ÄMW Der König von Thule. Roman von Paul Grab ein, (Nachdruck Verbots«.; (Fortsetzung.; „Sie irren, Eva," ernst wehrte ihr sein Auge. „Meine Fran verlangt das auch nicht. Im Gegenteil, sie hat mir mehr als einmal die Freiheit wieder geben wollen." „Wirklich?" Wie ein nochmaliges Aufflammen einer geheimen Hoffnung blitzte es in ihren Augen auf. „Und warum machten Sie davon keinen Gebrauch?" Wieder traf sie sein ernster, großer Blick. „Das werden Sie an: besten verstehen, Eva! Gerade Weil sie so hochherzig war und mich nicht halten wollte — darum blieb ich." Ein leises Rot schoß in ihre Wangen; aber noch einmal bäumte es sich in ihr auf, die tödliche Angst um ihn und ein eigensüchtiges Hoffen. „Und dennoch! Sie selber riefen mir einmal das Wort zu vom Recht auf sich selbst. Warum wollen Sie sich nutzlos opfern? Ihrer unglücklichen Frau können Sie ja doch damit nichts nützen!" Er sah sie an, wie sie vor ihm stand mit flehenden, beschwörenden Augen, das letzte Aufflackern der Hoffnung int Blick — in jeder Fiber ganz sein, zu ihm! drängend! Er brauchte ein Wort, ein einziges Wort zu sprechen, und alle jubelnde Seligkeit war sein! Und noch einmal brandete auch in seinem Herzen das übermächtige Begehren nach Glück auf, das verzweifelte Ringen nach Lebenslust — doch nur einen Augenblick! Im nächsten erwiderte er, tonlos, aber unerschütterlich entschlossen: „Es gibt verlorene Posten, auf denen man aushalten muß, ob es nützt oder nicht, bis zum letzten Atemzuge. Es ist Pflicht, Ehrensache! Auf solchem Posten stehe ich. Und überdies, wohl doch nicht ganz ohne Nutzen. Seit meiner Frau vor zwei Jahren auch die Mütter gestorben war, bin ich der einzige Trost, den sie in ihrem Unglück noch hat. Soll ich ihr den auch noch nehmen?" Eva Söllnitz antwortete nicht. Sie war bei seinen Worten wieder blaß geworden — ganz bleich. Da trat er dicht zu ihr. „Sie werden sich überwinden, Eva; ich weiß es. Sie können selber nicht anders denken, auch wenn Sie es in dieser Stunde inneren Aufruhrs nicht glauben sollten. Über ich kenne Sie besser, und groß will ich Sie sehen, S Proß, Eva >— wenn meine Augen Sie nicht mehr cken werden." Seine Worte, die zitternd aüsklaUgen, brachten ihr mit einem Male zum Bewußtsein, daß das Scheiden bevorstand — diesmal der Abschied für immer. Da verließ sie die Besinnung: „Ich kann dich nicht lassen! Ich kann nicht!" Alles vergessend, warf sie sich an seine Brust, ihn leidenschaftlich umschlingend. Amthor hielt sie sanft umfangen, ihren Kopf an sich nehmend und mit der anderen Hand ihre glühende Wangs und Schläfe zärtlich drückend. Etwas Väterliches lag in dieser Liebkosung, und so war ihm auch im Herzett zumute. Wie ein sein Weh ungestüm ausschluchzendes Kind hielt er sie an seiner Brust. Er war der eigenen Leidenschaft Herr geworden. Eine Weile ließ er sie so gewähren, bis der erste Sturm ihres Schmerzes sich ausgeraft hatte, dann hob er zärtlich ihr Gesicht hoch. „Meine liebe, liebe Eva! Was du jetzt in dieser Minute durchkämpfst, das liegt schon hinter mir. Glaubst, du, ich hätte mich nicht auch so aufgebäumt wider das Schicksal? Auch ich habe an Trennung von meiner Frau gedacht. Aber sieh, Geliebte: Was würde es uns nützen, wenn wir alle Hindernisse aus dem Weg geräumt hatten und nachher ließe uns der finstere Schatten der Reue nicht unseres Glückes froh werden?" „Ich würde es niemals bereuen, ich nicht. Für dich tue ich alles! Wenn ich dich nur habe!" Und in neuem Ausbruch preßte sie sich an ihn. Leiden- chaftlich erwiderte diesmal auch er ihre Liebkosung. Sv ühlte sie für ihn — er war ihre Welt, mochte alles rings n Trümmer gehen! Was für eine Seligkeit hätte diese Liebe ihm bieten können! Sein Gesicht preßte sich plötzlich aus das ihre, und — wie ein Blitzschlag durchfuhr es sie jetzt — seine Lippert hatten die ihren gefunden. Doch nun riß er sich los — machte sich frei aus ihren Armen, blaß vor innerster Erregung, aber ein verklärtes Leuchten in seinen Augen. Was ihm dieser Augenblick gegeben 1— das konnte ihm nichts wieder rauben! „Genug nun, Eva — es muß ein Ende sein." Langsam