> t t l t ) t 3 e w i !•_ b ^MW -ssel und streckte die aoungen ging über /7> J L cm " k T f kannst - ihr jedenfalls das denkbar größte Wück <0(15 nette URäueL I 95nn^rag(i^ ob eine Ehe mit Eberstedt ihr Glück sein Roman von Fedor von Zobeltttz, I jp^tbe" (Nachdruck verboten.) „Alles Glück ist Illusion. Und ihr ist schon die M- I nung Glück. Im übrigen: unterschätze Eberstedt Nicht. Gortsetzung.) I Du hast ganz recht, wenn du sagst, daß nur eine Frau »Miels, alles, was wir tun wollten, sie von ihrer Liebe I retten kann. Aber es muß eine Frau fern, die er gu heilen, würde vergebliche Mühe sein. Wir müssen i liebt. . im Gegenteil alles versuchen, die beiden -usammenzu- | Eruse warf sich wieder in den &t‘ bringen." I Beine aus. Ein Wechsel von Empfindungen ging über „Glänzend! Die Rivalen finden sich, um dem verhaßten I te[rt Gesicht, ein wahrer Sturm. Dann bogen die Lippen Nebenbuhler den Weg zum Paradiese zu ebnen." I sich auf, als wollte er lachen. Er schwieg lange. Endlich „Hassest du Eberstedt?" zog er die Beine an, erhob sich langsam und Lehnt-: sich. Kruse wurde stutzig. Er lachte kur; auf. „Es wäre ffr nahm seine Pfeife ausuichL begann^ite.^reder^ M das Natürliche. Aber ich bin ein kurioser Mensch. Vor- I stopfen - '"lt der Sleichen ft 1 Daumen nach- Yin, das sagte ich dir schon, hätte ich ihn zermalmen können, ftchtrg den Tabak verteilend und mit dem turnen m Und ich weiß nicht recht, ob nicht auch der Tropfen Gift, I drucreno. gmewr-lei-mackit Eberstedt nicht ben id) Xraute ins,«ex» träufelte, mtS tafer Stafette. L„AJnn' K « 'ita«tatStes K ®en&. stimmung floß. Stimmung — jawohl! Sie beherrschen I J' , .wörtlich Fch würde in diesem Falle sogar mich lebhaft; aber sie unterjochen Mich nie, meine Stirn- I ^mm oas ntc^t nw A jßJ sic Wahl der Waffen über» mutigen. Und tun sie es einmal, da schmecke ich gewöhnlich I U Kavalier fielen i unb tynbeJL er H um so bitterer die Reaktion. Wer die Antwort an deine affen. Oder ermetnt eä «MriMig-°annp Frage, Liebster: nein, ich hasse Eberstedt nicht." LLL°S«LNT erforscht Und das'ist nicht^so „Und was hältst du von ihm?" I ^Xd). Du rätst: frage ihn. Da weiß ich schon seme „Wir sprachen uns gelegentlich darüber aus. Gar nichts I Antwort." und doch ungeheuer viel." 1 „Es gibt ein besseres Mttel, Mels." „Fch verstehe den Widerspruch. Traute sagte mir, du I „Und bitte, welches?" s-.,. ftätteft ihr gegenüber einmal geäußert, nur eine Frau könne | Aber Moebius konnte nicht antworten. Die Vier d?n Wildfang zur Vernunft bringen." tatern meldete sich: Herr Paul Everstedt sei drangen und „Ist auch ganz meine Meinung. Wie gut sie sich das I möchte den Herrn Professor sprechen. gemerkt hat! Wer das Täubchen würde keine Bändigerin Sonderkroog, nach Ostrook zn, da wo sich der Fich- auch diesmal wieder um ein frivole» Spiel. I traute bei Mutter Möchel einquartiert. Tas war Kruse trat an den Rauchtisch und klopfte die Pfefte I ' jße?onberen Wunsch des Arztes geschehen, und die Eltern aus. „Du fragst mich zu viel. Wir glauben zu wissen, I , I, aUf[. ohne weiteres gefügt. Köhler selbst hatte daß die Traute in Everstedt verschossen ist. Das ist I . gestanden, seine Aelteste nach Sonderkroog zu bringen alles." . ,, , t I ,„.h hatte nicht darauf geachtet, daß das große Zimmer „Aber wir werden in Erfahrung bringen, tute Everstedt I , . .Meere hinaus, das Traute gern haben wollte, sich dazu stellt." | "twas teurer kam als die andern drei Stuben. Er halte „Und wie denkst du dir das?" I Mntter Möchel auch eine gute Verpflegung seines rochter- „Du wirst ihn fragen." . I anempfohlen und durchblicken lassen, daß es ihm Kruse schleuderte die erkaltete Pfeife aus die Erde. I ,..Mich auf eine Ertravergütung nicht ankommen werde. „Zapperlot, Arthur, du hältst mich für einen gewaltigen I ’ .l^ar L{ ' (ieb and herzlich zu Traute gewesen — unb .Altruisten!" I ba§ harte neben dem Gefühl seiner väterlichen Zärtlichkeit "Das bist du auch.