Donnerstag de» 27.3«B M - Nr. M I KM- Das nette Mädel. Roman von Fedor von Zobeltitz, (Nachdruck verboten,) (Fortsetzung.) Zwei nette Mädchen in gleichgeschnittenen Weißen Jäckenkostürnen nickten Trante zu. Das waren Ida und Anna Paukraz, die Zwillinge des Ratsbäckermeisters. Sie waren so schüchtern, daß sie sich immer dicht neben her Ausgangstür hielten, als wollten sie gleich wieder davonlaufen. Und dann kamen noch einige aus dem Gesangverein und aus dem Verein Blaue Schleife: der zausige -Krauskopf mit den drallen Wangen war ein Buchhalterstöchterchen, und die Kleine in Burgunderrot die Tochter des Besitzers vom Hotel Terminus, und die schmale feine Brünette mit dem Orangenteint war die Aelteste des ersten Kassierers der Reichsbank. O je, da war ja auch die Betty des Geheimen Kalkulators, die einmal mit dem Leutnant von Bartholdi verlobt gewesen war, und von der man erzählte — ja, was erzählte man nicht alles von der h und da die geschiedene Frau des Konsuls Neuburger, der nach Australien durchgegangen war: eine immer noch schöne Frau mit Veilchenaugen und einem feinen dunklen Flaum auf der Oberlippe. Es war schon richtig: was die Stadt an hübschen Frauen und Mädchen aufzuweisen hatte, das hatte die Lockpfeife Niels Kruses zusammengerufen. Nun kamen die jungen Herren und begrüßten Traute: alle miteinander; nur Eberstedt kam nicht. Er spielt den Beleidigten, sagte sich Traute. Die Herren waren von erlesener Liebenswürdigkeit und schleppten noch andere herbei: einen Legationssekretär von der preußischen Gesandtschaft, der prachtvolle weiße Zähne hatte und daher viel lächelte, den Sohn des russischen Ministerresidenten (mit einer Hasenscharte und Stülpnase), den neuernannten Konsul für Reuß ältere Linie (mit einem Monokel und dem Bande des Berdienstkreuzes zweiter Masse im Knopfloch); dazu ein paar Künstler aus Wörreshoop. Fred Dewa hatte sich das Schnurrbärtchen rasieren lassen. „Ich hätte Sie beinahe nicht wiedererkannt," sagte Traute zu ihm. „Das kommt von der verlorenen Männeszier, Gnädigste. Ich wollte behalten, was mir die Natur bestimmt hat und was sich unter der Hand meines Friseurs gedeihlich weiter entwickelte. Aber es störte Kruse. Unter uns: das wäre mir gleichgültig gewesen. Ich hätte nötigenfalls meinen interimistischen Modellberuf aufgegeben. Aber nun trat der Ehrgeiz hinzu. Ich wollte durchaus neben Ihnen auf dem Bilde Kruses paradieren. Da ließ ich den Schnurrbart fallen." „War es nötig? Warum soll der Wandersmann auf dem Bilde nicht einen Schnurrbart tragen?" Dewa stutzte. >,Jch bitte Sie: die Geschichte spielt doch in einer Zeit, die nie int Kalender stand. Und meine Glieder umhüllt ein härenes .Gewand. Dazu hätte allenfalls ein wallender Vollbart gepaßt, doch nicht meine verflossene, englische Bürste. Wenn ich mich so ausdrücken darf." „Sie dürfen. Trotzdem widerspreche ich Ihnen. Weshalb Zeitlosigkeit und härene Kutte? Einen Märchenwald gibt es auch heute noch, wenn der Mond scheint und die Irrlichter huschen. Ich hätte es mir origineller gedacht, Kruse hätte statt des Einsiedlers, oder was sein Wandersmann darstellen soll, einen modernen Menschen durch bett Wald streifen lassen — meinethalben Sie, Herrn Fred Dewa, im gris perle^aletot, in grauem Hut und aufgekremten Pantalons — so, wie Sie über die Promenade marschieren. Könnte Sie nicht die Lust anwandeln, einmal den Mond- scheinwald aufzusuchen?" „Ich hab es mir noch nicht überlegt. JKfrer da Sie das so sagen, überkommt mich beinahe die Sehnsucht danach. Ich werde mich morgen abend auf die Beine machen: genau in dem Anzüge, den Sie vorgeschrieben haben. Garantieren Sie mir, daß ich ein Irrlicht finde?" „Das kann ich leider nicht. Mer nehmen Sie doch eins mit." Dewa verstand sofort. Er schüttelte den Kopf und machte ein wehmütig müdes Gesicht. „Ach, gnädiges Fräulein," sagte er, „ich glaube, Sie täuschen sich in mir. Ich gehe seit langem den Irrlichtern aus dem Wege. Ich- irre auch selbst nicht mehr ab vom Grcrdeaus. Ich bin sozusagen zielbewußt geworden. Allerdings gäbe es . . ." Er