MM Montag den 6. Mai Roman von Paul Grab ein. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Vielleicht darf ich Ihnen nun auch noch sagen, wie das alles gekommen ist. Ich erwähnte ja schon damals, meine Mutter wäre Line geborene Dänin. Wie sie schon mit meinem Namen sie nannte mich Hjalmar — ihre Anhänglichkeit an die alte, nur schwer aufgegebene Heimat bewies, so auch durch die treue Pflege der Verwandtschastsbeziehungen dort. So bin ich denn ost mit ihr und später allein bei ihren Angehörigen in Kopenhagen gewesen. Ich ging dorthin, auch nach Abschluß meiner Studien, als junger Arzt, um bei dem berühmten Finsen die damals gerade von ihm entdeckte, bahnbrechende Behandlung verheerender Krankheiten durch Lichtbestrahlung zu erlernen. In seiner Klinik lernte ich eine junge Studentin der Medizin kennen, ein stilles, ernstes Mädchen, das mich aber durch seine sympathische Art bald anzog. Es umgab sie auch etwas Geheimnisvolles. Es wurde üt der Klinik erzählt, sie stamme fernher von Island, und ein dunkles, tragisches Geschick, über das ,niemand aber näheres wußte, habe sie vor der Zeit so ernst und still gemacht. Das zog mich nur umsomehr zu ihr hin, und schließ- '.ich kamen wir in einen kameradschaftlichen Verkehr, der ■ ich allmählich immer freundschaftlicher gestaltete. In einer schönen, tiefernsten Stunde, wo ich nach dem Grund ihrer Melancholie geforscht hatte, schloß sie sich nun ganz auf: Ihre innig geliebte Mutter War durch eine Magd mit jener furchtbaren, unheilbaren Krankheit angesteckt worden, die in Island noch aus alten, trüben Zeiten sich erhalten hat >— der Lepra! Seit Jahren schon lebte sie nun, von ihrer Familie und der Welt abgeschlossen, im Aussätzigenheim, vhne jede Hoffnung auf Heilung, langsam ihrem unentrinnbaren Ende entgegensehend. Gerade die geheime Hoffnung, durch die neue Finsensche Methode vielleicht auch ihre geliebte Mutter retten zu können, hatte sie zu dem berühmten Arzt gebracht — eine Hoffnung, die er ihr aber hatte zerstören müssen. Ich war tief erschüttert von diesem fürchtbaren Geschick, und seit jener Stunde zog es mich in innigstem Mit- St zu dem armen Mädchen. Lassen Sie es mich kurz : Wir kamen einander immer näher, und dies" Mädchen meine Frau. Es war vielleicht keine eigentliche, Liebe f— wenigstens, wie ich jetzt weiß, nicht di« wirkliche, unser tzanzes Wesen erschütternde Liebe! — die mich zu ihr hin- Äog. vielmehr ein mild-wärmendes, stilles Empfinden, das in dem anderen den guten, treuen Gefährten fürs Leben, den verständnisvoll mitwirkenden Kameraden bei hier Berufsarbeit suchte, Aber trotzdem waren wir glücklich, so glücklich miteinander, wie ich es damals mir nicht anders hatte ersehnen können. Alle unsere Wünsche waren ja erfüllt, em schönes, erfolgversprechendes Leben voll ungetrübter Harmonie lag vor uns. Meine Frau wollte mir in mein« Heimat, nach Deutschland, folgen, wo mir an einem! Sanatorium der Posten des leitenden Arztes zugesichert worden war, eine gute, vielverheitzende Stelle. Nur einmal, auf wenige Tage, wollte meine Frau zuvor, noch in ihre alte Heimat nach Island zurückkehren, um von ihrer Mutter Abschied zu nehmen, Abschied fürs Leben! Denn nachher würde sie ja schwerlich, noch einmal in jene entlegenen Regionen kommen, und wenn wirllich, so fand sie gewiß die Unglückliche nicht mehr am Leben vor. Ich konnte mich natürlich diesem nur zu begreiflichen Wunsch nicht widersetzen, und so begleitete ich denn meine junge, mir eben angetraute Frau nach Islands es war unsere Hochzeitsreise. Mit geheimem Bangen sah ich allerdings diesem Ab- schied von Mutter und Tochter entgegen. Ich wußte ja freilich, daß die Lepra hei Beobachtung der nötigen Vorsicht nicht ansteckend ist; Aerzte und Wärter sind ja täglich mit diesen Kranken ohne Nachteil zusammen. Aber tote leicht konnte in dem Gefühlsausbruch beim Abschied eine Berührung stattfinden, und — mir schauderte schon bei dem slüchtigen Gedanken! — vielleicht mit verhängnisvollem Ausgang! Ich wirkte daher auf der Seereise mit aller Energie auf meine Frau ein, daß sie um Gotteswillen nicht in jener