- I auch noch seine besonderen Gründe. Ät DM'Lst du, WW du dich *«m-lchW.Ä'IXW für jemand opfern, mit dem dich kein inneres Band »er» I ans ^etzaltenango emget fs . - st b Sommers selbst rnüpft. Hier liegt die Sache anders. Du hast Traifte I an, daß er die Abs^t^be,unLmise oes so lieb, daß du — wenn du sie auch nicht selbst besitzen • nach Europa zu kommen, um zwa - 9 ! ) T J 506 Es persönlichen Gründen. Die geschäftlichen setzte er sehr genau auseinander: es handelte sich da vorwiegend um die öfters erwähnte neue Aktion auf dem Käutschnkmarkt sowie um eine großartige Kakaospekulation, von der er sich titel versprach. Die persönlichen drehten sich um em Herrats- projekt. Mister Brigham schrieb, er suche ganz ernfach eine Fran, die er bei der Eigeilart der gesellschaftlichen Verhältnisse im eigenen Lande ebendort nicht finden könne. Er verfehlte nicht, am Schlüsse seines Briefes wiederum der Hoffnung Ausdruck zil geben, daß sich zwischen den Däusern Otto A. Köhler ititb Jonathan W. Brigham vielleicht doch noch intimere Beziehungen anknnpfeu las, en könnten, und endete mit speziellen Grüßen für Fraulem Traute. Köhler lebte in letzter Zeit nur noch von Hoffnungsstrahlen. Seine Bedrängnis war groß geworden, und rn seiner Mutlosigkeit und dem Mangel an kaufmännischer Initiative sah er die Zukunft in fürchterlichem Lichte. An eine Steigung der Werte war vorläufig nicht zu denken; im Gegenteil: mit den ständig tiefer sinkenden Preisen erhöhte sich die Geldnot immer mehr. Schwere Verluste drohten; auch an Brigham schuldete Köhler große Summen. Wenn Köhler in seinem engen, naphtalingeschlvängerten Bureau saß und seinen kleinen Würfel Kautabak von einer Backentasche in die andere schob und zu grübeln begann, ging ihm zuweilen die Phantasie durch, lieber die trüben Zukunftsbilder floß dann ein Zauberschein von Rosenrot, und die Hoffnungen begannen zu galoppieren. So war es auch in biefeit Tagen. Er hätte zu der Heirat Trautes mit Herrn Max Roeßler gern Ja und Amen gesagt, weil er seine Tochter dann in einer sicheren Versorgung wußte. Nun aber war er eigentlich wieder glücklich, daß sich die Sache zerschlagen hatte, denn nun tauchte von neuem der frohe Stern von Guatemala aus den Finsternissen auf. Daß Mister Brigham persönlich nach Europa kommen wollte, war doch der schlagende Beweis dafiir, Paß er es ernst meinte. Er suchte nach einer passenden Fran, die er drüben nicht fand; er wollte allem Anschein nach auch eine Deutsche haben. Er hatte nach der Photographie Interesse für Traute gewonnen — und in Wirklichkeit War das Mädchen gewiß noch viel hübscher, als das Bild es zeigte! Köhler kombinierte: wenn Mister Brigham sein Schwiegersohn wurde, war er aus allen Nöten. Dann wollte er das Fellgeschäft nach Möglichkeit einschränken und in der Hauptsache der Agent von Jonathan W. Brigham werden, der europäische Vertreter fiir seine Spekulationen nnd Transaktionen. Natürlich, auch mit beit Launen Trautes mußte man rechnen. Es war uufaßlich, daß sie einen Ehrenmann wie Herrn Roeßler so grundlos verabschiedet hatte. Sie