Donnerstag den 27. April » ab- BiW N^WM ■nm WWlMl'«U M>SMtz Istüiuu! nfies xV-:J iüv MM KÄü'O^R! jhrrzelolde. Roman von Georg Freiherrn von OmPted'L, ' (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Wahrend' ich noch ruhig, voin Rauche meiner Zigarre umweht, auf der einsamen Bank Web, näherte sich! mir der Vater. Der große Mann mit den Ziegen, die seiner Tochter so unglaublich ähnlich sahen, steuerte geradeswegs auf mich zu. Jjch lächelte. Ich hatte es ja gewußt. Das Gluck mußte zu mir kommen, und ich erhob mich ganz selbstverständlich mit einem Ausdruck, als wollte ich sagen: „So, das ist recht. Ich habe Sie erwartet." Der andere lächelte auch. Er blieb vor mir stehen und sagte: — Ich habe Minen Grüße zu überbringen von meinem Reffen! . . . c, . , Er nannte unseren Reserveoffizier, der nur das Grand Kotel Pernese empfohlen hatte. Dann stellte er sich vor: — Geheimrat von Fryburg. Nun wußte ich Bescheid. Unser Reservemann hatte mir Noch im letzten Manöver vom Onkel Fryburg erzählt, der im Ministerium des Innern in Berlin arbeitete. Er sprach immer mit einer Art Schwärmerei von ihm, als ob das ein Ausnähmemensch sein müsse. Aber nie hatte er mit einem Ton von der Cousine etwas über die Lippen gebracht. Wir schüttelten uns die Hand, Und der Geheimrat zog Mich auf die Bank: — Ein Augenblick. Meine Damen werden gleuh kommen. Sie ziehen sich! wieder eine halbe Stunde an. Natürlich wollen die Sie kennen lernen! Ich glaube, ich lachte dem Geheimrat gerade ins Gesicht. Es ivar doch selbstverständlich. Natürlich. Ich saß ja nur hier und wartete auf die Damen. Beinahe hätte ich es ihm gesagt. Er fuhr fort: — Mein Neffe hat uns nämlich von Ihnen so oft erzählt. Ich glaube, er ist kein großer Soldat, und da ist er Ihnen dankbar, daß Sie ihn bet Ihrer Schwadron so anständig behandelt haben! Jawohl, Sie wehren ab. Ich sage Ihnen, was der über seinen ersten Rittmeister geschimpft hat! Und Sie hat er in den Himmel erhoben. Meine Damen meinten gleich gestern abend, ich sollte den Kellner fragen, ob Sie noch hier wären. Ich sagte, daß wir ja bei Tisch nebeneinander gesessen hakten. Der Geheimrat antwortete, er hätte sich eingebildet, ich müsse größer sein — vielleicht weil ich jetzt Kiirassier war — und deshalb hätte er mich anderwärts gesucht. .Er schloß: — Aber meine Tochter hatte Sie natürlich gleich rekognosziert^ obwohl sie es uns eben erst gesagt hat. .Sie zeigte Sie hier ans der Bank. Ich fragte da im HWI den Obermohr, und der sagte: „Stimmt, das ist er." öO 'ne Frau ist doch ganz anders' schlau, wie wir. Kat rttfl viel feinere Witterung! Und ich mußte mich wieder zusammennehinen, dem Heimrat nicht grade ins Gesicht Kil lachen, btatürlich halt» sie mich erkannt. Ich wartete ja nur auf sie und sie auf mich. Ick wartete und fühlte, obwohl ich beim Rauschen der Wellen dicht vor uns Schritte nicht hören konnte und wir dem Hotel den Rücken wandten, daß die Damen sich uns näherten. Es war mir wie ein Hauch im Nacken. Ich ahnte ihre Anwesenheit durch eine Benachrichtigung pon den Nerven aus, indem es in mir zuckte, ich unruhiger ward von Sekunde zu Sekunde, bis ick aufsprang und mich rmrdrehte. Mutter und Tochter standen hinter mir. Der Geheimrat stellte mich vor. Frau von FrhbUtA streckte mir die Hand entgegen: — Wir haben schon soviel von Ihnen gehört. Fräulein von Fryburg sah mir gerade in die Augen, wie ich ihr. Sie war nicht befangen. Es schien sekbstvmH stündlich als sie zu mir sprach: , t— Ich habe gleich gewußt, daß Sie es fern mußten! Dann lagen unsere Finger ineinander, und das zarte, zierliche Mädchen drückte mir die Hand so fest wie etm guter Freund. — . Es ist seltsam, zwischen uns vieren wurden ntcht di« üblichen Annäherungsversuche gemacht. Es gab nicht di« ersten Berlegenheitsgesprüche tote gewöhnlich zwischen Men« scheu, die sich kennen lernen, die nun einander erst erforschen^ ergründen, befragen müssen, beschnuppern: „Paßt er M uns?" — „Wes Geistes Kind ist er?" — „Werden wir unS vertragen?" — „Wie kommen wir miteinander aus?" —i Wir waren von Anfang an, als kennten.jvir uns seih