Samstag, den 2. November WJI Ira« MZMWU- W W MZiiV Die Dame im Pelz. Roman von G. W. Appleton. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) So -aber sagte ich mir, sie will nur die Aufrichtigkeit deiner Liebe auf die Probe stellen, und antwortete ihr zwar nachdrucksvoll, aber doch nicht heftig: Ich liebe dieses Mädchen um seiner selbst willen. Der Gedanke an ihr Vermögen ist mir noch gar nicht in den Sinn gekommen. Und wenn sie keinen Heller hätte, würde ich mit ihr glücklich sein. Ich will kein Geld von ihr, sondern nur sie selbst — sie ganz allein. Ich habe sie schon durch das Verlöbnis mir verbunden, und in wenigen Tagen wird sie mir voll und ganz angehören — für ewig die Meine sein. t . Dir leidenschaftlicher Starrkopf! sagte sie. Dann stieß sie einen tiefen Seufzer aus und ihre Augen schlossen sich ganz. Eine Zeitlang herrschte vollkommene Stille im Zimmer. Rasch war die Winternacht hiereingebrochen. Dunkelheit lagerte auf den düstern Möbeln, flüchtige Lichtstrahlen vorn Kamin huschten über den Betthimmel und spielten an der Decke. Ich glaubte, feste Schritte und das Rascheln eines Frauenrockes zu vernehmen. Das Klappern eines Fensters im Winde und ein glimmendes Stückchen Holz, das durch den Rost in den Aschenkasten fiel, veranlaßten mich aufzuspringen. Ich mußte außerordentlich nervös und reizbar fein. Wie lange sollte diese Spannung dauern? Wann würde meine Tante die Augen wieder öffnen und sprechen? Ihr totenblasses Gesicht gefiel mir ganz und gar nicht. Böse Ahnungen dnrchzogen mein Gemüt, alles um mich her schien mir unheilverkündend. Ich empfand eine undefinierbare Angst. Ms sie wieder zu sprechen begann und das unheimliche Schweigen brach, drehte ich mich wieder zu ihr um und bemerkte einen eigentümlichen schmerzlichen Gesichtsausdrua, der mir, tief zu Herzen ging. Ihre Stimme klang merkwürdig gedämpft, fast sanft. Edward, sagte sie, du wirst selbst sehen, daß ich krank und gebrochen, daß ich sehr unglücklich bin. Höre auf die Ratschläge einer alten Frau, die dich von Herzen lieb hat. Höre auf den letzten Rat deiner alten Tante, die dich von Kindheit an bewacht hat — die stolz und glücklich war, dich zn einem Manne heranwachsen zu sehen, der in jeder Beziehung tüchtig war, der in seinem Beruf Erfolg hatte, dem die' Welt offenstand, und der zu den schönsten Hoffnungen berechtigte. Du weißt, daß dir meine Börse stets zur Ver- füguug stand — daß dir mein kleines Vermögen derwnst Zufällen sollte. Mein ganzes bischen Interesse am Leben bestand ja nur darin, dich wdhllgestellt und glücklich zu sehen. Ich darf wohl sagen, ich vertraute zu sehr auf decne scheinbare Gegenneigung. Jetzt weiß ich, daß ich mich geirrt habe. Unterbrich mich nicht! Ich weiß es. Ein anderes Weib — eine Fremde — trat zwischen uns. Das machte inich wahnsinnig — eine wunderliche alte Tante, die in ihren Jungen ganz närrisch war — und ich bediente mich dir gegenüber einer Sprache, deren ich mich jetzt von Herzen schäme. Das wird nie wieder Vorkommen, und nun bitte ich dich hübsch zum letztenmal, mit diesem Weib zu brechen und dich selbst vor dem Untergänge zu bewahren, dem du uneutrinnbar entgegengehst, wenn du mir nicht folgst. Ich war stark gerührt. Noch nie zuvor war mir die tiefe Zuneiguug dieses seltsamen Wesens zum Bewußtsein gekommen. Sie war mir daher eine plötzliche Enthüllung. Ich hätte in diesem Moment die ganze Welt darum hingegeben, wenn ich ihr ein tröstendes Wort hätte sagen können. Aber meine große, überwältigende Liebe zu Marcella war unbesiegbar, triumphierte. Was sie verlangte, konnte ich ihr nicht versprechen. Ich erklärte es ihr möglichst schonend, ihre Hand dabei festhaltend. Wieder stieß sie den laugen schmerzerfüllten Seufzer aus, den ich heutigen Tages noch nicht vergessen habe., Ist das dein letztes Wort? fragte sie nach einer Welle. Liebe Tante, antwortete ich, es tut mir ja unendlich leid, dein Herz verwunden zu müssen, aber ich kann nicht anders. Es ist mein letztes Wort. Dann helfe dir Gott! murmelte sie. Die Folgen kennst du ja. Jawohl, du hast mir's ja gesagt. Und trotzdem bleibst du dabei? Ich