W MW g ^"MUAWWA MA^A^MWNÄ r r-"’ W uc^ Sie von Gründingen. Roman von Freiherr von Schlicht. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) So sah Dagmar mit einiger Unruhe dem Abend entgegen, denn ihr Widerspruch war an Haus' gescheitert, der Marianne sehr gern hatte und sich aus ein Wiedersehen mit ihr freute. Und daß Weidemanns kamen, bevor er ihnen seinen Besuch gemacht hatte, rechnete er ihnen hoch an. Gewiß, das waren keine „Form-Menschen", aber trotzdem hätte er den Weg zuerst zu ihnen finden müssen. Morgen hatte er auch zu ihnen gewollt, zum Unwillen seiner Mutter hatte er die Absicht, nur diesen einen Besuch zu machen. Die Gräfin wäre gern mit ihm auch auf die anderen Güter gefahren, aber Hans hatte widersprochen: „Ich bleibe doch nur reichlich acht Tage, und wenn ich mich überall zeige, dann fühlt man sich verpflichtet, uns einzuladen, da müssen wir alle wieder einladen, und dann kommen !vir — wie man im Kasino sagt — aus dem reinen Hemd und ber Sektflasche gar nicht mehr heraus. Bor allen Dingen sind wir dann immer unterwegs und haben nichts voneinander." Und zärtlich hatte er ihre Hand geküßt. Die letzten Worte hatten die Gräfin ganz versöhnt, sie vergaß sogar darüber, Hans zur Rede zu stellen, daß er in ihrer Gegenwart von einem „reinen Hemd" sprach. Ms ob es überhaupt andere gäbe! Wirklich, Alexa hatte recht: Hans gebrauchte manchmal Ausdrücke, die sehr stark an die Reitbahn erinnerten, und sie nahm sich vor, morgen Mit ihm darüber zu sprechen, ihn zu bitten, wenigstens in Gegenwart der Schwestern „so etwas" nicht mehr zu sagen — Alexa war imstande, ihrerseits auch diese Kasino- Redensart aufzunehmen, und wenn sie, die Komtesse, dann einmal von ihrem „reinen Hemd" sprechen sollte — — die Gräfin war einer Ohnmacht nahe. ..Das war gar nicht auszudenken. Weidemanns kamen wie immer eine halbe Stunde zu früh. Das wußte die Gräfin schon, und so konnte denn immer gleich gegessen werden, wenn Weidemanns' eintrafen. Der alte Weidemann hatte beständig Hunger, aber da er sehr oft am Tage aß — wenn auch nur etwas Obst oder einige Brötchen — so war er absolut kein starker Esser. Sein Hunger war meistens nur eine nervöse Magenverstimmung, die vorüberging, sobald er eine Kleinigkeit genossen hatte. Trotzdem war auch „Weidemanns ewiger Hunger" einer der vielen Gründe, die der Gräfin den Nachbar nicht sehr sympathisch machten, sie fand es unästhetisch, sich bestänoig nach leiblicher Nahrung zu söhnen, — ja, wenn es noch geistige gewesen wäre — dann ja. Mer so? shoking! Der alte Weidemann sah aber nicht darnach aus, als Menn er sich aus geistiger Nahrung viel mache. Er war ein Riese, groß und breitschulterig mit einem gewaltige^ Brustkasten. Auf den breiten Schultern saß ein kurzer Hals und ein mächtiger Kopf mit wettergebräunten Wangen, und ein langer Vollbart entschädigte ihn dafür,-daß sein Scheitel beinahe kahl war. Alles an ihm strotzte von Kraft und Gesundheit, trotz seiner sechzig Jahre. Er war die Gutmütigkeit selbst, er hatte die Seele eines Kindes, er konnte nicht einmal eine Fliege töten. Wenn die ihn nachmittags im Schlafe störte, fing er sie mit großem Geschick, macht« das Fenster auf und ließ sie von dannen fliegen. Bet seinen Leuten war er sehr beliebt. Aber zugleich hätten sie auch einen gewaltigen Respekt vor ihm. Es war schon viele Jahre her, da hatte ein polnischer Erntearbeiter ihm einmal den Gehorsam verweigert. Der war groß und stark und mochte wohl seiner physischen Ueberlegenheit vertrauen, als er seinem Gutsherrn zu widersprechen wagte. Der hatte ihn ruhig zu Ende an- gehört und dann hell aufgelacht, daß „dieser Knirps" es wage, sich gegen ihn aufzulehnen. Und ehe der Andere wußte, wie ihm geschah, hatte er ihn mit der einen Hand an der Brust, mit der anderen an den Beinen gefaßt, ihn hoch über seinen Kopf gehoben und ihn dann wie einen Ball in einen großen Heuhaufen geworfen. Das hatte gewirkt. Der Pole hätte eine ganze Zeitlang da gesessen mit einem Gesichte, als wisse er nicht, ob er wache oder träume. Dann hätte er