MBCT WU-- viSutit* V Ä :i W i ; Das Amethyst-Fläschlem. Eins ErzäUung von A. K. Green. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) War es das allgemeine Bewußtsein davon, welche Erleichterung das Hinscheiden Fran Lansings — fo ftHKct’' lief) es an und für sich war — diesem unglücklichen Mädchen bringen würde; war es ihr völliges Schweigen, das gänzliche Ausbleiben irgend eines Gefühlsartsbruchs auf ihrer Seite, der die Stille verursachte, mit der tvir sie in dem Zimmer empfingen, too dieses Bild des Todeskampfs ihrer harrte? Es ist nicht möglich, das zu entscheiden. Ich weiß nur, daß sie widerwillig, als hätte sie eine Vorahnung des Ereignisses, heremram. Aber ich war zu verwirrt, einen klaren Gedanken zu fassen. Wieviel wem- ger war ich fähig, in den Gedanken anderer z>u lesen! Aber auch dem, der sich Gedanken machte, verging alles Ucberlegen, als, nach einer langsamen Wendung ihres Hauptes iir der Richtung nach dern Bette, dieses zitternde Mädchen einen schrecklichen Schrei ausstieß uns nut aus- gebreiteten Händen auf beit Boden stürzte. Augenschein- lief) war sie nicht auf den Blick vorbereitet worden, der das Gesicht ihrer Tante immer noch so gräßlich verunstaltete. Wie hätte sie dies auch gekonnt? Hatte er sich nrcht mir selbst als der abstoßendste Anblick meines Lebens ein- qepräat? Wieviel natürlicher also, daß dieses junge, wetch- herziqe Mädchen einen fürchterlichen Eindruck davon erhielt! Als sie, mit deni Gesicht nach unten, zu Boden sank, eilte Herr Armstrong sofort herbet, um ihr Hilfe zu leisten Ich hatte nicht das Recht, ihm dabet zuvorzukommen. Aber trotzdem war nicht er e3, der sie mit seinen Armen aufhob. Sinelair — mit einem eigenartig entschlossenen Blick, den ich nicht verstehen konnte, und der uns alle auf unseren Platz fesselte -, richtete sie auf und trug sie zu ihrem eigenen Lager, auf das er sie sorglich bettete. Sodann beugte er sich, als sei er von biefer einfachen Aufmerksamkeit noch nicht befriedigt, et neu Augenblick über sie, ordnete die Kissen und strich ihr das entfesselte Haar aus der Stirne. Als er sw schließlich verließ, kamen endlich die Damen herbeigeeilt. Rur nicht allzuviele! meinte Sinclair, an die Frauen gewendet. Dann warf er mir 'einen Blick zu und schlupfte unbeinerkt auf die Diele hinaus. , Ich folgte ihm auf dem Fuße. Er war zmu mond- beschienenen Gange nahe bei seinem Zimmer vorausgeerll; dort erwartete er mich, einen Gegenstand in der^Hand haltend. Als ich ihn erreichte, zog er Mich zum Weitster und zeigte mir, was es war. Es war nichts ande».i!- tu. das geöffnete und leere Amethystherzchen, und daueoen das winzige Fläschchen. Der einzige tropfen, den es früher barg, war verschwunden. Sinelair warf mir einen traurigen Blick zu. , Ich habe das Fläschchen im Bett der alten Frau entdeckt," bernerkte er. „Das Herzchen glitzerte unter Doro- theas Schmucksacheu, tvo ich es gerade vor ihrem Smrz cur ihr entdeckte. Das ist der Grund, warum ich tnifc) so rücksichtslos um sie bemüht habe!" 5. Kapitel. Während er dies sagte, wandte sich die Jugend Mit ihren glänzenden Hoffnungen, ihren Luftschlößern und ihrenk Kinderalanben von mir, um nie mehr tu gleicher Reinheit und Größe wiederzulehren. Ich starrte auf die funkelnde Brosche, ich starrte auf das leere Fläschchen, und als ich die Bedeutung seiner Worte ihrem ganzen Umfange nach erfaßt hatte, fühlte ich den eisigen Hauch eines unsagbaren Entsetzens, wie es mir die Haare Hu Berge blies und mein sganzes GÄutznilt Beben und Unghicr, anfullte, Sinclair versorgte mit einer schnellen Bewegung das Gläschen wieder in seinem alten Behälter und ergriff dann, die ganze Sachlage überspringend, meine Han.d, schüttelte sie und flüsterte: Ich bin bei» Freund. Denk daran! In allen Verhältnissen, trotz aller Vorkommnisse stets dein Freund! Was ntachst du aus diesem Vorkommnis? frawe tch, als ich mich soweit erholt hatte, um wieder sprechen zu können. Ich weiß nicht. Und lvas denkst du von — von Dorothea? Da ließ er sein Haupt sinken; im Mondlicht munte ich bemerken, wie krampfhaft seine Finger sich bewegten. Die Aerzte iverden bald eintreffen. Bor einigen Minuten hörte ich die Telephouklingel