brach mitten im Satz ab, rückte an den Ringen seines Keinen Fingers, schaute auf seine Stiefelspitzen und fuhr langsam fort: „Ja denken Sie — denken Sie, wie merkwürdig: ich kenne Sie doch nun schon seit — wie lange? — seit sicherlich zwei, drei Jahren, und ich bin erst — wahrhaftig — erst durch das Bild Kruses darauf aufmerksam geworden, wie schön Sie sind." Traute schaute überrascht auf. „Ah, lieber Herr Dewa h- das ist eine etwas plumpe Schmeichelei. Nehmen Sie mir meine Ehrlichkeit nicht übel." Nun trat Herr Dewa näher an Traute heran, weil er den Ton dämpfen wollte. Er stand jetzt mit Traute allein, während rings um die beiden die Unterhaltung plätscherte: ein Auf- und .Abschwellen von hundert Stimmen in Diskant, Sopran und Baß und fröhliches Lachen in allen Modulationen. Herr Dewa hatte Traute gewissermaßen von allen übrigen abgesperrt und nahm sie für sich in Beschlag. Sie stand an der Wand, und er vor rhr, und obwohl auch sie ihn schon seit einigen Jahren kannte, schien er ihr heute beinahe fremd — und das kam daher, weil er znm ersten Male Interesse in ihr erweckte. Er war ein hübscher Bursche: schlank und geschmeidig von Figur, mit feinem, blassem Gesicht, denk schwere Augenlider, mit langen Wimpern einen leM 462 — melancholischen Ausdruck verliehen. Uebrigens verstand er das Spiel mit den Lidern wie ein kokettes Mädchen. „Ich will mich verteidigen," sagte er. „Sie haben ganz recht, wenn Sie meine Aeußerung eine plumpe Schmeichelei nennen. Sie mußte so verstanden werden. Mb er au sond war sie es keineswegs. Es rst ja dte glte Geschichte: wir gehen hundertmal aneinander vorüber und beachten uns kaum. Und dann bringt uns plötzlich ein Zufall näher; wir sehen durch die Alltagsmaske em ganz anderes Gesicht und fühlen eine sympathtsche Wärme an Stelle früherer Gleichgültigkeit. Wir find überrascht und erstaunt, daß wir uns eigentlich nun erst kennen lernen. Der Gesellschaftsmensch deckte die Persönlichkeit; jetzt empfinden wir Schätzung der Individualität, Auteil- nahiue und Würdigung. Ja, ich möchte sagen: wir kommen unwillkürlich zu einer neuen Theorie des Sehens, durch die uns der andere auch rein äußerlich in verändertem Lichte erscheint. Ist es nicht so?" „Gewiß. Das passiert uns oft. Aber es ist keine Erklärung für Ihr Kompliment. Denn in dem Bilde Kruses trat ich Ihnen doch nicht lebendig entgegen, sondern auch nur unter einer Maske, und zwar einer, hie durchaus kein Abbild meiner Innerlichkeit gibt." „Pardon," erwiderte Dewa, „gerade das machte mich aufmerksam. Ich verglich das Irrlicht mit dem Vorbild, das ich nun ja in Tageshelle vor mir habe. Kruse hat Ihre Züge benutzt, aber eine falsche Seele hineingetragen. Das, was er gemalt hat, ist ein persönliches BekenutinÄ Er sieht das Weib nur so. Und ich habe das Gefühl, daß es beleidigend für Sie ist, wenn er einem Geschöpf seiner unreinen Phantasie Aehnlichkeit mit Ihnen gibt." Traute lächelte. „O Herr Dewa, Sie übertreiben! Liegt dem Bilde denn ein verderbter Gedanke zugrunde? Es ist ein alter Sagenstoff und eine ziemlich. banale Weisheit, die er da preisgibt,. aber nichts — nein, wirklich nichts, an dem man Anstoß nehmen könnte." Nun wurde Dewa eifrig. „Gnädiges Fräulein, es handelt sich nicht um das Ganze, nicht um das Bild v— andern um Sie. Was Kruse zusammemnalt, ob alltäg- iches Schema, ob Neues aus innerstem Verlangen, das :ann uns gleichgültig! sein. NUr darf er Sie nicht profanieren! Ah ja, ich stehe auf diesem Standpunkt. Ich bin der Ansicht, daß sein Porträt eine Herabwürdigung Ihrer Person ist: ein Herunterziehen — ich möchte keinen schärferen Ausdruck gebrauchen. Und ich habe die Gewißheit, daß man meine Ansicht teilen — daß das Bild unliebsames Aufsehen erregen wird." Traute wurde ernst. Sie sah auch den Ernst auf dem jungen Gesicht Dewas: die kleinen Querfalten auf der Stirn, ein Einnisten grauen Schattens im Glanz seiner braunen Augen, ein Zucken um seinen Münd. Da fühlte sie, er 'meinte es ehrlich. „Lieber Gott," sagte sie tonlos, „ich habe mir ja gar nichts dabei gedacht, als