Ml — Nr. 82 auiüiil au,? WWW WkM'! tzrrzrlolde. Moman von Georg Freiherrn von Omptedch, (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Der Vater int Himmel erhörte nicht mein einfältig Webet. Der Arzt hätte wahr gesprochen, meines Weibes Kräfte gingen zu Ende. Sie litt nicht Schmerzeit. Es war teilt furchtbarer Kampf einer starken Natur gegen die Auslösung. Es war ein Schwächerwerden, ein weniger Wider- standleisten, ein Erlöschen. Und sie wußte es nicht. Sie sprach immer von Genesung. Sie freute sich über die steigende Wärme, die Fortschritte der Pflanzen, Iben vollen lustdurchwehten und sounendurchglühten Lenz. Pläne für den Sommer begann sie zu machen. Ich hatte ihr gesagt, daß ich frei Ware; denn ich hatte nun doch ein Jahr Urlaub genommen, ^ch hielt es für meine Pflicht, da ich pekuniär unabhängrg war, mich ihr zu widmen, ohne besorgen zu müssen, daß mich ein plötzlicher Befehl etwa zum Dienst zurückrtefe. Mein Dasein sollte fortan ihr allein gehören, solange noch Leben in ihr war. Sie blieb in dem Wahn, ich wäre dem eigenen, längst ausgesprochenen Wunsche nachgekommen. Heber eins war ich mir nicht klar, sollte ich schon setzt ihren Eltern schreiben, sie möchten eintreffcn? Ich fragte den Arzt. Der meinte, einen Zeitpunkt zu bestimmen, fei nicht möglich. Er ließ durchblicken, es könne eines Dages plötzlich zu Ende sein. So entschloß ich mich denn, zu schreiben. Aber als eben mein Brief in Berltn angekommen sein mußte, erhielt ich die Nachricht, meine Schwiegermutter sei am Typhus erkrankt. Unsere Briefe hatten sich gekreuzt. So war an ein Kommen der Eltern für den Augenblick nicht zu denken. Durch Telegramme verabredete ich mit Marias Pater, daß er verständigt werden sollte, sobald Gefahr im Verzüge wäre. Während ich nun meine Tage verbrachte an der Sette meines Weibes, dessen Leben langsam verflackerte, dachte ich an Herzeloide, ob ich ihr schreiben sollte. Ich tat es nicht. Sie konnte nicht helfen. Die Kranke brauchte Ruhe, sollte keinen Menschen um sich haben, als die Pflegerin und mich. Dazu beherrschte mich ein seltsames Gefühl der Eifersucht. Ich gönnte meine Maria keinem, keinem auf der Erde. Allein mit ihr wollte ich die Zeit verbringen, bte ein mildes Geschick uns noch würde gönnen. Ich genoß die Stuüden, die Tage. Ich geizte um jede Minute, in der ich Marias Hand halten durfte, während ich ihr vorlas oder still au ihrem Lager saß. Dann mußte ich ihr erzählen, wie es draußen wäre, denn sie fuhr nicht mehr aus, sie fühlte sich zu müde dazu, und der Arzt fürchtete die Frühjahrswinde. Maria wollte wissen, welche Menschen ich getroffen, und, .wenn es Bekannte gewesen, was Wir gesprochen Wtten. Dann sagte sch wohl; , . । — Sobald ich kräftiger bin, gehen wir nach Schloß Tirol! Das muß ich doch auch einmal sehen. Ich biß mich auf die Lippen und zwang mach zuzustimmen. . . Es kamen aber Tage, wo sie zu ahnen schten, tote es mit ihr stand. Sie hielt meine Hand und bat: — Nicht wahr, du telegraphierst Papa Und Mama? Ich möchte sie doch gerne noch sehen! Ntama wird wohl können! „ Was sollte ich antworten? Sie wußte, daß thve Mutter krank war, nur nicht, wie schwer. Mein Schwiegervatev hatte dringend gebeten, es feiner Tochter nicht zu sagen. So versprach ich Maria, daß sie ihre Mutter sehen wurde. Inzwischen verstrichen die Tage, und ich fühlte, des Lebens Sonne stieg abwärts. Die Sonne meines Lebens, des Lebens meines Weibes. Es wurde Abend. Die Kräfte nahmen zu ehends ab. Sie hatte nun schon seit länger denn einer Woche das Haus nicht mehr verlassen. Sie verlangte auch gar nicht danach. Sie wollte still in ihrem Zimmer bleiben oder auf der Veranda liegen. Das genügte ihr. Sie sagte nur immer mit einem haibeit Lächeln, während sie meins Hand suchte: — Fritz, ich bin so müd. Müde! Ja, sie war müde am Leben. Mcht, daß sie die Hoffnung hätte sinken lassen, denn immer machte sie noch Pläne für die Zukunft, wie diese Kranken es säst alle tun, die bis zum letzten Atemzuge meinen, es wird wieder Licht werden um she —das Versöhnende ihres langsamen Heimganges. Maria aber dachte sonst nicht an die Zukunft! Ihre Pläne bestanden nur darin, daß sie sich etwa