jn M iS ZWW WÄM M ■ÄSi ■ ■ • ZM^W I* ■ i > W Ne von GrünÄingen. Roman von Freiherr von Schlicht, (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) 7,|— Claire Glöckner — welch hübscher Name, nicht wahr, Papa?" „Sehr hübsch," sagte der Graf, „und wie hübsch werd Mama den erst finden." „Ach ja, das wird Mühe kosten." Alexa seufzte schwer auf, dann aber sagte fie: „Papa, Was Mama dazu sagt, muß dir jetzt ganz gleichgültig sein." „Meinst du?" Ganz mutlos kam es über seine Lippen. „Natürlich!" fuhr Alexa lebhaft fort. „Du sagst doch immer, du wärest ein freier Mann und könntest tun und! lassen, was du wolltest." „Das kann ich auch! Seitdem ich Vom Militär fort bin —" .. . „— bist du dein eigener Herr. Du hast es bis zu dieser Stunde ja auch bei jeder Gelegenheit bewiesen. Aber jetzt muß bit das erst recht zeigen." Das Lob aus dem Munde seiner Tochter machte ihn stolz: „Alexa, du bist ein gutes Mädel. Und du meinst fruirftid) —u „Ich meine nicht nur, Papa, es ist sogar deine Pflicht. Nicht wahr, Herr Baron? Denke dich doch mal in die Lage von Hans hinein — wenn er Claire liebt, da kann er doch die Verlobung nicht wieder auflösen. Denk' doch auch mal daran, wenn du dich in deiner Jugend nicht nut Mama, sondern mit einem bürgerlichen .Mädchen verlobt hättest!" . , , . „D e n Mut hätte ich nie gehabt," meinte der Ziemlich kleinlaut. c , ,, „Aber Papa — mach' dich doch nrcht schlechter, gls du bist! Du hast doch Mama auch nur geherratet, Werl dü sie liebtest, und hättest sie doch auch geheiratet, wenn sre bürgerlich gewesen wäre." „Um Gottes willen — laß Mama das nrcht hörens Alle lachten, dann schalt Alexa weiter: „Ob adelig tobet bürgerlich — das ist nun ganz gleichgültig. Hans liebt Claire, will sie heiraten, und da wird er sie auch heiraten. Dazu kenne ich meinen Bruder viel zu genau. Er ist zwar ein Windhund, aber kein schlechter Mensch, der sich wieder entlobt, lediglich, weil ihr Name kein „von enthält. Sieh dir das Bild doch nur einmal an, Papa ! Endlich betrachtete er die Photographie, und nachdem er sie gesehen, gab er sich gar nicht mehr die Muhe, sern Entzücken zu verbergen: „Aber die ist ja reizend. Mehr als das, sie ist ja blendend schön! Diese Figur, diese Haltung, Herrgott noch mal, ist das ein Mädel! Wo der Hans die nur wieder ausgetrieben hat, und der Dusel, den der Bengel da mal wieder entwickelt —> daß ihm die Nicht schon ein anderer sortnahm! Und die Augen — Himmelkreuzdonnerwetter — die hat es in sich." Doch aus seiner Begeisterung fiel er gleich wieder in eine tiefe Melancholie. . „Aber wie sollen wir das der Mutter beibringen! —■ Soviel sage ich Ihnen, Baron — ich spreche mit meiner Frau nicht darüber — ich darf es ja auch nicht, denn ich gab Ihnen mein Wort, gegen jedermann, in erster Linie gegen meine Frau, zu schweigen. Und mein Wort halte ich natürlich mich." c „ „Selbstverständlich, Herr Graf," stimmte der Baron ihm bei, und dann setzte er den anderen seinen Plan auseinander. „Glauben Sie, daß Claire darauf emgehen wird? fragte Alexa. „Leicht wird es ihr jedenfalls nicht werden." , . , „Es dürfte für sie aber noch schwerer sein, unter Umständen an eine Auflösung der Verlobung zu denken, wenn sie keine Möglichkeit sieht, Gnade vor den Augen der Frau Gräfin zu finden." ' Der Baron und Alexa sprachen noch lange darüber hin und her, während der Graf erregt im Zimmer mH und ab ging: „Macht, was ihr wollt," sagte er endlich, „mir ist jede Tochter, die Hans mir herbringt, herzlich willkommen, und ich freue mich sogar sür mich, daß Claire bürgerlich ist; denn wenn die Gräfin wirklich ihre Drohung ausgeführt und Hans mit einer dieser alt-adeligen Familien verheiratet hätte, dann würde der Adelsunfug bei uns noch größer werden, als er jetzt schon ist." Und aus diesem Gedankengang heraus trat plötzlich eine an ihm sonst ganz frembe Energie zutage, unb in seiner Wanderung innehaltenb, rief er: „So wahr rch hier stehe — der Hans soll bas Mädel haben, er kriegt sie, und wenn die Mutter sich tausendmal dagegen auflehnt. I ch bin der Herr im Hause, und wenn ich trotzdem oft nachgab, so konnte ich das ruhig tun, ichne dadurch an meinem Resepkt