bleibe dabei. Törichter Junge! und sie schüttelte traurig den Kopf. Mein eigenes unbändiges Blut fließt in deinen Adern. Ich erkenne meine eigene Hartnäckigkeit in dir wieder. Einen Augenblick hattest du mich beinahe besiegt, aber ich will dir nicht nachgeben. Nein, nein! Du sollst deine Starrköpfigkeit büßen. Ich kann, ich will nicht inkonsequent sein. Ich werde mein Testament ändern, Edward. Helen werde ich nicht vergessen. Sie hat wenigstens Respekt vor mir. Sie würde nie heiraten ohne mein Wissen und meine Einwilligung. Ich biß mich auf die Lippen, sagte aber in Hel-enS Interesse kein Wort. Meine Taute fuhr fort:, Was Hephzibah mit dem Geld anfangen will, kann ich mir nicht vorstellen. Da fuhr sie plötzlich zusammen und rief: Was ist das, Edward? Ist denn jemand im Zimmer? Es war mittlerweile fast vollständig finster geworden. Ich konnte nichts sehen, aber es kam mir so vor, als ob ich nochmsl das eigentümliche Knistern eines Frauenrockes gehört hätte. Ich horchte gespannt auf, doch das Geräusch war verschwunden. Es ist nur deine erregte Phantasie, antwortete ich, es ist niemand hier. Darauf fuhr sie fort: Ich wollte also sagen, es ist eigentlich unsinnig, der alten Hephzibah ein Vermögen zu hinterlassen. Womög- , lich bekommt sie dadurch noch Heiratsgedanken. Ich glaub's 686 sogar ganz sicher. Jedenfalls ist's eine komische Berwen- ouug eines Vermögens, aber was soll ich sonst damit machen? Hast dn dich immer noch nicht anders besonnen, Edward? Nein, Tante, gab ich zur Antwort. Nichts in der Welt kann mich von meinem Entschluß abbringen. Daun bleibt's also dabei! erwiderte sie. Ich' habe 'nichts unversucht gelassen. Du bist ein echter Donaldson. Ich hätte das vorher wissen und mir die Mühe sparen können. Gib mir meine Medizin. Sie steht dort auf dem Tisch. Nein, natürlich, du kannst nicht sehen. Klingele der Hephzibah; sie kennt das richtige Glas. Ich klingelte und Hephzibah erschien, wie mir's vorkam, auffallend schnell." Ehe sie kam, hatte ich jedoch gerade noch Zeit §il fragen: Wer behandelt dich, denn, Taute? Doktor Pennyfeather. Ich zuckte die Schultern. Es tut mir leid, daß du mich nicht gerufen hast, sagte ich. Früher hast du das stets getan. Ja, versetzte sie, aber jetzt hat sich alles geändert. In diesem Moment trat Hephzibah mit einem Licht ins Zimmer und uähm sofort das Arzneifläschchen, das meine Tante verlangt hatte. Sie goß etwas daraus in ein Glas und reichte es ihr. Dann nahm ich das Fläschchen, öffnete es und roch daran. Ich schaute auf und bemerkte, daß Hephzibah mich eifrig beobachtete. Was mag das bedeuten? sagte ich zu mir selbst. Da ertönte gerade die Hausklingel, und sie verschwand schleunigst, um uachzusehen, wer da sei. Im nächsten Augenblick kam sie wieder. Herr Barton, der Notar, ist gekommen, Madame, meldete sie in einem solch triumphierenden Tone, daß es mir auffiel. Dann mußt du gehen, Edward, sagte meine Tante zu mir. Ich stand alsbald auf. Wie du willst. Darf ich wiederkommeu? Ist das notwendig? Du kümmerst dich ja doch nicht mehr um mich. Das ist törichtes Gerede, erwiderte ich. Ich kümmere mich wohl um dich — sehr sogar; und wenn dir's morgen nicht besser geht, so werde ich Pennyfeathers Stelle hier bei dir einnehmen. In diesem Falle ist es deine Pflicht, mich rufen zu lassen. Willst du das tun? Versprechen kann ich's nicht. Geh!' nun und laß mich allein, versetzte sie in fast klagendem Tone — und ich ging. Als ich durch beit Flur ging, sah ich durch die Halo geöffnete Speisezimmertür die stattliche Gestalt des Herrn Barton. Er erblickte mich gleichfalls und zog mich zu sich ins Zimmer. Diese Sache will mir absolut nicht passen, Doktor, sagte er. Es ist jammerschade. Ihre Tante ist ein verd . . . hartnäckiges, dickköpfiges altes Frauenzimmer. Es ist wirklich verrückt von ihr, so 'ne Menge Geld dieser sauertöpfischen alten Hexe, der Hephzibah, vermachen 'zu wollen! Mau sollte solchen Wahnsinn kaum für möglich halten! Ehe ich noch Zeit hatte, etwas zu erwidern, hörte ich schon wieder das verdächtige Kleiderknistern, und im Nu stand Hephzibah neben, uns. Fräulein Donaldson läßt Sie bitten, sofort nach oben zu konrmeu, Herr Barton, sagte sie zu dem Notar. Gleich, gleich, antwortete der rührige Geschäftsmann. Ich komme sofort, selbstverständlich. Adieu, Doktor, viel Glück! Ich schüttelte ihm die Haud und ging schweren Herzens hinaus in den heulenden Sturm und die dunkle Nacht, eine Beute vieler widerstreitender Gefühle. 