*4 > It t C - C 6 t i [ Donnerstag den Januar EBB Glückslasten. Bl'onian von Hanns von ZoboltiK. (Nachdruck verboten,) (Fortsetzung.) Diese infame Bock mit der goldenen Leibbinde wollte auch gar nicht brennen. — Er hielt die Zigarre in der Hand und betrachtete sie. Völlig schief war sie gebrannt, und auf der einen Seite kohlte das Feuer durch das Deckblatt. Kam nämlich vom unaufmerksamen Rauchen. Früher brannte eine der Achtpfennig-Skinkadores-Kanaillvres-Minorcs glatt bis zum Schluß. Jawohl, man war eben hübsch bei der Sache und gewann gerade ans dem letzten Stümpflein noch seine besonderen Reize. Jetzt lenkten diese ewigen dummen Gedanken die Achtsamkeit selbst vom elenden Doback ab. Da drüben, mitten auf dem gräßlichen Aktenstoß, lag Viktor Kalteneggs Brief ... Dieser Bengel! Nichts als Aerger hatte man von ihm, solange inan ihn kannte. Und das Aergerlichste war: gern hatte inan ihn dennoch. Zu gern — lieb hatte inan ihn! Diesen frischen hübschen Jungen mit den glänzenden Blauaugen, aus denen so viel beneidenswerte, Tatfreudigkeit sprach. Diesen herzensguten, grundanständigen Menschen, der, ohne auch nur einen Moment zu zögern, seine ganze Laufbahn hinter sich geworfen hatte. Um Signes willen — Kenn einer Signe aus! Den ganzen Vormittag über schleppte der Major den einen Gedanken mit sich herum. Er tauchte unter, er kam immer wieder nach oben. Wenn man ihn zurückdrängte, stets taiichte er von neuem auf. Es half ja nichts. Schließlich mußte Signe selbst entscheiden. Entscheiden — ja, und das war das Fatalste: zugunsten von dem armen braven Jungen entschied sie kaum. Freilich, kenn einer die Signe aus. . .> Der Major sog und zog noch ein Weilchen an seiner Importe. In der hoffnungsvollen Erwartung, es möchte, könnte ihm doch ein guter Einfall kommen. In der versteckten Feigheit vor dem Entschluß, Dann sprang er auf und schellte und ließ die Tochter zu sich bitten. Aber Signe war ausgefahren. Anstatt ihrer kam Eberhard. Natürlich wieder in Zivil. Wie aus der Modezeitnng herausgeschnitten. Ganz kurzes, enges, graues Jackett, rotes Hemd, rotseidene Krawatte um den mordshvhen Stehkragen, gelbe Stiefel. Man sah den Jungen im Elternhause kaum uoch anders als in Zrvrl, und jedesmal ärgerte sich der Major. Es war doch nun 6unncil fttcng verboten. StnSbriicEIic^er ocfcf)! be^ Und jedesmal dachte er auch daran, daß er als junger Dachs wohl manchmal im Kleide des friedlichen Burgers ausgegangen war, aber ganz heimlich, ganz verstohlen. Ganz ausnahmsweise. Und zu dritt hatten sre einen Ueber- zieher gehabt, der reihum seine Dienste tun mutzte. „Rauck bernvil" trug der liebe Leutnant damals, heilte markierte er den Gigerl. „Na, Eberhard, hoffentlich sperrt dich der Oberst endlich einmal ein." Eberhard lachte über das ganze hübsche Gesicht. „Die Nürnberger hängen keinen, sie hätten ihn denn," meinte er und setzte sich an den Schreibtisch, während Vater unruhig aus- und abgtng. „Du lebst immer noch in den Vorstellungen von Anno dazumal, lieber Papa. Verzech! So wie die Verhältnisse jetzt liegen, kann man sich Heer in Berlin ja kaum noch in Uniform bewegen, ohne sich irgend einer frechen Rempelei auszusetzen." „Ach — Unsinn. Den Rock Seiner Majestät respebj tiert jeder. Ihr wollt nur den Engländern nachäffen. Lange wird's nicht dauern, danil zieht ihr gerade noch zum Dienst Uniform an. Der alte Fürdinger hat mtr erzählt, daß bei einem Kavallerieregiment einer der verheirateten Herren sogar schon zu einem Balle die Karne-i raden im Frack eingeladen hat." „Und wenn schon. . ." Eberhard halte den rechten! Fuß über das linke Knie geschlagen und besah sich aufmerksam die Spitze des gelben glänzenden Schuhs. „Ich will das übrigens nicht gerade verteidigen, Papa." Dann stellte er die Füße wieder gerade, rückte sich den Sessel zurecht, spielte mit den Papieren auf der Schreibttisch-j platte. „Darf ich mir eine Zigarette anzünden?" „Nimm dir lieber eine von deinen berühmten Bocks. Da drüben steht die Kiste, gerade vor dir. Ich kann dest süßen Zigareltendnnst nicht leiden." „Danke, alter Herr." Eberhard langte über die Schreibtischplatte hinweg nach der