ausmalte, wo wir den Sommer verbringen wollten, und in manchen Stunden sich zurücksehnte nach Haus, in ihr, in mein, in unser Haus, in die Umgebung ihrer Möbel und kleinen Habseligkeiten, in ihre Wirtschaft, in ihr Heim. Sonst aber gingen ihre Gedanken nicht zum Kommenden. Sie schweiften zurück zu den Tagen unserer ersten Seligkeit, zu den Wochen unseres jungen Glückes, zu den Monaten des Brautstandes und der beginnenden Ehe. Es war, als verweile sie dabei am liebsten. Mir ging es nicht anders: als müßte ich in mein Gedächtnis zurück- rufen, was meine Maria mir geschenkt hatte, erzählte uh ihr von den Tagen, da in mein einst so wild bewegtes Herz ihr Bild sich niedergeschlagen wie das einer Heiligen. Ich wurde nicht müde, aufzufrischen, wie wir uns zum erstell Mal gesehen, wie wir auf unserer Bank gesessen hatten am yjlcct Maria meinte dann, und ihre Züge wurden lebhafter, kräftiger klang die Stimme: — Ich möchte so gerne noch einmal aus unserer Bank sitzen. — Wir fahren hin! «—Wann?. , ... „ _. — Den Herbst vielleicht! gab tch zurück und zwang mich mit aller Macht, meine Fassung zu bewahren, Marrg . — 326 wollte wissen, ob die Bank noch stünde. Das beschäftigte sie sehr. Sie kam darauf in den nächsten Dagen noch mehrmals zurück, bis ich ihr versprach, bei dein Wirt des Hotels anzufragen. Sie ließ sich den Brief vorlesen und war gespannt auf die Antwort. Dann redeten wir wieder von den Tagen, da wir uns kennen gelernt hatten. .Nun war ich es, der nicht müde wurde, zu fragen und zu erzählen. Ein seltsamer Gedanke beherrschte mich. Ich fast hier neben meinem Weibe, dem Wesen, das mir am nächsten stand auf dieser Erde, ich hielt ihre Hand, ich fühlte ihren Mein, ich empfand ihre Ke-. danken, ich sah durch das Mittel ihrer großen, lieben Augen in ihre Seele tief, tief hinein, alles lesend, kennend, was iii ihr vorging, und ich wußte: nur eine kurze Spanne Zeit noch, und alles ist aus. Dann liegt sie ilicht mehr hier, danil hältst du ihre Hand iricht mehr, dann blickst du nicht mehr in ihre Augen und diirch sie in ihre Seele. Dann ist um dich alles tot und! leer. Dann bist du allein, und sie ist fort, fort, fort, auf ewig fort. Du kannst sie nicht mehr fragen, du weißt nicht mehr, was sie denkt, ob ihre Gedanken bei dir weilen, du ahnst nichts mehr von ihr. Mir schien es notwendig, solange ich noch ihre H«nd in der meinen fühlte, die kurzen Minuten auszunutzen, sie zu fragen, um tausend, um Millionen Dinge unseres Lebens. Und wenn ich sie erforscht hatte und in ihrer Seele, in ihren Zügen gelesen, war ich mir doch ängstlich bewußt, wie viel mir noch, fehlte, das ich nicht ahnte, wie viel Wesenszüge ich nicht ergründet, welch Liebes dieser Frau ich nicht aus gekost et hatte. Da meinte ich ihr näher sein zu müssen, denn ich geizte mit den Stunden. Ich ließ mir ein Zimmer neben ihrem Herrichten, und nachts blieb die Tür nur angelehnt zu dem Raum, in dem nun immer abwechselnd zwei Schtvestern bei ihr wachten. Ich ging nicht mehr aus, denn die stille Angst quälte mich, wenn ich heimkehrte, fände ich sie vielleicht ohne Atem. Nachts fuhr ich empor, schlich mich an ihre Tür und lauschte, ob sich etwas rege. So müde wurde ich dadurch, daß ich manches Mal, wenn ich an ihrem Lager faß, bemüht, die Augen offen zu halten, im Lehnstuhl einschlief und wir so nebeneinander ruhten. Doch bald schreckte ich auf, und mein erster Mick war nach ihrer Brust, ob der Atem auch noch ginge. Erst als sie dann erwachte, war ich. völlig beruhigt. Die Kranke war ein Engel, wie der Arzt von ihr gesagt hatte. Wir wußten oft nicht: litt sie Schmerzen? Verbarg 5ie sie uns? So quälend war manches Mal die 'Atemnot, lber nie hatte sie eine Klage. Immer nur war sie um Uns alle besorgt. Ob die Schwestern, auch gut zu essen bekämen, ob sie sich nicht übernähmen? Sie sollten länger schlafen und sich besser ausruhen. Mich aber schickte sie fort unter allerlei Vorwänden, damit ich mich erholen sollte. Immer wollte sie allein sein: 1— Mein Lieb, die Stille tut so gut Oder: r— Laß mich eilt wenig schlafen! Doch wenn ich an der Tür lauschte, schlief sie nicht!; und oft, wenn sie müde getan, lag sie mit fiebrigen, glänzenden Augen da. Dann kam ich zurück, sie neigte neckisch! wie in guten. Tagen den Kopf und lächelte leise: h- Du sollst dich nur ausruheu. Das Fieber stieg in dieser Zeit. Sie war inrmer heiß. Mer Arzt er kam jetzt täglich! zwei- auch dreimal r-i sagte zu mir: b— Ich wäre dafür, Ihre Schwiegereltern zu. sbenachi- richtigen. Mich traf es, und ich machte Ausflüchte; wie um zu sehen, ob es wirklich so ernst gemeint wäre: .