Jähren. ,z, t Natürlich kam es von der Art der Famrlte, denn gilt Annäherung gehören immer zwei gute Willen, aber es lag auch an der unendlichen Natürlichkeit, mit der diese Menschen das Leben auffaßten. Es gab keine Redens'-! arten, keine Artigkeiten ohne Hintergrund, keine leere Förmlichkeit, nichts Höfliches, das doch sm Grunde nichts gedeutete, mit diesen drei. Jeder, tote ich im weiteren Verkehr schnell erfahren sollte, sprach, tote ihm der Schnabel gö-t wachsen war, immer hatten sie Geduld, einer mit dem anderen, und gab es einmal etwas, das nicht stintmte, so sagten sie es sich ganz offen. Keinem ward etwas geschenkt auch der Baker bekam von der Tochter etwas zu hören immer int Ton wie es einem Kinde zukam aber ward gesagt. 1 , Wir setzten uns. Ich hatte mit dem Geheunrat noch zwei Stühle geholt, und nun erzählten sie erst noch einmal ausführlicher, wie sie nach Pernese gekommen waren. Damt wurdegefragt, tote es mir gefiele hier im Hotel. Es kant heraus, daß die Familje jedes Jahr zweimal reiste: gegG 262 und zu Ostern, wie dieses' Jahr, nach dem Süden, denn das war die Zeit, wo der Geheimrat dienstlich fortkonnte; zweitens aber im Sommer ins Hochgebirge. '— Water ist nämlich Bergsteiger! stub . ... Er unterbrach seine Tochter: — Das heißt, es geht nicht mehr so recht. Man wird alt und pumplich. Sie ward beinah böse: — Water, das bist du gar nicht, wer noch vorigen Sommer neun Gipfel gemacht hat. . . . !Nicht wahr, das ist nicht alt und pumplich? .Da sie sich an mich gewendet hatte, antwortete ich: i— Dann wäre ich's noch Piel mehr, denn auf neun Berge käme ich nicht. Der Geheimrat nahm wieder das Wort. Er erzählte, wie sich eben doch trotz gllem, was „Maria" sage, seine Jahre fühlbar machten. Es sei nun einmal Menschenlos. Man könne nicht dagegen an. Ihm erschienen immer die Leute albern, die den Jugendlichen spielen wollten. Für jedes Lebensalter gäbe es etwas, jedes Hätte sein Gutes und seine Freuden. Aus seinen Worten klang solch ruhige Sicherheit, solch schöne Abfindung als Philosoph mit Men- chenschicksal, Leid und Entsagung, daß ich mich fast beschämt ühlte über meinen Kleinmut, der mich wegen meiner Ein- amkeit so oft überkam. Wir standen auf. Ich erbot mich, die Umgebung zu zeigen, denn sie hatten gesagt, erst wollten sie einmal sehen, „wo und wie und warum dieses Pernese eigentlich! läge". Wir besahen zuerst den Park, vom Park aus betrachf- teten wir das Hotel, die dahinter als Windschutz sich aufbauenden Berge, denen die Riviera ihr glückliches Klima verdankt, und der Geheimrat machte es genau 'so wie ich, als Soldat, es auf Reisen immer getan: Karte heraus, Himmelsrichtung, Lage, Name, Berge, Ortschaften, Täler, Bäche, Landzungen und Buchten festgestellt. Das dauerte eine Weile. Währenddessen langweilten sich die Damen nicht, wandten sich nicht interesselos ab, oder wurden gar ungeduldig, wie mau es so oft erlebt, wenn einmal etwas gründlich festgelegt wird, sondern Mutter wie Tochter verfolgten den Plan aufmerksam und ab und zu mit einem Zwischenruf: „Da müssen wir nial hin!" oder: ^Das liegt also etwa eine Stunde zu gehen entfernt. — Wieviel Kilometer? — Ach so, o dann braucht man nur vierzig Minuten!" Aber das hatte nichts von SchulfUchserei und Gelehrsamkeit. Sie waren es nicht anders gewohnt, als daß man Vie Augen auftat, sich umsah in der Welt, sich kümmerte um die Umgebung. Mir aber lachte Has Herz im Leibe! Ich hatte Menschen kennen gelernt, die weite Reisen — der Mode halber — gemacht, aber davon nichts anderes nach Hause brachten als: „Das Palace Hotel ist tadellos, und wir lernten dort eine reizeüde englische Familie kennen, mit denen wir noch Christmaskarten wechseln!" Ja, mir lachte das Herz im Leibe. Es war Sonntag in meiner Seele. Sonntag auch rundum in der Natur, als müßte auch sie es feiern, daß Menschen zusammengekommen waren, die zueinander gehörten. Wir waren sofort einig über alles, was unternommen werden sollte und zwar gemeinsam, denn es schien als gehörte ich nun dazu. Ein Ausflug nach San Remo ward verabredet, eine Fahrt nach Mentone, der Besuch von