Montag den 16. Oktober w infi IlS MMMÄH :v,7/ MM »ar: at jia.».nMnT»CT M V^v^* M ÄK-: EM .rip* v sTWM AtzWMiV Die weiße Frau. Roman von W. Collins. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Sir Percival erwähnte des Besuches seines Advokaten nicht ein einziges Mal. Doch hatte entweder jenes Ereignis oder sonst irgend etwas eine auffallend günstige Veränderung in ihm hervorgebracht. Er war gegen uns alle so höflich und liebenswürdig, wie er es während seiner Probezeit in Linimeridge gewesen war, und so erstaunlich aufmerksam und gütig' gegen seine Frau, daß selbst die eisige Gräfin sich soweit aus ihrer Erstarrung herausriß, um ihn voll ernster Verwunderung anzublicken. Was hat dies zu bedeuten? Den 3. Juli. — Ein Tag der Ereignisse. Ich hoffe und bete nur von ganzem Herzen, daß ich nicht noch hinzu- §11 fügen haben werde: und ein Tag des Unglücks. Sir Percival trat heute morgen in das allgemeine Wohnzimmer, wo Laura und ich, zum Ausgehen gekleidet, auf die Gräfin Fosco warteten, und frug nach dem Grafen. Wir erwarten ihn jeden Augenblick, sagte ich. Die Sache ist die, fuhr Sir Percival fort, indem er aufgeregt im Zimmer auf- und abging, ich habe mit Fosco und seiner Frau wegen einer bloßen Geschäftsformalität in der Bibliothek zu sprechen, und mit dir auch, Laura, auf eine Minute. — Er hielt inne und schien zum ersten Male zu bemerken, daß wir zum Spazierengehen gerüstet waren. — Seid Ihr eben hereingekommen, frug er, oder wollt Ihr erst ausgehen? Wir beabsichtigen, heute morgen nach dem See zu gehen, sagte Laura, wenn du aber etwas anderes vorzuschlagen hast - Nein, nein! entgegnete er hastig. Was ich vorzuschlagen hatte, kann warten. Es wird nach dem Gabelfrühstück auch noch Zeit genug dazu sein. Ihr wollt alle nach dem See gehen, wie? Mn guter Einfall. Wir wollen einen müßigen Morgen haben: ich schließe Mich der Gesellschaft au. Es wär ihM offenbar eine Erleichterung, einen Vorwand zu finden, um die Geschäftsformalität, deren er erwähnt, aufzuschieben. Mir sank das Herz, als ich den unvermeidlichen Schluß hieraus zog. Der Graf und seine Frau gesellten sich in diesem Augenblicke zu uns. Sie trug ihres Mannes gestickte Da- bakstasche und einen Vorrat von Papier zur Anfertigung voir Zigaretten. Er, wie gewöhnlich in Bluse und Strohhut, trug die Pagode mit seinen weißen Mäusen und lächelte ihnen und uns mit einer wahrhaft unwiderstehlichen Liebenswürdigkeit zu. In den Anlagen schlenderte Sir Percival von uns fort; es scheint mitseinem unstäten Wesen zu gehören, daß er sich bei solchen Gelegenheiten jedesmal von seinen Gefährten treunk, und während' er bann allein ist, schneidet er neue Spazierstöcke für seinen eignen Gebrauch, von denen er keinen einzigen zum zweiten Male benutzt. Bei dem alten Boothäuse traf er wieder mit uns zusammen. Dort entspann sich eine Unterhaltung, die mich bewog, von nun ab dem Einflüsse, welchen Graf Fosco über meine Gedanken und Gefühle ausgeübt hat, ernstlich zu mißtrauen und ihn für die Zukrmft mit möglichster Entschlossenheit zu bekämpfen. Das Boothaus war groß genug, um uns alle aufzunehmen, aber Sir Percival blieb draußen und schnitzte mit seinem Taschenmesser an seinem letzten neuen Stocks. Wir drei Frauen fanden reichlich Platz auf der großen Bank. Laura nahm ihre Arbeit heraus, die Gräfin Fosco begann ihre Zigaretten zu drehen, ich selbst hatte, wie ge- wöhnlich, nichts zu tun. Der Graf spielte mit feinen weißen Mäusen und unterhielt sich mit Sir Percival, der vor der Ture stand. Das nennen nun einige Leute malerisch, sagte Sir Percival, mit seinem halbfertigen Stocke auf die vor uns liegende Aussicht deutend, ich nenne es dagegen eine Verunzierung auf dem Besitztums eines Gentlemans. Mein Inspektor sagt (in seinem blödsinnigen Aberglauben), er fei überzeugt, daß auf dem See, wie auf dem toten Meere, ein Fluch laste. Was meinst du, Fosco? Sieht die Stelle nicht aus, wie für einen Mord gemacht, was? Mein guter Percival! sagte der Graf im Tone sanfter Vorstellung. Woran denkt dein gesunder englischer Menschenverstand? Das Wasser ist ja viel zu