M - M. UO UW MW MwmH Das nette Mädel Roman von Fedor von Zobeltitz (Nachdruck verboten,), (Fortsetzung.) Er trug sie, wie man ein Kind,trägt. Und da wär iHv äuf einmal, als spüre sie wieder "die Wärme seiner Ge- ruljrung durch die Kleider. Wo seine Hände ruhten, lief es wie Flammen über ihre Haut. Diese Hitze durchströmte ihren ganzen Körper und jagte ihr Schrecken ein. Und dann kam die Besinnung zurück. Das war ja ein Ueberfall — war die Verneinung des „absurden Gedankens" — ein Hohn auf die Ritterlichkeit seines Empfindens! Und dann fielen ihr seine Worte ein: da durchraste sie ein bitteres Schamgefühl, instinktive Scham über sich selbst und zugleich ein wütender Aerger iiber. seine Nichtachtung ihrer ehrlichen Mädchenhaftigkeit — und int Nu riß sie sich aus seinen Armen, und als er sie nicht im Augenblick freigab, schlug ie mit geballter Faust auf ihn ein, stieß, ihn vor die Brust, . kürzte aus die Erde, sprang sofort wieder empor und schrie ihn an:, „Lassen Sie mich ! Sind Sie verrückt — verrückt?!" Sie überschrie den Wind. Bebend stand sie vor ihm, von ihrem Haar umwirbelt, die Fäuste erhoben. Sie keuchte, und ihre Augen sprühten. Aber er lächelte. Er fügte sich ohne weiteres dem Umschwung in der Situation. Er verstand sich auf die Beilegung solcher Scherze. „Sie schlugen mich," sägte er, „schlagen Sie mich noch einmal. Es ist eine holde Entehrung, die ich vetdient habe. Die Bestie wollte wieder beit anständigen Menschen würgen. Aber Sie haben eine gute Art, sich der Unverschämtheit zu erwehren. Mein Respekt wächst. Ich sagte vorhin, -Sie seien ein tapferes Mädchen. Das war eine Phrase apropos. Jetzt meine ich es ehrlich: ich bewundere Ihre Tapferkeit und bitte aufrichtig um Verzeihung." „Können wir weitergehen?" fragte sie. „Wie Sie befehlen." „Wo sind unsere Räder?" „Irgendwo. Ich werde sie suchen lassen. Wenn wir Unfern Train noch erreichen wollen, haben wir keine Zeit mehr, in die Kaninchenlöcher ztt kriechen." Nun gingen sie wie vorhin schweigend nebeneinander. Die Windstöße kamen ruckweise; vereinzelte schwere Regentropfen fielen. Traute versuchte ihr Haar zu flechten. Es wär keine leichte Arbeit im Weiterschreiten. Und plötzlich prasselte der Regen mit voller Wucht Herab. „Noch fünf Minuten," sagte Eberstedt. „Das Munkle da vor uns — das ist das Jagerhäuschen." Er griff in die Tasche. „Ich habe ein seidenes Halstuch hei miKz gnädiges Fräulein. Ich glaube, es würde zweckmäßig sein, wenn Sie es als Kopftuch benützen wollten. Es schützt wenigstens einigermaßen." Sie dankte kurz, aber er drängte es ihr auf. Da nahm ie es denn, schlang ihr Haar zusammen und umwand es mit dem Tuch. Dabei war sie stehen geblieben. Nun aber eckte sie hastiger vorwärts. Durch den Regen blinkte ein sich mählich vergrößerndes rotes Auge. „Unser Zug!" rief sie. „Er wartet drei Minuten." Und dann fragte er in seinem einschmeichelndsten Tonendem nur selten versagenden in der Melodienleiter seiner: erfolgreichen Stimme: „Sind Sie mir noch böse?" „Erlassen Sie es mir, Ihnen darauf Antwort zu geben, Herr Eberstedt," erwiderte sie. Er biß sich auf die Lippen. Der Birkenhain und die Bosketts, die das Jägerhäuschen umgaben (ein im Sommer viel besuchtes Restaurant), tauchten vor ihnen auf. Man hörte das Mühselige Heranschnauben der Dampfbahn. Everstedt war jetzt dicht an der Seite Maules. . Er sammelte alles im Ausdruck seines Gesichts und seiner Stimme, was er an zärtlicher Sorge geben zu können meinte, und sagte: „Fräulein Traute, ich bitte Sie noch einmal herzlich: gehet: Sie nicht ztt Niels Kruse" ... Ein trotziger Zug glitt um ihre Lippen, auch ein spöttischer. „Doch," antwortete sie, „ich werde gehen. Verlassen Sie sich darauf. Sei's auch nur, um meine Unbefattgenheit wieder zu finden — ober ein Teilchen von dem, ivas Sie die nachtwandlerische Sicherheit des Nichtwissens nannten." Der Hohn blickte aus ihrem Auge; ihre Stimme zitterte. Nun sprach er sie nicht mehr an. Sein eitles Herz zuckte. Er sah ein: sein frecher Uebermut hatte diesmal zu einer Niederlage geführt. Aber wenn er sich auch vornahm, schon morgen die Dummheit von heute