Samstag dm 28. Oktober mit s W rnn M ^Ä»i M I ß Die weiße Frau. Roman von W. Collins. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Hilflos sah sie mich an, aber ich fuhr unerbittlich fort: Ich beabsichtige erstens an Mr. Gilmores Kompagnon zu schreiben, Laura, d-a er uns für jede neue Verlegenheit seine Hilfe angetragen bat. So wenig ich auch das Gesetz kenne, so sicher bin ich dessenungeachtet, daß es -eine Frau gegen solche Behandlung schützen kann, wie sie dir heute von diesem rohen Wüterich geworden ist. Du wirst ihn zur Verzweiflung treiben, sagte sie, und unsere Gefahren noch um das Zehnfache vergrößern. Ich fühlte das Wahre, das entmutigend Wahre dieser Worte. Aber ich vermochte es nicht über mich, ihr dies offen zu bekennen. In unserer schrecklichen Lage gab es keine Hilfe oder Hoffnung für uns, als indem wir das Schlimmste wagten. Ich sagte ihr dies mit vorsichtigen Worten. Sie seufzte bitterlich, doch machte sie keine Einwendungen. Dann srug sie, an wen ich außerdem zu schreiben beabsichtige. An deinen Onkel, sagte ich. Mr. Fairlie ist dein nächster männlicher Verwandter und das Haupt der Familie. Er muß und soll sich ins Mittel legen. Laura schüttelte traurig den Kopf. Ja, ja, fuhr ich fort, ich weiß wohl, daß dein Onkel ein schwacher, selbstsüchtiger Mensch ist. Aber laß mich ihn nur überzeugen, daß er sich dadurch, daß er sich jetzt ins Mittel legt, für später unvermeidliche Mühe, Unannehmlichkeit und Verantwortlichkeit erspart, und er wird sich um seiner selbst willen schon rühren. Ich weiß, wie man ihn nehmen muß, Laura, ich habe einige Uebung darin gehabt. Dann verließ ich Laura. Ich hörte, wie sie ihre Türe abschloß. Ich war kaum bis an die Treppe gelangt, als mich das Verschließen der Tür von Lauras Zimmer darau erinnerte, daß e§ vielleicht geraten sein möchte, wenn auch ich die meinige verschlösse und den Schlüssel bei mir trüge, so lange ich nicht in meinem Zimmer sei. Mein Tagebuch war bereits nebst anderen Papieren in meinem Tischauszuge verschlossen, aber meine Schreibmaterialien lagen noch offen da. Unter diesen befand sich ein Petschaft, das die sehr gewöhnliche Wappenfigur zweier Tauben, die aus einer Schale trinken, trug, und einige Bogen Löschpapier, auf denen noch der Mdruck der letzten Zeilen, die ich gestern abend in die Blätter eintrug, zu sehen war. Unter dem .Einflüsse des Argwohns, der jetzt ein Teil meines Selbst geworden zu sein schien, erhielten selbst solche > Kleinigkeiten, wie diese, ein zu gefährliches Ansehen, als daß sie ohne Schutz gelassen werden durften — sogar der verschlossene Tischauszug schien mir in meiner Abwesenheik nicht hinlänglich verwahrt, bis nicht auch die Wege, dazu zu gelangen, sorgfältig abgeschlossen waren. Ich fand kein Anzeigen, daß irgend jemand in meiner Stube gewesen wäre, während ich mich mit Laura unterhalten hatte. Meine Schreibmaterialien (welche anzurühren ich dem Stubenmädchen streng untersagt hatte) lagen ziemlich wie gewöhnlich über den Tisch zerstreut. Der einzige Umstand, der mir etwas auffiel, war, daß das Petschaftt ordentlich neben Bleistiften und Siegellack in der kleinen Kristallmuschel lag. Es war (wie ich zu meinem Bedauern gestehe) nicht meine Gewohnheit, es hier so ordentlich hineinzulegen, noch erinnerte ich mich, dies getan zu haben. Da ich mich jedoch auf der anderen Seite nicht entsinnen konnte, wo ich es hingeworfen, und ob ich es nicht vielleicht ganz zufälligerweise diesmal an die rechte Stelle getan., ließ ich mich durch diese Kleinigkeit nicht noch mehr verwirren, als ich es infolge der Ereignisse des Tages bereits war. Nunmehr schrieb ich die Briefe an Mr. Fairlie und den Rechtsanwalt. Als ich damit fertig war, brachte ich sie Laura. Du hast sie also wirklich geschrieben? rief sie 'aus. O, Marianne, setze dich keiner Gefahr aus, ich bitte dich! Nein, nein — sei ohne Furcht. Laß sehen, wie viel Uhr es ist? — Es war ein Viertel vor sechs Uhr. Demnach batte ich Zeit, nach der Dorfschenke zu eilen und noch vor Tische wieder zurück zu sein. Falls ich