Donnerstag den 22.3utti WM 'i ii idö Das nette Mädel. Vornan von Fedor von Zobeltitz, (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Wei Köhlers wurde um ein Uhr zu Mittag gegessen. Friedrich hatte englische Tischzeit; sein Frühstücksbrötchen genügte ihm bis dahin. Traute stand in ihrem Stübchen vor dem Spiegel und probierte eine neueKrawatte an, die sie sich gestern gekauft hatte. Sie war rot mit weißen Pünktchen und paßte am besten zu der Tennisbluse. Auf der Erde krabbelte die kleine Thea herum und spielte mit bunten Perlen, die Traute ihr gegeben hatte, damit sie ruhig sei. Traute drehte sich vor dem niedrigen Spiegel, der über der Kommode hing. Plötzlich erschrak sie. Sie hatte im Spiegel gesehen, daß Theachen eine ihrer bunten Perlen in das rosige Mäulchen schob. Sofort kniete sie vor dem Kinde nieder. „Was machst du denn da, Thechen? !" rief sie. „I pfui, wer wird gleich alle in den Mund stecken! Mach das Mäulchen auf! Wo hast du die Perle?" Thea begann zu quaken. Dann schluckte sie heftig und Zog ein weinerliches Gesicht. „Wo ist denn das Perlchen?" wiederholte Traute. Sie bekam es mit der Angst und fuhr mit dem Finger in den Münd der Kleinen, woraus diese gewaltig zu heulen begann. Da trat Helene in das Zimmer, die gestern ihren zwölften Geburtstag gefeiert hatte und schon halblange Röcke trug, weil sie prall wie ihre Mutter zu werden versprach. Was denn los sei, fragte sie. „Thechen hat eine Perle verschluckt," rief Traute verängstigt. „Lauf mal zu Muttern!" „Die ist in der Küche," sagte Helene und kniete gleichfalls vor Thea nieder. „Püppchen, spuck doch das Perlchen aus," fuhr sie in bittendem Kindertone fort, „ei et ei ei!" Ruit wurde Traute wütend. „Ei ei ei ei," parodierte sie. „Ich habe dir befohlen, du sollst Muttern holen, Schafskopf! Und zwar ein bißchen dalli!" „Du hast mir gar nichts zu befehlen," antwortete Helene schnippisch, „und wer der größte Schafskopp ist, ist auch noch eine Frage. Man gibt keinem kleinen Kinde Perlen zu kauen!" „Mach, daß du rauskommst!" schrie Traute. Thea gröhlte immer heftiger. Jetzt stürmten die Jungen den langen Korridor hinab. Alfred war zehn Jahr, Rolf neun; zwischen sich hatten sie die siebenjährige Paula, die sie an den Händen mitschleiften. „Was ist has hier für ein Spektakel! ?" rief Alfred pnd nahm den Don eines Schuldirektors an. „Ich lasse die ganze Klasse nachsitzen, wenn ich noch mal solchen Radach iö.re.l, Limmel-onnLrlvetter^^ „Halte den Münd," fuhr ihn Helene an. >,Traute hat der Thea Perlen in die Schnute gestopft. Hol mal Müttern!"' Da hatte Helene schon einen Katzenkopf weg. „Ich werd dir lügen helfen," rief Traute. „Paulachen, geh rasch zu Muttern — Thechen wäre was passiert." Helene weinte laut. „Bon dir laß ich mich noch lange nicht schlagen," .erklärte sie empört. „Du hast mich auf den Hinterkopf gehauen, da kriege ich wieder meine Kopfschmerzen. Ich sag's Vatern." „Alte Petzkarline!" rief Rolf entrüstet. „Laß sie!" schrie Traute nervös. „Geht denn nun einer zu Muttern?!" Aber Rolf beruhigte sich noch nicht; er war ein strammer Junge. „Sie petzt immer," sagte er. „Neulich hat sie Patern geklatscht, .ich hätte Schindlers Otto'n zwei Murmeln gestohlen. So'ne entsame Lüge. Sie müßte mal ordentlich verdroschen werden." „Kinder, zankt .euch nicht," rief Alfred, >,keilt euch lieber." Es ging auch schon los. Helene puffte Rolf in die Seiten. Sie hatte einen roten Kopf und sah drohend aus. „Grade hast du Otto'n zwei Murmeln weggenommen," rief sie. „Eine gelbe und eine weiße. Du maus'st!" Rolf gab ihr eine Tachtel. „Das ist für die gelbe," schrie er. Dann folgte noch ein Klaps. „Und das für die weiße! Ich habe sie beide geschenkt bekommen — von Fritze Berger — auf mein Ehrenwort!" Das Ehrgefühl bäumte sich in ihm. „So eine Gemeinheit," schluchzte er, „ich mausen!" Aber Helene weinte noch heftiger. „Ihr sollt mich nicht auf den Hinterkopf schlagen," jammerte sie, „ich kriege wieder meine Kopfschmerzen." Theachen brüllte jetzt aus vollem