J1 A'• * V R 1‘^V^ÄIO DMW^MöLL 'äWJSMs I i » WW! iiilli Lommerlrutnants. Roman von Walter Bloem. | Copyright 1910 by Orethlein & Co. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) I Eine halbe Stunde nach dem Einrücken der Ersten und I Zweiten führte der Unteroffizier Friesen fern trauriges I Mhnlein Verirrter in den Kasernenhof Hinern. 7* Cr hatte sich vorgenommen, seine zwei Gruppen nun | wenigstens vorschriftsmäßig in strammem Tritt auf den I Kompagnieappellplatz rücken zil lassen, und hatte sich dre I Kommandos genau überlegt, dre er abzugeben Hütte,rmr mit seiner Schar in tadelloser Verfassung auf der Bildslache 5U eSerTaum Hütte er: „Tritt gefaßt!" kommandiert da erschien am Fenster der Kompagniestube das zornwutige Gesicht des Feldwebels Düfte, der Unteroffizier am brüllte daß es über den ganzen Hof schallte. „Herrgott, Sie Unglückswurm! Da sind Sie ja endlich! — Nun machen ©ie bloß daß Sie vom Kasernenhof runterlommen. I Verschwinden Sie, verschwinden Sie in Dreideubel.- I "““Xe Kasernentor, marsch marsch!" schrie Friesen voller Wut und Scham. , Und feixend stürmten die Füsiliere von dannem Run kam das Donnerwetter Nummer ems vom Feldwebel. Kaum war das überstanden und der GiNfahrrge entlassen da lief er draußen seinem Kompagmechef, deni Hauptmann Goll, in den Weg, und das Donnerwetter Nummer zwei prasselte auf seinen sündigen Scherte! nieder. iÄanr begossen schlich er sich aus die Stube, auf der sein Putzer lag, um die feldmarschmäßige Ausrüstung ab- | Da'trat ihm, treuherzig schmunzelnd, der wackere Füsilier Uilles entqeqeii, sein liebster Kamerad unter den .Nann schäften: „Herr Unner'ffzier, warum hann Se mich denn !nt mitgenomme uff Pattrollje! Dann war dat ..tallo Nit to.e -ont {$ anfangen!? Sie stehn daß ich instand komme: erste Garnitur, Helni und Extra- Einer der ersten Regimentsbefehle des neuen Komman- deurs ^"war der^ gewesen, daß nj— freiwilligen und Mannschaften das Tragen, uuvorschrifrs mäßiger Extrauniformen außer Dienst verboten fei So mußte denn Hans Friesen semen Besuch bm Frau von Brandeis in seiner bessern mü stelligcn, dem Waffenrock aus grobem Man schafts uch mit dem schmalen, goldbetreßten Kragen, daraus die schwarze Halsbinde fast einen Finger breit hervorschaute.Der Be suchsanzug war dadurch betont daß die Bem., statt m den sackartigen, weiten, schwarzen Tuchhosen, m den sogenmin ten Vorzellanbuchsen" steckten, den weißen, Paradehoseu, die auch nicht viel anders aussahen denn zwei riesige: weiße Säcke. Auf dem Kopf den Diensthelm Mit d.m häßlichen, schwarzen Ledersturmriemen, das ungeschlachte Seitengewehr am gewichsten Dienstkoppel um die Hüften geschnallt. . . So zog Hans Friesen, der Königlich preußische Gerichtsreferendar, Doktor beider Rechte, Poet und Unteroffizier, zur Leseprobe seines ersten Dramas. — Unterwegs überlegte er, wie er sich nun ber der Haupt- mannsfrau zu benehmen hätte. Wahrscheinlich wurden Off- ziere da fein - mußte er nun zuerst vor den Offneren strammstehen oder vorher, ganz Kavalier, die Frau be» Hauses begrüßen —? Das waren Etikettefragen, die in keiner ^nstruktiony- stunde beantwortet wurden ... Aber wenn Hans Friesen sich erinnerte, daß er heute morgen schon zwei Ungewitter über sich hatte ergehen lassen müssen und hätte nachmittag in der EinjährigeninstwikttoN bei Oberleutnant Menshausen das allertollste noch bekommenwürde. . . daß die Qualifikation wahrscheinlich doch bereits verratzt sei. . . ..... Da kam eine ungeheure Wurstigkeit über den fungen I i tüar alles ganz egal . . . jetzt wollte er hpn Affineren Zeigen, was für ein Kerl tut Tregenrock steckte er wollte sie auf dem Standpunkt völliger gesellschaftlicher Gleichberechtigung behandeln. . . mochten tte schttwfen. . .! Was konnte ihm noch passieren! I Aber etwas benommen war ihm doch zumute,. alsi m sieb im Korridor der koketten Villa unterm elektrischen Lickft, das eine zierliche Zofe angeknipst