Monde Earlo, von Nizza. Die Route de la Corniche mußten wir vier miteinander fahren. Und während dieser Pläne erzählte der Geheimrat von früheren Reisen: wie ein Gelehrter vom Klima, von der Kultur, von der Geschichte, üon Land und Leuten jener Gegenden handelnd, dann wieder als Weltmann, der die Hotels beurteilte und gesellschaftlich von Zuständen redete, die sie kennen gelernt. Es gab Dinge dabei, die er nicht wußte, er verwechselte Namen, er irrte sich in der Zeit. Da verbesserten ihn seine Damen. Er nahm es immer mit Dank an. Sie halfen sich alle gegenseitig. Auch die Eltern der Tochter gegenüber hielten sich nicht für unfehlbar. Nun kam das Köstlichste: ich zeigte den abgebrochenen Weg zu meiner Bank. Frau von Fryburg fragte: — Da sollen wir hinüber? Maria aber klatschte in die Hände, gls hätte sie noch nie solchen Spatz erlebt, und nun wollte jeder der erste sein, an den paar Metern Felswand hinüberzuklettern. Im Geheimrat mochte der Gedanke an manche Bergfahrt erwachen, Er war sofort dabei, hie paar Schritte des abgebrochenen Pfades hinüberzugehen, und an der Art, wie er die Füße setzte, und die großen, festen, schönen Griff« des Felsens anpackte, erkannte man sofort den Felskletterer. Als er am jenseitigen Ufer stand, rief er fröhlich: — Auch fo was noch hier! Das scheint ja ein reizens der Punkt zu sein — Pernese. So Maria, nun schnell^ komm nach. Und zu mir gewandt: — Sie sind der Führer. Gehen Sie mit ihr. Ich denke, ein Seil brauchen wir nicht. । Er trieb den Scherz noch weiter und machte seiner Frau Mut, indem er feststellte, wie auch ein etwaiger Absturz, bei der geringen Höhe und in Anbetracht des Wassers darunter, höchstens ein erfrischendes Bad kosten könne. Auch die Gefahr des Ertrinkens sei ausgeschlossen, denn der Fuß der Felsen würde nur von den Wellen ein wenig bespült. Inzwischen war ich mit Maria an den Beginn des Ueberganges getreten. Ich fühlte ihre kleine Hand warm durch den Handschuh hindurch in der meinen, wie sie mich fest packte, und als ich voraus kletternd, halb zu Maria gewendet, ihr die Stellen bezeichnen wollte, wohin sie zu treten hätte, war sie schon darüber hinweggehuscht unÄ rief: — Schnell, schnell weiter, ich komme. Ich konnte nicht eilig genug die Tritte wechseln, sie war im Abschwung, und im nächsten Augenblick lag sie halb auf meiner Schulter, denn ich hatte nicht mehr rechtzeitig Platz gemacht. Da traf mich ihr Atem, da empfand ich ihren weichen 9(rnt, die köstliche Last ihres schlanken Körpers, und ganz in der Nähe sah ich ihre Wange mit einem leisen, zarten Flaum. Ich sog den Duft ihres schweren Haares ein. Er traf mich wie ein Anwehen der jungen Natur des Frühlings. Wenn der Winter endlich zu weichen beginnt, wir eines Morgens die Fenster öffnen und draußen zum ersten Mal mit Bewußtsein jenen grünen Hauch auf den kahlen Büschen bemerken, der über Nacht gekommen scheint. Wenn wir lauschen und „piep — piep" ,,'kwitt —< kwitt" „ping — ping — ping!" das Piepsen der Vöglein klingt. Wenn uns die Luft entgegenströmt, warm, weich> ermüdend fast, unerklärlich nach den Kältegraden der Tage zuvor. Dann ist mir immer, jedes Jahr von neuem, ganz seltsam zu Sinn gewesen, wie umgewandelt, wie verjüngt, neu gekräftigt. Dann blies noch ge und je der junge Frühlingshauch mir die düsteren Hirngespinste der letzten Jahre aus dem Sinn: die Einsamkeit, die trostlose Einsamkeit! Und jetzt war es mir wie zu solchen Stunden zu Sinn. Der Lenz brach an, der junge, neue Lenz in meinem alternden Leben. Ich fühlte mich so leicht, so froh, so glückselig! Ich zog das Mädchen Die paar Schritte noch hinüber, bis dorthin, wo ihr Vater stand. Leicht sprang sie auf den nun breiten Userpfad. Dann gaben Vater und Tochter der Mutter lachend Ratschläge, wie sie es machen solle, mit meiner Hilfe ihnen zu folgen. Aber Frau von Fryburg bedurfte dessen nicht: in wenigen Augenblicken war sie hinüber, und nachdem sie empfangen worden, blickten wir alle vier nach dem Hotel, ob inan uns etwa bemerkt hätte, denn ich hatte von ineiner Niedertracht erzählt, den Weg zerstört zu haben. Es war, als