vergessen zu wollen: er fühlte ein seltsames zartes und banges Weh, das ihm das Vergessen schwer machen konnte. Er schüttelte sich, und die Regentropfen stäubten um ihn. Vor dem Jägerhäuschen hielt der kleine, nur aus einer uralten stöhnenden Lokomotive und zwei Waggons be-> stehende Zug. Everstedt löste die Billetts und gab einem Packträger den Auftrag, nach den liegengebliebenen Rädern zu suchen. Dann riß er die Coupeetür auf. Traute flieg’ ein. Sie triefte vor Nässe und fühlte sich sehr elend. * Am Nächsten Morgen war Traute heiser. Sie hatte auch schlecht geschlafen. Sie war erregt und warf sich hin und her. Und wenn sie für eine halbe Stunde entschlummerte^ sah sie Everstedt int Traume vor sich, Helene pflegte sie zu wecken, bevor sie zur Schule ging. Sie trat, schon den Ranzen auf dem Rücken, in Trautes Zimmer, zupfte M. ihrer Bettdecke, gab ihr dann einen Kuß — 438 und begann hieraus in der Stube Umherzuschnüfseln. Das seidene Halstuch Eberstedts hing über einer Stuhllehne; da sollte es trocknen. Helene nahm es Und betrachtete es aufmerksam. „Ist das echte Seide?" fragte sie. Traute steckte den Kopf in die Kissen und antwortete! Nicht. „Und wirklich von: jungen Eberstedt? fragte Helene weiter. „Was geht dich denn das an!" rief Traute mit rauher Stimme. „Es interessiert mich," sagte Helene. „Es hat gestern Noch ein langes Gerede gegeben, als du zu Bett gegangen warst," „Zwischen wem? Zwischen den Eltern?" „Ja. Und Friedrich. Der kam nach dein Abendbrot. Friedrich schimpfte auf Eberstedt. Es sei auch nicht passend gewesen, daß bit allein mit ihm über die Heide ge- radelt wärst." „Der Esel!" schimpfte Traute. „Der hat eine Ahnung!" „Mutter hat's ihm auch gegeben . . ." Helene setzte sich aus den Bettrand. ... „Traute, ich glaube, Mutter Bildet sich was ein." '„Was denn?!" „Ich glaube, sie denkt, zwischen dir und dem Eberstedt bnudle sich etwas an." Traute fuhr in die Höhe und sah ganz erschreckt aus. Dann lachte sie. „So ein Unsinn! Ich Frau Eberstedt — ach herrjeh!" „Er ist doch mächtig reich!" „Erstens fällt's ihm gar nicht ein, und zweitens mir nicht. Glaubst du, ich würde nur des Geldes wegen 'heiraten? Nee, mein Herzchen, so eilte gemeine Kreatur bin ich nicht. Leuchen, tu mir einen Gefallen: geh mal zu Emma in die Küche und bitte sie, sie möchte mir eine Tasse recht heißer Milch bringen, aber recht heiß. Mir ist so rauh im Hälse. Mutter braucht's nicht zu wissen, ver- stehst du?" Helene nickte, und Emma brachte die Milch. Aber die Mutter hatte es doch erfahren; sie war in der Küche gewesen und hatte noch einen Löffel Emser Salz in die Milch getan. Sie sei ganz guter Laune, sagte die Emma, und schimpfe gar nicht. Nun sprang Traute flink ans dem Bett und kleidete sich an. Die gute Laune mußte benutzt werden. Traute hoffte zuversichtlich, die Eltern würden ihr den Modellbesuch bei Niels Kruse erlauben. Darauf brannte sie. Sie wollte Daul Eberstedt ärgern; hätte sie ein Mittel gehabt, ihn noch mehr zu kränken, sie hätte es angewenöet. Daß sie nachtsüber von ihm geträumt hatte und daß ihre Gedanken immer wieder zu ihm zurückkehrten, machte sie ganz nervös. Erst nachträglich war sie zum vollen Bewußtsein seiner Unverschämtheit gekommen. Wenn sie daran zurückdachte, klopften ihre Pulse stärker, und ihre Stirn rötete sich. Oho, er sollte es fühlen, daß sie sich nicht wie die Bertucci behandeln ließ, oder irgend eine kleine Choristin! Und während sie sich ankleidete, überlegte sie, wie sie ihm von nun ab gegenübertreten wollte. Eisig natürlich'. Ganz kühl und sehr vornehm; immer abweisend, immer sehr reserviert. Bon drüben, herüber, aus dem Fenster der Blumen- sabrik, grüßten die beiden hübschen Arbeiterinnen. Die Schwarze hielt eine Photographie hoch, und die Braune lachte dabei und drückte die Hände auf ihre Brust, /als wollte sie andeuten, daß das Bild den Schatz der Freundin darstellte. Traute winkte freundlich zurück. Und plötzlich fühlte sie einen Stich im Herzen, so daß sie sich setzen mußte. Ihr war ganz sonderbar zumute. Ihre Mundwinkel senkten sich, und Tränen schossen ihr in die Augen. Sie wußte gär