U R W ganz, ganz leise kletterte das Mädchen in das Zimmeru Eine Katze hätte es nicht besser gekonnt. Jetzt saß die Fliege ruhig auf des Herzogs Hand, „Warte du!" Sie holte vorsichtig aus und husch---* saß der Brummer gefangen in ihrem kleinen Fäustchen und plumps — krach--lag die Vase mit dem Ziertischchen am Boden. — Die Tür ward aufgerissen, der Kammer» diener stürzte verstört herein, und wie er das todbleiche Mädchen mit dem großen Messer in der Hand vor dem Herzog stehen sah, schrie er laut: „Hilfe — Mörder 1 Mörder."--- Welch ein Aufruhr im ganzen Hause! — Der Hofjägermeister mit dem bloßen Hirschfänger, die alte Exzellenz, der Hofmarschall mit einer Dessertgabel und Herr von Hämmerling mit dem scharfgeladenen Drilling alle waren jetzt'da, um ihren Gast zu schützen gegen beit Mörder. Und der Mörder?--Kathinka stand mit gesenktem Köpfchen und an allen Gliedern zitternd vor der bewaffneten Macht. Im rechten Fäustchen hielt sie immer noch bte Fliege gefangen. Eine große Träne perlte aus ihrem Auge, als der Hofmarschall sie anherrschte: „Wie kommen Sie hier hercin?" Kathinka zeigte stumm auf das Fenster. „Und was wollten Sie bei Sr. Hoheit?" Das Mädchen wollte vor Scl)am und Angst in die Erde sinken. Da nahm der alte Herzog sie bei der Hand und fragte gütig: . „Nun, mein Tochting, was wolltest Du von mir?" — Sie sagte leise: „Ich wollte bloß die Fliege weg- fängen, Herr Herzog." — Sie öffnete die Faust und unter veränügtem Brummen flog das Insekt davon.--Man war sprachlos — Dann brach alles in lautes Gelächter aus, selbst der Herzog ließ sein herzliches, mehr innerliches Lachen hören. Herr von Hämmerling führte seine Tochter hinweg. Als am Abend der Herzog nach der Residenz zuruckfuhr, huschte Kathinka mit einem großen Strauß Rosen hinter einem Busch hervor und überreichte ihn Sr. Hoheit. „Sind Sie mir noch böse, Herr Herzog?" fragte sie Uait,‘,$in ich ja gar nicht gewesen, mein Tochting," lächelte der Herzog. Beglückt neigte sich das Mädchen über des Fürsten Hand und hauchte einen Kuß darauf.--- „Ein blühendes Kind, Dein Mädel. — Gott segne es," sagte der Herzog zu seinem Freunde, als sie allein im Wagen saßen. Herr von Hämmerling seufzte. „Ihr fehlt die sorgende Hand der Mutter. Das arme Kind hat nie gekannt, was es heißt, eine Mutter zu besitzen, unö nun wächst sie auf wie eine wilde Hummel." „Gib sie mir, ich will sie Mr hegen und pflegen^ und wenn mein Sohn dereinst eine Braut heimführt, soll sie deren Schwester werden." Eine Heldin. Novelle von Max Karl Böttcher-Chemnitz. (Nachdruck verboten.) Erstes Kapitel. Jin Herrenhaus des alten Rittergutes herrschte jetzt peinlichste Stille. Das tat wohl nach all dem Trubel am Vormittag. Der alte Herzog Wilhelm Ferdinand hatte sich nach Beendigung der Tafel in das große Zimmer im Erdgeschoß zurückgezogen, um ein wenig zu nicken. Die Herren vom Dienst saßen im kühlen Rauchzimmer, und Herr von Hämmerling, der Gastgeber und Jugendfreund des Herzogs überrechnete, was ihm der Besuch des Landesherrn kosten würde. Nur Kathinka, des Hauses siebzehnjähriges Töchterlein, streifte müßig durch den Garten und überdachte die letzten Stunden, die sie in Gegenwart des Herzogs und des Hofstaates verlebte. „Ein alter lieber Herr, die Hoheit," dachte sie.--1 „Aber der Hofmarschall — '— — ex" — Wie der aufpaßte auf alles, wie er das Tafelzeug musterte und wie er entrüstet pustete, als sie so ganz verstohlen das Fingerchen ableckte, weil es aus Versehen in die Pfirsichsauce geraten war. Da war der Hofjügermeister in seiner prächtigen Uniform ein anderer Mann. — Kathinka stand an einem Rosenstrauch und schwelgte in Erinnerung an Herrn von Merkwitz. Ihr Blick fiel wieder auf den Rosenstrauch. „Die prächtigen Blumen, ich werde für den Herzog einen Strauß zurecht machen." — Sie schlich zur Küche, ließ sich von, Bertha, der alten Hausmamfell, ein großes Messer geben und nun ging sie wieder in den Garten, diesmal dicht am Hause entlang, damit die Herren vom Gefolge aus beim Rauchzimmer nichts sehen konnten. Unter dem breitem Fenster des Parterrezimmers blieb sie lauschend