hatte, noch einmal im Spiegel betrachtete. . « „ . Verdammt ruppig sah man doch au- . • - . Wären nicht die schwarz-weißeniSchnüre um,dte Ackstei I FTrrhhpn gewesen • und die Schmisse aus Stirn Ui Wange . wer hätte ihn von einem Kapitulanten unter- scheiden sollen. . .?! standen drei plaudernde Damen ach - Damen! Wesen aus einer hohern I 3361 Hnb mit ihnen im Gespräch drei Offiziere, Haupt- mann von Brandeis, Oberleutnant von Schoenawa, der finstere, unnahbare RegMentsadjutant und -eutuant B - Witz der einflußreiche Barattlonsadfutant... Dre Herr 9Wü„b,««?SÄÄ=f™ doch He WWJ** men MS“? In»-, und Mnd zn-rst »°r dm Olftr-erm ' ltramm - • • und Entschuldigungen bei I der H-nssmn Z«°n, Ä « «K die »men * M 498 igiments- llenbeten jungen — Und nun lachte Friesen, wo haben sechts gesteckt?" SBie' Leutnants lachten . die Damen lachten . . . ■ Ein rosiges Mädchengesicht, zwei lächelten ihn mitleidsvoll aufmunternd der beiden Majorstöchter. — Herrgott, Nur eine nicht dunkelblaue Augen an . . . die jüngere wie gut das tat! Die Vorstellung war erfolgt, man hatte Platz genommen um den runden Tisch int Salon, und die Hausfrau forderte dett Poeten auf, sein Festspier vorzulesen. . Und mit dem Klang der eigenen Verse überkam Hans Freesen wieder die fröhliche Wurstigkeit, die er sich vorgenommen . . K r i »iw jitginwni, UIS oie legte Gruppe der Reserveoffiziere eingerückt war. Und alles rastete nun ein wemg ms zum Beginn der Herbstübungen, in denen die 5(rbett be§ ganzen Jahres, ber Ausbilbungsgang mit seiner weise berechneten, allmählichen Steigerung der Ansprüche und Leistungen alljährlich gipfelte. beugte sich auf die duftende Hand nieder, die sich ihm ent gegenstreckte... „Schau, schau . . . so lieht also ein Dichter aus . . . den hatte ich mir eigentlich anders vorgesteltt! Aber freilich, Herr Friesen, zu der Königlich preußischen Dienstpoesie, die Sie sich da geleistet haben, paßt Ihr Köstlich ganz ausgezeichnet!" Hans Friesens braunes Gesicht konnte Wohl nicht tiefer sich färben . . . aber in die weiße Stirn stieg das heiße Erröten. . J Ein bürgerlicher Gerichtsrefendar, der noch nicht einmal die Qualifikation zum Reserveoffizier besaß — in dem sah auch Mama von Sassenbachs Argwohn nur den harm- lofen, völlig ungefährlichen jungen Menschen, der sich mit Wonne nützlich machte beim Arrangement des Regiments- sestes und überaus korrekte Verse von einer vollendeten Loyalität der Gesinnung zu drechseln verstand - Wenn Hans Friesen das geahnt hätte —!? Er faßte die liebenswürdige, fast mütterliche Behandlung, welche die Frau Majorin ihm angedeihen ließ, in einem viel schmeichelhafteren Sinne auf — Und hatte er dazu nicht eine gewisse Berechtigung—,? Denn daß die Nächstbeteiligte - daß Molly von Sassen- bach. rhm mit gnädigen Augen ansah ... das durfte er M ® Augenblicken schwellenden Hoffnungsglücks denn doch y t-11 V’Lj'v j . Hauptmann von Braudeis: „Na, Herr Sie denn eigentlich während des Ge- Teufel ja! Wenu's auch verschlissene Gedanken und konventionelle Vorstellungen waren, die er da zusammen- gebraut. die Verse... wahrhaftig, die konnten sich scheu lassen . . .! Das klang und klirrte wie der Schritt marlchtereuder Bataillone . . . das grollte und brauste wie rollende Salven und dröhnendes Hurra beim Sturm Und war's auch keine himmelstürmende Poesie. . . Poesie war's eben doch. . . Soldatenpoesie. . . Und er fühlte, wie sie wirkte. Ms er geendigt, konnte er wohl bemerken, daß die Osftztere tn ganz verändertem Ton mit ihm sprachen . Und die Damen lachten auch nicht mehr über ihn . obwohl er doch heute morgen den richtigen Gefechtsmoment verpaßt hatte... . war ja selbstverständlich eigentlich gar nichts zwischen ihnen beiden ... sah man sich doch nur im Kreise der Schmiere" wie die kleine Schar der Komödianten des Festspiels sich bereits benannte, und unter den wachsamen Saugen der gestrengen Frau Mama. . . zudem unter den noch gestrengeren Blicken der Offiziere, für die man zwar außer Dienst „Herr Friesen", int Dienst aber sofort wieder nur der Unteroffizier Friesen war . . . Und dennoch . . . wenn Haus Friesen nach der Probe zur Kaserne züruckeilte, wo seine Anwesenheit dringend notwendig war int Interesse seiner Korporalschaft . . . dann war er doch immer in einer wahren Weltumarmungs- ftimmung . . . Zwei-, dreimal wär es ihm doch gelungen, einen Blick aus den veilcheublaueu Augen tzu erhäschen . . . einen Klick! 