18. Kapitel. Auf dem Heimweg war ich sehr niedergeschlagen. Ich konnte das Gefühl kommenden Unheils nicht los werden und war daher recht froh, als ich mich wieder in heiterer Gesellschaft befand. Ueberdies machte man mir gleich eine angenehme Mitteilung, die meine düsteren Gedanken alsbald' verscheuchte und meinen Frohsinn wiedererweckte. ^ Während meiner Abwesenheit hatten nämlich die drei Mädchen weislich beschlossen, daß am nächsten Donnerstag HvHzeit fein sollte. Da heute Dienstag war, trennten mrch also nur noch achtundvierzig Stunden von der Erfüllung meines sehnlichsten Wunsches und meiner schönsten Hoffnung. Marcella hatte aus weiblichem Pietätsgefühl gebeten, kirchlich getraut zu werden, sonst würde ich wahrscheinlich die prosaische Art der standesamtlichen Eheschließung gewählt haben. Ihrer Bitte entsprechend, hatte ich bereits die dazu nötigen Papiere besorgt, und am nächsten Morgen war mein erster Gang, den Pfarrer einer benachbarten Kirche aufzusuchen — einen Freund und Patienten von mrr —■ und die erforderlichen Trauungsfeierlichkeiten zu verabreden. Dann fuhr ich in die Stadt und engagierte einen approbierten Kollegen, der während meiner kurzen Hochzeitsreise die Reste meiner Praxis übernehmen sollte. Sie war auf acht Tage berechnet, und die Flitterwoche sollte auf Vorschlag Helens in Bournemouth verbracht werden, wo sie selbst einmal das Glück eines im selben Hotel wohnenden Neuvermählten Paares mit innerer Freude beobachtet hatte. Ich hatte durchaus leinen Grund, ihr diesen Gefallen nicht zu erweisen, weil mir Zeit und Ort für den Genuß meines neuen Glückes vollkommen gleichgültig waren. Das Gerücht von meiner bevorstehenden Verheiratung war natürlich in die Oeffentlichkeit gedrungen, und ich war sehr angenehnt überrascht, auch von solchen Seiten Glückwünsche zu empfangen, von denen ich es gar nicht erwartet hatte — so rasch ändert sich in derartigen Dingen die öffentliche Meinung. In der Zeit bis zu dem wichtigen Ereignis gab es in unserer kleinen Haushaltung sehr viel zu tun. Schneiderinnen gingen ein und aus, uud Pakete liefen in Menge ein. Ich selbst spielte eine ziemlich nebensächliche Rolle und wurde wenig beachtet. Meine Stunde war eben noch nicht gekommen, und ich ertrug daher diese kleine, unter den obwaltenden Umständen natürliche und unvermeidliche Vernachlässigung mit gutem Humor. An dieser Stelle darf ich einen Zwischenfall nicht unerwähnt lassen, der mir damals wenig beachtenswert erschien, später aber sehr verhängnisvoll werden sollte. Am Mittwoch erhielt ich von dem Rechtsbeistand meiner Tante folgendes Schreiben: Lieber Herr Doktor! Durch gutes Zureden ist es inir gestern abend gelungen, Ihre Tante zu veranlassen, die Unterzeichnung ihres wunderlichen Testamentes noch etwas zu verschieben. Es bietet sich Ihnen jetzt also eine günstige Gelegen,-t beit; lassen Sie die unbenutzt vorübergehen, so werde ich in Zukunft von Ihrer geschäftlichen Tüchtigkeit eine noch schlechtere Meinung haben als jetzt schon. Greifen Sie auf alle Fälle zu. Die verdammte Hephzibah weiß nichts davon und wähnt sich als die alleinige Erbin. Das Feld ist noch vollkommen frei für Sie, und das Vermögen bedeutend größer, als Sie glauben. Ihr treuer Georg Barton. Hätte ich gewußt, iit welch schrecklichem Lichte diese harmlose Mitteilung in kurzer Zeit betrachtet werden, würde, so hätte ich sie vernichtet und in alle Winde zerstreut, anstatt sie als glückliches Omen und wertvolles Besitztum sorgfältig in meiner Brieftasche aufzubewahren — "und; sie keiner Menschenseele zu zeigen. (Fortsetzung folgt.) Abenteuer der Brigadier Gerard. Von C. Doyle. (Fortsetzung.) Da sich an der großen, eisenbeschlagenen Türe weder Klopfet noch Schelle befand, blieb uns weiter nichts übrig, als mit