läuten. Wenn sie dis alte Frau für tot «erklärt haben, wollen wir der — der Warne, von der du sprichst, Gelegenheit zu einer Erklärung geben. Eine Erklärung — sie! Welch naive Erwartung! Ganz unbewußt schüttelte ich mein Haupt. , , , Das ist das wenigste, was wir tun können, beharrt« er in liebenswürdigem Tone. Komm, man soll uns mchk dis Köpfe zusammeusteckeu sehen — jetzt wenigstens nicht. Es tut mir schon leid, daß wir beide mehr oder wemger in Gesellschaftstoilette bei dem Alarm erschienen sind. Dies könnte Kommentare Herausforderin . Sie war ebenfalls in Toilette, murmelte ich, halb litt Selbstgespräche. ______ , , Unglücklicherweise ja, gab er flüsterud zur Antwort. Hierauf eilte er davon, auf die Diele, wo ^etzt die gesamte Bewohnerschaft des Hauses die aufgeregte Hausbau in einer großen Gruppe umstand. . ,. , Frau Armstrong war nicht veranlagt, ein derartiges Ereignis mit Ruhe zu tragen. Mit aufgeichtem Haar, heftig gestikulierend, stand sie, in ihr Neglige> gelleide., da und jammerte.über die Unterbrechung der ^eslltcykeiten, die dieses Ereignis notwendig nach sich ziehen mußte. Als Smelair sich näherte, wandte sie sich mit ihrem Klagen und Jammern an ihn. Alles lauschte ihren Worten, die nur 758 fcaiiit uitS wann von einer Beteuerung des Beileids oder einem Ausdruck der Enttäuschung unterbrochen wurden, wie er sich aus der Aufregung des Augenblicks ergab. Nunmehr, da alle herumstanden, konnte ich bemerken, daß keines der beiden Mädchen, die am nächsten betroffen worden, anwesend war. Dies beunruhigte mich. Ich näherte mich dem kleinen Kreis und fragte Beaton, der in meiner nächsten Nähe war, ob er wisse, wie es Fräulein. Lamerden gehe. Besser, wie ich hörte, war seine Antwort. Das arme Mädchen! Es war ein großer Schlag für sie. Ich fragte nicht weiter. lieber die konventionelle Hös- lichkcit seiner Stimme konnte niemand int unklaren sein. Von unserer Unterhaltung auf der Veranda sollte nichts bekannt werden. Fch wußte nicht, sollte ich mich darob erleichtert oder noch mehr bekümmert fühlen. Ich befand mich in einer Aufregung, die mir jedes kritische Nachdenken unmöglich machte. Als ich mir meiner eigenen geistigen Verfassung bewußt wuchs, sah ich ein daß das vernünftigste, was ich tun konnte, war, mich für einige Zeit aus dem Bereich jedes Auges zurückzuziehen. Auf die Gefahr hin, mehr als ein hübsches Mädchen ztt verletzen, das immer noch etwas über dies schreckliche Unglück zu bemerken hatte, entfernte ich mich unbemerkt und begab mich auf mein Zimmer, glücklich, dem Gemurmel und den Gesprächen zu entgehen, die jetzt auf alleir Seiten laut wurden. Eine bittere Rede, die, ich weiß nicht voir wem ausging, schlug an mein Ohr und machte jeden klaren Gedanken unmöglich. Sie lautete: „Die arme Frau! Sie ist nun doch einmal zu viel in Zorn geraten. Ich hörte sie wieder Dorothea schelten, als sie in ihr Zimmer kant. Darum ist auch Dorothea so überwältigt. Sie sagte, es sei die Wut ihrer Taute gewesen, die sie getötet habe •— eine Wut, zu der sie unglücklicher-« weise beit Anlaß geliefert habe." Aber ich hielt es nicht lange allein aus. Ich eilte wieder aus meinem Zimmer und gesellte mich einer der kleinen Gruppen bei, in die jid) nunmehr der eine große Kreis aufgelöst hatte. Das Haus war von einem Ende zum anderen beleuchtet; die Personen, die id) jetzt sah, hatten sick) augenscheinlich, während ich auf meinem Zimmer geweilt hatte, in Hier Eile angeklcidet; einige von ihnen waren nun sogar völlig int Eese.lschaftsanzug. Alle waren in eine Erörterung des einen Gegenstands vertieft. Trotzdem ick) ihren Gesprächen zuhörte, wartete ick) unausgesetzt auf das Ertönen der Klingel an der Haustüre. Endlich hörte jfch sie, während eine Dame zu einer anderen bemerkte: „Die Sinclairs werden jetzt ihre Flitterwochen auf ihrer eigenen Jacht verleben können." Ich begab mich an einen Platz, von wo ick) Sinclair beobachten konnte, während die Aerzte im Zimmer waren. Sein Gesicht trug einen sehr gefaßten Ausdruck. Die Schwierigkeit, seine Aufgabe zu lösen, die Sympathie für mich, die das Ereignis, das so viel 'schlimmer war, als wir beide vorausgesehen hatten, in seiner edelmütigen Brust geweckt, hatte