BHtf Donnerstag, den U. Juli UWW säZzsi’S »j 1 I I W B i M Dir von Gründingen. Roman von Freiherr von Schlicht, (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Tie Gräfin hielt es auch nicht für ganz schicklich, Daß er vor ihr und ihren Töchtern so offen davon sprach. Ä.aj; es sich natürlich um leine Sitzung in einem chambre separo handelte, war ja klar, aber trotzdem —- es gefiel ihr nicht. „Aber Frau Gräfin — oie andere Dame ist natürlich Claires Mutter, Und der andere Herr Claires Vater. Die find doch bei dem Wiedersehen die Hauptsache. Die Tochter ist gewissermaßen nur eine angenehme Zugabe." „Ach so, ja, richtig, Pardon, ich hätte vorhin nicht ganz genau verstanden." Die Gräfin war wirklich etwas verlegen. Ihre Worte waren wenig taktvoll gewesen, aber der Baron ging schnell darüber hinweg. „Sie müßten meinen Freund, den geheimen Regie« rungsrat, kennen lernen, Herr Graf," wandte er sich an diesen. „Ich glaube, der spielt noch leidenschaftlicher Ecarts als Sie." „Und das sagen Sie mir erst jetzt," fuhr der Graf auf. „Den Mann muß ich kennen lernen. Und wohnte er vben in Spitzbergen und ich auf dem Südpol. Den müssen Sie mir herbringen, tot oder lebendig, und wenn er nicht will, dann schicker: Sie mir ein Telegramm, dann komme ich hin und spiele ein paar Abende mit ihm." „Aber Eduard, wie kann man riur so dem Spiel huldigen!" „Ach was! Ein jeder Mensch hat seine Marotte — ich die meine —" „— und du die deine," wollte er sagen, aber er schwieg. „Wissen Sie was, Herr Graf?" rief der Baron schnell. >,Begleiter: Sie mich doch auf meiner Reise! Ihr Herr Sohn wird sich sicher sehr freuen, Sie ein paar Tage bei sich zu sehen." „Ja, fahr' doch mit, Papa," riet auch Alexa. „Es wird dir gut tun, dich ein paar Tage zu zerstreuen." „Ich werd' mich hüten," rieff der Graf. Aber |Me Blicke, die der Baron und Alexa ihn: zuwarfen, hielten ihn Noch rechtzeitig vor: weiteren Erklärungen zurück. Sie verstanden ihr: auch so; er hatte nicht den Mut, gleich mitzureisen, von Anfang an seine Hände bei der Scheür- verlobung im Spiel zu haben und dann seiner Frai: ge- wissermaßen als Falschspieler gegenüberzutreten. Die Tatsache selbst wollte er später vertreten und durchsetzen m aber die Vorbereitungen dazu mochte her Baron allein übernehmen. Die Gräfin warf ihrn einen dankerfüllten Blick zu. Sie hatte wirklich gefürchtet, daß er dem Vorschlag des Barons beistimmen würde. Jetzt war sie glücklich, daß sein „besseres Ich" im letzten Augenblick doch den Sieg über seine Spielleidenschaft davontrug. Und deshalb bot sie ihm, als sie sich schlafen legten, mit einer ihr sonst ganz fremden Herzlichkeit die Stirn zum Kuß: „Ich bin stolz auf dich gewesen, Eduard —, sich selbst bezwingen, ist der schönste Sieg! Was hätte der Geheimrat auch von dir denken sollen, wenn du zu ihm, dem ganz Fremden, gekommen wärest, lediglich, um mit ihm zu spielen! Ich sah — leicht wurde es dir nicht, zu widerstehen." „Nein, leicht wurde es mir nicht." „Ich weiß. Aber die Belohnung soll dir auch nicht ausbleiben. Du mit deinem Kindergemüt hast das natürlich .nicht erfaßt. Aber mir ist es im Laufe des Abends immer klarer geworden: irgend etwas stimmt da nicht —." „Erlaube mal," nahm er seine zukünftige Schwiegertochter in Schutz. „Fräulein Claire ist ein durchaus vor- nehmes, über jeden Zweifel erhabenes junges Mädchen." „Das ist doch ganz selbstverständlich, Eduard, denn sonst würde der Baron es doch nie gewagt haben, in unserer Gegenwart von ihr zu sprechen. Aber ich meine es auch ganz anders. Du hast mich einmal wieder falsch verstanden. Wenn ich sagte: da stimmt irgend etwas nicht, so sollte das heißen: Paß auf — der Baron wird sich mit ihr verloben!" „Aber Konstanze!" Er war kein Meister in der Verstellung. Jedoch dieses Mal gelang es ihm ausgezeichnet. Die Gräfin freute sich, daß sie einmal wieder klüger war als ihr Mann. Und so sagte sie denn zärtlich: „Du hast dir ein beneidenswert kindliches Gemüt bewahrt, Eduard! Aber das trübt deinen Blick. Ich sehe schärfer. Paß auf — ich irre mich nicht. Und wenn der Baron