hatte erklärt, sie hätte sich getäuscht: sie liebe ihn nicht, imb sie werde nur den heiraten, dem ihr Herz gehöre. Das war freilich eine schlimme Sache. Aber vielleicht war Mister Brigham ein'bildschöner Mann. Vielleicht lockte sie das Exotische: das Rabenhaar und der Glanz der Augen. Vielleicht auch der Reichtum--und schließlich war Traute doch auch eine gute Tochter, die den Ruin des Hauses nicht wollte. Und wieder sprangen die Hoffnungen Köhlers in vollem Galopp. Von alledem ahnte Traute nichts. Sie hatte acht Tage lang das Bett hüten müssen und fühlte sich doch nur elend, nicht krank. Als sie wieder aufstehen durfte, fand sie em paar Briefe vor, die inzwischen für sie eingetroffen waren und die man ihr absichtlich nicht gegeben hatte, um ihr jede Aufregung fern zu halten. Der eine enthielt die Ber- lobungsanzeige von Suse Appelmann. Die Anzeige sah sehr stattlich aus; Yvedon nannte alle seine Namen: „Raoul Bienaimo Marquis d'Ytiedon de Bearn Sieur de Laparre" — das schlicht-bürgerliche, wie aus einem Lustspiel Rau- pachs klingende „Appelmann" nahm sich daneben fast komisch aus. Aber Traute freute sich und schrieb auch gleich eine Gratulationszeile. Die dicke Suse hatte doch glücklich erreicht, was sie wollte. Ihr Vater hatte nachgegeben, und Yvedon brauchte nun keine Konversationsstunden mehr zu geben. Dann war auch noch ein Briefchen von Eva Delbrück gekommen: kurz und sehr geheimnisvoll in den Andeutungen: „Liebes Drautchen," schrieb sie, „Sonntag fünf Uhr Rendezvous bet Bartels. Hinterzimmer. Die ganze Goldene Horde ist da. Neue Ueberrumpelung geplant. Verein Caritas — aber wie! Küß — Eva," Traute lächelte etwas trübe. Ach du. lieber Gott, ihr stand der Sinn nicht mehr nach den alten Albernheiten! Aber sie antwortete Eva dennoch. Sie sei krank geworden und solle auf einige Zeit nach Sonderkroog; da könne sie sich leider an den Unternehmungen der Goldenen Horde vorläufig nicht mehr beteiligen, würde sich aber sehr freuen, wenn man sie in Sonderkroog einmal, besuchen ivollte; sie wohne bei Möchels und sei ganz allein draußen. , Dies Alleinsein wär wonnig für sie. öte faulenzte viel. Sie schlief bis in den Dag hinein und frühstückte dann sehr gemächlich. Milch war auf Befehl des Achtes ihre Hauptnahrung. Gegen Fleisch hatte sie plötzlich einen Widerwillen bekommen. Frau Möchel wußte gar nicht mehr, was sie ihr vorsetzen sollte. Gottlob gab eg. Fische genug, auf deren mannigfache Zubereitnng sich die Alte verstand, und auch Gemüse tvaren leicht zu beschaffen. Ä , Die schöne Witterung hielt iwch an. Der Mar war sommerlich warm. Tagsüber war Traute fast immer tm! Freien. Sie hatte sich eine ganze Kiste voll Leihbibliothekslektüre kommen lassen: Romane von der Mühlbach, Flh- gare-Carleen, Braddon, von Gustav vom See, Dumas, Springer — alte Scharteken, die sie mit ins Freie nahm und völlig gedankenlos las. Auch weite Spaziergange machte sie. Den Strand hinab bis zu den Felsen von Tendlau, wo der Leuchtturm stand; dnrchkletterte die Dunen nach allen Richtungen und streifte in den Fichten umher, bis zu der Talmulde, wo Kruse für sie den Thron der Märchenfee hatte errichten wollen. So war sie des Abends dann immer sehr müde und kroch gern in die dicken, bunt- überzogenen Federbetten der Frau Möchel und schlief, bis die Sonne hoch stand. Das faule Leben bekam ihr gut. Ihre Wangen braun- ten sich, die Farbe der Gesundheit kehrte zurück. Sie koii- statierte auch, daß sie zunahm. Das ärgerte sie zunächst. Sie wollte nicht wie