die beste Seite seines von Natur zurückhaltenden und nicht immer leicht verständlichen Charakters zur Betätigung gebracht. In jener Stunde war er mir eine wahre Kraftquelle. Ich wußte, daß Mitleid und nur Mitleid sein Betragen bestimmen würde. Er würde keine übereilte oder unüberlegte Handlung begehen. Er würde dem Mädchen jede nur mögliche Gelegenheit an die Hand geben, sich zu rechtfertigen. Als daher die Aerzte erklärt hatten, daß ein Schlaganfall die Todesursache gewesen sei (eine Schlußfolgerung, die unter den vorliegenden Umständen sehr einleuchtend war), und die Aufregung, die die verschiedenen Gruppen der aus der Nachtruhe gestörten Gäste zusammeugehalten hatte, sich zu legen begann, sah ich ihn mit vollständiger Selbstbeherrschung sich Gilbertine nähern und sie anreden. Sie stand in vollständiger Gesellschaftstoilette oben an der Treppe, wo sie einige Worte mit den Aerzten wechselte, die sick) eben zurückziehen wollten. Aus dem Blick, mit dem sie den seinen erwiderte, und der Art, wie sie in Erfüllung eines Wunsches oder Vorschlags von seiner Seite wegging, schloß ich beruhigt, daß er eine Unterredung mit Dorothea vorbereitet hatte. Ich war infolgedessen sofort bereit, ihm Folge zu leisten, als er schließlich auf mich zukam und sagte: Geh hinunter! Wenn du die Bibliothek leer vorfindest, woran ich keinen Zweifel hege, so zünde eine Gasflamme an und sorge dafür, daß die Tür wach dem Palmengarten aufgeschlossen ist. Ich wählte einen Ort, wo Gilbertine sick) anfhalten kann, während ich nut ihrer Kusine eine kleine Unterredung führe. Aber wie willst du Fräulein Camerden bewegen, hin- uttterzulommen? — Aus irgendeinem Grunde wollte mir ihr Vorname nicht über die Lippen. — Glaubst du, sie wird dein Recht, sie zu einer Unterredung zu bestellen, anerkennen? Jawohl. Nie zuvor hatte ick) seine Lippe die feste Linie annehmen sehen, wie in diesem Augenblick, wenn ich and) schon immer wußte, daß er ein sehr entschlossener Mensch- ist. Aber wie kannst ou zu ihr gelangen? Sie hat sich in ihrem eigenen Zimmer, wie mir gesagt wurde, eingeschlossen; Frau Armstrongs Zofe befindet sick). bei ihr. Ich weiß; aber sie wird aus dem Bereich dieses schrecklichen Ortes entfliehen, sobald sie ihre Füße tragen werden. Ick) werde auf der Diele warten, bis ich. sie sehe. Dann werde ich ihr sagen: Kommen Sie! und sie wird in Gesellschaft Gilbertines kommen. Und ich? Soll ich an einer so peinvollen Zusammenkunft teilnehmen? Mein Gott, wie peinlich, wie ernst und gefährlich wird sie sid) gestalten! Meine Teilnahme würde eine nähere Aussprache unmöglich machen. Ich — kamt nicht — Ick) sagte dir ja auch, nicht, daß du dabei fein sollst. Im Gegenteil ist es durchaus notwendig, daß ick) Fräulein Camerden allein sehe. (Auch er konnte sie nicht Dorothea nennen.) Ick) werde Gilbertine bitten, uns- zu begleiten, so daß der äußere Anstand gewahrt wird. Id) möchte, daß du jedermann, der sich der Türe nähern sollte, mitteilen kannst, daß du uiid) mit Fräulein Murray hineingehen sahst. Daun soll ick) auf der Diele bleiben? Ja, wenn du so freundlich sein willst. .Jetzt gab die Uhr die dritte Stunde an. Es ist schon sehr spät, rief ich. aus. Warum nicht bis morgen früh warten? Wenn ich dann die ganze Gesellschaft um mich herum habe? Nein. Außerdem werden die paar Sachen keine Stunde benötigen. Nur einen Augenblick. Id) muß wissen, was das Mädchen auf meine Fragen zu erwidern hat. Denk' daran, daß ich der Besitzer des Fläschchens bin, dessen Inhalt die alte Frau getötet hat. Du glaubst also, daß sie tmrdj das Gift ums Leben kam? Ich bin überzeugt davon! Ich gab keine Erwiderung, sondern eilte die Treppe hinunter, um seiner Bitte zu willfahren. (Fortsetzung folgt.) Die Auche im Dezember. Von A. B u r g. Marzipan ist, trotz aller Moden, niemals eine ausgegebens Weihnachtssüßigkeit gewesen, und auf die Hauskunst schmackhafter Fruchtpasten hat man sich wieder besonnen, wobei man sick) allerdings in dieser Jahreszeit an Aepsel und Apfelsinen halten muß. Zu Apfelpasten werden die Aepfel geschält, zerschnitten und mit sehr wenigem Wasser bei fleißigem Rühren weich gekocht, dann durch ein feines Sieb gestrichen, so daß