter Eid bestritten, aber der Junge sei bereits zur Stelle und würde die Richtigkeit dieser Angabe auf .Wunsch gerne bestätigen. Diese Erklärung verursachte selbstverständlich große Erregung unter den Geschworenen. Daun stand Mortimer auf unh rief: „Henry Tibbs!" Ein rotbäckiges Bürschchen trat vor unfr legte mit einer Unbefangenheit, aus der die Wahrheit seiner Angaben sprach, ein überraschendes Zeugnis ab. Am Nachmittage vor dem Morde fei ihm ein Weib auf der Straße begegnet, das ihn «gefragt habe, ob er sich einen Schilling verdienen wolle. Diese Frage habe kaum einer Antwort bedurft, und er fei bald mit dem Schilling unb dem «Fährgeld in der Tasche unterwegs gewesen. Er sollte in Richmond die, Adresse des. Herrn Doktor .Williams ausfindig machen und ihm sagen, seine Tante läge im Sterben und er soll sofort nach Putney kommen. Er habe diesen Auftrag an den letzten Zeugen ausgerichtet und er erkenne in der Zeugin Hephzibah mit aller Bestimmtheit die Person wieder, die ihtn damals das ®efi> gegeben habe. Hephzibah wurde dann wieder in den Gerichtssaal gebracht; ihre Gesichtsfarbe war ganz graugrüit, uni)' der Junge rief gleich: „Das ist f'e. Ja, das ist f’e, die mir in der Gärtnerstraße den Schilling gegeben hat. Sie statt ’n Schleier vor, aber ich kenn fie trotzdem wieder." Hephzibah suchte «die 'Erklärung des Burschen zu ent- kräfteit, aber ihre lendenlahmen Ausreden, die sie mit leiser, stockender Stimme vorbrachte, machten einen keineswegs glaubhaften Eindruck. Sie wttrde gleich« wieder hinausgeführt, die Richter schüttelten bedeutungsvoll die Köpfe, und die Federn kratzten hörbar über das Protokollpapier. Daun erhob sich Mortimer wieder und rief Inspektor Beale. „Sie sind der Vorstand der Kriminalabteilung« in Scotland Pard?" sagte er. „Jawohl, das bin ich," antwortete Herr Beate in selbstbewußtem Tone. Sofort waren aller Augen auf ihn gerichtet. Ich will seine Rede hier nicht wörtlich« wiederholen, sondern -nur die Hauptpunkte hervorheben: Die Polizeibehörde hatte schon vor Wochen von einer ausländischen Verschwörerbande in London Wind bekommen. Ihre Ziele seien zwar noch! nicht genau zn durchschauen, aber soviel sei vollkommen klar gewesen, daß sie es in erster Linie auf die Vernichtung des Beschuldigten und der jungen Dame abgesehen hätten, mit der er sich verlobt hatte. Ein Anschlag auf das Leben der Braut fei bereits gemacht und int letzten Moment nur durch das Dazwischentreten des Angeklagten vereitelt worden. Dabei sei einer der Verschwörer getötet und ein anderer verwundet und nachträglich verhaftet worden. Die Ermordung des Fräulein Donaldson sei die Tat derselben Gesellschaft und der Angeklagte seiner festen Ueberzeugung nach absolut unschuldig daran. (Fortsetzung folgt.' Ludwig Wand. (Zu seinem 50. Todestage, 13. November.) Von Dr. Paul Landau. „Schlicht Wort und gut Gemüt, ist das' ächte deutsche Lied." Dies treffliche alte Sprichwort nennt Nhland in einem Bries an den Grasen Soeben seinen Wahlspruch und bekennt als das Ziel seines Dichtens: „In Bild, Form' und Wort tnich der größten Einfachheit zu befleißigen, sollte sie mir auch den Vorwurf der Trockenheit zuziehen, die einheimischen Weisen zu gebrauchen, vaterländischer Natur und Sitte nachztthängen, mir unsere ältere Poesie und zwar unter dieser wieder die wahrhaft deutsche, zuml Vorbild zu nehmen." Durch dies treue Festhalten an der heimischen Vergangenheit, dies innige, neuschöpferische Erleben der volkstümlichen Dichtung ist er vor vielen ein Liebling unserer! Nation geworden und wird es immerdar bleiben. Ein halbes Jahrhundert nach seinem Scheiden ertönt noch immer Emanuel Geibels Totenklage um den „Meister und Helden,", dessen Schild rein war wie fein Gedicht, in alben Herzen: Trum', wenn wir seinen Weisen lauschen. Umweht es uns wie Heimatluft, Wir hören deutsches Waldesrauschen, Wir atmen deutschen Maienduft. Die Herrlichkeit verschollner Tage Steigt Mondbeglänzt vor uns herauf, Und geht beim 'Waldhornruf der Sage Das Herz' in süßem Schauer auf. Den „Klassiker der Romantik" hat D. Fr. Strauß Uhlaub getauft und die wundersam einzigartige Verschmelzung wider-- strebender Eigenschaften, die in ihm verkörpert war, damit trefflich gekennzeichnet. Schwärmerische Hingabe und schroffe Zurückhaltung, strömendes Gefühl und trockene Nüchternheit, kraftvolle Glut der Phantasie und gehaltene Mäßigung — wo hätten sie sich wohl je in einem Poeten sonst noch zu solch klarer Harmonie, zu so reintönendem Wohlklang bereinigt? Bei der Betrachtung feiner Persönlichkeit fällt «einem ein, was Friedrich Schlegel von der deutschen Kunst sagte, sie sei rechtlich, treuherzig, gründlich, genau und tiefsinnig," dabei unschuldig «und etwas ungeschickt. Mit den geistvoll barocken Irrlichtern, die damals den deutschen Dichterwald durchtanzten, mit einem Fr. Schlegel und Brentano, einem Zach. Werner und B. D. At Hoffmann verglichen, war dieser aufrechte knorrige Eichbaum der äußerste Gegenpol des nach ihrem Sinne Poetischen. Und wer iw kejnemt Aeußrrn Ws Wst. des romantischen Dichters suchte^ 711 der war enttäuscht -ob der spießbürgerlich soliden, der schwerfällig unbedeutenden Erscheinung. Für -einen wackeren Hand- werksmann hielten ihn die Fremden, wenn sie. ihn über die alte Neckarbrücke in Tübingen seinem freundlichen Haus mitten im Rebgarten zuschreiten sahen, nicht für den berühmten Dichter, Professor und Politiker. Sein schüchternes Auftreten, sein linkisches Benehmen, die schon früh die Mutter tadelt, mochten durch seine Linkshändigkeit, durch seine große Kurzsichtigkeit verstärkt Werden, doch lagen sie zutiefst in seinem! Wesen begründet. Schweigsam, verschlossen, ungepflegt in der Kleidung war er von jeher, und wenn die Mutter gehofft hatte, der Aufenthalt in Paris Werde ihm etwas „äußere Gefälligkeit" verleihen, als sie die ironische -Frage tat, -ob mau auch in Paris an den Nägeln karre, so täuschte sie sich. „Du bist und bleibst auch in Paris noch der alte trockene Vetter," schalt ihn ärgerlich das neugierige Schwester- chen, „schreibst nur immer von Bibliotheken, Museen usw., Sachen, die mich ganz und gar nicht interessieren. Schreibe lieber auch von den Pariser Mädchen, was sie für Kleider anhäben und bergt, was freilich für Dich blinden Heß schwere Fragen sind. Doch für was hast Du Deine Brille?" Und dann werden allmählich auch seine Briefe kürzer, steifer, mißmutiger, bis schließlich seine Frau scherzen kann, jedes Ding habe seine zwei Seiten, ihres Mannes Episteln jedoch nur eine. Selbst den Elterm scheint er entfremdet, und der alte Jugendfreund, der stets übersprudelnde Justinus Kerner, schleudert ihm den Vorwurf ins Gesicht: „Stumm wie ein Fisch bist! Wahrscheinlich auch fast so kalt!" Ter eben herangereifte Jüngling, der auf der Mittagshöhe seines Schaffens ■ steht, verzeichnet in seinem Tagebuch-, das uns erst vor einiger Zeit (1897) zugänglich gemacht wurde, nichts als Tatsachen in knappster Form, keine Gefühlsergüsse, keine Reflexionen. Schon hier eine alle Kleinigkeiten beachtende Pedanterie, eine peinlich abgeinessenc zercmoniöse Haltung, ein ausgesprochener „Sinn für Feierlichkeit". Dieses Fehlen jedes äußeren schönen Scheins, diese schaM- volle Verbissenheit, diese rauhe Schale um! den edlen Kern, sie sind bezeichnend für das echt Deutsche dieser Persönlichkeit. Tiefe