/ Der König von Thule. Roman von Paul Grabein. (Nachdruck verboten.)' (Schluß.) XVIII. „Also, leben Sie wohl, lieber Doktor, und auf Wiedersehen — aber nicht in Island! Davon hab' ich genug vom erstenmal." Neidhardt schüttelte sich mit komischem Entsetzen. „Aber Sie werden ja doch mal wieder in die Heimat kommen, und dann vergessen Sie nicht, mich aufzusuchen. Soll mich herzlich freuen." Der Kapitän drückte dem Reisegefährten kameradschaftlich die Hand. Sie waren die letzten Tage seit Eva Söllnitz' Abreise viel zusammen gewesen und sich' so naher getreten. Neidhardt war ja der einzige Mensch an Bord, der Amthor sympathisch gewesen war. Nun nahmen auch sie voneinander Abschied. Die „Hamburg" sollte nach kurzem Aufenthalt hier in Bergen jetzt wieder in See gehen, um nach Hamburg zurückzukehren; ihre Nordlandreise war beendet. Mit einer gewissen Bewegung erwiderte Amthor den herzlichen Händedruck Neidhardts. Solange er diesen noch Um sich gehabt hatte, war es ihm immer gewesen, als ob ihn noch etwas Greifbares, Lebendiges mit Eva Söllnitz verbände. Sie hatte den Kapitän ja auch hochgeschätzt und umgekehrt dieser große Stücke auf sie gehalten. So hatten sie beide denn auch uoch oft in diesen Tagen von ihr gesprochen, und es war Amthor manchmal dabei gewesen, als wäre sie plötzßlich leiblich zu ihnen getreten, so lebendig sah er ihr liebes Bild dann vor Augen. Nun hatte auch das ein Ende. *■ Mit ernster Miene erwiderte er daher dem Kapitän: „Ich glaube schwerlich, daß mich Deutschland so bald Wiedersehen wird." „Aber warum denn nur? Es wird Ihnen doch eine Wohltat sein, mal aus Ihrer verdammten Nebelbüchse Reykjavik rauszukommen!" „Eben darum. Ich fürchte das Loßreißen hinterher wieder von der Heimat. Wer zum Nebelgrau verurteilt ist, soll sich nicht erst an die Sonne drängen." „Ah i— Sie sind Pessimist geworden da oben, lieber Doktor! Dia, wahrhaftig kein Wunder. — Aber Sie werden's sich schon anders überlegen. Also sagen wir doch auf Wiedersehen! Es macht sich besser." Amthor lächelte nur still; mit einem letzten Druck machte er sich dann aus des Kapitäns Hand frei. „Sagen wir's. Auf Wiedersehen denn, lieber Kapitän — wo es auch sein wird!" Mit einem vielsagenden Blick schied Amthor von dem ihm wert gewordenen Alaune. Schweigend sah ihm der alte Seemann nach, bis er hinten im Gang seinen Blicken entschwunden war. „Ein braver Kerl, dieser Doktor," sagte er dann M dein an ihn herantretenden Mr. Sanderham, „schade nur,; daß ihn die schwarze Melancholeia gepackt hat. Das ist ebenso schlimm wie die Malaria, die ich mir damals in dem gottverlassenen Fiebernest Bimbia geholt habe. Die läßt inich auch nicht mehr locker. Mir ist heute wieder ganz schuddrig zumute. Kommen Sie, Mister, wir wollen einen Hennessy genehmigen — na, komm'n Sie nur, komm'n Sie nur! Ihnen wird das auch ganz gut tun!" Und er zog sein vergeblich widerstrebendes Opfer mit sich in die Bar. XIX. Amthor hatte alle seine Borbereitungen getroffen, von Bord zu gehen. Es erübrigte ihm nur noch der Gang zum Zahlmeister, um seine Rechnung zu begleichen. Dorthin schritt er jetzt durch den langen Korridor von seiner Kabine aus. Zum letztenmal ging er den oft betretenen Weg. Wie manchmal war er hier frohen Herzens mit Eva geschritten, und dort — an jener Ecke beim Quergang — da war's gewesen, wo sie vor ihm wie ein weidwundes Reh geflüchtet war. Wo er hier ging und stand, überall umwehte ihn ihr Hauch, überall erschien ihm ihr Bild. Nun, Geduld! Allzubald nur würde ihn ja nichts mehr an sie erinnern/ Dann legte er den flüchtigen Glückstraum in seinen Sarg — zur ewigen Ruhe. Ruhe? Dumpf verworren, aus tiefster Tiefe seines Herzens hörte er es heraufschallen — wehevoll und drohend. Daß er sich nur nicht täuschte! Daß da nicht etwas in ihm lebte, das sich nicht totsagen ließ, das aus dem Sarge auf» stand in nächtiger Stunde, wenn sein harter Wille tagesmatt schlummerte, und ihn mit stillen, gramvollen Augen ansah, bis er aufgepeitscht, qualverstört vom Lager auf« sprang! Nein, nein — es gab kein Vergessen. Allzuklar nur fühlte