— Meine Schwiegermutter wird nicht kommen können. H- Dann der Herr Geheimrat allein. t— Ist das . . . ist das eilig? Ja. Nun fügte ich mich der Wahrheit, aber mir war es wie ein Todesurteil. Ich telegraphierte, und die Antwort lies ein paar Stunden daraus ein. Sie liegt heute vor Mir, wie ich dann jedes Blatt bewahrt habe: „Bin morgen abend neun Uhr Meran. Mama begleitet mich. Maria soll keine Angst für sie haben. Arzt erklärt, daß es möglich sei, Gott schütze Maria. Papa." Der Arzt hatte geraten, die Ankunft der Eltern Maria Vorsichtig mitzuteilen, damit sic nicht aus hem plötzlichen Erscheinen sähe, wie es mit ihr stände. Ich bereitete sie also langsam vor, doch kaum hatte ich von den Eltern gesprochen, als sie ganz gefaßt sagte: — Es ist gut, daß ich sie noch einmal sehe. Ich warf ein: i— Du wirst sie noch oft sehen. . . . Maria ... Doch meine Worte waren unter ihrem KVpfschütteln und ihrem Blick zögernd und zögernder geworden, und ich! sah, wie sich ihre Augen plötzlich umflorten. Ich stürzte auf die Knie, ich warf meine Arme um ihren Nacken, und! sie, die auf das Gebot des Arztes sich trotz meiner Bitten immer geweigert hatte, mich auf den Mund zu küssen, küßte mich, küßte mich wie in den ersten Tagen unseres Glückes. Dann Zuckten noch lange leise ihre Achseln, während sie ihr Gesicht der Wand zugewendet hielt, damit ich ihre Bewegung nicht sehen sollte. Was ist bis zu ihrem Ende daS einzige Mal gewesen, daß diese starke, tapfere Frau eine Schwäche verraten hat. * Und das Ende kam, kam, Ivie alles Erdending einmal gehen muß. Je mehr der Leuz in den Sommer sich wandelte, je stärker die Sonne schien, je herrlicher die Tage wurden, desto mehr nahmen Marias Steifte ab. Es war, als sollte die Kranke dann scheiden, wenn die Natur sich zu ihrer ganzen Pracht entfaltet hatte. Die Tage waren laug, immer länger geworden. Das Licht Vom Himmel brannte mittags in der windstillen Luft unbarmherzig, fast zu heiß aus die dürsteude Erde nieder, und wären nicht überall durch die Weingärten und Anlagen glucksende, plätschernde Wasserläufe geflossen, so hätte alles vertrocknen und versengt werden müssen. An den Feigenbäumen saßen längst die Früchte, in den Lauben der Weingärten hingen in ihren dicken Dolden die Trauben herab, die Glyzinien an den Veranden zeigten nur noch wenige Blüten, nicht lila mehr, sondern gebleicht von Licht und Luft, fast weiß, matt aber, welk zum Abfallen, zum Sterben bereit. Die Kranke konnte mittags nicht mehr draußen liegen, es war zu heiß. Nur morgens und abends rollten wir das Bett hinaus oder hoben sie auf und trugen sie auf das Sofa, das in, Schutze der niedergelassenen Vorhänge draußen, stand. Sie hatte immer das Bedürfnis danach, denn sie verlangte nach freier Luft und fand, int Zimmer könne sie nicht atmen. Aber dann wieder strengte sie der Transport so an, daß sie manchmal bat, sie nicht zu be-, wegen. Wenn sie dann so bleich, so mager, so zart, so schwach in den Kissen lag, faßte ich mich wohl an die Stirn und begriff nicht, wie das die Frau sein konnte, die einst lebensfrisch, kräftig im Uebermut einhergcsprungeu, daß man förmlich sah, wie ihre schlanken Glieder federten, wie es für sie der Zurückhaltung bedurfte, nicht zn singen, zu laufen, zu springen vor allen Menschen. (Fortsetzung folgt.) Die internationale Hygiene-Ausstellung Dresden M. Von Dr. van Tro i). III. Die Tropenhygiene. Einer der leitenden Gedanken bei der Organisation der Ausstellung verlangte, dem Besucher, sei er Laie oder Fachmann, einen Ueberblick über die neuesten Arbeitsgebiete und neuesten Errungenschaften der hygienischen Wissenschaft zu geben. , In diesem Zusammenhänge durste die Tropen Hygiene nicht fehlen. Für Deutschland ist cs ein