flach, um beit Leichnam zu verbergen, und hat überall Sand, um die Fußspuren des Mörders zu zeigen. Die Stelle ist meiner Ansicht nach die allerungünstigste für einen Mord, die ich je gesehen habe. Gewäsch! sagte Sir Percival, wütend auf seinen Stock einhäckeud. Du weißt recht gut, was ich meine. Dir düstere Gegend — die einsame Lage. Wenn es dir gefällig ist, mich zu verstehen, so kannst du es recht gut, wo nicht, so werde ich mir wahrhaftig nicht erst die Mühe geben, dir auseinanderzufetzen, wäs ich meine. Und warum nicht, sagte der Graf, wenn es sich doch in zwei Monaten tun läßt? Wenn ein Narr einen Mord begehen wollte, da wäre dein See wahrscheinlich der erste Ort, ben er sich dazu ausersehen würde. Wollte aber ein gescheiter Mann einen Mord begehen, so wäre es der allerletzte Ort dazu. Ist es das, was du sagen wolltest? Dann hast du also hiermit deine Erklärung. Nimm sie, mein! guter Percival, mit deines Foscos Segen. — Laura schaute den Grafen mit einem Gesichtsausdrucks an, der ihr Mißfallen an ihm etwas zu deutlich verriet, doch war er so von feinen Mäusen in Anspruch genommen# daß er dies nicht bemerkte. >— Es tut mir leid zu hören, wie man diese Seeansicht mit einer so schrecklichen Idee, wie der eines Mordes in Verbindung bringt, sagte sie, und wenn Mas Fosco Mör« -*> 646 fcer klassifizieren will, so scheint er mir in der Wahl seiner Ausdrücke kein besonderes Glück gehabt zu haben. Mir scheint, daß wenn mau sie als Narren bezeichnet, man eine Nachsicht gegen sie übt, zu der sie nicht berechtigt sind, und sie gescheite Leute zu nennen scheint mir geradezu ein Widerspruch. Ich Hube immer gehört, daß wahrhaft gescheite Menschen zugleich wahrhaft gute Menschen sind und tiefen Abscheu gegen alles.Verbrechen hegen. Meine berate Dame, sagte der Gras, das sind herrliche Gefühle, uno ich habe sie oft als Vorschriften in Schönschreibebüchern gesehen. — Er nahm eine der weißen Mäuschen und setzte sie aus seine Handfläche; dann hielt er ihr auf seine launige Weise eine kleine Rede. —■ Mein lieber, hübscher, glatter kleiner Spitzbube, sagte er, hier ist eine Moral für dich. Eine wahrhaft gescheite Maus ist eine wahrhaft gute Maus. Sei so gütig, dies deinen Gefährten bekannt zu machen und nage dein Leben lang nicht wieder an den Stäben deines Käfigs. Es ist eine Kleinigkeit, alles ins Lächerliche zu zieheu, sagte Laura entschlossen; aber Sie werden es nicht ganz so leicht finden, Graf Fosco, mir ein Beispiel von einem gescheiten Manne zu geben, der ein großer Verbrecher gewesen wäre. Der Graf zuckte mit den Achseln und lächelte Laura auf das freundlichste an. Sehr wahr! sagte er. Des Narren Verbrechen ift dasjenige, welches entdeckt, und des gescheiten Mannes das, welches nicht entdeckt wird. Wenn ich Ihnen ein Beispiel geben könnte, so wäre es nicht mehr das eines gescheiten! Mannes. Liebe Lady Glyde, Ihr gesunder englischer Verstand hat mich geschlagen. Diesmal* bin ich schachmatt; wie, Miß Halcombe? Laß dich nicht verblüffen, Laura, spottete Sir, Percival, der von der Türe aus zugehört hatte. Sage ihm auch noch, daß Verbrechen durch eigenes Verschulden des Täters entdeckt werden. Da hast du noch eine Schönschreibebuch- moral, Fosco. Verbrechen werden durch des Täters eigenes Verschulden entdeckt. Welch verdammtes Gewäsch! Ich glaube, daß es wahr ist, sagte Laura ruhig. — Sir Percival lachte laut auf — so heftig, so übertrieben, daß er uns alle erschreckte, den Grafen aber am meisten. — Ich glaube dasselbe, sagte ich, Laura zu Hilfe eilend. Sir Percival stieß heftig mit dem neuen Spazierstocke auf den Boden und ging fort. Dieser gute Percival! rief der Graf, ihm fröhlich nachblickend; er ist das Opfer englischen Spleens. Aber meine liebe Miß Halcombe, teuerste Lady Glyde, glauben Sie wirklich, daß Verbrechen durch des Täters eigenes Verschulden entdeckt werden? Ich nickte entschieden. Der Graf liebkoste lächelnd seine Lieblinge. Es ist wahrhaft staunenswert, sagte er, wie leicht die Gesellschaft für die schlimmsten ihrer Vergehen sich durch ein Stückchen Gemeinplatz tröstet. Die Maschinerie, welche