er es in dieser Stunde, wo er von der Stätte schied, da sie mit ihm geweilt hatte: Solange sein Herz noch schlug, würde es kranken im Sehnen nach ihr. Sie selbst hattet er von sich stoßen können, wie ihm die Pflicht gebot —। aber nicht die Liebe zu ihd! Und dennoch hatte er alle Brücken abgebrochen, die zu ihr führten. Wenn je die Stunde schlagen sollte, wo er wieder ein freier Mann war und sie noch Herrin ihrer selbst — wie sollte er sie finden? Wer wußte, wohin sie die Lebenswelle dann geworfen haben iviirbe? Aber was würde es ihn auch nützen, selbst wenn ev den Weg zu ihr noch einmal finden sollte? Er hatte sie ja freigegeben, ganz frei — ihr jedes Hoffen auf ihn abge- schnitten, ja mit Gewalt ertötet! Und sie war jung, sie würde sich nach Jähr und Tag noch einmal aufrichten auch von diesem Schlage. Dann würde das Leben sie wieder in seine Kreise ziehen, die Notwendigkeit würde gebietend sprechen. Ihr Kind brauchte ja den Vater, sie 298 Eva. Langsam sank Arnthors Hand mit dem Brief nieder. Sein Blick flog hinaus, über das Meer, weithin zur Ferne, mit einem verklärten Aufleuchten. Es war wie ein Grüßen,^ wie ein stilles Bejahen. Dann ging er vom Schiff, seiner grauen Zukünft entgegen; aber es stand darüber, wie am WetterhimMel! der mildleuchtende Friedensbogen, das Sonnenmal der Verheißung. ' Und darum fürchte nichts für mich und meine Zukunft. Ich habe ja nun wieder ein Lebensziel, Dü weißt es jar Für mein Kind mich ganz zu opfern, es mir voll zurück« zugewinnen. Daß ich aber bei diesem schweren Werke den richtigen Weg einschlagen und immer wieder die nötige Kraft haben werde, das gibst Du mir, Geliebter. Bitte, bitte, vergiß die häßlichen Worte, die ich Dir damals in Verzweiflung zurief? Es ist ja nicht wahr: DU rissest nichts nieder von dem, was Du in mir aufgebauh hast — nein, Einzigster, mit Deinem großen Entsagen kröntest Du Dein Werk an mir. Und alle Deine Worte^ alle Deine Lehren, sie leben in meinem Herzen, sie werden mich in Stunden des Zweifels, des Wankelmuts, wieder aufrichten. Dir gleich — Dir nach! Das soll die Richtschnur in meinem Leben sein. Und nun erlaube, Geliebter, daß ich noch einmal von uns beiden rede. Auch da ist es still und klar in mir geworden. Ich darf es Dir heute bekennen, mit freudigem Stolz: Auch ich habe mich überwunden. Du hattest recht, wieder recht, mein Hjalmar, Du kanntest mich abermals besser. Der Weg, den Du uns vorgezeichnet, er ist der einzige, den wir als ehrliche Menschen gehen konnten, wollten wir nicht uns selbst im Innern zerstören. Run vergib mir auch die harten, lieblosen Worte, die ich neulich im ersten Schmerz gegen die unglückselige Frau an Deiner Seite gebraucht habe. Jetzt sehe ich ja erst, wie namenlos sie zu leiden hat. An Deiner Seite hinzuleben, ohne Dich doch wirklich besitzen zu können — das ist noch furchtbarer, als was ich jetzt! zu tragen habe! Darum ist mein ganzes, unendliches Mitleid bei ihr; ich denke an sie wie an eine arme, todkranke Schwester., Ja, ja, mein Hjalmar, geh zu ihr, eile, und .gib der Unglücklichen, was Du ihr noch geben kannst, um ihr Los zu erleichtern. Fürchte nicht mehr, daß mein frevelndes Sehnen ungeduldig hinter Euch steht, ihr Ende herbeirufend. Nein, nein! Gott füge es, wie es bei ihm beschlossen ist. Aber — und nun zürne mir nicht, Hjalmar, schilt nicht, wenn ich ein letztes noch im tiefsten Herzenswinkel Dir zeige. Ich habe lange gekämpft, ob ich es tun sollte. Aber nun geschieht es doch, weil ich fühle, es wäre nur schwäch^ liehe Heuchelei, wollte ich es Dir verheimlichen. Frei sollst Du sein, frei bist Du ja nun, Hjalmar, wie Du es mußt, um erhobenen Hauptes weiterhin neben Deiner Frau hinzugehen. Aber eines kannst Du nicht hindern: Daß ich mich Dir verbunden fühle, daß nur Du in meinem Herzen einen Platz haben wirst, so lange es schlägt, und? daß ich nie, nie einem andern auch Nur das leiseste äußerliche Recht auf mich einräumen werde! Jetzt, wo ich in Dir lebe und webe, fühle ich auch Kraft genug, meinem Sohn beit Vater zu ersetzen. Er soll das Bild lieben lernen, das ich von