nicht, warum sie weinte. Sie schob es auf ihre Nervosität, sprang unmutig auf und fuhr nochmals mit denk nassen Schwamm über ihr Gesicht. Im Eßzimmer saßen die Eltern noch Beim Frühstück. Helene, Pauline und die Jungen tvaren bereits in der Schule, die kleine Thea kroch auf der Erde Umher und spielte mit einer .Gummipuppe und erneut gestrickten Hampel- Mlcknn. Die Eltern waren sehr freundlich. Gestern hatten sie sich erschreckt, als Traute, förmlich aufgelöst vor Nässe, zitternd und fiebrig nach Hause gekommen war, Und sitz hatten sie schleunigst in das Bett gesteckt. Anfänglich hätte die Mutter auch arg geschimpft — bis der Name Eberstedt gefallen war. Der wirkte wie ein Beruhigungsmittel. Und jetzt nun, beim Frühstück, sollte Traute noch einmal erzählens wie alles gewesen wäre. Gott, da war eigentlich nicht viel zu erzählen! An ihrem Rade war der Gummi geplatzt, und da hatte sie zurückbleiben müssen, und Eberstedt hatte ihr Gesellschaft geleistet, und schließlich wär der Sturm gekommen Und der Regen — kein Regen, eine Sintflut. „War der Eberstedt nett zu dir?" fragte die Mutter. „O ja," sagte Traute. Und dann fiel ihr ein: däsj Wichtigste hatte sie ja zu erzählen vergessen. Niels Kruse! wollte das Maifest arrangieren. Prachtvoll — alle sollten uit Kostüm bekannter Märchengestalten erscheinen. Niels teufe wollte auch die übrigen Wörreshooper Maler dabei! beteiligen. Die hätten sich nämlich mit dem Senat gezankt — wegen irgend etwas — aber nun sei wieder alles in Ordnung. Lili Menkens werde wohl als Rotkäppchen gehen, Und Ellen'Meier als Dornröschen -— aber was sie selbst für ein Kostüm tragen sollte, davon hätte sie noch keine Ahnung. . . . Sie kam nun rascher ins Plaudern, steuerte aber immer noch ans Umwegen auf ihr Ziel los, bis sie plötzlich rief: „Ach — und denkt euch: der Niels Kruse will mich malen! Ich soll ihm partout sitzen. Er hat ein großes! Gemälde begonnen, wieder eins von seinen berühmten! Märchenbildern, und da fehlt ihm noch ein Mädchenkops« und meiner paßt ihm gerade. Denkt bloß» (Fortsetzung folgt.) Die Rigi? „Das Paradies für Nervöse" und den „Himmel der Alpen" nannte eine große deutsche Zeitung einst das weltbekannte, vom Vierwaldstätter-, Zuger- und Lowerzer-See umspülte Jnselgebirge der Zentralschweiz, zu dessen Höhen alljährlich Hunderttausende empvr- streben, UM nicht nur die entzückende, in der Welt einzig dastehende Rundsicht zu genießen, sondern auch Seele und Leib! in der würzigen, stärkenden Alpenlust gesund zu baden. _ Zahlreiche Wege führen zu diesem Paradiese hinauf; aber der schönste und bequemste, an Abwechslung, prachtvollen Aussichten und! überraschenden Momenten reichste, ist derjenige, den sich die elektrische Arth-Rigi-Bahn von Arth-Goldau ans durch das riesige Trümmerfeld des Goldaner Bergsturzes an rauschenden Wasserfällen nnd abgrundtiefen Schluchten vorbei, durch prächtige Wälder und verschwiegene Tunnels hindurch, über mächtige Felswände und liebliche, blumenreiche Matten zur Höhe des Rigi- Kulm gebahnt hat. Auf dieser Bergfahrt entrollen sich die entzückendsten NaturgemÄde in ununterbrochener Folge und stetigem! Wechsel, immer neue, ungeahnte lloberraschnngen bietend. Die verschiedenartigsten Partieen des eine Quadratmeile, umfassenden! Goldaner Bergsturzgebietes, das reizende Arther Paradies, dest liebliche Zugersee mit seinen wunderbaren Farbcnspiclen, der wilde Roßberg, der imposante Kaiserstock, der stolze Hacken und die kahlen, hoch in die Wolken ragenden Mythen, Steinen, der Geburtsort Stauffachers nut' stillen Lowcrzersec mit der idyllischen Insel Schwanau und den Ruinen der von Stauffacher und seinen Getreuen zerstörten Geßlerburg, das selbst einen Goethe in bewundernde Ekstase versetzende Tal von Schwyz mit seinen Kirchen, Klöstern und Kapellen, 'und dahinter die Riesen des Hochgebirges! Glärnisch, Tödi, Scheerhorn und andere ziehen an uns vorüber.! Und all die schönen Bilder sieht man klar und deutlich, nicht! durch Dampf und Rauch der Lokomotive getrübt. Mit gelindem Grauen blicken wir über die 150 Meter steil zur Tiefe abstiirzende Kräbelwand hinunter, von der