1912 - Nk. 68 Ua I; llaliHf liii A^WWM OlTRp WM-st t Will MU Der König von Thule. Roman von Paul Grabern. (Nachdruck verboten.)! (Fortsetzung.) Dann wieder dachte sie an Amthor: Wenn er den Hauptwidersacher, den Regrerungsrat — denn darauf hätte sie schwören können: Er hatte das alles, angezettelt! — zur Rede stellte, irötigenfalls züchtigte und ihn zur öffentlichen Wbitte zwang? Doch auch diesen Gedanken ließ sie wieder fallen. Sollte sie Amthor vielleicht ihretwegen in ein Duell hineinhetzen — womöglich mit blutigem, tödlichem Ausgang? Nein, nein, um Himmelswillen nicyt das noch ! Und vor allem — sie brachte es ja auch nicht übers Herz, zu ihm über die schmachvolle Verdächtigung ihrer Beziehungen zu sprechen — lieber wäre sie gestorben! Nein, nein, — das alles ging eben nicht. , Doch was dann? Etwas mußte ja geschehen! Oder sollte sie sich wirklich in ihre Kabine vergraben? Aber gab sie denn den Verleumdern mit solcher Flucht aus der Oefsentlichkeit nicht ein anscheinendes Eingeständnis ihrer Schuld? Nein — kein feiges Verkriechen! Hinaus unter die Feinde, und mit doppelt hoch erhobenem Haupte ihnen eine lächelnde Miene gezeigt, als ob die vergifteten Pfeile aus dem Hinterhalt sie nicht getroffen hätten! Festen Schrittes ging Eva Söllnitz zum Speisesaal hinüber. XII. Das Signal, das zum ersten Mal zum Essen gerufen hatte, war schon lange verschollen, und immer noch stand Amthor auf demselben Fleck droben auf dem einsamen Promenadendeck, heute in Sturm und Wogen ein ungastlicher Ort. Mer dem vor sich hin starrenden Manne war es gerade recht, daß ihm der kalte Gischt und Sturmhauch ins Antlitz schlugen. Es tat gut — es war noch! Die kalte Vernunft mußte ja in ihm wieder die Oberhand gewinnen in dem Kampfe, den er da mit sich abzumachen hatte . Seit dem Augenblick vorhin, wo ihn tote ein Blitz die Erkenntnis durchzuckt hatte, daß er mehr als Freundschaft für Eva Söllnitz empfand, stand sein Wesen in heftigstem Zwiespalt. Auf der einen Seite lockte ihr liebes Bild, um das sich jetzt ein ganz neuer, süßer Zauber gesponnen hatte. Er wußte selbst nicht, tote rhm geschah. Er hatte sich bisher nur stets als einen ernsten, fast kühlen Mann gerannt, fern von jeglichem weichlichen Tändeln; und die Bitternis der traurigen Jahre da droben in Island hatte noch das Ihre dazugetan, ihn hart, fast rauh zu machen. Aber Nun war von ihr so etwas Weiches, Zartes ausgegangen, das ihn mit unsichtbaren Fäden umstrickte, aber doch so fest, daß er kaum noch' entrinnen konnte. Jetzt merkte er erst, was er entbehrt hatte, so lange — immer! Ihre holde Frauenanmut hatte ihn unmerklich in ihren Bann gezogen, auch ihm im Herzen Zartes und Leises geweckt, das nun anschwoll zu einem sehnenden, übermächtigem Klange. Ja, wie ein großes Erwachen war es plötzlich über ihn gekommen — überhaupt, in seinem ganzen Wesen! Seine Kräfte hatten ja jahrelang in hodesstarrem Schlummer gelegen, wohl hatte er es nur zu oft gefühlt, aber mit dumpfer Resignation hatte er sich in dies Dahindämmern hineingefunden. Was hätte es auch geholfen, wenn er immer wieder angerungen hätte gegen die Fesseln, die er doch nicht sprengen konnte? Nun aber war es wie ein zündender Blitz in sein ganzes Wesen gefahren. Alles, alles in ihm, das unterdrückt und gebunden gewesen war, schrie nach Freiheit, nach Licht und Leben. Er reckte die Glieder in ihren Banden und — welch Wonnegefühl — er merkte: Noch waren sie jung und stark! Wenn er nur wollte — ein Dehnen, ein Spannen, ein Ruck und in Splitter zerbarsten die Fesseln, die ihn so lange gezwungen hatten! Warum hatte er sie überhaupt nur so lange getragen? Warum sich selbst des Lichts, der Freiheit beraubt? Hatte er benx nicht gewußt, wie lockend da draußen die herrliche, sonnige Welt war? War er blind gewesen? Mußte erst eine weiche Frauenhand kommen und ihm die Binde von den Augen nehmen, daß er all die Pracht wieder sah, die er so läng entbehrt hatte? O, wie dankte er dieser lieben, lieben Hand! An seine Lippen möchte er sie pressen, an sich reißen die ganze angebetete Frau, sie bei sich halten für immer — immerl Wie ein