Dir int Herzen trage — er soll werden wie Du! Das aus ihm zu machen, wird mein Glück, mein ganzes Glück sein. Du siehst, ich bin nicht arm,. Hjalmar; aber dennoch, dennoch hege ich ein verborgenes Hoffen, ich könnte doch noch reicher werden, — unermeßlich reich! Vielleicht einst nach Jahren, wenn der Tod der Armen dort und Dir Erlösung gebracht hat, wenn dann Deine; Trauer stiller geworden ist und Dü siehst Dich in Deiner! Einsamkeit um nach einer Menschenseele — dann, dann, Hjalmar, wisse: Ich harre Dein! Zürnst Du mir, Hjalmar? Ich kann es nicht glauben. Wieder bist Du bei mir, in dieser Stunde, und ich höre Deine Worte, die Du sprachst, als wir uns losrangen voneinander: „Ich halte in Treue fest, was ich einmal erfaßt habe." Hast Du nicht auch mich erfaßt, Hjalmar? Und nun allen Segen über Dich! selbst den stützenden Mannesarm; sie hätte ja nicht die Kraft, allein den Lebenswogen stand zu hätten, er selbst chatte es ihr ja so klar gemacht, daß dies ihre einzige Rettung war — daun würde geschehen, was mußte, auch wenn ihr Herz sich dagegen sträubte, die Vernunft erforderte es ja: Sie würde wieder heiraten. Ein unaussprechliches Weh legte sich auf seine Brust t—. tote es auch käme, er hatte sie verloren, auf immer! Es war gut, daß er da vor dem Bureau des Zahlmeisters stand. Nur immer an anderes denken, sich auf die nüchternen Dinge des Alltags stürzen, gar nicht mehr zum Besinnen kommen — das war das Richtige für ihn. Amtchor trat in den Raum und bat um seine Rechnung. Während er dann seine Brieftasche zog und ihr einige Bankscheine entnahm, hörte er den Zahlmeister sagen: „Es ist auch noch ein Brief für Sie angekommen — vorhin erst. Er liegt noch hier'" Etwas überrascht sah Amthor auf. Ein Brief für ihn? Wer chatte ihm zu schreiben? Von Island konnte ja in dieser kurzen Zeit keine Nachricht nach hier kommen, und woher sonst? Sollte sie etwa — ? Schnell nahm er den Brief aus der Hand des Zahlmeisters entgegen, ein Geschäftskuvert, wie man sie in Hotels und Bahnhöfen findet, und richtig, da las er ja auch: Bahnhofshotel Drontheim; dann seine Adresse in einer ihm unbekannten Handschrift. Aber plötzlich durchzuckte es ihn. Er halte diese feinen, klaren Züge doch schon einmal gesehen — Eva! Ja, von ihr mußte diese Botschaft kommen! Hastig erledigte er das Zahlgeschäft; dann ging er hinaus. So brennend war das Verlangen nach Gewißheit, daß er nicht erst noch einmal nach hinten in seine KaMe ging, sondern gleich hier auf das Zwischendeck hinaustrat, wohin sich nur selten ein Passagier verirrte. Er riß den Briefumschlag auf, und nun sah er: Wirklich von ihr! Mit zitternden Augen las er: Mein einzig Geliebter! Verzeih, wenn ich Dir ungehorsam bin und Deinem Willen zuwider noch einmal an Dich herantrete. Es wird pur dies eine, einzige Mal geschehen — ich verspreche es Dir — aber diesmal mußte es sein. Wie von einem furchtbaren Wirbelsturm bin ich ja, so eilends, ohne jede Besinnung, von Dir fortgeweht worden. Nun aber, wo ich, allein mit mir auf ber enblosen Dampferfahrt hierher, toi eher zu mir gekommen bin, nun quält M mich unerträglich, daß ich so von Dir geschieden bin, so ohne jede Fassung. Züge, die ein wahnsinniger Schmerz perzerrte, sind Dir so als die letzten Eindrücke von meinem- Wesen geblieben. Das peinigt mich, wie ich es gar nicht sagen kann, und darum schreib' ich Dir, Hjalmar. Wenn Du schon auch nicht mit eigenen Augen mehr sehen kannst, fvie es nun in mir ausschaut, so sollen Dir doch diese Zeilen wenigstens ein Bild davon geben. Ein besseres und toahreres Bild von mir — das glaube mir, Hjalmar! Ich habe mich zu mir zurückgefunden und Du würdest jetzt Deine stille Freude an mir haben, Du, mein Geliebter. Doch ich will aufrichtig fein, es hat seine Zeit gebraucht, «he es dazu kam. Erst habe ich mich weiter in meine Verzweiflung hineingewühlt, daß ich meinte, wirklich den Ver- Kand zu verlieren. Du weißt es ja nicht, wie ich Dich riebe, Hjalmar — was es für mich heißt, Dich verlieren! Aber gerade wie ich so in sinnlosem Schmerz da lag, nicht fähig, mich mehr zu