ich zustimmte, Kruse sitzen zu wollen. Was soll ich denn nun machen?!" Der Ton klang Hilflos. Sofort veränderte sich der Gesichtsansdruck Dewas und wurde heller und liebreich. Ein eigentümlich zärtliches Lächeln goß eine laue Weichheit über seine Züge; jetzt verwischte sich auch die sinnende Linie der Reslektion um seinen Lippen, und der Mund wurde kindlich. Er hob ein wenig die Hände, als wolle er die vor ihm Stehende umfassen, ließ sie aber sofort wieder sinken und nahm eine korrekte Stellung ein. „Oh, gnädiges Fräulein," sagte er, „wenn ich Ihnen mit Rat und Tat helfen kann! Ich tue es ja gar zu gern. Am liebsten hätte ich Kruse selbst meine Ansicht gesagt. Ich war auch schon nahe daran — aber ich überlegte: ich hatte keinen Auftrag, ich hätte mißverstanden werden können. Wenn man sich für eine junge Dame in die Schanzen schlägt, denken die andern gleich allerlei. Und es ist doch nur das Natürliche. . . . Am besten wäre es. Sie suchten irgend einen Vorwand, der Ihnen ermöglichte, die Sitzungen aufzngeben. Das ist das Nächstliegende. Und dann müßte mau ihm verbieten, das Bild auszustellen. Das würde — ja, nötigenfalls würde ich das übernehmen." Ein Seitenblick flog rechts herüber. Er wurde unruhig. . . . „Everstedt kommt," sagte er leise. „Es ist nicht nötig, daß er erfährt, wovon wir gesprochen haben." . . . Und dann neigte Dewa den Kopf etwas vor und faßte Traute scharf ins Auge. ,Die schweren Lider fielen noch tiefer herab, so daß die Wimpern Ivie Schleier lagen. Seine (stimme wurde flüsternd . . . „Fräulein Traute, rasch noch ein Wort im Vertrauen. Obacht vor Everstedt! Er ist falsch wie Galgenholz." Nun verneigte er sich und trat zurück. Traute bewegte die Lippen wie zu einer stummen Antwort. Aber sie sprach nicht. Sie dachte nur: „Wie seltsam sind diese Männer! Einer warnt mich vor dem andern. Was haben sie nur und was wollen sie?" — Und da stand auch schon Everstedt vor ihr. Er gab ihr nicht die Hand; sein Blick fuhr, indes er sich kurz verbeugte, rasch und wie gedankenlos über sie hin, und dabei sprach er in nachlässigem Tone: „Habe die Ehre, gnäd'ges Fräulein. Wie geht's?" „Merci. Recht gut." „Ich habe lebhaft bedauert, daß ich Sie bei meinem Besuche nicht angetroffen habe. Ich wollte mich erkundigen, ob Ihnen der Spaziergang im Regen fo leidlich bekommen ist." „Vortrefflich, Herr Everstedt." Es lag etwas in seiner Stimme, was sie reizte: ein gemacht süßlicher Beillang, auch ein Bouobeuherab, eine fahrige Gleichgültigkeit. . „Sehr angenehm," sagte er. „War schon in Sorgen,- Sie hätten sich eine Erkältung zugezogen..." Ein flirriges Glitzern stand in seinem Äuge. Er zog den rechten Mundwinkel hoch: tote zu einem Lächeln; aber es sah mehr spöttisch aus . . . „Apropos, gnädiges Fräulein," fuhr er fort, „ich muß ein Eigentumsrecht verteidigen. Sie haben noch ein Halstuch von mir. Grau mit roten Streifen." „Dunkelblau mit violetten Punkten." „Es sei so. Darf ich mir das bei Gelegenheit persönlich abholen?" > ' 1 Traute errötete leicht. Verzeihung, daß ich ess Ihnen noch nicht zurückgesandt habe. Es liegt an meiner Nachlässigkeit. Aber es soll morgen geschehen." „Ich würde vorziehen, es mir holen zu dürfen." ,sAuch die Post ist eine sichere Beförderung.^ „Sie möchten also ein Zusammentreffen mit mir nach' Möglichkeit vermeiden?" „Ja," sagte Traute ruhig. Aber sie umging dabei seinen Blick. Sie fühlte eine Spannung im Kerzen uild im Münde einen bitteren Geschmack. „Warum eigentlich?" antwortete er leichthin'. „Gestraft haben Sie mich ja schon. Sie sind ein grausames! Mädchen, Traute. Aber ich ntuß es mir gefallen lassen, von Ihnen schlecht behandelt zu werden. Gut, daß ich wenigstens das Halstuch bekomme. Ich trage sonst nicht derlei .