Taumel wollte es über ihn kommen, seine Wern glühten wie im Fieber. Aber da trat plötzlich ein zweites Frauenbild vor feine Seele — neben der strahlenden Lichtgestalt ein trauriger, schwarzer Schatten, blaß und gramgebeugt. Festgeschlossen blieben die Lippen, aber die großen Leidensaugen sahen ihn an mit erschütternder stummer Klage: Willst du mich nun auch noch verlassen? Du, das Einzige, das Letzte, was mir ein furchtbares Geschick gelassen hat? Soll mir so gelohnt werden, daß ich selbst dich zu dieser Reise gedrängt habe? Ein Stöhnen brach fid) leise von Amthors Lippen. Das war es ja, warum sich seine Augen entwöhnt hatten, sehnend in das goldene Licht der Freiheit zu sehen! Wie hatte er es vergessen können, auch nur für flüchtige Augenblicke? Er war ein freiwillig Gefangener r-> er war es und mußte es bleiben. - Mußte er es wirklich? Im angstvollen Aufbäumen des fast schon erstickten Leibensdranges schrie es auf in seiner Seele. Warum mußt« er? Hatte er sich nicht genug geopfert? Die besten Mannes jähre vertrauert, seine Kräfte verkümmern lassen? Sollte 270 er Wirklich bis zum völliges Stumpfwerden weiter die Kette tragen? Wenn dann nach Jahren der Allerbarmer Tod die Unselige erlöste, um die er all das trug, und ihm die Freiheit wiedergab, dann war es vielleicht zu spät für ihn — die Schwingen waren erlahmt, sie trugen ihn nicht mehr zum Fluge ins Licht. Hatte er nicht aber ein Recht auf sich selbst? Warum also sprengte er dre Ketten tncht, solange es noch Zeit war? Er reckte sich auf, hoch, jede Muskel gespannt und dre Zähne aufeinander gebissen — einen Moment fieberte in seinem Hirn ein brausendes Drängen, als wolle ein erlösender Entschluß sich losringen; aber daun fiel seine Gestalt wieder in sich zusammen, matt senkte sich sein Haupt auf die Brust. Mit seinen jagenden Gedanke« war er vorausgeeilt in die Zukunft —' er sah sich in der Freiheit, im Licht, aber neben ihm stand stets ein düsterer Schatten,, die quälende Reue, daß er im selbstsüchtigen Üebensdrange einer Verzweifelten die letzte Stütze ihres jammervollen Daseins entrissen hatte. Er fühlte es, er war nicht der Mann dazu, über gebrochene Herzen zu schreiten. Also verzichten, auf alles, alles, was da lockend vor ihm stand, weiter dämmern — das war die Losung für ihn. Im trostlosen Brüten, die Stirn finster zusammen- gezvgeu, starrte Amthor vor sich hin. Ein abermaliger Hornruf rüttelte ihn auf. Langsam sich emporrichtend, besann er sich: Das war ja das Zeichen, daß man da drunten sich schon an den Tisch setzte, und er stand hier noch im Oelnrantel, wassertriefend. Am liebsten wäre er der Tafel ganz fern geblieben; aber dann besann er sich anders. Es war doch besser für -ihn, er kam unter die Leute. Da entging er wenigstens den quäl» vollen Gedanken, die ihn hier in der Einsamkeit hin- und herzerrten. So stieg er denn hinab; er ging gleich zum Speisesaal hin, nur Mantel und Hut draußen ablegend; es war ja keine Zeit mehr, Dinertoilette zu machen. Es mußte heute eben auch mal im Bordanzug gehen. Aber wie er nun in den Saal trat, durchzuckte ihn der Gedanke: Sie! Wie sollte er ihr nun gegenübertreten? Nach jener Sekunde stummen Verständnisses vorhin! Noch einmal klaffte der ganze Zwiespalt seines Empfindens vor ihm auf, und einen Moment stockte sein Fuß. Aber dann schritt er entschlossen weiter. Ganz gleich! Es mußte jein; ein Begegnen war doch nicht zu vermeiden. Nur [ eins mußte geschehen: Mit keinem Blick, mit keinem Wort durfte er ihr mehr verraten, wie es in ihm aussah; aufs t strengste mußte er die Grenzlinie des ruhig freundschaftlichen Verkehrs innehalten, wenn es ihn auch noch so zu ihr hindrängte. Es wäre ja ein namenloser Frevel an der Leidgeprüften gewesen, wenn er Hoffnungen in ihr tzenährt hätte, die sich doch niemals verwirklichen konnten. Mit diesem festen Entschlüsse trat Amthor an die Tafel, kvv er seinen Platz hatte. Dank der freundlichen Verwendung des Kapitäns Neidhardt beim Obersteward hatte man ihn schon vor ein paar Tagen umgesetzt; er hatte seinen Platz bei den neuen Bekannten bekommen, wo er nun Neben Mrs. Sanderham, schräg