rühren, da war es plötzlich, als ob Du zu mir trätest, wieder mit Deiner guten Hand Wer meine zückende Schläfe strichst und mir leise, leise! Rrost zusprächest. Ich hörte so deutlich Deine liebe Stimme mir im Ohr klingen: „Ich bin ja bei Dir, meine Eva, mit federn Schläge meines Herzens! Du bist ja nicht verlassen. Und bau auf mich: Wenn je Verzweiflung über dich kommen will, flüchte dich in Gedanken zu mir, ruf’ nach mir. und fch werde bei dir fein!" Siehst Du, Hjalmar, da wurde ich .ruhig, und seitdem vin. ich es geblieben, werde ich es immer sein. Ich weiß ja nun: Ich habe Dich nicht verloren — Du bist bei mir, jn all meinem Fühlen und Denken. Dü hast von meinem Weien so Besitz ergriffen, daß ich nur noch in Dir lebe und leben werde. 299 Vie Reformation und Gegenreformation in Herbstein nnd den ehemals iandgräsiichen und ritterfchaftiichen Grien der östlichen und südöstlichen vogelrdergr. Won Pfarrer Zinn in Herbstein. (Fortsetzung.) In Niedermoos soll 1528 die neue Lehre Eingang gefunden haben, und fürLauterbach wird 1529 als Reformations- jahr angegeben. Damals wurde dort ein Pfarrer Hackenberg angestellt. Es ist wahrscheinlich der erste evangelische gewesen, denn er wurde noch von dem gut evangelischen Erbmarschall Hermann präsentiert. Für Engel rod und Frischborn war das Resormationsjahr bis jetzt nicht zu ermitteln, doch Muß auch letztere Pfarrei noch vor dem Tode Hermanns evangelisch geworden sein, denn nach einer Riedeselschen Familientradition, deren Gewährsmann der derzeitige Herr Erb- marschall ist, soll der obengenannte Bruder Hermanns, der nachmalige, allerdings nie offiziell bestätigte 4. Erbmarschall Theodor, sich in einem Flügel des Schlosses zu Eisenbach einen katholischen Betsaal eingerichtet haben, weil er dem evangelischen Gottesdienst in der Schloßkapelle nicht beiwohnen wollte. Da in der Kapelle zu Eisenbach damals schon der Pfarrer ton Frischborn zu predigen hatte, so muß also auch diese Pfarrei schon vor dem Tode Hermanns, also vor 1529, mit einem evangelischen Pfarrer besetzt gewesen sein und vielleicht war gerade diese Besetzung die Hauptursache des Zwistes zwischen den beiden Brüdern. Wo er es vermochte, K Theodor die Reformation zu hindern, und der Pfarrer von rmoos war wohl nicht der Einzige, der, solange Theodor lebte, vergebens auf seine Bestallung wartete. Zum Glück für den Fortgang der evangelischen Sache starb Theodor bereits im Jahre 1531. Er liegt in der Kirche zu Lauterbach begraben. Bon dem ältesten Sohne Hermanns, dem nachmaligen 5. Erbmarschall Johann II., geht die Sage, daß er ein Freund und Gevattermann von Tr. Martin Luther gewesen sei. Aber nach Landau (Ritter- burgen, IV. S. 78, Anm. 25) beruht diese Sage auf einer Verwechslung mit dem Gevatter und eifrigen Anhänger Luthers Johann Riedesel zu Neumarkt. Daß jedoch diese Verwechslung möglich war, läßt schließen, daß auch Erbmarschall Johann Riedesel ein evangelisch gesinnter Mann gewesen ist. Bon ihm bewahrt trag! Riedeselsche Archiv nach einer Mitteilung von Knott das Konzept eines Bestallungsdekretes ohne Datum, wonach er seinem lieben Petter Herrn. Joh. ton Lyndau predicanten und Pfarrherrn zu Moos Und Margarethe, seiner ehelichen Hausfrau, die zur Pfarrei gehörigen Grundstücke überträgt. Der Genannte scheint schon 1528 als erster evangelischer Pfarrer zu Nieder-Moos angestellt worden sein. Auch Johanns Bruder Hermann (t 1532) gilt als eifriger Förderer der Reformation. Dasselbe darf man von dem 3. Sohne Hermanns, Bolpert, annehmen, der landgräflicher Amtmann zu Dietz und Katzenelnbogen war und 1550 seinem Bruder Johann im Erbmarschallamt folgte. Ganz sicher aber wissen wirs ton [einem Neffen Adolph Hermann, der ihm 1563 im Erbmarschallamte folgte und zwischen 1558 und 1561 die Hermannsburg zu Stockhausen erbaute. Er hatte in Marburg, Tübingen, Löwen Und Padua studiert und war begeistert für die Reformation. Umsomehr mußten ihm die von Fürstabt Balthasar von Dernbach zur Durch- führung der Gegenreformation nach Fulda berufenen Jesuiten ein Dorn im Auge sein, und er geriet schon