verhältnismäßig junges Bctätigungsseio, dagegen haben die älteren Kolonialvölicr schon früher reiche Erfahrungen über die Veränderung der Lebensbedingungen, zu der sich der Weiße in den heißen Klimaten verstehen muß, gesammelt.. Während aber diese Tropenhygiene mehr allgemeiner Art war und sich vornehmlich gegen die Schädigungen richtete, die aiw deut ungewohnten Klima oder etwa falscher Ernährung und Bekleidung zn entstehen pflegten, ist die systematische Bekämpfung der spezifischen Tropenkrankheiten überall jüngsten Datums. Sie ist erst möglich geworden durch die große Entwicklung, welche me Mikrobiologie — die Lehre von den kleinsten Lebewesen — den letzten zwei Jahrzehnten durchgemacht hat. An dieser aber ist die deutsche Wissenschaft in hervorragendem Maße — es 1" nur der Name Robert Kochs hier genannt — beteiligt. Ern Grund mehr, auf einer auf deutschem Boden stattfindenden Hygicne- ausstellnng der Tropenmedizin in einem weiten Rahmen zu gedenken. „ Der jungfräuliche Boden der heißen Zonen verlangt ganz — 327 Ändere hygienische Waffen, als man in kultivierten Ländern zu fuhren gewohnt ist. Der Kampf ums Dasein, der dort überall M seiner primitiven Form tobt, hat die Tiere zum Teil mit ausgezeichneten Schutzmitteln versehen, damit sie sich ihrer Widersacher erwehren nnd den schwächeren zu ihrer Beute machen können. Der Mensch, von der Natur für einen solcher: Kampf durchaus stiefmütterlich bedacht, bedarf dazu technischer Hilfsmittel, die er sich erst erfinden mußte. Waffen waren das erste, das er sich schuf, Schutzstoffe, die seinen Körper heut mit einer unverletzlichen Hülle unsichtbar umgeben, das letzte und neueste, was seiner .Geistesarbeit gelang. Nicht mehr steht er dern Angriff der giftigen Tiere schutzlos gegenüber: der Schnabeltiere, der Welse und Schlangen. Die Verluste an Menschen mrd Haustiere — es starben der amtlichen indischen Statistik zufolge durch Schlangenbisse 1899: 24 619 Menschen nnd 9450 Stück Vieh, 1908: 19 738 Menschen — gehen langsam (wie man sieht) aber sicher zurück, seitdem die Entdeckung eines Heilserums gegen Schlangenbiß gelungen ist. Das Gift, das aus der Giftdrüse sich durch den Kanal des aus dem Zahnfleisch herausschnellenden Giftzahnes in die Bißwunde des Opfers entleert, ist ein Eiweißkörper von hoher Giftigkeit. 1 Milligramm vermag ein Pferd zu töten. Behandelt man laber ein Pferd mit kleineren Dosen dieses Giftes, so bilden sich in seinem Blute Schutzstoffe, Antitoxine, die eine erneute Jn- fektion, auch wenn sie mit größeren, sonst tödlichen Mengen erfolgt, ohne Schaden überstehen lassen. Dieses Antitoxin ist im Blutserum enthalten und macht, auf andere Tiere übertragen, auch diese giftfest. Wird es einem von einem Schlangenbiß betroffenen Individuum kürz nach dem Biß unter die Haut gespritzt, so vermag cs die GiflwirLung zu paralysieren. Ist aber schon längere Zeit feit’ dem Biß verflossen, so versagt es in seiner Wirkung. Dazu kommt, daß die Gifte der verschiedenen Giftschlangen, wie Klapperschlange, Cobra, zwar ähnlich, aber doch verschieden sind. Daher sind auch die Antitoxine ähnlich, aber auch verschieden: früher benutzte man ein Serum gegen den Schlangenbiß. Jetzt behandelt man das Tier, von dem man das Serum zu gewinnen beabsichtigt, mit allen Giften der verschiedenen Schlangen. Dann erhält man ein sogenanntes polyvalentes Serum, in dem alle Antitoxine vereinigt sind. Von all diesen Dingen: Unterscheidung von giftigen und ungiftigen Schlangen, deren Kieser- mechanismus und Giftzähne, eingedicktes und kristallisiertes Schlangengift, einfaches und polyvalentes Serum, erhält man hier ans der Ausstellung eine ausgezeichnete Ucbersicht. Der zweite große Feind des Menschen in den Tropen sind die Würmer. Viele Sorten gibt es, die es vorgezogen haben, ihr freies Leben aufzugeben, nm es mit einem parasitischen Dasein im Innern des menschlichen oder tierischen Körpers zu. vertauschen. Auch in unseren Zonen kommen Eingeweidewürmer nicht selten vor: der Bandwurm des Rindes und Schweines, die Trichine, der Hundewurm, der Spulwurm, Aber sie sind lange nicht in dem Grade verbreitet wie in den heißen Klimüten. Dazu kommt hier