einzubüßen. In diesem Falle aber ist es etwas anderes. Ich bin nicht nur der Herr im Hause, sondern auch der Stammherr meiner Familie, itnb als solcher muß rch dieses Mal hart und unerbittliche bleiben." Mit einem Freudenschrei flog Alexa dem Vater an den Hals: „Papa, ich habe es ja immer gesagt — einen so guten Menschen, wie bicty, findet inan nie wieder!" Und nach einer kleinen Pause setzte sie hinzu: „Wenn du so entschlossen bist, das Machtwort zil sprechen, dann wär' es doch eigentlich gar nicht nötig, daß wir eine solche Komvdie spielen. Dann könntest du botf). gleich erklären: Hans hat sich ver- lobt — ich bin damit einverstanden — folglich heiratet er. Aber so weit reichte die Energie des Grafen denn doch nicht. Das durfte er natürlich nicht zugeben, und so sagte er denn: „Du hast ganz recht, Alexa, das einfachste wäre es, wenn ich es trotzdem nicht tun mochte, so habe ich dafür sehr stichhaltige Gründe; die alle auszuzählen wäre 422 zu weitläufig, und ich weiß auch nicht, ob du sie verstehen glaube doch, Papa," rief SNexa, die sich über den Rückzug, den der Graf da antr-tt rm stillen «musterte. Aber der Graf widersprach: „Ich glaube es mcht über wie dem auch sei: ich halte es für besser, daß wer den Plan des Barons durchführen. Von allen anderen Gründen aanL abaesehen, wird dadurch veruneden, was Hans doch vermieden sehen will: es wird krstr unhöfliches Wort gegen Claire gesprochen werben, wenn diese hier als die Braut des Barons erscheint. Und in erster Linie müssen wrr daran denken, die Wünsche von Hans zu erfüllen." . „Ganz meine Ansicht," stimmte der Baron rhm ber, wenn auch etwas gegen seine Ueberzeugung. Er war froh, daß er ihn wenigstens so weit hatte, und wollte chn nrcht daourch erzürnen oder ihn in seinem mit vieler Muhe gefaßten Entschluß dadurch wieder wankend machen, daß er ihm widersprach. Upd er tat recht daran. „Siehst du wohl, Alexa. Der Baron versteht nnch. Ja, ja, wir Männer wissen immer gleich das Richtige zu treffen. Nicht umsonst sagten die alten Lateiner: mulier taceat in ecclesia, was aus Deutsch etwa heißt: Frauen haben in der Versammlung von Männern nichts zu tun; denn sie reden meistens doch nur Unfinn. „Du bist ja wirklich sehr liebenswürdig, Papa, schalt Alexa. „Ich meine, wenn du Claire wirklich Willkomm men heißt und der Mama gegenüber energisch auf deinem Willen beharrst, so ist das etwas auch wohl mein 55CTbf61tft!" Der Gras wußte zu genau, wie recht sie hatte, trotzdem sagte er: „Na laß schon, Alexa. Auf das sultat kommt es an, nicht auf die Gründe, die es herbei führen. Im übrigen meine ich, daß wir jetzt wieder zu Mama zurückkehren. Die könnte uns sonst vielleicht suchen, vielleicht neugierig fragen, wo wir so lange gesteckt haben, und wenn wir dann in die Lage kämen, unser Wort zu brechen, — nein, das geht doch nicht." „Unter keinen Umständen," stimmte der Baron ihm 6et. So verabschiedeten sich denn die anderen von ihm, und der Baron setzte sich gleich hin, um an Hans einen, wenn auch nicht ganz wahrheitsgetreueii Bericht über den Verlauf des Gespräches zu schicken: ... „—■ in drei Tagen hoffe ich bei Ihnen zu sein und in weiteren drei Tagen als „Verlobter" zurückzukehren, —- trotz des „Niemals!" von Fräulein Claire. Da der Graf und Komtesse Alexa dem Plane ihre Zustimniung gaben, braucht Ihr Fräulein Braut, auch nach Auffassung von Komtesse Alexa, in keiner Weise zu fürchten, sich irgend etwas zu vergeben. Auf alle Fälle halte ich aber eine Aussprache für unbedingt nötig. Ich komme also — auch wenn Sie mir noch abschreiben sollten! — und werde schon heute mittag beim Diner von meinem Reiseplan sprechen. Hoffentlich fällt der Herr Graf nicht aus der Rolle." Aber der Graf fiel nicht. Im Gegenteil: er machte ein ganz erstauntes Gesicht: „Sie wollen verreisen — noch dazu xn die Garnison von Hans? Was wollen Sie denn da? Fahren Sie doch nach Berlin, wenn Sie eine Zerstreuung und Erholung nötig haben; aber dieses elende Nest von kaum hunderttausend Einwohnern, — nee, das täte ich nicht." Der Baron erwiderte etwas von wichtigen, persönlichen Angelegenheiten, die keinen Aufschub duldeten. „Um Gottes willen, Sie haben mich doch