nur fand sie sich aus ihrem Taumel wieder zurück. „Möglich, Geliebte, daß du wirklich reuelos dich unseres Glücks freuen könntest — obschon ich es nicht glauben kann — aber ich vermag es iticht. Ich kenne mich! Und das würde auch dir Has Glück zerstören." Sie Preßte die Hände gegen die noch wie rasend pulsenden Schläfen. Da war sie ja mit einem Male wieder aus Himmelswonnen in der Nacht der Verzweiflung gestoßen! Aber zugleich durchzuckte sie aufleuchtend eit: letztes Hoffen, wenigstens ein Schimmer vott Glück. „Gut, Hjalmar *— so sei es," schwer entrangen sich ihr die Worte aus wogender Britst. „Kehre zurück, wohin die Pflicht dich ruft — bis du frei bist. Aber laß mich dich Wiedersehen! Ich will wieder nach Island kommen, im nächsten Sommer, alle Jahre auf ein paar Tage. Das tri das mußt du nttc wenigstens zuaestehen!" Beschwörend preßte sie seine Hände, und ihre dunkeln, schützen Augen hängten sich flehend an ihn. Auf seinem — 290 — Antlitz sah sie ja nur zu deutlich den schweren Seelenkampf, der ihn auswühlte. Dann aber wehrte er mit festem Griff ihrem Ansturm. „Nein, Eva — auch! das nicht!" „Wie?" Fast schrill kam es von ihren Lippen. „Bitte — hör' mich ruhig an, einzig Geliebte, ganz ruhig! Ich habe das alles heut' nacht ja mit mir durch- geruugen: Es kann nicht sein. Es wäre Frevel, dich an mich zu fesseln; es ist das Ende meines GebundenseinS ja nicht abzusehen. Jahre noch können hingehen, ehe die Erlösung eintritt, und wer weiß, was dann noch von mir übrig ist. Sollst du die besten Jähre in aufreibendes Ungewißheit verzehren, nur um nachher einen gebrochenen Manir zu heiraten, der dir eine Last sein wird?" Sie machte eine leidenschaftliche Bewegung zu ihm hin. „Du niir eine Last? — Mein höchstes Glück wird es sein, dich zu heilen von allem Leid!" Er dankte ihr mit einem leuchtenden Blick; aber dann ward seine Miene wieder ernst, und jener Zug unerschütterlicher Entschlossenheit trat auf seine Züge, den sie nun schon fürchten gelernt hatte. „Und wenn es so wäre — es kann nicht sein! Eva, wollen !vir auf das Ableben eines Menschen warten, um unser Glück darauf zu bauen? Mit täglichem heimlichen Sehnen, er möchte den Abend nicht mehr erleben! Soll ich an der Seite meiner Frau leben und sie mit jedem Atemzug verraten? — Nein, nein, das rann ich nicht, Eva! Verlange das nicht von mir." Einen Moment starrte sie ihn an, wie ohne Verständ- uis; dann kam tonlos ihre Frage: „Also es soll aus sein zwischen uns — alles aus?" Er gab keine Antwort; aber sein Blick sprach das grausame „Ja". Da brach sie leidenschaftlich aus, besinnungslos vor Schmerz: „So zertrittst du mich also ohne Erbarmen? Alles, was du aufgebaut hattest, was in mir wieder gut und groß werden wollte, du selbst reißt es nieder! Treibst mich zurück mitleidslos in die kalte, feindselige Welt — ohne Halt, ohne Schutz! Gut, gut, Hjalmar, ich gehe. Aber möge dich auch das nie reuen, was du heut an mir tatest!" Ehe er noch ein Wort erwidern konnte, war sie da- vongeeilit. Ec blieb zurück, im Herzen wie versteiucri; im Ohr immer noch den Klang ihrer letzten, furchtbaren Worte. XVI. Amthor lag in seiner Kahine angekleidet, wie er war, auf dein Lager. Nach der Unterredung vorhin mit Eva war es wie ein Zusammenbruch seiner Kräfte über ihn gekommen; nun ruhte er hier, aber ohne Schlaf, in einer dumpfen Betäubung, die keine klare Schmerzempfindung mehr zuließ, nur ein Gefühl völliger Vernichtung und Erschöpfung. Es konnte noch gar nicht allzu lange Zeit verstrichen sein, seit er so lag, da klopfte es plötzlich an seine Kabinentür. Auf seinen müden Anruf antwortete die Stimme seines Kammerstewards: „Herr Doktor entschuldigen, aber Frau Professor Söllnitz lassen Herrn Doktor doch sofort bitten. Sie erwarten Herrn Doktor auf dem Deckplatz, wö Sie heute morgen gesessen hätten." „Gut — ich komme!" Mit einem Sprung wär Amthor auf den Füßen. Ein jäher Schreck hatte ihn wieder aufgepeitscht. Was hatte das zu bedeuten? War da etwas geschehen? Mit einem Griff nur ordnete Amthor das zerdrückte Haar, fuhr nach der Schiffsmütze und eilte