stehen. Da drin ist also der Herzog. Ob er schjläft? — — —i Ihr kam der Gedanke, sie wußte selbst nicht wie, sie möchte den Herzog schlafen sehen. — Sie stellte sich auf die Zehen, aber das Fenster war doch zu hoch. — „Na, dann klettern wir eben hinauf," —1 und eins — zwei — drei — stand sie im üppigsten Grün des Spaliers und lugte in das Zimmer. Der Herzog lag auf dem breiten Diwan und schlummerte. „Der liebe, alte Herr," sagte Kathinka mit inniger Stimme. In diesem Augenblick kam eine große Fliege, die die herzogliche Nase summend umkreiste. Sie störte den hohen Schläfer so sehr, daß er unwillkürlich das Haupt schüttelte, auch ein klein wenig die Hand zur Abwehr hob. c Kathinka war äußerst empört über das Gebaren der Fliege. „Ich werde sie haschen," entschloß sie sich. Das Fenster stand offen. Mit staunenswerter Kunst, und dazu 16 Da lächelte der alte Haudegen müde: „Sie Paßt nicht an den Hof, Wilhelm Ferdinand. Sie ist geradezu und« bieder wie ihr Vater. Aber wenn ich einmal die Augen eher schließen sollte wie du, — dann nimm sie unter deine fürstliche Hut." Der Herzog drückte dem Freunde stumm die Hand. * Zweites Kapitel. Ein Jahr später, im Frühlinge, verunglückte Herr von Hämmerling auf der Jagd. Man brachte den Todwunden ins Schloß. „Ruft mir mein Kind." Kathinka kniete an der Bahre nieder und vergrub ihren Kopf in die Kissen. Aber keine Träne löste ihren« Schmerz. „Kathinka?" „Vating?" „Nun ist es au§'." «— — Der Alte weinte herzzerbrechend und seine Zähren mischten sich mit dem Blute, das ans) der Todeswunde rann. „Nicht weinen, Vating, nicht weinen," flehte sie. /Morgen oder übermorgen bist du wieder gesund." Der Vater schüttelte den Kopf. — „Bleib brav, Toch- ting, und so heiter und sonnig, — und grüß mir den Herzog." Da begriff das Mädchen, daß es dem Vater ernst war mit dem Sterben und sie begann zu bitten: „Ach bleib bei deiner Tochting, Vater, was soll ich machen, wenn du nicht mehr bist?" Der Alte richtete sich auf und legte seine Hand segnend auf des Mädchens Haupt: „Du gehst zum Herzog, er wird oich hüten." — 1-- Und nun war das Kind Vater- und mutterlos. — Etliche Tage nach dem Begräbnis kamen allerhand Gläubiger und Gerichtsbeamte. Wagen um Wagen voller Sachen wurden fortgeschleppt und Kathinka saß in ihrem Stübchen und merkte nichts davon. Und als eines Tages ein Herr bei ihr eintrat und sagte: „Verzeihen, gnädiges Fräulein. — Ich bin Kommerzienrat Liebert und seit heute Besitzer des Gutes," :— stand sie ruhig auf und antwortete: „Da kann ich ja gehen." — :— — Sie packte einer: Korb mit ihrer: Sachen und schritt nochmals durch die Räume, um Abschied zu nehmen. Doch das war alles so öde, so leer, daß sie wieder in ihr Zimmer zurückkehrte. — Dort harrte ihrer Justizrat Thöruer, ihr Rechtsbeistand und Vormund. Der hielt ihr einen langer: Vortrag über ihre Zukünft und über das, was ihr geblieben. Sie hörte kaum hin, die Summe war ja auch gering genug. — — Nur daß sie ins herzogliche Schloß kommen sollte, auf besonderen Wunsch Sr. Hoheit, blieb ihr bewußt. Der Justizrat erbot sich, sie in seinem Wagen gleich mit zur Residenz zu nehmen. — So saß sie nun steif neben den: alten, graubärtigen Herrn. — Sie wollte ihn allerhand fragen, aber er zeigte ein so strenges, abweisendes Gesicht, daß ihr aller Mut entfiel. In der Residenz herrschte buntes Leben. Die Häuser und Straßen waren prächtig geschmückt, von verschiedenen Seiten ertönte Musik, und in den Hauptstraßen wurde der Wagen angehalten und auf eine der Nebenstraßen gewiesen. — Der Justizrat erklärte, daß heute der Erbprinz offiziell seinen Einzug halte. Er habe bis jetzt in Berlin bei der Garde Dienst geleistet und kehre nun zurück, um den alten Herzog bei den Regierungsgeschäften zu unterstützen. Jnstizrat Thörner ließ den Wagen an ein Nebentor des Schlosses fahren. — Nachdem er einen Augenblick mit der Wache verhandelt hatte, ergriffen zwei Soldaten Kathinkas Korb und trugen ihn in das Schloß, und das Mädchen schritt hinterdrein. „So Fräulein," — sagten die Soldaten und setzte:: den Korb nieder. — Und nun war Kathinka