Stunde sich vergessen möchte. Sie solle doch an mich, an sich, an unsere ganze Zukunft denken! Meine Frau versprach denn auch fest, jede Vorsicht beobachten zu wollen. So kamen wir nach Reykjavik. Ich selbst begleitete meine Frau in das Lepraheim und war mit dem Arzte Zeuge des erschütternden Wiedersehens zwischen Mutter und Tochter. Die arme Leidende fühlte wohl selbst, daß sie nicht mehr lange sich quälen toüröe und daß diese Begegnung mit der heißgeliebten Tochter die letzte sein würde. Um so mehr bewunderte ich die Fassung der unglücklichen Frau, die kein Wort von sich selbst und dem ihr bevorstehendes Geschick verlor, sondern nur an dem Glück ihres Kindes sich freute, dessen Zukunft sie nun ja durch die Heirat gesichert sah. Da die Patientin sich so ruhig und besonnen benahm und infolgedessen auch meine Frau ganz beherrscht schien, so glaubte der Arzt den beiden ruhig noch ein kurzes weiteres Beisammensein ohne unsere Ueberwachung nur in Anwesenheit einer alten, schwerhörigen Wärterin gestatten zu können, und er führte mich währenddessen durch die übrigen Raume seiner Anstalt. Als >vir wiederkamen, fanden wir die beiden Frauen allerdings tief bewegt, in Tränen aufgelöst, und es war mir sehr lieb, haß wir wieder da 282 fiteren, um nötigenfalls einschreiten zu können. Der letzte Abschied war bann herzzerreißend; halb mit Gewalt mußte ich meine Frau sortKhren. Aber bte Zeit tat nun ihr Werk, namentüch auch all das Neue, das alsbald meine Frau in ihrer neuen Heumar und im eigenen Hause empfing. So wurde sie Denn wohltätig von rhrem Schmerz abgelenkt und blühte bald in doppelter Frische und Anmut auf. Ihre Hausfrauen- Mchten machten ihr eine hohe Freude; sie vermißte das aufgegebene Studium gar nicht, sondern war glücklich m ihrem neuen Berufe nur als Weib. So verlebten wir denn in ungetrübtem, tief innerlichem Glück die ersten Monate unserer jungen Ehe. Es ging zum Winter, pnd wir mußten auch unseren gesellschaftlichen Verpflichtungen genügen. Da kam der erste Ball, den ich mit meiner Frau besuchte; der erste und letzte! Meine Frau sah dem Abend mit großer Spannung entgegen, sollte sie doch! zum ersten Male mit mir tanzen. Während! der kurzen ernsten Brautzeit war nie Gelegenheit dazu gewesen, und unsere Hoch- zeit war ja auch nur ganz still im Meise ihrer Kopenhagener Verwandten begangen worden. Noch heute sehe ich meine Frau auf dem Feste vor mir in ihrem Ballkleide, so hübsch und frisch, und so glücklich! Sie freute sich ja, unter geheimem Herzklopfen, wie ein ganz junges Mädchen aus das große Ereignis. Wie glücklich strahlten mich ihre Augen an, als ich! daun den Arm um sie legte und mir den Eröffnungs-Walzer tanzten. Froh blickte ich auf sie nieder, da streifte mein Blick von ungefähr ihren Hals, und ein Fleckchen fiel mir auf ihrer weißen Haut auf. Erst wollte ich flüchtig darüber gleich wieder hinlvegseheu, aber da hatte ich plötzlich eine so sonderbare Jdeenassoziation. Das winzige Pünktchen sah — wie dem geschulten Auge des Arztes in mir nicht -entgangen war — so sonderbar aus, und plötzlich mußte ich/ ich wüßte nicht wie, ganz unvermittelt an meinen Besuch fn Reykjavik im Lepraheim denken. Erst wollte ich über diesen törichten Gedankensprung! im stillen lächeln, aber plötzlich schoß eine ganz klare Vorstellung in meiner Seele auf: Ein Moment von dem Rnnd- gang durch das Heim mit dem Kollegen dort stand mir mit einem Male vor der Seele. Er zeigte mir einen kranken Knaben, und ich entsann mich noch wörtlich seiner Bemerkung dabei: „Hier haben Sie einen Fall von Lepra im allerersten Stadium. Infektion nachweislich erst vor mehreren Monaten erfolgt." Ein dunkles Grauen beschlich mich plötzlich, aber noch ganz ohne Bewußtsein. Es war das instinktive Ahnen von etwas Furchtbarem, das meine Vernunft im ersten Augenblick noch gar nicht erkannte. * Erst wollte ich rasch diese dumme, hier in das frohe Fest so gar nicht passende Erinnerung abschütteln, aber mit einer dämonischen Gewalt zog es meinen Blick wieder auf jenes Hautfleckchen. Unwillkürlich betrachtete ich es noch einmal, es im Geiste mit