aus man eine wundervolle liebersicht über Arth-Goldau, Zugersee, Lowerzer- See und das ganze Tal genießt: aber die Bahn fährt auf seisen- fester Grundlage ruhiger und sicherer dahin, als rede Talbahn., Bewundernd schauen, wir an den nun kommenden, senkrecht empor- steigeudcn Felsbastionen hinauf, von denen prächtige Wasserfälle! unter kühn angelegten Brücken hindurch zur Tiefe stürzen, wie der Rotefluhbach-, Dvssenbach- nnd Schiltbachfall, oder der Blick wird durch liebliche, wie leichte Silbcrschleier an den rötlichen Fels- wänden herniederrieselnde Wasserstaubbäche gefesselt. Da winkt drüben, jenseits der pittoresken, mit der Muotnschlncht an Schönheit wetteifernden Aabachschlncht von waldiger Höhe das historische Wirtshaus zum Rigidächli, dessen Wirt in der Franzosenzeit die Wertsachen der Rigibewohner an sicherem Ort (im Kessibodenloch auf Rigikulm) verbarg und, weil er das Versteck nicht verraten wollte, sein Leben lassen nrußte. Nnn breitet sich die saftiä grüne obere Dächli-Alp vor uns ans; Herdengeläut und die lebensfrohen Jodler der Aclplcr und Sennerinnen tönen uns ins Ohr, und aus Bannt und Strauch erschallt der vierstimmige, herzerquickende Gesang der gefiederten Sänger des Hochwaldes, während hoch vrW 489 i&t bett Lüften ein Mr seine stolzen Kreise zieht. Prächtiger und büntfarbiger entfaltet sich zu beiden Seiten des, Weges die an die tausend Arten zählende Alpen-Flora der Rigi. ,Bqld erscheint der idyllische, altberilhmte Wallfahrtsort Rigi-Klösterli mit dem imposanten neuen Bahnhofe der Arth-Rigi-Bahn, der schönen Kapelle Maria zünr Schnee und den: Kapuzinerhospiz., Drei große Kurhotels 5eigen die Bedeutung des in Ivindgeschütztett Talmulde gelegenen Ortes, als eines vielbesuchten Luftkurortes! der Zentralschweiz. Jetzt erwartet uns ein prächtiges, auf optischer Täuschung beruhendes Schauspiel. Zwischen den Rigigipfeln Dossen, Rotstock und Kulm emporsteigend beschreibt die Bahn eilten sich erhebenden Halbkreis. Die .hochalpen sind bisher durch die Rigigipfel Scheidegg 'und Schilt verdeckt worden. Auf der Weiterfahrt von Klösterli über Wölfertschen, von wo eine ebene, aussichtsreiche Straße in zehn Minuten zu deut prachtvoll gelegenen Kurhotclj Rigi-First führt, bis zu der Station Rigi-Staffel hin aber entrollt stch nun ein wundervolles Wandelpanorama von ergreifender! Schönheit, Pracht und Erhabenheit, Die. gesamte Alpenwelt scheint plötzlich lebendig geworden zu fein. Gipfel auf Gipfel steigt langsam wie aus einer Bühnenverseukung empor, reiht sich in stiller Majestät aneinander, und sobald der Zug auf der Höhe von Staffelgrat anlangt, steht auf der einen Seite der ganze gewaltige Alpenkranz vom Jura bis zu den Tiroler Firnen, vom Säntis bis zum Berner Oberland strahlend Und blendend Vor den entzückten Blicken, während auf der andern Seite urplötzlich, ungeahnt, wie auf einen Zauberschlag erscheinend, die ganze schweizerische Hochebene mit! ihren Wäldern, Strömen und Seen, ihren Städten, Dörfern und Weilern bis zum Schwarzwald und den Vogesen Hin wie ein großartiges Riesengemälde, in wunderbarer Schönheit zu unseren Füßen ausgebreitet liegt. „Ich Habe schon ein Stückchen Welt gesehen," schreibt ein bekannter Weltreiseuder, „habe manche Bergbahn vom Kahlenberg bis zum Vesuv, vom Schafberg bis zu den Catskittes und zum Pikes-Peak in beit .Felsengebirgen benutzt. Diese Fülle von Lieblichkeit und Großartigkeit glaube ich nirgends gesehen, diesen! Respekt vor dem Schassensgeist des Menschen nie empfunden zn haben, wie auf der Fahrt von Gvldau. nach Rigi-Kulm, Die Arth- Rigi-Bahn ist die schönste Bergbahn der Welt." Wir sind noch nicht am Ziel. Nach einigen Minuten geht der Zug weiter. Das Hochgebirge entfaltet sich in immer größerer Pracht und immer weiterer Ausdehnung. Die Riesen der Alpenwelt treten immer plastischer in die Erscheinung, von einem Heer von untergeordneten Gipfeln wie von Zwergen umringt. Da hält der Zug. — Und nun auf der das schloßartige Kulmhotel überragenden höchsten Kuppe der Rigi — welche unendliche, berauschend schöne Fern- und Rundsicht! „Schau auf das. Land hinunter ton höher