7. Kapitel. Ueber deut Leben des Füsilierregiments Prinz Heinrich der Niederlande lagerte die Stille vor dem Sturm . die satte, friedliche Sommerstille. Brandeis oder bei der Protektorin des Abends, Frau Maior von Sgssenbach. Für Hans Friesen bebeuteten biese Proben eine schattige, blumenburchbuftete Oase in ber bürren Wüste seines Kommißdaseins... Er lebte nur noch für biese Stnn- den ... Die großen Besichtigungen waren überstanben. Auch die fatalen vier Wochen auf dem Truppenübungsplatz lagen bereits hinter bem Regiment, als bie letzte Gruppe b STf 01 OVV-O f 11 ♦ A-v* a A1 A. A. AAAA L,. 1Y C . VV . . Aias galt's ihm, baß sein Jnstruktionsoffizier ihn vor versammeltem Kreise seiner Kameraden für den unfähigsten Tappelhans erklärt hatte, der jemals das Regiment ver- schimpfiert habe? Was war ihm daran gelegen, daß sein Feldwebel Düfke ihm dm Sonderstellung, die sein Talent ihm den Offizieren gegenüber verschafft hatte, täglich durch um so kornrnissigere Behandlung vergalt, ihm mit dienstlichen Plackereien, wo es nur irgend möglich war, ins Gedächtnis rief, daß eK mä)t mehr und nicht weniger fei als eben ein Unter-, offtzier ... Mochte er ihn den ganzen Tag und die halbe Nacht schikanieren und kommandieren, soviel er wollte die Nachmittagsstunden der Proben mußte er ihm freilassen! — laut Bataillonsbefehl! Uebrigens hatte Hans auch sonst dienstlich schlechte Tage. So gut er von den Offizieren im allgemeinen zurzeit behandelt wurde, die Herren seiner eigenen Kompagnie mach-- | ten eine Ausnahme. J . ^awar Hauptmann Goll, ein alter Junggefell und notorischer Weiberfeind, übrigens ein Verächter alles dessen mSt königlicher Menst war . . . und der Künste und .Wissenschaften noch ganz besonders. . ®a war der Oberleutnant Menshausen . . da war endlich auch der Leutnant Quincke, der, im dunkeln Gefühl der überaus mangelhaften Entwicklung seiner eigenen Geistesgaben, jeden mit seiner grundsätzlichen Abneigung beehrte, der irgend etwas leistete. a ®a war schließlich auch (ber gestrenge Bataillonskom- maitbeur. Wenn der auf der Bildfläche erschien, Hann konnte der etnjahrigfreiwillige Unteroffizier Friesen sicher sein irgendwie „aufzufallen". „Auffallen" war nämlich gleichbedeutend mit „untf}> genehm auffallen" . . . dienstlich irgend etwas versehen haben 9ute dienstliche Leistung verstand sich von selbst und fiel also nicht auf. Es war, als ob Iber Major ben unglücklichen Einjährigen im Dienst bafur bestrafe, haß er sich außer Dienst der Gunst ber tfrau von Sasseubach erfreute. Ach, wenn Hans gewußt hätte, daß er bie unverhohlene Auszeichnung, mit ber Frau von Sasseubach ihü behandelte, vor allem bem Umstande verdankte, daß er nach ihrer Auffassung auch nicht im entferntesten als Bewerber um eine ihrer Töchter in Frage kam t— — . Die stille Zett vor bem Manöver würbe hauptsächlich durch fleißiges Schießen unb burch kleinere unb größere Kerbbienstubungen ausgefüllt. So hatten bie Reserveoffi- ^ere über allzu starke dienstliche Inanspruchnahme nicht zu tlagen. Bon ben aktiven Herren wären viele beurlaubt- ^übrigen atmeten nach ber Schinderei bes Frühjahrs Und Hoch ommers ein wenig auf. sunx.r^^'t^'euere^er ^kürzten sich die Beteiligten auf die ?ettYlt0en ^llm Regimentsfest. Alle zwei bis drei £nftpL mrn fr»-«08 unt?r ßeituu9 des Festspielpoeten Proben für die Aufführung statt, entweder bei Frau von , Gern ließen sich alle gefallen, daß er als Regisseur