JgWTTO SSM E8E ^MUU' tz herzrloidr. Noman von Georg Freiherrn von Ompfebtfe (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Der Frühling zog mm ein ins Burggrafen amt, nicht Nur in die Natur, sondern auch in die Herzen der Menschen. Alles schien fröhlich zu sein, die Gesichter strahlten, die Anzüge wurden heller, die Kleider weiß. Verschwunden die dunkeln Kopfbedeckungen, die Strohhüten Platz gemacht mit bunten Bändern, mit Blumen und Farben. Sonnen-» schirme, licht, freudig, wanderten die Wege hin in den Anlagen auf den Serpentinen des Dappeinerweges am Wchelberg, in der Gilf. Und immer mehr Menschen kamen an. Die Hotels, die Pensionen, die Billen füllten sich. Bei der Kurmusi? drängten sich die Leute. Die Bolksschau- spiele waren überfüllt. Beim Rennen wogte es auf der Tribüne. Jeden Nachmittag zogen die Menschlein hinaus nach allen Setten, auf allen Wegen, zu Aussichtspunkten und zu Schlössern, zum Besuch, zum Tee, zum Tennis. Auf allen Wegen traf man Wagen, die Ausflügler fort- führten in die Seitentäleh, nach Tirol, nach Lana, ins Passeier. Der Frühling zog ein ins Bürggrafenamt, zog ein tnit noch linderen Lüften als bisher, mit glühenderer Sonne, mit Düften und Wohlgerüchen von alledem, was da blühte und zum Lichte rang, zu dem Lichte, in das alles getaucht war wie in eine Flut, das alles umspielte, bis in die hintersten Winkel dringend. Das Licht, von dem der Arzt gesagt: „Wo Sonne, da Licht; und wo Licht, da Gesund-, heit." Ja, man mußte gesund werden in diesem Ansturm des Lenzes, des Sommers fast. Es war ein Wetter, eine Stimmung, ein Leuchten und Strahlen, ein Jubilieren der aus dem Winterschlaf erwachenden Erde, ein Geborenwerden, eine Feier des Lebens und des Lebensdranges, daß der Mensch, der darin stand, wenn er gesund schon war, übermäßige Kräfte in sich fühlen mußte und, wenn ihn Leid und Krankheit niederdruckte, ftd) erheben konnte und sprechen: „Siehe, heute bin ich wieder zum Leben er- Und in all der Lenzespracht und Herrlichkeit, in der W einherging mit einem seltsam feierlichen gehobenen Gefühl, hatte ich nur einen Gedanken, während mich die Sonne beschien und das Licht umstrahlte, dis Laute der Bögel um» klangen und all das Werden ünd Wachsen, das junge Grün, pur einen Gedanken: Maria, sie wurde gesund, sie war mir Äwgeschenkt, sie war neu geboren. Ich zweifelte nicht daran, eine große Sicherheit hatte mich überkommen, eine zitternde Freude, ein Kübel nicht zu sagen. Mh mußt», Marie schlief. Ich hatte mich fortgestohlen, jrtH paar Bergungen zu machen. Nun trieb! es mich mir einem Mal nach Haus. Ich begriff mich nicht, daßrch mich von ihr hatte trennen können, auch nur auf erne Minute. Da eilte ich und lief, daß mir die Leute lächelns nachsahen. Ich wollte ja zu ihr, zu ihr! Mein Herz klopfte, meine Augen leuchteten, vom schnellen Gange waren dw Wangen gerötet, alle Pulse schlugen mir. Es war emet jener Augenblicke, wo wir Menschen uns stärker, großer- reicher fühlen, wir wissen nicht, warum; wo wir über den Alltag emporgehoben sind, wo uns alles leicht dünkt und einfach, wo zitternde Seligkeit uns erfüllt, daß wir liebhaben, umarmen, uns begeistern, jubeln möchten. Ich malte mir aus, während ich die Tür öffnete, ins Haus zu treten, wie Maria mir entgegenginge, ginge, ja ginge, denn mit heute war doch alle Schwäche und Krankheit von ihr genommen. Ich sah vor mir ihr liebes, glückliches Gesicht- das zu sprechen schien: Geliebter mein, nun bin ich dir wiedergegeben. Ich trat in das Haus. Eine Gestalt kam mir entj gegen. In der Dunkelheit des Flures erkannte ich sie zuerst nicht. Ein großer, hagerer Mann mit einem glatten, kahlen Schädel. Und so wenig paßte dieses Bild in meinen Seligkeitstraum, daß ich zurückfuhr im ersten Augenblick. Da faßte ich mich und erkannte ihn nun: der Arzt. Sofort streckte ich ihm die Hand entgegen. Natürlich der Arzt! Er kam ja jeden Dag und würde mir nun sagen, mit denk glücklichen Gesicht froher Botschaft: „Wir sind! über den Berg. Sie wird gesund." Er sprach: — Haben Sie einen Augenblick für mich Zeit? i— Gewiß! I— Können wir vielleicht in Ihr Zimmer gehen? — Bitte. Wir traten ein. Er begann: h— Sie erinnern sich, wir haben einmal über Ihre Frau Gemahlin gesprochen, über ihren