hoffentlich nicht falsch verstanden," rief der Graf erschrocken, „ich habe natürlich gar kein Recht, Sie hier festzuhalten. Ich bin nur traurig, daß sie gehen. Es ist doch zu komisch, wie schnell man sich so aneinander gewöhnt. Sie werden uns allen sehr fehlen. Hoffentlich bleiben Sie nicht zu lange?" „Ich glaube, daß ich nt wenigen Tagen zurück sein Werde." „Und Sie werden doch auch Hans aufsucheu?" fragte die Gräfin. „Aber selbstverständlich. Ich hoffe sogar, daß wir einen sehr vergnügten Wend zusammen verleben werden. Ich habe vor einigen Tagen ganz zufällig erfahren, daß in her Garnisonstadt jetzt ein alter Freund' von mir mit seiner Familie lebt, den ich seit vielen Jahren nicht mehr sah. Es sind selten liebenswürdige, nette, kluge Menschen." -„Adelig?" „Nein, Frau Gräfin." Die rümpfte die Nase, als Wollte sie sagen : „Schön faul!" Komtesse Alexa sah den Baron ganz ängstlich an. Wenn das nur gut ging. Daß er mit seinen Worten auf die Braut von Hans hinauswollte, um das spätere Auftauchen von Claire nicht gar zn plötzlich erscheinen zu lassen, war ja klar; aber sie bewunderte seinen Mut. Da gab er ihr ein Zeichen, ihm zu helfen, etwas auf sein Gespräch einzugehen, und so fragte sie denn: „Haben Ihre Freunde Kinder, Herr Baron?" „Nur eine Tochter, Komtesse. Und ich bin sehr begierig; wie die sich entwickelt hat. Ich glaube, ich sah sie vor fünf Jahren zum letztenmal. Wenn die gehalten hat, was sie damals versprach, dann muß aus ihr eine seltene Schönheit geworden sein. Ich freue mich sehr darauf, auch Claire — sie heißt nämlich Claire, Komtesse endlich einmal wiederzusehen." Der Graf hob warnend den Finger: „Na, na, Herr Baron, Sie werden doch nicht?" *? Der verteidigte sich: „Ich bitte Sie, Herr Graf a in meinem Alter —" „Alter schützt vor Torheit nicht," rief Alexa. „Erlauben Sie mal, Komtesse — so alt bin ich den» aber doch noch lange nicht!" Er tat, als sei er auf das empfindlichste in seiner Eitelkeit gekränkt. Aber sein Augenblinzeln bewies ihr; daß er sich nur so stellte. „Pardon, Herr Baron; so meinte ich es natürlich nicht. Aber was ich fragen wollte: Sie sprachen vorhin davon; Sie hofften, mit Hans einen lustigen Abend zu verleben —? wollen Sie ihn mit Ihrem Freunde zusammen einladen?" „Wenn Ihr Herr Bruder nichts Besseres Vorhut allerdings. Kasinokneipereien kann ich nicht mehr vertragen, — weniger der Champagner als die Unterhaltung geht mir auf die Nerven. 2(6er so ein Abend in einem hübschen Restaurant — ein kleines, nettes Diner —. drei Herren, zwei Damen das lobe ich mir." „Wer ist denn die zweite Dame?" fragte die Gräfin.- Sie hatte sich bisher nicht an der Unterhaltung beteiligt; die interessierte sie nicht. Erst als sie hörte, daß ihr Sohn mit zu diesen Leuten eingeladen werden sollte, wurde sie aufmerksamer: so ganz passend fand sie die Sache nicht, der Baron, eine junge Dame, Hans, noch ein Herr, noch eine Dame wie kam der Baron, den sie für das Muster von Solidität hielt, plötzlich in einer ihm ganz fremden Stadt zu soviel Damenbekanntschaften? (Fortsetzung folgt.) ' Aus dem IagdLagebuch des Kronprinzen. Eine frische impulsive Persönlichkeit spricht sich in diesem Werk ans, ein warne fühlender Mensch, der seine eigene Art hat,- die Dinge zu sehen, und seinen eigenen und natürlichen Ton, sie auszudrücken. Den Jäger wird es fesseln, von Jagden zü hören, die nicht jeder Anhänger des edlen Weidwerks zu erleben Gelegenheit hat. Aber manchem Leser wird der Gesamteindruck des Buches wichtiger sein. Es ist sehr anschaulich geschildert; wie der König des Dschungels in Indien gejagd wird, und doch sind Randlinien um das Bild gezogen, an denen viele Augen noch interessierter haften werden, weil in ihnen das Wechselspiel der Stim'mungen, die den Jäger bewegten, unmittelbar aufgefangen ist. So wenn er im Aufbruch zur Tigerjagd die Frage aufwirft; ob tut indischen Märchenlande die Morgen- oder die Abendstunden die schöneren sind, und wenn auch der Zauber des indischen Abends den Preis erhält, jetzt, beim Einatmen der herrlichen Morgen- lüft: „Wenn man entzückt lauschte, tote die Vögel sangen und in den Zweigen Hunderte Munterer Tauben im Geäst zärtlich