NW rz ■ «LMrM» »ALKWM^Z fe msO Äa'EMM Ss/Siii 'O.IIH Dir von Gründingrn. Roman von Freiherr von Schlicht, Machdruck verboten.) (Fortsetzung.) Der Graf wußte immer noch nicht, was er zu dieser Metamorphose seines Jungen sagen sollte, und so fragte er denn schließlich: „Aber in einer Hinsicht bist du doch noch der Alte geblieben, Hans — du bist doch noch immer Verliebt?" Der machte eine abwehrende Bewegung: „Um Gottes willen, Papa, schweig mir nur von diesen ewigen Liebschaften — die sind einfach ekelhaft." „Um Gottes willen, Hans, du wirst doch nicht —" Der Graf hatte die Lehne seines Stuhls umklammert und sah seinen Sohn ganz erschrocken an. Er wollte sagen: Du wirst doch nicht etwa fortan ohne Liebe leben wollen? Aber er hielt das doch nicht für passend — er mußte seine Autorität als Vater wahren. So sagte er denn: „Du wirst doch nicht etwa krank sein, Hans, ohne daß du es selbst weißt? Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Auch ich war einmal jung, und wenn ich mir auch das Zeugnis ausstellen kann, daß ich niemals — aber auch wirklich niemals! — auch nur annähernd ein so leichtsinniger Schlingel war, wie du —" Hatte Hans ihn wirklich angeblinzelt oder kam es dem Grafen nur so vor? Auf jeden Fall wurde er etwas verwirrt und konnte — so lange er seinem Sohn in die Augen sah, nicht weitersprechen. „Ach, bitte — sieh doch mal zum Fenster hinaus — da liegt das Glas — du kannst ja die ganze Landstraße übersehen, ich erwarte mit Ungeduld den Postboten —" Und als Hans ihm den Rücken zudrehte, fuhr der Graf fort: „Nein, Hans, so leichtsinnig, wie du, war ich nie. :Aber, was ich eigentlich sagen wollte: ich kenne diese lieber« sättigung an Frauen, Spiel, Trinken und Bummeln-- ich sagte es schon vorhin, ich habe in keiner Weise auch nur annähernd so extravagiert, wie du, und deshalb lag dann auch meistens bei mir ein gewisses körperliches Unbehagen diesem Gefühl des Ekels, das mich zuweilen erfaßte, zugrunde. Das wird bei dir erst recht der Fall sein, wir wollen einmal mit dem Arzt sprechen. Ich bin besorgt um dich — obgleich manches, was du sagst, mich natürlich sehr erfreut. In erster Linie, daß du dem Jeu abgeschworen hast, —. wie oft habe ich dich nicht früher darum gebeten — denn auch ich habe gespielt und war erst glücklich, als ich die Karten für immer in die Ecke warf." Bis dahin hatte Hans, seinem Vater den Rücken kehrend, zum Fenster hinausgesehen. Jetzt wandte er sich um, das Glas vor den Augen haltend, und besah sich seinen Vater mit der größten Aufmerksamkeit-- Der Gras wußte nicht, was er dazu sagen sollte: war es nur ein übermütiger Scherz oder Ungezogenheit? Er war sich selbst während seiner langen Strafpredigt ein paarmal ganz komisch vorgekommen — wie mußte er da erst seinem Sohne erscheinen, der ihn und seine Jugendsttetche genau kannte! । War das die ganze Antwort von Hans, daß der ihn wie ein Weltwunder durchs Opernglas betrachtete? Noch bevor der Graf etwas sagen oder fragen konnte, hatte Hans sich wieder umgedreht und sah zum Fenster hinaus. „Ich habe mir nur das Glas eben besser eingestellt, Papa." < „Das habe ich mir gleich gedacht — warum hättest du auch sonst wohl mich angesehen?" „Gewiß — Papa." Und nach einer Pause fragte er: „Bist du nun fertig?" „Warum meinst du das?" „Ich möchte das Glas gern fortlegen — die Augen und die Arme tun mir weh — und der Postbote kommt ja doch nicht — der war ja schon da —" „Ach ja, richtig — das hatte ich ganz'vergessen. Armer Junge, da hast du deine Augen ganz umsonst anstrengen müssen." „Na, es war ja nicht so schlimm, Papa. Und außerdem geht es mir in dieser Hinsicht genau wie dir: Wenn ich jemand grob werden muß, dann kann ich ihn auch nicht dabei ansehen. Einem jungen Rekruten sage ich natürlich die Wahrheit ins Gesicht; aber wenn ich mir 'mal einen alten Unteroffizier vorbinde, der sich im heiligen Diensteifer dazu hinreißen ließ, die Kerls etwas unvor- schriftsmäßig anzufassen, dann mache ichs ebenso wie du — nur gerade umgekehrt. Dann lasse ich den Unteroffizier nicht zum Fenster hinaussehen, sondern sehe selbst hinaus und spreche dann über die Schulter hinweg zu ihm." „Hans — komm her, es nützt ja doch