von Hämmerling allein. Sie ging von einer der großen, weißpoliertenLlügel- tür zur anderen und klopfte, aber nirgends regte sich etwas. — Da ward ihr bänglich zu Mute. Sie setzte sich auf ihren Reisekorb, stützte den Kopf in die Hände und sann nach, was sie nun tun solle, s— So saß sie lange, lange Zeit, die Dämmerung brach ein, und sie merkte es nicht. Sie weinte leise und unter Tränen schlief sie ein. — — — Ganz ferne Musik weckte sie aus ihren Träumen. Lauschend hob sie den Kops. Die Töne klangen so weich, so schmeichelnd, daß s:e augenblicks ihre Lage vergaß. — Eine stille, süße Sehnsucht packte sie, eine mächtige Sehnsucht nach Unbekanntem und Unbewußtem. — Sie wanderte den Korridor entlang, durch düstere Gänge und Säle, immer der Musik nach. So geriet sie in einen schmalen, finsteren Gang. —, Er mußte am Ende eine Tür haben, denn ganz schwacher Lichtschein fiel durch die Ritzen der vertrockneten Bretter., Kathinka tastete hochklopfenden Herzens nach dem Drücker. — ■— Sie öffnete leise und vorsichtig die Tür, prallte! aber erschrocken zurück. Berauschende Walzertöne, getragen von düfteschwerer Luft, umfluteteten sie. Doch sie war auch schon entdeckt. Ein großer, noch lunger Herr in Offiziersuniform hatte an der Brüstung gelehnt und ging jetzt auf sie zu. „Na nun," sagte er lächelnden Antlitzes, als er das junge Mädchen erblickte. Kathinka senkte verschämt die Augen, wippte aus Verlegenheit mit den Fußspitzen und strich dabei mit beiden Händen ÜB er ihr schwarzes, bescheidenes Kleid. Sie erkannte, daß sie sich in einer der Saalgalerien befand und sie erkannte auch^ daß der Herr, mit dem sie ein so unfreiwilliges Tete-ä-t§te hatte, belustigt lächelte. Das ärgerte und reizte sie, und als der Herr fragte: „So schüchtern, Sie kleines Fräulein?", antwortete sie: „Ich bin kein kleines Fräulein — und übrigens gehöre ich ins Schloß." „So — das macht sich ja nett. — Ich gehöre nämlich auch ins Schloß." Katbinka bik sich auf die Lippen. Sie war wütend:,am liebsten wäre sie gegangen, aber sie fand nicht, wie sie sich auf passende Art zurückziehen sollte. Der Fremde in Uniform schob ihr jetzt einen Sessel hin und lud sie durch eine Handbewegung ein, sich zu setzen. Sie wollte ablehnen, doch in diesem Augenblick ergriff sie eine solche Ermattung, daß sie sich kraftlos in den Stuhl fallen ließ. „Was ist Ihnen?" fragte der Herr besorgt und neigte sich zu Kathinka. Seine Augen blickten so mitleidig, daß sie voller Vertrauen sagte: „Ach nichts, ich glaube, «nur etwas Hunger." Dann! verließen sie die Sinne. Der Offizier drückte die elektrische Klingel und im Augenblick erschien in der anderen Tür der Galerie ein Lakai. „Ew. Hoheit befehlen?" Als er das wie leblos im Fauteuil liegende Mädchen erblickte, zeigte er ein erstauntes! Gesicht, doch nur euren kurzen Augenblick, dann schaute er wieder mit Gleichmut nach seinem Herrrr. Der Erbprinz Hans Jochen verhehlte sich nicht, daß er im Begriff sei, sich stark zu kompromittieren. Mit einem fremden, jungen Mädchen allein in der Hofloge des Bankettsaales — das war zum mindesten etwas ungewöhnlich. Er blickte unschlüssig nach der Ohnmächtigen. Aber das feine, durchsichtig blasse Gesicht, darin wie eine schwache, rote Linie der feingeschwungene Mund, die langen, tiefschwarzen Augenwimpern, — das engelhaft Reine Kathinkas rührten ihn wieder so, daß er lieber einen kleinen Hofskandal auf sich nehmen wollte, als das Mädchen einfach, den Händen der Dienerschaft zu überlassen. „Bringer: Sie schnell erwas Sekt, kaltes Fleisch und! Brot, aber nichts Saueres -— >— und diskret." Der Lakai verbeugte sich und verschwand. Der Erbprinz nahm Kathinka den Hut vorsichtig vom Kopfe und strich ihr mit der Hand das Haar aus der Stirn. Er trat) zurück und betrachtete das fremde Mädchen. „Armes Kind, wie magst du hierherein gekommen sein," sagte er leise und mitleidig. Der Lakai trat geräuschlos ein. Er stellte das Tablett aus ein kleines Bronzetischchen und den Kühler mit dem Sekt daneben, dann zog er sich ebenso geräuschlos zurück. Seine Hoheit füllte einen Kelch mit >Sekt und kniete