gurrten, und wenn man den Fluß silbern zünr geblendeten Auge herüber schimmern sah, war man wahrhaftig — wie wir sagen —■ „gerne Soldat". Eine lange Wattezeit, eine „schier unerträgliche Zett tu Licht und Glut bei dieser unausgesetzten Anspannung aller Sinne", vergeht, bis endlich der „sehnlich erwartete" Tiger zum! Vorschein kommt. Und dann liest man: „Ich Ivar so vollkommen in den Slnblick des herrlichen Tieres versunken, daß ich fast vergaß, die Büchse zu heben. Die Mündung schwankte ganz erheblich, aber endlich krachte der Schuß. . Das ganze Jagd-? bild jedoch gipfelt im folgenden Schluß: „Dieser heiße indische Jagdtag wird Mir für mein ganzes Leben unvergeßlich bleiben. Oft, wenn ich jetzt Meine gute Doppelt büchse in die Hand nehMe, steigt sein Bild vor mir auf. Grelle weiße Sonne, Hunderte brauner Kerle, ein scharfer, fremder Ge- Ötoie man ihn nur dort findet, so ein Duftgemisch von lanch, Sandelholz und Holzkohle, und endlich das samtweiche; gelbe Fell des Königs der Dschungeln. . „ 423 Einen schönen Tod hat er gehabt, der stolze Kerl, aus b'etri vollen Liebeswerben heraus dirett in die ewigen Jagdgründe!" Ihr besonderes Kennzeichen erhalt diese Lust an der Jagd jedoch durch das tiefe Naturgefühl, das alle Schilderungen bewegt. In seiner Schlußbetrachtung spricht sich der Kronprinz direkt darüber aus: „Das große Buch der herrlichen Gottesnatur öffnet sich willig und ganz von selbst dem echten Weidmann. Jin glühenden Aufgehen der Sonne oder im Müden, lautlosen Mittagsschlaf der Natur, int sanften Abend, der seinen Frieden über Wald und Feld breitet, int wilden, stöhnenden Föhn int Gebirge redet die große, herrliche Natur mit immer verschiedenen, immer gewaltigen Stimmen zu uns einsam pirschenden Jägern und singt uns das hohe Lied des Schöpfers." Und im Anschluß daran liest man dieses bemerkenswerte Bekenntnis: „Ueber religiöse Gefühle und Auffassungen zu sprechen ist eine diffizile Sache. Ich weiß nur das eine: ich, dem die Maxime des großen Ahnherrn: „In meinem Staat kann ein jeder nach seiner Fasson selig werden", aus innerster Seele gesprochen ist, hab mich meinem Gotte nie näher gefühlt, als wenn ich — die Büchse über den Knien — in der goldenen Frühe des einsamen Hochgebirges oder in der rührenden Stille des abendlichen Forstes saß." „Das bescheidene Gefühl der eigenen Kleinheit und Nichtigkeit im Vergleich zur ewigen, unendlichen Natur und im Angesicht der Werke unseres Schöpfers — nenne man ihn, tote man wolle —, das träumerisch Ausruhende und die Gelegenheit zu stiller Betrachtung im Wechsel mit ehrlicher Anstrengung nnb Anspannung des Körpers und Geistes zur Ueberlistung des Wildes, dies alles erfährt vielleicht keiner schöner und besser als der.echte Jäger. . ." Die „herrliche, wilde und großartige Alpenlandschaft" ^entzückt bett Kronprinzen ebenso wie die „anheimelnde, liebliche Hügel- landschaft" am Fuß der Sudeten. Er schildert einen Sommer- morgen int Hochgebirge: „Sie Luft ist so klar und leicht, und tausend bekannte Kräuter und Blumen geben ihr ein ganz besonders würziges Aroma. Und dann übergießt die liebe Sonne wundervoll alle Spitzen der Berge mit Gold. Tief unten aber die Täler sind itoch in nächtliches Dunkel gehüllt. Der Nebel liegt in dicken Wolken auf den Wiesengründen, und der Rauch steigt senkrecht in dünner Säule aus den Hüttenschloten. . ." Da predigts ihm die Natur eindringlich: „Es ist eine Freude zü leben." Ober wie er ein ander Mal sagt: „An so einem' hellen Morgen auf gutem Pferde fühlt man sich zum Bäumeausreißen aufgelegt." Nachdenkliche und fromme Gedanken steigen in ihm! auf: „Und ich grüße ihn jedesmal, dankbar meinem Schöpfer/ daß er mich dies alles schauen und empfinden j^t., Wieviel Tausende armer Menschenkinder sind doch verurteilt, ihr Leben hinter den Mauern der Städte und Fabriken zu verbringen! Ach, könnte man ihnen ab und zu die Frische eines solchen jungen Gebirgsmorgens in ihren ernsten Beruf hineintragen, tote gut würde das Leib und Seele tun!" Besonders starke Natureindrücke hat in dem Kronprinzen seine „unvergleichlich schöne Reise" ins „farbenreiche Märchenland" Indien hinterlassen, aber die Bilder