gegenüber von Eva Söllnitz saß, so daß er sie wenigstens aus der Nähe sehen konnte. -Die Tischgesellschaft war schon vollständig versammelt, Nur Eva Söllnitz lv-ar noch nicht erschienen. Es wurde schon der zweite Gang gereicht, da sah er, aufblickend, sie gerade herannahen. Er stutzte sofort beim ersten Anblick. Ihm, der in ihren Zügen so zu lesen gelernt hatte, fiel sofort ein ganz eigener Ausdruck darin auf, so etwas Un- Nahbares, Kaltabweisendes; er merkte, wie sie den feinen Kopf zurückgeworfen hatte. Und wie bleich war sie! Nur ihre dunkeln Augen brannten, in dem blassen Antlitz um so wahrnehmbarer, in einem stolzen, leidenschaftlichen Leuchten. So schritt sie, hochaufgerichtet, nicht übermäßig schnell den Gang zwischen den Tafeln entlang herauf, den Blick geradeaus gerichtet, als existierten die andern da rechts und links nicht für sie. Noch nie war es ihm so aufgefall. wie schön fiel toar, als gerade in diesem Moment. ®L a seiner Blässe doppelt feine, stolze Antlitz, die schlau , vornehme Gestalt mit dem sie duftig umfließenden, helleuchtenden Gewände! Wie schön — wie wunderbar schön war sie! Und »mso heißer brannte in feinem Herzen das trostlose Bewußtsein: Nicht für dich! Nun war Eva Söllnitz an ihrem Platz angelangt und -eg rußte die Bekannten mit einem leichten Kopfneigen. Ihr Bestreben, dabei das übliche freundliche Lächeln zu zeigen, ließ Amthor aber eine innere Anstrengung erkennen. Mit einer geheimen Spannung sah er dem ihm bestimmten Gruß entgegen; aber er wartete vergebens.- Ihr Blick vermied es, ihn zu streifen. Sich schnell über ihren Teller neigend und ein wenig hastig nach der Serviette greifend, setzte sie sich. Ein Staunen beschlich Amthor: Was hatte das zu bedeuten? Warum dieses offenbar doch absichtliche Ueber- sehen? Inzwischen hatten die Tischnachbarn sich an Frau Söllnitz gewandt, wegen ihres verspäteten Kommens. „Nun, gnädigste Frau, doch nicht etwa auch noch Gott Aegir tributpflichtig geworden?" neckte Kapitän Neidhardt.- Die junge Frau zwang sich ein Lächeln ab. „Dagegen bin ich gefeit! — Nein, die Stewardeß war nur unglaublich ungeschickt heute beim Ankleiden." Sie sprach es absichtlich laut. Der Regierungsrat und die anderen mit ihm sollten es hören, daß sie nicht" etwa sich freuen könnten: Es war geglückt! Es hatte sie zu Boden geschmettert. Nur mühsam hat sie sich wieder aufgerafft!—i Und unwillkürlich warf sie noch stolzer den Kopf in den Nacken, und ein fast hochmütiger Zug trat um ihren Mund. Wer wer in ihr Inneres hätte sehen können! Sie war hierher gekommen, sie hatte ihren Entschluß ausgeführt — doch sie hatte ihre Kraft überschätzt. Hinter der Maske dieses stolz-verächtlichen Lächelns barg sich ein zum Schreien aufgepeitschtes Wundsein. Wie ein Spießrutenlaufen war ihr ja eben hier der Weg durch den Saal bis zu ihrem Platze gewesen! Trotzdem sie ihre Augen starr geradeaus gerichtet hatte, hatte sie alle die lauernden, schadenfrohen Blicke körperlich, wie glühende Nadelstiche, an sich wahrgenommen, hatte geglaubt, auch das heimliche! Zischeln und Raunen um sich herum zu hören. Mit einer Anwandlung von Ohnmacht hatte sie auf halbem Wege gekämpft, sich aber mit eiserner Energie aufrecht gehalten, und innerlich zu Tode erschöpft war sie auf ihrem Sessel niedergesuukem (Fortsetzung folgt) Gießen vor hundert Jahren. 4 Wach ungedruckten Berichtens Von M-. P l o ch - Darmstadt (Schluß.) 16. Januar. Der Kurprinz von Kassel war auf der Durch« reise nach Hanau abends im Posthause. Er glaubte viele von unseren Studenten engagieren zu können, erhielt aber nicht mehr als zwei." 17. Januar. „Wegen Mangels an Merzten am Lazarett wurden alle hiesigen Merzte schriftlich von der Landeskriegskommission in Requisition gesetzt. Keiner derselben verstand sich dazu. Mit den Chirurgen in der Stadt machte man weniger Umstände. Man zwang sie idem durch eingelegte Exekution vou 3 Soldaten, sich den Arbeiten am Lazarett zu unterziehen." 18. Januar. „Heute starben wiederum 4 Personen in bet Stadt an ansteckendem Nervenfieber." 20. Januar. 