MM Donnerstag den 4. Zanuar tf* M .» Glückslasten. Roman von Hanns von Zabeltitz. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Uff!" machte Onkel Reinhard, als die Droschke hielt, Und rieb sich die Augen: „Weiß Knöppchen, Gudarcza, ich hab 'nen kleinen Dormus riskiert. So, und nu woll'n mer noch amal. . ." Schwer, langsam tastend, streckte er das Bein aus dem Wagen, schob den Körper nach und lachte dabei zum Fenster hinauf: „Na, du schwarze Kröt', ihr wartet wohl mit der Suppe. Ja, euer Vater kann nu mal kein Ende finden, wenn er hinter der Buddel sitzt. Mer nun schick einen dienstbaren Geist herunter. Ich bring euch alle Schätze Indiens mit." Quietschvergnügt war der Alte. In heiterster Stimmung nachher auch beim Mittagessen und galant, in seiner Art, gegen beide Damen. Er saß zwischen Mutter und Tochter, schäkerte bald mit der Blonden, in deren reichem Haar nur ganz vereinzelte Silberfäden glänzten, und bald mit der Schwarzen, ließ sich selber ein bißchen den Hof machen, aß für zwei, lobte zu Frau Idas Entzücken von der Suppe bis zur Mehlspeise und sprach dem Moselchen so wacker zu, tote bei Emke dem Rotspon. Gudarcza schmeckte es nicht. Unmittelbar vor Tisch hatte ihn seine Frau auf einen knappen Augenblick allein gesprochen. Er befürchtete eine kleine Vorlesung wegen der Verspätung, aber er irrte sich. Ida fragte nur: „Ist Onkel guter Stimmung? Ich möchte nachher wegen eigne mit ihm reden." „Aber, Mamachen —" „Ich bitt dich. Das überlasse nur mir. Er kann wirk- ttch einmal etwas für eins von den Kindern tun, und Signe ist sein Patchen." Wehr nicht. Wer der Major würgte bei jedem Bissen daran und fürchtete bei jeder Wendung des Gesprächs, daß seine Frau von Signe anfangen würde, dem Schmerzenskind. Manchmal schloß er auf eine Sekunde die Lider, und dann sah er Signe jedesmal vor sich in ihrer stolzen blonden Schönheit, mit dem herben Zug um dm Mund, mit den sehnsüchtigen blauen Äugen. Fast ein >whr hatte er sie nicht gesehen/ fast ein Jahr ivar sie nun schon in der Fremde. ... Die anderen plauderten von Friedel und von Eber- Hard. Beide hatte der Onkel noch kurz vor der Abreise in Berlin gesprochen. Dann fiel der Name doch: Signes Name. Onkel hatte gefragt: „Du, Dodoc^n, wünsch dn- mal was. Wenn ibu mir nachher einen Kuß gibst, sollst du einen Wunsch frei haben. Ueberleg's immer. Da hatte Dorothee den Pudelkops geschüttelt undge- lacht. „Den Kuß kriegst du gratis, Onkel Reinhard. Wer einen Wunsch? Ich hab wirklich einen Wimsch." Weitab vom Tisch hatte der Alte seinen Stuhl gerückt um mit beiden Händen auf die Knie schlagen zu können: „Mädel, bist du toll! Ein Mensch von siebzehn Jahren, sozusagen wirklich schon ein Mensch — und uocy keinen Wunsch! Gibt's ja gar nicht, gibt's ja gar nicht. Na, weißt du, da sind deine Geschwister anders. Die Bengels . . . ja . . . und Signe auch." Gudarcza blickte zu seiner Frau hinüber. Sie rückte gerade auf der Käseschüssel etwas zurecht, damit sich die dünnen Pumpernickelfcheiben besser präsentieren sollten. Er sah es deutlich, ihre Hand zitterte dabei, so erschrocken war sie. Wer sie faßte sich gleich wieder. Sogar lächeln konnte sie, als sie sagte: „Freilich, Onkel Reinhard, Signe war immer groß, auch in ihren Wünschen." Es sollte scherzhaft klingen, aber sie fühlte, der Ton gefiel dem, Alten nicht; er zog so eigen seine Augenbrauen hoch. Und so setzte sie ernst hinzu: „Unvernünftig war sie übrigens nie. Ich wollte nachher grade über Signe sprechen." „So — wolltest du, Ida?" Er zog den Stuhl wieder mit den Fußspitzen nach vorn, steckte die Serviette energisch in den Westenausschnitt und trank sein Glas aus. „Na, lieber nicht nachher, sondern gleich. Das Mädel hat mir nämlich geschrieben — von da unten her, aus irgend solchem italienischen Nest, wo Ihre Hoheit zu geruhen geruhen. Sechs Seiten oder achte, was aber nicht viel sagen will, denn jeder Buchstabe ist nen halben Meter