gehöre die Bank nun stillschweigend ihnen mit, und wir müßten jetzt gemeinsam das Geheimnis hüten. Wir fanden alle Platz auf der Bank, und lange bliebest wir stumm sitzen, versunken in den Anblick des Meeres. Es brandete stärker hier als sonst ringsum, wohl weil die Landzunge so scharf vorsprang und unmittelbar an der Spitze das Wasser eine beträchtliche Tiefe erreichte. Ab und zu spritzte der Gischt hoch auf, als hätte ein Riesenft maul uns zu Füßen ihn ausgespieen, und dann rief immer Maria in starrem Staunen: Da, . . . du . . . nein, ist das schön! Fortsetzung folgt.) Geschichte des Poftwesens im Eroßherzogtum Hessen. Von M. Koehler und R. Goldman». IV, Die Post in der ersten Hälfte des! 19. Jahrhunderts. 1. Die politischen Verhältnisse zu Beginn des 19. JahPhundertA, Die letzte Jahre des 18. Jahrhunderts waren der weiteren! Entwicklung des Hessischen Postwesens infolge des Koalitionskrieges gegen Frankreich (1793—1797), in den Hessen mit ver- wickelt war, sehr ungünstig. Im Frreden von Campo Formt« 263 W IS. Oktober 1797 Wußte bekanntlA Ser deutsche Kaiser yrmti II. (1792—1806) in die Abtretung des linken Rheinufers an Frankreich willigen. Die Franzosen teilten die gewonnenen Landstriche sogleich in vier Departements — das Departement Donnersberg mit dem Regierungssitz in Mainz umfaßte die früher *n Hessen gehörigen linksrheinischen Besitzungen —, führten in diesen sofort französische Verwaltung und Gesetzgebung ein, hoben die fahrenden Posten auf und ließen nur die Briefpost bestehen, Sie jedoch nach französischem Muster umgestaltet wurde. An den Kämpfen der zweiten Koalition gegen Frankreich (1798—1801) nahm der Landgraf Ludwig X. (1790—1830) keinen Anteil; er schloß vielmehr aut 3, März 1799 mit Frankreich einen Neutralitätsvertrag. Der Frieden von Luneville, der am 9. Februar 1801 _ den Krieg beendete, setzte wiederum den Rhein als Grenze zwischen Deutschland und Frankreich fest und bestimmte, daß die hierdurch geschädigten ReicWürsten durch Säkularisation und durch Einziehung freier Reichsstädte und Reichsdörfer aus dem Schoße des Reiches entschädigt werden sollten. Durch den am 25. Februar 1803 zustande gekommenen Reichs-Deputations-Hauptschluß wurden dem Fürsten von Thurn und Taxis als Entschädigung für die Einkünfte der Reichspost in den an Frankreich abgetretenen Provinzen mehrere Ländereien überwiesen; außerdem wurde ihm die Erhaltung der kaiserlichen Reichspost in dem zur Zeit des Lune- viller Friedens bestehenden Zustande gewährleistet (§ 13 des Reichs-Deputations-Hauptschlus ses). Auch der Landgraf von Hessen erhielt eine ansehnliche Entschädigung, die das verlorene Gebiet bedeutend überstieg. Landgraf Ludwig mußte an Frankreich die auf dem linken Rheinufer liegenden Gebiete der Grafschaft Hanau-Lichtenberg, an Baden die Aemter Lichtenau nnd Äillstcidt und an Nassau die Aemter Katzenelnbogen, Braubach, Ems, Kleeberg, die Herrschaft Eppstein iinS das Dorf Weiperfelden abtreten, erhielt aber dafür das Herzogtum Westfalen mit Zubehör, ferner die Mainzer Aemter! Gernsheim, Heppenheim, Lorsch, Fürth, Steinheim, Alzenau, Vilbel (zur Hälfte), Rockenberg, Haßloch, Astheim, Hirschhorn und die linksmainischen, im Darmstädtischen gelegenen Besitzungen des Domkapitels von Mainz, der Mainzer Klöster und der Universität, ferner die pfälzischen Aemier Alzey und Oppenheim und die rechtsrheinischen Gebiete des Bistums Worms, die Abteien Seligenstadt und Marienschloß, die Probstei Wimpfen und die Reichsstadt Friedberg. 2. Neugestaltung der Landespost. Nachdem die neuen Gebietsteile in Besitz genommen worden waren, wurde das ganze Land am 30. Oktober 1803 in drei Provinezn: Starkenburg, Oberhesseil und Westfalen eiugeteilt. Jede Provinz erhielt eine Regierungsbehörde mit dem Sitze in Darmstadt, Gießen und Arnsberg. Zur Regelung des Post- wesens wurden in Darmstadt eine General-Postkommission und am Sitze der drei Provinzial-Regiernngen je eine Post-Deputation eingesetzt. Im weiteren sollten die während der Kriegsunruhen im Postwesen eingeschlichenen Mißstände beseitigt, die alten Post- verbindungen weiter ausgebaut, und zur engeren Verbindung der alten und neuen Gebietsteile neue Postverbindungen hergestellt werden. Schon im Jahre 1802 hatte das hessische Ministerium „ex speciali Eommissione Serenissimi um den häufig erhoben werdenden Klagen des reisenden Publikums über will- Whrliche Behandlung und ohnerlaubte Abnahme eines übermäßigen Postgeldes für die Zukunft gänzlich abzuhelfen" durch Verordnung vom 16. Februar den Postmeistern und Posthaltern bei 50 Reichstalern Strafe verboten, die gewöhnliche, auf 1 fl. für das Pferd festgesetzte Gebühr für die Folge willkürlich zu überschreiten. Sollte der Preis des Hafers, und zwar das Darmstädter Malter (= 90 Pfund Landgewicht) 2 fl. 48 Kr. oder! mehr betragen, so hatten sie bei der vorgesetzten Regierung um Bewilligung einer dem Preis des Hafers entsprochenden Erhöhung der Gebühr für jedes Pferd nachznfuchcm. Als neue Postverbindungen kamen in Vorschlag: il. eine reitende Post von Darmstadt nad? Arnsberg über Frank- Srt (Main), Friedberg, Butzbach, Gießen Biedenkopf und ieschede; 2. nach Seligenstadt über Dieburg; 3. nach Wimpfen über Heppenheim, Fürth, Waldmichelbach (von hier durch Fußboten weiter) und Hirschhorn. Für die nach Westfalen einzurichtende Postverbindung war es sehr schwierig, einen Unternehmer zu finden. Auch der Hofrat Nebel, dem nach dem Tode seines Oheims, des Postmeisters Thom, die obcrländische Post übertragen worden war, lehnte es ab, den Neu geplanten Kurs auf seine Rechnung zu betreiben und schlug vielmehr vor, „das ganze Postwesen auf herrschaftliche Kosten chizufangen und für immer zu führen". Da die fürstliche Regierung diesen Vorschlag unterstützte, befahl Landgraf Ludwig unterm 26. Juli 1803 den Briefpostbestand in den alten Landen (Starkenburg und Oberhessen) aufzuheben und dafür auf eigene Rechnung eine neue erweiterte Landes-Brief- Post anzuordnen,, deren technische Leitung dem „Postbeständer" Hofvat Nebel in Gießen übertragen wurde gleichzeitiger Ernennung zum Oberpostmeister und unter weiterer Ueber- tragung der Stelle eines Mitglieds der General-Organisations- kommission mit einem Gehalt von 800 Gulden in Geld und 300 Gulden ist Naturalien', worunter vorzüglich solche gehörten, >,welche zur Fütterung eines Pferdes erforderlich und hinreichend" waren, Bei Dienstreisen hatte der Ober-Postmeister Tagegelder von vier Gulden zu beziehen. Nebel, nach Darmstadt berufen, arbeitete alsbald einen Plan für die Gestaltung des fürstl. Postwesens aus/ der die volle Billigung des Ministeriums und des Landgraseitz fand. Dieser befahl, die Vorschläge, unverzüglich auszuführen., Besonders dringend war die Einrichtung einer Postverbinduna zwischen den alten Landen und dem Herzogtume Westfalen. Nach einer bei der fürstl. Regierung in Arnsberg eingelaufenen Anzeige des preuß. Ober-Postmeisters Kellerhaus in Lippstadt hatte dieser auch bereits vom Kgl. Preuß. Ministerium den Auftrag erhalten, mit den hessen-darmstädtischen Kommissionen zusammen zu treten und wegen Verbindung der preußischen Posten mit den ftirst- lichen eine Kouvenion abzuschließen. Für die Landes-Briefpost wurden drei Hauptbureaus errichtet 'in Darmstadt, Gießen und Arnsberg; ferner solltest 30 Nebenbureaus, und zwar in Starkenburg 8 (Frankfurt a. M.> Dieburg, Seligenstadt, Heppenheim, Fürth, Waldmichelbach, Hirschhorn und Wimpfen), in Oberhessen 7 (Friedberg, Butzbach, Grünberg, Alsfeld, Gladenbach, Biedenkopf und Battenberg) und inj Herzogtum Westfalen 15 eingerichtet werden,. Hierzu wurde weiter bestimmt: 1. Das KoMPtoir in Darmstadt muß der Ober-Postmeister „äußer seiner Aufsicht über das Gänze noch besonders unter seine spezielle Direktion nehmen und bei seiner Anwesenheft und Muße? von Direktionsgeschäften selbst auf dem Komptoir zugegen sein.: Da aber mit demselben nicht nur die bereits nach Frankfurt errichtete Diligence, sondern auch die in der Folge etwa nach Heidelberg und Aschaffenburg zu errichtenden Diligencen in Verbindung zu setzen sind, Und da ferner dieses, in Versendung der collegiw- lischen Depeschen in sämtliche Laude, das wichtigste