alles nichts — du bist und bleibst mein Sohn!" rief der Gras ganz glücklich und zog seinen Jungen an sich. Er wußte, daß der mit der gleichen Liebe an ihm hing, wie er an dem Jungen, und so saßen sie denn auch jetzt in -einem langen Gespräch beisammen. Aber von Zeit zu Zeit stand der Graf auf und ging ein paarmal durchs Zimmer. Das tat er aber nur, um jedesmal, ehe er sich wieder hinsetzte, seinem Sohne die Wangen oder das Haar streicheln zu können. „Aber Papa," sagte Hans dann verlegen. Doch der Graf achtete nicht darauf; wie ost hatte er nicht in früheren Jahren den Jungen aus den Schoß genommen, obgleich der schon ein ganz großer Bengel war, und sich alles von ihm erzählen lassen, was er auf dem Herzen hatte. Das waren seine schönsten Stunden gewesen, wenn er so ganz allein mit ihm zusammen war. Auf den Schoß nehmen konnte er den langen Leutnant ja nicht mehr — er selbst hätte es gerne noch getan, aber der „Herr Leutnant" hätte wohl Widerspruch dagegen erhoben. Aber wenn er ihm nicht einmal mehr die Wangen streicheln sollte, die noch nicht die Spur eines Bartes zeigteNt 358 die das Rasiermesser noch nicht kennen gekernt hatten, — was hatte er denn sonst von seinem Sohn? Ms Hans ihn an diesem Tag verließ, um sich endlich wieder nach der Mutter und den Schwestern umzusehen, Die doch auch etwas von ihm haben wollten, suchte der Graf gleich seinen Gast ans. „Tun öie mir den einzigen Gefallen, Herr Baron, und vergessen Sie, was ich iienlich von Ihnen erbat! Halten Sie dem Haus nur keine Strasrede — ich weist nicht, welch tugendhafter Engel in ihn hineiugefahren ist- er spielt nicht mehr, er hat deni ganzen ^weiblichen Geschlecht ewige Feindschaft geschworen, er hat Geld — —. Dem jetzt noch Moralpredigten zu halten, wäre ganz falsch. Tun wir es dennoch, so können wir erleben, daß er die Uniform auszieht itnb in ein Nonnenkloster geht. Ich meine natürlich: in ein Mönchskloster. Wahrhaftig — das ist mein voller Ernst. Man kann so etwas bei der Jugend nie wissen, die fallen nur zu leicht von entern Extrem ins andere. • Und da meine ich, Herr Baron, wenn Sie jetzt Hans einmal! zu verstehen geben, daß es in seinem Alter auch nicht richtig ist, allen Freuden der Welt zu entsagen? Für mich als Vater ist das sehr schwer, da könnte er leicht glauben, ich wollte ihn wieder zum Bumtneln verleiten. Nichts liegt mir natürlich ferner — aber trotzdem — na, Sie verstehen mich schon." Der Baron verstand. Und im Gegensatz zu bett anderen glaubte er auch Hans zu verstehen. Irgendetwas war da nicht in Ordnung. Die Heiterkeit war nicht ganz echt. Er hatte etwas auf dem Gewissen, entweder hatte er etwas zu beichten oder er wollte irgendetwas erreichen. Was es von diesen beiden Möglichkeiten war, das hatte der Baron noch nicht heraus. Aber so viel hatte er doch schon gemerkt, daß Hans feine Hilfe brauchte. Das hatte der Baron gleich erraten, als Hans ihm sagte: „Ich kenne Sie aus den Briefen meiner Eltern und meiner Schwestern schon so genau, daß Sie mir in keiner Hinsicht mehr frentd find. Und wie Sie allen hier int Hause — fast hätte ich gesagt — schon unentbehrlich geworden sind, so hoffe ich, daß auch wir einander nähertreten werden, trotz des Unter» schieds der Jahre." Das war eine überraschende Rede gewesen, denn nur zu gut wußte der Baron, wie unendlich viel in seinen eigenen Äugen ein junger, reicher, adeliger Husarenleutnant ist, und wie wenig für den ein verabschiedeter Kamerad bedeutet — noch 8azu, wenn er für Geld arbeitet. So mußten diese Worte einen tieferen Sinn haben, und darin glaubte der Baron sich immer weniger zu täuschen. Nicht etwa, als ob Hans in auffälliger Weise absichtlich um seine Freundschaft warb; aber er versuchte doch, ihm zu gefallen. Sehr begierig war der Baron natürlich gewesen, was Hans zu den Fortschritten seiner Schwestern im Reiten sagen würde. Er hatte mit Sicherheit darauf gerechnet, daß der sein Urteil in die Worte zusammenfassen würde: „Der Kerl hat keine Ahnung. Ist ja alles Unsinn. Wartet nur, bis ich meinen großen Urlaub habe, dann bringe ich euch in acht Tagen mehr bei, als der verkrachte Gentleman in acht Wochen." < Aber auch da hatte der Baron sich geirrt: Hans hatte ihm aufrichtige Komplimente gemacht: „Am meisten wun- dert es mich, daß Sie Dagmar so weit gebracht haben. Die Mexa ist ja ein vernünftiges Mädel und läßt mit sich neben. Aber Dagmar hat ihren eigenen Kopf, und dann tut sie oft gerade das Gegenteil von dem, was sie soll, ost auch vou dem, was sie will, — mir um keine Lehren Lnnehmen zu müssen. Wirklich, ich bewundere Sie." Das hatte offen und ehrlich geklungen, und der Baron hatte sich darüber gefreut, denn daß Haus für seine jungen Jahre ein sehr guter Reiter war, hatte er schon am ersten Tage gemerkt, als sie zusammen in der Bahn ritten. Aber trotz alledem — irgendetwas war nicht in Ordnung. Aber der Baron beunruhigte sich darüber weiter nicht, Hans würde schon zu ihm kommen und sich ihm anvertrauen. Neugierig war er in seinem ganzen Leben noch iiicht gewesen, so sah er auch jetzt dem Geständnis des Herrn Leutnant mit Ruhe entgegen. Für heute, beit vierten Abend, an dem Hans int elterlichen Hause weilte, hatten Weidemanns sich angemeldet. Der Gräfin war das nicht ganz recht, sie hätte sich lieber mit Hans und dem Baron zusammen „adelig" unterhalten, denn das hatte sie schon lange wieder ausgenommen, und der Graf war, wie er es vorausgesehen hatte, dagegen wehrlos. Wenn er einmal Einspruch erhob', war ihre stehende Redensart: „Ich habe dir bewiesen, daß ich es selbst zugebe, wenn das Gespräch mich einmal zu sehr aufregt, und daß ich dann ein paar Tage ganz ausfetze." Und demgegenüber wußte er nichts einzuwenden. Auch Dagmar war dafür gewesen, Weidemänns abzuschreiben. Sie wußte nicht so recht, woran das lag, aber seitdem sie mit Marianne die Wette abgeschlossen hatte, war der Verkehr zwischen ihnen nicht mehr so unbefangen wie früher. Es war eine kleine Entfremdung eingetreten, wenngleich natürlich keine von ihnen das zugab ober irgendwie zeigte. Dazu kam noch etwas Furcht vor Marianne. Die hatte Dagmar in einem Briefe erklärt, daß sie selbstverstänblich alles tun würde, was in ihren Kräften stände, um ihre Wette zu gewinnen; bas sei ihr gutes Recht, und niemand könne ihr bas streitig machen. Trotzdem halte sie es aber für ihre Pflicht, dies der Freundin mitzuteilen, damit die nicht etwa glaube, sie selbst würde mit den Händen int Schoß dasitzen und zusehen, wie sich die Dinge entwickeln würden. Dagmars erster Gedanke war gewesen, auf das leb- hafteste'dagegen zu protestieren. Aber sie sah dann doch ein, daß sie dadurch in die Gefahr kommen würde, zn verlieren. Das durfte sie aber nie und nimmer, und so schrieb sie denn der Marianne zurück: „Tu was du willst, es ist mir sogar sehr lieb, wenn du kein müßiger Zuschauer bist. Mein Sieg ist dann um so größer, wenn du trotz aller Anstrengungen, die du machst, ihn.zu. gewinnen, hinterher erklären mußt: ich habe verloren! Und ich selbst brauche mir dann um so weniger Borwürfe zu machen, wenn ich dich deines Schmuckes beraube." Bis jetzt schien Marianne allerdings noch nichts unter- nommen zu haben, um das Schicksal nach ihren Wünschen zu leiten, aber bei ihrem lebhaften, impulsiven Temperament war man nie vor einer Ueberraschung sicher. (Fortsetzung folgt.) Haussuchung! Skizze von A. A w e r t s ch e n k o. Ins Deutsche übertragen von Stcfania Golden ring. Iwan Wassiljewitsch Sizilistow stützte sich aus einen Ellenbogen und horchte auf: „Die kommen zu uns," sagte er zu seiner im Einschlafen begriffenen Frau. „Endlich!" „Laß sie herein. Wenn man durchnäßt ist, wartet man nicht gern auf der Treppe." Sizilistow sprang aus und eilte halb ausgezogen ins Vorzimmer. Rasch öffnete er die Tür und sah auf die Treppe. Ein breites, fröhliches Lächeln umspielte seinen Mund. „Hallo!" rief er. „Ich habe sie schon vorgestern erwartet.....Sehr erfreut! Wollen Sie gefälligst unsere Hütte betreten." Der vorangehende Gendarmerieoffizier schützte sich gegen das blendende Licht. Sein Gesicht drückte aufrichtiges Staunen aus. „Pardon! Sie haben wahrscheinlich falsch verstanden. Wir kommen, um bei Ihnen Haussuchung vorzunehmen!" Der Hausherr lachte so heftig, daß er sich verhustetc. „Ein Original . . . Amerika hat er entdeckt! Ich nehme dock: nicht an, daß Sie gekommen sind, mit mir eine Partie