300 Bauernsöhne der Gegend wurden kommandiert, in dem Kolleggebäude Patronenhülsen zu machen. Sie bekamen vom Hundert -einen preußischen Groschen. Die Bürger müssen sie in ihren Häusern verköstigen." 21. Januar. Eine Abteilung Kasselischer Infanterie zog durch, viele in blauen Kitteln. Das gesamte Personal der Regierung, des Hofgerichts und des Kirchen- und Schulrats war heute bestellt, gemustert und gemessen zu werden für die zu organisierende Landwehr." 23. Januar. „Die freiwilligen Jäger, unter welchen manche Honorationen sind, exerzieren täglich in dem Bansaschen Garten vor dem Walltor." — Jetzt Marburger Straße. 30. Januar. „Preußische Offiziere hielten nachmittags eine maskierte Schlittenfahrt, wobei sie sich als hiesige Bauern und Bäuerinnen verkleidet hatten." _ 31. Januar. „Die hier kantoni-erenden preußischen Offiziere gaben abends im Löwen einen the dansant, wozu fast alle Honorationen der Stadt geladen waren. An jungen tanzlustigen Frauenzimmern war großer Ueberfluß." 2. Februar. „Heute zogen die ersten freiwilligen Jäger aus der Stadt, an der Zahl 25, teils Söhne von Horwrationen, teils von Bauern. Die Musterliste von sämtlichem Personale der Universität ging heute au das Oberkriegskollegium ab, für -re zweite Klasse der Landwehr und den Landsturm, welche aber hoffentlich nicht zustande kommen." 9. Februar. „Die Einquartierungen und Durchmärsche der preußischen Landwehr dauern fort. — Mehrere der hiesigen Frer- 271 willigen, unter diesen Professor Welker und dessen Bruder Advokat Welker, Regierungsrat Groß, Hofgerichtsrat v. Preuschen, Assessor p. Schmallalder und dessen Bruder Kandidat gingen neuunifor-- miert nach Darmstadt ab, auch zwei Söhne des Regierungsrats v. Krug." — Unter den freiwilligen Jägern befand sich auch der spätere Schwiegersohn des Chronikenschreibers, der nachmalige Landrichter Geh. Justizrat Dr. Ploch in Gießen. — 10. Februar. „Durch eine Estafette kam der Befehl .vom Ministerium aus Darmstadt, daß während der Krankheit des Medizinalrats Hegar, Professor Bogt — Vater des berühmten Naturforschers Karl Bogt — die Aufsicht über die Lazarette fremder Truppen erhalten habe." „Es kamen 70 Freiwillige aus dem Herzogtum Westfalen an. Abends kamen 6 Wagen mit Kranken, welche auf Befehl des Stadtkommandanten im Rathaus untergebracht werden sollten. Allein der Stadtrat wollte sie in die Bürgerhäuser einquartiert haben und gab vor, daß die Schlüssel zu den Zimmern nicht zu finden seien. General y. Nagel ließ darauf den Bürgermeister auf die Hauptwache bringen. Da tonten die Schlüssel gleich zum Vorschein." 12. Februar. „Heute starb der Medizinalrat und Professor Hegar am Nervenfieber, das er sich durch seine Tättgkeit am Lazarett zugezogen hatte. Er war ein geschickter Chirurg, der für sein Fach außerordentlichen Eifer hatte." „In der »ergangenen Woche sind wieder 22 Menschen beerdigt worden." 16. Februar. „Gestern, als am Geburtstage der Großherzogin, tzaben die hiesigen Hoiwrattonen (38 an der Zahl) sämtlichen fremden Offizieren Abendessen und Ball im Einhorn. Ein Unternehmen dieser Art erforderte die Höflichkeit, welche die preußischen und russischen Offiziere am 31. Januar den Einwohnern von Gießen erwiesen hatten. Alles war wohlgeordnet und anständig. Jedes subskribierte Mitglied zahlte für sich und die Seinen. Was die Offiziere verzehrten, ging in Gemeinschaft. Dieses betrug für jeden Teilnehmer 5 fl. 26 Kreuzer." — Etwas Aber 9 Mark. — „Von feiten der Universität ging ein bewegliches Schreiben 'an den Grafen von Solms-Laubach, als Chef der Zenttalkom- htiffion für die Lazarette, nach Frankfurt ab, worin um Abführung des hiesigen Lazarettes ersucht wurde. Die Antwort fiel aber nicht sehr befrickigend aus, weil sie bloß Veränderung, sobald es die Umstände gestatetten, zusagte." „Auch das Kalbfleisch ist teuer und nicht immer zu haben. Das Pfund kostete sonst 4 Kreuzer, jetzt 8 Kreuzer." 3. März. „Heute starke Einguartierung in der Stadt, hauptsächlich Sachsen." 4. März. „Heute hatten wir wieder Sachsen zur Einquartierung." 