sich erhoben und war — ohne ein Wort zu sagen, wieder an seine Arbeit gegangen. Das war das erste und das letztemal, daß der alte Weidemann seinen Leuten eine Probe seiner Kraft gegeben hatte. Aber dieses eine Kunststück genügte auch vollständig, es lebte fort in der Erinnerung und wurde jedem neuen Arbeiter und jedem neuen Knecht als Erstes erzählt. Stark und mächtig, wie seine Erscheinung, war auch seine Stimme. Selbst wenn er sich bemühte, leise zu sprechen, und das tat er zu Beginn der Unterhaltung stets, klang es, als wenn sich jemand mit aller Gewalt Gehör zu schaffen versuche. Uno nun erst, wenn er lebhaft wurde, wenn er ein paar Flaschen Rotwein zu sich genommen hatte! Denn mit ein paar Gläsern gab dieser Riese sich nicht ab. Der Gräfin gellten nach jedem Besuch immer noch ein paar Tage hinterher die Ohren. Einmal hatte sie unter dem! Vorwand, Schmerzen zu haben, sich Watte ins Ohr gesteckt, aber da hatte er in der Furcht, sie könne ihn nicht verstehen, noch lauter gesprochen, als sonst. — — Noch lauter. Die Gräfin schauderte zusammen, wenn sie nur daran dachte. Mar M. gern hätte sie heute abend einen anderen Tischherrn gehabt, aber das war ja nicht zu machen. Unmöglich konnte sie ihn bitten, Dagmar zu führen, um selbst den Baron zu nehmen. Das ging nicht, wenn sie nicht direkt unhöflich sein wollte, und das durfte sie auch ihrem Manne nicht antun, der mit einem ihr gänzlich unbeg reift 362 — lichen 'Gefühl herzlicher Zuneigung an dem Gutsnachbar hing. Der alte Weidemann und Hans führten bei Tisch das große Wort und ließen eine Unterhaltung zwischen den einzelnen Personen gar nicht aufkommen. Beide waren übermütig, überboten sich gegenseitig in Geschichten und unglaublichen Erzählungen, und ihre harmlose Fröhlrch- keit steckte auch die anderen an. Man kam aus dem Lachen gar nicht heraus, ohne daß man eigentlich wußte, weshalb man lachte. Die Einzigen, die nicht so ganz von Herzen mit ern- stiminten, wenn einmal wieder allgemeine Heiterkeit herrschte, waren der Baron und Dagmar. Sie hatte es vorausgesehen, daß sie auch heute wieder bei Tisch neben ijmr sitzen müsse, und das hatte ihr hon Anfang an die Stimmung verdorben. Sie war es ja gewohnt, daß er stets an ihrer Seite saß, es ging nun einmal in dem kleinen Kreise nicht anders, aber daß er auch jetzt ihr Tischherr war, heute, wo Marianne sie beide nicht einen Augenblick unbeobachtet lassen würde, das störte und reifte fic. So war sie noch schweigsamer, noch zurückhaltender als sonst, und antwortete mir mit kurzen Worten auf die Fragen und die Bemerkungen des Barons. Und doch mußte sie ihm das Zeugnis ausstellen, daß, er ein amüsanter Gesellschafter war. Trotzdem sie doch jeden Tag bei den beiden Mahlzeiten und auch abends zusammen waren, verstand er es immer wieder, ein neues Thema anzuschlagen, eine Neue Diskussion anzuregen. Seine persönlichen Erinnerungen, die große Zahl interessanter Menschen, mit denen er zusammengetrosfen war, und über die er klug und amüsant zu erzählen wußte, schien ebenso unerschöpflich, wie seine teils ernsten, teils heiteren Reise-Erinnerungen. Er hatte ein gutes und sicheres Urteil über Musik und Malerei, er besuchte die Ausstellungen, und die Neuerscheinungen der Kunst in den letzten Jahren waren ihm ebensowenig fremd wie die Werke der alten Meister. Dagmar hatte ihn wegen seiner Kenntnisse oft im stillen bewundert. Sie hatte längst erkannt, daß der Baron weit mehr war als nur ein Reitlehrer. An Bildung und Wissen überragte er die meisten Herren, mit denen sie bisher zusammen getroffen war, um ein Bedeutendes, und es gab Augenblicke, in denen sie es gar nicht mehr so unbegreiflich fand, daß der Baron es gewagt hatte, ihr im Berliner Tattersaal seine Huldigung darzubringen. — Aber gewaltsam suchte sie dann doch wieder nach neuen Anklagepunkten, die sie gegen ihn erheben konnte, und da sie solche finden wollte, hatte sie diese auch stets sofort wieder zur Hand. Mochten die nun stichhaltig sein oder nicht, eins blieb doch immer bestehen: er nahm für dest Unterricht, den