jenem Anblick vergleichend, der mir noch ganz deutlich vor der Seele stand — der Fall hatte mich ja fachmännisch! interessiert r— und ein lähmendes Entsetzen schlich plötzlich an mir hoch: Das sah ja hier gerade so aus wie bei dem armen Jungen bama® , ganz, ganz derselbe charakteristische Anblick! '„Was hast du denn?" Erstaunt klang mir plötzlich- die Frage meiner Frau im Ohr; mir war mitten im Tanz der Arm schlaff niedergesunken, der sie umschlungen gehalten hatte. Sofort faßte ich! mich aber wieder. „O — nichts, nichts ! Ein kleiner Krampf nut", redete ich mich schnell aus. Sie durfte ja nichts ahnen! Noch war ja alles nur ein Vermuten, vielleicht, hoffentlich — nein sicherlich! — nur ein Schreckgespenst meiner geängstigten Phantasie! Aber der Abend war für mich verdorben, und auch für meine arme Frau, die sich so sehr auf ihn gefreut) hatte. Ich war still und tiefernst feit jener Minute. Eine fürchterliche, geheime Augst hatte sich mir ja ins Herz gekrallt: Wenn ich nun doch recht gesehen — wenn meine] Fran wirklich der tödlichen Krankheit verfallen wäre! Ein kalter Schauer schüttelte mich jeoesmal bei dem Gedanken. Der Abschied von ihrer Mütter! zuckte es in mir auf. Wenn dabei doch eine Berührung, eine Uebertragnng, stattgesunden Bütte? Wer bann redete ich mir selbst wieder den entsetzlichen' Gedanken aus. Es war ja ganz unmöglich. Die beiden waren ja überwacht worden — ich selbst hatte ja doch dem eigentlichen letzten Abschied beigewohnt. Es konnte ja also nicht sein! Aber gleichviel, ich mußte mir beruhigende Gewiß? heit verschaffen. Gleich am anderen Tage ging ich zu einem Kollegen, einem zuständigen Spezialisten. Ich erzählte ihm meinen Verdacht und bat ihn um eine Untersuchung. Es geschah. Arglos ließ sich) meine Frau unter einem unauffälligen Vorwande untersuchen — sie scherzte sogar noch hinterher, als der Spezialist wieder fort war, über meine Besorgtheit und meinen fürchterlichen Ernst bei der Konsultation. Wer eine Stunde später, als ich mit namenloser Spannung heimlich zu ihm' eilte, da hatte ich die begehrte Gewißheit — ich hatte recht gesehen: Es war Lepra, Die Stunde, wo mich diese Gewißheit zu Boden schmetterte, schien mir die schlimmste meines Lebens. Noch fürcht terlicher aber war jene zweite, wo meine Frau aus meinem eigenen Munde ihr Schicksal erfuhr — daß sie eine Verlorene war, zur Einkerkerung, zu langsamem Wsterbeni verdammt. Erlassen Sie mir die Schilderung, wie meine unglückliche Frau ihr Todesurteil entgegennahm. Nur das glauben Sie mir, ich werdd nie mehr in meinem Leben etwas Erschüttenderes erfahren können als jene Stunden, in denen die Unglückselige, mitten in blühender Jugend, in hoff- Üungsvollem Glück, sich losrang von der Welt — vom Leben — von mir! Endlich war sie still geiöorben, und sie hatte nun nur noch feinen Wunsch, in ihre ferne Heimat zurückzukehrersi nach Island, uttb in demselben Haus interniert zu seist wie ihre Mutter/ um wenigstens, so lange dieser noch das armselige Leben beschieden war, einen Menschen um sich zu haben, der ihrem Herzen nahe standj. Meine Frau gestand mir nun auch, daß, sie damals in der Abschiedsstunde — von ihren Gefühlen hingerissen, meine Warnungen vergessend — die Mütter umarmt und diese sie geküßt hätte. Ja nur auf den Hals! So würde es ja gewiß nichts geschadet haben, hatte sie sich nachher selbst getröstet. Und so hatte sie mir denn auch gar.nichts davon' erzählt, um mich nicht erst zu beunruhigen. (Fortsetzung folgt.) Die Reformation und Gegenreformation in Herbstein und den ehemals landgräslichen und ritterfchaftiichen Orten der östlichen und südöstlichen Vogelsbergs. Bon Pfarrer Zinn in Herbstein. (Fortsetzung.) In Hirzenhain und Alsfeld, auf dem Wirberg« und in G r Ü n b e r g hatten A u g u st i n e r u n d Augustine r- imten ihr Wesen oder Unwefen6) und in Fulda und Hers- seld die Benediktiner. Im nahen Blankenau bestand schon seit 1265 ein Cisterziens-er Nonnenkloster, das der lmchonische Adel mit Vorliebe benutzte, um seine ledig bleibenden Töchter gut und billig unterzubringen. !Die Karmeliter hatten in K i r ch h -a i n und die Auto n iter oder T ö n ngesbrüde« in Grünberg ein Kloster, das zu großem Reichtum gelangtes 6) Noch heute erzählt das Volk von einem unterirdischen Gange zwischen den beiden Klöstern zu Griilnberg und auf dem Wirberge. Auch Herbstein soll ein Kloster gehabt haben. Nach einer Notiz in einem alten HoMnannsfelder Kirchenbuch von ,1826 soll einer Hopfmannsfelder Sage nach der dortige große Kirchenwald, der „heilige Wald" genannt, von einem früheren Herbsteiner Kloster Herkommen. Der frühere Bürgermeister Nar'z von Herbstein wollte unter alten, leider nicht mehr vorhandenen Gemeindeakten auch einen Brief gesehen haben, den eine Nonne aus einem! Master zwischen Herbstein und Ilbeshausen geschrieben haben sollte. Geschichtliche Spuren sind nicht mehr vorhanden. 'Die allgemein in der Gegend für ein ehemaliges Kloster gehaltene Wüstung Müuchenhain, zwischen Herbstein, Eichelheim und Lanzenhain wird 1484 in einer alten Alsfelder Urkunde als „Hof zu München- heue" bezeichnet und führt wahrscheinlich seinen Namen uicU v!on Mönchen, sondern von Vorfahren des ehemals da begüterten Kraft von Buseck genannt Münch (1586). Geschichtlich bezeugt ist bloß, daß dem heiligen Antonius alljährlich in Herbstein ein Ferkel gestiftet wurde, das von Türe zu Türe seine Nahrung suchen mußte. Aber es würde gewagt sein, daraus zu folgern, daß dis A-ntoniter !oder Tönngesbrüder auch in Herbstein eine Niederlassung gehabt hatten. Auch die 1459 erfolgte Gründung eines Hospitals geschah -ohne Beteiligung von Antonitermönchen. 288 ._,J, um. dem unwissenschast- Muh di« Geistlichen Ritterorden waren in unserer Heimat vertreten. In Marburg saßen die Deutschherrn mit dem Eommenthur an der Spitze, aber in völliger Entartung. Anstatt ihre Privilegien, Macht und Reichtümer gegen den Erbfeind der Christen, die damals mächtig anstürmenden Türken, zu benutzen, verbrachten sie dieselben in Wollust und Schwelgerei Und Opposition gegen den Landesherrn und die staatliche Ordnung. In Grebenau hatten die Johanniter ein« Niederlassung und entsprechen noch am meisten ihrem Zweck durch Ausübung der Krankenpflege. In Homberg an der Ohm soll, nach allerdings unverbürgten Nachrichten, der Templer- orden ansäßig gewesen sein. Dazu kam in Unserer Gegend Noch «ine eigentümliche Neugründung, nämlich der Orden des Heiligen Simplicius, den Abt Johann vön Fulda 1492 sirr die Wchonische Ritterschaft gestiftet hatte Und' an dessen.Spitze U. a. ckuch der bekannte Marschall Simon vön Schlitz stand. Seine Mitglieder waren verpflichtet, jeden Tag, an dem sie das Ordens- Keichen°) trugen, ein Paternoster (lateinisches Vaterunser), maria und den Glauben Kn beten. Im übrigen aber war dieser Orden religiös und kirchlich belanglos. Zu diesen Orden kamen noch viele Kongregationen und L a i e n b ru d e r s cha f t e n, Unter Venen die K a l a n d s b r u d e r s ch a f t e n, ursprüngliche Begräbnis- essenschasten flir ihre Mitglieder, mit ihren üppigen Schmau- en am ersten jeden Monats (den Kalanden) sich sprichwörtlich Semacht haben. Bon geistlichen Studien und wissenschaftlichen Arbeiten der Mönche und Nonnen in dieser Zeit vernimmt man wenig. Nur die Benediktiner in Hersfeld und das Jungsrauenstist zu Wetter machten eine löbliche Ausnahme. Das letztere stiftete zwischen 1460 und 1463 eine Schule, die später zu großer Bedeutung und Blüte kam, tvotz des üblen Rufes, den die Stiftsdamen sonst genossen. Im übrigen aber war es mit Wissenschaft und Bildung unter Klerikern und Laien schlecht bestellt. Nur in Städten wie Alsfeld, Marburg und Grünberg geschah in Stadt- oder Pfarrschulen etwas Nr den Juaendunter- richt. A!uf den Dörfern aber wmchsen Knaben und Mädchen auf, ohne «inen Buchstaben schreiben und lesen zu lernen. In Herbstein zwar wird int Anfang des 15. Jahrhunderts ein rector scholarum Dchulrektor) genannt, aber er scheint nur als Prvtokollschreiber in Herbstein und Umgegend tätig gewesen zu sein. Bon einer -öffentlichen Unterrichtstätigkeit desselben Hört man nichts. Noch In den achtziger Jahren des 16. Jahrhunderts, als Herbstein schon längst evangelisch geworden war, klagt der Pfarrer Valentin Eckhardt von da, daß von seinen Pfarrkindern keins einen Buchstaben lesen oder schreiben könne. 