6. März. „Heute kam der Kurprinz von Kassel mit ungefähr 3000 Mann hier an. Man stellte ihm die Unmöglichkeit vor, sie alle hier einzuquartteren, da so viele ständige Einquartierung hier sei. Doch blieben 600 Mann hier, z. T. undisziplinierte Leute, bei denen selbst ihre Offiziere wenig Ansehen hatten. Der Prinz kam in das Posthaus. Sein Betragen war roh. Auch requirierte er für feine 12 Hunde 12 Pfund Fleisch und 6 Pfund Mutter. Er bezahlte nicht, nicht einmal ein Trinkgeld für das Gesinde." 11. März. „Gestern und heute wurden je vier am herrschenden Nervenfieber Verstorbene beerdigt. Nicht auf dem gewöhnlichen Gottesacker, wo die Preußen, wegen des Pulvermagazins ün der Totenkirche keine Beerdigung gestatteten, sondern hinter diesem auf dem Arrestantenkirchhof." 16. März. „Es zogen preußische freiwillige Jäger zu Pferd durch. Sie betrugen sich in den Dörfern, wo sie übernachteten, sehr übermütig." 24. März. „Seit einigen Tagen sind alle Kranken aus den Lazaretten nach Arnsburg gebracht worden. Das Entbindungshaus wird für kranke Offiziere eingerichtet werden." — Inzwischen waren auf dem Kriegsschauplätze in Frankreich die Würfel zu ungunsteir Napoleons gefallen. Noch einmal auf dem Kongresse zu Chattllon, bot ihm Oesterreich, durch den Vorschlag, er möge die Grenzen Frankreichs vor 1792 anerkennen, die rettende Hand. Nachdem er sie, durch einige kleinere Siege Über seine eigentliche Lage verbleitdet, zurückgestoßen hatte, kam es zu den für ihn verderblichen Schlachten von Laon uitd Arcis für Aube. Nun staitd den Verbündeten der Weg nach Paris offen. Mm 30. März ergab sich die Stadt am 31. erfolgte der feierliche Einzug der Sieger. Unmittelbar darauf sprach der Senat die Absetzung Napoleons aus. ■— 7. April. „Abends 7 Uhr kam ein Kurier hier durch, welcher die Nachricht von dem Einzug der alliierten Monarchen in Paris brachte. Diese Nachricht breitete sich alsbald überall aus, und wurde mit Jubel aufgenommen. Die Freude äußerte sich durch Kanonenschläge und Pistolenschüsse." 8. April. „Die Nachricht kam hierher, daß unsere Truppen, besonders das Leibregiment bei Lyon mit vieler Auszeichnung gefochten, aber auch 300 Mann verloren hätte. Unter denselben ist der junge Löber, Sohn des verstorbenen Hofgerichts- kekretärs. — Abends hatten viele hiesige Einwohner ihre Häuser freiwillig illuminiert. Es wurde dabei häufig geschossen und' das Schwärmen auf den Straßen war stark." 10. April. „Heute, als am Ostermontage feierte das hier befindliche preußische Militär mit 90 Kanonenschüssen die Einnahme von Paris. 6 Sechspfünder waren auf der Schoor am Neuenweg an den Burggarten aufgefahren. Abends war im Saal im Einhorn große Tafel, 86 Kouverts. General v. Nagel brachte die Gesundheit des Königs von Preußen aus. Ein Trupp von 15 Preußen gab auf dem Lindenplatz dreimal Salve. — Die meisten Häuser in der Stadt waren illuminiert und nur einige grämliche Leute, die au der neuen Ordnung der Dinge keine Freude hatten, schlossen sich aus. Das Schwärmen der Menschen auf den Straßen war außerordentlich. Dabei fielen viele tausend Schüsse aus Pistolen, Musketen, Mordschlägen. Die allgemeine Freude war laut und unverstellt. Nicht der mindeste Exzeß fiel vor. Ein anwesender russischer Offizier wunderte sich, daß den heimlichen Anhängern der Franzosen nicht mindestens die Fenster wären eingeworfen worden." „Es zeigten sich viele Sinnbilder an den Häusern. Man sah einen Drachen in den Fängen eines Adlers, ein kleines Kind (den König von Rom, Napoleons Sohn) das sich tief vor einem Kosaken verneigte, eine fliegende Taube mit dem Kleeblatt. Unter diesem letzten stand die Inschrift: Komm' hernieder, goldner Friede, Wir sind dieser Zeit bald müde!" - Der Bürgermeister von Meiches. Seit Jahrzehitten ist in Oberhessen der Schwank vom Bürgermeister von Meiches bekannt, und von Mund zu Mund überliefert^ hat er Form und Inhalt wohl schon mehrfach gewechselt. Neuere Zutaten haben den alten Text erweitert, ältere Stellen sind vielleicht teils verstümmelt, teils untergegangen, und es wäre eine dankbare Aufgabe, auf Grund einer größeren Anzahl von Lesarten den alten Text wieder zusammenzustellen. Wir geben heute eine Fassung des Schwankes wieder, die