des bunten Orients stehen in einem anmutigen Gegensatz zu den idyllischen von seinem „geliebten Jagdhaus" in Klein-Ellgut. , „Als Junggeselle hab ich mir's gebaut — vor einer Reche von Jahren — aber doch schon im Gedanken, einmal die eigene Fran hineinführen zu können." „Ganz einfach, aber sehr gemütlich ist das Häuschen eingerichtet, und ein tiefer, unstör- barer Friede umgibt den, der sich abends am Kaminsener behag- lich im tiefen Kochstuhl niederläßt, den Rauch einer Zigarette gegen die rohgezimmerte Balkendecke bläst und seinen Gedanken nach- hängt. "Und die Gedanken hier am Kamin kehren immer wieder zu der Einsicht zurück: tote herrlich doch eine solche Waldes- einsamkeit ist im Vergleich zum' nie ruhenden Getriebe und der nervösen Hast der Großstadt." Alljährlich fährt er mit der Kronprinzessin und mit einem guten Freunde hinaus. „Oftmals begleitet mich Weile zur Pirsch. Sie teilt meine glühende Verehrung für Natur und Jagd, und ihre scharfen Augen stehen denen des Försters nicht nach." Hier kennt der Kronprinz jeden Baum und Strauch: mit dem Oberförster spricht er eingehend über alle Einzelheiten der Verwalinng. Unter den Bauern, denen er begegnet, tst „Manch lieber alter Bekannter". Die Jagd ist dem' Kronprinzen auch em Band der Freundschaft. „Wenn am Abend das helle Kamiitseuer brennt, und wenn dann, tu großen Lederstuhleu behaglich hingestreckt, fröhliche Weidmänner, eine Zigarette zwischen bett Zahnen, die Blicke auf 'bie Trophäen an den Wänden gerichtet, sich gegenseitig erinnern: „Weißt du noch, wie wir damals auf den Hirsch pirschten?", so gibt das eine selbstverständliche Kameradschaft und, ich kaun's nicht anders ausdrücken, ein starkes unteres Glücksgefühl zugleiche . ." , Vielgestaltige und farbenreiche Bilder drangt so der Kronprinz auf den Blättern seines Jagdtagebüches' züsamMen, alle zur Einsicht geschlossen dttrch die helle und echt fühlende Persönlichkeit des Erzählers. ' ' Und dann kommt Set Heintritt durch die abendliche Stille! Eine angenehme Kühle erfüllt die klare Luft. Die Sonne versinkt in einem' Meer von violetten und 'rosa Wölkchen. Und aus unzähligen Hütten steigt der friedliche Rauch des jüdischen Nacht- Ntahls. Solchen Ritt, solche Bilder, solche Stimmungen vergißt man Nicht. Und das zieht einen wie Heimweh wieder zurück. Der Engländer nennt das „the Call ofthe East". Auch i ch kenn' ihn jetzt, den Ruf. . ." Das ist ein knappes, scharf umrissenes Bild. Eine starke Empfindung ist einprägsam ausgedrückt. Dieser Eindruck bleibt, solche Töne sind ost angeschlagen in bem Buch, reich und mannigfaltig, von dichterischer Anschaulichkeit getragen, bald von einem markigen Ernst durchweht, bald von humoristischen Lichtern glücklich belebt. Bekenntnisse sind darin, die über das Sachliche hinans- fiehen und die stärker fesseln wegen der Persönlichkeit, die daraus pricht. Man forscht weiter in dem Buch nach solchen Zügen, Und man gewinnt eilt Bild, das Man gern nachzeichnet . . . „Gibt es auf Erden ein Paradies, so ist es hier, so ist es hier!" Mesen Spruch, den die Mogulkaiser über ihre Burg in Agra schrieben, führt der Kronprinz an, um' die Gefühle anzudeuten, die ihn bei abendlichen Ptrschgängen durch die schöne Gottesnatur oft beseligten. Nicht daß er sein Jägerparadies in schwärmerischen Tönen besingt! Das sachliche Interesse des passionierten Sports- Mannes steht an erster Stelle und so mancher Eindruck verrät den Fachmann, verrät auch den Soldaten, der oft auch wie auf dem Manövergelände schnell ein erläuterndes Kroki auf das Blatt wirft Die starke Freude am Weidwerk gibt den Grundton des Buches. Wer der Kronprinz versteht unter Jagd eigentlich nur die „Pirsch", und diese ist ihm eine „wunderbare Verbindung von Kampf, Naturgenuß, Selbstbetrachtung". Bei dieser Auffassung hat eine Treibjagd für ihn nie denselben Reiz; er „spricht ihr Nur eine Berechtigung als Schießübung, aber keine weidmännische" zu. Mit Bedauern schreibt er davon, daß der persönliche gefährliche Kamps mit dem Tier durch unsere stetig wachsende Kultur fast ausgeschaltet ist. „So muß die der Jägernatur eingeborene Freude am Kampf in der körperlichen Anstrengung