der viel größere Reichtum der Fauna. So finden >vir unter den ausgestellten Präparaten eine kleine Trematode: das im Blute lebende Zweimaul Distomah aernatobia, das in Aegypten heimisch ist. Es lebt in den menschlichen Harnwerkzeugen, bohrt deren Wände an und gibt zu gefährlichen Blutungen aus ihnen Anlaß. Die Krankheit wird nach ihrem Entdecker Bilharzia genannt. Da ist weiter eine erst in neuerer Zeit genauer bekannt gewordene Hundcbaudwurinlarva aus Ostasien, das Sparganum Mansoni, das im Bindegewebe des Körpers lebt. Wirtschaftlich Mn Wichtigsten ist das auch in Europa bekannte Ankylostomum duodenale. Ursprünglich in Aegypten heimisch und wahrscheinlich schon von den allen Einwohnern dieses Landes gekannt, ist es nach Norden verschleppt worden. Hier grassiert es unter den Tunnel- und Bergarbeitern als W u r m k r a n kh e i t. Die Symptome, die das Ankylostomum hervorruft, sind sehr schwerer Art: Darmblutungen, Zirkulationsstörungen und Schwellungen der. Haut stehen im Vordergrund des Krankheitsbildes. Die Infektion geschieht durch die Haut, in die sich die Larven einbohren, oder durch den Mund vermittelst beschmutzter Vegetabilien, Mair wird sich erinnern, welcher Mühe es bedurft hat, um der vor einigen Jahren in den bcittkchhn. Bergwerken herrschenden Wurmkrankheit Herr zu werden, um zu ermsssen, welche Arbeit noch zu leisten ist, um' auch sämtliche tropischen und subtropischen Länder, in denen der Wurm heimisch ist, von ihm zu säubern. Ein anderer Wurm, eine Filaria, findet feilt Opfer unter der Regerbevölkerung Afrikas. Auch er dringt in die Blut- und Lymphbahnen ein, erregt Entzündungen und Schwellungen. Diese gehen nicht wieder zurück, neue fügen sich hinzu, in denen das Bindegewebe ivuchert. So entstehen ganz abenteuerliche Verdickungen der Haut. Photographien find ausgestellt, bei denen die Brüste bis auf bie Erde herunterhängen oder Arm und Bein sich Um das Dreifache ihres Umfanges verdickt haben. Diese Krankheit wurde von den Alten wegen der Aehnlichkeit der verdickten Extremitäten mit den Füßen eines Elefanten treffend als Elesantiasis beschrieben und bekam nach ihrem Verbreitungsgebiet den Zusatz „arabische" (Arabum). Wir. schreiten weiter durch die reichhaltigen Sammlungen, zu denen besonders viel erlesene Objekte das Kaiserliche Gesundhcits- . «m't in Berlin und Has Kolonialinstitut in Hamburg mit dem ihm angegliederten Institut für Schiffs- und Tropenlrankheiicn beigesteuert haben. Bei einer Kolleftion schlanksüßiger Insekten bleiben wir stehen. Es sind die gefürchteten Moskitos oder Stechmücken, deren Stich die schweren und tödlichen Infektionen der Tropen hervorruft. Da sind die Anopheles und Culexsamilien, die Malariaüberträger, die Glossinen der Schlafkrankheit und der Rindersterbe, die StiegoMya des Gelbfiebers u. a. m. Ihre Vernichtung ist ein Hauptkapitel der Tropenhygiene. Zwar sind sie nicht selbst die Erreger jener mit epidemischer Wucht verheerenden Krankheiten, sondern sie beherbergen diese nur in ihrem Körper, allein mit ihrer Vernichtung gehen auch die Erreger zu Grunde oder werden unschädlich, da sie auf andere Weise nicht in den tierischen Körper gelangen können. Schutz-, Abwehr- und Ver- tilgnngsmittel der Moskitos werden viele demonstriert: Mvsftto- neße und Fallen, i,n die sie hineinkriechen, Wasserpflanzen,, die das Wachsen der Moskitocmbryonen dadurch verhindern, daß sie den Wasserspiegel völlig mit einem grünen Ueberzug bedecken. Den größten Nutzen bringt die Ausräucherung. Rio,de Janeiro, früher ein gefürchteter Gelbfieberort, hat sich 1903 auf diese Weise dauernd von dieser Infektion befreit. Im Jahre 1896 waren noch 3900 Todesfälle an gelbem Fieber zu verzeichnen gewesen, 1904 aber nur 51. Ebenso ging es in Havanna. Gewiß schöne und bemerkenswerte Erfolge der Tropenhygiene! Mit ihrem Stiche übertragen die genannten Insekten bekanntlich in ihrem Innern schmarotzende niedrige einzellige Tiere (Protozoen) auf Mensch oder Tier. In dem Blute dieser Zwischemvirien machen |ie nun Entwicklungsstufen durch, teilen nnd vermehren sich und ver-- nichten dabei die roten Blutkörperchen und die anderen Zellen, in denen sie wohnen. So