sich verlobt '— und er verlobt sich sicher! — dann will ich dir für deine Standhaftigkeit, die du heute abend bewiesen, eine Freude machen. Dann laden wir nicht nur Claire, sondern auch deren Eltern zu uns, — das sind wir ja schließlich dem Baron schuldig. Wir haben ihn doch alle sehr lieb gewonnen — da müssen wir auch seine Braut mit offenen Armen bei uns aufnehmen." „Ja, tu' das, Koustanze," bat er. „Versprich mir, daß du recht, recht zärtlich mit ihr sein willst —." „Na, siehst du nun ein, daß ich recht hatte? Diese plötzliche Reise — dieses „zufällige Zusammentreffen mit den alten Freunden" — die Lobeshymnen ,die er auf Claire anftimmte,--ja, ja, ich kenne euch Männer!" „Das scheint mir beinahe auch so," stimmte er ihr bei. Und dieses Lob freute sie so, daß sie ihm zum zweitens mal einen Kuß auf die Stirn erlaubte. Zwei Tage später ging der Baron auf Reisen. Und es geschah, wie die Gräfin vorausgcsagt hatte: Nach kaum drei Tagen kam ein Telegramm: „Habe mich mit Claire, der Tochter meiner alten, lieben Freunde, verlobt!" Natürlich rief diese Depesche eine gewaltige Aufregung hervor. 426 Dis Gräfin strahlte vor Glückseligkeit über ihren Scharfblick — Alexa freute sich wie ein Kind auf den bevorstchen-- den Besuch von Claire, die einzuladen sofort beschlossen wurde. — Und der Graf ging tut Zimmer auf und ab, indem er beständig vor sich hin sprach: „DieserBaron, nun seh' einmal einer an — ja, ja, stille Wasser sind tief. hätte das gedacht — trau, schau, wem! — Alles hatte ich für möglich gehalten, aber daß der Baron ।ich itocij mal verloben würde, darauf war ich uicht gefaßt." „Mer warum sollte sich der Baron denn nicht verloben?" fragte Dagmar, — die einzige, die durch die Verlobung des Barons mehr als überrascht worden war und ihr Befremden uiid ihre Enttäuschung — trotz alledem! — um keinen Preis verraten wollte--„Das ist doch sein gutes Recht. Und wenn er eine findet, die ihn liebt, — — mein Geschmack wäre er ja zwar nicht. Aber für diese Claire ist er wohl gut genug--. „Oho!" fuhr der Graf auf. „Erstens ist Fräulein Claire: Fräulein Claire und nicht „diese" Claire. , Das merke dir, bitte, ein für allemal. Und außerdem ist der Baron ein Gentleman vom Scheitel bis zur Sohle. Wenn du ihn aus irgend einem Grunde nicht übertrieben gern magst, so ist das dein Recht. Aber ich muß es dir auf das entschiedenste verbieten, daß du in dieser verletzenden Weise über den Gast meines Hauses sprichst." Mit solcher Energie hatte der Graf seit langer Zeit nicht geredet. Und nicht nur Dagmar, sondern auch seine Frau und Alexa sahen ihn ganz groß an. Aber während er unter anderen Umständen durch diese allgemeine stumme Verwunderung leicht verlegen geworden wäre, blieb er dieses Mal standhaft: „Ich wiederhole, Dagmar, ich verbitte mir, daß du so über den Baron sprichst. Er ist ein Ehrenmann, wie ich es bin, wie dein Bruder Hans und jeder andere unserer Bekanntschaft. Ich mag gar nicht an den Tag denken, an dem er uns verläßt, und wenn ich eine Möglichkeit sähe, ihn hier länger festzuhalten, dann würde ich sie mit Freuden ergreifen." „Bravo, Papa !" rief Alexa, und auch die Gräfin stimmte ihm zu. Ganz so begeistert von dem Baron, wie der Graf, war sie nicht mehr gewesen, seitdem er plötzlich auf die Idee verfallen war, den Bürgerstand mit dem Adel 511 vergleichen. Von der Stunde au war eine kleine, wenn auch kaum bemerkbare Entfremdung zwischen ihnen eingetreten. Aber daß er sich nun verlobte, daß er ihr damit einen neuen Beweis ihrer untriiglichen Menschenkenntnis gegeben hatte, das söhnte sie wieder mit ihm aus. So sagte sie denn jetzt: „Du wirst dich erinnern, Dagmar, daß ich dich schon wiederholt gefragt habe, was mit dir und dem Baron ist? Du schlägst zuweilen einen Ton gegen ihn an, der fast beleidigend ist, und deine Eltern können es — wie dein Vater soeben sehr richtig bemerkte — nicht dulden, daß du über ihren Gast mit solcher Mißachtung sprichst. Du hast alle Ursache, ihm sehr dankbar zu sein. Du bist unter seiner Leitung eine perfekte Reiterin geworden —." „Dafür wird er ja