hinaus. In zwei Minuten war er hinten am Heck. Eva Söllnitz stand schon da. Mit furchtbar erregten Mienen rief sie ihm entgegen: „Mein Kind ist krank — auf den Tod! — operiert worden." Sie streckte ihm mit fliegender Hand einen Haufen Depeschen hin, die ihr da eben die an Bord gekommene Schifsspost gebracht hatte. „Wie -?" Selbst mit bebenden Fingern nahm Amthor die Tele- gramine und überflog sie der Reihe nach. Sie waren vom Pensionsvater des Knaben aufgegeben uni) datierten zum Teil schon lange zurück; sie hatten hier auf das Schiff gewartet, das ja seit dem Verlassen der englischen Küste, also an vierzehn Tage, ohne jede telegraphische Verbindung mit der Außenwelt gewesen war. Mit steigender Erregung las Amthor: „Kurt seit einiger Zeit wieder nicht ganz wohl. Klagt über Schmerzen." — „Schmerzen gesteigert, namentlich in Weichengegend, auch Fieber aufgetreten." — „Krankheit anscheinend Blinddarmentzündung, doch leichterer Art." —i „Zustand ernster geworden, Spezialist Sicherheit halber hinzugezogen. Kurt verlangt nach Ihnen. Doch kein Grund zur ernsterer Besorgnis." — „Kurt leidet sehr, fragt viel nach Ihnen. Arzt hofft noch oüne Operation Besserung." — „Operation voraussichtlich leider nötig. Kurt große; Sehnsucht nach Ihnen. Erbitte im Interesse des Kindes, falls irgend möglich, Rückkehr." — „Operation nicht länger aufschiebbar, erfolgt morgen. 'Erbitte dringlichst Antwort. Kurt fragt ständig nach Mutter, unglücklich über Ausbleiben jeder Antwort." Es war das letzte Telegramm, datiert von vorgestern. „Um Gotteswillen!" Verstört blickte Amthor Eva Söllnitz an. „Mein Kind, mein armes, unglückliches Kind! Es schwebt in Lebensgefahr und ich rann nicht bei ihm sein —■ es ist vielleicht schon gestorben und hat vergeblich nach seiner Mutter geschrien." Ein Laut, der ihm das Herz zerriß, entrang sich ihr. Verzweifelt streckte sie die ineinander gekrampften Hände vor sich hin. 'Fortsetzung folgt.) Die Reformation und Gegenreformation in Herbstein und den ehemals landqraflichen und ritterschaftiichen Grten des östlichen und südöstlichen Vogelsbergs. Von Pfarrer Zinn in Herbstein, (Fortsetzung.) 2. Die Einführung der Reformation in Alsfeld und den laudgräflichen Orten des östlichen Vogelsbergs. „Wach ausf, es nahend gen den Tag, Ich hör fingen im grünen Hag Ein wuunigkliche Nachtigal, Ihr Stimb durchklinget Berg und Thal, Die Nacht neigt sich gen Occideut, Der Tag geht auff von Orient, Die rotbrünstige Morgenrot Gar durch die trüben Wolken geht. Daraust die liechte Soun thut plickcu, Dest Mondes Schein thut sich verdrückech Der ist worden bleich und finster." . Hans Sachs in „Die Wittcmbergisch Nachtigall". Was Jesaja weissagend im Geiste schaute und in Jesus, deut Zimmermannssohn von Nazareth, sich erfüllte, das erlebte die Welt zum zweiten Male durch den deutschen Bauernsohn und Mönch Von Wittenberg Dr. Martin Luther: „Das Volk so int Finstern wandelt, siehet ein großes Licht, und über die da wohnen im finstern Lande, scheint es Helle." Wohl als erster v!on allen Be- wvhnern des östlichen Vogelsbergs hat der Mönch D. Tilemann Schnabel aus dem Aügustinerkloster zu Alsfeld das durch! Luther wieder auf den Leuchter gestellte Helle Licht des reinen Evangeliums scheinen sehen und in seine nach Klarheit und Wahrheit durstige Seele ausgenommen?) Im Jahre 1512 hatte ihn sein Kloster an die neugegründete Universität nach Wittenberg geschickt, um zu den Füßen Luthers und Melanchtons zu studieren. Im Fortgang feiner Studien erwarb er sich alle akademischen Grade und zuletzt 1515 die theologische Doktorwürde. Aber was das Beste war, im Augustinerkloster zn Wittenberg schloß sich der nicht mehr junge Mann an seinen Lehrer Luther au und begeisterte sich für das von diesem verkündigte Evangelium. So innig wurde das Verhältnis beider zu einander, daß Luther später einmal erklärte, Schnabel sei „die erste Kxeatur", die er geschaffen habe, „da ein junger Doktor den andern macht". Im Jahre 1520 wurde Schnabel zum Provinzial der sächsischen Provinz des Aügustinerordens gewählt, zu der auch das Alsfelder Kloster gehörte. Wieder nach Alsfeld zurückgekehrt, begann er dort gegen das Papsttum, dessen Verderb er auf einer Romreise aus eigene^ Anschauung kennen gelernt hattet) im Sinne und Geiste Luthers, zu predigen. Der Erfolg seiner evangelischen Predigten war ein gewaltiger. Die ganze Bürgerschaft hing ihm an und schätzte Z Die folgenden Ausstihrungen über diesen Reformator Alsfelds schließen sich an Herrmanns Reformationsbüchleiit an. 2) So nach Heppe, R. G. I, S. 119. 