erkrankt das betreffende Individuum schwer. Sticht dies aber wiederum eine Mücke, so nimmt diese mit dem an gesogenen Blute auch von den Protozoen eine große Anzahl in sich auf, um sie nun bei ihrem nächsten Stich einem Gesunden einzuimpfen. Ueberall, bei allen Arten, wiederholt sich derselbe Kreislauf: Mücke—Mensch—Protozoen—Mücke, ob es sich tort Malariaplasmodien oder die erst seit kurzem bekannten Trypanosomen handelt. Die Heilung der Erkrankten ist schwer, weil die Intensität, mit der die Protozoen im Körper sich vermehren, ungeheuer ist und jedesmal Körperelemente dabei zu Grunde gehen. Es ist ja bekannt, wie viele Tausende an Malaria erkranken, und welcher große Prozentsatz davon zu Grunde geht. Die Krank- heit aufzuhalten und zu heilen, gelingt nur mit einem Mittel, das die Parasiten bis auf den letzten vernichtet. Das Spezialgebiet der Medizin, das sich mit der Ausfindigkeitmachung und Prüfung derartiger Mittel befaßt, die neuerdings so genannte Chemotherapie, kennt zwei Mittel, die im Kampf gegen die Protozoen wirksam sind, das Chinin gegen die Malaria und das Arsen gegen die Trhpanosomentrankhetten. Was das Alkaloid her Chinarinde gegen die Malaria ausrichtet, zeigt die italienische Statistik: int Jahre 1887: 21000 Todesfälle ohne Chiningebrauch und 1909 nur 3000 Todesfälle bei einem Verbrauch von mehr als 22 000 Kg. staatlich verabreichten Chinins. Arsen wird in der organischen Form des Atoxyls gegen die Schlafkrankheit angewandt. Es war hohe Zeit, daß man ein Mittel fand. Denn schon waren ganze Distrikte von West-, Zentral- und Ost- Afrika von dieser Seuche ergriffen, und schon Tausende von Negern waren dahiugerasft. Ganze Landstriche lagen schon verödet da, und immer weiter schritt der Zug des Todes.' Von der Art dieser vielbesprochenen, aber selten genau geschilderten Krankheit gibt eine Sammlung von ausgezeichneten Photographien, die .das Reichsgefundheitsamt ausgestellt hat, lebenswahre Bilder. Wir sehen auf ihnen Robert Koch mit seinen Assistenten in einem! Zelt die grundlegenden llntersuchmtgen ausführen, luir sehen die beiden großen Schlafkrankenlager in Ostafrika, Bugala und Kigarama, zu denen die Kranken Heilung heischend pilgern oder gebracht werden. Wir lernen aber auch die verschiedenen Stadien der Schlafkrankheit kennen. Da erscheinen Neger vor uns mit den ersten Anzeichen der Krankheit, einer Augenliderschwellung. Bald gesellen sich geistige Störungen zu den körperlichen. Die Er- krankten beginnen zu delirieren. Ganz Ivie bei uns zu früheren Zeiten die Geisteskranken durch Fesseln unschädlich gemacht wurden, werden auch die Schlafkranken in diesem Stadium in eine Sklavengabel gelegt. Ist die Krankheit noch weiter vorgeschritten, so find sie benommen, ihre Glieder versagen den Dienst. Schließlich bleiben sie erschöpft liegen in einem schlafähnlichen Zustande, der sie dem Tode entgegenfuhrt. Von grauenvoller Phantastik ist eine Photographie, auf der wir im Urwald eine schlafkrank^ schon halbtote Negerin liegen sehen. Ihr Säugling aber hängt an Iben welkenden Brüsten, um noch einen Tropfen Nahrung ihnen abzuzwingen. Freundlicher wirkt ein Bild, das einen schlafkranken Negerhäuptling dar stellt. Dem Tode geweiht, wird er mühsam von feinen Leuten in das Schlafkrankenlager gebracht, allein nach einiger Zeit sehen wir ihn, geheilt durch Atoxylcin- spritzungeu, in besserer Stimmung in das Objektiv des photographischen Apparates grinsen. Das Atoxyl scheint sich in der Tat als eine wertvolle Waffe im Kampfe gegen bie Trypanosomen zu erweisen, besonders dann, wenn rS frühzeitig angewandt werden Bann. Bis die Tropenhygiene jene und die ihr verwandten Erreger beseitigt haben wird, führt noch ein weiter Weg. Aber er ist beschritten und wird auch zu. Ende verfolgt werden. 