groß. Inhalt: nicht mehr und nicht weniger, als uh soll ihr das Geld geben, sich zur Konzertsängerin auszubilden. Na Ida, tu mir die Liebe und mach nicht solch erstauntes Gesicht. Ich seh's dir ja doch an der Nasenspitze an, daß du ganz genau unterrichtet bist. Schad't ja auch nichts, stt sogar ganz natürlich und gut. Aber weißt du: ich bin wahrhaftig ein moderner Mensch und finde gar nichts darin, wenn eine Freiin von Gudarcza öffentlich auftreten will Nur daß ich's gerad mit meinen paar Kröten unterstützen sollte — ne, Ida, dafür bin ich nicht zu haben, 's ist mir, ehrlich gestanden, zu phantastisch." Der Major sah wieder unsicher zu seiner Frau hinüber. Hoffentlich schwieg Ida. Es schien fast so. Ida saß ein paar Minuten mit gesenkten Augen. Doch dann kamen zwischen ihren Brauen . die kleinen feinen Fältchen zum Vorschein, die immer anzeigten, daß sie sich nicht beherrschen konnte. „Erlaube, lieber Onkel," sagte sie. „Phantastisch ist Signe eigentlich nie gewesen, und phantastisch ist ihr Wunsch nicht. Daß sie sich nicht wohl fühlt in ihrer Stellung bei der kleinen Hoheit, ist auch ganz begreiflich. Dies ewige Umherreisen, das ewige Hotelleben, diese stete Unruhe kann ja auf die Dauer kein Mensch aushalten, und das -wige Unterhalten, das die Fürstin verlangt, erst recht nicht. 6 Solch armes Hosbämchen hat es schwer, Hub nun hat Eigne doch ihre wundervolle Stimme —" Onkel Reinhard hatte sich noch eine Birne von Dodo schälen lassen und aß sie behaglich auf, während Frau Ida sprach. Erst als er das letzte Stückchen verspeist hatte, unterbrach er sie: „Glaub ich ja alles. Nur laßt mich ans dem Spiel. Ich bin immer gefällig, ich helfe immer gern. Eure Jungens könnten euch davon auch allerlei er- fählen, was ihr nicht wißt. Na, Gndarcza, guck mich nicht o an. Dabei ist gar nichts, wenn ich den Beugels mal mit sechs Dreiern aushelfe. Aber das mit der Signe — ne, damit verschont mich. So — und wenn's euch nun recht ist, dann stehen wir auf, und ihr gebt mir irgend ein Sofa. Ich schlafe ja sonst nachmittags nie, aber heute fühl ich wirllich solch menschliches Rühren . . . Mahlzeit!" „Wie peinlich —" dachte Gndarcza wieder, während er dem Alten die Hand schüttelte. „Wenn doch Ida geschwiegen hätte... zu peinlich, an meinem Tisch diese Absage." Und Frau Ida hatte ein rotes Gesicht bekommen. Schweren Schrittes ging Reinhard zur Tür. Er hatte die Klinke aber noch nicht in der Hand, da kam Dodo wie ein Wirbelwind, umfaßte ihn: „Du, Onkel, ich hab's mir überlegt. Das gilt doch noch mit dem Wunsch — was? ■— und dem Kuß. Ein Mann»— ein Wort." Er beugte sich über das lachende Mädchengesicht und lachte mit. „Aber natürlich- du schwarzer Deibel! Ein Mann — ein Wort!" Und sie küßte ihn redlich auf die dicken Lippen. „So . . . ein Mann, ein Wort, Onkel! Jetzt wirst du Signe Helsen . . . dem: das ist mein Wunsch." „Du Schlansuchs!" Der Alte schien sich köstlich zu amüsieren. Er hielt die zierliche Gestalt fest an beiden Schultern zwischen feinen Riesenhänden. „So willst du mich fangen? Gar nicht so dumm. Gar nicht so dumm, Nur hat die Geschichte einen Haken, Dodochen, du Schäfchen. Denn das Tauschgeschäft Knß und Wunscherfüllung bestand unter der juristischen Voraussetzung meinerseits, daß du dir was wünschtest. Na — laß gut fein. Wir bringen unser Geschäft schon in Ordnung. Wollen's mal erst beschlafen." Der Major hatte Onkel Reinhard auf seinem eigenen Schlafsofa im Herrenzimmer untergebracht, ihm die Reise- decke selber über die Füße gebreitet. Dann blieb er noch einen Augenblick stehen. „Liegst du auch bequem?" fragte er. Und nach einem Weilchen: „Du bist doch nicht ungehalten, lieber Onkel? Mir war's so fatal . . . das mit der Signe. Und erst recht die dumme Bettelei von Dodo. Gut hat sie's ja natürlich gemeint . . ." „Aber utt ja doch —" Onkel Reinhard hatte das Gesicht schon gegen die Wand gekehrt. Nün wandte er's noch einmal halb zurück. Er