wir nach mancherlei vergeblichen Versuchen endlich erhalten haben und möchten unser« Leser ersuchen, uns die ihnen bekannten Lesarten zu übermitteln^ damit wir sie in geeigneter Auswahl in den Gießener Fa- milienblättern veröffentlichen können. Der Humor, der in dem Bürgermeister von Meiches lebt, ist wohl wert, eines breiteren Oeffeutlichkett unterbreitet zu werden, denn unseres! Wissens ist er seither nur bei festlichen Gelegenheiten einmal ans Licht getreten. lieber das Alter des Schwankes konnten wir nichts ermitteln, doch deuten verschiedene Anzeichen daraus hin, daß er wesentlich älter ist, als es erscheinen mag. Die Erwähnung des Gießener! Bahnhofs kann ebenso wie manches andere moderne Zutat fein, für die womöglich ein echteres und besseres Stück ausgefallen ist. Ob der „Bürgermeister von' Meiches" schon einmal irgendwo abgedruckt wurde, konnten wir nicht in Erfahrung bringen, und es ist auch darüber keine Klarheit zu erlangen gewesen, ob das lustige Stock vielleicht der Kunstdichtung — wenn man so sagen darf — entstammt und von da in den Besitz des Volkes überging, tote es bei vielen unserer sog. Volkslieder, den volkstom- lichen Liedern, der Fall ist. Daß es von einer Kunstform ausgehen könnte, wurde durch mancherlei wahrscheinlich, aber darüber laßt sich vorläufig noch kein sicheres Urteil gewinnen. Ob es überhaupt möglich ist, die Quelle iwch zu entdecken, bangt von! der Unterstützung unserer Leser ab, die wir zur eifrigen Mitarbeit einladen. , 'i l De vorjemafter vo Majes. ! i Gunowend! Eich sei de Borjemaster vo Majes. Mei Brourer, doas ies de Hannes, der ies aach näit viel bontnter toäi eich. Bierm Joar, toäi de orje Wind tooar, do flug des Päannerdoav im. Wäis dann da e halb Joar getege hat, lohnt de Gomanradi von Majes zesomme, um se berühre, toer des Päanerdoar be- zoahle feilt, obs die Geman vo Majes orrer die Exelenz in Dormstadt bezoahle sollt. Mer tooar» do näit attig, mehr lohnte dann dahth überaus, e Gesandtschaft o die Exelenz in Dormstadt fe schecke, däi die Exelenz frege feilt, toer des Päannerdop bezoahle feilt. Etz dreht sichs drim, wen mer do wehle wollt. No wen sollt mer do wühl Wehle? Do Hummer dann mätch ien mei Brourer Hannes gewehlt, toeil mir zwoa die Geschcidste im Ort warn. , Of en schielte Dag lieftc mer ihs zwäi Billieder, faßte ünsj ien Zug ien retschte uo Gäiße. No !vas mahnter, do ftchr de Sug ien so e grüß gläsern Haus «nein. , Mei Brourer Hannes, der c dummer Kerl ies, touost das nadierlich näit, woas doas! tooar. Da fregte mich: bau, fa mer. emol, woas ies doas für e Dient? — Jao, sahrich, Hannes, doas woas ich aach näit. Indem kohm so alter mit er grüße Schildkappe daher, den fragt aich: Dou, fa liier amohl, woas ies doas häi fitzr e Haus? Der saht: 272 doas ies be Banov vo Gäiße. — Ja, fahr ich, Sannes doas iesse. No hu mer sich wirrer zwäi Billieder geltest un sei noch Dorm- stadt geretscht. Wai mer do aus dem Banob komme sm ien des iBlaster erodber genge, do kohme mer reu so e vraak in vast. a>o staun owwe so « hoch Dienk, doas saeh vo weirem aus, war e Schornstan, ien des schienst war: Owwe druff staun so e decker 1 Mei Brourer Hannes, der dvmme Kerl, hat maich gefraat: Don sah mer emohl, wäi is der Kerl do euuff komme? Do fahr ich, doas ies ganz anfach: wär der klau war, do resse do euuff geklerrett, un do owwe is er bann grast gewachte. Doas löucht em dann ieuu. . x , Röchet, wäi mer bann werrer geuge, do kohm e Schees mit vier meiste Schimmel dohier. Do sarich: Hannes, sarrch, ich glaawe, da seht die Exeleuz drien. Hahl cmol bem Scharm fr er die Gail. Ich stelld mich off es Trittbreat und fragt, ob die Exeleuz do drien wir. Do saht die Exelenz, jao, sre wrr dre Exelenz. Da fahr ich, ich Hütt e wichtig Angclegeheit merrer je bespreaache; dann so e Püannerdoar ies ka Klanigkat. Do saht die Exelenz: Ich erwarte die Herren heute mittag um 2 Uhr gum Diner! Do ging eich dann vom Trittbräat erouner, ien die Schees met de vier meiste Schimmel fuhr weirer. De Hannes, doas Schoos, wuost nadirlich näit, woas doas Ivar, der hat ka Riwcl Bilding. Do fragt e: dou, samer emohl, Maas ies doas: e Diner. Do fahr eich: Doas ies Maas Guts zum Eässe. Om Mittag im Mich genge mer cnS Ballä. Do mar reue so e Maste Hausgang, do loage lauter niet Bloume belegte Deppch. Mei Brourer Hannes hat nadierlich nix anersch se bau, als met seine genählte Schau bo droff erirnm se träte. Do fahr eich: Douste dann glei bei Schau aus, bau baust jo alles ruiniere. Do war do a so e schie Trepp, bo läge aach lauter Deppch mit Bloume, ien des mer se näit met uns Fois bräckig mochte, retschte mer of em Leib dem Treppegelenner enoffer. Wann ich droh denke, baut mer heut noch mci Leib devo wieh. Owwe kam mer bann ien so en g rüste Saal. Do stamr Mette en ronde Disch drien. Do säst die Exelenz droh. Do faßte mer sich ach bebet. Su e giljodinierde Diener bracht dann die Sopp eret. Do saht eich: Ach bei Sopp do, doas is ebbc§- for mich: bäi est aich gern. Do nahm ich mer die Sopp. Eit annerer brocht dann des Gernois. Do saht be Hannes: Doas niemm aich mer, doas äst aich gern. So ast aich bäi Sopp, mein Brourer Hannes des Gernois ien die Exelenz kroch davon gornaut. Do stann se dann off Xtn saht: Bitte, meine Herren, bedienen sie sich der Servieren. Da stann aich ower uff und saht: Mir sein so ka San, fahr »ich, mit vertribbele uns näit. Mit brüuche ka Salvetercher. ’ Wäi mer dann geasse hoaa, genge mir ins Thiader. Do humer us 2 Billiedder genant nie un be kohme mer bann ganz hoch enoff. Un onne fast aonet, bet spielt die Gei, denäawich säst Nock) aonet, der spielt ach Gei: do half immer ahnet dem annetn. Dem Hannes ies bahl zou warm morn, ien bo züchte sein Rock aus. Do kohm aach wirtet so en giljodinierde Diener, der saht, doas bärft näit sei. De Hannes wollt sein Rock näit ohdu, un do wollt en bet en aus schmeiße. De Hannes wickelt schuhn sei Aermil ernff, bo saht aich: Hannes, be gescheit»st gebt noch. Do kohm dann bet aau maich. Do sahteich owet: E Dunner- toäarrer, wer äis hei be Borjemoastet, aich ortet dou? Indem geng der Vorhang ien bät Höh. Do kam daun so e die? Orschel uff die Bühn, bäi bäat fienge. Dann kohm noch ia, bäi sang aach. Do half a de anner. Do saht die: Der Karl Must doch die Marie heiraten! Do fahr eich: Hannes, düs sei Familieangelegenhette, bäi Öt us naut oh. Mer moachte us ab, do kohm grab e Musikbande ütoer die Biehn. Do saht eich: Hannes, dou, wammet us eile, sehe mersche dtowwe off be Seit noch emohl. Me hu us aach geeilt, owwer geseh hnmersche naut mih. Do fei mer wirret on Banob gange ien hu ns ien Zug gefaßt ien sei wirret no Gäiste ien vo bo no Majes. Unnerwegs sahteich uff ahmohl: dou Hannes, eich glawe, Met hu was vergesse! — No doas wir? saht be Hannes. Ei sahteich: mer hu vergesse se frege, wer des Püannerdoar be- -ahle feilt. Do saht de Hannes: Es schoad naut! Wäi mer bann wirrer nooch Majes kohme, do stann die halb Gemah om Banob. Da fragte se bann: Wer soll des Püannerdoar bezahle? Do saht eich: Die Gemah, saht eicht K. N. Die Einführung der Hundesteuer in Hessen unter Landgraf Ludwig. ' Es ist heute schon für manche Familie keine Kleinigkeit, sich feinen Hund zu halten. Der Staat verlangt dafür alljährlich seine Steuer und manche Gemeinde macht es ihm nach. Es ist Noch nicht sehr lange her, daß man für Hunde zahlen Must. Es begann gegen Ende des 18. Jahrhunderts unter Landgraf Ludwig. Es findet sich hier und da noch der Erlast dieses Fürsten ni Bibliotheken und Gemeindebüchereien, der davon Zeugnis gibt (datiert 17. September 1770). Der Landgraf geht in diesem gedruckten Erlasse davon ttitä, daß die Hunde in bett Städten und Dörfern überhand genommen hätten. Der Nutzen dieses Tieres bestehe aber größtenteils bloß darin, daß er die Zeit vertreibe. Dagegen verursache er ekelhafte Unreinigkeit auf der Gasse und mache beständig höchst beschwerliche Unruhe. Dazu komme, daß man stets Furcht vor bissigen Hunden haben müsse, und die horrende Gefahr, die von wütenden Hunden drohe. Endlich aber nehme die Menge der Hunde vielen hunderten, ja wohl 1000 armen Leuten das Brot weg. Aus landesväterlicher Fürsorge für das Wohl und Beste" seiner Lande und Untertanen verordne