bis später am Wend wartete, mochte ich keine zweite Gelegenheit finden, um das Haus in Sicherheit zu verlassen. Laß den Schlüssel umgedreht im Schlosse, Laura, sagte ich, und besorge nichts für mich. Falls man nach mir fragen sollte, so rufe durch die Tür und sage, daß ich auf einem Spaziergang aus sei. Wann wirst du wieder zurück sein? Vor Tische, ganz sicher. Mut, Liebe, morgen um diese Zeit wird bereits ein umsichtiger, zuverlässiger Mann für dich handeln. In Mr. Gilmores Abwesenheit ist sein Kompagnon unser bester Freund. Vorsichtig verließ ich das Haus und eilte ins Dorf, ohne daß es jemand merkte. Ich begegnete überhaupt nur einem Lastwagen. Ich langte also, ohne irgend etwas zu bemerken, int Wirtshause an, und freute mich, als ichhah, daß die Wirtin Fanny mit der größten Freundlichkeit ausgenommen hatte. Man hatte ihr ein kleines Zimmer angewiesen, wo sie nicht durch das Geräusch der Schenkstube belästigt wurde, und außerdem ein sauberes kleines Schlafgemach int oberen Teile des Hauses. Bei meinem Anblicke brach sie wieder in Tränen aus. Suche dich darüber hinwegzusetzen, Fanny, sagte ich, deine Herrin und ich werden deine Freundinnen bleiben und dafür sorgen, daß niemand dir Schlimmes nachsagt. Jetzt höre mich an. Ich habe sehr wenig Zeit übrig und 674 bin im Begriffe, dir eine Sache von größter Wichtigkeit anzuvertrauen. Ich wünsche, daß du mir diese beiden Briefe besorgst. Den, welcher die Postmarke trägt, wirst du morgen in London auf die Post geben. Den andern aber, welcher an Mr. Fairlie adressiert ist, wirst du ihm selbst übergeben, sobald du in Limmeridge ankomnist. Behalte beide Briefe bei dir und lasse sie dir von niemandem abnehmen. Sie sind von der größten Wichtigkeit für das Wohl deiner Herrin. Die Haushälterin wird dich gut aufnehmen. Dann eilte ich wieder nach Hause, unt für das Diner Toilette zu machen und einige Worte mit Laura zu wechseln. Die Briefe sind in Fannys Händen flüsterte ich ihr durch die Türe zu. Wirst du zu Tische hinunter kommen? O nein, nein! Um alles in der Welt nicht! Ist irgend etwas vorgefallen? Ist jemand bei dir gewesen? Ja, soeben, Sir Percival — Kam er herein? Nein; er erschreckte mich, indein er heftig draußen an die Tür klopfte. Er fragte mich, ob ich mich eines Besseren besonnen habe und drohte, er werde mir meine Halsstarrigkeit schon noch brechen. — Es wurde zu Tische geläutet und ich.eilte hinunter. Sir Percival führte die Gräfin zu Tische, und der Graf bot mir seinen Arm. Er sah rot und erhitzt aus und.war nicht mit seiner üblichen Sorgfalt gekleidet. War auch er etwa vor Tische ausgewesen und erst spät zurück- gekehrt? oder litt er bloß etwas mehr.als gewöhnlich unter der Hitze? Während des ganzen Tiners war er fast ebenso schweigsam toie Sir Percival und blickte von Zeit zu Zeit seine Frau mit einem Ausdrucke verstohlener Unruhe an, wie ich sie, solange ich ihn kannte, noch nie an ihm bemerkt hatte. Die emzige gesellschaftliche Pflicht, welcher er mit seiner gewohnten Sorgfalt nachzukommen imstande schien, war die seiner Höflichkeit und Artigkeit mir gegenüber. Als die Gräfin und ich den Tisch verließen, erhob sich der Graf ebenfalls, um uns nach dem Gesellschaftszimmer zu begleiten. Warum gehst du? frug Sir Percival, dich meine ich, Fosco. Ich gehe, weil ich genug gespeist mti> getrunken habe, entgegnete der Graf. , Sei so gütig, Percival, mich in Rücksicht auf meine ausländischen Gewohnheiten zu entschuldigen, wenn ich mit den Damen den Tisch verlasse, wie ich mit ihnen Platz daran genommen. Unsinn! Ein Glas Bordeaux mehr wird dir keinen Schaden tun. Setze dich wieder her wie ein vernünftiger Engländer. Ich habe eine halbe Stunde ruhig mit dir zu sprechen, und wir können das beim Weine tun. Ich will mich mit Vergnügen ruhig mit dir unterhalten, nur nicht jetzt und nicht beim Weine. Später, wenn dir's beliebt, später. , Sehr höflich! sagte Sir Percival mit einem wütenden Micke, sehr höfliches Benehmen, wahrhaftig, gegen einen Mann, bei dem man sich als Gast aufhält! Ich hatte ihn, während wir