Suse Slppelmann. werden. Sie ivar so froh über ihre Schlankheit. Aber das half alles nichts: sie rundete sich. „Traute, du wirft fett wie eine Wachtel," hatte Helene erst neulich zu ihr gesagt. Helene und Ryls kamen immer des Sonntags nachmittag, Vater und Mutter zuweilen in der Woche. Einmal hatte sie mich Klothilde, besucht, aber das war keine frohe Stunde gewesen. Klothilde hatte sofort von Max Roeßler angefangen und ihr bittere Vorwürfe gemacht. Sie sprach auch voll den geschäftlichen Verlegeiiheiten des Hauses nnb Betonte, wie glücklich der Vater fein würde, wenn sie ihm nicht mehr zur Last zu fallen branchte. Diese Bemerkung machte Trante wütend ; es kam zu scharfen Worten; Klothilde bedauerte, daß sie überhaupt ilach Sonderkroog gekommen wäre, und Traute sagte, sie sehne sich nicht mehr nach ihrem nochmaligen Besuch. , , (Fortsetzung folgt.) Die Gartenstadtbewegung in Deutschland. Von M. Dunkler, Kohlscheid. Das rapide Anwachsen der industriellen Großstädte hat M Erscheinungen geführt, die Gesundheit und Volkswohl mehr und! mehr bedrohen. Die stets wachsenden Bodeupreise der Großstädte zwingen zu möglichster Ausnützung der kleinsten Fläche, und so wachsen nicht nur in Amerika, sondern auch in Europa die Häuserblocks immtzr höher und höher, die vorgeschricbencn Hohen werden aufs äußerste beschränkt und gleichen sie eher manchmal Schachtanlagen als Hofräumen. In diesen Blocks sind mm manchmal mehr Menschen zusammengepfercht, als in einem klemen Bauern- döeschen wohnen, und mit Schrecken wendet man sich von so vielen Ein- rmd Zwei-Zimmerwohuungen ab, die noch nicht einmal zu den schlechtesten gehören. , Nnd nun erst der Gedanke an die Kmder, die m mesen Häusern groß werdeii. Der kleine Hofraum, der dazu noch vielfach zu allem niöglichen ausgenützt wird, bietet keinen Raum- also müssen sie hinaus in den Trubel der Straße, und die vieleU UnglückSsälle und all die unliebsamen Vorkommnisse können denk nur Wunder nehmen, der mit den Verhältnissen nicht vertraut ich Wenn ich-aber oft am Wend meiner außerhalb der, Stadt! gelegenen Wohnung zuging, mußte ich eine dieser Arbeiterstraßen passieren. Und was bann dort an den Häusern und auf der Straße und auf den Treppen hockte, um eineu Mund voll frischer, schlechter, dumpfiger Stadtluft einzuatmen, das ist zum Erbarmen. Diese schrecklichen Zustande zu heben, dem Arbeiter und denk gering besoldeten Angestellten eine Wohnung in frischer, freier Luft und zum Preise der alten, schlechten Wohnung zu IwW;' das ist das Ziel der Kartenstadtbewegnng. Unter einer Garten- — 507 —- dürfen. I Schlinaern kann die Ladung sogar in Bewegung geraten, und be° 1 steht dann die Geiahr, daß sich das Schiff neigt, ivas unter Uin- ständen zum Untergang führen kann. _ . Es ist daher schon lange eine grovc Sorge der Schiffsvauer und Ingenieure, das Schlingern zu verhüten oder wenigstens zu vermindern. Aui Grund genauer Beobachtungen und daraus gezogener scharfsinniger Folgerungen ist es dein Jnaeineur gelungen, eine großartige ttiib wirkungsvolle -lbhilse su schaffen und zwar durch den Einbau von „Schlingertanks . Un beiden Innenseiten des Schiffes werden genau berechnete große Behälter (Tanks) angebracht, die am.Boden untereinander durch einen Querbalken verbunden sind. Die Tanks -werden zur Halste mit Voatzer aeuuu ullu uuuu Die Uber dem Wasser m beiden Tanks bestndliche Luit ist durch eine Rödre, in der sich ein Abiperr- veiitil befindet, verbunden. Durch Schließen des Ventils kann man die Wirkung