bezahlt, Mama. Und soweit sch Papas Gutmütigkeit kenne, gewiß sehr anständig," klang es trotzig von Dagmars Lippen. „Hans wird dafür, daß er seinen Rekruten das Reiten beibringt, auch bezahlt!" fuhr der Graf auf. „Und glaubst du, daß ich früher umsonst in der Reitbahn herumgestanden hätte? Wenn der Erste des Monats kam, habe ich mit dem größten Vergnügen mein Gehalt in die Tasche gesteckt — Der Graf glaubte in diesem Augenblick selbst, was er sagte. Und doch hatte er während seiner ganzen Leutnantszeit nie einen Groschen Gehalt zu sehen bekommen, sondern regelmäßig infolge seiner hohen Kasinorechnung noch ein paar hundert Mark draufzahlen müssen. Aber das schien er jetzt ganz vergessen zu haben. Und wenn auch, das änderte doch nichts an der Tatsache, daß er für seine Dienste bezahlt Oorden war. Dagmar sand nicht gleich eine Erwiderung aus die Worte ihres Vaters; auch fürchtete sie, ihn weiter zu reizen. Sie konnte sich kaum entsinnen, ihn jemals so energisch gesehen zu haben. So sagte sie denn nur: „Ich weiß gar nicht, was ihr eigentlich wollt? Ihr tut wirklich, als ob es auf der ganzen Welt keinen zweiten Menschen gäbe, der dem Baron gliche. Ich — ich denke darüber anders r- und das habt ihr mir ja vorhin selbst erlaubt." „Gewiß," stiminte der Gras ihr bei, „denken kannst du ,was du willst, wenngleich es mich betrübt, daß du! nicht unsere Ansichten über ihn teilst. Aber sei mit deinen Aeußerungen in Zukunft vorsichtig, du könntest mich sonst leicht ernstlich erzürnen." Dagmar wandte sich ab. Und unter einem Vorwand verließ sie bald das Zimmer, um mit sich und ihren Ge-, danken allein zu sein. Von dem Augenblick an, da der Name „Claire" genannt wurde, hatte auch sie die unklare Empfindung gehabt,^ als ob der Baron sich mit ihr verloben werde — sie hatte! sich absichtlich mit keinem Wort an der Unterhaltung beteiligt, uni ihn nicht dadurch zu einer vielleicht nicht ganz ernsthaft gemeinten Aeußerung zu verleiten; sie hatte sich darauf beschränkt, eine sehr aufmerksame Zuhörerin! zu sein. , Aber nun stand sie doch dieser Tatsache gegenüber, ohne sie zu begreifen. ( Ihr erstes Gefühl war das des befriedigten Stolzes gewesen. Er hatte das Nutzlose seiner Bewerbungen, seines Bemühungen um sie eingesehen, er war zu der Erkennt-' uis gekommen, daß eine Komtesse Dagmar für ihn nicht zu haben war, und hatte sich nun seine Braut in jenen Kreisen gesucht, auf die der „Herr Ba<.m" Eindruck machte. Aber sie belog sich selbst, wenn sie sich cinredete, über diesen Ausgang des Kampfes glücklich zu sein. Wohl hatte sie sich den Sieg gewünscht, und wenn sie auch in der letzten Zeit manchmal daran gezweifelt hatte, daß sie Siegerin bleiben würde, so hatte sie sich den Triumph über ihn doch anders gedacht! Daß er den Kampf aufgab und sich einfach mit einer Anderen verlobte, — das ließ sie doch eigentlich mehr als Besiegte, denn als Siegerin dastehen. — Was konnte ihn veranlaßt haben, so schnell seine Gedanken und seine Pläne zu ändern? Sie kannte ja dis Hartnäckigkeit, mit der er sein Ziel verfolgte, sie hörte sein: „Doch, Komtesse!" noch in den Ohren, das er ihr damals bei dem Diner zurief, als sie sich in Gedanken immer wieder „Nie — niemals!" gesagt hatte. Sie wußte ja auch, daß er kürzlich bei dem Landrat den Kampf mit dem störrischen Pferd nur deshalb ausgenommen und rücksichtslos durchgeführt hatte, um ihr zu beweisen: „Was ich mir vornehme, das setze ich auch durch!" Damals hatte sie vor' ihm gezittert, ihre Angst vor ihm nicht verbergen können. Sie hatte in ihm den Mann gesehen, der allein durch die Macht seiner Persönlichkeit bcr ©tüvEcrc i]t. Und nun? Wankelmütig hatte er seinen Entschluß geändert! Ein paar schöne, lustige Augen — vielleicht nur die Nähe eines jungen Mädchens, das er seit vielen! Jahren nicht gesehen, mit der er jetzt flüchtig zusammen- traf, — das hatte genügt, seinen sogenannten „eisernen Willen", die Energie, die er neulich noch an sich hatte bewundern lassen, zu brechen, ihn zu einem willenlosen Werkzeug einer vielleicht schlau und berechnend Vorgehen-, den Kokette zu