der Pirsch, im Ertragen der Unbill der Witterung, im Ueberlisten des Wildes nnb schließlich int guten Schuß einen Ersatz finden." Frischfröhlicher Wagemut kommt in diesen Blättern oft zum Ausdruck. Das Gefährliche und Spannende gefällt ihm an einer Reitjagd, wie dem englischen „Pigsticking", das „kein eigentliches Weidwerk" ist, aber: „weiß Gott, das ist Sport! Und kein Sport für alte Jungfern". Gilt es die Verfolgung des Zieles, da hört er nur ungern von Rücksichten, die er eigentlich auf sein Leben nehmen müßte. Der erste Elefant ist angeschossen, aber er hat sich auf ,unb davon gemacht. Der eine Begleiter will den Kronprinzen nicht geitergehen lassen; „denn ein angeschweißter Elefant sei kein paß. Wir erwiderten ihm ruhig, er könne dann Zurückbleiben, was er ablehnte. So zogen wir alle auf der Schweißfährte nach. . ." Ein erlegter Gemsbock ist auf eine alte Lawine gestürzt und es ist höchst gefährlich, da hinabzusteigen. Der begleitende Jäger macht ein bedenkliches Gesicht: „Ich quäle ihn; es wird schon gehen," und so geht denn die Wanderung wirklich über die trügerische Schneedecke, nahe am Tod vorbei. „Auf einmal — es kommt urplötzlich— gibt es einen polternden, knirschenden Ton... Ich sehe, wie mein Jäger tote der Blitz zurück unter mich hinspringt, und vor meinen Füßen, nicht mehr als drei Meter vom Platz, wo ich stehe, rutscht die ganze Schneemasse zu Tal. Eine weiße Fläche, so groß tote der Fußboden eines großen Zimmers. Es war eine hohlgefrorene alte Lawine. Ganz fest schien sie, und doch war die ganze Geschichte restlos abgerutscht. Der graue Grasboden des Berghanges lag bloß. Tas war der Tod, der weiße Tod, der da wenige Meter von uns vorbeigefahren war und uns gegrüßt hatte. Ich glaube, jeder von uns hat ein 'kurzes, aber echtgemeintes Gebet für sich gesprochen. . ." Seine Auffassung der Jagd, die ihn auf die „verachtenswerten Schießer" herabblicken läßt, läßt ihn auch noch andere Reize erleben; er freut sich über das „wundervolle Training", wenn er stundenlang völlig durchnäßt, nur im Hemde durch den hüft- tiefen Schnee aufwärts geht, so ist er beglückt, wenn er nach der „langsamen Folter des Wartens und Lauschens", nach mancher Enttäuschung oder einem bitter empfundenen Fehlschuß einen guten Treffer macht; er „umarmt fast" feinen Schikari, er schüttelt dem .Forstmeister gerührt die Hand. Prägnant ist die Stimmung beim Erlegen des ersten Auerhahns geschildert: „Plötzlich zeigte mir der Jäger mit wortlos vorgestrecktem Arm' etwas Dunkles. Einen schwarzen Klumpen, so schien wirs, her auf dem Schnee einen absonderlichen Tanz auffuhrte. Der Hahn! Stumm und vorsichtig schlichen wir weiter, mit großer Mühe Ms durch den tiefen Schnee arbeitend. Dann zwei- bis dreimal tief 'Atem geholt, die Flinte entsichert, der Schuß kracht, und der dien noch so tolle Tänzer, der lebenslustige Minnesänger sinkt zusammen int Schnee. Noch im Tode bietef et einen stolzen Anblick in der Pracht seines bunten Gefieders, umrahmt von bett purpurnen Flocken, ftie sein Schweiß auf die glitzernde Schneedecke verstreut hat. — 424 — MüSenstkche. Die schönste Sommerfrische, der herrlichste Sonutagsspazier- aang, können einem durch Mücken völlig verleidet werden, denen man in seiner sommerlich-leichten Kleidung schutzlos Prnsgcgeben ist. Es gibt zwar ein paar völkstümliche Mittel, Nelkenöl und Zigarrenrauch, die die Mücken seruhalten sollen, und manche Leute haben auch irgendwelche chemische Stoffe bei sich, me den juckenden Schmerz, den der Mückenstich verursacht, lindern sollen; meistens ist man aber doch nicht genügend zum Kampfe gegen die Mücken ausgerüstet, und das kommt daher, dass man mit der „Technik" des Mückenstiches und seiner Behandlung nicht genügend vertraut ist. Die Wissenschaft hat sich dieser Frage merkwürdig spät angenommen. Wie die Mücken stechen, weist wohl jeber: ihre Arestwerkzeuge, Ober- und Unterkiefer, sind zu fadenförmigen Dolchen umgewandelt, mit denen sie einige Millimeter tief in die Haut hineinstechen. Die Lange der Stechwerkzeuge ermöglicht es ihnen, die stärkste schwielige Haut des Menschen sowie auch Lederhandschuhe zu durchbohren. Dieses eigentliche