8) „Sine silberne Halskette mit den Buchstaben H. 8. und der Figur des Ritters, den Lilien der drei Blümlein seines Wappen und sieben Kettlein." Bergt. Hessenkantp, Hess. Kirchengeschichte. Marburg 1852. Bd. I S. 29 und Schannat, Hist. Fuld. 1729. ©. 326. Auch die Stobt Lauterbach führt die Figur des heiligen Simplicius in ihrem Wappen und Siegel. 8) Die Reise eines der Abgeordneten, ivelche der Landgraf in dieser Angelegenheit nach Rom sandte, nämlich des Amtmanns zu Gießen Balthasar von Weitershausm genannt Schrautenbach, kostete dem Landgrafen allein 600 Dukaten. Von dem Papst Und den Bischöfen geschah nichts, Zerfall der Klöster, dem zuchtlosen Leben und dem unw_______ .. .. Lichen und ungeistlichen Sinn der Geistlichen und Mönche zu steuern. Mit Ernst und Eifer machten die Landgrafen Borstel- lungen, um Reformen zu erwirken. Insbesondere suchte Landgraf Wilhelm III. von Oberhessen Besserung zu schaffen. Er wandte sich persönlich' an den päpstlichen Legaten in Frankfurt, schickte Bittschreiben und Gesandte nach Rom und sparte keine Schmier- gelder an die einflußreichen Personen in Rom?) Wer es war kein Erfolg zu spüren. Der lasterhaft« Papst Alexander VI. war nicht die geeignete Persönlichkeit, lasterhafte Mönche und Nonnen tot reformieren. Vergebens klagte der Landgraf, daß, so viele Klöster seines Landes von der Ordensregel ganz abgekommen Wären, daß in ihren Mauern keine Spur vön Ehrbarkeit mehr tot finden, daß dieselben vielmehr Schlupfwinkel der Unzucht, Böllerei und Mer anderen Laster geworden wären. Er erklärte schließlich, daß er unmöglich eine so schwere Beleidigung Gottes- Md einen so schändlichen Frevel an dm Stiftern der Klöster, die «och ganz gewiß nicht ihre Güter für fio verdorbenes' Klostervolk hinzugeben beabsichtigt hätten, länger mit ansehen könne. Es blieb dem Landgrafen nichts übrig, als bk Reformen selber in bk Hand zu nehmen. !Deni Konvent von Spieskappel, wo das Zusammenleben von Mönchen und Nonnen KU ganz besonderen Aergernissen geführt hatte, untersagte er die fernere Aufnahme Vön Nonnen. Das Kloster zu Wirberg, wo die ÄUguAnerinnen es gar M arg trieben, wurde M mehrere Jahre geschlossen. «Die Aobte wurden aufgefordert, ihre außerhalb des Klosters wohnenden Mönche schleunigst zurückzurnsen. Das Betteln sollte eingeschränkt werdm, damit die Mönche sich mehr ihrem geistlichen Berufe! widmen könnten. Die schamlosesten Mönche aber wurden zum Lande hinausgewiesen. Neu anzustellende Geistliche mußten sich tzem Landgrafen gegenüber schriftlich verpflichten, daß sie keine Konkubinen halten wollten. Nur ehrbare Werber, die über 50 Jahre alt waren, oder ihre eigenen Schwestern sollten ihnen als Haushälterinnen gestattet sein! Allein bei der moralischen Beschaffenheit des Klerus waren diese Verordnungen schwer dnrchzusühren. W bedurfte schon eines Herkules, Um Sen Augiasstall bet Kirche M reinigen. Gott sandte ihn, als die Zeit «füllet war. Sern Name ist ®tr. Martin Luther. Das ist eine geschichtliche Tatsache, die all« päpstlichen Enzykliken nicht aus der Welt schaffen können. Und wenn Pius X. noch so sehr die kirchlichen Zustände vor der Reformation zu beschönigm und Luther und di« Fürsten und Völker der Reformation zu verlästern sucht, di« Weltgeschichte wird er nimmermehr auf den Kopf stellen Kinnen. Dvch bevor wir uns' der von Luther ausgegangenen Erneuerung des Christentums und des deutschen Volkslebens tzu- wenden, müssen wir noch einen Zug der mittelalterlichen Frömmigkeit erwähnen, der uns wie ein Licht in der Finsternis anmutet Und den zu verschweigen ein Unrecht wäre, ich meine, die große! Opferwilligkeit, bte sich nicht bloß in den reichen Spenden an Sie Kirchen Und Klöster und an den Papst, sondern auch in Stiftungen Kr die Armen und Kranken kundgab. Wir erwähnten schon Lobend, daß immer noch einige Orden und Klöster sich in Erinnerung an rhre ehemaligen Ideale der Krankenpflege wid- meten, so die Johanniter und die Tönngesbrüder. Wir