machen — —! (Fortsetzung folgt.) Die Reformation und Gegenreformation in Herbstein und den ehemals landgrüflichen und ritterschaftlichen Grien der östlichen und südöstlichen Vogelsbergs. Bon Pfarrer Zinn in Herbstein. (Fortsetzung.) Ein neuer Helfer entstand den Protestanten in König! Christian IV. von Dänemark, den Religionseifer und Hoffnung auf Landerwerb zum Kriege trieben. England und Holland hatten ihm Unterstützung versprochen, und Frankreich, das aus die 'wachsende Macht Habsburgs eifersüchtig war, sandte Hilfsgelder. Tie unermüdlichen Heerführer Ernst von Mansfeld und Christian von Braunschweig konnten mit englischem und niederländischem Gelbe wieder Truppen werben, um mit König Christian gemeinsame Sache zu machen. Auch die Herzöge von Braun- schweig-Wolfenbüttel, Sachsen-Weimar, Mecklenburg und der protestantische Administrator von Magdeburg (ein brandenburgpchw Prinz) schlossen sich an, während KUrbrandenburg immer noch neutral blieb. ... - «r* Tie Gefahr erkennend und zugleich seine allzu große sto- hängigkeit von der Liga und dein Bayernherzog MaxmnUan fürchtend, warb der Kaiser ein eignes Heer durch den rnegs- erprobten und durch die Jesiiiten zum katholischen Glauben w 427 kehrten Edelmann Albrecht von Wallenstein und schickte es nach Niedersachsen. Zwei so genialen und wolgerüsteten Gegnern, wie Tilly und Wallenstein es waren, konnten die nordischen Verbündeten aus die Tauer nicht widerstehen. Während Tilly, an der Weser gegen Christian von Dänemark glückliche operierte, besetzte Wallenstein die bisher vom König noch unberührten Gegenden an der Elbe und besiegte Mansfeld ander Dessauer (Elb-) Brücke im April 1626. Bald darauf (am 27. August 1626) schlug auch Tilly seinen Gegner Christian von Dänemark bei Lutter am Barenberge int Braunschweigischen so entscheidend, daß er sich in sein Land zurückzog und ganz Norddeutschland in den Händen Tillys und Wallen- st e i n s ließ. Nur Stralsund leistete noch Widerstand, obgleich Wallenstein geschworen hatte, und wenn es mit Ketten an den Himmel gebunden wäre, so wolle er’8 herunter holen. Ganz N o r d d e u t s ch l a n d w u r d e k i r ch l i ch u n d p o l i t i s ch u m - g e st a l t e t. Der Kaiser belohnte seine Generale, indem er Wallenstein das' Land der vertriebenen und geächteten Herzöge von Mecklenburg schenkte und Tilly und Pappenheim mit braunschweigischen Gebietsteilen belehnte. Tie Bistümer Hildes- Heintz Halber st a d t Bremen, Magdeburg lvurden wieder in katholische Hände gebracht, wobei die drei letzten unter Söhne des Kaisers kamen. In Schwaben, Franken, W e st f a l e n und Niedersachsen wurde das Restitutions- edikt von 1629 durchgeführt, d. h. alles wieder auf den Stand von 1552 (Passauer Vertrag) gebracht. Die Jesuiten hatten wieder Gelegenheit, Wunder der Bekehrung zu vollbringen, und nun war auch für das Stift Fulda, wo inzwischen Johann Beruh ardvonSchweinsberg Für stabtge- worden war, die Stunde gekommen, da man mit den letztett Re st en des Protestantismus fertig zu werden gedachte. 9. Die Gegenreformation des Fürstabts Johann Bernhard Schenk von Schweinsberg in Freiensteinau und die Mission der Tillyschen Dragoner in Eisenbach. Tie Jesuiten in Fulda hätten nicht vergessen, daß im Jahre 1605 ihre Absicht, Freiensteinau zu rekatholisieren, nur durch das unerschrockene Auftreten der Riedesel und durch die Dazwischenkunft des Pfalzgrafen von Heidelberg, vereitelt worden war. Nun hatten sie die Genugtuung, die kurpfälzische Dynastie vernichtet und die evangelische Union gesprengt zu sehen. Es stand zu erwarten, daß die Jünger Loyolas ihren alten Lieblingsgedanken, auch die ritterschastlichen Orte der Abtei zu rekatholisieren, alsbald wieder aufuchdten würden. In dem neuen Fürstabt Johann Bernhard Schenk von S ch w e i n s b e r g (1623—1632) hatten sie inzwischen einen gelehrigen Schüler und ein gefügiges Werkzeug ihrer Plane gefunden. Wie Kaiser Ferdinand und die Generale Wallenstein und Tilly, so ist auch dieser Johann Bernhard ein Musterbeispiel jesuitischer Erztehungskltnst. Wer den