am Stuhle Kathinkas nieder. Mit der linken Hand richtete er sie ein wenig auf, während er mit der rechten den kühlen, perlenden Trunk zwischen die Lippen träufelte. Kathinka begann wieder zu atmen, die Farbe kehrte zurück und als Hans Jochten ihr sein seidenes Taschentuch, das! er in den Sektkühler getaucht hatte, noch auf die Stirn legte, schlug sie die Augen auf, die großen glänzendes Augen. „Ist Ihnen besser, mein Fräulein?" S:e lächelte, und dabei zeigte sie eine Reihe Pracht» voller kleiner Zähnchen. Der Erbprinz war überglücklich. Er schnitt Brot und Fleisch in kleine Bissen und fütterte 165 Kathinka tote ein Kind. Bei jedem Happen machte sie gehorsam das Mäulchen auf, und während sie kaute, schaute sie mit dankbarem Blicke dem Prinzen in die Augen. Nun reichte ihr Hans Jochen den Champaanerkelch und stieß mit ihr an: „Auf gute Freundschaft, Kleines!" Sie nickte und kaute schneller, dann trank sie in einem Zug das Glas leer. „Bravo, das war brav gezecht." „Gelt, ich kann's — das hab ich von Vating." Nun waren mit einemmal die alten Erinnerungen wieder da. Heiß stieg es ihr in die Augen und zwei kleine Tränen perlten unter den seidenen Wimpern hervor. Der Erbprinz war einigermaßen bestürzt. Jetzt erst gewahrte er die Trauerkleidung seines unbekannten Gastes. „Sie armes, armes Mädel," sagte er weich und strich ihr über die Hand. Da sprang Kathinka aus, und noch ehe der Prinz es hindern konnte, huschte sie zur Wohinaus (Fortsetzung ' Stellvertretung. Humoreske von Ernst Georgy. Sie stand vor der Wohnungstür des Hausverwalters Und lachte: „Ja, nun geht es bald los. Vier Tage bleibe ich fort.. Wir wollen die Hochzeit meines Bruders gründlich feiern." „Vier Tage?" wiederholte Frau Müller staunend. „Alle Achtung, Anna, was wird denn dg bwß aus Ihrer Herrschaft werden?" Anna machte eine gleichgültige Bewegung mit der Hand, Und spöttisch lächelnd meinte sie: „Es ist ganz gut, wenn die mal sehen, was sie an unsereinem haben! Wenn man solche Leute zwölf Jahre lang verwöhnt hat, denken sie, es muß ihnen immer so gut gehen, und erkennen es gar nicht an, wie man sich für sie abrackert. — Na, nun können sie einmal den'Unterschied sehen! Die werden pfeifen lernen!" Frau Müller nickte beifällig. „Das glaube ich auch. Man kann sich bie Kleinerts gar nicht ohne ihre Anna vorstellen. Was werden die bloß anfangen? Die Damen können doch bei 'ihren schweren Berufen nicht selbst kochen und ausräumen." „I wo, unsere Frau hat an so ein Institut geschrieben Und läßt sich eine Aushilfe kommen. Ich bin ja man gespannt, wie ich meine Wirtschaft vorfinden tun werde? Wenn ich nicht ihnen zeigen wollte, was sie an mir haben, würde ich mich nicht weiter freuen, denn ich hab nachher bloß die viele Arbeit." Während Anna unten mit der befreundeten Frau fröhlich £ atzte, saß ihre Herrschaft oben in der zweiten Etage in be- mrener Stimmung beim Tee mit einigen Gästen zusammen. Auf der Mutter wie auf den vielbeschäftigten Töchtern lastete die bevorstehende Abwesenheit des erprobten Faktotums wie ein Alpdruck. Was sollte wirklich werden? Anna wußte alles, machte alles und — beherrschte alles mit der bescheidenen Frechheit, die langjährige Dienstboten unwillWrlich annehmen. Die Mutter erklärte, daß sie sich absolut nicht mehr um die Küche kümmern könnte, da es sie krank mache. Und die Töchter, ohnehin mit Arbeitj überlastet, seufzten Bet dem Gedanken an Staubwischen, Klingel- Und Telephonbedienen und andere weitere Unerfreulichkeiten. „Ich kann mir Sie alle ohne Ihre Anna nicht mehr denken," behauptete auch Frau Elise Franken, die Besucherin. „Solch jein Mädchen wie Anna gibt es auch gar nicht mehr." „Na, na," schränkte die Hausfrau seufzend ein, „sie hat ihre glänzenden Seiten: aber auch ihre schlechten. Sie tyrannisiert üns und läßt oft fünf gerade sein. In der Arbeit hat sie recht: nachgelassen, schwatzt zu viel und macht sich ihr Leben so leicht wie möglich." , „Dafür ist aber ihre Ehrlichkeit, ihre Treue Und ihre Kenntnis äller uns betreffenden Dinge unbezahlbar," widersprach die jüngste Tochter eifrig. „Anna ist für