nun frei und ungezwungen mit ihnen schaltete. Ja, der Bataillonsadjutant fand es vollkommen in oer Ordnung, daß der Unteroffizier ihn sehr von oben herab zurechtwies, wenn eine verständnislose Betonung unterlief, oder wenn es galt, die an näselndes Schnarren! gewohnte Kommandostimme für das Pathos des Kriegsgottes umzufärben ... . Und nun erst die Damen ... wie glühten sie vor Eifer es dem Dichter recht zu machen ... Am holdseligsten aber erglühte eine von ihnen . . . unb $re veilchenblauen Augen funkelten nicht nur dem Poeten, funfelten dem straffen, feurigen Jüngling . . . Molly hieß sie. . . Hans Friesen ahnte, daß er an diese Molly viele, viele Verse dichten würde. . . bessere Verse als die im .Festspiel. . . echtere... Hatte nicht schon einmal ein Poet eine Molly besungen — — ?! ; 499 • • - all ihr Götter! nach solch -einem Blick wür's dem guten Jungen jedesmal zumute, als müsse er den engen Tressenkragen aufreißen . . . aufspringen, ans Fenster stürmen, mit tiefen Atemzügen die lane Sommerluft in die glühende .Brust eintrinken . . . , Statt dessen mußte man ruhig und gemessen sitzen bleiben, von scharfen, wachsamen Augen unermüdlich be- vbachtet und kontrolliert. . . So waren diese Stunden seines außerdienstlichen Daseins auch wieder leine Qual! r—,! ach — eine süße Qual —! Sonst nichts als Dienst — Dienst — Dienst! Morgens um vier in die Kaserne. . . abends um neun aus der Kaserne . . . dazwischen nur eine Mittagspause von einer Stunde, verbracht in Gesellschaft der übrigen Einjährigen in einem benachbarten Speisehause. . . Die Kellnerinnen, die hier bedienten, waren seit einem Jahre der einzige weibliche Umgang gewesen, den Hans Friesen gehabt hatte... Nun hatten Rosel und Suse plötzlich für ihn jedes Interesse verloren. . . Sie schmollten nnd rächten sich, indem sie's beim Servieren immer so einrichteten, daß Hans Friesen zuletzt an die Reihe kam und nehmen mußte, was die Kameraden übrig gelassen hatten . . . Hans Friesen merkte -es nicht. (Fortsetzung folgt.) Der Ebzdörser Grund. (Fortsetzung.) Wald. Tie schauerlichen Wälder, von denen Taeitus in seiner Germania redet, sind wohlgepflegten, lieblichen Wäldern gewichen. Nur die Abhänge und Gipfel int Gebiet der Zwester Ohüt tragen noch herrlichen Wald, itamentlich Buchenforst. Unsere Altvordern belegten die Waldfrevler mit den härtesten Strafen. Wie erwähnt, wnrde die Gegend von Hachborn, wo der Herzog Gerhao ein Lehen besaß, um 800 n. Chü. angerodet. Bereits im 16. Jahr- hundert hatten die Wälder sehr abgenommen: und bald stellte man toegeit Mangel an Holz den Wald unter den Schutz des Staates. Hohe, jagd-lustige Gäste sah der Ebsdörfer Grund oft im 17. Jahrhundert, besonders die Wälder um Hachborn: den hessischen Landgrafen Karl (1677—1730) und sein Gefolge. Wenn er sich auf seinem Schlosse zu Ziegenhain aufhielt, unternahin er öfters Treibjagden und hielt sich dann wohl in dem Klostergebäude zu Hachborn auf. Tie ausgedehnten Wälder bei Roßberg ließen eS' angebracht erscheinen, diesen Ort zum Sitz eines Oberförsters nnd zweier .Förster zu machen: ebenfalls wohnt ein Förster in Hachborn. Mehrere Orte des Ebsdörfer Grundes besitzen Gemeindeförster. Eine Naturseltenheit war die Kaisereiche bei Hassen- h a u s e n. Sie stand nordöstlich von diesem Orte am Südabhang des Lahnberges und wurde ihrer Seltenheit und ihres beträchtlichen Umfanges wegen von vielen Fremden mit Staunen betrachtet. Am Boden hatte sie 12, ein halbes Meter über der Erde 6y2 Meter Umfang und teilte sich in einer Höhe von 7 Metern in zwei Stämme, die noch, über einen Meter T-urchNtesser hatten. Von ruchloser Hand wurde 1903 in die Höhlung des Baumes Feuer gelegt, so daß eines der herrlichsten Naturdenkmäler der ganzen Gegend seiner Zerstörung anheim fiel. In der Oberförsterei Frielendorf steht eine über 1000 Jahre alte Eiche, genannt die „Mutter": im Reinhärdswalde finden wir die „dicke Grete": in