jungen Edelmann gekannt, hätte sichs nicht träumen lassen, daß er noch einmal katholischer Kirchenfürst werden und als solcher sich den Namen eines zweiten Restaurators des Katholizismus im Stift Fulda erwerben würde. So felsenfest schien seine protestantische Gesinnung begründet zu sein. Noch im Jahre 1613 erklärte er in Fulda in Gegenwart von Katholiken und Protestanten, als die Rede auf die Liga der katholischen Fürsten kam, er wolle lieber mit seinen lutherischen oder evangelischen Religionsllerwandten ins Verderben als mit den Papstischen in den Himmel gehen?) Wie man ihm einmal vom Heiraten sprach, da äußerte er in seiner urwüchsigen Derbheit, er wolle keine Katholische heiraten und wenn sie ihm ins Bett käme?) Später umgarnten ihn die Jesuiten in Fulda. Er wurde Novize, tat Profeß, trat ins Kapitel, wurde Priester, übernahm die Sinekure des in eine Probstet um- gewandelten, von den Nonnen verlassenen Klosters Blankenau, hielt zweimal in einem Jahre die geistlichen Exerzitien im Jesuitenkolleg zu Fulda und — der zweite Restaurator des Katholizismus im Hochstift war fertig. Schon zu Anfang des Jahres 1625 scheint er die Absicht gehabt zu haben, das vielumstrittene Freiensteinau zur Abwechslung wieder einmal Mit einem katholischen Pfarrer zu beglücken; denn der damalige Riedeselsche Schult- h'eiß Werner Junker schreibt ctnt 15. Februar dieses Jahres an den Riedeselschen Syndikus Dr. Heinrich Bernhard zu Lauterbach?) man habe von verschiedenen Seiten gehört, daß am bevorstehenden Tag Petri die Fuldischen kommen und einen Pfaffen von Ulmbach bringen wollten. Man vermute, daß sie die an diesem Tage mit der Neuwahl des Schulmeisters und Glöckners verbundene altherkömmliche Uebergabe des Kirchenschlüssels an den fuldischen Schultheißen von Weidenau benutzen würden, um auf diese bequeme Weife von der Kirche für den neuen Pfarrer Besitz zu ergreifen. Ter Schreiber bittet, für den Fall, daß die Fuldischen wirklich kommen, dem Pfaffen „wie wahr geschehen" ins Pfarrhaus führen und den evangelischen Pfarrherrn ausbieten sollten, wolle der Herr Syndikus mit der wohlehrwürdigen. *) Vgl. Dr. Komp, Fürstabt Johann Bernhard Schenk zu Schweinsberg, der ztoeite Restaurator des Katholizismus im Hochstift Fulda. Fulda 1878, S. 17. 2) Riedeselsches Archiv XXXII. 81. Nr. 1. gestrengen und großgebietenden Obrigkeit sich ins Einvernehmen setzen und guten Rat erteilen, wie man sich verhalten iolle, damit man nichts präjudizierlich vergreifen möge. Die Riedesel waren, wie es scheint, daraufhin auf der Hut, und die Fuldischen ließen noch einmal ihren Priester in Ulmbach. Doch aufgeschoben war nicht aufgehoben. Tie politische Lage verschärfte sich immer mehr zu Ungunsten der Evangelischen int ganzen Reiche. Beängstigende Gerüchte über die katholischen Restitutionsplätte durchschwirrten die Lust. Man hörte, daß der Fürstabt schon hie und da in ritterschastlichen Pfarreien unter dem Schutz Tilly- scher Dragoner evangelische Pfarrer verjagt und katholische Priester eingesetzt habe, ungeachtet der den Rittern zustehenden, unbeschränkten Kollaturrechte. Man hörte auch, daß man Evangelische, die nicht zur Beichte und Messe kommen wollten, dazu nötigte und mit unerschwinglichen Geldstrafen8) und Einquartierungen mürb zu machen suche. Warum sollten die Evangelischen zu Freiensteinau es besser haben als die von Buchenau, Mansfeld und Völkershausen? Kurz, im Februar 1628 erschien unter Bedeckung eines Kommandos Tillyscher Soldaten in Freiensteinau eine Kommission des Abtes Johann Bernhard, bestehend aus einigen Pröbsten, Jesuiten, Pfarrern und Räten?) Sie erklärten: „Ta fürstliche Gnaden, der Abt, von päpstlicher Heiligkeit Urban dem Achten brevi manu erinnert worden sei, diejemgen, welche von dem uralten katholischen Glauben eine Zeitlang exuliert und in Irrtum geführt worden wären, wieder zur katholischen Religion, darin ihre Vorfahren viele hundert Jähre gelebt und ohne Zweifel S gestorben wären, zurückzuführen, so seien sie auch jefct zu m Zweck in Freiensteinau erschienen ufto."5) Sie zogen ins Pfarrhaus