ist, so erfordert dasselbe auch, daß außer dem, schon für die Diligence bestimmten Spediteur, Bereuter Berchelmann, noch ein weiterer Postofsiciant mit dem Titel eines Postscribenten angestellt werde",« Hierzu wurde Johann Gravelius aus Gießen gegen eine Vergütung von 250 fl. jährlich in Geld angenommen; er war verpflichtet, „der Sicherheit halber auf dem Komptoir zu schlafen",, Das „Komptoft" wurde in der neu angelegten „Diligence- Expeditions-Stube" untergebracht, nachdem durch Aufsetzen eines hölzernen Stockwerkes auf den Remisenbau (neben dem fürstlichen Marsdall) weiterer Raum geschaffen worden war. Ein Briefträger! besorgte den Bestelldienst, und zwar zuerst der Diligeuce-Pccket- träger und Marstall-Pensionär Möser im Nebenamt gegen ein Gehalt von 60 fl. und Belassung der „Bestellkreuzer und Ein- schreibbatzen". 2. Die Postverwalterstelle in Gießen wurde auf Vorschlag des Hofrats Nebel dem Stadtschullehrer Philipp Gravelius übertragen!., Es ist von Interesse, die Begründung des Vorschlags kennen zu lernen: „Der Stadtschullehrer Philipp Gravelius besitzt bereits alle zu dieser Stelle erforderlichen Kenntnisse, die er sich währenA seiner vierjährigen Beschäftigung im Postdienst erworben hat. Die Station Gießen ist bis jetzt die wichtigste und einträglichjstq Station; erfordert auch aus dem Grunde einen Mann, welcher im praktischen des Postwesens erfahren ist, well hier neben der Spedition der Landespost auch die Spedition der Casselschen und Taxisschen Posten versehen werden muß. Wird hier ein Mann an gestellt, welcher berefts das Zutrauen der benachbarten Stationen besitzt, desto besser für die Landespost und Unterhaltung guter! Freundschaft mit den Nachbarn." Tie Einnahme der Landespost in Gießen betrug jährlich 4—5000 fl. (einschließlich der Ablieferung von den Stationen Darmstadt, Frankfurt, Roßbach, Butzbach, Grünberg und Ms- feld). Die Station versah: a) Die Spedition der Taxisschen Post und bezog dafür; „Salarii loco" die Hälfte der Einnahmen, etwa 700 fl. jährlich. b) Die Spedition der Casselschen, sowohl der fahrenden als reitenden Post; die Arbeit war besonders beschwerlich, weil die Postwagen wöchentlich sechsmal und immer während der Nacht ankamen. Cassel zahlte dafür: „Vs rabbat von der Einnahme de§ Briefportos, Vs rabbat von der Einnahme des Päckereiportos, Vs rabbat von der Einnahme des Passagiergeldes und der ganzen in Gießen fallenden Einnahme von den Briefen nach und von Hanau. und Marburg und von Nauheim"; etwa 700—800 ft« jährlich. In dem Berichte führte Nebel noch gus: „Dies macht es begreiflich, daß ein Mann nicht hinrerchenA ist, diese Arbeit allein versehen zu können. Ein Scribent ist in Gießen unentbehrlich, überdies ein Briefträger, welcher zugleich! Wagenmeister bei den Casselschen Postwagen ist; ich bezahlte noch außerdem eilten Mann mit jährlich 58 fl., welcher den Wagenmeister assistirt, weil die Postwagen nachts vtsitirt und expedier werden und daher doppelte Vorsicht und Accuratesse nötig, ist, und an Posttägen sich mit Ausgabe der Zeitungen MMftigte. Die dem Postbeamten in Gießen unumgänglich notwendigen Ausgaben sind: für Salarirung eines Spediteurs und Zins furS Postkomptoir 250 fl., Heizung des Komptoirs 30 fl.,. Siegellack und Schreibmaterialien 25 fl., zusammen 305 fl. Die Postformulare werden extra von Darmstadt geliefert. Das Minimum, welches daher an Gehalt gegeben werden könnte, wäre baar 700 fl.. Ertrag der Aktenspedition, Postscheine und Estaffettcn-Expedinon 100 fl., 2 Achtel Korn, welche die Universität jährlich für poft 264 r?ie Beforauna ihrer Seichen durch die LckndeKpost Lenk Postamt ä fSSWw« ölige 305 ft. »öthige Ausgaben abgezogen, so bleiben dem' Postbeamten rahrftch Mr^bsuchk 506 ft., welcher umso weniger geschmälert, tn der Folge aberwohl erhöht werden dürfte, weil der Beamte stch urcht m lt einein Nebea^ mnt beschäftigen rann. Eine bestimmte Besoldnug rst deswegen (bet der Station Gießen allein) vorzuziehen, weil ^de andere Art von Salarftung den Beamten bewegen könnten, gegen seme Pfftch-- tem bis Taxissche oder Easselsche Spedttwn