des Schlingertanks nahezui ausheben. nachdein das Schiss nun mehr oder weniger „rollt , wird da» Ventil ent sprechend geöffnet. Die Erfahrung hat bewiesen, da,; durch d ese Tanks das schlingernde Schiss sich san gänzlich beruhigt. Aber auch in bereits fertige Schiffe läßt sich diese Ersnidung nachtraglich mit Erfolg einbauen. Die Hamburg°Ainerita°Lnne, bekannt dann, daß sie ihren Passagieren das Leben an Bord nach Möglichkeit an genehm macht, lies; aus zwei großen Dampfern Schlingertanks em- bauen. Diese mußten am Deck angebracht werden, wahv^id sie sich bei neuen Schiffen mittschiffs oder mit Boden befinden. Der Eiwlg war ein sehr günstiger. Während bei geschlossenem Ventil — also be^Unmirksainkeit der Tanks - das Schiff sehr stark schlingerte, fuhr es nach entsprechendein Oeffnen des Ventils säst ohne jede Schlingerbewegung. Durch einen besonders konstruierten Apparat wurde dies einwandssrei festgestellt., Aus das Wohlbefinden der Reisenden rvirkt das natürlich sehr günstig ein, da durch den ^ort- kall des Rollens die wesentlichste Ursache der Seekraulheit beseitigt wird Es ist kein Wunder, wenn, durch diese Eriolge veranlaßt, die äanibura-Amerika-Linie beschlossen bat, auf weiteren sieben Damviern (ferti n e i tu 11 bi 11 Bau b^sind'ichen) Schlingertanks em- LLlWAuchmidere Damp-c., -Wen haben sich be- teSSStei. Senn es ifl ein UnlnW« I« s.a 4-resfsicherheit, ob das Schiff sehr schwankt, oder ob es ruhig iäbr? .tzteriür ist eine besondere Art der Ausführung erdacht, über die selbstverständlich genaue Angaben nicht gemacht wer e stadt versteht man also nickst etwa eine Stadt, die große Und Hone sind «100 bis 300 QuadratniAer groß, steigen aber b s Gärten und Anlagen in ihrer Mitte birgt, wie etwa die „rheinisch« auf 600 Quadratmeter Diese Große durste für Arbeiter und Gartenstadt" Düsseldorf, auch nicht eine Villenkolome mehr oder Angestellte , aber auch vollständig genügen, da Garten, die nickst Weniger bemittelter Eigenbesitzer, sondern eine planmäßig au- > ordentlich m Stand gehalten wniden können, alles andere als gelegte Siedelung aus wohlfeilem Gelände, das dauernd im Ober- I schon sind, und müssen sremde Kräfte zugezogen werden, so ist Eigentum der Gemeinde erhalten wird. Dadurch wird jeder Spe- I der Nutzen schnell dahin. Durch die kleinen Garten, tn denen Tulötion mit Grund und Boden vorgebcugt und eine Verteuerung Gemüse und Küchenkräuter und dergleichen gezogen werden, ivird der Häuser und Grundstücke unmöglich, und gerade diese Maßregel I trotz ihrer Kleinheit die Lebenslage gar nicht unbedeutend Verist von allergrößter Bedeutung. Die Ziele der Gartenstadtbewegung I Mfert « « «j 8?SMAL'LM Ä»’S än䔓 •' ”* M »SÄ 9?nrföitfer her heute aevlanten und teilweise bereits j tragen können. Als Gegner der Gartenstadtüewegung treten be- destebenden Gartenstädte sind die Siedlungen zu betrachten, die I sonders die städtischen Hausbesitzer sowie die Hauser- und Grimd- MtzÄMMDW WWZMWW der älteren Kolonien vermieden, und zu den Hausgartchen, die j Garten,tadtgesellschasten givuoci. allseits die Häuschen von einander trennen, treten öffentliche I 1 Gärten, Spielplätze für die Kinder und so weiter. Verhütung der Zeekrankheit. Der Ausbau dieser Kolonien wurde besonders auch von eng- | <$. Cassmann. lischen Fabrikanten gefördert, die sich die Typen ihrer kleiner, I aröfiere Seereise gemacht hat, kennt es, dieses SÄ’Ä gÄÄ« äito-ä »SÄAXÄXreWfc **6M,,e Einzelmitglieder, sondern auch städtische Körperschaften, Stadt- | verhindern