uns unersetzlich!" Die anderen, mehr oder weniger überzeugt, schwiegen sich aus, denn sie alle ftirchteten die nächsten Tage. Und Anna, mit Reisestärkung und Letzgeld reichlich versehen, schüttelte jeder einzelnen aufgeregt und vergnügt dte Hand: „Auf Wiedersehen!" Bei sich aber erwog sie selig: „Ihr werdet die Stunde segnens wo ich wieder hier bin. Ich werde mich fein amüsieren und nachher auch wieder für euch sorgen, denn ohne mich sieht es hier bös aus!" — So zog sie ab. Am nächsten Morgen, pünktlich um Wb acht Uhr, trat Mathilde, die Aushilfe, an, die sich schon am Abend vorher bei Unna gründlich Auskunft eingezogen hatte. Sie war eine stattliche, hübsche Person, die sich seK: nett kleidete und äußerst freunb- lich war. Ohne die Damen viel um Anweisungen zu bitten, sah !ie sich in dem Haushalte klug um und begann ihre Arbeit mit chneller, erfahrener Hand. Mathilde hatte keine Bekanntschaften m Hause oder in der Nähe, so mackste sie bei ihren Einkäufen! keine privaten Schwätzchen bei den Lieferanten, die Viertelstunden in Anspruch nahmen. Flink kehrte sie stets von jeder Besorgung heim und widmete die also ersparte Zeit der Wirtschaft, der dies sehr zugute kam. Als sie am ersten Abend sich fteundlich ver- abschtedete, leuchtete die Küche in seltener Reinheit. Die Damen konstatierten es; aber noch ohne Nebenbemerkungen. — Am zweiten Tage leuchteten die Salons bis in die entferntesten Ecken in einer spiegelnden Blankheit, welche die brave Anna nur für Ostern und Weihnachten auffparte. Das Mittagessen schmeckte wie vom Koch, und das Abendbrot, zu dem sich mehrere Gäste eingefunden, brachte angenehmste Ueberraschungen, was Tischarrangement und Speisen betraf. „Kinder, es geht auch ohne Anna!" erklärte Frau Kleinert vor der Nacht halb befreit, halb befremdet. . .„Und wie!" entgegnete ihre zweite Tochter. „Alles funk- troniert tadellos! — Komisch!" Am dritten Tage erbarmte sich Mathtlde mit hingebender Leidenschaft der von Anna stets möglichst schnell erledigten Schlaftäume, ohne ihre Kocherei zu vernachlässigen. Abends behauptete daher das älteste Fräulein Kleinert, daß es ähnlich sauber noch nie gewesen sei, seitdem Ännaj tm Hauje sei. Selbst mit der bewährten Aufräumefrau zusammen errerchte sie mit ihrem ewigen Geschwatze nicht solche Reinlichkeit. Am vierten Tage erbat sich die immer fteundliche Aushilfe die Silbervorräte und putzte diese wie der gewiegteste Diener, nachdem ste Badezimmer und Speisekammer in einen wahren Ausstellungszustand versetzt hatte. Das erschütterte die angewöhnte Treue der Kleinertschen Damen nun aber doch. Plötzlich zogen sie in erregter Unterhaltung alle still ertragenen Fehler und Schwächen ihrer Anna ans Tageslicht. Sie verglichen diese mit dem Juwel Mathilde und kamen, trotz aller Skepsis, im Gedenken des Wortes von den „gut» kehrenden neuen Besen" zu dem betrüblichen Resultate: „Zu schade, daß man Mathilde nicht gegen Anna austauschen kann!" Darum sah man auch der Heimkehr der Vielgepriesenen mit gemischten GeMlen entgegen. Anna traf ein. Uebermüdet, verschwitzt, tabaksduftend, aber schwatzbereit wie stets. Sie verabschiedete in eigener Person höflich herablassend ihre Stellvertreterin und übernahm sieghaft wieder das Zepter ihrer autokratischen Herrschaft. Schon der Lendemain dieses Ereignisses brachte unangenehme Ueberraschungen: „Sehen Sie sich mal den Gaskochherd und die Eimer ent, Anna! Warum sehen die bei Ihnen nie so aus?" fragte die Hausfrau. „Bei Mathilde war das Speisezimmer fertig, die Fenster geschlossen, der Kaffee warm, wenn ich zum Frühstück kam," meinte die zweite Tochter, als sie hebend vor Kälte und empöft Anna noch beim Staubwischen am offenen Fenster mit der Köchin von drüben Reiseerlebnisse tauschend vorfand. „Mathilde hat Flügel und Notenschrank nie so verstauben lassen. Sehen Sie einmal her," meinte die Aelteste, das Mädchen vor die Möbel führend. „Anna, ich wünschte, Sie könnten ein Filet braten wie Mathilde!" seufzte die vierte im Vorbeigehen an der Küche. Und die dritte zeigte dem erprobten Faktotum im Schlafgemache einige Neuerungen, die