— oder höchstens in der Tasche. Dieses Violettpunktierte aber will ich allnächtlich um meinen Hals schlingen; vielleicht träume ich dann von Ihnen. Ich will es als Fetisch behandeln — deshalb bat ich es mir auch wieder aus. Sie haben es um den Kopf gebunden; es muß noch den Duft Ihres Haares tragen und einen Gruß Ihrer Wangen. Es soll mich gegen Versuchungen feien." (Fortsetzung folgt.) Dar Märchenland ßaraka. Won Leo Frobe-rius, (Schluß.) Ich habe dieses Land nur zweimal in der Regenzeit durchs quert. Es ist die Zielt, in der die Erde bereit ist, den Samen zu empfangen, den der Mensch ansstreut, um großen Reichtum! für sich zu zeitigen. Die Soroko sagen: „Was der Fluß gibt, die Fische, das ist nicht Reichtum, das zerfließt wie das Wasser, ans beut sie kommen, oder verweht wie der Wind, der über das Wasser weht. Was die Erde gibt, ist fest und dauert so lauge, wie die ArbÄÄ die der Mensch der Erde zuteil werden läßt." Es ist toahr, diä Reisernte bringt den Menschen den Segen. Wenn die Regenzech beginnt und täglich oder allabendlich der Himmel seine Äch Witter herunterprasseln läßt, damr weiß er wohl, daß er W über dem Garten Farakas für die Wohlfahrt einer uralten Mensah heit schafft, und so habe ich es nie ausfallend gefunbcTt, daß er zu seinem Werke jedesmal eines feiner herrlichsten Feicrt'leider anlegt. , Nie sah ich solche Himmelspracht, wie über dem Lande Farata/ wenn die untergehende Sonne durch die Wand der herandrängeiwen Abendgewitter aufglühte. Jeder Tag strahlte, flammte und wemt« Tränen des Segens Wer Faxaka, Kein Tag glich dem — 463 Der Himmel aber bewahre mich vor der Sünde, daß,'ch cs etwa unternähme, mit mühseligem Stanimelu eine schilocruug dieser Monumentalgemälde zu wagen. lind die Natur setzte die Menschheit unter die',e herrliche Schönheit, niisdaß sic unter den, feierlichen Baldachin des v'-mmels- segcns mitten in jenem Garten throne, den sic, die Mutter Natur, mit so viel Liebe und Sorgsalt als ihr Eden in Afrika errichtet! hatte, lind die Menschheit konnte nicht anders: Sie mutzte aucy eine andere werben, als die anderen Afrikaner. Ich meine nicht „Äußerlich betrachtet". Ich meine im Innern. Mich können die äußeren Menschen nur wenig kümmern, denn sie zu schauen, ist nicht mein Beruf. Aber ich habe in das Innere dreier rxaraka- Menschen gesehen, und da habe ich das Größte gesunden, was bisher von ben (außerägyptischen) Afrikanern bekannt gewor- K Die Leute, die mit Ost- und am Westraube Farakas wohnen, haben mir ihre Lieder vorgesiingen. lliib wenn ich bie Augen schließe unb mir nur das vergegenwärtige, was die Aienichcu mir berichteten, diese Neger, diese ganz gewöhnlichen Schwarzen, so tauchen vor mir die herrlichsten Gestalten mittelalterlicher Skalden- und Troubadourdichtuugen auf. In den Blättern, die die Texte ausgenommen haben, rauscht es mir wie AiiUNesang iind Liebeswerben, wie Speerstich und Schildspalten. Da heißt es : um Liebe, da heißt es: um Mannesruhm, — da gibt es etn Wort das ich sonst in keinem Volke des schwatzen Afrika sonst kenne, das Wort „Gara" oder „Gana", und das heißt „Held . Unb wahrhaftige, große, mächtige Helden sind es, die hier handeln, Menschen der Tat, Menschen, die danach geizen, Ni dm .Gesängen au der Königstafel gefeiert zu werden. Ern Parsival, ein Siegfried, ein Mueius Seaevola, ein Achill taucht aus dem Nebel der Vergangenheit auf. Heil den schwarzen Sangern, dre das in Vers unb Sang bewahrten, Heil den Helden, die solche Werke vollbrachten, Heil dem Volke, ben schwarzen Muttern, die solche Söhne hervorbrachten. Dann das Volk an den Wasserläufen im eigentlichen Faraka, das heute nur seine Fische fängt und seinen Reis baut, das hat auch seine große Vergangenheit. Das spracht Yon den Stamme Vätern des Volkes als von mächtigen Recken gewaltigen Körper- bans, von „schönen Menschen", und von Taten, dre die Alt- yorderen vollbrachten. Aber das Wort von der Manncstugend fehlt Ein anderer Geist lebt in diesen Versen ititb Legenden^ etn Geist, der uns fremd ist. Zuweilen meinen wir wohl einen ältbiblischen Erzvater auftauchen zu sehen, aber darum mrum gruppiert sich eine andere Welt von Gestatten, durch das GaUzH sveht ein Zug aus einer fremden Welt. Wert fort müssen wir wandern, um das Wesen im Dichterworte eines Volkes zu finden, das diesen. Talmenschen des Landes Faraka gleicht. Aber wir ttndeii es. Ich habe