Zigarrenkiste. Dabei fiel sein Blick auf den Bries Kalteneggs. Er erkannte die Hand-! schrift, und während er die Bock anzündete, sagte er leichthin, spöttisch: „Was will denn der Klempnermeister? Er toittert wohl Morgenluft." „Eberhard!" Vater war am Mitteltisch stehen, geblieben Und fuchtelte mit beiden Händen in der Luft herum. Er schien ernstlich erzürnt. „Du solltest dich schämen, Eberhard. Du weißt recht gut, von Egoismus steckt keine Spur in Kaltenegg. Mitgiftjäger ist er zu allerletzt. Gründe anständiger Kerl war er, ist er. Lies du nur! Mir ist es sehr recht, wenn du den Brief lieft." Der Sohn blies mit spitzen Lippen das Streichholz ans, /legte es in den Aschenbecher, tat ein paar Züge, lehnte sich weit zurück und las halblaut den Brief: „Hochverehrter Herr von Gudarcza! Durcb meine Eltern erfuhr ich von dem Umschivung, der, wie sie schreiben, durch eilte unerwartete große Erlch schäft für Sie eingetreten ist. Erlauben Sie mir, Ihnen meinen herzlichsten Glückwunsch auszusprechen. Ich glaube dies ohne Bedenken tun zu dürfen, da es ja kein näherer Verwandter ist, dessen Vermögen Ihnen zufiel. 22 Mein eigentlicher Beweggrund für diese Zeilen liegt aber auf, anderem Felde. Als ich vor fast genau zwei Jahren zum letzten Male abschiednehmend vor Ihnen stand, gestatteten Sie mir in Ihrer mir so vielfältig erwiesenen Güte, Ihnen bisweilen Nachricht^über mein Ergehen, mein Vorwärtskommen zu geben. , Sie betonen dabei, daß dies zugleich die einzige Verbindung zwischen Signe und mir bleiben dürfe, und sie sagten mir zu, daß auch Sie mir gelegentlich, schreiben wollten Ich habe getreu daran festgehalten. Aber zürnen sie nicht, hochverehrter Herr von Gudarcza, wenn ich in dieser Stunde ganz rückhaltslos spreche: ich habe außer einigen ganz kurzen Zeilen auf meinen ersten Brief von Ihnen keine weitere Antwort erhalten. Meine Mutter schrieb mir einige Male, was sie, halb durch Zufall, über Signe erfuhr — sonst bin ich überhaupt uachricktenlos geblieben. Es soll das übrigens in keiner Weise ein Vorwurf sein oder eine bittere Empfindung ausdrücken, vielmehr lediglich eine Tatsache konstatieren. Meine Hoffnungen hat Ihr Schweigen nicht erschüttert und auch nicht das Vertrauen auf Ihr Wohlwollen, denn ich weiß, wie oft äußere Gründe hindernd auf die besten Absichten zu schreibest einwirken. Die letzte Mitteilung meiner Eltern zwingt mich aber, aus meiner Reserve herauszutreten —" «Aha!" machte Eberhard spöttisch „Das glaub ich gern." „Lies, nur weiter." „. . . herauszutreten. Einmal, weil die zwei Jahre nahezu um sind, die Sie selbst mir als Frist stellten, dann aber, weil seltsamerweise jene Mitteilung fast genau mit einer glücklichen Aenderung meiner eigenen Lage zusammentraf. So schwer mir in der ersten Zeit das Einleben in mernem neuen Beruf wurde, so wenig Hornung ich zuerst auf ein schnelleres Vorwärtsconnnen higtc, so günstig gestaltete sich mein Geschick in: letzten Jahre. Ich war in das Konstruktionsbureau gekommen und fand hier Gelegenheit, bei der Ausarbei.ung der neuen Rücklauflafette, von der Sie vielleicht gehört haben werden, eine g ückliche Idee — es war kaum mehr — zum Ausdruck zu 'bringen Die Firma erkannte das in der bereitwilligsten Weise an. Kurz und gut: vor wenigen Tagen erhielt ich eine so bedeutende Gehaltszulage, daß mir jetzt die Begründung einer eigenen Häuslichkeit möglich ist. Mein Gehalt betragt nunmehr 600!) Mark, und das genügt hier für die Bestreitung eines freilich bescheidenen Haushaltes. Auch stellt einC eitere Aufbesserung in baldige Aussicht ge- Jch war im Begriff, selbst nach Körliu zu. kommen, als der Bries meiner Eltern eintras. Sie iverden mir nachfühien können, hochverehrter Herr von Gudarcza, wie sehr mich die Nachricht, die dieser Brief enthielt, beunruhigt. Ich war so froh und so sicher — nun bin ich in tausend neue Zweifel gestürzt. Nicht Zweifel an Signes Liebe. Aber ich muß mich fragen, ob ich Ihnen unter so veränderten Verhältnissen noch als Schwiegersohn genehm bin? Und muß mich doch auch fragen, ob Signe heut sich in die bescheidene Lage, die ich ihr bieten kann, hineinfmden Wirb; denn ich bin