ko men Seekrankheit ist das bei hohen Wellen, Verwaltungen, ganz speziell aber ungefähr 25 Gartenstadtvereine I ~ „ (ci6en xpurelend^ Schaukeln des Schiffes, „Rollen" angehören. Aber Teutschlandhat nicht nur Gartenstadtvereine, I » 6 « *6 ern., 'nannt Nicht nur, daß es den Passagieren es besitzt auch bereits eme aufbluhende Gartenstadt, und' an dieser I .Manchmal auch der Mannschaft (besonders auf erster Fahrt kann mau wohl am besteii sehen, was nlan eigentlich schaffen will I (chwerem Landurlaub) die Seekrankheit beschert, ist das Und inwieweit dies praktisch auszufuhren ist. Es ist die Garten- I ’ $ , ,..[t bie gablinq nicht gut. Bei sehr heftigen ftadt Hellerau bei Dresden, die '^Entstehen dem tatirastigen | ßck g ) in Bewegung geraten, und.be- Borgeheu des Inhabers der Deutschen Werkstätten für Handwerkskunst, Herrn Karl Schinidt, verdankt. Das zit diesem Zwecke üngekaufte Gelände ist 140 Hektar groß und etwa 1V- Stunden von Dresden entfernt. Die Verwaltung und Bebauung hat die Baugesellschaft Hellerau übernommen und zurzeit dürften schon 200 Ein-, Zwei- und Vierfamilienhäuser vollendet sein. Alle Häuser sind nach den Entwürfen tüchtiger Architekten, erbaut und sucht man auch hier durch die Art der Stratzenfuhrung Und die Verschiedenheit der Bautypen alles Eintönige zu vermeiden Die kleinsten Häuser haben eine überbaute Grundslache von 34 7 Quadratmeter, sie enthalten im Erdgeschoß etnc Stube und eine Küche und im Obergeschoß zwei Schlafzimmer. Dm . ------- --b"bann 'verschlossen. Stube int Erdgeschoß dient als besserer Wohnraum die sp sehr " b"stndttche Lust ist durch jüberflüssige „gute Stube" hat man fallen lassen, und diese Ein- I rtriHumi hat sich sehr bewährt. Die Baukosten eines solchen kleinen^Hauses betragen 4600 Mark, die Miete 250 Mark. Es werden aber auch Häuser gebaut, die einen Mietwert von 1200 bis 2000 Mark haben. Interessenten können sich derartige Plane ansehen und gewünschte 9Ienbernngen angeben. Das -Haus wird dann für sie gebaut, bleibt aber, wie auch das Gelände, Eigentum der Gesellschaft. In allen Gebäuden aber erlangen, die Ansiedler das Recht, darin zu wohnen dadurch, daß sie einen! Teil des Baugeldes der Gesellschaft als Darlehen überweisen. Dieses Darlehen wird dann zu ihren Guiisten auf ihr Grundstück hypothekarisch eingetragen. Die Hypothekenzinsen werden nicht ausgezahlt, sondern als Miete eingezogen. Die weitere Miete wird als Pachtzins eingezogen. Die Hauptsache aber ist, daß dem Bewohner und seinen Erben nicht gekündigt, werden kann. Er wohnt also so sicher wie im.eigenen Hanfe, kann über selbst wohl kündigen. Das Darlehen ist unkündbar, so lange der Mieter sein Haus bewohnt. Das nötige Bangeld wird, durch die Landesversicheriulgsanstalt des Königreiches Sachsen besthasit, welche die Grundstücke zu vier Fünftel des Änlagewertes beleiht. ^Industrielle Betriebe werden in Hellerau nur dann zngelafsen, wenn sie die Einwohner weder durch Rauch iwch Geruch oder Geräusch belästigen. Zu jeder .Wohnung gehört ein Garten, weil man dem Bewohner durch die Beschäftigung mit der Pflanzenwelt seine Naturfreude erhalten und ihn auch gesundheitlich fördern will. Ein Trennen in Vorder- und Hinter- gärten wird aus praktischen Gründen meist vermieden. Manche dieser Gärtchen sind reine Schmuckkästchen, saudere reine Nutzanlagen, alle aber scheinen ihren doppelten! Zweck voll und ganz zu erfüllen und in ganz hervorragender Meise zur Verschönerung des Lebens beizutragen. Die Gärten 608 — * Englisch und