Zustand. Ich sagte Ihnen, sie sei als eine sehr schwer Kranke zu he- tvcientert .... Ich begriff nicht, was er wollte. — Allerdings — und — — Und Sie sagten, Sie wären Offizier und Manns genug ... ., Da preßte ich seine Hand und krampfte nnch daran fest: — Was ist mit meiner Frau? — Es ist meine Pflicht. . . auch abgesehen von meinem versprechen. Es ist die schwerste Pflicht des Arztes. , i r- Doktor, was ist . . .? ' i— Ich muß es Ihnen sagen .... >— Was... ir- was, um Himmels willen, was? Der Arzt schien erschrocken über meine Aufregung. ®6 wollte beruhigen, schien zurücknehmen zu wollen. Doch nun war ich ruhig geworden. Auf alles vorbereitet. Ich ich war ein Wann, war Soldat. Nur kam eine Krstarrung 322 — ein Kind: — Lieber Maria! Mott, ich bitte dich, lasse mir meine (Fortsetzung folgt). sein, daß man mir nichts anmerke. Dann ging ich in iW Zimmer. Sie war nicht da. Maria lag draußen tiitf des Veranda. Vorsichtig trat ich naher. Auf den Zehen schlich ich hinaus, falls sie schliefe, sie nicht zu wecken. Da erhob sich die Schwester, die neben der Schlummernden saß, und machte mir ein Zeichen. Ich blieb stehen. Stumm.sah ich Maria an. Ich betrachtete sie mit ängstlichem Blick. Mir war es> als müßte ich etwas Besonderes an ihr bemerken, nun, da ich vom Arzt die Gewißheit hatte. Aber ich gewahrte nichts. Nur hatte sich-mein Auge jetzt vielleicht geschärft, und ich sah, wie mager der schlanke Hals war, wie dünn und zart die Arme, die Gelenke, die Hände, die Finger. Ich sah, daß die Wangen nicht mehr rund und voll waren tote einst und die geschlossenen Äugen tief in dem Gesicht eingesunken lagen. Aber es waren doch meiner Maria Augen und Wangen. Die Schwester war zartfühlend beiseite getreten, und ich konnte mich meinen Gedanken überlassen, ohne haß mich ein fremder Blick störte. Lange blieb ich stehen. Maria sah so friedlich aus, so sauft. Ihr schwarzes Haar hoch aus der Stirne gekämmt, hing in Wellen über das weiße Kopfkissen. Die Brust hob und senkte sich ruhiger, leichter als sonst in diesen letzten Tagen, und Wie ich dieses Bild meines Weibes auf dem Lager gewahrte, unlgeben vou Grün, umstrahlt von der helleu Soune, im Duft der Glyzinien, die lila in blendender Farbenpracht, in gewaltigen Dolden die ganze Veranda umrankten, d!a war es mir in dieser feierlichen Stille so bang ums Herz, daß ich mich fortschlich, hinüber in mein Zimmer. Dort riegelte ich hinter mir zu, dann nahm ich mein Taschentuch, setzte mich aus Fenster und Wollte meine Tränen heimlich ersticken, daß niemand von meinem Schmerze -etwas ahne. Aber meine Augen blieben trocken. Ich konnte nicht weinen. Ich war starr, wie leb-! los, vernichtet. Ich faßte mein Schicksal nicht. Langsam sank ich vom Stuhl herab auf die Kniee. Jch saltete die Hände und sprach mit schlichten Worten wie AlaWche deutsche Garten. Bon Dr. Paul Lauda n. Fair das sichere Einverständnis beglückter Liebe wählt unsere mittelhochdeutsche Dichtung den bildlichen Ausdruck: „Sich ein Gürtlein gezäunt haben." Nirgends sonst schien dem Germanen! das Bild holden FriÄxns, trauter Zurückgezogenheit und lieblicher Stille so rein ausgedrückt als im wonniglich umhegten Lust- gefild der Rosen und Veilchen, der Bänme und Pflanzen aller Art. Dieser intime, ohne einheitliche Wirkung geschaffene Garten des Mittelalters, „dnrchgrüNet hier und da, geschachzabelt und geviert, mit Kraut und Würzen wohl geziert", wie es im Liederbuch der Clara Haetzlerin heißt, war den Deutschen so. ans Herz gewachsen, daß sie ihm auch im Zeitalter der Renaissance Iren blieben, als sich der bei aller Freiheit der Gestaltung int Einzelnen doch streng architektonische, majestätisch stolze italienische Garten die damalige Kultnrwelt eroberte. Von solchen schachbrettartig Bunten, gar regelmäßig aufgeteilten nnd lustig ausgeschmückten Anlagen hat sich Ivohl kaum etwas erhalten; nur ans alten Bildern duftet uns noch der Rosenhag entgegen, dessen blühender Rahmen Madonna milt dem Kindlein und die zierlichen Fräulein einet „heiligen Gesellschaft" umschließt, blickt uns die Geisblattlanbe an, in der Jünglein nnd Mägdlein sich ihre Liebe gestehen. Im Anfang des 17. Jahrhunderts dringt dann allmählich die italienisch^ Gartennwde auch zu uns: sie