Mathilde cingeführt hatte und die ganz herrlich waren. Anna sah selbst Reformen, die sie nachdenklich machten. Sie vermochte betm besten Willen nichts Tadelnswertes zu finden, so sehr sie auch suchte. Dagegen wurde sie schon förmlich nervös, wenn sie nur eine ihrer Damen sich nähern sah. Jede Begegnung wurde zum Anlaß eines Vergleiches. „Mathilde trug immer weiße Kragen." — „Mathilde kleidete sich viel adretter." — „Ach, Anna, wenn Sie bloß so eifrig und hintereinander arbeiten würden wie Matlsilde!" wurde immer wieder mit Seufzen geäußert. Und die brave, von ihrer Unersetzlichkeit durchdrungene Anna wurde zuerst verstimmt, dann zornig und verlor schließlich ihr schönes Gleichgewicht ganz und gar. Das erwies sich durch eine unerhörte Mundfaulheit, durch Appetitlosigkeit und vor allem-- durch eine neue Arbeitslust. Obgleich sie es nicht zugab, kehrte sie plötzlich verschwiegene Ecken, wischte auch auf den Schränken Staub und erfiillte kleine Wünsche ihrer „Fräuleins", die sie seit langem hartnäckig überhört hatte. Der Name „Mathilde" wurde zu einem Menetekel, das wie eine moralische Peitsche wirkte. Die Damen bemerkten den Wandel in ihrer getreuen Haustyrannin mit geheimem Schmunzeln und waren diplomatisch genug, sich nicht laut darüber zu äußern. „Die Reise war die beste Lehre für unsere Anna," bemerkte Frau Kleinert vergnügt zu Fran Franken. „Sie sieht, daß sie zu ersetzen ist. Ich wünschte nur, daß in einiger Zeit wieder ein Bruder von ihr äußerhalb heiraten würde!" Anna jedoch erklärte fast zUr nämlichen Stunde unten bei Hausverwalters: „Nee, Frau Müller, wenn unser Paule heiratet, fahr' ich höchstens auf einen Tag hin und mache die Reisen nachts. Es tut nich gut, wenn unsereins zu lange wegbleibt. Das ist nichts für die Herrschaft und nichts für uns! Ich habe 'es ja mit unserer Aushilfe gesehen. So 'ne Weiber taugen alle nichts!" Frau Müller gab ihr zwar recht; aber sie dachte sich ihr Teil, da sie mit Frau Kleinert selbst Wer die Stellvertreterin gesprochen hatte. Die romantische Entdeckung eines Genies. Durch eine Verkettung von Umständen, ja eigentlich nur durch einen Zufall hat der Leiter des' Colonne-Orchesters in Paris ein musikalisches Genie entdeckt, das seit mehr als dreißig Jahren in Paris in der Stille seine Werke schuf, ohne daß siemand ahnte, daß 166 in diesem heute bereits lveißhaarigen alten Manne der Geist eines bedeutenden und originellen Komponisten >vohnt. Ter Held dieser romantischen Geschichte ift ein bescheidener iW « l!nae vor ein geborener Italiener namens Fanelli, ter .bereits lange vor i>ent deutsch-französischen Kriege von seiner Hermatstadt Bologiia nach Paris übersiedelte und sich seit zwanzig Musiker durchschlug. Bescheiden nahm er inmitten beä OraMers seinen Platz ein und erfilllte seine Pflicht, ohne test enra semeü Een ie ahnte dass dieser einfache alte Musiker teherm m seinem Pulte selbstgeschaffene Meisterwerke barg. Nie hatte sich Fanelli in seiner Schüchternheit dazu aufrafsen können, auch nur 8ne sein^KomPosttchnen einem bekannten Dirigenten einzurerchen Als nun die Not den alten Musiker mit harter Faust anpackte, fand „ter dem Druck der Verhältnisse den Mut, einen ter führenden Dirigenten Frankreichs, Gabriel Prerns, anzusprechen mit ter Bitte, ilM doch gelegentlich Notenschrelbarbeiten zu übertragen, er habe eine Frau und ein Kind und nrüsse versuchen, durch kleine Nebenverdienste daheim die Not zu lindern. ' Pierno hatte Mitleid, versprach dem Alten Arbeit und bei dieser Gelegenheit zeigte ihm Fanelli einpaar von ihm !zeschrlebener Notenseiten, damit ter Dirigent die Deutlichkeit und Korrektheit der Notenschrift sehen möge. Pierns warf einen Blick auf diese Blätter und war erstaunt: es war eine Symphon^ die Fanelli vor nahezu dreißig Jahren komponiert hatte. Ter Kapellmeilter behielt das Manuskript, sah es durch und teilte wenige Tage spater dem völlig überraschten Notenschreiber mit, daß diese ©vmwonie im nächsten Colonne-Konzert aufgeführt werden wurde. Und die Uraufführung dieser Symphonie tes bisher uichekannten Komponisten fand in der