Samstag den \ Juni 8 WM Die von Gründingm. Roman von Freiherr von Schlicht. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Marianne blickte nachdenklich vor sich hin: sollte sie sich doch geirrt haben? Aber nein — so kalt, so herzlos konnte die Freundin nicht sprechen, wenn sie nicht einen besonderen Grund hatte, den Baron zu. hassen oder ihn wenigstens zu fürchten. Und dieser Grund konnte einzig und allein die Liebe sein, beim sie waren doch erst wenige Tage zusammen- was konnte er da wohl getan haben, um sie so zu erzürnen, daß sie in dieser Weise über ihn sprach? „Nun," ein stolzes, ironisches Lächeln umspielte leicht Dagmars Mund, „siehst du nun ein, daß du mit deiner Vermutung wahnsinnig bist — nimmst du die Wette an?" „Geiviß," kam es schnell über Mariannes Lippen, „und wie dn, so setze auch ich das Liebste, was ich besitze. Du hast oft den alten Schmuck bewundert, den ich von meiner Mutter erbte — wenn ich ihn auch nie trage, iveil sich Schmuck auf mir lächerlich ausnimmt —1 so würde ich ihn trotzdem nie fortgeben. Du sollst dir von ihm aussucheu können, was und so viel du willst." Ganz fassungslos starrte jetzt Dagmar die Freundin ent. „Du weißt auch jetzt nicht, was du redest." „Doch," klang es sehr bestimmt zurück, „du kannst dir von ihni auswähten, was und so viel du willst." Es war ein Vermögen, das Marianne da wagte. Bor- allen Dingen bestand der Wert des Schmuckes in der alten, französischen Fassung, die heutzutage so oft nach- goahmt wird, ohne doch je auch nur annähernd die künstlerische Eigenart und die Schönheit des Originals zu erreichen. „Warum habt ihr denn plötzlich die Tür zugemacht —- habt ihr Geheimnisse vor mir?" Mit etwas erstauntem Gesicht war Alexa ins Zimmer getreten und sah nun verwundert die beiden Hand in Hand dastehen. Schnell traten diese voneinander zurück, dann sagte Marianne: „Es zog vorhin ein wenig — und Dagmar fürchtete, sich zu erkälten; sie war beim Reiten doch warm geworden. Aber gut, daß du kommst, Alexa, da kann ich mich auch gleich von dir verabschieden. Dagmar hat meinen Händedimck schon weg." Und mit ihrer großen, starken Hand preßte sie Alexas kleine, zarte Finger so kräftig, daß diese unwillkürlich einen kleinen Schrei ausstieß. Wenige Minuten später ließ Marianne sich im Schloßhof in den Sattel heben und trabte dem ziemlich entfernt liegenden, väterlichen Gute entgegen. Der Fuchs merkte, daß es nach Haus ging, auch war die Futterstunde nahe, griff das starke Tier mächtig aus. — Sonst hatte Marianne während des Reitens nur Gedanken für ihr Pferd, sie unterhielt sich fortwährend mit ihm, rief ihm freundliche Worte zu, streichelte ihm liebkosend den Hals und erkundigte sich, was ihm fehle, wenn er einmal unwillig den Kopf schüttelte oder laut schnaufte. Wer heute mußte der Fuchs auf jede Liebkosung verzichten, die Gedanken seiner Herrin waren bei Dagmar und bei der eben abgeschlossenen Wette. Für einen Augenblick bereute sie, ein Erbstück ihrer Mutter aufs Spiel gesetzt zu haben, dann aber sagte sie sich: lieber den Schtnuck verlieren, als einen Menschen! Denn sie wußte: offen, ehrlich und von freier Gesinnung, wie sie selbst war, würde sie in Zukunft nicht mehr mit Dagmar verkehren können, sie würde diese als Freundin verlieren, wenn Dagmar ihre Worte über den Baron wirklich ernst gemeint hatte, wenn etwas anderes als die Furcht, sich in ihn zu verlieben, sie zu jener Aeuße» rung veranlaßt hatte. — IV. Hans hatte sich zum Besuch angenreldet. Ganz plötzlich und unerwartet kam eines Tages ein Brief: er habe trotz der vielen dienstlichen Gründe, hie gerade in dieser Zeit gegen jeden Urlaub sprächen, es doch durchgesetzt, daß er für reichlich acht Tage nach Hause fahren könne. Er freue sich sehr darauf, endlich einmal wieder mit den Eltern und den Schwestern zusammen zu sein, und deshalb brächte er auch keine Gäste mit. Es sei ja schon mehr als genug, daß der Baron da sei, der würde schon, ohne es zu wollen, allein durch seine Anwesenheit oft genug das stille, ruhige, friedliche Zusammenleben als Fremder stören. Die Gräfin las diesen Brief immer und immer wieder — sie war ganz gerührt: „Der gute Hans — da siehst du es ja einmal wieder, Eduard, wie unrecht du ihm oft tust! Du schiltst ihn leichtsinnig, sagst, daß er von einem Bevgnügen zum anderen stürzt, — hier aber offenbart sich seine wahre Natur — der Hang zu einem glücklichen Familienleben--Nur, iveil er das sonst nicht hat, sucht er seine Zerstreuung außerhalb der vier Wände. Der gute Junge! Wie ich mich freue, ihn wiederzusehen! Ganz allein mit ihm zu plaudern. Wir ioollen tun, was !vir können, damit er hier alles findet, was er sucht und braucht." „Hoffentlich nicht alles," dachte der Graf. Er hätte es ja chnch laut sagen können, aber warum? Er war ja sein freier Herr, er konnte tun und lassen, was er wollte. Ob er es dachte oder laut sagte — das war ja ganz gleich. „Der gute Hans! Wie er sich wohl freuen wird, uns wiederzuseheu!" fing die Gräfin von neuem an. „Und wie glücklich ich bin, ihn endlich mal wieder hier zu haben. Bist du nicht auch glücklich, Eduard?" 384 „Sehr," stimmte der Graf ihr bei. Aber ein aufmerksamer Zuhörer hätte an diesem „Sehr!" doch feine Zweifel hab en können. ,, m , Wählend die Gräfin übet den bevorstehenden Besuch von Hans aus einer freudigen Ekstase in die andere geriet, »erbrach der Graf sich darüber den Kopf, was der ^irrige wohl wieder „ausgefressen" haben könne. Er liebte seinen Sohn über alles, und gerade weil er ihn ,o liebte, hatte er den Wunsch, sich einmal an ihm freuen zu können, ohne daß ein Tropfen Wermut in den Jubelbecher hineinfiel. Er war reich, noch reichet, als sein Sohn glaubte, der ihn einmal wie ein Steuerbeamter eingeschätzt und danach betechnet hatte, wieviel er im Jahre ausgeben könne. Der Gras hatte ihm nicht widersprochen, als er das Vermögen viel zu niedrig taxierte. Der Steuer gegenüber mußte er ja die Wahrheit gestehen, seinen Sohn in dieser Hinsicht zu täuschen. Hi eit er für keine Sünde. Er war reich, und wenn er auch jedesmal schwer aufseufzte, so oft er den großen Geldschrank für seinen Sohn aufschloß, um diesem die Dukaten in die Hand zu drücken, so geschah das nicht, weil es ihm schwer wurde zu geben, sondern lediglich, weil er den Wunsch hatte, daß, Hans einmal kommen möchte, ohne eine Bitte zu äußern. Et selbst hatte es in seiner Jugend allerdings ja auch nicht anders gemacht, aber gerade deshalb hätte er es so gern gesehen, wenn Hans ihm hierin nicht gliche. „Findest du diesen Bries von Hans nicht geradezu kindlich richtend?" fragte die Gräfin. „Rührend," sttmmte er ihr bei. Er kannte diese Anwandlungen, er hatte sie in feiner Jugend auch gehabt, wenn er Sekt und Austern nicht mehr sehen konnte, wenn er auf dem Rennplätze oder im Klub Nicht nur den letzten Hundertmarkschein, den er in der Tasche trug, sondern auch die Zulage der nächsten Monate verspielt und verwettet hatte! Er hate diese Anwandlungen in seiner Jugend auch gehabt, wenn irgend ein unbequemer Gläubiger nicht aufhörte, zu mahnen, wenn er eine zarte Liaison abbrach und sich vor den Briefen der alten Freundin nicht retten konnte, deren Leitmotiv da war: kehre zurück, alles ist vergeben und vergessen! Dann war auch in ihm die Sehnsucht nach stillest, glücklichen Stunden im Elternhause erwacht, dann hatte auch er plötzlich geglaubt, es vor Sehnsucht nach den Liebkosungen der Mutter und den freundlichen Worten des Vaters nicht mehr aushalten zu können. Dann hatte auch er weit mehr Sehnsucht nach der alten Dora empfunden, die ihn als Kind auf den Armen getragen hatte, als nach jenen schönen, eleganten Frauen, deren Frou-Frou und deren Lachen in gleicher Weise unser Herz betört. Wenn er nur erst gewußt hätte, was Hans ausgefressen hatte! Irgendwo drückte den mal toieber der Schuh. Während die Gräfin so tat, als ob sie an ihrer Hand^- arbeit stickte, tat der Graf, als lese er die Kreuz-Zeitung. Er blätterte sogar manchmal um, laut und umständlich', um dadurch zu zeigen, mit welchem Interesse er die neuesten politischen Nachrichten verfolge. Aber die Gräfin stickte nicht, und er las nicht. Beide hingen ihren Gedanken nach. „Mir kommt eben ein Gedanke, Eduard, der sicher auch deine Zustimmung