291- fetne Predigten hoch, sv daß Luther, als er sich im Jahre 1529 auf der Reise zum Marburger Religionsgespräch in Alsfeld aufhielt, rühmend sagen konnte: „Gott hat diese Stadt erleuchtet, daß sie die e rst e des' H essc nl a nd es i st, welche das'wahreEvan gelt u m a n geno m m e n." Schon im Jahre 1521, als Luther aus der Fahrt zum denkwürdigen Wormser Reichstage auf dem Hin- und Rückwege nach Alsfeld kam, war er dank der Tätigkeit Schnabels den Bewohnern dieser Stadt kein Fremder mehr. Tie Lehrer zogen mit der Schuljugend vor das Gasthaus zum Schwanen, wo er herbergte, um ihm singend ihre Huldigung darzubringen, und andern Tags mußte er unter dem Zulauf der ganzen Stadt eine Predigt halten. Wer diese Tätigkeit Schnabels war nicht nach dem Sinne des Landgrafen Philipp, der damals noch dem alten Glauben zugetan war. Im Jahre 1523 ließ er den Prediger nach Romrod, wo er gerade der Jagd wegen sich aufhielt, vorfordern und machte ihm mißbilligend Vorhaltungen, daß er durch seine Predigten das Volk errege. Schnabel nahm kein Blatt vor den Mund und scheute sich nicht, vor dein Landgrafen den Papst als den rönÄschen Baal und als eine scheußliche Bestie zu bezeichnen. 'Tie Folge war, daß ihm der Landgraf das Predigen untersagte. Kurz entschlossen legte Tilemann am Siechenhaus zur h. Elisabeth am Ingelbach vor den Toren Alsfelds seine Mönchskutte ab und ergriff den Wanderstab. Er wollte lieber von Amt und .Heimat als von seinem Glauben lassen. Durch Vermittlung seines teuren Lehrers und Freundes Luther tvurde er dann Pfarrer zu Leisnig an der Mulde. Aber die treuen Alsfelder haben ihren Provinzial nicht vergessen. Als sie 1525 infolge der dem Landgrafen im Bauernkriege geleisteten SEtenftc, die Erlaubnis erhielten, sich eine Gnade auszubitten, haben sie sich für alle Zeiten ein Ehrenzeugnis ausgestellt, indem sie wünschten, der Landgraf möchte ihnen ihren Tilemann Schnabel wieder geben. Gleichzeitig hatte dieser einen Ruf nach Danzig erhalten. Unschlüssig, welchem Rufe er folgen sollte, wandte er sich an Luther. Dieser, froh darüber, daß nun auch in Hessen für das Evangelium eine Tür aufgetan sei, schrieb ihm: .vocariis in Hassiam, sequere!‘ (Du wirst nach Hessen gerufen, folge!) So kam Schnabel wieder nach Alsfeld, wurde dort später Superintendent und hat als solcher auf die Einführung der Reformation in der Ilmgegend großen Einfluß gehabt. Ein Glück wars für die evangelische Sache, daß. der Landgraf selber im Jahre 1524 sich dem Evangelium zuwandte, nachdem er eine Bsgegnung mit Philipp Melanchton gehabt und dieser ihm ein Neues Testament in Luthers Uebersetzung nebst anderen reformatorischen Schriften zugesandt hatte, die er mit großem Eifer studierte. So fest überzeugte er sich in der Bibel lesend von dein guten Grunde der Lehre Luthers, haß auch die Greuel des Bauernaufstandes, die man mit der Sache des Evangeliums verquickt hatte, ihn nicht irre zu machen vermochten. Auch seinen katholischen Verwandten gegenüber wußte er seinen zugunsten der Reformation eingenommenen Standpunkt mit guten biblischen Argumenten zu verfechten. Aber seine Klugheit und Besonnenheit bewahrten ihn vor übereiltem Vorgehen. Er wüßte, daß man eine religiöse Bewegung nicht machen könne, sondern langsam werden, wachseiunnd reifen lassen müsse. Und so beschränkte er sich zunächst darauf, die von ihm zuvor vertriebenen und ins Gefängnis gesetzten evangelischen Prediger wieder in ihre Aemter zu setzen und die Neuberufung evangelischer Pfarrer zu fördern. Bon der allgemeinen Durchführung einer zu Homberg a. d, Lefze beschlossenen Resormationsordnung