herrscht in dem bedeutendsten! Renaissancegarten Deutschlands, dem Heidelberger Schloßgarten, von dein aber nur noch die Terrassen die ursprüngliche Fornr erraten lassen. Heute stehen prächtige moderne Anlagen! auf diesem wundervollen Fleck Erde rings um das verwitterte Gemäuer des Ottoheinrichs-Baues, doch der int Kupferstich erhaltene Plan des Salomon de Cans gibt deutlich zu crkennen,- daß auch innerhalb des italienischen Rahmens noch das kleinliche schnörkelhafte Element des Mittelalters herrschte. Erst unter französischem- Einfluß am Ende des 17. und int 18. Jahrhundert sind in Deutschland großartige klassische Gartenanlagen entstanden,! von denen bedeutende Beispiele noch heute, besonders in Aid- deunschland, nur wenig verändert erhalten sind und auch in diesem! Frühling die verklungene, in den letzten Jahren wieder so hem ersehnte Schönheit der klassischen Gartenkultur in uiwergleichuchM Pracht entfalten. Dürfen doch diese alten Schöpfungen unsercp Zeit, die sich von der Herrschaft des englischen und romanttsaM .Landschaftsgarteus wieder klareren unt> streng gegliederten Form es tzber wich', als wären' mir die Beine gelähmt. Es überlief Mich kalt, ich fühlte meine Schläfe eisig werden, langsam glitt es durch mein Haar, daß es sich aufzurichten schien. Ein seltsames Gefühl empfand ich, als wäre ich kleiner geworden, als säße mir die Haut, verschrumpelt plötzlich, Kn weit um den Leib. Ich sagte fest: — Also, Herr Doktor, ?ch erwarte die Nachricht. Er begann: — Ich habe die gnädige Fran heute nochmals genau untersucht und, was ich längst befürchtete, bestätigt ge- gmden.'....... Nur durste ich doch eben nichts mit estimmtheit sagen, ehe es nicht so weit war. Bereiten Sie sich darauf vor. Der Augenblick ist gekommen. Ich — ich kann Ihrer lieben Fran nicht mehr helfen, und — ich meine, kein Arzt der Welt. Unsere Weisheit ist aw Ende. Was ich getan habe, antwortete, fragte — ich habe die Erinnerung daran nicht mehr behalten. Ich w!eiß nur, daß ich eines Nachdenkens mich nicht fähig fühlte. Ich hatte nur ein Bedürfnis: fort, hinaus in die freie Luft. Mir war es, als könnte ich int Zimmer nicht atmen, als müßte die Decke auf mich niederfallen, als wankten die Manern. Ich wußte: in diesem Augenblick konnte ich Maria nicht gegenübertreten. Und ich stürzte davon. Ich sah nicht. Hörte nicht. Ich rannte hinaus auf die Straße, fort gns den Gassen. In die Weingärten ging ich, wo mich Mn Auge erblickte, wo ich feilte Seele sah. Dort setzte ich mich an eine Maner, daran der Wein wuchs. Unter mir zogen sich die -Lauben hin in ihrem ersten kleinen Blatterschmuck, denn die Rebe treibt spät. Den Rücken durch die lose geschichteten Steine gedeckt, blieb ich hocken und starrte hinunter aus das grünende, flimmernde Etschland mit seinen Tausenden vou blühenden Obstbäumen, die wie weiße Tupfen über den Anger verstreut lagen oder in ganzen Ketten sich streckten. Ich blickte auf beit blauen Wasserstreifen, der alle die Fruchtbarkeit Und Frühlings- Pracht durchzog, die Etsch. Ich sah auf die lange, in bläulichem Dunst schwimmende Kette der Berge, auf das burgen- gekrönte Mittelgebirge, den 6lauen, dunkeln Südlandshimmel. Ich, ließ mich bescheinen von dieser glühenden, lebenspendenden Sonne, ich hörte den jubelnden Schrei der Vögel, die zu fingen schienen: der Lenz hebt an! Und ich begriff mich nicht, nicht die Natur. Begriff nicht, daß ich weiter leben konnte mit dieser Todesbotschaft int Herzen. Verstand nicht, wie es grünen und blühen konnte, wachsen, gedeihen, lebendig werden, und die, die ich liebte, war zum Tode verdammt. Ich konnte Gottes Ratschluß und Weisheit nicht fassen, der dieses einzig gute, liebe, schöne Wesen nur die wenigen Fahre behalten wollte auf seiner weiten Erde. Ich brütete, ich starrte vor mich hin, ich zersann mir das Hirn und konnte doch keinen Gedanken fassen. Endlich stand ich auf und blickte mich um. Mir war es, als dürfe die Sonne nicht weiter scheinen. Ich blickte empor: sie sollte zittern, erblassen, verlöschen — sie strahlte weiter am wolkenlosen Himmel, ruhig, milde, warm. a Nichts rührte, nichts veränderte sich in der schölten Natur, als ginge mein Leid die Welt nichts an. Ich war förmlich erstaunt darüber. Ich setzte