sie ein reckst steifes Apfelmus ergeben. Auf ein Kilogramm Apselbrei rechnet man ein Kilogramm Hutzucker, der schnell in kaltes Wasser getauckst, über dem Feuer gelöst, abg-eschäumt und zu dickem Sirup gekocht wird. Zuckersaft und Fruchtbrei müssen zusammen bei stetem Rühren noch einige Male aufkochen: daun füllt man die steife Masse, die man nach Belieben mit etwas Zitronensaft würzen kaum in Papierkapseln oder flache Blechform-en, ober streicht sie einfach in runden Plätzchen auf Schiefertafeln, läßt die Paste im warmen Ofen trocknen, wendet sie in feinstem Zucker um und bewahrt sie, in Pergamentpapier gehüllt, auf. Ms Nachtischnäscherei, für bett bunten Naschteller zu Weihnachten, auch auf bem1 Teetisch, sind diese Pasten hochwillkommen. Nußkonfekt pflegt beim Kauf nicht eben wohlfeil zu sein, man kommt bei Selbstbereitung viel billiger zu sehr feinem Haselnußkonfekt. Es werden so viel Haselnüsse geschält, von der Haut befreit und fein gestoßen, daß die Masse;150 Gramm ergibt. Drei Eiweiße werden zu festem Schnee geschlagen, mit den gestoßenen Haselnüssen, ebensoviel gestoßenen, geschälten süßen Mandeln und 250 Gramm feinem Zucker gemischt und mit dem Teelöffel Keines Häufchen davon auf ein mit Wachs bestrichenes Blech gelegt. Diese Häufchen müssen tnt schon etwas ab gekühlt en Bratofen langsam trocknen, worauf man sie vom Blech löst und aufbewahrt. — 759 Dadurch, daß man heiftzUlage die gewöhnliche, und feinere Mandel-Marzipanmasse fertig kaufen kann, gewinnt die zusammengesetzte Marzipanmafse an Bedeutung für den Weihnachtstisch. Da ist z. B. der Schokoladenmarzipan. Ve Kilogramm geschälte und feingestoßene oder geriebene süße Mandeln werden mit Vr Kilogramm feinem Zucker und 150 Gramm auf heißer Herdstelle erweichter seiner Schokolade vermischt, diese Mischung röstet man unter fortgesetztem Rühren über kleinem Feuer im Messingkessel ab, läßt sie erkalten, rollt sie nicht zu dünn aus, sticht Figuren davon aus, legt sie auf cüt Blech, läßt sie im Ofen bei ganA schwacher Hitze backen und überzieht sie mit Zuckerglasur. Mit Hilfe von Erdbeer- oder Himbeersaft kann man Frucht- utarzipan bereiten. Wenn inan Vz Kilogramm süße Mandeln mit etwas Eiweiß fein gestoßen hat, kocht man 380 Gramm Zucker zum Flug, niischt dazu die Mandeln und 175 Gramm Himbeersaft, verrührt alles über ganz schwachem Feuer, bis sich die Masse vom Gefäß löst, läßt sie erkalten, formt sie, zu Figuren, läßt sie im Ofen übertrocknen und glasiert sie mit in Eiweiß aufgelöstem Zucker. — Zu Zitronenmarzipan nimmt man an Stelle des Saftes die sein abgeriebene Schale einer Zitrone, zu Apfelsinenmarzipan neben etwas Saft ebenfalls die geriebene Schale. (Die Hauptsache ist es, die Marzipanmasse gut abzurösteu, wöbet aufgepaßt werden muß, daß sie sich nicht im Gefäß festsetzt!) Wenn nun auch das Weihnachtsfest ein sehr weitgehendes Interesse für die Herstellung von Süßigkeiten beansprucht, so läßt sich von Süßigkeiten allein nicht leben, und gerade zur Festzeit wird dann oft das Verlangen nach herzhaften Darbietungen der Küchenregionen besottders rege. Dabei tritt an die Stelle des vielfach nicht besonders beliebten Weihnachtskarpfens nach altnordischer Sitte neuerdings gern der pikante Heringssalat, aus würfelig oder feiustrcifig geschnittenen Heringen, Aepseln, Gurken, Kartoffeln, Wurst, Fleisch usw., der mit Essig, Oel, Pfeffer, Salz, Brühe, Sahne, Zucker, Gewürz, Kapern augeinacht ober mit einer abgerührt en Sauce aus Eiern, Oel, Essig, Salz usw. gemischt wird. Will man int ersteren Fall den Salat, von rötlichem Aussehen haben, so gibt man einige feingeschnittenc rote Rüben und eilten Löffel von dem Rote-Rüben-Essig dazu. Auch die mit etwas Sahne verguirlte Heringsmilch und ein Löffel Senf werden oft dazugemischt. Die Salzheringe legt man vorteilhaft einen Tag in abgerahmte Milch, wäscht sie dann ab, säubert und verwendet sie zu Salat. Durch die Milch erhalten sie einen milden und doch Pikanten Geschmack (Heringssalat muß mehrere Stunden vor dem Aufträgen gemischt werden, damit er gut durchzieht!) Wer den Karpfen sonst „polnisch" oder „in Braunbier" oder „blau" oder „in Weißbier" über hat, der versuche es einmal