sah er auf den Rat Luthers ab und entschloß sich, durch allmähliche Abschaffung der katholischen Mißbräuche, durch Versorgung der Gemeinden mit evangelischen Predigern und Lehrern, durch Umwandlung der von den Mönchen verlassenen Klöster in Pfarreien, Schulen und Hospitäler, durch Jugendunterricht und solche zielbewußte langjährige Geduldsarbeit an der Seele des Volkes eine allmähliche Besserung der allgemeinen religiösen und sittlichen, der kirchlichen und sozialen Verhältnisse herbeizuführen. So konnte denn au ch bald in d e n a nd ern Alsfeld be na chb a rt en landgräslichen Orten unseres Gebietes die Reformation Eingang finden. Unmittelbar durch Tile- nianns Predigt angeregt, wurden die damals noch von Alsfeld aus pastorierten, später zu selbständigen Pfarreien erhobenen Gemeinden Hopfgarten und B r a u e r s ch w c n d evangelisch: Die Pfarrei Oberrod-Romrod bekam in Ni Höltscher 1527 ihren ersten evangelischen Pfarrer. In demselben Jahre wurde in Kirtorf die Reformation eingefiihrt, und bald darauf auch in Krainfeld und Ilbeshausen, das damals noch Filiale von ersterem Pfarrorte war. Als erster evangelischer Pfarrer von da wird Kleinschmidt und als sein Nachfolger Phäling genannt. Wenn gleichwohl an manchen landgräflichen Orten wie *. B. in Obergleen erst viel später evangelische Pfarrer erwähnt werden, so mag das, falls die betreffenden chronikalischen Notizen richtig sind, seine Ursache darin gehabt haben, daß an studierten evangelischen Predigern in der ersten Zeit Mangel war und daß. man alte Pfarrer, die sich in die neuen Verhältnisse nicht hineinsinden konnten, ruhig im Genuß, ihrer Pfründe ließ und einstweilen sich bannt begnügte, daß sie die ärgerlichsten päpstlichen Mißbräuche abtaten, das hl. Abendmahl in beiderlei Gestalt feiern und den Gottesdienst nach dem Muster der Marburger Gottesdienstordnung in deutscher Sprache, wenn auch zunächst ohne Predigt abhalten konnten. Die Pfarrei Schwarz müßte sich noch bis zum' Jahre 1603 mit einem ungebildeten und unfähigen, dazu dem Trünke ergebeneu und sittlich anrüchigen Pfarrer, Namens Tilemann Nolthius, der vorher 14 Jahre lang im Stift Fulda katholischer Priester gewesen war, behelfen, bloß weil den Patronen der 'Kirche, den Finken und Liderbächern, ein akademisch gebildeter Pfarrer zu teuer war. Höhnisch schreibt darüber Superintendent Vietor an den Landgrafen: „Köpfern Geltt, köpfern Seelmeß". 3. Die Einführung der Reformation in den Riedeselschen Orten des östlichen und südöstlichen Vogelsbergs. Ganz ähnlich wie im Landgräflichen entwickelten sich die Verhältnisse nun auch in den benachbarten R i e d e s e l s ch e n Pfarreien. Es war ein günstiger Umstand, daß der Senior der Familie, Hermann Riedesel, der Dritte seines Namens, Erbmarschall zu Hessen, ein treuer Diener des Landgrafen Philipp des Großmütigen und seit 1520 landgräflicher Statthalter von Oberhessen in Marburg, durch seine freundschaftlichen Beziehungen zu Philipp dem Großmütigen schon frühe mit Luther und den Wittenberger Gelehrten bekannt und schließlich ein begeisterter Anhänger der Reformation wurde. Eine Riedeselsche Privatchronik, die der früh vollendete Hermann Riedesel (1573—1601) mit Hilfe seines Hauslehrers verfaßte und die der gegenwärtige Besitzer, Herr Erbmarschall Dr. Ludwig Riedesel Freiherr zu Eisenbach, dem Verfasser glitigst zur Verfügung stellte, weiß, zu melden, „daß der obengannte Hermann Riedesel zu Eysenbach, Erbmarschall zu Hessen und Statthalter an der Lahn, Hermann des Kriegsmanns ander (in Wirklichkeit: erster) Sohn die evangelische Religion in das Riedeselsche Gebiet gebracht und sortgepflanzt habe und daß fein älterer (in Wirklichkeit: jüngerer) Bruder Theodorus Riedesel zu Eysenbach mit ihm in Uneinigkeit gelebet habe darumb, daß sie nicht einer Religion, denn er katholisch, sein Bruder Hermann aber der Statthalter lutherisch gewesen"?) Von diesem Statthalter-) Hermann Riedesel wissen wir, daß er noch 1524 dem katholischen Priester Walther Dessenröder die Pfarrstelle zu Niedcrmoos anvertraute^) und daß er bereits 1527 dem von