und geboten dem evangelischen Pfarrer Heinrich C o l e r u s, binnen 8 Tagen das Haus zu räumen und dem mitgebrachten neuen katholischen Pfarrer Platz zu machen. Alsdann wurde die Kirche mit Feuer und Wein gereinigt und Messe gelesen. Ter fuldische Schultheiß von Weidenau ließ die sämtlichen Riedeselschen Gerichtsschöffen, welche dem evangelischen Bekenntnis treu bleiben wollten, gefangen setzen?) Ter Statthalter in Marburg, an den sich die Gefangenen wandten, schenkte ihnen einen Taler, den sie hinwiederum der Kirche gaben. Der Riedeselsche Schultheiß lehnte sich mit feinen Untergebenen gegen diese Maßnahmen auf und verbot ihnen, die Messe zu hören. Mit 200 Talern Strafe hatte er seine Glaubeustreue zu büßen?) Weiterer Widerstand schien Wahnwitz, Ter vertriebene Pfarrer Köhler wandte sich Hilfe suchend an die Freiherrn Riedesel. Ste erwiesen sich itt des Wortes schönster Bedeutung als Patrone der Kirche, intern sie für die verlorene Pfarrei Freiensteinau eine! neue Pfarrei in H opfmannsfeld begründeten und die Stelle tem Exulanten Köhler als erstem Pfarrer übertrugen. Eine massive Kirche war bereits 1616 dort erbaut und 1619 vergrößert worden. Tas Pfarrhaus scheint man alsbald nach Errichtung der Pfarrei erbaut zu haben. Damals wird wohl auch der schöne Kirchenwald durch die Hand der Riedesel au die Kirche Hopfmannsfeld gekommen sein. Ter Erfolg,teS Fürstabts in Freiensteinau konnte ihn nur zu weiterem Vorgehen im Riedeselschen Gebiete ermuntern. Tatsächlich erschienen denn auch an einem Märztage desselben Jahres 1528, von Homberg (bei Kassel) kommend, Ti lly sche Reiter auf Schloß Eisenbart) und überreichten dem Erb marsch all Georg Riedesel zu Eisenbach ein Schreiben des Generalwachtmeisters der Kavallerie Thymann von Lindlo des Inhalts: Ter Abt wolle die „Reformation" in seinen Gebieten durchführen und hoffe in keinerlei Weise von Seiten seiner Lehensträger Widerstand zu erfahren, sonst müsse er, der Generalwachtmeister, auf Befehl des Grafen Tilly mit viel oder wenig Fußvolk und Reitern das L a n d z w i n g e n. Er warnte die Herrn vor Halsstarrigkeit; sie möchten ja nicht opponieren, sondern die «Untertanen ermahnen, daß sie sich in die Untertänigkeit des Abts, als des Landes- Herrn, Bequemen8) sollten. Lindlos Reiter warteten auf schriftliche Antwort, ob die Herren Riedesel sich in Fürstlicher Gnaden Willen stellen oder opponieren wollten. Georg der jüngere! -"Nach Büsf ä. a. O. erinnerte 1632 der Oberschultheiß von Hammelburg seine Mitbürger: ob sie denn nicht mehr der früheren Zeit gedächten, wo der ehemalige Amtskeller die Bürger habe hinten lassen, die den katholischen Gottesdienst versäumt ge- chabt, und einst der Amtmann, der die Bürgerschaft mcht in der Kirche getroffen, sie habe zu sich bescheiden und nicht eher toteben von dannen gehen lassen, bis sie 50 Gulden Straf gezahlt hatten. t) Vgl. Hotz in Beiträge z. Hess. Kirchengesch. III. Bd. 1. H., S 46 s)'Diese Formel gebrauchte die Kommission in demselben Jahre zu Völkershausen. Sie ist zweifellos auch in Freiensteinau gebraucht worden. . , ., _ , 6) Damit der Tragik dieses Ereignisses auch die Komtk nicht fehle, berichtet uns nach einer freundlichen Mitteilung, des Herrn Pfarrer Dr. Becker in Alsfeld eine Notiz in der Freienstetnauer Kirchenrechnung von 1629, daß einer der Gefangenen, namens Hans Nau, seine Weidenauer Wächter betrunken machte und dann „bald zur Stube hinaus gewutscht" sei. Q d 8) Nach Hotz in Beiträge z. H. K. G., Bd. III, H. 1, S. 46 s 428 Riedesel und fein Vetter Johann baten um Bedenkzeit, da sie erst Familienrat halten mühten. Nie ist ein schwererer und bedeutungsvollerer Familienrat im altehrwürdigen Schlosse zn Eisenbach gehalten worden als an, jenem Märztage, an dem bie Entscheidung über Sein oder Nichtsein des evangelischen Bekenntnisses im Riedeselschen Ländchen so schonungslos auf die Schneide des Schwertes gestellt war. Aber der Familienrat bestand in Ehren vor dem Richterstuhl der Geschichte. Tenn man kam zum Schluß, folgende schriftliche Antwort zu geben: Tie Riedefel hätten zwar stets den Abt als Fürsten, aber nie als Landesherrn anerkannt. Seit dem vergeblichen Versuch des FürstabtS Balthasar vom Jahre 1604, der durch kaiserliches Dekret 1609 zurückgewiesen worden fei, hätten die Aebte sich keine Landesherrlichkeit über bte Riedesel mehr angemaßt. Ungehindert durch die Aebte hätten diese stets ähre Geistlichen nach eignem Ermessen eingesetzt. Man bitte sie, die Riedesel, auch weiterhin in diesem ihrem Kollaturrechte unbehelligt zu lassen und ihre Landsleute mit einem! Kriegszuge zu verschonen. Tie Riedesel erhofften umsomehr, daß man sich eines Besseren zu ihnen besinnen lverde, da sie bei 7, 8 und mehr Jahren unter der Römisch-kaiserlichen Majestät Kriegsdienste geleistet und mancherlei ausgestanden und erlitten hätten, wie es kein adlig Geschlecht weit und breit getan habe. Tie Antwort hatte, wie es scheint, den rechten Ton getroffen. Man hört nichts mehr von weiteren Versuchen, die Riedeselschen Pfarreien zu „reformieren". Dagegen konnte die Riedeselsche Stadt Lauterbach in der Folgezeit den bedrängten Glaubensgenossen des Schlitzerlandes eine Zuslncht fein. (Fortsetzung folgt.) wie Ritter Conrat Ermemberg ins heilige Land reifte. r,Jm Jahre nach der Geburt unseres lieben Herren Christi, Tausend vierhundert und sechsundachtzig, am zweinndzwanzigsten Tage des April, der da war der zweite Tag vor Saut Jörgentag, bin ich Conrat Grünemöerg Ritter zu Kostenh ausgeritten, nämlich auf einen Freitag mit drei Pferden; und mst mir Caspar Gaisoerg, voll froher Hoffnungen eines guten Ausgangs solcher obenerwähnten Pilgerfahrt." Also beginnt die Schilderung einer Reise nach Palästina, die vor mehr als 400 Jahren aufgezeichnet wurde und Uns in diesen Tagen der Hauptreisezeit recht anschaulich hineinführt in die an Gefahren und aufregenden Erlebnissen reichen Stimmungen eines mittelalterlichen Reisenden. Die inhaltsreiche Und vielfach ergreifende Erzählung, die des Ritters kunstfertige Hand durch anmutige Zeichnungen belebt, wird uns zum erstenmal zugänglich gemacht durch die Veröffentlichung der Handschrift, die I. Goldfriedrich und W. Fränzel im Rahmen von „Voigt- länders Quellenbüchern" darbieten. Grünemberg ritt zunächst den Bodensee entlang — genau wie heute die Eisenbahn führt — nach Reineck, dann über Feldkirch und Vorarlberg hinüber ins Jnntal, nach Innsbruck und die alte Brennerstraße — die heutige Brennerbahu — hinauf bis nach Venedig. Hier gab es gar viel zu tun, denn der Reisende mußte sich einen „Patron" suchen, der ihn und eine ganze Reisegesellschaft onfs Schiff in Obdach und Schutz nahm, mußte sich mit unzähligen Tingen für die weite Fahrt ansrüsten, mit Betten und Wasche, mit Schisfszwieback, Schweineschinken, mit Süßwasser und allem möglichen andern, denn der Patron, der auch nur einen Raum von 3 Spannen weit und 8 Schuh lang zum Liegen, aber kein Beit gibt, bietet schlechte und wenig Nahrung. „Sein Essen ist, so er Fleisch gibt, Schaffleisch. Das schlachtet man nicht, es sei denn rotzig oder halb vor Hunger gestorben. Das wird so widerwärtig, wer es 'mir sieht, der kann davon nicht essen. Sein Brot rst alter, abgelegener Biseot der größte Teil. Der ist hart wie ein gebackner Stein, voller Maden, Spinnen und roter Würmer " Unter den vielen mitzunehmenden Dingen, die unser Ritter auf- zahlt, befinden sich auch zahlreiche Medizinen, denn die Pilger werden leicht krank, da „es unten im Schiss voller Fliegen, Würmer ^d. Kaser, Maden, Mäuse und Ratten ist". Nachdem man sich so sieben Wochen in Venedig gerüstet, fährt die Gesellschaft, unter der sich auch em Herzog von Bayern befindet, neun ganze Wochen von Venedig bis Jafa; auf der Rückreise brauchte Grünemberg sogar 13 Wochen und war int ganzen mehr als 5 Monate unterwegs. Von schlimmen Stürmen blieb man nicht verschont: „Das Schwanken und Stampfen war so groß, daß sich jedermann erbrach; damals fingen etliche an, krank zu werden". Auf der Rückfahrt übersteht Grünemberg zwei gewaltige „Fortune, deren einer anhielt ohn Unterlaß zwei Tage und zwei Nächte, und ivar das Ungewitter so bös, daß