mit einer feinen Bischofssauce. Der gut gereinigte Karpfen wird in Stücke geschnitten, diese leicht eingekerbt, mit Salz bestreut und 1—2 Stunden beiseitegestellt. Inzwischen dünstet man 3—4 fein- geriebene Schalotten und etwas Mehl in zerlassener Butter hellbraun, gießt s/s—Vs Liter Rotwein dazu, rührt bis zum Kochgrad, würzt mit der sein abgeschälten Schale einer grünen, bitteren Pomeranze, etwas Zucker oder braunem Sirup, etwas Salz und Zitronenschale, läßt die Fischstücke in dieser gut abgeschmeckteu Sauce ankocheu und bann auf heißer Herdstelle garziehen. Die Fischstücke werden beim Anrichten mit der dicklichen Sauce über» füllt, zu der man zuletzt noch einen Löffel Rotwein und cttvas frische Butter geben kann. Wildschwein ist bekanntlich als glückbebcutender Festbraten toieber sehr geschätzt, unb sehr schmackhaft wird z>. B. ein Stück Wildschweinkeule, wenn man sie für 1—2 Tage vor dem Zu- bereiten in eine milde Essigbeize legt, der mau etwas Gewürz und Wachholderbceren beifügt. Es ist immer vorteilhaft, solche Beize aufzukocheu, halb auskühlcn zu lassen und dann auf das Fleisch zu gießen, das öfter darin umgeroenbet werden muß. Es wird dann abgetrockiiet, in siedende Butter gelegt und bei fleißigem Begießen und Zufüllcn von etwas durch ein Sieb filtrierter Beize und dicker saurer Sahne schön saftig gebraten. Die Bratbrühe kann mit saurer Sahne und Kartoffelmehl verkocht werden. Manchmal reicht man auch Hagebuttensauce zu Wildschweins- braten. Da es aber bedeutend sparsamer ist, von der Bratbrühe Sauce Herzustcllen, so gibt man, weil Hagebutten so besonders gut zu Wildschweinsbraten passen, ein Hagebuttenkompott ober einen Hagebuttensalat nebenher. Zu beibent lassen sich gebörrte Hagebutten gut verwenben. Man legt sie natürlich, nachdem sie gewaschen finb, für eine Nacht in kaltes Wasser, mit bem sie dann aufgestellt unb gar gekocht werben. Als echte Weihnachts-Nachtischspeisen gelten Plum-Pudding unb Mohngerichte. Einen sehr guten, wohlfeilen Mohnanslaui stellt man her, indem man eine Anzahl altbackener semmeln abreibt unb bie Krume in Milch erweicht. Dann drückt mau sie aus unb wiegt sie; eS sollen 120—130 Gramm fein. Juzwnchcn hat man 75—80 Gramm Butter zur Sahne gerührt, fugt nach unb nach, stets kräftig rührenb, 3—4 Eidotter, 80 8o Gramm Zucker, etwas feine Vanille, 75 Gramm geschälte, gehackte laße Mandeln, die Milchbrotmasse, eine große Obertaste mit Rosen- Wasser gestoßenen weißen Mohn, zuletzt den feingeschlagenen Schnee von 2—3 Eiweißen dazu, füllt die Masse in eine mit Sutter aus» gestrichene, mit geriebener Semmel bestreute feuerfeste llustauf- sorm, läßt den Auflauf eine Stunde im Ofen backen, Und' gibt ihn in der Form sofort ^u Tisch. Zuletzt beansprucht die Dezemberküche noch bie Kenntnis der Herstellung eines guten Punsches, und ein holländischer Punsch z. B. wird wie folgt bereitet: Auf einen Teil durch ein Sieb gegossenen Zitronensaft, der übrigens oft durch Berberitzensast ersetzt wird, rechnet man 2—3 Teile Zucker und 4 Teile besten Arak (alles in einem Glase gemessen). Diese Mischung wird in einer weißemaillierten Kasserolle (gut zugedeckt) über gelindem Feuer znm Kochgrad gebracht und gut gerührt, damit der Zucker schmilzt, dann fügt man, stets rührend, 8 Teile kochendes Wasser oben eben aufgegoffenen recht Hellen Tee dazu unb schmeckt beu Punsch, der sehr heiß serviert werben muß, nach Zucker ab. Erinnerungen an Gtto Brahm. Nur wenige Tage nach dem 50. Geburtstage seines Freunde! Gerhart Hauptmann ist Otto Brahm gestorben. Der Kunsts tempel am Schiffbauerdamm steht nun verwaist. Was er dort und vorher im Deutschen Theater geschaffen hat, wird stets einen Ehrenplatz in Deutschlands Theatergeschichte einnehmen. Brahms einer und künstlerischer Sinn ließ ihn das Gute unb Bleibend« erfassen. Ibsen und Hauptmann, beiden war er Führer. Mehr noch, Ibsen dankt ihm eigentlich seine Einführung in Deutschland überhaupt. Ibsen-Vorstellungen unter Brahm waren künstlerische Erlebnisse, wie sie uns nur selten von der Bühne herab zuteil werden. Für das von ihm geförderte naturalistische Drama fand er den einzigen Stil. Unb Brahm heißt auch bas hohe Ziel, das jeder