unter allen Umständen entschlossen, in meiner Stellung zu blerben. Ich bitte Sie daher vor allem, mich, meines Wortes zu entbinden und mir zu gestatten, au Signe zu schreiben oder — besser! besser! -' selbst kommen, mit ihr sprecgcu zu dürfen. Und ich bitte Sie weiter, niich Ihre eigene Auffassung wissen zu lassen. . , Mit innigem Tank im voraus und gehorsamsten Empfehlungen an die gnädige Frau Ihr vereHrungsvoll ergebener V. v. Kciltenegg." . Eberhard legte bett Brief zurück. Wie eine gleich-, gültige, tut voraus abgetane, Sache. Und als der Kater votu Hintergrund des Zimmers her fragte: „Nun?" - - weinte er: „Hat Signe schon gelesen?" A f .,"9Zei,L -Der Brief kam vorhiii erst, und sie ist mts- gefahren. Aber ich wollte wissen, wie du " «■•’tr't?5eigentlich ganz gleichgültig. Ein sehr Hübscher, fehr geschickter Brief. Hübsche Mache, um ein Ännitufcmjit fangen. Nur — Signe wird Kalienegg damit Nicht fangen. Etu Lämmlein ist sie nicht ,, Verdrossen warf der. Major ein Paar Bücher über-! einander. Er wollte eigentlich heftig entgegnen/energisch widersprechen. Aber er sah zu. dem Sohn hinüber, und da schwieg er. Es ging ihm jetzt häufig so. Die Kinder Ppiien etwas Ueberlegenes, dem er sich nicht gewachsen rssh'ie. üud dann war in seiner Seele ein unsicheres Ge- Ppi der Eberhard da am Ende nicht recht? Zwar nicht nllt Kaltenegg, cher ist ein uranständiger Kerl. Aber mir Signe. . . mit signe. . . ein Sammlern ist sie nicht. Eberhard hatte den Stuhl langsam halblinks gedreht. Er sali nun wieder in einem englischen' Klubsessel: weit hintenübergelehnt, die Beine übereinandergeschlagen;, zwischen den Lippen die Zigarre. Ein wenig nachdenklich sah er aus. Dann nahm er die Bock aus beut Munde, betrachtete nach ein paar Augenblicke die Leibbinde, so aufmerksam, als ob die Goldbuchstaben ihm ein besonderes Geheimnis! verraten könnten, uub sagte endlich: „Hör mal, lieber alter Herr, bester aller Väter — was würdest du dazu meinen, wenn ich mich zu den Gardedragottern versetzen, ließe?" Dresntal schwieg der Vater nicht. Er kam hastig auf (/en_ 2ohn zu: „Teilt altes gutes Regintent verlassen? Bloß weil du jetzt ein paar Groschen mehr Zulage haben rattnst! Nur um der lieben Eitelkeit zu frönen? Eberhard ■— Eberhard — das kann dein Ernst nicht sein! Wenn ich daran denke, lvie schwer es mir wurde, aus bcm Regiment zu scheiden! Und da lvillst btt . . . ohne weiteres! . . . zur Kavallerie, zur Garbekavallerie? 'Fahueuslüchtig werben, sozusagen!" „Was regst bit. bich auf, lieber Papa? Und verkehrst alles ? Die Sache liegt ganz anders: Ich habe immer Pjerdtpassion gehabt, ich wäre bestimmt von Anfang an Kavallerist geivordett, wenn die Mittel dagewesen tunreit. Siehst du: warum soll ich jetzt die Möglichkeit nicht aus-, nutzen, meinen al-en Wunsch zu erfüllen? Wariim die besonderen Chancen, die die Garbekavallerie bie.et, nicht mit-> nehmen? Die sind doch nun nral vorhanden. Militärisch: sieh dir einfach die Rangliste durch. Und gesellschaftlich erst recht, was heutzutage mehr als je mitspria-t. Ich lvikl dir nur gleich jagen: ich hab schon hinten herum durch den! Regintenrsadjutanten, Grafen Shtlar, gehorcht — der Kom-t mandeur nimmt mich mit Kußhand!" (Fortsetzung folgt.) Tie perfekte. Humoristisches Erlebnis von Marianne Berff. (Nachdruck verboten.) Ter Entschluß befreit! — gut, abgemacht: das Helle Kleid, das schott 2 üchre in der Truhe lag und auf das Erscheinet einer perfekten Schneiderin — aber einer wirklich perfekten — wartete, soll tum doch endlich mal gemacht werden. Helle Stoffe werden nicht schöner, wenn sie lange liegen, —< Frauen, die die dreißig überschritten, tun auch gut, sich in hell M klerden, denn — es hebt. Last not least war niein Mann es auch müde, ivetttt wir zu einer Geselligkeit gebeten wurden, uub er mußte die stereotype Redensart hören: „Ja ich hab aber doch nichts Rechts cmwziehen!" -vent allen sollte jetzt baldigst abg.Holsen werden. Man w Ute aber, oa man. nun endlich ans Werk gegangen, davon aojehen, C/lt/bCrilt mis unserem kleinen Orte zu nehmen, die so surchtbar haiisbacken und nüchtern arbeitete, nein wir wollten eine aus