bald mit ihnen in theologische Fehde (1573). Den bekannten streng lutherischen Theologen M. Flacius Jllirieus, den Herausgeber des Otfried, unter- Wtzte er nicht nur durch Geldbeiträge, sondern nahm ihn auch- eine Zeit lang in seine Wohnung auf. Auf das Eifrigste beförderte er dessen Werk, die Herausgabe der Centuriarum Eccles, histor., indem er it. a. durch seine Bürgschaft das fuldische Kapitel vermochte, seltene Werke der Bibliothek zu Fulda dem Verfasser mit» zuteilen. Es wurde ihm deshalb auch die zehnte Centurie geweiht. Die in der Hess. Pfarreibeschreibung von Röschen ihm zugeschriebene Besetzung der Pfarrei Stockhausen mit Springe- lius Niger aus Herborn als erstem evangelischem Pfarrer geschah angeblich schon 1550 und dürfte sonach das Verdienst seines Onkels des Erbmarschalls Bolpert, gewesen sein. In demselben Jahre dürfte auch in A l t e n s ch l i r f die Reformation dnrchgeführt worden sein und nicht erst wie Röschen^) in seiner Pfarreibeschreibung angibt, im Jahre 1565. Denn da Altenschlirf bis 1672 Filiale ton Stockhausen war, ist nicht anzunehmen, daß dort nach 1550 noch katholischer Gottesdienst gehalten worden sei. Immerhin ist auffällig, daß die Pfarrei Stockhausen mit, Altenschlirf und Schlechtenwegen erst 1550 ihren ersten evangelischen Prediger bekam. Doch läßt sich zur Erklärung anführen, Laß die Gerichte Stockhausen und Schlechtenwegen damals noch ton den Riedeseln als unmittelbare fuldische Lehen anerkannt wurden, so daß der retardierende Einfluß des katholischen Fürstabts sich hier stärker bemerkbar machen konnte als in den anderen Pfarreien, tto dieses 6) Die Angabe Röschens stützt sich bloß äuf die Tätliche,, daß in den Altenschlirser Kirchenrechnungen sich in diesem Jahre zürn ersten Male ein Ausgabeposten für Abendmahlswein findet. Man kann Wer daraus eher den Schluß ziehen, daß bis dahin die Filialisten von Altenschlirf das Mendmahl in der Mutterkirche Kl Stockhäusen empfingen." Abhängigkeitsverhältnis ton Fulda teils bestritten, teils schon sehr verwischt war. Im Jahre 1534 Kagten die Riedesel, daß der Abt ihnen die bei Rixfeld und Blankenau für die Gerichte Stockhausen und Schlechtenwegen errichteten. Hochgerichte (Galgen) bei Nacht niedergeworfen habe, obgleich sie doch diese Gerichte von Fulda mit hoher und niederer Obrigkeit zu Lehen empfangen hätten. Es scheint also, daß den Riedeseln damals noch in Bezug auf Stockhausen die territorialen Hoheitsrechte, zu denen auch die Kollatur (Pfarrbesetzungs^- recht) gehörte, mit Erfolg bestritten wurden. Zudem ist in Betracht ÄU ziehen, daß es in der ersten Zeit überhaupt an evangelischen Predigern fehlte und daß man alte Pfarrer, auch wenn sie nicht evangelisch predigen konnten, aber zur Abstellung der katholischen Zeremonien bereit waren, wohl auf ihrer Stelle beließ und erst nach ihrem Mleben eine Neubesetzung mit akademisch gebildeten evangelischen Predigern vornahm. Auf besondere Schwierigkeiten stieß die Einführung der Reformation in Freiensteinau. Zwar war auch hier die Bevölkerung schon früh evangelisch gesinnt und erklärte, von den Ritdeseln unterstützt, 1529 ihren Uebertritt zum Luthertum. Aber der Abt von Fulda ließ das nicht gelten. Er bestritt den Riedeseln die von ihnen beanspruchten landesherrlichen Rechte im Gerichte Freiensteinau und klagte beim Reichskammergericht, daß diese sich gewaltsam dort in sein Gebiet eingedrängt hätten. Die Riedesel dagegen beanspruchten die hohe und niedere Gerichtsbarkeit und das Patronat zu Freiensteinau als ihr selbständiges Recht und wollten dem Abte bloß das Huben- oder Abtsgericht zugestehen, Las sich nicht weiter als über die fuldischen Hufen und Zinsen erstrecke. Es kam zu einem langwierigen Prozeß am Reichskammergericht und vielen Vergleichsverhandlungen, bei denen auch der Landgraf Philipp vergeblich' seine Vermittlung mibot. Erst 1684 wurde der Streit zwischen Eisenbach und Fulda durch einen Vergleich erledigt, nachdem 'das Reichskammergericht zu Speier hinsichtlich der landesherrlichen Besitzrechte zu Freiensteinau zu Gunsten der Riedesel