sah doch ein bißchen ärgerlich aus, fand Gndarcza. Erhitzt, sehr rot, röter noch als gewöhnlich, und über die Augen hingen die Lider halb herab. Oder er war wohl nur stark schläfrig? Kein Wunder, was hatte der alte Herr heute zusammengetrunken. „Aber nn ja doch, natürlich hat die Dodo es gut gemeint," sagte er und gähnte. „Nachher soll sie ihren Knß mit Zinsen znrück- kriegen. Jetzt aber will ich meinen ordentlichen Dormus halten. Nacht, Gndarcza . . ." Er nickte noch einmal und drehte sich wieder der Wand zu. Gleich darauf sägte er los. * Und noch jetzt drang in regelmäßigen Intervallen das Schnarchen des Alten in den Salon, in dem der Major langsam, leise auf- und abging. Er hatte sich auch ein wenig hinlegen wollen, ans die Chaiselongue hier. Aber es war sei dem Versuch geblieben. Es war zu viel ausgerüttelt worden in ihm. _ Ruhe . . . ja die Ruhe! Er dachte daran: als er den Abschied genommen hatte — nun ja: man nimmt den Abschied, auch wenn man ihn bekommt —, da hatte er sich eigentlich aus das ruhige, beschauliche Leben in der Keinen Stadt gefreut. Manchmal, anfangs war ihm die Ruhe freilich getoorben. Aber nun die Kinder groß nmen, erwachsene Menschen, nun hatte er eigentlich noch weniger Ruhe als damals, wo ihr Holterdiepolter das Hans erfüllte. Nicht daß er sich selber ein Klagelied Vorsingen wollte. Bewahbe! Dazu lag wahrhaftig Fein Grund vor. Die Kinder waren gut eingeschlagen. Gottlob! Aber aus den Sorgen kam man doch nie recht heraus. Gerade keine erdrückenden Sorgen, gewiß nicht, Sorgen waren es aber doch. Da war das Studium von Friedel, das sich hinzog und hinzog. Und da kam der Eberhard mit kleinen Anliegen. Nebenan schnarchte der alte Mann aber wirklich wie ein Vollgatter, das einen rechten, derben, festen Eichen- stamm in Angriff genommen hat. Dann und wann war's, als ob die Sägen einen besonderen Knorren anfaßten. Ja — Onkel Reinhard hatte das alles wieder ausgerührt. Gndarcza stand vor einem der Fenster. Er sah die großen Löcher in den Gardinen, die Ida kunstgerecht gestopft hatte. Langsam, leise ging der Major zurück, vom Fenster zur Korridortür, und von der zur Tür des Herrenzimmers, und überall sah er plötzlich die sorgsam verborgenen Keinen Schäden, die die Zeit der Einrichtung geschlagen hatte. Und doch war das alles eigentlich so gleichgültig. Denn die Jugend hatte nun einmal das Vorrecht. Für sie bringt man so gern Opfer. Nur, daß man allmählich immer mehr unb mehr in die gleitende Bahn kommt. Und dann, dann — Signe — Immer wieder kehrten schließlich seine Gedanken zur ältesten Tochter zurück. Sie war fein Liebling gewesen. Sie war allechMelt Liebling schon als Kind mit ihrem feinen Gesicht, den großen blauen Augen, dem Tizianhaar. So überraschend wirkte ihre Schönheit, daß die Leute aus der Straße stehen blieben. Einmal, als der Kommandierende zur Besichtigung gekommen war, hatte der ihn beim Diner im Kasino gesprochen: „Gndarcza, denken Sie sich — geh ich da vorhin über den J'nngfernstieg und seh ein Mädelchen von acht, neun Jahren, so schön, so eigenartig schön, daß ich gar nicht anders kann, als sie anhalten und fragen. Dja, unb sie knickst und sagt ganz artig: „Signe Gndarcza, Euer Exzellenz!" Wetterchen, zu solch einem Ausbund von Schönheit möcht ich doch gratulieren. Die wird den Männern mal die Herzen heiß machen." Das war auch ganz Signe gewesen, daß sie mit neun Jahren schon den Kommandierenden gekannt hatte, gar nicht verlegen geworden war, ihm ganz richtig geantwortet hatte! Ganz Signe — Und dann, fünf oder sechs Jähre später, oben im oftprenßischen Nest, war der kleine bucklige Kirchenorganist, der in der Privat-Mädchenschnle von Fräulein Sebenicht den Gesangunterricht gab, §u ihm gekommen. Im schwarzen Gehrock mit zu kurzer: Kenneln, mit einem himmelhohen Zylinder und mit vielen verlegenen Verbeugungen Eine Wunder stimme, eilte Gnade Gottes. Eine Sünde, wenn diese Stimme nicht