sie zur Entdeckung von Verbrechen eingesetzt hat, ist auf eine erbärmliche Weise unzureichend, und dennoch — es erfinde nur einer ein moralisches Epigramm und sage, daß es von guter Wirkung sei, und sofort wird er alles gegen die Fehler desselben verblendet haben. Also: „Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen", tote? Fragen Sie die Richter, Lady Glyde, welche in großen Städten bei Leichenschauen gegenwärtig sind, ob dies wahr sei! Kragen Sie Sekretäre, die bei Lebeiisversicherungs- gesellschaften angestellt sind, Miß Halcombe, ob dies der Fall ist! Lesen Sie die Zeitungen! Sind nicht unter den wenigen Fällen, die ihren Weg in die Zeitungen finden, genug Beispiele von erschlagen gefundenen Körpern, deren Mörder unentdeckt bleiben? Wenn der Verbrecher ein brutaler, unwissender Narr ist, so siegt die Polizei in zehn Fällen neun Mal; ist er aber ein entschlossener, gebildeter, in hohem Grade intelligenter Mensch, so verliert hie Polizei in demselben Verhältnisse. Wenn die Polizei siegt, hören Sie gewöhnlich den ganzen Hergang der Sache — verliert sie dagegen, so hören Sie meistens kein Wort von der Geschichte. Und auf diese wackelige Grundlage bauen Sie Ihre gemütliche moralische Maxime, daß Verbrechen durch des Täters eigenes Verschulden entdeckt werden! — Ja — alle Verbrechen, von denen Sie etwas wissen. Wie aber steht's mit den übrigen? Verflucht wahr d'as^ it.nb sehr gut dargetan, rief eine Stimme am Eingänge des Bootshauses. Sir Percival hatte feinen Gleichmut wieder gewonnen und war zurückgekehrt, während wir dem Grafen zuhörten. Es mag zum Teil wahr sein und ist alles sehr gut dargetan, sagte ich. Aber ich sehe nicht ein, warum Graf Fosco den Sieg des Verbrechens über die Gesellschaft mit solchem Frohlocken feiert, oder warum Sie, Sir Percival, ihm so enthusiastisch dafür applaudieren sollten. Hörst du es, Fosco? sagte Sir Percival spöttisch. Nimm! meinen Rat und schließe Frieden mit deinen Zuhörern. Sage ihnen, daß es etwas Herrliches nm die Tugend ist — das wird ihnen gefallen, kann ich dir versprechen. Tugend? Was ist Tugend? meinte Fosco. In jedew Lande etwas anderes. Also gibt es überhaupt keine Tilgend. Der Graf lachte stille in sich hinein, und zwei von den Mäusen in seiner Weste stürzten, über das Erdbeben unter derselben erschrocken, heraus. Eine eilte in ihren Käfig zurück, die andere entfloh. Um Gottes willen, rief er aus. Sie ist entkommen. Wir waren noch über die zynischen Reden des Grafen entsetzt, aber der komische Schmerz eines so umfangreichen Mannes über den Verlust einer so kleinen Maus war unwiderstehlich. Wir lachten wider Willen, und als die Gräfin Fosco sich erhob und uns das Beispiel gab, das Boothaus zu räumen, damit der Graf in dessen entlegensten Winkel Nachsuchnng halten könne, standen wir ebenfalls auf, um ihm zu folgen. Ehe wir noch drei Schritte getan hatten, entdeckte des Grafen scharfes Äuge schon die verlorene Maus unter dem Sitze, den wir eingenommen hatten. Er zog die Bank auf die Seite und nahm das kleine Tier in die Hand; plötzlich aber kniete er nieder und blickte aufmerksam ans einen Flecken am Boden dicht vor ihm. Als er sich wieder aufrichtete, zitterte seine Hand so, daß er die Maus kaum in ihren Käfig zu setzen vermochte, und sein Gesicht war mit einer matten Blässe bedeckt. Percival! rief er flüsternd. Percival! Komm her. Sir Percival hatte während der letzten Minuten uns nicht beachtet. Er war beschäftigt gewesen, Zahlen in den Sand zu malen und sie dann mit seinem Stocke wieder zu verwischen. Jetzt kam er herein. Mut! flüsterte der Graf aufgeregt, Blut! (Fortsetzung folgt.) Hamburger Aükeu. Eine Reiseskizze von Anny Wothe. (Nachdruck verboten.) (Schluß.) Als Graf Bodo aber am Morgen seine Nachforschungen im Hotel anstellte, mußte er zu seiner tiefsten Niedergeschlagenheit bemerken, daß die Sache doch nicht so einfach war, als er gedacht. • Es waren schon viele Herrschaften am Morgen ab gereist,, auch ein älterer Herr mit zwei jungen Damen, mehrere sogar. Ein Baron Reichenbach, der Millionenmann, nach dem der Graf