bei Tische saßen, den Grasen zu wiederholten Malen unruhig anblicken sehen und dabei bemerkt, daß der Graf seinen Micken sorgfältig zu begegnen vermied. Dieser Umstand, gepaart mit Sir Percivals Wunsche, sich ungestört mit dem Grafen zu unterhalten, und d,es Letzteren hartnäckige Weigerung, sich wieder zu ihm zu setzen, riefen mir Sir Percivals Bitte von heute nachmittag an seinen Freund, aus der Bibliothek zu ihm zu kommen, , da er mit ihm zu sprechen habe, wieder ins Gedächtnis. Der Graf hatte die Erfüllung dieser Bitte um eine ungestörte Unterhaltung schon nachmittags verschoben, und jetzt, da sie zum zweitenmal an ihn gerichtet wurde, verschob er sie abermals. > Nachdem ich in mein Zimmer gegangen, um mein Tagebuch zu holen, kehrte ich zu Laura zurück, wo ich schrieb und von Zeit zu Zeit inne hielt, um mit ihr zu reden. Es störte uns niemand, und es ereignete sich nichts. Wir blieben bis zehn Uhr zusammen. Dann stand ich auf, sprach ein paar letzte ermutigende Worte und wünschte ihr gute Nacht. Sie verschloß ihre Tür wieder, nachdem wir übereingekommen waren, daß ich morgen, sobald ich aufgestanden, gleich zu ihr kommen solle. Ich hatte, ehe ich selbst schlafen ging, noch einige wemge Sätze zu dem bereits in meinem Tagebuche Eingetragenen hinzuzufügen, und als ich in den Salon hinunterging, nachdem ich Laura an diesem traurigen Tage zum letztenmal verlassen, beschloß ich, mich dort nur zu zeigen, um meine Entschuldigung zu machen, indem ich mich heute eine Stunde früher als gewöhnlich zurückzöge. Ich fürchte, Sic befinden sich nicht ganz so Wohl, wie gewöhnlich, Gräfin? sagte ich. Ganz dieselbe Bemerkung, die ich von Ihnen zu machen im Begriffe war, meine Liebe, entgegnete sie. Meine Liebe! Es war das erstemal, daß sie sich dieses vertraulichen Ausdruckes gegen mich bediente! Auch lauerte in ihren Zügen ein impertinentes Lächeln, als sie sprach. Ich habe mein böses Kopfweh, sagte ich kalt. Ach wirklich? Sie machen sich wahrscheinlich nicht Be- wegung genug? Ein Spaziergang vor Tische würde Ihnen gewiß gut getan haben. — Sie sprach dies mit seltsamem Nachdrucke. Hatte sie mich etwa ausgehen sehey? Einerlei — die Briefe waren jetzt sicher in Fannys Händen. Komm und laß uns eine Zigarre zusammen rauchen, Fosco, sagte Sir Percival aufstehend und mit wiederholtem' unruhigem Blick auf seinen Freund. Mit Vergnügen, Percival, sobald die Damen.sich zurückgezogen haben werden, entgegnete der Gras. Entschuldigen Sie mich, Gräfin, wenn ich Ihnen hierin das Beispiel .gebe, sagte ich. Das einzige Heilmittel für ein solches Kopfweh, wie das meinige, ist Schlafengehen. Ich verabschiedete mich. Als ich ihr die Hand gab, sah ich dasselbe impertinente Lächeln in ihrem Gesicht. Sir Percival nahm keine Notiz von mir. -Er blickte ungeduldig nach der Gräfin, die keine Anstalten machte, das Zimmer mit mir gu. verlassen. Der Graf lächelte hinter seinem Buche vor sich hin. Die ungestörte Unterredung mit Sir Percival war nochmals verschoben, und die Gräfin war diesmal das Hindernis. Sobald ich in meinem Zimmer anlangte, öffnete ich diese Blätter und schicke mich an, den mir noch übrig bleibenden Teil meines Tagesberichtes niederzuschreiben. Etwa zehn Minuten oder etwas länger saß ich müßig mit der Feder in der Hand da und ging in Gedanken die letztverflossenen zwölf Stunden wieder durch. Ms ich meine Aufgabe endlich beginnen wollte, wurde mir dies so schwer, wie es noch nie zuvor der Fall gewesen war. Ungeachtet meiner Bemühungen, meine Gedanken auf meine Beschäftigung zu heften, wanderten dieselben mit der seltsamsten Hartnäckigkeit immer wieder in der Richtung von Sir Percival und dem Grafen von ihr ab, und das ganze Interesse, das ich auf mein Tagebuch zu konzentrieren versuchte, richtete sich statt dessen auf die Privatunterreduug zwischen ihnen, die den ganzen Tag verschoben war und jetzt in der Einsamkeit der Nacht stattfinden sollte. So blieb mir nichts anderes übrig, als mein Tagebuch zu schließen und es eine kleine Weile ruhen zu lassen. Ich öffnete die Türe, welche