mich abermals. Ich war gefaßter. Ich überlegte meine Pflicht: nichts durfte ich die Kranke merken lassen. Ich mußte alle Kräfte zusammennehmen, um mein Wissen nicht zu verraten. Die letzten--- — ja wie lange gehört sie mir noch? Jahre i— nein, Monate? Wochen nur? Sage? Was hatte der Arzt gemeint? Vom Zeitpunkt hatte er nicht gesprochen. Da kam die Hoffnung wieder ganz leise über mich. Vielleicht dauerte es noch, und ich durste sie noch lange, lange besitzen. Vielleicht — mein Herz begann zu schlagen h— vielleicht irrte sich der Arzt. Einen Augenblick durchsi Kitterte mich Seligkeit. Ja, er irrte sich — bestimmt, er irrte sich, mußte sich irren! Nun sprang ich auf. Ich sah nach der Uhr und erschrak. Lange, unendlich lange hatte ich hier gesessen. Maria würde mich vermißt haben und hatte ganz gewiß nach mir gefragt. Ich eilte nach Haus. Die rasche Bewegung vertrieb Träumen und Kopfhängen. Ich sagte mir: Du darfst es ihr nicht zeigen. Nichts, nichts soll sie ahnen. Du mußt vor ihr stehen, als würde sie gesund. Und als ich die Billa liegen sgh und' langsam schritt, war ich ganz gefaßt. Jin Flur — ich war leise eingetreten — ließ ich das elektrische Licht aus ! bucht en und besah mich im Spiegels als Wolke ich gewiß 323 V i I e e it x t c t e n it >-- he :nl t9 r-. re,: u- er rt n',: rel re :S c=* re re re Ire re re re en It, 15 w re trt iÜi er er! re Ä kleinen Lauben lugen ftd neckisch, die gracileN vollen Frauenleiber« biegen sich gelant; dein geigenden Orpheus lauschend die gravitätisch ernsten Tiere, Diana und ihrs Jägerinnen treten aus nmgrünter Grotte hervor, von schönen Jünglingen und lüsternen Mummel- greisen bewundert. Der alte Kronos beschneidet dem kleinen Amor die Flügel und seine nachtsen Gefährten spielen mit -Tauben,- Schmetterlingen und Blumen. Melodisch verklingen die zarten Linien der Figuren in den Gängen, die auf einem Rondell zusammenstoßen und mannigfachste Durchblicke auf See und Schloß gewähren. Unter rebenumsponnenen Säulen schlummert M Ruinenromantik dieser Garteneinsamkeit, die ganz erfüllt ist von einer spielenden Märchenidyllik, einer drollig-putzigen Grazie, wie sie die Wächter des Gartens, die Sphinx-Fräuleins mit ehren Bleureusen, ihren gezackten Spitzenkragen und den Manichetteir an den Pfoten verkörpern. Die Romantiker aber haben in biefent bunten Naturspiel einen phantastischen Tiefsinn auffinden wollen, haben die Alleen zum „Mithraeum", zur Sonnen-, Mond- und Nilba'hn umgedichtet, und aus den Skulpturen „nach Platons Schule die folgerichtige Darstellung der bacchischen Weltseele Und des Falls und der Erlösung der Einzelseelen herausgelesen. Neben diesem 7,Dornröschen" unter Deutschlands historischen Gärten erscheint der Schwetzinger Park als die reife, ihren Schönheit vollbewußte Schöne. Alle Formen der Gartenkunst« vom mächtigen Barock bis zur freien Natürlichkeit des englischen Stils, sind hier harmonisch vereint. Das Juwel des ganzen aber! ist jener Teil, in dem sich das Strenge Mit dem Zarten paart 'und die Anm'ut des 18. Jahrhunderts sich so frei entfaltet, wie sonst Wohl selten. Der gewaltige Auftakt des Gartens ilt bte breite Mittelallee mit dem Rasenparterre, dem. großen Hirschbassin« das das aufgeregte Fieber der Jagd in prächtigen Brunnengruppen umklingt, mit der grandios aufragenden Baumallee, deren riesige Kulissen sich wie bei einem gigantischen Theater verengen, nist den letzten gesteigerten Abschluß der langen Linie zu bilden, die von der zum Schloß führenden Straße durch Schloßhof Und Schloßtor bis zu dem großen See hinleitet. Dort thronen feierlich Verschaffelts. Flußgötter, während vom änderen Ufer Formen herübergrüßen, die schon den freien unruhigen Geist einer späten! Zeit atmen. An die breite Mittelallee, die zwei lauschige Lauben- gänge umarmen, schmiegt sich der Rokoko-Garten an, mit ,feinem! grünen Gewirr gewundener Wege, heimlicher Verstecke, plötzlicher Ausblicke. Aber in der scheinbaren Asymmetrie, in der vielfältigen! Gruppierung waltet doch ein ordnender, regelnder Geist, der einzelne Gruppen und Plätze als „grüne Lustkabinette" herrlich äusstattet. Hinter einem breiten Heubeet, um kost von jitwtnt Grün, hebt sich die üppig schlanke Gestalt der schönen Galatea, das, Meisterwerk