Innerlichkeit, schweigende Treue, derbe Gesundheit, die Merkmale, die er als urtümliche im Charafter seines Volkes suchte und fand, waren ihm eigen und sie Mochten sich in solcher Schärfe bei ihm zu entfalten, loeil er sich in einem strengen Gegensatz fühlte zu dem modischen Treiben der Romantik, die das Gekünstelte und Krankhafte aus eigenstein Fühlen pries. In den Briefen an Loeben und Kerner ringt fein starker Widerwille gegen solche Phantastik zum Ausdruck; aus der „Nachtseite der Natur" drängt er ins klare Sonnenlicht, und aus heiliger, schmerzlicher Erregung protestiert er gegen pes Freundes Kerner, aus Tieck und Novalis geschöpften Wahn, daß Tod die innigste Vereinigung sei mit dem Geiste der Natur und Krankheit das Hinstreben danach. -Alles Wühlen in Sensationen, alles Auspeitschen der Nerven und Gefühle, wie es die Romantiker so liebten, war ihm verhaßt. „Tas bloße Reflektieren und das Aussprechen von Gefühlen," sagt er einmal, „scheint mir nämlich nicht die eigentliche Poesie auszumachen. Schaffen soll der Dichter, Neues hervorbriugen, nicht bloß leiden und das Gegebene beleuchten." Mit unerbittlicher Selbstkritik betrachtet er seine eigenen Musenkinder uird merzt schonungslos aus, was ihm nicht genügt. Erst die große kritische Ausgabe feiner Gedichte, die Erich- Schmidt und Julius Hartmann veranstalteten, hat gezeigt, wie viele Gedichte er seinem unbestechlichen Urteil geopfert, wie unermüdlich er gearbeitet hat, bevor er die vollendete Formklarheit, die souveräne Sprachbehandlung seiner Reisezeit erreichte. Neidlos erklärte er, Kerner sei ungleich mähr Dichter, als er, und scharf erkannte er die Ursache seines frühen Verstummens: „Das rege glänzende Spiel der Phantasie, wodurch SernerS Dichten sich charakterisiert, geht Meinem Treiben in der Poesie aut Meisten ab, und dieses besteht, wenn ich überhaupt davon sprechen darf, Mehr Nur in dm dunkleren Regungen; des Gemüts, dem verhüllten Herzensschlag. . . Meine Art zu dichten ist Mehr Sache der Stimmung, welche abgebrochen, augenblicklich ist, und was außer derselben gedichtet oder zwar in Derselben entworfen, aber nachher ausgeführt ist, wird mißlingen." Die schweren verhüllenden Schleier, die der wortkarge spröde Uhland üm sein inneres Erleben und Gestalten gebteitet, sind erst in allerletzter Zeit durch die.Veröffentlichung seines Briefwechsels (191-1/12) gelüftet worden, und mit Staunen vernimmt man nun diese jugendlichen Ergüsse, die zu den verborgenen Quellen seiner Poesie führen. Auch er hat mit Jean Paul geschwärmt und' sich Mit Novalis in das Dunkel der Ahnung gestürzt, aber sein schwäbischer Wirklichkeitssinn und sein frischer HuMor führen ihn aus allen Irrwegen stets wieder auf den graben Weg ruhiger fester Lebenssicherheit. Der kurze Ueberschwaug der Jugend, der dichtende Eifer der Genossen, die sich um' ihn in der „schwäbischen Dichterschule" scharen, das erste gewaltige Erleben des Mittelalters in seinen Studien, sie lassen in Uhlands Gemüt alle Knospender Phantasie springen, entfalten in ihm einen üppigen Dichter- srühling, dem kein Sommer und kein Herbst folgen sollten. Ms dies seelische Blühen und Drängen in den Sorgen und Aufgaben des Mannesalters entschwand, war auch die innere Notwendigkeit des Schaffens dahin und still hängte Uhland die Leier an die Wand. Schulübungen hätten die Reimgewandtheit des Knaben gezeigt, tastende Nachahmungen von Osttan, Klopstock, der jungen Nom antik waren gefolgt. Als er türmt 1810 die Seintat, aus. der er seine Kraft gefog-en, verläßt und in Paris die Distanz und Frechheit der Freude -empfindet, beginnt die reiche Ernte, die den DichterrühM Uhlands für alle Zeit ausmacht. Ihm