mehr als bte Landespost zu begünstigen," _ ,L . Gravelius wurde Postverwalter m Gresten .tnd erhrelt eine Besoldung von 450 ft. jährlich, foivte 130 ft. für Stellung erues „schicklichen Poftkoutptoirs, Heizung desselben irnbfur Schrech- materialisu", außerdem noch den Ertrag der Postscheme. Als Postsrribent wurde Friedrich Aleselb, der bisher schon nn Komp- toir beschäftigt war, mit 250 ft. jährlicher Geldbesolbmrg angestellt. Briefträger wurde Philipp Kasimir Lynker, der znglerch dre Stelle eines Wagenmeisters unb Packträgers bet ben Casselschen Postwagen versah. Lhnker bezog als Briefträger alle zwet Jahre 30 ft. zn einer Montour unb bie Briefkreuzer; als Wagennretslier von jedem zu bestellenden Paket 4 Kreuzer Emschretbgeld und von jeder in Gießen auf den Postwagen zu gehenden Person 2 gute Groschen (= 9 Kreuzer), als Packträger jährlich 12 Reichsthaler Easselsche Währung (= 21 ft. 36 x). Ferner wurde noch der Ausrufer Stroh cürgesteltt, der bei Visitation des Postwagens dem Wagenmeister half unb bet Ankunft ber Posten sich mit Austeilung der Zeitungen beschäftigte, gegen ein jährliches Gehalt von 58 ft. Die Einrichtung des Hauptbureaus in Arnsberg und die Einrichtung der Postanstalten int Herzogtum Westfalen sind für Ms ohne besonderes Interesse. Die „giebenbureauS" wurden folgenden Personen übertragens! a) im Fürstentum Starkenburg: 1. in Frankfitrt (Main) dem Samtpostsekretär Gern, dem Mch gleichzeitig bie Spedition der Postwagen Frankfurt—Eisenach! oblag: bie Landespost hatte bis dahin der Hoftat unb, Resident Purgold besorgt, der aber bie Einnahme an den Postbeständer in Meßen verrechnet unb nur die Hälfte „salarii loco" bezogen hafte; 2. in Dieburg dem Bürger unb Gastwirt zum Adler Doerr totter Ernennung zum Posthalter; 3. in Seligenstadt dem Rathschultheiß Bauer unter Ernennung MM Postverwalter; 4. in Heppenheim (Bergstr.) dem Kgiserl. Postverwalter Werke Hinter Ernennung zum Postmeister; 5. in Fürth (Odenw.) dem Satzfaktor FuNk unter Brnenuititg zum Postverwalter. (Der Vorschlag des Ober-Postmeisters Nebel, auch in Waldmichelbach, Hirschhorn und Wimpfen LandeSposten «tuzurichten, ist nicht $ur Ausführung gekommen, vermutlich wegen der schlechten Wegbeschaffenheit und der erheblichen Einrichtungs- kosten.) b) int Oberfürstentum Hessen: ' 1. in Friedberg, wohin die frühere Ober-Rosbacher Station berlegt wurde, deut Postverwalter Schatzmann; 2. in Butzbach dem Posthalter Klees, der bis dahin die Spedition der Landesposten und der Kaiserlichen Posten versehen hatte; 3. in Grünberg dem Posthalter-Adjnnkt Jakob Voneiff, der Lis dahin auch die Spedition des Eisenacher Samtpostwagens versah; 4. in Alsfeld dem Posthalter Kmertem nsw. Die Vorsteher der Post-Nebenbureaus bezogen keine feste Besoldung, sondern einen bestimmten Satz der Einnahme, etwa 1/4—Vs v. H. Die den Postvorstehern obliegenden Dienstpflichten waren in einer am 16. Januar 1804 erlassenen Instruktion enthalten. Diese verpflichtete sie, „das Postkomptoir in einer gelegenes Straße und eigens dazu eingerichteten schicklichen Stube zu etablie« ten", über die Briefposten, fahrenden Posten und Estafetten genaue Manuale zu führen, sich lohne Urlaub nie von der Station zu entfernen, die Posten pünktlich abzufertigen, „die Daxordnung zu des Publikums Nachricht am Postkomptoir zu affigiren, bie Aufgeber zur Frankatur nicht zu nöthigen, sondern das Frankiren jedem Eorrespondenten in Belieben zu stellen", die Briese usw. „sogleich ohne Attsehen ber Person, Freund- ober Feindschaft stets sogleich weiter zu spebiren", das eingehende Porto regelmäßig an das Hauptkomptoir ber Provinz ein$ufenben und ben Porto- deftandationen kräftig zu steuern. Ferner wurden ihnen Porto- überhebtmgen bei Strafe eines halben Gulden für jeden übersetzten Kreuzer und int Wiederholungsfälle bei schärferer Ahndung — u. U. Eassaiiott — verboten, desgt. Briefe zurückzuhalten, zu iMterschlagen oder zu erbrechen. Das Porto für einen Brief unter 1 Loth betrüg stach ber damaligen Landes-Brieftaxe z. B.: a) von Darmstadt: 1. nach Heppenheint, Dieburg, Frankfurt 2 Kreuzer; 2. nach Waldmichelbach, Mrth, Friedberg oder Butzbach 4 Kreuzer; 3. nach Wiutpfen, Hirschhorn, Gießen, Grüu- berg 6 Kreuzer; 4. nach Alsfeld 8 Kreuzer; b) von Gießen! 