Halse. Traute hielt sich die Ohren zu und sprang auf. Sie wollte selbst die Mutter holen. Aber die kam schon. Sie hatte das Konzert in der Küche vernommen und wuchtete gewaltig daher. Fast war der Hinterkorridor zu schmal für ihre Stattlichkeit. Nr breites Gesicht war noch vom Herdfeuer gerötet. Alles, an ihr schwankte. „Was gibt's denn da?!" rief sie von weitem. „Kann man nicht einmal das bißchen Mittagessen zu Ende kochen, ohne gestört zu werden!" „Ma—ma—Ma—ma—ma," schrie Thechen und streckte ihr die Arme entgegen. „Sie hat eine Perle verschluckt," sagte Traute kurz angebunden. „Um Gottes willen!" — Frau Auguste ruß Thea »n ihre Arme. „Kleinchen, ,wo hast du die Perle? Ist es wahr, daß du eine Perle verschluckt hast?" Thea machte große Augen und schüttelte den Kopf. Sie ließ sich von der Mutter auch willig in das Mäulchen gucken und auf den Magen drücken. „Tüt's da weh, Kleinchen? Hast du was im Bauchel- Hen? HM h>u wirklich M.e. Mrhe 382 Wieder schüttelte Thea ernsthaft beit Kopf. „Es wirb tzar nicht wahr sein," meinte Alfred. „Welcher Nichtsnutz hüt ihr beim überhaupt die Perlen gegeben?" fragte die Mutter, ititb ihr Wachtlnicisterblick flog forschend umher. „Sie wollte gern spielen," erklärte Traute, „da gab ich ihr die Schachtel mit Perlen. Aber vielleicht hab ich mich geirrt. Vielleicht hat sic gar keine verschluckt. Mir schien es bloß so." Die Mutter schalt sehr. Perlen seien kein Spielzeug für Kinder. Aber Traute werde wohl nie klug werden. Immer Dummheiten int Kopf und keine tleberlegung. Dann fuhr sie Helene au: warum Helene schon wieder heule? Helene hielt beide Hände an ihren braunen Zopf. Der Rolf habe sie auf den Hinterkopf geschlagen, und die Traute auch; alles schlage sic immer aus den Hinterkopf. Sie habe fortwährend Kopfschmerzen. Jetzt bekam Rolf seinen Anschnauzer. Er verteidigte sich nicht einmal, runzelte die Stirn und verschränkte die Arme. Er sah wie ein gekränkter Held aus. Dann kriegte auch Traute noch ihr Teil, und endgültig sogar Helene. „Papperlappapp mit deinen ewigen Kopbschmerzen," schimpfte die Mutter. „Hab dich man nicht! Man muß sich auch eilt bißchen zusammen nehmen können. Wenn deine Freundinnen dich abholen, tut dir merkwürdigerweise nie etwas n eh. Nun vorwärts, Hände gewaschen, es geht gleich zu Tisch! Vater ist schon da. Thechen, mein Herz, hast du keine Perle verschluckt? Du wirst dir's wohl bloß eingebildet haben, Traute. Aber besser ist besser. Helene, hol mal das Rizinusöl aus der Schlafstube — es steht in dem Schränkchen mit den Mediizin- slaschen. Bring es in b.ie Küche. Und! nun laß das .Geheule!" Sie marschierte davon, Thea auf dem Arm, und- unter ihr krachten die Dielen. Paula folgte ihr in wiegendem Gange Und mit schelmischem Gesicht: die kleine Range machte der Mutter nach. Auch Alfred empfahl sich pfeifend. Nur Rolf blieb noch zurück. „Lene ist sehr schlecht," sagte er zu Traute, „sie petzt nicht nur, sie lügt auch. Was soll man bloß dazu sagen!" „Maul halten," entgegnete Traute. „Und bei Gelegenheit auskneifen." Rolf verstand nicht. „Auskü eisen?" wiederholte er. Traute lachte. Sie war wieder ganz« vergnügt. „Na ja, dU Hammelchen! Ich kneife mal aus. Futschikato per- dutto. Oder glaubst du, ich werde mich for ever in dieser Jammerbude festbinden lassen?" Sie ordnete ihr schönes blondes Haar vor dem Spiegel. Rolf sah ihr zu und sagte nichts. Ein Ausdruck von Ueber- legung lag aus seinem altklugen Gesicht -i- Nun saß mau bei Tisch. Das kleine einseiistrige Zimmer war lvie vollgepfropft. Die Familie füllte es vollständig. Emma, das Mädchen für alles, bediente. Während des Essens wurde fast gar nicht gesprochen. Alle speisten mit recht gutem Appetit. Emma mußte die Schüssel noch einmal mit Brühkartoffeln füllen lassen. Als Köhler fertig gespeist hatte, zog er seine Brieftasche hervor, entnahm ihr den Bries des Herrn Brigham und legte ihn neben seine Frau. „Lies mal, Mutter," sagte er schmunzelnd. Auguste wischte sich die Finger an der Serviette ab nnb