es in ben ostasiatischen, rnneraslattschen Welten wiedergefunden, in den Gestalten unb ^rlebmffeit der Bogda Chan, int Sange der Schamaiienprle,ter. Magische Kräfte, Zauberformeln, wilder, phantasttsch-letdenschaftlicher Geist erzählt hier von Umwandlungen und von Taten, die $int mongolischen Schlitzaugen in die Welt zn schauen scheinen. Der Magier unb der Held, sie wohnen nebeneinander im Lande Faraka, und sie sind uns als Neger auch nur verständlich in diesem' Lande, das so ganz anders als alle anderen Lander des schwarzen Afrikas ist. Sie geben Rätsel auf. Vielleicht lösen wir sie heute, vielleicht morgen. - Mit dem Nätiellosen ist ,8, IQ eine Sache. Denn es gibt einige KNoten in der Weltgeschichte, die konnte niemand entknüpfen. Und mit dem einfachen Schwertstreich ist es Heuer vorbei. Das gilt nicht mehr, Hier harrt die Arbeit. Aber ne drangt so lehr iiicht, denn das Land Faraka ist ein Land, das nicht dahintraumt wie ander« Negerländer, sondern ist ein Land mit festem.Lebenswillen und bewußtem Leben. Das ist kein Land, das ganz vergißt Das Land Faraka ist ein Wissen für sich. Noch, ist es nicht enthüllt, noch ist ihm seiire Weisheit nicht entrissen, aber eines Tages wird sie offenbart werden. Denn Faraka trägt in seiner blühenden Naturschönheit auch eine Perlenkette wunderiamer Momente von aller^ind Art. , - , , Wenn das Auge sich stunden- und tagelang an den überall durch das Grün schimmerndeit gelb-weißen Sand gewohnt hat, den die Hochwasserzeit in großeii Mengen über das Land ausstreut, so schrickt cs zuweilen betroffen auf bemi Anblick eines! bedeutenden, an die 15—20 Meter hohen, an 50—300 Meter: langen toten Hügels, der kahl unb1 farbig aus dem Gruft und Weißgelb der Landschaft aufragt. Sie sind nicht so sehr selten, diese roten Berge, diese Berge der Toten, diese seltsamen Monu- mente aus historischer Vergangenheit. Eiitdeckt wurden sie im Mittelalter von deut ersten Araber, der dies Land bereiste und beschrieb (El Bekri). Wir aber fragen uns: Welch Giganteuvolk türmte dreie Erd- massen auf? Welche Menschen liegen da unten wohl ^eingc- Kvon sorgender Volksarbeik? Sind es Männer vom Schlage gier? Sind es Männer vorn Schlage der Heldcnsänger? Mann kann sich beinfett, welch' schöne, aber schwierige Arbeit unser Uer noch harrt. Denn bie Monumente bestehen nicht nur Wer dem weiß-gelblichen Sande, diese Monumente sind nicht nur rötliche, festgebrannte Erbmassen, die als tote MauerU über einem toten Körper liegen. Nein, sie sind Pom Volksleben beseelt. Das Volk weiß von ihnen allerhand zu erzählest. Gä wie uralte Bäume, Berge, besonders geformte FelsMcke, Wasseo» alle usw., jede naturgeborene geographische Tatsache zu einem' Ruhepunkt, einem' Aktenschrein der Volkseriuneruug und deS gc- chichtlichen Bewußtseins werden können, so ist es noch vielmehr! Kr Fall bei diesen vom Volke selbst geschaffenen Momimentest< Das sind solche Steine, welche reden. Aber noch ganz andere Monumente aus Menschenhand 'chmücken das schöne Land Faraka. Es gibt mächtige Steine. Aulen, die find' mit Skulpturen versehen. Und in den Felsrändern sollten allerhand Inschriften eitigemeißelt sein, die viel-- leicht eigenartige Dinge zu erzählen wissen. Geschichte des Postwesens im Großtzerzogtum Hessen. Von M, Koehler und R. G o l d m a n n. Trotz Einführung des Generaltarifs blieben aber zunächst noch Mancherlei Ungleichheiten zugunsten der Tamsschen Verwaltung bestehen. Diese führten namentlich in Offenbach zu! zahlreichen Beschwerden. Die Generaldirektion der Großh. Posten in Frankfurt hatte nämlich bei der im,.Jahre 1818 erßolgtW Einrichtung einer Postexpedition in Offenbach keine be|onberb Briefportotaxe, nach der die Briese von und nach Offenbach ganz, frankiert werden konnten, erlassen. Wollte jemaiib von Offenbach weiter als bis Frankfurt das Porto eines Briefes vorausbezahlen, so wurde das Porto bis Frankfurt beionders Und außerdem von Frankfurt bis zum Bestimmungsort berechnet- Infolge der vielfachen Beschwerden würbe zwar auf Anregung der Großh. Ober-Postinspektion von