Skat zu spielen!" Er machte sich um den Besuch zu schaffen. „Erlauben Sie, daß ich Ihnen behilflich bin. Der Mantel ist ganz naß, er geht schwer herunter! Jetzt will ich Ihnen leuchten. — Vorsichtig: hier ist die Schwelle." Der Gendarmeriewachtmeister und der Wachtmeister blickten einander erstaunt au. Der Offizier sagte uueutschlossen: „Lassen Sie uns zur Sache gehen. Hier ist der Befehl." „Wer hat so 'was gesehen! Vom Regen, mit nassen Füßen direkt zum Geschäft, da holt man sich ja den Schnupfen. Gegen den wollen wir uns einmal sichern. Und Ihren Befehl können Sie der Großmutter schenken. Kann denn ein anständiger Mensch einem anderen anständigen Menschen nicht ohne Befehl trauen. Nehmen Sie Platz, meine Herren! Verzeihen Sie, wie ist Ihr Name?" Der Offizier zuckte die Achseln mit einem zurechtweifenden Blick ans den Wachtmeister, dessen Mund sich bereits zu einem! breiten Lächeln verzog, und sagte, indem er sich bemühte, seinen Worten einen eisigen Ton zu verleihen: „Da ich osstziell 'beauftragt bin, eine Haussuchung zu unternehmen ..." Der Hausherr machte eine abwehrende Handbewegung: „Ich weiß, ich weiß! Ach, du mein Gott! Ms ob die Haussuchung ausreißen würde . . . Ich verstehe doch. . . Ich werde Ihnen später selbst behilflich feilt! Aber warum wollen wir nicht menschlich miteinander verkehren? Nicht wahr, Nikodem Iwanowitsch, wenn ich nicht irre . . . Haha! Ich habe Ihren Namen inzwischen erfahren! Sie würden nicht raten — woher i. 859 Stn Mützenfutter im Vorzimmer habe ich ihn gelesen! Haha! | Nun, Lisotschka! Das ist nämlich meine Frau. . . Ein vortreffliches Weib ! Ich werde Sie bekannt machen . . . Lisotschka, bring uns irgend etwas, — die Herren Offiziere müssen sich nach dem Regen erwärmen! Doch, doch. . . Wenn Sie abschlagen, beleidigen Sie mich aufs Tiefste!" Aus dem Nebenzimmer kam eine reizende junge Frau. Während sie ihr prächtiges Haar in Ordnung brachte, lächelte sie und sagte, die verschlafenen Augen zusammenkneifend: „Einem Manu können Sie vielleicht etwas abschlagen, aber einer Dame — pfui. Das wäre nicht gentkemenlike!" Der Gatte stellte vor: „Meine Frau Eliseweta Petrowna — Nikodem Iwanowitsch! Herr Wachtmeister . . .- verzeihen Sie, ich habe nicht die Ehre. . ." Der Wachtmeister wurde beim Anblick der hübschen Frau so verwirrt, daß er aufsprang, die Hacken gegeneinander schlug und sich übertrieben laut vorstellte: „Ktutilow, Walerian Petrowitsch!" „Freut mich sehr! Ich habe einen Sohn, der Walja heißt . . . Sucre!" Als die Köchin erschien, befahl sie: „Führe die Zeugen und die Schutzleute vorläufig in die Küche! Mach die Pirogen warm, stelle Wurst und Gurken auf. . . Ein Achtel Schnaps ist auch noch da . . . Mit einem Wort, sorge für sie. Ich werde inzwischen für die Herrschaften hier alles zurechtmachen." Lächelnd sah sie den sie anstarrenden Wachtmeister an und eilte hinaus. Der Gendarmerieoffizier öffnete wie berauscht den Mund Und sagte: „Verzeihen Sie, aber . . ." Hinter der Tür hörte man Lärm und Kinderstimmen, zwei Jungen von fünf und sechs Jahren stürzten jubelnd herein. „Haussuchung! Bei uns ist Haussuchung!" riefen sie im Takt zu den Sprüngen, in einem Ton, als ob sie sich über empfangenen Kuchen freuten. Einer der Jungen lief, mit seinen bloßen Füßchen tapsend, zu dem Offizier und faßte seinen Finger: „Guten Tag! Schaukle Mich auf deinem 23eilt, so! Hopp, hopp!" Der Vater nickte zerknirscht mit dem Kopf. „Ach, Ihr Lumpenkerle!" sagte er. „Verzeihen Sie, meine Herren! Aber man hat sie in Odessa so verwöhnt. Fast zweimal wöchentlich gab eg bei mir Haussuchungen . . . das war das größte Vergnügen für die Buben! Mit allen haben sie sich angefreundet. Wollen Sie glauben, Schokolade und Spielzeug bekamen sie geschenkt . . ." 