Realanstalten. Der Direktor der Oberrsalschule zu Hanau machte auf denr diesjährigen deutschen Erziehungstage in Weimar interessante Mitteilungen, denen, wir das Folgende entnehmen. Der Genannte war in den Jahren 1876 bis 1877 selbst anderthalb Jahre in England. Er hat seitdem inmrer Englisch unterrichtet irrtb sich immer mit Englisch beschäftigt, so daß er etwa im landläufigen Sinne sagen dürfe: „Ich kann Englisch." Und dieser Herr erklärt öffentlich, er könne keinen englischen Aufsatz machen! Um wie viel weniger könne das ein Schüler mit seiner mangelhaften Vorbildung. Ja: man solle doch einmal die Lehrer die von ihren Schülern englische Aufsätze machen lassen — und dasselbe gilt von den französischen —, unter Klausur einsperren, ihnen eine derartige Aufgabe stellen und das Ergebnis dann von einem Engländer oder Franzosen korrigieren und zensieren lassen. Dann würde es wohl mit einem Male mit diesen sogenannten Aufsätzen in englischer und franzö-- sischer Sprache zu Ende sein. Englische Aufsätze sollen die englischen Jungens schreiben, französische die französischen, deutsche aber die deutschen. kf. Künstliche Korallenzucht. Ein Zoologe der amerikanischen Regierung, T. Wayland Vaughan, macht gegenwärtig Untersuchungen an Korallen und behauptet, es sei möglich, diese geschätzten Schmucklieferanten ähnlich zu züchten, wie man es mit Austern macht. Es ist, wie der „Neuyork American" nach seinen Arbeiten berichtet, durchaus möglich, Stücke aus wachsenden Korallenbänken herauszuschneiden und zu verpflanzen, ebenso wie es möglich ist, die jungen Korallenlarven, die unter gewöhnlichen Umständen etwa eine Woche lang frei im Meerwasser herum-- schwimmen zur Festsetzung an geeigneten kalkhaltigen Platten in geschlossenen Gefäßen mit Meerwasser zu bringen. Die englische Hausfrau. ! Tie Engländerin als Hausfrau und Wirtschafterin ist fett I Menschengedenken der Gegenstand desMitleW der gesamten zE- I fierten Welt außerhalb des britischen Jrrsel«iches. Auf dem Kontinent und auch anderswo herrscht I die englischen Frauen ganz erbärmliche Äaushalteriilneu feiern I Interessant ist nun, die Meinung eines Englands über die es I Thema zu hören. Nachstehend geben wir dieses Gebiet behandelnde I Ausführungen aus der Feder eines englischen Publizisten ut erner I englischen Tageszeitung wieder. I Wir, die englischen Ehemänner, so heißt es rn dem Arnm, I die wir die primitiven Kochkünste unterer Frauen ^er uns ergehen lassen müssen, nehmen an dem Mitleid teil, das das Aus- I land für die Wirtschaftskunst der Engländerin übrig hat. Sind wir doch in erster Linie die Betroffenen und berechtigt, unseren I Gefühlen über die Versuche unserer Frauen, uns zu füttern, Ausdruck zu geben. Ehemann Nr. 1 mag ut der beschaulichen Stille des Rauchzimmers bemerken: „Meine arme Frau tut ihr Bestes, aber trotzdem hat sie meine Berdmrung rumie^. „Meme Frau," seufzt ein anderer, „hat kernen Begriff von Sparsamkeit. Ihr Haushaltungsbuch ist einfach ungeheuewch Ich wurde verhungern, wenn ich nicht em reichliches Frühstück in bet Eülj hätte." „Die Mche ist für meine Frau ein Mysterium, schließt sich Ehegemahl Nr. 3 dem Gespräch an; „mysteriöser allerdings für mich sind die Erzeugnisse ihres Backofens.' — Mr. Hermann Senn, eine Autorität auf dem Gebiete der Kochkunst, der auf eine 25 jährige diesbezügliche Erfahrung zurückblickt, ist Kvar der I Ansicht, daß die englische Hausfrau sich in den letzten Jahren stetig verbessert hat. Ihrer eigenen Ansicht nach ist sie eine