sich auch erkundigte, war nicht im Hotel abgestiegen. Graf Bodo kannte sich garnicht mehr aus. Wer gestern von den Hotelgästen in „Tristan und Isolde" gewesen, wußte der Portier auch nicht, es wären viele ins Theater gegangen. Bodo war in Verzweiflung. Er mußte die Trägerin der perlgrauen Handschuhe finden. Tie Folge war, daß er ein unliebsames Ren- kontre mit einem Herrn im 'Frühstückszimmer hatte, weil ey dessen Frau „so unverschämt", wie dieser behauptete, angestarrt, und daß er einer Dame die Schleppe abtrat, als er, hinter ihr die Treppe hinabschreitend, vermutete, es könnte die Gesuchte sein. Ganz abgehetzt .kam er endlich auf das Schiff. Hoffentlich war es das richtige. „Natürlich der Turbiuen-Dampser Kaiser," beschwichtigte ihn ein Mitreisender, den er aufgeregt sargte. Turbinen? Der Graf wußte garnicht, was Turbinen waren, na,- er war nun glücklich da, und die Suche konnte weiter gehens Er wanderte auf dem Deck des Schiffes unruhig hin und her, zur Plage aller Mitreisenden. Er starrle jedem hübschen Mädchen unverwandt ins Gesicht, und wo gar zwei zusammen waren, da stellte oder setzte er sich dazu, fing auch wohl hier ünd da ein leichtes Gespräch an, in dem immer ganz unauffällig „Hamburger Küken" emgeslochten waren, aber er merkte nicht das Geringste, daß eine seiner Zuhörerinnen ihn verstand. Siö schienen ihn einfach für nicht ganz normal zu halten, und der Graf selbst kam sich allein ganz närrisch vor. , , Helgoland war längst in Sicht, und noch immer hatte er noch keine Dame gesehen, die der nächtlichen Besucherin gleichen konnte. 647 möchte so gern einmal mit Ihnen zusammen „Hamburger Küken" essen." Ta riß er sie jubelnd' an sein Herz und bedeckte ihren Mund mit Küssen. „Du, du List es selbst," stammelte er jauchzend, „nun begreife ich auch, wie mich alles immer wieder zu dir zwang, wenn ich ausgehen wollte, meine holde Unbekannte zu suchen. Wirst du aber auch den Mut haben, das Leben des einsamen Träumers da draußen in der Ferne zu teilen in „Not und Tod", wie du in jener süßen Mondennacht in Hamburg mir verheißen?" Sie lächelte zu ihm aus und schmiegte sich willig in seine weitgeöffneten Arme. „Ich habe dich immer geliebt," flüsterte sie, „vom ersten Sehen bis zu dieser Stunde. Ich wußte sofort, daß du es warst, denn der Oberkellner hatte mir. deinen Namen genannt, als ich ihn nach dem Bewohner be§' Zimmers fragte, der mich so namenlos erschreckt." „Und du wirst niemals wieder so kopflos vor mir davonlaufen, wie damals, mein holdes Lieb?" flüsterte er, sie heiß an sich pressend. Sie schüttelte tief errötend das blonde Haupt. „Nein, ich bleibe immer und in jeder Stunde bei dir." Lange saßen sie noch still in dem weißen Dünensande und sahen die Sonne ins Meer sinken. Blutrot, flammensprühend ging sie unter. Rosenrot lag ihr Schein auf den weißen Wellen, die der Möwen silberschimmernde Flügel streiften. Ta legten sich Bodos Lippen noch einmal heiß auf Bett roten Mund, Der ihm so heiß, so leidenschaftlich entgegenatmete. Dann gingen sie heim zum Vater, ihm ihr Glück zu künden. Am anderen Morgen aber hob sich schimmernd zwischen den beiden Strandburgen von Erna und Bodo ein schlanker, hoher Wimpel empor, und darauf stand in großen, mächtigen Lettern: „Hamburger Küken". Die Strandläufer, die es sahen, schüttelten die Köpft über die närrische Inschrift. Erna und Bodo aber sahen sich tief in die Augen und lachten sich glückselig an. Tie Flagge, die so lustig im Wende flatterte, die leuchtete! ihnen ja so verheißungsvoll, so sinnberauschend hinein in ihr neues, herrliches, gemeinsames Leben. Vkmarck auf MenM KröinmgsbUö. Bismarck und Menzel sind sich während ihres langen Lebens persönlich nicht näher getreten, obwohl die Gelegenheit dazu nicht gefehlt hat, besonders nicht in Kissingen, wo beide während einer langen Reihe von Jahren einige Wochen des Sommers zn verbringen pflegten. Seine Karte im Salinenschloß avzugeben, unterließ Menzel, denn „ich werde doch die Ruhe des großen Mannes nicht stören! Und dann auch--." Er stockte, wollte aber wahrscheinlich sagen: „Und dann auch bin ich