können noch hinzuNgen, daß auch die Zisterzienfertnnen von Blankenau schon seit 1288 neben ihrem Kloster ein Hospital unterhielten und mit Gefällen aus Stockhausen und anderen Orten begabt hatten. Aber nicht nur die Klöster, auch die Städte ließen sich Sie Mrsorge für Arme und Kranke angelegen fein. So verwandelten z. B. 1459 Bürgermeister, Scheffen, Rat und ganze Gemeine zu Herbstein -das seitherige städtische Badhaus in ein Hospital zum „gemeynen notzen Armer, kranker vnde dürftiger sicher Lute, dy sustt kehn behelff aigen haben, vude auch aiwit elende bilgerin zu Herbergen eyn nacht adir zwo vnde nicht länger Vngefährlichen". !Das Gebäude ist heute Sitz eines Amtsgerichts. Der Hospitalsonds ist ebenfalls noch vorhanden, aber nur katholische Arme werden Kr würdig befunden, daraus unterstützt zu werden. Auch die anderen Städtchen unserer engeren Heimat, wie Lauterbach, Alsfeld und Schlitz scheinen ähnliche Stiftungen Kr Arme Und Kranke gehabt zu haben. In Grebenau waren 6—7 adlig« Ordensbrüder mit der Krankenpflege beschäftigt. Man darf aber an diese Hospitäler ebensowenig wie an die früheren sogenannten! „Seelenbäder" (d. h. zum eigenen Seelenheil für arme Aussätzige gestiftete Freibäder) den Maßstab mot)enter Hygiene und Barin- herzigkeitsübung anlegen. Man baute und unterhielt solche Anstalten nicht, um den Armen und Kranken nach bestem Wissen und Können in herzlichem Mitgefühl zu helfen, sondern um Plätze zu haben, wohin man die lästigen Armen und Kranken abschieöen konnte, und um zugleich der eigenen sündigen Seele durch solche! frommen Stiftungen die Anwartschaft auf einen Platz im Himmel zu verdienen. Auch über der Barmherzigkeitsübung des Mittelalters lag der Fluch der Selbstsucht und der Unkultur. Wahr« selbstlose Liebe und reine BarmherzigkeitMbung, die nichts für sich, aber alles Kr beit armen Bruder und die kranke Schwester will, konnte erst erblühen, auf dem Boden des durch Luther wieder entdeckten .Evangeliums. (Fortsetzung folgt.) Die blinden Hessen- Im Anschuß an die interessanten wissenschaftlichen Aus- Mrungen des Professors Dr. Stuhl über den Ursprung des Wortes, von den blinden Hessen sei im Folgenden eine spaßhafte Erklärung des vielgebrauchten Beinamens wiedergegeben, die die Entstehung des Namens allerdings in die neueste Zeit.verlegt. Die humorvolle Geschichte wird dadurch nicht im geringsten beeinträchtigt. „Hannes, erzähl uns emol die Geschicht vom Krieg 66. Pu host fe schun lang nit mehr zum beste gebe und der Herr Postverwalter möcht se gern «mol höre!" — Der Hannes tat eilten kräftigen Zug aus seinem Glas und klemmte die kurze Pfeife fester in den Mundwinkel, nachdem er sich den grauschwarzen Bart zurechtgestrichen hatte. „Dös könne mer schon mache!" sagte er bedächtig. „Aber wann Sie vielleicht en verkappter Preis sin, dann sagen Sies lieber vorher, denn die Malefizkerl komm« nit gut debei eweg." „Der Hannes kann «mal die Preise nit leide!" sagte der Gastwirt lachend und stellte ein neugesülltes Glas vor ihn auf den runden Tische, über dem eine große Erdöllampe hing. „Weil du ihne nach so gut Freund bist!" erwiderte der Hannes. „Wer horscht zu; ich will euch die Geschicht erzähle wie fe gewesen ist." Er lehnte sich auf der Bank zurück, grub die Hände in die Taschen und begann: „Es war im Sommer 1866. Ter hessische Kriegsminister Verglas hat gemütlich bei seinem Glas Wein in einem Tarnk- städter Gasthaus gefeffe und in de Zeitunge geblättert. Rund herum an den andere Tisch habe noch mehr Gäst gefeffe und habe sich über die Preiße unterhalte unb obs vielleicht Krieg gab. Der Minister yot die Ohre gespitzt, und weil er gemänt hat, er müßt auch etwas reden und «S wäre gut, wenn ex was reden tüt, da ist er aufgestanne und hat gesagt: Mein« Herrn! hat er gesagt. Es gibt rein Krieg, denn wanns Krieg gab, dann müßt ichs doch wissen, denn für was bin ich dann Kriegsminister! So hat er gesagt. Nachher aber hat er gedacht, es wär doch viel- 96* tverftidj so Ernst." t „Ja, mein lieber Perglas'. O ist ErnstI und dabei hat er dem KriegsMinister auf di« Schulter gekloppt, daß er in dre