ganz vortreffliche Hausfrau. Zweifelsohne hat sie aber ihre Fehler, und sogar empfindliche, besonders vom französischen Standpunkt aus, aber in keiner Weise verdient sie das mit Verachtung vermischte Mitleid der Französinnen und Deutschen. Denn sie ist verbesserungsfähig. Woran es der englischen Hansfrair gebricht, das läßt sich in fünf Punkten niederlegen. Erstens fehlt ihr die Sparsamkeit, 2. Geschmack, 3. die Abwechselung, 4 die Umsicht und 5. die Fähigkeit, Getränke Mr den Haushalt zuzu- bereittm ^üu))tgrun^ toarunt che Engländerin keine vollkommene Hausfrau ist, liegt in dem Umstande, daß sie das Kochen nicht als eine Kunst betrachtet, die es verdient, daß man ihr fan Leben widmet. Die Engländerin sieht ihre Lebensaufgabe nicht darin, sich ausschließlich ihrem Gatten zu widmen Sie erledig ihre Kochpflichten viel zu rasch, als daß die Ergebnisse befriedigend sein könnten. In der geringen Abwechselungsfahigkeit der englischen Mche spiegelt sich die konservative Gesinnung des englischen Volkes wieder. Immerhin scheint die, Ansicht berechtigt, daß eine Französin eine Suppe aus Nichts bereiten kann, wahrend für die Engländerin Nichts vorhanden ist, woraus sie eine Suppe Herstellen könnte. Die englische Hausfrau muß dazu angehalten werden, Nebenprodukte des Kochens und der Wirtschaft zu verwenden, während sie bisher stets die Gepflogenheit hatte, sw wegzuwerfen. Noch ist nicht alle Hoffnung verloren. Schließen wir uns daher der Ansicht Mr. Hermann Senns, des großen Kochs, an, daß die englische Hausfrau stetig Fortschritte macht. Erntebild. (Das hohe Lied vom Bauernstand.) Die Sonne brennt so glühend heiß, Kein Hauch bewegt die Stifte, Ein einzig Blau am Himmelskreis Steht über Flur und Triste! Es ruht die Schwalb im Mauernest, Die Lerche, Drossel im Geäst, Das Wild im Waldesgrund, Natur hat Ruhestundl Es stockt des Städters eilend Hast, Träg schleppt er hin sein Leben, Die Schwüle zwingt zu Ruh und Rast Ter Besten emsig Streben. Und alle spür'n des Schlafes Drang, Der einst so tief Dornröschen zwang — Tie Augen fallen zu, Man träumt in süßer Ruh l Doch auf den Aeckern, auf dem Feld Die Bauern fleißig tragen Das gelbe Korn, das Brot der Welt Gebündelt auf den Wagen! Die Kühe steh'» geschirrt davor, Zu ziehen nach der Scheune Tor Tie gold'ne Gottesgab' Zum nahen Dorf hinab! Und all' die Schnitter, Bursch und Maid Sind fleißig in den Halmen Obwohl befreit vom Oberkleid In Schweiß und Dampf sie qualmen l Zur Seit: die Mutterpflicht erfüllt, Ein prächtig Weib sem Kindlein stillt. Wie trinket es mit Lust An voller Mutterbrust l Bald hier, bald dort, auf jedem Feld Wo Korn, wo Frucht gebauet. Ein ähnlich Bild dem Äug' sich stellt Das Trift und Flur erschauet! Drum steht so hoch der Bauernstand — Der schafft das Brot für’S ganze Landl Wie rinnt des Bauern Schweiß Von seiner Stirn so heiß; Solch Bild vom B a u er» bringt zur Schau, Wie er zur E r n t' sich recket I Die A ehr en gold — der Himmel blau, Die Kühe bunt geschecket l Den schönen Burschen, frisch und frank — Die blonde Maid, so jung und schlank l So braun vom Sonnenbrand — Die Besten mit im Land! E.Z. Schachaufgabe. Von N. Sardotsch. Schwarz. Weiß. Weiß setzt mit dem zweiten Zuge Matt. Auflösung in nächster Nummer. 8 7 6 5 4 3 2 6 5 4 3 2 abedefgh a b e d M I1 I g h Auflösung des Logogriphs in voriger Nummer: N u st e r, M u st e r. Redaktton: St Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der BrÜhl'schm UniversttätS-Buch-- und Steindrnckerei, R, Lange, «ietze»