entfaltete das Papier. „Ist das der — der von da Unten, mit dem ihr immer so gute Geschäfte macht?" fragte sie. „Ja — der in Guatemala." Nun lächelte sie. „Na aber, Traute," sagte sie, „sieh mal an! Am Ende kriegst du doch noch ’n Millionär. Das ist ein verdrehter Kerl, Franz, nicht wahr? Soll man beim bad rauf überhaupt antworten?" „Mas ist los?" fragte Traute. „Antworten izrnß man schon," entgegnete Köhler. „Ich korrespondiere ja immerfort mit dem Mann. Aber natürlich fasse ich seine Anfrage nur als Scherz auf." „Was ist beim los?" fragte Traute noch einmal. „Laß dir's _ von Vatern erzählen," antwortete die Mutter. Dann schob sie ihren Stuhl nach rückwärts und staud aus. „Mahlzeit," sagte sie. Traute schob ihren Arm unter beit Köhlers. „Also Väterchen, nun schieß los," bat sie. „Ich soll einen Millionär kriegen? Her damit! Ich nehme ihn ungesehen. Wo wohnt er?" „Ein bißchen weit ab. Steck mir mal meine Pfeise an!" Traute nahm tapfer die Spitze zwischen die Zähne, obwohl ihr der Geschmack abscheulich war, brannte einen Fidibus nn und hielt ihn über den Tabak. Der Rauch züngelte zwischen ihrem weißen Gebiß und den roten Lippen hervor. Sie hustete. „Uh, Vater," rief sic, „eine Zigarette laß ich mir schon gefallen, aber deine Pfeife — o je! Nun erzähle mir mal von in einem Millionär!" Sie setzte sich zu bcu Füßen des Vaters auf das Sofa und kuschelte sich da zusammen. Köhler gab ihr den Brief des Herrn Brigham und passte seine Pfeise. Streifig quoll der graue Tabaksqualm durch die kleine Stube. Traute las : „Quetzaltena — na — uaugo — o Allmacht, was ist das für ein Name! Ta stockt schon meine gcogra? phische Kenntnis. Gut, daß Guatemala dahinter steht H ich verbinde damit Erinnerungen, die zwischen Mexiko und dem Panamakanal auf und nieder schwanken" . . . Jetzt las sie stumm weiter und wurde sehr rot. Die Röte glitt sanft über ihr ganzes Gesicht bis zu den lichten Haarwurzeln über der Stirn. Ihre feinen Nasenflügel zitterten; Hut beit hübschen Mund ging ein Lächeln des Triumphs. Ihre Eitelkeit freute sich. „Hujeh!" rief sie und streckke Arme und Beine in die Luft, „ein-Heiratsantrag! Auf mein Bild hin — und noch dazu eilt recht schlechtes Bild! Ich habe eine dicke Nase auf der Photographie und kleine Schtveiusaugen. Ich .werde ihm das Brustbild vom vorigen Jahre schicken, da mache ich mich besser und entflamme fein mittelamerikanisches! Herz noch mehr. Vater, das ist zum Schießen! Wann soll beim nun unsre Hochzeit sein?" Der Pater lachte gemütlich Und meinte: „Du brauchst bloß Ja zu sagen. Aber du wirst dir's wohl noch ein bißchen überlegen." „Ra — weißt du — die Gelegenheit ist günstig. Eine Farm hat er auch —■ wahrscheinlich doch vor den Torrn von Quetz — Quetz — den Namen meiner neuen Heimat behalte ich nie! Wo liegt denn Pies 'Quetz? Am Meere oder mitten int Lande? Ich muß nachher wahrhaftig mali zu Friedrich gehen, der hat den neuen Brockhaus bei."- „Es liegt schon int Gebirge," sagte der Vater. „Desto besser. Ta wird das Klima vorzüglich feilt. Und was baut Mister Brigham aus seiner Farm?" „Hauptsächlich Kaffee. Aber auch sonst noch allerlei. Es ist Ein intelligenter Mensch. Man hat jetzt in Zentralamerika eine neue Kautschukpflanze entdeckt, und da ist er sehr hinterher. Kautschuk wird nämlich viel verbraucht, und die Produktion reicht kaum aus." Traute neigte sinnend den Kopf. „Kautschuk," wieder- holte sie, „aha — Gummischuhe! Soll mir recht fein.; Und ist der Mister Brigham wirklich so reich?" „"Er hat einen kolossalen Umsatz, Traute. Alle Landcs'- 'prodükte, besonders Kaffee, dann Haute, und Felle, Zucker, inländische Holzarten und Früchte. Die Bananen bei Witt- stock sind auch von ihm; er beherrscht den ganzen Baiianeu- markt." „Es ist alles mögliche. Bananen esse ich zwar nicht gern, sie schmecken mir zu sehr nach Pomade —, aber das! schadet nix. Das Geschäft ist die Hauptsache." . . . Sie lachte wieder lustig auf. . . . „O jerum, jerum, jerum, ich werde überseeisch! Hält mir beit Mann fest, Väterchen. Was willst du ihm antworten?"