des Düsseldorfer Bildhauers Gabriel Grupello. Alle Grazie dieser graziösen Zeit ist in den schwellenden Fluß dep Körperlinien gebannt, die der zu ihren Füßen liegende Triton dumpf begehrlich anstaunt. Nicht weit von der holden Meertochter! hockt stuf hohem Fels, dessen roh getürmte Steine von dichtem! Moose, dunkel umgrünt sind, Pan, der bocksfüßige Waldgott,- in seine Klagende Sphinx vertieft. Niedertröpfelnde Wasserperlcn-i ketten geben mit dem leise plätschernden Naß des imhen Brunnen- beckens die Begleitung. Dame Natur scheint sich darum ihr kokettes Boudoir geschaffen zu haben. Das Laub der sich huldvoll neigenden Bäume gleicht deut verwirrten zerzausten Haar einer verliebten Schönen; auf dem flachen, stillen Wasserspiegel! schwimmen kleine weiße Blüten, wie hastig verstreute Puderflocken.: Lustvvll lächelnd steht Bacchus da, ans reichem Füllhorn süße! Gaben spendend; ernst grüßen Vasen, acht im Achteck, von Girlanden rings umschlungen, Medusenköpfo -an den Henkeln, doch ohne Schauder. Zwei Putten reiten mit neckischem Eifer, krumm gebückt, auf putzig sich ringelnden Delphinen, aus deren gräulich plumpen Mäulern nur ein leiser Springstrahl steigt, leicht rieselnd und melodisch niederträufelud. Weithin erstreckt sich sauber die Allee, die Bacchus als Point de vue beherrscht, allmählich sich'verlierend in einem Labyrinth von neiten Wundern. Und schließlich geht diese amouröse Wildnis zum „Hain des Apollo" über. Schlank hebt das Tempelchen sich aus de'M Grün, auf hohen Steinen ragend ein schöner Bau! des großen Pigage._ Naja den! hakten träumend eine Urne, aus der über die Treppen die'Kaskade zum Parterre niederstürzt. Sechs Sphinxen liegen hier würdevoll im Grün auf der Wacht, indeß im! Hintergrund ein goldig leuchtender grotesker Brunnen aus breiten DelphinenmäulerU Wasser gießt. Cäsarenbüsten blicken ernst und grämlich in die Alleen, die sich zum eseuüberspounenen Gemäuer dehnen. Ein witnderfeines Gitter, wie ein zartes Netz, läßt hinter dieser stillen Zauberwelk wie hinter einem1 duftigen Schleier neue Schönheit ahnen. Unendlich herrlich dehnt sich noch der Park mit seinen Pavillons, Ruinen und Moscheen, dem bunten Gitter- labyrinttz der Vogelhäuser, die reich geschmückt, von einem' Kranz von schreienden, krähenden, piepsenden Vögeln bekrönt sind. Die lustige Schar strönti blitzende Strahlen aus, wenn die Wasserkünste springen und mit ihrem Rauschen den weiten Park durchtönen. Der „Hain Apollos!" Sehen wir nicht noch heute! um das! edel schlichte Ladebäuschen den guten Gleim', den.feinen Götz'« den eleganten Jacobs sitzen, „mit ihren Freunden und Freundinnen, in einem GewimMel von Liebesgöttern und im Herzen jtzre Liehe feiern!" - . Piwendet, als Ideal und hohes Muster eines vornchnicn Geschmacks «nd feinen NatureMpsindens dienen! Diese herrlichen .Umrahmungen prächtiger Schlösser« kostbare Schmuckstücke unseres weiten Vaterlandes, deren großartige Kunst hei uns noch nicht nach Gebühr erkannt ist, mögen sie' nun in Oesterreich liegen, wie Schönbrunn und Hellbrunn, oder in Bayern Wie Nymphenburg und Schleißheim, Würzburg und Veitshöchheim, in Baden wie Schwetzingen und Bruchsal, in Sachsen tote die Dresdener Gärten und Groß-Sedlitz, im Hannoverschen wie Herren- hausen usw. — sie haben alle ein großes Vorbild : Versailles' und Trianon, die Meisterschöpfungen Le Notres. „ Der stolzeste Gedanke der Aufklärungsepoche findet in der Bändigung und Bezwingung der Natur durch den Louis XIV.-Stil seinen Ausdruck: die Souveränität des Meuschcu, dessen Geist über alles Gewordene! Herrscht, der sich die Natur unterwirft und sie zur klaren einheitlichen Wirkung umformt. Der Garten wird zu einem Teil der Architektur, deren Linien sich in den Terrassen und Balustraden« den strengen Alleen und scharfen Hecken, deren Höfe sich in.den Rosenplätzen und Wasserbässins fortsetzen und langsame verklingen, Der Palast, der Hauptpunkt, das eigentliche Herz des ganzen, strahlt die große Mittelallee aus mit ihren Baumkulissen, ihrem Wassertheater und den stummen Akteuren dieser Bühne, der steinern Schar der Bildwerke; er läßt auch alle die andern Gänge und Wege von seinem dominierenden Zentrum «usgehen Und zu ihm zurückkehren. Die große Baumschere