Menzel." In der Tat hat sich Menzels Pinsel ganz wenig mit dem Eisernen Kanzler beschäftigt. Der Künstler, der den von Chodowieckl und Schadow geschaffenen Typ Friedrichs des Großen so recht vertieft und volkstümlich gemacht hat, würde sehr wahrscheinlich auch BiSmarck in eigenartigster Weise erfaßt haben. Was er von ihm überliefert hat, gehört zu dem großen Gemälde „Krönung Wilhelms I. am 18. Oktober 1861 in der Schloßkirche zu Königsberg". Unter den Dargestellten steht hier auch Bismarck. Aus der .gewaltigen Menge der Gestalten laßt er sich erst nach einigem Suchen herausftnden. Sem charakteristischer Kopf blickt noch energischer als rot späteren Lebensalter und seine Brust deckt ein breites Ordensband. Sonst ist von der Figur nichts zu sehen. Hofstaaten in «Mer Tracht, bilden ein Gehege und zu Häupten funkelt em Kronleuchter- Bismarck war damals preußischer Gesandter am Hofe nt St. Petersburg. Im Avril 1859 hatte er dieses Amt angetreten. Wie so viele andere preußische Staatsbeamte war auch er zur Krönung nach Königsberg befohlen worden. Aber einen hervorragenden Platz unter den Geladenen konnte er noch nicht beanspruchen — vor ihm rangierten die Mitglieder des am 6. November 18o8 berufenen Ministeriums Hohenzollern-Siginaringen, die Auerswald, Roon Schleinitz, Pückler, Bethmann-Hollweg, Flottw.ll, Patow, und so manche andere ältere. Exzellenz. Und was die.militari! chen Exzellenzen betrifft, so stand er hinter ihnen besonders weit zuruck, denn erst die Rangliste für das.Jahr 186'- verzeichnet ihn al». Major, und zwar des zweiten Aufgebots des 7. schweren Landwehr-Reiter-Regiments, int Register versehentlich lM »och als Rittmeister. So wäre Bismarck auf Menzel» Bild, dessen sollen- duna ins Jahr 1865 fällt, um der historischen Treue willen nickt einmcft so, wie es geschehen ist, berückilästig .worden, wenn ihm nicht das Vertrauen seines Königs im b'rühiahr 18M, den in Paris unb int September bev^elben das Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten und« Präsidium in dem neugebildeten Kabinett übertragen hatte. Nun war es wohl geboten, den vormaligen Gesandten im Bilde etwas, mehr nach vorn Ku rücken und ihn so als den kommenden Mann J^Ä^Folgezeit hat sich dann Menzel gegen Bismarcks Person so außerordentlich reserviert verhalten, M> Bei aussallt. Wohl hat. er. die von Mchnarck im Salinenschloß. hex Seltsam, eine Dame, die mit einem alten Herrn cöni Bug i des Schiffes stand und mit glänzendem Auge Ausschau hielt über das schäumende, wogende Meer, sesselte immer wieder seine Aufmerksamkeit. «Aber sie konnte es natürlich nicht sein, denn seine nächtliche Friedensstörerin war ja mit dem Papa micht allein, sondern in Begleitung einer Freundin oder Schwester, I die Grete hieß. Sie mußte auch jünger fein, die da gestern I Nacht so drollig erzählte und so herzlich gelacht. Freilich, die I Erscheinung? Der zarte, mädchenhafte Reiz der Büste erinnerte I fast an die Umrisse, die er im Dämmerlichte geschaut. Wenn I er nur gewußt hätte, ob sie blond oder braun gewesen. Tie | Dame dort war blond und die Augen grau, groß und glänzend | uiid doch von einer Tiefe wie das Meer mit seinen schäumenden I Wogen. Und er konnte nicht anders. Er sprach den alten Herrn an, der ihm erst sehr kühl und gemessen antwortete, und schließlich fand auch hier und da ein Wort von ihr zu ihm herüber seinen .Weg. Es war so, als ob sie nur gezwungen antwortete, und zuweilen hatte der Graf die Empfindung, als mache es ihr Qual, seine Sprache zu ertragen. Eine heiße Röte huschte dann über ihr seines, durchsichtiges Gesicht, und die grauen Augen blitzten zornig auf. Es war dem Grafen ordentlich ein Genuß, dieses Wechselspiel zu beobachten. Er fühlte sich seltsam angeheiinelt von Vater und Tochter, und als die Sonne ins Meer sank und die weißen, flatternden Vögel, die Möwen, zur Ruhe gingen und der Strand von Westerland sichtbar ivurde, da hatte er das Gefühl, als wären der alte Gerichtsrat Beringer und seine Tochter Erna, ihm liebe und lang vertraute Freunde. Beim Abschied versprach man sich ein baldiges Wiedersehen