der sehr benachbarten Großstadt nehmen — da hat von? sicher alles Schick! Zwei Abende hintereinander beschäftigte man sich saft ausschließlich mit dem Dnrchlesen der sich so lang htitziehenden Antioncenspalte, doch Waren fast alle nur unter einer Chlssrenummer zu beziehen. Doch halt, hier standen noch! Mst „nitl Namen. Die eine — Luise Fichtner, betonte ihre Tuchttgiett namentlich in Kinderkleidern, — war also -lischt, — voch. hier die andere, Elsa Kracht, — die Paßte, .brillant. Tenn ste schrieb, daß sie nur Perfektes leiste vom Einfachsten bis Elegantesten, arbeitet in nur erstell Häusern und dazu auch noch bet mäßigem Preise. Die imponierte mir. Wozu also noch lange überlegen, die Zeit verrinnt, übernächste .Woche Wäsckw daun Besuch — schnell, ich bestelle sie, ach, hofsertiltch paßt eS M me nächste Woche, das -wäre großartig. Eine. Briefmarke! vesand sich noch tn «reineyl. Portemonnaie, zw>ar ohne „Papp", M Mehlktmter,umß auch gehen, wen».man so iu Eile bei dem Wichtigen ist. Eins, Mei, drei saß sie drauf. Mein kleiner Filius S, sie 'u ocn Kasten werfen, und nun saß ich denn da und wartete aus Antwort. 23 in hi>r V' - ■ < - - -«lULueii was taj» tonnte, wÄVaftÄfr m?nJ”snlutt hnIbeJ^ geschneidert wird. Bereit- wiurmt ölte nur mein Mann noch die Maschine, — nun oina SÄ•eitfeeitßeffi"nrtVb“ ■01lrltc' ich mich konzentrieren in den I eutgn.ätetdMi Tagen, die nur bevvrstanden. Ja, wenn sie nur — re|tn !'onft patzte es mir ja nicht und W? eiiien1- ' iv < Httc rhren Brief geschrieben (wie es 3 E" Men Cindrua macht, wenn rernand pünktlich ist!), fluu) I.DH1TP HP P-& Urfl ______ r . .. - . .-X <• V ... . ’ rt' i? ■Vlirt\ U,,., . rV , ,v 4VuUJl jt-Hlilltu pmiUuur I). m rnJ " . Nch einnchten ganz so wie es die gnädige Fran Ivniijche und in der nächsten Woche gleich kommen. „Sie hat >woül wemg m tun, weils gar so. schnell paßt", meinte Mein Än - schrecklich, wenn man so mißtrauisch ist. W"adKann zog darauf den Fahrplan aus der Tasche, gab sn"' l!£lt brent unseres Erachtens dann morgens Eiche — be und unsere Vorbereitungen gingen allgemach zu inzwischen blätterte, ich in Modeionrualen, entwarf selbst .toas.'nich befriedigte^ denn - ich chE mir Blick Ä Jlndj durfte ich mir feinen Besatz kaufen, — das Kleid sollte dock auch vornehm werden. Ja, nun war alles da, auch machte ick mir schon tneuten Küchenzettel für die kommenden Tage, lernte mit n ber^SnX: ^ie.gn Arbeiten was ich komtte rrlrtioup ßepeU to.”ute’ni^ Dr feine Machart erwärmen. Nun .^anbte ich mir meine Vorschläge zu machen. „Mein Gott, das stark, dies macht Sie zu alt und fo will es niemand EuEu'N. „Nun, fo geben «sie mal erst dem Kleide den wir on? Hi>n ' fou"-' l ' IVU' bS?.^$?Ja6 anbringen, darüber wollen ■ /Pater einen. Arbeiten Sie bitte hier nach diesem WZikr, ich lie» es mir aus meinem Modeblatt kommen und die todjintte Pilsen immer vorziiglich. „Nee, daraus lasse ich micki mm dock) nicht etit, ich nehme lieber hier meinen Schnitt, der paßt immer gMz ausgezeichnet." ' Ueberlcgcn lasse ich mich darauf ein, sie nimmt Etz^uotimt es.aichwinen Zeitnngsfchnitzel, holt aus der Tascke Mm Schreiben ein Bl«, an dem aber die Spitze abgebrochen war, was sie mit ihrem 1 Zentimeter langen Daumennagel abznkrawn .Und znzuspitzen versuchte. Es gelang, — sie mußte das in Utoung haben. Nun gewahrte ich, daß sie keine Schürze hatte war mir denn doch gar zu heikel beim Bearbeiten meines Hellen' Wollenstöftchens. Ljch klingelte und ließ mir vom Mädchen eine QUimtA «!vCt^o? bringen. Die band sie nun auf meine» Wuiisch vor. In blendender Heile erstrahlte sie an.der Front meiner allerneuesten Näherin und die biedere Machart der Mädchen- lchnrze mit Liren iqwach eingelassenen Falten bildete rechten Kontrast zur verzwickten Biegung ihres Körpers. Wie mochte sw dieser^ Schnitt entsetzt haben, — beim ich sah, wie sie ihren ^.eih reute und ihm den schmck nach hinten gab — ja fo ■ droit cevant. „Wir können anprobieren." „Ja" sage ich Ich schlupfte, — null —, das spannte ja, was ist das? „Ja passen muß es noch. Sie sollten man meine Damen drüben sehen, die ft)uiten sich ost nicht drin rühren." „Nein, so was