Theaterleiter vor Augen hat, wenn er zum modernen Drama greift. Freilich wirb eS kaum einem gelingen, so rechtlos das naturalistische Drama zu erschöpfen wie Brahm es tat. Wir nun, bie wir noch die Bänke der Berliner Universität drückten, haben oft in wahrhaft stummer Andacht gelauscht, wenn von dort unten (ein echter Student sitzt immer „oben") der Stimmungszauber über uns kam. Das war nicht etwa ein gefühlvolles Einweben in weichliche Gefühle, nein, das war uns allen ein Fortreißen in und mit dem Strom der großen Zeit. Denn groß schienen uns die Tage, bie so gewaltige Umwälzungen in ber dramatischen Kunst brachten. Brahm war unser Gott. Wir fehlten bei keiner Hauptmann-Premiere. Und noch heute sind wir stolz darauf, daß wir es waren, bie so manchen zischenden Philister niederklatschten. Die Sorma, ber Kainz, später die Lehmann, der Rittner, der Sauer, ber Bassermann, der Hermann Müller unb nicht zuletzt ber alte Reicher, bas waren unsere Freunde. Sie wußten alle, baß wir bort oben die Wacht hielten. Wenn sie ber Beifall vor die Rampe rief, war ber erste Blick nach oben. Wir waren bei dem Sturm, als „Fuhrmann Henschel" für bie Welt geboren wurde. Wir sahen den Rittner, wie er im vierten Akt sein „Beweisa — Beweisa —! Sonst gnade Gott!" mit nie wieder gehörter Stimme hervorpreßte. Wir waren dabei, als „Rose Bernd" in ber Schumannstraße zum ersten Male gegeben wurde. Damals sahen wir auch noch bie Paule Conrad, die Gattin des Paul Schlenther, von ber uns unsere Eltern Geschichten erzählten, als sie noch jugendlich Naive am Berliner Königlichen Schauspielhaus war. Ja, wir waren dabei, wir deutsche Studenten. Und Brahm unb feine Künstler haben es uns gedankt. Nun ist Brahm nicht mehr! — Nekrologe werden geschrieben werden. Man wird den Künstler, den Bühnenleiter, den Schriftsteller preisen. Wir aber haben mehr verloren — den Freund. Den väterlichen Freund, ber manchen von uns, der sich auf bie dornenvolle Bahn des Dichters wagte, mit Rat unb oft — ach wie oft — mit Hilfe beiftanb. Die Berliner Studenten jener Tage werden Brahm nie vergessen. Brahm ist 56 Jahre alt geworden. Von ihm stammen eine Kleist- unb eine Schillerbiographie, letztere leider unvollendet. Beide Werke gehören zu den besten literaturhistorischen Büchern, die wir aufweifen können. Nach Beendigung seiner Studien war Brahm eine Zeitlang Theaterkritiker. In den 80er Jahren gründete er mit Paul Schlenther, Maximilian Harden, Otto Erich Hartleben u. a. bie „Freie Bühne". Als 1892 Aböls L'Arronge bas von ihm gegründete „Deutsche Theater" aufgab, fand er in Brahm einen würdigen Nachfolger. Brahm beschrankte sich nur auf bie moderne Kunstrichtung, da bie klassische Kunst am Gen- darmemuarkt unb in bem damals noch von Ludwig Barnay geleiteten „Berliner Theater" Heimstätten fand. 1904 übernahm er das „Lessing-Theater". Im „Deutschen Theater" hatte Max Reinhardt bas Zzepter, ber einst Brahms Schüler war unb als junger Charakterschauspieler von Wien nach Berlin kam. Durch beit tragischen Tod Hermann Müllers kam Reinhardt an erste Stelle Zwischen Reinhardt und Brahm bestand em großer llw- terfchieb' Reinhardt, ber Mann, ber im Großen arbeiten muß, ber bie Masse beherrscht — auf der Bühne sowohl als auch braußen; er ist ein Mann ber Reklame. Ganz das Gegenteil war Brahm: Still und ohne viel Worte zu machen schuf er. Die tiefe Wirkung des bürgerlichen unb Proletarier-Dramas konnte nur ein Brahm hervorbriugen. Von keiner Strömung 760 in jüngster Zeit ließ er sich beeinflussen. Vielleicht war diese Festigkeit zu ausgeprägt — wenigstens mehr, als für einen Theaterleiter gut ist. „„ , , _ „ , L_, ' Brahm lebt nicht mehr. Eme blühende Zeit deut, eher Buh- nenkunst hat er hcrvorbriugen helfen. Sre ist schon, emtge ^ahre vor ihm ins Grab gesunken! — Aber mag man stch zum -ca- turalismus stellen tote man will, anerkennen must man immer, dast er eine Wandlung geschaffen hat. Und das Neue ist immer interessant mib verhilft zum Fortschritt. — Bruno Stümie. Drei Sdiwänfe. Roda Roda lästt soeben ein neues Buch erscheinen, das -„500 Schwänke" betitelt ist. Mit Genehmigung des Verlages Schuster und Loeffler in Berlin bieten wir unseren Lesern einige