Knie geknickt ist. Da ist der Perglas „..... , , . An der Tür jblieb er aber stehe und sagt: „Herr Großherzog, sagt er, müsse Mer dann auch' die Artillerie mitnehme?" „Ja, Perglas, sagt der Großherzog, es werd uns schon nix jlmrrers übrig bleiben." „Ei des gibt jo en barbarische Krieg! sagt der PerglaS und Wackelt mit dem Kopp. — Un nehme mer denn auch die Kanone mit?" „Das werde mir schon müssen, Perglas. Aber wieviel nehme leicht besser, wenn er sich emol genauer erkundige tüt, und do ist er aufgepaat und ist zum Großherzog ganget Ter hat grad mit feiner Familie am Tisch gesesse und hat Kasse« getonte und Qnetschekuche dazu gesse. „Na Perglas, was gchts dann? hat her Großherzog Äsagt. — Habt ihr dann bte Armee schon WWJ^rg«rt8? dann Merklich Krieg, Herr QwWrm? hat Perg^as gefragt und ist ganz blaß Mords. Das sollt man doch Nit für möglich halte. Da werd« all die neue Uniforme, dre Mer erst angeschafst habe, gleich wieder ruiniert. — Ist es denn tner bann mit?" , „ , „No sagt der Kriegsminister, wanns Halt emvl sein muß, dann denk ich, mer nehme so alle zwaa mit." „Na ja, sagt der Großherzog, bann macht not alles in die Reih." Dann packt er ihm e Stück Quetschekuche ein, des sollt er seine Frau mitbringe, und dann ist der KriegsMinister fort- gange. Ein paar Tage später hat sich die Armee in Darmstadt auf dem Kallaunplatz aufgestellt und der Kriegsminister hat e groß Red gehalte. Nachher ist noch e Laibche Brot unter die 2eut verteilt worde, damit die Armee auch was zu esse halt und daun gings los." Der Hannes nahm einen kräftigen Schluck und dann er* »ählte er weiter. „Wie mer so e Zeitlang marschiert war, hat sich der Himmel Mit Wolken bezöge und der Kriegsminister hat e ganz bedenklich Gesicht gemacht." „Herr Großherzog, hat er gesagt. Ms fängt an tröppele. Ich glaub die Armee werd naß! Soll« mer sich bte Leut nit unterstelle lasse?" „Ja, sagt ber Großherzog. Laßt se sich unterstell«, sonst könnte se am End aach noch en Schnuppe kriege. Da war so en Aeppelbaum in ber Näh unb unter den hat sich ber Kriegsminister die Armee unterstelle lasse. Der Baum war aber nit groß genug, und da ist der Rest in em Bahnwärterhäuschen einquartiert worn. Wies bann wieder uffgehöti bat zu regne, ist die Armee weitergezoge, unb wies dunkeln worn ist, hat her Kriegsminister gesagt, es müßt biwakiert werde, des war im Krieg so. Da hat die Armee büvakiert. Mer noch Mitte in ber Nacht aings weiter, damit mer möglichst bald am Feind wär. Wie mer do in ber Dunkelheit losgezoge sin, do sangts uf amol ganz ferchterlich zu bufte an. Ei des Gewitter, sagt ber Kriegsminister. Ewe habe mer die Preise! Jetzt schießt emol ihr Leut, und zeigt, daß ihr was könnt. Da habe mer geschosst, aber es Hot sich nix gerührt. Wies Tag worde ist, da habe mer gesehe, daß es bloß en Misthaufe gewest ist, den en Bauet auf fern Feld gefahre hat. Wie des die Preiße spater gehört habe, da habe s« gesagt, mer wäre blinde Hesse, aber des habe die bloß ans Zorn gesagt, weil mer se mit em Misthaufe verwechselt hatte. Na und wat denn des e Wannet? Am ärmere Tag sin mer an de Main komme. Un wie mer da ganz gemütlich hinmarschiere und an nix böses denke, do sehe mer uf amol am andere Ufer die Preiße stehe. Während mer noch überlege, was mer tun sollte, fange die Kerle an ju schieße. Da Hütt ihr aber mal unfern KriegsMinister seh« solle. Born Gaul Hippe 'unb ans Wasser renne, das war ans. Mit seinem Säbel hat er hinüber gedroht und Hot gerufe: i Wie könnt ihr dann schieße, ihr dumm« Preiße. Sehrt ihr $tit, daß do hiwwe Seit stehe? i Do habe die Preiße nfgehört zü Meß« Und unser Arme« ist in einer Wirtschaft eingekehrt. Am aitnern Tag sin mer weitermarschiert, und immer weiter, Un schließlich sin mer nach Laufach komme. Da gings dann richtig los. Gegen Abend fängt of amol alles zu laust an, und 'mer habe all gemeint, es wäre Sturmlauf. Das hat auch der Kriegsmimster gemeint, denn wie mer so richtig im laufe Ware, da sagst er zum Großherzog: Ei, Herr Großherzog, sagt« er, ich glab mer habe gewönne. Ei wie so dann, hat der Großherzog gefugtt „Ei, weil mer so laufe Müsse." 