328 — Die Rassenveränderung der Nordamerikaner. Schon vor mehr als 10 Jahren wurde von angesehenen Gelehrten die Behauptung aufgestellt, daß die Rasseneigentümlichkeiten der in Nordamerika Einwandernden ebenso tote der dort Geborenen im Laufe weniger Generationen eine tief eingreifende Abänderung in deut Sinne erführen, daß fte den aussterbenden Jndianerstämmen immer ähnlicher würden. Man hat diese Behauptung, die in einiger Uebertrerbung darauf hinausläuft, daß drüben in der Union ein neues Volk von Rothäuten im Entstehen begriffen sei, verspottet, obwohl vereinzelte Stimmen darauf hinwiesen, daß bei der neuen Generation eine auffällige Zunahme der Körpergröße auf Kosten der Breite und eine Umgestaltung der Schädelform unverkennbar sei. Der aus Deutschland stammende Anthropologe Prof. Franz Boas von der Columbia-Universität (Neuyork) hat im Auftrage der Einwanderungskommifsion an einem umfangreichen Menschenmaterial die Frage nach der Veränderung der körperlichen Merkmale der Einwandernden und ihrer Nachkommenschaft studiert und kommt zu dem Ergebnis, daß auch dann, wenn keine Blutvermischung zwischen Angehörigen verschiedener europäischen Nationen stattstndet, sehr schnell neue Rassemerkmale auftauchen und alte verschwinden, die nach der bisherigen Lehre der Anthropologie für unabänderlich angesehen wurden. Nach seinen in einer offiziellen Regierungsdenkschrift erschienenen Mitteilungen zeigen dre in Amerika geborenen Kinder von aus der alten Welt stammenden Eltern schon in den frühesten Lebensjahren deutlich erkennbare Abweichungen vom Typus ihrer Vorfahren. Die im allgemeinen rundköpfigen russischen Juden setzen eine langköpfige Nachkommenschaft in die Welt, während die aus- gesprochen langköpfigen Südeuropäer (Griechen, Spanier, namentlich aber Italiener) in Amerika Kinder zeugen, die etwas von der Langköpfigkeit einbüßen, so daß sich die Schädelformen einem Mittelwerte nähern, den man als ein von der Natur nach unabänderlichen, noch nicht erkannten Ursachen diktiertes Kompromiß bezeichnen kann. Ebenso unverkennbar ist auch die Abnahme der Behaarung und die Zunahme von Defekten im Gebiß, auf die übrigens auch schon vor langen Jahren hingewiesen wurde. Auch die schärfere Modellierung des Gesichtsprofils unter Hervorhebung der Nase scheint ein unvermeidliches morphologisches Gesetz zu sein, das die Natur Amerikas über die Nachkommenschaft der Eingewanderten verhängt. — Bestätigen sich die Forschungen von Boas in vollem Umsange, so muß die anthropologische Wissenschaft ihr wichtiges Gesetz von der somatischen Unabänderlichkeit der Menschenrassen opfern, das ohnehin mit der darwinistischen Entwicklungslehre nicht recht in Einklang zu bringen ist. Die Völker tragen dann nicht mehr ihre körperlichen Eigentümlichkeiten als unveräußerlichen Besitz durch die Jahrtausende, sondern sind Kinder des von ihnen bewohnten Erdbodens, der ihnen vielleicht auch eine neue geistige Eigenart ausprägt. Dann gerät aber auch die ost mißbrauchte Lehre Gobineaus von dem geistigen Wert und Unwert der Nationen bedenklich ins Schwanken. verinrsehtes. * Die Frau in der m o d e rn en Türk ei. Die türkischen Frauen haben an den Reformbestrebungen, die durch die Jungtürken angestrebt und siegreich durchgeführt würde», einen bedeutenden Anteit gehabt; sie dienten unter dem Schutze ihrer Schleier als Spione und geheime Botfchaiter, sie haben in den einzelnen Familien ihren Einfluß für die Sache der Reform nach Möglichkeit geltend gemacht. Als nun im oltoinanischen Reich eine liberalere Aera anbrach und in so vielen Dingen freiere Formen durchgeführt wurden, da glaubten auch die Frauen, daß sie nun an der politischen Emanzipation teilnehmen dürften; sie träumten davon, nicht nur französische Toiletten zu tragen, sondern wie die zivilisierte Europäerin leben zu dürfen. Aber sie haben sich darin, wie E. P. Stevens in der Contemporary Review ausführt, arg getäuscht. Tie neue Regierung zeigte sich der Frauenemanzipation durchaus nicht günstig, befahl, daß der Schleier vom weiblichen Geschlecht weiter getragen, daß die alten Sitten und Gebräuche streng beobachtet würden. Die Jungtürken zeigten sich Reformen in der Frauenfrage gegenüber ebenso wenig geneigt wie die Alttürken. Nach der ersten großen Enttäuschung^haben nun die Türkinnen angefangen zu begreifen, daß sie sich ihre Selbständigkeit auf einem anderen Wege als mit obrigkeitlicher Erlaubnis verschaffen müssen, nämlich durch bessere Erziehung und Hebung der allgemeinen Bildung. So sind denn zahlreiche Mädchenschulen