Stechen verursacht keinen Schmerz. Die unangenehme Empfindung, durch die man auf den Mückenstich aufmerksam wird, hat man erst, wenn es zu spät ist,, die Mücke abzuwehren, dann nämlich, wenn sie ihren Säugrüssel in die Stichwunde senkt und ihren ätzenden Saft in sie ergießt Wozu die Mücke diesen ätzenden Saft hat, weiß man übrigens noch nicht ganz sicher. Nach der einen Ansicht soll er den Blut- zufluß zu der Wunde vermehren, nach der anderen das Gerinnen des Blutes verhindern. Kompliziert wird der Mückenstich dann, wenn man die Mücke, nachdem sie gestochen hat, nicht ruhig wcg- fliegen läßt, sondern nach ihr schlägt, so daß ein Teil des Säugrüssels in der Wunde abbricht und stecken bleibt, was eine kleine Eiterung hervorruft. Das Mückengift haben verschiedene Aerzte in jüngster Zeit näher untersucht. Dabei hat sich ergeben, daß durch verschiedene chemische Agentien, z. B. absoluten Alkohol, Säuren, Alkalien, Resorzin und Wasserstoffsuperoxyd die hämolytische Wirkung des Giftes aufgehoben wirb. Jedoch gehört das „Culicin", wie das Gift nach dem lateinischen Namen der Mücke (culex) genannt wird, nicht zu den echten Toxinen, so daß eine künstliche Immunisierung dagegen wenig Aussicht auf Erfolg hat. Die Giftwirkung ist im Tierversuche (am Frosch) untersucht worden. Dabei hat sich gezeigt, das; Stoffe, die beim Versuche im Glase das Culicin zerstören, im lebenden Gewebe seine Wirkung nicht mehr aufheben können, wenn sie nach einiger Zeit erst augewendet werden, so rasch wird das Mückengift von den Geweben des Körpers aufgesogen. Ein Mittel, das das Mückengift in der Wunde zerstören und damit unwirksam machen soll, must also sogleich angewendet werden. Auster den hier genannten Stoffen, die beim chemischen Versuche sich als wirksam erwiesen haben, kommen gewöhnliche Seife und Ammoniak in Betracht; vor dem Gebrauche von festen Alkalien ist jedoch zu warnen, da ihre Anwendung Vorsicht erfordert und ein Zuviel ätzend wirkt. Das bequemste Mittel ist jedenfalls absoluter Alkohol, den man bequem in einecki Fläschchen bei sich führen kann, und dessen Anwendung angenehmer ist, als die des unangenehm riechenden Ammoniaks. Noch besser wäre es freilich, wenn man die Mücken von vornherein fernhalten könnte. Soweit dies sich auf die Wohnungen bezieht, ist es wohl möglich, ohne daß man darum zu Sommerszeit aus die offenen Fenster zu verzichten brauchte, denn man hat nichts weiter nötig, als die Fenster mit Gaze zu bespannen oder sich in Schleier oder ähnliche Stoffe zu hüllen. Für den Aufenthalt im Freien kommt das Einreiben des Körpers mit Stoffen in Betracht, die erfahrungsgemäß die.Mücken fernhalten. Der bekannteste mückenfeindliche Stoff ist das Nelkenöl, ein gelbliches, stark riechendes Oel, das wegen seiner narkotischen Wirkung bei empfindlichen Leuten leicht Kopfschmerzen h-ervorruft. Die beste Form, es anzuwenden, ist in Gestalt einer Salbe, die man durch Verreibung des Nelkenöls mit Lanolin und Glyzerin selbst Herstellen kann. Diese Salbe ist auch darum zu empfehlen, weil sie sehr sauber ist, allmählich in die Salut einzieht und ziemlich lange anhaltende Wirkungen hat. Viel zu wenig bekannt ist ein anderes mückenfeindliches Mittel, nämlich persisches Jnsekten- p-ulver, das aber nicht in Form des Pulvers, sondern als alkoholischer Auszug verwendet wird. Dieses Mittel kann man ebenfalls leicht Herstellen, indem man persisches Insektenpulver mit 70pro- zentigem Spiritus in einer Flasche tüchtig durchschüttelt, ein paar Stunden stehen läßt und hierauf den Auszug abfiltriert. Einreiben der föaut mit der so gewonnenen Flüssigkeit wirkt ziemlich nachhaltig und hat gar keine lästige Nebenwirkung. Ändere gegen die Mücken empfohlene!: Stosse, z. B. Kampfer oder Knoblauch, wirken zwar, sind aber für den Menschen ziemlich lästig. zeigt er sich Pichl, so kann matt sie nur fortwersen! — 'Eine verhängnisvolle Unsitte bei der Aussaat ist, daß im Vergleich zu der später benötigten Menge der Blumen zehnfach, ja hundertfach zu viel Samen ausgesät wird. Die Folge davon ist, daß die Sämlinge, wenn man sich nicht sogleich entschließt, sie durch erbarmungsloses Auslichten tzu deziinieren, viel