2H8 der Gendarmerieoffizier sah, daß der Junge seinen Mund nach seinem langen Schnurrbart ausstreckte, beugte er sich und fitßte ihn. Der andere ritt auf dem Knie des Wachtmeisters, musterte die Epauletts und fragte in sachlichem Ton: „Wieviel Sterne hast du? Kann der Säbel herausgezogen werden? In Odessa habe ich ihn selbst herausgezogen, bei Gott!" Ms die Mutter mit einem Teebtett boll bunter Flaschen und „Sakuski" eintrat, fagte sie in geheuchelt strengem Ton: „Wie oft habe ich dir gesagt, daß es eine schlechte Angewohnheit ist, zu schwören! Er belästigt Sie, Sperr; lassen Sie ihn doch herunter!" „Schadet nichts. Wie heißt du denn, Mäuschen?" „Mitja. Und du?" Der Wachtmeister lachte. „Walja. Jetzt kennen wir uns, nicht wahr?" Die Mutter schenkte mit liebenswürdigem Lächeln Kognak ein, schob dem Offizier 'Kaviar hin und sagte: „Bitte, erwärmen Sie sich. Es tut uns so leid daß Sie sich bei so schlechtem Wetter zur Nachtzeit bemühen mußten." „Walja! Gib mir Kaviar!" rief Mitja, indem er mit dem Finger den Küopf auf der Uniform des Wachtmeisters zerkratzte. Eine Stunde später rauchte der Offizier, die Wange auf die Faust gestützt, die Zigarre des Hausherrn und hörte zu. „Die Meinungsverschiedenheit," erklärte der Hausherr, „beruht hauptsächlich auf taktischen Fragen . . . Ferner unser Verhältnis zum Terrorismus . . ." Der Wachtmeister hielt den schlafenden Jungen int Arm und setzte sich geräuschlos zurecht, damit das Kinddem Lampenlicht nicht geblendet werde. Der Schutzmann Charlamow vergnügte sich unterdessen in der Küche, schlug die Karte auf 'den Tisch und sagte, den Daumen anfeuchtend: „Jetzt wollen wir den König überrumpeln! Sucie, Sie sind Königin!" Ms die Gäste das Haus verließen, graute der Morgen bereits. Der Erfolg. Von Dr. Georg Martin Richter. Es ist schwer, sich einen Menschen vorzustellen, der sich nicht mit ganzer Seele Erfolge wünscht. Jeder Mensch will siegen und seinen Sieg genießen. Nur die Kampfpreise sind verschieden, um die wir ringen. Dem Untergang geweiht sind Menschen und Geschlechter, die die Kunst des Kämpfens und Siegens vernachlässigen. Und doch Haben die Menschen $u verschiedenen Zeiten über den Wert von Erfolgen verschieden geurteilt. Heute neigen wir dazu, den Erfolg über alles zu stellen. Wir betrachten ihn gewissermaßen als das höchste Gut, das einem Menschen zufallen kann. Wir beurteilen unbedenklich den Wert eines Menschen nach seinen Erfolgen. Wir hören, daß Herr X. im letzten Jahre in.seinem Geschäft achthunderttausend Mark umgefetzt hat, und wir staunen. Wir lesen, daß der Roman des Herrn D. die siebzigste Auflage erreicht hat, und wir denken: welch ein Hervorragender Dichter! Wir erfahren, daß unser Schulfreund Z. Minister geworden ist, und wir bewundern sein staatsmännisches Genie. Wir sind Ersolganbeter. * Es ist wahr, der Erfolg entscheidet — in der Politik und im täglichen Leben. Aber ist der Erfolg auch wirklich das Kennzeichen einer überlegenen Kraft? Stehen nicht viele Erfolge in einem seltsam zweideutigen Verhältnis zum Zufall? Die Dinge liegen nicht so einfach. Die Erfolglosen sind oft die wertvolleren Menschen. Unermeßlich groß ist die Zahl der genialen Menschen, deren Erfindungen, Ideen oder Kunstwerke erst nach ihrem Tode anerkannt und ausgebeutet wurden — zum Segen der Menschheit. Und die Erfolgreichen? Wie viele von ihnen ver- Saken nach einer kurzen Glanzzeit noch zu ihren Lebzeiten in den zean der Vergessenheit! Der Erfolg ist etwas, das uns mit Mißtrauen erfüllen sollte. Von einem Komponisten wird erzählt, daß er sein neues Werk einem Kreis von Eingeladenen vorspielte. Als einmütiger begeisterter Beifall losbrach, wurde er ganz bestürzt. Die Gleichung lautet nicht: maximale Leistung gleich maximaler Ersolg. * Sollte uns dies nicht nachdenklich machen, daß die Erfolglosen oft wichtiger für die Allgemeinheit sind als die Erfolgreichen? Ein typischer Fall: Heinrich v. Kleist. Sein Leben, seine Arbeit war ein vollkommener Mißerfolg. Ein hoffnungslos unbrauchbarer Mensch! Aber heute ist er der einzige Dichter seines Zeitalters, dessen Dramen wir aufführen und lieben. Man wird in einer fernen Zukunft Methoden ersinnen, um die Kraft und die Arbeit der Erfolglosen für die Menschheit nutzbar zu machen. Man wird dieses Verlustkonto auf ein Minimum reduzieren. Man wird Zentralen für die Verwertung von Ideen schaffen. * Vielleicht ist auch dies ein Weg: die Erfolglosen zu lehren, wie man Erfolge erringt. Denn, so paradox es klingt:■ der Erfolg ist lehrbar. ~ Es gibt eine Technik des Erfolges, v man könnte ihr Studium in den Lehrplan unserer Schulen