Alpcuwaud ! Da liegt's gleich einem Buch geschrieben von Gottes Hand." Worte können es nicht ausdrücken, was die Seele, in diesen Anblick versunken fühlt; aber niemand kann das Bild ansehen, Vhne. daß es ihm sonntäglich int Herzen wird, ohne daß er einen übermächtigen Eindruck davonträgt von der strahlenden Schönheit der Erde. Und nun denke man sich dieses von ewiger Schönheit durchleuchtete Riesengemälde in Abendstimmung, wenn die scheidende Sonne die Glctschcrkuppen mit Rosen bestreut, und die Spitzen der Bergriesen ausslammen läßt im zauberischen Alpenglühen, loder wenn die rosenfingerige Eos die Firne in Gold und Purpur taucht! Nie ist die Welt und das Hochgebirge majestätischer, als sm Kommen und Gehen des Tages. — Wer vermag die Pracht eines Sonuenansganges auf Rigi- Kulm erschöpfend zu beschreiben'? Dai stehen, wie I. C. Heer trefflich schildert, Hunderte, an Sonntagen Tausende, int Nacht- wind, der frisch und frostig um die Felsen flüstert, und schauen nieder in die schemenhafte, totenstille Welt, die grau in undeutlichen • UMrissm unter dem funkelnden Sternenhimmel liegt. Da rötet sich, ein Fleckchen über, der dunklen Silhouette des fernen Albis- gebirges, wie ein. Karfunkelstein leuchtet es einen Augenblick auf den dunklen. Grat. Tann schwebt das Licht höher. ' Es ist der Morgenstern, der Herold der Sonne, und ihm folgt der erste schwache Streifen des Morgenrots, der sich zuckend -auswächst, btö es _bcn ganzen Osten füllt. Und langsam erhellt sich die »v 3't eöeriter Ruhe mit überraschender Schärfe der Umrisse stehen die Berge, während das Land noch dunkel liegt. Ein paar Morgeuwölkchen erglühen am Firmament und spiegeln sich in der inetallenen fläche des Zugersees; es ist, als schwämmen Rosen- stffrln durch seine ruhenden Fluten. Da glüht ein Leuchten am Finsteraarhorn auf, seine Spitze brennt. -t.asi.st der erste Morgeustrahl. Jetzt hat die Sonne die Jnngsrau gekngt, ton Gipfel zu Gipfel zuckt das Licht, auf jeden lvdcrt eine Flamme, und an den Flanken niederwärts rinnen die Feuer. Die Berge wachsen auf int Taumel des jungen Lichts. Da rollt die sonne über den Albis empor, und verändert ist die Welt, lieber den Rigi ertönt das Alphorn, jene einfache Akkorden- ivlge, die ,0 scksticht ist, wie ein Gebet, und ans der Diele tönt Derdengeläut. Nun beginnt die Landschaft in warmer Tages- beleuMung zu glänzen, die Seen funkeln, und die Berge stehen Wchherrlich da. Ein Hauch von stählerner Frische und Gesundheit geht durch die Welt. So zeigt sich die Rigi an schönen Frühlings- Und Sommertagen bei einer Ausfahtt mit der Arthl-Rigi-Bahn, während dem Fußgänger die meisten Schönheiten und kleberraschungen entgehen. Aber nicht nur auf der Bergfahrt schauen wir diese Herri lichtesten alle; die Fahrt zu Tale ist nicht minder entzückend nnt> bietet ganz besondere eigenartige Reize, namentlich wenn man den letzten Abendzug der Arth-Rigi-Ba-hn benutzt. Wieder ist die Strecke zwischen Kulm und Klösterli, aus welcher wir die tiefsten, ergreifendsten Eindrücke gewinnest. Wir faHren hinab; allein wir glauben, die Alpenwelt versinkt vor ststs; einer der Berggiganten nach dem andern verschwindet, wie in einet; Bühstenverscukung, und wenn der letzte hinter der Scheidegg hin- uutergetaucht ist, bemächtigt sich unser eine tief wehmütige Stimmung des Abschiedes von der hehren Alpenwelt. .Diese Stintmustst hält indessen nicht lauge an; denn hinter der Station Rigi-Klösterli entfaltet sich nun ein sarbmfattes Gemälde ton großer Pracht und Lieblichkeit, ... . m Wie zwei ungeheuere Fackeln treten die in intensivem Rot erglühenden Kalkfelspyramiden der beiden Mythenstöcke plötzlich in die Erscheinung, die mächtige Absturzstelle des. Goldauer.Bergsturzes a'm Roßberg ist wie in Blut getaucht; auf dem riesigen Trümmerfelde leuchten die.zahllosen, haushohen Nagelfluhblöckß wie Glühwürmchen durch das sie umspinnende Grün; die sonst grauweiße Zinggelenfluh bei Seewen funkelt in purpurner Glut, und die fernen Häupter der Schwyzer- und Glarner Berg- gewaltigen, die Gletscher und Firnen des Hochgebirges überflutet das Alpenglühen vom zartesten Rosa bis zum dunklen Rot und in das Violette hinein. Das entzückende Ärther- und Schwyzer- Tal aber ruht, von dem Gol.de der untergehenden Sonne über- gofsen, mit feinen funkelnden Bächen, Weiern und Seen Und den unzähligen, durch das vergoldete Grün der ■ Bäume und Matten glühende» Fenstern, Giebeln und Dächern wie ein wunderlieb-' liches Idyll zu unseren Füßen, während aus allen Dörfern und Kapellen feierlich und harmonisch gestimmt die Abendglocken klingelt und der Natur, wie auch dem Frieden suchenden Herzen, zur Ruhe läuten ' K- v. R, Thackeray bei Goethe. 