finden wird. Hans deutet mit vollem Recht an, daß die Gegenwart des Barons allein genügen wird, um die Intimität des ruhigen Familienlebens etwas zu stören. Mr Hans ist der Baron ganz fremd, er wird' sich in seiner Nähe geniert fühlen, meinst du nicht, daß du oa dem Baron einen kurzen Urlaub anbieten sollst? Er fährt gewiß sehr gerne einmal ein paar Tage nach Berlin, besonders wenn du ihm die Reise unter einem Vorwand anständig honorierst. Vielleicht konntest du ihn auch bitten, sich einmal nach neuen Wagenpferden für uns umzusehen —i vielleicht kommen wir doch über kurz ober lang einmal in die Sage, uns w elche an schaffen zu müssen." „Und du meinst wirklich, daß der Baron sich so ohne weiteres beurlauben läßt? Daß man ihn für ein paar Tage fortschicken kann, gewissermaßen wie ein kleines Kind, zu oem man sagt: geh für einen Augenblick nach nebenan —, wir rufen dich, wenn du wieder Mreinkommen darfst! Kennst du den Baron so wenig?" Der Graf war auf diese Antwort sehr stolz. Sie enthielt gewissermaßen gar nicht seine persönliche Ansicht über die Frage seiner Frau, sondern mehr die des Barons. , m Er hätte ja auch feine eigene Meinung jagen können, aber warum? ' Er konnte ja tun und lassen was er wollte. Die Gräfin wurde etwas nachdenklich. „Man müßte ihm die Sache sehr diplomattsch beibringen, — das wäre natürlich deine Aufgabe, Eduard." Aber der Graf dankte. „Du weißt, ich habe für solche Dinge gar kein Talent. Ich kann mich nicht verstellen, ich platze gleich mit der Wahrheit heraus, ganz abgesehen davon, daß ich es für einen großen Fehler halte, wenn wir den Baron fortschicken. In der ersten Stunde wird Hans vielleicht lieber wünschen, hier ganz allein zu fein, aber schon Nach dem Diner wird er sich freuen, daß der Baron hier ist, — dann können wir zu britt Skat spielen." „Aber Ebuarb!" Der Ruf des Entsetzens war ganz echt, ober er rührte den Grafen trotzdem nicht. „Eduard," begann die Gräfin, nachdem sie sich von der ersten Empörung erholt hatte, „du sagst immer, du hättest Hans Wer alles lieb, und doch, wie Wenig kennst du ihn! Er kommt her, um sich auszuruhen am Herzen der Mutter '— und du sprichst vom Skatspielern" „Gewiß. Denn er liebt dieses Spiel ebenso wie ich -5 Eeartö spiele ich allerdings noch viel lieber." „Welches Kartenspiel liebst du nicht! Die Karten machen dein ganzes Denken und Empfinden aus." „Aus jeden Fall lange nicht so sehr, wie es bei dir die adeligen Gespräche tun." „Das Kartenspiel verroht den Charakter." „Und immer dasselbe zu sprechen und zu denken, macht den Menschen langweilig." „Eduard — vergiß bitte nicht, wer ich bin! Denk auch an deinen Namen und unsere Stellung in der Gesellschaft. Ehepaare in unseren Kreisen zanken sich nicht." „Ganz meine Ansicht. Warum fängst du denn da an?" „Ich?!" Grenzenloses Erstaunen sprach aus dieser Frage. „Ich?" wiederholte sie noch einmal, „ich fange nie an! Du bist doch stets derjenige, welcher! Kannst du das leugnen ?" Ihm war jedes Streiten unbehaglich. Seitdem et vom Militär fort war, wollte er seine Ruhe und Bequemlichkeit haben. ' Jetzt war er ein freier Mann, er konnte tun und lassen, was er wollte, und außerdem war er doch Kavalier, und da svar es doch ganz selbstverständlich, daß er bei einem Streite mit einer Fran, noch dazu mit seiner eigenen Frau, jede Schuld auf sich nahm. Das erforderte schon die Ritterlichkeit und Höflichkeit. So sagte er denn: „Ich irrte mich — ich selbst fing vorhin an h entschuldige bitte." „Wie könnte ich dir zürnen, Eduard!" Sie hielt ihm die Hand zum Kuß hin, und er erhob sich von seinem' Platz, um ihre Rechte an seine Lippen zu führen. Es war in den letzten Tagen schon zu wiederholten Malen zwischen ihnen zu solchen kleinen Szenen gekommen. Die Schuld daran hatte dann stets der Baron. Und doch war er ganz schuldlos. Wenn der Graf mit dem Baron Karten spielte, schall die Gräfin im stillen, daß dieser sich nicht mit ihr unterhielt. Und wenn der Baron mit der Gräfin über den hohen Adel plauderte, dann schalt der Gras, daß dieser nicht mit ihm Karten spiele. „Diese Szenen sind ekelhaft und unser unwürdig," dachte