in Westerland, und Bodo hätte den Tag dieser wundervollendeten Meerfahrt als einen der schönsten seines Lebens gefeiert, wenn nicht die leise Sehnsucht und Unruhe, die .er nach der nächtlichen Besucherin empfand, ihn unaufhörlich gequält hätte. Zuweilen war es ihm' zwar, als höre er aus Ernas Stimme jenen leisen, süßen Zauberklang der Sehnsucht nach Liebe, der ihn in der Nacht in Hamburg so berauscht, aber das war ja töricht, er sah und hörte eben überall nur die holde Zauberin, die ihn wider Willen so ganz in ihren Bann getan. Und dann kamen einige schöne und stille Tage und Wochen in Westerland. Am Strande hatten sie, dicht nebeneinanber, in dem weißen Tünensaude ihre Burg gebaut. Bunte Fähnlein flatterten darüber hin, und in Ernas großen, grauen Augen stand ein freudiges Leuchten, wenn, während ihr Vater behaglich in der Sonne schlief, Bodo ihr im leisen Flüsterton erzählte von feinem fernen, einsamen Haus, von der stillen,, holden Frau, die fein Leben einst beglückt, von seinem liebreizenden Knaben, den der Tod ihm geraubt. Tas Meer murmelte und fang dazu, und die weißen Wellen gingen und kamen. Wie schimmernde, feurige Rosse jagten sie heran, und so brausend wie das Meer, so stieg auch ihrer Herzen brandende Flut. Unb eines Tages, als die Sonne sank und Bodo und Erna wieder allein am Strande saßen und gedankenvoll auf das Meer sahen, bereit grüne Wogen weiße Schaumkronen trugen, rosenrot umsäumt von der Sonne Licht, ba konnte er nicht anders, ba mußte er ihr sagen, in welchem seltsamen Bann er seit Wochen lebte, da mußte er ihr sagen, das fein ganzes Ich sie begehrte, die so hold, so lieb neben ihm tn dem weißest Tünensaude ruhte, Und daß doch seine Seele an der Fremden hing, die sich damals in der Nacht zu ihm verirrt, und Deren fuße Stimme wie die ihre klang. . Er hatte nicht die verräterische Röte bemerkt, Die tit Ernas Antlitz bei seinen Enthüllungen aufgeflammt war, als er letzt leise fortfuhr und so still zu ihr sagte:. „Wenn wir jetzt scheiden müssen, Erna, fttzt, wo alle meine Sinne, mein Herz, meine Seele Sie so stürmisch begehren, so machen Sie das unerbittliche Schicksal verantwortlich, das mir damals den holden Puck in bett Weg führte. ,^ch habe Nicht Ruhe und Rast, bis ich sie miebergefunben, und ich werbe weiter ziehen, sie zu suchen. Erst dann kann mein Herz entscheiben, welcher Weg der rechte fein wird, und bis bahin, Erna, lafftn Sie unsere Begegnung nichts als eine „blaue Stunde sein, eine Wegzehrung der Erinnerung, eine Goldmünze für die alten Tage. Wollen Sie?" . Er hatte mühsam mit seltsam gebrochener Stimme gesprochen, jetzt sah er erwartungsvoll in ihr Antlitz, das. von schimmernden Tränen überströmt war. . „Erna, Sie weinen, Sie weinen UM Mich, rief er laucy- zeud und doch schmerzlich Betroffen. . . . Ta lächelte sie zu ihm, so strahlend glücklich und so hm- qeBenb zärtlich, daß ihm ein Schauer über den Leib rann und er an sich halten mußte, die schlanke Gestalt nicht mit Gewalt an seine Brust zu reißen. ■ ... „Wollen Sie heute abend nicht Bei Beyer Mit uns speisen? fragte sie leise und mit einem' merklichen Zittern in der Stimme. Er fah sie befremdet an. War das die Antwort Huf ferne bra^Ja," sagte sie errötend mit abgewandtem Gesicht. ^Ich Kissingen bewohnten Räume samt' Bent echten Renaissance- Und Barock-Mobiliar in wundervollster Weise mit Stift und Farben sestgehalten, wohl auch die originelle und gedankenreiche Ehrenurkunde nach dem deutsch-französischen Kriege gemalt, laut deren Magistrat und Stadtverordnete Bismarck zum Ehrenbürger Berlins ernannten, aber der Größe des Eisernen Kanzlers den künstlerischen Tribut durch die Darstellung eines wichtigen historischen Moments zu zollen, hat er unterlassen. Bilder aus Konstantinopel Während in Italien und in Rom die kriegerische Stimmung sofort auf die Massen übergegangen ist und hohe Wogen schlägt, herrscht diesmal im Herzen des ottomanischeu Reiches gelassene Ruhe, und der Besucher, der heute durch die Straßen Siam- b u l s wandelt und das Volksleben beobachtet, sucht vergebens nach äußeren Anzeichen, die