3u 11t 100. Geburtstage DH ackerays , 18. Juli. Als Thackeray, der weltberühmte Verfasser des „Eitel- keitsmarktes", dessen 100. Geburtstag England und mit ihm die Welt am 18. Juli feiert, 19 Jahre alt war, begab er sich nach. Weimar, das damals von jungen Engländern int Interesse ihrer weiteren Ausbildung „zum Studiums Vergnügen und der Gesellschaft wegen" gern aufgesncht wurde. Es war dies im Jahre 1830. Goethe stand am tiefen Abende seines Lebens und sein Ruhm, seine Verehrung hatten sich bereits über.ganz Europa verbreitet. Thackeray hat dort eine glückliche Zeit verlebt, über die er Jahrzehnte später in einem Briefe an Lewes, beit Goethebiographen, selbst einen hübschen Bericht gegeben hat. Durch den ihm befreundeten Attachs'bei der englischen Gesandtschaft in Weimar, W. G. Lettsom, wurde Tlsacke- ray auch bei Hofe und in der besten Gesellschaft eingefiihrt, und mit Rührung erinnerte er sich noch später an hie einfach-liebenswürdigen Verhältnisse, die im damaligen Weimar herrschten. Der Großherzog und die Großherzogin empfingen die jungen Engländer höchst freundlich und gastfrei. Der gesellige Verkehr war sehr belebt: die.Hofdamen hatten ihre bestimmten Abende, und zwei- bis dreimal in der Woche war Theater, wo sich das Publikum wie in Familie befand und fühlte. Aber die große Sonne des weimarischen Lebens blieb doch Goethe, und lvas Thackeray von ihm und seinen Begegnungen mit ihm erzählt, fesselt noch heute unser Interesse aus das lebhafteste. Obgleich sich Goethe, so tautet Thackerays Bericht, von der Welt zurückgezogen hatte, sah er doch gern Fremde bei sich. Am Teetisch seiner Schwiegertochter war immer Platz für uns offen. Manche Stunde haben wir da gesessen und manchen Abend mit der angenehmsten Unterhaltung und Musik verbracht. Auch lasen wir endlose Romane und Gedichte, französische, englische und deutsche. Ich hatte in jenen Tagen meine Lust daran, Karikaturen für Kinder zu zeichnen, und ich fand nun (so bemerkt der englische Dichter 25 Jahre später) mit wahrer Rührung, daß sie noch nicht vergessen, ja zum Teil noch erhalten waren, und damals als junger Mensch war ich sehr stolz, als ich erfuhr, der große Goethe habe sich einige davon angesehen. Goethe blieb meist ans seinem Zimmer, wo nur sehr wenige begünstigte Personen Zutritt hätten, aber er liest sich alles erzählen, was vorging, und interessierte sich für alle Fremden. Wenn ihm • ein Gesicht gefiel, so war ein Künstler da, der es porträtierte. Er hatte eilte förmliche Galerie von Köpfen, die dieser Künstler in Kreide gezeichnet hatte. Sein Haus war voll von Bildern, Zeichnungen, Abgüssen, 440 Ntatuen und Medaillen. Natürlich erinnere ich mich noch ganz gut, mit welcher Aufregung ich als ein Bursch von 19 Jahren die lang erwartete Ankündigung empfrng, der Herr Geheimrat wolle mich an dem und dem Tage sprechen. Diese denkwürdige Audienz sand in einem klemen Borzimmer seiner Privatgemächer statt, welches rrngs mit Abgüssen von Antiken und Basreliefs bedeckt war. Goethe war in einem langen grauen oder bräunlichen Oberrock gekleidet, hatte ein weißes Halstuch um und trug ein rotes Bändchen im Knopfloch. Die Hände hielt er auf, dem Rücken, genau so wie auf Rauchs Statuette. Seine Gesichtsfarbe war sehr frisch, klar und rosige die Augen außerordentlich dunkel, durchdringend und glänzend. Ich war förmlich bange vor ihnen und erinnere mich noch, daß ich sie mit den Augen eines Romanhelden aus meiner Jugendzeit verglich, der mit einem gewissen Jemand tat Wunde stand und bis zu seinem Lebensende diese