die Gräfin jetzt, nachdem sie den Handkuß erhalten hatte. „In Zukunft müssen sie vermieden werden. Ich werde einen Vorwand zu erfinden wissen, unter dem der Baron in Zukunft die Aufforderung zum Kartenspielen ablehnen kann t—, selbstverständlich ohne deswegen unfreundlich oder gar unhöflich zu erscheinen. Das einfachste wäre, ich sagte ihm, daß die Karten meinen Mann zu sehr aufregen, daß er dann nachts unruhig schläft und daß das Spiel ihn in seine Träume hinein verfolgt." Der Graf hatte inzwischen die Zeitnng wieder zur Hand genommen, nm dadurch zu beweisen, daß dieser Keine, eheliche Zwischenfall für ihn definitiv erledigt fei. Er knisterte mit den Blättern, und um zu beweisen, wie die Lektüre ihn vollständig gefangen nahm, las er insofern sogar laut, als er von Zeit zu Zeit einen Zwischenruf aus- 335 — Meß: — „Also doch!" — „Sich — sieh" — „1«, unser Kaiser!" — „Das hätte ich denn doch nicht gedacht!" — Ader wenn die Gräfin ibn gefragt hatte, worauf sich diese Ausrufe bezögen, so wäre er dadurch in die größte! Verlegenheit gekommen, denn er las schon deshalb gar nicht in der Zeitung, weil er sie verkehrt in den Händen hielt. (Fortsetzung folgt.) Herrn MWgers Ehe. Bon Max Karl Böttcher-Ch-emnitz. (Schluß.) Herr Molfinger war eine gutmütige Haut, aber in bezug auf sein Mer zeigte -er eine mimosenhafte Empfindlichkeit.. Und so sagte er gereizt: „Ich erachte es Ur deplaciert, liebe Cousine, wenn ein Mensch in -deinen Jahren anzügliche Bemerkungen über das Alter eines andern -macht. — Du scheinst vergessen zu haben, daß du mich einst -auf den Armen getragen hast. — Damit du aber endlich den Zweck -der Uebüng erkennst, sollst du erfahren, daß ich Türke werde." - .... ™ Er hatte sich- -zU ihr gebeugt und die letzten Motte rauh und Mell gesprochen, so -daß Fräulein Julchen erschrocken zurückprallte und dann hinausstünnte. < . Am anderen Tage kam die Verwandtenschar in Korpore. Herr Mensel, ein Neffe Molfiugers, war der Wortführer. Er erbat sich im Aufttage aller Verwandten die Auskunft, oA Herr Molfinger wirklich die Absicht habe, Muselmann zu werden. Herr Molfinger lächelte fein und mustette der Reihe nach seine Verwandten, die -mit Spannung seiner Antwort hartten. — Dann sagte er: - „Gewiß, meine Lieben, — ich! werde Türke. — Und heute über -drei Wochen lade ich euch alle zu mir, Hann könnt ihr bei mir -einen vorzüglichen Mokka schlürfen und eine Wasserpfeife schmauken. — -Und nun adio für heute. Ihr seht, ich habe alle Hände voll -zu tun." Die Verwandten schlichen -betroffen davon und folgten dem Rate Meusels, Bei -einem Rechtsanwalt anzufragen, ob man Herrn Molfinger nicht entmündigen -könne. Die Antwort war -trostlos. Ein glattes nein, da der Staat Niemandem wehren könne, seinen Glauben zu wechseln und noch viel weniger, sich, in den Salon einen Käfig zu bauen. -Etwa vicrze'hn Tage waren verstossen. — In der Nacht vom Samstag zum Sonntag hielt vor der Villa des So er in M-ol- inger eine Keine, aber eigentümliche Karawane. Zuerst eine ge- chlossene Equipage, der -Herr Molsinger und eine junge, tiefver- chleiette Dame entstiegen. Sie traten aber nicht in das Haus, öndern gingen Arm in Arm- nach dem riesigen Stallgebäude. Und jetzt kam langsamen, -aber wuchtmen Schrittes Edwin, ein indischer Elefant, -geführt von einem Keinen, kupferbrauUen Kerl, der immerfort -schrie: „Allo Edwin, allo." Als der Elefant -in die Nähe Mo-lftngers kam, schlug die Dame an seinem Arme -den Schleier hoch. Es war Nesku, das Singhalesenmädchfen Und seit heute Herrn Molfingers Gattin. Edwin schnüffelte mit -seinem Rüssel durch die Luft. Dann stieß er einen ärompetenartigen, nicht zü leisen Schrei aus Und koste mit seinem -Rüsselfinger Neskus Wange. „Aber Nesku," — -sagte Molfinger und zog seine j-Uuge Frau zurück. — Doch -Edwin schien dies übel zu nehmen. — Er faßte mit dem Msselsinger -Herrn M-olfingers Zylinderhut, hob ihn ein wenig und stillpte ihn dann mit aller Wucht dem armen Paul über den Kopf, so daß ihm das glänzende Gebäude bis Mr Nase fuhr. Herr Molfinger fluchte -auf gut deutsch und zerrte seinen Zylinderhut vom Kopfe, -dann