dein Geäst einer Linde bei Niedenstein ist ein TanZ- boden angebracht. Tie vielen Sümpfe und Wälder verhinderten auch in Unserer Gegend die Entwickelung eines Klimas, das dem heutigen ähnlich gewesen wäre. Unausgesetzt erfordern - die Bäume bei Verdunstung einer großen Wassermenge viel Wärme; diese wird naturgemäß der umgebenden Luft entzogen. Das ist nrt Sommer in höherem Maße der Fall als im Winter. Warmer Wasseri- dampf, int Sommer schnell aufgestiegen und in kälteren Luftschichten schnell zu Wässertropfen verdichtet, erzeugt Gewitter. Tie klimatischen Verhältnisse deS Ebsdörfer Grundes sind als günstig zu bezeichnen. । < Befestigung -en. T-ie gepflasterte Heerstraße, eine alte Römerstraße, von der man Reste aufgefunden hat, führte von Lich- über -Arnsburg, Groß-Buseck, Climbach, Roßberg nach dem Hof bei Treihausen und weiter nach Amöneburg. Auf ihr sind wohl Trusus und Germanikus gegen die Chatten vorgedrungen. Von dem Hof bei Treihausen, in 365 Meter Höhe auf dem Oberwäld gelegen, sind noch am nördlichen Eingang meterdicke Mauern und int Süden Mauerreste vorhanden. Es ist ein oberer und ein unterer Hof zu unterscheiden. Steine, Mörtel, Kohlen, nnd Scherbett von starken Tongefäßen fand man als die einzigen Ueberreste. Die Lage des Hofes an dem Paß aus der Wetterau nach Obersi hesseu, seine rechteckige Gestalt, die Teilung der Anlage u. a führte Tr. Creuzär 1828 zu der Ueberzeuguug, der Hof sei ein römisches Lager. Auf Vilmars Betreiben wurden 1843 die Fundamente der einstigen Gebäude freigelegt, wodurch- bewiesen tourbe, daß der Hof eine deutsche Befestigung aus dem 12. oder 13. Jahrhundert ist. Es wurden Fundamente verschiedener runder Türme entdeckt. Tie Lage des Tores entspricht nicht der Einrichtung bei römischen Lagern; die Römer warfen auch stets Erdwälle auf., Somit war der Hof entiueber die Hofburg eines salischen Königs oder er diente in Kriegszeiten zum Schutze von Menschen und Vieh; eine Stadtanlage aber war er nicht. — Nach den Erwägungen des Generalmajors z. D. Eisentraut ist der Hof wahrscheinlich eine frühfränkische Curtis oder ein Königshof. Wären nicht die urkundlich bezeugten nahen Königshöfe von Ebsdorf und Großseelheim gänzlich verschwunden, so könnte ein Vergleich beider mit dem Hof vielleicht .genaue Resultate zeitigen. , An der Heerstraße -lag die R ö d e r b u r g ; unweit von Roßberg sind noch ihre Reste sichtbar. Sie war wohl ein Ringwall der Germanen; doch lassen Funde und die Bauart als Zeit ihrer Errichtung das 13.—15. Jahrhundert vermuten. In einem aufgeworfenen, von dicken .Bäumen bestandenen Hügel von 50 Meter Durchmesser findet man Scherben, gebrannte Ziegel und Kalkmörtel., Um den Hügel führt ein 5 Meter breiter Graben, der von einem ringförmigen Walle umschlossen wird. Vilmar veranlaßte 1844 die Bloßlegung des Innern des Burghügels. Tie Fundamente zweier größerer Gebäude wurden gefunden. Ta das u. a. vorgefundene Holz verkohlt war Und ungeordnet durch- einander lag, ist fe-stgestellt, daß die Bürg durch Brand zerstört wnrde. Wann dies geschah, ist nicht zu ermitteln. Oestlich vom Hof zieht über die Höhe des Kehrenberges — an dem eine steinerne Handmühle gefunden wurde — und über den Anger ein Wald bis hinter Roßberg hin. Er endigt in der Nähe des Eisenberges, dem der „Kirchenstumps" gegenüber liegt; vielleicht sind dies die Trümmer einer Kapelle. Eine merkwürdige Felsbildung, der „Taufstein", ist am Kehrenberg zu bemerken. Südlich davon liegen auf den sogen. T-achslöchern die „Heidenp grüber". Alle diese Namen deuten darauf hin, daß die ganze Gegend früher eine große Bedeutung hatte. Bei Hassenhaü- s e n wurden Hügelgruppen gefunden. Ein alter runder Wartturm, mit Wall und Graben umgeben, die „Schanze", steht auf dem „Kirchberg" bei Wittelsberg. Bon hier aus hatte -eine hessische Wache die Mäinzer in Amöneburg zu beobachten. Int Ebsdörfer Grunde finden wir auch wehrhafte