von meinem Schlafzimmer in mein Wohnzimmer führte, und zog sie wieder hinter mir zu, um, da das Licht auf meinem Toilettentische brannte, etwaiger Feuersgefahr, welche durch den Zug entstanden wäre, vorzubeugen. Das Fenster in meiner.Wohnstube war offen, und ich lehnte mich gedankenlos.hinaus, um in die Nacht zu schauen. Alles war dunkel und stille. Es wären weder Mond noch Sterne sichtbar. In der stillen, schweren Luft war ein Geruch wie von Regen, und ich streckte die Hand hinaus, um ihn zu fühlen. Noch fiel kein Tropfen. Der Regen! drohte erst — er war noch nicht gekommen. Eben als ich im Begriffe war, mich ermüdet vom Fenster abzuwenden, und in mein Schlafzimmer zurückzukehren, um nochmals einen Versuch zu machen, meinen Tagesbericht zu vollenden, verspürte ich plötzlich, einen Tabaksgeruch, der sich zu mir emporstahl. (Fortsetzung folgt.) Die Spinne. Skizze von G. Fahrow (Berlins Auf der Veranda der elterlichen Wohnung saßen die GeschwistÄ Kullemeier und unterhielten sich über die letzten Stiefelmoden; dies war so, ziemlich das einzige Gebiet, auf dem die achtzehnjährig^ Helga und ihr zwei Jahre jüngerer Bruder Richard einer Meinung waren. Plötzlich stieß Helga einen Schrei aus und sprang auf, mit zwei Sätzen bis in die letzte Ecke der Veranda flüchtend'. 676 schrie sie. „Die scheußliche Spinne!" Richard' sah zwischen zwei Holzstäben der grünbc Wachsenest Veranda eine große, dicke Kreuzspinne sitzen und zuckte die Achseln mrt jener Verachtung, die der „heranreifende Mann" gegen das weibliche Geschlecht unter Dreißig empfindet. „Mach sie tot! Mach sie doch endlich tot!" schrie Helga, ihv lorngelbes Haar mit den schmalen Händen festhaltend, als wolle es fortflregen. „Lächerlich!" versetzte Richard. „Ich werde doch nicht solche Faxen unterstützen! Spinnen sind ganz harmlose Tiere. Beherrsche dich gefälligst!" „Dummer Junge!" Dies war die stärkste Beleidigung, die Helga vom Stapel lassen konnte. Sie sah auch mit Genugtuung, daß ihr Bruder erst errötete, dann die Mundwinkel bis ungefähr zu beit Kinnmuskelst herunter- und die Augenbrauen bis an die Haarwurzeln hinaufzog. Aber er hielt es für unwürdig, sich wie in früheren Zeiten krtegenich auf die Schwester zu stürzen. Nur ein einziges Wort hatte er als Erwiderung, und dies blies er förmlich aus den verachtungsvollen Mundwinkeln hervor. lautete schlicht und deutlich: „Gans!" . Helga hörte nicht auf ihn, sie betrachtete wie hypnotisiert die Spinne und .gruselte sich weiter. Ihre dunkelblauen Augen waren ängstlich weit geöffnet, ihre Hände griffen Noch immer in das gelbe Haar, und sie erhob sich langsam, wobei ihre schlanke schöne Gestalt sich mehr und mehr gegen die Brüstung der Veranda preßte. Ihr nordischer Vorname schien ganz berechtigt für ihre Erscheinung, wenn auch der Nachname bitter war wie ein übler Nachgeschmack; bis zum Standesamt mußte dieser aber doch ertragen werden. Die Spinne hatte bisher ganz still gesessen, plötzlich nahm sie aber einen Anlauf und raunte wie besessen auf die Seite zu, wo die junge Dame stand. Ein zweiter Aufschrei ertönte. Im nächsten Augenblick hatte sich Helga über die Brüstung geschwungen und sprang blindlings hinab._ Sie hörte das spöttische Lachen ihres Bruders, zugleich aber auch vernahm sie eine heitere Stimme, die Ms bent Erdboden zu kommen schien: „Allen Göttern sei Dank! So also steigen doch noch die -Huldinnen zur Erde nieder, wenn auch mit Lauten des Entsetzens! Womit kann ich Ihnen dienen?" Ein in Stahlgrau gekleideter Herr stand vor Helga Und blickte offenbar amüsiert in ihr erschrockenes Gesicht. „Ach Gott!" murmelte sie. „Was ist denn das?" „Das? Meinen Sie den Garten oder meine geringe Person? Der Garten ist Ihnen wohl bekannt, war bisher nur Baumschule des Gärtners drüben, gehört aber seit kurzem mir. Ich bin Photograph." „Das weiß ich!" fuhr Helga ans; nachdem sie sich gesammelt hatte, fand sie rasch ihre gewohnte Wehrhaftigkeit wieder. „Sie haben es ja deutlich genug gezeigt, daß Sie Photograph sind h Ich finde es sehr — merkvürdig, daß Sie