aufnehmen, wenn man wollte. Das würde allerdings voraussetzen, daß unsere Schulen in einem anderen Geist geleitet würden, als es der Fall ist. Aus Dressur- anstalteu der Intelligenz müßten Zuchtstätten des Willens werden. Einstweilen bleibt es dein einzelnen überlassen, aus schwer bezahlten Lebenserfahrungen das Unerläßliche zu lernen. Oder Ms Lehrbüchern. Denn es gibt heute bereits eine reiche Literatur über die Wissenschaft des Erfolges. Wer ein Mathematiker werden will, muß sich in der Lösung zahlreicher Aufgaben versuchen. Natürlich genügt es nicht, einen Leitfaden durchzulesen wie einen Roman. Wer den Erfolg zwingen will, muß feinen Charakter in tausend Kämpfen stählen. Wie kein anderes Volk find' die Amerikaner von der Idee des Erfolges beherrscht, ja gleichsam hypnotisiert. Das kommt auch in ihrer Sprache zum Ausdruck. Man sagt nicht, daß jemand Erfolg hat, sondern man sagt: he is a success. Er ist ein Erfolg. Man identifiziert den Erfolg mit dem Menschen. Der Erfolg ist Sache der Persönlichkeit. Diese Anschauung liegt auch dem Buche des Amerikaners O. S. Marden zugrunde. Seine „Wege zum Erfolg", die im Verlag 'von Julius Hoffmann, Stuttgart, erschienen sind, find ein ausgezeichnetes Elementarbuch. Es enthält zahlreiche praktische Winke. Die Amerikaner sind der Ansicht, daß man den Erfolg zwingen kann. Und man muß sagen: Amerika ist ein Erfolg. * । Der Erfolg ist etwas Großes, wenn er in schwerem Kampfe errungen worden ist. ■ Wer Außerordentliches erreichen will, muß. weniger darauf bedacht sein, rasche Erfolge zu erzielen, als sein Können zu steigern. In der Kunst des Kämpfens suche er, ein Meister zu werden. Er lerne, Menschen- und Schickfalswiderstände besiegen. Und käuip- fend sollten wir — wie ein fairer Sportsmann — gelegentlich lieber in guter Form unterliegen wollen, als in schlechter Form um jeden Preis gewinnen. Den großen Könnern fällt der Erfolg in den schoß wie eine reife Frucht. Den Mutlosen aber sei es gesagt: Der Erfolg ist nicht eine Sache des Genies, sondern des Willens. * So denkt auch Marden. Ja, der Erfolg ist lehrbar, »ich ich glaube, daß .Lernbegierde unter Mordens Führung das erreichen können, wovon sie träumen, den Erfolg. 360 — Vie ersten Stunden hinter GesSngnismauern. Das Gefängms ist eine Welt für sich, deren Bild in strenger Abgeschlossenheit dem guten StaecksbÜrger «nf unmer verborgen bleibt. Wer wer sich in dressm Mflreu eingelebt hat, der findet auch hier die ewigen Gefühle und Leidenschaften des Menschen- h-erzens, nur dafi das Sonnenlicht spärlicher, ja Vatim in tvenmen Reflexen über die hohen Mauern fällt und die Schatten tßre trübe Tragik über dieses Reich der Strafe und Sühne breiten. Als ein Führer zu dieser Heimat der Enterbten und Musgestotzenen der Gesellschaft bietet sich nun ein warmherzig schilderndes und gerecht urteilendes Buch dar, das der ftühere Gefangnis-Fn- speklor Julius Schiwek unter dem Titel „Hinter Schloß und Riegel" bei dem Deutschen Verlagshausi Vita hat erscheinen lassen. Eines der bezeichnendsten und ergreifendsten Kapitel, das uns so recht den klaffenden Abgrund zwischen dem .Leben in Freiheit und im Gefängnis vor Augen führt, handelt von den ersten Stunden, in denen sich der Gefangene abfinden muß mit der neuen Umgebung. Zwar treten die meisten Bestraften, dir sich bereits während der gerichtlichen Untersuchung mit dem Gedanken einer Freiheitsstrafe vertraut gemacht haben, mit einem, gewissen Gleichmut in das Gefängnis ein. , Doch gibt es auch viele Personen, „ftenen dieser Gang vielleicht schwerer fällt, als manchem Raubmörder der Weg zum Schafott. Diesen Unglücklichen — besonders den weiblichen Personen — sind deutlich die Spuren anzumerken, daß sie Tage und Nächte vor dem Gange in Tränen zugebracht haben. Die Augen sind rot und geschwollen, der Körper zittert an allen Teilen und fährt bei jeder Frage zusammen. Beim Betreten der Zell« machen sie den Eindruck, als wenn sie den Fußboden prüfen, ob er mit ihnen nicht einstürze — und dann ein Zusammenbrechen auf dem Schemel. Tränen haben sie nicht mehr." Erschütternder noch wirkt das Benehmen der meisten Untersuchungsgefangenen, die ja vielfach unverhofft durch eine Festnahme aus ihren Verhältnissen herausgerissen werden. Während der Verhaftung, Vorführung, Vernehmung, Aufnahme in das Gefängnis haben sie wenig Zeit gehabt, über ihre traurige Lage nachzudenken,' nun in der einsamen, engen Zelle erwachen sie aus ihrer Betäubung! .ihre Lage kommt ihnen mit allen Schrecknissen voll zuni Bewußtsein und die Verzweiflung bricht mit aller Macht los. „Es ist vielfach etwas Furchtbares, die Unglücklichen jetzt (durch das kleine Beobachtungsfenster in der Tür) zu beobachten. Manche gebärden sich wie wilde Tiere. Wenn dieser Zustand hier und da falsch verstanden wird und zu Maßregelungen Veranlassung gibt, so ist das nur zu bedauern! Ich entsinne mich da eines hübschen ungarischen Arbeitsburschen, der aus Eifersucht von einem russisch-polnischen Arbeiter der Brandstiftung verdächtigt wurde, obwohl er selbst die Scheune in Brand steckte, um den Nebenbuhler zu beseitigen. Der Gendarm nahm den armen Burschen sogleich fest und führte ihn dem Gefängnis zu. Wie ein Panther sprang er zunächst in der Zelle umher. Und als der arme Mensch vor Müdigkeit zusammenbrach, da schlug.er einen heimatlichen Klagelaut an, den er fast die ganze Nacht fortgesetzt wiederholte. Wie das Klagen eines Kundes, der zum ersten Male an eine Kette gelegt wird, hörte sich das Jammern dieses Naturkindes an. Nach drei Tagen wurde der wirkliche Brandstifter eingeliefert und der Ungar entlassen. Wer wie sah der arme Mensch aus, zumal er während dieser Zeit nichts gegessen hatte! Manche sitzen stundenlang -wie versteinert da und starren in das Leere. Andere weinen und klagen sich heftig an. In den meisten Füllen wird aber die Unschuld beteuert. Andere denken wiederum in ihrer Verzweiflung nur an ihre Angehörigen, denen sie so viel Kummer, Schmerz und Sorgen bereitet haben. Bei manchem Neueingelieserten drückt sich auf dem Gesicht ein großes Augst- und Schamgefühl aus! sonst ist er ganz ruhig. Bei nicht wenigen kommt nur Trotz und Verachtung zum Ausdruck. In der ersten Nacht, die für die Untersuchungsgesangenen die gräß- lichiten stunden bringt, wird wohl auch bei diesen Gefangenem Verzweiflung sich einstellen. Mütter schreien wie wahnsinnig wach ihren Kindern. In der ersten Verzweiflung werden sogar Selbltmordversuche unternommen; daher müssen die Beainten zu Anfang besonders auf die Gefangenen achten. Bei solchen mit sich selbst und der Welt zerfallenen Menschen aber wirkt ein teilnehmendes Wort, mitunter aber auch, nur ein stummer Händedruck Wunder, und neben der Anteilnahme des Inspektors und der Wärter erweist sich auch das Buch als ein willkommener Tröster. Das Lesen ist vielen eine wahre Wohltat, auch in den Nachtstunden, denen viele Untersuchungsgefangene mit besonderem Grauen entgegensehen, weil der Schlaf sich ihrer meist erst in den Morgenstunden erbarmt. i „Ein Blick in den kleinen, verschlossenen Raum sagt uns, daß der Mensch, der Wer das Buch gebeugt ist, augenblicklich seine jammervolle Lage ganz vergessen hat; er verlebt durch die Vermittlung des Buches auch an diesem Orte eine schöne genußreiche Stunde." geben über feine Beteiligung und fein Verhältnis zum „Standard Oil Trust«, vor allem aber über die Beziehungen der Truste m zahlreichen Nebengesellschaften. Bei dieser Gelegenheit erfuhr matt Näheres über das Einkommen Rocketellers und über fein Vermögen Er selbst freilich erklärte, er könne genaue Angaben über sch Gesamtvermögen nicht machen, er könne es nur schätzen und Irrtümer von 40 Millionen wären dabei unvermeidlich. Aber er gab im übrigen sehr klar und rückhaltlos über alles Auskunft. Aul Grund dieser Angaben hat die „New-Uork World" berechnet, dab John Rockefeller heute über ein Vermögen von rund 3600 Millionen Mark verfügt. Aber der Wert schwankt täglich um ein paar Dutzeu! Millionen, da mit jeder geringen Kursveränderung an der Bö» die Werte steigen oder fallen. Rockefeller „spekuliert" übrigens nicht: er legt sein Geld an, und wenn die Kurse sehr hoch stehe» verkauft er. Ebenso kauft er bei sehr niedrigem Kursstand unb leg, die erzielten Reingewinne wieder in billigen Papieren au. $ir größte Teil seines Vermögens ist in Petroleum-, Eisenbahn-, Bank- und Jndustrieaktien angelegt. Lustig ist die Taifache, daß Rockefeller durch das Gerichtsurteil, das seinerzeit die Auflösung bei Standard Oil Trustes verfügte, ein glänzendes Geschäft gemach, hat. Mit dem Urteil gingen die Kurse der dem Trust unterstehend!,, Tochtergesellschaften in die Höhe und Rockefeller verdiente dabei rund 400 'Millionen. Durchschnittlich hat der Petroleumkönig ein Jahreseinkommen von 240 Millionen Alk., im Jahre 1907 aber verdiente er nicht weniger als 550 Millionen. Tas war ein un- gewöhnlich günstiges Jahr. Gewöhnlich kann er mit einer MonM- einnahme vön 20 Millionen rechnen, sein Einkommen beträgt also in der Woche rund 4X Millionen, in der Minute 570 $if. unb in der Sekunde rund 8,50 Mk. Für wohltätige Zwecke und Bildmtgz. inslitute hat Rockefeller bisher insgesamt 698 Millionen Mark p stiftet; das Opfer war aber nicht groß, er bestritt die Stiftungen aus seinem Einkommen und tastete als vorsichtiger Hausvater |ä Kapital nicht an. * (Sin deutscher Kabelschlüssel. »Carlowih-Code' heißt es zwar, aber es ist doch ein deutsches Buch, das nutet diesem Titel, verfaßt von Julius Kähler und W. Merkenschtager, bei Carlowitz & Co. in Hamburg herausgekommen ist. Kürzer und treffender wäre „Kabelschlüssel", da es Verkürzungen für den überseeischen Kabelverkehr bringt, und da das Wort „Code" gar nicht allgemein verständlich ist.' Was dieses Werk für unsere Bestrebungen besonders wertvoll und anziehend macht, schreibt Paul Stieb in der Zeitschrift des Sprachvereiits, das ist das bewußte Bemühen um einen guten deutschen Stil und bie~l!ertneitaig überflüssiger Fremdwörter. Bei einem so spröden Stoffe, wie er hier behandelt wurde, war das doppelt schivierig, und es ist daher ganz besonders anzuerkennen. Natürlich ging es nicht an, die vielen hergebrachten kaufmännischen Fremdwörter in der Wort- reihenfolge einfach fehlen zu lassen. Tort sind sie emgeretht, aber mit einem Hinweis auf das entsprechende deutsche Wort oder auf mehrere, wenn das Fremdwort eilten Doppelsinn hat, z. B. refüsieren siehe verweigern und ablehnen; franko siehe frei; Reserenz- muster siehe Ausfallmuster; Agent siehe Vertreter; force majenre siehe höhere Gewalt usw. Hierdurch wird das Buch geradezu erzieherisch ivirkeit. Gewiß hätten die Verfasser manchmal, ohne au- zustoßen, noch etwas weiter gehen können. So vermissen wir z.A bei Konnossement bett Hinweis auf Ladeschein, das sich auch sw den Seefrachtbrief schon sehr eingebürgert hat und ähnlich gebt« ist Ivie die englischen und französischen Bezeichnungen Bill of la- ding ober police de chargement Police hätte es für Versicherungsschein auch nicht nrehr heißen sollen, da heute wohl kenn deutsche Versicherungsgesellschaft dieses Wort mehr gebraucht Auch „Phrasen, cuuutUiereti, Tepefchenspesen, Tendenz und Survey hätten ohne Schwierigkeiten vermieden iverden können. Doch a es das sind Kleinigkeiten, die sich bei einer Neuauflage ändern lassen und bis dahin betn Wert des Buches für die Sache des Lpmch- Vereins keinen Abbruch tun. Es ist schon viel gewonnen, daß es jetzt überhaupt einen deutschen Telegrammschlüssel gibt, und dad betritt auch Verdeutschungen in weitgehender Weise durchgefuhu werden. Ta dieser Schlüssel auch sonst ganz auf der Höhe der Zeit steht — er gibt z. B. ein einziges Kabelwort für den Satz: .erbitten Angebot für Luftschiff Personenzahl 30" —, so ist ihm roeite|te Verbreitung zu wünschen. Charade. Ein kurzer Ruf ermahnt euch laut Vom Lager euch zu trennen; Jtn Rätsel, das ihr hier erschaut, Müßt ihr zuerst ihn nennen Die Silben 2 und 3 sofort Ruf ich, wenn ihr's getroffen! Ist euer Freund, wie's ganze Wort Dürft ihr das Beste hoffen. Auflösung in nächster Nummer. - Nermisehtes. * 570 Mark Einkommen in d e r M i n n i e. Kürzlich erschien Rockefeller als Zeuge vor Gericht und mußte Auskunft ! Auslösung der Schach-Aufgabe in voriger Nummert Weiß 1) 8 f 4 - e 2 Schwarz T f 2 - f 3 2) D c 4 — f 4 + T f 3 + f 4 8 e 2 - g 3 + und Matt. Redaktion: K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scb-n Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lana«. Gie^ i S l < t I 6 l 's t 1 ’i 6 r 1 f c fi i c i i l « t c i l t s t i s V