fluchte er in vorzüglichem englisch Ms den flegelhaften -Edwin und befahl, ihn sofott in den Stall zu Uhren. - Der braune Sing-halesmjunge -fuhr dem Dickhäuter mit dem Kakenstock in den -Nacken und zertte ihn fort. Unterdessen waren die -anderen Sachen der Karawane in der BiNa verstaut, und -auch Molfinger trat nun mit seiner jungen Gattin in das -Heim. In: blauen Salon -wurde der Tee serviert und die beiden Affen Reny und Möll -rasten wie toll in dem Käfig umher, als sie ihre Herrin erblickten, und -sie ließen nicht eher Ruhe, bis sie heraus- gelassen wurden. i Nun ging ein -Hetzen und- Jagen los: Auf das Paneelbrett, Wer den Kaminsims, -durch die Palmendekoratton, die Portieren herauf und hinunter. - Jetzt faßte Reny einen Keinen Bronzeengel Und warf ihn nach Möll Und zwar -so geschickt, daß er seinen Affenkameraden beinahe getroffen hätte. So -aber traf er bloß den großen Kristallspiegel, der in der -Mitte ein ganz kleines Loch, bekam mit geradezu ideal sttahlensörmig laufenden Sprüngen. - Herr Molfinger sprang -auf, hochrot vor Zorn und befahl den Affen, sofott vom Rande des ecksten „Ban Dyk" hertmterzukommen, auf dessen Rahmen-sie jetzt hockten. Sie aber fletschten ihm die Zähne, zogen länge Nasen und als sie die Oelsarbe des e-ch-ten „Ban Dyk" rochen, kratzten sie mit ihren Nägeln die dicke antike Oelsarbe ab und knabberten grinsend die ölige Kruste. Herr Molfinger raste und Nesku lachte Tränen der Wonne über ihre originellen Aeffchen, die jetzt ein neues unterhaltendes Spiel entdeckt hatten. Sie warfen vom Kaminsims allerlei Nipp° säch-elchen nach Molfingers zornerglühtem Haupt, so daß dieser halb wahnsinnig aus dem Zimmer stürzte. Eine Minute später war er zurück, eine mattschimmernde Brownmgpistvle in der Hand. Kaum hatte Nesku.das gesehen, so rief sie ihre Asten, die auch im Nu folgten und sperrte sie in den Käfig. Sie selbst stellte sich breit davor. Aber Molfinger schob sie beiseite- und zielte schon nach Reny. Da schlug ihn Nesku auf die H-and, so daß'die Pistole zu Boden siel- Sie bückte sich schnell und hob die Waste auf und ließ sie in ihrem Gewand verschwinden. Dann umarmte sie ihren jungen Gemahl und beschwichtigte seinen Zoni durch eine Menge reizender Küsse. Das tvar der erste Wend von Herrn Molfingers Ehe. — Am andern Morgen war Nesku schon im Speisezimmer, als ihr Gatt« eintrat. Sie hatte keines der europäischen Kleider an, von denen ihr Herr Molfinger ein Dutzend hatte anfertigen lassen, sondern trug nur ihr weißes orientalisches Gewand. „ Herr Molfinger blieb in jähem Schreck unter der Tür stehen. „Aber Nesku, du sitzest auf dem Teppich anstatt auf dem Sie nickte ihm lachend zu, so hold, so reizend, daß sein Zorn etwas gemildett wurde. Er trat näher und sah nun, daß Nesku ein kleines Tellerchen,in der Hand hielt, auf welchem schneeweißer,- trockener Reis lag. — Und Nesku griff mit ihren Keinen braunen Fingerchen in den gedünsteten Reis, fnetete. eine kleine Portion mit den Fingerspitzen und schob dann diese Reiskugel in den Mund, Molfinger war starr. , , „Aber Nesku, ich bitte dich. — Hast du mir nicht versprochen- deine schrecklichen Heimatsitten abzulegen und dir die Manieren einer Dame deiner jetzigen Stellung anzugewöhnen?" „Natürlich hab ich das versprochen, aber so geht es besser. Und außerdem, hättest du dein Lebtag nur immer Reis gegessen wie ich, du hättest nicht so schauderhaft schlechte Zähne. — Hier, willst du kosten?" . , Sie reichte ihm eine Reiskugel, aber Molfinger wandte sich ab. „Bitte setze dich- auf einen Stuhl, Nesku, aber nicht mit Untergeschlagenen Beinen, und frühstücke mit mir." Gehormnt stand das junge Frauchen auf und setzte sich vorfchristsrnäßig auf einen Stuhl und trank eine Tasse Kaffee. Dann Bat sie ihren Mann um die Zigarettendose. In diesem Augenblick stürzte der Diener ins Zimmer und schrie: „Gnädiger Herr, um Himmels willen, kommen Sie in den Garten. Der Elefant . . ." Herr Molfinger rannte in wilder Hast in den Park, und was er da sah, ging ihm ans Herz. Edwin saß im großen Goldfisch- b-assin und schien sich außerordentlich gut zu amüsieren Er tauchte von