1 „Ja Perglas, sagt der Großherzog. Gewönne tzabft mer nit, aber laufe müsse Mer doch!" - ' So, daS ist die Geschichte vom Krieg 86. K. N. Vie Simmerpflanze« und ihre pfleg«. Woche vom 7.—13. Mai. , Das Abhärten ber im Zimmer überwinterten, im NomMS aber draußen aufzustellenden Pflanzen ist jetzt immer sorgfältig anzustreben. Man sollte diese Pflanzen nicht im geheizten Zrrnmer halten, sondern die Fenster so oft und lange es gebt, öffnen untj sie auch nachts nur dann schließen, wenn Nachtfröste in Aussicht stehen. — Die aus den Tropen stammenden Pflanzen bog egen, z. B. das entzückendste U sambura-Beilchen, hält man ba* gegen wärmer. i Die Zitrone (Citrus) mit ihren Abarten (Orange irfto.) wird, wenn nötig, nmgepflanzt (alle 3—4 Jahre) oder wenigstens gründlich mit neuer nahrhafter Erde versehen (Laub- und Mistbeeterdzz dazu getrockneten Kuhdünger und etwas Lehm, aber fein Kalys die Kübel wähle man nicht so groß. , Groß« Gefäße hingegen brauchen di« Z im Mer linde« üSparmannien), weil sie rasch und weitläufig wachsen. Wir empfehlen die nichtigere Sparmannia afticana nana. — Nach bei Blüte verpflanzt man auch noch die Libonie (Libonia floti» bundu): Mist- unb Sanberbe mit etwas Sebm und Sand: bi« Töpfe nicht zu groß! Auch schneidet man sie zurück unb mach« ech Stecklinge, die man allerdings auch im Sommer schneid«! n. Sstcklinge macht man jetzt auch von den ausdauernden rankenden Lobelien (z. B. HamburaiensiS); und durch Ausläufer vermehrt man den Spaltgriffel (SchizostyliS roccinea), wobei man die neugewonnenen Pflanzen entweder gleich in geräumige Töpfe mit reichlicher Scherbeneinlage und nahrhafte« Erde setzt, oder sie für dm Sommer in den Hausgarten frei au5k pflanzt, um sie erst Mitte September einzutopstn. Will man Ginster (Genista) selber ziehen, so sät man ihn jetzt aus! di« Saaterde wird ziemlich trocken gehalten; später werden die Sämlinge verstopft tn Heide und ßauberbe mit viel Sand unb ohmß Düngererve. Wir empfehlm als gute Topfpflanzen für kühs» Räume, doch kann man sie auch Wnstlich antreiben: monosperruft unb Rötanr. * Die Vorbereitungen zur Balkonbepslanzurig sind jetzt in vollem Zuge. Wir toerben zu einer Zeit, wo weniger Arbeiten bei unseren Blumen zu verrichten sind, in mehreren Artikeln bi» Balkonschmückung, ihre bieten Möglichkeiten unb Farbenzusammenstellungen besprechen. Für jetzt nur eine Auswahl ber empfehlenK» wertesten Straßenschmuckblumen: Für die volle Sonnenlage eignen sich: Geranien (Meteor, Graf Bülow, Feuerball, Purpurkönig, Schöne Ulmerin ufto.). — Gph eu-Ger anien (PelargoniuM peltatum): Etincelant (scharlach), Jeann« d'Arc (weiß), Klaa Pfitzer (rosa), Rheinland (purpurn), ufto. — Salbei (Salvift ipedenS, nicht patens): Feuerball (feuerrot). — Heliotrop! Büssy und Poschinger (beide tiefblau). — Chrysanthemum! Queen Alexandra (weiß gefüllt), Saharet (weiß), Henry Boucher feldgelb) ufro. — Petunien: graudiflore alba (weiß) imb clsruher Rathaus-Petunien (einfarbig dunkelblau). Diese beiden find entschieden wirkungsvoller als bte bunt-gestreiften und geleckten. Außerdem Petunia-Schneeball. — Zum Ueberhängen eignen sich außer l^ Heu-Pelargonien unb Petunien che Thun- bergonien, die Lobelien (Kristall-Palast) unb die beiden ausdauernden Harnburgiensis und Richardsonit, außerdem bi« echte Gebirgs-Hängenelke (leuchtend rot). Etwas Schatten vertragen ober erfordern: Blauer Salbei, Knollen- und Blatt-Begonien, sowie die „immerblühenden" Begonien, Tropäolum, Fuchsien, Verbenen (bte man nur in getrennten Farben benutzen sollte). Heliotrop, Thun- bergien, Campanula (Mahi, carpathica, pyramidalis ufro.), Ageratum, Balsa minen, Hortensien ufro. — Ganz ichatti« Sagen kann man nur mit Ephen, Farnen, Blattbegonien un» anderen Blattpflanzen besetzen; von Blütenpflanzen gedeihen dorr höchstens Balsaminen, Immergrün (Vinca), Glechoma und allerb- falls Hortensien, Fuchsten unb .Blütenbegonien. Bilderrätsel. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung deS LogogriphS in voriger NumnWI Heim, Seim, Reim, Seim. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lang«,