entschieden und dem Abte nur das Abtsgericht zugesprochen hatte. Fulda verzichtete in diesem Vergleich auf alle Rechte im Gericht Freiensteinau zu Gunsten der Riedesel, und die Riedesel traten dagegen die Dörfer Hauswurz, Rebsdorf und Neustädel (jetzt Neustall) an Fulda ab. Während des ein und ein halbes Jahrhundert währenden Streites hatte Freiensteinau mit seinen zugehörigen Orten das traurige Los, der Zankäpfel der beiden streitenden Parteien und der Tummelplatz ihrer Ritter- sehden zu fein. Denn der Umstand, daß man die Sache ans Reichskammergericht angehängt hatte, hinderte die beiden Parteien nicht, inztvischen mit gewappneter Hand, so güt sie es vermochten, ihre Rechte und ihren Vorteil wahrzunehmen. Je nachdem die Riedesel oder die Fuldischen die Oberhand hatten, hatte Freiensteinau das Vergnügen, einen evangelischen oder katholischen Pfarrer und Gottesdienst zu haben. Ter im Jahre 1529 von den Riedeseln eingesetzte evangelische Pfarrer scheint nicht lange seines Amtes gewaltet zu haben, obgleich die Riedesel in Freiensteinau zur Unterstützung ihrer Autorität dort einen Galgen gebaut hatten und die Zahlung der Viehbete (Kuhgeld) und Landsteuer an Fulda verboten hatten, denn 1537 war wieder ein fuldischer katholischer Pfarrer in Freiensteinau. Es wurde ihm aber übel mitgespielt. Als er eines Tags in Gesellschaft seiner Köchin von einer Kindtaufe zu Hauswurz zurüMehrte, wurde er von bem Riedeselschen Schultheißen mit den Worten Überfällen: „Stehe, du verlaufener Bösewicht, daß dich Gotts Wunden und Marter schände", und so schrecklich mißhandelt, daß er halb tot liegen blieb. Nachdem ihn der herbeigeyolte Barbier im Hause des' fuldischen Schultheißen gebadet hatte und ein Mann ihn nach Hause tragen sollte, kehrte der Zornige nochmals mit einem Sauspieße zurück und zwang den Trager, seine Bürde niederzulegen, die nun der Barbier ausnahm und nach Hause trug, wo er den armen Pfaffen heftete und verband?) Nach solchen Erlebnissen kann mans dem Manne nicht übel nehmen, wenn er bald wieder das Feld einem evangelischen Pfarrer räumte. Aber aufs Neue brach der Kirchenstreit in Freiensteinau aus, als Fürstabt .Balthasar von Dernbach zur Regierung gekommen war, die Jesuiten nach Fulda berief und sich zur Aufgabe machte, seine ganze, inzwischen evangelisch gewordene Wtei, toste es, was es wolle, wieder zum katholischen Glauben zurückzuführen. Den Anlaß, zum neuen Ausbruch des Kirchenstreites bot die Wahl eines Glöckners in Freiensteinau. Man hatte dabei ein eigentümliches, dem fuldischen und Riedeselschen Kondominate entsprechendes Wahlverfahren. Alljährlich auf Petri Stuhlfeier legte der Glöckner den Kirchenschlüssel auf den Taufstein und, indem er sich gegen die Einwohner für den übertragenen Dienst bedankte, bat er dieselben, ihn wieder zu wählen, sofern er wohl gedient habe. Während nun der fuldische Schultheiß den Schlüssel zu sich nahm, traten die Einwohner zur Beratung und neuen Wahl zusammen. War diese erfolgt, so zeigten sie dieselbe dem Riedeselschen Schultheißen an, und hatte dieser nichts dagegen einzuwenden, so begaben sie sich zu dem fuldischen Schultheißen und holten den Schlüssel wieder ab. Bei der letzten Wahl im Jahre 1574 hätte aber der fuldische Schultheiß den Schlüssel mit nach Fulda genommen, und bei feiner Rückkehr am 26. Februar, ungeachtet daß der alte Glöckner wieder gewählt worden toar, einen neuen eingesetzt, die Kirchhoftüren sowie den Kirchcn- ’) Landau, Gesch. d. Hess. Ritterburgen, Bd. IV S. 60 f. 300 Bilderrätsel. i, R. Lavg«, Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verla« der BrÜhl'schm Üniverfitäts-Buch- und Auflösung in nächster ' Nummer. Auflösung deS magischen Quadrats in voriger Nummtvr Pflanzen kann, als Erdmischung: Latib-, Mistbeet- und Lehms« erde, dabei reichlich Wasser und öfters Düngung. Halbschatten verlangen: einige Moorbeetpflanzen, wenn sie im Winter blühen sollen: Andromeda, Kalmia, P ernetty a, Az al ea (diese muß barm später sonnig gestellt werden) Man senkt diese Pflanzen mrt ihren Töpfen am besten in Erde oder anderes