Zeit zu Zeit seinen Rüssel in das Wafier und sch-ielts nach dem -Gartenzaum. Sobald sich draußen ein Pafi ant sehen ließ, spritzte er mit erstaunlicher Sicherheit einen halben Hektoliter Wasser durch das Staket und stets wurde von draußen mit einem kräftigen Fluch oder erschrocken-em Schrei üBer den Bollschuß quittiert. Hunderte von Menschen hatten sich angefammtit und schauten dem interessanten Schauspiel zu. Erst jetzt gewahrte Herr Molfinger den originellen Aufputz'- den Edwin in Gestalt einer seltsamen Halskrause trug. Ein Blick nach dem Elefantenstalle klärte Herrn Molfinger auf. Der Stall lag in Trümmern. Edwin Hatte seinen Kopf etwas gewaltsam imich die große Tür geschoben und dadurch die vorder«! Wand herausgedrückt, und nun saß ihm, dank der vorzüglichen Arbeit der Handwerker, die Wand im ganzen auf dem Hals. Unterdessen war die Feuerwehr angerückt, die man schnell alarmiert hatte. „Abcr-wozu nur?" mochte Edwin denken. „Als ob ich- nicht selbst genügend spritzen könnte." Und er spritzte weiter nach Herzenslust. Die Feuerwehr atiet legte zwei Riesensch-läuche in das Alsterbässin und spritzte auf Edwin los. Doch der Dickhäuter blieb nichts schuldig. Er spritzt« hin und sie her und so entstand eine regelrechte Masserschlacht unp -Edwin ivackelte vergnügt mit den großen Ohren und blieb breit und behäbig im Goldfischbassin sitzen. Das konnte Herr Molfinger nicht länger mit ansehen. Er rannte in wilder Hast zur Billa, um feine Gattin zu holen, da! diese alleinEdwin zur Raison bringen konnte. Aber welcher Anblick bot sich ihm beim Eintritt in das Speisezimmer. — Fran Nesku faß auf dem Teppich und hatte! sechs bis acht brennende Zigaretten int Mund. Im Zimmer war ein solcher Qualm, daß man nicht zwei Schritte weit sehen konnte. Als Herr Molfinger näher ttat, sah er, wie feine Gatttn sämtlich« Zigaretten mit einem Griff geschickt packte und sie verkehrt hfl den Mund steckte Und sie laute und taute und die hellen Flamnmn schlugen ihr ans dem Munde, und Nesku faßte in fanatiicher Bewegung den Smirnateppich und riß ganze Bündel Wolle heraus Und entzündete sie an den Feuerstrahlen, die aus ihrem Mundr züngelten. Und sie begann zu tanzeii und schlug auf ihre Trommel Und sie warf sich auf den Teppich und wandte sich wie emet Schlange und produzierte sich als Bauch- und Schilangentänzerm und Möll Md Reny sprangen in tollen Sätzen über sie weg Md 336 fruchten und schrien und heulten im Takte dazu. Da stürzte Herr Molfinger davon.-- „ ,,. . ™ Vier Wochen später tras ich ihn zufällig her meinem Rechts- Mlwatt. „9hm, Herr Molfinger, was macht Ihre lange Gattin, ^Da faßte er mich unter dein Arm und zog mich mit nach dem Fährhaus. Dort erzählte er mir die ganze Geschichte und zuletzt vertraute er mir an, daß er von Nestzu wieder geschieden sei. „Und Nesku?" fragte ich. „Sie hat sich dem Zirkus Sarrasam angeschlossen und zergt sich als Feuerfresserin." Telephonleitungen und Blitzgefahr. Besoirders im Ansangsstadium des Fernsprechwesens war im Publikum fast allgemein die Befürchtung verbreitet, daß durch die über di« Tücher hinziehenden Drähte die Blitzgefahr für Menschen und Wohnungen gesteigert werde. Auch jetzt noch ist diese Furcht nicht völlig verschwunden, trotzdem bisher noch kerne Fälle nachgewiesen sind, die diese Bedenken irgendwie begründen. Tie Fernsprechverwaltungen sahen sich mehrfach veranlaßt, beruhigende Erklärungen zu veröffentlichen und auch die Feuer- versicherungsgefellschasten wiederholt darauf hinzuwerfen, daß brs jetzt noch kein Fall zur Kenntnis gelangt sei, in dem durch die Anlage von Fernsprechleituirgen an und über den Hausern, oder durch die Befestigung von eisernen Stützpunkten aus den Dächern oder an den Giebeln, irgendwelche Blitzgefahr für dre Gebäude hervorgerufen worden wäre. Bei der Berleguirg von oberirdischen Telephonleitungen wird nämlick überall dafür Sorge getragen, daß für atmosphärische Elektrizitätsentladnngcn, die zufällig ans hie Telephonanlagen übergehen könnten, blitzabführeude Verbindungen mit der tobe in ausreichendem Maße vorhanden sind. Zum Schutze der Ler- tungSanlagen auf den Dächern gegen Blitzschläge werden dre Rohrständer schon beim Bau als Blitzableiter ausgebildet, indem sie entweder einzeln oder zu mehreren gemeinschaftlich mit einer guten Erdleitung versehen werden. Tie mit oberirdischen Leitungen verbundenen Kabelleitungen werden ebenfalls gegen Entladungen der atmosphärischen Elektrizität durch Blitzableiter geschützt^ Erfolgt die Verbindung der Leitungen durch Ueberführungs- säule oder Ueberführungskasten, so werden zu dem gedachten Zwecke Stanoenblitzablciter an der nächsten geeigneten Stange angebracht. Es ist also zweifellos, daß Fernsprechanlage» geeignet erscheinen, den Gebäuden, über die sie geführt sind, einen ausreichenden Schutz gegen Blitzgefahr zu gewähren, den sie sonst entbehr en würden. Man kann nach den jahrzehntelangen Erfahrungen getrost behaupten, daß oberirdisch verlegte Telephonleitungen die Blitzgefahr nicht nur nicht erhöhen, sondern sie sogar vermindern. ES läßt sich dies damit begründen, daß der Blitz beim Ueberspringen die höchsten Punkte der Erdoberfläche mit Vorliebe wählt, namentlich wenn diese gleichzeitig gute Leiter der Elektrizität siich, wie dies z. B. bei Kirchturmspitzen, Bäumen, Masten ufiu. der Fall ist. Tie Telephonleitungen, die auf hohen Stangen über die Dächer geführt find, bieten daher bei Gewittern eine günstige Gelegenheit zum Ausgleich der atmosphärischen Elektrizität. Um die Anlagen vor Beschädigung und Zerstörung zu schützen, sind die obenerwähnten Blitzschutzvorrichtuugen in die Leitungen eingebaut. Eine Telephonanlage bildet daher gleichsam eine große Blitzschutzvorrichtung. Außer diesen Schutzmitteln sind auch 'bei den einzelnen Sprechstellen und in den Telephon- zentralen Blitzableiter vorhanden, die auch die schwächeren Entladungen zur Erde ableiten, so daß Nur ganz geringe Elektrizttäts- mengen. in die Telephon- und Umschalteapparate gelangen können. Diese Blitzschutzvorrichtungen bestehen im wesentlichen, wte jene für Tclegraphenleitungen, aus zwei durch eine kleine Luftschicht getrennten Metallteilen, von denen der eine mit der Leitung und dem 'Apparat, der andere mit der Erde in Verbindung steht. Ihre Wirkung beruht darauf, daß die in die Leitung gelangte atmosphärische Elektrizität von hoher Spannung das Bestreben Bat, unter Ueberspringung der Luftschicht zwischen den beiden Metallteilen den nächsten Weg zur Erde aufzusuchen. Trotz dieser vollkommen ausreichenden Schutzmittel gegen Blitz- gesahr empfiehlt es sich, bei nahen und schweren Gewittern sich des Fernsprechers nicht zu bedienen, weshalb die Telephonämter auch angewiesen sind, während der Tauer eines Gewitters Verbindungen nicht herzustellen. Diese Vorschrift gilt jedoch Nur für oberirdisch verlegte Fernsprechleitungen. In großen Städten geht man neuerdings allgemein zur Einführung unterirdischer Kabelleitungen über, einerseits aus dem Grunde der Raumersparnis, anderseits um auch bei Gewittern den Betrieb noch aufrecht erhalten zu können, und um an Unterhaltungskosten, die eine den Wit- ternngseinflüssen ausgesetzte oberirdische Anlage verschlingt, zu sparen. Tie unterirdische Leitungsverlegung bietet außerdem noch den Vorteil, daß stets ein angemessener Vorrat von Reserve- leitnngcn für neue Anschlüsse vorhanden ist. Vermischtes. * Langlebige Schisse. Sowohl bei der Kriegsflotte wie unter den Passagierdampfern existieren keine eigentlichen Schiffs. Veteranen. Hier wie dort steigen mit jedem Jahr die Ansprüche, und ein Schiff, das heute noch als modern gilt, kann in einigen Jahren schon veraltet sein. Ost werden Kriegsschiffe schon nach einigen Javrzehuten dazu verurteilt, ihrer eigenrlichen Bestimmung untren zu werden und als Schulschiffe ihr Dasein zu beenden; und mindestens ebenso rasch veralten die großen Passagierdampser. Dagegen kommt es in der H a n d e l s s l o t t e öfter vor, daß Schiffe drei und vier Generationen hindurch ihren Dienst tun, ja, es gibt einige, die über hundert Jahre erreichen. Die längste Lebensdauer hatte „Brotherly Love", die schon mit Cook um die Welt fuhr. In ihrem 140. Jahre stieß sie im Haniburger Hasen mit einem Dampfer zusammen