geschult, nicht von einem Meister ausgebildet würde. Ein Mt, wie er vielleicht seit Menschengedenken in deutschen Landen nicht bageivefen. Er — Simon Breimann — Jet nur ein elender Stümper, er lebe tagaus, tag ein in Angst, das kostbare Material zu schädigen. Aber Fräulein Signe müsse, müsse nach Berlin ... Gndarcza war vor der Etagere in der Ecke stehen geblieben. Ganz mechanisch nahm er einen der kleinen Por- zellanhunde nach dem andern in die Hand, die dort standen, ein Dutzend oder mehr. Der große Wauwau, der in der Mitte stand, ein Bulldogg mit gefletschten Zähnen, der ftammte von Onkel Reinhard. — Was schnarchte übrigens der Mann — Ja, damals, gerade damals hatte Onkel das Ungetüm getauft, als wir wegen Signe in Berlin waren. In der Leipziger Straße, als wir von der Lilli Lehmann kamen. Noch zn früh, hatte die entschieden. Wunderbares Material. Aber jetzt nichts als schonen; kein übertriebenes' Heben, wie ein rohes Ei behandeln, und in zwei Jahren wiederkommen. Und sie hätte Signe angesehn und an- gesehil-und im Flur heimlich zu ihm gesagt: „Eine selten schöne Erscheinung; solch eine Stimme und solch ein Gesicht — es ist zum Staunen. Eine doppelte Gnade — oder ein doppeltes Danaergeschenk." Ja, und die Leute auf der Straße hatten denr langaufgeschossenen Backfisch nachgesehen, der den rotgoldblmchen Kopf so stolz trug -- und 7 — ! &entt®Hto6in^Ü?in^e sauber von Haut, allen Gräten, und dunklen Aederchen befreit und in Stücke ;er- e® große weiße Zwiebeln geschält, gerieben unt? in ^'ifMn,eÄ $Uorertf 8atrc gedünstet. Nun '.vird ein8 feuerfeste Tou- RiÄ l0lber ^luflaufform (die auch von Blech sein kanni mit ®rftrt n11' 11 5.uf den Boden legt inan eine Schicht s^eut Pfeifer, Salz, und einen Löffel Zwiebelbrci darüber, dann gibt man eine Schicht Bücklingsstückcben daraus inÄÄ Meischbrüda Endlich gießt man eine Obertasse ObÄfläch? dick ' fcÄ btC M^ackte Masse, bestreut die JE mit geriebenem Schweizer- und Parmesankäse öfei?45—50^Min»^bn^"brflvckchen und läßt die Speise im ' Während UIit fe,tn ber Form aufzutragen. m08re , ganzen Januar-Monats acht es noch Rot- vm chelen^ Lau "sra u Wildschwein, auch Renntierwildbret wird Renntierdraicuä^sn 6er" gekauft. (Die Zubereitung des 15 Januar dürE, tote?ie des Hirschwildes.) Bis zum KübidaU sr^ t aiÄ noch geschoisen und dann noch aus ^nhtdonsern verkauft werden, während früher vierzehn Taae Mnst^brät"ninn Erkauf eingestellt werden michte. r?rat den gutgespickten Hasen in Butter Mit Zugabe toei JmTin ^nigstens ist dies die gewöhnlichste 3m meitung in Norddeutschland; manchmal, aber nicht oft, wird dm Hase auch tn Stücks zerhauen und im Topf mit Wasser stück d^>?^nmpft In Frankreich bereitet man als Braten- 1™™ < Dasenruckm und nimmt die Keulen und Läufe, oder Bi?p^ ^1b Braten gehören, mit in das Ragout oder Brvet Die Vorschrift zu französischem Hasen-Bivct ist folgende: Man zerschneidet 200—225 Gramm mageren oder Iften Speck in sürfel, brät sie in Butter gar und^ gelb, legt tt S drnein laßt sie auf allen Seiten ein Weilchen in dein Fett schmoren, bestreut sw nut Mehl, gibt V- Liter Fleisch- 5^|e fil1'ulTt eine halbe Flasche Rotwein, Zitronenschale, 3OT;pr^fL ^I^^^beeren, ein Sträußchen feiner Kräuter, Salz, Pfeffer^ und Gewürzkorner dazu, läßt alles eine halbe I^mpfen, fügt dann 5—-6 kleine, in Butter nebst Zucker u,^dunstete Zwiebeln und eine Handvoll kleine geputzte, eben- 'EE/u Butter gargedunstete Champignons dazu, läßt das Fleisch gar kochen, nimmt es heraus, schmeckt die Sauce ab und zieht sie, wenn man es hat, mit etwas verquirltem Hasenblut ab In England brät man den , Hasen, der oft gefüllt wird, meist m Frankreich wird er in Butter mit Zugabe von Brühe und serngehackten Schalotten gebraten, in Oesterreich legt man ihn vor dem Braten ost für 1—2 Tage in m^e Essigbeize, in Rußland brät man ihn in Butter J,aure^ gibt aber sehr oft noch eine extra bereitete Sauce aus roten Ruben