hier sind." „Nun," versetzte er, „eigentlich ist es aber doch noch merkwürdiger, daß Sie hier sind, nicht wahr?" Helga wurde purpurrot und wandte sich von dem Sprecher indem sie zur Veranda hinauftief: „Richard! Richard, so höre doch!" „Richard ist nicht mehr dort oben," lächelte der stahlgraUei Herr. „Brüder sind immer weg, wenn man sie gerade haben will. Aber wozu brauchen Sie denn auch brüderliche Hilfe? Ich bin bereit, Sie aus diesem herbstlichen Labyrinth Ms die Straße zu bringen, wenn Sie es wünschen." „Danke, ich finde meinen Wag allein." Schwapp, war Helgas Rückseite wieder dort, wo soeben noch ihr zorniges Antlitz geleuchtet hatte. Zornig war sie in der Tat. —■ Es war doch Unerhört, daß dieser Mensch, der sie seit Wochen belästigte, nun gar noch in ihrer nächsten Nachbarschaft auftanchcn, sie dort wahrscheinlich noch genauer als bisher beobachten und die Dreistigkeit haben konnte, sie anzusprechen. Indessen eilte sie in einer verkehrten Richtung weiter, so daß der Herr, der neben ihr blieb, lächelnd ausrief: „Tas ist aber liebenswürdig von Ihnen, daß Sie hier noch Pin Weilchen in meinem Garten spazieren gehen!" Helga blieb sofort stehen, zog die Augenbrauen eben so hoch wie vorhin ihr Bruder und sagte mit großer Würde: „Mein Herr, Sie sind überaus zudringlich!" „Ja," erwiderte er. „Tas muß ich zugeben. Wer was bleibt Mir denn anderes übrig, wenn ich endlich einmal das Glück habe, Sie sprechen zu können? Seit Wochen renne ich Ihnen nach wie ein Schatten —- das werden Sie wohl unliebsam genug bemerkt haben . . ." „Nicht nur das," Unterbrach sie ihn indigniert, „sonderst Sie haben mich auch bereits dreimal photographiert!" „Geknipst!" korrigierte er. „Bloß geknipst mit einem kleinen Momentapparat. Leider werden das ja doch keine richtigen Porträts. Uebrigens war es viermal." „Aber wie kommen Sie denn dazu? Begreifen Sie denn! sticht, das; Ihr Benehmen ftirchtbar un — unpassend ist?" „Ja," gab er zu, „es. paßte mir ja Mch ganz und gar nicht! Ich hätte mich Ihnen so gern persönlich genähert. Aber Sie etwas Unnahbares, - schließlich spricht man doch junge Damen wie Sie nicht an." J - -So! Und was haben Sie vorhin getan? Nicht nur ast- gesprochen haben Sie mich, sondern Sie begleiten mich noch immerfort! Ich kenne Sie nicht ..." „Mein Name ist Ward," sagte er gemütlich; „das will nicht viel sagen, aber nun können Sie wenigstens nicht mehr behaupten, Je!inen- — Auch will ich Sie sogleich von meiner GeMMast hefteten, nur mützen wir dann umkehren. Hier rechts entlang geht es zu den Bienenstöcken. Spinnen gibt es dort au ch. „Ha, der elende Lauscher!" dachte Helga, während sie umkehrte itnb weniger hastig als bisher weiterging. „Er hat es vorhin gehört, daß ich mich vor den Viechern fürchte! — Merk- wUrdig, wie elegant er aussieht. Für einen Photographen riesig schm; eigentlich nicht wie ein Handeltreibender." 3hr rascher Blick hatte einzelne Kleinigkeiten an seiner Kleidung bemerkt, die ihr besonders ausfielen; natürlich zunächst das Schuh- werk, das „fabelhaft" war; aber in der Hinsicht (ernten die Berliner ja sehr schnell, das allein war kein Beweis für das gewisse „Höhere", das ste an ihm wahrnahm. Er trug an der kurzen Uhrkette, die aus Platiua war, einen winzigen Anhänger, einen echten Skara- häus. O, er war sicher echt, Helga verstand sich darauf, denn sie fnwterte direkt solche Bagatellen. Ein unechter wäre viel grüner und glänzender gewesen, dieser aber sah aus wie ein wirklicher, graugrüner Käfer. Sie sprach kein Wort mehr bis zum Ausgange, den sie Endlich erreichten. Desto eifriger sprach er. Und er erklärte ihr gauÄ kurz und deutlich feine Liebe. „Warum sind Sie so schön!" schloß er entschuldigend; „ich kann nichts dafür, daß ich um Sie ein wenig den Verstand verloren habe! Ihr Vater war verreist, — ich weiß es natürlich, denn ich habe so viel wie möglich spioniert —• aber er kommt jst morgen zurück, und ich werde es schon fertig bringen, in seist Haus eingeladen zu werden, das versichere ich Ihnen." Helga war so verwirrt, daß sie kurz vor