- „Ja, was soll ich beim antworten, Traute?"- „Ich werde ihm selber schreiben," „I, das geht doch nicht gut!" „Warum denn nicht? Ich schreibe ganz kaufmännisch/ bestätige dankend beit Empfang seiner' werten Werbung nnb bitte ihn um gefällige Ansichtssendung. Dann -nutz er sich persönlich herbemühen." (Fortsetzung folgt.) 383 Walfischhetze. Von A. C. Sörens cif, Unbeachtet von der Kulturwelt vollzieht sich im fernen Norden in den Eismeeren der gewaltige Kampf des Beherrschers der Erde, des Menschen, gegen die letzten Ablommcn der Urzeitriesen: der Vernichtungslampf gegen den größten Vertreter der lebenden Fauna, gegen den Wal, Auch hier hat die moderne Technik dein Jäger neue Zerstörungswaffen gcschentt, die Harpune hat ihre ursprüngliche Bedeutung verloren, der moderne Schütze steht an der zielsicheren Kanone !nnd Granaten wühlen in den Körpern der mächtigen Mecr- -riesen. Der Däne I. C. Sörensen, der lange Zeit int fernen Norden das Leben an Bord eines Walfischjägers geteilt hat/ gibt in einem Bliche „Der Hai" (Verlag von Erich Reiß) eine ergreifende Schilderung dieses Kampfes der Kultur gegen den Wal, ans der wir eine besonders packende. Episode heute Unseren. Lesern vorlcgcn. Die Schriftltg, Eine Stunde später bekämen sie einen Wal in Sicht, einen viesengroßen Finnenwal voir gegen 80 Fuß. Er lag fast still draußen und schwamm hin und her, dann ging er weiter, aber Unendlich langsam und gemächlich. Sie kämen hurtig an ihn heran, er schien das Book nicht zu beachten oder zu scheu, schwamm Nur immer da unten herum u.nd blies in seiner majestätischen Art/ Tenn,cr sah geradezu majestätisch aus, wie er sich da erging sind seine mächtigen Strahlen in die Höhe blies, als stväre ihm alles gleichgültig. Er bewegte sich draußen int Meere, wie ein Bauer, der sein Feld bestellt, Ivie ein König, der sein Reich verwaltet. Er war so überaus imponierend zähe und langsam in seinen Bewegungen. Nichts kümmerte ihn, und ex hatte Niemals und mit niemand Streit gehabt. _ , „Tas ist ein schlimmer Bursche", sagte der schütze, indem er zur Kanone ging. „Dem muß man's gut nt~ die Mitte geben." Tas Boot schießt vorwärts, auf den Koloß zu. Ter Schütze hat Trosse und Harpune nachgesehen, jetzt steht er draußen neben der Kanone mit der kurzen Pfeife im Munde. Das Tier erscheint immer größer, immer imponierender, je näher sie ihm $a)iten. „Langsam", kommandiert der Schütze. „Langsam", gibt der Rudergänger die Ordre in die Maschine weiter. • „Langsam", ertönt es dort unten, Und das Boot verlangsamt seine Fahrt. ■ . „Ganz langsam", lautet die neue Ordre, Und das Boot verminderte seine Geschwindigkeit noch mehr. Der Schütze mißt den Abstand vonr Wal. Ter hat eben geblasen und liegt draußen wie ein schwerer sinkender Schimmer. „So leise wie möglich", sagt der Schütze, Und die Ordre, geht von der Brücke aus weiter, „Leise wie möglich". „Wie möglich", antwortet der Maschinist dort tottat. Der Walfisch ist gesunken. An der Stelle, wo er sank, sah es ans, als ob. die Meeresfläche ein großes, faseriges Loch bekommen hätte. Schnellt läuft das Wasser zusammen und füllt das Loch aus. ' . „Stopp", sagt der .Schütze, — „stopp , lagt der Ruder- gättgcr. „Stopp", antwortet der Maschinist. Jeder Laut im Boot stockt, und langsam und unhörbar gleitet es vorwärts zu dem großen, ölartigen Fleck, her die Stelle an-, gibt, wo der Walfisch gesunken ist. . Der Schütze revidiert noch einmal die Kanone und folgt Mit feinem Blick der Trosse über das Teck und das Spill. Dann klopft er die Pfeife neben der Kanone aus, stopft sie und zündet sie an. Es verstreicht eine Viertelstunde. Das Bove gleitet totenstill vorwärts und bewegt sich immer schwächer. Der Wal kann zn jeder Zeit und an jeder Stelle äustauchen. Plötzlich kommt Leben in den Mann oben in der Tonne, Er fitzt'so hoch, daß er tief ins Wasser hinabsehen kann. „Er kommt, er kommt," heult er und fuchtelt m,it den Armen über dem Tonnenrande. „Wo, 'wo", ruft der