man alle Porten, bereit waren fünf, mußte zurnachen". Ebenso versetzten böse „Meerräuber" die armen ^.lsenden in große Not und Angst, aber dazwischen gab es auch glückliche Mommte, so das Schiffsfest, das sie am Johannisabend feterten: „Die Marauier hatten ausgehängt wohl fünfzig brennende Laternen, und nahm man alle Büchsen heraus und schoß, man Feuer aus beschlagenen Kolzbüchsen und bliesen danach die Nacht vier Drornrneter und ein Tambur mit einer Pauke und sangen und tanzten miteinander die Galioteu: das ivareit bie Schiffsknecht". Gar viele Wunder und Seltsamkeiten bekom'mt Grünemberg zu schauen und er, der sich selbst „den Unersättlichen" nennt, beobachtet alles mit Hellen Augen. Endlich tauchen bie beiden Türme von Jafa auf: bas heilige Land kommt in Sicht. „Und nach alter guter Gewohnheit fingen wir Pilgrim all an zu singen Te beunt landamus mit etlichen Kollekten uitb mit großer Anbacht und Freude." Zwei angstvolle Wochen bleiben sie im Hafen vor Anker, bis schließlich bie türkischen Beamten von Jerusalem eintreffen, um sie nach bett heiligen Stätten zu geleiten. An Land werben sie zunächst in „zwei Gewölbe ober Löcher" geworfen. Die Heiden tun ihnen viel Niedertracht und fordern beständig „Kur- tesie", mit der man sich von Mißhandlungen lvskaust. „Kurtesie", also Trinkgeld, ist überhaupt der Ruf, der stets erschallt; im heiligen Laude bestand damals eine Reiseindustrie schlimmster Sorte; überall mußten Eintrittsgelder bezahlt, Reiseandeukeit gekauft und Trinkgelder gegeben werden, um die Wut der bösen Heiden zu besänftigen. Aber mehrere Pilger unterliegen beit Mißhandlungen und Unbilden, denen sie durch die Muselmänner ausgesetzt sind. „Die Heiden und verleugneten Christen hatten ihre Fastnacht und Freude mit uns und lachten und schrien über uns Schubupp, Schubuppup, und ritten vor und neben uns bei anderthalbhundert Pferden." Beständig „warfen sie uns mit guten ©teilten, schüttelten mit Verlaub ihren Unrat auf uns" usw. Den Hauptteil der Reiseschilderung nimmt nun der Besuch der heiligen Stätten ein, an denen die Pilger des Herrn Leiden und schweren Tod mit inbrünstiger Andacht nacherlebten. „Und wenn wir kamen an die heiligen Stätten, so stand jedermann still, so verkündete ein Barfüßerherr und sagte mit lauter Stimme in Latem, welche Stätte das war und was da geschehen. Dasselbe sagt danach ein anderer Bruder in Französisch und Malsch, darauf sagt es ein Bruder zu deutsch, uitb dessen bedurften bie Pilger, denn da waren wohl zehnerlei Sprachen und ungleiche Reden unter uns Brüdern." An den Stationen des Passionsweges geht es vorbei zum Tempel Salomonis und beit heiligen Stätten int Tale Josaphat, burch bas goldene Tory da der Herr am Palmentag durchritt, auch nach Bethlehem, an bie Gebnrtsstätte bes Herrn, endlich zu bent heiligen Grab, von beffen harten Felsen bie Pilgrime als Anbenken ein Stückchen ab kratzten, unb zum Cal- tiarienberge. .Da wurden gesehen solche andächtige gute Christen beim Beten in Kreuzes Weise kniend, mit Trauen, bie den Pilgrim frei von ben Augen fielen, also baß sie bas Angesicht nicht benetzten. .Unb sagte ein jeber, baß ihm in allen seinen Tagen keine Nacht unb so viel Zeit als wir int heiligen Tempel waren, nie? kürzer gewesen sei. Auch, so einer kommt auf beit Berg Calvarie, sagtest die Pilgrime fast aus einem Mund, baß keiner die halbe Kraft noch Tapferkeit seines Leibes mehr habe, so ganz erschrocken unb ernsthaft wirb einer, aus Kraft unb Gegenwart dieser aller- heiligsten Stätten." Humoristisches. * Immer praktis ch. „Erinnerst du dich noch, Karsi wie du eines Abends meine Hand hieltest und sie stundenlang nicht loßließest? Ja, damals warst du noch in mich verliebt." — „Unsinn! Das tat ich doch nur, damit du nicht Klavier spieltest!" SchachausgaSe. Schwarz. abedefgh 8 8 6 6 5 5 4 3 3 2 Weiß. Weiß setzt mit dem zweiten Zuge Matt« .Auslösung in nächster Nummer. Auslösung des Rätsels in voriger Nummert Molch, Dolch, Strolch. viedaktton: K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch, unb Steinbruckerei, R. Lang«, Gteje»