der hölzernen AstK? gangstür stolperte, so daß er sie rasch vor dem Fallen bewahrest mußte. Ein kurzes Durcheinander von Armen, Gürtelschnalle, zer- rissenen Spitzen und einer Uhrkette entstand. Dann war Helga draußen. Herr Ward stand drinnen, und zwar mit tief abgezogenem Hut, und blickte der schlanken Gestalt nach, die nun im nächsten Hause wieder verschwand. Helga aber hielt fest in ihrer kleinen Hand ein kleines, graugrünes Ding — den Skarabäus. Er hatte sich an ihrem Gürtel verfangen und' losgerissen, und sie hatte es sofort bemerkt, ihn aber sorgfältig in der Hand geborgen. Jetzt saß sie in ihrem Zimmer, betrachtete das kleine Ding Und lächelte sonderbar. Ein ungewöhnlich anziehender Manu, dieser Photograph! — Ob er das wirklich von Beruf war? Nein, Helga glaubte es! nicht. Er hatte so etwas Sicheres, Ruhiges, Festes. Natürlich hatte Jte es längst auf der Straße bemerkt, daß er ein ernstes Interesse für sie hatte. Sie war nur nie sehr entgegenkommend gegen Fremde, und es fiel ihr ja natürlich gar nicht ein, jetzt etwa noch Gedanken an — diesen Menschen zu verschwenden. — — Das Mädchen rief sie zu Tisch, und sie glättete sich schnell das Haar und schlenderte hinunter, wo Richard Bereits an dem Tisch saß und gähnte, wie dies nur Brüder vermögen, wenn sie allein mit ihren Schwestern sind. Sie .nennen das häusliche Unbefangenheit. „Morgen kommen endlich die Eltern zurück" — das war das Gesprächsthema während des Essens. Richard schien merkwürdig albern gestimmt zu sein, denn er platzte ein paarmal mit einem lauten Gelächter heraus und erklärte bann, er habe solchen famosen Witz gelesen, der sei aber nichts für kleine Mädchen. Am nächsten Tage kamen Herr und Frau Sultan ei er zurück; Und er erzählte in bester Laune, er habe in der Eisenbahn, eine Stunde von Berlin, die Bekanntschaft eines riesig netten Kerls gemacht, Ward mit Namen, der morgen ganz zwanglos zum Abendbrot kommen werde. „Ward?" stotterte Helga. „Ist das ein deutscher Name?" „Ja, ich denke. War vielleicht mal englisch. Ist seit hundert Jahren deutsch. Papierfabriken. Liebhaberphotograph, wie ich. Wird mir neue Platten zeigen. — Mama findet ihn sogar hübsch — na, ich nicht." . , Helga nagte an ihrer Unterlippe, und Richard lachte toteberutn An diesem Nachmittag aber passierte Helga etwas Gräßliches — sie konnte den Skarabäus nicht wiederfinden, bat sie „ganz sicher" am Vormittag auf der Veranda in der Hand gehabt hatte. Sie hatte ihn seit gestern recht häufig in der Hand gehabt. Aber wie war das nur möglich, daß er jetzt fort war! Es war doch nicht ihr Eigentum, und was wollte sie bloß tun, wenn ter Herr, dem er gehörte, ihn zurücksorderte! Es war gar ntcht ausgeschlossen, daß er gesehen hatte, wie er an ihrem Gürtel hängen blieb, als sie stolperte 7— 676 Sie suchte. ■ Herrgott tote sie suchte! Noch dazu ganz Mein, Kenn kein Mensch sollte es wissen, daß sie fremdes Eigentum so unachtsam verbracht hatte! — Aber er war nicht zu finden, dieser entsetzliche Käfer; weder auf dem Ofen, noch unter dem Klavier, noch hinter den Oelbildern im Salon war er, denn an allen dieser: und noch viel unmöglicheren Stellen suchte sie. Endlich ging sie trostlos zu Bett. Am nächsten Abend war Herr Karl Ward tatsächlich Gast Seim Abendbrot. Und er tat ganz fremd, ließ nichts davon! merken, daß und wie er bereits ihre persönliche Bekanntschaft gemacht hatte. Tas war eigentlich sehr nett von ihm. Aber als er fortging, und nur einige Sekunden die Mama den Rücken gedreht hatte, da flüsterte er ihr doch zu: „Ich danke Ihnen tausendmal, daß Sie meinen kleinen Skarabäus behalten haben! Der war ein Talisman — ich nehme es als Glückszeichen!" Und seine Augen strahlten dabei, und Helga hätte in die Mrde sinken können. Die nächsten Tage Verbrachte sie weiter mit ihrem fruchtlosen Suchen; es war genug, um halb krank darüber zu werden. „Ich muß ihn finden!" murmelte sie melodramatisch vor sich hin. „Ich muß, ich muß! Er ist hier im Hause, das kann! ich beschwören! Wie soll ich denn das aushMen, daß dieser — dieser Mensch