Kirchtürme, bereit Bau und Einrichtung erkennen lassen, daß sie in Kriegszeiten zur Verteidignug dienten. Boten die Mauern des um die Kirche gelegenen Friedhofes keinen genügenden Schutz mehr, so zog man sich in den festen Kirchturm zurück. Kriegerische Ereignisse. Schon an der Schlacht im Teutoburger Wald (9 n. Ehr.) nahmen die Chatten rühmlichen Anteil. Wie schon Trusus, so drang auch Germanikus — wohl auf der Heerstraße von Lich nach Treihausen — zur Unterwerfung der Chatten vor, besiegte sie 15 n. Ehr. vollständig und zerstörte Mattium, ihren Hauptort. In fast allen Ländern Europas und selbst in Amerika waren die Hessen gefürchtet und geachtet; darum ist die Bezeichf- nung „blinde Hessen" ein Ehremtame, da unsere Vorfahren blindlings der Gefahr und dem Kampfe entgegengingen. Im Jahre 1608 wurde von dem Landgrafen Moritz bem! Gelehrten (1592—1627) eine Reform der Hessen-Kasselschen Landwehr vorgenommen. Das Land wurde in sechs Regimenter eingeteilt. Tas Regiment von Lahn bis Edder bestand aus sechs Fähnlein; zu dem zweiten gehörte auch- der Ebsdörfer Grund mit Frauenberg und Ebsdorf. Nach dem verheerenden dreißigjährigen Kriege währte es überall Jahrzehnte, bis der- frühere Zustand wieder zurückgekehrt war. Verhältnismäßig schnell hielt der langentbehrte Wohlstand in die Dörfer des Ebsdörfer Grundes seinen Einzug. Der Pfarrer Johann Fabrizius in Ebsdorf, geboren in Schlitz (Oberhessen), hatte in diesem Kriege viel zu leiden. Im Jahre 1636 wurde Wittelsberg arg heimgesucht; das Pfarrhaus und die Kirche wurden verwüstet und -ein großer Hof in Asche gelegt. Kaspar Preis aus Leidenhofen schrieb- seine Erlebnisse von 1656—1637 anschaulich nieder. Auch der siebenjährige Krieg ging nicht ohne nachteilige Spüren an dem Ebsdörfer Grunde vorüber. In den uimtbigen Kriegszeiten verbarg man Geld und Wertsachen an sicheren Orten. In einem mit einem Brettchen vernagelten Balkenloch fand ein Einwohner von Bellnhausen eine Anzahl Goldmünzen aus den Jahren 1596 und 1627, die wohl französischen Ursprung 'Iltb'3m Herbste 1805 finden wir hier französische Truppen auf ihrem Durchmarsch. Kurfürst Wilhelm I. hatte sich an dem Kriege des Jahres 1806 nicht beteiligt; trotzdein wurde ihm sein Land genommen, dasselbe besetzt und die hessische Armee entwaffnet. Ter Kanton Ebsdorf gehörte jetzt zum Werra-Departement, Tistrikt und Kreis Marburg. Bei dem -am Abend des 26. Dezember 1806 erfolgten Aufstand gegen die aus italienischen Soldaten bestehende Besatzung von Marburg hatte der Gardist Mausehund 500 aus dem Ebsdörfer (^funbe eine führende Rolle. Durch die Nachricht von dem Erfolg der Franzosen bei Homberg und Ziegenhain entmutigt, gaben bie Aufständischen ihre Erfolge Meder auf. Bei Bellnhausen steckten die zur Hilfeleistung Marburgs entbotenen Italiener in Mainz als Schreckenszeichen Lunten und Zündruten an. , c , „ „ An dem Zuge Napoleons nach Rußland und an den BefreiP ungSkriegen nahmen auch viele Männer ans dem Ebsdörfer Grunde teil. Das Jahr 1850 beglückte unsere Orte mit Strafbayern, die zum Schrecken der Bewohner den Kaffee mit Butter würzten und ein Gericht von grünen Bohnen als Laub bezeichneten. 1870/71 halfen auch des Ebsdörfer Grundes Söhne dfe deutsche Einheit schmieden. (Fortsetzung folgt.) VermiHehtes. r * Das Kostüm der Alpinistin. Unliebsames Aufsehen erregte dieser Tage ein ebenso kühner wie leichtsinniger Bergsteiger, der mit einem Regenschirm den Groß-Glockner erklomm und dem man eine Hilfsexpedition nachsandte/ weil man ihn verloren glaubte. Ein großer Teil der Unglücksfälle, die auch in diesem Jahr wieder so zahlreich aus den Bergen gemeldet werden, wird durch unsachgemäße Kleidung verursacht, und besonders die Frauen, die ja einen so großen Prozentsatz unter den Opfern der Berge ausmachen, begeben sich in den elegantesten und ungeeignetsten Kostümen auf Hochtouren. Darum ist die Frage nach dem geeigneten Äergkostüm der Dame besonders