Augen in ihrem vollen schercklichen Glanz behielt. Goethe machte mir den Eindruck, als müsse er in seinem Alter noch schöner sein, als er in den Dagen seiner Jugend gewesen. Seins Stimme klang sehr voll und angenehm. Er fragte mich mancherlei über mich selbst, ich antwortete ihm, ]o gut ich konnte. Ich erinnere mich, daß ich zuerst erstaunte und dann mich etwas erleichtert fühlte, als ich merkte, daß er Französisch mit keinem guten Akzent spreche. Im ganzen habe ich ihn nur dreimal gesehen. Das eine Mal ging er in seinem Garten am Frauenplan spazieren; das andere Mal wollte er ausfahren und trug eine Kappe und einen Mantel mit rotem Kragen. Er liebkoste gerade seine kleine Enkelin, ein schönes Kind mit goldenen Locken, über dessen süßem Antlitz sich auch schou längst die Erde geschlossen hat. Wer von uns Zeitschriften oder Bücher aus England bekam, schickte sie zu ihm, und er studierte sie eifrig. Frasers Magazine war damals noch neu, und wie ich mich erinnere, interessierten ihn die vorzüglichen Porträtskizzen, die es eine Zeitlang brachte. Aber eine sehr häßliche Karikatur, die auch da erschien, legte er ärgerlich aus der Hand. >,Solch ein Gesicht, möchte man mir auch gern geben," sagte er. Ich muß aber gestehen, daß ich mir etwas klarer, majestätischer und gesunder Aussehendes, als der große Goethe war, nicht denken kann. So hat Dhackeray den greisen Goethe geschildert, und mit derselben Pietät hat er Zeit seines Lebens das ganze Weimar dieser Zeit umfaßt. Zwar hat er 'in seinem Meisterromane seine Erlebnisse dazu benutzt, von einem deutschen Duodezfürstentume ein satirisches Zerrbild zu liefern, allein selbst durch die Satire fühlt man das Behagen hindurch, das er an den gefälligen und natürlichen Zuständen des deutschen, des weimarischen Lebens gefunden hatte. Roch nach 25 Jahren, nach einem reichen und gehaltvollen Leben, hat" Dhackeray .ausgesprochen, daß er nie eine einfachere, liebevollere, höflichere und feiner gesittete Gesellschaft gesehen habe, „als in der lieben kleinen Stadt, wo der gute Schiller und der große Goethe lebten und begraben liegen". verrMehtsr. * Schuhe und Strümpfe d e r D a m e v o n h e u t e. Die gegenwärtige Mode des engen und verkürzten Rockes hat als eine ihrer erfreulichsten Wirkungen den Einfluß zu verzeichnen, den sie aus die Fußbekleidung ausgeübt hat. In unseren Zeiten ist noch nie so viel Wert aus schöne Schuhe und Strümpfe gelegt und so viel Phantasie darauf verwandt worden, wie gerade jetzt. Während inan bis vor Kurzem beinahe nur braune, schwarze und weiße Schuhe gelten ließ und als Material sür Schuhe eigentlich nur Leder in Betracht kam, soll sich jetzt die Farbe des Schuhes den zartesten Schattierungen entiveder des ganzen Kleides oder einzelner Kleidungsteile, besonders des Gürtels, der Schärpe, des Hutes anschmiegen. Unter den einzelnen Farben ist grau besonders beliebt, weil es zu Kleidern der verschiedensten Art gut getragen werden kann und weil es dem Fuße eine sehr schlanke Form gibt. Brann dagegen ist nur auf dem Lande und im Gebirge erlaubt, während sür den Strand weiß die beliebteste Farbe ist, besonders in Verbindung mit weißen Strümpfen und weißen Leinenröcken. Doch ist es erlaubt, ja wird sogar als besonders reizvoll empfohlen, die weißen Schuhe mit schwarzem Besatz, etwa mit einer breiten Sametschleise, zu schmücken. Während in den letzten Jahren infolge des Vorherrschens von Gold- und Silberschuhen das Atlaspantöfselchen fast ganz aus der Mode verschwunden war, wird es jetzt wieder in erster Linie zu Abendgewändern gern getragen und scheint einer großen Beliebtheit entgegenzugehen. Die Strümpfe sollen jetzt vollkommen neu gemustert sein und dürfen höchstens Stickerei auf- weisen. Sie sind um so eleganter, aus je zarterem Gewebe sie bestehen, und die feinsten sind so dünn und so durchsichtig, daß sie kaum mehr als zwei- oder dreimal getrageir werden können. * Ist das Sterben schmerzhaft? In Charles Beard» leys „General Practitioner" untersucht ein Mitarbeiter dieser medizinischen Zeitschrift die Frage, woher die den meisten Menschen tief innewohnende Furcht