herrscht in diesem so kunstvoll und pompös angelegten Revier; sie schneidet aus Bäum Und Strauch eine neue, lebendige, grüne Architektur, die mit der steinernen harmoniert, Nischen und Grotten, Wände und Portale, ja ganze Zimmer und Hallen. Die Bäume werden z'u! Ornamenten gestutzt, zu Kugeln, Kegeln und Pyramiden, sogar zu plastischen Kunstwerken, grotesken Menschen und Tieren, lieber die Rasen und Beete zieht sich ein buntes Kleid mit durchbrochenen Stickereien und kapriziösen Ornamenten. Die Seele dieser künstlichen Naturwelt ist das Wasser, das in stillen Quellen murmelt« in mächtigen Kaskaden braust, in raffinierten Wasserkünsten überrascht und unterhält, das in wohl ausgezackten ruhigen Bassins den wundervollen Formen ihren koketten Spiegel darbietet. Bewohnt und bevölkert wird der Garten von der unendlichen Schär der Statuen, die den wohlgepflegten und schön geordneten Räum Mit dem Zauber des Märchens umhüllen« ihn in das alte Land dvidischer Verzauberungen, in Haine von Faunen und Nymphen« in das geheime Asyl verbannter Götter umwändel». Die großzügige Majestät des Lenotreschen Gartenideals fiudek in einigen österreichischen und deutschen Gärten wohl den stärksten Widerhall. Die gewaltige Anlage des S chö nb r un n er P ar k s, dessen Mittelperspektive, den riesigen Ehrenhof sortsetzend, hinweg über die am Ende des Rasenparterres auf einer Terrasse liegende hohe Fontäne, zu dem die Mitte des Gartens beherrschenden, auf dem Berge thronenden Säulenbäu der Gloriette führt, ist dem Besucher ebenso Unvergeßlich, wie das Parterre d'eau und die Mittelperspektive von Versailles. Von Nymphenburg hat man behauptet, es sei nach Versailles der erste Garten der Welt« ein Urteil, das die riesigen, dem Schloß vorgelagerten Bassins und Kanäle, der mächtige Mitteltrakt, die entzückenden Lustschlösser, Ursprünglich von eigenen Parterres umrahmt, begreiflich erscheinen lassen. Die kalte und schwere Pracht der weiten Rasenflächen« der ruhigen, breit sich dehnenden Wasserspiegel, der abschließenden düsteren Baumalleen, wie! sie z. B. in H e l l b r u n n bei 'Salzburg in einem charakteristischen Beispiel sich darbietet« wär aber dem deutschen Gefühl, das das Lauschige und Intimä suchte, nicht gemäß, Und so entstanden bald eigenartige Umbildungen des französischen Gartens, die die starre Natur mit einem zierlichen, anmutig verwirrten, liebenswürdigen Geist belebten. Schon der Salzburger Mirabellgarten zeigt eine in sich geschlossene traulichere Stimmung mit seinem großen lauschigen Laubengang, dem Keinen, durch Putten, Vasen, Figuren reich belebten Parterre, Entzückend in seiner vielgestaltigen Gliederung bietet sich noch heute, trotzdem manches nach dein englischen Gartenstil verändert ist, der Garten der Würzburger Residenz dar, in seinem! fein abgestuften Parterre und der reich geschmückten Terrasse, Hat eine spätere Zeit schon in diesem zierlichen Prunkstück die Darstellung philosophischer Ideen finden wollen, im 'unteren Teile der leiblichen, im oberen der seelischen Mächte des Kosmos« so Mache man aus dem eigenwilligsten und kapriziösesten aller deutschen Gärten, dein von Veitshöchheim, als man seine Wnstlerischen Absichten nicht mehr verstand, ein Symbol der ganzen Geschichte der Philosophie. Wir wandeln, in den verschnittenen Heckengängen dieses vom modernen Geiste nicht berührten Gartens wie durch das versunkene Traumparadies! des Märchens, ,jn dem Dornröschen seit mehr als 150 Jähren schlummert. Nun öffnet die Schöne die Augen und trippelt zierlich im Reifrock, Steckel- S und der losen Puderfrisur an den lustigen Putten, den luden Sphinxen, den schlanken Vasen vorbei zum See, wo sich das heilige Roß der Phantasie, der Pegasus, aus der Schar der lieblichen Musen hervor, laut wiehernd aufbäumt, auf diesem MiNiaturparnatz. In drei stillen langen Terrassen steigt dies Heim der Rokoko-Märchenprinzessin empor', bewohnt von den Dryaden, Nymphen und Faunen, die kunstvolle! Meister der Würzburger Plastik, der virtuose, preciöS -aum'utige Dietz und der LleMu.te Mgn.er, Mr geschaffen Mein ÄuZ grünen Nischen Und 824 Glocken und Elockemnschristen. Wenn der Gebrauch von Klingeln oder Schellen äuch. schon im heidnischen Altertum bekannt war, so steht