war es gegeben, das lautere Gold des Volksliedes- zup vollkommenen Schönheit der Kunstpoesie ju hämmern, schalkhafte Anmut und derben Humor mit sittlichem Ernst und markigem Pathos zu vereinen-, in seinen Balladen und Romanzen die altck Heldenzeit wieder aufleben. zu lassen, Grimm und Spaß der Recken meisterlich zu, treffen. Diese Verbindung von einfacher Naivität mit einer kristallklarett Form hät seinen Gedichten einen Platz im Herzen unseres Volkes verschafft, wie kaum einem andern Dichter, außer Schiller; ait der Wiege erklingen feine Lieder und am Grabe; wir lernen sie in der Schule, uitb sie begleiten uns durchs Leben.- Weder Goethes absprechendes Urteil noch Heines Witzkritik haben ihnen geschadet; wir erkennen die Enge seines Talentes, deM auch im Drama und im größeren erzählenden Gedicht nur das Lyrische gelang; wir empfinden die Blässe und Weiche mancher Bilder, die seine zahllosen Nachahmer noch mehr.entwerteten. Un- venvelklich bleibt die Frische, die Kraft und die künstlerische Vollkommenheit seiner besten Schöpfungen. In Uhlands Wesen sind der Dichter, der Gelehrte und der Politiker eins. Seine Poesie hat durch diese beiden andern Haupt- eleMente seiner Natur wertvolle Anregungen erhalten. Tie Begeisterung für die Dichtungen des Mittelalters war das erste große Erlebnis seiner Jugend, und in seinen Studien zur Sage und Dichtung fand er die besten Stoffe für sein Schaffen. Diese Liebe zur altdeutschen Vergangenheit stempelt ihn zum Romantiker, und die Gestalten und Motive seiner Dichtung sind jene Mächte geworden, die Tieck in seinem „Aufzug der Romanze" als die Sinnbilder des Romantischen erscheinen läßt: Glaube und Liebe, Tapferkeit und Scherz; Pilgerin und Troubadour, Ritter und Hirtenmädchen. Seine herrlichen vaterländischen, Gedichte, diese Muster einer rein künstlerischen Tendenzpoesie, sind aus seinen politischen Kämpfen erwachsen. Je mehr aber der Dichter verstummte — und nach 1830 hat er nur Weniges noch geschaffen —- desto stärker traten Polittker und Gelehrter hervor. Man hät Uhlands politisches Wirken noch nach seinem Tode sehr laut, fast überschwenglich gepriesen. Heute ist der Glanz des Abgeordneten, des Redners in der Paulskirche verblaßt; der mannhafte! Demokrat, der hartnäckige Oppositionsmaun, der eigensinnige Par- tikularist, der zwischen den Parteien stand und dem Preußen als deutsche Vormacht ein Greuel war, lebt nur noch in den Paar- Liedern, die so unvergeßlich „das gute alte Recht" Preisen, den! „Schwindelhaber" verspotten und inbrünstig beten: „Wenn heut ein Geist herniederstiege. Zugleich ein Sänger und ein Held ..." Viel bedeutsamer ist des Dichters wissenschaftliche Arbeit gewesen, und sie scheint mir in weiteren Kreisen auch heute noch nicht genügend geschätzt und genützt zu werden. Von den acht Bänden seiner Schriften zur Geschichte der Dichtung und- Sage, die uns die germanisch-romanische Vorzeit und die mittelalterliche Dichtung in einer im einzelnen überholten, im ganzen unerreichten Weise darstelleu, ist nur eine einzige Neuausgabe erschienen. Sein biographisches Meisterwerk, die schöne Darstellung Walthers von ber Vogelweide, entstanden aus einem wirklich kongenialen Nacherleben, ist noch immer nicht Volksbuchigeworden, und daß seine Sammlung deutscher Volkslieder in jedem guten deutschen Hause eine Stätte finden solle, ist ein frommer Wunsch Treitzschkes geblieb-eu. Und doch steht Uhland .als -Erwecker und Entdecker der Geistesschätze unserer Vergangenheit neben den Brüdern Grimm, wie das Scherer so schon betont hat. Auch aus ihm ruhte der „Segen der Solidität", im Gegensatz zil den krausen Anregungen, die die Frühromantiker ausstreuten. Seine erste Arbeit über das altfranzösische Apos, das Resultat seiner Pariser Studien, war eine Epoche machende Leistung, die einen großen Stoff meisterte und Klarheit und Ordnung hineiubrachte, und die gleiche Kraft der Anschauung und Zartheit ber Deutung lebt in feinen Arbeiten zur deutschen Volksdichttmg und germanischen! Mythologie. „Ich betrachte sie nicht lediglich als eine .Auswanderung in die Vergangenheit," meint er von diesen Studien, „eher als ein rechtes Einwanbern in die liefere Natur des deutschen! Volkslebens, an dessen Gesundheit man irre werden muß, iuenit man einzig die Erscheinungen des Tages vor Augen hat, uttb! dessen edlem, reichern Geist geschichtlich darzustellen, nM so weniger unnütz fein Mag, je trüber und" verworrener die Gegenwart sich anläßt. Drum ist ein Sichversenken in diese Schriften mit ihrem edlen Stil und herrlichen Inhalt -ein stählendes Geistesbad noch in unfern Tagen; aber auch auf den Urgrund ber Uhlandschen Dichtung schaut nur, wer diese wissenschaftlichen Werke kennt; so sagt es sein eigen Wort: „Wer sich nicht mit meinen SttidieN! besaßt, kann auch nicht über mich schreiben." Lichtkultur vor (00 Jahren. Unter den gewaltigen Fortschritten, die Komfort und Luxus in der äußeren Lebenshaltung in den letzten 100 Jahren gemacht haben, ist wohl der erstaunlichste in der „Lichtkultur" geschehen^ in der Z imm er b el eu chtu n g. Wir können uns' heute gab nicht Mehr vorstellen, wie dunkel es vor hundert Jahren aMWus- lichen Herd war, welche unendliche Mühe das Feueranzündeni verursachte. uub in.nichts Wie Ms. ber Urgroßvater Wehr be- ML <» wundert als in der zauberhaften Schnelligkeit, mit der man heute durch einen raschen Druck auf einen Knopf ein früher kaum vorstellbares Glanzrneer entfaltet. r Als die täglichen Beleuchtungsmittel kannte man vor Mindert Jahren nur Talg und Oel. Zwar gab es auch Wachskerzen und sie verbreiteten in großer Menge ein schönes vornehmes Laicht. In der Zeit der Grandseigneurs, da das Geld keine Rolle gespielt hatte, waren bei Hofe und in den Schlössern des Adels die Kronleuchter aus dem funkelnden venezianischen Glas mrt Hunderten von Kerzen besät gewesen und hatten einen feenhaften Schimmer ausgestrahlt. Aber vor hundert Jahren war man arm geworden und die Wachskerzen waren unerschwinglich teuer; nur noch bei großen Festlichkeiten oder in den vornehmsten Zirkeln sah man Wachslichter; in bürgerlicheri Kreisen hielt man sich höchstens einen „Wachsstock" zum augenblicklichen Anzünden für kleine Gänge. 'Die Talglichter waren die regelmäßige Beleuchtung der Zimmer, und die waren nichts weniger als hell und angenehm. Meist stand nur eines auf dem Tisch; bie, Malerur Caroline Bardua erzählt aus ihrem Jugendlehen, das sich in einer guten Bürgerfamilie abspielte, das stets nur ein Licht brannte, bei dem die Mutter las und die Töchter arbeiteten. Nur wenn Besuch kam, zündete man zwei, bei hohen Gästen sogar vier Talglichter an. Das Licht bedurfte beständiger Pflege und Auf- merkfanikeit, denn alle Viertelstunden verdüsterte es sich und Mußte dann geputzt werden. So spielte denn die Lichtputz- schere eine große Rolle; sie stand als stehendes Juventarstück in einem blechernen Schiffchen neben dem Leuchter. War man ungeschickt, so erlosch das Licht und die Gesellschaft saß plötzlich im Dunkeln: oft war diese Ungeschicklichkeit nicht unbeabsichtigt und die plötzliche Verdunkelung des Zimmers gibt in den Biedermeiergeschichten seit Jean Paul den besten Anlaß zu allerlei Schabernack und komischen Verwicklungen. Oesters mußte auch ein „Dieb" vom Lichte genommen werden und das Putzen war überhaupt eine kleine Kunst, die manchem recht schwer fiel. Ein solcher der Lichtputzschere Üeberdrüssiger schlägt B. in den Entmischen wöchentlichen Nachrichten 1805 vor, die Talglichte in einem Winkel von 30 Grad von dem Perpendikel brennen zu lassen, nm des Lichtputzens überhoben zu sein. Beim Auslsöchen des Lichtes entstand ein sehr häßlicher Geruch; man mußte es daher mit einem kleinen Klümpchen Talg, das man an die Spitze der Lichtputzschere nahm, ersticken. Auch die O e l l a m p e n würden unseren heutigen Ansprüchen keineswegs genügen. Da mau der Kunst noch nicht Herr war, durch eilten geschlossenen Glaszylinder die Leuchtkraft zu steigern, brannte die Flamme zumeist offen. Tie primitivste Form war eine offen brennende Lampe mit dünnem Docht, das „O e l l i ch t". Vielfach sah man auch, besonders in der Küche, Hanglichter, Lampen .ohne Fuß, die mit einer Kette an einem Haken am Gesimse des Rauchfanges aufgehängt waren. In besonderen Häusern hatte man schon größere, künstlicher eingerichtete Lampen, aber die Beleuchtungsformen, die noch unsere Jugend erhellten, die Gasspiritus- und Petroleumlampen, kamen erst langsam um die Mitte des 19. Jahrhunderts auf. Noch viel primitiver, ja von einer heute ganz abenteuerlich amnütenden Beschwerlichkeit war das Feueranzünden. Das schwedische Zündholz, das um Sie Mitte des Jahrhunderts erfunden wurde, war auf diesem Gebiet eine wahre Erlösung. Im Winter hielt man meistens im Ofen oder Herd eine glühende Kohle, an der ein Schweflfaden oder Schwefelholz entzündet werden konnte. Hatte man bereits eine lichte Flamme, so genügte ein Fidibus zum weiterzünden. An den hin und herziehenden Funken des erlöschenden Fidibus hatten die Kinder ihre Freude; sie sagten: „Sie sähen die Leute aus der Kirche gehen" und der letzte Funke war „der Küster". War kein Feuer mehr im Hause, dann bediente man sich eines Feuerzeuges, das gewöhnlich aus Stahl, Stein und Schwamm bestand. Man'schlug mit dem Stahl so lange an dem' Stein herunter, bis der auf den Stein gelegte Zunder von einem der heraussprühenden Funken Feuer gefangen hatte. Ta der billige FeuerschwaMm nur sehr schwer zündete, so konnte man sich bei diesem Geschäft recht lange abmühen. An den glimmenden Schwaimn hielt man ein Schwefelholz, das dann nach einiger Zeit in lichter Flamme brannte. Die in geschmolzenen Schwefel getauchten Fäden mürben in Päckchen zu 3 Pfg. verkauft; sparsame Hausfrauen sollen mit einem solchen Päckchen ein Jahr lang ausgekommen feilt. Man trug so für den Kampf mit dem Licht im „Feuertäschcheu" bereits eilte Anzahl Waffen mit sich; es gab aber auch noch besondere Z ünd maschinen. Ta waren die Luntenfeuerzeuge und die Zunderbüchsen, daun die chemischen Feuerzeuge, die nach der Entdeckung Berthollets, daß chlorsaures Kali sich durch Schwefelsäure entzünde, aufkamen. Diese „Tätsche- feuerzeuge" bestanden aus langen plumpen Schwefelhölzern, die man in Fläschchen tauchte und brennend herauszog; man konnte sich mit der Säure aber leicht den Rock für immer verderben. Im Wohnzimmer des besseren Bürgers fand man wohl auch ein Mahagonikästchen, das ein kopliziertes Instrument umschloß. Durch den Druck einer Messinghandhabe wurde ein Platinschwämmchen glühend, das einen Fidibus entzündete. Die Entzündung wurde durch Entwicklung von Wasserstoffgas hervorgerufeit. Dieses D ö b e r e in er s che Feuerzeug wurde nicht in Kästen, sondern auch in gefälliger händlicher Form aus Blech, Glas oder Porzellan hergestellt. Man konnte es im! Spazierstock oder in der Westentasche tragen. Aber tote kostspielig war diese Vorrichtung, wie unsicher, wie unbequem ! So drängte seit 1830 die Entwicklung immer mehr auf Sie Streichhölzer hin, die freilich zunächst noch einen übten: Phosphorgeruch und große Feuersgefahr mit sich brachten. Mit dem Siegeszug der „Schweden" sank dann Die Lichtkultur der Biedermeierzeit endgültig dahin. Das Anzünden der Zigarre war nun fein großes, Minuten dauerndes Ereignis mehr und man brauchte keine Repetieruhren, nm im Dunkeln zu wissen, wie spät es ist. . . _____________________ Vermischtes. ff. Manet als Käsern aller. In den Erinnerungen des früheren Ministers der schönen Künste Antonin Proust an Edouard Manet, bereit Fortsetzung das Novemberheft der bei Bruno Cas- sirer in Berlin erscheinenden Monatsschrift „Kunst und Künstler" bringt, stndet sich ein allerliebstes Geschichtchen aus'Manets Früh- zeit. Er war auf der Schule ein rechter Faulpelz, so daß fein Vater mit ihm nichts anderes anzufangen wußte, als baß et ihn dem Kapitän Besson, der das Schiff „La Guadeloupe" nach Rio de Janeiro führte, als Schiffsjungen mit gab. Ta der Kapitän seinen neuen Schiffsjungen während der Fahrt hatte malen sehen, so sagte er zu ihm, als die „Guadeloupe" Rio in Sicht bekam': „Ta Sie malen können, junger Manit, so werden Sie mit diese holländischen Käse frisch anstreichen, die durch die Heber» fahrt verblichen sind. Hier ist ein Topf Wertige und ein Pinsel." Manet tat seine Pflicht. Als das Schiff in den Hafen einlief, glänzten die Käse wie Tomaten. Tie Einwohner, hauptsächlich die Neger, kauften sie mit Begeisterung, verschlangen sie mit der Rinde und bedauerten nur, daß nicht mehr zn haben war. * EinHeld. „Na, ich sage Ihnen," so berichtet Mt. Jenkins stolz, >,dem Herrn hab ich's aber gegeben das kann ich Ihnen sagen. Und wenn er auch zweimal so groß und zweimal so stark ist tote ich, das hat mich nicht gehindert, ihm meine Meinung schlankweg ins Gesicht zu sagen. Namen habe ich ihm gegeben, die kein Wörterbuch verzeichnet. Und nicht gemuckst hat er, der Feigling." „Er versuchte nicht, Sie zu mißhandeln?" „Was? mich mißhandeln? Nein, mein Liebet, das wagte er nicht. Als er nur Sen geringsten Versuch machte, mir zu antworten, da, ja da — hing ich einfach den Höret an und ließ ihn stehen » . Büchertisch. — Der Hande & Spettersche Damen-Almanach (47. Jahrg. für 1913. Verlag von Haube & Spener, Berlin), ist auch dieses Iaht wieder erschieneit. Das geschmackvoll aus- geftatiete Büchlein vereinigt in sich Taschenkalendet, Notiz- und Tagebuch in zierlicher Form. — Leonardo d a Vinci, von Bruno Schrader (Band 13 der Biographiensammlung berühmter Malet „Meisterbilder in Farben"), Schlesische Verlagsanstalt (vormals Schottlaender), G. m. b. H. in Berlin W 35. Leonardos da Vincis Leben und Wirken ist von der kuiistgeschichtlichen Forschung immer noch nicht in allen Punkten aufgehellt und untersteht noch den stärksten Widersprüchen. Gleichwohl kann die Darstellung, die in dem vorliegenden Bande geboten wird, als eilte sehr befriedigende bezeichnet werden; sie ist wohl geeignet, das Verständnis für diesen großen universalen Geist der Renaissance und für sein vielseitiges Wirken zu fördern. Der Band ist mit einer Anzal vop Abbildungen versehen. Zkat-Ausgadr^ Vorhand erhält folgende Karten: <9 c? c? Q Q Q i<2 Q c? c? Q Q Q <2 ch ch O ♦ M + .+ +*+ * + Sie tourniert Pique-Sieben und findet noch Carreau-Sieben. Das Spiel wird gewonnen. — Wie saßen die übrigen Karten und wie wurde gespielt? Auflösung in nächster Stimmet. Auflösung der Königspromenade in voriger Nummer? Als Mann auch halt die Mutter hoch, Es wird das Herz ihr laben; Die Mutter sieht im Alter noch Jui Sohne gern den Knaben. Redaktion: K. N e n r a t h. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- unb Steindruckerei, R. Lange, Gießen.