Proben aus dem fast unerschöpflichen Born von Humor 'und Witz, der aus dieser neuen Sammlung als gestlndheitstärkender Sprudel strömt. „ , Der Bräutigam in der Kolonie. Willem Reibetan- hatte eine Farm bei Windhuk und wollte gern auch eine Frau. Er gab ein Inserat ins Hamburger Echo auf. , Es kam zu einem Briefwechsel mit Lina und Käthe Tiedemann. Zuerst zum Spaß und dann im Ernst. Eines Tages reiste Lirm zu ihrem Bräutigam imch Windhuk ab. , Lange warteten die Eltern auf eine Hochzeitsrunde. Endlich kam ein Kabel: „lina ankam gestorbenem zustande verweigere annahme sendet kaethe." Das Gymnasium. Wir fanden uns nach zehn Jahren znsa-.mnen, Nur Wt- turieiiten des Piaristengym'nasiums. So wills ein alter Brauch. Empfang, Festrommers'; am nächsten Morgen Messe und Besuch der Schulräume. ~ . Im Lehrerzimmer legte uns der Direktor das Goldne Buch der Mutteranstalt vor. Wir sollten einen Rassischen Spruch rinsckreiben und unsere Name». Man einigte sich auf: „Wir lernen nicht für die Schule, sondern fürs Leben, Aber keiner konnte es ins Lateinische übersetzen. Der Theoretiker. Leutnant Meidel — der Weide! von der Lustschifferabteilung >— schilderte mir den Flugapparat, den er erfunden hatte. Meidols Konstruknvn beruht aus jahrelmtgem Studium des Vogelflugs. Solche Beobachtungen haben auch andere Fachleute angestellt. Aber alle früheren Beobachtungen waren mangelhaft — das bewies mir Meide! haarklein. Meidel hat ganz neue Theorien für die Mechanik des Vogelflugs gefunden — Erklärungen, die von allen bisherigen himmelweit abweichen. Da flog brausten eine Taube vorüber. „Siehst du," rief Meidel, „also, zum Beispiel: diese Taube fliegt falsch." Vermischte». * Die Stadt ohne Fliegen. Vor einiger Zeit erfuhr man von den Maßnahmen, die gewisse amerikanische Städte gegen die Fliegenfrage ergriffen hatten; die Nachrichten hatten damals einen mehr amüsanten als ernsten Beiklang. Welche Erfolge aber die so oft als „Fliegenkrieg" belächelten Maßnahmen in hygienischer Beziehung gehabt haben, zeigt sich erst jetzt in beit Gesundheitsberichten der Behörden. Der Mittelpunkt des Kampfes zur Ausrottung der Fliege war die Stadt Wilmington in Arkansas, die geradezu von einer Fliegenplage heimgesncht war, und infolge davon schwer mit allen Arten von Epidemien zu kämpfen hatte, die durch die Insekten verschleppt und weitergetragen wurden. Die sanitären Verhältnissepwurden so schlimm, dast die Kommuual- bch'örden zu Radikalmitteln schreiten mutzten und beschlossen, die Fliegen nach Kräften auszurotteu. Die Stadt wurde dann buchstäblich mit brenzlicher Holzsäure überschwemmt, Strasten und Plätze damit überströmt und diese eigenartige Sprengung viermal wiederholt. Dieser Kampf gegen die Fliegen und die von ihnen mitgeschleppten Jnfektiousstoffe dauerte ungefähr einen Womit: nach Abschluß dieser Zeit desertierte der Feind. Wilmington war fliegenfrei. Vor allem aber hat sich seitdem in der Stadt keine Fliege mehr gezeigt. Die hygienischen Folgewirkunaen traten fast unmittelbar ein. Die in den ärmeren Quartieren fast chronisch gewordene Typhusepidemie ging zurück und verschwand schließlich ganz. Heute aber nimmt die Stadt ohne Fliegen, wie die Revue mitteilt, in sanitärer Hinsicht eine Ausnahmestellung ein, und mit ihren Berichten und statistischen Nachweisen über den Gesundheitszustand ihrer Gemeinde wird wohl kaum eine andere Stadt rivalisieren. * B am b u s p a p i e r. Bei dem Suchen nach einem Ersatz des Holzes als Rohstoff der Papiererzeugung hat man vor längerer Zeit Bambus als tauglich gefunden, und den ersten be- friedigendeit Versuchen mit diesem neuen Rohmaterial ist nun jüngst die Einrichtung der ersten Papierfabrik erfolgt, die den Bambus in großem Maßstabe verarbeitet. Durch schottische Ingenieur« ist in Kagt (in Japan) eine Fabrikanlage eingerichtet worden> die den Rohstoff behandelt. Vorläufig kann sie ungefähr 300 Tonnen im Monat liefern. Allerdings liefert sie nicht das fertige Papier, fondern stellt nur aus dem Bambus den Papierteig^ Bambusschliffmasse, her. Die weitere Verarbeitung erfolgt in eine« Fabrik in Formosa, der eigentlichen Papiermühle, ganz ähnlich, wie ja auch europäische Papierfabriken vorbereitete Holzschliffmasse zur weiteren Verarbeitung von außerhalb beziehen. Beide Fabriken sind so angelegt, daß sie ohne weitere Umstande ihren Betrieb ganz erheblich vergrößern können. Das Papier, das durch die gemeinsame Arbeit dieser beiden Fabriken entsteht^ soll nach englischen Berichten ganz vorzüglich sein. Der Prozeß der Herstellung unterscheidet sich von dem der Holzpapiergewinnung in einigen Punkten. Sollte sich das Bmnbnspapier bewähren^ so wäre die Frage der drohenden Papiernot und der Waldvernichtung der Lösung einen tüchtigen Schritt näher gebracht, den« in Asien, Afrika, Amerika und den Südseeinseln wachsen groß« Mengen von Bambus, und außerdem läßt sich der Bambus leicht! anbauen. kk. Eine leine Familie oder: was ein Grab- stein erzählt. Ein Mitarbeiter des „tüomere" behauptet, in Ungarn auf einem Frirdhoke einen Grabstein gesunden zu haben, der seinesgleichen wohl nicht haben dürkte. Man liest dort nämlich als Text: „Hier ruhen: Josef Moritz, mit 62 Jahren von seinem Sohne erschlagen. - Isabella Moritz, Gattin deS Joses Moritz, im Alter von 57 Jahren von ihrer Tockter vergütet. — Elisabeth Moritz. Sie hat mit 20 Jahren Selbstmord begangen, nachdech sie ihre 'Sintier vergiftet hatte. — Joset Moritz, der seinen Vo.tef erschlagen hat. Er ist mit 27 Jahren im Zuckthause gestorben> kk. Versteinerter Honig. Einige hundert Kilometer von Chihuahua in Mexiko hat ein Bergingenieur namens Terry ein ganz merkwürdiges Gestein entdeckt. Aui einem Streistuge in Begleitung etneS Indianers fand er Fellen, die bei fluchtiger Betrachtung rote Kalk aussahen. Allein der Indianer, der das Gestein kaimte, schlug mit dem Messer ein Stück davon ab tmd bat Terry, es zu kosten. Tas geschah und der vermeintliche Kalk schmeckte süß. Terry meint, es sei versteinerter .Honig. Wie der Honig dort yingekommen ist, vermag er nicht anzugeben. Ob das umgebende Gestein wirklich Gestein ober versteinertes Holz oder was sonst ist, konnte er nickt erkennen. Allein e3 ist sehr wohl denkbar, daß Bienen Nest und Honig im Gestein gehabt haben. Wie alt der versteinerte Honia ist, geht aus der Meldung des „Standard", der hierüber bertchtet, nicht hervor. * Vom lustigen Onkel Sam. Zarte Anspielung. Der alte Herr, der eine junge hübsche Frau genommen hat, sagt ihr beim Diner: „Heute, mein Liebling, habe ich mein Sehen; zu Deinem Gunsten mit 100000 Dollar versichert." Mch, Tu Guter", flötet sie und küßt ilin auf die Glatze. „Mur," sagt er gerührt, „kann ich noch etwas für Dich tun?" „Nein, nichts in tiefer Welt." — Unter Nachbarn: „Wir kommen jetzt in eine bessere Nachbarschaft " „So? Wir auch." „Ja ziehen Sie denn auch aus?" „Nein, wir wohnen hier Wetter." —r Der Grund. Paddy Dolan kauft sich eine Taschenuhr und erhält vom Uhrmacher einen Garantieschein über 12 Monate. Nach secks Monaten 'kommt er wieder: Die Uhr stehl. „Da hattest Sie wohl ein kleines Malheur damit," fragt her Uhrmacher. „Ach ja vor zwei Monaten, als ich unser Schwein fütterte, fiel mir die Uhr in den Trog." „Ja, da hätten Sie sie doch aber gleich herbringen müssen!" „Ich fonnte doch nicht, wir haben das Schwein ja erst gestern geschlachtet." — Der „Gegenstand". Das Zeichnen nach „Gegenständen" macht den amen» konischen Schülern biet Sorge. Es ist so schwer, die Texte, Messer usw., die dazu benutzt werden, richtig wiederzugeben.. Eines Tages sitzt ein Junge ivetnenb vor seinem Zeichentisch. „Ich hab' meinen Gegenstand verschluckt", schluchzt er. „Um Got^s Willen!" ruft der Lehrer ängstlich. „Was war's denn?" „Eine Banane , entgegnet der angehende Künstler. — EinFeinddes S p iegels. Elise: „Nach bem Waschen, sehe ich mir mein Gesicht immer im Spiegel an, ob es auch rem ist. Machst Du das auch?" Bobby: „Nee, ich seh' ins Handtuch." Lsgogrwh. Unaufhaltsam jag ich dabin durch Walder und Wüsten, Gibst du statt „95" mir ein „H", werd ich ein streitbares Tier. .Auslösung in nächster Nummer. Auflösung des Kreuzrätsels in voriger Nummer: BAS r n c a t h Brasilien Anti 1 open Schl o sser i p s e e o nur Redaktion: U. N - urat h. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scken Universitäts-Buch« und Steindruckerei, R. Lange, Gießen»