Herbstein vertriebenen evangelischen Pfarrer Kaspar Haun vom Landgrafen die Pfarrstelle zn Echzell verschaffte, damit er dem Evangelium fernerhin dienen könnte?) Da er tut Dienste des Landgrafen bereits am 24. Mai 1529 zu Marburg starb?) so ist anzunehmen, daß. er alsbald nach der Homberger Synode von 1526 im Riedeselschen Gebiet zu reformieren begann und in den Jahren 1527, 1528 und Frühjahr 1529 die Reformation in vielen Pfarreien einflihrte. Es ist sehr zn bedauern, daß die die Refürmationszeit umfassenden Akten- und Urknndcnbe- stände des Freiherrlich Riedeselschen Samtarchivs zu Lauterbach fast sämtlich im Revolutionsiahr 1848 verbrannt worden sind. Umfo dankenswerter ist es, daß Herr Pfarrer Knott-Wallenrod trotzdem noch einige Einzelheiten dort finden und dem Verfasser zur Verfügung stellen konnte. Dazu gehört die wichtige Tatsache, daß es nach dem Repertorium des genannten Archivs bereits. 1 5 2 7 eine Freiherrlich Riedeselsche Kirchen - und K o n s i st v r i a l o r d n u n g n e b st B e ft i in m unge n über eine privilegierte Pfarrwitwenkasse gegeben h a t. Diese Existenz dieser Riedeselschen Reformationsordnung beweist, daß die Einführung der Reformation Ende des Jahres 1527 bereits beschlossene Sache war. lieber den Inhalt der Kirch,en- und Konsistorialordnung läßt sich nichts Genaueres ausmachen. Es ist interessant, daß. sie damals schon mit Weitschauendent Blick und vorsorglichen Sinnes die Fürsorge für künftige Pfarrwitwen ins Auge faßte. Im Uebrigen dürfte bei den nahen Beziehungen des Erbmarschalls Hermann zum Landgrafen Philipp und zur landgräflichen Synodalstadt Marburg die Riedeselsche Kirchenordnung der damals in Hessen, besonders in Marburg, eingesührten Ordnung der Dinge nachgebildet gewesen sein. Auch LandchN nimmt ein solches Abhängigkeitsverhältnis der Riedeselschen von der landgräflichen Reformation an. Danach dürsten Abschaffung der katholischen Bräuche, vorab der Messe und des Heiligenkultes,- Einsührung des Abendmahls in beiderlei Gestalt, und Bestellung studierter evangelischer Prediger und Beseitigung untauglicher Pfarrer, Fürsorge für Jugendunterricht und Verwaltung des Kirchengutes die hauptsächlichsten Bestimmungen gewesen sein. Wie im Marburger Land, so wird auch int Riedeselschen Gebiet eine besondere Kommission mit der Durchführung der Neuordnung der kirchlichen Verhältnisse betraut gewesen sein. Keine Chronik nennt uns die Namen der dabei beteiligten Männer. Aber ein Sekretär des Statthalters Hermann, ein ehemaliger katholischer Priester, dessen Namen uns nicht genannt wird, scheint au der Spitze der Riedeselschen Reformationskommission gestanden und bei den in allen Pfarreien vorgenommenen Kirchenvisitationen das Evangelium gemeinverständlich und erfolgreich gepredigt zu haben. Denn zweifellos dürfen wirs als eine Wirkung dieser i) Aehnlich berichtet auch Landau in seiner Gesch. der Hess. Ritterburgen, Bd. IV, S. 34. 2) Sein Statthalter-Siegel trägt die Umschrift: S. Hermanni Riedesels Sculteti (Schultheiß) de Marpurg. 3) Nach einem Revers desselben im Freiherrlich Riedeselschen Samtarchiv zu Lauterbach, mitgeteilt von Pfarrer Knott in Wallcnrod. 4) Vgl. Beiträge z. Hess. K.-G., Bd. I, Heft 2, S. 159 s. 6) Er wurde im Deutschen Hause dort begraben. 292 vor de» Tücken der Witterung sicher zu sei hört zu den Tagen, als welchen nach der Vi Rösselsprung. .Auflösung in nächster Nummer. Die drei Eisheiligen. „Mamertus, Pankratius, Servatius bringen oft Kälte und Aergernus", sagt eine alte Bauernregel, -und der Bauer ist herzlich froh, wenn die drei „gestrengen Herrn" es gnädig gemacht haben. Die drei Tage des 12., 13. und 14. Mai können nach! dem all- geniein verbreiteten Volksglauben der jungen Vegetation durch Fröste oder durch plötzlich rauher werdende Witterung schädlich werden. Wir Menschen des 20. Jahrhunderts können uns diese Kälterückfälle leicht ineteorologisch erklären, aber unsere Vorfahren stellten sich diese Tage als den letzten Ansturm feindlicher Winter- riesen gegen den Fvühlingsgott vor. Der erste der drei gestrengen ist St. Mamertus, dessen