denkt, ich behielte seinen Skarabäus! Das muß er doch als Zeichen von Zuneigung deuten! Und überhaupt — wenn es ein Talisman war, so muß ich ihn doch erst recht wieder herbeischaffen!" Endlich brach sie in hilflose Tränen, aus; Nutz so sand sie Richard auf der Veranda. „Ist dir ganz recht!" rief er ihr zu. „Warum bist du so hinterhältig! Hättest du dich mir anvertraut, so Hätte ich dir lange geholfen." Helga sprang tiuf. ' „Junge, du hast ihn Versteckt! Gib ihn sofort wieder her!" „Versteckt? Denke gar nicht daran. Gefunden habe ich ihn, Und um ein Haar wäre er weg gewesen, denn du hast ihn ganz! leichtsinnig hier auf der Brüstung liegen lassen." „Und jetzt sieh her, was deine verhaßte Spinne getan hat! Ginge spönnen hat sie den Skarabäus! Sie hielt ihn wahrscheinlich für einen richtigen Käfer." Er zeigte auf ein dichtes Spinnennetz, in dem augenblicklich nicht die Spinne saß, sondern nur der vermißte Skarabäus, in der Unteren Ecke hing. Helga stieß einen Freudenschrei aus und griff mit heldenhaftem Akute in das Spinngewebe hinein. Es ist niemals festgestellt worden, oh nur das gefällige Schicksal oder toieberum Richard die Hand im Spiele hatte, doch trat gerade in diesem Augenblick der Besitzer des Skarabäus auf die Veranda, während Richard grinsend entschwand. Helga war so verdutzt, daß sie ihm nur den Anhänger hinhielt Und dazu sagte: „Da!" Er nahm aber nicht den Skarabäus, sondern ihre Hand Und hielt sie fest; sehr fest und sehr lange. — Als einige Tage später Herr Karl Ward wieder zum Abendbrot erschien, überreichte er Helga eine blitzende Brillantbrosche, eine Spinne darstellend. Helga soll ihren Abscheu vor Spinnen seitdem gänzlich überwunden haben. Doch behauptete sie in späteren Zeiten, das käme nicht von den Brillanten, sondern von der Dankbarkeit dafür, daß eine Spinne einst ihren Talisman vor dem Verlorengehen behütet habe. Richard lächelte verstohlen, ivenn er es hörte. Niemand als er allein wußte, welche unendliche Mühe es ihn gekostet hatte, den Skarabäus so lange der Spinne hinzuhalwn, bis sie darauf „reingefallen" war. Der Schwabenkönig im Lindauer Museum. Der »Bayerischen Landeszeitung" wird folgendes Geschichtchen erzählt: Vor Jahrei: war's, als eines Abends, schon lai:ge nach Schluß der üblichen Bureauzeit, ein gar artiger, seiner Herr aut der Polizeiwache der Stadt Lindau i. B. vorfprach und das Stadt- nuiseum zu besichtigen wünschte. „Das Museum ist nur bis 6 Uhr geöffnet," meinte der Schutzmann, „vielleicht könnte der Herr morgen noch einmal foinmcn!“ „Unmöglich l Reise heute noch ab," gab der fremde Herr zur Antwort. „Bedaure sehr, dann nicht bienen zu können." „Aberl" sagte der Herr hierauf gütig: „Für den König von Württemberg werden Sie doch eine Ausnahme machen und nochmals öffnen können." Den Schutzmann trafen diese Worte wie em Keulenschlag. _ Der Museumsdiener, der den Schlüffel zu beit Altertümern besaß und der auch etwas erklären konnte, mar längst irgendwo beim Dämmerschoppen und zweifellos unauffindbar. Und er, der Mann des Gesetzes, der sich bereits in eine zerschlissene Hose und Joppe für den Nachtdienst gesteckt hatte, sollte nun sich bem Honig zur Verfügung stellen, Führung übernehmen, Gegenstände erklären, tue er noch niemals der Blühe wert fand, anznsehen. Einfach unmöglich I Einen Bruchteil einer Sekunde jagten diese Gedanken durch des Schutzmanns Gehirn. Da tauchte in ihm wie ein Blitz aus heiterem Himmel ein Gedanke auf! Oben in Den Arbeitsräumen weilt ja noch einer, der Herr Rechtsrat, noch ohne Orden und Denkmiutzen; diesem durfte er nicht vorgreifen. Nun war d:e Rettung dal „Einen Moment, bitteI" Der fremde Herr entfernt sich und wartet mit einem zweiten Herrn auf dem Marktplatz vor dem Rathaus und dem anstoßenden Museumsbau. Der Schutzmann mit seinen vielpsündigen Polizeistiefeln verkündet mit einem Riesengepolier und einem Sturz über einige Treppenstufen dem übereifrigen Rechtsrat, daß sich von Polizei wegen etwas Ungeheures, Unfaßbares zugetragen haben müsse. Atemlos schießt er in den Rechlsratsranm. „Der