vor dem Sterben kommt; sür ihre Beantwortung begnügt er sich nicht mit dein Schlagivort des Selbsterhaltungstriebes oder bem Goetbe'schen Ausspruch von der „süßen Gewohnheit, zu leben". Er geht von der Annahme aus, daß diese Furcht von Vorstellungen herriihrt, die wir in früher Jugend samt der Gespensterangst und manchem anderen Aber- glaciben durch Erwachsene eingeimpst erhalten haben, die entiveder selbst an die Schmerzhaftigkeit des Sterbens glauben oder sich der Erweckung der Todesfurcht zum Zwecke der psychischen Einschüchte- rung bedienen, und sucht den Nachweis zu erbringen, daß das Sterben ein rein vegetativer Akt ist, der bem schmerzlosen Verwelken einer Blume gleicht. Der Empfiiiblichkeitsgrab der Körperzellen und speziell der Gesühlsnerven stehe in bestimmter Abhängigkeit von der Unversehrtheit der sensorischen Nerven, und jede das allgemeine Wohlbefinden des einzelnen mindernde Einwirkung führe durch den lähmenden Einfluß der sich anhäufenden Kohlensäure dazu, daß die Nervenknoten ihre Reizbarkeit verlören und die der Schmerzempfindung äquivalenten Erregungen in den Bahnen der Nervenfasern nicht mehr gehirnwärts weiterlaufeit ließen, so daß im Gehirn das Bewußtsein ober gar ein schmerzhaftes Gefühl des Sterbens gar nicht mehr zur Vorstellung komme und höchstens die Empfindung übrig bleibe, wie man sie beim Einschlafen hat. Man könne die Empfindung in diesen Momenten auch mit dem Gefühle eines durch Opium und andere narkotische Mittel Eingeschläferten vergleichen, bei dem die Gehirntätigkeit so tief herabgesetzt sei, daß eben dadurch selbst das Schmerzgefühl während des Vollzuges einer tief eingreifenden Operation ausgeschaltet sei. Als Beweise hierfür werden auch die in der Narkose vorgenommenen Vivisektionen, die Zeugnisse von für tot gehaltenen und die Aeußerungen van Sterbenden angeführt, die aus Anruf nach über ihren Zustand Auskunft geben kannten. Es werden ferner eine Reihe von berühmten Männern zitiert, die sichtlich ohne Schmerzempfindung verstarben, und es wird schließlich auf das Beispiel der meisten kleinen Kinder verwiesen, die lächelnd wie beim Einschlafen aus dem Leben scheiden. Die hier kurz wiedergegebene Theorie wird sicher nicht ohne Widerspruch bleiben, obgleich sie in sehr vielen, vielleicht den meisten Fällen zutrifft. Schließlich kommt es auch nicht aus den einzelnen Moment des Sterbens, sondern auf das an, was ihm in kürzerer ober längerer Dauer vorangegangen ist, auch die nagende Sorge um liebe Angehörige und körperliche und seelische Qualen, und man braucht' in dieser Hinsicht nur an Goethe zu erinnern, der zwar schmerzlos gestorben, aber am Tage vor seinem Tode doch lange, qualvolle Stunden gräßlicher Todesangst und Unruhe durchkämpsen mußte. * EinFrechdachs. „Pump ist doch ein Frechdachs sondergleichen!" ■— „Wieso?" —- „Neulich borgt er sich meinen Frack; heul' brauche ich ihn selber und schicke einen Dienstmann hin. Was bringt er mir ? Den Pfandschein und den Rest des Geldes!" * O weh! „Warum hast du denn Angst vor dem Onkel, mein Kind?" — „Anna sagt, er drückt einen ganz tot, toetta er einen umarmt!" * Nicht seine Schul d. Richter: „Habe uh Ihnen nicht beim letzten Mal gesagt, als Sie hier waren, Sie sollten sich nicht wieder hier sehen lassen?!" —, Vagabund: „Das habe ich ja auch den Gendarmen gesagt; "be>- sie wollten ja nicht hören und mich nicht auslassen!" Buchstabenrätsel. al, ch, co, ck, er, er, ba, fl, iah, gel, i, n, nt, neu, os, rei, t, la, tr, u, vo, z, zu. Aus vorstehenden Silben und Buchstaben fallen fünf Wörter gebildet und derart untereinander gesetzt werden, daß die Anfangsbuchstaben von oben nach unten und die Endbuchstaben von unten nach oben gelesen, den Namen eines Klaviervirtuosen und Komponisten ergeben. Es bedeuten aber die einzelnen Wörter folgendes: 1. Militärisches Vergehen. 2. Badeort in Schlesien. 3. Bekannte Erscheinung auf dem Weltmeere. 4. Geistlichen Liederdichter. ■ 5. Gefiederten Sänger. Auflösung in nächster Nummer, Auflösung des magischen Quadrats in voriger Nummer: iedaktion: K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gieße»