er daher, hast von nun an und künftighin Niemand mehr in seinem Lande, er scy auch wer und von welchem Stande er wolle, Hunde halten dürfe. Nur die Jäger, Schäfer, Metzger, Fuhrleute und die auf abgelegenen einzelnen Höfen Wohnenden seien davon ausgenommen, und auch diesen sei nur eine bestimmte mäßige Zahl erlaubt. Alle übrigen Hunde seien zu erschießen ober zu vertilgen. Es dürsten bei 50 Thal er Strafe auch keine andere wieder angeschafft werden. Diese Verordnung, deren Notwendigkeit besonders der dermalige äußerste Mangel und Teuerung der Brotfrüäste und dadurch zu beftirchtende Hungersnot zeige, wird allen Räten eingeschärft. Aber so furchtbar das Dekret auch den Hundebesitzern in den Ohren geklungen haben mag, und so viele Hunde auch um seinetwillen ihr Leben dahingeben mussten, es hatte, wie so manches andere, noch eine Hintertür. Zwar eine nur für wohlhabende Leute. Der Landgraf bestimmte nämlich im Schlußabsatze, wenn wirklich sich jemand fände, der feine Leidenschaft für dieses unnütze Tier nicht zu bändigen wisse, dann solle ihm nach vorheriger, jedesmal besonders anszuwirkendcn Erlaubnis gestattet werden, gegen Erstattung von jährlich 5 ft. einen Hund zu halten. So wird dieses Dekret zu einem Almen bet Hundesteuererlasse. Ob es der älteste bekannte ist, ob Landgraf Ludwig also den Gedanken zuerst gehabt, ober ihn von andern Ländern übernommen hat, weist ich nicht. Aber für Hessen bedeutet er wohl den Ausgangspunkt. O. Schulte, Gr.-L. Büchertisch. — Klei, nwohnungshüuser. Praktische Anleitung und Musterbeispiele für den Ban billiger Ein- und Mehrfamilienhäuser für Arbeiter, Kleinhandwerker, Beamte usw. durch Private, Bnn- vercine und Genossenschaften. Mit einer Anweisung zur Gründung gemeinnütziger Bauvereine in Stadt und Land, bearbeitet von Landeswohnungsinspeklor Gretzschel. 96 Seiten mit mehr als 1.00 Ansichten und Grundrissen von Ein- und Mehrfamilienhäusern. Westdeutsche Verlagsgesellschaft in Wiesbaden 35. — Jmmermanns Werke. Herausgegeben, mit Biographie, Einleitungen und Annierkiuigen versehen von Werner Deetjen. Goldene Klassiker-Bibliothek. Deutsches Verlagshaus Bong u. Co., Berlin. Als Verfasser des wundervollen westfälischen Bauernromans „Der Oberhof" wird Karl Jmmermanu von allen Schichten des Volkes als einer der besten Erzähler des neunzehnten Jahrhunderts geschätzt. Sehr mit Unrecht aber beschränkt sich die Volkstümlichkeit dieses Dichters auf das eine Werk, das zudem nur ein Auszug aus dem satirischen Zeitroman „Münchhausen" ist. Wir begrüßen es daher mit Freude, daß das deutsche Verlagshaus Bong u. Co. in seine vortreffliche Goldene Klassiker-Bibliothek neben die schon vorhandene Einzelausgabe des „Münchhausen" nun auch eine dreibändige Auswahl aus den Werken Jmmermanns aufgenommen hat. In diesen Bänden ist die ganze Vielseitigkeit Jmmermanns ausgebreitet. Außer dem „Münchhausen" finden wir den für jene Zeit so bezeichnenden Roman „Die Epigonen"; der Dramatiker ist vertreten mit seinem Tiroler Drama „Andreas Hofer", der Epiker mit den Versdichtungen „Tuli- £tckien" und „Merlin" und mit dem bisher ganz unbekannteni igment einer Dichtung „Schwanenritter". Autographische Nisten geben außerdem ein Bist) von der überaus segensreichen Tätigkeit, die Jmmermann als Intendant des Düsseldorfer Stadt- theaters zur Hebung der deutschen Schauspielkunst entwickelt hat. Das arbeitsreiche Leben dieses herben, eigenwilligen Charakters erzählt der Herausgeber auf Grund eines reichen neu erschlossenen Materials. Auch die Einleitungen und die sehr sorgfältigen Anmerkungen tragen vieles bisher Unbekannte zum Verständnis von Jmmermanns Werken bei. .. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung der Charade in voriger Nummer r Hebeschmaus. Magisches Tuadrat. In die Felder nebenstehenden Quadrats find die Buchstaben BE.EHIIKLLOOOOT Z Z derart einzutragen, daß die wagerechten u. senkrecht.Reihen gleichlautend folgendes bedeuten'. 1. Ist im Walde zu finden, 2. Ein Musikinstrument. 3. Nordische Gottheit. 4. Kostbares Gut. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. ßatxa*. (Bietern