lieb' ich „9cun, den Oberstoff schneide ich dafür um fo weiter und felje da einen Zwickel hinein." Etwas enttänscht schlupfte ich heraus Der erste „Psusch" war schon gemacht. O Gott, warum habe ich ihr mein Muster nicht aufgezwungen? ™?erz ~ !tc tot» I,a doch perfekt sein, arbeitet in imr ersten Häusern, ach, i.as muß. noch werden ; gewiß bin ich auch grab’ heute etwas empfindlich, habe durch das Schneidern mein Frühstück vergessen Pud mir ist dadurch elend. — So, nun wurde mir besser, das Butter-» Kleinlaut ging ich hinüber zu meiner Familie, die voller «pannung dasaß und mich Pern im „Neuen" bewundern wollte. Aber es ging nicht, ging nicht, das; man mich in diesem Wunder bewundern konnte. Mein Mann zuckte darob die Achseln, so „suß-sanerlick , mochte ich sagen. Nur mein Dreijähriger war Druckt, griff mit dem Fingerchen leise an den Stoss und sagte- „Ei, Mutti, was em fernes, sauberes Kleid hast Du an " Ach und da» war das ganze Lob über die neue Toilette, daß sie — noch sauber war. Enttäuscht zog ich es aus. Das leichte weihe fommerlicls« Gewand kam mir zentnerschwer vor, als ich^es der Naymn in die Hände zurückgab. Diese - kaltblütig, aeaStS‘rmKPunkt 8 Uhr war bei uns alles frisch gelrahlt beim Kaffeetisch,,— kurz nach 8 Uhr mußte sie ist schemen und dann solls für 3,70 Mark pro Tag (je nun, das oute Kratts an die Arbeit gehen. Das' Mädchen tm»w>^?^!i»biugeheitt tut Schneiderzimmert auch der Ofen funk-- L^^esmal^iii, -- man muß doch auch nicht immer Pech ' dlbsr was war das? Hatte der Zug Verspätung? Aller- Ich warte^blnd am Ort und mußte sicherst im Weg orientieren, iüie Sm TS 1 Ohren, — nein, sie kommt nicht. Gott bat bo.,rf) Nicht vergeßen haben? Nein, sie ? erst r'll ' JK i.am, doch erst um 10,15 Uhr, so daß diele T ,y-ail,c n?ir- Etwas kälter wurde sie um r r!7 UUN nur empfangest, als wie ich es sonst stir ,Wichtigt hatt^. Tvch, Herz, sei stark, auch so was 40 Rin 3 dividierte: o, da stellte sich die Stunde aus imAit tmer. Aber sie ist ja perfekt, da räumt es ja 6 ?.IC nur nur etwas jung vor, der GesamteliiiMick war ja für den Anfang nicht schlecht. Nachdem Irttti «ns /sL^'nnoerncn Winterhut in Zuckerhutform abgestülpt rnvste lw 'Nckarttgen Mantels mit Riesentaschen entledigt, ihren aufgebauschtes Haar zurecht, drückte kJvt "NEm «chmck tiach hinten durck) und machte ihre IphS-. broit btoant • Mi devant" war überhaupt wohl Paket^'nti-Mtte .-2 “,” rvar Muster gespannt und das ub bon arh °r “”Ör ld> Frühstück für sie richtete. Als fMtm “r|L 6c öMmürachte und das Tablett auf den Tisch - r "nh"l ich, um Ordnung zu schaffen, einen Knäuel Sciden- M M 1UÄ.a,rf-A ,U Papi-rkorb. „O je, meine Muster!" 'fc1 . dMjtc. ich. „Tie,er Knäuel?" „Ja, wenn man ' s faltet, brechen sie zu bald durch!" Pfui, wie die ansfaben mir kräftig zu denken. „Und Ihre Modenhefte?" „>.,a, ick) hab nur das „Bart,er , das ist das einzig richtige nur nach dein wollen meine Damen gearbeitet habeii." ' ' ' ZNsZM-ssMZ MMLZLN-Z-LM lstnunter mit.Euch, der Regen schadet gingen ' Rilltet, i,s-t^im^'- die zwei Trabanten an und — unb tatfrÄ 1 Äii 'sb nur ver,chassen bei dein wichtigen Tag 9 70 syj ij 1 iHitoTbeiteti bei bei* ©chttcib-ctin bte g-aX? VD «W **4 ’s Pof? trii mpit ■ orA • b^. oUtt,r nun zu eng war, war der Ober- r' thimrtrt sr?cinc' ’-'l ilrad auf deine Annonce doch niemals ge- 'nutzte mir meinen Wunsch dock) noch am Schnitt Ä1* aber welcheZeit ging verloren, welchei.kGeld ffpiirh1n Dritten wir zum Mahle und stärkten uns in Solver- sleisch, Saueriraut, Kartoffelbrei. Ich gß ehr wenig "U ^nnt Ä Tti» SHMp* '««» °d°> ’Ä Ä SK 8KSLL > SS»5U?