zu eng beieinander aufwachsen und dadurch lang und schlaff werden. Aber auch wenn man durch Auslichten Platz schafft, so geht nach wenigen Tagen dieser Platz infolge der Entwicklung der Sämlinge wieder verloren; wieder muß ausgelichtet werden und so fort, und schließlich reicht der Platz, den wir auf dem Blumentisch und Balkon Haber:, doch nicht aus; vor allem, wenn wir vielerlei Aussaaten und daneben etwa noch umfassende Stecklingszucht bewirkt haben. Jn- folgedessen bekommen alle Blumen einen gedrängten Stand und' dadurch unvollkommene Entwicklungs-Möglichkeit. Auch mangelt den meisten das nötige Licht, und bald wird man die Freude, die man an der Anzucht der Blumen hatte, Verlierer:. Darunt erscheint es besser, von jeder Art nur sehr rvenige Exemplare zu ziehen, vielleicht nur eins, und dafür ihnen allen Raum und Licht zu schaffen für ein gedeihliches Wachstum. Ausbleiben des Ungeziefers, schöne Blüten und Gesundheit aller Blumen wird diese Maßnahme lohnen. Auch kann man es mit der genauen Bezeichnung aller der Blumen, die man wegen ihrer Blütenfarbe oder wegen sonstiger Vorzüge durch Stecklinge, Ausläufer oder Ableger vermehren, oder durch Aussaat wiedergewinnen will, gar nicht genau genug nehmen; denn später ist alles vergessen. Die Holz- oder Blech- Etiketten und -Schildchen müssen dauerhaft sein und häufig nachgesehen werden, ob die Schrift nicht verwischt ist (So z. B. bei den Knollenbegonien, Lobelien, Petunien, Stiefinütterchen, Astern, Fuchsien, Hopfen, Tropäolum, Geranien, Chrysanthemum usw.) — Auch versäume man beim Einkauf z. B. des Chrysanthemums Nicht, sich, wenn man sie schon vor der Blütezeit kauft, genau Namen, Farbe und Blütezeit angeben zu lassen. Die verschiedenen Sorten blühen von September bis Ende Dezember. Die farbenprächtigen Pantoffelblumen, und zwar beide Arten: die strauchige und die krautige, von denen in den großen; Gärtnereien eine Unmenge der schönsten Farbenspiele existieren! und fortwährend neu gezüchtet werden, sät man jetzt aus. Der seine Samen wird ganz dünn gestreut und nicht mit Erde bedeckt, sondern nnr geschlossen (unter Glas), feucht, schattig und' warm gehalten. Die winzigen Sämlinge ioerden, sobald es nur irgend geht, verstopft, später die kräftigsten einzeln in Töpfe gesetzt und immer gleichmäßig, doch nicht zu feucht und halb- schattig gehalten. Büchertisch. — Kosmos. Haudiveiser für Naturfreunde. IX. Jahrgang. (Heft 7, Jnbiläumsheft.) Herausgegebeii vom Kosmos, Gesellschaft der Naturfreunde (Geschäftsstelle: Francklüsche Verlagshandlung, Stuttgart). Das hunderttausendste Kosmosmitglied ist dal Kaum ein zweites, im Dienste der Naturwissenschaften stehendes Unternehmen ivird sich rühmen können, in einer kurzen Zeit von 11 Jahren einen annähernd so großen Kreis von Tlifgliebern et- worden zu haben. Dieser außerordentliche Erfolg ist ein Beweis, daß das in allen Kreisen unseres Volkes herrschende Verlangen nach einer Bereicherung und Vertiefung naturwiffenschaftUcher Kenntnisse richtig erkannt ivorden ist nnd daß die von: KoSnios gewählte Organisation die richtige gewesen ist. Mit besonderem Interesse ivird jeder auch von den neuen Aulgaben und Zielen hören, die der Kosmos sich anläßlich seines Ehrentages gestellt hat und die an besonderer Stelle ausführlich mitgeteilt werden. humoristisches. * Ein Opfer her Mode. „Mensch, wie seh'n Sic denn aus? Sie sind ja ganz schief geworden." — „Ja. . . das ist Gewohnheitssache, weil ich sonst immer .mit meiner Frau spazieren gehe." Rätsel. Als träges Tier mit kaltem Blut Haust es mit „M" in trüber Flut Mit „D" ist es ein Mor geweht; Doch triffst du es mit „Str", So hüte dich: es ist gefährlich Und auch nichts weniger als ehrlich. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des magischen Quadrats in voriger Nummer: Die Zimmerpflanzen und ihre pflege. Wochen vom 16.—29. Juli. ..., Die Keimfähigkeit der Sämereien erkennt man einfach und tiajer, rudern inan sie zwischen den Fingernägeln oder auf Papier verdruckt: zeigt sich ein Üeiner Fettfleck, so sind sie gut, Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Univrrsitäts-i»uch- und Steindruckerei. R. Lang«, Giejr»