vergangenen Woche in Paris auch statt. das Werk wurde mit stürmischer Begeisterung ausgenommen und Musiker und Musikfreunde sind sich darüber einig, daß mit dieser Symphonie die musikalische Kunst um ein neues und ungewöhnliches Meisterwerk bereichert worden ist. . In einer Unterredung erzählt Piernä die Entdeckung ter Komposition. „Um seine Handschrift zu zeigen, gab mir Fanelli die Notenseiten. Beim ersten Blick fesselte mich die Harmonisierung. Sie ist das Eigenartigste und Modernste, was ich bisher kennen gelernt habe. Das Manuskript selbst war offenkundig alt. Ich suchte aus dem Titelblatt den Namen des Komponisten: Fanelli. „Werst ist Fanelli?" fragte ich und er antwortete: „Das bin ich." Ich bat ihn, mir die, wie et sagte, „alten Noten da zu lassen. Am Nachmittag sah ich die Partitur durch und mem Staunen wuchs. In dieser Komposition sind alle_ Prinzipien moderner Musik verkörpert. Die symphonische Entwicklung von außerordentlicher Kraft und Schönheit; es schien kaum glaublich, daß dies bereits 1883 komponiert sein soll. Ich war begeistert. 1882 habe ich den Rompreis bekommen, aber damals stand unsere Kunst noch auf einem ganz anderen Standpunkt als die Fanellis. Die modernen Russen waren uns unbekannt, totr begannen damals damit, Wagner zu hören. Und schon zu jener Zeit war Fanelli uns allen vorausgegangen. In seinem Werke waren bereits all jene Tonalitäten, die Auflösung ter Nonen und kühnen Harmonien verwendet, die erst jetzt in die Kunst ter Komposition eingezogen sind. Ganz wundervoll ist die Behandlung der einzelnen Instrumente. Als ich Fanelli vorschlug, das Werk aufzuführen, fiel er aus allen Wolken. Et verstand mich nicht. Er meinte, er wolle lieber etwas Neues komponieren, aber ich setzte meinen Willen durch. Die aufgeführte Symphonie ist nur ein Teil aus einer Folge, die „symphonische Bilder' heißt; sie entstanden in Anlehnung an Gautiers „Roman einer Mumie . Fanelli besitzt noch eine ganze Reihe fertiger Kompositionen, symphonische Dichtungen, Quintette usw., die jetzt alle aufgeführt werden sollen." Bei dem Konzert, in dem die Symphonie gespielt wurde, saß Fanelli inmitten der Kapelle. Als er die langvergessenen Klänge seines Werkes zum erstenmale von einem Orchester wiedergegeben hörte, kamen ihm die Tränen in die Augen; aber auch die Musiker waren ergriffen und mit ihnen das Publikum, denn diese Musik hatte eine mitreißende Kraft, die sofort alle tn ihren Bann zog. Nach der Aufführung bedankte sich Fanelli bei dem Dirigenten: „Ich bedauere nur eines : daß meine Tochter nicht hier sein konnte. Sie wäre glücklich gewesen, aber sie steht vor dem Examen und hat keine Zeit. Tausend Dank, Mr. PiernS, und guten Appetit." Der letzte Wunsch war sonderbar, der Dirigent forschte Fanelli aus und erfuhr schließlich, daß ter Unglückliche Komponist den ganzen Tag noch keinen Bissen gegeben hatte. Während das elegante Paris Fanelli stürmisch bejubelte, hatte der Alte nur den einen Gedanken: etwas zu essen. Er besaß dicht einen Sou. Mau hat sofort daKr gesorgt, daß dieser Not für die Zukunft ein Ente gemacht ist. ' > Etwas vom Hopfen. Die Hopfenpflanze gehört zur Familie der Nesselgewächse' kommt in vielen Gegenden Deutschlands wild vor und bietet stets dem Auge, namentlich im Herbst, etwas Angenehmes. Für die Bierbereitung können aber nur die weiblichen und unbefruchteten Blutenkätzchen verwendet werden. Die Dolde besteht aus emielnen Blättchen oder Schuvven und unter diesen bestnden sich kleine grünlichgelbe, klebrige und harzglänzende Drüsen. Letztere enthalten das für die Brauerei so wichtige Vugulm. Der Höchen enthalt em ätherisches, gelbliches, bitter schmeckendes Cet — Hovfenol genannt — das der eigentliche Träger des überaus aromatischen Gemme» und Geschmackes des Hopfens ist. Außerdem enthält der -rochen bitteres Harz. daS mit dem Hopfenöl und der Gerbsäure des Höchens zusammen von Bedeutung für die Bierbereitung ist Bereits nn 8. Jahrhundert wurde Hochenbier bereuet; int Jahre 1078 laßt steh aber die Verwendung von Hopfe» zur Bierbereilimg in Deutschlano bestimmt nachweiseii, für