Material ein Und verhütet sorgfältig das Austrocknen des Ballens. Erdmischung: Moorerde, dazu etwas Lehm und Sand. Auch der Tabak (Nrcotrana), der im Sommer blüht, soll halbschattig stehen, in gvosten Gesäßen und ^kräftiger Erde. Ebenso die Justitia (Jakobinie oder Aphelandra), die man verpflanzt und zUrückschueidet (kräftige Erde!). Die Balsaminen, die im Winter blühen sollen, hält, man schattig und ziemlich trocken bis Mitte Sep- tember Die' Klimme (Cissus) ebenfalls schattig in lockerer nahrhafter Erde; man kann jetzt Stecklinge von ihr schneiden. — Biele andere Pflanzen sind weniger wählerisch in Bezug auf Sonnenlicht und gedeihen unter allerlei Lichtverhältnissen, so die Begonien, das H i r s e g r a s (P a n i c u m), von dem man letzt auch Stecklinge machen kann (sandige Lehm- und Lauberde)/ die Srimmia (kräftige lehmige Erde, dazu Lauberde totb Sand), die Libertia, usw. Auch die Begonien- Sämlinge können ins Freie; man wird sie aber besser bis zu Mitte Juni im Zimmer kultivieren. — Die Januarstecklinge vom roten S al b e i (Salvia splendens) werden für die Winterblüte stark zUrückgeschnitten, in lockere Lehm- und Lauberde mit Sand und etwas Kalk verpflanzt und draußen aufgestellt. — Durch Aussaat zieht man sich jetzt heran: Akazia (in Töpfe oder Kästen mit sandiger Lauberde (lauwarm); Chabaud- unb Marga> rethen-Nelken (Aussaat bis Anfang Juli für Winterblüte; bald verstopfen unb gleichmäßig feucht halten; Schmuckmalve in Töpfe (warm). Besondere Beachtung aber muß dem Begießen und Düngen der im Freien aufgestellten Pflanzen geschenkt werden! Hierfür die folgende Aufzählung der Pflanzen, welche viel Wasser verlangen: Akazien, Azaleen Bal sarnin en, Calla (dis gewöhnlichen iveißen und die schwarzen), Clivia (doch nicht allzü viel), Eibisch (Hibisctis), alle Farne, Glockenblumen (Campanula), die K l i nt m e (Cissu s), der L a u ch lAllium), fast alle Palmen; die Pelargonien, auch die Epheu-i Pelargonien, die Petunien, der rote und blaue Salbei/ die Schnlircklilie (Agapanthus), Schmuckmalve (Abutilon)/ Schmucktanrre (Arancatia), S ch w a n z b l u m e (Anthurinm), Stechapfel (Datura), Tabak (Nieotiana), Tigerblume (Tigridia), T o r e n i a, T r a d e s c a n t i a, T r o p ä o l u m, B a l- lvta, 'Zierspargel (Asparagus), Zimm er linde (Spar- maunia) und alle anberen krautartigen und raschwachsendeir Pflarr- K, besonders kurz vor und während ihrer Blüte; und zwar jo Niger iie stehen, tim so mehr. kästen erbrochen und aus diesem die 4 Wendmahlskelche entweichet. Die Riedesel, die die suldischen Patronatsrechte nicht mehr anerkannten, hatten den suldischen Schultheißen aber sogleich verfolgt und einen seiner Begleiter, den sie gefangen genommen, nebst einigen anderen fuldischen Dienern, die in ihre Hände fielen, in den Turm zu Eisenbach gesteckt?) Lange Jahre zog sich dieser Kirchenstreit hin. Wahrend die Riedesel den von ihnen eingesetzten protestarrtischen Geistlichen zu halten suchten, trachtete Fulda darnach, diesen zu verdrängen und einen katholischen Priester dafür einzusetzen. Als Fulda dieses Anfang 1605 wieder versuchte, setzten die Riedesel der Gewalt Gewalt entgegen. jDer bamalige Pfarrer von Frischborn und Prediger zu Eisenbach, Magister Kiwtt berichtet darüber in seinen Memorabilia Rietese- liana9): „Anno 1605 den 26. Januarii haben meine Großgep. (iefeitben) Junkherrn, die wohledlen gestreirgen und eruvesten Sämtlichen Riedesel zu Eisenbach einen katholischen Meßpriester mit Namen Ionas Rübesaam von Fulda, welchen Abt Balthasar von Fulda in die Kirche Freyen-Steinauw mit Gewalt eindringen wölleiiJ") abholen, nacher Eysenbach führen lassen undt aldo gefänglich verwahret bis auf 27. Januarii, do er uf vielfeltiges flehen und Pitten wider looß gelaßen unb nacher übergebener Uhrpheden, solche Gefängnis nicht allein zu rechnen, sondern auch der Kirchen frehen Steinauw sich nimmermehr anzumaßen, nacher Fuldae geschickt worden. Do auch ein groß ehsern Schlooß, so der Apt an die Kircheuthür schlagen laßen, abgerrißen undt nacher Eysenbach geflirrt worden. Dieses