Schütze, während er blitzschnell die Kanone losschraubt und gleichzeitig zur Tonne einporblickt. Tie Schraube sitzt tief unten, die Tonne hoch oben. Tie, Stellung des Schützen sieht fast gefahrdrohend aus. Dann ist die Kanone locker. „Ta, da", brüllt der Mann oben in der Tonne und. fuchtelt weiter nach der rechten Seite zum Wasser hinab. Der Schütze starrt auf die Wasserfläche, sieht aber, nichts, — Ja, da ist er. Wie eine große fette Riesenseifenblase steigt das Tier durch das Wasser empor, langsam und regelmäßig, als würde es von einem Stempel schräg cmporgehoben, vorwärts und aufwärts. „Go on", flüsterte der Schütze, Seine Stimme ist heiser vor Gemütsbewegung. > Das Boot jagt vorwärts, kann aber nicht mitkommen. Der Walfisch geht immer schräger vorwärts, je höher er hinauf- koMmt. Nun ist er an der Oberfläche des Wassers, .Sein Kopf taucht vorn wie ein großer flacher Schimmer auf und schlenderk die Wassersäule in die Höste, daß es klingt, als würde aus einem lecken Kessel plötzlich der Dampf herausgeschleudert, dann sinkt der Kopf und die Rückenflosse steigt in die Höhe, gleitet vorwärts und sinkt zuletzt ebenfalls. Ter Schütze weilst nicht, auf welchem Bein er stehen soll. Er baumelt mit der Kanone, als wäre es ein Wetterhahn. Das Boot geht immer schneller. Es hat jetzt alle Karten in den Hand, da cs so nahe war, als der Walfisch zuM ersten Male ailftauchte. Aber trotzdem gelingt cs ihm nicht, sich neben ihm zu halten, als er zum zweiten Male austauchte. Ter Schütze flucht und sieht aus, als wäre er unartig gewesen. Der Walfisch sinkt. Tas Boot hat nun seine volle Geschwindigkeit wieder erlangt, es stürzt über die Meeresfläche, als hätte es Flügel. Jetzt; passiert cs die Stelle, wo der Walfisch sank und fährt weiter.. Taucht der Walfisch zum dritten Male auf, so ist er des Todes., Ta kommt er, gerade vor dem Steven. Jetzt bricht er durch die Meeresfläche und bläst, daß es wie Regen auf den Schützeili Und die Kanone hinabrieselt. Der Schütze winkt. Das 'Boot macht eine Biegung und schwenkt zur Seite. Der Kopf des Wales taucht unter, und sein Rücken steigt in die Höhe, keine zehn Faden seitwärts vor dem Steven. Der Rücken des Schützen zückt krampfhaft. , Er krümmt sich ein paarmal zusammen und dehnt sich wieder wie ein Tintenfisch auf dem Sprung. Tann wird er plötzlich starr und steht fest wie ein in den Steven gehämmerter Pflock. Ein Krachen. Einest Augenblick sieht man die herausgeschleuderte Leine hängen Ivie eine singende Spirale. Dann treibt er eine weiße Rauchwolke über dem Steven wie ein giftiger Atemhauch und verbirgt al lost, Tie Trosse fällt draußen platschend hinab. Der Wast gleitet weiter und sinkt ruhig und sicher, wie er stieg. Das Meer ist wieder leer. Die Maschine stoppt. Das Boot gleitet ruhig über die Wasserfläche, wie eine Giftschlange, die gebissen hat und das Resultat abwartet. Tann ertönt ein Krachen dort unten, wo das Tier sank, ein dumpfer, splitternder Knall, wie von einer Unterseeischen Explosion. Die Granate explodiert. , Einen Augenblick ist es stille, totenstill auf dem Bord nnq draußen auf dem Meere. Plötzlich ertönt ein Kreischen. Ein schneidendes, schmetterndes Kreischen. Es kommt nicht draußen vom Meere her, es kommt aus dem Boote selbst und ist ein ganz neuer Laut. Er kommt draußen vom Steven, fährt über das Deck, über das Spill und poltert in den Lastraum hinunter, wo dies Seine aufgestapelt liegt. Die Leine ist lebendig, oder richtiger', sie ist unsichtbar geworden, so schnell wird Faden auf Faden der dicken fünfzolligen Trosse aus deut Schiff heraus und über den Steven gerissen, in einem einzigen blitzschnellen Ruck. Einens Augenblick stockt das Kreischen. Tie Trosse liegt wieder über deins Deck, als hätte sie sich nicht gerührt. Dann- wird sie wieder ist einem rasenden Kreischen gespannt, wird zu einer Saite, dies mit- unendlicher Geschwindigkeit schwingt. Der Walfisch ist fest-, geschossen und sinkt zum Meeresgründe hinab, mit kolossaler Geschwindigkeit, als wäre er