Tag der 11. Mai ist. Er war Erzbischof von Vienne in der Dauphins Und lebte in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts. Ms berühmter sittenstrenger Kirchenlehrer bemühte er sich um die Verteidigung des orthodoxen christlichen Glaubens airf mehreren Synoden. Auf seine Anregung kamen die vorher etwas vernach^ lässigten Feldprozessionen aufs neue in Hebung und wurden auf seinen Antrag für ganz Gallien später auf die drei Tage vor Christi Himmelfahrt festgelegt. Gelegentlich eines Brandes rettete er durch seine Tränen vor Gott seine Bischofsstadt, zu deren Patron er erhoben wurde. Sein Grab befindet sich in Orleans. Sein Attribut auf bildlichen Darstellungen ist ein brennendes Licht, das auf seine Bedeutung als Kirchenlehrer hinweist. Pankratius §2. Mai) ist dem deutschen Bauer schon viel bekannter. Die auernregel sagt von ihm: „Ist Sankt Pankratius schön, wird guten Wein man seh'n". „Pankraz und Urban (20. Mäi) ohne Regen, bringt dem Weine großen ©egen", ist 'ebenfalls eine Weisheit des fleißigen Winzers. Die Schädlichkeit des Regens wird noch deutlicher in der Bauernregel ausgesprochen, die behauptet, daß die Birnen „sogar wenn sie mit Eisendraht festgebUnden werden", von den Bäumen fielen. Was dann „Pankraz und Urbau Übrig läßt, den: gibt Sankt Urban selten den Rest", tröstet sich der Bauer: erst nach dem 25. Mai also glaubt er einigermaßen ' 'ein. Sankt Pankraz ge- Prcdigten und Visitationen ansehen, daß in demselben Jahre 1527 Lande nhausen zum Protesta ntismus übertrat und in dem damals noch Riedeselschen Ängersbach nach einer den: Repertorium des Riedeselschen Archivs entnommenen Mitteilung des Pfarrers Knott der dortige katholische Priester Joh. Lipp abdankte und das Pfarrgut seinem Nachfolger Joh. Hantzel übergab. (Fortsetzung folgt.) hört zu den Tagen, als welchen'nach der Volksmeiming der Flachs gesät werden muß; es ist gut, dabei möglichst lange Schritte zu machen, damit auch der Flachs lang werde. Der Heilige, der so berühmt wurde, starb int Jahre 304 als Märtyrer im zartem Alter von 14 Jahren in der Christenversolgung des Kaisers Diocletian. Ein Teil seiner Gebeine wanderte nach England und der „bekanntlich von England kommende" heilige Bonifattus brachte dessen Verehrung nach Deutschland mit. Er ist oft in den Kirchen dargestellt mit Krone und Schwert — seinem Marterinstrument — Und gehört zu den „14 Nothclfern", den Lieblingen des gemeinen Mannes. Gregor von Tour nennt ihn den „Rächer der Meineide" und erzählt viele Wunder, die sich bei seinen Religuien bei falschen Schwüren ereignet hätten. (Mir ist diese Bedeutung im jetzigen deutschen Volksaberglauben nicht bekannt, eine Beantwortung dieser Frage aus dem Leserkreise würde mich interessieren.) Sankt Servatius, der dritte der Eisheiligen, ist gleichfalls beim Bauer hochangesehen, schon deshalb, weil er der Patron der Schweinezucht ist. Besonders in Belgien steht dieser Heilige in hohen Ehren. An diesem Tage fahren die Bauern ihr Jungvieh auf den Platz vor der Kirche, wo es dann zum besten derselben versteigert wird. Rach bet, Versteigerung erfolgt ein dreimaliger Umritt um die Kirche mit Segnung der Pferde und dann eine feierliche, sehr malerische Prozession der Reiter. Die Bauernregel sagt von ihm „nach Servazitag man 'keine Fröste mehr fürchten mag". Bei der bildlichen Darstellung des Heiligen kommen einzelne Attribute vor, die mit der Lebensgeschichte des frommen Mannes in engerer Beziehung stehen. Sankt Servaz war der 7. Bischof von Tongern Miederlande) und bemühte sich eifrig um das Seelenheil der Landleute seines Bischofsitzes. Einst an einem Heißen Tage wollte er sich ermattet im Freien niederlegen. . Gott schickte zu seinem Schutze einen mächtigen Adler, der schützend und Kühlung fächelnd Über ihm schwebte. Auf seine Bitte .entsprang neben seinem Lager eilte Quelle und ein Engel brachte ihm ein Trinkgeschirr. Mn Trank aus diesem gilt noch heute als heilkräftig für Fieberkranke. Servaz stach im Jahre 384 und wurde nach der Sitte der Zeit auf dein Kirchhofe vor den Mauern der Stadt begraben. Die Vorsehung zeichnete sein Grab dadurch aus, daß auf ihm auch im tiefsten Winter kein Schnee liegen blieb. 