von Krieg oder Unruhe oder Erregung der Bürger Kunde geben könnten. „Das Geschäftsleben", so berichtet ein in Konstantinopel weilender Engländer nach London, „geht in seiner gemächlichen, ruhigen Weise weiter, wie immer wird viel gehandelt und viel gebetet." Denn der Markt und die Moscheen nehmen weiter in gleicher Weise das Interesse des türkischen Bürgers in Anspruch. Nirgends findet man eine Spur verhaltener Erregung, nirgends ein Symptom, das vielleicht auf einen nahenden Anfall pon Kriegsfieber Hinweisen könnte. Ein Spaziergang durch Pera und das alte Stambul verschafft einem den Eindruck, daß der größte Teil der ärmeren Bevölkerung von dem Vorhandensein eines Krieges kaum etwas ahnt; ja es ist, als wüßte man gar nichts von all dem, was vörgefallen ist. Von dem städtischen Händler Und Kaufmann bis hinab zum Lastträger und zum Hafenarbeiter bekümmert sich jeder nur um seinen Beruf und seine Arbeit. Der Europäer, der nie den Orient gesehen hat, wiegt sich vielleicht gern in der Vorstellung, daß in Konstantinopel das Leben wie in einem Halbschlummer dahinschleicht und daß der Tag zwischen der Kaffeetasse und der persischen Pfeife träge verstreicht. „Doch überall", so schreibt der englische Beobachter, „finde ich reges Leben und alle Geister sind mit ihren Geschäften ausgefüllt. Ja noch mehr, dieser Eifer und diese geschäftige Rührigkeit, die dem malerisch zerlumpten Bettler wie dem reichsten europäisch gekleideten Großkaufmann den Tag ausfüllt, erweckt den Eindruck, als ob jedermann an der Zukunft des Landes Mitarbeiten möchte. Das mag vielleicht ein neuer Geist sein und sicherlich ein guter. Er stärkt -ie Türkei zu neuen und großen Aufgaben: aber vom Krieg und von Kriegsstimmung nirgends eine Spur. Selbstverständlich wird hier und da von den Ereignissen gesprochen, müßige Gespräche gleiten hin und her, im Schatten der Moschee tauscht man patriotisch angehauchte Meinungen, und auf einem Winkel des Marktplatzes fällt vielleicht auch das Wort Tripolis. Aber im übrigen hat uiemend viel Beit zu diesen Erörterungen. Ter Marktplatz um die Validamoschee ist von Sonnenaufgang bis zur Abenddämmerung von einem eifrigen Volke erfüllt, das seine eigenen Geschäfte erledigt. An der Peripherie des Marktes, int lauschigen Schatten der Bäume, spricht man einen müßigen Augenblick ein paar Worte über jene fernen, fernen geheimnisvollen Ereignisse, die „Krieg" genannt werden. Aber man hat keine Berichte, die Zensur unterdrückt alles. Nur dem Europäer gegenüber beschwert man sich Melleicht darüber, daß man gar nicht erfahre, was eigentlich los sei. Als Europäer betrachtet Man ntich natürlich als einen Speicher des Wissens und als ein Sammelbuch der neuesten Meldungen. In dem Barbierladen bei der Balida, wo die Gläubigen für einen Groschen ihr Haupt rasieren lassen, umringt Man mich und fragt nach Nachrichteit. Aber ich weis; auch nicht Mehr wie alle, und so beruhigt man sich und läßt sich gelassen fertig rasieren." Auf der anderen Seite des Marktes füttern junge Leute das Vieh, und dort sitzen auch eine Anzahl greiser Männer auf Matten am Boden, sonnen sich friedlich, rauchen ihre Nargileh und schlürfen ihren Kaffee. In ihren Mienen vollzieht sich nicht die geringste Veränderung, wenn aus Belt Straßen das donnernde Gedröhn vorbeiziehender Artillerie ertönt. Und sie bleiben auch ruhig sitzen und verfolgen mit den Blicken die Rauchwolken ihrer Pfeifen, als drunten Infanteriekolonnen vor- übermarschiereu. Bisweilen hat diese Ruhe des Türken etwas Furchtbares, eine rätselhafte Ruhe, die an ein Bewußtsein der eigenen Kraft, an feste Ueberzeugung und unverrückbare Ziele denken läßt. Und vielleicht werden die lebhaften und unruhigen Italiener diese Ruhe noch als unheimlich empfinden lernen, wenn sie das Abenteuer dieses Krieges ausdehnen. . e Vermischter. * 21H Kilometer unter der Erde. Dis drei tiefsten Bohrlöcher der Erde befinden sich in Preußen; alle drei erreichen eme Tiefe von über 2000 Meter. Es sind dies das Bohrloch bei Paruschowrtz im Kreise Rhbnik mit 2003,3 Meter Tiefe, das von Schubin in der Provinz