König von Württemberg ist da und wists Museum ansehen; er wartet drunten!" verkündet der letzte Atemstoß. Des Rechtsrats Augen senkten sich verzweifelt auf seinen verwetzten Bureaurock. Und in dem Gehirn des Rechtskundigen wird bei dieser Nachricht der gleiche Gedankenwirbel geherrscht haben, wie m demjenigen des Schutzmanns. Unmöglich, in diesem Aufzug dem König entgegenzutreten! Sagen Sie rasch der Putzfrau, die doch auch einen Schlüssel zu dem Dluseum zu Zwecken der Reinigung hat, sie soll sofort aussperren! So lautete der Befehl des Rechtsrats. Der Polizist donnert mit seinen G'nagelten drei Treppen höher unter das Dachgeschoß, wo die gute Frau wohnt, die es nun an der Hand hat, einen König zu beglücken. Rasch übermittelt der Mann des Gesetzes den Befehl und eilt wieder in die Tiefe. Draußen, mitten auf dem Marktplatz, wartet bereits ungeduldig der König mit seinem Adjutanten. In der Polizeistube wütet währenddessen ein Polizist mit einer zerschlissenen Hose, mit der er sich bei Tag nicht auf die Straße traut, weil der Rechtsrat zur Führung des Königs und der Schlüssel zum Museum noch nicht zur Stelle ist. Ein Stockwerk höher wünscht inbrünstig der Rechtsrat, es möge aus seinem verwetzten Bureauspenser ein nagelneuer Frack werden, mit dem er dem König entgegentreten kann. Und unter dem Dachgeschoß des Rathauses flucht greulich eine Putzfrau, weil sie den Schlüssel zum Museum nicht findet. Ter König wird ungeduldig. Der Adjutant begibt sich noch einmal fragend zu dem einsamen Mann des Gesetzes auf die Polizeistube. Dieser weiß ihm nichts Gutes zu melden. Ter Adjutant berichtet hierüber Seiner Majestät. Noch einmal wirft der König einen langen Blick hinauf zum Museum, das einem König verschlossen bleiben sollte, dann auf das Rathaus, das wie ausgestorben schien, um sich dann zu entfernen, just in dem Moinent, als der Schlüssel zur Stelle war. Es war zu spät! Der bewußte König liebt es nämlich, wenn er in seiner Sommerresidenz am Bodensee weilt, mit seinem flinken Motorboot verschiedene Seestädtchen anzulaufen, an Land zu gehen und so recht wie ein gewöhnlicher Sterblicher möglichst unerkannt eine gute Weinschenke aufzusuchen oder sonst Interessantes zu besehen. Die Diuseumstore des Bodenseestädtchens hakten sich ihm auf diese Weise allerdings nicht aufgetan. Acht Tage nach diesem Vorfall wanderte ein ellenlanger, hochnotpeinlicher Entschuldigungsbericht an das zuständige Hofmarschallamt der betreffenden Residenz. Ob darin der suchenden, fluchenden Putzfrau oder dem verwetzten Bureanspenser des Rechtsrats oder der zerschliffenen Nachtdiensthose des Polizisten die Schuld an dem Mißgeschick gegenüber Seiner Majestät beigemeffen wurde, entzieht ' sich der Kenntnis des Schreibers. Der Hofntarschall aber wird es wissen. humoristisches. * Verblümt. A.: „Singt die Dame denn gut?" — B.k -,,O ja, wie eine Nachtigall . . . die sich etwas erkältet hat!" * Der Verlobnngsort. „Du hast dich auf der Reise? verlobt — das ist ja überraschend, wo lvar denn das?" —- „Ich weiß wirklich nicht, wie der Tunnel heißt!" * Im Atelier. Gutsbesitzer (ein sehr schönes Stilleben betrachtend): „Das Bild möcht' ich schon kaufen —- aber mein' Leibspeis' müssen Sie mir noch dazu malen: eine Schüssel voll Knödel!" Rätsel. Ein Bauer streute unverdrossen In seinem Garten Körnlein aus; Ta ist just mitten drin ersproffen Ein „l". — Was wars, was ward daraus? Auflösung in nächster Nummer: Auflösung der Skat-Aufgabe in voriger Nummer: Abkürzungen: tr‘= Treff, p — Vigne, c — Coeur, car = Garreau, trB — Treff-Bube, pA — Pique-Aß, cD Coeur-Dame u. s. f. Mittelhand erhielt: trA, trb, tr7, pA, pZ, pK, p9, cZ, cK, c9, im Seat liegen c8 und ear7; Hinterhand hat den Rest. Verlauf des Spieles: 1. V. pB M. trA H. trB — — 15 Augen 2. H. carA 53. ear9 M. pA = — 22 „ 3. H. earK 53. earZ M. tr7 = — 14 „ Die weiteren Stiche bekommt der Spieler bis auf cD, wobei die Gegner aber 24 Augen erhalten. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäls-Bnch- und Steindruckerei, R. Lang«, Gießen.