dazu. „Großes Interesse nimmt alles Wildgeflügel in Anspruch, besonders Fasanen, Auerhahne, und aus Schweden und Rußland g^rtbet: Schnee-, Hasel-, Birkwild, Auf dem Geflügelmarkt Ä’!' Eans seltener, Enten werden rwch gern gekauft; an qCI.c rmmer sehr kostspieligen jungen Hühnchen, die trotz Zuchtanstalten doch eher Küchengaben des Spätfrühlings und rtiete« Mast-Poularden, Poulets und Kapaune. äteSc Ware sowohl als auch solche aus Rußland (Wolga- kchhner,, aus Belgien (Brüsseler Poularden) und aus Oesterreich tStelermar^ Außerdem unterscheidet man wohl auch Milch- mast- und Acaivmast-Poularden, erstere sehen weiß, letztere gelb- Atu) sind anläßlich der Geselligkeitszeit die großen Buttflsche, namentlich Steinbutte, die manckimal auch ^rch Heilbutte ersetzt wird, beliebt, ferner Lachs, auch Zander. Für die einfache Küche sind die Bedingungen zur Verwertung bililger Seefische gegeben, z. B. Schellfisch, Kabliau, auch Dorsch, Scyollen, See- und Rotzungen, gelegeiitlich auch frische Heringe , Bom Gemüse gilt immer noch die alte Klage der Teuerung, ebenso für Kartoffeln und für sämtliche Konserven. Und gerade tn früheren Jahren waren die ersten Monate des Jahres so recht die Monate der Konservengemüse, die die Hausfrauen lieben, weil ihre Bereitung schnell und einfach ist, man das lange Kochen, also an Feuerung und Zeit zum Znrechtpntzen Mit dem neuen Gemüse Topinambur oder Erdbirne, die merrwürdlgerweise tnt Marktverkehr allgemein „Erdschocke" genannt wird, können sich die Hausfrauen im allgemeinen schwer bchreundim. Sie ist ein Nachtschattengewächs, die Knolle ähnelt also der Kartoffel: man kocht sie, schält und brät sie oder schwenkt die gekochten, m Scheiben geschnittenen Knollen mit holländischer oder weißer Petersilienfauce durch. Neben den Aepfeln, die, entgegen vielfach geäußerten Zweifeln, dennoch den Wmterbedarf zu decken scheinen, und Resten von Birnen, die oft äußerlich unansehnlich, aber vorzüglich von Geschmack sind, haben die Apfelsinen wieder ihre Herrschaft an» getreten neben reichlichen Vorräten von Mandarinen (Zwerg- Apfelsinen, ursprünglich aus China stanimend), bittren Orangen mid Pommerauzen. Letztere zur Bereitung des Bischofs und Kardinals, zwei Getränke, von denen behauptet wird, daß sie letzt unmodern und von Bowle und Punsch verdrängt seien Indes ist das doch eigentlich Wortklauberei, denn Bischof und Kardinal fmd eine Art Punsch oder Bowle . . „D°n mmu.fi bie Sitte er den großen Köter wieder in um ihn he? zurN. der Kleinen und Kleinsten Dertoflr eh ich den blauen Brief bekam. 7^" sv,m«nche Hoffnung ein, und auch die. Es KtT^ ”1$*' Hebe, arme Signe! Zwanzig Mark die Stunde und alles andere, und die Jungens . . . Liebe ' fcunrt ,fiant biefe unselige, aussichtslose Wfn/£J : ;rbtnb bie sargtest du selber ein, tote wir so ftofi u?h &04 Unb er"1.1.'o1, .. , —. , " Hunten, internationalen Speisekarten erschien ihm Rindfleisch mit Brühkartoffeln als hervorragend Gutes. _ Bekanntlich sollen die norddeutschen Hausfrauen gerade Künstlerinnen in der Bereitung dieses Essens sein, zu dem das Rindfleisch mit Wasser, Salz und Suppenkraut wird. Meist wird etwas von der Brühe noch zu k611 undercu Tag fortgestellt, die man dann enttoeber legiert oder auch nut Tomaten, mit Grünkern mit Haferflocken dicker und konsistenter gestalten kann. In' dem Arsche läßt man geschälte, geivaschene, in Stücke jSn 6l\ Kartoffeln, die man vorher gebrüht oder schnell ab- SäV Umbt ^segossen Hat, gar kochen und schwenkt sie mit k durch. Das gekochte, in Scheiben geschnittene Rindfleisch wird daneben gereicht. Oder wer weniger Kartoffel- JSfL u-AAfh MU aia9u- ^hr einfachen, sättigenden Gericht trägt, hält es vielleicht lieber mit Kalbfleischbrühe mit A?upm Äraupen sind betanntlich außerordentlich zuträglich und nahrhaft, werden leider aber in der einfachen Küche des bürger- a „"och nicht gebührend geschätzt. Die Hauptsache kür die Herstellung