doch fest, daß. dre eigentliche Glocke ein Erzeugnis der christlichen Aera rst. Ihr Erfmder soll der Sage nach Bischof Paulinus von Nola um das Jahr 400 gewesen sein. Das älteste bekannte Zeugnis für eine am Serl gezogene Glocke stammt nach Pater Emil Michael S. I., der m der >,Zeitschrift für katholische Theologie" über die Glocken des Mittelalters referiert, aus der .Feder Gregors von Tours (t 594). Der Umstand, daß die Glockengießer den heiligen Forker- nus, den Sohn eines irischen Fürsten, als Schutzpatron verehren, scheint darauf hinzuweisen, daß, die ersten Glocken Ms Irland stammen; jedenfalls wird berichtet, daß schon während des 5. Jahrhunderts in iroschottischen Klöstern das Zeichen zum Beginn des Gottesdienstes mit Glöckchen oder Schellen gegeben wurde. Im 9. Jahrhundert soll es schon eiserne, also geschmiedete, und bronzene, d. h. gegossene Glocken gegeben haben; von den ersteren haben sich nur sehr wenige erhalten. Die Herstellung der Glocken war anfangs Sache der Mönche, aber schon im 8. und 9. Jahrhundert finden sich umherziehende Glockengießer aus dem Laienstande. Die älteste bekannte Glocke mit Datum soll die zu Drohndors ßm Herzogtum Anhalt sein, doch ist die Lesung 1098 oder 1099 Nicht sicher. Pom 13. Jahrhundert an sind inschriftliche Zeitbestininmngen schon sehr häufig. In diesem Jahrhundert wurden aber auch schon schwerere und größere Glocken hergestellt; ihr Gewicht erreichte 100, ja sogar 200 bis 300 Zentner. Ungefähr gleichzeitig mit der Vergrößerung erscheinen bei vielen Glocken Inschriften und ornamentaler Schmuck, und zwar zuerst vertieft, dann als Relief. Später kämen die Glockengießer darauf, für die Inschriften und Ornamente geschnittene Formen herzustellen, die in den weichen Lehm gepreßt wurden und somit den gleichen Dienst versahen wie die späteren Buchdruckertypen. Bald kam man auch darauf, die Buchstaben nicht mehr verkehrt auf der Jnnenseitej des Mantels anzubringen, sondern in normaler Gestalt auf der Außenseite des Hemdes, wobei man die einzelnen Zeichen und Schnörkel aus Wachsfäden bildete. Wurde nun der Mantel dem Hemde aufgestülpt, so entstand in ihm ein Negativ der Wachs- sormen und beim Guß ein Positivs das dem vorgebildeten Schema genau entsprach. Auf diese Weise kam nicht selten eine überaus kunstvolle Arbeit zustande. — Sehr mannigfaltig ist der Inhalt der Glockeninschriften. Oft wird die tönende Glocke als lebendes Wesen eingeführt, das ein Gebet spricht; so fleht zum Beispiel eine Glocke des Domes zu Minden: „Gütige Jungfrau, bete für das Volk, so oft ich klinge." Zuweilen ist zwischen zwei Glocken eines Turmes eine Beziehung hergestellt, indem die Inschriften eine Art Zwiegespräch bedeuten. Mm häufigsten aber findet sich auf den Glocken das Gebet um Frieden. Auf der Glocke „Hosanna" im Münster zu Freiburg i. Br. steht zu lesen: „Im Jahr« des Herrn 1258 am 18. Juli ist die Glocke gegossen worden. Ö, König der Herrlichkeit, komm mit dem Frieden! Schallt mein frommes Geläut, so hilf deinem Volke, Maria!" Diese Glocke gilt allgemein ials die älteste datierte mit den: Friedensgebet, eine weit ältere Mit Datumsangabe besitzt jedoch St. Martin am Mbs- felde ju der Diözese St. Pölten: die mit einer dicken Patina- Mlle überzogene Glocke trägt die Jahreszahl 1200. Eine andere Glock« der St. Pöltener Diözese, in der Kirche zu Mtpölla, zeigt außer der Bitte an Maria die Worte: AGLA f TETRA- GRAMMATON f MESSIAS, — kurze Anrufungen Gottes, wie sie sich mich sonst noch auf mittelalterlichen Glocken finden. — Neben den Inschriften erscheint auf den Glocken auch schon im* 13. Jahrhundert figürlicher Schmuck, der sich allmählich zu ganzen Bilder- jreihen erweitert. Mit der Herstellung dieses Schmuckes verhält es sich ähnlich wie mit den Buchstaben: es wurden dem Glockenmantel oder dem Hemde fertige Schablonen eingedrückt. Diese Schablonen erbten sich in den Familien der Glockengießer fort, daraus erklärt es sich, daß zum Beispiel im 14. Jahrhundert der Bild schmuck der Glocken einen Stil zeigt, der auf eine viel frühere Zeit zurückweist. — Bis ins 18. Jahrhundert hinein liebte Man es, auf den Glocken Abdrücke von Münzen und Siegeln hanzu- bringen, wodurch oft bei fehlender Datierung die