der Generaldirektion bet Großh. Hess. Posten (Taxis) in Frankfurt (Main) eine besondere Lokal-Briestaxe ausgestellt; in dieser aber waren die Gebührest des Generaltarifs nur für Briefe nach den diesseits des Rheins gelegenen Orten, dagegen für Briefe nach den fen|eits des Rheins gelegenen Orten um 2 Kreuzer höhere Taxen, als der Generaltarif vorschrieb, augesetzt. Als Grund der Taxerhohung für bie! über den Rhein gehende Korrespondenz sührte die Generaldirer- tion an, „daß die täglich zweimalige Postverbmdung »wischW Offenbach und Frankfurt nicht minder als die Anlage eiiW Postexpedition zu Offenbach selbst mit bedeutendem Kostenaufwand verbunden sei, daher eine billige Rücksicht verdiene und die Taxnormen des Generaltarifs deswegen nicht überall tn Anwendung kommen möchten. Diese Ausnahme könne in Beziehung auf bie Briefe nach dem linken Rheinufer um so mehr sdattfinbem als demungeachtet gegen bie bisherige französische Taxe eine nicht untiebeutenbe Verminderung eintrete",. _ Diese Angaben bet Generalbirektion waren übrigens nicht zutreffend, Di? Beförderung der Briefpakete zwischen Offenbach und Frankfurt erfolgte nicht durch reitende Posten oder Botenposteu, wnderst durch die Diligence, unb verursachte deshalb feine besonderen Kosten« Ferner war bereits durch § 2 des Postlelmsvertrags von 1848 bestimmt worden, „daß mit Aufhebung der in Rheinhessen noch üblich gebliebenen eigenen Portotaxe die Großherzogl. promulgirtä ■allgemeine Taxe sowohl in dieser Provinz wie in ben nbrigest Großherzogl. Landen in Anwendung zu bringen fei . Erst nach längerem Sträuben mußte die Geueraldirektionl schließlich von der Gebühr en erhvlmug für die Offenbacher Briefe nach Rheinhessen absehen und die Ungleichheiten in der Osfest- hacher Ortsbrieftaxe abstellen. 11, Postanstalten unb Personal in der Zeit von 1818 bis 1850, ' Nach dem zweiten Postlehnsvertrage sollten die GroßH Poststellen die Benennung Großh. Hessisches Postamt oder Großh. Hess., Postexpedition führen. Dementsprechend erhielten die Post-An- stalteii in Mainz, Gießen unb Worms bte Bezeichnung „Postamt"/ alle übrigen ben Namen „Postexpedition . Das Postamt in Darmstadt behielt die Benennung „Ober-Postamt". Im Jahre 1844 wurden durch Allerhöchste Verordnung auch bie »(Lokal-) Poststellen" in Offenbach und Bingen m die Klasse der Postämter eingereiht; gleichzeitig wurde bestimmt, daß bie Poststellen- denen nur bie Unterhaltung eines Poststalls oblag, Wie letther- als „Posthaltereien" und diejenigen, bei denen Expcditivnsdienfl Und Poststall vereinigt waren, als „Postamt (ober „Postexpebition ) unb Posthalterei" zu bezeichnen waren. . „ , Bei den hessischen Postdienststellen gab es folgende Beamtenklassen: 1. einen Oberpostmeister; 2. Postmeister als Vorsteher der Postämter; 3. Postexpeditoren als Vorsteher der Postexpebi- tionen; 4. Postsekretäre, Postskribenten, Postpraktikanten und Post- gehilfen als Nachgeordnete Beamte bei den Postanstalten; 5. Posthalter (bie Inhaber der Posthaltereien chl Darmstadt, Butzbach- Friedberg, Gietzen und Mainz führten seit 1844 den Titel »Post- stallmeister"): 6. Postunterbeamte (Briefträger, Bureaudiener- Kondutteure Postschaffner und Wagenmeister); 7 Postillione- • Der Titel „Postscribent" wurde im Jahre 1837 durch bis Bezeichnung „Postassistent" ersetzt, da deii Postbeamteil „auch M öffentlichen Leben eine solche Stellung gegeben werben sollte, welche ihrer dienstlichen Wirksamkeit entspricht". Bestimmte Vorschriften! über den Bildungsgrad der als Postpraktikanten eintretenden lungeu Leute bestanden nicht, waren wenigstens nicht vcrofscntttcht. Her größte Teil der Beamten trat jedoch nach Bestehen einer Reifeprüfung von Gymnasien oder dem Polytechnikum in den Dienst- Bis zuM Jahre 1843 Mutz ihnen ohne weiteres die Beförderung kn tollen Poststellen innerhalb Hessens offen. Später müßten sie vor der Ernennung zum Postassistenten eine Dienstprüfung ablegen, die etwa in ihren Anforderungen der heutigen Postassistenten- Mrüfrmg entsprach. Eine weitere Prüfung wurde von ihnen nrcht verlangt; sie rückten vielmehr in die höheren Stellen ein, wenn die oberste Behörde sie hierfür geeignet erachtete. Die Postgehilfen wurden von den Expeditoren auf deren Kosten und Verantwortlichkeit angenommen; sie waren Privatdiener der >,Ex- peditöre" und hatten der Poswerwaltung gegenüber keinerlei. Ansprüche oder Rechte; ihr Dienstverhältnis entsprach im allgemeinen dem der heutigen Schreibgehilfen. Die Besoldung der Beamten War bis zum Jahre 1835 recht gering; so erhielten z. B. die Postskribenten — fast ausschließlich Leute mit Gymnasialbildung —• ein Gehalt von 400 fl. Erst unzählige Bitten der Beamten, denen bisher auf wiederholte Gesuche höchstens ein „Sustentattonsbeitrag" oder eine „Gratification" gewährt worden war, ferner die nachdrücklichen Vorstellungen des Ober-Postmeisters und das Eingreifen der Ober-Postinspektion bewogen den Erb-Land-Postmeifter im Jahre 1837, den seit Jahren den Postbeamten versprochenen Personal- und Besoldungsetat vor- zulLgen, der im Oktober 1837 vom Großherzog genehmigt wurde. Er setzte für die Beamten des Ober-Postamts und der Postämter Gießen, Worms und Mainz feste Gehälter aus, wogegen alle bisherigen Nebeneinnahm'en, Personalzulagen, Entschädigungen für Wohnung und Mietverträge usw. wegfielen. Rur die Eimmhmen tous beit „Proburagebühren" (d. h. den Gebühren für die von den Beamten unter eigener Verantwortlichkeit angenommenen Nachnahmesendungen) sowie die Stundungsgebühren blieben den Beamten erhalten, wurden aber für die Folge gleichmäßig nach der jedesmaligen Zahl der Beamten verteilt. Für den Ober-Post- meister, Hofrat Nebel, als Vorstand des Ober-Postamts, waren durch den Etat 2000 fl., für den Postmeister Freiherrn von Jungenfeld tit Mainz 1800 fl., für den Postmeister Bauer in Gießen .1550 fl. und für den Postmeister Reuning in Worms 1350 fl. lausgesetzt. Die Besoldung der Nachgeordneten Beamten bei den bezeichneten Postämtern umfaßte 8 Klassen von 500 bis 1200 fl. Die bei den Postexpeditionen angestellten Beamten erhielten Nach wie vor als Besoldung Portoteile, nur wenige bezogen ein festes Gehalt. Obwohl der Erb-Land-Postmeister besonders betonte, daß die Durchführung des Besoldungsetats vom Jahre 1837 ihm namhafte Opfer auferlegte, erzielte er in Wirklichkeit durch die Einziehung der „Accidenzien" einen Gewinn von einigen Tausend Gulden. Auch bot die Bestimmung, daß für das Borrücken der einzelnen Beamten nicht das Dienstalter allein, sondern auch ber Nachweis der erforderlichen Gesundheit, einer „vorzüglichen Qualifikation, vollkommener Führung in und außer dem Dienst, treuer Anhänglichkeit an konservative Prinzipien" usw. maßgebend war, der Taxisschen Verwaltung eine Handhabe, die Beamten möglichst lauge in den gering besoldeten Anfangsklassen zu belassen. (Fortsetzung folgt.) DermifcMes. r"' — Aus zurückgewiesenen Stücken. Deut Dramck- ffürgen des H a l l e s ch e n Stadttheaters wurde vor kurzer Zeit totn patriotisches Festspiel zur Prüfung eingereicht, für dessen Schluß ber Dichter als Apotheose ein Gruppenbild vorschreibt- in dem Kaiser Wilhelm, umgeben von seinen Paladinen, zu sehen sein soll. Dann heißt -es weiter: „Die Sonne geht auf und ergießt ihr Licht in schwarz-weiß-roten Strahlen Aber die Bühne und den ganzen Zuschauerraum." Weiße Strahlen sind ganz etwas Natürliches; rote Strahlen anzufertigen ist auch nur ein Kinderspiel, wie aber, um den Patriotismus vollständig zu smachen, die schwarzen Strahlen gemacht werden, das ist das proße Geheimnis. Wie seltsam sich die Bretterwelt überhaupt in den Köpfen mlancher Autoren malt, ist aus einem Drama k>Jn großer Zeit" zu ersehen, das derselbe vielgeprüfte Dramaturg auf seinen literarischen Gehalt hin zu untersuchen hatte. Da heißt es: 5. Bild. „Die Schlacht." Szene: In mittlerer Tiefe der Bühne eine hügelige Erhöhung, ine mit drei bis fünf französischen Geschützen besetzt ist, aus denen fortwährend gefeuert wird. Vor der Batterie sind Erdwälle aufgeworfen, hinter denen französische Infanterie liegt und in derselben Richtung feuert. Eine Granate