eines wohlschmeckenden Graupeugerichts ist, sw über gelindem Feuer ganz langsam und allmählich gar und drck kochen zu lassen Ueber schnellem Feuer gekocht, werden die .Graupen hart und unschmackhaft, während bei allmählichem ®ailuerbm alle ihre vorzüglichen Eigenschaften aufgeschlossen werden. Eine zweite Hauptsache rst es, daß Man niemals Graupen tat eisernen Kochgeschirr kochen darf, wo sie schwarz und unansehnlich werden und auch im Geschmack leiden. Man bedient sich am besten eines irdenen Topfes, da diese aber (indem sie leicht springen) aus vielen Küchen verschwunden sind, nimmt man e-ne innen weiß emaillierte Blechkasserolle, von deren Eiuaille noch nicht das kleinste Splittercheii fehlt. Um Kalbfleisch mit E,r"upeu zu kochen, setzt man das Kalbfleisch mit reichliche!» Wasser auf, schäumt es gut ab, fügt Salz und zerschnittenes Suppencraut unb nach entern Weilchen die gewaschenen, ab- Setropften Graupen dazu, die nun mit dem Fleisch langsam weichduusten müssen Es ist nötig, gleich reichlich Wasser zu uehuien, weil die Graupen nicht so schön werden, wenn viel Flüssigkeit (Wasser oder Brühe) nachgefüllt wird. Je nach persönlichem Geschmack laßt man die Graupen suppiger oder steifer kochen, schneidet das Fleisch in Stücke oder Würfel und gibt es mit hinein Man kann Mchlich geschnittene Dlohrrüben und Scllcrie mttkochen lassen, auch ein paar Stielchen Portulak geben dem Graupengemüse einen feine« Wohlgeschmack. Von anderen einfachen Familientischgerichten der Saison sei "och auf gebackene Bücklingskartoffeln hingewiesen. Herings- karwsfeln und Sardellenkartosfelii sind ja allbekannt, aber Bück- lingskartosfeln fütb vielen Hausfrauen wohl neu. Man kocht irnaefahr 1—IV- Kilogramm Kartoffeln in der Schale gar, gießt Unb dampft sie ab, schält sie und schneidet sie in Scheiben. Ma« 8 Nach einiger Zeit verwandelt sich die Wasser springer, um dann Monate-, ja oft jahrelang. „Schild", das ist eine schwere doppelte gußeiserne Platte von über 30 Zentimeter Dicke. Um das Gestell wirst man Gräben ans. Entsteht nun ein Springer, so wird die Kraft der Oel- TrdolgeGlNNMg. Nebst Kohle und Eisen ist Petroleum das wichtigste Rohprodukt der Weltindnstrie. Als den Geburtstag der Petroleum- industrie kann man den 28. August des wahres, bezeichnen. An diesem Tage stieß der Colonel Drake bn einer Äohrung nach Wasser zu Titnsville in Pensylvamen ans Erdöl, das m gewaltigem Strahle aus dem Bohrloch herausschoß. Flowrng Voells oder Oil Fountains, zu deutsch Erdölsprurger, nennt man dreselbst- tätig emporschlcuderuden Petroleumbrunnen. Welche Mengen derartige Quellen liefern, beweist i. B. der D'ruschbasprrnger, der anfangs täglich über 7 Millionen Liter Del lrefeye. Da man nicht W) genug Vorkehrungen getroffen hatte, dre Fluten abzufangen, schleuderte dieses Ungeheuer an die 500 Mül. Liter umher, die benachbarten Gefilde weithin verwüstend, ehe es gelang, ihn zu bändigen. Der bisher produktivste Springer, der Assadu- laieffbrunnen, ergab im ganzen über 1 Milliarde Liter, Trifft man durch ein Bohrloch einen Springer an, so liefert er gewöhnlich in den ersten Stunden kein Oel, sondern es entsteht zunächst eine oft bis Wer 100 m hohe Wasserfontaine, die einem artesischen Brunnen vergleichbar, einen gewaltigen Wasserstrahl ausschleudert. Nach einiger Zeit verwandelt sich die Wasserquelle m einen Oel- springer, um dann monate-, ja oft jahrelang, zu fließen. Allmählich versiegt aber ihre Ergiebigkeit, zuletzt liefert sie nur noch große Mengen Erdgas. Wie erklären sich diese seltsamen ErMeinungen der Oelfontainen und vor allem ihre oft lange dauernde Selbsttatigreit t In der ersten Zeit der Petroleumindustrie nahm man an, das Erdöl sei in großen Höhlen in der Erde enthalten, die derart mit Wasser, Oel und Gas angefüllt seren, daß diese Stoffe nach ihrem spezifischen Gewicht übereinander lagerten. Solcher Höhlen sollten nun mehrere durch Klüfte oder dergleichen zusammenhängend Werde nun ein tieferliegender Hohlraum angebvhrt, so drücke das stark komprimierte Gas, ähnlich wie in einem Syphon, zunächst das den untersten Teil einnehmende Wasser und dann das darüber schwimmende Petroleum durch daS Bohrloch so lange in die Höhe, bis das Gas entweder die Mündung des Bohrloches erreicht oder der Gasdruck dem Gewicht der in dem Brunnen stehenden Erdölfaule nicht mehr das Gleichgewicht halten könne. Ändere nahmen an, das Erdöl stamme aus dem tiefsten Erdinneru, wo die ewig glühende Retorte stets neue Mengen erzeuge. Eingehende Forschungen haben jedoch nachgewiesen, daß dre Erdölfelder nicht eine Art unterirdischer Seen bilden, sondern daß die drei fast stets zusammen auftretenden Stoffe, Wasser, Pe- tvoleuni und Gas, nur die Anfüllungen der Poren lockerer Gesteinsschichten darstellen. Diese porösen Gesteinsschichten sind von darüber und darunter liegenden undurchlässigen Gesteinsschichten eiugeschlossen, so daß die flüssigen und gasförmigen Porenfüllungen nicht entweichen konnten. Diese Petroleumlagerstätten sind durch Massenanhäufungen organischer Stoffe, hauptsächlich mariner Pflanzen und Tiere, und zwar wahrscheinlich! als Strandbildungen während des allgemeinen Sinkens der Stifte, entstanden. Meeres- fluten und Winde führten Schlamm und Sand über diese Massengräber, die im Laufe der geologischen Vorgänge in immer größere Tiefen versanken. Die dort herrschende höhere Temperatur, vereint mit dem Truck der darüber lastenden Gesteinsschichten, führten zur Destillation der eingeschlossenen Pflanzen- und Tierreste. Die dabei entstehenden gasförmigen und flüssigen Produkte blieben unter hohem Truck in den Poren des Gesteins zurück. Ursprünglich waren diese Lagerstätten wie sie heute noch vielfach gefunden werden. Derartige ungestört gebliebene Schichten ergeben aber selten längere Zeit selbsttätig Oel liefernde Brunnen, da das Gas sofort durch das erste beste Bohrloch entweichen wird. Ein großer Teil der Schichten wurde aber durch spätere Gebirgsbewegungen gefaltet: es entstanden gleichsam unterirdische Gebirgssättel und Täler. T!gs leichte Gas stieg natürlich zu den Sätteln empor, das schwere Wasser nahm die Mulden ein, und das Petroleum wurde in die Schenkel der Gebirgsfaltungen emporgetrieben. T!lls Gas steht unter einem enormere Druck von »ft über 30 bis 100 Atmosphären. Eröffnet nun das Bohrloch den auf» äußerste gespannten Massen ein Auslaßventil, so dehnen sich die komprimierten Gase mit großer Kraft aus und treiben, falls die Mündung unterhalb des vom Gase eingenommenen Sattels liegt, die flüssigen Bestandteile der Lagerstätte aus dem Brunnen heraus. Hat man, was für die Gewinnung der günstigste Fall ist, die Mulde mit dem Bohrloch angetwffen, so wird der Reihe nach zunächst Wasser uitb dann Oel so lange von dieser unterirdischen Gaspumpe emporgepreßt, als der Truck ausreicht. Gewöhnlich kann man die Lage der Mulden nach dem Verlauf der Schichten bestimmen. Hat man aber unglücklicherweise den Sattel erhöhet, so verschließt man dieses Loch wieder, um sich nicht selbst um die Ausnutzung des Gasdruckes zu bringen. Da die ungeheure Wucht einer großen Erdöleruption das Oel oft weit umher- schleudert, so daß man es nicht auffangen kann, trifft man jetzt schon bei Beginn der Bohrarbeit VorkehMngen, um einen unvermutet auftretenden Springer sofort bändigen zu können. Wan errichtet zunächst über dem Bohrloch ein sehr fest konstruiertes, 6—8 Meter hohes hölzernes Gestell und überdeckt es mit einem sogenannten faule an der Platte gebrochen, das Oel läuft an den Bvhrturnv. wänden herab und von hier aus in die Gräben. Da bie umher- geschleuderten Massen aber Sand und Geröll aus der Lagerstätte mitreißen, kommt es vor, daß der Schild innerhalb eines Tages durchbohrt wird, deshalb ist er verschiebbar eingerichtet, so daß man eine andere Stelle anstatt der durchlöcherten über den Springer ziehen oder die Platte gegen eine neue auswechseln tann. Neuerdings dichtet man die Bohrlöcher, sobald man sich aer Erdöllagerstätte nähert, mit Stopfbüchsen, durch welche das Bohrgestänge! hindurchgeht, ab. Tas Oel läßt man durch seitlich angebracht* verschließbare Oeffnungen austreten. Solange der Springer felbft» tätig fließt, stellt er die idealste, einfachste und billigste Gewmmmgs!- rnethode bar. Ist aber ein Gebiet schon zu sehr entgast ober reicht bei anfangs selbsttätigen Brunnen der Truck nicht mehr aus, so geht man zum Pumpbetrieb über. Man verwendet dabei Saug- Und Druckpumpen, bie man auf die Wohschchsohle herablaßt. SiB ioerden entweder von Hand ober mit Maschinen betrieben. vermischtes. * Der Haarjahrmarkt. Alljährlich gebBn sich die Haar> künstler Europas in Limoges ein Stelldichein. Dort findet btt große Haarjahrmarkt statt, zu dem die weibliche Landbevölkerung ihren Haarschmuck hinträgt, und drei Tage hindurch feilscht man mit bat Bäuerinnen um ihre schweren, schönen Zöpfe. In diesem Jahre waren besonders weihe und rotblonde Haare verlangt. Für fte wurde ein Durchschnittspreis von 300 blS 350 FranN erzielt. Ein Pariser Haus hat im ganzen 89 Kilogramm Haar» in den verschiedensten Farben erworben und zahlte im allgemeinen einen Preis von 120 bis 130 Franks für das Kilo, Da» Angebot war in diesem Jahre sehr aut. 1000 Mogramtp wurden im ganzen umgesetzt, von denen 800 mit etwa 130 Frank? für das Kilogramm bezahlt wurden. kk. Wie Millioi: äre an den Bettelstab gebracht werden könnenl Welcher wohlhabende Mann, empfängt nicht nahezu täglich Bittschriften des verschiedensten Inhalts, die alle auf dasselbe Ziel hinanslaufen: (Selb! Mrs. Harrman, die Wttw« des Verstorbenen Eisenbahnkönigs hat im vorigen Jahr 6000 Bittschriften erhalten, und wenn sie allen Gesuchen willfahrt haben würde wäre sie heute um 120 Millionen Dollar ärmer. Die Summe von 70 Millionen Dollar allein verteilt sich aus 380 Per- Ionen; man sieht, daß einige nicht gerade bescheiden in ihren Ansprüchen sind. Die amerikauischen Milliardäre wollen einen Verband gründen, der sich mit der Erledigung aller Gesuche um Almosen befassen soll. So will man vorbeugen, daß das Geld an die unrechten Leute gelangt und mehr den wahren, aber verschämten Armen zugute kommt _ , M. Was man in Londoner Straßenbahnen findet. Die Londoner scheinen recht vergeßliche Leute zu sein. Zu diesem Schlüsse kommt man unbedingt, wenn man im „Royal Magazine" liest, was innerhalb eines Jahres alle? in den Londoner Straßenbahn- und Omnibuswagen vergessen wird. Im letzten Jahre waren es im ganzen nicht weniger als 39 451 verloren« Gegenstände, die in diesen Gefährten vergessen und bei der Polizei eingeliefert wurden. Am häufigsten darunter waren die Schirm«, die in einer Anzahl von 17 427 vertreten waren; bann folgten Portemonnaies, 3214 an ber Zahl, unb hierauf Handtaschen, nämlich 2809 Stück. Recht häufig waren auch Spazierstöcke (876), Operngläser (763) und Reisedecken (278). Eigentliche Wertgegenstände wurden 1210 als gesunden eingeliefert. Hierunter waren viel« Uhren, nämlich 192; außerdem waren dabei Retten, Armbänder, Ringe, Nadeln, Knöpfe und Ohrringe unb aitbere Schmuckstücke. Alle diese Wertgegenstände zusammen beliefen sich auf mehr als 10 000 Pfund Sterling. Die übrigen Gegenstände, etwa ein Viertel ber Gesamtzahl, verteilten sich auf alle Dinge, die man überhaupt in ein Fuhrwerk mitnehmen tarnt. Es waren dabei Hammelkeule und Rasierpinsel, Taschentücher, Ballschuhe und Masken, ja, al# Kuriosum mag ein Glasauge genannt werden, das ein offenbar seh« vergeßlicher Londoner in der Sttaßenbahn hatte liegen lassen l Bilderrätsel. Auflösung in nächster Nummer. # A‘ 9 hfoom Auflösung des Rätsels in voriger Nummert Acker, Krume. Ackerkrume. Redaktion: K. Neurath. — RolalionSdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäls-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.