1. nach Butzbach oder Grünberg 2 Kreuzer; 2. nach Frankfurt, Friedberg und Alsfeld 4 Kreuzer; 3 nach Darmstadt, Dieburg oder Seligenstadt 6 Kreuzer; 4. nach Fürth, Heppenheint, Hirschhorn, Waldmichelbach ober Wimpfen 8 Kreuzer« Das Detachement der Hessen in Briare a. d. Loire. Ein Veteran von 1870/71, Herr Wilhelm Högy II. aus Ruppertsburg, hat dieses Gedicht jüngst bet beiit großen Veteranenappell in Gießen vorgetragen und uns umAufnalmft gebeten. Wir folgen dieser Bitte, weil Herr H o g h dieses Gvdtckfl kurz nach dem Gefecht verfaßt hat, obwohl «s den, sftengen Aw- vrderimgeit, die map ast Gedichte stellen muß, nicht entsprich^« Dtp Schrtstltg» Ein kleines Korps von Reitern nach Briare ward gesandt, Dazu noch sechs Geschütze unb bas 2. Regiment. Am zweiten Weihnachtstage zog ein bie kleine Schar, Wir kamen aus bte Feldwache hinaus an bte Loire, Dem stolzen Loirestrome, bedeckt mit starkem Eis, Naht schon nach einer Stunde ber Feind sich sacht unb letS. Die Schildwache tat erblicken, wie naht der Feind heran, Und brachte davon Meldung zurück zur Eisenbahn. Unser Leutnant schickt Patrottille hindurch die ganze Nacht, Bei ©turnt und eiliger Kälte stand an ber Loire Wacht. So ging es viele Tage. Tas neue Jahr brach an, Da zog ber Feinb von Vorny mit grotzer Macht heran. An dein Silvesterabend ging es vor Briare los, Und mancher unsrer Streiter fiel, dort das Jahr man schloß. Am Neujahrstag rückt wieder der Feind vom Wald daher, Seitt Plan war: uns umringen, doch täuschte er sich sehr. Wir täten ruhig halten, bis daß die Bagage war fort, Da eilten wir nach Schien und labten Stellung dort. Die Straße ward gewertet durch eine Barrikad', Daß man könnt sicher schießen, im Fall der Feind sich naht. Wir mußten ständig wachen, gar oft Patrouillen gehen Hinaus auf die Landstraße und auf bte nahen Hohen. Die Reiter patrouillierten nach der Straße Briare hin, Sie sahen nach drei Tagen den Feittd zurück sich zteh u. Nachdem man dies vernommen, gingS schnell aus Echten fort, Wir kauten gegen Abend zurück an alten Ort. Jetzt galt es Wach' atts Wache, man kam tn große Not, Gar mancher tms'rer Reiter, der sand dort seinen Tod. Des Feindes Frattklireure machten manche kalt Am 14. Tage im Monat Januar. Der Rus erscholl: Ihr Brüder, eilt schnell, es droht Gefahr, Der Feind hat schott umringet uns bis an die Loire. Aus, Brüder, drum zum Streite, durchbrechet ferne Schar, Mit festem, stolzem Mute, Herr Leutnant Scharch toten. Seid mutig in dem Kampfe und weicht dent Feutde nicht. Mit Sturm und Hurrarufen gings längs ber Bahn htnam, Man brach, gefärbt vom Blute, sich durch der Feutde Bahn. Die Reiter wie die Jäger, vont Feinde hoch bedroht, Sie haben fest geftanben unb nicht gescheut den Tod. Unser Oberst sprach: Soldaten, ihr habt euch kühn gewehrt l Vom Feinde fortgeführt. So hatten wir geschlagen Uns durch mit großem Mut. Doch mancher war gefallen. Sein Leichnam schon int Blut. Mit Briare wars am End-, Wohl dem, der nicht gekannt. Viel Not hat dort gesitten J ' das 2. Regiment. humoristisches. * Schreckenskunde. „Lieschen, hat denn tstmö Mutter bestimmt gesagt, daß ich heute abend 6U Euch kommen soll? — „Gewiß Tante — aber zureden soll ich brr ntcht, hat W °Kfteinbahn-Jdtzll. „Warum hält denn der Zug auf freiem Felde?" — „Ja sehen Sie, der Barbier kam gerate vorbei unb da läßt sich der Lokomoftvftihrer eben rasieren. Gitter- Auslösung tn Natsei. In bie Felber nebenstehender Figur sind bie Buchstaben a a aac eddeeeeeeeeeg g iiiilll m m m m n n nun n rssssttvv bet* art einzutrageii, daß bie senkrechten unb wagerechten Reihen gleichlautend folgendes ergeben: 1. AnterikanstchenStaatZmamt. 2. Sagenhafte Königin. 3. Geschieht zum Wohle der Allgemeinheit. ächster Nummer. Attflösttng des Versteckrätsels tn voriger Nummer: Auch da? längste Lied hat ein Ende. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch» und Steindruckerei, R. Lange, Gieße»