Meßpriesters Uhrfedt habe ich mit eigener Hand geschrieben, er aber Underschrieben. Dornf auch folgends an Pfingstfest ein Pfaltzischer Gesandter von Heydelberg, des Geschlechts einer von den Herrn zu Eysenbach, arrgelarrgt, die Chur Pfaltzische Wappen an die Kirch frehen Steinanw und anders wo daselbst angeschlagen,") von bannen naher Fulda gezogen Undt der urrgepürrenden attentaten des damaligen Apis gegen die kirchengerechtigkeit zu Freyew-Stemauw inhibilivn gemacht." Dieser Einspruch hatte denn auch den Erfolg, daß von Fulda aus in den nächsten zwei Jahrzehnten! feüt Versuch mehr gemacht würde, die Pfarrei Freiensteinau zum katholischen Glauben zurückzuflihvetr. Grollend beugte sich Fulda vor dem Recht des Stärkereir, bis nach dem Sturze des protestantischen Winterkönigs im 30jährigen Kriege die ersehnte Stunde kam, da es seine Ansprüche auf Freiensteinau wieder geltend zu machen, wagen durfte. (Fortsetzung folgt.) 8) Sanbau, Ritterb. IV S. 64 f. 9) Zu deutsch: „Riebeselsche Denkwürdigkeiten". Das bis letzt nod) nicht gedruckte Manuskript befindet sich in der an reformatorischen Schriften und seltenen Lutherbrucken sehr reichen Privatbibliothek des Herrn Erbmarschalls Dr. Ludwig Riedesel zit Eisenbach. 1(0 Genaueres darüber erfahren ivir ans einem Bericht des Riedeselschen Schultheißen Werner Juncker zu Freiensteinau an beit Riedeselscheu Syndikus Dr. Heinrich Bernhard vom 15. Febr. 1625, worin offenbar mit Bezugnahme auf diesen Vorfall erwähnt wird, daß die Fuldischen den vorigen evangelischen Pfarrherrn „ausgepotten" und, da er nicht weichen wollen, mit Gewalt nach Fulda geführt, in böse Gefängnus geleget und das Seinige an Frucht, Futter, Stroh mit 14 Wagen äußern Pfarrhaus weg- gefahret usw. (Riedeselsches Familienarchiv.) u) Es scheint, daß die Riödesel das Gericht Freiensteinau dem Pfalzgrafen von Heidelberg antrugen unb von ihm als Lehen zurück empfingen, um sich den Beistand dieses angesehenen protestantischen Fürsten gegen den Abt zu sichern. Daß jetzt erst die Pfälzer Wappen überall im Gerichte angeschlagen wurden, läßt, vermuten, daß Freiensteinau bis dahin nicht als pfälzisches Gebiet angesehen wurde. Vielleicht dürfen wir in der blauen Farbe der damals angebrachten pfälzischen Wappen die Erklärung dafür suchen, daß heute noch Freiensteinau unb Umgegend „das blaue Eck" heißen. Die Zimmerpflanzen und ihre pflege. Woche vom 14.—20. Mai. Das Umpflanzen unb das teilweise Erneuern der Topferde wird wtzt überall, wo nötig, ausgeführt sein. — Das Mfhvren der Nachtfröste. ermöglicht jetzt die Einräumung der Pflanzen in die Kästen unb auf die Konsolen Und Blumenbänke des Balkons. Man wolle hierbei folgende Hinweise nicht außer Acht lassen: Einen sonnigen Platz im Freien benötigen außer denen, bei welchen dies allgemein bökannt ist: Die Akazien, Agapanthus (Liebesblume, SchmNckMie), Azeleen (diese aber erst im Nachsommer, vorerst müssen sie Halbschatten haben), die Chohsien kleine Töpfe und fette Erde!), die Co bä en (geräumige Gefäße und sehr nahrhafte Erde), die Gazanien, die Gold lach, die Lrbonia, die Lobelien (diese werden in voller Sonne gedrungener und blühen duMer; je mehr Schatten sie haben, desto »N)et werden sie), die Nierernber g i a, der rote Salbei, die St r oh bl um en (HelichrysUm); die Thunbergien, die W i n t e r l e v ko i e n und die Zimmerlinden (Sparmannia); den Zimmernnden gibt man, wenn man sie im freien Boden atis- humsristrsches. *Gelnngen. Bauer (das erste Mal einen Städter mit Monokel betrachtend): „Na, so was Verrücktes.... 's Glasel von der Uhr tragen's gar im Gesicht!" ■ * I m Wirtshaus. „Merkwürdiger Kerl, der Dicke! Sein Tischnachbar wirft ihm die gröbsten Injurien an den Kopf, und er lächelt nur immer dazu!" — „Ja, wissen Sie, er ist nämlich kolossal schwerhörig . . . aber et will's sich nicht anmerfen lassen!" * Wenn schon, denn schon. Bettler (breit am Tisch platznehmend): „Tie Fran Wirtin hat gesagt, ich soll etwas von dem übriggeM(ebenen Essen haben, Kellner. . . bringen Sie mir mal die Speisenkarte." E ü L E U K E R L E I N E R N A