und ging unter. Zu Anfang des 19. Jahr- hunderts war die Dreimaster-Goelette „Three Sisters" noch in Betrieb, die 1689 zum erstenmal in See ging. Schiffe von ähnlichem Alter gab es übrigens noch einige zu Ende des vergangenen Jahrhunderts, so den „Succeß", der 1789 gebaut wurde und 1895 noch nach Australien fuhr. Die Dreimasterbark „True Love', die 1748 in Philadelphia erbaut war, wurde in ihrem 97. Jahre zum Walfischfang ins nördliche Eismeer beordert, und als sie von dort zurückgekehrt war, auf der Ostsee zum Transport von Holz in Dienst gestellt. Sie war etwa 138 Jahre, als sie bei einem Zusammenstoß sank. Ebenso alt war der Segler „Betsy Cains", der einst „Prinzeß Marie" hieß, 1688 den Prinzen Wilhelm von Oranten, später die Königin Anna trug und lange Zeit als Lastschiff diente. Ter älteste Dampfer, der noch im Betrieb ist, steht in Halifax, er heißt „Str Charles Ogles" und wurde 1830 gebaut, der älteste eiserne Dampfer, die 1841 vom Stapel gelassene „Swift" tut ebenfalls noch seine Dienste. * Die Lantippe. Nachbar (ironisch zu dem spät heim<- kehrenden Ehemann): „Und das lassen Sie sich gefallen, daß Ihre Frau den Wassereimer über Sie ausschüttet?" — „Ich kann ja sonst nicht ins Haus ... in dem Eimer liegt der Schlüssel!" Sprachecke des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins. ' Scherzhafte Beiwörter (Spitznamen). Ter Volkswitz hat für die verschiedenen Menschenkinder allerhand scherz- haste Beiwörter oder Necknamen (von der Wissenschaft gewöhnlich Schelten genannt- erfunden, die irgend eine Seite des Betroffenen scharf beleuchten, die besonders in die Augen springt. So nennt er einen noch uuausgewachsenen kleinen Burschen einen kleinen Knirp?, kleinen Stöpsel, einen Dreikäsehoch, Hosenmatz, Kiekindie- ivelt, Springinsfeld u. dgl. in. Besonders gern läßt er darin seinen Spott an geivisscn Mängeln und Schivächen der tieben Nebenmenschen auS. Ein etivas zu lang geratener Mensch heißt ein langer Schlacks oder langer Laban, eins Fran von entsprechender Körperbeschaffenheit ein langes Register, ein schon mit allerlei körperlichen Gebrechen behafteter alter Mann ein klappriger alter Knacks oder Mümmel- oder Mummelgreis. Ein Geizhals ist ein Knickstiefel oder Knickebein, ein Wucherer Blutsauger oder Halsabschneider, ein hohler Schwätzer ein Ceichbentcl, ein unbeholfener, schwerfälliger Mensch ein Steifleder. Besonders reich bedacht werden mit derartigen Spottnamen geistig beschränkte Leute; man kennt für sie Bezeichnungeit wie Dummbart, Dämel, Tämelsack, Trottel (der immer in dem gleichen Trott so einhergeht), Esel, Schafskopf, Spatzenkopf. Jin Niederdeutschen, das, wie die Mund- arten überhaupt, an dergleichen Spitznamen noch viel reicher ist als die hochdeutsche Schrhl- und Umgangssprache, kennt mait daneben noch manche andere ivie Dusseldier, Töskopp (neben dem Eigenschaftswort dösig), Schrutenkopp, Klniverkopp (— Kleekopf), Dummschnnte, Tüppen (eig. — Topf, u. a., und für ein besonders einfältiges weibliches Wesen Ulefatzküken. Unter diesen Schelten finden sich audt sehr häufig Zusammensetzungen mit Perlonen- uamen, die dabei eine Herabsetzung erfahren wie: dummer Stoffel (— Christoph), Pappstoffel, Prahlhans, Faselhans, Dummerjan (= dummer Johann), Lausewenzel, grober Rüpel (— Ruprecht), Quasfelpeter, Schwatzliese, dumme Trme (— Katharine, Heulsuse, Heulpeter u. a. Imme (Esten). Kapsel-Rätsel. Patriot, Bilderrahmen, Baugerüst, Kulmbach, Mondfinsternis, Schornsteinfeger, Mcirienbad, Verwunderung, Schwiegerniutter, Citadelle, Mummenschanz. In jedem der obigen Wörter ist ein anderes eingekapselt, z. B. „Esel" in „Junggeselle". Sind die eingekapselten Wörter richtig gefunden, so ergeben deren Anfangsbuchstaben ein Sprichwort. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung der Königspromenade in voriger Nummert Zweierlei laß dir gesagt sein, Willst du stets in Weisheit wandeln Und von Torheit nie geplagt fein: Laß das Glück nie deine Herrin, 9lie das Unglück deine Magd sein, Bodcilsledt. Redaktion: K. Neurath. — Notationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lang«, Giejen,.