eingerichtet worden, um deren Gründung sich besonders der Konstantinopeler Kammerpräsident Achined Riza und seine Schwester Selma Riza Hanum verdient gemacht haben. Zum Vorbild wurden die französischen Mädchenlyzeen genonunen. Achmed Riza vertritt die Anschauung, daß die höhere Bildung der Frau durchaus nicht den Lehren Mohammeds und dein Koran widerspricht und er veriveist darauf, daß in früheren Zeiten eine große Anzahl türkischer Frauen sich am öffentlichen Leben beteiligt habe und daß das weibliche Geschlecht besonders in der Rechtswissenschaft früher glänzende Erfolge errungen hat. * Punkt. Wie »rauche Tiere plötzlich in ganz ungewöhnlichen Mengen auftreten, sich air die Stelle anderer drängen und diese für kürzere oder längere Zeit, ja zuweilen für immer besetzt halten, so tauchen auch oft Wörter aus einem befcheideneir Däfern auf und überwuchern die anderen in unerhörter Werse. Meist ist diese Erscheinung auf gewisse Leute oder auf gewisse Kreise beschrankt., Biele Menschen haben solche Leibwörter, und von Goethe ist es za allgemein bekannt, wie oft er „bedeutend" sagt, wo ebenso gut oder besser ein anderes Wort stünde. Vor einigen Jahren konnte bet Studenten „die Kiste" so ziernlich für jedes aridere Hauptwort gebraucht werden. Man legte sich in die Kiste statt tu § Sett, fragte, was die Kiste (die Sache, die Ware) koste, warf die Kiste (den Krempel) zum Fenster hinaus rrsw. Wie diese Wörter örtlich beschränkt bleiben, so sinken sie auch gewöhnlich bald wieder am die ihnen gebührende Stufe hiirab. Andere dagegen breiten sich überall hin aus in Schrift und Rede, und auch die Zeit scheint ihnen keine Schranke zu setzen. Zu diesen Wuchergewachsen gehört „Punkt, soivohl für sich als in feinen zahllosen Zusammensetzungen. In Versammlungen werden die verschiedeiren Punkte (Gegenstände, Anträge, Fragen, Abschnitte, Sachen) der Tagniig behandelt, oder die Tagesordnung wird Punkt für Punkt (Stück für Stlict) durch- genomnien. Dabei ergeben sich viele Streitpunkte (Streitigkeiten), weil im Punkte des Rechthabens keiner zurückstehen will (weil jeder recht haben will). Oft schweift die Erörterung vom fpringenden Punkt (von der Hauptsache) ab und verliert sich in Nebenpunkteil (Nebendingen). Zu den Glanzpunkten (glänzendsten Leistungen) gehören gewöhnlich die Reden, in denen iviinde Punkte (bebentlidie Zustände) zur Sprache kommen; doch wird in diesem Punkt (m dieser Beziehung, Hinsicht) des Guten leicht zu viel getan, besonders wenn der Redner einen extremen Standpunkt einmmmt (eine überspannte Ansicht vertritt) oder voit einem verkehrten Gesichtspunkt (einer verkehrten Ansicht) ausgeht. — Man steht Pinikt (Schlag) sechs auf, ist auf dem Punkt (im Begriff) etwas zu tun rind begibt sich nach einem Aussichtspunkt (einer Aussicht). Man sagt: bet Schmelzpunkt des Eises liegt bei 0 Grad, ohne zu bedenken, daß hier eigentlich Punkt und Grad dasselbe bedeuten. Man rotQ nber gar nicht sagen, daß die Schrnelzstelle des Eises bei der Nullsielle loder -stufe des Thermometers) liegt, sondern daß das Eis schmust, wenn ein in ihm steckendes Thermometer auf 0 zeigt. Dies wird richtiger dadurch ausgedrttckt, daß man sagt: Eis schmilzt bet Aull; ebenso: Wasser siedet bei Hundert. — Es wäre leicht, dre Zahl der Beispiele zu häufen. Allein dies ivürde ermüde», i»rd es kann ja artch jeder bei einiger Aufmerksamkeit genug davoit finde». Besonders aber sollte er daraus achte», daß sich ihm der „Punkt" nicht überall hineittdränge. Wenn dieser Wunsch erfltllt würde, dann wäre der Zweck dieser Zeilen erreicht. Und damit: Punktum (Schluß)! Bender (München.) * Anzüglich. „Der Gedankenleser Gumberlaub wird nächstens in rinserm Klub eilte Sitzung abhalten." —„Na, da wird er nicht viel zu tun finden!" Rösselsprung. Auflösung in nächster Nummer. ter als und sei ab scheu liebel nem tücke gunst Hagel mit von roct diinst glücke meit zu besser von gen fett es und von schwaih ist sturm hän der Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer Auch die besten Menschen haben ihre Fehler. Redaktion : I. V.: E. Heß. — Rotalionsdriick und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gieb»'U