brennend, denn die Alpinistin ist naturgemäß durch ihre gewöhnliche Tracht mehr am Steigen gehindert als der Mann. Ter Londoner Tamen-Alpenklub hat sich der Sache angenommen und in großen Linien die Toilette der Hochtouristin festgestellt, über- die eine bekannte Alpinistin Mrs. Julian Grande auf Grund ihrer reichen Erfahrungen alles Nötige mitteilt. Sie Frauen, die sich bereits in den Anfängen des alten Sports hervorgetan haben und bedeutende Leistungen aufweisen können, traten zunächst ihre Touren in Röcken an und wurden dadurch furchtbar gehindert. _ Ihre Sachen wurden zerfetzt durch die Felsspitzen, über die sie kletterten, und sie kehrten meist in einem Kleidungsstück zurück, das nur noch ein zerrissener Lappen war und mit einem Rock keine Aehnlichkeit mehr hatte. Seitdem sind die Röcke immer kürzer und kürzer geworden und schließlich hat man sie zu Gunsten von Pumphosen ganz aufgegeben. Aber auch die Pumphosen! müssen schwere Bedenken erregen in der Form, in der sie zumeist getragen werden. Sie sind viel zu weit; der Wind verfängt sich in ihnen, so daß sie die freie Bewegung hindern. Mit diesen großen aufgeblähten Stoffmassen ist es ganz unmöglich, das Gleichgewicht zu bewahren, das für die Hochtouristin auf scharfen Graten so notwendig ist. Die Beinkleider müssen also möglichst eng und ziemlich kurz fein; nur uin die Taille herum können sie breit werden. Der Oberkörper der Alpinistin soll von einem möglichst dünnen Sweater umschlossen sein, der bis über die Hüften reicht und eng anliegt. Darüber wird ein Mantel oder ein dicker Sweater getragen. Sehr praktisch ist ein Cape, das vorn zugeknüpft wird und zugleich als Rock getragen werden kann, wenn die Touristin aus den luftigen Höhen der Berge wieder hinabsteigt unter die Menschen und sich neugierigen Augen nicht in ihrem Kletterkostüm aussetzen will. Handgestrickte Strümpfe sind den gewöhnlichen Strümpfen vorzuziehen; über leichten Wollstrümpfen trägt man ern paar dicker Socken. Ter Hut darf keine große Krempe haben und muß sich fest !um den Kopf legen. Ein blauer Gazeschleier ist sehr angenehm und gewährt dem Gesicht Schutz gegen Sonnenbrand und Windstöße. Tie Arme müssen sorgfältig geschützt werden. Sehr lange Pulswärmer, die bis zu den Ellenbogen reichen, halten warm und hindern nicht. Sehr viel gesündigt wird von Alpi- mftinnen durch das Tragen von Korsetts. Manche Damen be- haupten, daß das Anseilen ohne ein Korsett zu schmerzhaft sei; doch lregt das an der schlechten Art des Anseilens, da bei der §?me,. das Seil tiefer als beim Mann angebracht werden muß. Wie höchste Aufmerksamkeit muß auf die Schuhe verwendet werden. Kleinheit unb Eleganz ist weniger zu beachten als Bequemlichkeit und Festigkeit. Beim Maßnehnten lege man zwei Paar dicker Strümpfe an; das Leder muß weich, schmiegsam und von bester Qualität sein, aber Möglichst leicht, da die Bergschuhe gewöhnlich viel zu schwer sind. Einen richtigen, allen Anforderungen genügenden Bergschuh wird am besten ein einfacher Gebirgsschuster verfertigen. ff. Was Stierfechter verdienen. In Spanien gibt es im ganzen höchstens 23 Toreadore von Ruf, und diese kleine Schar kostet das, Land im Jahre ungefähr fünf Millionen Franken. Der Löwenanteil hiervon fällt dem berühmten Guerrita zu, der rn einem Jahre 306 000 Franken verdiente. Reverte „machte" m 38 Stiergefechten 143 500 Franken, der ältere Mazzantini in 29 Gefechten 137 000 Franken. Bombita brachte es an fünfzehn Nachmittagen auf 150 000 Franken und Algabeno trugen 42 Degenstiche 225000 Franken ein. _ * In der ländlichen Volksschule. Lehrer: „Hans, sag bu, wann ist die beste Zeit, um das Obst von den Bäumen zu pflücken?" — Hans: „Wenn der Hund angebunden is." Die Zimmerpflanzen und ihre Pflege. Woche vorn 13. bis 19. August. Noch einmal die Stecklingsvermehrung: Für Trabest an <» tien, Judenbart, (Saxifraga sarmentosa), Pelargonien, Fuchsien, Hirse gras (Panicum), für