ein Senkblei. Ja, so ist cs int ersten Augenblick. Aber der struck deri Wassermasse ein paar hundert Faden draußen im Meere ist lolvssaü, Die Zwischenräume werden immer größer. Immer langjamep wird das Zerren. Man kann jetzt beinahe die Trosse mit deck Augen verfolgen, wenn sie ausläuft. Es klingt nicht mehr, mA ob ein Tier in Todesangst schreit. Die einzelnen Laute ftnW voneinander zu unterscheiden, das Aufklatschen der Lerne auf Teck und ihr Reiben an den eisernen Walzen des Spills. An die zwanzig Minuten sind jetzt vergangen, fett der schuß siel, und von der dreihundert Faden langen Trosse sind nur ast die zwanzig übrig. Dann taucht der Walfisch weit vorn äUI, eine mächtige Blutwolke in dis Höhe blasend. „Er hat ein Granatstück in die Lunge bekommen," erklärt der Schütze, der jetzt achter kommt. — „Also ganz in die Hölle kaust er uns jedenfalls nicht schleppen." Ter Schütze stand oben auf der Brücke und untersuchte die Situation durch das Fernglas. Ter Walfisch ging draußen in der Oberfläche des Wassers vorwärts, so wett dte Seine reichte und blies. Er hatte bei der Fahrt in die Tiefe den Atem verloren und schwamm nun und sammelte Kräfte und blies Blnttvolte auf Blutwolke über das Meer empor. Er bewegte sich im Wasiex vorwärts, wie jeder andere Wal, vielleicht ein wenig schwerfälliger.- Der Schütze Hatte einige Ordres heruntergerufen, und die Maschine war für das Nachspiel in Stand gesetzt worden, staun hatte der Wal die Seine straff gezerrt und begann zn ziehen.. Das Boot bekam einen Ruck, und die Seine wurde über Teck gespannt. Der Steven beugte sich zum Wasser .hinab, als ob das Schiff sieh vor seinem Gegner draußen verneigte. Dann begann die Jagd über das Meer. Einen Augenblick dauerte es, ehe das Boot richtig in Gang kam. Dann schoß es vorwärts^ als würde es von einem Schleppboot geschleppt. Der Schütze ries eine Ordre in den M äschincnraumst hin ab. Und das Boot begann langsam rückwärts zu gehen. Die Stempel begannen zu arbeiten. Die Schraube platschte herum. F as Boot setzte sich mit dem Achterende tiefer ins Wasser und erhob 384 {je'rt Steven. Es wehrte sich, aber das hals nichts. Es ging iimner heftiger Vortvärts. ,. . ,, Der Wal arbeitet draußen. Er ist stündig kurzatmig und Pustet klagend, daß es ivett über das Wasser tönt. Er erhebt sich höher als zuvor und rollt vornüber. r . 1 ' Der Schütze verfolgt oben vom Turin Nus Aufmerksam jebe seiner Bewegungen. Das Tier wendet ihnen den Rücken zu. Sein großer Körper schneidet sich bei jeder Vorwärtsbewegung wie eine breite, stumpfe Eiche hoch aus dem Meere heraus. Ganz deutlich zeigt es die fürchterliche Wunde in der Seite, aus der die Trosse herabhangt. Nicht das kleinste Stückchen ist von der Harpune zu sehen, sie ist vollständig im Körper des. TierM verborgen. „Vollkraft back!" fommänbiert der Schütze, als et gesehen hat, wie gut die Harpune sitzt. Die Maschine verdoppelt ihre Arbeit. Der Stempelschlag wird klar und scharf, er tönt wie schwerer, taktfester Hammerschlag von dort unten herauf. Die Schraube fvirbelt mit verdoppelter Eile herum, versucht zähuelnirschend sich im Meere festzubeißen, sich herunterzuwirbeln. Das Boot setzt sich schwer in die See, der Steven hebt sich ein bißchen. Aber das nützt alles miteinander nichts. Der Koloß draußen setzt nur um so mehr Kraft ein, und seine Bewegungen Verstärken sich gleichmäßig und sicher. Die Maschine arbeitet, pustet und stöhnt, die Schraube wirbelt hinter dem Schiffe in ohnmächtiger Raserei herum. Der Schisfs- körper knirscht und kracht, als sollte er in der Mitte auseinander- gerissen werden. Die Leine steht stramm gespannt über dem Vorderteil und schräg im Wasser hinab. Das Wasser schäumt vor dem Bug und wirbelt an den Boots- Wänden entlang. Der Walfisch draußen ist offenbar im Begriff, zu Kräften zu kommen, er bläßt seltener als vorher und nicht Eo stöhnend. Die Atemsäulen sind nicht so blutig wie zuvor. Er uat seinen Gegner entdeckt und ist entschlossen, zu kämpfen. Er schießt nun vorwärts