«*’uilk" A i» •:«*5«r“Äta Ä •ÄÄR 8ÄÄ totoÄ S- Äv Z^tand extra stark gebraute Tasse Kaffee LmtntL rank, die nur den Schlaf verscheuchen und mich hoffnungsfreudiaer lt 'umen soll e. Ersteres brachte mein Kaffee X unter ’ltXrt '4" beretts schon zu fest -auf mir. Slch mein liL' 3* Uller ’—torf — ich ,ah ihn mitleidig an. Die Perfekte" stand gerade mir, reckte ihren Leib „droit bebaut" — o biefe «ck^merbewegnng, und liest mich wieder einschlupfen — nein paistn tat es nicht, »aber.abhelfen konnte man ja tvob'l noch — nun, denke ich, das mach ich mir in Ruhe alleine, nur jetzt darum keine Zett mehr verlieren, schon ist's. gleich Kaffeezeit dann Än dämmrig und un Nu ist der Tag herum Nun steck e ie die zternng auf behauptete, .daß es so Ipp iopp"' A wührend ich cs, meiner ffreit, noch nicht einmal für topp tipp hielt Und ich rs.unr anders zu stecken, denn mein Blann liebe dös so nickst Meine Meinung wagte ich. nun schon nicht inehr zu? Gekttum zu bringen, denn es kam mir wie Aeitverschweuduna vor mit ihr 'ber ettvas zu disputieren. Außerdem war dtts^ja mich L Prächtige Redensart: „mein Mann liebt das nicht"' Gut fie arrangierte es dann leidlich darnach. Nun verlangte ste 'noch fic^brnft*' H^rt"Ue,t' 9(tan$.cnbcn Perlenbesatz dazu und — indem 'sbaht »«»achte, ragte sie, das Kleid müsse dock auck emen itwdernen „Typp' bekommen. Ach wie sehr verzichte ich JaÄer de"n Versahden jene „Perfekte" erzeugen möcht? uvrr, out stiesatz, den ete grab meinen, Fräulein, den be- Mer. am .Platze nicht, gelegentlich besorge ich ihn mir „drüben um. bringe ihn noch nachträglich an." Sic beruhigte sich. MfJr*1» Wr? toäre ich für ein einfaches, aber gut vaffendes H's '^,eibl?l;n gewesen und biefe Zauberin, die mit Ettd- ‘L,“’lb n'K/t mit Ausvildmig behaftet war, die mußte mir's kamen iiteilte zwei Jungens aus dem .per Regen, hatte , sie leider ,o gut durchweicht, daß «A bei ihnen Toilette machen mußte. Doch cs sollte mir gc.plfcn werden, wieder etwas Ruhe zu erlangen, denn Sckwrn- steuifeger und o Minuten darauf der Klavierstimmer erschienen TimtM l f-! H.res, Amtes und fesselten meine Kinder. Dieser duutt war icmit wieder stir eine Zeitlang erledigt. Mtrilerweile n^l’i-nb "Ü^^acht und Wieder Morgen geworden. DK cne Perfekte.denn noch auch bei mir logierte, war ich gar gespannt Ä Nicht, nm 8, nicht um 9, dafür L ^0 ilhr crichien |te, —- trott devant, o Schreck, schon wieder mutzte ich das leben Es ging an die Arbeit, doch immer klarer wurde mir, da» Kleid war.verpfuscht, es war wohl noch ein Kleid zu nennen hatte eine Machart, die nach Mode roch, doch zeMa ^2’" Norch süd, Ost und West, auch um den Aequator saß es Nicht, eilte Toilette war es nicht zu nennen. Kaltblütig sagte die Perfekte: „>;a das glaub’ ich, eben kann das noch gar nicht lifee«, das muß alles erst feucht gebügelt werden." Kleinlaut tagte ich nur „,o". . lUU 24 machte breit bebaut, 3og ihr Korsett noch mehr m dievon ckr als Ideal ersehnte Stellung und tänzelte zum Bügelbrett. See bügelte. Bügelte trocken, bügelte feucht — es saß nicht „Ja, sagte sie als letzten, allerletzten Grund, das liegt ja aut§ mir daran, baß Sie feilt Korsett von der Jakobs „mit Staber Front tragen, da säße 'bte Sache tipp topp. Meine Damen drüben tragen das alle." Ich mußte mich in meinen Schmerz ergeben und ich habe mich hineingefunden langsam, langsam, nn^ dem Tröste, daß mir der Stoff, so lang er zwei Jahre in der Truhe lag und so lang ich die Perfekte noch nicht kannte, doch Freude gemacht hat in der Erwartung, das wird einmal ein fernes Kleid. — Ich gehörte nicht zu denen, die sich in lauten Worten Lust machen, wenn ich von meinen lieben Nebenmenschen geärgert werde. So auch hier nicht. Sie ahnte wohl doch nicht, welche Wunden sie mir geschlagen, denn ganz zufrieden und stolz sagte sie, als sie die Hand voll Geld einsteckte, die ich für ihre Leistungen zollen mußte: „so nun wär' dies Kleid auch bereits schon fertig." „Hm" war alles, waS ich noch herausbringen konnte. Ach und tote vieles sollte dieses „Hm" ausdrücken. Bereitwilligst suchte mein Mann den Zug zur Abfahrt für die Perfekte heraus und „Gott sei Dank" sagten wir inbrünstig, als sich die Türe hinter ihr schloß, unser Mädchen gab ihr noch das Geleite nach der Bahn und als b.eje nach ihrer Rückkunft noch den Kehraus im Schneiderzimmer machte, meinte sie: „Huj, die hat aber fein goarbeit, was e schön, schön Kleid." „So, gefällt es Ihnen", sage ich und verschwand, verschwand auf meine Lagerstätte und wollte schlafen, doch ich wachte, der Schlaf konnte sich bei einer solchen Aufregung ja nicht einstellen! S o wollte ich das Kleid, nein, so konnte ich es nicht tragen. Ich versuche, daß ichs aus