die ständige Kapuzinerkresse (Tropäolum), für Gazanien, Efeu (1 Zentimeter unter dem Blattansatz schneiden!), Strohblumen (Heli- chrhsum), roten Salbei (Salvia splendens) für die Sommerblüte, ist es immer noch Zeit. Tie meisten steckt man zu 3 bis 5 in einen 10—12-Zentimeter-Topf, in welchent sie Wer Winksv bleiben, hält sie feucht, schattig und warm, entspitzt nach guter Bewurzelung diejenigen, die man buschig zu ziehen wünscht, und hält sie später kühl und hell. Von den früheren Stecklingen vergißt man nicht, diejenigen, die ihren Topf völlig durchwurzeltj haben, umzupflanzen in etwas größere Töpfe, ohne ihre Ballen zu stören. Ausgenommen sind hiervon die Rosen, die über Winter die ursprünglichen Gefäße behalten. Die „Zimmerblumen-Treiberei" beginnt jetzt. Man pflanzt die Zwiebeln jetzt ein und fährt damit nach je 2—3 wöchigÄ Pausen fort bis in den Herbst. Durch solche FolgepflanzUngest erhält man Blüten von Weihnachten bis zum Vorfrühling. Auch topft man die Veilchen zum Treiben jetzt ein und legt die Treibrosen, wenn sie besonders früh blühen sollen, schon jetzt mit ihren Töpfen um und gießt sie nicht mehr, damit Ruhezeit eintritt, die sie vor dem Trieb nötig haben. Die großblumige H änge-Glo ckenblum e (Campä- nula Mayi) wird nach der Blüte sehr stark zurückgeschnitten (Zweigspitzen gleich zu Stecklingen verwenden), kühl unb ziemlich trocken unb währenb bes ganzen Winters nicht wärmer als 5—10 Grad Celsius gehalten. Die Aussaatzeit bes Alpenveilchens (Cyclamen) ist jetzt. Man verwendet Heibe- oder Lauberde und streut den feinen Samen sehr dünn. Bald verstopfen und die Sämlinge in denselben Gefäßen hell und kühl überwintern. Die vorjährigen Pflanzen soll man vor der Blüte noch einmal umtopfen — Laub erde mit Sand und etwas Mistbeeterde, doch darf der Ballen nicht gestört werden. Wenn nötig, pflanzt man auch den Efeu nut (Lehstterde mit etwas Lauberde und Kalk). Auch stutzt man ihn, um ihn in Form; zu bringen oder zu halten, und macht dabei gleich Stecklings, um mit ihsten etwaige Lücken in den „Efeu-Wänden" auszufüllen^ Büchertisch. — Vom köstlichen Humor. Eine Auslese ans b’et humoristischen Literatur alter und neuer Zeit. Herausgegeben von Ludwig Fürstenwerth. Bd. 1. Hesse u. Becker Verlag in Leipzig. Die hier im ersten Bande vorgelegte Sammlung steckt sich ein hohes Ziel: Eine Auswahl des Besten aller Spielarten des Humors alter Nnd neuer Zeit des Inlandes mtb auch des Auslandes, wobei der Begriff Humor möglichst weit gefaßt wird. Die anerkannten Klassiker des Humors dürfen nicht fehlen, wenn sie auch nur in kleinen Proben vertreten sind, in der Hauptsache soll gutes Neues, das wenig oder noch nicht bekannt ist, unb zu Unrecht Vergessenes ben Leser erfreuen. Freude am Leben ist das Leitmotiv der Sammlung, das in ben ersten Bänden in feinerem! unb künstlerischem Humor neuerer unb neuester Zeit zum Aus- bruck gelangt; im ersten Bande sind Beiträge von Hans Arnold, Albert Roderich, Max. Schmidt, L. Thoma unb Äug. Trinius enthalten, spätere Bänbe sollen auch leichtere unb kräftigere Schwankkost bringen, das Gemeine unb Seichte aber stets ausschließen. In ben nächsten Bänden werben vertreten sein Ludwig Anzengruber, Emil Ertl, Th. Fontane, Rud. Greinz, F. Himmel- baur, Karl Krobath, Wilh. Raabe, Peter Rosegger, V. von Scheffel, Frhr. von Schlicht, Heinr. Seidel, Joh. Trojan u. a. Jeder Band ist in sich abgeschlossen und einzeln zu beziehen. Rösselsprung. Auflösung in nächster Nummer. ab weise je preise harten spart mensch die um ar helfen bildet der gab dem des" der was tend ein sals mühe treue heit bei schweig sich die wissend galt schick ringt Auflösung des Ergänzungsrätsels in voriger Nummerr Ein Kamvfplatz ist die Welt; Das Kränzlein und die Kron' Trägt Keiner, der nicht kämpft, Mit Ruhm und Ehr' davon. Redaktion: I. V.: E. Heß. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindrtlckerei, R, Lange, Gießen«