und hinterläßt ein breites Kielwasser, tot- gefärbt von dem Blut, das aus seiner Wunde strömt. Er begreift nicht, daß jeder einzige Schlag seines SchwanzeZ verlorene Mühe ist. Er preßt sich so hoch wie möglich, spannt' die Muskeln seines Körpers und geht über das Wasser vorwärts', iblind und gewaltsam. Das Boot schleppt ihm mit guter Geschwindigkeit nach, während die Schraube im Wasser hernmmahlt wie ein wütender kleiner Köter, der über einen Bürgersteig hin- gezerrt wird. So verstreicht eine Stunde und noch eine Stunde, Dies ist unbegreiflich und kolossal. Ja, es ist gar nicht zu verstehen, eine solche Riesenkraft in einem zN Tode verwundeten Tier. Dies ist keiil Kampf, es ist Meuchelmord. Hätte das Tier draußen außer seiner Kraft ein bißchen Intelligenz, dann hätte es das Boot hier schon längst zu Splittern und Eisenspänen zerdrückt. Aber es rennt seine eigene Kraft nicht und weiß nicht, wie man kämpft, deshalb jagt es über das Meer vorwärts lvie ein scheuer Hirsch. Es steht einfach gar nicht in der Macht eines Menschen, sich die Kraftentfaltung vorzustellen, die dazu gehört, einen Dampfer von 20 Tonnen Gehalt, der in den eigenen Ein- 'gelveiden Anker geworfen hat, zlvci Stunden durch das Meer Vorwärts zu schleppen, mit einer Geschwindigkeit von mehreren Meilen in der Stunde, trotz einer Dampfmaschine, die ununter- hrochen mit zweihundert Pferdekräften zurückgeht, und trotz eines Blutverlustes von mehreren Tonnen. Es ist die höchste Kraftentfaltung des Lebens, die gegen Mcnschenklugheit und Menschenschlauheit von Jahrtausenden kämpft. Es ist Fleisch Und Blut im Kampf gegen Stcchl, lZlvei Stunden dauerte der Kampf, und so lange er währte, mochte niemand an Bord richtig den Mund austun. Ständig hämmern die Stempel, ständig mahlt die Schraube. Die Ofen- Wren werden auf- und zugeschlagen, Der Scheiterhaufen wird erneuert, die Kessel werden gefüllt. Doch tver erseht das Blut/ das da draußen aus der Wunde lief, wer ersetzt die zermarterten Nerven. Aber das Boot ist Stahl und nur Stahl. Es' hat weder Herz noch Nerven, es atmet Kohlen und hat kein Blut, es hat kein Gefühl, es fennt keine Müdigkeit, keine Angst, keinen Schmerz, keine Wut. Es mahlt nur mit der Schraube herum, mahlt und inählt. Es sitzt aufrecht in der See und mahlt, und es kann acht Tage lang so sitzen Und mahlen. Dieses kleine verdammte Slahlgeschöpf, das seine eiserne Klaue in das Tier draußen geschlagen hat, kann nicht aufgeben und kann nicht müde werden. Es uruß siegen in diesem Kampf, der kein Kampf ist, lind der Sieg kommt, langsam und sicher. Der Wal arbeitet schwer und gewaltsam. Die Hälfte des großen Riesenkörpers wälzt sich über das Meer empor, jedesmal ivenn er anzieht und vorwärts geht. Ständig schäumt das Blut aus der fürchterlichen Wunde, welche die Harpune in die Seite des Tieres gerissen hat. Die enorme Arbeit und der Blutverlust ermüden es. Es taumelt orgußen, schwankt. Die Bewegungen werden langsamer, hören Uuf. Das Boot hält sich nun auf demselben Fleck. Das große Tier walzt sich hilflos in der Meeresfläche. Noch zieht es, aber in schwachen, kurzen, zwecklosen Stößen. Der Stahl der Maschine schlägt scharf Und taktfest dort Unten, hä'rt Und klangvoll wie zuvor. Es ist ein Stählherz, das leiden« fchaftslos und unbarmherzig schlägt. Das Mahlen der Schraube tvird ruhig und sicher, man hört/ daß sie int Begriff ist, sich festzubeißen. Der Wal draußen stöhnt und pustet wie ein undichter Blasebalg. Jetzt schleudert er aus dein Blasloch nicht allein Luft empor, sondern die Körperwärme selbst, die er in feiner Not und seinem Elend von sich gibt. Er taumelt in der Oberfläche umher, wild und' eingeschüchtert, bald' nach rechts itnb bald nach links. Aber er komUtt nicht vorwärts,- er wirst sich fast aus dem Wasser heraus unb torkelt wie ein betrunkener Mann. Das hilft alles miteinander nichts. Das Meer ist ihm verschlossen, wohin er sich auch wendet: das kleine Unbarmherzige Stahltier hat sich mit seiner wirbelnden Eisen- schraube im Meere festgebohrt, die Leine gibt nach, der Walfisch wälzt sich draußen, schwindelig vom, Blutverlust- zischend vor Atemnot, geguält von Schmerzen. Das Boot hat gesiegt, die kleine unermüdliche Eisenschraube hat gesiegt, langsam schraubt sich das Boot zurück, den Walfisch rückwärts an der Leine nachziehend wie einen erschöpften Hund., „Halb-Kraft," kommandiert der Schütze. Der bebende Stahl- schlag der Maschine verlangsamt sich, wird ruhig, überlegen^ Hier gibt es ja nichts zu jagen, nur noch' ein wenig gewartet, dann geht alles von selbst. Der Wirbel der Schraube wird langsamer, nicht weil sie inüde ist, sondern weil sie gesiegt hat!, Vermachtes. "Das Trinken in e r h i tz t e m Z u st a n d e. Im letzten Dezennium haben die Todessälle an Hitzschlag besonders beim Militär bedeutend abgenommen. Dies ist hauptsächlich dem Um* stanve zu verdanken, daß nicht mehr wie früher den Soldaten auf dem Marsche das Trinken verboten ist, sondern sogar oft beim Passieren von Ortschaften die Einwohner ersucht iverden, Trinkgefäße mit frischem Wasser vor die Türen zu stellen. Es ist and) ganz natürlich, daß die durch den Schweiß verlorene Flüssigkeit immer wieder ersetzt werden muß, wozu ja auch das sich einstellende Gefühl brennenden Durstes auffordert. Leider gibt es aber noch immer ßeute, welche glauben, daß man vom Trinken in erhitztem Zustande Lungenentzündung bekommt. Bei der einfachsten Ueber- legung müßte man sich aber doch sagen, daß das Getränk mit der Lunge gar nicht in Berührung kommt, sondern direkt in den Maden geht. Wenn in solchen Fällen wirklich einmal Lungenentzündung entsteht, so wurde diese schon vorher Hervorgernfen durch übermäßige Anstrengung beim Bergsteigen, Klettern, Marschieren in brennendem Sonnenschein. Dr. Niemeyer sagt hierüber: „Wenn ein von der Meute halb tot gehetztes Wild an eines Bächleins Rande niederstürzt und sich ein letztes Mal die vertrockneten Lippen netzt, so wird doch niemand behaupten wollen, daß der Trunk es ihm angetan habe." Hat man denn jemals schon erlebt, daß der Trunk bei Erhitzung den Tieren, z. B. dem Hunde schadet? Instinktiv vergißt man auch dieses Vorckrteil bei Anwandlung von Schwächezuständen und Ohnmächten in der Hitze, wo mit Recht als bestes Mittel frisches Wasser zum Bespritzen und Trinken verabreicht wird. Man trinke also nach kurzer Abkühlung des Pulses mit Quell- oder Bachwaffer ruhig frisches Wasser in kleinen Schlucken, 'marschiere dann aber rüstig iveiter oder mache sich sonst noch eine Weile Bewegung. Auch öfteres Waschen des Gesichtes und der Hände mit irischem Wasser kühlt aus großen Märschen herrlich ab und erfrischt die Lebensgeister bedeutend. Nur hüte man sich, unreines Bachwaffer zu trinkeu, da dadurch leicht der Typhus entstehen kann. Neben frischem Quellwasser löschen am besten den Durst kalter Kaffee und Limonade. Auch kalter Tee ist zu empfehlen. * Selbsterkenntnis. Der Chef machte sein Testament. 7,. . . . jeder Angestellte, der zehn Jahre in meinen Diensten ist, soll 10000 Mark erhalten." — „Wird das nicht Ihre Kinder zu sehr benachteiligen?" warnte der Notar. — Der Chef lächelte grimmig: „Schreiben Sie's ruhig hin, bei mir hat's noch keiner länger als zehn Monate ausgehalten." Erganrungsrätsel. M.. e.n.. ..r..n .t.h. e. . D.., w.. e. b.. o. l. n, . e. b. r . u. l Auflösung in nächster Nummer» Auflösung der Skat-Aufgabe in voriger Nummer: Abkürzungen: tr — Treff, p = Pique, c — Coeur, car — Carreau trB — Treff-Bube, pA = Pique-Aß, cD Coeur-Dame u. s. f, Im Skat lagen b8 und cD. Vorhand erhielt aK, aD, a9, a8, a7, b9, b7, c9, c7, d7 — eilt unverlierbares Null ouvert, Hinterhand den Rest. Herr Lehmann hatte in seiner Freude über die schöne Karte Grand ouvert angesagt, ein Spiel, das er seit mehr als zehn Jaüren nicht wieder gesehen hatte. Es begann und endete aber mit fachendem Stiche: V. aK M. aA H. dU und war somit verloren. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scben Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gieße»