unfern Säbeln daran zu pochen. Nach geraumer Zeit öffnete ein hagerer Mann mit einer Habichtsnase und einem ungeheuren! Bart, der das ganze Gesicht bedeckte, das Tor. Mit der einen Hand hielt er die Laterne hoch empor, an der andern führte er eine riesige, schwarze Dogge an der Kette. Beim Anblick unserer Uniformen und unserer Mienen stutzte der Alte, und die drohende Haltung, womit er uns zuerst entgegengetreten, wich vorsichtiges Zurückhaltung. „Der Baron Straubenthal empfängt keinen Besuch zu so später Stunde," sagte xr in reinstem Französisch. „Meldet nur Eurem Herrn, daß ich Hunderte von Meilen hergekommen bin, um ihn zu sehen, und daß ich mich nicht abweisen lasse," entgegnete mein Gefährte, und ich muß gestehen, daß ich selbst diese Worte nicht mit besserer Stimme und Haltung hätte sagen können. !Der Mann schielte uns verstohlen an und zupfte verlegen an seinem! schwarzen Bart. 667 „Wollen Sie nicht lieber morgen wieder kommen, meine Herren," sagte er dann. ' „Um Ihnen die Wahrheit zu sagen, der Baron hat um diese Zeit gewöhnlich einige Glas Wein getrunken und ist dann schwerlich ein angenehmer Gesellschafter." Tabei hatte er die Türe hinter sich ein wenig geöffnet, und ich erblickte beim Schein der Lampe drei andere wüst aussehende Kerle, von denen her eine ebenfalls einen riesigen Hund hielt. Duroc mußte es ebenfalls bemerkt haben; aber er kehrte fick« nicht daran, sondern schob den Mann zur.Seite und sagte herrisch: „Genug des Geschwätzes; ich will zu Eurem Herrn!" Die selbstbewußte Haltung des jungen Offiziers flößte offenbar den Burschen Respekt ein, denn sie gaben den Weg frei. Dem einen aber klopfte Duroc auf die Schulter und befahl ihm', als ob er zu seinem eigenen Diener spräche: „Führt mich zu dem Baron!" Der Mann zuckte jedoch die Schultern und brummte etwas auf Polnisch. Wie es schien, war nur der, welcher uns zuerst geöffnet hatte, des Französischen mächtig, und dieser trat auch jetzt au; uns zu und sagte mit sonderbarem Lächeln: „Nun, so sollen Sie Ihren Willen Haben, Sie sollen den Baron zu sehen bekommen. Aber Sie werden ,an mich denken und wünschen, meinen Rat befolgt zu haben." , Damit schritt er uns durch die lange, .hohe Halle voran. Der Boden war mit Steinfließen belegt, hier und da lagen Felle aus- gcbreitet, und Köpfe von wilden Tieren bedeckten die Wände. An« äußersten Ende des Ganges öffnete unser Führer eine Türe, und wir traten ein. Das kleine Gemach war dürftig ausgcstattet und zeigte überall deutlich Spuren der ^Vernachlässigung uttd des Verfalls. Die Wände waren mit verblichener Tapete bekleidet, die sich an manchen Stellen losgelöst Hatte, so daß, die Mauer dahinter sichtbar wurde. Uns gegenüber bemerkten wir eine zweite, mit einem Vorhang verhüllte Türe, und vor uns stand ein viereckiger Tisch, auf dem noch das benützte Geschirr, mehrere Flaschen, sowie die unappetitlichen Überreste eines Mahles zu sehen waren. An der Spitze des Tisches aber saß, uns zugewendet ein riesiger Mann mit großem, grobem Gesicht, verwirrtem, strohgelbem Haar und einem ungepflegten, gleichfarbigen Bart, der große Aehnlichkeit mit der Mähne eines Pferdes zeigte. Es sind mir seltsame Gesichter genug in meinem Leben vorgekommen; aber ein so wüstes, um nicht zu sagen tierisches, sah ich nie, als dies mit den kleinen, boshaften, blauen Augen, den fahlen, schwammigen Backen und der dicken Unterlippe, die über den Bart herunterfiel. Sein Kopf schwankte unsicher hin und her und verriet mit den trüben, stierenden Augen, daß der Mann vor uns betrunken war. Trotz- dcut war ihm noch Verstand genug geblieben, um die Bedeutung unserer Uniform zu begreifen und er lallte mit schwerer Zunge: „Nun, meine lieben Jungen, was gibt's denn Neues in Frankreich? Ihr habt euch doch alle von dem kleinen Aristokraten im grauen Rock und dreieckigen Hut unterkriegen lassen? Und wie ich höre, gibt's keinen rechtschaffenen „Bürger" mehr drüben, nichts als „Monsieur" und „Madame"? Meiner Treu! Da werden wohl noch ein Paar Köpfe in den Sand rollen müssen." ... Duroc schritt schweigend vorwärts und trat an des Wütrichs Seite. „Jean Carabin!" Der 'Baron fuhr zusammen und seine Augen öffneten sich weit. „Jean Carabin!" wiederholte Duroc. Da setzte er sich aufrecht und umklammerte die Lehne seines Urmstuhles. „Jean Carabin, Euch habe ich lange .gesucht!" „Und wenn ich je diesen Namen getragen habe, was kümmert das Euch, junger Mann? Ihr müßt damals noch ein kleines Kind gewesen sein." . „Ich heiße Duroc.". „Doch nicht der Sohn von —" ' „Der Sohn des Mannes, den Ihr ermordet habt!" Der Baron versuchte zu lachen, obgleich Entsetzen aus seinen Augen sprach. „Laßt uns die Vergangenheit begraben!" rief er aus. „Es ging in jenen Tagen allen ans Leben, Aristokraten und Volk. Euer Vater kam um, weil er Girondist war, nun, und den Meisten Meiner Kameraden ging's ebenso, weil sie zum Berge gehörten. Das ist Kricgsglück . . . Kommt, laßt uns alles vergessen und Brüder fein!" Bei diesen Worten streckte er eine rote, zitternde Hand aus. „Laßt das," erwiderte der junge Mann. „Wenn ich Euch jetzt in den« Stuhle da mit meinem Säbel durchstoßen würde, so wäre das nur recht und billig. Aber Ihr seid ein jFranzvse, ja, Ihr habt einst unter derselben Fahne gedient, wie ich selbst: darum auf! Verteidigt Euch!" „Sachte, sachte," rief der Baron, „so junges Blut, wie Ihr seid, hat gut.reden!" Da riß Duroc die Geduld. Blitzschnell sauste seine geöffnete Hand' durch die.Luft und landete, deutlich hörbar, inmitten des großen, gelben Bartes. , Ich bemerkte eine blutige "Lippe und zwei boshaft funkelnde Augen. < „Ten Schlag sollt Ihr mir mit dem Leben bezahle,«!" „So ist's recht!" warf Duroc ein. । ' „Meinen Säbel! Ihr sollt nicht lange auf mich zu warten brauchen! rief der andere drohend und eilte aus dem Zimmer. Bn demselben Augenblick sahen wir, wie sich der Vorhang, der die zweite Aut verhüllte, leise bewegte; ein schönes, junges Weib trat em und schritt eilig und unhörbar auf uns zu. Sie beugte sich über die Hand meines Gefährten und küßte sie wiederholt, bevor es ihm gelang, sie ihm zu entziehen. ,,^>ch habe alles gesehen," rief sie aus, „o, mein Herr, wie brav haben Sie gehandelt!" /»Her, Madame, womit habe ich verdient, daß Sie mir die ■nn^crn“**ctt^" fru9 Duroc nicht ohne Verlegenheit. ... „Weil Sie mit jener Hand seinen falschen, bösen Mund geschlagen haben, und weil dieselbe Hand vielleicht meine arme Mutter rächen wird, der er das Herz gebrochen hat. Er ist mein Stiefvater. Oh, wie ich ihn hasse und fürchte! St! Er kommt zurück!" Un6 schnell, wie sie gekommen, war sie wieder verschwunden. Einen Augenblick später kehrte der Baron, den blanken Säbel in der Hand, zurück, und der Mann, der uns eingelassen, folgte ihm. „Das «st 'm eilt Sekretär," sagte er mit einem Blicke auf seinen Begleiter, „er wird mein Sekundant bei der Sache sein. Aber ich finde, hier haben wir zu wenig Spielraum'; ich bitte Euch, solgt^nnr in ein geräumigeres Gemach!" Der Maun hatte offenbar recht, denn der große Tisch füllte das ohnehin schon kleine Zimmer fast gänzlich aus. So folgten wir «hm denn hinaus in die spärlich beleuchtete Halle. Am anderen Ende derselben fiel heller Lichtschein durch eine halbgeöffnete Türe. „Hier wird es besser gehen!" Wir sahen vor uns ein großes, leeres Gemach, an dessen Wauden Fässer und Kisten ausgestapelt waren; in der Ecke aber stand eine plumpe Lampe auf entern Brette. Der Fußboden war durchaus fest ünd eben >und wie geschaffen zu einem Duell. Duroc zog seinen Säbel und ging hinein, der Baron aber trat, sich verbeugciid, zurück und lud mich mit einer Handbewegung ein, meinem Kameraden zu folgen. Kaum hatte mein Fuß die Schwelle überschritten, [q, fiel die schwere Türe krachend hinter uns zu, und der Schlüssel wurde im Schlosse um gedrehte Wir waren gefangen. Wir standen ivic erstarrt. Eine so unerhörte Schlechtigkeit >var uns noch nicht vorgekommen. Schließlich mußten wir aber doch selbst eingestehen, daß wir sehr dumm gewesen waren, einem Manne, wie dem Baron, auch nur einen Augenblick zu trauen, und nun ergriff uns blinde Wut über seinen Schurkenstreich und unsere eigene Torheit. Wir stürzten nach der Türe und bearbeiteteck sie nach Kräften mit unseren Fäusten und schweren Reiterstiefeln. Tie kräftigsten Schimpfnamen, die uns nur entfallen wollten, begleiteten unsere — ach — so ohnmächtigen Bemühungen. Denn die Türe, die aus dicken, durch eiserne Bänder zusammengehaltenen Bohlen bestand, war ungeheuer stark — eine Türe, wie man sie in den Burgen des Mittelalters gewöhnlich findet — man hätte ebensogut versuchen können, unsere alte Garde zu sprengen. Und unser Rusen und Schreien schien gerade so erfolglos zu sein, wie jene Stöße, denn pur das Echo des hohen Gewölbes antwortete uns. Aber der Soldat, der bereits so manchen Feldzug mitgemacht, weiß sich ins Unvermeidliche zu fügen, und ich als solcher erlangte daher meinen Gleichmut am ersten wieder und bewog Duroc, den Raum, der unser Gefängnis geworden war, mit mir zu untersuchen. Er besaß nur ein einziges Fenster ohne Scheiben, und das war so schmal, daß man den Kopf nicht hindurch stecken konnte. Da es sich ziemlich hoch oben befand, stieg Duroc auf ein Faß und spähte hinaus. „Was sehen Sie?" frug ich ihn. „Tannenwald und einen verschneiten Weg darin," kam die Antwort zurück. „MH!" rief er plötzlich überrascht. Ich sprang neben ihn. Ta gewahrte ich, wie auf dem von ihm bezeichneten Pfade ein Mann, sein Pferd peitschend, im tollsten Ritte dähinjagte, wie er kleiner und kleiner wurde und endlich im dunklen Walde verschwand. „Was soll das bedeuten?" frug Duroc. „Nichts Gutes für uns. Vermutlich holen die Schufte noch andere herbei, um uns die Hälse abzuschneiden. Kommt, laßt uns versuchen, aus der Falle zu entwischen, ehe die Katze kommt." Es war ein großes Glück, daß wir die schöne Lampe hatten, die, frisch mit Oel gefüllt, gut bis zum Morgen Brennen konnte. Mit ihrer Hilfe machten wir uns sogleich daran, die Kisten und Fässer ringsum zu untersuchen. An manchen Stellen stand nur eine Reihe davon, während sie in der einen Ecke bis zur Decke hinauf aufgeschichtet waren. Wie es schien, befanden wir uns im Vorratsgewölbe des Schlosses, denn wir entdeckten eine große Anzahl Käse, allerhand trockene Gemüse, Kisten voll gedörrten Obstes und eine Reihe Weinfässer. In einem der letzteren steckte ein Hahn, und da ich tagsüber nur wenig genossen hatte, ließ ich mirs vorläufig bei einem Becher Rotwein und einem kleinen Imbiß wohl sein. Duroc freilich war nicht dazu zu bewegen; er schritt, von Zorn und Ingrimm erfüllt, ungeduldig auf und ab und rief von Zeit zu Zeit: „Der Schurke soll mir nicht entwischen! Ich will ihn doch noch kriegen!" Tas war wohl alles sehr schön und gut, aber ich konnte doch nicht umhin, so meine eigenen Betrachtungen über den Fall 688 einen Umfang von 76 Matz. Die größte Höhle der Wüt ist die Mammut-Höhle von Kentucky; sie besteht aus einer Reihe von unregelmäßigen Sälen, von denen einige von dem Echo Rwer durchströmt werden. Der höchste noch tätige Sultan ist der Po- pocatepetl in der Nähe von Peblo in Mexiko; er erhebt sich 4200 Meter hoch frei aus dem Tiefland von Morelos zu einer Gesamthöhe von 5452 Metern; sein Krater ist 2000 Fuß breit, Die größte Mauer der Erde ist die chinesische Mauer, die freilich jetzt mehr und mehr in Verfall gerät; sie soll im 3. Jahrhundert t>." Ehr. 'vollendet worden sein und erstreckt sich über Berge, durch Täler und über Flüsse hin; sie war ursprünglich gegen 2500 Kilometer lang, 20 Fuß hoch, 25 Fuß dick an der Basis und 15 art der Spitze. Die größte Pyramide ist die des Cheops; sie enthält 89 Millionen Kubiksuß Mauerwerk, ist 451 Fuß IM und das Gesamtgewicht ihrer Steine wird auf über 6 Millionen Tonnen geschützt. Der höchste Leuchtturm ist die Statue der Frühest im New Yorker Hafen, die sich 151 Fuß hoch auf .einem Piedestal von 155 Fuß erhebt, die nächst höchsten Leuchtturiue: sind ber Genua, 210 Fuß hoch, und auf Kap Hatieras, 189 Fuß. ^re größte Glocke der Welt ist die Riesenglmke zu Moskau, die niemals aufgehängt worden ist. Ihr Gewicht werd auf 217 Tonnen geschätzt, sie ist über 21 Fuß hoch, an der Spitze 23 Zoll dick und hat einen größten Umfang von 86 Fuß. . K--K Ein Buchzeichen eigener Art wird den Buchern - ' ----- —tgegebent Kosmos- * Sinnig. Student A.: „Warum hast du denn das, Plakat „Willkommen" über der Tür angebracht?" — Student B.: erwarte den Geldbriefträger." , „ , , * Stammtischtrauer. „Schad' um den Huber. ^^>en Abend ist er um 5 Uhr schon dagesessen und hat das schale Bier weggetrunken, damit frisch angezapft werden könnt, wenn wir andere um 7 Uhr kommen sind." Redaktion: K. N e u r a t h. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen, Russisches Allerseelen. Aut 2. November, dem Allerseelentage der katholischen Kirche, gedenkt die orthodoxe Kirche Rußlands ebenfalls der Toten, yfc Gedenktag ist der Samstag vor dem D>emetriustage Jmdiesem 'Fabre fällt der betreffende Samstag aus den 20. ^itover^-aiieu oder 2. November neuen Stils, trifft also mrt dem katholischen Allerseelentage zusammen. Mer mit dem nnen Gedenktage an die Toten hat sich die orthodoxe Kirche nicht begnügt s 1 noch vier andere festgesetzt. Der erste von ihnen fallt auf d Samstag vor den vierzigtagigen Grotzen yaften, deren Beginn vom beweglichen Ostersonntag abhangt, der zweite °uf den zweiten Dienstag nach dem ersten Osterfeiertage, der dritte mch den Samstag vor dem Pfingstsonntage und der vierte auf den Tag mr Lnt- bauvtung Johannes des Täufers, den 29. August alten voer 11. September neuen Stils. Es wird an diesem Tage der für das Vaterland auf dem Felde der Ehre gefallenen Kn^er und aller derer gedacht, die einen gewaltsamen Tod wie Johannes erlitten und für ih'reu Glauben geblutet haben.. Wie hoch ^^an”e| der Täufer in der russischen Kirche geschätzt wird,,geht auch daraus hervor, daß der 12. Oktober alten Stils, an dem die^Ueberfuhriing seiner Reliquien aus Malta nach Gatschina, der Privatbesitzung der Kaiserlichen Familie, stattfand, als em KMmfest gefeiert wird. Der Zug nach den Kirchhöfen ist an den Gedenktagen, b^ sonders an den in die gute Jahreszeit fallenden, außerordentlich stark. Auch die großen Zentralfriedhofe Petersburgs, dre zwölf bis zwanzig Kilometer von der Stadt entfernt siegen, sind sehr belebt, da der Verkehr durch Eisenbahnen vermittelt wird. Hoch und niedrig, reich und arm, jung und alt eilt hinaus, um Die Gräber zu schmücken und für die schlummernden Lieben zu beten. Ein eigentümlicher Brauch wird daher von vielen beobachtet sie nehmen an den Gräbern in geistiger Verbindung mit dm -^ien wie einst mit den Lebendm Speise und Trank.ern. Einfach« Keule hegen sogar den naiven Glauben, daß die Seelen der Toten ^am Mahl aktiv teilnehrnen, um sich für die im Fegfmer ausgestandenen Plagen und Qualm zu entschädigen. So wird denn bei den Gräbern fein säuberlich ein Tischtuch ausgebreitet, der Samowar darauf gestellt, Wasser zum Sieden gebracht, der Tee zubereitet und beim Trinken ein Imbiß gmofsm, meist bestehend aus Weizenbrot und Kutja, einer Mit Honig oder Zucker und Milch gekochten und mit Rosinen in Kreuzesform besteckten Reis- sveise, die auch bei Begräbnissen und Totenmesien genossen wird. Vornehme Leute, die -ein Erbbegräbnis besitzen, servieren auf einem fein gedeckten Tischchen und gestalten das Mahl erheblich opulenter. Hier geht es feierlich und still zu, dagegen beim gewöhnlichen Volk geräuschvoller, wie denn das slavsiche Blut bei materiellen Genüssen über das Trauern leicht hinwegkommt. Der Brauch des Schmausens an den Gräbern steht übrigens in Verwandtschaft zu alten Gebräuchen, die sich noch hier und da rn bau erlichest Gegenden Deutschlands und Tirols erhalten haben Sw bestehen vornehmlich darin, daß in der Nacht zwischen Allerheiligen und Allerseelen Speise und Trank auf den Tisch gestellt werden, damit die armen Seelchen, die in dieser Nacht aus dem p-egfeuer beurlaubt werden und schleunigst zur früheren Hemiat auf Erden eilen, sich daran stärken können. In Verbindung damit steht der Brauch, daß au manchen Orten zu Allerseelen Wecken von besonderer Form aus Weizenmehl gebacken werden, die Seelen, Seelchen, Seelenbrätzen, Seelenwecken, Seelenzöpfe oder Seelenstücke heißen. Daß der Brauch, für die Seelen Speise und Trank bereit zu stellen, aus vorchristlichen Vorstellungen erwachsen ist, läßt sich um so eher aniiehmeu, da ihn auch manche Naturvölker üben Beispiele solcher Art sind besonders nachweisbar unter gewissen Jndianerstäni'men Zmtralamerikas. Die christliche Färbung hat dem Gedenktage an die Toten der heilige Odilo, Wt von Cluny, gegeben. Er führte iml Jahre 998 den Allerseelentag für die Angehörigen des Benediktinerordens ein. Allmählich übernahm dann die ganze katholische Kirche den Allerseeleiitag. Hiervost find aber die Gedenktage der orthodoxen Kirche Rußlands vollkommen unabhängig. Vermischtes. Rekords, die noch zu brechen sind, stellt eine englische Wochenschrift zusammen: Die größten Bäume der Welt sind unzweifelhaft die Ries-en-S-equoien von Kalifornien. Einer von ihnen im Tulare-Gebiet hat an der Basis seines Stammes einen Umfang von 103 Fuß und 12 Fuß über deM Boden noch Büchertisch. Die Neuerscheinungen von Ree la ms Universa l - B i b l i o t h e k. Die Oktoberserie der Reclamschcn Uni- versal-Bibliothek umfaßt folgende Neuerscheinungen: Georg Busse-Palma, Reif im Frühlmg und andere Novellen, Musikerbiographien: 31. Band: Johann S t r a u ß von Fritz Qanqc C A Görner, Aschenbrödel oder der gläserne Pantoffel. Leo W. Tolstoi: Kindheit. Friedr. Hebbei:. Barpier Zitterlein. Opernbücher, 68. Band: Carl Goldmark. Die Königin von Saba. Theodor Mügge, Afraja (Roman). Die Reclamsche Universal-Bibliothek hat damit die Nummer 5470. GTTeiiClit —'.W itt, Gri e ch. G ö t t er- u ndH eld en g e schi chten, 8 Aiiflage, Preis geb. 2 Mk. Die im Märchenton gehaltene Er- zühlung ist mit einer Kunst dem kindlichen Verständnis aiigepaßk, wie Man sie nur in langem, intimem und liebevollem Verkehr nut Kindern erwirbt. Das einzige Volksmärchen, das wir aus deui Altertiim haben, das von Apulefus erzählte Märchen von Amor und Psyche ist als Anhang hinzugefügt, seinen Darstellungen hat der Verfasser glücklich den einfachen Ton der Marcheuerzahlung getroffen. Besonders hervvrznhebeii ist noch, daß die vorliegende Wiedergabe der Sagen des griechischen Altertums die einzige ist, welche dem Alter von 8-11 Jahren, m welchem die kindliche Phantasie sich mit der Sage entnommenem Lesestoff so gerne beschäftigt, nach jeder Richtung hin in der denfliar vollkommensten Weise sich anpaßt und daß der billige Preis die Anschauung! sehr erleichtert. _______ der Kinderlesehalle zu Wiesbaden beim Ausleihen mitgegeben: In jedem 'Band, der fortgegeben wird, siegt, wie mir un Kosmos- Handweiser lesen, ein Lesezeichen nut folgenden Mahnungen. . 1 Bitte fasse mich nicht mit unreinen Händen an, damit ich nicht schmutzig werde. 2. Schreibe und male nicht mit der yeder ob-ec mit dem Bleistift auf meine Blätter, beim das sieht häßlich aus. 3. Lege mich nicht mit den Blättern nach unten auf den Tisch, und stütze den Ellenbogen nicht auf mich, das tut nnr weh, 4. Lege keinen Bleistift, keine Feder und überhaupt Nichts DEs und Hartes zwischen meine Blätter, denn sonst reißt mein Einband entzwei 5. Mache mir keine Eselsotzrem denn da- verunstaltet mich. 6. Wenn du ein Blatt Umschlägen willst, so fasse es oben rechts an, bringe aber die Finger nicht vorher ast den Mund. 7. Behandle mich überhaupt so, lieber Leser, daß du Freude an mir hast, wenn du mich wiedersieyst. anzustellen, während ich auf einem großen, runden Käse saß und veränüat schmauste. Das ränge Bürschchen da dachte wohl etwas zu viel an seine eigenen Familienangelegenheiten und vergaß darüber ganz, in welch böse Lage er mich v-ersetzt. hatte. Sein Vater war ja immerhin nun seit 14 Jahren fot, und diesen ^ifluud konnte nichts ungeschehen machen — aber hm saß Etienne Gm^d, der kühnste Leutnant in der ganzen gründe armse und befand sich in der größten Gefahr, tut Beginne lernet glanzenden Karriere auf hinterlistige Art niedergemetzelt zu werden, ohne daß firn Tod weder Frankreich noch Europa zum Ruhme gereichte. .(Fortsetzung folgt.) Magisches Guadrat. Man füge die Buchstaben a a e e h i m in n r r i b tun! jo ein, daß die 12 Außenselder einen Merkspruch, die Diagonalen von oben nach unten gelesen, je einen Nebenfluß des _________. Rheins und der Donau ergeben. "Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer^ Wissenichait ist Macht.