Schweden und England im Io. Jahrhundert. Nach mehrfachen Verboten wurde tn England die 1 ec* Wendung von Hopfen zur Bierbereitung erst im 18. Jahrhundert allgemein gestattet. In Bayern sollen schon im 8.. Jahrhundert Hopfengärten bestanden haben. Ter Hopfen hat für die Vier* bereitung eine doppelte Bedeutung: er erhöht einerseits die f?alt* barfeit des Bieres, anderseits verleiht er ihm ein seines Aroma und gleichzeitig einen angenehm bitteren Geschmack. In den Brauereien der Welt werden im jährlichen ^.urchschnlit etwa 1 750 000 Zentner Hopfen vei braucht. In Jahren guter C-rnten wird wesentlich mehr Hopfen geerntet, als verwendet wird. ~amt wird der Ueberschutz an Höchen konferviert und für Jahre am- bewahrt, in denen die Hov-enernte geringer ist oder mißrat; in solchen Jahren steigt der Hopfen erheblich int Preise. Höchen tvtiö gezogen in Oesterreich-Ungarn, Deutschland, tu den ^reinig Staaten von Nordamerila und in Australien, in England, Rußland, Frankreich und Belgien. Jit diesen Ländern fällt aber die Hopfen* ernte jährlich sehr verschieden aus. So betrug sie nn 3£hre in Deutschland 565 000 Zentner, in Oeüerreich-Ungarn „83 000 in England 560 000, in Amerika und Australien zusammen mW 00), in Frankreich und Belgien je 8000 und tn Rußland 6a „ , zusammen 2 263 000 Zentner. 1909 ergab eine Mißernte; es wurden nur 1 123 7oO Zentner Hopfen, bezw. 924 Ooo Ztr. gewonnen. Für 1911 liegt vorläufig nur eine Schätzung vor und diele berechnet di' Welt-Hopieiternte auf etwa 1 140 500 Zentner, wovon für Deutschland 190 000 Zentner zu rechnen sind. Nun dürste es interessieren, zu erfahren, wieviel Pmnd Hopfen von diesen großen Hopienmengen in den verschiedenen Vanbern auf den Hektoliter Bier zitr Verwendung kommen. ia findet man, daß in Großbritannien und Irland am meisten Hopfen vermeiibet wird, und zwar im Jahre 1908 und 1909 ;e 0,98 P,und, tm Jahre 1910 sogar 1 Pfund auf den Hektoliter Bier, tn den Vereinigten Staaten von Nordamerika, tn Südamerika und in Australien zusammen 1908 0,78 Pfund, 1909 0,66 und 1910 0/7. Es scheint der Geschmack des Publikums für starkgehovste Biere auch in anderen Ländern zurückgegangen zu sein, da fast überall ein Rückgang tut Hopfenvcrbrauch zu verzeichnen ist. Vermischte». bk. Dekorierte Amazonen. Eine der tapfersten Truppen der französischen Kolonialarmee sind die s e n e g a l e s r (ch e n S ch ü tz e n. Ihnen ist es wohl nicht in letzter Lm,e zuzuschreiben, daß Frankreichs Kolonialreich eine derartige Ausdehnung genommen hat und sich im Laufe der Zeiten innerlich gefestigt. Und ihre Frauen stehen ihnen an Tapferkeit nicht nach 1 et es, daß der schwarze Schütze in den Krieg zieht, sei es, daß er von etner Kolonie in die andere versetzt wird, überall folgt ihm die treue Ehe* halste nach. Sie ist ihm unentbehrlich: sie ist für ihn gleichzeitig Trägerin, Köchin, Wäscherin und — Weib. Daß sie ihm aber zu Zeiten auch eine treue Gehilfin int rauhen Kriegshandwerk ttt, beweist ein Erlaß, der tu der «Armse coloniale“ soeben veröffentlicht worden ist. Witt bett Worten des höchsten Lobes rotrb dort Mousina, die Frau des Korporals Ahmed Yaeoub erwähnt, die im Kampfe bei Talmeust tödlich verwundet wurde, als sie dem Gatten und seinen Kameraden, die in der vordersten Schützenreihe dem Feinde wacker Stand hielten, Munition brachte. Noch andere Namen weist die Ruhmesliste auf: Fatma, Bmtou-Korrö, Ntemel- laue und Soulma; sie alle sind im Kampfe gefallen. Magischer (Quadrat In die Felder nebenstehenden Quadrats sind die Buchstaben AAAABBEENNNNB.O' U Z derart einzutragen, daß die wagerechten u. senkrecht.Reihen gleichlautend folgendes bedeuten: 1. Ein Verbrechen 2. Mädchennamen. 3. Früheres Gewicht. 4, Holländischen Maler. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung der Dechiffrier-Ausgabe in voriger Nummer: Was freften nicht die Krähen l Was sehen nicht Poeten! Was schwatzen nicht Betntnknel Was tun nicht mi'tb'ge Weiber l Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scuci, llmversttäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lang«, ®iejeifc