562 wurden seine Reliquien durch Bischof Monttlph in die zu seinen Ehren erbaute Kirche gebracht, jedoch wurde bei einer Belageruttg der Stadt 1579 viel von seinen Reliquien geraubt. Nach dem Glauben einzelner Gegeichen gehört auch Sänkt Bonifaz zN den Eisheiligen, wofiir dann Mämertus, der wegen seines ungewöhnlichen Namens heim Volke nicht ganz populär wurde, MgMlt. Welcher Bonifaz Auflösung des Arithmogriphs in poriger NumMiÄ! Leis — Lüche — Iftcic — Öasar — Hafe — sieg — Te« After — tieier; Reichstag. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fthen UniversttätS-Buch- und Steindruckerei, R. Lang«, ®i«W damit gemeint ist, ist unklar. Es ist jedenfalls zweifelhaft, vH damit jener Bonifaz gemeint ist, der jm Jahre 290 in Tetsus enthauptet wurde, als er die Gebeine von zwanzig gerade zu Tode gemarterten Christen samMeln wollte und sich dabei auch als Christ bekannte. Nach der Denkart des Volkes ist es vielmeW wahrscheinlich, daß man das Gedächtnis mehrerer Heiligen gleichen Namens an dem nämlichen Tage (dem 14. Mai) feierte und da« daber das Andenken des großen Apostels der Deutschen unbewuA mit in den Vordergrund trat. Sind auch uns Aufgeklärten diese Tage bedeutungslos geworden, so sehen wir doch aus den Bauernregeln, wie innig däH Verhältnis des Bauern zur Natur ist: Was Gelehrtenweisheih erst lange wissenschaftlich begründen mußte, leitete sich der Mann äus dem Volke von selbst aus dem Umgang mit der Natur und meist richtig ab, mag auch eilt großer Teil der Bauernregeln aus Werglauben beruhen, sie sind immerhin ein Beweis für die scharfe Beobachtungsgabe des Landmanns. Georg Hoerner. M----- vermischte». * Merkwürdige N i st st ä t t e n. Trotzdem die meisten Vögel ihr Nest sehr versteckt in Baum und Strauch oder in saft unerreichbarer Höhe int Wipfel der Baume anlegen, kommt ei doch öfter vor, daß sich manche Vögel zur Anlage ihres Nestes die sonderbarsten Stellen anssuchen, von denen man anuehmen sollte, daß sie dazu durchaus ungeeignet seien. So hat man Nester verschiedener Kleinvögel unmittelbar unter einer Eisenbahnschiene gefunden, über die täglich zahlreiche Züge donnernd und ratternd dahinsausten, ein Rotschwänzchen legte sein Nest auf der Hausklingel an, so daß es bei jeder Oeffnung der Tür auf und ab schwankte, und vor einigen Jahren sah ich eine brütende Amsel in ihrem Nest, das in einem Lorbeerbaum gebaut war, der mitten im Speise» zimmer eines viel besuchten Hotels stand. Als später die Jungen gefüttert wurden, mußte Tag und Nacht ein Fenster des Zimmers offen bleiben. Am merkwürdigsten ist aber die öfter beobachtet« Erscheinung, daß Wildenten anstatt im Schilf und Rohr ihres Wohngewässers ihr Nest auf hohen Bäumen angelegt haben. Die Wildente benutzt dazu mit Vorliebe verlassene Nester von Krähen ober anderen Vögeln und brütet dort ihr Gelege aus. Höchstwahrscheinlich tun dies Entenmütter, die mit ihren Nestern unten im Schilf und Gras schon böse Erfahrungen gemacht haben. Aber wie kommen nun die slugunfähigen Jungen aus dieser lustigen Kindermieg« heraus ? Früher nahm man an, daß die alte Ente die Kleinen im Schnabel zur Erde herabtrage; das ist aber nicht ober wohl nur ganz ausnahmsweise der Fall; gewöhnlich springen bie jungen Entchen, sobald sie dem Ei entschlüpft sind, aus ihrer luftigen Höh« auf den Boden herab, ohne Schaden zu nehmen, und bie Alte führt sie bann schleunigst dem nächsten Wasser zu. * Ein Vorsichtiger. „Was, deine- kleine Cousine bat 20 000 Mark in der Lotterie gewonnen, und da machst du tfys keinen Heiratsairtrag?" — „Tas tu' ich erst, sobald die amtliche Ziehungsliste erschienen ist." kann und Zweifel Aufruhr bar tipp' Alles Natur kommen nndsZ dem wer schauet die offen- gern Sterben kein recht zu- keine das nach Satz- stand und im klar folget ew'gen Blüh'n nis auch und Wider- Spur» frieden Geheim- ung der von schön kein ist nicht ein leben Glücks Renen sie im Ent- ist ' den schauen lang- wie färben dem Tod Leben sames das und