Posen gelegene, das 2149,4 Meter unter die Erde geht, und das tiefste mit 2239,7 Meter, das bei Czuchow, ebenfalls irrt Kreise Rhbnik, gelegen ist. Es' wurde von der Körtiwt lichen Bohrverwaltung zu Schönebeck a. E. zwecks einer Unter-, suchung der Lagerungsverhältnisse des Steinkohlengebirges in den Feldern der Berginspektion Knurow angelegt. ?i/2 Türme von dep Höhe des Eifelturmes würden, aufeinandergestellt, die gleiche Höhe über der Erde erreichen. *SanktBureaukratius irr der Waisenpflege. AuS Paris wird berichtet: Eine neue Leistung des St. Bureau« kratius in der französischen Armenpflege erregt in Paris berechtigte Verwunderung. Am 8. September fand rnair am Odeon ein kleines Kindchen, einen Säugling weiblicherr Geschlechts, der sofort der Armenpflege überwiesen ivurde. Marr stellte fest, daß das Kind von einem Dienstmädchen namens Berthe Hussenet stammte, die in ihrer Not und Verzweiflung das kleine Mädchen aussetzte. „Ich habe schon zwei flehte Kinder und verdiene mit Mühe und Not 35 Fraires int Monat. Wie sollte ich die unglückliche Kleiite noch durch- brütgett ?" Das Argument war schlagend. Voll Mitleid erklärte sich eilte wackere Schlossersfrau, deren Mamt täglich 13 Francs verdient, bereit, das Kind zu sich zu nehmen und aufzuziehen. Glücklich nahnr die Mutter diesen Vorschlag an. Aber die Armenverwaltung war attf der Hut. „Sie müssen das Kind adoptieren und sofort 20 000 Francs hinterlegen als künftige Aussteuer für das Mädchen." Aber die brave Schlosserssrau hat keine 20 000 Francs, und so wird das kleine Mädchen nie den Segen eines Heims und einer Familie genießen. kf. Wein für Hühner. Die ständige Abnahme der ©ter« Produktion in Frankreich hat Herrn Joubert, Professor der Land« wirtschaftskuitde in Fontainebleau zum Studium der bedrohlichen Erscheinung veranlaßt. Seine Versuche, Wandel zit schaffen, haben ztt bemerkenswerten Ergebniffeit geführt. Im Oktober des vergangenen Jahres wählte Joubert ein Dutzend junger Hennen aus und teilte es in zwei Abteilungen zu je sechs, die er vollkommen gleich ernährte. Nur wurde der einen Hälfte täglich ein Glas Wein für jedes Huhn gereicht. Die Resultate ivaren überraschend: diejenigen Heimen, die uott dem Bacchustranke nichts genossen hatten, legten im Oktober 4, im November 1 und im Dezember keins und im Januar 22 Eier. Die anderen dagegen, die täglich ihr Gläschen getrunken hatten, zeigten sich außerordentlich dankbar und lieferten tatsächlich 148 Eier mehr als die Enthaltsamen. Für den Fall, daß der verbrauchte Wein sich nicht allzu teuer stellt, würde daher die neue Methode beträchtliche Vorteile für die Landwirtschaft nach sich ziehen, denn auch die Größe und Güte der Eier soll nach dem Weingenuß noch gediegen sein. * Iminer derselbe. Dame: „Der Arzt hat mir zur Heilung meiner entzündeten Augen verordnet, das Anschauen alles Blendenden zu vermeiden." — Leutnant: „So werde ich also fernbleiben müssen." * Gute Bezeichnung. Lebemann (zum anderen): „Sagt mal, Waldemar, mit wieviel Schulden kommst du jährlich aus?" * Kinder von heute. Elschen: „Ach, Martin, ich wünschte, ich hätte zehn Pfennig, dann könnte ich mir Schokolade kaufen." — Martin: „Geh' zu Mama und stelle ein paar recht dumme Fragen an sie; dann gibt sie dir gewiß zehn Pfennig,' um dich 'los zu werden." * Leicht ab geholfen. Kellnerin: „Ja> haben wir denn keinen Deidesheimer?.....Fortwährend ist nach dem die Nachfrage!" — Wirt: „Morgen ist er schon zu haben • - . . ich bestelle sofort di» Etiketten — telegraphisch!" Morgen. Frisch der junge Morgen Uns von draußen grüßt, Der denkt nicht der Sorgen, Wer ihn still genießt. Sturm und Ungeivitter Tobte in der Nacht. Früh zieht aus der Schnitter, Hell die Sonne lacht. _ 0. 8. Altägyptische Hieroglyphen. Jedes Bild bezeichnet den Anfangsbuchstaben seines Namens, z. B. Sonne — s, Glas = g rc. Die Vokale sind zu ergänzen.) Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Versteckrätsels in voriger Nummer: Müssiggang i st aller L a st e r Anfang. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steiudruckerei, R. Sange, Gießen.