meinen Augen bringe und daß ichs losschlctgen kann, gaitz verlieren darf ich die Sache nicht, — die Flinte darf ich nicht ins Korn werfen. Als ich am andern Morgen trotz meiner herben Erfahrungen doch etwas erleichtert erwachte, ging ich frisch an die Arbeit. Auch wurde ich redseliger und erzählte dem Mädchen, indem etwas Schläue bei mir erwachte, daß das Kleid ja sehr fein und hübsch sei, aber mein Mann liebe nun einmal diesen neuen Schnitt nicht, drum mache mir es nun auch keinen Spaß, es zu tragen, und ich wolle' versuchen, daß ichs verkaufen könne. „Ach, gnädige Frau, das is ja doch de feine Kimmo-schnitt, Mei Kusine lernt das eve beim Kleider mache, die verstehts, was die sei Mode is." Darnach ging ich ins 3immer und nahm eine Handarbeit auf und setzte mich an meinen Nähtisch. Da hörte ich, wie meine Donna plötzlich ans der Küche heraus sang, erst leise, dann leiser mit Gefühl, darnach laut und lauter, um wieder stufenweise abzuschwellen, sehnsüchtig verklingend. Ich merkte, es bewegte ihr etwas das Herz! Mit solcher Inbrunst und Gefühl hörte ich sie halt noch nie ihr Leiblied fingen. Da tarn mein Junge nach einigen Minuten herein und sagte: Mama, die Seite sagt: „Huj, wenn ich das Kleid, was bei Mama 'hat, abkaufe dirft, da wär ich atocr emal froh, atoer ich glaub', das kost 60 Mark odder 65 Mark." Ich simuliere. — Auch ich sang nach einiger Zeit, erst leise, dann leise Imit Gefühl, fallt und lauter, um allmählich wieder abzunehmen und zu verklingen, auch mir hatte etwas das Herz bewegt — eilte Idee! 'Ich hatte noch einen ganz schönen Abend. Mein Mann war damit einverstanden, daß ich mein Mädchen mit dem feinen Produkt der Perfekten als Weihnachtsgeschenk beglücken durfte. Im wahren Sinne des Wortes beglückte ich sie. Noch nie habe ich sie so strahlend beim Empfang seiner Weihtiachtsgabe gesehen. Und als ich nun bei meinem Mädchen Unprobe hielt, erstaunte ..ich selbst, wie ausgezeichnet ihr dasselbe stand. Entzückt und verklärt schaute sie in den Spiegel. Nein, so etwas Schönes hatte sie doch ihr Lebtag noch nickst auf sich gehabt. „Jo weiß mit Goldknöppcher steht mer zu gut," sagte sie, „int zu Hans haw ich noch e Schnall, da mach ich mer Goldbrofsee (Bronze) drauf un näh mer se noch auf die Gürtel." Es ist wahr, es stand ihr gut. Die roten Backen und die roten Arme mischten sich harmonisch mit den matten! Farben des Kleides. Oder war nur „in mir" eine Harmonie zustande gekommen? „Ja gelt, das gibt was fürs Tanzen, Seite?" „Ach Gott itei, das kann ich net firs Danze anziehe, wenn mer da Von be Männer um die Tallje angepackt wird, hat's gleich sein Dappe, das hew ich mer auf, wann ich emal beitrat." _____________ Vermischtes. » D i e Hottaiel Friedrichs ves Großen. Der große König hatte nur als Kronprinz in Rheinsberg eine größere Tafet- runbe; als er die Regierung angetreten hatte, sah er 311111 eigentlichen Tiner, das schon um 12 Uhr uait*anb, da er Frühaufsteher war, nur wenige Gäste um sich; in späterem Alter pflegte er meist allein zu speisen. Gewöhnlich kamen acht Schüsseln auf den Tisch, nach damaligen Verhälinissen eine ziemlich einfache Teckel. Ter König hatte zwölf Köche, von denen jeder geivissermaßell Spezialist war und ganz bestimmte Gerichte Herstellen mußte. Friedrich war ein Feinschmecker, der die Speisekarte gewöhnlich selbst sehr sorgfältig entwarf und jede einzelne Schüssel scharf kritisierte. Ost machte er sich beim Essen Notizen und besprach dann Fehler und Vorzüge mit dem Haushofmeister Noel. Er aß die Speisen so scharf gewürzt, daß sie für Gäste milder bereitet werden mußten. Tie Summe, die für den Küchenetat ausgeworfen war, betrug 12 000 Tater, aber dafür verlangte der König etwas: siir seine Takel acht, für die Marschallstafel ebenfalls acht ©.büffeln, bann mittags und abends drei Schüsseln für etwa zwölf Lakaien und kalte Küche für seine Hunde. Wie genau der Monarch auch hier alles prüfte und berechnete, beweist ein Brief, den er bald nach Antritt seiner Regierung an seinen Schatzmeister Fredersdorf schrieb: „Ich kann recht gut essen und die Köche könn die Selbige Eßen machen, mihr müssen Sie nicht die Hälfte von denen Jn- gredienszien stehlen, sonsten gehn alle Tage 11 Thaler mehr drauf, ich versichere hier, das unser Fräs nicht kostbar, aber nur delikat ist." Bei einer Küchenrechnung aus späterer Zeit, aus dem Jahre 1784, war aus irgendeinem (Sniube ein Zuschlag von 25 Talern gemacht. Friedrich schrieb dazu die drastische Nandbewerkimg; „Gestohlen, beim ungefähr hundert Austern smd auf dem Tische gewesen, kosten 4 Thl ; die Kuchen 2 Thl.; Quapvenleber 1 Tht. der Fisch 3 Thl.; die Kuchen auf russisch (wahrscheinlich kleine russische Pasteten, sogenannte Piroggen! 