chronologisch« Bestimmung ermöglicht wird. Die Sitte der Glockenweihe scheint durch Papst Johann XTlI. !eingesührt zu sein: 968 weihte er die große Glocke der Lateran- kirche im Beisein mehrerer Kardinale und gab ihr den Namen ^Johannes". — Zum Schluß kommt P. Michael auf die Rolle zu sprechen, die die Mocken in Sage und Poesie spielen. Häufig hvird !er zählt, Glocken seien verschwunden und von Tieren — besonders oft von Schweinen —• wieder aufgefunden worden. Andere Sagen verherrlichen die „Heimatliebe" der Glocken, die sich angeblich durch keine Gewalt der Menschen aus dem Ort, für den sie bestimmt sind, fortschaffen ließen. Manche Glocken sollen bei der Und rener Gelegenheit keinen Klang gegeben, wieder ander« auf geheimnisvolle Weise zu läuten begonnen haben. Kurz, man schrieb den Glocken Mitempfinden mit den Schicksalen der Menschen Ustd M prophetisches Ahnen kommender Ereignisse zu. Die LMrung. (Nachdruck verboten,)! He hatts grihste Maul, ean he ließ sich naut saa(n), Doas weaßte fei Noochbern, ean doas weaßt die ganz Gemaa(n), 's könnt eit eam Docwf nach kaa(n) Mensch neat leite Ean wer'sch iweS könnt, der dearen') meire. Doch sei Sach woar eam Staand, he scheut aach kaa(n) Moih, He halt die deckste Kattofstl, ean die fettste Sau. Sei(n) Noochber halt schu(n) jahrelang en wachsame Hond. Nu traff sichs emoal, groad so im die Meaitoagsstond, Daß d' Hond ean die San eam Hob woarn eüaa(n)8),- Ean off eemoal beaß d'r Hond d'r eene Sau eans Äaa(n), Do driwwer woar d'r Bauer barwoarisch allderieri: „Woas eaß nur met meier Sau bassiert?!" Doch d'r Noochber woar friedlich, m'r kann sich denke, Der wollt sich doch neat oh den Growian henke. „Aich machs wirrer gant", so redd er em3) zou. Doch der deat nur kreische: „Loaß m'r mei(n) Rouh l „Do soll doch e Kreuzdonnerwetter enean schnieiße l „Aich loaß m'r doch vu(n) beim Hond mei(n) Sau neat beiße, „Aich loaß es neat bebet, doas will aich d'r nur saa(n), „Moann 4) gih(n) aich ean die Stoadt, ean daun dich verklaa(n)l* Die ganz Noacht beare5) kaa(n) Aag neat zou. De Aerjer ean bte Uhbill läißem °) kaa(n) Rouh. Ean be annern Moarjenb ean aller Froih Spannb he bann oh(n) sei zwaa schinste Koih. Dann bei so woas do doar he goar sche gern protze: Wannm'r ') ohstännig fährt, doas kann ahm3) viel uotze. So doocht he, ean koom dann goar baal ean die Stoadt, Ean sicht3) sich be ersetzte best' Avvegoab. Wäi be saa(n) wollt, doas harre10) schu(n) ean d'r Noacht Sich Wort vor Wort serächt gelangtn). Doch eam Woarteraum verging em alle Mout, Dann zwaa Stoun se woarte, dozau Hirt'3) rouhig Blout. Ean wäi he dann endlich vor woard geloasse, Do woar he verärjert ean verdroasse, Ean weaßt aach neat rnih, wäi he wollt saa(n), Ean warf dorchenauuer Hond, Sau ean Äaaln), Vu(n) seitn Noachber, vorn Doars ean vu(n) seirn Hob, Beas endlich der Avvegoab woarb grob: „Ich bin nicht hier, um mit Ihnen zu spassen, Ich muß Sie bitten, sich kurz zu iassen." Joa, joa, aich saan's Ihne ganz genau : _ „Ohgenomme, Herr Avvegoab, Säi warn bie Sau Ean aich wär be Honb, ean aich beaß Ihne eans Baa(n), Herr Avvegoab, s o woarsch, wann aich's Ihne saaln)." Emilie Strack, *) tat ihn, 3) allein, °) redet er ihm, 4) morgen, 6) tat er, 6) ließen ihm, 7) wenn man, 3) einem, 9) sucht, 10) hatte er, *’) zurecht gelegt, 12) gehört. humoristisches. * Unverfroren. „Na, wissen Sie, Meister Zwirn, dies« Rechnung könnten Sie auch mal neu schreiben, die ist ja im Laust der Zeit ganz unansehnlich geworden." , *Selb st gesprächeinesLebe mannes. „Meine Vcr-i lobung in Familie meiner Braut kolossalen Effekt gemacht« Tochter strahlt, Mutter prahlt, Vater zahlt!" Bilderrätsel. Auflösung in nächster Nummer i --- Auflösung der Skat-Aufgabe in voriger Nummert Abkürzungen: tr — Treff, p — Pique, c — Coeur, car — Garreau trB — Treff-Bube, pA — Pique-Aß, cD Coeur-Dame u. |. u Vorhand; hat av, aö, bZ, b9, b8, b7, cD, c9, c8, c7, im Skat liegen a8 und a7; Mittelhand erhielt den Rest. Der Spieler hatte Grand-Schneider angesagt, wobei aber di« Gegner folgende Stiche machen: 1. V. av M. dU H. aK ---- — 9. 2. M.äA H. äv V. bZ = - 24. SaT= — 33 AugStt. Das Spiel ist somit verloren. Redaktion : I. V.: E. He ß. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießest-