Samstag den (8. Hebruar 'iiJ Kl »WM m KW W s?w ß®W^O LMMIM Das Witwenhaus. Roman von Helene von Mühlau. (Sortfe'tiiiitg.) (Nachdruck verboten.) Im Anfang hatte Doktor Bergholz also über der Sehnsucht des armen Weibleins, das da neben ihm seine ruhelosen Nächte verbrachte, gestanden, er glaubte es wenigstens. Er hatte nur darüber Nachdenken wollen, wie ihr zu helfen sei, und daß er so gar keine Hilfe für sie finden konnte, hatte ihn verdrossen. Er schlief nicht mehr so fest in seinem dunklen Alkoven, wie in den ersten Wochen seines Hierseins; es quälte ihn, daß jemand so gaty in seiner Nähe litt, und daß er nicht helfen konnte, nud weil er ein tüchtiger Arzt war, fing er an, über die Ursache der Krankheit, an der das junge Weiblein litt, nachzudenken, denn krank war sie, ihre Seele war krank. — „Fünfundzwanzig Jahre ist sie alt" dachte er, „und hat ein heißes Herz und viele Sorgen, hat noch so viel unverbrauchte Kraft, glaubt uoch so fest an Glück und Wunder und Zukunft und hat keinen Menschen auf der Welt, der sie versteht, der ihr ein gutes Wort sagt." Solange so eine Frau in der Einsamkeit lebt, trägt sie ihre schwere Krankheit mit Heldenmut und Ausdauer. Das tut sie aber nicht, weil sie niemand hat, der ihr tragen hilft. So ein Zustand ist aber nicht für die Dauer erträglich. Irgend eine Lösung mußte da kommen, das war einfach natürlich, war Notwendigkeit, und da gab es zwei Möglichkeiten: Entweder fand so ein Weiblein den Mann, der es mit all seiner großen, bangen Sehnsucht ans Herz nahm, der es verstand, seine arme, wunde Seele mit weichen Händen zu berühren und gesunden zu machen. Dafür wiirde ihn so ein Geschöpf dann mit all seinem Reichtum, den es zu vergeben hatte, überschiitten, und so ein armes Ding hatte eine Quelle vou Licht und Wärme in sich, die nie versiegte, das wußte er. Also, das wäre die eine Lösung, und die andere? Nun, so ein törichtes, arnteS Ding ging vielleicht eines Tages in die Welt und fand irgend einen Lumpen, den es sich durch seine eigene Brille ansah; es pichte sich diesen Lumpen heraus und quälte sich so lange mit ihm herum, bis er plötzlich so war, wie es sich in sehnsuchtsvollen Nächten einen Menschen zurechtgeträumt hatte, und dann verschenkte es sich, sand ein kurzes Gliick, das es mit bitterem Leid bezahlte, sehnte sich wieder, putzte sich einen zweiten Lumpen heraus, an den es sich wieder verschwendete, bann einen dritten und dann weiter, immer weiter, bis seine schöne, reine, klare Seele ein einziger großer Schmutzfleck tvar, bis es von seiner reinen, traurigen Höhe heruntergeglitten war in Schlamm und Schmutz und nichts, Vichts bewahrt hatte als seine große, unerfüllte Sehnsucht. Es war ja so leicht, die zarten, feinen Saiten auf der Seele eines solchen Weibleins zu zerbrechen und andere, derbere, aufzuziehen, und wenn sie erst einem erlaubt hatte, darauf zu spielen, daun erlaubte sie es auch dem zweiten, jedem, der sie begehrte, und wie so eine Frau im Gutsein kein Maß fand, so würde sie auch keines finden im Schlechtsein. Man würde sie mit frechen, dreisten, begehrlichen Blicken ansehen, und schließlich würde sie gar nicht mehr begreifen, daß es zwischen Manu und Weib etwas anderes geben könnte als sinnliche Wünsche, und sie würde nur noch staunen und lachen, wenn einer sie ernst nehmen wollte--- Der Doktor mochte solche Gedanken gar nicht aus- denken. Solch -eine ist ja viel schlimmer dran wie eine, die wirklich verdorben ist, denn sie ist so töricht, sie überlegt nicht, sie gibt einfach, gibt immerzu und sinkt so entsetzlich tief. — Er sah das schwache, starke Weiblein vor sich, er las ihr die heißen Wünsche aus ihrem Herzen heraus. Er wußte, daß sie ihn liebte, so liebte, wie ihn nie wieder eine Frau lieben konnte, und er nährte diese Liebe, diese furchtbare Sehnsucht; er peinigte ein armes, wehrloses Geschöpf und wenn diese Liebe so groß geworden war, daß sie sie allein nicht mehr tragen konnte, dann würde er ihr Lebewohl sagen müssen, denn er konnte ihr ja nichts sein, er war ja selber einer von den Lumpen, die sie sich herausputzte, er war der Schlimmste, weil er der erste war! — Oft in der Nacht stand der Doktor auf und begann seine Mcher, Kleider und sonstigen Habseligkeiten in den Koffer Zu werfen. „Morgen xtn aller Frühe gehe ich!" sagte er sich. „In aller Frühe, bevor ich sie wiedergesehen!" Aber er ging nicht! — War das nicht erbärmlich? Weil er seine Zukunft über Bord geworfen hatte, mußte ein anderer Mensch zugrunde gehen, denn daß das Weibchen ohne ihn zugrunde gehen würde, war sicher. — Er mußte sie halten, er ganz allein konnte helfen, denn er verstand sie, und so ein Weibchen war schwer zu verstehen. Er konnte sie ja auch gar nicht mehr lassen, er hatte in den letzten Wochen gelebt von der Wärme und dem Licht, das sie über ihn ausgoß. Sollte er nun in graue Nacht und Oede zurück, planlos- ziellos, so wie er gekommen ? Und wenn er das nicht tun konnte, was dann? ? Gab es noch einen anderen Weg? Sollte er sie fragen, ob sie ein Hungerlos mit ihm teilen wollte, ihre traurige Existenz an die noch traurigere eines mit sich selbst zerfallenen! Menschen ketten? O, er wußte, mit Seligkeit, mit all ihrer großartigen; Unvernunft würde sie jauchzen: „Ja, mit tausend Freuden will ich mit dir hungern, nur nimm mich, nimm mich«'/' 110 Er hörte förmlich, tote sie das sagte. Er Hatto sie *to so ganz, ganz in seiner Gewalt. Wemi er jetzt mitten in der Nacht die Tiir zn ihrem Zimmer öffnete und sagte: „Komm! Sei mein! Ich will dich besitzen!" — sie wäre gekommen, ohne ein Wort der Abwehr. Sie war ja am Werhnngern, sie brauchte seine Liebe nötiger wie ein Stück Brot. — „Ja, es gibt doch noch einen Weg!" sagte sich Doktor Bergholz nach einer schlimmen Nacht, in der er das Weiblein neben sich wieder schluchzen gehört. „Ich muß wieder ein Mensch werden, ich muß neu aufbauen! Ein Jahr wird genügen, dann hol ich sie mir! Ich gehe morgen, ich gehe ins Leben zurück. An der Schwäche eines armen. Weibes Habe ich meine Kraft zurückgewonnen." Er schlief bis in den Hellen Tag hinein, und als er erwachte, schien ihm die Welt ein anderes Gesicht zu haben. Da lachte die Dezembersonne so golden in sein Zimmer, und nebenan sprach das Weiblein, um das er sich bangte, mit seinem Kind, und heute wollte er ihr sagen, daß er ginge und daß er wiederkäme, und — — ' „Herr Doktor, um Gottes willen, Herr Doktor, stehen Sie auf! Es ist ein entsetzliches Unglück passiert!" schrie da plötzlich die Kosh und stürzte zu ihm ins Zimmer. >,Schnell, schnell, Herr Doktor, kommen Sie!" Vierzehntes Kapitel. „Sehen Sie," hatte die Specht zur Hänflein gesagt, als sie abends beim Tee zusammensaßen, „ich wußte ja, toenu wir ihr noch einmal mit der Bürgermeisterei drohten, dann würde sie ruhig. Sie haben doch auch noch keinen Ton gehört heute abend, nicht wahr, liebe Frau Häuflein ?" „Nein," sagte die, „aber glauben Sie, mir ist es unbehaglich zumut, weil sie so still ist!" Die Specht lachte: „Aber, liebe Frau Häuflein, Sie sind wirklich merkwürdig; statt sich zu freuen, daß Sie endlich Ruhe haben, geben Sie sich einem Unbehagen hin. Sie wissen doch, das letzte Mal hat es auch nur für ein paar Tage genutzt, daun ging es schlimmer wie vorher los. Aber wenn das diesmal auch wieder so kommt, dann gehen wir wirklich zur Bürgermeisterei. Ich meine, wir haben genug Rücksicht genommen." Die Häuflein antwortete nichts. Sie sah ein paar Mal zur Decke empor, beugte sich dann tiefer über ihre Häkelarbeit und war einsilbiger wie sonst. Die Specht wurde schon wieder ängstlich und suchte mit allen Mitteln die Stimmung ihrer Flurnachbarin zu ?leben. Sie glaubte das am ersten zu erreichen, indem sie ich über das Schicksal der Frau Lengerich äußerte. Ihrer Ansicht nach war es eine ziemliche Anmaßung von solch einer Frau, daß sie sich so einfach unter andere normale Menschen mischte. Wenn man mit solch einem Fluch beladen ist, sollte man sich doch lieber in die tiefste Einsamkeit zurückziehen. „Was meinen Sie, Frau Häuflein?" „Ich bitte Sie, liebe Frau Oberlehrer," sagte die jetzt nervös, „ich kann heute abend das viele Reden nicht vertragen, ich fühle mich nicht wohl." Die Specht war ganz niedergeschmettert; sie war auf- gestanden und mußte sich Gewalt antun, ihre Aufregung zu bemeistern. — „Herr Gott, was war das?" schrie plötzlich die Häuflein und wurde kreidebleich, die Specht aber lächelte. „Sehen Sie, liebe Frau Häuflein, Sie haben zu früh gejubelt, der Lärm wird wohl schon wieder anfangen!" Es blieb aber alles still, nur in dem Augenblick, da die Häuflein „Herr Gott" geschrien hatte, war ein Stuhl zur Erde geworfen worden, daun kein Laut mehr. — „Wenn Sie nicht wohl sind, bann will ich lieber gehen!" sagte die Specht zögernd, und die Hanflein hielt sie nicht zurück. Sie reichten sich die Hände, schieden kühler und stiller wie sonst, und die Häuflein legte ihre Arbeit fort tot'b versank in tiefes Sinnen. — —• — Seit Monaten hatte die alte Frau Lengerich Nur in ihrem Mittelzimmer gesessen, hatte die Flurtür fest verschlossen, den Schlüssel zweimal um gedreht, eine Kette vorgehangen und zwei Stühle davorgeschoben. Das Zimmer, das nach dem Flur zu ging, war so'helle, so groß, und wenn es jemand einfiel, sie belauschen zu wollen, konnte er es vom Flur aus tun. Das große Mittelzimmer aber war dunkler und. verborgener, Und in den Mkoven drang kein Lichtstrahl, und wenn man die Vorhänge zuzog, war es Nacht darin. Zweimal in der Woche kam ein Mädchen zum Reinigen der Wohnung, das kochte der alten Frau das Essen und holte ihr beim Kaufmann ein, was sie brauchte. Sie ließ sich immer gleich für eine halbe Woche kochen, dann hatte sie Ruhe. Wenn dieses Mädchen kam, mußte es dreimal! an die Flurtür klopfen und ein Stichwort rufen, dann kam Fran Lengerich aus ihrem Alkoven vor und öffnete, und die Gegenwart dieses Mädchens tat ihr wohl. Die toast freundlich und zutraulich und wenn die alte Frau, sie fragte, ob niemand sie belausche, ob niemand sich! über sie beklage, ob sie nie etwas Besonderes über sie gehört habe, dann gab ihr das Mädchen freundliche Antwort und tröstete sie und versicherte ihr, daß kein Mensch sich um sie kümmere. Das tat der Frau Lengerich wohl, und sie schenkte denk Mädchen Geld und zeigte ihr, wo sie ihr Geld verborgen hielt, und jeden Monat mußte das Mädchen an die Bürgermeisterei und eine kleine Rente für die Fran Lengerich holen. — So war das Leben erträglich für sie; sie hatte Ruhe. Kein Mensch der Welt kümmerte sich um sie. In die dunkelste Ecke des Alkovens hatte sie sich ein eit Sessel gerückt, einen großen Sessel ans Urväter Zeiten. Darin hatte der Vater und der Großvater ihres Mannes gesessen, und beide waren darin gestorben, weil sie int hohen Alter in keinem Bett mehr liegen konnten. Ruhig und voll Frieden waren sie in diesem Stuhl eingeschlafen zum ewigen Schlaf, und ihr Georg hatte den alten Stuhl in Ehren gehalten. Darin konnten noch ein paar Generationen zur ewigen Ruhe eingehen. Er war so breit und bequem, es konnten gut zwei! Menschen auf einmal darin sitzen, und Fran Lengerich dachte an eine Vergangenheit, die ihr weit so weit ziriialig. Sie und ihr Georg hatten so manches Mal zu zweien in diesem Stuhl gesessen, sie hatten auch zu dreien darin gesessen, nachdem der kleine Georg gekommen war, und sie hatten oft gesagt, daß es wohl auf der ganzen Welt keinen ähnlichen uralten Stuhl gäbe, der so viel Glück, so viel Seligkeit beherbergte, denn sie hatten sich lieb, sehr, sehr lieb gehabt. — Einfache, schlichte Leute waren sie äußerlich gewesen, gehörten zu der großen Durchschnittsklasse von Menschen, die nicht arm und nicht reich, nicht eigentlich gebildet und doch aufnahmefähig sind, zu jenen Menschen, denen das Leben in fest vorgeschriebenen Bahnen verläuft, die so sicher auf dem bequemen Mittelweg des Daseins wandeln, daß eine Verirrung vollkommen ausgeschloffen erscheint. Ja, solche Menschen waren die Lengerichs gewesen, solche, die keine Tiefen zu sehen bekommen, die aber auch nie ahnen dürfen, wie es über ihnen aussieht; sie gehen glatt an allen Extremen vorüber, leben froh und einfach ihre Tage'hin, freuen sich eine ganze Woche auf dbn Sonntag, tragen pflichttreu ein paar erübrigte Groschen ans die Sparkasse, und all ihr Glück, all ihren Kummer finden sie in kleinen Alltäglichkeiten, die das Leben so mit sich bringt. Bei solchen Leuten weiß mau nicht viel von unglücklichen Ehen, von Langeweile und Unverständnis. Die sind so fest aneinandergeschweißt durch den gemeinsamen Besitz, durch die Kinder, durch das Versprechen, das sie sich am Altar ablegten, daß eine Macht, die sie auseinander zu reißen vermöchte, schon ganz gewaltig groß sein müßte. Bei solchen Leutchen wächst auch keines über den andern heraus, keines sagt nach Jahresfrist erschrocken zu sich selbst r „Wie kam ich dazu, mein Leben an diesen Menschen, der mir doch so ganz fremd fit, zu fetten ?" Nein, so ein Mann, der tagsüber an seinem Pult steht und schreibt, was ihm diktiert wird, so eine Frau, die an ihrem Herd steht und kocht, die wäscht und putzt und ihre Kinder pflegt, die bleiben zusammen klein und glücklich, für die gibt es keine Entfremdung, keinen Schmerz, den sie nicht gemeinsam tragen, und wohl auch kein Glück, das der eine ohne den andern genießen möchte. Sie werden.so schön stumpf und vernünftig zusammen, sie trotten vor ihrem Lebenswagen dahin wie ein Gespann Ochsen; sie ziehen und ziehen und luerben zusammen ntübe, und .ihre einzige Angst gilt dem Gedanken, daß vielleicht der eine einmal vor dem andern dahin muß. Und doch, in eines jeden Menschen Seele, und sei sie noch so klein und eng, lebt doch etwas, wovon der anders 111 rnchis weiß, wovon er selber keine Uhnnng! Yak, ettoag; tvas getötet oder z-um Leben gerufen werden Dann, irgend ein Fünkchen, das man mit einem Hauche löschen und ebenso mit einem Hauche zur Flamme entfachen kann. Das wußte der Herr Lengerich selbst nicht, daß er Wünsche hatte, die über sein behaglich sorgenfreies M- tagsleben, über sein glückliches Familienleben hinans- gingen, so etwas mochte er auch gar nicht wissest. (Fortsetzung folgt.) Das getupfte Band. Eine Detektivgeschichte von Conan Doyle, (Schluß.) 83eint Verlassen des Hauses kündigten wir dem Wirt mit ein paar Worten an, daß wir noch einen späten Besuch bei einem Bekannten machen wollten, wo wir möglicherweise auch die Nacht zubringen würden. Im nächsten Augenblick blies uns bereits der kalte Wind ans der finstern Landstraße ins Gesicht und der Lichtschein vom Herrenhause war nun unser einziger Leitstern auf dem dunkeln, unheimlichen Pfade. In die Anlagen hineinzukommen, kostete uns wenig Mühe, beim in der alten Umfassungsmauer gähnten an mehreren Stellen weite Lücken. Wir hielten uns unter den Bäumen, bis wir auf dem Grasplatz waren. Eben hatten wir diesen überschritten und waren im Begriffe, durch das Fenster einzusteigen, als aus dem dichten Lorbeergebüsch ein Wesen hervorschoß, das einem häßlichen, mißgestalteten Kinde.Ähnlich sah. Zuerst ließ, es sich unter allerlei Gliederverrenkungen auf den Rasen niedcrfallen, dann rannte es eiligst über den Rasen davon und verschwand in der Dunkelheit. „Mein Gott," flüsterte ich, „hast du es gesehen?" Holmes war im ersten Augenblicke nicht minder erschrocken als ich selbst. In seiner Aufregung preßte er mir dasHano- gelenk zusammen, daß ich hätte aufschreien mögen. Dann aber brach er in ein unterdrücktes Lachen aus nno legte seine Lippen an mein Ohr. „Eine nette Wirtschaft," flüsterte er, „das ist ja der Pavian." Ich hatte die absonderlichen Liebhabereien des Herrn Doktors ganz vergessen. Ein Leopard war ja auch noch da und konnte uns jeden Augenblick auf den Schultern sitzen. Ich gestehe, daß ich mich etwas erleichtert fühlte , als ich Mich im Innern des Schlafzimmers befand, nachdem ich zuvor, dem Beispiel meines Freundes folgend, die Schuhe ausgezogen hatte. Dieser schloß nun geräuschlos die Läden, stellte die Lampe auf den Tisch und ließ dann seinen Blick im Zimmer umherfchweifen. Es war noch alles genau so, wie wir es bei Tage gesehen hatten. Daun, schlich er auf den Zehen zu mir und flüsterte durch die hohle Hand so leise, daß ich ihn nur gerade verstehen konnte:. „Das geringste Geräusch würde unser Vorhaben zu Nichte machen." Ich nickte, zum Zeichen, daß ich verstanden habe. „Wir dürfen Fein Licht haben. Er würde es durch das Luftloch sofort bemerken." Ich nickte wieder. „Schlafe nur nicht ein; es könnte dir das Leben kosten. Halte deine Pistole für den Notfall bereit: ich will mich auf das Bett sitzen, und du nimmst den Stuhl dort." Ich zog meinen Revolver aus der Tasche und legte ihn auf den Tischrand. Holmes hatte eine lange dünne Gerte mit hcreingebracht, die er nun neben sich auf das Bett legte, nebst einer Zündholz- Kwchtel und einem Lichtstrümpschen. Dann schraubte er den acht der Lampe herunter und wir saßen im Dunkeln. Wie könnte ich diese entsetzliche Wache je vergessen? Kein Laut, nicht der leiseste Atemzug war vernehmbar, und doch wußte ich, daß mein Begleiter kaum ein paar Schritte von mir mit offenen Augen in derselben Erregung und Spannung aller Nerven dasaß, wie ich selbst. ®ie Läden ließen nicht den kleinsten Licht- K durch, und die Finsternis, die uns umgab, war undurch- Jici). Draußen ließ sich von Zeit zu Zeit der Schrei des Nachtvogels und einmal auch, gerade vor unserem Fenster, ein langgezogenes katzenartiges Wimmern hören, das uns bewies, daß der Leopard wirklich frei umherlief. Aus weiter Ferne klangen die tiefen Töne der Kirchenuhr herüber, die alle Viertelstunden schlug. Wie häng wurden sie uns, diese Biertclstundcn! Es schlug zwölf, eins, zwei, drei — und noch immer saßen wir da und harrten stumm der Dinge, die da kommen sollten. Plötzlich blitzte an dem Luftloch ein flüchtiger Lichtschein auf, der sofort wieder verschwand, während sich mut ein ausgesprochener Geruch von brennendem Oel und erhitztem Metall bemerkbar machte. Es hatte jentand im Nebenzimmer eine Blendlaterne angezündet.. Ich hörte etwas leise sich bewegen und dann war wieder alles still, während der Geruch immer stärker wurde. Eine halbe Stunde saßen wir mit lauschendem Ohr. Nun ließ sich mit einem Mal ein anderer Laut vernehmen — ein ganz leises, sanftes Pfeifen, wie wenn ein dünner Dampfstrahl längere Zeit aus einem Kessel ausströmt. Augenblicklich sprang Holmes vom Bette auf, zündete ein Streichholz an und hieb mit seiner Gerte wütend auf den Klingelzug los. „Du siehst es doch Watson?" rief er, „du siehst es?" Aber ich sah nichts. In dem Augenblick, als Holmes Licht machte, vernahm ich zwar ein sanftes helles Pfeifen, aber bei der plötzlichen Helle, die meine müden Augen traf, war ich nicht im stände zu unterscheiden, auf was mein Freund so grimmig hineinschlug. Doch hcmerkte ich wohl, daß er totenblaß war und Entsetzen und Abscheu sich in seinen Zügen malten. Jetzt hatte er aufgehört zu schlagen und blickte noch zu dem Luftloch^empor, als plötzlich aus der nächtlichen Stille der schauerlichste Schrei' hervordrang, den ich je vernommen habe. Immer lauter und lauter schwoll derselbe au; Schmerz, Angst und Wut — das alles klang vereint aus dem gräßlichen, heiseren Laut an unser Ohr. Weit drunten int Dorf, ja sogar in dem entlegenen Pfarrhause fuhren — so sagte man uns später — bei dem Schrei die Schläfer von ihrem Lager auf. Uns stockte vor Entsetzen der Atem, und starr blickten wir einer den andern an, bis auch der letzte Widerhall in der tiefen Stille erstorben war. „Was mag das bedeuten?" brachte ich mühsam hervor. „Das bedeutet, daß alles vorüber ist," gab Holmes zur Antwort, „und vielleicht ist es schließlich am besten so. Nimm deine Pistole zur Hand, dann wollen wir uns in Tr. Boykotts Zimmer begeben. Mit leichenblassem Gesicht steckte er die Lampe an und schritt voran auf den Gang hinaus. Zweimal klopfte er an des Doktors Zimmertür, ohne von drinnen Antwort zu erhalten. Nun drückte er die Klinke auf und trat ein, ich mit gespannter Pistole dicht hinter ihm. Ein eigentümlicher Anblick bot sich hier unseren Augen. Auf dem Tische stand eine Blendlaterne, aus deren halbgeöffnetem Türchen ein greller Lichtstrahl auf den Eisenschrank fiel, dessen Türe weit offen stand. Neben dem Tisch auf dem Holzstuhl saß Dr. Roylott in einem langen grauen Schlafrock, aus dem unten feine bloßen Knöchel hervorschauten, während seine Füße in roten türkischen Pantoffeln steckten. Auf seinem Schooße lag die Hundepeitsche mit der langen Schnur, die uns am Tage in die Augen gefallen war. Sein Kinn war aufwärts gezogen und seine glasigen Augen starrten schauerlich nach einer Ecke der Stubendecke empor. Um die Stirn hatte er ein eigentümliches gelbes Band mit bräunlichen Tupfen, das anscheinend fest um seinen Kops gewunden war. Bei unserem Eintreten gab er keinen Laut von sich und rührte sich nicht. „Tas Band! das getupfte Band!" flüsterte Holmes. Ich tat einen Schritt vorwärts. Auf einmal begann der eigentümliche Kopfschmuck sich zu bewegen, und mitten aus den Haaren des Dafitzenden erhob sich der platte, spitzige Kops und der aufgeblasene Hals einer greulichen Schlange. „Es ist eine Sümpfotter!" ries Holmes aus — „die giftigste aller indischen Schlangen. Zehn Sekunden nach ihrem Biß lebte er schon nicht mehr. Hier ist in Wahrheit die Missetat aut ihren Urheber zurückgefallen, und der Verbrecher stürzte selbst in die Grube, die er andern gegraben. Wir wollen das Tier vor allem wieder in feinen Behälter tun; dann können wir Fräulein Stover nach einem sichern Zufluchtsort bringen und die Behörde von dem Vorgefallenen in Kenntnis setzen." Bei diesen Worten nahm er die Peitsche geschwind der Leiche vom Schoße, warf die Schleife der Schlange um den Hals und zog sie von ihrem struppigen Lager weg. Dann trug er sie Armeslänge vor sich her nach dem Schranke und verschloß diesen wieder. Dies ist der wahre Hergang beim Tode des Dr. Grimesby Roylott von ©tote Moran. Die gegenwärtige Erzählung hat sich bereits über Gebühr ausgedehnt, ich will es mir deshalb ersparen, noch ausführlich zu berichten, tote wir die traurige Künde dem entfetten Mädchen mitteilten, als wir es mit dem Frühzug in die Obhut der guten Tante nach Harroto brachten und tote die Behörde auf dem Wege ihres langsamen Verfahrens endlich zu dem Schlüsse gelangte, daß der Doktor fein plötzliches Lebensende durch unvorsichtiges Spielen mit einem gefährlichen Liebl- lingstier verschuldet habe. Das wenige, was ich noch über den Fall zu erfahren hatte, teilte mir Holmes unterwegs aus her Heimfahrt am nächsten Tage mit. „Ich war," erklärte er mir, „zu einer gänzlich irrigen Schlußfolgerung gelangt, woraus du siehst, tote gefährlich es stets ist, mein lieber Watson, seine Schliisse auf ungenügender Grundlage aufzubauen. Die Anwesenheit der Zigeuner und die doppelsinnige Aenßerung der unglücklichen Julia, durch die sie zweifellos beit Eindruck bezeichnen wollte, den die Gestalt der Schlange im Scheine des Zündhölzchens auf ihr Auge gemacht hatte, genügten, um mich auf eine völlig falsche .Spur zu bringen. Ich tarne nur das Verdienst für mich in Anspruch nehmen, daß ich augenblicklich davon abging, als es mir klar wurde, daß die Gefahr, welche der Bewohnerin des Zimmers drohte, — dieselbe mochte int übrigen sein, welcher Art sie wollte — weder durch die Tür noch durch das Fenster nahen könne. Sofort siel mir nun das Luftloch auf mit dem Klingelzng daitebcn, der aus das Bett heravhing. Als ich sodamt entdeckte, daß es gar keine Klingel war, und ich das Bett am Boden befestigt sand, erwachte in nur augenblicklich der Verdacht, daß das Seil nur dazu diene, uni — 112 irgend etwas durch das Luftloch an demselben auf das Bett herunterzulassen. Sofort dachte ich an eine Schlange! vielt ich mir dann dazu weiter vor Augen, daß der Doktor sich beständig Tiere aus Indien schicken ließ, so glaubte ich wirklich annehmen zu dürfen, daß ich mich nun auf der richtigen Spur befinde. Der Gedanke, sich einer Art von Gift zu bedienen, das sich durch keinerlei chemische Untersuchung nachweisen ließ, war einem e.iew- f(freit mit bcn Settithtiffeit uitb bev (äfewiffcttlo)ißfeit vkZ Dorto kJ, der lange im Orient gelebt hatte, ganz besonders zuzutraurn. Die rasche Wirkung eines solchen Giftes mußte ihm von seinem Standpunkt aus ebenfalls höchst erwünscht feilt. Der Leichen- heschauer hätte fürwahr ein scharfes Auge haben müssen, um die zwei winzigen dunklen Pünktchen — die einzige Spur, die der Biß der Giftzähne hinterließ — tvahrzunehmen. Dann dachte ich über das Pfeifen nach. Er mußte doch die Schlange natürlich wieder zurückrufen, ehe es hell wurde, damit das Opfer dieselbe «nicht erblicken konnte. Deshalb hatte er sie, wahrscheinlich mittels der Milch, die wir bei ihm vorfanden, so abgerichtet, daß sie auf seinen Pfisf zu ihm kam. Zur geeigneten; Zeit ließ er sie allemal durch das Luftloch hinüberschlüpfen; er konnte sich darauf verlassen, daß sie an dem Klingelzug auf das Bett hinunter-' kroch. Ob sie die Schlafende sofort beißen würde, war allerdings nicht sicher; möglich, daß diese eine ganze Woche lang der Gefahr Nacht für Nacht entging; aber früher oder spät mußte sie doch zum Opfer fallen. ... „Zu diesen Schlußfolgerungen war ich bereits gelangt, ehe ich noch des Doktors Zimmer überhaupt betreten hatte. An seinem Stuhl sah ich dann, daß er sich regelmäßig darauf zu stellen pflegte; natürlich, denn er hätte ja sonst nicht zu dem Luftloch hinauf zu reichen vermocht. Der Anblick des eiferiten Schrankes, der Untertasse mit Milch und der Schlinge an der Peitschenschnur genügten dann vollends, um jeden noch etwa möglichen Zweifel bei mir zu verscheuchen. Der metallene Klang, den Fräulein Stoner hörte, rührte offenbar von der Tür deS Schrankes her, den ihr Vater hinter seiner grausigen Bewohnerin hastig zuschlug. Welche Schritte ich dann tat, und wie sehr sich die Richtigkeit meiner Ausfassung bestätigt hat, ist, dir zur Genüge bekannt. Sobald ich die Schlange zischen hörte, tvas du ohne Zweifel gleichfalls gehört hast, machte ich augenblicklich Licht und ging auf sie los ..." „ . „Was zur Folge hatte, daß sic sich schleunigst durch das Luftloch davon machte." „Und zur weiteren Folge, daß sie sich drüben auf ihren Herrn stürzte. Ein paar von den .Hieben mit meiner Gerte saßen ganz gehörig; dadurch erwachte bei der Schlange ihre natürliche Bösartigkeit, so daß sie auf den nächsten besten losging. Insofern trage ich zweifellos mittelbar die Schuld an des Doktors Tode, aber ich glaube kaum, daß sie mein Gewissen sonderlich schwer bedrücken wird," Vermischte». * Das Narrengericht zu Grosselfingen. Wo Grosselfingen liegt, tverden nicht viele heute wissen. Ehedem! war der Ort reckst bekannt durch ein Volksfest, das zahlreiche Fremde anzulocken pflegte, das war das Narrengericht zu Grosset- fingen in Hohenzollern-Hechingen. Wann es zum ersten Male gefeiert wurde, ist nicht bekannt, aber es bestehen Urkunden aus dem Jahre 1718 (und 1740, daß es in «diesen Jahren am 16. Februar begangen wurde, und bis in die neueste Zeit ist es vereinzelt gefeiert worden, lange Jahre hindurch regelmäßig, dis es daun einschlief, vielleicht nur, weil nicht die Männer dazu da waren, die Humor genug hatten, es zu leiten. Seinen Ursprung soll das Fest von einer fürchterlichen Pestepidömie haben, die in Hohen- zollern wütete. Da wurde den Herrn von Bubeuhofen, die in Grosselfingen herrschten, gesagt, sie sollten ihre Untertanen durch heitere Feste fröhlich stimmen. Und da jene Dynasten kurz zuvor in Venedig gewesen, so führten sie ein sogenanntes venetianisches Narrengericht in ihren Landen ein. Alle Bewohner des Ortes kostümierten sich zu diesem Fest, das mit einem Gottesdienst begann. Darauf zog man ins Wirtshaus, wo das Narrengericht sich etablierte. Hier wurden dann die „Angeklagten" vorge- führt. Das heißt, man nahm unter irgend einem nichtig«« Vorwande Personen fest, von denen man annahm, daß sie witzig genug waren, auf einen guten Scherz einzugehen, oder daß sie Geld genug hätten, eine reckst hohe Strafe zu zahlen, die man ihnen zudiktieren würde. In diesen beiden Dingen lag der Scherz dieses Grosselfinger Narrengerichts. In den Gerichtsverhandlungen entlud sich eine Menge Zündstoff für Volkswitz und Volkshumor, und an diese lustigen Gerichtsverhandlungen» knüpften sich festliche Gelage, die aus den vom Narrengerichi votierten Strafgeldern bezahlt wurden. — Ein anderes Narren- fest, das stets am Fastnachtstage selbst abgehalten wurde, war in Sigmaringen Brauch. Das Fest wurde das Bräutlen genannt. Jeder Neuerwählte aus dem ganzen verflossenen Jahre wirdi von den Bräutlern, die unbescholtene Bürgerssöhne der Stadt- gemeiiide sein müssen, zu dem Brunnen auf dem Markte geführt und auf einer gesattelten Stange beim Klange eigentümlichev Musik und bei den drolligen Sprüngen verschiedener vermummter? Gestalten um denselben getragen. Ehedem stand auf der Säul< des Marktbrunnens das Bild der Gottesmutter Maria. War detz junge Ehemann nun mehrere Male in der beschriebenen Weis- um den Brunnen getragen, so wurde ihm vor dem Angesichte des! Standbildes die rechte Fußspitze gewaschen, zum Zeichen, daß er unter dem Beistände der Beschützerin der Stadt ein rechter und ehrenhafter Bürger der Gemeinde sein und alles Unmännliche ablegen und treuer Manuestugend sich befleißigen wolle. Nach Beendigung dieser Fastnackstsfeierlichkeit wurde das sogenanntS Narrenbuch verlesen, wobei die während des verflossenen Jahres von einzelnen begangenen Torheiten in spaßhafter Weise wieder-, erzählt werden. * Ein neues alkoholfreies 83 ier. Der Chemikers einer Brauerei in Grimbsby, Mr. Overbeck, stellt ein alkoholfreies Bier nach einem neuen Verfahren her. Er erwärmt Bier gelind«! und läßt Kohlensäure darauf einwirken. Dadurch soll der gesamte Alkohol entfernt werden, den man anderweitig als „Whisky verwerten will. Ob dieses „neue" Verfahren bessere Erfolgs haben wird, als die älteren, die stets sehr bald wieder in Vergessenheit gerieten? Von den deutschen Brauern wird das Verfahren abfällig beurteilt. Fraglich ist vor allen Dingen, ob das vom Alkohol befreite Bier auch haltbar sein wird. 'Alkoholfreies Bier wird auch immer ein Zwischending bleiben, der richtige Alkoholfeind wird Milch ober Brauselimonade trinken. "Ein Lebenszeichen von Doktor Eisenbart, lieber die letzten zehn Lebensjahre des berühmten und berüchtigten Doktors, der im Jahre 1727 starb, war bisher säst nichts bekannt. Nun gräbt der Rostocker Oberbiblioihekar Tr. Kolsteldt eine Annonce aus, die sich in der Stummer vom 12. September der alten Rostocker Zeitung befand, die „Curieuser Extract derer neuesten Zeitungen" sich nannte. Die Annonce lautet wörtlich : „Es wird denen krancken Patienten notisiciert, daß der Königl. Preuß. Naht, auch wohl bekandter Medicus und hochberuhmter Operator, Hr. Eyseubarth aus Magdeburg, nllhier gekommen, und bereits verschiedene Patienten sich seiner Hülse bedienen, er bleibet ivo er hin kommt, lange Zeit, indem er gewöhnet, durch die Gnade Gottes viele Euren zu verrichten. Aubey ivird in speeie ein sonderlicher Haupt-, Augen- und Gehör-Spiritus reconunandiret, welcher vor alte blöde, dnnckle, ja halbblinde Augen, auch in üblen Gehör Obren Sausen, heffligen Hanptschmerzen, Schwindel, Schlag-Flüssen, schwachem Gedächtniß dienet, und ivegen seuies angenehmen balsamischen kräfstigen Geruchs-Wirckung, keinem Spiritus gleichet und damit unzehliche Personen geholten wird, das Loht vor einen halben Rthlr. Anderer raren Medicamenten, die er durch seine lange Expeians (sic 1) und weites Reisen erlernet auch in allen Manual-Operationen, als Blindheiten, Kresschüden, Nieren- wid Blasenstcin, -welche letztere er kann 13 bis 14 Loht schwer aus- jchneiden, item gebrechlichen Patieiiten zu Hecken sich ein Plaisir macht, und ist der Naine Eyseubarth garnicht- unbekannt, auch hat er gar sonderbare Invention curioier Bruchbänder, von Fisch-Bein und Stahl, davon eins kaum 8 oder ö Loht schwer, welche alle Intestina, ohne die geringste Jncommodite, in Leib halten, womit vielen Personen ohn Schutt, nebst sonderlicher Medicm geholfen worden, da- bey offerirt er sich Armen und Reichen im billigen Preiß zu dienen, togiret zu Rostock atis der Wasserstraße im schwarzen Adler." Schachaufgabe. Von L. Kerekes. (Deutsches Wochenschach.) a b c d e f g h abcdefgh 8 8 6 6 5 6 3 3 Weiß. Weiß setzt mit dem dritten Zuge Matt. Auflösung in nächster Nummer: Aiiflösung des Zitatenrätsels in voriger Nunnner: Wer nicht vorwärts geht, der konuiit zurücke. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gieß««»