er erteilte, Geld und ritt gegen Bezahlung für andere Leute Pferde zu. Gewiß, das wär keine Schande. Aber es mußte doch schrecklich sein, wenn der Baron jemals heiraten sollte, und wenn sich dann seine Frau,in einer Gesellschaft von irgend einem Herrn sagen lassen mußte: „Ich kenne Ihren Gemahl von früher her sehr genau —■ ich habe ihm auch mal hundert Mark zu verdienen gegeben, habe sogar freiwillig noch fünfzig Mark draufgelegt, — denn er war damals ein armer Teufel. Na, Gott sei Dank, nun hat ers ja nicht mehr nötig." Und Marianne konnte wirklich glauben, daß sie sich dazu hergeben würde, die Frau des Barons zu werden? Ihr Stolz, ihre Eitelkeit empörten sich auch jetzt wieder. Und nur mit ihren Gedanken beschäftigt, ganz vergessend, daß sie nicht allein war, warf sie den schönen Kops hochmütig in den Nacken. Das gilt mir, sagte sich der Baron. Aber das schadet nichts. Im Gegenteil, das ist ein gutes Zeichen. Er hatte keinen Blick von ihr gewandt, obgleich er sich anscheinend gar nicht um sie kümmerte, während sie schweigend neben ihm saß. Und noch einmal warf sie stolz die Lippen auf und machte mit Kopf und Schultern eine Bewegung, die da deut-ftch sagte: nie! niemals —! „Doch — Komtesse." Sie fuhr zusammen und sah ihn ganz erschrocken an. Für eine Sekunde verlor sie jegliche Fassung, dann sagte ste: „Ich verstehe Sie nicht — was sollen die Worte be- deuten — worauf beziehen sie sich?" Ebenso verwirrt wie sie, ebenso ruhig war er. Nur «n übermütiges Lächeln umspielte wieder seinen Mund. „Worauf sich mein Wort „doch" bezieht, Komtesse? Ohne ein Gedankenleser zu sein, habe ich Ihnen angemerkft daß Sie sich mit irgend einer Sache im Geiste beschäftigten,, die Ihnen im Augenblick unangenehm oder verhaßt erscheint. — Was es ist, toeijj ich natürlich nicht, — ich bin auch viel zu wenig neugierig, um danach zu fragen, auch wage ich es nicht, Ihnen meinen Rat und meine Hilfe anzubieten, aber so viel weiß ich doch: Ihr Widerstand ist vergebens, das Schicksal ist mächtiger, als Sie selbst. Was Ihnen bestimmt ist, werden Sie ertragen müssen — Sie werden unterliegen." „Nie — niemals!" Mit beinahe haßerfüllten Augen sah sie ihn an. Sie wußte: er hatte sie durchschaut. Er erriet, was sie vorhin gedacht hatte, und wenn seine Antwort auch ganz all- gemein gehalten war, so verstand sie dennoch den tieferen Sinn.-- Wieder entlockten ihre Worte ihm nur ein Lächeln, dann meinte er ernst werdend: „Mit dem Wort „niemals" sollte man etwas vorsichtiger sein, Komtesse, und es nicht so schnell in den Mund nehmen. Ich sagte schon vorhin: unser Schicksal, das einem jeden von uns besftmmt ist, ist stärker als wir selbst. Ich weiß nicht, ob Sie mir da beisttmmen, aber ich gestehe ganz offen ein, daß ich bis zu einem gewissen Grade abergläubisch bin. Nach meiner Auffassung ist unser Lebensweg uns vorgeschrieben — alles, was wir tun, tun wir unter einem höheren Einfluß, den wir stolz unseren Willen nennen, und der alles andere, nur nicht unsere eigene, freie Entschließung ist. Wir können also ost gar nicht so handeln, wie wir wollen — selbst wenn wir noch so trotzig unser „Nie!" sagen. Wir müssen uns dem fügen, was über uns beschlossen ist." „Die Zukunft wird ja lehren, wie weit Sie recht hahen." „Gewiß, Aber nicht wahr, wenn Has, was Sie befürchten, wenn das, wogegen Sie sich vorhin mit Ihrer stolzen Kopfbewegung aüflehnten, doch eingetreten ist, — wenn Sie sahen, daß Ihr „niemals" weiter nichts war als eine leere Drohung an das Schicksal, dann sagen Sie es mir, und wenn ich dann nicht mehr hier sein sollte, ver- sprechen Sie mir, eine Zeile zu schreiben?" „Wenn Sie Wert darauf legen — gern. Aber es lohnt sich gar nicht, daß wir darüber so viele Worte machen. Wenn Sie wüßten, um welche Bagatelle es sich handelt, Sie würden lachen." „Vielleicht doch nicht, Komtesse. Ans Kleinigkeiten setzt sich unser Leben zusammen. Ich erinnere mich, daß ein neuer Damenhut einmal einen Streit hervorrief, der meinem Freunde in einem Duell das Leben kostete, und die Geschichte lehrt, daß um Bagatellen schon Kriege entbrannten. Die Kleinigkeiten ernster zu nehmen, als es im ersten Augenblick nötig erscheint, — aber dafür auch die großen Dinge nicht gar zu sehr auf sich einwirken zu lassen —; das ist eine Lebensphilosophie, die den Menschen eigentlich -erst glücklich macht — —" „Ich habe bisher gar nicht gewußt, daß Sie auch ein Philosoph sind." Er hörte ihren Spott sehr wohl heraus. „Man wird es durch das Leben, ohne es zu wollen/ und man braucht deshalb von Kant und den anberem großen Weltwetsen doch nicht mehr zu wissen als nur den Namen — „Pardon, Herr Baron. Wie meintest du, Marianne? Ach so, dann habe ich mich geirrt —, ich glaubte, du hättest mir etwas zugerufen." (Fortsetzung folgt.) Vie Reformation nnd Gegenreformation in Herbstein und den ehemals landgräflichen und ritterschaftlichen Grien der östlichen und südöstlichen Vogelsbergs. Don Pfarrer Zinn in Herbstein. (Fortsetzung.) Es kam der für die Protestanten unglückliche Ausgang des schmalkäldischen Krieges und die schmachvolle Gefangenschaft ihres Führers Philipps des Großmütigen. Bon jetzt an war von einer Durchführung der Reformationsordnung im Stift Fulda keine Rede mehr. Statt dessen suchte der Abt das berüchtigte kaiserliche „Interim", jene eigenmächtige kaiserliche Verordnung durchzuführen, wodurch weiterer Abfall vom katholischen Glauben verhindert und die allmähliche Rückkehr der Protestanten znr ka- 363 tholischen Kirche angebahnt werden füllte. Keine einzige evangelische Lehre wurde darin anerkannt. Nur der Laienkelch Und die Priesterehe wurde den Protestanten bis zum allgemeinen Konzil zugestanden, aber im übrigen sollte alles wieder auf den alten, vorreformatorischen Stand gebracht werden. Selbst den Landgrafen Philipp wüßte man durch unwürdige Behandlung und dockende Aussicht auf Freiheit zur Annahme des Interims mürbe zu machen. Wer wie ein Mann widersetzte sich das evangelische Volk. Ein gewaltiger Unwille ging durch die Lande und eine opferfreudige Begeisterung für die evangelische Sache durchzog die Gemüter auch der seither noch Schwankenden und Unentschlossenen. Zum äußersten Widerstande entschlossen, erklärten die hessischen Geistlichen ihrem geliebten, zur Mnnahme des Interims drängenden Landgrafen, daß sie, so schmerzlich ihnen des Landgrafen bitteres Los sei, doch lieber ihr Amt aufgeben, als ins Interim willigen wollteir. „Müssen wir," so schrieben fie, „darüber das Land räumen, so trösten wir uns, daß da geschrieben steht im 24. Psalme: Die Erde ist des Herrn und was darinnen ist. Müssen wir die Welt räumen, so tröstet uns, daß der Herr Christus, der Sohn Gottes, sagt: in meines Vatsrs Haus sind viele Wohnungen. . . . Wenn wir aber also mit Gotttzs Hilfe b estän- dig bleiben, haben wir Menschen und Teufel zu Feinden, das ist gewiß. Aber die Menschen sterben und die Teufel werden verdammt. Fallen wir aber ab und verleugnen die Wahrheit, so haben wir Gott selbst, alle Engel und Heiligen zu ewigen Feinden, deren Zorn und Feindschaft ewig währt, wovor Gott unfern gnädigen Für - sten und H errn, alle lieb en Christen ünd uns gnädiglich bewahren ivoYIe ewiglich!" - Und dieser Sturm bet Begeisterung, der wie alle evangelischen Hessen auch die Bewohner der landgräflichen und Riedeselschen Orte um Herbstein herum ergriff, brach sich auch nicht an den Mauern dieses Städtchens. Auch sie überflutend, riß er die Bewohner, die bis dahin noch zum alten Glauben gehalten hatten, mit sich fort, und während der Abi sich noch mit dem Gedanken trug, das Interim durchzuführen, erklärten auch die Bürger Herbsteins öffentlich ihren lieber! ritt zum Luthertum. Es geschah dies im Jahve 1548°) und als ersten protestantischen Pfarrer Herbsteins nennen uns die Chroniken den Joannes Leimingius* * * 6 * 8) ober Hans Leininger /f auch JohannA Sewing,8) Johann Seintng9 10) und Leinig") genannt. Wer es iift eine eigentümliche Sache mit diesem Uebertritt. Eine alte Herbsteiner Sage, die von einem früheren Herbsteiner Kapläne in Reime gebracht und in den Buchenblättern des Medizinalrats Dr. Schwarz von Fulda im Jahre 1850 und seitdem auch sonst abgedruckt worden ist, erzählt, daß Herbstein in der Reformationszeit im Gegensatz zu anderen Orten dem angestammten katholischen Glauben dauernd treu geblieben sei, weil der glaubenseisrige Pfarrer Retz und sein Vorgänger Saun die Lehre des Reformators nicht herein gelassen hätten. Darüber erbost, hätte eines Tages eine Schar verkappter Reiter, unter Führung eines Hans Leiniger, den ahnungslos vor der Stadt mit Heuwenden beschäftigten Pfarrer Retz Überfällen, gefesselt und mit verbundenen Augen kreuz und quer durch die Wälder in eine Räuberburg geschleppt und dort heimlich gefangen gehalten. Vergebens sehnte sich, wie erzählt wird, der Gefangene nach Freiheit, vergebens sorgten sich um ihn seine getreuen Psarrkinder. Schon nahte der Jakobustag, das Fest des Schutzpatrons von Herbstein. Inbrünstig flehte der gefangene Priester zu Gott um Erlösung. Da geschah ein Wunder. Die Ketten fielen dem Gefesselten von den Händen, und er fand einen Weg zur Flucht. Unbemerkt von den Räubern, kam er wieder nach Herbstein in dem Augenblick, als schon eine Anzahl Bürger sich mit 1000 Gulden, die der Bürgermeister in der Stadt gesammelt hatte, aus den Weg machte, um ihren Pfarrer loszukaufen. Denn die Räuber hatten durch einen ans Stadttor angehefteten Zettel der Stadt angesagt, wenn sie 1000 Gulden Lösegeld nach Ulrichstein schicke, solle Pfarrer Retz losgelassen werden. Nun hatten sie ihren Pfarrer wieder durch wtinder- bare göttliche Hilfe, und das Lösegeld konnten sie behalten. -) So Büff in Zeitschr. f. d. hist. Th. 1846 S. 476, Hassenkampin Hess. K. G. int Zeitalter der Ref. Bü. 2 S. 290. Hermann, das Interim in Hessen. S. 90. 6) Diese NameNsform hat Bröwer, Fuld. Antiqu. Antw. 1612 S. 357. ’) Fuld. Chronik, Vacha 1839. 8) Gegenbaur, Gesch. der relig. Bewegung im Hochstift Fulda üsw. int Fuld. Gymnasialprogramm 1861 S. 14. ■ 9) Komp, Fürstabt Johann Bernhard Schenk zu Schweinsberg usw. Fulda. 1878. S. 9. 10) Goeßntann, Beiträge zur Gesch. des vorm. Fürstent. Fulda. Fulda 1857. S. 188. (Johann Leinigius.) Die 5 zuletzt genannten Quellen nehmen nach dem Vorgänge Browers das Jahr 1568 als das Reformationsjahr Herbsteins an. Aber Wir werdet: im Folgenden nachweisen, daß diese Annahnie irrig ist. u) Bezeichnend für die Denkungsart dieses Jesuitenpaters ist, daß er sich die Geschichtsbetrachtung eines gewissen katholischen Fanatikers Wollo von Vilbel ganz zu Ligen macht und Seite 334 ihn: mit Behagen nacherzählt, im Jahre 1517 habe der Ketzervater Martinus Luder (!) angefangen das Kist seiner Lehre auszuspritzen. Infolgedessen hätten bald die nach den reichen Klostergütern lüsternen weltlichen Fürsten Mönche und Nonnen zu unzüchtigen Ehen („incestas nuptias"} gezwungen (!) und die verlassene!: Klosterwohnungen sich angeeignet. Auf'diese Weise sei als „glückliche "Frücht des' neuen Evangeliums" ein „Geschlecht vvn Dieben und feilen Dirnen" entstanden, das zu nichts an- derm zu brauchen gewesen wäre. Zum Danke für seine wunderbare Rettui:g hängte Pfarrer Retz die Ketten, mit denen man ihn gefesselt hatte, in der Stadtkirche auf zu Ehren des Jakobus. Eine Notiz in der Herbsteiner Stadtchronik, der ich obige Sage entnehme, besagt, daß der Pfarrer Ludwig Retz geheißei: und die Ketten 1558 dem Jakobus dem Aelteren gestiftet habe. Tatsächlich hängen ein paar alte Ketten, die aber gar keine Hanft- und Fußschellen sind, heute noch in einem Glaskasten in der Herbsteiner Stadtkirche. Der Kasten zeigt in guter Holzschnitz-- arbeit die Aufschrift: Non praevalebunt! (Sie werden nicht obsiegen!) Ich habe bei: Quellen dieser Sage nachgeforscht und gefunden, daß sie auf den gelehrten Jesuiten und Priester B r o w e r von Fulda zurückgeht. Derselbe hat im Jahre 1612 zu Antwerpen eine lateinisch geschriebene Geschichte des Stifts Fulda herausgegeben mit dem Titel: Fuldensium Antiquitatum Libri IV. (4 Bücher fuldischer Altertümer). Tarii: erzählt er auf S. 357 ft als Ereignis des Jahres 1550, daß Gott in diesem Jahre durch ein ausgezeichnetes Wunder gezeigt habe, daß er Beleidigungen und Verachtung seiner Priester nicht ungestraft lasse. Einleitend bewerft Brower, daß das 22000 Schritte westlich von Fulda in den buchonischen Borgen gelegene feste Städtchen Herbstein dank der Wachsamkeit Und Sorge des Conrad Saun bis zum Jahre 1568 im katholischen Glauben verharrt sei. In diesem Jahre aber sei!es von einem „schweinischen und schleppfüßigen Apostaten (a spurco ac loripede apostata) allmählich ins Schlechte verkehrt worden, indem man die Spuren des alten Ritus mit der Nichtigkeit Luthers übergossen habe." Nach dieser nicht gerade geschmackvollen Vorbemerkung") beginnt dann der jesuitische Priester zu erzählen: „In der Nachbarschaft dieser Stadt hatte ein wilder Räuber Joannes Leiningius, durch Schandtaten und üblen Ruf bekannt, fein Wesen. Dieser hatte es auf die viel- gerühmten irdischen Glücksgüter des frommen Herbsteiner Priesters Ludwig Reitz abgesehen, legte ihm eine» Hinterhalt und — dann folgt die Erzählung, wie sie heute noch die oben angeführte Herbsteiner Bolkssage wiedergibt, nur noch etwas mehr ins Mirakulöse ausgen:alt. Ulrichstein wird nicht genannt, dagegen wird erzählte daß Reitz auf der Flucht durch göttliche Eingebung, um seinen Verfolgern zU entgehen, nicht in der Richtung auf Herbstein, sondern 15 000 Schritte abseits nach Lichen- rod ins Jsenburgische geflüchtet und von dort durch Crainfelder Bauern nach Herbstein zurückgebracht worden sei. Als Zeugnis dieser göttlichen Wohltat habe der Priester Ludwig Reitz die Kette mit zwei Schlössern zum ewigen Denkmal seiner Befreiung in der Herbsteiner Kirche aufgehängt. Dazu bemerke ich Folgendes. Die Erzählung, daß i. I. 1550 ein katholischer Priester Namens Ludw. Reitz, wenn auch nicht um seines Geldes, so doch um seines Festhaltens am katholischen Glauben willen auf eine Ritterburg beiseite geschafft und durch besondere Glücksumstände wieder losgekommen sei, ist von vorne herein als im Rahmen der geschichtlichen Möglichkeft liegend zuzugeben. Ulrichstein war damals int Besitze der Riedesel, die eifrig um die Einführung der Reformation bemüht waren und auch im Jahre 1604 nicht davor zurückschreckten, den von Fulda in Freiensteinau eingedrängten katholischen Pfarrer Rübsamen aufzuheben und nach vEisenbach in den Turn: zu setze:!. Warum sollte 1550 nicht etwas Aehnliches möglich gewesen sein, zumal die Riedesel damals mit Fulda in Fehde lagen und durch die Gefangennahme des katholischen Pfarrers timt Herbstein zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen konnten? Freilich findet sich vvn einem Herbsteiner Pfarrer Namens Ludwig Reitz sonst keine Spür in der gesamten «och vorhandenen gedruckten und ungedruckten Ueberlieferung. Aber das Zeugnis Browers kann uns genügen. Denn so verkehrt und albern er auch in feine:: geschichtlichen Urteilen _ ist, so liegt doch kein Grund vor, an der geschichtlichen Richtigkeit dieser erzähltei: Einzelheiten zu zweifeln. In Browers Darstellung erscheint Johannes Leining aber merkwürdigerweise gar nicht als potestantischer Pfarrer von Herbstein, fonbern als ^toilber Räuber", der in der Umgegend sein Wesen hatte und die verkappten Reiber anführte. Tatsächlich findet sich auch, abgesehen von den genannten, unkontrollierbaren gebrucften Quellen, keine Ke Ueberlieferung und in den Archiven keine Spur, die darauf eist, daß tatsächlich um diese Zeit in Herbstein ein Pfarrer Namens Johannes Leining angestellt gewesen sei. Dagegen läßt sich urtunNidj nachweisen, daß 1555 ein „Cinrad Lun", Pfarrherr und Altarist frien Altars" und als Stadtpsarret auch Vorsitzender des Hospitalvorstandes zu Herbstein gewesen. und in diesen Eigenschaften einen dem Spital gehörigen und einen an- — 364 be.ru der „FriMmetz" zuständigm Wer an bi« Stadt Herbstein verkauft bat.13) . (Fortsetzung folgt.) t- 12) So nach einer Mschrist in btt Herbsteiner kathol.Pf arr- Kronik aus etaeni Mrbrannten alten Herbsteiner Gerichtsbuch. Kritzlar. Wir lieben oft diejenigen Kunstwerke am Meisten, .die unausgeführt, skizzenhaft sind. Auch Ruinen und Fragmente, deren fiprFtnruna nicht gar zu weit vorgeschritten ist, wetten uni ästhetisches Wohlgefallen. Weil alle diese Kunstwerke unserer WLautasie Spielraum zur Ergänzung lassen. Moderne meirau SZ Z mir L-»I° wir * sehen von anderen Gründen, schon Mirum nicht, weil unter Phantasie dabei unterbunden Wirb. Eine Stadt, die ihrvor- Zeitliches Gepräge gut bewahrt hat, heimelt uns aus demselben Mchologischen Grunde an. Wohl hat der Strom der Z- t du schärfsten Linien verwischt und die Kinder unserer Tage mit ihrem Aussehen und Gehaben stehen Wie em Schleier vor den alten Dingen. UM so weht kann unsere Phantasie spielen, die alte Zeit wieder herzustellen. Amönebing war^die^erste Gründung des Bonifatius in Kiffen. Ranke derDochfläche, die zum Edderflusse abfällt, gttindetc der deutsche Apostel ein BenedMinerlloster, nachdem er die Monar- Eiche bei dem benachbarten Geismar gefallt hatte. Als ersten Abt setzte er den heiligen Wigbert em. Unter Wigberts M^rung wuchs der heilige Sturmius auf, der /pater von ihrer aus ?diAbttl Fulda begründete. Kloster und Klosterichule entwickelten sich zu hoher Blüte, die auch die erste Saecularisation, die Umwandlüna in ein Chorherrenstift, überdauerte Diesem gehörte um 1200 Herbort von Fritzlar an, em „gelarter Schulere , der auf Aufforderung des Landgrafen Hermann von Thüringen^ desBe- schützers her Minnesänger, em „Siet von Trohe (Troia) schrieb, von 18 438 Versen. Der Anfang heißt: „Swer siner Kunst meister ist Der hat gemalt an siner List Der kann ft beferen, Minren und meeren Witen und engen, Kyrtzen und lengen. Des ist der lichtere Wist und gewere." Und das Ende: „Jr hat diz Geticht wol gehört, Ez tichte von Fritzlar Herbort, Ein gelarter Schulere. Ez en ist nicht achtbare Daz er icht dichten kann Doch so nimet er sis an Mit andern tichtern Der schar will tt mereu. Er gert anders Lobes nif Alsüs endet sich diz Siet." Aber auch in politischer Beziehung warFritzlär ttn bedeutender Platz. Es wurde der Sitz des Hefsisch-Conradinischen Grafengeschlechtes. Aus ihm ward Conrad der jüngere Herzog der Franken und bestieg nach dem Aussterben der deutschen Karo- kinger 911 den Königsthron. Er war es, der auf dem Totenbette 918 seinen Bruder Eberhard überrredete, dem Sachsenherzog Heinrich die Reichskleinodien zu überbringen und die Wahl der Franken auf ihn zu lenken. In Fritzlar wurde dann Heinrich I„ der Vogeler, zum Könige ausgerufen. — Otto I. hatte eine Königsvilla dort. Heinrich dem IV. war die Stadt ein wichtiger Stütz- hunkt in den Sachsenkriegen. — In der Folge wurden die äußeren Geschicke der Stadt durch die ewigen Fehden zwischen dem Erz- bistume Mainz, in dessen Besitz sie gekommen war, und den Fürsten vno Hessen bestimmt. — IM 30jährigen und' tat 7jährigen Kriege hätte Fritzlar viel zu leiden. 1803 verlor es durch den Reichst, beputationshauptschluß die Quelle seiner Bedeutung: Das Chor- härrenstift wurde aufgehoben. Heute ist es eine stille Landstadt. Das hervorragendste Denkmal der Stadt ist die Stiftskirche St. Petri. Dadurch, daß die Bautätigkeit vieler Jahrhunderte sich an ihr verewigt hat, und daß sie im wesenttichen von der Hand stilwütiger Restauratoren des 19. Jahrhunderts verschont geblieben ist, gibt die Kirche ein wundervoll malerisches Gesamtbild. Nettester Teil und Rest eines 1078 von den Sachsen zerstörten Baues ist die ApsiS des nördlichen Choranbaues unter $ent 1560 entstandenen originellen Fachwerkgeschoß. Der Bau, wie er heute int großen und ganzen steht, ist das Produkt des Umbaues einer zwischen 1079 und 1118 in sächsischen Formen errichteten Basilika, der nach 1171 vor sich ging. Er brachte die EinWölbung des Mittelschiffs. Bis ins 13. Jahrhundert hin dauerte der Bau des reichen, in Wormser Formen aus geführten Chorb au es. Die Mchtige West-Vorhalle int UebergaUgSsU ist, wie Stephan Beissel 1895 in den „Stimmen aus Matta Laach" bewiesen hat, erst um 1260 errichtet worden. Der Gotik entstammen die Hellen beiden südlich«! Seitenschiffe, der Kreuz., gang und die ziemliche tat Norden angebaute Bomfattuskapelle. Barock und Louis XVI., Zopf nannten das die bösen Stilpuristen des 19. Jahrhunderts, haben sich im Aeußeren dmch einen Vorbau der Nordseite und int Inneren durch zahlreiche Ware und speziell der Louis XVI.-Sttl durch BW ei wundervolle Türen int ^Um^bie'alte Stiftskirche lagen die Wohnhäuser, die Kurie» der Stiftsherren, deren eine bte gotische „Kuria in der Fische- gaffen" sich besonders charakteristisch erhalten hat. Wer Kapitular werben wollte, mußte ein Jahr in Bologna oder Varis studiert haben; alle unadligen mußten Magister fein; so laßt sich denken, daß ein feingeistiges Leben in den Kutten herrschte. Sie int Geiste mit ihren alten Bewohnern zu bevölkern, Hellen uns die Bilder auf manchem Grabstein in Kreuzgang und Krypta der Sttftskirche. Wie sehr Kunst ihr Leben durchdrang, beweist btt schöne Form, die alles, was sie untgab, adelte, Kirche, Wohnens, Gerät. Der Kirchenschatz enthalt Stücke von wunderbarer Schönheit: Romanische, gotische, Renaissance uitb Barock; Gewänder Kelche Monstranzen, Reliquiare, Cibotten, Tragaltare. Das Stift mit seinem bedeutenden Verwaltungskörper bildete eme aristo- krattsch geschlossene Welt für sich; es lag in stetem Kampfe um seine Privilegien mit der Stadt. „ „ , Hier traten als vermittelndes Element Bettelmönche, Franziskaner ein. Selbst freiwillig bettelarm, begründeten sie 1237 ,m Stadtteil der Attmeren, deren Seelsorge ihnen ia besonders am Herzen lag, Kirche und Kloster, oben auf und an der Stadtmauer. Eine helle Predigtkirche von schlanken, schönen Verhältnissen. Ihr alter Totenhof ist heute ein Garten, der die hohe Kirche in grünen Blätterschmuck hüllt. Im Osten war sie mit der Stadtbefestigung in Verbindung gesetzt. 1377, berichtet eine Urkunde, erlaubten bte Minoriten der Stadt, auf ihrem Chore ein Wächterhaus zu erbauen und einen Aufgang dazu an der Giebelwand der Sakriltet ""^Um^das bunte Bild der gttstlichen Korporationen zu vervollständigen, gab es noch eine DeutschordenscomMende etn Augustmer- nonnenlloster in Fritzlar. An die Stelle der letzteren traten Ursulinerinnen, die im ersten Viertel des 18. Jahrhund«ts dm Barockbau errichteten, dessen breite Masse das Bild der Neustadt am Abhänge des Berges beherttcht. , . Einer starken Befestigung bedurfte Fritzlar als kurmainzpches Bollwerk gegen Hessen. Noch ist genug von Türmen und 9Jtaittn übrig, um dem mittelalterlichen Stadtbild den charakteristischen festgeschlossenen Rahmen zu geben. Dem Trutze gegen den Feind gibt der große graue Turm besonders monumentaleil Ausdruck. Er War auch Signalstation für die auf den umliegenden Hohen und tat Tale verteilten Warttürme, die das Anrücken des Feindes zu Melden und als Zuflucht für die auf dem Felde arbeitenden: Stadtbewohner zu dienen Hätten. Hinter der Mauer lauft der Rundengang, von bett Türmen führen radiale Straßen nach dem Stadtherzen, dem Markte. So konnte jebeT angegriffene Teil leicht mit KttegsUramien beschickt Werben. IM Schutze dtcfer Be- feftigung eng zusamMengedrängt, spielte sich bas künstlerisch so unendlich reiche mittelalterliche Leben ab: Fast leber Burger bewohnte fein eigen Haus, an dessen Einrichtung mid Ausstattung Generationen arbeiteten. Bunte Fachwerkhäuser mit reichem Schnitzschmuck — am Markt ein besonders hübsches, mit keckem Türmchen — stattliche Steinhäuser mit wuchtigen Staffelgiebeln. Wohl waren die Räume des einzelnen Burgers beschränk, aber für die bürgerlichen Feste gab es ein gewaltig großes Fachwerkhaus, das um 1585 errichtete Hochzeitshaus. Seme reiche Ausstattung — jeder, der bort gefeiert hätte, Hochzeitspaare, Taufeltern usw. Mußte ein Stück stiften — ist leider verschwundem Wie anheimelnd ettchttnt bas alles deut modernen Mensche«, dem Mist feiltet Mietsetage. Christian Rauch. Bilderrätsel. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung der Charade in voriger Nummert • Aufrichtig. Redaktion: K?N e n"r'a th. - Rotationsdruck unb Verlag der Brühl'fchm Universitäts-Buch- und Steinbruckerei, R. flano«, Wiche»