2 Thl., macht 11 Thl., bas übrige gestohlen. Da ein Essen mehr heute gewesen ist, Hering und Erbsen kann 1 Thl. kosten, also was über 12 Thl. ist impertinent gestohlen. Friedrich." , . _ Ick. Die Düse und ihre Puppe. Eine rührende Ge- schichte von der Tuse weiß ein italienisches Blatt zu erzählen. Als die Tuse ein ganz kleines Mädchen war und noch mit iljren ©Item unb bereu Wandertheater von Ort zu Ort zog, machte die Truppe einmal einen längeren Halt in einem kleinen Städtchen, wo man besonders gut ausgenommen wurde. Besonders die flerne Atife war so gut untergebracht, wie nie vorher. Ihr kleines Zimmerchen kam ihr vor wie ein Paradies, unb als die Wirtsleute ihr eine prächtige Puppe schenkten, war ihr Glück grenzenlos. Eines Tages aber kam bte Mutter zu ihr, um ihr mitziueilen, baß die Reise jetzt weiterginge unb baß sie ans Abschiednehmen beuten muffe. Das kleine'Mädchen weinte zuerst, verzweifelte fast und mußte sich natürlich der Gewalt des Schicksals fügen. Als der Relsewagen aber abfahren sollte, war bas Kind nicht brüt unb als man es wieberiaub, stellte sich heraus, baß es gerade die Tür des Zimmers zuschließen wollte, in dem es bisher gewohnt hatte. Natürlich fragte man sie, was sie beim in bem Zimmer eingeschlossen hätte. Tie Antwort lautete: „Ich habe meine Puppe büngelaffeit, weil weniguens bie glücklich sein soll." Alan schloß das Zimmer wieder auf und fand tatsächlich, auf der Mitte des Sofas Ntzend und durch weiche Kissen gestützt, die Puppe in ihrem schönsten Kleide vor. Alles Zureden hals nichts, die kleine Eleonore wollte lieber ihre Puppe im Glücke zurücktassen, als sie mituehmen, unb habet blieb es beim auch. , . ; _ „ * Wer war BuchHoltz? Die RedenSaA „Da keimen Sie Buchholtzen schlecht!" wohl auch bie andere „Dazu hat Buchholtz kein Geld" ist in weiten Kreisen bekannt unb gebräuchlich- Aber viele dürsten sicher in große Verlegenheit geraten, weint man von ihnen rviffen luolltc, iver benn eiflentltcl) bet fpctvfnine <>itcbl)oU) fei ober gewesen lei. Gewiß werden sie auch sehr überrascht sein, zu hören, daß niemanb anders als Friedrich der Große der Urheber des geflügelten Wortes ist. Als nämlich am 18. Dezember <66 das öiiniiieriuin an den König eine Anfrage in Betreff der Wiederherstellung der schadhaften geworoeneu Langen Brücke in Berlin richtete, beschied dieser kurz mit der Margiualbeinertung: „Buch- Holtz hat teilt Geld dazu." Dieser Buchholtz aber, über den nach Familienpapiereii ein Nachkomme vor 30 Jahren im „Bar" Näheres erzählt hat, und der von 1706-1798 gelebt hatte, wurde tm Jahre 1713 Hos-Etals-Rentmeister, war dann Kriegs- und Domänenrat und königlicher Trssarier. * Bvrgesorgt. „Wie, mit dem schlechten Rock willst du ins Wirtshaus?" —■ „Na, soll ich mrineu besten vielleicht einer Gefahr aussetzen — diesen Abend wird bet uns der Haus- flur geswichen!"^ktisch«" Hausfrau. Er: „Ich dachte, Martha, du wolltest eine Kohlenschaufel kaufen?" -- Ste: „Ich hab' mir's überlegt und für das Geld zwei Theaterbillette für uns geholt, zum Kohlenanlegeu tarnt ich ja Handschuhe anztehen! Magisches Quadrat In die Felber nebenstehenben Quadrats sind die Buchstaben A A A A E E L L M M N N NR R ü berätst einzutragen, baß bie wagerechten u. senkrecht. Reihen gleichlautend folgendes bedeuten: 1. Einen Baum. 2. Holländischen Maler. 3. Wünscht sich fast jedes Mädchen. 4. Weiblichen Vornamen. Auflösung tu nächster Nummer. Auflösung des Rätsels in voriger Nummerr Sessel —Fessel —Nessel —Kessel. ~ Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lang«, Giejen.