schlägt in ein Geschütz ein, das eine! Iiad wird zertrümmert. Mehrere Mann der Geschützbedienung fallen ober werden verwundet. Ein schwer aufzusühreiides Stück. Uber vielleicht nimmt es, so meint das B. T., Ferdinand Bonn lau. Der macht alles, 11-■ ..... "" * Die ,,reine" Ironie. A. (reicher Weiirhändler und Weinstubenbesitzer): „Wie kommt es nur, daß alle Welt mich zum Taufpaten haben will?" — B. (Stammgast): „Das liegt in Ihrem geschäftlichen RenoMmeie!" * Nach d er Treibjagd. Baron: -,Wie viel Stück haben wir zur Sttecke gebracht?" — Förster: „Vierzig." — Baron: r,Ach, das ist nett! Sind sie auch alle ausgeweidet?" — Förster: r,Die zwei Hasen schon, die achtunddreißig Treiber noch nicht." Schachpartie aus dem Simultanspiel des amerikanischen Schachmeisters F. I. M a r s ch a ll. Gespielt am 21. Juli 1911 im Schachklub Gießen« Italienisch. Mit Erläuterungen von PH. Nicolaus, Gießen. F. I. Marshall PH. Nicolaus, Gießen, Weiß Schwarz 1. e2—e4 . . . « e7—e5 2. Sgl—f3 .... Sb8—c6 3. Lfl-c4. . . . Lf8—o5 4. o-o.....Sg8—f6 5. b2-b4....... Weiß bietet nachträglich EvanSgambit an. 5. . . . . Lc5-b6 6. a2—a4 . . . . Sf6xe4 Statt sich gegen die Drohung a4-a5 zu verteidigen, geht Schwarz zum Gegenangriff vor. 7. a4—a5 ?..... Bester war Lb2. 7. . . . . . Se4xf2 8. TflxSf2 . Lb6xTf24- S. KglxLf2 . 47-45 Durch diesen Vorstoß im Zentrum kommt Schwarz in Vorteil. Materiell sind die Kräfte ungefähr gleich: Turm und 2 Bauern gegen Läufer und Svringer. 10. Lc4—bo e5—e4 Die Zentrumsbauern zeigen schon ihre Stärke. 11. Lei—b2....... Zuspät. SieheBemerkg.Zug7. 8k3 darf wegen Vf6-f- nicht ziehen, denn auf 11. Sf3—e5 oder nach 44 folgt D16+, damit geht dann nicht nur Springer, sondern unter Umständen auch Tal verloren. Einsperrung der D durch Sbl—c3 ist wegen 45-44 nicht möglich. Mindestens ergibt sich folgendes: 11. 844, Dfß-f-, 12. Kel, Df6X844, 18. c3, D44—gl+, 14. Lfl, Öxh2 oder 13. Sc3, o—o und h2 oder b4 geht verloren. 11......e4xSf3 12. Tal—a3 . . . Lxg7 würde zu schnellem Verlust von Weiß führen. 12......D48—h4+ 13. Kf2-gl o—o 14. Lb5xSe6...... Der Springer drohte im Zentrtmt entscheidend eilt- zugreifen. 14.......b7xLe6 15. D41XI3 Dh4-el+ Schwarz erzwingt in Anbetracht seines materiellen Vorteils Damentausch. 16. Df3—fl DelxDfl-f- 17. KglxDfl Tf8-e8 Schwarz besetzt die offene e-ßinie und deckt Bauer c7 gegen Le5. F. I. Marshall PH. Nicolaus, Gießen. Weiß Schwarz 18. Ta3-g3....... Ein ganz ungefährlicher Angriff. 18........g7—g6 19. Lb2—44 ...... sonst würde durch die unbedingt notwendige Entwickelung des 8 nach c3 die Läuferdiagonale y er Sperrt. Gleichzeitig wird T auf a8 zur Deckung des a-Bauern festgehalten. 19...... . a7-a6 20. 42-4 Lc8—47 21. Sbl—03 Ta8—b8 Dadurch wird Weiß an 8 über a4 nach c5 verhindert. 22. L44-C5....... Macht erzwungen e5 für Schwarz zur Turmverdovpe- lung frei und verstellt dem Springer sein Feld. 22...... . Te8—e5 23. Sc3—41...... 43—44 würde den Läufer von dem Hauptkriegsschauplatz absperren. 23.......Tb8—e8 24. 841—e3 £7—15 droht Gabel 25. Tg3-f3 15—£4 26. T£3xf4....... Springer kann nicht abziehen, weil dann in 2 Zügen matt erfolgt. 26........Te5xSe3 27. Le5xTe3 Te8xLe3 28. Kfl-f2 Te3-e7 29. c2—c4....... Die einzige Chance für Weiß liegt in seiner besseren Bauern- stellung auf dem Damenflügel. Weiß versucht deshalb hier . durchzubrechen. OQ rpP7_m 30. Kf2—*e3* ' ' ’ Tf7xTf4 31. Ke3xTf4 L47—e6 32. Kf4—e5 Kg8-f7 Schöner war hier 45Xc4. 33. b4—b5 C6xb5 34. c4xb5 a6Xb5 Weiß hat jetzt seinen Plan, sich auf der a-ßinie einen Freibauern zu verschaffen (f. Zug 29) erreicht, aber der Bauer kommt nicht an sein Ziel. 35. a5—a6 Le6—c8 36. a6—a7 Lc8—b7 Ausgegeben. Logogriph. Mit „H" sind wir ein Kleidungsstück, Aus Leinwand gefertigt ober aus Tuch; Mit „R" dagegen werden wir Blumen, Die dich erfreuen durch Wohlgeruch. Auflösung in nächster Nummer» Auflösung des Ergänzungsräisels in voriger Nummert Wer ben Besten seiner Zeit genug getan, Der hat gelebt für alle Zeiten- Schiller. Redaktion: R. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gieße»